Pemetrexed BioOrganics 1000 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

24-02-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-02-2021

Wirkstoff:
PEMETREXED DINATRIUM HEMIPENTAHYDRAT
Verfügbar ab:
BioOrganics BV
ATC-Code:
L01BA04
INN (Internationale Bezeichnung):
PEMETREXED DINATRIUM HEMIPENTAHYDRATE
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
136813
Berechtigungsdatum:
2016-03-14

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Pemetrexed BioOrganics 1000 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer

Infusionslösung

Wirkstoff: Pemetrexed

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Pemetrexed BioOrganics und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Pemetrexed BioOrganics beachten?

Wie ist Pemetrexed BioOrganics anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Pemetrexed BioOrganics aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Pemetrexed BioOrganics und wofür wird es angewendet?

Pemetrexed BioOrganics ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen.

Pemetrexed BioOrganics wird in Kombination mit Cisplatin, einem anderen Arzneimittel zur

Behandlung von Krebserkrankungen, zur Behandlung des malignen Pleuramesothelioms, eine

Krebserkrankung des Rippenfells, bei Patienten, die keine vorherige Chemotherapie erhalten haben,

eingesetzt.

Pemetrexed BioOrganics wird auch in Kombination mit Cisplatin zur erstmaligen Behandlung von

Patienten in fortgeschrittenen Stadien von Lungenkrebs gegeben.

Pemetrexed BioOrganics kann Ihnen verschrieben werden, wenn Sie Lungenkrebs im

fortgeschrittenen Stadium haben und Ihre Erkrankung auf eine anfängliche Chemotherapie

angesprochen hat oder größtenteils unverändert geblieben ist.

Pemetrexed BioOrganics wird ebenfalls zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Stadien

von Lungenkrebs eingesetzt, nachdem vorher eine andere Chemotherapie angewendet wurde und die

Krankheit danach weiter fortschreitet.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Pemetrexed BioOrganics beachten?

Pemetrexed BioOrganics darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Pemetrexed oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie stillen, müssen Sie während der Behandlung mit Pemetrexed BioOrganics abstillen.

wenn Sie kürzlich eine Gelbfieberimpfung erhalten haben oder sie demnächst erhalten werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Pemetrexed BioOrganics erhalten.

Wenn Sie ein Nierenleiden haben oder früher eines hatten, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem

Arzt oder Krankenhausapotheker, da Sie möglicherweise Pemetrexed BioOrganics nicht

erhalten dürfen. Bei Ihnen werden vor jeder Infusion Blutuntersuchungen durchgeführt werden;

dabei wird überprüft, ob Ihre Nieren- und Leberfunktion ausreicht und ob Sie genügend

Blutzellen haben, um Pemetrexed BioOrganics zu erhalten. Ihr Arzt wird möglicherweise die

Dosis ändern oder die Behandlung verzögern, sofern es Ihr Allgemeinzustand erfordert und

wenn Ihre Blutwerte zu niedrig sind. Wenn Sie ebenfalls Cisplatin erhalten, wird Ihr Arzt dafür

sorgen, dass Ihr Körper ausreichend Wasser enthält und Sie die notwendigen Arzneimittel

erhalten, um das Erbrechen vor und nach der Cisplatin-Gabe zu vermeiden.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie eine Strahlentherapie hatten oder eine solche Therapie

bei Ihnen geplant ist, da eine frühe oder späte Strahlenreaktion mit Pemetrexed BioOrganics

möglich ist.

Bitte sagen Sie Ihrem Arzt, ob Sie kürzlich geimpft wurden, da dies möglicherweise ungünstige

Auswirkungen mit Pemetrexed BioOrganics haben kann.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie eine Herzerkrankung haben bzw. in Ihrer

Krankengeschichte hatten.

Sollte bei Ihnen eine Flüssigkeitsansammlung um die Lunge herum vorliegen, kann Ihr Arzt

entscheiden, diese Flüssigkeit zu beseitigen, bevor Sie Pemetrexed BioOrganics erhalten.

Kinder und Jugendliche

Es gibt keinen relevanten Einsatz von Pemetrexed BioOrganics in der Behandlung von Kindern und

Jugendlichen.

Anwendung von Pemetrexed BioOrganics zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bitte sagen Sie Ihrem Arzt, wenn Sie Arzneimittel gegen Schmerzen oder Entzündungen

(Schwellungen) einnehmen, wie solche Arzneimittel, die „nichtsteroidale Antiphlogistika“ (NSAIDs)

genannt werden, einschließlich Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind (wie Ibuprofen).

Es gibt viele verschiedenartige NSAIDs mit unterschiedlicher Wirkdauer. Abhängig von dem

geplanten Datum Ihrer Pemetrexed BioOrganics-Infusion und/oder dem Ausmaß Ihrer Nierenfunktion

wird Ihr Arzt Ihnen sagen, welche anderen Arzneimittel Sie einnehmen können, und wann. Wenn Sie

sich nicht sicher sind, ob einige Ihrer Arzneimittel NSAIDs sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt

oder Apotheker.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat. Pemetrexed BioOrganics sollte während der Schwangerschaft vermieden werden. Ihr Arzt

wird mit Ihnen das mögliche Risiko einer Anwendung von Pemetrexed BioOrganics während der

Schwangerschaft besprechen. Frauen müssen während der Behandlung mit Pemetrexed BioOrganics

zuverlässige schwangerschaftsverhütende Maßnahmen anwenden.

Sie dürfen während der Behandlung mit Pemetrexed BioOrganics nicht stillen. Sprechen Sie mit Ihrem

Arzt, ab wann es unbedenklich ist, nach der Behandlung mit Pemetrexed BioOrganics mit dem Stillen

wieder zu beginnen.

Männern wird empfohlen während der Behandlung und in den ersten 6 Monaten nach der Behandlung

mit Pemetrexed BioOrganics kein Kind zu zeugen, und sollten deshalb in dieser Zeit eine sichere

Verhütungsmethode anwenden. Wenn Sie während der Behandlung oder den folgenden 6 Monaten

danach ein Kind zeugen möchten, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Möglicherweise

möchten Sie sich vor Behandlungsbeginn über die Möglichkeit der Spermaeinlagerung beraten lassen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

“Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.”

Nach der Anwendung von Pemetrexed BioOrganics können Sie sich müde fühlen. Sie müssen im

Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.

Pemetrexed BioOrganics enthält Natrium

Pemetrexed BioOrganics 1000

mg enthält ca. 108

mg Natrium (4,70

mmol) pro

Durchstechflasche.Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies

berücksichtigen.

Doping

Die Anwendung dieses Arzneimittels kann bei Doping-Kontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

3.

Wie ist Pemetrexed BioOrganics anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt 500 mg pro Quadratmeter Körperoberfläche. Ihre Körpergröße und

Gewicht wird gemessen, um die Körperoberfläche zu berechnen. Ihr Arzt wird die Körperoberfläche

verwenden, um die notwendige Dosis zu berechnen. Die Dosis wird möglicherweise in Abhängigkeit

von Ihrem Blutbild und Ihrem Allgemeinzustand angepasst oder die Behandlung verschoben. Ein

Krankenhausapotheker, das Pflegepersonal oder ein Arzt wird das Pemetrexed BioOrganics Pulver mit

steriler 0,9 %iger Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg/ml) mischen, bevor es bei Ihnen angewendet

wird.

Sie werden Pemetrexed BioOrganics immer als intravenöse Infusion erhalten. Die Infusion dauert

etwa 10 Minuten.

Bei Anwendung von Pemetrexed BioOrganics in Kombination mit Cisplatin

Ihr Arzt oder Krankenhausapotheker wird die für Sie notwendige Dosis anhand Ihrer Körpergröße und

Ihres Gewichts berechnen. Cisplatin wird ebenfalls als Infusion in eine Ihrer Venen gegeben. Die

Infusion wird etwa 30 Minuten nach dem Ende der Infusion von Pemetrexed BioOrganics beginnen.

Die Infusion von Cisplatin dauert etwa 2 Stunden.

Sie sollten normalerweise Ihre Infusion ein Mal alle 3 Wochen erhalten.

Zusätzliche Arzneimittel

Kortikosteroide

Ihr Arzt wird Ihnen Kortison-Tabletten verschreiben (entsprechend 4 mg Dexamethason zweimal

täglich), die Sie am Tag vor, am Tag während und am Tag nach der Anwendung von Pemetrexed

BioOrganics einnehmen müssen. Sie erhalten dieses Arzneimittel, um die Häufigkeit und Schwere von

Hautreaktionen zu vermindern, die während der Krebsbehandlung auftreten können.

Vitamingaben

Ihr Arzt wird Ihnen Folsäure (ein Vitamin) zum Einnehmen oder Multivitamine, die Folsäure

enthalten (350 bis 1000 Mikrogramm), verschreiben, die Sie während der Anwendung von

Pemetrexed BioOrganics einmal täglich einnehmen müssen. Sie müssen mindestens 5 Dosen in den

7 Tagen vor der ersten Dosis Pemetrexed BioOrganics einnehmen. Sie müssen die Einnahme der

Folsäure für 21 Tage nach der letzten Dosis Pemetrexed BioOrganics fortführen. In der Woche vor der

Anwendung von Pemetrexed BioOrganics und etwa alle 9 Wochen (entsprechend 3 Zyklen der

Behandlung mit Pemetrexed BioOrganics) werden Sie außerdem eine Injektion von Vitamin B12

(1000 Mikrogramm) erhalten. Sie erhalten Vitamin B12 und Folsäure, um die möglichen

Nebenwirkungen der Krebsbehandlung zu verringern.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sie müssen Ihren Arzt sofort informieren, wenn Sie das Folgende bei sich bemerken:

Fieber oder Infektion (häufig): wenn Sie eine Körpertemperatur von 38 °C oder darüber haben,

schwitzen oder andere Anzeichen einer Infektion haben (weil Sie dann möglicherweise weniger

weiße Blutkörperchen als normal haben, was sehr häufig ist). Infektionen (Sepsis) können

schwerwiegend sein und könnten zum Tode führen.

Wenn Sie Schmerzen im Brustkorb (häufig) verspüren oder eine erhöhte Pulsrate haben

(gelegentlich).

Wenn Sie Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Wundsein im Mund verspüren (sehr häufig).

Allergische Reaktionen: wenn Sie einen Hautausschlag (sehr häufig) /-brennen entwickeln oder

ein stechendes Gefühl (häufig) oder Fieber (häufig). Selten sind Hautreaktionen, die

schwerwiegend sind und zum Tode führen können. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn eine

heftige Rötung oder Jucken auftritt oder sich Blasen bilden (Stevens-Johnson Syndrom oder

toxische epidermale Nekrolyse).

Wenn Sie sich müde oder schwach fühlen, rasch in Atemnot geraten oder blass aussehen (weil

Sie dann möglicherweise weniger Hämoglobin als normal haben, was sehr häufig ist).

Wenn Sie ein Bluten des Zahnfleisches, der Nase oder des Mundes feststellen oder eine andere

Blutung, die nicht zum Stillstand kommt, oder einen rötlichen oder rosafarbenen Urin oder

unerwartete Blutergüsse haben (weil Sie dann möglicherweise weniger Blutplättchen haben als

normal, was sehr häufig ist).

Wenn bei Ihnen eine plötzliche Atemlosigkeit, starke Brustschmerzen oder Husten mit blutigem

Auswurf auftritt (gelegentlich) (dies könnte ein Anzeichen für ein Blutgerinnsel in Ihren

Lungengefäßen sein (Lungenembolie)).

Nebenwirkungen bei Pemetrexed BioOrganics können sein:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen Niedrige Hämoglobinwerte (Anämie) Niedrige Anzahl

von Blutplättchen Durchfall Erbrechen Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Wundsein im

Mund Übelkeit Appetitverlust Müdigkeit Hautrötung Haarausfall Verstopfung

Gefühllosigkeit Nieren: Blutwerte außerhalb des Normbereichs

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Allergische Reaktion: Hautrötung / brennendes oder stechendes Gefühl Infektion einschließlich

Sepsis (Blutvergiftung) Fieber Dehydratation Nierenversagen Hautreizung und Jucken

Schmerzen im Brustkorb Muskelschwäche Konjunktivitis (Bindehautentzündung)

Magenverstimmung Bauchschmerzen Geschmacksveränderung Leber: Blutwerte außerhalb des

Normbereichs Übermäßiger Tränenfluss Vermehrte Pigmentierung der Haut.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Akutes Nierenversagen Erhöhte Pulsrate Entzündung der Speiseröhren-Schleimhaut (Ösophagitis)

trat unter Pemetrexed BioOrganics/ Strahlen - Therapie auf Colitis (Entzündung der inneren

Auskleidung des Dickdarms, die verbunden sein kann mit Blutungen im Darm und Enddarm)

Interstitielle Pneumonitis (Vernarbung der Lungenbläschen) Ödeme (Austritt von Wasser in das

Körpergewebe, das zu Schwellungen führt). Bei einigen Patienten, die Pemetrexed BioOrganics,

üblicherweise in Kombination mit anderen Krebsmittel, erhielten, trat Herzinfarkt, Schlaganfall oder

Schlaganfall mit geringgradiger Schädigung auf Panzytopenie – eine gleichzeitige Verminderung

der weißen, roten Blutkörperchen- und der Blutplättchen-Anzahl Bei Patienten, die vor, während

oder nach ihrer Pemetrexed BioOrganics Behandlung auch eine Strahlenbehandlung erhalten, kann

eine durch Strahlung verursachte Entzündung des Lungengewebes (Vernarbung der Lungenbläschen,

die mit der Strahlenbehandlung im Zusammenhang steht) auftreten Schmerzen, Kälte und

Weißwerden der Hände und Füße (Extremitäten) wurde berichtet Blutgerinnsel in den

Lungengefäßen (Lungenembolie)

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

"Radiation Recall" (ein Hautausschlag ähnlich einem schweren Sonnenbrand), Erscheinung auf der

Haut, die vorher (einige Tage bis Jahre) einer Strahlentherapie ausgesetzt war Blasenförmige

Hauterscheinungen (starke Blasenbildungen der Haut) – einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und

toxische epidermale Nekrolyse Immunvermittelte hämolytische Anämie (Blutarmut durch die

Zerstörung der roten Blutkörperchen) Hepatitis (Entzündung der Leber) Anaphylaktischer Schock

(schwere allergische Reaktion)

Nicht bekannt: Die Häufigkeit kann anhand der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden

Schwellung der unteren Gliedmaßen mit Schmerz und Rötung Erhöhte Harnausscheidung Durst

und erhöhte Wasseraufnahme Hypernatriämie – erhöhter Natriumspiegel im Blut Entzündung der

Haut, hauptsächlich der unteren Gliedmaßen mit Schwellung, Schmerzen und Rötung

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

AGES Medizinmarktaufsicht

Traisengasse 5

1200 Wien

Website: www.basg.gv.at

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Pemetrexed BioOrganics aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden.

Dieses Arzneimittel erfordert keine besonderen Anforderungen an die Lagerung.

Zubereitete Lösungen und Infusionslösungen: Das Produkt muss unverzüglich angewendet werden.

Sofern wie vorgeschrieben zubereitet, wurde die chemische und physikalische Stabilität der

verdünnten und der Infusionslösung bei Aufbewahrung im Kühlschrank für einen Zeitraum von 24

Stunden nachgewiesen.

Dieses Arzneimittel ist zur Einmalanwendung bestimmt. Nicht verwendete Arzneimittel oder

Abfallmaterial sind entsprechend nationaler Anforderungen zu entsorgen.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Pemetrexed BioOrganics enthält

Der Wirkstoff ist Pemetrexed.

Pemetrexed BioOrganics 1000 mg: Jede Durchstechflasche enthält 1000 mg Pemetrexed (als

Pemetrexed-Dinatrium 2,5 H

Nach der Auflösung enthält die Lösung 25 mg/ml des Wirkstoffes Pemetrexed. Anschließend ist vom

Fachpersonal ein weiterer Verdünnungsschritt durchzuführen, bevor die Anwendung erfolgt.

Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol, Salzsäure (zur pH-Einstellung) und Natriumhydroxid (zur

pH-Einstellung).

Wie Pemetrexed BioOrganics aussieht und Inhalt der Packung

Pemetrexed BioOrganics ist ein Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer

Infusionslösung in einer Durchstechflasche.

Es ist ein weißes bis leicht gelbliches Pulver.

Jede Packung Pemetrexed BioOrganics enthält eine Durchstechflasche Pemetrexed BioOrganics.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

BioOrganics

Microweg 22

6545 CM, NIJMEGEN

Niederlande

Hersteller

Synthon Hispania S.L.

Castelló 1

Polígono Las Salinas

08830 Sant Boi de Llobregat

Spanien

Synthon s.r.o. Blansko

Brnenska 32/c.p. 597

678 01 Blansko

Tschechien

Z.Nr.:

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 11.2018.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise für die Anwendung, Handhabung und Entsorgung:

Verwenden Sie die erforderliche aseptische Technik bei der Zubereitung und weiteren

Verdünnung von Pemetrexed für die Anwendung als Lösung zur intravenösen Infusion.

Berechnen Sie die Dosis und die Anzahl der notwendigen Durchstechflaschen von Pemetrexed

BioOrganics. Jede Durchstechflasche enthält einen Überschuss an Pemetrexed, um die

Entnahme der angegebenen Menge zu ermöglichen.

Lösen Sie den Inhalt der 1000 mg-Durchstechflaschen mit 40 ml 0,9 %iger Natriumchlorid-

Injektionslösung (9 mg/ml) ohne Konservierungsmittel auf, daraus resultiert eine Lösung mit

einer Konzentration von 25 mg/ml Pemetrexed.

Schwenken Sie das Fläschchen vorsichtig, bis das Pulver vollständig gelöst ist. Die entstandene

Lösung ist klar und die Färbung reicht von farblos bis gelb oder grüngelb, ohne dass die

Produktqualität beeinträchtigt ist. Der pH der zubereiteten Lösung liegt zwischen 6,6 und 7,8.

Ein weiterer Verdünnungsschritt ist notwendig.

Verdünnen Sie das benötigte Volumen an rekonstituierter Pemetrexed-Lösung mit 0,9 %iger

Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg/ml) ohne Konservierungsmittel auf 100 ml

Gesamtvolumen. Diese Lösung ist anschließend mittels intravenöser Infusion über einen

Zeitraum von 10 Minuten zu verabreichen.

Pemetrexed-Infusionslösungen, die wie oben angegeben zubereitet wurden, sind kompatibel mit

Polyvinylchlorid- und Polyolefin-beschichteten Infusionssets und –beuteln. Pemetrexed ist mit

calciumhaltigen Lösungen inkompatibel, einschließlich Ringer-Lactat-Lösung und Ringer-

Lösung.

Parenteral zu applizierende Arzneimittel müssen vor der Anwendung auf Partikel und

Verfärbung kontrolliert werden. Nicht anwenden, wenn Partikel sichtbar sind.

Pemetrexed-Lösungen sind zur Einmalanwendung bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimittel

oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Zubereitung und Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung: Wie bei anderen potenziell toxischen

Onkolytika sollte die Handhabung und Zubereitung von Pemetrexed-Infusionslösungen mit Vorsicht

geschehen. Die Verwendung von Handschuhen wird empfohlen. Sollte eine Pemetrexed-Lösung in

Kontakt mit der Haut kommen, waschen Sie die Haut sofort und gründlich mit Wasser und Seife.

Wenn Pemetrexed in Kontakt mit der Schleimhaut kommt, gründlich mit Wasser spülen. Pemetrexed

wirkt nicht blasenbildend. Es gibt kein spezielles Antidot für Extravasate von Pemetrexed. Bis heute

gibt es nur wenige Berichte über Extravasate von Pemetrexed, welche von den Prüfern nicht als

schwerwiegende eingestuft wurden. Extravasate von Pemetrexed sollten mit den üblichen lokalen

Standardmethoden für Extravasate anderer nicht-blasenbildender Arzneimittel behandelt werden.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Pemetrexed BioOrganics 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Pemetrexed BioOrganics 500 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Pemetrexed BioOrganics 1000 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthält 100, 500 oder 1000 mg Pemetrexed (als Pemetrexed-Dinatrium

2,5 H

Nach Auflösung (siehe Abschnitt 6.6) enthält jede Durchstechflasche 25 mg/ml Pemetrexed.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede 100 mg-Durchstechflasche enthält ca. 11 mg Natrium (< 1 mmol).

Jede 500 mg-Durchstechflasche enthält ca. 54 mg Natrium ( 2,35 mmol).

Jede 1000 mg-Durchstechflasche enthält ca. 108 mg Natrium ( 4,70 mmol).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Weißes bis leicht gelbliches Pulver.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Malignes Pleuramesotheliom

Pemetrexed BioOrganics in Kombination mit Cisplatin ist angezeigt zur Behandlung von

chemonaiven Patienten mit inoperablem malignen Pleuramesotheliom.

Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom

Pemetrexed BioOrganics ist in Kombination mit Cisplatin angezeigt zur first-line Therapie von

Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom außer

bei überwiegender plattenepithelialer Histologie (siehe Abschnitt 5.1).

Pemetrexed BioOrganics in Monotherapie ist angezeigt für die Erhaltungstherapie bei lokal

fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom außer bei überwiegender

plattenepithelialer Histologie bei Patienten, deren Erkrankung nach einer platinbasierten

Chemotherapie nicht unmittelbar fortgeschritten ist (siehe Abschnitt 5.1).

Pemetrexed BioOrganics in Monotherapie ist angezeigt zur Behandlung in Zweitlinientherapie von

Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom außer

bei überwiegender plattenepithelialer Histologie (siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Pemetrexed BioOrganics darf nur unter der Aufsicht von Ärzten mit Erfahrung in der Anwendung von

antineoplastischen Arzneimitteln angewendet werden.

Pemetrexed BioOrganics in Kombination mit Cisplatin

Die empfohlene Dosis von Pemetrexed BioOrganics beträgt 500 mg/m² Körperoberfläche (KOF)

verabreicht als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 10 Minuten am ersten Tag jedes

21-tägigen Behandlungszyklus. Die empfohlene Dosis von Cisplatin beträgt 75 mg/m² KOF als

Infusion über einen Zeitraum von 2 Stunden etwa 30 Minuten nach Abschluss der Pemetrexed-

Infusion am ersten Tag jedes 21-tägigen Behandlungszyklus. Die Patienten müssen vor und/oder nach

der Cisplatin-Gabe eine angemessene antiemetische Behandlung sowie ausreichend Flüssigkeit

erhalten (siehe Cisplatin Gebrauchsinformation für spezielle Dosierungshinweise).

Pemetrexed BioOrganics in Monotherapie

Bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom nach vorangegangener Chemotherapie beträgt

die empfohlene Dosis von Pemetrexed BioOrganics 500 mg/m² KOF verabreicht als intravenöse

Infusion über einen Zeitraum von 10 Minuten am ersten Tag jedes 21-tägigen Behandlungszyklus.

Prämedikation

Zur Reduktion der Häufigkeit und Schwere von Hautreaktionen muss am Tag vor und am Tag der

Pemetrexed-Gabe sowie am Tag nach der Behandlung ein Kortikosteroid gegeben werden. Das

Kortikosteroid muss einer zweimal täglichen oralen Gabe von 4 mg Dexamethason entsprechen (siehe

Abschnitt 4.4).

Patienten, die mit Pemetrexed behandelt werden, müssen zur Reduktion der Toxizität zusätzlich

Vitamine erhalten (siehe Abschnitt 4.4). Patienten müssen täglich orale Gaben von Folsäure oder

Multivitamine mit Folsäure (350 bis 1000 Mikrogramm) erhalten. Während der sieben Tage vor der

ersten Dosis Pemetrexed müssen mindestens 5 Dosen Folsäure eingenommen werden und die

Einnahme muss während der gesamten Therapiedauer sowie für weitere 21 Tage nach der letzten

Pemetrexed-Dosis fortgesetzt werden. Patienten müssen ebenfalls eine intramuskuläre Injektion

Vitamin B12 (1000 Mikrogramm) in der Woche vor der ersten Pemetrexed-Dosis erhalten sowie nach

jedem dritten Behandlungszyklus. Die weiteren Vitamin B12 Injektionen können am selben Tag wie

Pemetrexed gegeben werden.

Überwachung

Bei Patienten, die Pemetrexed erhalten, sollte vor jeder Gabe ein vollständiges Blutbild erstellt

werden, einschließlich einer Differenzierung der Leukozyten und einer Thrombozytenzählung. Vor

jeder Chemotherapie müssen Blutuntersuchungen zur Überprüfung der Nieren- und Leberfunktion

erfolgen. Vor dem Beginn jedes Zyklus müssen die Patienten mindestens die folgenden Werte

aufweisen: absolute Neutrophilenzahl ≥ 1500 Zellen/mm

; Thrombozytenzahl ≥ 100.000 Zellen/mm

Die Kreatinin-Clearance muss ≥ 45 ml/min betragen.

Das Gesamtbilirubin sollte ≤ 1,5-fache des oberen Grenzwertes betragen. Die alkalische Phosphatase

(AP), Aspartat-Aminotransferase (AST oder SGOT) und Alanin-Aminotransferase (ALT oder SGPT)

sollte ≤ 3-fache des oberen Grenzwertes betragen. Für die alkalische Phosphatase, AST und ALT sind

bei Vorliegen von Lebermetastasen Werte ≤ 5-fache des oberen Grenzwertes akzeptabel.

Dosisanpassungen

Am Beginn eines neuen Behandlungszyklus muss eine Dosisüberprüfung stattfinden unter

Berücksichtigung des Nadirs des Blutbildes oder der maximalen nicht-hämatologischen Toxizität der

vorhergehenden Therapiezyklen. Möglicherweise muss die Behandlung verschoben werden, um

genügend Zeit zur Erholung zu gestatten. Nach der Erholung müssen die Patienten entsprechend der

Hinweise in den Tabellen 1, 2 und 3 weiterbehandelt werden, die für Pemetrexed BioOrganics als

Monotherapie oder in Kombination mit Cisplatin anzuwenden sind.

Tabelle 1 - Dosisanpassung für Pemetrexed (als Monotherapie oder in Kombination) und

Cisplatin – Hämatologische Toxizität

Nadir absolute Neutrophilenzahl < 500/mm

Nadir Thrombozyten ≥ 50.000 mm

75 % der vorigen Dosis (sowohl Pemetrexed als

auch Cisplatin)

Nadir Thrombozyten < 50.000/mm3 unabhängig

vom Nadir der absoluten Neutrophilenzahl

75 % der vorigen Dosis (sowohl Pemetrexed als

auch Cisplatin)

Nadir Thrombozyten < 50.000/mm3 mit

Blutung

unabhängig vom Nadir der absoluten

Neutrophilenzahl

50 % der vorigen Dosis (sowohl Pemetrexed als

auch Cisplatin)

Diese Kriterien entsprechen der Definition der National Cancer Institute Common Toxicity

Criteria (CTC v2.0; NCI 1998) ≥ CTC Grad 2 Blutung.

Sollten Patienten nicht-hämatologische Toxizität ≥ Grad 3 entwickeln (ausgenommen Neurotoxizität),

muss die Therapie mit Pemetrexed BioOrganics unterbrochen werden, bis der Patient den Wert vor der

Behandlung oder darunter erreicht hat. Die Behandlung sollte dann entsprechend der Richtlinien in

Tabelle 2 fortgesetzt werden.

Tabelle 2 - Dosisanpassung für Pemetrexed (als Monotherapie oder in Kombination) und

Cisplatin - Nicht-hämatologische Toxizität

a, b

Pemetrexed-Dosis (mg/m

2

)

Cisplatin-Dosis (mg/m

2

)

Jede Toxizität Grad 3 oder 4

außer Mukositis

75 % der vorigen Dosis

75 % der vorigen Dosis

Jede Diarrhoe, die eine

Hospitalisierung erfordert

(unabhängig vom Grad) oder

Diarrhoe Grad 3 oder 4

75 % der vorigen Dosis

75 % der vorigen Dosis

Grad 3 oder 4 Mukositis

50 % der vorigen Dosis

100 % der vorigen Dosis

National Cancer Institute Common Toxicity Criteria (CTC v2.0; NCI 1998)

Ausgenommen Neurotoxizität

Falls eine Neurotoxizität auftritt, muss die Dosis von Pemetrexed BioOrganics und Cisplatin gemäß

Tabelle 3 angepasst werden. Die Behandlung ist beim Auftreten von Neurotoxizität Grad 3 oder 4

abzubrechen.

Tabelle 3 - Dosisanpassung für Pemetrexed (als Monotherapie oder in Kombination) und

Cisplatin - Neurotoxizität

CTC

a

Grad

Pemetrexed-Dosis (mg/m

2

)

Cisplatin-Dosis (mg/m

2

)

0 – 1

100 % der vorigen Dosis

100 % der vorigen Dosis

100 % der vorigen Dosis

50 % der vorigen Dosis

National Cancer Institute Common Toxicity Criteria (CTC v2.0; NCI 1998)

Die Behandlung mit Pemetrexed BioOrganics muss abgebrochen werden, wenn bei Patienten nach 2

Dosisreduktionen eine hämatologische Toxizität oder nicht-hämatologische Toxizität Grad 3 oder 4

auftritt oder sofort beim Auftreten von Grad 3 oder 4 Neurotoxizität.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Klinische Studien ergaben keinen Hinweis, dass bei Patienten im Alter von 65 Jahren oder darüber im

Vergleich zu Patienten im Alter unter 65 Jahren ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko besteht. Es sind

keine Dosisreduktionen erforderlich, welche über die für alle Patienten empfohlenen hinausgehen.

Kinder und Jugendliche

Es gibt keinen relevanten Einsatz von Pemetrexed BioOrganics in der Behandlung von Kindern und

Jugendlichen mit malignem Pleuramesotheliom und nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom.

Patienten mit Nierenfunktionseinschränkung

(Standardformel nach Cockroft und Gault oder glomeruläre Filtrationsrate gemessen mit der Tc99m-

DPTA Serumclearance-Methode): Pemetrexed wird hauptsächlich unverändert durch renale Exkretion

eliminiert. In klinischen Studien waren bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von ≥ 45 ml/min

keine Dosisanpassungen notwendig, die über die für alle Patienten empfohlenen Dosisanpassungen

hinausgehen. Die Datenlage bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von unter 45 ml/min war

nicht ausreichend; daher wird die Anwendung nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit Leberfunktionseinschränkung

Es wurde kein Zusammenhang zwischen AST (SGOT), ALT (SGPT) oder Gesamtbilirubin und der

Pharmakokinetik von Pemetrexed beobachtet. Allerdings wurden Patienten mit einer

Leberfunktionseinschränkung von > dem 1,5-fachen des oberen Bilirubin-Grenzwertes und/oder

Aminotransferase-Werten von > dem 3,0-fachen des oberen Grenzwertes (bei Abwesenheit von

Lebermetastasen) oder > 5,0-fachen des oberen Grenzwertes (bei Vorhandensein von

Lebermetastasen) nicht speziell in den Studien untersucht.

Art der Anwendung:

Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung / vor der Anwendung von Pemetrexed BioOrganics, siehe

Abschnitt 6.6.

Pemetrexed BioOrganics ist als intravenöse Infusion über 10 min. an Tag 1 des 21-tägigen Zyklus zu

geben. Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe

Abschnitt 6.6.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Stillen (siehe Abschnitt 4.6).

Gleichzeitige Gelbfieberimpfung (siehe Abschnitt 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Pemetrexed kann die Knochenmarkfunktion unterdrücken; dies manifestiert sich als Neutropenie,

Thrombozytopenie und Anämie (oder Panzytopenie) (siehe Abschnitt 4.8). Die

Knochenmarksuppression ist üblicherweise die dosislimitierende Toxizität. Patienten müssen im

Hinblick auf die Knochenmarksuppression überwacht werden und Pemetrexed darf nicht an Patienten

verabreicht werden, bevor deren absolute Neutrophilenzahl wieder einen Wert von ≥ 1500 Zellen/mm

und die Thrombozytenzahl wieder einen Wert von ≥ 100.000 Zellen/mm

erreicht hat. Eine

Dosisreduktion für weitere Zyklen basiert auf dem Nadir der absoluten Neutrophilenzahl,

Thrombozytenzahl und maximaler nicht-hämatologischer Toxizität, wie sie in den vorangegangenen

Behandlungszyklen beobachtet wurden (siehe Abschnitt 4.2).

Eine geringere Toxizität und eine Reduktion der Grad 3/4 hämatologischen und nichthämatologischen

Toxizität wie Neutropenie, febrile Neutropenie und Infektion mit Grad 3/4 Neutropenie wurde

beobachtet, wenn eine Vorbehandlung mit Folsäure und Vitamin B12 stattgefunden hatte. Daher

müssen alle mit Pemetrexed behandelten Patienten angewiesen werden, Folsäure und Vitamin B12 als

prophylaktische Maßnahme zur Reduktion behandlungsbedingter Toxizität anzuwenden (siehe

Abschnitt 4.2).

Bei Patienten, die nicht mit Kortikosterioden vorbehandelt wurden, wurden Hautreaktionen berichtet.

Eine Vorbehandlung mit Dexamethason (oder Äquivalent) kann die Häufigkeit und Schwere von

Hautreaktionen verringern (siehe Abschnitt 4.2).

Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von unter 45 ml/min wurden nicht in ausreichender Anzahl

untersucht. Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von < 45 ml/min wird die Anwendung nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Patienten mit leichter bis mittlerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 45 bis 79 ml/min) müssen

die gleichzeitige Einnahme nichtsteroidaler Antiphlogistika (NSAIDs) wie Ibuprofen und

Acetylsalicylsäure (> 1,3 g täglich) für mindestens 2 Tage vor der Therapie, am Tag der Therapie und

mindestens 2 Tage nach der Therapie mit Pemetrexed vermeiden (siehe Abschnitt 4.5).

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz, für die eine Therapie mit Pemetrexed

vorgesehen ist, sollte die Einnahme von NSAIDs mit langer Halbwertzeit für mindestens 5 Tage vor

der Therapie, am Tag der Therapie und mindestens 2 Tage nach der Therapie mit Pemetrexed

unterbrochen werden (siehe Abschnitt 4.5).

Über schwerwiegende renale Ereignisse, einschließlich akutem Nierenversagen, wurde bei

Pemetrexed Monotherapie oder in Kombination mit anderen Chemotherapeutika berichtet. Viele

Patienten, bei denen diese Ereignisse auftraten, hatten entsprechende Risikofaktoren für das Auftreten

von renalen Ereignissen, einschließlich Dehydratation, vorbestehendem Bluthochdruck oder Diabetes.

Nach dem

Inverkehrbringen wurden bei Pemetrexed Monotherapie oder in Kombination mit anderen

Chemotherapeutika ebenfalls nephrogener Diabetes insipidus und Nierentubulusnekrose berichtet. Die

meisten dieser Ereignisse bildeten sich nach dem Absetzen von Pemetrexed wieder zurück. Die

Patienten sind regelmäßig auf akute Nierentubulusnekrose, eine eingeschränkte Nierenfunktion sowie

Symptome von nephrogenem Diabetes insipidus (z. B. Hypernatriämie) zu überwachen.

Die Wirkung von Flüssigkeit im transzellulären Raum, wie z. B. Pleuraerguss oder Ascites, auf

Pemetrexed ist nicht vollständig bekannt. Eine Phase 2 Studie mit Pemetrexed mit 31 Patienten mit

soliden Tumoren und gleichbleibender Flüssigkeitsansammlung im transzellulären Raum zeigte

keinen Unterschied der Pemetrexed Dosis, der normalisierten Plasma- Konzentration oder der

Clearance verglichen mit Patienten ohne Flüssigkeitsansammlung im transzellulären Raum. Daher soll

bei Flüssigkeitsansammlung im transzellulären Raum eine Drainage des Ergusses vor der Pemetrexed-

Behandlung in Betracht gezogen werden, diese ist aber nicht unbedingt notwendig.

Aufgrund der gastrointestinalen Toxizität von Pemetrexed in Kombination mit Cisplatin wurden

schwere Dehydratationen beobachtet. Daher müssen Patienten eine ausreichende antiemetische

Behandlung und angemessene Flüssigkeitszufuhr vor und/oder nach der Behandlung erhalten.

Schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse, einschließlich Myokardinfarkt, und zerebrovaskuläre

Ereignisse wurden in klinischen Studien mit Pemetrexed gelegentlich berichtet, wenn dieser Wirkstoff

üblicherweise in Kombination mit einem anderen zytotoxischen Wirkstoff verabreicht wurde. Die

meisten Patienten, bei denen diese Ereignisse beobachtet wurden, hatten vorbestehende

kardiovaskuläre Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.8).

Ein immunsupprimierter Status ist bei Krebspatienten häufig. Aus diesem Grund wird die

gleichzeitige Anwendung attenuierter Lebendimpfstoffe nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.3 und

4.5).

Pemetrexed kann das Erbgut schädigen. Geschlechtsreife Männer müssen angewiesen werden,

während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen. Es werden wirksame

kontrazeptive Maßnahmen oder Enthaltsamkeit empfohlen. Da die Möglichkeit einer irreversiblen

Schädigung der Fortpflanzungsfähigkeit durch Pemetrexed besteht, sollten Männer vor dem

Behandlungsbeginn darauf hingewiesen werden, Beratung hinsichtlich der Spermakonservierung

einzuholen.

Frauen im gebährfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Pemetrexed wirksame Methoden

der Kontrazeption anwenden (siehe Abschnitt 4.6).

Es wurden Fälle von Strahlenpneumonitis bei Patienten berichtet, die vor, während oder nach ihrer

Pemetrexed Therapie bestrahlt wurden. Diesen Patienten sollte besondere Aufmerksamkeit gelten und

die Verabreichung von radiosensibilisierenden Substanzen sollte mit Vorsicht erfolgen.

Bei Patienten, die Wochen oder Jahre zuvor eine Strahlentherapie erhalten hatten, wurden Fälle von

sog. "Radiation Recall" berichtet.

Pemetrexed BioOrganics 100 mg enthält ca. 11 mg Natrium (< 1 mmol) pro Durchstechflasche, d.h. es

ist nahezu ‘natriumfrei’.

Pemetrexed BioOrganics 500

mg enthält ca. 54

mg (2,35

mmol) Natrium pro Durchstechflasche. Dies

ist bei Personen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/-kochsalzarmer) Diät zu berücksichtigen.

Pemetrexed BioOrganics 1000

mg enthält ca. 108

mg (4,70

mmol) Natrium pro Durchstechflasche.

Dies ist bei Personen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/-kochsalzarmer) Diät zu

berücksichtigen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Pemetrexed wird hauptsächlich unverändert renal durch glomeruläre Filtration und in geringerem

Ausmaß durch tubuläre Sekretion ausgeschieden. Eine gleichzeitige Anwendung nephrotoxischer

Arzneimittel (z. B. Aminoglycoside, Schleifendiuretika, platinhaltige Arzneimittel, Cyclosporin)

könnte zu einer verzögerten Ausscheidung von Pemetrexed führen. Diese Kombination sollte mit

Vorsicht angewendet werden. Sofern notwendig, sollte die Kreatinin-Clearance eng überwacht

werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Substanzen, die ebenfalls tubulär sezerniert werden (z. B.

Probenecid, Penicillin), kann möglicherweise zu einer verzögerten Ausscheidung von Pemetrexed

führen. Wenn diese Arzneimittel mit Pemetrexed kombiniert werden, sollte dies mit Vorsicht

geschehen. Falls notwendig, muss die Kreatinin-Clearance eng überwacht werden.

Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≥ 80 ml/min) können hohe Dosen

nichtsteroidaler Antiphlogistika (NSAIDs, wie Ibuprofen > 1600 mg/Tag) und Acetylsalicylsäure in

hoher Dosis (≥ 1,3 g täglich) zu einer verringerten Pemetrexed-Ausscheidung mit der Folge eines

vermehrten Auftretens von Nebenwirkungen führen. Daher ist Vorsicht geboten, wenn bei Patienten

mit normaler Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≥ 80 ml/min) hohe Dosen von NSAIDs oder

Acetylsalicylsäure in hoher Dosis angewendet werden.

Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 45 bis 79 ml/min)

muss die gleichzeitige Anwendung von Pemetrexed und NSAIDs (z. B. Ibuprofen) oder

Acetylsalicylsäure in hoher Dosis für mindestens 2 Tage vor der Therapie, am Tag der Therapie und

mindestens 2 Tage nach der Therapie mit Pemetrexed vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).

Da keine Daten hinsichtlich des Interaktionspotenzials mit NSAIDs mit langer Halbwertzeit wie

Piroxicam oder Rofecoxib vorliegen, sollte die gleichzeitige Anwendung mit Pemetrexed bei Patienten

mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz für mindestens 5 Tage vor der Therapie, am Tag der

Therapie und mindestens 2 Tage nach der Therapie mit Pemetrexed unterbrochen werden (siehe

Abschnitt 4.4). Bei gleichzeitiger Anwendung von NSAIDs ist es notwendig, die Patienten genau zu

überwachen, ob Toxizitäten auftreten, insbesondere Knochenmarkdepression und gastrointestinale

Toxizität.

Pemetrexed wird nur gering hepatisch metabolisiert. Ergebnisse aus in vitro Studien mit humanen

Lebermikrosomen deuten darauf hin, dass keine klinisch signifikante Inhibition der metabolischen

Clearance von Arzneimitteln zu erwarten ist, die von den Zytochromen CYP3A, CYP2D6, CYP2C9

und CYP1A2 metabolisiert werden.

Wechselwirkungen, die alle Zytostatika betreffen

Aufgrund eines erhöhten Thromboserisikos bei Krebspatienten werden häufig Antikoagulanzien

angewendet. Die große intra-individuelle Variabilität des Gerinnungsstatus während der Krankheit

und die Möglichkeit von Wechselwirkungen zwischen oralen Antikoagulanzien und antineoplastischer

Chemotherapie erfordert eine erhöhte Überwachungsfrequenz der INR (International Normalised

Ratio), wenn die Entscheidung getroffen wurde, den Patienten mit oralen Antikoagulanzien zu

behandeln.

Gleichzeitige Anwendung kontraindiziert: Gelbfieberimpfstoff: Gefahr einer tödlichen generalisierten

Impferkrankung (siehe Abschnitt 4.3).

Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen: attenuierte Lebendimpfstoffe (ausgenommen Gelbfieber,

diese ist kontraindiziert): Gefahr einer systemischen, möglicherweise tödlichen, Erkrankung. Das

Risiko ist bei Patienten mit einer bereits bestehenden Immunsuppression aufgrund der

zugrundeliegenden Krankheit erhöht. Verwenden Sie einen inaktivierten Impfstoff, sofern verfügbar

(Poliomyelitis) (siehe Abschnitt 4.4).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Verhütung bei Männern und Frauen

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Pemetrexed eine zuverlässige

Verhütungsmethode anwenden. Pemetrexed kann das Erbgut schädigen. Geschlechtsreife Männer

müssen angewiesen werden, während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu

zeugen. Es werden wirksame kontrazeptive Maßnahmen oder Enthaltsamkeit empfohlen.

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten für die Verwendung von Pemetrexed bei Schwangeren vor, aber wie bei

anderen Antimetaboliten werden bei einer Anwendung in der Schwangerschaft schwere

Geburtsdefekte erwartet. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe

Abschnitt 5.3). Pemetrexed darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, außer wenn

unbedingt erforderlich und nach sorgfältiger Abwägung des Nutzens für die Mutter und des Risikos

für den Fötus (siehe Abschnitt 4.4).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Pemetrexed in die Muttermilch übergeht und unerwünschte Wirkungen beim

gestillten Säugling können nicht ausgeschlossen werden. Daher darf eine Mutter während der

Behandlung mit Pemetrexed nicht stillen (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Da die Möglichkeit einer irreversiblen Schädigung der Fortpflanzungsfähigkeit durch Pemetrexed

besteht, sollten Männer vor dem Behandlungsbeginn darauf hingewiesen werden, Beratung

hinsichtlich der Spermakonservierung einzuholen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen durchgeführt. Allerdings wurde berichtet, dass Pemetrexed Müdigkeit verursachen kann.

Daher müssen Patienten vor der aktiven Teilnahme am Verkehr oder dem Bedienen von Maschinen

gewarnt werden, wenn diese Wirkung auftritt.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse, die im Zusammenhang mit Pemetrexed

standen, entweder in der Mono- oder in der Kombinationstherapie angewendet, sind

Knochenmarksuppression bedingte Anämie, Neutropenie, Leukopenie, Thrombozytopenie und

gastrointestinale Toxizitäten, die als Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Obstipation, Pharyngitis,

Mukositis und Stomatitis in Erscheinung treten. Andere Nebenwirkungen sind Nierentoxizitäten,

erhöhte Aminotransferasen, Alopezie, Müdigkeit, Dehydratation, Rash (Hautrötung), Infektion/Sepsis

und Neuropathie. Selten aufgetretene Ereignisse sind das Stevens-Johnson Syndrom und die toxische

epidermale Nekrolyse.

Tabellarisch aufgeführte unerwünschte Reaktionen

Die folgende Tabelle zeigt die Häufigkeit und Schwere unerwünschter Wirkungen, die in > 5 % von

168 Patienten mit Mesotheliom berichtet wurden und die randomisiert Cisplatin und Pemetrexed

erhielten sowie 163 Patienten mit Mesotheliom, die randomisiert Cisplatin als Monotherapie erhielten.

Diese chemonaiven Patienten erhielten in beiden Behandlungsarmen zusätzliche tägliche Gaben von

Folsäure und Vitamin B12.

Nebenwirkungen

Häufigkeitsangaben: sehr häufig (≥ 1/10, häufig (≥ 1/100 und < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 und

< 1/100), selten (≥ 1/10.000 und < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (auf Grundlage

der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad

angegeben.

Pemetrexed/Cisplatin

Cisplatin

N = 168

N = 163

Systemorgan-

klasse

Häufigkeit

Ereignis*

Toxizität

alle Grade

(%)

Grad 3 - 4

Toxizität

(%)

Toxizität

alle Grade

(%)

Grad 3 - 4

Toxizität

(%)

Neutrophile/

Granulozyten

erniedrigt

56,0

23,2

13,5

Leukozyten

erniedrigt

53,0

14,9

16,6

Hämoglobin

erniedrigt

26,2

10,4

Erkrankungen

des Blutes und

Lymphsystems

Sehr häufig

Thromboyzten

erniedrigt

23,2

Stoffwechsel-

und Ernährungs-

störungen

Häufig

Dehydratation

Sehr häufig

Sensorische

Neuropathie

10,1

Erkrankungen

Nervensystems

Häufig

Geschmacks-

störung

0,0***

0,0***

Augen-

erkrankungen

Häufig

Konjunktivitis

Diarrhoe

16,7

Erbrechen

56,5

10,7

49,7

Stomatitis/

Pharyngitis

23,2

Übelkeit

82,1

11,9

76,7

Appetitverlust

20,2

14,1

Erkrankungen

des Gastro-

intestinaltrakts

Sehr häufig

Obstipation

11,9

Häufig

Dyspepsie

Hautrötung

16,1

Erkrankungen

der Haut und

Unterhautzell-

gewebes

Sehr häufig

Haarausfall

11,3

0,0***

0,0***

Kreatinin

erhöht

10,7

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Sehr häufig

Kreatinin

Clearance

erniedrigt**

16,1

17,8

Allgemeine

Erkrankungen

Beschwerden

Verabreichungs-

Sehr häufig

Müdigkeit

47,6

10,1

42,3

Bezug auf National Cancer Institute CTC Version 2 für jeden Toxizitätsgrad ausgenommen

das Ereignis „Kreatinin-Clearance erniedrigt“.

Welches abgeleitet wurde vom Begriff „Nieren/Genitaltrakt andere“.

Bezogen auf National Cancer Institute CTC (v2.0; NCI 1998) sollen Geschmacksstörung

und Haarausfall nur als Grad 1 oder 2 berichtet werden.

Für diese Tabelle wurde eine Schwelle von 5 % festgelegt bezüglich der Aufnahme aller Ereignisse,

bei denen der berichtende Arzt einen Zusammenhang mit Pemetrexed und Cisplatin für möglich hielt.

Klinisch relevante CTC Toxizitäten, die bei ≥ 1 % und < 5 % der Patienten berichtet wurden, die

randomisiert Cisplatin und Pemetrexed erhielten, umfassten: Nierenversagen, Infektion, Fieber, febrile

Neutropenie, erhöhte AST (SGOT), ALT (SGPT), und Gamma-GT, Nesselsucht und Brustschmerzen.

Klinisch relevante CTC Toxizitäten, die bei < 1 % der Patienten berichtet wurden, die randomisiert

Cisplatin und Pemetrexed erhielten, umfassten Arrhythmie und motorische Neuropathie.

Die folgende Tabelle zeigt die Häufigkeit und Schwere unerwünschter Wirkungen, die bei > 5 % von

265 Patienten berichtet wurden, die randomisiert Pemetrexed als Monotherapie mit Gaben von

Folsäure und Vitamin B12 erhielten sowie 276 Patienten, die randomisiert Docetaxel als

Monotherapie erhielten. Alle Patienten litten an lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-

kleinzelligen Lungenkarzinom und waren chemotherapeutisch vorbehandelt.

Pemetrexed

Docetaxel

N = 265

N = 276

Systemorgan-

klasse

Häufigkeit

Ereignis*

Toxizität

alle Grade

(%)

Grad 3 - 4

Toxizität

(%)

Toxizität

alle Grade

(%)

Grad 3 - 4

Toxizität

(%)

Neutrophile/

Granulozyten

erniedrigt

10,9

45,3

40,2

Leukozyten

erniedrigt

12,1

34,1

27,2

Sehr häufig

Hämoglobin

erniedrigt

19,2

22,1

Erkrankungen

des Blutes und

Lymphsystems

Häufig

Thromboyzten

erniedrigt

Diarrhoe

12,8

24,3

Erkrankungen

des Gastro-

Sehr häufig

Erbrechen

16,2

12,0

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