DeferasiPUREN 90 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

15-11-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

15-11-2021

Wirkstoff:
Deferasirox
Verfügbar ab:
PUREN Pharma GmbH & Co. KG (8034441)
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Deferasirox (32636) 90 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
7000930.00.00
Berechtigungsdatum:
2021-09-17

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

DeferasiPUREN 90 mg Filmtabletten

DeferasiPUREN 180 mg Filmtabletten

DeferasiPUREN 360 mg Filmtabletten

Deferasirox

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen oder Ihrem Kind persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist DeferasiPUREN und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von DeferasiPUREN beachten?

Wie ist DeferasiPUREN einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist DeferasiPUREN aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist DeferasiPUREN und wofür wird es angewendet?

DeferasiPUREN enthält als Wirkstoff Deferasirox. Es handelt sich um einen Eisenkomplex-Bildner

(Chelator), der als Arzneimittel verwendet wird, um überschüssiges Eisen (auch Eisenüberladung

genannt) aus dem Körper zu entfernen. Es bindet und entfernt überschüssiges Eisen, das dann

hauptsächlich über den Stuhl ausgeschieden wird.

Wofür wird DeferasiPUREN angewendet?

Patienten, die an verschiedenen Formen von Blutarmut (Anämie, wie z. B. Thalassämie,

Sichelzellanämie oder myelodysplastischem Syndrom (MDS)) leiden, benötigen wiederholte

Bluttransfusionen. Wiederholte Bluttransfusionen können jedoch eine Eisenüberladung verursachen, da

Blut Eisen enthält und Ihr Körper keine natürliche Möglichkeit hat, überschüssiges Eisen, das Sie mit

Ihren Bluttransfusionen bekommen, zu entfernen. Auch bei Patienten mit nicht-transfusionsabhängigen

Thalassämie-Syndromen kann mit der Zeit eine Eisenüberladung entstehen. Diese entsteht hauptsächlich

durch eine erhöhte Eisenaufnahme aus der Nahrung auf Grund niedriger Blutzellwerte. Mit der Zeit kann

eine Eisenüberladung wichtige Organe wie die Leber oder das Herz schädigen.

Eisenkomplex-Bildner

(Chelatoren)

genannte Arzneimittel werden daher eingesetzt, um bei Patienten mit einer solchen

Eisenüberladung das überschüssige Eisen zu entfernen und eisenbedingte Organschäden zu vermeiden.

DeferasiPUREN wird angewendet zur Behandlung der chronischen Eisenüberladung auf Grund

häufiger Bluttransfusionen bei Patienten mit Beta-Thalassämie major im Alter von 6 Jahren und älter.

DeferasiPUREN wird auch zur Behandlung der chronischen Eisenüberladung angewendet, wenn eine

Deferoxamin-Therapie bei Patienten mit Beta-Thalassämie major mit Eisenüberladung auf Grund

seltener Bluttransfusionen, bei Patienten mit anderen Anämien und bei Kindern im Alter zwischen 2 und

5 Jahren nicht angezeigt oder unangemessen ist.

DeferasiPUREN wird auch zur Behandlung von Patienten im Alter von 10 Jahren und älter eingesetzt,

die eine Eisenüberladung zusammen mit Thalassämie-Syndromen aufweisen, die aber nicht

transfusionsabhängig sind, und wenn die Deferoxamin-Therapie kontraindiziert oder unzureichend ist.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von DeferasiPUREN beachten?

DeferasiPUREN darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Deferasirox oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn dies auf Sie zutrifft,

informieren Sie Ihren Arzt,

bevor Sie DeferasiPUREN einnehmen

. Wenn Sie glauben, dass Sie eine Allergie haben, fragen

Sie Ihren Arzt um Rat.

wenn Sie eine moderate oder schwere Nierenerkrankung haben.

wenn Sie gegenwärtig irgendein anderes Eisenchelator-haltiges Arzneimittel einnehmen.

DeferasiPUREN wird nicht empfohlen,

wenn Sie sich im fortgeschrittenen Stadium des myelodysplastischen Syndroms (MDS;

verringerte Produktion von Blutzellen im Knochenmark) befinden oder an einer

fortgeschrittenen Krebserkrankung leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie DeferasiPUREN einnehmen:

wenn Sie Probleme mit den Nieren oder der Leber haben.

wenn Sie auf Grund von Eisenüberladung Probleme mit dem Herzen haben.

wenn Sie eine deutlich verminderte Menge an Urin beim Wasserlassen bemerken (Anzeichen

eines Nierenproblems).

wenn Sie einen schweren Hautausschlag entwickeln oder Schwierigkeiten beim Atmen und

Schwindelanfälle oder ein Anschwellen, insbesondere von Gesicht und Rachen (Anzeichen einer

schweren allergischen Reaktion, siehe auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind

möglich?“) haben oder bemerken.

wenn Sie bei sich eine Kombination irgendwelcher der folgenden Symptome bemerken:

Hautausschlag, rote Haut, Bläschen an Lippen, Augen oder Mund, Hautabschälung, hohes

Fieber, grippeähnliche Symptome, vergrößerte Lymphknoten (Anzeichen einer schweren

Hautreaktion, siehe auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

wenn Sie bei sich eine Kombination von Benommenheit, Schmerzen im rechten Oberbauch,

Gelbfärbung oder Zunahme einer bestehenden Gelbfärbung Ihrer Haut oder Augen und dunklen

Harn bemerken (Anzeichen für Leberprobleme).

wenn Sie Schwierigkeiten haben, zu denken, sich Informationen zu merken oder Probleme zu

lösen, weniger aufmerksam oder sich der Dinge weniger bewusst sind oder sich sehr schläfrig mit

wenig Energie fühlen (Anzeichen von hohen Ammoniakwerten in Ihrem Blut, die mit Leber- oder

Nierenproblemen verbunden sein können, siehe auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind

möglich?“).

wenn Sie Blut erbrechen und/oder schwarz gefärbten Stuhl haben.

wenn Sie häufig Schmerzen im Bauchraum haben, insbesondere nach dem Essen oder nach der

Einnahme von DeferasiPUREN.

wenn Sie häufig Sodbrennen haben.

wenn Sie bei Ihrem Bluttest niedrige Werte für Blutplättchen (Thrombozyten) oder weiße

Blutzellen (Leukozyten) haben.

wenn Sie verschwommen sehen.

wenn Sie Durchfall oder Erbrechen haben.

Wenn irgendetwas davon auf Sie zutrifft, informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Wie wird Ihre DeferasiPUREN -Behandlung überwacht?

Während der Behandlung werden regelmäßig Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt. Dabei wird die

Eisenbelastung Ihres Körpers gemessen (Bestimmung des Blutspiegels von

Ferritin

), um zu beurteilen, wie

gut DeferasiPUREN wirkt. Mit den Untersuchungen werden auch Ihre Nierenfunktion (Kreatininwert im

Blut, Auftreten von Eiweiß im Urin) und Leberfunktion (Transaminasenwerte im Blut) überprüft. Ihr

Arzt/Ihre Ärztin kann es für nötig erachten, dass bei Ihnen eine Nierenbiopsie durchgeführt wird, falls er

oder sie einen beträchtlichen Nierenschaden vermutet. Vielleicht werden auch MRT-Messungen

(Magnetresonanztomographie) zur Bestimmung Ihrer Lebereisenwerte durchgeführt. Ihr Arzt wird anhand

dieser Untersuchungen entscheiden, welche Dosis von DeferasiPUREN am besten für Sie geeignet ist und

auch, ob Ihre Behandlung mit DeferasiPUREN beendet werden sollte.

Ihr Seh- und Hörvermögen wird aus Vorsichtsgründen einmal jährlich während der Behandlung

überprüft.

Einnahme von DeferasiPUREN zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Dies trifft

insbesondere zu auf:

andere Eisenkomplex-Bildner, die nicht mit DeferasiPUREN zusammen eingenommen werden dürfen,

Aluminium-haltige Antazida (Arzneimittel gegen Sodbrennen), die nicht zur gleichen Tageszeit wie

DeferasiPUREN eingenommen werden sollten,

Ciclosporin (wird angewendet, um der körpereigenen Abwehr gegen ein transplantiertes Organ

vorzubeugen oder bei anderen Erkrankungen, wie z. B. rheumatischer Arthritis oder atopischer

Dermatitis),

Simvastatin (wird angewendet, um den Cholesterinspiegel zu senken),

bestimmte Schmerzmittel oder entzündungshemmende Arzneimittel (z. B. Aspirin, Ibuprofen,

Kortikosteroide),

Bisphosphonate zum Einnehmen (werden angewendet zur Behandlung der Osteoporose),

Arzneimittel zur Herabsetzung der Blutgerinnung (werden angewendet, um die Entstehung von

Blutgerinnsel zu verhindern oder bestehende Blutgerinnsel aufzulösen),

hormonelle Kontrazeptiva (Arzneimittel zur Geburtenkontrolle),

Bepridil, Ergotamin (werden bei Herzproblemen und Migräne angewendet),

Repaglinid (wird angewendet zur Behandlung der Zuckerkrankheit),

Rifampicin (wird angewendet zur Behandlung der Tuberkulose),

Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin (werden angewendet zur Behandlung der Epilepsie),

Ritonavir (wird angewendet zur Behandlung einer HIV-Infektion),

Paclitaxel (wird in der Krebsbehandlung angewendet),

Theophyllin (wird angewendet zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma),

Clozapin (wird angewendet zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen wie z. B.

Schizophrenie),

Tizanidin (wird als Muskelrelaxans angewendet),

Colestyramin (wird angewendet um den Cholesterinspiegel im Blut zu senken),

Busulfan (wird zur Behandlung vor einer Transplantation angewendet, um das ursprüngliche

Knochenmark zu zerstören).

Für die Überwachung der Blutspiegel einiger dieser Arzneimittel können zusätzliche Untersuchungen

notwendig sein.

Ältere Patienten (ab 65 Jahren)

DeferasiPUREN kann bei älteren Patienten ab 65 Jahren in derselben Dosierung wie bei anderen

Erwachsenen eingenommen werden. Bei älteren Patienten können häufiger Nebenwirkungen

(insbesondere Durchfall) auftreten als bei jüngeren Patienten. Sie sollten von ihrem Arzt engmaschig auf

Nebenwirkungen, die eventuell eine Dosisanpassung erforderlich machen, kontrolliert werden.

Kinder und Jugendliche

DeferasiPUREN kann bei Kindern und Jugendlichen ab 2 Jahren, die regelmäßige Bluttransfusionen

bekommen, und bei Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren, die keine regelmäßigen Bluttransfusionen

erhalten, angewendet werden. Im Laufe des Wachstums des Patienten wird der Arzt die Dosis anpassen.

Die Anwendung von DeferasiPUREN bei Kindern unter 2 Jahren wird nicht empfohlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

DeferasiPUREN soll in der Schwangerschaft nicht verwendet werden, es sei denn, dies ist

eindeutig erforderlich.

Wenn Sie zurzeit ein Verhütungsmittel zum Einnehmen oder ein Verhütungspflaster anwenden, um eine

Schwangerschaft zu verhindern, sollten Sie eine zusätzliche oder andere Art der Verhütung (z. B.

Kondom) verwenden, da DeferasiPUREN die Wirksamkeit von Verhütungsmitteln zum Einnehmen oder

Verhütungspflastern vermindern kann.

Stillen wird während einer Behandlung mit DeferasiPUREN nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie sich nach der Einnahme von DeferasiPUREN schwindlig fühlen, fahren Sie kein Fahrzeug

und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie sich wieder wohl fühlen.

3.

Wie ist DeferasiPUREN einzunehmen?

Die Behandlung mit DeferasiPUREN wird von einem Arzt überwacht, der Erfahrung mit der Behandlung

der Eisenüberladung hat, die durch Bluttransfusionen verursacht wird.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wie viel von DeferasiPUREN sollten Sie einnehmen?

Die Dosis von DeferasiPUREN richtet sich bei allen Patienten nach dem Körpergewicht. Ihr Arzt wird

die von Ihnen benötigte Dosis berechnen und Ihnen sagen, wie viele Tabletten Sie täglich einnehmen

müssen.

Die übliche Dosis an DeferasiPUREN Filmtabletten zu Beginn der Behandlung beträgt für Patienten,

die regelmäßig Bluttransfusionen erhalten, einmal täglich 14 mg/kg Körpergewicht. Eine höhere

oder niedrigere Anfangsdosis kann von Ihrem Arzt entsprechend Ihren Bedürfnissen empfohlen

werden.

Die übliche Dosis an DeferasiPUREN Filmtabletten zu Beginn der Behandlung beträgt für

Patienten, die nicht regelmäßig Bluttransfusionen erhalten, 7 mg/kg Körpergewicht täglich.

Je nachdem, wie Sie auf die Behandlung ansprechen, kann Ihr Arzt die Dosierung später

erhöhen oder senken.

Die maximale empfohlene Tagesdosis an DeferasiPUREN Filmtabletten beträgt:

für Patienten, die regelmäßig Bluttransfusionen erhalten, 28 mg/kg Körpergewicht

für erwachsene Patienten, die nicht regelmäßig Bluttransfusionen erhalten, 14 mg/kg

Körpergewicht

für Kinder und Jugendliche, die nicht regelmäßig Bluttransfusionen erhalten, 7 mg/kg

Körpergewicht.

DeferasiPUREN ist nicht in Form von Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

erhältlich. Für Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen sollten andere Arzneimittel

verwendet werden, die Deferasirox enthalten. Wenn Sie von den Tabletten zur Herstellung einer

Suspension zum Einnehmen zu diesen Filmtabletten wechseln, muss Ihre Dosis angepasst werden.

Wann sollten Sie DeferasiPUREN einnehmen?

Nehmen Sie DeferasiPUREN einmal täglich, jeden Tag ungefähr zur gleichen Tageszeit mit

etwas Wasser ein.

Nehmen Sie DeferasiPUREN Filmtabletten entweder auf nüchternen Magen oder mit einer

leichten Mahlzeit ein.

Die Einnahme von DeferasiPUREN jeweils zur gleichen Tageszeit hilft Ihnen zusätzlich, daran

zu denken, Ihre Tabletten einzunehmen.

Für Patienten, die Tabletten nicht im Ganzen schlucken können, können DeferasiPUREN Filmtabletten

zerkleinert und die gesamte Dosis auf weiche Speisen, wie Joghurt oder Apfelmus (pürierte Äpfel)

gestreut, eingenommen werden. Die Dosis sollte sofort und komplett eingenommen werden. Sie dürfen

sie nicht für eine spätere Verwendung aufbewahren.

Wie lange sollten Sie DeferasiPUREN einnehmen?

Nehmen Sie DeferasiPUREN täglich ein, solange es Ihnen Ihr Arzt sagt.

Es handelt sich um eine

Langzeitbehandlung, die möglicherweise Monate oder Jahre dauert. Ihr Arzt wird Ihren

Gesundheitszustand regelmäßig überprüfen, um zu sehen, ob DeferasiPUREN wie erwartet wirkt (siehe

auch Abschnitt 2 „Wie wird Ihre DeferasiPUREN -Behandlung überwacht?“).

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen haben, wie lange Sie DeferasiPUREN einnehmen müssen.

Wenn Sie eine größere Menge von DeferasiPUREN eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel DeferasiPUREN eingenommen haben, oder wenn jemand anderes irrtümlicherweise Ihre

Tabletten eingenommen hat, suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder ein Krankenhaus auf und zeigen Sie

dem Arzt die Tablettenpackung. Es ist möglicherweise eine sofortige medizinische Behandlung

erforderlich. Es können Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sowie

Nieren- oder Leberprobleme auftreten, die schwerwiegend sein können.

Wenn Sie die Einnahme von DeferasiPUREN vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie am selben Tag ein, sobald Sie sich daran erinnern.

Nehmen Sie dann die nächste(n) Tablette(n) wie vorgesehen ein. Nehmen Sie am nächsten Tag nicht die

doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von DeferasiPUREN abbrechen

Setzen Sie DeferasiPUREN nicht ab, ohne dass Ihr Arzt dies vorschreibt. Wenn Sie DeferasiPUREN

absetzen, wird das überschüssige Eisen nicht mehr aus Ihrem Körper entfernt (siehe auch obigen

Abschnitt „Wie lange sollten Sie DeferasiPUREN einnehmen?“).

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen. Die meisten Nebenwirkungen sind schwach oder mäßig stark und verschwinden nach

einigen Tagen oder Wochen der Behandlung.

Bestimmte Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und benötigen sofortige medizinische

Beachtung.

Die folgenden Nebenwirkungen treten gelegentlich (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

oder selten (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) auf.

Wenn bei Ihnen ein schwerer Hautausschlag oder Schwierigkeiten beim Atmen und

Schwindelanfälle oder Anschwellen, insbesondere des Gesichts und des Rachens (Anzeichen

einer schweren allergischen Reaktion) auftreten,

wenn Sie bei sich eine Kombination irgendwelcher der folgenden Symptome bemerken:

Hautausschlag, rote Haut, Bläschenbildung an Lippen, Augen oder Mund, Hautabschälung,

hohes Fieber, grippeähnliche Symptome, vergrößerte Lymphknoten (Anzeichen schwerer

Hautreaktionen),

wenn Sie eine deutlich verminderte Menge Urin beim Wasserlassen bemerken (Anzeichen eines

Nierenproblems),

wenn Sie bei sich eine Kombination von Benommenheit, Schmerzen im rechten Oberbauch,

Gelbfärbung oder Zunahme einer bestehenden Gelbfärbung Ihrer Haut oder Augen und dunklen

Harn bemerken (Anzeichen für Leberprobleme),

wenn Sie Schwierigkeiten haben, zu denken, sich Informationen zu merken oder Probleme zu

lösen, weniger aufmerksam oder sich der Dinge weniger bewusst sind oder sich sehr schläfrig mit

wenig Energie fühlen (Anzeichen von hohen Ammoniakwerten in Ihrem Blut, die mit Leber- oder

Nierenproblemen verbunden sein können),

wenn Sie Blut erbrechen und/oder schwarzen Stuhl haben,

wenn Sie häufig Schmerzen im Bauchraum haben, insbesondere nach dem Essen oder nach der

Einnahme von DeferasiPUREN,

wenn Sie häufig Sodbrennen haben,

wenn Sie einen teilweisen Verlust des Sehvermögens bemerken,

wenn Sie starke Schmerzen im oberen Magenbereich haben (Pankreatitis),

setzen Sie dieses Medikament ab und informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Bestimmte Nebenwirkungen können schwerwiegend sein.

Die folgenden Nebenwirkungen treten gelegentlich auf.

Wenn Sie unscharf oder verschwommen sehen,

wenn Sie schlechter hören,

informieren Sie Ihren Arzt so bald wie möglich.

Andere Nebenwirkungen

Sehr häufig (können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Veränderungen von Nierenfunktionstests

Häufig (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen,

Verstopfung und Verdauungsstörungen

Hautausschlag

Kopfschmerzen

Veränderungen von Leberfunktionstests

Juckreiz

Veränderungen von Urintests (Eiweiß im Urin)

Wenn eine dieser Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, informieren Sie Ihren Arzt.

Gelegentlich (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwindel

Fieber

Halsschmerzen

Anschwellen der Arme oder Beine

Veränderungen der Hautfarbe

Ängstlichkeit

Schlafstörungen

Müdigkeit

Wenn eine dieser Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, informieren Sie Ihren Arzt.

Häufigkeit nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Abnahme der Anzahl der Zellen, die für die Blutgerinnung wichtig sind (Thrombozytopenie),

Abnahme der Anzahl an roten Blutkörperchen (verschlimmerte Anämie), Abnahme der Anzahl an

weißen Blutkörperchen (Neutropenie) oder der Anzahl aller Arten von Blutzellen (Panzytopenie)

Haarausfall

Nierensteine

erniedrigte Urinproduktion

Riss in der Magen- oder Darmwand, der schmerzhaft sein und Übelkeit verursachen kann

starke Schmerzen im oberen Magenbereich (Pankreatitis)

stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist DeferasiPUREN aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verwendbar

bis“ bzw. „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf

den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht

mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter

www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen was DeferasiPUREN enthält

Der Wirkstoff ist: Deferasirox

Jede Filmtablette DeferasiPUREN 90 mg enthält 90 mg Deferasirox.

Jede Filmtablette DeferasiPUREN 180 mg enthält 180 mg Deferasirox.

Jede Filmtablette DeferasiPUREN 360 mg enthält 360 mg Deferasirox.

Die sonstigen Bestandteile sind

Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose (PH 101), Crospovidon Typ A , Poloxamer 188, Povidon K 30,

Mikrokristalline Cellulose (PH 102), Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

[pflanzlich]

Der Filmüberzug der Tablette enthält:

Hypromellose, Titandioxid (E171), Macrogol 6000, Talkum, Indigocarmin-Aluminiumsalz (3-5%) (E132),

Indigocarmin-Aluminiumsalz (11-14%) (E132)

Wie DeferasiPUREN aussieht und Inhalt der Packung

Filmtablette

DeferasiPUREN 90 mg Filmtabletten

Hellblaue, ovale, bikonvexe Filmtablette mit abgerundeten Kanten und Prägung („DF“ auf einer Seite

und „90“ auf der anderen Seite).

DeferasiPUREN 180 mg Filmtabletten

Mittelblaue, ovale, bikonvexe Filmtablette mit abgerundeten Kanten und Prägung („DF“ auf einer

Seite und „180“ auf der anderen Seite).

DeferasiPUREN 360 mg Filmtabletten

Dunkelblaue, ovale, bikonvexe Filmtablette mit abgerundeten Kanten und Prägung („DF“ auf einer

Seite und „360“ auf der anderen Seite).

DeferasiPUREN Filmtabletten sind verfügbar in durchsichtigen PVC/PVDC/Aluminium-Blisterpackungen.

Einzelpackungen mit 30, 90 oder 300 Filmtabletten oder Bündelpackungen mit 300 (10 Packungen mit

30) Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

PUREN Pharma GmbH & Co. KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089-558909-0

Telefax: 089-558909-240

Hersteller

APL Swift Services (Malta) Limited

HF26, Hal Far Industrial Estate

BBG 3000 Hal Far, Birzebbugia

Malta

Generis Farmacêutica, S.A.

Rua João de Deus, no 19

2700-487 Venda Nova, Amadora

Portugal

Arrow Generiques SAS

26 Avenue Tony Garnier

69007 Lyon

Frankreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter

den

folgenden Bezeichnungen zugelassen

Belgien

Deferasirox AB 90 mg filmomhulde tabletten / comprimés pelliculés / Filmtabletten

Deferasirox AB 180 mg filmomhulde tabletten / comprimés pelliculés /

Filmtabletten

Deferasirox AB 360 mg filmomhulde tabletten / comprimés pelliculés /

Filmtabletten

Deutschland

DeferasiPUREN 90 mg Filmtabletten

DeferasiPUREN 180 mg Filmtabletten

DeferasiPUREN 360 mg Filmtabletten

Frankreich

DEFERASIROX ARROW 90 mg comprimé pelliculé

DEFERASIROX ARROW 180mg comprimé pelliculé

DEFERASIROX ARROW 360 mg comprimé pelliculé

Italien

Deferasirox Aurobindo

Niederlande

Deferasirox Aurobindo 90 mg filmomhulde tabletten

Deferasirox Aurobindo 180 mg filmomhulde tabletten

Deferasirox Aurobindo 360 mg filmomhulde tabletten

Portugal Deferasirox Generis

Spanien

Deferasirox Aurovitas 90 mg comprimidos recubiertos con película EFG

Deferasirox Aurovitas 360 mg comprimidos recubiertos con película EFG

Tschechische

Republik

Deferasirox Aurovitas

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2021.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

DeferasiPUREN 90 mg Filmtabletten

DeferasiPUREN 180 mg Filmtabletten

DeferasiPUREN 360 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

DeferasiPUREN 90 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 90 mg Deferasirox.

DeferasiPUREN 180 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 180 mg Deferasirox.

DeferasiPUREN 360 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 360 mg Deferasirox.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

DeferasiPUREN 90 mg Filmtabletten

Hellblaue, ovale, bikonvexe Filmtablette mit abgerundeten Kanten und Prägung (DF auf einer Seite

und 90 auf der anderen Seite). Maße der Tablette: 10,6 mm x 4,3 mm.

DeferasiPUREN 180 mg Filmtabletten

Mittelblaue, ovale, bikonvexe Filmtablette mit abgerundeten Kanten und Prägung (DF auf einer

Seite und 180 auf der anderen Seite). Maße der Tablette 13,6 mm x 5,6 mm.

DeferasiPUREN 360 mg Filmtabletten

Dunkelblaue, ovale, bikonvexe Filmtablette mit abgerundeten Kanten und Prägung (DF auf einer

Seite und 360 auf der anderen Seite). Maße der Tablette 15,6 mm x 6,6 mm.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

DeferasiPUREN ist angezeigt zur Behandlung der chronischen Eisenüberladung auf Grund häufiger

Transfusionen (≥ 7 ml/kg/Monat Erythrozytenkonzentrat) bei Patienten mit Beta-Thalassämie major

im Alter von 6 Jahren und älter.

DeferasiPUREN

auch

angezeigt

Behandlung

chronischen,

transfusionsbedingten

Eisenüberladung, wenn eine Deferoxamin-Therapie bei folgenden Patientengruppen kontraindiziert

oder unangemessen ist:

bei Kindern im Alter zwischen 2 und 5 Jahren mit Beta-Thalassämie major mit Eisenüberladung

auf Grund häufiger Transfusionen (≥ 7 ml/kg/Monat Erythrozytenkonzentrat),

bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 Jahren oder älter mit Beta-

Thalassämie major mit Eisenüberladung auf Grund seltener Transfusionen (< 7 ml/kg/Monat

Erythrozytenkonzentrat),

bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 Jahren und älter mit anderen

Anämien.

DeferasiPUREN ist auch angezeigt zur Behandlung der chronischen Eisenüberladung, wenn eine

Deferoxamin-Therapie bei Patienten mit nicht-transfusionsabhängigen Thalassämie-Syndromen im

Alter von 10 Jahren und älter, die eine Chelat-Therapie benötigen, kontraindiziert oder unangemessen

ist.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit DeferasiPUREN sollte von Ärzten eingeleitet und fortgeführt werden, die

Erfahrung mit der Behandlung der chronischen Eisenüberladung haben.

Dosierung

Transfusionsbedingte Eisenüberladung

Es wird empfohlen, dass die Behandlung nach der Transfusion von etwa 20 Einheiten

Erythrozytenkonzentrat (EK) (ca. 100 ml/kg) oder bei klinischem Hinweis auf eine chronische

Eisenüberladung (z. B. Serumferritin > 1.000 μg/l) begonnen wird. Die Dosierung (in mg/kg) muss

errechnet und auf die nächste verfügbare Tablettenstärke gerundet werden.

Die Ziele der Eisenchelat-Therapie bestehen in der Entfernung der Eisenmenge, die transfundiert wird,

und, wenn erforderlich, in der Reduzierung der vorhandenen Eisenüberladung.

Bei allen Patienten sollte eine Chelat-Therapie mit Vorsicht durchgeführt werden, um das Risiko einer

Überchelierung zu minimieren (siehe Abschnitt 4.4).

Deferasirox Filmtabletten zeigen eine höhere Bioverfügbarkeit im Vergleich zur Darreichungsform

Deferasirox Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (siehe Abschnitt 5.2). Bei

einer Umstellung von Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen auf Filmtabletten

sollte die Dosis der Filmtabletten um 30% geringer sein als die Dosis der Tabletten zur Herstellung

einer Suspension zum Einnehmen, gerundet auf die nächste ganze Zahl an Tabletten. DeferasiPUREN

ist nicht in Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen erhältlich. Für diese

pharmazeutische Form sollten andere Arzneimittel verwendet werden, die Deferasirox enthalten.

Die entsprechenden Dosen sind für die verschiedenen Darreichungsformen aus der nachfolgenden

Tabelle ersichtlich:

Tabelle 1

Empfohlene Dosierungen bei transfusionsbedingter Eisenüberladung

Filmtabletten

Transfusionen

Serumferritin

Initialdosis

14 mg/kg/Tag

Nach 20 Einheiten

EK (ca. 100 ml/kg)

oder >1.000 μg/l

Alternative

Initialdosen

21 mg/kg/Tag

>14 ml/kg/Monat von

(ca. >4 Einheiten/Monat

bei Erwachsenen)

7 mg/kg/Tag

<7 ml/kg/Monat von EK

(ca. <2 Einheiten/Monat

bei Erwachsenen)

Für Patienten, die

gut auf die

Behandlung mit

Deferoxamin

eingestellt sind

Ein Drittel der

Deferoxamin-Dosis

Überwachung

Monatlich

Zielbereich

500-1.000 μg/

Anpassungs-

schritte

(alle 3-6 Monate)

Dosissteigerung

3,5 - 7 mg/kg/Tag

Bis zu 28 mg/kg/Tag

>2.500 μg/l

Dosisreduktion

3,5 - 7 mg/kg/Tag

Bei Patienten, die mit

Dosen >21

mg/kg/Tag behandelt

wurden

<2.500 μg/l

Sobald Zielbereich

erreicht ist

500-1.000 μg/l

Maximaldosis

28 mg/kg/Tag

Unterbrechung

erwägen

<500 μg/l

Initialdosis

Die empfohlene initiale Tagesdosis von DeferasiPUREN Filmtabletten beträgt 14 mg/kg

Körpergewicht.

Eine initiale Tagesdosis von 21 mg/kg kann bei Patienten in Erwägung gezogen werden, bei denen

eine Reduktion erhöhter Eisenspiegel im Körper erforderlich ist und die außerdem mehr als 14

ml/kg/Monat Erythrozytenkonzentrat (etwa > 4 Einheiten/Monat für einen Erwachsenen) erhalten.

Eine initiale Tagesdosis von 7 mg/kg kann bei Patienten in Erwägung gezogen werden, bei denen

keine Reduktion der Eisenspiegel im Körper erforderlich ist und die außerdem weniger als 7

ml/kg/Monat Erythrozytenkonzentrat (etwa < 2 Einheiten/Monat für einen Erwachsenen) erhalten.

Das Ansprechen des Patienten muss überwacht werden und eine Dosiserhöhung sollte in Erwägung

gezogen werden, wenn keine ausreichende Wirkung erreicht wird (siehe Abschnitt 5.1).

Für Patienten, die bereits gut auf die Behandlung mit Deferoxamin eingestellt sind, sollte eine

Anfangsdosis von DeferasiPUREN Filmtabletten in Erwägung gezogen werden, die numerisch einem

Drittel der Dosis von Deferoxamin entspricht (z. B. könnte ein Patient, der 40 mg/kg/Tag Deferoxamin

an 5 Tagen in der Woche [oder eine äquivalente Dosis] erhält, auf eine tägliche Anfangsdosis von 14

mg/kg/Tag DeferasiPUREN Filmtabletten umgestellt werden). Wenn daraus eine tägliche Dosis unter

14 mg/kg Körpergewicht resultiert, muss das Ansprechen des Patienten überwacht werden und eine

Dosiserhöhung sollte in Erwägung gezogen werden, falls keine ausreichende Wirkung erreicht wird

(siehe Abschnitt 5.1).

Dosisanpassung

Es wird empfohlen, das Serumferritin einmal monatlich zu bestimmen und die DeferasiPUREN -Dosis,

sofern erforderlich, alle 3 bis 6 Monate entsprechend dem Trend des Serumferritins anzupassen.

Dosisanpassungen können in Schritten von 3,5 bis 7 mg/kg vorgenommen werden und sind an dem

individuellen Ansprechen des Patienten und dem therapeutischen Ziel (Aufrechterhaltung oder

Reduktion des Eisenspiegels) auszurichten. Bei Patienten, die mit einer Dosierung von 21 mg/kg einen

nicht ausreichenden Therapieerfolg zeigen (z. B. Serumferritinspiegel dauerhaft über 2.500 μg/l und

ohne abnehmenden Trend im zeitlichen Verlauf), können Dosierungen von bis zu 28 mg/kg in

Erwägung gezogen werden. Die Verfügbarkeit von Langzeitdaten zur Wirksamkeit und Sicherheit aus

klinischen Studien, die mit Deferasirox Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen in

Dosierungen über 30 mg/kg durchgeführt wurden, ist derzeit begrenzt (264 Patienten wurden nach

Dosissteigerung durchschnittlich ein Jahr beobachtet). Falls nur ein unzureichendes Ansprechen der

Hämosiderose mit Dosierungen bis 21 mg/kg erzielt werden kann, führt eine weitere Dosissteigerung

(bis zu einem Maximum von 28 mg/kg) möglicherweise nicht zu einem ausreichenden Ansprechen und

alternative Behandlungsmethoden sollten in Betracht gezogen werden. Falls nur ein unzureichendes

Ansprechen mit Dosierungen über 21 mg/kg erreicht wird, sollte die Behandlung mit diesen

Dosierungen nicht weitergeführt werden und, wann immer möglich, sollten alternative

Behandlungsmethoden in Betracht gezogen werden. Dosierungen über 28 mg/kg werden nicht

empfohlen, weil mit Dosierungen über diesem Bereich nur begrenzte Erfahrungen vorliegen (siehe

Abschnitt 5.1).

Bei Patienten, die mit höheren Dosierungen als 21 mg/kg behandelt werden, sollte eine Dosisreduktion

in Schritten von 3,5 bis 7 mg/kg in Betracht gezogen werden, sobald ein Therapieerfolg erzielt wurde (z.

B. Serumferritin dauerhaft unter 2.500 μg/l mit abnehmendem Trend im zeitlichen Verlauf). Bei

Patienten, deren Serumferritinspiegel den gewünschten Wert erreicht hat (üblicherweise zwischen 500

und 1.000 μg/l), sollten Dosisreduzierungen in Schritten von 3,5 bis 7 mg/kg erwogen werden, um den

Serumferritinspiegel innerhalb des Zielbereichs aufrecht zu erhalten und um das Risiko einer

Überchelierung zu minimieren. Wenn das Serumferritin dauerhaft unter 500 μg/l fällt, sollte eine

Unterbrechung der Behandlung in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Nicht-transfusionsabhängige Thalassämie-Syndrome

Eine Chelat-Therapie sollte nur dann eingeleitet werden, wenn Anzeichen einer Eisenüberladung

vorliegen (Lebereisenkonzentration [LIC] ≥ 5 mg Fe/g Trockengewicht [TG] oder dauerhafte

Serumferritin-Werte > 800 μg/l). LIC ist die bevorzugte Methode, um die Eisenüberladung zu

bestimmen, und sollte soweit verfügbar verwendet werden. Bei allen Patienten sollte eine Chelat-

Therapie mit Vorsicht durchgeführt werden, um das Risiko einer Überchelierung zu minimieren (siehe

Abschnitt 4.4).

Deferasirox Filmtabletten zeigen eine höhere Bioverfügbarkeit im Vergleich zur Darreichungsform

Deferasirox Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (siehe Abschnitt 5.2). Bei einer

Umstellung von Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen auf Filmtabletten sollte die

Dosis der Filmtabletten um 30% geringer sein als die Dosis der Tabletten zur Herstellung einer

Suspension zum Einnehmen, gerundet auf die nächste ganze Zahl an Tabletten. DeferasiPUREN ist

nicht in Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen erhältlich. Für diese

pharmazeutische Form sollten andere Arzneimittel verwendet werden, die Deferasirox enthalten.

Die entsprechenden Dosen sind für die verschiedenen Darreichungsformen aus der nachfolgenden

Tabelle ersichtlich:

Tabelle 2

Empfohlene Dosierungen bei nicht-transfusionsabhängigen Thalassämie-Syndromen

Filmtabletten

Lebereisen-

konzentration

(LIC)*

Serumferritin

Initialdosis

7 mg/kg/Tag

≥5 mg Fe/g TG

oder >800 μg/l

Überwachung

Monatlich

Dosissteigerung

≥7 mg Fe/g TG

oder >2.000 μg/l

Anpassungsschritte

(alle 3-6 Monate)

3,5 - 7 mg/kg/Tag

Dosisreduktion

<7 mg Fe/g TG

oder ≤2.000 μg/l

3,5 - 7 mg/kg/Tag

Maximaldosis

14 mg/kg/Tag

7 mg/kg/Tag

Bei Erwachsenen

Bei Kindern und

Jugendlichen

nicht untersucht

und ≤2.000 μg/l

Unterbrechung

<3 mg Fe/g TG

oder

<300 μg/l

Wiederholung der

Behandlung

Nicht empfohlen

* LIC (

liver-iron-concentration

) ist die bevorzugte Methode, um die Eisenüberladung zu bestimmen.

Initialdosis

Die empfohlene initiale Tagesdosis von DeferasiPUREN Filmtabletten bei Patienten mit nicht-

transfusionsabhängigen Thalassämie-Syndromen beträgt 7 mg/kg Körpergewicht.

Dosisanpassung

Es wird empfohlen, das Serumferritin monatlich zu bestimmen, um das Ansprechen des Patienten auf

die Therapie festzustellen und das Risiko einer Überchelierung zu minimieren (siehe Abschnitt 4.4).

Nach jeweils 3 bis 6 Monaten Behandlungsdauer sollte beim Patienten eine schrittweise Dosiserhöhung

um 3,5 bis 7 mg/kg in Betracht gezogen werden, wenn die Lebereisenkonzentration ≥ 7 mg Fe/g TG

oder wenn das Serumferritin dauerhaft > 2.000 μg/l ist und kein Abwärtstrend zu sehen ist und der

Patient das Arzneimittel gut verträgt. Dosierungen über 14 mg/kg werden nicht empfohlen, weil mit

Dosierungen über diesem Bereich bei Patienten mit nicht-transfusionsabhängigen Thalassämie-

Syndromen keine Erfahrungen vorliegen.

Bei Patienten, bei denen keine Lebereisenbestimmung durchgeführt wurde und die ein Serumferritin ≤ 2.000

μg/l aufzeigen, sollte die Dosierung 7 mg/kg nicht überschreiten.

Bei Patienten, deren Dosis auf mehr als 7 mg/kg erhöht wurde, wird bei einer Lebereisenkonzentration < 7 mg

Fe/g TG oder einem Serumferritin von ≤ 2.000 μg/l eine Dosisreduktion auf 7 mg/kg oder weniger empfohlen.

Abbruch der Behandlung

Sobald ein zufriedenstellender Körpereisenspiegel erreicht wurde (Lebereisenkonzentration < 3 mg

Fe/g TG oder Serumferritin < 300 μg/l), sollte die Behandlung abgebrochen werden. Es gibt keine

Daten über eine wiederholte Behandlung von Patienten, bei denen die Eisenspiegel wieder anstiegen,

nachdem zufriedenstellende Körpereisenspiegel erreicht wurden. Deshalb kann eine erneute

Behandlung nicht empfohlen werden.

Besondere Patientenpopulationen

Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)

Die Dosierungsempfehlungen für ältere Patienten entsprechen den oben beschriebenen. In klinischen

Studien erlitten ältere Patienten häufiger Nebenwirkungen als jüngere Patienten (insbesondere

Diarrhö) und sollten hinsichtlich des Auftretens von Nebenwirkungen, die eventuell eine

Dosisanpassung erforderlich machen, engmaschig kontrolliert werden.

Kinder und Jugendliche

Transfusionsbedingte Eisenüberladung:

Die Dosierungsempfehlungen für pädiatrische Patienten im Alter von 2 bis 17 Jahren mit

transfusionsbedingter Eisenüberladung entsprechen denen für Erwachsene (siehe Abschnitt 4.2). Es

wird empfohlen, das Serumferritin monatlich zu bestimmen, um das Ansprechen des Patienten auf die

Therapie festzustellen und das Risiko einer Überchelierung zu minimieren (siehe Abschnitt 4.4).

Änderungen des Körpergewichts der pädiatrischen Patienten im Laufe der Zeit müssen bei der

Dosisberechnung in Betracht gezogen werden.

Bei Kindern mit transfusionsbedingter Eisenüberladung im Alter zwischen 2 und 5 Jahren ist die

Bioverfügbarkeit geringer als bei Erwachsenen (siehe Abschnitt 5.2). Bei dieser Altersgruppe können

daher höhere Dosen als bei Erwachsenen erforderlich sein. Trotzdem sollte die Initialdosis die gleiche

sein wie bei Erwachsenen, gefolgt von individueller Dosisanpassung.

Nicht-transfusionsbedingte Thalassämie-Syndrome:

Bei pädiatrischen Patienten mit nicht-transfusionsbedingten Thalassämie-Syndromen sollte die

Dosierung 7 mg/kg nicht überschreiten. Bei diesen Patienten ist eine engmaschige Überwachung von

LIC und Serumferritin erforderlich, um eine Überchelierung zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.4).

Zusätzlich zu den monatlichen Serumferritin-Bestimmungen sollte LIC alle drei Monate bei diesen

Patienten überwacht werden, wenn der Serumferritinspiegel < 800 μl liegt.

Kinder von der Geburt bis zu einem Alter von 23 Monaten:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von DeferasiPUREN bei Kindern von der Geburt bis zu einem

Alter von 23 Monaten ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

DeferasiPUREN wurde bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen nicht untersucht und ist bei

Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 60 ml/min kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

DeferasiPUREN wird bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) nicht

empfohlen. Bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) sollte die

Dosis deutlich reduziert werden, gefolgt von einer schrittweisen Erhöhung bis zu einer Grenze von 50%

(siehe Abschnitte 4.4 und 5.2), und DeferasiPUREN muss bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet

werden. Die Leberfunktion sollte bei allen Patienten vor Behandlungsbeginn, während des ersten

Monats alle 2 Wochen und danach monatlich bestimmt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sollen im Ganzen mit etwas Wasser geschluckt werden. Für Patienten, die Tabletten

nicht im Ganzen schlucken können, können die Filmtabletten zerkleinert und die gesamte Dosis auf

weiche Speisen gestreut, z. B. Joghurt oder Apfelmus (pürierte Äpfel), gegeben werden. Die Dosis

sollte sofort und komplett eingenommen und nicht für eine spätere Verwendung aufbewahrt werden.

Die Filmtabletten sollten einmal täglich, vorzugsweise immer zur gleichen Tageszeit, eingenommen

werden und können auf nüchternen Magen oder mit einer leichten Mahlzeit eingenommen werden

(siehe Abschnitte 4.5 und 5.2).

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Kombination mit anderen Eisenchelat-Therapien, da die Sicherheit solcher Kombinationen nicht

belegt ist (siehe Abschnitt 4.5).

Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 60 ml/min.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nierenfunktion

Deferasirox wurde nur bei Patienten untersucht, deren Ausgangswert des Serumkreatininspiegels innerhalb

des altersentsprechenden Normalbereichs lag.

Während der klinischen Studien traten bei etwa 36% der Patienten Erhöhungen des Serumkreatinins von >

33% bei ≥ 2 aufeinander folgenden Bestimmungen auf. Sie lagen manchmal über dem oberen Normalwert.

Diese Erhöhungen waren dosisabhängig. Bei etwa zwei Drittel der Patienten mit einem Anstieg des

Serumkreatinins fiel der Spiegel ohne Dosisanpassung wieder unter den Wert von 33%. Beim verbleibenden

Drittel sprach der erhöhte Serumkreatininspiegel nicht immer auf eine Dosisreduktion oder eine

Unterbrechung der Behandlung an. In manchen Fällen wurde nach einer Dosisreduktion nur eine

Stabilisierung der Serumkreatininwerte beobachtet. Bei der Anwendung von Deferasirox nach

Markteinführung wurden Fälle von akutem Nierenversagen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). In einigen nach

der Markteinführung berichteten Fällen führte die Verschlechterung der Nierenfunktion zu einem

Nierenversagen mit der Notwendigkeit einer vorübergehenden oder andauernden Dialyse.

Die Gründe für die Anstiege des Serumkreatinins sind noch nicht geklärt. Besondere Aufmerksamkeit sollte

daher auf die Überwachung des Serumkreatininspiegels gelegt werden bei Patienten, die gleichzeitig

Arzneimittel erhalten, die die Nierenfunktion beeinträchtigen können, und bei Patienten, die hohe Dosen

von Deferasirox und/oder niedrige Transfusionsraten (< 7 ml/kg/Monat Erythrozytenkonzentrat oder < 2

Einheiten/Monat für einen Erwachsenen) erhalten. Obwohl in klinischen Studien kein Anstieg der renalen

unerwünschten Ereignisse nach einer Steigerung der Dosierung von Deferasirox Tabletten zur Herstellung

einer Suspension zum Einnehmen über 30 mg/kg beobachtet wurde, kann ein erhöhtes Risiko für renale

unerwünschte Ereignisse bei Filmtabletten bei Dosierungen über 21 mg/kg nicht ausgeschlossen werden.

Es wird empfohlen, den Serumkreatininspiegel vor Beginn der Therapie zweifach zu bestimmen.

Der

Serumkreatininspiegel, die Kreatinin-Clearance

(bestimmt mittels der Cockcroft-Gault- oder der

MDRD-Formel bei Erwachsenen und mittels der Schwartz-Formel bei Kindern) und/oder die Plasma-

Cystatin-C-Spiegel

sollten vor Therapiebeginn, während des ersten Monats nach Beginn oder nach

einer Änderung der Therapie mit DeferasiPUREN

(einschließlich Wechsel der Darreichungsform)

wöchentlich und danach monatlich überprüft werden.

Patienten mit vorbestehenden Nierenschäden und

Patienten, die Arzneimittel erhalten, die die Nierenfunktion beeinträchtigen, können ein erhöhtes Risiko für

Komplikationen haben. Bei Patienten, bei denen Diarrhö oder Erbrechen auftritt, ist auf eine ausreichende

Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Es gab Berichte über das Auftreten von metabolischer Azidose während der Behandlung mit Deferasirox

nach Markteinführung. Die Mehrzahl dieser Patienten hatte eine eingeschränkte Nierenfunktion,

Nierentubulopathie (Fanconi-Syndrom) oder Durchfall, oder Erkrankungen, die mit einem Säure-Base-

Ungleichgewicht als Komplikation einhergehen. Das Säure-Base-Gleichgewicht sollte, wenn klinisch

angezeigt, bei diesen Patienten überwacht werden. Eine Unterbrechung der Behandlung mit

DeferasiPUREN sollte für Patienten, die eine metabolische Azidose entwickeln, in Betracht gezogen

werden.

Fälle von schweren Formen der Nierentubulopathie (wie etwa das Fanconi-Syndrom) und Nierenversagen

einhergehend mit Bewusstseinsveränderungen im Rahmen einer hyperammonämischen Enzephalopathie

wurden bei mit Deferasirox behandelten Patienten – hauptsächlich bei Kindern - nach der Markteinführung

berichtet. Es wird empfohlen, bei Patienten, die während der DeferasiPUREN -Behandlung ungeklärte

Veränderungen des mentalen Zustands entwickeln, eine hyperammonämische Enzephalopathie in Betracht

zu ziehen und die Ammoniakwerte zu bestimmen.

Tabelle 3

Dosisanpassung und Unterbrechung der Therapie aufgrund der Überprüfung der

Nierenfunktion

Serumkreatinin

Kreatinin-Clearance

Vor Therapiebeginn

Zweimalig (2x)

Einmalig (1x)

Kontraindiziert

<60 ml/min

Überprüfung

Im ersten Monat

nach Therapiebeginn

oder nach

Dosisanpassung

(einschließlich

Wechsel der

Darreichungsform)

Danach

Wöchentlich

Monatlich

Wöchentlich

Monatlich

Reduktion der täglichen Dosis um 7 mg/kg/Tag

(Darreichungsform Filmtablette),

falls folgende Nierenwerte bei zwei aufeinanderfolgenden Visiten beobachtet werden und nicht

auf andere Ursachen zurückgeführt werden können

Erwachsene Patienten

>33% über dem

Verminderung<LLN*

Durchschnittswert vor

(<90 ml/min)

Behandlungsbeginn

Pädiatrische Patienten

> altersgerechter ULN**

und/oder

Verminderung <LLN*

(<90 ml/min)

Nach Dosisreduktion ist die Behandlung zu unterbrechen, falls

Erwachsene und

pädiatrische Patienten

Wert bleibt >33% über

dem Durchschnittswert vor

Behandlungsbeginn

und/oder

Verminderung <LLN*

(<90 ml/min)

*LLN: unterer Wert des Normbereichs (

lower limit of the normal range

**ULN: oberer Wert des Normbereichs (

upper limit of the normal range

Nach einer Unterbrechung kann die Behandlung in Abhängigkeit von den individuellen klinischen

Umständen wieder aufgenommen werden.

Eine Dosisreduktion oder eine Unterbrechung der Behandlung kann auch beim Auftreten von

abnormen Werten der tubulären Marker und/oder soweit klinisch angezeigt in Erwägung gezogen

werden:

Proteinurie (Untersuchungen sollten vor Therapiebeginn und danach monatlich durchgeführt werden)

Glukosurie bei nicht-diabetischen Patienten und erniedrigte Serumspiegel von Kalium, Phosphat,

Magnesium oder Harnsäure, Phosphaturie, Aminoazidurie (bei Bedarf überwachen). Über eine renale

Tubulopathie wurde vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen mit Beta-Thalassämie berichtet, die mit

DeferasiPUREN behandelt wurden.

Patienten sollten an einen Nierenspezialisten überwiesen werden und weitere spezielle

Untersuchungen (wie z. B. Nierenbiopsie) können in Erwägung gezogen werden, falls trotz

Dosisreduktion und Unterbrechung der Behandlung folgende Ereignisse auftreten:

Serumkreatinin bleibt signifikant erhöht und

dauerhaft abnorme Werte eines anderen Markers der Nierenfunktion (z. B. Proteinurie, Fanconi-

Syndrom).

Leberfunktion

Bei Patienten, die mit Deferasirox behandelt wurden, wurden erhöhte Leberwerte beobachtet. Nach der

Markteinführung wurden bei Patienten, die mit Deferasirox behandelt wurden, Fälle von Leberversagen,

einige mit tödlichem Ausgang, berichtet. Schwere Formen einhergehend mit Bewusstseinsveränderungen im

Rahmen einer hyperammonämischen Enzephalopathie können bei mit Deferasirox behandelten Patienten,

insbesondere bei Kindern, auftreten. Es wird empfohlen, bei Patienten, die während der DeferasiPUREN-

Behandlung ungeklärte Veränderungen des mentalen Zustands entwickeln, eine hyperammonämische

Enzephalopathie in Betracht zu ziehen und die Ammoniakwerte zu bestimmen. Bei Patienten, die unter einem

Flüssigkeitsverlust (wie Durchfall oder Erbrechen) leiden, insbesondere bei akut erkrankten Kindern, sollte

auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Die meisten Berichte von Leberversagen betrafen

Patienten mit schweren Begleiterkrankungen, einschließlich vorbestehender chronischer Lebererkrankungen

(inklusive Leberzirrhose und Hepatitis C) sowie Multiorganversagen. Die Rolle von Deferasirox als ein

mitwirkender oder verstärkender Faktor kann nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.8).

Es wird empfohlen, Serumtransaminasen, Bilirubin und alkalische Phosphatase vor Behandlungsbeginn, alle 2

Wochen innerhalb des ersten Monats und danach monatlich zu überprüfen. Tritt ein anhaltender und

progressiver Anstieg der Serumtransaminasen auf, der sich nicht auf andere Ursachen zurückführen lässt,

sollte die Behandlung mit DeferasiPUREN unterbrochen werden. Nachdem die Ursache der pathologischen

Werte der Leberfunktionstests geklärt ist oder nach deren Normalisierung, kann eine vorsichtige

Wiederaufnahme der Behandlung mit einer niedrigeren Dosis, gefolgt von einer allmählichen Dosissteigerung,

in Erwägung gezogen werden.

DeferasiPUREN wird bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen nicht empfohlen (Child-

Pugh- Klasse C) (siehe Abschnitt 5.2).

Tabelle 4 Zusammenfassung der Empfehlungen zur Sicherheitsüberwachung

Untersuchung

Häufigkeit

Serumkreatinin

Vor Beginn der Therapie zweifach. Wöchentlich während des

ersten Behandlungsmonats oder nach Dosisänderung

(einschließlich Wechsel der Darreichungsform).

Danach monatlich.

Kreatinin-Clearance und/oder Plasma- Cystatin-C

Vor Beginn der Therapie. Wöchentlich während des

ersten Behandlungsmonats oder nach

Dosisänderung (einschließlich Wechsel der

Darreichungsform). Danach monatlich.

Proteinurie

Vor Beginn der Therapie.

Danach monatlich

Andere Marker der renalen Tubulusfunktion (wie

z. B. Glukosurie bei nicht-diabetischen Patienten,

erniedrigte Serumspiegel von Kalium, Phosphat,

Magnesium oder Harnsäure,

Phosphaturie, Aminoazidurie)

Bei Bedarf.

Serumtransaminasen, Bilirubin, alkalische

Phosphatase

Vor Behandlungsbeginn.

Alle 2 Wochen während des ersten Behandlungsmonats.

Danach monatlich.

Hörtest und augenärztliche

Untersuchung

Vor Behandlungsbeginn.

Danach jährlich.

Körpergewicht, Größe und sexuelle

Entwicklung

Vor Beginn der Therapie.

Jährlich bei pädiatrischen Patienten.

Bei Patienten mit einer geringen Lebenserwartung (z. B. myelodysplastisches Syndrom der Hoch-

Risikogruppe), insbesondere wenn Begleiterkrankungen das Risiko von unerwünschten Ereignissen

erhöhen könnten, kann der Nutzen von DeferasiPUREN eingeschränkt und geringer sein als die

Risiken. Deshalb wird die Behandlung dieser Patienten mit DeferasiPUREN nicht empfohlen.

Wegen des häufigeren Auftretens von Nebenwirkungen (insbesondere Diarrhö) ist bei älteren

Patienten erhöhte Vorsicht geboten.

Daten von Kindern mit nicht-transfusionsabhängiger Thalassämie sind sehr begrenzt (siehe Abschnitt

5.1). Als Folge davon, sollte eine Therapie mit DeferasiPUREN engmaschig überwacht werden, um

Nebenwirkungen zu erfassen und die Eisenbeladung in der pädiatrischen Population zu beobachten.

Bevor Kinder mit schwerer Eisenüberladung mit nicht-transfusionsabhängiger Thalassämie mit

DeferasiPUREN behandelt werden, sollte der Arzt zusätzlich beachten, dass die Konsequenzen der

Langzeitbehandlung in diesen Patienten bisher nicht bekannt sind.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bei Patienten, einschließlich Kindern und Jugendlichen, die Deferasirox erhielten, wurden

Ulzerationen und Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt berichtet. Bei einigen Patienten wurden

multiple Ulzera beobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Es gab Berichte von Ulzera mit einhergehender

Magen-Darm-Perforation. Es liegen ebenfalls Berichte über gastrointestinale Hämorrhagien mit

letalem Ausgang vor, vor allem bei älteren Patienten mit hämatologischen malignen Erkrankungen

und/oder niedriger Thrombozytenzahl. Ärzte und Patienten sollten aufmerksam auf Anzeichen und

Symptome von gastrointestinalen Ulzera und Blutungen während einer Behandlung mit

DeferasiPUREN achten. Im Falle einer gastrointestinalen Ulzeration oder Blutung sollte

DeferasiPUREN abgesetzt werden und eine zusätzliche Untersuchung und Behandlung muss

umgehend eingeleitet werden. Vorsicht ist geboten bei Patienten, die DeferasiPUREN zusammen mit

Substanzen, die ein bekanntes ulzerogenes Potenzial besitzen, einnehmen, wie z. B. NSAIDs,

Kortikosteroide oder orale Bisphosphonate, sowie bei Patienten, die Antikoagulantien erhalten, und bei

Patienten mit einer Thrombozytenzahl unter 50.000/mm³ (50 x 10

/l) (siehe Abschnitt 4.5).

Erkrankungen der Haut

Unter der Behandlung mit DeferasiPUREN können Hautausschläge auftreten. Die Ausschläge bilden

sich in den meisten Fällen spontan zurück. Wenn eine Unterbrechung der Behandlung erforderlich ist,

kann eine erneute Behandlung nach Rückbildung der Hautausschläge mit einer niedrigeren Dosis,

gefolgt von einer allmählichen Dosissteigerung, in Erwägung gezogen werden. In schweren Fällen

kann die Wiederaufnahme der Behandlung mit einer kurzzeitigen Gabe oraler Steroide kombiniert

werden. Es wurden schwere kutane Nebenwirkungen (

severe cutaneous adverse reactions

, SCARs),

einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) und

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (

drug reaction with

eosinophilia and systemic symptoms

, DRESS), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können,

berichtet. Falls der Verdacht auf eine SCAR besteht, sollte DeferasiPUREN sofort abgesetzt und die

Behandlung nicht wieder aufgenommen werden. Bei der Verschreibung sollten Patienten über

Anzeichen und Symptome schwerer Hautreaktionen informiert werden und sie sollten engmaschig

überwacht werden.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Es wurden Fälle von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen (wie Anaphylaxie und Angioödem)

berichtet bei Patienten, die Deferasirox angewendet haben. Dabei traten die Reaktionen in der

Mehrzahl der Fälle innerhalb des ersten Monats der Behandlung auf (siehe Abschnitt 4.8). Wenn

solche Reaktionen auftreten, sollte DeferasiPUREN abgesetzt und eine angemessene medizinische

Behandlung eingeleitet werden. Die Behandlung mit Deferasirox sollte bei Patienten, bei denen eine

Überempfindlichkeitsreaktion aufgetreten ist, wegen des Risikos eines anaphylaktischen Schocks

nicht wieder aufgenommen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Seh- und Hörvermögen

Hörstörungen (vermindertes Hörvermögen) und Sehstörungen (Linsentrübungen) wurden berichtet

(siehe Abschnitt 4.8). Ein Hörtest und eine augenärztliche Untersuchung (einschließlich Spiegelung des

Augenhintergrunds) werden vor Einleitung der Behandlung und danach in regelmäßigen Abständen (alle

12 Monate) empfohlen. Beim Auftreten von Störungen während der Behandlung kann eine

Dosisreduktion oder eine Unterbrechung der Behandlung erwogen werden.

Erkrankungen des Blutes

Es gibt Berichte nach der Markteinführung über das Auftreten von Leukopenien, Thrombozytopenien

oder Panzytopenien (bzw. einer Verschlechterung dieser Zytopenien) und von verschlimmerten

Anämien bei Patienten, die mit Deferasirox behandelt wurden. Die meisten dieser Patienten hatten

vorbestehende hämatologische Erkrankungen, die häufig mit einem Knochenmarksversagen

einhergehen. Allerdings kann eine mitverursachende oder verstärkende Rolle nicht ausgeschlossen

werden. Bei Patienten, die eine ungeklärte Zytopenie entwickeln, sollte eine Unterbrechung der

Behandlung erwogen werden.

Andere Hinweise

Es wird eine monatliche Bestimmung des Serumferritins empfohlen, um das Ansprechen des Patienten

auf die Therapie festzustellen und eine Überchelierung zu verhindern (siehe Abschnitt 4.2). Eine

Dosisreduktion oder eine engmaschige Überwachung der Nieren- und Leberfunktion und der

Serumferritinspiegel in Behandlungsphasen mit hohen Dosen, und wenn der Serumferritinspiegel nahe

am Zielbereich liegt, wird empfohlen. Wenn das Serumferritin dauerhaft unter 500 μg/l (bei

transfusionsbedingter Eisenüberladung) oder unter 300 μg/l (bei nicht-transfusionsabhängigen

Thalassämie-Syndromen) fällt, sollte eine Unterbrechung der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Die Ergebnisse der Bestimmungen von Serumkreatinin, Serumferritin und Serumtransaminasen

sollten festgehalten und regelmäßig auf Trends untersucht werden.

In zwei klinischen Studien wurden Wachstum und sexuelle Entwicklung von pädiatrischen Patienten,

die bis zu 5 Jahre mit Deferasirox behandelt wurden, nicht beeinflusst (siehe Abschnitt 4.8). Jedoch

sollten als allgemeine Vorsichtsmaßnahme bei der Behandlung von pädiatrischen Patienten mit

transfusionsbedingter Eisenüberladung Körpergewicht, Größe und sexuelle Entwicklung vor Beginn

der Therapie und in regelmäßigen Abständen (alle 12 Monate) überprüft werden.

Kardiale Dysfunktion ist eine bekannte Komplikation der schweren Eisenüberladung. Die kardiale

Funktion sollte bei Patienten mit schwerer Eisenüberladung während einer Langzeitbehandlung mit

DeferasiPUREN überprüft werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die Sicherheit von Deferasirox in Kombination mit anderen Eisenchelatoren ist nicht belegt. Deshalb

darf es nicht mit anderen Eisenchelat-Therapien kombiniert werden (siehe Abschnitt 4.3).

Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln

Die C

von Deferasirox-Filmtabletten war bei Einnahme mit einer fettreichen Mahlzeit (um 29%)

erhöht. DeferasiPUREN Filmtabletten können entweder auf nüchternen Magen oder mit einer leichten

Mahlzeit eingenommen werden, vorzugsweise immer zur gleichen Tageszeit (siehe Abschnitte 4.2 und

5.2).

Wirkstoffe, die die systemische Bioverfügbarkeit von DeferasiPUREN verringern können

Der Metabolismus von Deferasirox ist abhängig von UGT-Enzymen. In einer Studie an gesunden

Probanden resultierte die gleichzeitige Gabe von Deferasirox (Einzeldosis von 30 mg/kg als

Darreichungsform Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) und dem starken UGT-

Induktor Rifampicin (wiederholte Gabe von 600 mg/Tag) in einem Abfall der Deferasirox-

Verfügbarkeit um 44% (90%-KI: 37% bis 51%). Daher kann die gleichzeitige Anwendung von

DeferasiPUREN mit starken UGT-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin,

Phenobarbital oder Ritonavir) zu einer Verminderung der Wirksamkeit von DeferasiPUREN führen.

Das Serumferritin des Patienten sollte während und nach der Kombination überprüft und die Dosis von

DeferasiPUREN bei Bedarf angepasst werden.

In einer mechanistischen Studie zur Bestimmung des Anteils der enterohepatischen Wiederaufnahme

verringerte Colestyramin signifikant die Bioverfügbarkeit von Deferasirox (siehe Abschnitt 5.2).

Wechselwirkungen mit Midazolam und anderen Wirkstoffen, die über CYP3A4 metabolisiert werden In

einer Studie mit gesunden Probanden führte die gleichzeitige Gabe von Deferasirox-Tabletten zur

Herstellung einer Suspension zum Einnehmen und Midazolam (ein CYP3A4-Untersuchungssubstrat) zu

einer Abnahme der Exposition von Midazolam um 17% (90%-KI: 8% bis 26%). Klinisch kann dieser

Effekt möglicherweise stärker ausgeprägt sein. Daher ist wegen einer möglichen Abnahme der

Wirksamkeit Vorsicht geboten, wenn Deferasirox mit Substanzen kombiniert wird, die durch CYP3A4

metabolisiert werden (z. B. Ciclosporin, Simvastatin, hormonelle Kontrazeptiva, Bepridil, Ergotamin).

Wechselwirkungen mit Repaglinid und anderen Wirkstoffen, die über CYP2C8 metabolisiert werden In

einer Studie an gesunden Probanden wurden durch die gleichzeitige Gabe von Deferasirox als einem

gemäßigten CYP2C8-Inhibitor (täglich 30 mg/kg als Darreichungsform Tabletten zur Herstellung einer

Suspension zum Einnehmen) mit Repaglinid, einem CYP2C8-Substrat, gegeben als Einzeldosis von 0,5

mg, die AUC von Repaglinid um das 2,3-Fache (90%-KI [2,03-2,63]) bzw. die

um das 1,6-Fache

(90%-KI [1,42-1,84]) erhöht. Da die Wechselwirkung nicht mit höheren

Dosierungen als 0,5 mg für

Repaglinid ermittelt wurde, sollte die gleichzeitige Anwendung von Deferasirox mit Repaglinid

vermieden werden. Wenn die Kombination notwendig zu sein scheint, sollten ein sorgfältiges

klinisches Monitoring und die Überwachung der Glukosespiegel durchgeführt werden (siehe Abschnitt

4.4). Eine Wechselwirkung zwischen Deferasirox und anderen CYP2C8- Substraten wie Paclitaxel

kann nicht ausgeschlossen werden.

Wechselwirkungen mit Theophyllin und anderen Wirkstoffen, die über CYP1A2 metabolisiert werden

In einer Studie an gesunden Probanden führte die gleichzeitige Gabe von Deferasirox als ein

CYP1A2- Inhibitor (wiederholte Gabe von 30 mg/kg/Tag als Darreichungsform Tabletten zur

Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) und dem CYP1A2-Substrat Theophyllin (Einzeldosis

von 120 mg) zu einem Anstieg der AUC von Theophyllin um 84% (90%-KI: 73% bis 95%). Die C

war nach einer Einzeldosis nicht beeinträchtigt, allerdings wird erwartet, dass ein Anstieg der C

Theophyllin bei dauerhafter Gabe eintritt. Daher wird die gleichzeitige Anwendung von Deferasirox mit

Theophyllin nicht empfohlen. Falls Deferasirox und Theophyllin gleichzeitig angewendet werden, sollte

die Überwachung der Theophyllin-Konzentration und eine Dosisreduktion von Theophyllin in Betracht

gezogen werden. Eine Wechselwirkung zwischen Deferasirox und anderen CYP1A2- Substraten kann

nicht ausgeschlossen werden. Für Substanzen, die hauptsächlich durch CYP1A2 metabolisiert werden

und einen engen therapeutischen Index besitzen (z. B. Clozapin, Tizanidin), gelten die gleichen

Empfehlungen wie für Theophyllin.

Weitere Informationen

Die gleichzeitige Gabe von Deferasirox und aluminiumhaltigen Antazida wurde nicht systematisch

untersucht. Obwohl Deferasirox eine geringere Affinität zu Aluminium hat als zu Eisen, wird nicht

empfohlen, Deferasirox-Tabletten zusammen mit aluminiumhaltigen Antazida einzunehmen.

Die gleichzeitige Anwendung von Deferasirox und Substanzen mit bekanntem ulzerogenem Potenzial,

wie NSAIDs (einschließlich Acetylsalicylsäure in hohen Dosen), Kortikosteroiden oder oralen

Bisphosphonaten, kann das Risiko einer gastrointestinalen Toxizität erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).

Die gleichzeitige Anwendung von Deferasirox und Antikoagulantien kann auch das gastrointestinale

Blutungsrisiko erhöhen. Es ist eine engmaschige klinische Überwachung erforderlich, wenn

Deferasirox mit diesen Substanzen kombiniert wird.

Die gleichzeitige Gabe von Deferasirox und Busulfan ergab eine erhöhte Busulfan-Exposition (AUC),

jedoch ist der Mechanismus dieser Wechselwirkung unklar. Falls möglich, sollte die Pharmakokinetik

(AUC, Clearance) einer Busulfan-Testdosis ermittelt werden, um eine Dosisanpassung zu ermöglichen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Für Deferasirox liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor. Tierexperimentelle

Studien haben eine Reproduktionstoxizität bei maternaltoxischen Dosen gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Zur Vorsicht wird empfohlen, DeferasiPUREN während der Schwangerschaft nicht zu verwenden,

es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.

DeferasiPUREN kann die Wirksamkeit von hormonalen Kontrazeptiva herabsetzen (siehe Abschnitt

4.5). Frauen im gebärfähigen Alter, die mit DeferasiPUREN behandelt werden, wird empfohlen,

zusätzliche oder alternative nicht-hormonale Methoden der Schwangerschaftsverhütung anzuwenden.

Stillzeit

In Tierstudien ist Deferasirox rasch und in erheblichem Ausmaß in die Muttermilch übergetreten. Es

wurden keine Auswirkungen auf die Nachkommen beobachtet. Es ist nicht bekannt, ob Deferasirox

beim Menschen in die Muttermilch übertritt. Während der Einnahme von DeferasiPUREN wird

empfohlen, nicht zu stillen.

Fertilität

Beim Menschen sind keine Fertilitätsdaten vorhanden. Bei Tieren wurden keine schädlichen

Auswirkungen auf die männliche oder weibliche Fertilität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

DeferasiPUREN hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen. Patienten mit Schwindel, der gelegentlich als Nebenwirkung auftritt, sollten

vorsichtig sein, wenn sie am Verkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen (siehe Abschnitt 4.8).

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Als häufigste Nebenwirkungen während der Langzeitbehandlung von Erwachsenen und pädiatrischen

Patienten in klinischen Studien, die mit Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum

Einnehmen durchgeführt wurden, wurden gastrointestinale Beschwerden (hauptsächlich Übelkeit,

Erbrechen, Diarrhö oder Bauchschmerzen) und Hautausschlag beobachtet. Diarrhö wird bei Kindern im

Alter von 2 bis 5 Jahren und bei älteren Patienten häufiger berichtet. Diese Reaktionen sind

dosisabhängig, meist leicht bis mittelschwer ausgeprägt, im Allgemeinen vorübergehend und bilden

sich auch unter fortdauernder Behandlung meistens zurück.

In den klinischen Studien traten dosisabhängige Erhöhungen des Serumkreatininspiegels bei etwa 36%

der Patienten auf, wobei diese meistens innerhalb des Normalwerts lagen. Abnahmen der mittleren

Kreatinin-Clearance-Werte wurden bei erwachsenen und pädiatrischen Beta-Thalassämie-Patienten mit

transfusionsbedingter Eisenüberladung während des ersten Behandlungsjahres beobachtet. Es gibt

jedoch Hinweise, dass es zu keinen weiteren Abnahmen in den darauffolgenden Behandlungsjahren

kommt. Erhöhungen der Lebertransaminasen wurden berichtet. Es wird empfohlen, das Sicherheits-

Monitoring von Nieren- und Leberwerten einzuplanen. Hörstörungen (vermindertes Hörvermögen) und

Sehstörungen (Linsentrübungen) treten gelegentlich auf und jährliche Untersuchungen werden ebenfalls

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Schwere kutane Nebenwirkungen (SCARs), einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer

epidermaler Nekrolyse (TEN) und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen

Symptomen (DRESS), wurden im Zusammenhang mit der Einnahme von DeferasiPUREN berichtet

(siehe Abschnitt 4.4).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind gemäß den folgenden Kategorien aufgelistet: Sehr häufig (≥1/10); häufig

(≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1.000, <1/100); selten (≥1/10.000, <1/1.000); sehr selten

(<1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad

angegeben.

Tabelle 5

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Nicht bekannt:

Panzytopenie

, Thrombozytopenie

, verschlimmerte Anämie

Neutropenie

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt:

Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich

anaphylaktischer Reaktionen und Angioödem)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Nicht bekannt:

Metabolische Azidose

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich:

Angstzustände, Schlafstörungen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Kopfschmerz

Gelegentlich:

Schwindel

Augenerkrankungen

Gelegentlich:

Katarakt, Makulopathie

Selten:

Entzündung des Sehnervs

Erkrankungen des Ohrs und des

Labyrinths

Gelegentlich:

Taubheit

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Laryngeale Schmerzen

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Diarrhö, Obstipation, Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen,

Blähungen, Dyspepsie

Gelegentlich:

Gastrointestinale Blutungen, Magenulkus (einschließlich

multipler Ulzera), Zwölffingerdarmgeschwür, Gastritis

Selten:

Ösophagitis

Nicht bekannt:

Gastrointestinale Perforation

, akute Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig:

Erhöhte Transaminasen

Gelegentlich:

Hepatitis, Cholelithiasis

Nicht bekannt:

Leberversagen

1, 2

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Häufig:

Hautausschlag, Juckreiz

Gelegentlich:

Pigmentierungsstörung

Selten:

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen

Symptomen (DRESS)

Nicht bekannt:

Stevens-Johnson-Syndrom

, Hypersensitivitätsvaskulitis

Urtikaria

, Erythema multiforme

, Alopezie

, toxische

epidermale Nekrolyse (TEN)

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege

Sehr häufig:

Erhöhtes Serumkreatinin

Häufig:

Proteinurie

Gelegentlich:

Renal-tubuläre Störung

(erworbenes Fanconi-Syndrom),

Glukosurie

Nicht bekannt:

Akutes Nierenversagen

1, 2

, tubulointerstitielle Nephritis

Nephrolithiasis

, renale tubuläre Nekrose

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich:

Fieber, Ödeme, Müdigkeit

Nebenwirkungen, die bei der Anwendung nach der Markteinführung berichtet

wurden. Sie stammen aus der Spontanerfassung, bei der es nicht immer möglich ist,

verlässliche Häufigkeiten anzugeben oder einen kausalen Zusammenhang mit der

Anwendung des Arzneimittels herzustellen.

Schwere Formen einhergehend mit Bewusstseinsveränderungen im Rahmen einer

hyperammonämischen Enzephalopathie wurden berichtet.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Gallensteine und damit verbundene Gallenerkrankungen wurden bei etwa 2% der Patienten berichtet.

Ein Anstieg der Lebertransaminasen wurde als Nebenwirkung bei 2% der Patienten berichtet. Eine auf

Hepatitis hinweisende Transaminasenerhöhung auf mehr als den 10-fachen oberen Normalwert ist

gelegentlich (0,3%) aufgetreten. Bei der Anwendung nach der Markteinführung wurde unter der

Therapie mit Deferasirox Leberversagen, manchmal mit tödlichem Ausgang, berichtet (siehe Abschnitt

4.4). Nach Markteinführung gab es Berichte über das Auftreten von metabolischer Azidose.

Die Mehrzahl dieser Patienten hatte eine eingeschränkte Nierenfunktion, Nierentubulopathie

(Fanconi-Syndrom) oder Durchfall, oder Erkrankungen, die mit einem Säure-Base-Ungleichgewicht

als Komplikation einhergehen (siehe Abschnitt 4.4). Es wurden Fälle von schwerer akuter Pankreatitis

ohne dokumentierten zugrundeliegenden Zustand der Galle beobachtet. Wie bei anderen Eisenchelat-

Therapien gab es auch unter der Behandlung mit Deferasirox gelegentlich Berichte über einen

Hörverlust im hohen Frequenzbereich und Linsentrübung (frühe Katarakte) (siehe Abschnitt 4.4).

Kreatinin-Clearance bei transfusionsbedingter Eisenüberladung

In einer retrospektiven Meta-Analyse von 2.102 erwachsenen und pädiatrischen Beta-Thalassämie-

Patienten mit transfusionsbedingter Eisenüberladung, die in zwei randomisierten klinischen Studien und

vier offenen Studien mit Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen bis zu

einer Dauer von fünf Jahren behandelt wurden, wurde während des ersten Behandlungsjahres eine

mittlere Abnahme der Kreatinin-Clearance von 13,2% (95%-KI: -14,4% bis -12,1%; n=935) bei

erwachsenen Patienten und 9,9% (95%-KI: -11,1% bis -8,6%; n=1,142) bei pädiatrischen Patienten

beobachtet. Bei 250 Patienten, die bis zu fünf Jahre lang nachbeobachtet wurden, wurde keine weitere

Abnahme der mittleren Kreatinin-Clearance-Werte beobachtet.

Klinische Studien bei Patienten mit nicht-transfusionsabhängigen Thalassämie-Syndromen

In einer einjährigen Studie bei Patienten mit nicht-transfusionsabhängigen Thalassämie-Syndromen

und Eisenüberladung (Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen mit

einer Dosierung von 10 mg/kg/Tag) waren Diarrhö (9,1%), Hautausschlag (9,1%) und Übelkeit (7,3%)

die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse, die in Zusammenhang mit der

Studienmedikation stehen. Abnorme Werte des Serumkreatinins und der Kreatinin-Clearance wurden

bei 5,5% bzw. 1,8% der Patienten berichtet. Erhöhungen der Lebertransaminasen um mehr als das

2-Fache gegenüber dem Ausgangswert und um das 5-Fache über dem Normalwert wurden bei 1,8%

der Patienten berichtet.

Kinder und Jugendliche

In zwei klinischen Studien wurden Wachstum und sexuelle Entwicklung von pädiatrischen Patienten,

die bis zu 5 Jahre mit Deferasirox behandelt wurden, nicht beeinflusst (siehe Abschnitt 4.4).

Diarrhö wird bei pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis 5 Jahren häufiger berichtet als bei älteren

Patienten.

Eine renale Tubulopathie wurde hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen mit einer Beta-

Thalassämie berichtet, die mit Deferasirox behandelt wurden. Berichten nach der Markteinführung

zufolge trat die Mehrzahl der Fälle von metabolischer Azidose bei Kindern im Zusammenhang mit

einem Fanconi-Syndrom auf.

Akute Pankreatitis wurde insbesondere bei Kindern und Jugendlichen berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Frühe Anzeichen einer akuten Überdosierung sind gastrointestinale Symptome wie Bauchschmerzen,

Diarrhö, Übelkeit und Erbrechen. Es wurden Leber- und Nierenfunktionsstörungen berichtet,

einschließlich Fälle von erhöhten Leberenzym- und Kreatininwerten, die sich nach

Behandlungsabbruch wieder normalisierten. Eine fälschlicherweise verabreichte Einzeldosis von

90 mg/kg führte zum Fanconi-Syndrom, das sich nach der Behandlung auflöste.

Es gibt kein spezifisches Antidot zu Deferasirox. Für die Behandlung einer Überdosierung sind

Standardmaßnahmen und, soweit medizinisch sinnvoll, eine symptomatische Behandlung angezeigt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Eisen-Chelatbildner, ATC-Code: V03AC03

Wirkmechanismus

Deferasirox ist ein oral wirksamer Chelator mit hoher Selektivität für dreiwertiges Eisen. Es handelt

sich um einen dreiarmigen Liganden, der mit hoher Affinität Eisen im Verhältnis 2:1 bindet.

Deferasirox fördert die Ausscheidung von Eisen, vorwiegend über die Fäzes. Deferasirox hat eine

geringe Affinität zu Zink und Kupfer und verursacht keine dauerhaft niedrigen Serumspiegel dieser

Metalle.

Pharmakodynamische Wirkungen

In einer Studie zum Metabolismus des Eisengleichgewichts bei erwachsenen Thalassämie-Patienten

mit Eisenüberladung bewirkte Deferasirox in täglichen Dosen von 10, 20 und 40 mg/kg (als

Darreichungsform Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) eine

Nettoausscheidung von 0,119, 0,329 und 0,445 mg Fe/kg Körpergewicht/Tag.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Klinische Studien zur Wirksamkeit wurden mit Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer

Suspension zum Einnehmen durchgeführt.

Deferasirox wurde bei 411 erwachsenen Patienten (Alter ≥ 16 Jahre) und 292 pädiatrischen Patienten (2

bis < 16 Jahre) mit Eisenüberladung auf Grund von Bluttransfusionen untersucht. Von den pädiatrischen

Patienten waren 52 zwischen 2 und 5 Jahre alt. Die zu Grunde liegenden Erkrankungen, die

Bluttransfusionen erforderlich machten, schlossen Beta-Thalassämie, Sichelzellanämie und andere

angeborene oder erworbene Anämien (myelodysplastische Syndrome [MDS], Diamond-Blackfan-

Syndrom, aplastische Anämie und andere sehr seltene Anämien) ein.

Bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit Beta-Thalassämie und häufigen Transfusionen führte

die tägliche Behandlung mit der Deferasirox-Darreichungsform Tabletten zur Herstellung einer

Suspension zum Einnehmen in der Dosierung 20 und 30 mg/kg während eines Jahres zur Abnahme der

Indikatoren für das Gesamtkörpereisen; die Eisenkonzentration in der Leber nahm durchschnittlich um

0,4 bzw. 8,9 mg Fe/g Leber (Trockengewicht der Biopsie) ab, und das Serumferritin um durchschnittlich

36 bzw. 926 μg/l. Bei den gleichen Dosierungen betrug der Quotient Eisenausscheidung: Eisenzufuhr

1,02 (Hinweis auf ausgeglichene Eisenbilanz) bzw. 1,67 (Hinweis auf Eisenelimination). Deferasirox

bewirkte bei Patienten mit anderen Anämien und Eisenüberladung ein vergleichbares Ansprechen.

Tägliche Dosen von 10 mg/kg (Darreichungsform Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum

Einnehmen) über ein Jahr konnten die Eisenkonzentration in der Leber und die Serumferritinspiegel

aufrechterhalten und bewirkten eine ausgeglichene Eisenbilanz bei Patienten mit unregelmäßigen oder

Austausch-Transfusionen. Monatlich bestimmtes Serumferritin spiegelte Veränderungen der

Eisenkonzentration in der Leber wider. Dies deutet darauf hin, dass der Verlauf des Serumferritins zur

Überwachung des Ansprechens auf die Therapie verwendet werden kann. Begrenzte klinische Daten (29

Patienten mit normaler Herzfunktion zu Behandlungsbeginn) mit MRT deuten darauf hin, dass die

Behandlung mit 10 - 30 mg/kg/Tag Deferasirox (Darreichungsform Tabletten zur Herstellung einer

Suspension zum Einnehmen) über ein Jahr auch den Eisenspiegel im Herz senken kann (MRT T2* stieg

durchschnittlich von 18,3 auf 23,0 Millisekunden).

Die primäre Auswertung der pivotalen Vergleichsstudie an 586 Patienten mit Beta-Thalassämie und

transfusionsbedingter Eisenüberladung zeigte bei der Analyse der gesamten Patientenpopulation keine

Nicht-Unterlegenheit von Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen im

Vergleich zu Deferoxamin. In einer nachträglichen Analyse dieser Studie zeigte sich, dass in der

Subgruppe von Patienten mit einer Lebereisenkonzentration ≥ 7 mg Fe/g Trockengewicht, die mit

Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (20 und 30 mg/kg) oder

Deferoxamin (35 bis ≥ 50 mg/kg) behandelt wurden, die Nicht-Unterlegenheitskriterien erreicht wurden.

Bei Patienten mit einer Lebereisenkonzentration < 7 mg Fe/g Trockengewicht, die mit Deferasirox-

Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (5 und 10 mg/kg) oder Deferoxamin (20 bis

35 mg/kg) behandelt wurden, wurde die Nicht-Unterlegenheit jedoch nicht bestätigt auf Grund des

Ungleichgewichts in der Dosierung der beiden Chelatoren. Dieses Ungleichgewicht trat auf, weil

Patienten unter Deferoxamin auf ihrer Dosierung vor Beginn der Studie bleiben konnten, selbst wenn

diese höher war als die im Studienprotokoll festgelegte Dosis. An dieser pivotalen Studie nahmen 56

Patienten unter 6 Jahren teil, von denen 28 Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum

Einnehmen erhielten.

In den präklinischen und klinischen Studien zeigte sich, dass Deferasirox-Tabletten zur Herstellung

einer Suspension zum Einnehmen so effektiv wie Deferoxamin sein können, wenn sie in einem

Dosisverhältnis von 2:1 angewendet werden (d. h. eine Dosis von Deferasirox-Tabletten zur

Herstellung einer Suspension zum Einnehmen entspricht numerisch der Hälfte der Deferoxamin-

Dosis). Bei Deferasirox-Filmtabletten kann ein Dosisverhältnis von 3:1 in Betracht gezogen werden (d.

h. eine Dosis von Deferasirox-Filmtabletten entspricht numerisch einem Drittel der Deferoxamin-

Dosis). Diese Dosisempfehlung wurde jedoch nicht prospektiv in den klinischen Studien untersucht.

Weiterhin wurde mit Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen in der

Dosierung bis zu 20 und 30 mg/kg bei Patienten mit verschiedenen seltenen Anämien oder

Sichelzellenerkrankung und einer Lebereisenkonzentration ≥ 7 mg Fe/g Trockengewicht eine

Reduktion des Lebereisengehalts und des Serumferritins wie bei Patienten mit Beta-Thalassämie

erzielt.

Eine placebokontrollierte randomisierte Studie wurde an 225 Patienten mit Niedrig-Risiko-MDS

(Low/Int-1-Risiko) und transfusionsbedingter Eisenüberladung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser

Studie deuten darauf hin, dass es einen positiven Einfluss von Deferasirox auf das ereignisfreie

Überleben (EFS, ein zusammengesetzter Endpunkt einschließlich nicht tödlicher Herz- oder

Leberereignisse) und den Serumferritinspiegel gibt. Das Sicherheitsprofil entsprach früheren Studien

mit erwachsenen MDS-Patienten.

In einer 5-jährigen Beobachtungsstudie, bei der 267 Kinder im Alter von 2 bis < 6 Jahren (bei

Einschluss in die Studie) mit transfusionsbedingter Hämosiderose die Deferasirox erhielten, gab es bei

Kindern im Alter von 2 bis < 6 Jahren im Vergleich zur Gesamtpopulation der Erwachsenen und der

älteren Kinder und Jugendlichen keine klinisch bedeutsamen Unterschiede beim Sicherheits- und

Verträglichkeitsprofil von Deferasirox. Eingeschlossen sind dabei Erhöhungen des Serumkreatinins von

> 33%, die zusätzlich bei ≥ 2 aufeinander folgenden Bestimmungen über dem Normalwert lagen, bei

3,1 % der Patienten und die Erhöhung der Alanin-Aminotransferase (ALT) um das 5-Fache über dem

Normalwert bei 4,3 % der Patienten. Einzelne Fälle von Erhöhung der ALT und der Aspartat-

Aminotransferase wurden bei 20,0 % bzw. 8,3 % der 145 Patienten berichtet, die die Studie

abgeschlossen haben.

In einer Studie, in der die Sicherheit von Deferasirox-Filmtabletten und von Tabletten zur Herstellung

einer Suspension zum Einnehmen untersucht wurde, wurden 173 erwachsene und pädiatrische Patienten

mit transfusionsabhängiger Thalassämie oder myelodysplastischem Syndrom 24 Wochen lang

behandelt. Ein vergleichbares Sicherheitsprofil für die Filmtabletten und die Tabletten zur Herstellung

einer Suspension zum Einnehmen wurde beobachtet.

Bei Patienten mit nicht-transfusionsabhängigen Thalassämie-Syndromen und Eisenüberladung wurde die

Behandlung mit Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen in einer

randomisierten doppelblinden placebokontrollierten Ein-Jahresstudie bewertet. Die Studie verglich die

Wirksamkeit von zwei verschiedenen Dosierungen von Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension

zum Einnehmen (Startdosis von 5 und 10 mg/kg/Tag, 55 Patienten in jedem Arm) mit dem passenden Placebo

(56 Patienten). Die Studie schloss 145 Erwachsene und 21 pädiatrische Patienten ein. Der primäre

Wirksamkeitsparameter war die Änderung der Lebereisenkonzentration (LIC) von Behandlungsbeginn nach 12

Monaten Behandlung. Einer der sekundären Wirksamkeitsparameter war die Änderung des Serumferritins

zwischen Behandlungsbeginn und viertem Quartal. Bei einer Startdosis von 10 mg/kg/Tag führten Deferasirox-

Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen zur Reduktion der Indikatoren für das

Gesamtkörpereisen. Durchschnittlich reduzierte sich die Eisenkonzentration in der Leber um -3,80 mg Fe/g TG

bei Patienten, die mit Deferasirox-Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (Startdosis 10

mg/kg/Tag) behandelt wurden, und erhöhte sich um 0,38 mg Fe/g TG bei Patienten, die mit Placebo (p<0,001)

behandelt wurden.

Durchschnittlich reduzierte sich Serumferritin um -222,0 μg/l bei Patienten, die mit Deferasirox- Tabletten zur

Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (Startdosis 10 mg/kg/Tag) behandelt wurden, und erhöhte sich

um 115 μg/l bei Patienten, die mit Placebo (p<0,001) behandelt wurden.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Deferasirox Filmtabletten zeigen eine höhere Bioverfügbarkeit im Vergleich zur Darreichungsform der

Deferasirox Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen. Nach Anpassung der Stärke war die

Darreichungsform der Filmtabletten (360 mg Stärke) vergleichbar mit Deferasirox Tabletten zur Herstellung

einer Suspension zum Einnehmen (500 mg Stärke) hinsichtlich der mittleren Fläche unter

der Kurve (AUC) der

Plasmakonzentration im zeitlichen Verlauf im nüchternen Zustand. C

war um

30% erhöht (90%-KI: 20,3%

bis 40,0%); eine Analyse der klinischen Exposition und Reaktion zeigte keinen Hinweis auf klinische relevante

Effekte eines solchen Anstiegs.

Resorption

Deferasirox (Darreichungsform Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) wird nach oraler

Gabe mit einer durchschnittlichen Zeit von etwa 1,5 bis 4 Stunden bis zum Erreichen des

maximalen

Plasmaspiegels (t

) resorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit (AUC) von Deferasirox

(Darreichungsform

Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) beträgt etwa 70% im Vergleich zur intravenösen

Gabe. Die absolute Bioverfügbarkeit der Darreichungsform Filmtablette wurde nicht bestimmt. Die

Bioverfügbarkeit von Deferasirox-Filmtabletten war 36% höher als die der Tabletten zur Herstellung einer

Suspension zum Einnehmen.

Eine Studie zur Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln, bei der gesunden Probanden die Filmtabletten im

nüchternen Zustand mit einer fettarmen (Fettgehalt <10% der Kalorien) oder fettreichen (Fettgehalt

>50% der Kalorien) Mahlzeit gegeben wurden, zeigte, dass AUC und C

nach einer fettarmen

Mahlzeit

geringfügig abnahmen (um 11% bzw. 16%). Nach einer fettreichen Mahlzeit waren AUC

und C

erhöht (um

18% bzw. 29%). Die C

-Anstiege infolge der Änderung der Darreichungsform

und aufgrund des Einflusses

einer fettreichen Mahlzeit können additiv sein; daher wird empfohlen, die Filmtabletten entweder auf

nüchternen Magen oder mit einer leichten Mahlzeit einzunehmen.

Verteilung

Deferasirox wird in hohem Maße (99%) an Plasmaproteine gebunden, fast ausschließlich an Serumalbumin, und

hat ein geringes Verteilungsvolumen von ungefähr 14 l bei Erwachsenen.

Biotransformation

Der Hauptstoffwechselweg von Deferasirox besteht in einer Glukuronidierung mit nachfolgender biliärer

Ausscheidung. Es erfolgt wahrscheinlich eine Dekonjugation von Glukuroniden im Darm mit nachfolgender

Reabsorption (entero-hepatischer Kreislauf). In einer klinischen Prüfung mit gesunden Freiwilligen führte die

Einnahme von Colestyramin nach einer Einmaldosis Deferasirox zu einem Abfall der Bioverfügbarkeit von

Deferasirox (AUC) um 45%.

Deferasirox wird hauptsächlich durch UGT1A1 und in geringerem Ausmaß durch UGT1A3

glukuronidiert. Der durch CYP450 katalysierte (oxidative) Metabolismus von Deferasirox ist beim

Menschen gering (ca. 8%).

In vitro

wurde keine Hemmung des Deferasirox-Metabolismus durch

Hydroxyharnstoff beobachtet.

Elimination

Deferasirox und seine Metaboliten werden vorwiegend (84% der Dosis) in den Fäzes ausgeschieden.

Die renale Exkretion von Deferasirox und seinen Metaboliten ist minimal (8% der Dosis). Die

terminale Eliminationshalbwertszeit (t

) beträgt 8 bis 16 Stunden. Die Transportproteine MRP2 und

MXR (BCRP) sind an der biliären Ausscheidung von Deferasirox beteiligt.

Linearität/Nicht-Linearität

Die C

und AUC

0–24h

von Deferasirox nehmen im Steady-State annähernd linear zur Dosis zu. Nach

Mehrfachdosierung erhöhte sich die Exposition um den Kumulationsfaktor 1,3 bis 2,3.

Besondere Patientengruppen

Pädiatrische Patienten

Die Gesamtbioverfügbarkeit war bei Jugendlichen (12 bis ≤ 17 Jahre) und Kindern (2 bis < 12 Jahre)

nach einmaliger und mehrfacher Gabe von Deferasirox geringer als bei erwachsenen Patienten. Bei

Kindern unter 6 Jahren war die Exposition ungefähr 50% geringer als bei Erwachsenen. Da individuell

nach dem Ansprechen dosiert wird, sind keine klinischen Konsequenzen zu erwarten.

Geschlecht

Frauen haben im Vergleich zu Männern eine leicht erniedrigte apparente Clearance von Deferasirox

(um 17,5%). Da individuell nach dem Ansprechen dosiert wird, sind keine klinischen Konsequenzen

zu erwarten.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (ab 65 Jahren) wurde die Pharmakokinetik von Deferasirox nicht untersucht.

Nieren- und Leberfunktionsstörungen

Das pharmakokinetische Verhalten von Deferasirox wurde bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörungen nicht untersucht. Die Pharmakokinetik von Deferasirox wurde durch

Erhöhung der Lebertransaminasen bis zum 5-Fachen des oberen Normwerts nicht beeinflusst.

In einer klinischen Studie, in der Einzeldosen von 20 mg/kg Deferasirox-Tabletten zur Herstellung

einer Suspension zum Einnehmen verwendet wurden, war der durchschnittliche Plasmaspiegel bei

Studienteilnehmern mit leichter (Child-Pugh-Klasse A) bzw. mittelschwerer (Child-Pugh-Klasse B)

Leberfunktionsstörung um 16% bzw. um 76% im Vergleich zu Studienteilnehmern mit normaler

Leberfunktion erhöht. Die durchschnittliche C

von Deferasirox war bei Studienteilnehmern mit

leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung um 22% erhöht. Die Bioverfügbarkeit war bei

einem Studienteilnehmer mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) um das 2,8-

Fache erhöht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Genotoxizität oder zum kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen Daten keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen. Die wichtigsten Befunde waren Nephrotoxizität und Trübung

der Augenlinse (Katarakt). Bei neugeborenen und jungen Tieren waren die Befunde ähnlich. Als

hauptsächliche Ursache der Nephrotoxizität wird der Eisenmangel bei Tieren angesehen, die vorher

nicht mit Eisen überladen waren.

In-vitro

-Untersuchungen zur Genotoxizität waren negativ (Ames-Test, Chromosomen-Aberrations-

Test), während Deferasirox in letalen Dosen

in vivo

die Bildung von Mikronuklei im Knochenmark,

aber nicht in der Leber, von nicht eisenbeladenen Ratten verursachte. In eisenvorbeladenen Ratten

wurden derartige Effekte nicht beobachtet. Deferasirox war bei Gabe an Ratten in einer

Zweijahresstudie und an transgene p53+/- heterozygote Mäuse in einer Sechsmonatsstudie nicht

karzinogen.

Die potenzielle Toxizität auf die reproduktive Funktion wurde an Ratten und Kaninchen untersucht.

Deferasirox war nicht teratogen, führte aber in hohen Dosen, die für das nicht eisenüberladene

Muttertier stark toxisch waren, zu einer erhöhten Inzidenz von Skelettveränderungen und Totgeburten

bei Ratten. Auf die Fertilität oder die reproduktive Funktion hatte Deferasirox keine weiteren

Auswirkungen.

6

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose (PH 101)

Crospovidon Typ A

Poloxamer 188

Povidon K 30

Mikrokristalline Cellulose (PH 102)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug:

Hypromellose

Titandioxid (E171)

Macrogol 6000

Talkum

Indigocarmin-Aluminiumsalz (3-5%) (E132)

Indigocarmin-Aluminiumsalz (11-14%) (E132)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

DeferasiPUREN Filmtabletten sind verfügbar in durchsichtigen PVC/PVDC/Aluminium-Blisterpackungen.

Einzelpackungen mit 30 , 90 oder 300 Filmtabletten oder Bündelpackungen mit 300 (10 Packungen mit

30) Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7

INHABER DER ZULASSUNG

PUREN Pharma GmbH & Co. KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089-558909-0

Telefax: 089-558909-240

8

ZULASSUNGSNUMMER(N)

7000930.00.00

7000931.00.00

7000932.00.00

9

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

14.09.2021

10

STAND DER INFORMATION

September 2021

11

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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