Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 50/200 Retardtabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-04-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
carbidopum, levodopum
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals AG
ATC-Code:
N04BA02
INN (Internationale Bezeichnung):
carbidopum, levodopum
Darreichungsform:
Retardtabletten
Zusammensetzung:
carbidopum 50 mg zu carbidopum monohydricum, levodopum 200 mg, color.: E 104, excipiens pro compresso Dunst.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Morbus Parkinson
Zulassungsnummer:
57275
Berechtigungsdatum:
2007-06-29

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-04-2020

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-04-2020

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Carbidopa/Levodopa Sandoz® CR

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Carbidopa/Levodopa Sandoz CR und wann wird es angewendet?

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Beschwerden der

parkinsonschen Krankheit. Bei der parkinsonschen Krankheit ist Dopamin, eine körpereigene Substanz,

in bestimmten Gehirnzentren nur in ungenügender Menge vorhanden.

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR enthält zwei Komponenten, Levodopa und Carbidopa. Levodopa, eine

Vorstufe von Dopamin, ersetzt das ungenügend vorhandene Dopamin. Carbidopa sorgt dafür, dass nur

sehr wenig Levodopa in Dopamin ausserhalb des Gehirns umgewandelt wird, da es auf der einen Seite

dort nicht notwendig ist und andererseits unerwünschte Nebenwirkungen verursachen kann.

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR kann lediglich die Beschwerden der parkinsonschen Krankheit

bekämpfen, die Ursache der Grundkrankheit jedoch nicht beseitigen. Eine Heilung dieser Krankheit ist

bis heute noch nicht möglich.

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR darf nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle des Arztes

oder der Ärztin verwendet werden.

Wann darf Carbidopa/Levodopa Sandoz CR nicht eingenommen werden?

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR darf nicht eingenommen werden

·bei Überempfindlichkeit gegen das Präparat

·bei Engwinkelglaukom (grüner Star)

·bei Vorliegen von verdächtigen, nicht abgeklärten Hauterscheinungen oder bei schwarzem Hautkrebs

(Melanom) in der Krankheitsgeschichte

·von Patientinnen und Patienten, die gegen Depressionen sogenannte MAO-Hemmer erhalten. Nach

deren Absetzen ist mit der Anwendung von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR mindestens 14 Tage zu

warten

·Carbidopa/Levodopa Sandoz CR wird nicht empfohlen zur Behandlung arzneimittelbedingter

parkinsonscher Symptome (z.B. abnorme, unwillkürliche Bewegungen).

Wann ist bei der Einnahme von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR Vorsicht geboten?

Bei schweren Herz-Kreislauf- oder Lungen-Krankheiten, Bronchialasthma, Nieren-, Leber- oder

hormonellen Erkrankungen ist ebenso Vorsicht geboten wie nach durchgemachtem Herzinfarkt, bei

Herzrhythmusstörungen, Magen-Darm-Geschwüren, unwillkürlichen Bewegungen oder chronischem

Weitwinkelglaukom. Gewisse Nervenkrankheiten in der Vorgeschichte können ebenfalls ein Grund zur

Vorsicht bei der Einnahme von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR sein. Bei Patientinnen und Patienten,

die an einem Magen-Darm-Geschwür litten, kann eine Magen-Darm-Blutung auftreten.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über alle medizinischen Probleme, die Sie haben

oder früher gehabt haben, einschliesslich Allergien, Depressionen oder psychische Störungen oder

Tuberkulose.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie bereits früher mit Levodopa behandelt worden

sind.

Teilen Sie ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie oder Ihre Familienmitglieder/Betreuungspersonen

bemerken, dass Sie folgendes Verhalten entwickeln: Spieldrang, gesteigerter Sexualtrieb, exzessives

Essen oder exzessives Geldausgeben und/oder andere intensive zwanghafte Verhaltensweisen, die Ihnen

oder anderen schaden könnten. Diese Verhaltensweisen werden als Impulskontrollstörungen bezeichnet.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin muss eventuell Ihre Behandlung überprüfen.

lnformieren Sie lhren Arzt bzw. lhre Ärztin, wenn Sie oder lhre Familie/Betreuungsperson bemerken,

dass Sie suchtähnliche Symptome entwickeln, die zum heftigen Verlangen nach hohen Dosen von

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR und anderen Arzneimitteln, die zur Behandlung von Parkinson-

Krankheit eingesetzt werden, führen (bekannt als Dopamin-Dysregulationssyndrom).

Wenn Sie jünger als 18 Jahre sind, dürfen Sie Carbidopa/Levodopa Sandoz CR nicht einnehmen.

Gewisse andere Arzneimittel können die Wirkung von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR beeinflussen.

Es sind dies zum Beispiel blutdrucksenkende Arzneimittel, gewisse Arzneimittel gegen Depressionen

oder andere seelische Erkrankungen, Eisenpräparate, Arzneimittel gegen Tuberkulose, Arzneimittel

gegen Muskelkrämpfe, Krampfanfälle oder andere Krankheiten, welche mit unwillkürlichen

Bewegungen verbunden sind.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen, und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen! Die individuelle Reaktion auf Arzneimittel kann

unterschiedlich sein. Während der Behandlung mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR können plötzliche

Kurzschlafepisoden, manchmal ohne Vorwarnung, oder starke Schläfrigkeit auftreten. Sie dürfen

deshalb während der Einnahme von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR keine Fahrzeuge führen oder

andere Aktivitäten ausüben (z.B. Maschinen bedienen), bei denen eine verminderte Aufmerksamkeit Sie

selbst oder andere gefährdet, falls Sie an plötzlichen Kurzschlafepisoden oder starker Schläfrigkeit

tagsüber leiden und bis ausreichend Erfahrungen über die Beeinträchtigung vorliegen.

Patienten und Patientinnen mit einer Parkinson-Krankheit haben gegenüber der Gesamtbevölkerung ein

erhöhtes Risiko, einen schwarzen Hautkrebs (Melanom) zu entwickeln. Daher sollten Sie in

regelmässigen Abständen eine Hautuntersuchung durch eine(n) erfahrene(n) Hautarzt/ Hautärztin

vornehmen lassen und unter anderem auf eine Vergrösserung, eine Farbänderung sowie auf ein Jucken

von Hautbereichen (z.B. Leberflecken) achten und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich darüber

informieren.

Darf Carbidopa/Levodopa Sandoz CR während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen werden?

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR soll in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn,

der Arzt bzw. die Ärztin würde dieses Arzneimittel ausdrücklich verordnen. Stillende Mütter dürfen kein

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR einnehmen oder sie müssen abstillen.

Wie verwenden Sie Carbidopa/Levodopa Sandoz CR?

Nehmen Sie die Retardtabletten mit alkoholfreier Flüssigkeit ein. Um die Eigenschaften der verzögerten

Freisetzung von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR nicht zu beeinträchtigen, dürfen Sie die

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR Retardtabletten nicht teilen, zerkauen, auflösen oder zerbröckeln.

Nehmen Sie die von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin bestimmte Menge zum richtigen Zeitpunkt ein.

Entscheidend für den Erfolg dieser Behandlung ist die sehr genaue Befolgung des von Ihrem Arzt bzw.

Ihrer Ärztin verschriebenen Behandlungsschemas.

Im Allgemeinen wird mit einer niedrigen Dosierung begonnen. Die Dosis wird allmählich gesteigert, bis

die optimale Menge für eine bestmögliche Wirkung, bei möglichst wenig unerwünschten Wirkungen,

erreicht ist. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über jede Änderung in Ihrem Befinden, wie z.B.

über Übelkeit oder ungewöhnliche, unwillkürliche Bewegungen, da dies eine Anpassung in der

Dosierung erfordern kann.

Ausser auf Ratschlag Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin dürfen Sie weder die Dosierung von

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR von sich aus ändern, noch von sich aus die Behandlung plötzlich

abbrechen. Bei plötzlichem Absetzen können Krankheitsanzeichen wie Muskelversteifung, Fieber und

psychische Veränderungen auftreten.

Wenn Sie versehentlich eine Retardtablette ausgelassen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran

denken. Wenn es bereits Zeit ist, die nächste Retardtablette einzunehmen, nehmen Sie keine Extradosis

ein, sondern fahren Sie wie gewohnt mit der Einnahme fort.

Wenn Sie zu viele Retardtabletten eingenommen haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin, damit eine medizinische Behandlung rechtzeitig erfolgen kann.

Steht Ihnen eine Operation unter Vollnarkose bevor, sprechen Sie sich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

ab, wann die Einnahme von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR unterbrochen und danach wieder

aufgenommen werden sollte.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Carbidopa/Levodopa Sandoz CR haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR auftreten:

am häufigsten sind abnorme, unwillkürliche Bewegungen (einschliesslich Zucken oder Spasmen),

Übelkeit, Wahnvorstellungen, Verwirrung, Schwindel und trockener Mund.

Andere auftretende Nebenwirkungen sind abnormes Träumen, Muskelspannung, Erregungszustände,

Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Gewichtszunahme, verschwommenes Sehen, Rumpfschmerzen,

bradykinetische Episoden (verlangsamte Bewegung), Herzrhythmusstörungen, Verstopfung, Depression,

Durchfall, erschwertes Atmen, Verdauungsstörungen, Verfärbung von Urin, Schweiss oder Speichel,

Orientierungslosigkeit, Ohnmacht, Müdigkeit, Benommenheit bei raschem Aufstehen, Hautrötung,

Magengeschwür, Magenblutung, Schmerzen im Magen-Darm-Trakt, Haarausfall, Kopfschmerzen,

erhöhter Blutdruck, psychische Veränderungen, Muskelkrämpfe, Herzklopfen, Empfindungsstörungen

wie Ameisenlaufen, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, plötzlich auftretende Kurzschlafepisoden (siehe

«Wann ist bei der Einnahme von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR Vorsicht geboten?»),

Venenentzündung, Erbrechen, Kraftlosigkeit und Melanom.

Es kann vorkommen, dass Sie dem Drang zu möglicherweise schädlichen Handlungen nicht widerstehen

können, wie z.B.: starker Spieldrang, gesteigerter Sexualtrieb, unkontrollierbares, exzessives Einkaufen

oder Geldausgeben, zügelloses/zwanghaftes Essen und/oder andere zwanghafte Verhaltensweisen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn solche Verhaltensweisen bei Ihnen auftreten.

Starkes Verlangen nach hohen Dosen von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR, die jene Dosen deutlich

überschreiten die zur adäquaten Kontrolle von Bewegungssymptomen erforderlich sind, bekannt als

Dopamin-Dysregulationssyndrom. Bei manchen Patienten kommt es nach der Einnahme von hohen

Dosen Carbidopa/Levodopa zu ungewöhnlich heftigen unwillkürlichen Bewegungen (Dyskinesien),

Stimmungsschwankungen oder anderen Nebenwirkungen.

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz und Schwellung von Gesicht, Lippen und/

oder Hals können auftreten, was Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken verursachen kann. Setzen

Sie sich sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung, wenn diese Symptome auftreten.

Falls Sie eines dieser Krankheitszeichen beobachten, welche Sie mit der Einnahme von

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR verbinden, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin davon in Kenntnis

setzen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt

oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15−25°C) und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Carbidopa/Levodopa Sandoz CR enthalten?

Wirkstoffe: Carbidopa und Levodopa.

1 Retardtablette Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100 enthält 25 mg Carbidopa und 100 mg

Levodopa als Zubereitung mit verzögerter Freigabe, Farbstoff Chinolingelb (E 104) und Hilfsstoffe.

1 Retardtablette Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 50/200 enthält 50 mg Carbidopa und 200 mg

Levodopa als Zubereitung mit verzögerter Freigabe, Farbstoff Chinolingelb (E 104) und weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

57275 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Carbidopa/Levodopa Sandoz CR? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 30 und 100 Retardtabletten.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im April 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Carbidopa/Levodopa Sandoz® CR

Sandoz Pharmaceuticals AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Carbidopum ut carbidopum monohydricum, levodopum.

Hilfsstoffe: Color E 104; excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100 Retardtablette: Carbidopa 25 mg (dieses Gewicht entspricht

Carbidopa als Anhydrat), Levodopa 100 mg in einer polymer-basierten resorptionsverzögernden

Zubereitung.

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 50/200 Retardtablette: Carbidopa 50 mg (dieses Gewicht entspricht

Carbidopa als Anhydrat), Levodopa 200 mg in einer polymer-basierten resorptionsverzögernden

Zubereitung.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR

·Idiopathischer Morbus Parkinson und Parkinson-Syndrom

·Postenzephalitischer Parkinsonismus

·Verminderung der «Off-Periode» bei Patienten, die vorher mit anderen Kombinationen von

Levodopa und Carbidopa, oder Levodopa allein, behandelt wurden und motorische Fluktuationen

aufgrund von Enddosis-Wirkung («Wearing-off»-Phänomen), Spitzendosis-Dyskinesien, Akinese

oder ähnliche Zeichen von kurz dauernden motorischen Störungen zeigen.

Es ist nicht bekannt, ob es vorteilhaft ist, schon von Anfang an die langsam resorbierte Form zu

verwenden.

Nicht zur Behandlung des durch Arzneimittel bedingten Parkinsonismus (siehe

«Kontraindikationen»).

Dosierung/Anwendung

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR Retardtabletten sollen mit Flüssigkeit eingenommen und dürfen

nicht geteilt oder zerkaut oder zerkleinert werden, um die retardierte Freisetzung nicht zu

beeinträchtigen.

Die optimale Tagesdosis muss für jeden Patienten durch sorgfältige Dosistitration bestimmt werden.

In der Phase der Dosistitration soll insbesondere auf das Auftreten von verstärkter Nausea und

abnormalen, unwillkürlichen Bewegungen einschliesslich Dyskinesie, Chorea und Dystonie geachtet

werden.

Mit Ausnahme von Levodopa können andere Antiparkinsonmittel während der Therapie mit

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR weitergegeben werden, wenngleich eine Dosisanpassung

erforderlich werden kann.

Anfangsdosis

Patienten ohne vorhergehende Levodopa-Therapie

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100 wurde für Patienten im Frühstadium der Erkrankung

entwickelt, die vorher noch nicht mit Levodopa therapiert wurden, oder um eine Auftitrierung der

Dosis für Patienten, die Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 50/200 erhalten, zu ermöglichen. Die

empfohlene Anfangsdosis ist 1 Retardtablette Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100 zweimal

täglich. Von Patienten die mehr Levodopa benötigen, wird eine Dosis von 1 bis 4 Retardtabletten

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100 zweimal täglich im Allgemeinen gut vertragen.

Falls angebracht, kann die Levodopa-Therapie auch mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 50/200

begonnen werden. Die empfohlene Anfangsdosis ist 1 Retardtablette Carbidopa/Levodopa Sandoz

CR 50/200 zwei oder dreimal täglich. Die Anfangdosierung sollte 600 mg Levodopa täglich nicht

überschreiten oder den zeitlichen Abstand von 6 Stunden zwischen zwei Dosen nicht unterschreiten.

Patienten, die mit anderen herkömmlichen Kombinationspräparaten von Levodopa und

Dekarboxylasehemmern behandelt werden

Die Tagesdosis von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR sollte etwa 10% mehr Levodopa betragen. In

Abhängigkeit vom Ansprechen kann die Dosierung bis 30% mehr Levodopa pro Tag erforderlich

machen (siehe Dosierung, Titration). Das Dosierungsintervall von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR

sollte 4 bis 8 Stunden während der wachen Stunden eines Tages betragen.

Eine Richtlinie für die initiale Umstellungsdosierung auf Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 50/200

gibt die folgende Tabelle:

Levodopa/Dekarboxylasehemmer

Gesamttagesdosis Levodopa (mg)

Carbidodopa/Levodopa Sandoz CR 50/200

Dosierungsschema

300−400

2× täglich 1 Tabl.

500−600

3× täglich 1 Tabl.

700−800

4 Tabl. über den Tag verteilt

900−1000

5 Tabl. über den Tag verteilt

Mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100 kann wenn notwendig die Auftitrierung der Dosierung

in 100 mg Schritten erleichtert werden.

Patienten mit alleiniger Levodopa Behandlung

Levodopa muss mindestens 8 Stunden vor Therapiebeginn mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR

abgesetzt werden. Bei leichtem oder mässig fortgeschrittenem Stadium der Krankheit beträgt die

empfohlene Anfangsdosis von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR zwei- bis dreimal täglich 1

Retardtablette.

Titration

Nach Therapiebeginn kann in Abhängigkeit vom Ansprechen die Dosierung erhöht oder verringert

bzw. das Dosierungsintervall verlängert oder verkürzt werden. Die meisten Patienten können mit 2

bis 8 Retardtabletten/Tag entsprechend behandelt werden. Therapien mit höheren Dosen (bis zu 12

Retardtabletten) und kürzeren Dosierungs-Intervallen (unter 4 Stunden) wurden zwar durchgeführt,

werden aber im Allgemeinen nicht empfohlen.

Bei einem Dosierungsintervall von unter 4 Stunden oder ungleichen Einzeldosen wird empfohlen,

die niedrigere Dosis am Abend zu geben. Bei manchen Patienten kann der Wirkungseintritt bei der

ersten morgendlichen Dosis gegenüber der unretardierten Form von Carbidopa/Levodopa um bis zu

einer Stunde verzögert werden.

Es wird ein Intervall von mindestens 3 Tagen zwischen den Dosierungsanpassungen empfohlen.

Erhaltungsdosis

Da die Parkinson-Erkrankung einen progressiven Verlauf hat, werden regelmässige Untersuchungen

empfohlen; eine Dosisanpassung von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR kann erforderlich werden.

Spricht der Patient nach sorgfältiger Dosistitrierung schlecht auf Carbidopa/Levodopa Sandoz CR

an, ist eine Umstellung auf eine nicht retardierte Form zu erwägen.

Kombination mit anderen Parkinson-Therapien

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR kann mit Anticholinergika, Dopaminagonisten und Amantadin

gleichzeitig verabreicht werden. Bei zusätzlicher Gabe dieser Präparate zu einer bestehenden

Therapie mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR kann eine Dosisanpassung erforderlich sein.

Bei bestimmten Patienten mit fortgeschrittenem Krankheitsbild, die tagsüber für kurze Zeit einen

höheren Levodopa-Bedarf haben, kann zusätzlich zu Carbidopa/Levodopa Sandoz CR eine Dosis

Carbidopa/Levodopa 25/100 eines unretardierten Präparates (eine halbe oder ganze Tablette)

verabreicht werden.

Therapieabbruch

Bei abrupter Dosisreduktion oder Absetzen von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR ist eine sorgfältige

Beobachtung des Patienten erforderlich, insbesondere dann, wenn der Patient Neuroleptika erhält

(siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Bei Bedarf einer Allgemeinanästhesie kann die Therapie mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR so

lange fortgesetzt werden, wie eine orale Medikation gestattet ist. Bei vorübergehender

Therapieunterbrechung sollte - sobald der Patient wieder in der Lage ist, eine orale Medikation

einzunehmen - die übliche Dosis verabreicht werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Behandlung von Kindern und Jugendlichen: Die Sicherheit und Wirksamkeit von

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR wurde für Patienten unter 18 Jahren nicht gezeigt. Die Anwendung

bei Patienten unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Kontraindikationen

Nichtselektive Monoaminooxidasehemmer (MAO-Hemmer) sind kontraindiziert für die gleichzeitige

Anwendung mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR. Die MAO-Hemmer sollten mindestens zwei

Wochen vor Beginn der Therapie mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR abgesetzt werden.

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR kann zusammen mit einem selektiven MAO-Typ B-Hemmer (z.B.

Selegilin) gemäss den in dessen Fachinformation vorgeschrieben Dosierungsanweisungen gegeben

werden (siehe «Interaktionen»).

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR ist kontraindiziert bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen das

Präparat und bei Patienten mit Engwinkelglaukom.

Da Levodopa ein malignes Melanom aktivieren kann, sollte Carbidopa/Levodopa Sandoz CR bei

Patienten mit verdächtigen, nicht abgeklärten Hauterscheinungen oder einer Melanom-Anamnese

nicht angewendet werden.

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR wird nicht empfohlen zur Behandlung Arzneimittel bedingter

extrapyramidaler Störungen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR sollte Patienten mit schweren kardiovaskulären oder pulmonalen

Erkrankungen, mit Bronchialasthma, Nieren-, Leber- oder endokrinen Krankheiten mit Vorsicht

verabreicht werden.

Wie mit Levodopa ist auch mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR Vorsicht geboten bei Patienten nach

durchgemachtem Herzinfarkt und atrialen, nodalen oder ventrikulären Arrhythmien. Während der

initialen Dosiseinstellung sollte bei diesen Patienten die Herzfunktion besonders sorgfältig

überwacht werden.

Mit Levodopa monotherapierte Patienten müssen mindestens 8 Stunden vor einem Therapiebeginn

mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR das Levodopa Präparat absetzen (wenigstens 12 Stunden vor

Therapiewechsel falls Levodopa als resorptionsverzögerte Form verwendet wird).

Dyskinesien können bei mit Levodopa monotherapierten Patienten auftreten. Carbidopa ermöglicht

es, dass mehr Levodopa das Gehirn erreicht und dadurch mehr Dopamin gebildet wird. Beim

Auftreten von Dyskinesien ist eine Dosisreduktion in Betracht zu ziehen.

Gleich wie Levodopa kann auch Carbidopa/Levodopa Sandoz CR unwillkürliche Bewegungen und

psychische Störungen verursachen. Solche Reaktionen werden einem erhöhten Dopamingehalt im

Gehirn nach der Verabreichung von Levodopa zugeschrieben. Zur Behebung ist möglicherweise eine

Dosisreduktion angezeigt. Alle Patienten sollten sorgfältig auf die Entwicklung psychischer

Veränderungen, Depressionen mit Suizidabsichten oder andere schwere Verhaltungsstörungen

überwacht werden. Patienten mit früheren oder derzeitigen Psychosen sollten mit Vorsicht behandelt

werden.

Bei plötzlichem Absetzen von Antiparkinson-Präparaten ist über Symptomenkomplexe ähnlich dem

malignen neuroleptischen Syndrom mit muskulärer Rigidität, erhöhter Körpertemperatur,

psychischen Veränderungen und erhöhter Serumkreatin-Phosphokinase berichtet worden. Deshalb

sollten Patienten sorgfältig überwacht werden, falls die Dosis der Carbidopa-Levodopa Kombination

plötzlich reduziert oder abgesetzt wird, besonders wenn der Patient Neuroleptika einnimmt.

Periodische Überprüfung von Blut- und Leberwerten sowie Herz- und Nierenfunktion sollten speziell

bei Langzeittherapie vorgenommen werden.

Psychoaktive Präparate sollten bei gleichzeitiger Verabreichung mit Carbidopa/Levodopa Sandoz

CR mit Vorsicht verabreicht werden (siehe «Interaktionen»). Patienten mit Konvulsionen in der

Anamnese sollten mit Vorsicht behandelt werden.

Bei chronischem Weitwinkelglaukom ist es möglich, vorsichtig mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR

zu behandeln, falls der Augeninnendruck gut kontrolliert ist und sorgfältig auf mögliche

Veränderungen unter der Therapie überwacht wird.

Levodopa ist assoziiert mit Schläfrigkeit und plötzlich einsetzenden Kurzschlafepisoden. Sehr selten

wurde über plötzlich auftretende Schläfrigkeit während normaler Beschäftigungen während des

Tages berichtet, manchmal ohne Vorwarnzeichen. Patienten sollten darauf hingewiesen und

angehalten werden, beim Autofahren und Bedienen von Maschinen während Therapie mit Levodopa

Vorsicht walten zu lassen. Patienten, die Schläfrigkeit und/oder plötzlich einsetzende

Kurzschlafepisoden haben, sollten weder Auto fahren noch Maschinen bedienen.

Wie unter Levodopa-Therapie allein, ist es möglich, dass bei Patienten mit einer Anamnese eines

Magen- oder Duodenal-Ulkus gastrointestinale Blutungen auftreten.

Falls eine Narkose vorgenommen werden muss, kann die Therapie mit Carbidopa/Levodopa Sandoz

CR so lange fortgesetzt werden, wie der Patient imstande ist, Getränke und Arzneimittel

einzunehmen. Nach vorübergehendem Unterbruch des Arzneimittels soll die übliche Tagesdosis

verabreicht werden, sobald der Patient wieder Arzneimittel einnehmen kann.

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass Parkinsonpatienten ein zwei- bis ca. sechsmal höheres

Risiko für das Auftreten von Melanomen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung haben. Es ist

unklar, ob das erhöhte Risiko auf Grund der Parkinsonerkrankung auftritt oder andere Faktoren, wie

zum Beispiel Arzneimittel zur Therapie des M. Parkinson, eine Rolle spielen.

Aufgrund der oben genannten Fakten, sind Patienten und Verschreiber dazu angehalten, ein häufiges

und regelmässiges Melanomscreening unter Carbidopa/Levodopa Sandoz CR Therapie für jede

Indikation durchzuführen. Periodische Hautuntersuchungen sollten idealerweise durch qualifizierte

Fachpersonen (Dermatologen) gemacht werden.

Patienten sollten regelmässig in Bezug auf die Entwicklung von Impulskontrollstörungen überwacht

werden. Patienten und deren Betreuungspersonen sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass

Verhaltenssymptome von Impulskontrollstörungen (wie pathologisches Spielen, Hypersexualität,

gesteigerte Libido, zwanghaftes Einkaufen/Geld ausgeben, Binge eating/zwanghaftes Essen) bei

Patienten berichtet wurden, die mit Dopamin-Agonisten und/oder anderen dopaminergen Therapien

gegen M. Parkinson behandelt wurden. Falls solche Symptome auftreten, sollte die Behandlung

überprüft werden.

Interaktionen

Die gleichzeitige Gabe folgender Arzneimittel mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR sollte mit

Vorsicht geschehen: eine symptomatische orthostatische Hypotonie kann bei gleichzeitiger Gabe von

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR und Antihypertonika auftreten. Deshalb könnte bei Beginn einer

Therapie mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR eine Dosisanpassung des Antihypertonikums

erforderlich sein. Selten sind Nebenwirkungen, inkl. Hypertonie und Dyskinesie bei gleichzeitiger

Verabreichung von trizyklischen Antidepressiva und Carbidopa/Levodopa Präparaten gemeldet

worden. (Für Patienten unter MAO-Hemmern, siehe «Kontraindikationen»).

Eisen

In Studien war bei gleichzeitiger Einnahme von Eisensulfat oder Eisengluconat die Bioverfügbarkeit

von Carbidopa und/oder Levodopa erniedrigt.

Dopamin D2-Rezeptorantagonisten (wie z.B. Phenothiazine und Butyrophenone und Risperidon) und

Isoniazid können die therapeutische Wirkung von Levodopa vermindern. Zudem wurde berichtet,

dass Phenytoin und Papaverin die Antiparkinson-Wirkung von Levodopa aufheben können.

Patienten, welche diese Arzneimittel zusammen mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR einnehmen,

sollten sorgfältig auf einen Verlust der therapeutischen Wirkung überwacht werden.

Die Gabe von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR und Dopaminspeicher-entleerenden Substanzen (z.B.

Reserpin und Tetrabenazin) oder anderen Arzneimitteln, welche die Monoaminspeicher entleeren, ist

nicht empfohlen.

Die gleichzeitige Einnahme von Selegilin und Carbidopa-Levodopa kann mit schwerwiegender

orthostatischer Hypotonie in Verbindung gebracht werden, die aber nicht allein auf Carbidopa-

Levodopa zurückzuführen ist.

Postprandiale Einnahme von Carbidopa/Levodopa kann das Erreichen der maximalen

Plasmakonzentration ebenso wie die Abbauzeit geringfügig verlängern. Eine Diät mit einem hohen

Proteingehalt könnte die Wirkung von Levodopa beeinträchtigen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Untersuchungen am Tier haben speziesabhängig unterschiedliche Ergebnisse gebracht: Studien bei

Kaninchen mit Levodopa, aber nicht mit Carbidopa, ergaben viscerale und skeletale Missbildungen.

Studien bei Ratten und Mäusen ergaben keine Teratogenität.

Es ist im Einzelfall zu entscheiden, ob ein Absetzen der Therapie mit Carbidopa/Levodopa Sandoz

CR bei der Schwangeren verantwortet werden kann, weil es aufgrund der Schwere der

unbehandelten Erkrankung möglicherweise zu einer ernsthaften Gefährdung der Patientin kommen

kann. Ist eine Behandlung mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR während der Stillzeit erforderlich,

muss abgestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die individuelle Reaktion auf Arzneimittel kann unterschiedlich sein. Gewisse unerwünschte

Wirkungen, die unter Carbidopa/Levodopa beobachtet wurden, können die Fähigkeit zum

Autofahren oder Bedienen von Maschinen beeinflussen. Carbidopa/Levodopa Sandoz CR kann

Schläfrigkeit und Kurzzeitschlafepisoden verursachen. Deshalb sollten betroffene Patienten nicht

Autofahren oder andere Aktivitäten ausüben, die sie oder andere gefährden könnten (wie z.B.

Maschinen bedienen).

Unerwünschte Wirkungen

Häufig auftretende Nebenwirkungen bei Patienten, welche Carbidopa/Levodopa erhalten, werden auf

die zentrale Wirkung von Dopamin zurückgeführt. Gewöhnlich lassen sie sich durch Dosisreduktion

verringern. Am häufigsten sind Dyskinesien inkl. choreiforme, dystonische und andere

unwillkürliche Bewegungsstörungen sowie Nausea. Muskelzuckungen und Blepharospasmus können

als Frühzeichen einer relativen Überdosierung aufgefasst werden.

In kontrollierten klinischen Studien verursachte Carbidopa/Levodopa (retardiertes Präparat) bei

Patienten mit mässigen oder schweren Bewegungsstörungen keine Nebenwirkungen, die alleine auf

die Retardformulierung zurückzuführen waren. Dyskinesien wurden bei Patienten unter einem

retardierten Carbidopa/Levodopa Präparat etwas häufiger beobachtet als bei jenen unter nicht

retardierten Präparaten, da die durch retardierte Carbidopa/Levodopa Präparate reduzierte «Off-Zeit»

durch längere «On-Zeiten» (mit häufigerem Auftreten von Dyskinesien) ersetzt werden.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Dyskinesien (eine Form abnormer

unwillkürlicher Bewegungen).

Unerwünschte Wirkungen, die in klinischen Studien bei 1% oder mehr Patienten aufgetreten sind:

Unerwünschte Wirkung

retardiertes

Carbidodopa/Levodopa

N=491

Nicht retardiertes

Carbidodopa/Levodopa

N=524

Infektionen und Infestationen

Harnwegsinfektionen

Infektionen der oberen

Atemwege

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Anorexie

Psychiatrische Störungen

Depression

Halluzinationen

Konfusion

Abnormes Träumen

Schlaflosigkeit

Störungen des Nervensystems

Dyskinesie

16,5

12,2

Schwindel

Dystonie

Kopfschmerzen

On-off Phänomen

Parästhesien

Funktionsstörungen der Gefässe

Orthostatische Hypotonie

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Dyspnoe

Gastrointestinale Beschwerden

Nausea

Erbrechen

Mundtrockenheit

Diarrhoe

Dyspepsie

Obstipation

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Rückenschmerzen

Schulterschmerzen

Muskelkrämpfe

Funktionsstörungen der Niere und ableitenden Harnwege

Harnfrequenz

Allgemeine Störungen

Brustschmerzen

Andere schwerwiegende unerwünschte Wirkungen sind mentale Störungen, einschliesslich paranoide

Ideen und psychotische Episoden, Depressionen evtl. mit suizidalen Absichten und Demenz.

Nebenwirkungen, die in klinischen Studien oder in Postmarketingberichten beobachtet wurden, sind:

Tumorerkrankungen, gutartige und bösartige (einschliesslich Zysten und Polypen): Malignes

Melanom (siehe «Kontraindikationen»).

Störungen des Blut- und Lymphsystems: Agranulozytose, Leukopenie, hämolytische und nicht-

hämolytische Anämie, Thrombozytopenie.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen: Anorexie.

Psychiatrische Störungen: Agitation, Angstzustände, Bruxismus, Konfusion, Demenz, Depression

mit oder ohne suizidale Tendenz, Desorientiertheit, abnormes Träumen, Euphorie, Halluzinationen,

Schlaflosigkeit, psychotische Episoden einschliesslich Wahnvorstellungen und paranoide

Vorstellungen.

Nach Markteinführung wurde über pathologisches (zwanghaftes) Spielen, gesteigerte Libido,

Hypersexualität, zwanghaftes Einkaufen/Geld ausgeben, Binge eating/zwanghaftes Essen nach

Anwendung von Dopamin-Agonisten und/oder anderen dopaminergen Behandlungen berichtet,

selten auch bei Patienten, die mit Levodopa einschliesslich Carbidopa/Levodopa behandelt wurden

(siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Störungen des Nervensystems: Aktivierung des Horner Syndroms, Ataxie, bradykinetische Episoden

(«on-off» Phänomen), Chorea, Konvulsionen, herabgesetztes Reaktionsvermögen, Schwindel,

Dyskinesien, Dystonie, extrapyramidale und Bewegungsstörungen, Schwäche, Stürze und

Gangstörungen, Kopfschmerzen, Tremor der Hand, Taubheit der Glieder, akute, dystone

Augenbewegung/-stellung (okulogyrische Krise), Parästhesie, Stimulierung, Schläfrigkeit

einschliesslich sehr selten ausgeprägter Tagesschläfrigkeit und plötzliche Kurzzeitschlafepisoden,

Synkope, Trismus.

Augenleiden: Blepharospasmus, verschwommenes Sehen, Pupillenerweiterung, Diplopie.

Funktionsstörungen des Herzens: Herzrhythmusstörungen, Palpitationen.

Funktionsstörungen der Gefässe: Flush, vermehrtes Schwitzen, Hypertonie, orthostatische Effekte

einschliesslich Hypotonie, Phlebitis.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen: abnormale Atmung, Dyspnoe,

Heiserkeit.

Gastrointestinale Beschwerden: bitterer Geschmack, Brennen der Zunge, Obstipation, dunkler

Speichel, Entwicklung von Duodenalulcera, Diarrhoe, Mundtrockenheit, Dyspepsie, Dysphagie,

Flatulenz, gastrointestinale Blutungen, gastrointestinale Schmerzen, Schluckauf, Nausea, Sialorrhoe,

Erbrechen.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Alopezie, Angioödem, dunkler

Schweiss, Henoch-Schönlein Purpura, vermehrtes Schwitzen, Pruritus, Hautausschlag, Urticaria.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen: Muskelkrämpfe,

Muskelzuckungen.

Funktionsstörungen der Niere und ableitenden Harnwege: dunkel gefärbter Urin, Harninkontinenz,

Harnverhaltung.

Funktionsstörungen der Fortpflanzungsorgane und der Brust: Priapismus.

Allgemeine Störungen: Asthenie, Schmerzen in der Brust, Oedem, Fatigue, Malaise, neuroleptisch-

malignes Syndrom (siehe «Warnhinweise und Vorsichtmassnahmen»), Schwäche.

Untersuchungen:

Gewichtszunahme, Gewichtsverlust.

Laborwerte, die als vom Normwert abweichend beurteilt wurden waren Kreatinin, Harnsäure,

alkalische Phosphatase, SGOT (AST), SGPT (ALT), Laktat- Dehydrogenase, Bilirubin, Blut-

Harnstoff und Coombs Test.

Über erniedrigtes Hämoglobin und Hämatokrit, erhöhte Serumglukose, sowie über Leukozyten,

Bakterien und Blut im Urin ist berichtet worden.

Carbidopa-Levodopa Präparate können falsch-positive Reaktionen auf Ketonkörper im Urin

verursachen, falls Teststreifen für die Ketonurie-Bestimmung verwendet werden. Diese Reaktion

ändert sich auch nicht durch Sieden der Urinproben. Falschnegative Resultate bei der Bestimmung

der Glukosurie können sich bei Anwendung der Glukoseoxidase-Methode ergeben.

Überdosierung

Die Gegenmassnahmen bei akuter Überdosierung von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR sind

grundsätzlich dieselben wie bei einer Levodopa-Überdosierung. Pyridoxin allerdings ist nicht

wirksam beim Einsatz gegen Überdosierungssymptome von Carbidopa/Levodopa Sandoz CR.

Im Falle einer Überdosierung sollten allgemeine Unterstützungsmassnahmen getroffen werden,

inklusive einer sofortigen Magenspülung, falls das Arzneimittel kurz zuvor eingenommen wurde.

Intravenöse Flüssigkeiten sollten sehr sorgfältig appliziert und eine adäquate Sauerstoffzufuhr

aufrechterhalten werden. Der Patient sollte elektrokardiographisch überwacht und das eventuelle

Auftreten von Arrhythmien sollte sorgfältig überwacht werden. Falls notwendig, ist adäquate

antiarrhythmische Medikation zu verabreichen. Die Möglichkeit, dass der Patient noch andere

Arzneimittel eingenommen hat, sollte ins Kalkül gezogen werden. Bis anhin liegen noch keine

Erfahrungen mit dem Einsatz der Dialyse vor, sodass deren Wert bei der Behandlung von

überdosierten Patienten unbekannt ist.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N04BA02

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR ist ein Kombinationspräparat zur Behandlung des Morbus

Parkinson und des Parkinson-Syndroms. Es enthält Carbidopa, einen peripher wirkenden

Dekarboxylasehemmer, und Levodopa, die metabolische Vorstufe von Dopamin.

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR liegt in einer polymer-basierten resorptionsverzögernden

Zubereitung vor.

Die Wirkung von Levodopa auf die Symptomatologie des Morbus Parkinson ist auf das daraus im

Gehirn entstehende Dopamin zurückzuführen. Levodopa mindert die Symptome der Parkinsonschen

Krankheit, nachdem es im Gehirn zu Dopamin dekarboxyliert wird.

Carbidopa passiert die Blut-Hirn-Schranke nicht. Es hemmt nur die extrazerebrale Dekarboxylierung

von Levodopa, daher steht mehr Levodopa für den Transport ins Gehirn und für die anschliessende

Umwandlung in Dopamin zur Verfügung. Somit werden hohe, in kurzen Abständen gegebene Dosen

von Levodopa überflüssig. Die niedrigere Dosierung mildert vor allem periphere Nebenwirkungen.

Carbidopa verhindert die von Pyridoxin (Vitamin B6) bekannte Beschleunigung der peripheren

Umwandlung von Levodopa zu Dopamin.

Retardiertes Carbidopa/Levodopa ist insbesondere zur Verminderung der «Off-Zeit» bei Patienten,

bei denen unter der bisherigen Kombinationstherapie mit Levodopa/Dekarboxylasehemmer zur Zeit

der Plasmaspitzenwerte Dyskinesien und unvorhersehbare Bewegungsstörungen auftraten, von

Nutzen.

Bei Patienten mit Parkinsonismus, die mit Levodopa-Präparaten behandelt werden, können

Bewegungsstörungen auftreten, die durch Wirkungsverlust vor Einnahme der nächsten Dosis,

Dyskinesie zur Zeit der maximalen Plasmawerte und Akinesie charakterisiert sind. Dieses «On-Off-

Phänomen» ist durch einen nicht vorhersehbaren Wechsel von Beweglichkeit und Unbeweglichkeit

gekennzeichnet. Wenngleich der zugrundeliegende Wirkmechanismus nicht vollständig geklärt ist,

konnte bewiesen werden, dass diese Wechsel der Beweglichkeit durch konstante Plasmaspiegel von

Levodopa abgeschwächt werden können.

Bei Patienten mit Fluktuationen der Bewegungsstörung, traten in klinischen Studien unter

retardiertem Carbidopa/Levodopa weniger «Off» Perioden auf als unter nicht retardiertem

Carbidopa/Levodopa.

Die globale Beurteilung der Besserung und der Aktivität im täglichen Leben bei «On-Off» Patienten

war - laut Patienten und Arzt - unter retardiertem Carbidopa/Levodopa besser, als unter nicht

retardiertem Carbidopa/Levodopa.

Pharmakokinetik

Retardiertes Carbiodopa/Levodopa: Die aktiven Wirkstoffe werden innerhalb von 4 bis 6 Stunden

freigesetzt. Durch diese Galenik unterliegen die Plasmaspiegel geringeren Schwankungen; der

maximale Plasmaspiegel von Levodopa ist um 60% niedriger als bei einem unretardiertem

Carbidopa/Levodopa.

Die durchschnittliche Zeit bis zum Erreichen des maximalen Levodopa-Plasmaspiegels beträgt nach

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR ungefähr 2 Stunden im Gegensatz zu 0,75 Stunden mit

unretardiertem Carbidopa/Levodopa.

Der Einfluss von Nahrung auf die Pharmakokinetik von retardiertem Carbiodopa/Levodopa wurde

bei 12 gesunden Probanden untersucht. Der maximale Plasmaspiegel (Cmax) von Levodopa war

nach Nahrungsaufnahme leicht, d.h. um ungefähr 25% und die Exposition (AUC) um ungefähr 40%

erhöht im Vergleich zum Nüchternzustand.

Metabolismus von Carbidopa: Nach einer oralen Dosis von radioaktiv markiertem Carbidopa wurden

bei gesunden Probanden maximale Plasmaspiegel nach 2 bis 4 Stunden, bei Parkinsonpatienten nach

1½ bis 5 Stunden erreicht.

Sowohl bei gesunden Probanden wie bei Patienten erfolgt die Ausscheidung je zu etwa der Hälfte im

Urin und Fäces. Die renale Ausscheidung des unveränderten Arzneimittels dauert über die ersten 7

Stunden und entspricht etwa 35% der totalen renalen Ausscheidung. Danach werden nur noch

Metaboliten ausgeschieden.

Metabolismus von Levodopa: Levodopa wird rasch aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert und

unterliegt einem ausgeprägten Metabolismus. Wenn einmalige Testdosen von radioaktivem

Levodopa an nüchterne Patienten mit M. Parkinson verabreicht werden, können in einer halben bis

zwei Stunden maximale Plasmakonzentrationen beobachtet werden, welche über vier bis sechs

Stunden messbar sind. Zur Zeit der Maximalwerte entsprechen etwa 30% der Radioaktivität

Katecholaminen, 15% Dopamin, 10% Dopa. Die Radioaktivität erscheint rasch im Urin, 1/3 der

Dosis innerhalb zwei Stunden. 80-90% der Metaboliten im Urin sind Phenylcarboxyl-Säuren, u.a.

Homovanillin-Säure. Während 24 Stunden gemessen, wird 1-2% der Radioaktivität als Dopamin und

weniger als 1% als Adrenalin, Noradrenalin oder unverändertes Levodopa ausgeschieden.

Da die Bioverfügbarkeit von Levodopa in einem retardierten Carbidopa/Levodopa Präparat

verglichen zu unretardiertem Carbidopa/Levodopa ca. 70% beträgt, sind die Tagesdosierungen von

Levodopa in der resorptionsverzögerten Formulierung normalerweise höher als in der nicht

retardierten Formulierung.

Bei jüngeren, gesunden Probanden beträgt die absolute Bioverfügbarkeit von Levodopa nach

Einzelgabe von einem retardierten Carbidopa/Levodopa Präparat ca. 42%. Bei älteren, gesunden

Probanden wurden nach Einzel- wie auch Mehrfachgabe Werte im Bereich von 71% bis 78%

ermittelt.

Präklinische Daten

Daten und publizierte Genotoxizitätsberichte weisen auf niedrige in vitro genotoxische Effekte von

Carbidopa und Levodopa, auf Bakterien und Säugetierzellen hin, aber nicht bei in vivo Systemen

und geben so keinen Hinweis auf ein genotoxisches Risiko für Menschen.

Eine Langzeitkarzinogenitätsstudie von 106 Wochen Dauer bei Ratten mit Kombinationen von

Carbidopa/Levodopa in Dosierungen von 10/20, 10/50 und 10/100 mg/kg/Tag sowie auch chronische

Toxizitätsstudien zeigten kein karzinogenes Potential.

Carbidopa zeigte bei Mäusen und Kaninchen bis zu Dosen von 120 mg/kg/Tag keine teratogenen

Wirkungen. Levodopa verursachte Weichteil- und Skelett-Missbildungen bei Kaninchen in Dosen

von 125 und 250 mg/kg/Tag, während eine Dosis von 75 mg/kg/Tag als NOEL angesehen wurde; bei

Mäusen wurde keine Reproduktionstoxizität bis zu einer Dosis von 250 mg/kg/Tag beobachtet.

Wenn die Kombination von Carbidopa/Levodopa an Mäuse und Ratten bis zu Dosen von 100/500

mg/kg/Tag (Mäuse) resp. 12,5/125 mg/kg/Tag (Ratten) verabreicht wurde, konnte ebenfalls keine

Teratogenität festgestellt werden. In Kaninchen traten Weichteil- und Skelett-Missbildungen auf, die

mit denjenigen vergleichbar waren, die mit Levodopa allein induziert waren.

Verabreichung von Kombinationen von Carbidopa/Levodopa Dosierungen von 10/20, 10/50 und

10/100 mg/kg/Tag haben weder die Gesamtfertilität, die reproduktive Fähigkeit von männlichen und

weiblichen Ratten noch das Wachstum und das Überleben der Jungtiere beeinflusst.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Vorübergehende pathologische Laborwerte, die jedoch nicht mit klinisch manifesten Krankheiten

assoziiert wurden, bestanden aus Erhöhung von Blut-Harnstoff, SGOT, SGPT, LDH, Bilirubin,

alkalischer Phosphatase.

Über erniedrigtes Hämoglobin und Hämatokrit, erhöhte Serumglukose, sowie über Leukozyten,

Bakterien und Blut im Urin ist berichtet worden.

Normalerweise sind die Spiegel von Blut-Harnstoff, Kreatinin und Harnsäure während einer

Therapie mit Carbidopa/Levodopa Sandoz CR tiefer als unter Levodopa. Sowohl unter

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR als unter alleiniger Levodopa-Therapie wurde über positive

Coombs-Tests berichtet; hämolytische Anämien sind jedoch äusserst selten.

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR kann falsch-positive Reaktionen auf Ketonkörper im Urin

verursachen, falls Teststreifen für die Ketonurie-Bestimmung verwendet werden. Diese Reaktion

ändert sich auch nicht durch Sieden der Urinproben. Falschnegative Resultate bei der Bestimmung

der Glukosurie können sich bei Anwendung der Glukoseoxidase-Methode ergeben.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15−25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Zulassungsnummer

57275 (Swissmedic).

Packungen

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100 Retardtabletten: 30 und 100. [B]

Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 50/200 Retardtabletten: 30 und 100. [B]

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Stand der Information

April 2014.

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