Thrombodine 250 mg - Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

24-02-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-02-2021

Wirkstoff:
TICLOPIDIN HYDROCHLORID
Verfügbar ab:
G.L. Pharma GmbH
ATC-Code:
B01AC05
INN (Internationale Bezeichnung):
TICLOPIDINE HYDROCHLORIDE
Einheiten im Paket:
30 Stück, Laufzeit: 48 Monate,90 Stück, Laufzeit: 48 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Ticlopidin
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-22719
Berechtigungsdatum:
1998-09-23

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Thrombodine 250 mg-Filmtabletten

Wirkstoff: Ticlopidinhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Thrombodine und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Thrombodine beachten?

3. Wie ist Thrombodine einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Thrombodine aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Thrombodine und wofür wird es angewendet?

Ticlopidin, der Wirkstoff in den Thrombodine 250 mg-Filmtabletten, hemmt die Funktion der

Blutplättchen. Damit wird gezielt die Entstehung von Blutgerinnseln (Thrombosen) in den

arteriellen Blutgefäßen vermieden.

Thrombodine dient zur Vermeidung von:

bedrohlichen Komplikationen (Schlaganfall) bei Patienten, bei denen bereits Vorläufer

eines Schlaganfalls aufgetreten sind (kürzer oder länger andauernde

Ausfallserscheinungen im Gehirn, die durch Minderdurchblutung hervorgerufen sind)

oder die schon einen Schlaganfall erlitten haben.

Blutgerinnseln bei Patienten mit Blutgerinnungsproblemen bei der Blutwäsche

(Shuntkomplikationen bei Hämodialyse) und bei Patienten nach Operationen zur

Umgehung der Herzkranzgefäße.

lokalen Blutgerinnselbildungen nach Eingriffen zur Gefäßerweiterung (sogenannte

„PTCA“ = „perkutane transluminale Koronarangioplastie mit Stentimplantation“)

bedrohlichen Komplikationen bei Patienten mit Durchblutungsstörungen der Beinarterien.

Bei kürzer oder länger dauernden Ausfallserscheinungen im Gehirn (Vorboten eines

Schlaganfalls) und nach Operationen an Blutgefäßen wird der Arzt Ticlopidin nur verordnen,

wenn eine Behandlung mit Acetylsalicylsäure nicht vertretbar ist (Thrombodine kann

Nebenwirkungen auf Blutbestandteile haben).

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Thrombodine beachten?

Thrombodine darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ticlopidin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie zu Blutungen neigen, z.B. Blutungen bei Magen-Darm-Geschwüren oder

Gehirnblutungen.

wenn Sie an Erkrankungen mit Verlängerung der Blutungszeit leiden.

wenn bei Ihnen Blutbildveränderungen (z.B. verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen

oder Blutplättchen) bestehen oder früher bestanden haben.

von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre (aufgrund nicht ausreichender Erfahrung aus

klinischen Studien).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Thrombodine einnehmen.

Wenn Sie an Harnvergiftung aufgrund eines Nierenversagens leiden, wird der Arzt die

Behandlung mit Thrombodine besonders sorgfältig überwachen.

Während der Behandlung kann es zu Blutungen bzw. Nebenwirkungen an den Blutzellen

kommen, die auch schwerwiegend (in Einzelfällen lebensbedrohlich) sein können. Durch

folgende Maßnahmen können solche schweren Nebenwirkungen am ehesten vermieden

werden:

Einhaltung der verordneten Kontrolltermine,

unverzügliche Information des Arztes bei Auftreten von Nebenwirkungen,

Vermeidung der gleichzeitigen Einnahme von anderen Arzneimitteln, die das

Blutungsrisiko erhöhen (z.B. heparinhaltige Arzneimittel, Acetylsalicylsäure und

andere schmerz- oder entzündungshemmende Arzneimittel). Beachten Sie aber,

dass Ihr Arzt im Fall einer Blutgefäßaufdehnung mittels Stentimplantation einen

Monat lang Thrombodine zusammen mit Acetylsalicylsäure (100 mg bis 325 mg

pro Tag) verordnen kann.

Wenn Sie ein höheres Risiko für Blutungen haben (z.B. nach Verletzungen, Operationen),

wird Sie der Arzt besonders sorgfältig überwachen.

Kleine chirurgische Eingriffe (inkl. Zahnziehen): Informieren Sie den Arzt, dass Sie

Thrombodine einnehmen, da die verlängerte Blutungszeit berücksichtigt werden muss.

Größere chirurgische Eingriffe: Informieren Sie den Arzt, dass Sie Thrombodine

einnehmen, da die Thrombodine-Behandlung mindestens 10 Tage vor der Operation

beendet werden muss. Der Arzt wird ggf. Ihre Blutgerinnung zusätzlich überprüfen.

Wenn bei Ihnen eine nicht geplante Operation erforderlich ist, wird der Arzt andere

Arzneimittel anwenden, um das Risiko einer Blutung oder einer verlängerten Blutungszeit

zu minimieren.

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen kann sich die Wirkung von Thrombodine

verstärken. Der Arzt wird diesen Umstand berücksichtigen. Bei Anzeichen einer

Leberentzündung oder einer Gelbsucht wird der Arzt möglicherweise die Thrombodine-

Behandlung abbrechen; außerdem wird er entsprechende Leberuntersuchungen

anordnen.

Bitte suchen Sie Ihren Arzt regelmäßig zu den vereinbarten Kontrollterminen auf.

Blutbildkontrollen

Vor Beginn und während der ersten 3 Monate der Behandlung wird Ihr Arzt Kontrollen des

kompletten Blutbildes in 14-tägigen Abständen anordnen, um Veränderungen rechtzeitig

erkennen zu können. Wenn die Blutbildkontrolle eine zu geringe Zahl an bestimmten weißen

Blutkörperchen oder an Blutplättchen aufzeigt, wird der Arzt die Thrombodine-Behandlung

abbrechen. Die entsprechenden Blutbild-Kontrollen werden so lange fortgesetzt, bis sich das

Blutbild wieder normalisiert hat.

Wird die Behandlung mit Thrombodine innerhalb von 3 Monaten regulär beendet, wird der

Arzt innerhalb von 15 Tagen nach Behandlungsende ebenfalls Blutbildkontrollen

durchführen. Wird die Thrombodine-Behandlung innerhalb der ersten 3 Behandlungsmonate

aus anderen Gründen abgebrochen, wird der Arzt ebenfalls innerhalb von 2 Wochen eine

Blutbild-Kontrolle durchführen.

Überwachung der Behandlung

Der Arzt wird Ihre Thrombodine-Behandlung, insbesondere während der ersten

3 Behandlungsmonate, streng überwachen, um rechtzeitig Nebenwirkungen zu erkennen.

Wenn bei Ihnen folgende Beschwerden auftreten, brechen Sie die Behandlung ab und

informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt:

Fieber

Halsentzündung

Geschwür(e) im Mund

Verminderung der Blutplättchen (Nachweis durch Bestimmung des Blutbildes)

Verschlechterung der Blutgerinnung oder ungewöhnliche Blutungen, Blutergüsse,

Hautblutungen, dunkler Stuhl

Leberentzündung (inkl. Gelbsucht, dunkler Harn, heller Stuhl).

Der Arzt wird in diesem Fall eine Kontrolle Ihres Blutbildes durchführen und danach über Ihre

weitere Behandlung entscheiden.

Eine sehr seltene Nebenwirkung ist das „Moschcowitz-Syndrom“ (sogenannte „thrombotisch-

thrombozytopenische Purpura“), welches auch lebensbedrohlich verlaufen kann. Anzeichen

dafür sind:

Verminderung der Blutplättchen (Nachweis durch Bestimmung des Blutbildes)

Auflösung der roten Blutkörperchen (Nachweis durch Bestimmung des Blutbildes)

Fieber

Störungen des Nervensystems oder

Zeichen einer Nierenschädigung

Die entsprechenden Beschwerden können plötzlich, meist innerhalb der ersten 8 Wochen

nach Therapiebeginn, auftreten. Informieren Sie in diesem Fall unverzüglich Ihren Arzt.

Einnahme von Thrombodine zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Ein erhöhtes Risiko für Blutungen besteht, wenn Sie Thrombodine zusammen mit folgenden

Arzneimitteln einnehmen:

andere Arzneimittel, die die Blutgerinnung hemmen, z.B. andere „Thrombozyten-

aggregationshemmer“ und „Antikoagulantien“ zum Einnehmen, sogenannte „Heparine“,

Acetylsalicylsäure und andere Salicylate, bestimmte Schmerzmittel und

Entzündungshemmer.

Vermeiden Sie daher derartige Kombinationen. Ist eine gemeinsame Anwendung mit

Thrombodine zur Behandlung Ihrer Erkrankung notwendig, wird Ihr Arzt in kurzen

Intervallen Laborkontrollen anordnen, um Ihre Blutgerinnung zu überprüfen. Wenn Ihre

Behandlung von Acetylsalicylsäure-haltigen Arzneimitteln auf Thrombodine umgestellt

wird, kann eine noch vorhandene Wirkung von Acetylsalicylsäure durch Thrombodine

verstärkt werden. Ihr Arzt wird diesen Umstand entsprechend berücksichtigen.

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (einschließlich, aber nicht beschränkt auf

Fluoxetin oder Fluvoxamin): Arzneimittel, die in der Regel zur Behandlung von

Depressionen angewendet werden.

Pentoxifyllin: ein Arzneimittel, das bei Durchblutungsstörungen in den Armen und Beinen

angewendet wird.

Besondere Vorsicht ist bei Kombination von Thrombodine mit folgenden Wirkstoffen

geboten:

Theophyllin (Wirkstoff von Arzneimitteln gegen bestimmte Atemwegserkrankungen),

Digoxin (Wirkstoff von Arzneimitteln gegen Herzschwäche),

Phenytoin (Wirkstoff von Arzneimitteln gegen Epilepsie).

Es kann zu Veränderungen der Plasmaspiegel dieser Wirkstoffe kommen.

Gegebenenfalls wird der Arzt die Dosis entsprechend anpassen.

Kombinationen mit anderen Arzneimitteln:

Wenn Sie neben Thrombodine noch andere Arzneimittel anwenden, deren Wirkstoffe in der

Leber abgebaut werden, kann der Arzt zu Beginn und am Ende der Thrombodine-

Behandlung die Dosis dieser Arzneimittel entsprechend anpassen, um deren optimale

Wirksamkeit sicherzustellen.

Ciclosporin (Wirkstoff von Arzneimitteln gegen Organabstoßung nach Transplantation):

Ihr Arzt kann eine Überprüfung der Ciclosporinspiegel im Blut und ggf. eine Anpassung

der Dosis anordnen.

Arzneimittel gegen eine Übersäuerung des Magens (sogenannte „Antazida“): Antazida

senken den Blutspiegel von Thrombodine und können daher ihre Wirksamkeit

beeinträchtigen.

Cimetidin (Wirkstoff von Arzneimitteln gegen Magen- und Darmgeschwüre): bei

regelmäßiger Einnahme kann der Blutspiegel von Ticlopidin ansteigen.

Keine Hinweise auf relevante Wechselwirkungen mit Thrombodine liegen für folgende

Arzneimittel vor:

sogenannte „Beta-Blocker“ und „Kalziumkanalblocker“ (Arzneimittel gegen Bluthochdruck

und bestimmte Herzerkrankungen)

sogenannte „Diuretika“ (Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Herzschwäche)

Einnahme von Thrombodine zusammen mit Alkohol

Alkohol kann die beeinträchtigende Wirkung von Thrombodine auf die Verkehrstüchtigkeit

und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Sicherheit von Thrombodine wurde bei Schwangeren und stillenden Müttern nicht gezielt

untersucht. Ihr Arzt wird Ihnen daher Thrombodine nur dann verordnen, wenn es zwingend

notwendig ist.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Maß im Zusammenwirken mit Alkohol.

Thrombodine enthält Lactose (Milchzucker).

Bitte nehmen Sie Thrombodine erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3. Wie ist Thrombodine einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt 2-mal täglich 1 Filmtablette.

Art der Anwendung

Die Filmtabletten sollen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) zu den

Mahlzeiten eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Ihr Arzt wird die Dauer der Behandlung für Sie individuell festlegen. Meist wird er eine

Langzeitbehandlung verordnen.

Nach chirurgischen Eingriffen an den Herzkranzgefäßen (zur Gefäßerweiterung) kann die

Thrombodine-Behandlung bis zu 8 Wochen dauern. Wenn der Eingriff geplant werden kann,

wird der Arzt die Thrombodine-Behandlung bereits 3 Tage vor der Operation verordnen.

Wenn Sie eine größere Menge von Thrombodine eingenommen haben als Sie sollten

Verständigen Sie einen Arzt. Es können unter Umständen Magen-Darm-Störungen auftreten.

Hinweise zur Überdosierung für den Arzt befinden sich am Ende dieser

Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Thrombodine vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Thrombodine abbrechen

Wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, können die ursprünglichen Beschwerden

wiederum auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Häufig (kann 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen)

Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (gelegentlich schwerwiegend). Die starke

Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (sie erhöht die Anfälligkeit für Infektionen

und Fieber) trat meist während der ersten 3 Behandlungsmonate auf. Halten Sie deshalb

die von Ihrem Arzt angeordneten Kontrollen des Blutbildes streng ein.

Blutergüsse, Hautblutungen oder Nasenbluten. Weiters wurden Blutungen während und

nach Operationen berichtet.

Allergische Hautreaktionen (mit Bläschen oder Nesselausschlag), oft von Juckreiz

begleitet. Diese Nebenwirkungen treten gewöhnlich innerhalb der ersten 3

Behandlungsmonate auf. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, bilden sich die

Symptome innerhalb weniger Tage zurück.

Gelegentlich (kann 1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffen)

Starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und

Neigung zu Blutergüssen besteht (in Ausnahmefällen begleitet von Blutarmut; diese kann

zu Schwäche, Blässe und Kurzatmigkeit führen).

Selten (kann 1 bis 10 Behandelte von 10.000 betreffen)

Depressive Verstimmung.

Benommenheit, Ohrensausen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Schwitzen, Empfindungs-

störungen, Geschmacksveränderungen.

Herzklopfen

In den ersten 3 Behandlungsmonaten kann es zu Leberfunktionsstörungen wie

Leberentzündung und Gelbsucht kommen. Bei Abbruch der Behandlung kommt es im

Allgemeinen zur vollständigen Ausheilung. Sehr selten wurde auch über tödliche Fälle

berichtet. Es kann auch zu einem Anstieg der Leberenzyme kommen.

Unwohlsein

Sehr selten (kann weniger als 1 Behandelten von 10.000 betreffen)

Verminderung des blutbildenden Knochenmarks, Hautblutungen.

Allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktion, häufig einhergehend mit Blutdruckabfall,

Schwindel, Übelkeit und eventuell Atemnot. Allergische schmerzhafte Schwellung von

Haut und Schleimhaut vor allem im Gesichtsbereich. Gelenkschmerzen, Entzündung der

Blutgefäße (oft in Verbindung mit Hautausschlägen). Allergische Reaktion, die zu

entzündlichen Veränderungen in allen Organen führen kann (häufig sind

Gelenkschmerzen, Hautausschläge und Fieber), Überempfindlichkeit, Nierenerkrankung,

allergische Lungenerkrankung, Vermehrung bestimmter weißer Blutzellen.

Schwerer Durchfall mit Dickdarmentzündung.

Schwere Hauterkrankungen mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte

Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich, bzw.

Absterben von Hautarealen.

Fieber

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Eine Langzeitbehandlung mit Thrombodine kann zu höheren Blutwerten von Cholesterin

und Triglyzeriden führen. Das Verhältnis der Fraktionen HDL- zu LDL-Cholesterin bleibt

dabei unverändert.

Durchfall kann vor allem in den ersten 3 Monaten der Behandlung auftreten. Er ist meist

mild und vorübergehend. Diese Störungen klingen üblicherweise im Verlauf der

Behandlung innerhalb von 1 bis 2 Wochen von selbst ab. Bei schwerem und

anhaltendem Verlauf informieren Sie Ihren Arzt. Er wird über die weitere Behandlung

entscheiden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe Angaben weiter unten). Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5. Wie ist Thrombodine aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu

schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung nach „verw. bis:“ und dem

auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Thrombodine 250 mg-Filmtabletten enthalten

Der Wirkstoff ist: Ticlopidinhydrochlorid. 1 Filmtablette enthält 250 mg Ticlopidin-

hydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat,

Maisstärke, Macrogol (6000), Stearinsäure, Hypromellose, Titandioxid (E 171).

Wie Thrombodine 250 mg-Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Thrombodine 250 mg-Filmtabletten sind weiße, runde Filmtabletten.

Eine Packung enthält Blisterpackungen mit 30 oder 90 Filmtabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Z.Nr.: 1-22719

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2016.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Behandlung einer Überdosierung:

Neben einer sorgfältigen Überwachung der Patienten werden induziertes Erbrechen,

Magenspülung und andere allgemein unterstützende Maßnahmen empfohlen.

Die Verlängerung der Blutungszeit lässt sich innerhalb von zwei Stunden nach intravenöser

Gabe von Glukokortikoiden, z.B. 0,5 bis 1 mg/kg Methylprednisolon, normalisieren. Die Gabe

von Desmopressin (0,2 bis 0,4 µg/kg) oder die Transfusion von Thrombozyten kann

ebenfalls das Risiko von Blutungen mindern und die verlängerte Blutungszeit normalisieren.

Ticlopidin ist nicht dialysierbar.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Thrombodine 250 mg-Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Filmtablette enthält 250 mg Ticlopidinhydrochlorid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 20 mg Lactose-Monohydrat

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Weiße, runde Filmtablette

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Thrombodine wird angewendet bei Erwachsenen.

Zustand

nach

transitorisch

ischämischen

Attacken

(TIA),

reversiblem

ischämischen

neurologischem Defizit (RIND) und thrombotischem Hirninfarkt.

Hemmung der Thrombozytenaggregation nach aortokoronaren Bypass-Operationen und

bei Hämodialysepatienten mit Shuntkomplikationen.

Prävention akuter und subakuter koronarer Thrombosen nach perkutaner transluminaler

Koronarangioplastie (PTCA) mit Stentimplantation.

Zur Verhinderung von bedrohlichen ischämischen Komplikationen bei peripherer arterieller

Verschlusskrankheit.

TIA,

RIND,

Bypass-Operationen

Shuntkomplikationen

sollte

Ticlopidin

unter

Beachtung des hämatologischen Risikos jenen Patienten vorbehalten bleiben, bei denen eine

Behandlung mit Acetylsalicylsäure nicht vertretbar ist.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

2-mal täglich 1 Filmtablette

Bei PTCA mit Stentimplantation beträgt die Dosis ebenfalls 2-mal täglich 1 Filmtablette. Die

klinische Erfahrung bei der Indikation Koronarangioplastie mit Stentimplantation basiert auf

einer Dosierung von 2-mal täglich 250 mg Ticlopidin in Kombination mit einer angemessenen

Dosis Acetylsalicylsäure (100 bis 325 mg ASS pro Tag). Die Anwendungsdauer von Ticlopidin

betrug bis zu 8 Wochen. Bei geplanten Koronarinterventionen sollte die Behandlung nach

Möglichkeit bereits drei Tage vor dem Eingriff beginnen.

Ältere Patienten (> 65 Jahre)

Die wichtigen klinischen Studien wurden an älteren Patienten durchgeführt (mittleres Alter:

64 Jahre). Obwohl die Pharmakokinetik von Ticlopidin bei älteren Menschen verändert ist,

wird die pharmakologische und therapeutische Wirkung bei einer Tagesdosis von 500 mg

Ticlopidin nicht durch das Alter beeinflusst.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Da Ticlopidin vorwiegend in der Leber metabolisiert wird, ist Thrombodine bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Über die Anwendung von Ticlopidin an Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion liegen

keine Ergebnisse aus spezifischen klinischen Studien vor.

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Thrombodine bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre

ist bisher noch nicht erwiesen.

Art der Anwendung

Die Filmtabletten sind unzerkaut und zusammen mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. ein Glas

Wasser) zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Dauer der Anwendung

Behandlungsdauer

richtet

sich

nach

Krankheitsbild.

Meistens

eine

Langzeitbehandlung angezeigt.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit

gegen

Wirkstoff

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen Bestandteile;

hämorrhagische Diathesen;

Organläsionen mit Blutungsneigung wie z.B. bei aktiven Magen-Darm-Geschwüren oder

hämorrhagischem apoplektischem Insult in der akuten Phase;

Erkrankungen mit Verlängerung der Blutungszeit;

bestehende

oder

anamnestische

Blutbildveränderungen

z.B.

Leukopenien

oder

Thrombopenien oder Agranulozytose;

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, aufgrund fehlender ausreichender Erfahrung aus

kontrollierten klinischen Studien.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsicht ist bei der Behandlung von Patienten mit Urämie geboten.

Hämatologische

hämorrhagische

Nebenwirkungen

können

auftreten.

Diese

können

schwerwiegend sein; in einigen Fällen waren diese Nebenwirkungen tödlich (siehe Abschnitt

4.8).

Diese schwerwiegenden Nebenwirkungen können in Zusammenhang stehen mit:

inadäquatem Monitoring, später Diagnose und ungeeigneten therapeutischen Maßnahmen

beim Auftreten von Nebenwirkungen;

begleitender

Verabreichung

Antikoagulanzien

oder

Antithrombotika

Acetylsalicylsäure (ASS) und nichtsteroidalen Antirheumatika. Trotzdem soll im Fall einer

Stentimplantation Ticlopidin in Kombination mit ASS (100 bis 325 mg/Tag) für etwa einen

Monat verabreicht werden.

Überwachung der hämatologischen Parameter:

Beginn

während

ersten

Monate

Behandlung

sind

frühzeitigen

Erkennen

einer

beginnenden

Blutbildveränderung

(siehe

Abschnitt

4.8)

Kontrollen

kompletten Blutbildes, des Differentialblutbildes sowie der Thrombozytenzahl in 14-tägigen

Abständen erforderlich.

Nach PTCA mit Stentimplantation mit zeitlich begrenzter Anwendung von Thrombodine ist die

Durchführung

Blutbildkontrollen

ebenfalls

unerlässlich.

Wird

Behandlung

Thrombodine innerhalb der ersten drei Behandlungsmonate beendet, so sind innerhalb von

15 Tagen nach Beendigung ebenfalls Blutbildkontrollen durchzuführen.

Bestätigen

Laboruntersuchungen

Vorliegen

einer

Neutropenie

(<1.500

neutrophile

Granulozyten/mm

oder

einer

Thrombopenie

(<100.000

Thrombozyten/mm

Behandlung

Ticlopidin

abzubrechen.

Sollte

anderen

Gründen

Therapie

Thrombodine innerhalb der ersten 3 Monate abgebrochen werden, so ist ebenfalls 14 Tage

nach Therapieende eine Kontrolle des Differentialblutbildes durchzuführen. Das Blutbild,

Differentialblutbild und die Thrombozytenzahl sollen kontrolliert werden, bis sich die Zahl der

Neutrophilen bzw. der Thrombozyten wieder normalisiert hat.

Klinische Überwachung:

Alle Patienten müssen hinsichtlich klinischer Zeichen und Symptome von Nebenwirkungen

besonders während der 3 ersten Therapiemonate engmaschig überwacht werden.

Jeder

Patient,

Ticlopidin

einnimmt,

anzuweisen,

Auftreten

Fieber,

Halsentzündungen,

Mundgeschwüren,

Thrombopenien

und/oder

abnormer

Hämostase

(verlängerte

oder

ungewöhnliche

Blutungen,

Hämatome,

Purpura,

dunkler

Stuhl)

oder

Hepatitis (einschließlich Gelbsucht, dunkler Urin, heller Stuhl) die Behandlung abzubrechen

unverzüglich

einen

Arzt

aufzusuchen,

diese

Zeichen

Symptome

eine

Neutropenie hinweisen können.

Bei Auftreten dieser Symptome ist eine sofortige Blutbildkontrolle angezeigt. Der behandelnde

Arzt entscheidet dann, ob die Behandlung mit Ticlopidin abgebrochen oder fortgesetzt wird.

Klinische Anzeichen einer (potentiell letal verlaufenden) thrombotisch-thrombozytopenischen

Purpura (TTP, Moschcowitz-Syndrom) sind: Thrombozytopenie, Hämolysezeichen, Fieber,

neurologische Symptome oder Zeichen einer Nierenschädigung. Die Symptome können

plötzlich

auftreten.

meisten

Fällen

treten

ersten

Wochen

nach

Therapiebeginn auf. Bei Verdacht auf eine TTP sollen wegen des Risikos eines tödlichen

Verlaufs

Spezialisten

hinzugezogen

werden.

bekannt,

dass

eine

Therapie

Plasmapherese die Prognose verbessern kann.

Hämostase:

Schwere Verlaufsformen hämatologischer oder hämorrhagischer Nebenwirkungen lassen sich

am ehesten vermeiden, wenn

die Kontrolluntersuchungen korrekt durchgeführt, die Diagnose rechtzeitig gestellt und die

richtigen Maßnahmen zur Behandlung der Nebenwirkungen ergriffen werden;

Ticlopidin bei Patienten, die eine erhöhtes Blutungsrisiko aufweisen, nur mit Vorsicht

eingesetzt wird;

gleichzeitige

Anwendung

Heparinen,

Einnahme

Antikoagulanzien,

Acetylsalicylsäure oder nichtsteroidalen Antirheumatika vermieden wird.

Lässt

sich

Kombination

Medikamenten,

Blutungsrisiko

steigern,

nicht

vermeiden (siehe Abschnitt 4.5), so müssen die Patienten engmaschig überwacht werden.

Laborkontrollen zur Überprüfung der Hämostase sind erforderlich.

Da Ticlopidin hauptsächlich in der Leber metabolisiert wird, sollte Ticlopidin bei Patienten mit

Erkrankungen der Leber mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Bei klinischen Anzeichen einer Hepatitis oder eines Ikterus soll Ticlopidin abgesetzt und

Leberfunktionsuntersuchungen durchgeführt werden.

Bei der Anwendung von Thrombodine nach PTCA mit Stentimplantation in Kombination mit

ASS sollte eine besonders sorgfältige Überwachung der Blut- und Leberwerte erfolgen, um

additive Effekte auf die Blutungszeit rechtzeitig zu erkennen.

Patienten

erhöhter

Blutungsneigung,

z.B.

nach

Traumata,

Operationen

oder

pathologischer Ursache sind sorgfältig zu überwachen. Bei bevorstehenden, auch kleineren

operativen Eingriffen (z.B. Zahnextraktionen) ist die verlängerte Blutungszeit zu beachten. Ist

der thrombozytenaggregationshemmende Effekt von Ticlopidin vor einem Wahleingriff nicht

erwünscht, ist die Behandlung mindestens 10 Tage vor der Operation abzusetzen. Dabei ist

ratsam,

Nachwirkungen

Ticlopidin

Hämostase

nach

Abbruch

Behandlung zu kontrollieren.

Im Fall dringend notwendiger Operationen können folgende Mittel alleine oder in Kombination

eingesetzt werden, um das Risiko von Blutungen und verlängerter Blutungszeit zu limitieren:

Verabreichung von 0,5 bis 1 mg/kg Methylprednisolon i.v.,

Desmopressin in einer Dosierung von 0,2 bis 0,4 μg/kg,

Plättchentransfusionen.

Dieses

Arzneimittel

enthält

Lactose.

Patienten

seltenen

hereditären

Galactose-

Intoleranz, mit Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses

Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kombinationen mit erhöhtem Blutungsrisiko:

-

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)

Erhöhtes Blutungsrisiko (Verstärkung der thrombozytenaggregationshemmenden und NSAR-

Wirkung auf die Magen-Darm-Schleimhaut). Lässt sich eine Kombination nicht vermeiden, so

sind engmaschige Kontrollen erforderlich.

Thrombozytenaggregationshemmer

Erhöhtes Blutungsrisiko (Verstärkung der thrombozytenaggregationshemmenden Wirkung).

Lässt sich eine Kombination nicht vermeiden, so sind engmaschige Kontrollen erforderlich.

Salicylatderivate bzw. Acetylsalicylsäure (ASS)

Erhöhtes

Blutungsrisiko

(Verstärkung

thrombozytenaggregationshemmenden

Wirkung

sowie der Effekte der Salicylatderivate auf die Magen-Darm-Schleimhaut). Lässt sich eine

Kombination

nicht

vermeiden,

z.B.

zeitlich

begrenzte

Kombination

Acetylsalicylsäure

(ASS)

Prävention

akuter

subakuter

ischämischer

kardialer

Komplikationen

nach

perkutaner

transluminaler

Koronarangioplastie

(PTCA)

Stentimplantation, so sind engmaschige Laborkontrollen zur Überprüfung der Hämostase

erforderlich (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).

Darüberhinaus

entsprechende

Fachinformation

acetylsalicylsäurehältigen

Präparates

beachten.

Umstellung

acetylsalicylsäurehältigen

Präparaten

Ticlopidin ist zu beachten, dass eine noch vorhandene Wirkung von Acetylsalicylsäure durch

Ticlopidin verstärkt werden kann.

Orale Antikoagulanzien

Erhöhtes

Blutungsrisiko

(Kombination

antikoagulatorischen

thrombozyten-

aggregationshemmenden Wirkung). Lässt sich eine Kombination nicht vermeiden, so sind

engmaschige

klinische

Kontrollen

sowie

Kontrollen

Gerinnungsparameter

(INR)

erforderlich.

Heparine

Erhöhtes

Blutungsrisiko

(Kombination

antikoagulatorischen

thrombozyten-

aggregationshemmenden Wirkung). Lässt sich eine Kombination nicht vermeiden, so sind

engmaschige

klinische

Kontrollen

sowie

Kontrollen

Gerinnungsparameter

(aPTT)

erforderlich.

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)

Da SSRI die Thrombozytenaktivierung beeinflussen und das Blutungsrisiko erhöhen, hat die

gleichzeitige Anwendung von SSRI und Ticlopidin mit Vorsicht zu erfolgen.

Pentoxicyllin

Aufgrund des verstärkten Blutungsrisikos hat die gleichzeitige Anwendung von Pentoxifyllin

und Ticlopidin mit Vorsicht zu erfolgen.

Besondere Vorsicht ist bei folgenden Kombinationen geboten:

Theophyllin

Anstieg

Theophyllin-Plasma-Konzentration

dadurch

erhöhtes

Risiko

einer

Überdosierung (Reduktion der Gesamtplasmaclearance von Theophyllin). Klinische Kontrollen

und,

wenn

notwendig,

Laboruntersuchungen

(Theophyllin-Spiegel)

sind

erforderlich.

Theophyllindosis

muss

während

auch

nach

einer

Behandlung

Thrombodine

angepasst werden.

Digoxin

Bei gleichzeitiger Gabe von Digoxin kommt es zu einer leichten Abnahme (ca. 15%) der

Digoxin-Plasmaspiegel. Dies lässt kaum eine Änderung des therapeutischen Effektes von

Digoxin erwarten.

Phenobarbital

Die chronische Verabreichung von Phenobarbital zeigte bei einer Untersuchung an gesunden

Probanden keinen Einfluss auf die Hemmung der Plättchenaggregation durch Ticlopidin.

Phenytoin

In vitro-Untersuchungen zeigten, dass Ticlopidin die Plasma-Proteinbindung von Phenytoin

nicht

beeinflusst.

Einfluss

Ticlopidin

seiner

Metaboliten

Plasmaproteinbindung von Phenytoin wurde jedoch noch nicht in vivo untersucht. Seltene

Fälle von erhöhter Phenytoin-Plasmakonzentration und Phenytoin-Toxizität im Rahmen einer

Kombination mit Ticlopidin wurden berichtet. Daher hat die gleichzeitige Behandlung mit

Phenytoin und Ticlopidin unter entsprechender Vorsicht zu erfolgen. Gegebenenfalls sind die

Plasmaspiegel von Phenytoin zu bestimmen und die Dosis anzupassen.

Weitere Kombinationen

klinischen

Studien

wurde

Ticlopidin

Kombination

Beta-Blockern,

Kalziumkanal-

blockern und Diuretika verabreicht: Es wurden keine relevanten Interaktionen beobachtet.

In vitro-Untersuchungen zeigten eine reversible Plasmaproteinbindung (98%) von Ticlopidin,

wobei diese keinen Einfluss auf die Proteinbindung von Propranolol (Wirkstoff mit hoher

Proteinbindung) hat. Die Plasmahalbwertszeit von Antipyrin, das über das mikrosomale

hepatische

Enzymsystem

(Cytochrom

P450

System)

metabolisiert

wird,

erfährt

durch

therapeutische Dosen von Ticlopidin eine Verlängerung um 25%. Für Substanzen, die ähnlich

metabolisiert

werden,

eine

analoge

Wirkung

erwarten.

Auch

Patienten

Leberschaden ist mit einer Verlängerung der Plasmahalbwertszeit zu rechnen. In diesen

Fällen ist insbesondere für Substanzen mit geringer therapeutischer Breite zu Beginn und am

Ende einer Begleitbehandlung mit Ticlopidin eine Dosisanpassung vorzunehmen, um optimale

therapeutische Blutspiegel aufrechtzuerhalten.

sehr

seltenen

Fällen

wurde

über

verringerte

Ciclosporin-Blutspiegel

berichtet.

Ciclosporinspiegel sollen daher kontrolliert und die Dosis gegebenenfalls angepasst werden.

Die Gabe von Ticlopidin nach Antazida führt zu einer 20- bis 30%-igen Senkung des

Ticlopidin-Plasmaspiegels.

Die chronische Verabreichung von Cimetidin erhöht den Ticlopidin-Plasmaspiegel signifikant.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Ticlopidin

bei Schwangeren vor.

Die Anwendung von Thrombodine während der Schwangerschaft und

bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird (außer bei zwingender Indikation)

nicht empfohlen.

Stillzeit

Die zur Verfügung stehenden pharmakodynamischen/toxikologischen Daten vom Tier zeigten,

dass Ticlopidin bzw. seine Metaboliten in die Milch übergehen.

Thrombodine soll während der Stillzeit (außer bei zwingender Indikation) nicht angewendet

werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Thrombodine

geringen

Einfluss

Verkehrstüchtigkeit

Fähigkeit

Bedienen von Maschinen. Diese Beeinträchtigung kann durch Alkohol verstärkt werden.

4.8 Nebenwirkungen

Sehr häufig:

≥ 1/10

Häufig:

≥ 1/100, < 1/10

Gelegentlich:

≥ 1/1.000, < 1/100

Selten:

≥ 1/10.000, < 1/1.000

Sehr selten:

< 1/10.000

Häufigkeit nicht bekannt:

Häufigkeit

Grundlage

verfügbaren

Daten

nicht

abschätzbar.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

In zwei großen multizentrischen klinischen Studien mit Ticlopidin an 2048 Patienten mit

TIA/Schlaganfall (CATS und TASS) wurde das Blutbild engmaschig überwacht.

Eine

2,4%-ige

Inzidenz

einer

Neutropenie

wurde

beobachtet,

davon

0,8%

schwere

Neutropenien (< 450 Neutrophile/mm

). In diesen klinischen Studien sowie in den meisten

post-Marketing

Studien

wurden

meisten

Fälle

schwerer

Neutropenie

oder

Agranulozytose (< 300 neutrophile Granulozyten/mm

) während der ersten 3 Monate der

Behandlung gesehen und sind nicht immer mit Anzeichen einer Infektion oder anderen

klinischen Symptomen kombiniert (Notwendigkeit für Blutbildkontrollen). Typischerweise zeigt

das Knochenmark eine Reduktion der Myeloid-Vorläuferzellen.

Gelegentlich:

isolierte

Thrombopenie

(<

80.000/mm

Ausnahmefällen

begleitet

hämolytischer Anämie.

Selten:

Panzytopenie.

Sehr selten:

medulläre Aplasien, Panzytopenie, thrombotisch-thrombozytopenische Purpura

(siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten:

immunologische

Reaktionen

z.B.

allergische

bzw.

anaphylaktische

Reaktionen,

Quinckeödem,

Arthralgie,

Vaskulitis,

Lupussyndrom,

Überempfindlichkeit, Nephropathie, allergische Pneumopathie, Eosinophilie.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten:

depressive Verstimmung.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten:

verschiedenartige

Befindlichkeitsstörungen

Benommenheit,

Tinnitus,

Nervosität, Schlaflosigkeit, Schwitzen, Sensibilitätsstörungen, Veränderung der

Geschmacksempfindung.

Herzerkrankungen

Selten:

Palpitationen.

Gefäßerkrankungen

Häufig:

hämorrhagische Komplikationen wie Blutergüsse, Ekchymosen oder Epistaxis.

Weiters wurden peri- bzw. postoperative Blutungen berichtet (siehe Abschnitt

4.4).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gastrointestinale Störungen können bei einer Behandlung mit Ticlopidin auftreten. Meist

werden

Diarrhoe

Nausea

beobachtet.

Diarrhoe

verläuft

meist

mild

vorübergehender Natur und tritt vor allem in den ersten 3 Monaten auf. Die Störungen klingen

üblicherweise im Verlauf der Behandlung ohne Absetzen der Therapie innerhalb von 1 bis

2 Wochen spontan ab.

Sehr selten:

schwere Diarrhoe mit Colitis (einschließlich einer lymphozytären Colitis); bei

schweren und anhaltenden Verlaufsformen ist ein Therapieabbruch notwendig.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

In den ersten 3 Behandlungsmonaten kann es zu Leberfunktionsstörungen wie

Hepatitis

(zytolytisch

und/oder

cholestatisch)

cholestatischem

Ikterus

kommen. Die Prognose ist im Allgemeinen gut, wenn die Ticlopidintherapie

abgebrochen wird.

Sehr selten

wurde auch über tödliche Fälle berichtet. Fälle einer fulminanten Hepatitis

wurden berichtet.

Während einer Ticlopidintherapie ist ein Anstieg der Leberenzyme zu beobachten. Ein Anstieg

(isoliert oder nicht) der alkalischen Phosphatasen (AP) und der Transaminasen (bis zum 2-

fachen der oberen Grenze der normalen Höchstwerte) wurde sowohl unter Ticlopidin als auch

unter Plazebo berichtet. Dagegen wurde nur ein geringer Anstieg von Bilirubin beobachtet.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

allergische Hautreaktionen, vor allem makulopapulöser oder urtikarieller Natur,

Pruritus

begleitet.

Diese

treten

gewöhnlich

innerhalb

ersten

3 Behandlungsmonate nach einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von

11 Tagen

auf.

Wenn

Behandlung

unterbrochen

wird,

bilden

sich

Symptome

innerhalb

weniger

Tage

zurück.

Vereinzelt

können

diese

Hautausschläge generalisiert auftreten.

Sehr selten:

Erythema

multiforme,

Stevens-Johnson-Syndrom,

toxische

epidermale

Nekrolyse.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Selten:

Unwohlsein.

Sehr selten:

Fieber.

Untersuchungen

Die Langzeitbehandlung mit Ticlopidin führt zu höheren Serumwerten von HDL-, LDL-, VLDL-

Cholesterin

Triglyzeriden.

Monate

nach

Beginn

Therapie

liegen

Serumspiegel

über

Ausgangswerten.

weiterer

Anstieg

weiteren

Therapieverlauf

wird

nicht

registriert.

Verhältnis

Lipoprotein-Subfraktionen

(insbesondere HDL zu LDL) bleibt unverändert. Wie klinische Studien belegen, ist diese

Wirkung nicht mit Alter, Geschlecht, Alkoholgenuss oder Diabetes korreliert. Auch besteht

kein Zusammenhang zu einem kardiovaskulären Risiko.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall

einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Symptome

Überdosierungen mit Ticlopidin sind bislang nicht beschrieben. Über eine Verstärkung der

pharmakodynamischen

Effekte

hinaus

werden

keine

zusätzlichen

Auswirkungen

Hämostase erwartet.

tierexperimentellen

Untersuchungen

wurden

nach

Überdosierung

manchmal

schwere

gastrointestinale Störungen beobachtet.

Therapie

Neben

einer

sorgfältigen

Überwachung

Patienten

werden

induziertes

Erbrechen,

Magenspülung und andere allgemein unterstützende Maßnahmen empfohlen.

Die Verlängerung der Blutungszeit lässt sich innerhalb von zwei Stunden nach intravenöser

Gabe von Glukokortikoiden, z.B. 0,5 bis 1 mg/kg Methylprednisolon, normalisieren. Die Gabe

von Desmopressin (0,2 bis 0,4 µg/kg) oder die Transfusion von Thrombozyten kann ebenfalls

das Risiko von Blutungen mindern und die verlängerte Blutungszeit normalisieren.

Ticlopidin ist nicht dialysierbar.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Thrombozytenaggregationshemmer

ATC-Code: B01AC05.

Wirkmechanismus

Ticlopidin ist ein Thrombozytenaggregationshemmer mit eigenständigem pharmakologischem

Profil. Oral verabreicht bewirkt die Substanz eine dosis- und zeitabhängige Hemmung der

Thrombozytenaggregation sowie der Freisetzung von Plättchenfaktoren und verursacht eine

Verlängerung der Blutungszeit.

genaue

Wirkungsmechanismus

nicht

vollständig

geklärt.

Gegensatz

Acetylsalicylsäure wirkt Ticlopidin jedoch nicht über eine Beeinflussung des Prostazyklin-

Thromboxan-Antagonismus.

Auch

cAMP-Konzentration

Plättchen

scheint

Wirkungsmechanismus von Ticlopidin keine Rolle zu spielen.

Ticlopidin weist keine signifikante in vitro Aktivität auf. Ein aktiver Metabolit konnte beim

Menschen

jedoch

bislang

nicht

nachgewiesen

werden.

Ticlopidin

greift

Thrombozytenmembranfunktion

ein,

indem

ADP-induzierte

Plättchen-Fibrinogen-

Bindung und die Plättchen-Plättchen-Interaktionen hemmt.

Die Wirkung von Ticlopidin auf die Plättchenfunktion ist irreversibel. So wird die Fibrinogen-

Bindung nach dem Waschen der Plättchen und die Plättchenaggregation nach Resuspension

der Plättchen in gepuffertem Medium gehemmt.

Eine Hemmung der Plättchenaggregation ist innerhalb von zwei Tagen nach Verabreichung

von 2-mal 250 mg Ticlopidin/Tag nachweisbar. Das Maximum dieser Wirkung tritt nach 5 bis

8-tägiger Behandlung mit 2-mal täglich 250 mg ein.

therapeutischen

Dosen

wird

durch

einer

Konzentration

µmol/l

induzierte Plättchenaggregation zu 50 bis 70% gehemmt. Niedrigere Dosierungen weisen eine

entsprechend geringere Hemmwirkung auf. Die mittels Simplate-Template-Methode bei einem

Manschettendruck

bestimmte

Blutungszeit

wird

gegenüber

Ausgangswerten um das Zweifache verlängert. Die Blutungszeitverlängerung ohne Stauung

ist deutlich geringer ausgeprägt. Nach Absetzen der Ticlopidin-Behandlung normalisieren sich

Blutungszeit und andere Plättchenfunktionstests bei der Mehrzahl der Patienten innerhalb

einer Woche. Bei den empfohlenen therapeutischen Dosen hat Ticlopidin über die Hemmung

der Plättchenfunktion hinaus keine andere signifikante pharmakologische Wirkung.

Kombination

werden

synergistische

Effekte

Blutungszeit

Thrombozytenaggregationshemmung beschrieben.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach einmaliger oraler Gabe einer therapeutischen Dosis von Ticlopidin erfolgt eine rasche,

nahezu

vollständige

Resorption.

Spitzenplasmawerte

treten

etwa

Stunden

nach

Verabreichung

auf.

Durch

Einnahme

Ticlopidin

nach

Mahlzeiten

wird

Bioverfügbarkeit noch verbessert.

Verteilung

Steady-state Plasmaspiegel werden bei Gabe von 2-mal täglich 250 mg nach 7 bis 10 Tagen

erreicht.

Hemmung

Plättchenaggregation

korreliert

jedoch

nicht

Plasmaspiegeln der Substanz.

Ticlopidin

reversibel

(98%)

Plasmaproteine,

v.a.

Serumalbumin

Lipoproteine

gebunden.

Bindung

diese

beiden

Proteine

über

einen

großen

Konzentrationsbereich

nicht gesättigt.

Demgegenüber zeigt die Bindung an saures α-1-

Glykoprotein

eine

Sättigung.

Einige

Metaboliten

sind

kovalent

Plasmaproteine

gebunden.

Es besteht ein enterohepatischer Kreislauf. Patienten mit Leberfunktionsstörungen weisen

gegenüber gesunden Probanden nach einmaliger und wiederholter Verabreichung höhere

Plasmaspiegel unveränderten Ticlopidins auf als gesunde Probanden.

Biotransformation

Die Metabolisierung von Ticlopidin

erfolgt

hauptsächlich

in der Leber. Im Urin ist kein

unverändertes Ticlopidin nachweisbar.

Elimination

Nach oraler Gabe radioaktiv markierten Ticlopidins wurden 50 bis 60% der Radioaktivität im

Urin

Fäzes

wiedergefunden.

durchschnittliche

terminale

Eliminationshalbwertszeit beim Steady state beträgt annähernd 30 bis 50 Stunden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität,

Genotoxizität

kanzerogenen

Potential

lassen

präklinischen

Daten

keine

besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Präklinische Versuchsergebnisse wurden nach peroraler, intraperitonealer und intravenöser

Applikation an Mäusen, Ratten und Pavianen erzielt.

In Untersuchungen zur akuten Toxizität fanden sich nach oraler Verabreichung LD

-Werte

zwischen 600 bis 850 mg bei Mäusen und 1500 bis 1938 mg Ticlopidinhydrochlorid/kg

Körpergewicht bei Ratten. Die Symptome, die zum Tode führten, manifestierten sich mit

steigender Wirkdosis als nervöse Störungen.

In Studien zur chronischen Toxizität an Ratte und Pavian erwies sich die Leber als das vor

allem

betroffene

Organ.

Ergebnisse

Tierversuche

(bei

Ratte

Pavian:

Gewichtszunahme der Leber, Erhöhung des Cytochrom P450 mit leichter Hemmwirkung

seiner Aktivität; bei Ratte außerdem: Hypercholesterinämie, Hypertrophie der Hepatozyten,

Proliferation des ER) lassen sich jedoch nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen.

Ähnlich verhält es sich mit den Resultaten spezifischer Hämatotoxizitätsstudien. Es fand sich

kein geeignetes Tiermodell, mit dem sich die Blutbildveränderungen beim Menschen erklären

lassen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Maisstärke

Macrogol (6000)

Stearinsäure

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