Copiktra

Europäische Union - Deutsch - EMA (European Medicines Agency)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

10-11-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

10-11-2021

Wirkstoff:
duvelisib
Verfügbar ab:
Secura Bio Limited
ATC-Code:
L01EM04
INN (Internationale Bezeichnung):
duvelisib
Therapiegruppe:
Antineoplastische Agenten,
Therapiebereich:
Leukemia, Lymphocytic, Chronic, B-Cell; Lymphoma, Follicular
Anwendungsgebiete:
Copiktra monotherapy is indicated for the treatment of adult patients with: Relapsed or refractory chronic lymphocytic leukaemia (CLL) after at least two prior therapies.  Follicular lymphoma (FL) that is refractory to at least two prior  systemic therapies.
Produktbesonderheiten:
Revision: 1
Berechtigungsstatus:
Autorisiert
Zulassungsnummer:
EMEA/H/C/005381
Berechtigungsdatum:
2021-05-19
EMEA-Code:
EMEA/H/C/005381

Dokumente in anderen Sprachen

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10-11-2021

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10-11-2021

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10-11-2021

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10-11-2021

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10-11-2021

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B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Copiktra 15 mg Hartkapseln

Copiktra 25 mg Hartkapseln

Duvelisib

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede

auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende

Abschnitt 4.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Copiktra und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Copiktra beachten?

Wie ist Copiktra einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Copiktra aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Copiktra und wofür wird es angewendet?

Copiktra ist ein Arzneimittel gegen Krebs, das den Wirkstoff Duvelisib enthält. Es wirkt, indem es die

Wirkungen von Enzymen hemmt, die für das Wachstum und das Überleben von B-Lymphozyten

(einer Art von weißen Blutkörperchen) benötigt werden. Diese Enzyme sind bei bestimmten

krebsartigen weißen Blutkörperchen überaktiv, und indem Copiktra diese Enzyme hemmt, kann es

krebsartige B-Lymphozyten abtöten und ihre Anzahl reduzieren.

Copiktra wird zur Behandlung von Krebserkrankungen der B-Lymphozyten angewendet, die

bezeichnet werden als

chronische lymphatische Leukämie (oder kleinzelliges lymphozytisches Lymphom)

follikuläre Leukämie.

Bei diesen Erkrankungen vermehren sich die B-Lymphozyten zu schnell und leben zu lang, sodass im

Blut oder in den Lymphknoten zu viele von ihnen vorhanden sind. Copiktra wird angewendet, wenn

Patienten zuvor mindestens 2 andere Therapien erhalten haben, die nicht gewirkt haben oder nicht

mehr wirken.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Copiktra beachten?

Copiktra darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Duvelisib oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Sprechen Sie vor der Einnahme von Copiktra mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Copiktra einnehmen,

wenn Sie eine Infektion haben. Diese muss behandelt werden, bevor Sie mit der Einnahme von

Copiktra beginnen.

wenn Sie an Darmproblemen leiden

wenn Sie Probleme mit der Lunge oder der Atmung haben.

Infektionen

Infektionen treten während der Behandlung mit Copiktra häufig auf und können schwerwiegend und

tödlich sein. Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen

Fachpersonal, wenn Sie während der Behandlung mit Copiktra Fieber, Schüttelfrost oder andere

Anzeichen einer Infektion haben. Ihr Arzt kann Ihnen während Ihrer Behandlung mit Copiktra ein

anderes Arzneimittel verschreiben, um bestimmten Arten von Infektionen vorzubeugen.

Durchfall oder Entzündung Ihres Darms

Durchfall oder eine Entzündung Ihres Darms (Kolitis) treten während der Behandlung mit Copiktra

häufig auf und können schwerwiegend und tödlich sein. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt,

wenn bei Ihnen Durchfall neu auftritt oder sich verschlimmert, Sie Schleim oder Blut im Stuhl haben

oder an starken Abdominalschmerzen (im Magenbereich) leiden. Ihr Arzt oder Apotheker sollte Ihnen

ein Arzneimittel verschreiben, das Ihren Durchfall lindert, und Sie mindestens wöchentlich

untersuchen. Wenn Ihr Durchfall stark ist oder Durchfallmedikamente nicht wirken, müssen Sie unter

Umständen mit einem Steroid-Arzneimittel behandelt werden.

Hautreaktionen

Copiktra kann Ausschläge oder andere Hautreaktionen verursachen, die schwerwiegend und tödlich

sein können. Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn bei Ihnen ein

Hautausschlag neu auftritt oder sich verschlimmert, oder wenn Sie während der Behandlung mit

Copiktra andere Hautreaktionen haben, einschließlich:

schmerzhafte wunde Stellen oder Geschwüre auf Ihrer Haut, Ihren Lippen oder in Ihrem Mund

schwerer Ausschlag mit Blasenbildung oder Abschälen der Haut

Ausschlag mit Juckreiz

Ausschlag mit Fieber

Ihr Arzt muss Ihnen unter Umständen Arzneimittel verschreiben, einschließlich eines Steroid-

Arzneimittels, um Ihren Hautausschlag oder andere Hautreaktionen zu behandeln.

Entzündung der Lunge

Copiktra kann eine Entzündung Ihrer Lunge verursachen, die schwerwiegend und tödlich sein kann.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker, wenn bei Ihnen Husten oder

Atembeschwerden neu auftreten oder sich verschlimmern. Ihr Arzt kann Tests durchführen, um Ihre

Lunge zu untersuchen, wenn Sie Atembeschwerden haben. Wenn bei Ihnen eine Entzündung der

Lunge auftritt, die nicht auf eine Infektion zurückzuführen ist, kann Ihr Arzt Sie mit einem Steroid-

Arzneimittel behandeln.

Erhöhte Leberenzyme

Copiktra kann Veränderungen in Bluttests zur Untersuchung Ihrer Leber verursachen. Ihr Arzt wird

Sie während Ihrer Behandlung mit Copiktra auf Leberprobleme untersuchen. Informieren Sie

unverzüglich ihren Arzt, wenn bei Ihnen Symptome von Leberprobleme auftreten, einschließlich einer

Gelbfärbung Ihrer Haut oder des weißen Teils Ihrer Augen (Gelbsucht), Bauchschmerzen oder einer

stärkeren Neigung zu Blutergüssen oder Blutungen als normal.

Blutbild

Bei mit Copiktra behandelten Patienten können niedrige Zahlen weißer Blutkörperchen (Neutropenie)

und eine Verringerung der Zahl roter Blutkörperchen (Anämie oder Blutarmut) auftreten. Beide

Umstände können schwerwiegend sein. Ihr Arzt wird Ihr Blutbild regelmäßig untersuchen.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie Fieber bekommen oder bei Ihnen irgendwelche

Anzeichen für Infektionen auftreten, wenn Sie sich müde oder schwindelig fühlen oder wenn Sie

Kopfschmerzen haben.

Wenn eine der oben genannten schwerwiegenden Nebenwirkungen während der Behandlung mit

Copiktra bei Ihnen auftritt, kann Ihr Arzt Ihre Behandlung unterbrechen, Ihre Copiktra-Dosis ändern

oder Ihre Behandlung mit Copiktra vollständig abbrechen.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel darf Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahren nicht verabreicht werden, da es in

dieser Altersklasse nicht untersucht wurde.

Einnahme von Copiktra zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Dies ist

wichtig, weil Copiktra die Wirkung einiger anderer Arzneimittel beeinflussen kann und einige andere

Arzneimittel die Wirkung von Copiktra beeinflussen können.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Alfentanil, Fentanyl, Methadon, Buprenorphin/Naloxon, Arzneimittel zur

Schmerzlinderung

Alfuzosin, ein Arzneimittel zur Behandlung einer vergrößerten Prostata

Amiodaron, Bepridil, Disopyramid, Lidocain, Chinidin, Arzneimittel zur Behandlung von

Herzproblemen

Amlodipin, Diltiazem, Felodipin, Nicardipin, Nifedipin, Verapamil, Arzneimittel zur

Behandlung von Bluthochdruck und Herzproblemen

Amprenavir, Atazanavir, Darunavir, Efavirenz, Etravirine, Fosamprenavir, Indinavir,

Lopinavir, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir, Arzneimittel zur Behandlung von HIV-

Infektionen

Aprepitant, ein Arzneimittel zur Vorbeugung von Erbrechen

Boceprevir, Telaprevir, Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C

Bosentan, ein Arzneimittel zur Behandlung von Lungenhochdruck, einer Lungenerkrankung,

die das Atmen erschwert

Budesonid, Fluticason, Steroid-Arzneimittel zur Behandlung von Heuschnupfen und

Asthma, und Salmeterol, zur Behandlung von Asthma

Buspiron, Clorazepat, Diazepam, Estazolam, Flurazepam, Zolpidem, Arzneimittel zur

Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems

Carbamazepin, Mephenytoin, Phenytoin, Arzneimittel zur Vorbeugung von

Krampfanfällen

Ciclosporin, Sirolimus, Tacrolimus, Arzneimittel zur Vorbeugung einer Organabstoßung

nach einer Transplantation

Ciprofloxacin, Clarithromycin, Erythromycin, Nafcillin, Telithromycin, Arzneimittel zur

Behandlung bakterieller Infektionen

Cisaprid, ein Arzneimittel zur Linderung bestimmter Magenprobleme

Colchicin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Gicht

Conivaptan, ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen

Dabigatran, Warfarin, Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutgerinnseln

Dasatinib, Imatinib, Nilotinib, Paclitaxel, Vinblastin, Vincristin, Arzneimittel zur

Behandlung von Krebs

Dihydroergotamin, Ergotamin, Arzneimittel zur Behandlung von Migränekopfschmerzen

Fluconazol, Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, Voriconazol, Arzneimittel zur

Behandlung von Pilzinfektionen

Midazolam, Triazolam, bei Einnahme über den Mund, zur Linderung von Schlafstörungen

oder Angstzuständen

Modafinil, ein Arzneimittel zur Behandlung übermäßiger Schläfrigkeit

orale oder implantierte hormonelle Empfängnisverhütungsmittel, zur Vorbeugung einer

Schwangerschaft

Pimozid, ein Arzneimittel zur Behandlung abnormaler Gedanken oder Gefühle

Quetiapin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Schizophrenie, bipolarer affektiver Störung

oder einer schweren Depression

Rifabutin, Rifampicin, Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen, einschließlich

Tuberkulose

Sildenafil, Tadalafil, Arzneimittel zur Behandlung von Impotenz und Lungenhochdruck,

einer Lungenerkrankung, die das Atmen erschwert

„Statin“-Arzneimittel wie Atorvastatin, Lovastatin, Simvastatin, zur Senkung des

Cholesterinspiegels

Johanniskraut (

Hypericum perforatum

), ein pflanzliches Präparat zur Behandlung von

Depressionen und Angstzuständen

Trazodon, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen

Einnahme von Copiktra zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Vermeiden Sie das Trinken von Grapefruitsaft. Grapefruitsaft kann die Wirkweise von Copiktra

beeinflussen.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um

Rat. Vor der Einnahme von Copiktra sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

Die Anwendung von Copiktra während der Schwangerschaft sollte vermieden werden.

Wenn Sie während der Behandlung mit Copiktra schwanger werden, informieren Sie so schnell wie

möglich Ihren Arzt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Copiktra in die Muttermilch übergeht. Sie sollten während der Behandlung mit

Copiktra und mindestens 1 Monat nach der letzten Dosis nicht stillen.

Verhütung

Wenden Sie während der Behandlung mit Copiktra und nach Erhalt der letzten Copiktra-Dosis

mindestens 1 Monat lang eine wirksame Empfängnisverhütung an, die zwei Formen einer

zuverlässigen Verhütung umfasst.

Antibabypille

Es ist nicht bekannt, ob Copiktra die Wirksamkeit der Antibabypille reduziert. Wenn Sie während

Ihrer Behandlung mit Copiktra die Antibabypille einnehmen, müssen Sie außerdem eine

Barriereverhütungsmethode (wie z. B. Kondome) anwenden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Copiktra Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigt.

3.

Wie ist Copiktra einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis Copiktra beträgt 25 mg zum Einnehmen zweimal täglich. Allerdings kann Ihr

Arzt Ihre Copiktra-Dosis ändern oder Sie bitten, die Einnahme von Copiktra abzubrechen, wenn bei

Ihnen bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Ändern Sie nicht Ihre Dosis oder brechen Sie die

Einnahme von Copiktra nicht ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt Rücksprache zu halten.

Schlucken Sie die Copiktra-Kapseln im Ganzen.

Öffnen, zerbrechen oder kauen Sie die Kapseln nicht. Sie können Copiktra zu oder zwischen den

Mahlzeiten einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Betreuer, wenn Sie Probleme beim Schlucken

dieser Kapseln haben.

Wenn Sie eine größere Menge von Copiktra eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine zu große Menge von Copiktra eingenommen haben, rufen Sie sofort Ihren Arzt oder

Apotheker an oder begeben Sie sich zur nächstgelegenen Notaufnahme im Krankenhaus. Nehmen Sie

das Arzneimittel und diese Packungsbeilage mit, damit Sie leicht beschreiben können, was Sie

eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Copiktra vergessen haben

Achten Sie darauf, keine Einnahme von Copiktra auszulassen. Wenn Sie eine Dosis von Copiktra um

weniger als 6 Stunden verspätet einnehmen, nehmen Sie die versäumte Dosis unverzüglich ein, und

nehmen Sie die nächste Dosis anschließend zur gewohnten Zeit ein. Wenn Sie eine Dosis um mehr als

6 Stunden verspätet einnehmen, warten Sie und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Copiktra abbrechen

Setzen Sie dieses Arzneimittel nur dann ab, wenn Ihr Arzt Sie dazu anweist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen könnten schwerwiegend sein.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, begeben Sie sich unverzüglich in

ärztliche Behandlung:

Fieber, Schüttelfrost oder andere Anzeichen einer Infektion

Neu auftretender oder sich verschlimmernder Durchfall, Schleim oder Blut im Stuhl oder

schwere Abdominalschmerzen (im Magenbereich)

Neu auftretender oder sich verschlimmernder Hautausschlag oder andere Hautreaktionen,

einschließlich

schmerzhafte wunde Stellen oder Geschwüre auf Ihrer Haut, Ihren Lippen oder in Ihrem

Mund

schwerer Ausschlag mit Blasenbildung oder Abschälen der Haut

Ausschlag mit Juckreiz und/oder Fieber

Neu auftretende(r) oder sich verschlimmernde(r) Husten oder Atembeschwerden

Andere Nebenwirkungen

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Infektionen der oberen und unteren Atemwege, Lungeninfektion (Pneumonie)

Verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie)

Verminderte Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie)

Verminderte Anzahl von Zellen im Blut, die der Blutgerinnung dienen (Thrombozytopenie)

Verminderter Appetit

Kopfschmerzen

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

Husten

Entzündung des Darms (Kolitis), Durchfall (wässriger, loser oder weicher Stuhl), Erbrechen,

Übelkeit, Magenschmerzen

Schwierigkeiten beim Ausscheiden von Stuhl (Verstopfung)

Hautausschlag manchmal mit Blasenbildung

Schmerzen in den Muskeln, Knochen (Schmerzen im Bewegungsapparat) und Gelenken

(Arthralgie)

Fieber

Müdigkeit oder Schwächegefühl

Erhöhter Spiegel eines bestimmten Eiweißes im Blut, anhand dessen sich die Funktion der

Bauchspeicheldrüse messen lässt

Erhöhte Spiegel von Leberenzymen in Bluttests

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Infektion, die sich auf lebenswichtige Organe ausbreiten und dazu führen kann, dass Organe

nicht richtig arbeiten (Sepsis)

Entzündung der Lunge (Pneumonitis, gekennzeichnet durch Husten und Atembeschwerden)

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Schwere und möglicherweise tödliche Abschälung der Haut (toxische epidermale Nekrolyse,

Stevens-Johnson-Syndrom, Arzneimittelausschlag mit erhöhter Zahl weißer Blutkörperchen

(Eosinophilie) und den gesamten Körper betreffenden Symptomen)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen

auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Copiktra aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Karton und der Blisterpackung nach „verw. bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Unter 30 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Copiktra enthält

Der Wirkstoff ist Duvelisib. Jede Hartkapsel enthält 15 mg oder 25 mg Duvelisib (als

Monohydrat).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt: hochdisperses Siliciumdioxid, Crospovidon, Magnesiumstearat, mikrokristalline

Cellulose.

Kapselhülle: Gelatine, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172).

Drucktinte: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Propylenglycol, Ammoniak-Lösung (10%).

Wie Copiktra aussieht und Inhalt der Packung

Copiktra 15 mg Hartkapseln

Undurchsichtige rosafarbene Kapsel mit dem Aufdruck „duv 15 mg“ in schwarzer Drucktinte.

Packungsgröße: 28-Tage-Karton mit 56 Kapseln (2 Blisterpackungen mit je 28 Kapseln).

Copiktra 25 mg Hartkapseln

Undurchsichtige Kapsel mit einem weißen bis grauweißen Kapselunterteil und einem

orangefarbenen Kapseloberteil mit dem Aufdruck „duv 25 mg“ auf dem Kapselunterteil in

schwarzer Drucktinte.

Packungsgröße: 28-Tage-Karton mit 56 Kapseln (2 Blisterpackungen mit je 28 Kapseln).

Pharmazeutischer Unternehmer

Secura Bio Limited

32 Molesworth Street

Dublin 2

Irland

Hersteller

Millmount Healthcare Limited (kommerziell tätig als PCI Pharma Services)

Block 7, City North Business Campus

Stamullen, Co. Meath, K32 YD60

Irland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu.

ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von

Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Copiktra 15 mg Hartkapseln

Copiktra 25 mg Hartkapseln

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Copiktra 15 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 15 mg Duvelisib (als Monohydrat).

Copiktra 25 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 25 mg Duvelisib (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel

Copiktra 15 mg Hartkapseln

Undurchsichtige rosafarbene Gelatine-Hartkapsel der Größe Nr. 2 mit der Beschriftung „duv 15 mg“

in schwarzer Drucktinte. Abmessungen: ca. 18 mm x 6 mm (Länge und Durchmesser).

Copiktra 25 mg Hartkapseln

Undurchsichtige weiße bis grauweiße und orangefarbene Gelatine-Hartkapsel der Größe Nr. 2 mit der

Beschriftung „duv 25 mg“ in schwarzer Drucktinte. Abmessungen: ca. 18 mm x 6 mm (Länge und

Durchmesser).

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Eine Copiktra-Monotherapie wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit:

rezidivierter oder refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) nach mindestens zwei

vorherigen Therapien. (Siehe Abschnitt 4.4 und 5.1.)

follikulärem Lymphom (FL), das gegenüber mindestens zwei vorherigen systemischen

Therapien refraktär ist. (Siehe Abschnitt 4.4 und 5.1.)

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Copiktra ist von einem Arzt durchzuführen, der Erfahrung in der Anwendung von

Krebstherapien hat.

Dosierung

Die empfohlene Dosis beträgt 25 mg Duvelisib zweimal täglich. Ein Behandlungszyklus umfasst

28 Tage. Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, bis die Krankheit fortschreitet oder eine

inakzeptable Toxizität auftritt.

Verspätete oder vergessene Einnahme

Patienten sind anzuweisen, wenn eine Dosis um weniger als 6 Stunden versäumt wird, sollte die

versäumte Dosis sofort nachgeholt werden.. Wenn eine Dosis um mehr als 6 Stunden versäumt wird,

sollten die Patienten angewiesen werden, zu warten und die nächste Dosis zur üblichen Zeit

einzunehmen

Dosisanpassung bei gleichzeitiger Anwendung mit CYP3A4-Inhibitoren

Die Copiktra-Dosis ist bei gleichzeitiger Anwendung mit starken CYP3A4-Inhibitoren (z. B.

Ketoconazol) auf 15 mg zweimal täglich zu reduzieren [siehe Abschnitt 4.5]. Bei gleichzeitiger

Anwendung mit moderaten CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Fluconazol) ist keine Dosisanpassung

erforderlich, aber potenzielle Nebenwirkungen von Duvelisib sind engmaschig zu überwachen.

Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen

Toxizitäten sind gemäß 1 mit Dosisreduktion, Unterbrechung der Behandlung oder Absetzen von

Copiktra zu behandeln.

Tabelle 1:

Anpassungen der Copiktra-Dosis und Management von Toxizitäten

Toxizität

Schweregrad der

Nebenwirkung

Empfohlenes Management

Nicht hämatologische Nebenwirkungen

Infektionen

Infektion Schweregrad 3

oder höher

Behandlung mit Copiktra bis zum Abklingen

unterbrechen

Mit derselben oder einer reduzierten Dosis

(25 mg oder 15 mg zweimal täglich)

wiederaufnehmen

Klinische

Cytomegalievirus-

Infektion oder Virämie

(positiver PCR- oder

Antigentest)

Behandlung mit Copiktra bis zum Abklingen

unterbrechen

Mit derselben oder einer reduzierten Dosis

(25 mg oder 15 mg zweimal täglich)

wiederaufnehmen

Falls die Behandlung mit Copiktra

wiederaufgenommen wird, Patienten

mindestens monatlich auf eine CMV-

Reaktivierung überwachen (mittels PCR-

oder Antigentest). In klinischen Studien zu

iNHL, FL (IPI-145-06) und CLL/SLL (Ipi-

145-07) waren die Ergebnisse bei

Wiederaufnahme mit derselben Dosis und bei

Wiederaufnahme mit reduzierter Dosis

vergleichbar

Bei Verdacht auf PJP die Behandlung mit

Copiktra bis zur weiteren Untersuchung

unterbrechen

Bei bestätigter PJK Copiktra absetzen

Nichtinfektiöse

Diarrhö oder

Kolitis

Leichte/mittelschwere

Diarrhö (Schweregrad 1-2,

bis zu 6 Stuhlgänge pro

Tag mehr als Baseline) und

Ansprechen auf

Antidiarrhoika,

Keine Änderung der Dosis

Unterstützende Therapie mit Antidiarrhoika

nach Bedarf einleiten

Bis zum Abklingen mindestens wöchentlich

beobachten

Toxizität

Schweregrad der

Nebenwirkung

Empfohlenes Management

ODER

Asymptomatische

(Schweregrad 1) Kolitis

Leichte/mittelschwere

Diarrhö (Schweregrad 1-2,

bis zu 6 Stuhlgänge pro

Tag mehr als Baseline) und

kein Ansprechen auf

Antidiarrhoika

Behandlung mit Copiktra bis zum Abklingen

unterbrechen

Unterstützende Therapie mit über den

Magen-Darm-Trakt wirkenden Steroiden

(z. B. Budesonid) einleiten

Bis zum Abklingen mindestens wöchentlich

beobachten

Mit reduzierter Dosis (15 mg zweimal

täglich) wiederaufnehmen

Abdominalschmerz,

Schleim oder Blut im

Stuhl, Änderung der

Stuhlgewohnheiten,

peritoneale Anzeichen

ODER

Schwere Diarrhö

(Schweregrad 3,

> 6 Stuhlgänge pro Tag

mehr als Baseline)

Behandlung mit Copiktra bis zum Abklingen

unterbrechen

Unterstützende Therapie mit über den

Magen-Darm-Trakt wirkenden Steroiden

(z. B. Budesonid) oder systemischen

Steroiden einleiten

Bis zum Abklingen mindestens wöchentlich

beobachten

Mit reduzierter Dosis (15 mg zweimal

täglich) wiederaufnehmen

Bei wiederkehrender Diarrhö Schweregrad 3

oder wiederkehrender Kolitis eines beliebigen

Schweregrades Copiktra absetzen

Lebensbedrohlich

Copiktra absetzen

Hautreaktionen

Schweregrad 1-2

Keine Änderung der Dosis

Unterstützende Behandlung mit Emollientia,

Antihistaminika (bei Juckreiz) oder topischen

Steroiden einleiten

Engmaschig überwachen

Schweregrad 3

Behandlung mit Copiktra bis zum Abklingen

unterbrechen

Alle gleichzeitig angewendeten Medikamente

überprüfen und alle Medikamente absetzen,

die möglicherweise zum Ereignis beitragen

Unterstützende Behandlung mit Steroiden

(topisch oder systemisch) und, bei Juckreiz,

mit Antihistaminika einleiten

Bis zum Abklingen mindestens wöchentlich

beobachten

Mit reduzierter Dosis (15 mg zweimal

täglich) wiederaufnehmen

Wenn schwere Hautreaktionen sich nicht

bessern, sich verschlimmern oder erneut

auftreten, Copiktra absetzen

Lebensbedrohlich

Copiktra absetzen

SJS, TEN, DRESS

(beliebiger Schweregrad)

Copiktra bei beliebigem Schweregrad

absetzen

Toxizität

Schweregrad der

Nebenwirkung

Empfohlenes Management

Pneumonitis ohne

vermutete

infektiöse Ursache

Mittelschwere

(Schweregrad 2)

symptomatische

Pneumonitis

Behandlung mit Copiktra unterbrechen

Mit systemischen Steroiden behandeln

Wenn eine Pneumonitis auf Schweregrad 0

oder 1 zurückgeht, kann die Behandlung mit

Copiktra mit reduzierter Dosis (15 mg

zweimal täglich) wiederaufgenommen

werden

Wenn eine nicht infektiöse Pneumonitis

erneut auftritt oder der Patient auf die

Steroidtherapie nicht anspricht, Copiktra

absetzen

Schwere (Schweregrad 3)

oder lebensbedrohliche

Pneumonitis

Copiktra absetzen

Mit systemischen Steroiden behandeln

ALT-/AST-

Erhöhung

3 bis 5 × obere

Normgrenze (Upper Limit

of Normal, ULN)

(Schweregrad 2)

Copiktra-Dosis beibehalten

Bis zum Rückgang auf

< 3 × ULN mindestens wöchentlich

überwachen

> 5 bis 20 × ULN

(Schweregrad 3)

Bis zum Rückgang auf

< 3 × ULN Behandlung mit Copiktra

unterbrechen und mindestens wöchentlich

überwachen

Behandlung mit Copiktra beim ersten

Auftreten mit derselben Dosis (25 mg

zweimal täglich) bzw. bei nachfolgendem

Auftreten mit reduzierter Dosis (15 mg

zweimal täglich) wiederaufnehmen

> 20 × ULN (Schweregrad

Copiktra absetzen

Hämatologische Nebenwirkungen

Neutropenie

Absolute Neutrophilenzahl

(Absolute Neutrophil

Count, ANC) 0,5 bis

1,0 ×10

Copiktra-Dosis beibehalten

ANC mindestens wöchentlich überwachen

ANC weniger als

0,5 ×10

Behandlung mit Copiktra unterbrechen.

ANC überwachen, bis der Wert > 0,5 × 10

beträgt

Behandlung mit Copiktra beim ersten

Auftreten mit derselben Dosis (25 mg

zweimal täglich) bzw. bei nachfolgendem

Auftreten mit reduzierter Dosis (15 mg

zweimal täglich) wiederaufnehmen

Thrombozytopenie

Thrombozytenzahl 25 bis

< 50 × 10

(Schweregrad 3) mit

Blutung Schweregrad 1

Keine Änderung der Dosis

Thrombozytenzahl mindestens wöchentlich

überwachen

Thrombozytenzahl 25 bis

< 50 × 10

(Schweregrad 3) mit

Blutung Schweregrad 2

oder

Behandlung mit Copiktra unterbrechen

Thrombozytenzahlen überwachen, bis der

Wert ≥ 25 × 10

/l beträgt und keine

Blutungen mehr auftreten (falls zutreffend)

Behandlung mit Copiktra beim ersten

Auftreten mit derselben Dosis (25 mg

zweimal täglich) bzw. bei nachfolgendem

Toxizität

Schweregrad der

Nebenwirkung

Empfohlenes Management

Thrombozytenzahl

< 25 × 10

(Schweregrad 4)

Auftreten mit reduzierter Dosis (15 mg

zweimal täglich) wiederaufnehmen

Abkürzungen:

ALT = Alaninaminotransferase;

ANC = absolute

Neutrophilenzahl;

AST = Aspartataminotransferase; CMV = Cytomegalievirus; DRESS = Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie

und systemischen Symptomen; PCR = Polymerase-Kettenreaktion; PJP =

Pneumocystis jirovecii

-Pneumonie;

SJS = Stevens-Johnson-Syndrom;

TEN = toxische

epidermale

Nekrolyse

(Epidermolysis

acuta

toxica);

ULN = obere Normgrenze

Hinweis:

Eine

Unterbrechung

Dosis

über

einen

Zeitraum

> 42 Tagen

aufgrund

einer

behandlungsbedingten Toxizität führt zum dauerhaften Absetzen der Behandlung.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Für ältere Patienten (im Alter von ≥ 65 Jahren) ist keine bestimmte Dosisanpassung erforderlich (siehe

Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Für Patienten mit leichter und mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung

erforderlich. Es liegen keine Daten zu dialysepflichtiger oder nicht dialysepflichtiger schwerer

Nierenfunktionsstörung oder terminaler Niereninsuffizienz vor (siehe Abschnitt 5.2).

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung der Child-Pugh-Klasse A, B und C ist keine Dosisanpassung

der Anfangsdosis erforderlich (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Duvelisib bei Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahren ist nicht

erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Es besteht keine relevante Indikation für die Anwendung von Duvelisib bei Kindern und Jugendlichen

zur Behandlung von CLL und FL.

Art der Anwendung

Copiktra ist zum Einnehmen vorgesehen und kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die

Kapseln sind im Ganzen zu schlucken. Patienten sind anzuweisen, die Kapseln nicht zu öffnen, zu

zerbrechen oder zu kauen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Allgemeine Hinweise

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Duvelisib nach vorheriger Anwendung von Idelalisib ist nicht

erwiesen.

Infektionen

Bei mit Duvelisib behandelten Patienten sind schwerwiegende und mitunter tödliche Infektionen

aufgetreten. Die häufigsten schwerwiegenden Infektionen waren Pneumonie, Sepsis und Infektionen

der unteren Atemwege. Die mediane Zeit bis zum Auftreten einer Infektion jeglichen Grades betrug

3 Monate, 75 % der Fälle traten innerhalb von 6 Monaten auf (siehe Abschnitt 4.8).

Alle Infektionen sind vor Einleitung der Therapie mit Duvelisib zu behandeln. Patienten sind während

der gesamten Behandlung auf Infektionen, einschließlich die Atemwege betreffender Anzeichen und

Symptome, zu überwachen. Patienten sind anzuweisen, alle neuen oder sich verschlimmernden

Symptome unverzüglich zu melden (Informationen zum Management siehe 1).

Bei Patienten, die Duvelisib einnahmen, ist schwerwiegende und mitunter tödliche

Pneumocystis

jirovecii

-Pneumonie aufgetreten. Daher ist bei allen Patienten eine Prophylaxe gegen PJP anzuwenden

(siehe Tabelle 1). Bei Patienten, die Duvelisib einnahmen, ist eine CMV-Reaktivierung/-Infektion

aufgetreten. Die prophylaktische Anwendung antiviraler Mittel ist während der Behandlung in

Erwägung zu ziehen, um einer CMV-Infektion, einschließlich einer CMV-Reaktivierung, vorzubeugen

(siehe 1).

Empfohlene Prophylaxe

Alle Infektionen sind vor Einleitung der Therapie mit Duvelisib zu behandeln. Patienten sind während

der gesamten Behandlung auf Infektionen, einschließlich die Atemwege betreffender Anzeichen und

Symptome, zu überwachen. Patienten sind anzuweisen, alle neuen oder sich verschlimmernden

Symptome unverzüglich zu melden (Informationen zum Management siehe 1).

Vor der Behandlung mit Duvelisib ist eine Prophylaxe gegen PJP anzuwenden. Nach Abschluss der

Behandlung mit Duvelisib ist die Prophylaxe gegen PJP fortzusetzen, bis die absolute Zahl von CD4-

positiven T-Zellen mehr als 200 Zellen/µl beträgt.

Die Behandlung mit Duvelisib sollte bei Patienten mit PJP eines beliebigen Schweregrades

unterbrochen werden, und Duvelisib ist abzusetzen, wenn eine PJP bestätigt wird.

Die prophylaktische Anwendung antiviraler Mittel ist während der Behandlung mit Duvelisib in

Erwägung zu ziehen, um einer CMV-Infektion, einschließlich einer CMV-Reaktivierung,

vorzubeugen.

Diarrhö oder Kolitis

Bei mit Duvelisib behandelten Patienten ist schwerwiegende und mitunter tödliche Diarrhö oder

Kolitis aufgetreten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten von Durchfall oder Kolitis jeglichen Grades

betrug 4 Monate, wobei 75 % der Fälle bis zu 8 Monaten auftraten.. Die mediane Dauer der Ereignisse

betrug 0,5 Monate. Patienten sind anzuweisen, alle neuen oder sich verschlimmernden Fälle von

Diarrhö unverzüglich zu melden (Informationen zum Management siehe 1) (siehe Abschnitt 4.8).

Hautreaktionen

Bei mit Duvelisib behandelten Patienten sind schwerwiegende und mitunter tödliche Hautreaktionen

aufgetreten. Tödliche Fälle waren unter anderem Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und

systemischen Symptomen (DRESS) und toxische epidermale Nekrolyse (TEN). Die mediane Zeit bis

zum Einsetzen einer Hautreaktion eines beliebigen Schweregrades betrug 3 Monate, mit einer

medianen Dauer des Ereignisses von 1 Monat (siehe Abschnitt 4.8).

Die sich manifestierenden Merkmale der schwerwiegenden kutanen Ereignisse wurden überwiegend

als pruriginös, erythematös oder makulopapulös beschrieben. Weniger häufige sich manifestierende

Merkmale sind unter anderem Exanthem, Schuppung, Erythrodermia, Exfoliation der Haut,

Keratinozytennekrose und papulöser Ausschlag. Patienten sind anzuweisen, alle neuen oder sich

verschlimmernden Hautreaktionen unverzüglich zu melden (Informationen zum Management siehe 1).

Alle gleichzeitig angewendeten Arzneimittel sind zu überprüfen, und alle Arzneimittel, die potenziell

zu dem Ereignis beitragen, sind abzusetzen.

Pneumonitis

Bei mit Duvelisib behandelten Patienten ist schwerwiegende und mitunter tödliche Pneumonitis ohne

eine offensichtliche infektiöse Ursache aufgetreten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten einer

Pneumonitis beliebigen Grades betrug 4 Monate, wobei 75 % der Fälle innerhalb von 9 Monaten

auftraten (siehe Abschnitt 4.8). Die mediane Dauer der Ereignisse betrug 1 Monat, wobei 75 % der

Fälle innerhalb von 2 Monaten abklangen (Informationen zum Management siehe 1).

Lebertoxizität

Bei mit Duvelisib behandelten Patienten traten ALT- und/oder AST-Erhöhungen vom Schweregrad 3

und 4 auf. Bei zwei Prozent der Patienten traten sowohl ein ALT- oder AST-Wert von mehr als

3 x ULN als auch ein Gesamtbilirubin-Wert von mehr als 2 x ULN auf. Die mediane Zeit bis zum

Einsetzen eines erhöhten Transaminase-Werts eines beliebigen Schweregrades betrug 2 Monate mit

einer medianen Dauer des Ereignisses von 1 Monat. Die Leberfunktion ist während der Behandlung

mit Duvelisib zu überwachen, und zwar insbesondere während der ersten drei Monate jeden Monat.

Diese Richtlinie gilt für Patienten, bei denen nur eine ALT- und AST-Erhöhung auftritt.

Neutropenie

Bei mit Duvelisib behandelten Patienten trat eine Neutropenie vom Schweregrad 3 oder 4 auf. Die

mediane Zeit bis zum Auftreten einer Grad ≥ 3 Neutropenie betrug 2 Monate, wobei 75 % der Fälle

innerhalb von 4 Monaten auftraten. Die Neutrophilenzahlen sind in den ersten 2 Monaten der

Behandlung mit Duvelisib mindestens alle 2 Wochen zu überwachen.

CYP3A4-Induktoren

Die Exposition gegenüber Duvelisib kann reduziert sein, wenn es gleichzeitig mit starken CYP3A-

Induktoren angewendet wird. Da eine Reduktion der Duvelisib-Plasmakonzentrationen zu einer

verminderten Wirksamkeit führen kann, ist die gleichzeitige Anwendung von Duvelisib mit starken

CYP3A-Induktoren zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.5).

CYP3A-Substrate

Duvelisib und sein Hauptmetabolit, IPI-656-, sind starke CYP3A4-Inhibitoren. Daher hat Duvelisib

das Potenzial, mit Arzneimitteln in Wechselwirkung zu treten, die über CYP3A metabolisiert werden,

was wiederum zu erhöhten Serumkonzentrationen des anderen Arzneimittels führen kann (siehe

Abschnitt 4.5). Wenn Duvelisib gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet wird, muss die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (

Summary of Product Characteristics, SmPC)

anderen Arzneimittels hinsichtlich Empfehlungen zur gleichzeitigen Anwendung mit CYP3A4-

Inhibitoren zurate gezogen werden. Die gleichzeitige Anwendung von Duvelisib zusammen mit

empfindlichen CYP3A-Substraten ist zu vermeiden, und es sind nach Möglichkeit alternative

Arzneimittel anzuwenden, die weniger empfindlich für eine CYP3A4-Inhibition sind.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Auswirkungen anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Duvelisib

Starke und moderate CYP3A4-Induktoren

Die gleichzeitige einmal tägliche Anwendung von 600 mg Rifampin, einem starken CYP3A-Induktor,

über einen Zeitraum von 7 Tagen, und einer oralen Duvelisib-Einzeldosis von 25 mg bei gesunden

Erwachsenen (N = 13) verringerte die C

von Duvelisib um 66 % und seine AUC um 82 %. Die

gleichzeitige Anwendung mit einem starken CYP3A-Induktor verringert die Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-Kurve (

Area Under the Curve

, AUC) von Duvelisib (siehe Abschnitt 5.2), was zu

einer Reduzierung der Wirksamkeit von Duvelisib führen kann. Die gleichzeitige Anwendung von

Duvelisib mit starken CYP3A4-Induktoren (z. B. Apalutamid, Carbamazepin, Enzalutamid, Mitotan,

Phenytoin, Rifampin, Johanniskraut) ist zu vermeiden.

Die gleichzeitige zweimal tägliche Anwendung von 200 mg Etravirin, einem moderaten CYP3A-

Induktor, über einen Zeitraum von 10 Tagen, und einer oralen Duvelisib-Einzeldosis von 25 mg bei

gesunden Erwachsenen (N = 20) verringerte die C

von Duvelisib um 16 % und seine AUC um

35 %. Die gleichzeitige Anwendung von Duvelisib mit moderaten CYP3A-Induktoren verringert die

AUC von Duvelisib um weniger als das 1,5-Fache, und eine Reduzierung der Dosis wird nicht

empfohlen. Beispiele für moderate CYP3A4-Induktoren sind Bosentan, Efavirenz, Etravirin,

Phenobarbital und Primidon. Wenn ein moderater CYP3A4-Induktor angewendet werden muss, ist der

Patient engmaschig auf eine potenzielle mangelnde Wirksamkeit zu überwachen. Beispiele: Bosentan,

Efavirenz, Etravirin, Phenobarbital, Primidon.

Starke und moderate CYP3A-Inhibitoren

Die gleichzeitige Anwendung des starken CYP3A-Inhibitors Ketoconazol (bei einer Dosis von 200 mg

zweimal täglich (BID) über einen Zeitraum von 5 Tagen) und einer oralen Duvelisib-Einzeldosis von

10 mg bei gesunden Erwachsenen (n = 16) erhöhte die C

von Duvelisib um das 1,7-Fache und seine

AUC um das 4-Fache. Aufgrund der zeitabhängigen Autoinhibition von CYP3A4 ist die

Empfindlichkeit von Duvelisib für moderate und starke CYP3A4-Inhibitoren unter Steady-State-

Bedingungen vermindert. Auf der Grundlage von Physiologie-basierter pharmakokinetischer (PBPK-

)Modellierung und Simulation wird die erhöhte Exposition gegenüber Duvelisib im Steady-State bei

Krebspatienten auf das 1,6-Fache geschätzt, wenn Duvelisib gleichzeitig mit starken CYP3A4-

Inhibitoren wie Ketoconazol und Itraconazol angewendet wird.

Die Duvelisib-Dosis ist auf 15 mg zweimal täglich zu reduzieren, wenn es gleichzeitig mit einem

starken CYP3A4-Inhibitor (siehe Abschnitt 4.2) (z. B. Ketoconazol, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir,

Saquinavir, Clarithromycin, Telithromycin, Itraconazol, Nefazodon, Cobicistat, Voriconazol und

Posaconazol sowie Grapefruitsaft) angewendet wird.

Auf Grundlage der PBPK-Modellierung und -Simulation wird geschätzt, dass die gleichzeitige

Anwendung moderater CYP3A4-Inhibitoren keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf die

Exposition gegenüber Duvelisib hat. Eine Reduzierung der Duvelisib-Dosis ist bei gleichzeitiger

Anwendung mit moderaten CYP3A4-Inhibitoren (siehe Abschnitte 4.2) (z. B. Aprepitant,

Ciprofloxacin, Conivaptan, Crizotinib, Ciclosporin, Diltiazem, Dronedaron, Erythromycin,

Fluconazol, Fluvoxamin, Imatinib, Tofisopam, Verapamil) nicht erforderlich.

Auswirkungen von Duvelisib auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

CYP3A4-Substrate

Die gleichzeitige Anwendung mehrerer Dosen von Duvelisib 25 mg BID über einen Zeitraum von

5 Tagen und einer oralen 2-mg-Einzeldosis von Midazolam, einem empfindlichen CYP3A4-Substrat,

bei gesunden Erwachsenen (N = 14) erhöhte die AUC von Midazolam um das 4,3-Fache und seine

um das 2,2-Fache. PBPK-Simulationen bei Krebspatienten unter Steady-State-Bedingungen

haben gezeigt, dass die C

und AUC von Midazolam um ca. das 2,5-Fache bzw. um ≥ das 5-Fache

ansteigen würden. Die gleichzeitige Anwendung von Midazolam und Duvelisib ist zu vermeiden.

Duvelisib und sein Hauptmetabolit, IPI-656-, sind starke CYP3A4-Inhibitoren. Eine Reduzierung der

Dosis von CYP3A4-Substraten ist bei gleichzeitiger Anwendung mit Duvelisib in Erwägung zu

ziehen, insbesondere bei Arzneimitteln mit geringer therapeutischer Breite. Patienten sind auf

Anzeichen für Toxizitäten des gleichzeitigen angewendeten empfindlichen CYP3A-Substrats zu

überwachen. Beispiele für empfindliche Substrate sind:

Alfentanil, Avanafil, Buspiron, Conivaptan,

Darifenacin, Darunavir, Ebastin, Everolimus, Ibrutinib, Lomitapid, Lovastatin, Midazolam,

Naloxegol, Nisoldipin, Saquinavir, Simvastatin, Sirolimus, Tacrolimus, Tipranavir, Triazolam,

Vardenafil, Budesonid, Dasatinib, Dronedaron, Eletriptan, Eplerenon, Felodipin, Indinavir, Lurasidon,

Maraviroc, Quetiapin, Sildenafil, Ticagrelor, Tolvaptan. Beispiele für mäßig empfindliche Substrate

sind:

Alprazolam, Aprepitant, Atorvastatin, Colchicin, Eliglustat, Pimozid, Rilpivirin, Rivaroxaban,

Tadalafil. Diese Liste ist nicht erschöpfend und soll lediglich als Leitfaden dienen. Die SmPC für das

andere Arzneimittel ist hinsichtlich Empfehlungen zur gleichzeitigen Anwendung mit CYP3A4-

Inhibitoren zurate zu ziehen (siehe Abschnitt 4.4).

Hormonelle Empfängnisverhütungsmittel

Es ist nicht bekannt, ob Duvelisib die Wirksamkeit hormoneller Empfängnisverhütungsmittel

vermindert. Daher sind Frauen, die hormonelle Empfängnisverhütungsmittel anwenden, anzuweisen,

zusätzlich eine Barrieremethode als zweite Form der Verhütung anzuwenden (siehe Abschnitt 4.6).

Protonenpumpenhemmer

Eine populationspharmakokinetische (POPPK-)Analyse hat gezeigt, dass Protonenpumpenhemmer

Proton Pump Inhibitors

, PPI) die Exposition gegenüber COPIKTRA nicht beeinflussen. PPI dürfen

gleichzeitig mit Duvelisib angewendet werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Duvelisib bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien lassen bei klinisch relevanten Expositionen nicht auf direkte oder indirekte

schädliche Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität schließen (siehe Abschnitt 5.3).

Aus Vorsichtsgründen wird empfohlen, die Anwendung von Copiktra während der Schwangerschaft

möglichst zu vermeiden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Duvelisib und seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch

übergehen. Ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Das Stillen sollte

während der Behandlung mit Copiktra und mindestens 1 Monat lang nach der letzten Dosis

unterbrochen werden.

Fertilität

Humandaten über die Auswirkungen von Duvelisib auf die Fertilität liegen nicht vor. Bei Ratten, nicht

aber bei Affen, wurden Auswirkungen auf die Hoden beobachtet.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Copiktra hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen (Inzidenz ≥ 20 %) sind Diarrhö oder Kolitis,

Neutropenie, Ausschlag, Ermüdung, Fieber, Husten, Übelkeit, Infektion der oberen Atemwege,

Pneumonie, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems und Anämie.

Die am häufigsten berichteten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren Pneumonie, Kolitis und

Diarrhö.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die im Zusammenhang mit der Duvelisib-Therapie berichteten Nebenwirkungen sind in Tabelle 2

nach Systemorganklasse und Häufigkeit angegeben. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr

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Copiktra (Duvelisib)

Übersicht über Copiktra und warum es in der EU zugelassen ist

Was ist Copiktra und wofür wird es angewendet?

Copiktra ist ein Krebsarzneimittel, das zur Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL,

einer Krebserkrankung weißer Blutkörperchen namens B-Lymphozyten) und des follikulären Lymphoms

(eine weitere Krebserkrankung, die B-Lymphozyten befällt) angewendet wird.

Bei CLL wird Copiktra bei Patienten angewendet, deren Erkrankung wieder aufgetreten ist oder sich

nach mindestens zwei anderen Behandlungen nicht gebessert hat. Bei follikulärem Lymphom wird es

bei Patienten angewendet, deren Erkrankung sich nach mindestens zwei anderen Behandlungen nicht

gebessert hat.

Copiktra enthält den Wirkstoff Duvelisib.

Wie wird Copiktra angewendet?

Copiktra ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich und die Behandlung sollte von einem in der

Anwendung von Krebsarzneimitteln erfahrenen Arzt verschrieben werden.

Copiktra ist als Kapseln zum Einnehmen erhältlich; die empfohlene Dosis beträgt 25 mg zweimal

täglich. Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, wie beim Patienten eine Besserung erzielt

wird oder er stabil bleibt und die Nebenwirkungen tolerierbar sind. Bei Auftreten bestimmter

Nebenwirkungen kann der Arzt die Dosis reduzieren oder die Behandlung vorübergehend oder

dauerhaft aussetzen. Gegebenenfalls muss die Dosis auch bei Patienten verringert werden, die andere

Arzneimittel einnehmen, die die Duvelisib-Menge im Körper erhöhen.

Eine Infektion sollte vor Beginn der Behandlung mit Copiktra behandelt werden, und die Patienten

sollten während der Behandlung mit Copiktra auch auf Infektionen überwacht werden.

Weitere Informationen zur Anwendung von Copiktra entnehmen Sie der Packungsbeilage, oder wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie wirkt Copiktra?

Der Wirkstoff in Copiktra, Duvelisib, hemmt die Wirkungen bestimmter Enzyme (PI3K-Delta und PI3K-

Gamma), die bei Blutkrebs überaktiv sind. Diese Enzyme ermöglichen das Wachstum und das

Copiktra (Duvelisib)

EMA/188045/2021

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Überleben der Krebszellen. Durch das Hemmen der Wirkungen der Enzyme führt Duvelisib zum

Absterben der Krebszellen und verzögert oder stoppt somit das Fortschreiten der Krebserkrankung.

Welchen Nutzen hat Copiktra in den Studien gezeigt?

Eine Hauptstudie bei Leukämie zeigte, dass Copiktra bei Patienten mit CLL, die sich nach mindestens

zwei anderen Behandlungen nicht gebessert hatte oder erneut aufgetreten war, wirksamer war als

Ofatumumab, ein anderes Arzneimittel gegen Krebs. Bei den 196 an der Studie teilnehmenden

Patienten lebten die mit Copiktra behandelten Patienten durchschnittlich 16 Monate, bis sich die

Krebserkrankung verschlimmerte, verglichen mit 9 Monaten bei den mit Ofatumumab behandelten

Patienten.

In einer zweiten Hauptstudie war Copiktra beim Ansprechen von Patienten mit follikulärem Lymphom,

deren Krebserkrankung sich nach zwei vorausgegangenen Behandlungen nicht gebessert hatte,

wirksam: 40 % dieser Patienten (29 von 73) sprachen auf die Behandlung an.

Welche Risiken sind mit Copiktra verbunden?

Sehr häufige Nebenwirkungen von Copiktra (die mehr als 2 von 10 Behandelten betreffen können) sind

Diarrhö (Durchfall) oder Colitis (Entzündung des Dickdarms)‚ Neutropenie (niedrige Anzahl der

Neutrophilen, einer Art weißer Blutkörperchen), Hautausschlag, Müdigkeit, Fieber, Husten, Nausea

(Übelkeit), Infektionen der oberen Atemwege (Infektionen der Nase und des Rachens), Pneumonie

(Lungenentzündung), Muskel-Skelett-Schmerzen (Schmerzen in den Muskeln und Knochen) und

Anämie (niedrige Zahl roter Blutkörperchen).

Sehr häufige schwere Nebenwirkungen waren Pneumonie (Lungenentzündung), Colitis (Entzündung

des Dickdarms) und Diarrhö (Durchfall).

Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Copiktra berichteten Nebenwirkungen und

Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Warum wurde Copiktra in der EU zugelassen?

Copiktra hat sich beim Verzögern der Verschlimmerung der Erkrankung bei Patienten mit CLL als

wirksam erwiesen, wenn sich die Krankheit nach mindestens zwei vorausgegangenen Behandlungen

nicht gebessert hatte oder erneut aufgetreten war. Darüber hinaus war das Arzneimittel bei Patienten

mit follikulärem Lymphom, das sich nach mindestens zwei vorherigen Behandlungen nicht gebessert

hatte, wirksam. Das Sicherheitsprofil von Copiktra wurde als akzeptabel eingestuft. Die Europäische

Arzneimittel-Agentur gelangte daher zu dem Schluss, dass der Nutzen von Copiktra gegenüber den

Risiken überwiegt und dass es in der EU zugelassen werden kann.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Copiktra ergriffen?

Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen zur sicheren und wirksamen Anwendung von Copiktra, die

von Angehörigen der Heilberufe und Patienten befolgt werden müssen, wurden in die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage aufgenommen.

Wie bei allen Arzneimitteln werden Daten zur Anwendung von Copiktra kontinuierlich überwacht.

Gemeldete Nebenwirkungen von Copiktra werden sorgfältig ausgewertet und alle notwendigen

Maßnahmen zum Schutz der Patienten ergriffen.

Copiktra (Duvelisib)

EMA/188045/2021

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Weitere Informationen über Copiktra

Weitere Informationen zu Copiktra finden Sie auf den Internetseiten der Agentur:

ema.europa.eu/medicines/human/EPAR/copiktra.

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