Cisplatin Hetero 1 mg/ ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

16-12-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

16-12-2020

Wirkstoff:
Cisplatin
Verfügbar ab:
AMAROX PHARMA GmbH (8110952)
INN (Internationale Bezeichnung):
Cisplatin
Darreichungsform:
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Zusammensetzung:
Cisplatin (15579) 1 Milligramm
Verabreichungsweg:
intravenöse Anwendung
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
97321.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-08-07

Lesen Sie das vollständige Dokument

Cisplatin Hetero 1 mg/ ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Cisplatin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Cisplatin Hetero und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Cisplatin Hetero beachten?

Wie ist Cisplatin Hetero anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Cisplatin Hetero aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Cisplatin Hetero und wofür wird es angewendet?

Cisplatin gehört zur Arzneimittelgruppe der so genannten Zytostatika, die zur Behandlung von

Krebserkrankungen eingesetzt werden. Cisplatin kann als Einzelpräparat eingesetzt werden, es

wird jedoch meist in Kombination mit anderen Zytostatika angewendet.

Wofür wird das Arzneimittel angewendet?

Cisplatin wird bei der Behandlung von Hoden-, Eierstock- und Blasenkrebs, und bei

Krebserkrankungen im Hals- und Kopfbereich und bei Lungenkrebs verwendet. In Kombination

mit einer Strahlentherapie wird Cisplatin bei der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

verwendet.

Ihr Arzt wird Ihnen weitere Informationen geben.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Cisplatin Hetero beachten?

Cisplatin Hetero darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Cisplatin oder Platinverbindungen oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie Nierenbeschwerden (eine Nierenfunktionsstörung) haben

wenn Sie an Flüssigkeitsmangel (Dehydratation) Leiden

wenn Ihre Knochenmarkfunktion stark eingeschränkt ist, wobei folgende Symptome

auftreten können: extreme Müdigkeit, leichtes Auftreten von blauen Flecken oder Blutungen,

Auftreten von Infektionen

wenn Ihr Hörvermögen beeinträchtigt ist

wenn Sie an Erkrankungen des Nervensystems leiden, die durch Cisplatin bedingt sind

wenn Sie stillen

wenn Sie gleichzeitig Lebendimpfstoffe erhalten, einschließlich Gelbfieberimpfstoff wenn

Sie gleichzeitig eine vorbeugende Behandlung mit Phenytoin erhalten (siehe unten

„Anwendung von Cisplatin Hetero zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Cisplatin anwenden.

Ihr Arzt wird Untersuchungen durchführen, um Ihre Calcium-, Natrium-, Kalium-, und

Magnesium-Spiegel im Blut zu bestimmen, und er wird Ihr Blutbild, Ihre Leber- und

Nierenfunktion ebenso wie die neurologischen Funktionen kontrollieren.

Die Verabreichung von Cisplatin sollte nur unter Aufsicht eines Facharztes erfolgen, der

Erfahrung in der Durchführung einer Chemotherapie besitzt.

Vor jeder Behandlung mit Cisplatin wird Ihr Gehör untersucht.

Wenn Sie an Erkrankungen des Nervensystems leiden, die nicht durch Cisplatin bedingt

sind.

Wenn Sie an einer Infektion erkrankt sind. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie Kinder haben möchten (siehe Abschnitt Schwangerschaft, Stillzeit und

Zeugungsfähigkeit).

Falls Cisplatin verschüttet wird, muss der betroffene Hautbereich sofort mit Wasser und

Seife abgewaschen werden. Wenn Cisplatin außerhalb von Blutgefäßen infundiert wird,

muss die Anwendung sofort beendet werden. Ein Eindringen von Cisplatin in die Haut kann

zu Gewebeschäden führen (Cellulitis, Fibrose und Nekrose).

Bitte informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn eine oder mehrere dieser Aussagen in der

Vergangenheit auf Sie zutrafen.

Anwendung von Cisplatin Hetero zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte beachten Sie, dass diese Aussagen auch auf Arzneimittel zutreffen können, die vor einiger

Zeit angewendet wurden oder zukünftig angewendet werden sollen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen,

auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Eine gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die die

Knochenmarkfunktion

hemmen,

oder eine Strahlentherapie können die Nebenwirkungen von Cisplatin auf das Knochenmark

verstärken.

Die Toxizität (Giftigkeit) von Cisplatin kann verstärkt werden, wenn es gleichzeitig mit

anderen

Zytostatika

(Arzneimittel zur Krebsbehandlung) angewendet wird, wie z. B.

Bleomycin und Methotrexat.

Präparate zur Behandlung von Bluthochdruck (

blutdrucksenkende

Mittel, die Furosemid,

Hydralazin, Diazoxid und Propranolol enthalten) können die toxische Wirkung von Cisplatin

auf die Nieren verstärken.

Die Toxizität von Cisplatin kann die Nieren schwer beeinträchtigen, wenn die Anwendung

zusammen mit Wirkstoffen erfolgt, die Nebenwirkungen auf die Niere ausüben, wie z. B.

Arzneimittel zur Vorbeugung/Behandlung bestimmter Infektionen (

Antibiotika

Cephalosporine, Aminoglycoside und/oder Amphotericin B) sowie

Kontrastmittel

Die Toxizität von Cisplatin kann das Hörvermögen beeinträchtigen, wenn es gleichzeitig mit

Wirkstoffen angewendet wird, die das Gehör schädigen, wie z. B.

Aminoglycoside

Wenn Sie während Ihrer Cisplatin-Therapie Arzneimittel zur

Gichtbehandlung

einnehmen,

muss möglicherweise die Dosis dieser Präparate angepasst werden (z. B. Allopurinol,

Colchicin, Probenecid und/oder Sulfinpyrazon).

Die Verabreichung von Arzneimitteln, die die Harnausscheidung erhöhen

Schleifendiuretika

), kann bei gleichzeitiger Anwendung von Cisplatin (Cisplatindosis:

mehr als 60 mg/m², Urinauscheidung: weniger als 1000 ml pro 24 Stunden) zu toxischen

Wirkungen auf die Nieren und das Hörvermögen führen.

Die ersten Anzeichen einer Gehörschädigung (Schwindelgefühl und/oder Tinnitus) können

verborgen bleiben, wenn Sie während Ihrer Cisplatin-Therapie auch mit Arzneimitteln gegen

Überempfindlichkeit behandeltwerden (

Antihistaminika

wie Buclizin, Cyclizin, Loxapin,

Meclozin, Phenothiazine, Thioxanthene und/oder Trimethobenzamide).

Wird Cisplatin in Kombination mit Ifosphamid verabreicht, kann es zu einer

Beeinträchtigung des Hörvermögens kommen.

Die Wirkungen der Cisplatin-Behandlung können durch die gleichzeitige Gabe von

Pyridoxin

Hexamethylmelamin

herabgesetzt werden.

Cisplatin kann in Kombination mit

Bleomycin

Vinblastin

zu Blässe oder Blaufärbung

der Finger und/oder Zehen führen (Raynaud-Phänomen).

Die Anwendung von Cisplatin vor der Behandlung mit

Paclitaxel

oder in Kombination mit

Docetaxel kann zu schweren Nervenschäden führen.

Die kombinierte Anwendung von Cisplatin mit

Bleomycin

Etoposid

kann die

Lithiumspiegel im Blut herabsetzen. Daher sollten die Lithiumspiegel regelmäßig überprüft

werden.

Die Wirkungen von

Phenytoin

in der Behandlung der Epilepsie werden durch Cisplatin

verringert.

Chelatbildner wie

Penicillamin

können die Wirksamkeit von Cisplatin herabsetzen.

Cisplatin kann die Wirksamkeit von Gerinnungshemmern (

Antikoagulanzien

) negativ

beeinflussen. Daher sollte die Blutgerinnung im Fall einer kombinierten Behandlung

häufiger überprüft werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Cisplatin und

Ciclosporin

kann das Immunsystem

schwächen, wobei das Risiko einer vermehrten Produktion weißer Blutkörperchen

(Lymphozyten) besteht.

Innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung der Behandlung mit Cisplatin sollten Sie keine

Impfungen mit

Lebendimpfstoffen

erhalten.

Wenn Sie mit Cisplatin behandelt werden, dürfen Sie keine

Gelbfieberimpfung

erhalten

(siehe auch „Cisplatin Hetero

darf nicht angewendet werden“).

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Schwangerschaft

Fragen Sie vor dem Beginn der Anwendung bzw. Verabreichung von Cisplatin Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat.

Cisplatin darf während der

Schwangerschaft

nicht verwendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält

dies für eindeutig erforderlich. Sie müssen während und für mindestens 6 Monate nach der

Behandlung mit Cisplatin eine wirksame Empfängnisverhütung verwenden.

Stillzeit

Während Ihrer Behandlung mit Cisplatin dürfen Sie nicht stillen.

Fertilität

Männliche Patienten

sollten während der Behandlung mit Cisplatin und für bis zu 6 Monate

danach kein Kind zeugen. Außerdem sollten sich Männer vor der Behandlung mit Cisplatin

Hetero

über die Kryokonservierung (Kältekonservierung) von Sperma beraten lassen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Cisplatin kann Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit und/oder Erbrechen verursachen. Wenn Sie

unter diesen Nebenwirkungen leiden, sollten Sie auf das Bedienen von Maschinen, die Ihre

volle Aufmerksamkeit erfordern, verzichten.

Cisplatin Hetero enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Milliliter.

3.

Wie ist Cisplatin Hetero anzuwenden?

Dosierung und Art der Anwendung

Cisplatin darf nur von einem Facharzt für die Krebsbehandlung verabreicht werden. Das

Konzentrat wird mit einer glucosehaltigen Natriumchloridlösung verdünnt.

Cisplatin wird ausschließlich als Injektion in eine Vene (intravenöse Infusion) angewendet.

Cisplatin darf nicht mit aluminiumhaltigen Materialien in Berührung kommen.

Die empfohlene Dosierung von Cisplatin richtet sich nach Ihrem Allgemeinzustand, den zu

erwartenden Wirkungen der Behandlung und ob Cisplatin allein (als Monotherapie) oder

zusammen mit anderen Arzneimitteln (als Kombinationstherapie) verabreicht wird.

Cisplatin (Monotherapie):

Die folgenden Dosierungen werden empfohlen:

− Eine

Einzeldosis

von 50 bis 120 mg/m² Körperoberfläche alle 3 bis 4 Wochen.

− 15 bis 20 mg/m² pro Tag über einen Zeitraum von 5 Tagen, alle 3 bis 4 Wochen.

Cisplatin in Kombination mit anderen Chemotherapeutika (Kombinations-

Chemotherapie):

− 20 mg/m² oder mehr, einmal alle 3 bis 4 Wochen.

Zur Behandlung des Gebärmutterhalskrebses wird Cisplatin in Kombination mit einer

Strahlentherapie angewendet.

− Die übliche Dosis beträgt 40 mg/m² wöchentlich über eine Dauer von 6 Wochen.

Um Nierenprobleme zu verhindern bzw. zu vermindern, sollten Sie nach der Behandlung mit

Cisplatin über einen Zeitraum von 24 Stunden reichlich Wasser trinken.

Wenn Sie eine größere Menge von Cisplatin Hetero erhalten haben, als Sie sollten

Ihr Arzt wird sicherstellen, dass die richtige Dosis für Ihre Erkrankung verabreicht wird. Im

Falle einer Überdosierung können verstärkte Nebenwirkungen auftreten. Ihr Arzt kann Ihnen

eine symptomatische Behandlung für diese Nebenwirkungen verabreichen. Wenn Sie vermuten,

eine zu hohe Dosis Cisplatin erhalten zu haben, verständigen Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Wenn bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt vor der nächsten

Behandlung darüber informieren.

Benachrichtigen Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden

Anzeichen bemerken:

anhaltender bzw. starker Durchfall oder Erbrechen

Stomatitis/Mukositis (wunde Lippen oder Geschwüre im Mund)

Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund oder Hals

unerklärliche Atembeschwerden wie unproduktiver Husten, Atemschwierigkeiten oder

rasselnde Atemgeräusche

Schluckbeschwerden

Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern oder Zehen

extreme Müdigkeit

ungewöhnliche Blutergüsse oder Blutungen

Anzeichen einer Infektion wie Halsschmerzen und erhöhte Temperatur

Missempfindungen in der Nähe oder direkt an der Einstichstelle während der Infusion

Starke Schmerzen oder Schwellungen in einem Bein, Schmerzen in der Brust oder

Atembeschwerden (dies können Anzeichen gefährlicher Blutgerinnsel in einer Vene sein)

(häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten treffen).

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Rückgang der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), so dass Infektionen mit

größerer Wahrscheinlichkeit auftreten

Rückgang der Anzahl der Blutplättchen mit erhöhtem Risiko für blaue Flecken und

Blutungen (Thrombozytopenie)

Rückgang der Anzahl der roten Blutkörperchen, wodurch es zu Hautblässe, Schwächeoder

Atemnot kommen kann (Anämie)

Nierenfunktionsstörungen wie Ausfall der Urinproduktion (Anurie)

Harnvergiftung des Blutes (Urämie)

Niedrige Elektrolytwerte (Natrium).

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Blutvergiftung (Sepsis)

Schädigung am Nervensystem (Neurotoxizität)

unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie), einschließlich verlangsamter Herzschlag

(Bradykardie), beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)

Venenentzündung (Phlebitis) an der Einstichstelle

Atemnot (Dyspnoe), Lungenentzündung (Pneumonie) und Atemversagen

Rötung und Entzündung der Haut (Erythem, Hautgeschwür) im Bereich der Einstichstelle,

Schwellung (Ödem), Schmerzen im Bereich der Einstichstelle.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Erkrankungen des Immunsystems: Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich

Hautausschlag, Ekzem mit starkem Juckreiz und Knötchenbildung (Urtikaria), Rötung und

Entzündung der Haut (Erythem) oder Juckreiz (Pruritus), schwere

Überemfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktion) mit Symptomen wie Schwellung

des Gesichts und Fieber, niedrigem Blutdruck (Hypotonie), beschleunigtem Herzschlag

(Tachykardie), Atemnot (Dyspnoe), Atemnot infolge von Muskelkrämpfen in den

Atemwegen (Bronchospasmus)

erniedrigte Elektrolytwerte (Magnesium)

Verlust des Hörvermögens (Ototoxizität)

gestörte Produktion von Spermien und Eizellen, und schmerzhaftes Brustwachstum bei

Männern (Gynäkomastie)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

erhöhtes Risiko für Blutkrebs (akute Leukämie)

Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression)

erhöhte Cholesterinwerte im Blut (Hypercholesterinämie)

periphere Neuropathie der sensorischen Nerven (beidseitige sensorische Neuropathie),

gekennzeichnet durch grundloses Kribbeln, Jucken oder Prickeln und gelegentlich

gekennzeichnet durch einen Verlust des Geschmacksempfindens, Tastempfindens und

Sehvermögens und Gehirnstörungen (Verwirrtheit, lallende Aussprache, manchmal

Erblindung, Gedächtnisverlust und Lähmungen); plötzlich auftretende einschießende

Schmerzen aus dem Nacken über den Rücken in die Beine beim Vorbeugen, Erkrankung des

Rückenmarks, Krampfanfälle, Verlust bestimmter Gehirnfunktionen, einschließlich

zerebraler Dysfunktion gekennzeichnet durch Krämpfe und vermindertes Bewusstsein

(Enzephalopathie), Verschluss der Halsschlagader

Entzündung des Sehnervs mit Schmerzen und eingeschränkter Funktion der Nerven

(Optikusneuritis), Störung der Augenbewegungen

koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt

erhöhter Blutdruck (Hypertonie)

Entzündung der Schleimhäute im Mund (Stomatitis)

verminderte Eiweißspiegel im Blut (Albumin.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Anfälle (Krampfanfälle)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

erhöhte Amylasewerte (Enzym) im Blut

Niedrige Elektrolytwerte (Magnesium, Calcium, Natrium, Phosphat, Kalium) im Blut mit

Muskelkrämpfen und/oder Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG), Dehydratation,

ungewollte Muskelkontraktionen (Tetanie).

Schlaganfall, (hämorrhagisch oder ischämisch)

Verlust des Sehvermögens ( Erblindung), Schwierigkeiten bei der Farbwahrnehmung,

verschwommenes Sehen, Schwellung (Papillenödem)

Taubheit, Ohrensausen

Herzerkrankungen

Störung des Blutflusses, z. B. im Gehirn, aber auch in den Fingern und Zehen (Raynaud-

Syndrom)

Lungenembolie

Appetitlosigkeit (Anorexie), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Schluckauf

Haarausfall (Alopezie), Hautausschlag

Fieber, Schwäche (Asthenie), Unwohlsein

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Cisplatin Hetero aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Durchstechflasche und dem Umkarton nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nach der Verdünnung:

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde für 8 Stunden

bei 15-25 °C bei Umgebungslicht und 24 Stunden bei 15-25 °C unter Lichtschutz

nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden, es sei denn, das

Öffnungs-/Verdünnungsverfahren schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus.

Falls das Produkt nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungsbedingungen und -

zeiten der gebrauchsfertigen Lösung in der Verantwortung des Anwenders.

Die verdünnte Lösung sollte vor Licht geschützt werden. Verdünnte Lösungen nicht im

Kühlschrank oder Gefrierschrank lagern.

Wenn die Lösung trüb ist oder nicht lösliche Ausfällungen enthält, muss die Flasche entsorgt

werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen

damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Cisplatin Hetero enthält

Der Wirkstoff ist Cisplatin. 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösungslösung

enthält 1 mg Cisplatin.

1 Durchstechflasche mit 50 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 50 mg

Cisplatin.

1 Durchstechflasche mit 100 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 100

mg Cisplatin.

Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Salzsäure (zur pH-Einstellung),

Natriumhydroxid-Lösung (zur pH-Einstellung) und Wasser für Injektionszwecke.

Wie Cisplatin Hetero aussieht und Inhalt der Packung

Dieses Arzneimittel ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Cisplatin ist eine klare, farblose bis blassgelbe Lösung.

50 ml Durchstechflasche: 50 ml Braunglasdurchstechflasche, Typ I-Glas, mit Gummistopfen

aus Flurotec und lilafarbener Flip-off-Siegelkappe aus Aluminium.

100 ml Durchstechflasche: 100 ml Braunglasdurchstechflasche, Typ I-Glas, mit Gummistopfen

aus Flurotec und lilafarbener Flip-off-Siegelkappe aus Aluminium.

Packungsgrößen:

1 x 50 ml Durchstechflasche

1 x 100 ml Durchstechflasche

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Amarox Pharma GmbH

Hans-Stieβberger-Str. 2a

85540 Haar

Hersteller

Pharmadox Healthcare Ltd.

KW20A Kordin Industrial Park

Paola, PLA 3000

Malta

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Portugal:

Cisplatina Hetero

Deutschland:

Cisplatin Hetero 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2020.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Zubereitung und Handhabung des Arzneimittels

Die lokalen Richtlinien zur Handhabung von Zytostatika sind zu beachten. Wie bei allen

antineoplastischen Produkten ist entsprechende Vorsicht bei der Handhabung von Cisplatin

erforderlich. Die Verdünnung ist von qualifiziertem Fachpersonal unter aseptischen

Bedingungen in einer Sicherheitswerkbank an einem speziell dafür vorgesehenen Platz

durchzuführen. Ein Schutzmantel und Schutzhandschuhe sind zu tragen. Wenn keine

Sicherheitswerkbank verfügbar ist, sind zudem ein Gesichtsschutz und eine Schutzbrille zu

tragen. Es müssen Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung des Kontaktes mit Haut und

Schleimhäuten getroffen werden. Sollte es dennoch zu Hautkontakt kommen, sollte die Haut

sofort mit Wasser und Seife abgewaschen werden.

Nach Hautkontakt wurden Kribbeln, Brennen und Rötung beobachtet. Bei Kontakt mit den

Schleimhäuten sind diese ausgiebig mit Wasser zu spülen. Nach einer Inhalation wurde über

Dyspnoe, Brustschmerzen, Halsreizung und Übelkeit berichtet.

Im Falle eines Verschüttens sollte der Anwender Handschuhe anziehen und das verschüttete

Material mit einem Schwamm, der für diese Zwecke im Arbeitsbereich aufbewahrt wird,

aufwischen. Der Bereich ist zweimal mit Wasser zu spülen. Jegliche Lösung und Schwämme

sind in einen Kunststoffbeutel zu geben und dieser ist zu versiegeln.

Schwangere dürfen nicht mit Zytostatika in Kontakt kommen.

Körperausscheidungen und Erbrochenes sollten vorsichtig entsorgt werden.

Falls die Lösung trübe erscheint oder unlösliche Präzipitate aufweist, ist die Flasche zu

verwerfen.

Beschädigte Flaschen sind unter Beachtung derselben Vorsichtsmaßnahmen zu betrachten und

behandeln wie kontaminiertes Abfallmaterial. Kontaminiertes Abfallmaterial muss in speziell

ausgewiesenen Abfallbehältern gelagert werden; siehe Abschnitt „Entsorgung“.

Vorbereitung der intravenösen Anwendung

Die benötigte Menge Lösung aus der Durchstechflasche entnehmen und mit mindestens 1 Liter

der folgenden Lösungen verdünnen:

Natriumchlorid 9 mg/ml (0.9%);

Mischung aus Natriumchlorid 9 mg/ml (0.9%)/ Glucose 50 mg/ ml (5%) (1:1), (resultierende

Konzentrationen: Natriumchlorid 4.5 mg/ml (0. 45%), Glucose 25 mg/ml (2. 5%));

Die Injektionslösung vor der Anwendung immer in Augenschein nehmen. Es darf nur eine klare

Lösung ohne Partikel angewendet werden.

DARF NICHT mit Infusionsmaterialien in Kontakt kommen, die Aluminium enthalten.

DARF NICHT unverdünnt anwenden.

Zur mikrobiologischen, chemischen und physikalischen Haltbarkeit der unverdünnten Lösung

siehe Abschnitt siehe Abschnitt „Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung“.

Herstellung der intravenösen Lösung -Warnhinweis

Wie bei anderen potenziell toxischen Produkten müssen bei der Handhabung von Cisplatin

unbedingt Vorsichtsmaßnahmen befolgt werden.

Bei einer versehentlichen Exposition gegenüber dem Produkt kann es zu Hautläsionen kommen.

Es empfiehlt sich, Schutzhandschuhe zu tragen. Bei einem Kontakt der Cisplatin-Lösung mit

der Haut oder Schleimhäuten den betroffenen Bereich gründlich mit Seife und Wasser waschen.

Es empfiehlt sich die Befolgung angemessener Verfahren zur Handhabung und Beseitigung von

Zytostatika.

Stellen Sie vor der Verabreichung der Lösung an den Patienten sicher, dass die Lösung klar und

frei von Partikeln ist.

Entsorgung

Alle für die Zubereitung und Anwendung verwendeten oder anderweitig mit Cisplatin in

Kontakt gekommenen Materialien müssen in Übereinstimmung mit den lokalen Richtlinien für

zytotoxische Substanzen entsorgt werden. Arzneimittelreste sowie sämtliche Materialien, die für

die Verdünnung und Anwendung verwendet wurden, sind entsprechend den für zytotoxische

Substanzen geltenden Standardverfahren des Krankenhauses sowie in Übereinstimmung mit den

lokalen Anforderungen für die Entsorgung von Gefahrstoffen zu vernichten.

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Cisplatin Hetero 1mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösungslösung enthält 1 mg Cisplatin.

1 Durchstechflasche mit 50 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 50 mg

Cisplatin.

1 Durchstechflasche mit 100 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 100

mg Cisplatin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jeder Milliliter der Lösung enthält 3,5 mg (<1 mmol) Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Das Konzentrat ist eine klare und farblose bis gelbliche Lösung. Der pH-Wert liegt zwischen

3,5 und 6,5.

Die Osmolalität beträgt zwischen 250 und 350 mOsmol/kg.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Cisplatin ist angezeigt zur Behandlung des:

fortgeschrittenen oder metastasierten Hodenkarzinoms

fortgeschrittenen oder metastasierten Ovarialkarzinoms

fortgeschrittenen oder metastasierten Harnblasenkarzinoms

fortgeschrittenen oder metastasierten Plattenepithelkarzinoms im Kopf-

und Halsbereich

fortgeschrittenen oder metastasierten nicht-kleinzelligen

Bronchialkarzinoms

fortgeschrittenen oder metastasierten kleinzelligen Bronchialkarzinoms.

Cisplatin ist in Kombination mit einer Strahlentherapie zur Behandlung des Zervixkarzinoms

angezeigt.

Cisplatin kann als Monotherapie und als Kombinationstherapie eingesetzt werden.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene und Kinder

Die Cisplatin-Dosis ist abhängig von der Grunderkrankung, der zu erwartenden Reaktion und

ob Cisplatin als Monotherapie oder im Rahmen einer Kombinationschemotherapie angewendet

wird. Die Dosierungshinweise gelten sowohl für Erwachsene und als auch für Kinder.

Für die Monotherapie werden die beiden folgenden Dosierungsregime empfohlen:

Einzeldosis von 50 bis 120 mg/m² Körperoberfläche alle 3 bis 4 Wochen;

15 bis 20 mg/m

pro Tag über fünf Tage alle 3 bis 4 Wochen.

Wird Cisplatin im Rahmen einer Kombinationschemotherapie angewendet, so ist die Cisplatin-

Dosis zu reduzieren. Die übliche Dosis beträgt 20 mg/m² oder mehr, einmal alle 3 bis 4

Wochen.

Zur Behandlung des Zervixkarzinoms wird Cisplatin in Kombination mit einer Strahlentherapie

angewendet. Die übliche Dosis beträgt 40 mg/m² wöchentlich über eine Dauer von 6 Wochen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen, die vor Beginn des folgenden Behandlungszyklus zu

beachten sind, siehe Abschnitt 4.4.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Knochenmarkdepression ist die Dosis

entsprechend zu reduzieren.

Die entsprechend den Handhabungshinweisen zubereitete Cisplatin-Infusionslösung (siehe

Abschnitt 6.6) sollte über einen Zeitraum von 6 bis 8 Stunden intravenös infundiert werden.

Über einen Zeitraum von 2 bis 12 Stunden vor und mindestens 6 Stunden nach der Anwendung

von Cisplatin muss eine ausreichende Hydratation aufrechterhalten werden. Die Hydratation ist

erforderlich, um während und nach der Behandlung mit Cisplatin eine ausreichende Diurese zu

gewährleisten. Diese kann durch intravenöse Infusion einer der folgenden Lösungen erreicht

werden:

Natriumchlorid-Lösung 0,9 %;

Mischung von Natriumchloridlösung 0,9 % und Glucoselösung 5 % (1:1).

Hydratation vor der Behandlung mit Cisplatin:

Intravenöse Infusion von 100 bis 200 ml/Stunde über einen Zeitraum von 6 bis 12 Stunden,

wobei insgesamt mindestens 1 Liter zu infundieren ist.

Hydratation nach Beendigung der Verabreichung von Cisplatin:

Intravenöse Infusion von weiteren 2 Litern bei einer Geschwindigkeit von 100 bis 200

ml/Stunde über einen Zeitraum von 6 bis 12 Stunden.

Sollte die Harnausscheidung nach der Hydratation bei weniger als 100 bis 200 ml/Stunde

liegen, kann eine forcierte Diurese erforderlich sein. Diese kann durch intravenöse

Gabe von 37,5 g Mannitol als 10%ige Lösung (375 ml Mannitollösung 10 %) oder bei normaler

Nierenfunktion durch Gabe eines Diuretikums herbeigeführt werden.

Die Anwendung von Mannitol oder eines Diuretikums ist außerdem erforderlich, wenn die

angewendete Cisplatin-Dosis bei über 60 mg/m² Körperoberfläche liegt.

Nach der Infusion von Cisplatin ist es erforderlich, dass der Patient über 24 Stunden eine große

Menge an Flüssigkeit zu sich nimmt, um eine angemessene Harnausscheidung zu gewährleisten.

Art der Anwendung

Cisplatin Hetero 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist vor der

Anwendung zu verdünnen. Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung,

siehe Abschnitt 6.6.

Die verdünnte Lösung darf nur als intravenöse Infusion (siehe unten) angewendet werden. Bei

der Anwendung muss darauf geachtet werden, dass keine aluminiumhaltigen Materialien

(intravenöse Infusionssets, Nadeln, Katheter, Spritzen) mit Cisplatin in Kontakt kommen (siehe

Abschnitt 6.2).

4.3

Gegenanzeigen

Cisplatin ist kontraindiziert bei Patienten

- mit Überempfindlichkeit gegen Cisplatin oder andere Platinverbindungen oder einen der

in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

- mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <60 ml/min). Cisplatin ist

nephrotoxisch;

- die sich in dehydriertem Zustand befinden (Prä-und Posthydratation muss zur

Verhinderung einer schwerwiegenden Nierenfunktionsstörung durchgeführt werden);

- mit Myelosuppression;

- mit eingeschränktem Hörvermögen. Cisplatin ist neurotoxisch (insbesondere

ototoxisch);

- mit cisplatinbedingter Neuropathie;

- die stillen (siehe Abschnitt 4.6.);

- in Kombination mit Lebendimpfstoffen, einschließlich Gelbfieberimpfstoff (siehe

Abschnitt 4.5);

- in Kombination mit prophylaktisch eingesetztem Phenytoin (siehe Abschnitt 4.5);

- Die Nierentoxizität, Neurotoxizität und Ototoxizität sind kumulativ und müssen bei

vorbestehenden Erkrankungen berücksichtigt werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Cisplatin darf nur unter Aufsicht eines in der Anwendung von antineoplastischen

Chemotherapien erfahrenen Onkologen angewendet werden. Zur Behandlung etwaiger

anaphylaktischer Reaktionen sollten supportive Therapiemaßnahmen vorhanden sein.

Cisplatin reagiert mit metallischem Aluminium, mit dem es einen schwarzen Platin-

Niederschlag bildet.

Aluminiumhaltige Infusionsbestecke, Injektionsnadeln, Katheter und Spritzen sind zu

vermeiden.

Die Infusionslösung darf nicht mit anderen Arzneimitteln oder Zusätzen gemischt

werden.

Eine angemessene Überwachung und Durchführung der Behandlung sowie die Behandlung

möglicher Komplikationen ist nur möglich, wenn eine adäquate Diagnostik und genaue

Behandlungsbedingungen zur Verfügung stehen.

Vor, während und nach der Anwendung von Cisplatin müssen die folgenden Parameter bzw.

Organfunktionen bestimmt werden:

Nierenfunktion;

Leberfunktion;

hämatopoetische Funktionen;

Serumelektrolyte (Calcium, Natrium, Kalium, Magnesium).

Die erneute Gabe von Cisplatin ist gegebenenfalls so lange aufzuschieben, bis sich die

folgenden Werte wieder normalisiert haben:

- Serum-Kreatinin <130 µmol/l bzw. 1,5 mg/dl

- Harnstoff <25 mg/dl

- Leukozyten >4.000/μl bzw. >4,0×10

- Thrombozyten >100.000/μl bzw. >100×10

- Audiogramm: Ergebnisse im Normbereich.

Allergische Reaktionen

Wie bei anderen Arzneimitteln auf Platingrundlage kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen

kommen, die in den meisten Fällen während der Infusion auftreten und einen Abbruch der

Infusion sowie eine angemessene symptomatische Behandlung erforderlich machen. Es liegen

Berichte über anaphylaktoide Reaktionen auf Cisplatin vor. Diese Reaktionen können durch

Gabe von Antihistaminika, Adrenalin und/oder Glucocorticoiden unter Kontrolle gebracht

warden. Kreuzreaktionen mit gelegentlich tödlichem Ausgang wurden in Zusammenhang mit

allen Platinverbindungen berichtet (siehe Abschnitt 4.3 und Abschnitt 4.8).

Nephrotoxizität

Cisplatin verursacht schwere kumulative Nephrotoxizität. Eine Urinausscheidung von 100

ml/Stunde oder mehr kann dazu beitragen, die Nephrotoxizität von Cisplatin zu minimieren.

Dies kann durch Prähydratation mit 2 Litern einer geeigneten intravenösen Lösung sowie durch

entsprechende Posthydratation nach erfolgter Cisplatin-Gabe (empfohlen 2500 ml/m²/24

Stunden) erreicht werden. Falls eine so starke Hydratation nicht ausreicht, um eine

entsprechende Urinausscheidung aufrecht zu erhalten, kann ein osmotisches Diuretikum (z. B.

Mannitol) verabreicht werden. Hyperurikämie und Hyperalbuminämie können zu

cisplatininduzierter Nephrotoxizität führen.

Neuropathien

Es wurden schwere Fälle von Neuropathien berichtet.

Diese Neuropathien können irreversibel sein und können sich in Form von Parästhesien,

Areflexie und einem propriozeptiven Verlust sowie einem Gefühl von Vibrationen äußern.

Auch ein Verlust der motorischen Funktion wurde berichtet. In regelmäßigen Abständen

müssen neurologische Untersuchungen durchgeführt werden.

Bei Patienten mit einer nicht durch Cisplatin bedingten peripheren Neuropathie ist besondere

Vorsicht geboten.

Ototoxizität

Ototoxizität wurde bei bis zu 31 % der Patienten, die mit einer einzelnen Dosis von Cisplatin 50

mg/m² behandelt wurden, beobachtet und äußert sich in Form von Tinnitus und/oder Hörverlust

im hohen Frequenzbereich (4000 bis 8000 Hz). Gelegentlich kann ein Hörverlust im

Konversationsfrequenzbereich auftreten. Die ototoxische Wirkung kann unter Cisplatin bei

Kindern stärker ausgepräg sein. Der Hörverlust kann unilateral oder bilateral auftreten und neigt

dazu, bei wiederholter Gabe häufiger und schwerer aufzutreten, über Taubheit nach einer

einmaligen Dosis Cisplatin wurde nurselten berichtet. Die Ototoxizität kann durch vorherige

oder gleichzeitige Bestrahlung des Kopfes verstärkt werden und hängt möglicherweise mit der

maximalen Plasmakonzentration von Cisplatin zusammen. Unklar ist, ob die durch Cisplatin

induzierte Ototoxizität reversibel ist. Eine sorgfältige Überwachung durch Audiometrie sollte

vor Beginn der Therapie und vor Verabreichung weiterer Dosen von Cisplatin durchgeführt

werden. Vestibuläre Toxizität wurde ebenfalls berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Leberfunktion und hämatologischer Befund

Der hämatologische Befund und die Leberfunktion müssen in regelmäßigen Abständen

überwacht werden.

Kanzerogenes Potenzial

Beim Menschen trat unter Verwendung von Cisplatin in seltenen Fällen eine akute Leukämie

auf, die im Allgemeinen mit anderen leukämogenen Substanzen in Zusammenhang gebracht

wurde.

Cisplatin ist ein bakterielles Mutagen und verursacht in tierischen Zellkulturen

Chromosomenaberrationen. Karzinogenität ist möglich, wurde aber nicht nachgewiesen.

Cisplatin wirkt bei Mäusen teratogen und embryotoxisch.

Reaktionen an der Injektionsstelle

Während der Verabreichung von Cisplatin können Reaktionen an der Injektionsstelle auftreten.

Angesichts der Möglichkeit einer Extravasation wird empfohlen, die Infusionsstelle während

der Verabreichung des Medikaments sorgfältig auf eine mögliche Infiltration zu überwachen.

Eine spezifische Behandlung von Extravasationsreaktionen ist zurzeit nicht bekannt. Bei

Patienten mit akuten bakteriellen oder viralen Infektionen ist besondere Vorsicht geboten.

Im Fall einer Extravasation:

- Die Infusion von Cisplatin sofort beenden;

- Die Nadel nicht bewegen, das Extravasat aus dem Gewebe absaugen und mit

Natriumchloridlösung 0,9 % spülen (falls Lösungen mit höheren

Cisplatinkonzentrationen als empfohlen angewendet wurden, siehe Abschnitt 6.6.).

WARNHINWEIS

Dieses Zytostatikum besitzt eine stärker ausgeprägte Toxizität, als dies üblicherweise bei

antineoplastischen Chemotherapeutika festzustellen ist.

Die durch Cisplatin hervorgerufene Toxizität kann im Fall einer Kombination mit anderen

Arzneimitteln mit toxischen Wirkungen auf die genannten Organe oder Systeme noch verstärkt

werden.

Übelkeit und Erbrechen können sehr intensiv sein und eine ausreichende antiemetische

Behandlung erfordern. Nach der Anwendung von Cisplatin treten häufig Übelkeit, Erbrechen

und Durchfall auf (siehe Abschnitt 4.8). Diese Symptome verschwinden bei den meisten

Patienten nach 24 Stunden. Eine weniger stark ausgeprägte Übelkeit sowie Anorexie können

nach der Behandlung über bis zu sieben Tage fortbestehen.

Übelkeit und Erbrechen können durch die prophylaktische Gabe eines Antiemetikums gelindert

oder verhindert werden. Der durch Erbrechen und Durchfall bedingte Flüssigkeitsverlust muss

ausgeglichen werden.

Eine engmaschige Überwachung muss auch im Hinblick auf die Ototoxizität, Myelodepression

und anaphylaktische Reaktionen durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.8).

Cisplatin ist erwiesenermaßen mutagen. Außerdem kann die Substanz die Fruchtbarkeit

beeinträchtigen. Von anderen antineoplastischen Substanzen weiß man, dass sie kanzerogen

sind. An diese Möglichkeit sollte auch bei einer Langzeitanwendung von Cisplatin gedacht

werden.

Empfängnisverhütung

Männliche und weibliche Patienten müssen während der Behandlung und für mindestens 6

Monate nach Ende der Behandlung eine effektive Methode der Kontrazeption anwenden (siehe

Abschnitt 4.6)

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Cisplatin

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml.

Zubereitung der intravenösen Lösung

Warnhinweis

Wie bei allen anderen potenziell toxischen Produkten sind Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang

mit der Cisplatin-Lösung erforderlich. Im Falle eines unbeabsichtigten Kontakts mit dem

Produkt können Hautläsionen auftreten. Es sind Schutzhandschuhe zu tragen. Sollte es dennoch

zu Haut- oder Schleimhautkontakt mit der Cisplatin-Lösung kommen, muss die Haut bzw. die

Schleimhaut sofort gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen werden.

Die Vorschriften zur Handhabung und zur Entsorgung von Zytostatika müssen eingehalten

werden.

Vor der Verabreichung der Lösung an den Patienten muss die Lösung auf Klarheit und die

Abwesenheit von Partikeln überprüft werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Nephrotoxische Substanzen:

Eine gleichzeitige Anwendung nephrotoxischer (z. B. Cephalosporine, Aminoglykoside,

Amphotericin B oder Kontrastmittel) oder ototoxischer (z. B. Aminoglykoside) Arzneimittel

kann die toxischen Wirkungen von Cisplatin auf die Nieren noch verstärken. Angesichts der

eventuell verminderten renalen Elimination sollten überwiegend renal ausgeschiedene

Arzneimittel, beispielsweise Zytostatika wie Bleomycin und Methotrexat, während und nach

der Behandlung mit Cisplatin nur vorsichtig angewendet werden.

Die renale Toxizität von Ifosfamid kann verstärkt werden, wenn es mit Cisplatin oder bei

Patienten, denen zuvor Cisplatin verabreicht wurde, verwendet wird.

Nach Gabe von Cisplatin in Kombination mit Bleomycin und Etoposid wurde in wenigen Fällen

verringerte Lithiumspiegel im Blut berichtet. Es wird daher empfohlen, die Lithiumwerte zu

überwachen.

Eine durch Cisplatin verursachte Nephrotoxizität kann bei gleichzeitiger Behandlung mit

Antihypertensiva, die Furosemid, Hydralazin, Diazoxid und Propranolol enthalten, verstärkt

werden.

Es kann erforderlich sein, die Dosis von Allopurinol, Colchicin, Probenecid oder Sulfinpyrazon

anzupassen, wenn diese zusammen mit Cisplatin angewendet werden, da Cisplatin einen

Anstieg der Harnsäurekonzentration im Blut induziert.

Es kann erforderlich sein, die Dosis von Allopurinol, Colchicin, Probenecid oder Sulfinpyrazon

anzupassen, wenn diese zusammen mit Cisplatin angewendet werden, da Cisplatin einen

Anstieg der Harnsäurekonzentration im Blut induziert.

Die gleichzeitige Anwendung von Ifosfamid führt zu einer erhöhten Proteinausscheidung.

Ototoxische Substanzen:

Die gleichzeitige Verabreichung von ototoxischen Arzneimitteln (z. B. Aminoglykoside,

Schleifendiuretika) potenzieren die toxische Wirkung von Cisplatin auf das Hörvermögen.

Außer bei Patienten, die eine Cisplatin-Dosis von mehr als 60 mg/m2 erhalten und deren

Harnausscheidung unter 1000 ml in 24 Stunden liegt, sollte in Anbetracht einer möglichen

Schädigung des Nierentrakts und Ototoxizität keine forcierte Diurese mit Schleifendiuretika

erfolgen.

Ifosfamid kann den durch Cisplatin verursachten Hörverlust verstärken.

Abgeschwächte Lebendimpfstoffe:

Eine Gelbfieberimpfung ist angesichts des Risikos einer tödlichen Impferkrankung streng

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). In Anbetracht des Erkrankungsrisikos ist es ratsam,

inaktive Impfstoffe zu verwenden, wenn diese verfügbar sind.

Innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung der Behandlung mit Cisplatin sollten keine

Impfungen mit Lebendimpfstoffen durchgeführt werden.

Orale Antikoagulanzien:

Im Falle einer gleichzeitigen Anwendung von oralen Antikoagulanzien wird empfohlen,

regelmäßig die INR zu überprüfen.

Antihistaminika, Phenothiazine und andere Substanzen:

Durch gleichzeitige Gabe von Antihistaminika, Buclizin, Cyclizin, Loxapin, Meclozin,

Phenothiazin, Thioxanthen oder Trimethobenzamide können die Symptome der Ototoxizität wie

Schwindel oder Tinnitus verschleiert werden.

Antikonvulsiva:

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Cisplatin und Antikonvulsiva kann deren Plasmaspiegel in

einen subtherapeutischen Bereich absinken.

Cisplatin kann die Resorption von Phenytoin vermindern, was zu einer verringerten

Epilepsiekontrolle führt, wenn eine gleichzeitige. Behandlung mit Phenytoin erfolgt. Während

der Cisplatin-Therapie ist das Einleiten einer neuen antikonvulsiven Behandlung mit Phenytoin

streng kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Kombinierte Anwendung von Pyroxidin und Altretamin:

In einer randomisierten Studie zur Behandlung des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms wurde

die Ansprechzeit bei Kombination von Pyridoxin mit Altretamin (Hexamethylmelamin) und

Cisplatin negativ beeinflusst.

Paclitaxel:

Die Behandlung mit Cisplatin vor einer Paclitaxel-Infusion kann die Clearance von Paclitaxel

um 33 % vermindern und damit die Neurotoxizität verstärken (bei mindestens 70 % der

Patienten oder mehr).

Andere:

Die Effekte der myelosuppressiven Aktivität von Cisplatin werden bei gleichzeitiger

Behandlung mit myelosuppressiven Arzneimitteln oder einer Strahlentherapie verstärkt.

Cisplatin kann in Kombination mit Bleomycin und Vinblastin ein Raynaud-Phänomen

verursachen.

In einer Studie an Krebspatienten mit metastasierten oder fortgeschrittenen Tumoren induzierte

die Kombination von Docetaxel und Cisplatin eine schwerere Neurotoxizität (dosisabhängig

und eine hautsächlich sensible Neurotoxizität) als die jeweiligen Einzelsubstanzen in

vergleichbarer Dosierung.

Chelatbildner wie Penicillamin können die Wirksamkeit von Cisplatin herabsetzen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Cisplatin und Ciclosporin ist eine verstärkte

Immunsuppression und das damit verbundene Risiko einer Lymphoproliferation in Betracht zu

ziehen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter / Kontrazeption bei Männern und Frauen

Frauen im gebärfähigen Alter, und männliche Patienten müssen wirksame kontrazeptive

Maßnahmen während der Behandlung und bis zu 6 Monate nach Ende der Behandlung

anwenden .

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Cisplatin bei Schwangeren vor.

Angesichts der pharmakologischen Wirkungen muss jedoch damit gerechnet werden, dass

Cisplatin für den Fötus toxisch ist. Tierexperimentelle Studien haben eine

Reproduktionstoxizität und transplazentare Kanzerogenität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Cisplatin darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, es ist

unbedingt erforderlich.

Stillzeit

Cisplatin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Stillen ist während der Behandlung mit

Cisplatin kontraindiziert.

Fertilität

Patienten, die nach der Behandlung mit Cisplatin Kinder haben möchten, wird eine genetische

Beratung empfohlen. Da eine Behandlung mit Cisplatin eine temporäre oder irreversible

Infertilität verursachen kann, wird empfohlen, dass Männer mit Kinderwunsch sich vor der

Behandlung hinsichtlich der Kryokonservierung von Sperma beraten lassen (siehe auch

Abschnitt 4.4).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Das Nebenwirkungsprofil (wie Nephrotoxizität)

könnte jedoch einen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen haben. Patienten, die unter solchen Wirkungen (z. B. Schläfrigkeit, Erbrechen)

leiden, dürfen kein Fahrzeug steuern und keine Maschinen bedienen.

4.8

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind dosisabhängig und können kumulativ sein.

Die unter Cisplatin am häufigsten gemeldeten unerwünschten Ereignisse (>10 %) bestanden in

hämatologischen (Leukopenie, Thrombozytopenie und Anämie) und gastrointestinalen

Erkrankungen (Anorexie, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall), Erkrankungen des Ohrs

(Beeinträchtigung des Gehörs), Erkrankungen der Nieren (Nierenversagen, Nephrotoxizität,

Hyperurikämie) und Fieber.

Bei bis zu rund einem Drittel der Patienten, die eine Einzeldosis Cisplatin erhalten hatten,

wurde über schwerwiegende toxische Wirkungen auf die Nieren, das Knochenmark und die

Ohren berichtet, die Wirkungen sind in der Regel dosisabhängig und kumulativ. Bei Kindern

kann eine Ototoxizität stärker ausgeprägt sein.

Die Häufigkeitsangaben entsprechen folgender Konvention:

Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1,000, <1/100);

selten (≥1/10,000, <1/1,000); sehr selten (<1/10,000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage

der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle der Nebenwirkungen, die während klinischer Studien oder nach der

Markteinführung berichtet wurden

(MedDRA-Bezeichnungen).

Systemorganklasse

Häufigkeit

MedDRA-Bezeichnung

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig

Sepsis

Nicht bekannt

Infektion

Gutartige, bösartige und unspezifische

Neubildungen (einschl. Zysten und

Polypen)

Selten

Akute Leukämie

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Sehr häufig

Knochenmarkversagen,

Thrombozytopenie, Leukopenie,

Anämie

Nicht bekannt

Coombs positive hämolytische

Anämie

Erkrankungen des

Immunsystems

Gelegentlich

Anaphylaktoide

Reaktion

Selten

Immunsuppression

Endokrine Erkrankungen

Nicht bekannt

Amylase im Blut erhöht, abnormale

Sekretion des antidiuretischen

Hormons

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