Orgalutran Injektionslösung

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-05-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
ganirelixum
Verfügbar ab:
MSD Merck Sharp & Dohme AG
ATC-Code:
H01CC01
INN (Internationale Bezeichnung):
ganirelixum
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
ganirelixum 0.25 mg ut ganirelixi acetas, mannitolum, acidum aceticum, natrii hydroxidum aut acidum aceticum, aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 0.5 ml corresp., natrium 0.21 mg.
Klasse:
A
Therapiegruppe:
Biotechnologika
Therapiebereich:
Assistierte Reproduktionsmedizin
Zulassungsnummer:
55364
Berechtigungsdatum:
2000-07-13

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-05-2019

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-05-2019

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-05-2019

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

17-05-2021

Information für Patientinnen

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses

Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen

weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das

Arzneimittel schaden. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später

nochmals lesen.

Orgalutran®

MSD Merck Sharp & Dohme AG

Was ist Orgalutran und wann wird es angewendet?

Orgalutran enthält Ganirelix, das die Wirkungen des natürlichen Gonadotropin-Releasing-Hormons

(GnRH) hemmt. GnRH reguliert die Ausschüttung der Gonadotropine (Luteinisierendes Hormon

(LH) und follikelstimulierendes Hormon (FSH)). Gonadotropine spielen eine wichtige Rolle in der

menschlichen Fruchtbarkeit und Fortpflanzung. Bei Frauen ist FSH für das Wachstum und die

Entwicklung der Eibläschen (Follikel) in den Eierstöcken verantwortlich. Follikel sind kleine runde

Bläschen, die die Eizellen enthalten. LH wird für die Freisetzung der reifen Eizellen aus den

Follikeln und Eierstöcken (Eisprung) benötigt. Orgalutran verhindert die Wirkung von GnRH;

hierdurch wird besonders die Freisetzung von LH gehemmt.

Bei Frauen, die sich einer assistierten Reproduktion einschliesslich der In-vitro-Befruchtung (IVF)

und anderer Methoden unterziehen, kann es gelegentlich zu einem zu frühen Eisprung kommen, was

eine erhebliche Abnahme der Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, mit sich bringt. Orgalutran

wird verwendet, um den vorzeitigen LH-Anstieg und damit den zu frühen Eisprung zu verhindern.

Orgalutran ist eine sterile, gebrauchsfertige Injektionslösung und wird subkutan (unter die Haut)

verabreicht.

Sie erhalten Orgalutran ausschliesslich auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Behandlung mit Orgalutran sollte nur von einem in der Reproduktionsmedizin erfahrenen Arzt

verordnet werden.

Dieses Medikament wurde Ihnen für Ihren persönlichen Gebrauch in Kombination mit anderen

Medikamenten verschrieben. Geben Sie es nicht an andere Personen weiter. Es könnte diesen

schaden, selbst wenn sie dieselben Symptome aufweisen wie Sie.

Tragen Sie stets einen Medikamentenpass mit sich, auf dem die von Ihnen eingenommenen

Arzneimittel aufgeführt sind. Das kann bei einem Unfall von grosser Bedeutung sein.

Stellen Sie im Bedarfsfall sicher, dass andere Personen, die mit Ihnen zusammenleben oder Sie

betreuen, diese Informationen gelesen haben.

Wann darf Orgalutran nicht angewendet werden?

Verwenden Sie Orgalutran nicht:

·Bei Überempfindlichkeit auf Ganirelix oder einen der übrigen Inhaltsstoffe von Orgalutran;

·Bei Überempfindlichkeit gegenüber Naturkautschuk/Latex;

·Bei Überempfindlichkeit auf GnRH oder ein GnRH-Analogon;

·Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit;

Falls dies für Sie zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie dieses Arzneimittel

anwenden.

Wann ist bei der Anwendung von Orgalutran Vorsicht geboten?

·Wenn Sie eine Allergie haben.

·Wenn Sie eine akute allergische Erkrankung haben, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Abhängig vom Schweregrad wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber entscheiden, ob zusätzliche

Kontrollen während der Behandlung notwendig sind.

·Bereits bei Anwendung der ersten Dosis wurde über Fälle lokaler und generalisierter

Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet einschliesslich Nesselsucht (Urtikaria), Schwellungen des

Gesichts, der Lippen, der Zunge und/oder des Rachens, welche Atem- oder Schluckbeschwerden

verursachen können (Angioödem und/oder anaphylaktische Reaktionen). Wenn Sie eine allergische

Reaktion haben, verwenden Sie Orgalutran nicht mehr, und suchen Sie sofort einen Arzt oder eine

Ärztin auf.

·Wenn Sie gegenwärtig schwere allergische Symptome haben, müssen Sie vor der ersten Injektion

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber informieren.

·Falls sich nach einer Injektion eine ausgedehnte örtliche Reaktion oder eine über den ganzen Körper

verbreitete Reaktion feststellen, müssen Sie vor der nächsten Injektion Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

darüber informieren.

·Die Nadelschutzkappe dieses Arzneimittels enthält trockenen Naturkautschuk/Latex, welcher mit

dem Produkt in Kontakt kommt und allergische Reaktionen auslösen kann.

Es besteht ein leicht erhöhtes Risiko für eine ektopische Schwangerschaft (Eileiter- oder

Bauchhöhlenschwangerschaft) bei Frauen nach Anwendung assistierter Reproduktionstechniken. Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin wird während der frühen Schwangerschaft eine Ultraschalluntersuchung

durchführen, um zu bestätigen, dass es sich um eine intrauterine Schwangerschaft handelt.

Das Auftreten von angeborenen Missbildungen nach der Anwendung einer assistierten

Reproduktionstechnik könnte geringfügig höher sein als bei einer normalen Empfängnis. Es wird

vermutet, dass diese geringfügige Erhöhung zurückzuführen ist auf die Eigenschaften der Patienten,

die sich einer Fertilitätsbehandlung unterziehen (z.B. Alter der Frau, Eigenschaften der Spermien)

sowie auf das häufigere Auftreten von Mehrlingsschwangerschaften nach Anwendung assistierter

Reproduktionstechniken. Die Häufigkeit von angeborenen Missbildungen nach der Anwendung einer

assistierten Reproduktionstechnik mit Orgalutran unterscheidet sich nicht von der nach der

Anwendung anderer GnRH-Analoga im Rahmen einer assistierten Reproduktionstechnik.

Bei Frauen mit einem Körpergewicht von weniger als 50 kg oder mehr als 90 kg wurden

Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Orgalutran nicht untersucht.

Zur Sicherheit von Orgalutran bei Patientinnen mit mittelschwerer bzw. schwerer Einschränkung der

Leber- oder Nierenfunktion liegen keine ausreichenden Daten vor.Die Auswirkungen von Orgalutran

auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wurden nicht untersucht. Es

sollte jedoch beim Lenken eines Fahrzeuges oder beim Bedienen von Maschinen beachtet werden,

dass unter Anwendung von Ganirelix von Schwindel als unerwünschter Wirkung berichtet wurde.

Die Möglichkeit von Wechselwirkungen mit anderen allgemein verwendeten Arzneimitteln kann

nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Informieren Sie jeden Arzt oder Ärztin, die Sie behandeln, welche Arzneimittel Sie einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an andern

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich (Externa!) anwenden.

Darf Orgalutran während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Orgalutran darf in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Wie verwenden Sie Orgalutran?

Dosierung

Orgalutran wird als Teil der Behandlung zur assistierten Reproduktionstechnik, einschliesslich IVF,

eingesetzt. Mit der Stimulierung der Eierstöcke durch FSH kann am 2. oder 3. Tag Ihrer

Monatsblutung begonnen werden. Orgalutran (0,25 mg) sollte einmal täglich direkt unter die Haut

gespritzt werden. Mit der ersten Injektion sollte am 5. oder 6. Tag der FSH-Verabreichung begonnen

werden. Dies entscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin, je nachdem wie Sie auf die FSH-Behandlung

ansprechen. Orgalutran ist ungefähr gleichzeitig wie FSH zu verabreichen, darf jedoch nicht mit

diesem gemischt werden. Es sollten unterschiedliche Injektionsstellen gewählt werden. Wenden Sie

Orgalutran einmal täglich an, bis genügend Follikel der richtigen Grösse vorhanden sind. Die

endgültige Reifung der Eizellen in den Follikeln kann durch die Verabreichung von hCG bewirkt

werden.

Die Zeitspanne zwischen zwei Orgalutran-Injektionen und zwischen der letzten Orgalutran-Injektion

und der hCG-Injektion sollte 30 Stunden nicht überschreiten, da es sonst zu einem vorzeitigen LH-

Anstieg kommen kann. Deshalb sollte bei morgendlicher Injektion von Orgalutran die Orgalutran-

Behandlung einschliesslich dem Tag der Ovulationsauslösung, fortgeführt werden. Bei der Injektion

von Orgalutran am Nachmittag sollte die letzte Orgalutran-Injektion am Nachmittag vor dem Tag der

Ovulationsauslösung gegeben werden.

Orgalutran wird in Fertigspritzen angeboten und sollte langsam direkt unter die Haut gespritzt

werden (zum Beispiel am Oberschenkel). Unter bestimmten Umständen kann die Injektion auch

durch Sie selbst oder Ihren Partner vorgenommen werden. Die Einstichstelle (vorzugsweise in den

Oberschenkel) sollte jeweils gewechselt werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie diesbezüglich

anleiten. Wenn Sie sich die Spritze selbst verabreichen oder wenn Sie Ihnen von Ihrem Partner

verabreicht wird, müssen die folgenden Anweisungen genau befolgt werden. Mischen Sie Orgalutran

nicht mit anderen Medikamenten.

Vorbereitung der Einstichstelle

Waschen Sie sich die Hände sorgfältig mit Wasser und Seife. Tupfen Sie die Einstichstelle mit einem

Desinfektionsmittel (z.B. Chlorhexidin 0.5%) ab, um Oberflächenbakterien zu entfernen. Reinigen

Sie eine Fläche von rund 5 cm um die Einstichstelle und lassen Sie das Desinfektionsmittel während

mindestens einer Minute trocknen, bevor Sie weiterfahren.

Entfernen Sie die Nadelschutzkappe. Nehmen Sie eine grosse Hautfalte zwischen Daumen und

Zeigefinger und führen Sie die Nadel in einem 45°-Winkel zur Hautoberfläche an der Basis der

hochgezogenen Haut ein. Wählen Sie für jede Injektion eine andere Einstichstelle (vorzugsweise in

den Oberschenkel).

Überprüfung der korrekten Nadelposition

Ist die Nadel korrekt eingeführt, so kann der Kolben nur schwer zurückgezogen werden. Wird dabei

Blut in die Spritze gezogen, ist die Nadelspitze in ein Blutgefäss eingedrungen. Entfernen Sie in

diesem Fall die Spritze und drücken Sie einen mit Desinfektionsmittel getränkten Tupfer auf die

Einstichstelle. Die Blutung sollte nach einer oder zwei Minuten aufhören. Verwenden Sie diese

Spritze nicht weiter, sondern entsorgen Sie sie vorschriftsgemäss. Fangen Sie mit einer neuen Spritze

von vorne an.

Spritzen der Lösung

Wenn die Nadel richtig eingeführt ist, drücken Sie langsam und gleichmässig auf den Kolben, so

dass die Lösung korrekt injiziert wird und keine Hautgewebe verletzt werden.

Entfernen der Spritze

Ziehen Sie die Spritze rasch heraus und drücken Sie einen mit Desinfektionsmittel getränkten Tupfer

auf die Einstichstelle. Verwenden Sie die Fertigspritzen jeweils nur einmal und entsorgen Sie diese

vorschriftsgemäss.

Sonstige Hinweise:

·Falls Sie zu viel Orgalutran injiziert haben, benachrichtigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

·Wenn Sie vergessen haben, Orgalutran zu injizieren, spritzen Sie keine doppelte Dosis, um

vergessene Einzeldosen zu kompensieren! Wenn Sie merken, dass Sie eine Dosis vergessen haben,

spritzen Sie diese so bald wie möglich.

Haben sie über 6 Stunden Verspätung (so dass mehr als 30 Stunden zwischen zwei Injektionen

liegen), verabreichen Sie die vergessene Dosis so schnell wie möglich und wenden Sie sich für

weitere Anweisungen an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Orgalutran haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Orgalutran auftreten:

Orgalutran kann Hautausschläge an der Einstichstelle hervorrufen (bei 10-15% der Patientinnen

wurde über eine Rötung mit oder ohne Schwellung berichtet), die in der Regel innerhalb von 4

Stunden nach der Verabreichung verschwinden.

Häufig auftreten können Kopfschmerzen, Übelkeit und Vaginalblutungen.

Nebenwirkungen, die gelegentlich auftreten können, sind Schwindel und Bauchschmerzen.

Sehr selten, bei weniger als 1 von 10'000 Patientinnen, wurden allergische Reaktionen einschliesslich

der folgenden Symptome beobachtet, die bereits bei der ersten Dosis auftreten können (siehe «Wann

ist bei der Anwendung von Orgalutran Vorsicht geboten»?):

·Ausschlag,

·Gesicht geschwollen,

·Schwierigkeiten beim Atmen (Dyspnoe),

·Schwellungen des Gesichts, der Lippen, der Zunge und/oder des Rachens, welche Atem- oder

Schluckbeschwerden verursachen können (Angioödem und/oder anaphylaktische Reaktionen),

·Nesselsucht (Urtikaria).

Im Rahmen der kontrollierten Überstimulierung der Eierstöcke sind weitere unerwünschte

Wirkungen beobachtet worden, die jedoch wahrscheinlich in keinem Zusammenhang mit Orgalutran

stehen (z.B. Unterleibsschmerzen, Blähungen, ovarielles Überstimulierungssyndrom (OHSS),

ektopische Schwangerschaft (Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft) und Fehlgeburt (vgl.

Patienteninformation Ihres FSH-haltigen Produkts)).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

irgendwelche besonderen Beschwerden haben, von denen Sie einen Zusammenhang mit der

Anwendung von Orgalutran vermuten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Vor Licht geschützt und bei 2-30 °C in der Originalverpackung aufbewahren. Nicht einfrieren.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Prüfen Sie die Injektionsspritze vor dem Gebrauch. Benützen Sie nur Injektionsspritzen aus

unbeschädigten Packungen mit klarer, partikelfreier Lösung.

Geben Sie angebrauchte oder nicht mehr benötigte Arzneimittel Ihrer Apotheke zur Entsorgung

zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, die über

die ausführliche Fachinformation verfügen.

Was ist in Orgalutran enthalten?

Jede Fertigspritze zu 0,5 ml enthält als Wirkstoff 0,25 mg Ganirelix sowie die Hilfsstoffe Essigsäure,

Mannitol und Wasser zu Injektionszwecken.

Orgalutran ist eine klare, farblose wässrige Lösung zur Injektion. Die Lösung ist steril,

gebrauchsfertig und zur subkutanen Verabreichung vorgesehen. Die Nadelschutzkappe enthält

Naturkautschuk/Latex, welcher mit dem Produkt in Kontakt kommt.

Zulassungsnummer

55364 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Orgalutran? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Orgalutran ist in Packungen zu 5 Fertigspritzen erhältlich. [A]

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG, Luzern.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

S-CCPPI-MK8761-INJ-122018/ MK8761-CHE-2019-020255

Fachinformation

Orgalutran®

MSD Merck Sharp & Dohme AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Ganirelixum 0,25 mg.

Hilfsstoffe: Acidum aceticum, Mannitolum, Aqua ad inj. q.s. ad 0,5 ml.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionslösung: Fertigspritzen zu 0,5 mg/ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Unterdrückung vorzeitiger LH-Peaks bei Frauen im Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin.

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit Orgalutran sollte nur von einem in der Reproduktionsmedizin erfahrenen Arzt

verordnet werden. Vor Beginn der Behandlung muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

Orgalutran wird zur Unterdrückung vorzeitiger LH-Anstiege bei Patientinnen eingesetzt, die sich

einer assistierten Reproduktionstechnik (ART), wie z.B. COH (kontrollierte ovarielle

Hyperstimulation) unterziehen. Mit der COH mit FSH kann am 2. oder 3. Zyklustag begonnen

werden. Orgalutran (0,25 mg) sollte 1-mal täglich subkutan injiziert werden, beginnend am 5. oder 6.

Tag der FSH-Gabe, abhängig von der ovariellen Reaktion, d.h. der Anzahl und Grösse der reifenden

Follikel und/oder der Höhe der Estradiol-Konzentration. Das Präparat sollte nicht mit FSH gemischt,

aber ungefähr zur gleichen Zeit verabreicht werden, wobei unterschiedliche Injektionsstellen gewählt

werden sollten. Die Einstellung der FSH-Dosis sollte anhand der Anzahl und Grösse der reifenden

Follikel und nicht anhand der Estradiol-Konzentration im Blut vorgenommen werden (s. Kapitel

«Eigenschaften/Wirkungen»). Die tägliche Orgalutran-Applikation ist weiterzuführen, bis genügend

Follikel geeigneter Grösse vorhanden sind. Die Endreifung der Follikel kann durch die

Verabreichung von hCG herbeigeführt werden. Aufgrund der Halbwertszeit von Ganirelix sollte die

Zeitspanne sowohl zwischen zwei Orgalutran-Injektionen als auch zwischen der letzten Orgalutran-

Injektion und der hCG-Injektion 30 Stunden nicht übersteigen, da es sonst zu einem vorzeitigen LH-

Anstieg kommen kann. Deshalb sollte bei morgendlicher Injektion von Orgalutran die Orgalutran-

Behandlung während der gesamten Gonadotropin-Behandlungsperiode, einschliesslich dem Tag der

Ovulationsauslösung, fortgeführt werden. Bei der Injektion von Orgalutran am Nachmittag sollte die

letzte Orgalutran-Injektion am Nachmittag vor dem Tag der Ovulationsauslösung gegeben werden.

Anwendung

Orgalutran ist zur s.c. Injektion (vorzugsweise in den Oberschenkel) bestimmt. Zur Vermeidung

einer Lipoatrophie sollte die Injektionsstelle regelmässig gewechselt werden. Die Orgalutran-

Injektionen können von der Patientin selbst oder von ihrem Partner vorgenommen werden, sofern

diese richtig unterwiesen worden sind und sich nötigenfalls an einen Spezialisten wenden können.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Kinder und Jugendliche

Orgalutran besitzt in diesen Altersklassen keine Indikation.

Ältere Patientinnen

Orgalutran ist bei Frauen über 65 Jahren nicht indiziert.

Leber- und Niereninsuffizienz

Erfahrungen mit der Anwendung von Orgalutran bei Patientinnen mit eingeschränkter Leber- oder

Nierenfunktion liegen nicht vor, da sie aus den klinischen Studien ausgeschlossen wurden. Bei

mässiger bis schwerer Einschränkung der Leber- und Nierenfunktion ist die Anwendung von

Orgalutran daher kontraindiziert.

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe von Orgalutran.

·Überempfindlichkeit gegenüber GnRH (Gonadotropin-releasing hormone) oder einem anderen

GnRH-Analogon.

·Schwangerschaft und Stillzeit.

·Mittelschwere oder schwere Einschränkung der Nieren- oder Leberfunktion.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Frauen, die zum Zeitpunkt der Therapie, akute Symptome einer allergischen Erkrankung aufweisen,

sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Im Rahmen von Beobachtungen nach

Markteinführung wurde, auch bereits bei Anwendung der ersten Dosis, über Fälle von

Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Von der Verabreichung von Orgalutran an Patientinnen

mit schwerwiegenden allergischen Reaktionen ist abzuraten. Die Patientinnen sollten aufgefordert

werden, beim Auftreten einer generalisierten oder ausgedehnten lokalen allergischen Reaktion vor

der Vornahme einer weiteren Injektion ihren behandelnden Arzt zu informieren.

Die Schutzkappe der Injektionsnadel enthält Naturkautschuklatex, der ebenfalls allergische

Reaktionen auslösen kann (siehe «Sonstige Hinweise»).

Während oder nach der Ovarienstimulation kann ein ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS)

auftreten. Ein OHSS muss als intrinsisches Risiko der Gonadotropin-Stimulation betrachtet werden.

Ein OHSS sollte symptomatisch, beispielsweise mit Bettruhe, intravenöser Gabe von Elektrolyt- oder

Plasmaersatzlösungen und Heparin behandelt werden.

Bei unfruchtbaren Frauen liegen nicht selten Eileiterabnormalitäten vor. Aus diesem Grund kann bei

Frauen, welche sich einer künstlichen Befruchtung (insbesondere einer IVF) unterziehen, das Risiko

für eine ektopische Schwangerschaft erhöht sein. Daher sollte so früh wie möglich das Vorliegen

einer intrauterinen Schwangerschaft sonographisch bestätigt werden.

Die Häufigkeit von Missbildungen nach der assistierten Reproduktionstechnik kann etwas höher sein

als bei der natürlichen Empfängnis. Dies kann im Zusammenhang mit verschiedenen Risikofaktoren

bei den Eltern (z.B. Alter der Mutter, Spermienqualität) und Mehrlingsschwangerschaften nach ART

stehen. Es gibt keine Hinweise, dass die Anwendung von ART an sich mit einem erhöhten Risiko an

Missbildungen in Verbindung steht. In klinischen Studien, in welchen mehr als 1000 Neugeborene

untersucht wurden, war die Inzidenz von Missbildungen bei Kindern, die nach einer COH-

Behandlung mit Orgalutran geboren wurden, vergleichbar jener nach einer COH-Behandlung mit

einem GnRH-Agonisten.

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Orgalutran wurde nicht bei Frauen mit einem

Körpergewicht von weniger als 50 kg oder mehr als 90 kg untersucht (s. Kapitel

«Eigenschaften/Wirkungen und Pharmakokinetik»).

Betreffend den zu beachtenden Vorsichtsmassnahmen bei der Anwendung von assistierten

Reproduktionstechniken und/oder einer Gonadotropintherapie wird auf die Fachinformationen der

entsprechenden, gleichzeitig angewendeten, FSH/hCG-Präparate verwiesen.

Interaktionen

Zu Interaktionen von Orgalutran mit anderen Medikamenten liegen keine klinischen Studien vor.

Die Möglichkeit von Wechselwirkungen mit allgemein verwendeten Arzneimitteln einschliesslich

Histamin freisetzenden Produkten kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Orgalutran darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden. Mögliche

unerwünschte Wirkungen von Ganirelix auf Schwangerschaft und Stillzeit wurden beim Menschen

nicht untersucht. Es ist nicht bekannt, ob und ggf. in welchem Ausmass Ganirelix in die Muttermilch

übertritt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wurde nicht

untersucht. Es sollte jedoch beachtet werden, dass unter Anwendung von Ganirelix über Schwindel

als unerwünschte Wirkung berichtet wurde.

Unerwünschte Wirkungen

Folgende unerwünschte Wirkungen wurden beobachtet:

Sie werden nachfolgend nach ihrer Häufigkeit geordnet angegeben: sehr häufig (≥1/10); häufig

(≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥ 1/1000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1000); sehr selten

(<1/10'000). Ein Kausalzusammenhang ist nicht in allen Fällen erwiesen.

Immunsystem:

Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (wie Hautausschlag, Schwellung des Gesichtes,

Dyspnoe). Diese wurden auch bereits bei Anwendung der ersten Dosis berichtet (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Nervensystem:

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Schwindel.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Übelkeit.

Gelegentlich: Abdominalschmerzen.

Reproduktionssystem und Brust:

Häufig: Vaginalblutungen.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle:

Sehr häufig: Hautreaktionen an der Injektionsstelle (10-15%), wie mässige bis schwere Rötung mit

oder ohne Schwellung.

Gelegentlich: Unwohlsein.

Hautreaktionen verschwinden in der Regel innerhalb von 4 Stunden.

Andere Nebenwirkungen stehen in Verbindung mit der kontrollierten ovariellen Hyperstimulation im

Rahmen der ART, insbesondere Unterbauchschmerzen, Blähungen, OHSS (vgl. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»), ektopische Schwangerschaft und Spontanabort.

Überdosierung

Zur akuten Toxizität von Orgalutran beim Menschen liegen keine Angaben vor. Klinische Studien

mit s.c.-Applikation von Orgalutran-Einzeldosen von bis zu 12 mg haben keine systemische

Nebenwirkungen ergeben. Bei Ratten bzw. Affen wurden klinische Zeichen einer systemischen

Toxizität (z.B. Hypotonie und Bradykardie) nach i.v.-Gabe von über 1,0 bzw. 3,0 mg Ganirelix/kg

beobachtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: H01CC01

Wirkungsmechanismus

Orgalutran ist ein GnRH-Antagonist (Gonadotropin Releasing Hormone Antagonist) und enthält das

synthetische Decapeptid Ganirelix, welches eine starke antagonistische Wirkung auf das natürlich

vorkommende GnRH hat und über eine kompetitive Besetzung der GnRH-Rezeptoren der

Hypophyse die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse moduliert. Dies äussert sich in einer

raschen, vollständigen und reversiblen Unterdrückung der natürlichen endogenen Gonadotropine

(LH [Luteinisierendes Hormon] und FSH [Follikelstimulierendes Hormon]) ohne vorhergehende

Stimulierung, wie diese von GnRH-Agonisten ausgelöst wird. Die LH-Ausschüttung wird stärker

gehemmt als die FSH-Sekretion. Ein vorzeitiger LH-Peak kann auch dann noch vermieden werden,

wenn der Anstieg der LH-Werte bereits vor der ersten Verabreichung von Orgalutran begonnen hat.

Klinische Wirksamkeit

Bei Patientinnen, die sich einer ovariellen Stimulation unterzogen, wurden 0,25 mg Orgalutran pro

Tag verabreicht. Die mittlere Behandlungsdauer betrug 5 Tage. Die durchschnittliche Häufigkeit der

LH-Anstiege (>10 IU/l) begleitet von einem Progesteron-Anstieg (>1 ng/ml) betrug 1,2% verglichen

zu 0,8% während der Behandlung mit einem GnRH Agonisten. Tendenziell trat ein stärkerer Anstieg

von LH und Progesteron bei Frauen mit erhöhtem Körpergewicht (>80 kg) auf, hatte aber keine

Auswirkungen auf das Therapieergebnis. Aufgrund der geringen Anzahl Patientinnen, die bisher

behandelt wurden, kann ein Effekt jedoch nicht ausgeschlossen werden. Frühere LH-Anstiege, vor

Beginn mit Orgalutran am Tag 6 der Stimulation, traten hauptsächlich bei Frauen auf, die gut auf die

Therapie ansprachen, beeinträchtigten jedoch das klinische Resultat nicht. Die LH-Produktion wurde

nach der ersten Orgalutran-Verabreichung bei diesen Patientinnen schnell unterdrückt.

In kontrollierten Orgalutran-Studien, unter Verwendung von GnRH Agonisten (Buserelin,

Triptorelin, Leuprorelin) als Referenz, wurden insgesamt 1335 Patientinnen behandelt (Orgalutran

n= 887, Buserelin n= 238, Triptorelin n= 111, Leuprorelin n= 99).

Hauptausschlusskriterien der Studien waren: endokrine Abnormalitäten; abnormale Zervixabstriche;

bestehende Typ I-Allergie Hypersensibilität; Epilepsie; Diabetes; kardiovaskuläre, gastrointestinale,

renale oder pulmonale Erkrankungen, die meisten davon waren übliche Ausschlusskriterien bei der

assistierten Reproduktionstechnik.

Die Orgalutran-Behandlung resultierte in einem schnelleren Follikelwachstum während der ersten

Tage der Stimulation, aber am Ende war die Anzahl der wachsenden Follikel etwas kleiner, und die

Follikel produzierten im Durchschnitt weniger Estradiol. Wegen dieses unterschiedlichen

follikulären Wachstums-Schemas sollen die FSH Dosisanpassungen auf Anzahl und Grösse der

wachsenden Follikel anstelle der Menge von zirkulierendem Estradiol basieren. Insgesamt betrug die

Schwangerschaftsrate in den klinischen Studien 25,4% in der Ganirelixgruppe und 30,1% in der

GnRH-Agonist-Gruppe.

Besonderheiten bei der Behandlung mit GnRH-Antagonisten:

·Unmittelbare Unterdrückung der Gonadotropin-Sekretion über eine Blockade der GnRH-

Rezeptoren.

·Die Behandlung mit Orgalutran wird auf jene Tage beschränkt, an denen ein vorzeitiger LH-Anstieg

eintreten könnte. Dadurch beträgt die gesamte Behandlungsdauer nur einige Tage.

·Da die Ausschüttung von endogenem FSH weniger stark unterdrückt wird, muss weniger FSH

zugeführt werden.

·Nach Beendigung der Therapie mit Orgalutran kommt es zu einer raschen Normalisierung der

endogenen Gonadotropin-Ausschüttung der Hypophyse.

·Aufgrund der kompetitiven Wirkungsweise von Orgalutran kann zur Ovulationsauslösung anstelle

von hCG ein GnRH-Agonist verabreicht werden, was insbesondere für Patientinnen mit einem

OHSS-Risiko von Bedeutung ist.

·Die Estradiol-Werte liegen, im Vergleich zu den bei der Behandlung mit Agonisten gemessenen

relativ hohen Spiegeln, in der Regel tiefer (bleiben jedoch über den Werten des natürlichen Zyklus).

Pharmakokinetik

Absorption

Nach s.c. Verabreichung einer Einzeldosis von 0,25 mg Ganirelix steigen die Serumspiegel rasch an

und erreichen innerhalb 1-2 Stunden Höchstwerte von ungefähr 15 ng/ml. Die Bioverfügbarkeit von

Orgalutran nach s.c.-Gabe beträgt ca. 91%.

Die pharmakokinetischen Parameter nach mehreren s.c. Orgalutran-Dosen (1 Injektion/Tag) sind mit

jenen nach Verabreichung einer Einzeldosis vergleichbar. Nach wiederholter Verabreichung von

0,25 mg täglich werden innerhalb 2-3 Tagen Steady-State-Werte von rund 0,6 ng/ml erreicht.

Die pharmakokinetischen Daten weisen auf eine inverse Korrelation zwischen dem Körpergewicht

und der Serumkonzentration von Ganirelix hin.

Distribution

Das Distributionsvolumen bei gesunden Frauen nach intravenöser Applikation einer Einzeldosis von

0,25 mg Ganirelix beträgt ca. 44 l.

In vitro wurde eine Proteinbindung von 81,9% festgestellt.

Metabolismus

Ganirelix wird vorwiegend in der Leber metabolisiert. Die wichtigste im Plasma zirkulierende sowie

im Harn erscheinende Komponente ist Ganirelix, während in den Faezes nur Metaboliten

nachweisbar sind.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit (t½) einer s.c. Einzeldosis von 0,25 mg Ganirelix beträgt rund 13

Stunden, die Clearance liegt bei ca. 2,4 l/h. Die Ausscheidung erfolgt zu annähernd 75% über die

Faezes und zu rund 22% über den Harn.

Präklinische Daten

In einer konventionellen Batterie von in vitro und in vivo – Tests war Ganirelix nicht mutagen.

Reproduktionsstudien mit Tagesdosen von 0,1-10 µg/kg Ganirelix bei der Ratte bzw. 0,1-50 µg/kg

beim Kaninchen ergaben in den höchsten Dosisgruppen eine erhöhte fetale Resorption. Bei den

Feten von Ratten und Kaninchen, die während der Gestation und in der Laktationsperiode Ganirelix

erhielten, wurden keine teratogenen Effekte festgestellt. Bei den Nachkommen von weiblichen

Ratten, die während des Tragens und Säugens mit Ganirelix behandelt worden waren, wurden keine

behandlungsabhängigen Änderungen bezüglich der Fruchtbarkeit, der körperlichen Merkmale oder

des Verhaltens beobachtet.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Aufgrund des Fehlens von Inkompatibilitätsstudien soll dieses Präparat nicht mit anderen

medizinischen Produkten gemischt werden.

Haltbarkeit

Orgalutran kann bis zu dem auf der Packung angegebenen Verfalldatum «Exp.» verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Vor Licht geschützt und bei 2-30 °C in der Originalverpackung aufbewahren.

Nicht einfrieren.

Art und Inhalt der Packung

Einweg-Fertigspritze (silikonisiertes Glas Typ 1), die 0.5 ml der sterilisierten, gebrauchsfertigen

wässrigen Lösung enthält. Die wässrige Lösung ist mit einem Kolben verschlossen, der keinen Latex

enthält. An jeder Fertigspritze ist eine Nadel angebracht, die durch einen Nadelschutz aus

Naturkautschuklatex verschlossen ist (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Hinweise für die Handhabung

Die Injektionsspritze ist vor dem Gebrauch zu überprüfen. Es dürfen nur Injektionsspritzen aus

unbeschädigten Packungen mit klarer, partikelfreier Lösung benützt werden.

Produktereste und Abfallmaterial sind unter Beachtung der lokalen Vorschriften zu entsorgen.

Zulassungsnummer

55364 (Swissmedic).

Packungen

Packungen zu 5 Fertigspritzen (A)

Zulassungsinhaberin

MSD Merck Sharp & Dohme AG, Luzern.

Stand der Information

Mai 2013.

CCDS-MK-8761-INJ-052012/MK8761-CHE-2013-007180

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