Arteoptic LA 2 % Augentropfen

Switzerland - German - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Active ingredient:
carteololi hydrochloridum
Available from:
Bausch & Lomb Swiss AG
ATC code:
S01ED05
INN (International Name):
carteololi hydrochloridum
Pharmaceutical form:
Augentropfen
Composition:
carteololi hydrochloridum 20 mg, conserv.: benzalkonii chloridum, excipiens ad-Lösung für 1 ml.
Class:
B
Therapeutic group:
Synthetika
Therapeutic area:
Glaukom
Authorization number:
55733
Authorization date:
2001-09-26

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Patient Information leaflet Patient Information leaflet - French

23-10-2018

Patient Information leaflet Patient Information leaflet - Italian

19-10-2018

Summary of Product characteristics Summary of Product characteristics - Italian

20-06-2021

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Patienteninformation

Arteoptic® LA 2%, Arteoptic® LA 1%/2% UD

Bausch & Lomb Swiss AG

Was ist Arteoptic LA und wann wird es angewendet?

Arteoptic LA enthält einen sogenannten Betablocker, der den Augeninnendruck senkt. Arteoptic LA

wird bei erhöhtem Augeninnendruck angewendet, um Ihre Augen vor einer nicht rückgängig zu

machenden Verschlechterung des Sehvermögens durch den grünen Star zu schützen. Arteoptic LA

Augentropfen haben eine verlängerte Wirkung, die 24 Stunden anhält. Sie müssen deshalb nur

einmal täglich verabreicht werden. Die Unidosen von Arteoptic LA 1%/2% enthalten kein

Konservierungsmittel und sind deshalb besonders geeignet für Patienten, die auf

Benzalkoniumchlorid allergisch sind. Arteoptic LA Augentropfen dürfen nur auf Verschreibung des

Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Augenbeschwerden von

Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verordnet.

Verwenden Sie es nicht für die Behandlung anderer Krankheiten oder von Drittpersonen.

Hinweis für Kontaktlinsenträger: Während der Dauer der Behandlung sollten keine Kontaktlinsen

getragen werden.

Wann darf Arteoptic LA nicht angewendet werden?

Wenden Sie Arteoptic LA nicht an:

·wenn Sie allergisch gegen Carteolol (Betablocker) oder einen der sonstigen Bestandteile von

Arteoptic LA sind.

·wenn Sie an Atemproblemen wie z.B. Asthma oder schwerer chronischer obstruktiver Bronchitis

(schwere Lungenerkrankung, die zu Pfeifen beim Atmen, Atemschwierigkeiten und/oder lang

anhaltendem Husten führen kann) oder sonstigen Probleme mit der Atmung leiden oder in der

Vergangenheit gelitten haben,

·wenn Sie einen verlangsamten Herzschlag, Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen

(unregelmässige Herzschläge) haben,

·wenn Sie einen Herzschlag von unter 45–50 Schlägen pro Minute haben,

·wenn Sie an einem nicht behandelten Phäochromozytom (übermässige Hormonproduktion

verbunden mit ausgeprägtem Bluthochdruck) leiden.

·wenn Sie an einer Sonderform der Angina pectoris (Prinzmetal Angina) leiden

·wenn Sie an einem Raynaud-Syndrom und peripheren Durchblutungsstörungen leiden.

Für Kinder liegen keine in klinischen Studien gewonnenen Behandlungserfahrungen mit Arteoptic

LA vor.

Wann ist bei der Anwendung von Arteoptic LA Vorsicht geboten?

Informieren Sie bitte vor der Anwendung von Arteoptic LA Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden oder in der

Vergangenheit gelitten haben:

·Koronare Herzkrankheit (mit Symptomen wie Schmerzen oder Engegefühl der Brust, Kurzatmigkeit

oder Ersticken), Herzschwäche, niedriger Blutdruck,

·Störungen der Herzfrequenz, wie z.B. langsamem Herzschlag,

·Atembeschwerde, Asthma oder chronisch obstruktive Lungenerkrankungen,

·Diabetes, da Carteolol die klinischen Zeichen und Symptome von niedrigem Blutzucker

verschleiern kann,

·Überaktivität der Schilddrüse, da Carteolol die klinischen Zeichen und Symptome verschleiern

kann,

·behandelter Nebennierenmarktumor,

·Psoriasis,

·Hornhauterkrankungen,

·frühere allergische Reaktionen,

·Nieren- oder Lebererkrankungen.

Falls Ihnen ein operativer Eingriff bevorsteht, informieren Sie bitte vorher Ihren Narkosearzt oder

Ihre Narkoseärztin, dass Sie Arteoptic LA anwenden.

Zu Beginn und während der Behandlung mit Arteoptic LA müssen regelmässig augenärztliche

Untersuchungen durchgeführt werden (ca. alle 4 Wochen). Dies ist auch notwendig, damit das

gelegentliche Nachlassen der Wirkung von Arteoptic LA rechtzeitig erkannt wird.

Das in Arteoptic LA 2% erhaltene Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid kann Augenreizungen

veruursachen sowie harte Kontaktlinsen beschädigen oder weiche Kontaktlinsen verfärben.

Hinweis für Sportler: Arteoptic LA kann ein positives Ergebnis beim Dopingtest verursachen.

Bei Anwendung von Arteoptic LA mit anderen Arzneimitteln:

Arteoptic LA kann mit anderen Arzneimitteln, auch anderen Augentropfen, die Sie zur

Glaukombehandlung anwenden, zur Wechselwirkungen führen.

Wenn Sie andere Augenpräparate anwenden, müssen Sie:

·das andere Augenpräparat applizieren,

·15 Minuten warten,

·Arteoptic LA zuletzt anwenden.

Bei der Behandlung einer bestimmten Art von Glaukom (Winkelblock-Glaukom) müssen

gleichzeitig pupillenverengende Augentropfen angewendet werden.

Eine augenärztliche Überwachung ist erforderlich, wenn Sie eine Begleittherapie mit

epinephrinhaltigen Augentropfen erhalten (Risiko einer Pupillenerweiterung).

Wenn gleichzeitig Betablocker zum Einnehmen angewendet werden, ist häufig eine Anpassung der

Dosierung von Arteoptic LA erforderlich. Obwohl bei einer Anwendung von Betablockern am Auge

nur geringe Mengen den Blutkreislauf übertreten, besteht das Risiko von Wechselwirkungen mit

anderen Arzneimitteln.

Betablocker dürfen im Allgemeinen nicht gleichzeitig mit Amiodaron (Arzneimittel gegen

Herzrhythmusstörungen), bestimmten Kalziumantagonisten, die zur Behandlung von Bluthochdruck

eingesetzt werden (Bepridil, Verapamil, Diltiazem) oder Betablockern, die zur Behandlung von

Herzinsuffizienz eingesetzt werden, angewendet werden.

Eine Erhöhung des Lidocainblutspiegels kann das Risiko von kardialen und neurologischen

Nebenwirkungen erhöhen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

am Auge anwenden.

Darf Arteoptic LA während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit nur mit ausdrücklicher Genehmigung Ihres

Arztes bzw. Ihrer Ärztin.

Wie verwenden Sie Arteoptic LA?

Erwachsene:

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin legt die für Sie optimale Dosierung fest. Bitte befolgen Sie genau diese

Anweisungen.

·Die übliche Dosierung besteht aus 1 Tropfen Arteoptic LA 1% oder 2% pro Tag, am Morgen ins

Auge gegeben. Waschen Sie sich vor dem Eintropfen gründlich die Hände.

·Vermeiden Sie es, mit der Tropferspitze Ihr Auge oder Ihre Wimpern zu berühren.

·Blicken Sie nach oben und ziehen sie das Unterlid sanft nach unten vom Auge ab. Tropfen Sie 1

Tropfen in Ihr Auge ein und schliessen Sie das Auge danach für einige Sekunden.

·Nachdem Sie Arteoptic LA angewendet haben, drücken Sie 2 Minuten lang mit einem Finger auf

den Augenwinkel neben der Nase. Diese Massnahme vermindert die Aufnahme von Arteoptic LA in

den übrigen Körper.

·Tupfen Sie überschüssige Augentropfen ab, solange Ihr Auge noch geschlossen ist.

·Verschliessen Sie die Tropfflasche nach jedem Gebrauch wieder mit dem Schraubdeckel.

·Wenn Sie die Unidosen von Arteoptic LA benutzen (Arteoptic LA UD) nehmen Sie bei jeder

Anwendung eine neue Unidose und werfen Sie diese nach Gebrauch sofort weg.

Arteoptic LA kann auch in Verbindung mit anderen Arzneimitteln benützt werden. Bei ins Auge

verabreichten Arzneimitteln soll ein Zeitabstand von mindestens 15 Minuten zwischen den

verschiedenen Tropfen eingehalten werden. Falls Sie eine Dosis Arteoptic LA vergessen haben,

fahren Sie am folgenden Tag mit der Behandlung fort. Auf keinen Fall dürfen Sie bei der nächsten

Anwendung die doppelte Dosis nehmen, um die vergessene Dosis zu kompensieren.

Wenn andere Augentropfen gegen Glaukom durch Arteoptic LA ersetzt werden sollen, müssen diese

Augentropfen am Ende eines abgeschlossenen Behandlungstages abgesetzt werden und die

Behandlung mit Arteoptic LA wird am darauf folgenden Tag begonnen.

Wenn Sie zu viele Augentropfen eingetropft haben, spülen sie das Auge mit sauberem Wasser aus.

Wenn Sie aus Versehen den Inhalt der Tropfflasche oder Unidose geschluckt haben, kann es

vorkommen, dass Sie ein Gefühl der Leere im Kopf haben, Atembeschwerden bekommen oder

merken, dass sich der Pulsschlag verlangsamt. Wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt oder

Apotheke bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Die Anwendung und Sicherheit von Arteoptic LA und Arteoptic LA UD, Augentropfen bei Kindern

und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Arteoptic LA haben?

Ausser bei stark ausgeprägten Reaktionen können Sie die Behandlung fortsetzen. Wenn Sie besorgt

sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Setzen

Sie die Anwendung von Arteoptic LA nicht ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt oder Apothekerin bzw.

Ihrer Ärztin oder Apothekerin zu sprechen.

Wie andere Arzneimittel, die am Auge angewendet werden, kann auch Arteoptic LA in den

Blutkreislauf übergehen, und es können Nebenwirkungen auftreten wie sie nach Einnahme von

Betablockern beobachtet werden.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen nach Anwendung am Auge ist geringer als jene nach oraler

Einnahme oder Injektion. Die nachfolgend aufgezählten Nebenwirkungen wurden mit am Auge

angewendeten Betablockern beobachtet.

Häufige Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 10 Anwendern):

·Zeichen und Symptome von Augenreizungen (beispielsweise Brennen, Stechen, Jucken, Tränen und

Rötung der Augen, Rötung der Bindehaut, Bindehautentzündung, Reiz- oder Fremdkörpergefühl

(Hornhautentzün-dung).

·Geschmacksstörungen

Gelegentliche Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 100 Anwendern):

·Schwindel

·Muskelschwäche oder Muskelschmerzen (Myalgie), die nicht durch körperliche Anstrengung

verursacht sind, Muskelkrämpfe

Seltene Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 1000 Anwendern):

·Positive Resultate für antinukleäre Antikörper

Für folgende Nebenwirkungen ist die Häufigkeit nicht bekannt (kann aufgrund der verfügbaren

Daten nicht bestimmt werden):

·Allergische Reaktionen einschliesslich plötzliches Anschwellen des Gesichts, der Lippen, des

Mundes, der Zunge oder Rachens, was zu Schluck- und Atembeschwerden, Nesselausschlag,

Ausschlag lokal oder am ganzen Körper, Juckreiz, schwere lebensbedrohliche allergische Reaktionen

führen kann

·Niedriger Blutzuckerspiegel

·Schlafstörung, Depression, Alpträume, Erinnerungsverlust

·Ohnmacht, Schlaganfall, verminderte Blutversorgung des Gehirns, verstärkte klinische Zeichen und

Symptome einer Muskelkrankheit (Myasthenia gravis), Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Händen

und Füssen, Stechen und Zwicken, Kopfscherzen

·Geschwollene Augenlider (Blepharitis), verschwommenes Sehen und tiefer Augendruck und

Sehstörungen (Ablösen der Aderhaut nach Glaukomoperationen), herabgesetzte

Hornhautempfindlichkeit, Trockenes Auge, Schädigung der vorderen Schicht des Augapfels

(Hornhauterosion), Erschlaffung des Ober- oder Unterlids, Doppeltsehen, Änderung des

Brechungswertes (gelegentlich aufgrund des Absetzens eines pupillenverengenden Arzneimittels)

·Verlangsamter Herzschlag, Brustkorbschmerzen, Palpitationen (eine Form von

Herzrhythmusstörungen), Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme), Veränderung des

Herzrhythmus oder der Herzfrequenz, Herzkrankheit mit Kurzatmigkeit und Schwellungen der Füsse

und Beine (dekompensierte Herzinsuffizienz), verminderte Herzfunktion, Herzinfarkt, Beinkrämpfe

oder –schmerzen beim Gehen

·Niedriger Blutdruck, Raynaud Phänomen, kalte Hände und Füsse

·Verengung der Atemwege in den Lungen (pfeifender Atem oder Schwierigkeiten beim Atmen,

besonders bei Patienten mit entsprechender Vorerkrankung), Kurzatmigkeit, Husten

·Übelkeit, Verdauungsstörungen, Durchfall, trockener Mund, Magenschmerzen, Erbrechen

·Haarausfall, weiss bis silberfarben aussehender Hautausschlag (psoriasisähnlicher Ausschlag) oder

Verschlechterung eines psoriasis Ausschlags

·Systemischer Lupus erythematodes

·Sexuelle Funktionsstörungen, verringertes sexuelles Verlangen

·Ungewöhnliche Muskelschwäche oder –schmerzen oder –müdigkeit.

Falls unter Arteoptic LA die genannten Nebenwirkungen oder weitere Nebenwirkungen (z.B. andere

neue Augensymptome) auftreten, bei denen Sie einen Zusammenhang mit der Anwendung von

Arteoptic LA vermuten, so konsultieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arteoptic LA 2% (Tropfflasche zu 3 ml): Um die Sterilität der Augentropfen zu erhalten,

Tropferspitze weder mit den Händen noch mit dem Auge berühren. Flasche nach Gebrauch sofort

fest verschliessen. Die Flasche von Arteoptic LA enthält einen Leerraum. Die Füllmenge entspricht

jedoch der aufgedruckten Menge.

Arteoptic LA 1%/2% (Unidosen zu 0,2 ml): Den Eindosenbehälter nach der Verwendung sofort

wegwerfen.

Haltbarkeit: Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum

verwendet werden. Nach Anbruch der Flasche (Arteoptic LA 2%) oder des Alu-Sachet (Arteoptic

LA 1%/2% UD) nicht länger als 30 Tage verwenden.

Aufbewahrung/Lagerung: In der verschlossenen Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C)

lagern und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Arteoptic LA enthalten?

Tropfflasche zu 3 ml

Arteoptic LA 2%

Wirkstoff: Carteolol-Hydrochlorid 20 mg/ml.

Hilfsstoffe: Konservierungsmittel: Benzalkoniumchlorid, und weitere Hilfsstoffe für Augentropfen.

Unidosen zu 0,2 ml

Arteoptic LA 1% UD

Wirkstoff: Carteolol-Hydrochlorid 10 mg/ml.

Arteoptic LA 2% UD

Wirkstoff: Carteolol-Hydrochlorid 20 mg/ml.

Hilfsstoffe für Augentropfen.

Zulassungsnummer

55733, 56215 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Arteoptic LA? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Arteoptic LA 2% erhalten Sie in Flaschen zu 3 ml und in Packungen mit 3 Flaschen zu 3 ml.

Arteoptic LA 1% UD und 2% UD erhalten Sie in Packungen mit 30 Unidosen zu 0,2 ml.

Zulassungsinhaberin

Bausch & Lomb Swiss AG, 6301 Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

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Fachinformation

Arteoptic® LA 2%/ - LA 1%/2% UD

Bausch & Lomb Swiss AG

Zusammensetzung

Arteoptic LA 2%

Wirkstoff: Carteololi hydrochloridum.

Hilfsstoffe: Conserv.: Benzalkonii chloridum; Acidum alginicum, Natrii dihydrogenophosphas

dihydricus, Dinatrii phosphas dodecahydricus, Natrii hydroxidum, Natrii chloridum, Aqua.

Arteoptic LA 1%/2% UD

Wirkstoff: Carteololi hydrochloridum.

Hilfsstoffe: Acidum alginicum, Natrii dihydrogenophosphas dihydricus, Dinatrii phosphas

dodecahydricus, Natrii hydroxidum, Natrii chloridum, Aqua.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Arteoptic LA 2%

Augentropfen mit verlängerter Wirkung, Multidosen Tropfflasche.

Arteoptic LA 2%: Carteololi hydrochloridum 20 mg/ml.

Arteoptic LA 1%/2% UD

Augentropfen mit verlängerter Wirkung, Unidosen.

Arteoptic LA 1% UD: Carteololi hydrochloridum 10 mg/ml.

Arteoptic LA 2% UD: Carteololi hydrochloridum 20 mg/ml.

Klare, leicht braungelbe Lösung. Der pH-Wert liegt zwischen 6 und 7.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Erhöhter Augeninnendruck. Chronisches Weitwinkelglaukom.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene:

Empfohlene Dosierung: 1 Tropfen Arteoptic LA 1% 1× täglich am Morgen in den Bindehautsack des

betroffenen Auges instillieren.

Bei ungenügendem Ansprechen auf diese Dosierung kann die Behandlung mit Arteoptic LA 2%

weitergeführt werden. Wird eine Dosis Arteoptic LA vergessen, soll wie gewohnt am folgenden Tag

mit der Behandlung fortgefahren werden. Es darf auf keinen Fall die doppelte Dosis angewendet

werden, um die vergessene Dosis zu kompensieren. Die vergessene Dosis soll auch nicht am Abend

desselben Tages nachgeholt werden. Die Unidosen von Arteoptic LA 1%/2% enthalten kein

Konservierungsmittel und sind deshalb besonders geeignet für Patienten, die auf

Benzalkoniumchlorid allergisch sind. Falls notwendig, kann diese Behandlung mit weiteren

Medikationen gegen das Glaukom ergänzt werden (lokal oder systemisch). Wenn zwei verschiedene

Augenpräparate ins gleiche Auge gegeben werden sollen, soll zwischen den Instillationen ein

Zeitintervall von mindestens 15 Minuten liegen.

Da es einige Zeit braucht, bis sich die Wirkung stabilisiert hat, wird empfohlen, den intraokularen

Druck 3-4 Wochen nach Behandlungsbeginn zu prüfen. Der intraokulare Druck sollte auch nachher

regelmässig kontrolliert werden, weil sich das Ansprechen auf Carteolol ändern kann.

Therapieumstellung

Wenn Arteoptic LA-Augentropfen eine andere Art von antiglaukomatös wirkenden Augentropfen

ersetzen sollen, müssen die Augentropfen am Ende eines abgeschlossenen Behandlungstages

abgesetzt werden und die Verabreichung der Arteoptic LA-Augentropfen am darauffolgenden Tag

mit einer Dosis von 1× täglich einem Tropfen in das betroffene Auge begonnen werden.

Wenn die Arteoptic LA-Augentropfen mehrere gleichzeitig verabreichte Antiglaukomatosa ersetzen

sollen, sollten die Präparate jeweils nur einzeln, eines nach dem anderen, abgesetzt werden.

Wenn die Arteoptic LA-Augentropfen miotisch wirkende Augentropfen ersetzen sollen, ist es

eventuell erforderlich, das Refraktionsvermögen des Auges zu untersuchen, sobald die Wirkung des

Miotikums aufgehört hat.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugentliche unter 18 Jahre: Für Kinder und Jugendliche liegen keine in klinischen

Studien gewonnenen Behandlungserfahrungen mit Arteoptic LA vor. Daher wird die Anwendung in

dieser Patientengruppe nicht empfohlen.

Anwendung:

Durch Kompression des nasolakrimalen Kanals oder durch Schliessen der Augenlider für 2 Minuten

wird die systemische Resorption verringert. Dies kann zu einer Reduzierung der systemischen

Nebenwirkungen und zu einer höheren lokalen Wirksamkeit führen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe des Arzneimittels, Asthma

bronchiale, anamnestische Asthma-Episoden, Bronchospasmen, schwere chronisch-obstruktive

Atemwegserkrankungen, dekompensierte Herzinsuffizienz, kardiogener Schock, atrioventrikulärer

Block 2. oder 3. Grades (ohne Schrittmacher), Prinzmetal-Angina, Sinusbradykardie, Raynaud-

Krankheit und periphere Durchblutungsstörungen, nicht behandeltes Phäochromozytom, arterielle

Hypotension.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

OKULÄR

Sonstige Betablocker

Die Wirkung auf den intraokulären Druck oder die bekannten Wirkungen der systemischen

Betablockade werden durch Carteolol bei Patienten verstärkt, die bereits einen systemischen

Betablocker erhalten. Die Reaktion dieser Patienten sollte engmaschig überwacht werden. Die

Anwendung zweier topischer Betablocker wird nicht empfohlen.

Winkelblockglaukom

Wenn Arteoptic LA-Augentropfen zur Senkung des intraokularen Drucks bei Patienten mit akutem

Winkelblockglaukom verabreicht werden, muss zusätzlich ein Miotikum gegeben werden. Bei diesen

Patienten ist das unmittelbare Behandlungsziel den Kammerwinkel wieder zu öffnen. Dies erfordert

die Anwendung eines Miotikum, um eine Pupillenverengung zu bewirken, da Carteolol nur eine

geringe bzw. keine Wirkung auf die Pupille hat.

Ablösung der Chorioidea

Unter der Therapie mit kammerwasserproduktionshemmenden Wirkstoffen (z.B. Timolol,

Acetazolamid) wurde nach Filtrationseingriffen über Ablösungen der Chorioidea berichtet.

Benzalkoniumchlorid

Es ist bekannt, dass Benzalkoniumchlorid eine Keratitis punctata und/oder toxische ulzerierende

Keratitis auslösen kann. Daher ist bei langfristiger Anwendung von Arteoptic LA eine Überwachung

von Patienten mit Keratokonjunktivits sicca-Syndrom oder vorgeschädigter Hornhaut angezeigt.

Kontaktlinsenträger

Das in Arteoptic LA 2% enthaltene Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid kann harte

Kontaktlinsen beschädigen oder in weichen Kontaktlinsen akkumulieren. Es sollen deshalb während

der Behandlung mit Arteoptic LA 2% keine Kontaktlinsen getragen werden. Die Unidosen von

Arteoptic LA 1%/2% enthalten kein Konservierungsmittel; es besteht trotzdem ein Risiko der

Unverträglichkeit auf Kontaktlinsen durch Verminderung der Tränensekretion, wie sie nach

Betablockern allgemein vorkommen kann.

Langzeitwirksamkeit

Nach lang andauernder Behandlung kann sich evtl. eine reduzierte Sensitivität gegenüber Carteolol

entwickeln. Um die Wirksamkeit der Langzeitbehandlung sicherzustellen, sollte daher jährlich

überprüft werden, ob sich eine Tachyphylaxie entwickelt hat.

Hornhauterkrankungen

Ophthalmologische Betablocker können Augentrockenheit verursachen. Patienten mit

Hornhauterkrankungen sollten mit Vorsicht behandelt werden.

Allgemein:

Wie bei anderen topisch applizierten Ophthalmologika wird auch der Wirkstoff von Arteoptic LA

systemisch resorbiert. Aufgrund der beta-adrenergen Wirkung von Carteolol können dieselben

kardiovaskulären, pulmonalen und sonstigen Nebenwirkungen auftreten, wie bei systemisch

verabreichten Betablockern. Die Inzidenz von systemischen Nebenwirkungen nach topischer

Verabreichung am Auge ist jedoch geringer als bei systemischer Gabe. Um die systemische

Resorption zu senken siehe «Dosierung/Anwendung».

Arteoptic LA darf im Allgemeinen nicht gleichzeitig mit Amiodaron, bestimmten

Kalziumantagonisten (Bepridil, Verapamil, Diltiazem) und Betablockern, die zur Behandlung einer

Herzinsuffizienz eingesetzt werden, verabreicht werden (siehe «Interaktionen»).

Sportler

Sportler sollten darauf hingewiesen werden, dass Arteoptic LA-Augentropfen einen Wirkstoff

enthalten, der bei Dopingkontrollen zu einem positiven Analysenergebnis führen kann.

Abbruch der Therapie:

Eine Behandlung mit einem systemisch verabreichten Betablocker darf besonders bei Patienten mit

Angina pectoris nie abrupt abgesetzt werden: der plötzliche Abbruch der Behandlung kann zu

schweren Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt oder plötzlichem Tod führen. Die Dosierung sollte

allmählich, d.h. über ein bis zwei Wochen, reduziert werden.

Herzerkrankungen:

Die Therapie mit Betablockern sollte bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen (z.B.

koronare Herzkrankheit, Prinzmetal-Angina und Herzinsuffizienz) sowie arterieller Hypotonie

kritisch beurteilt und eine Therapie mit anderen Wirkstoffen in Betracht gezogen werden.

Aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Überleitungszeit sollten Betablocker bei Patienten mit

AV-Block ersten Grades nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

Bradykardie:

Die Dosierung muss reduziert werden, wenn die Ruhefrequenz unter 50-55 Schläge pro Minute fällt

und der Patient Symptome einer Bradykardie aufweist.

Gefässerkrankungen:

Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsstörungen oder -erkrankungen (z.B. schwere

Formen von Morbus Raynaud oder Raynaud-Syndrom) sollten mit Vorsicht behandelt werden.

Erkrankungen der Atemwege:

Nach Anwendung einiger ophthalmologischer Betablocker bei Asthmapatienten sind respiratorische

Reaktionen einschliesslich Tod durch Bronchospasmen berichtet worden.

Bei Patienten mit leichter bis moderater chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sollte

Arteoptic LA mit Vorsicht angewendet werden und nur dann, wenn der mögliche Nutzen das

potenzielle Risiko überwiegt.

Hypoglykämie/Diabetes mellitus:

Bei Patienten mit Hypoglykämien in der Anamnese oder bei Patienten mit instabil eingestelltem

Diabetes sollten Betablocker nur mit Vorsicht eingesetzt werden, da sie die klinischen Zeichen und

Symptome einer akuten Hypoglykämie maskieren können.

Phäochromozytom:

Wenn Betablocker zur Behandlung einer Hypertonie infolge eines behandelten Phäochromozytoms

eingesetzt werden, muss der arterielle Blutdruck eng-maschig überwacht werden.

Ältere Menschen und Patienten mit Nieren- bzw. Leberinsuffizienz:

Bei diesen Risikopatienten und in Fällen, in denen betablockerhaltige Augentropfen zusammen mit

einem systemisch verabreichten Betablocker angewendet werden, ist häufig eine Anpassung der

Dosierung erforderlich.

Psoriasis:

Es wurde über einer Verschlechterung der Erkrankung unter Behandlung mit Betablockern berichtet.

Daher sind in diesen Fällen Nutzen und Risiko sorgfältig abzuwägen.

Allergische/anaphylaktische Reaktionen:

Während der Behandlung mit Betablockern können bei Patienten mit Atopie oder schweren

anaphylaktischen Reaktionen die allergischen Reaktionen auf wiederholte Exposition mit den

auslösenden Allergenen stärker ausfallen.

Bei Patienten, die zu schweren anaphylaktischen Reaktionen neigen – unabhängig vom Allergen,

aber besonders auf jodierte Kontrastmittel, auf Anästhetika, auf Floctafenin, sowie bei Patienten, die

sich einer Desensibilisierungstherapie unterziehen – kann die Behandlung mit Betablockern die

allergische Reaktion verstärken und die üblicherweise eingesetzten Adrenalin-Dosen zur Behandlung

der Anaphylaktischen Reaktionen können unwirksam sein.

Chirurgische Anästhesie:

Ophthalmologische Betablocker können die systemischen beta-agonistischen Wirkungen

beispielsweise von Adrenalin verhindern. Der Anästhesist sollte informiert werden, wenn der Patient

Carteolol erhält.

Falls die Beendigung der Behandlung notwendig erscheint, wird eine Unterbrechung für 48 Stunden

als ausreichend angesehen, um die übliche Sensitivität gegenüber Katecholaminen wieder

herzustellen.

Thyreotoxikose

Betablocker können die Anzeichen einer Hyperthyreose maskieren.

Sie können insbesondere kardiovaskuläre Symptome einer Thyreotoxikose verschleiern.

Interaktionen

Spezifische Interaktionsstudien mit Carteolol wurden nicht durchgeführt.

1.) Augentropfenlösung

Gelegentlich wurde über eine Mydriasis aufgrund der gleichzeitigen Anwendung ophthalmischer

Betablocker und Adrenalin (Epinephrin) berichtet. Eine augenärztliche Überwachung ist erforderlich,

wenn der Patient eine Begleittherapie in Form einer epinephrinhaltigen Augentropfenlösung erhält

(Risiko einer Mydriasis).

2.) Andere Arzneimittel

Obwohl die Mengen des Betablockers gering sind, die nach einer Anwendung am Auge in den

Blutkreislauf übertreten, besteht das Risiko von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Es ist

daher angebracht, die Wechselwirkungen, die mit systemisch verabreichten Betablockern beobachtet

wurden, zu berücksichtigen.

Additive Wirkungen sind möglich, wobei Hypotonie und/oder ausgeprägte Bradykardie auftreten

können, wenn ophthalmologische Betablocker zusammen mit oralen Calciumantagonisten, beta-

adrenerg blockierenden Substanzen, Antiarrhythmika (einschliesslich Amiodaron),

Digitalisglykosiden, Parasympathomimetika oder Guanethidin verabreicht werden.

Die gleichzeitige Gabe wird nicht empfohlen:

- mit Antiarrhythmika der Klasse I wie Disopyramid, Tocainid, Flecainid oder Amiodaron:

Mögliche Störung der Autorhythmie und Erregungsleitung (Unterdrückung kompensatorischer

Mechanismen des Sympathikus)

- mit Kalziumantagonisten (z.B. Bepridil, Diltiazem und Verapamil):

Mögliche Autorhythmiestörungen (übermässige Bradykardie, Sinusstillstand), sinuatriale und

atrioventrikuläre Erregungsleitungsstörungen sowie Herzinsuf-fizienz (Synergie der Effekte). Eine

gleichzeitige Gabe dieser Substanzen muss unter einer engmaschigen klinischen und

elektrokardiographischen Überwachung erfolgen, insbesondere bei älteren Patienten und zu

Behandlungsbeginn.

- mit Betablockern bei der Behandlung von Herzinsuffizienz:

Erhöhtes Risiko von unerwünschten Wirkungen von Betablockern, besonders bei übermässigem

Risiko einer Bradykardie.

- mit Fingolimod:

Potenzierung einer Bradykardie, welche zum Tod führen könnte.

Gleichzeitige Gabe, die Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung erforderlich macht:

- Volatile halogenierte Anästhetika:

Betablocker reduzieren kompensatorische kardiovaskuläre Reaktionen Der Anästhesist sollte über

die Behandlung mit dem Betablocker unterrichtet werden.

- Cholinesterase-Inhibitoren: z.B. Donezepil, Galantamin, Rivastigmin, Neostigmin, Pyridostigmin,

Tacrin, Ambenonium:

Mögliches Risiko einer übermässigen Bradykardie (Addition von bradykardiogenen Effekten).

- Chinidin

Über eine Potenzierung der systemischen Betablocker-Effekte der Augentropfenlösung und einer

Erhöhung der Plasmakonzentrationen des Betablockers wurde berichtet, wenn eine

betablockerhaltige Augentropfenlösung und Chinidin gleichzeitig verabreicht wurden.

Wahrscheinlich geschieht dies aufgrund einer Hemmung des Metabolismus des Betablockers durch

Chinidin (für Timolol beschrieben).

- Lidocain:

Bei i.v. Applikation kann ein erhöhter Lidocain-Blutspiegel (aufgrund einer verminderten

hepatischen Clearance) zu erhöhtem Risiko von kardialen und neurologischen Nebenwirkungen

führen.

- Baclofen:

Mögliche verstärkte blutdrucksenkende Wirkung.

- Clonidin und andere zentral wirkende Antihypertonika (z.B. Alphamethyldopa, Moxonidin):

Möglicher signifikanter Anstieg des arteriellen Blutdrucks im Falle eines abrupten Absetzens der

Behandlung mit einem zentral wirkenden Antihypertonikum. Ein abruptes Absetzen eines zentral

wirkenden Antihypertonikums sollte vermieden werden. Klinische Überwachung ist erforderlich.

- Insulin, Sulfonamide, Glinide:

Alle Betablocker können bestimmte Symptome einer Hypoglykämie verschleiern, insbesondere

Herzklopfen und Tachykardie.

Die meisten nicht-kardioselektiven Betablocker erhöhen die Häufigkeit und den Schweregrad einer

Hypoglykämie.

- Arzneimittel, die Torsades de pointes verursachen:

Klasse IA Antiarrhythmika (z.B. Chinidin, Disopyramid) und Klasse III Antiarrhythmika (z.B.

Amiodaron, Ibutilid, Sotalol), bestimmte Neuroleptika: Phenothazine (z.B. Chlorpromazin,

Levomepromazin, Thioridazin), Benzamide (z.B. Amisulprid, Sulpirid, Tiaprid), Butyrophenone

(z.B. Droperidol, Haloperidol), andere Neuroleptika (Pimozide) und weitere Arzneimittel, wie z.B.

Bepridil, Cisaprid, Erythromycin i.v., Halofantrin, Sparfloxacin, Petamidin, Moxifloxacin.

Mögliches erhöhtes Risiko von ventrikulären Rhythmusstörungen, besonders Torsades de pointes.

- Propafenon:

Mögliche Störungen der Kontraktilität, Autorhythmie und Erregungsleitung (Unterdrückung

kompensatorischer Mechanismen des Sympathikus).

Bei gleichzeitiger Gabe nachstehender Arzneimittel sollten die folgenden Anmerkungen

berücksichtigt werden:

(Systemisch verabreichte) Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), einschliesslich selektiver COX-

2-Inhibitoren:

Mögliche verminderte blutdrucksenkende Wirkung (Hemmung gefässerweitender Prostaglandine

durch NSAR sowie Flüssigkeits- und Salzretention durch Pyrazol-NSAR).

Alphablocker für urologische Zwecke: Alfuzosin, Dexazosin, Tamsulosin, Terazosin:

Mögliche Steigerung der blutdrucksenkenden Wirkung, Risiko einer verstärkten orthostatischen

Hypotonie.

Amifostin:

Mögliche Steigerung der blutdrucksenkenden Wirkung.

Dipyridamol:

Mögliche Steigerung der blutdrucksenkenden Wirkung, bei IV Gabe von Dipyridamol.

Kalziumantagonisten: (Dihydropyridine)

Bei Patienten mit latenter Herzinsuffizienz kann die Möglichkeit einer starken Senkung des

Blutsdrucks und akuten kardialen Dekompensation nach gleichzeitiger Anwendung von

Dihydropyridin-Derivaten wie z.B. Nifedipin mit Betablockern nicht ausgeschlossen werden.

Antidepressiva der Imipramin-Familie (Trizyklika), Antipsychotika:

Mögliche blutdrucksenkende Wirkung und ein erhöhtes Risiko einer ortho-statischen Hypotonie

(Additionseffekt).

Mefloquin, Pilocarpin:

Mögliches Risiko einer übermässigen Bradykardie (Addition bradykardiogener Wirkungen).

Schwangerschaft/Stillzeit

Die systemische Resorption von ophthalmologisch applizierten Betablockern ist geringer als nach

oraler Verabreichung, ist jedoch vorhanden.

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Arteoptic LA bei Schwangeren vor.

Carteolol sollte während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden, ausser es ist eindeutig

erforderlich. Zur Verminderung der systemischen Absorption siehe «Dosierung/Anwendung».

Epidemiologische Studien bei Gabe oraler Betablocker zeigten ein Risiko für intrauterine

Wachstumsverzögerungen, jedoch ergaben sich keine Hinweise auf Missbildungen. Darüber hinaus

wurden Anzeichen und Symptome einer Betablockade (z.B. Bradykardie, Hypotonie, Atemnot und

Hypoglykämie) bei Neugeborenen beobachtet, wenn Betablocker bis zur Entbindung verabreicht

wurden. Wenn Carteolol bis zur Entbindung verabreicht wird, sollte das Neugeborene in den ersten

Tagen des Lebens sorgfältig überwacht werden.

Stillzeit

Betablocker werden in die Muttermilch ausgeschieden. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass bei

therapeutischen Carteolol-Dosen in Augentropfen ausreichende Mengen in der Muttermilch

vorhanden sind, um klinische Symptome einer Betablockade des Säuglings hervorzurufen. Zur

Verminderung der systemischen Aufnahme siehe «Dosierung/Anwendung».

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nach der Anwendung der Augentropfen kann eine vorübergehende Sehbeeinträchtigung eintreten.

Die Patienten müssen informiert werden, dass sie keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen benutzen

dürfen, solange sich ihre Sicht nicht normalisiert hat.

Unerwünschte Wirkungen

Wie bei anderen lokal verabreichten Augenpräparate, kann auch bei diesen Augentropfen der

Wirkstoff systemisch resorbiert werden. Bei lokaler Verwendung können die gleichen

unerwünschten Wirkungen auftreten wie bei einer systemischen Gabe von Betablockern.

Die Häufigkeit systemischer Nebenwirkungen nach Anwendung topischer beta-adrenerger

Ophthalmologika ist jedoch in der Regel geringer als jene bei Anwendung systemischer Betablocker

(siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).Die unten aufgeführten Nebenwirkungen

wurden in klinischen Studien oder nach der Markteinführung für Arteoptic LA Augentropfen

beobachtet. Die Häufigkeit der Nebenwirkungen wird folgendermassen definiert:

Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10000

bis <1/1000), sehr selten

(<10000), oder unbekannt (kann anhand der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).

Immunsystem:

Unbekannt: Systemische allergische Reaktionen einschliesslich Angioödem, Urtikaria, lokalisierter

und generalisierter Hautausschlag, Pruritus, anaphylaktische Reaktion.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen:

Unbekannt: Hypoglykämie.

Psychiatrische Störungen:

Unbekannt: Insomie, Depression, Albträume, Gedächtnisverlust.

Nervensystem:

gelegentlich: Schwindel.

unbekannt: Synkope, zerebrovaskulärer Insult, zelebrale Ischämie, verstärkte Zeichen und Symptome

einer Myasthenia gravis, Parästhesie und Kopfschmerzen.

Augen:

Häufig: Zeichen und Symptome von Reizerscheinungen am Auge (wie Brennen, Stechen, Jucken,

Augentränen, Augenrötung), konjunktivale Hyperämie, Keratitis punctata

superficialis, Konjunktivitis, Keratitis.

Unbekannt: Blepharitis, verschwommenes Sehen, Ablösung der Chorioidea nach Filtrationschirurgie

(siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), verminderte

Hornhautempfindlichkeit, trockenes Auge, corneale Erosion, Ptosis, Diplopie, Änderung der

Refraktion (gelegentlich aufgrund des Absetzens einer Miotika-Therapie).

Herz:

Unbekannt: Bradykardie, Brustschmerzen, Palpitationen, Ödem, Arrhythmie, kongestive

Herzinsuffizienz, atrioventrikulärer Block, Herzstillstand, Herzinsuffizienz.

Gefässe:

Unbekannt: Hypotonie, Raynaud-Phänomen, kalte Füsse und Hände, Claudication intermittens.

Atmungsorgane:

Unbekannt: Bronchospasmen (vorwiegend bei Patienten mit einer bereits bestehenden

bronchospastischen Erkrankung), Dyspnoe, Husten.

Gastrointestinale Störungen:

Häufig: Dysgeusie.

Unbekannt: Nausea, Dyspepsie, Diarrhoe, trockener Mund, Bauchschmerzen, Erbrechen.

Haut:

Unbekannt: Alopezie, psoriasisähnlicher Ausschlag oder Exazerbation einer Psoriasis,

Hautausschlag.

Muskelskelettsystem:

Gelegentlich: Myalgie, Muskelkrämpfe.

Unbekannt: systemischer Lupus erythematodes.

Reproduktionssystem und Brust:

Unbekannt: Sexuelle Dysfunktion, Libido vermindert, Impotenz.

Allgemeine Störungen Reaktionen an der Applikationsstelle:

Unbekannt: Asthenie/Ermüdung.

Untersuchungen:

Selten: Auftreten Nachweis antinukleärer Antikörper.

Überdosierung

Obwohl nach einer Anwendung am Auge nur geringe Mengen des Betablockers in den systemischen

Blutkreislauf übertreten, muss das Risiko einer Überdosierung berücksichtigt werden.

Es gibt nur begrenzte Erfahrungen mit einer Überdosierung nach einer Anwendung am Auge.

Im Falle einer versehentlichen okulären Überdosierung sollten die Augen mit lauwarmem Wasser

ausgespült werden.

Im Falle einer versehentlichen oralen Einnahme bzw. Missbrauchs sind die Symptome und die zu

ergreifenden Massnahmen dieselben wie bei Überdosierung eines systemisch verabreichten

Betablockers.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: S01ED05

Wirkungsmechanismus

Der Wirkstoff Carteolol ist ein Betablocker mit intrinsischer sympathomimetischer Aktivität (ISA).

Die ISAS ist eine partielle Agonisteneigenschaft. Betabloker mit ISA beeinflussen die

Herzauswurfleistung, die Herzfrequenz in Ruhe, den peripheren Gefässwiderstand und somit die

Durchblutung der Peripherie weniger stark als Betablocker ohne ISA: Dadurch trägt die ISA zur

Erhaltung des Gleichgewichts zwischen Augeninnendruck und Perfusionsdruck der Ziliararterie bei.

Carteolol senkt den Augeninnendruck durch Verminderung der Sekretion von Kammerwasser.

Die in Arteoptic LA enthaltene Alginsäure liegt als hydrophiles und bioadhäsives Polymer vor. Das

Polymer gibt den Wirkstoff Carteolol über längere Zeit ab, was die Applikation nur 1 mal täglich

morgens möglich macht.

Der Augeninnendruck-senkende Effekt kann über ein Jahr stabil bleiben. Eine reduzierte Sensitivität

gegenüber Carteolol ist jedoch möglich, insbesondere nach einer länger andauernden Behandlung.

Arteoptic LA besitzt keine membranstabilisierende Wirkung und beeinflusst weder den

Pupillendurchmesser noch die Akkommodation.

Pharmakokinetik

Durchschnittliche Plasmakonzentrationen, die nach 2-monatigen Instillation von Arteoptic LA 2%

bei Patienten mit Glaukom beobachtet wurden, sind niedriger bei dem Produkt mit verzögerten

Freisetzung des Wirkstoffes (Cmax = 1,72 ng/ml) – Instillation 1× pro Tag, - als bei dem Produkt mit

regulärer Formulierung, das 2× pro Tag instilliert ist (Cmax = 3,64 ng/ml).

Es wurde keine Studie an Patienten mit Niereninsuffizienz durchgeführt, obwohl die Nierenfunktion

für die Beseitigung wichtig ist.

Präklinische Daten

Präklinische Daten, die in konventionell durchgeführten pharmakologischen Studien zur

Sicherheit/Verträglichkeit sowie Studien zur Toxizität nach wiederholter Verabreichung,

Genotoxizität bzw. Karzinogenität gewonnen wurden, ergaben keine besondere Risiken für den

Menschen.

Embryotoxizität wurde in Studien zur Reproduktionstoxizität nach Gabe von hohen oralen Dosen

beobachtet. Diese führten zu systemischen Spiegeln nach Exposition, die deutlich über dem

systemischen Spiegel lagen, die bei klinischer Anwendung von Carteolol-Augentropfen erreicht

werden. Carteolol erwies sich in Studien zur Reproduktionstoxizität als nicht teratogen.

Bei Ratten wurde berichtet, dass Carteololhydrochlorid die Plazentaschranke überwinden kann und

in geringen Mengen in die Muttermilch sezerniert wird.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Wenn zwei verschiedene Augenpräparate ins gleiche Auge gegeben werden sollen, sollen die

anderen Augentropfen mindestens 15 Minuten vor Arteoptic LA instilliert werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Arteoptic LA 2% (Tropfflasche): Nach erstmaligem Öffnen nicht länger als einen Monat verwenden.

Arteoptic LA 1% UD/2% UD (Unidosen): Die Unidosen im geschlossenen Alu-Sachet nur bis zu

dem auf der Packung mit «Exp» bezeichneten Datum verwenden. Nach Anbruch des Alu-Sachet die

Unidosen nicht länger als 30 Tage verwenden. Jedes Mal eine neue Unidose verwenden und diese

nach Gebrauch sofort wegwerfen.

Hinweise für die Handhabung

Um die Sterilität der Augentropfen zu erhalten, Tropferspitze weder mit den Händen noch mit dem

Auge berühren.

Die Tropfflasche von Arteoptic LA nach Gebrauch wieder verschliessen.

Die verwendete Unidose von Arteoptic LA UD sofort nach Gebrauch wegwerfen. Die in einer

Unidose enthaltene Menge Augentropfen reicht für die Behandlung von beiden Augen.

Zulassungsnummer

Tropfflasche 55733 (Swissmedic).

Unidosen 56215 (Swissmedic).

Packungen

Arteoptic LA 2%, Augentropfen:

Fläschchen zu 3 ml (B) (nicht im Handel)

Tri-Pack zu 3× 3 ml (B)

Arteoptic LA 1% UD, Augentropfen:

Packungen mit 6× 5 Unidosen zu 0.2 ml (B)

Arteoptic LA 2% UD, Augentropfen

Packungen mit 6× 5 Unidosen zu 0.2 ml (B)

Zulassungsinhaberin

Bausch & Lomb Swiss AG, 6301 Zug.

Stand der Information

Juli 2014.

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