Cialis 5 mg filmtabletten

Швајцарска - Немачки - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Активни састојак:
tadalafilum
Доступно од:
Eli Lilly (Suisse) SA
АТЦ код:
G04BE08
INN (Међународно име):
tadalafilum
Фармацеутски облик:
filmtabletten
Састав:
tadalafilum 5 mg, excipiens pro Kompression obducto.
Класа:
B
Терапеутска група:
Synthetika
Терапеутска област:
Erektile dysfunktion
Број ауторизације:
56018
Датум одобрења:
2004-05-04

Документи на другим језицима

Информативни летак Информативни летак - Француски

23-10-2018

Карактеристике производа Карактеристике производа - Француски

23-10-2018

Информативни летак Информативни летак - Италијански

19-10-2018

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Patienteninformation

Cialis®

Eli Lilly (Suisse) SA

Was ist Cialis und wann wird es angewendet?

Erektile Dysfunktion

Dies ist dann der Fall, wenn ein Mann für eine sexuelle Aktivität keinen harten, erigierten Penis

bekommen oder aufrechterhalten kann. Für Cialis wurde gezeigt, dass es die Fähigkeit, für eine

sexuelle Aktivität einen harten, erigierten Penis zu bekommen, signifikant verbessert.

Nach einer sexuellen Stimulierung hilft Cialis, die Blutgefässe in Ihrem Penis zu entspannen,

wodurch ein Blutstrom in Ihren Penis ermöglicht wird. Das Ergebnis ist eine verbesserte Erektion.

Cialis wird Ihnen nicht helfen, wenn Sie nicht unter einer erektilen Dysfunktion leiden. Es ist wichtig

zu beachten, dass Cialis bei erektiler Dysfunktion ohne eine sexuelle Stimulation nicht wirkt. Ein

partnerschaftliches Vorspiel kann notwendig sein, so wie wenn Sie kein Arzneimittel gegen erektile

Dysfunktion eingenommen hätten.

Benigne Prostatahyperplasie

Symptome des Harntraktes verbunden mit einer häufigen Erkrankung, der sogenannten benignen

Prostatahyperplasie. Dies ist dann der Fall, wenn sich die Prostata mit dem Alter vergrössert. Zu den

Symptomen gehören Schwierigkeiten zu Beginn der Blasenentleerung, ein Gefühl der

unvollständigen Blasenentleerung und häufigerer Harndrang, auch bei Nacht. Cialis verbessert den

Blutstrom zu den Muskeln der Prostata und der Blase und lässt die Muskeln von Prostata und Blase

entspannen, was die Symptome der benignen Prostatahyperplasie reduzieren kann. Für Cialis wurde

gezeigt, dass die Besserung dieser Symptome am Harntrakt bereits 1 bis 2 Wochen nach Beginn der

Therapie eintritt.

Wann darf Cialis nicht angewendet werden?

Cialis darf nicht eingenommen werden,

·wenn Sie überempfindlich gegenüber Tadalafil oder einem der sonstigen Bestandteile von Cialis

sind;

·wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden;

·wenn Sie unter einer schweren Herzerkrankung leiden oder kürzlich einen Herzinfarkt hatten;

·wenn Sie kürzlich einen Schlaganfall hatten;

·wenn Sie unter niedrigem oder unkontrolliert hohem Blutdruck leiden;

·wenn Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, welche organische Nitrate oder andere

Stickstoffmonoxid-Donoren (z.B. Glycerintrinitrat, Isosorbiddinitrat, Molsidomin) enthalten. Diese

Arzneimittel werden zur Behandlung von Angina pectoris («Herzschmerzen») und von

Herzinsuffizienz eingesetzt und können in Form von Tabletten, Kaukapseln, Pflastern, Salbe usw.

angewendet werden. Die gleichzeitige Anwendung von Cialis mit diesen Arzneimitteln kann zu

einem gefährlichen Blutdruckabfall und Kreislaufzusammenbruch führen. Sprechen Sie mit Ihrem

Arzt. bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie ein derartiges Arzneimittel einnehmen oder Sie nicht sicher

darüber sind.

Sie dürfen unter Behandlung mit Cialis aus den genannten Gründen auch in keinem Fall die illegal

vertriebenen «Poppers» (mit dem Wirkstoff Amylnitrit) einnehmen.

·wenn Sie Riociguat einnehmen. Dieses Arzneimittel wird verwendet zur Behandlung von

pulmonaler arterieller Hypertonie (d.h. hoher Blutdruck in der Lunge) und chronischer

thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (d.h. hoher Blutdruck in der Lunge zusätzlich zu

Blutgerinnseln). PDE5-Hemmer, wie Cialis, haben gezeigt, dass sie den blutdrucksenkenden Effekt

dieses Arzneimittels verstärken. Wenn Sie Riociguat einnehmen oder unsicher sind, sprechen Sie mit

Ihrem Arzt.

Wann ist bei der Einnahme von Cialis Vorsicht geboten?

Da eine gutartige Prostatavergrösserung die gleichen Symptome hervorrufen kann wie ein

Prostatakrebs, wird der Arzt Sie vor Beginn einer Therapie mit Cialis zunächst untersuchen um ein

Prostatakrebs auszuschliessen. Cialis ist nicht für die Behandlung von Prostatakrebs geeignet.

Sexuelle Aktivität beinhaltet ein mögliches Risiko für Patienten mit einer schweren Herzerkrankung,

weil diese eine besondere Anstrengung für das Herz darstellt. Falls es bei Ihnen während sexueller

Aktivität zu Schmerzen im Brustkorb kommt, sollten Sie von weiterer sexueller Aktivität absehen

und möglichst rasch Ihren Arzt informieren. Eine Behandlung mit Cialis wird bei diesen Patienten

nicht empfohlen. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie einen Herzinfarkt oder einen

Hirnschlag hatten oder wenn Sie an Angina pectoris, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen,

niedrigem oder unkontrolliert hohem Blutdruck leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auch, wenn Sie an einer Leber- oder

Nierenfunktionsstörung leiden, oder bereits einmal einen schweren Sehverlust erlitten haben. Wenn

Sie an Sichelzellenanämie (Abnormalität der roten Blutzellen), multiplem Myelom

(Knochenmarkkrebs) oder Leukämie (Krebs der weissen Blutzellen) leiden, dürfen Sie nur mit

Vorsicht mit Cialis behandelt werden, da bei diesen Krankheiten ein Risiko für eine übermässig lang

anhaltende und schmerzhafte Erektion (Priapismus) besteht. Falls eine solche über 4 Stunden

andauernde Erektion auftreten sollte, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw Ihre Ärztin wenn Sie Riociguat einnehmen (siehe Rubrik «Wann

darf Cialis nicht angewendet werden»)

Cialis darf ebenfalls nur mit Vorsicht angewendet werden, wenn Sie eine Deformation oder

Erkrankung des Penis haben.

Es ist nicht bekannt, ob Cialis zur Therapie der erektilen Dysfunktion bei Patienten wirksam ist, bei

denen

·eine Operation im Bereich des Beckens vorgenommen wurde.

·die Prostata vollständig oder teilweise entfernt wurde unter Durchtrennung der Prostatanerven

(radikale Prostataentfernung in nicht nervenerhaltender Technik).

Es ist nicht bekannt, ob Cialis bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen oder anderen

neurologischen Erkrankungen wirksam ist.

Wenn Sie eine plötzliche Abnahme oder einen Verlust der Sehkraft oder des Hörens bemerken,

brechen Sie die Behandlung mit Cialis ab und benachrichtigen Sie sofort einen Arzt.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bzw. Nahrungsmitteln

Cialis verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von Arzneimitteln, welche organische Nitrate oder

andere Stickstoffmonoxid-Donoren (z.B. Glycerintrinitrat, Isosorbiddinitrat, Molsidomin) enthalten.

Wenn Sie mit einem solchen Arzneimittel behandelt werden, dürfen Sie Cialis nicht einnehmen

(siehe auch «Wann darf Cialis nicht angewendet werden?»). Cialis verstärkt auch die

blutdrucksenkende Wirkung von Alpha-Blockern (z.B. Doxazosin), Arzneimitteln, die manchmal zur

Behandlung von hohem Blutdruck und einer Prostatavergrösserung angewendet werden. Informieren

Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie Alpha-Blocker anwenden oder wenn Sie wegen einer dieser

Erkrankungen behandelt werden.

Wenn Sie an einer Herzkrankheit leiden und aufgrund von akuten Problemen eine Notfallbehandlung

benötigen, müssen Sie oder Ihre Angehörigen unbedingt die behandelnden Personen informieren,

dass Sie Cialis einnehmen. Sie dürfen in dieser Situation nämlich nicht mit organischen Nitraten oder

anderen Stickstoffmonoxid-Donoren behandelt werden (siehe auch «Wann darf Cialis nicht

angewendet werden?»).

Rifampicin (ein Antibiotikum, das unter anderem gegen Tuberkulose eingesetzt wird) beschleunigt

den Abbau von Cialis. Die Pilzmittel Ketoconazol und Itraconazol, Erythromycin (ein

Antibiotikum), Protease-Inhibitoren zur HIV-Therapie (z.B. Ritonavir, Saquinavir) und

Grapefruitsaft können den Abbau von Cialis hemmen. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit,

wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen da die Dosierung eventuell angepasst werden muss.

Nehmen Sie Cialis nicht zusammen mit Grapefruitsaft ein.

Sie sollten Cialis nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der erektilen

Dysfunktion einnehmen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Cialis

Cialis enthält Lactose. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher erst nach Rücksprache mit Ihrem

Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

Wirkung von Cialis auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Cialis kann zu Schwindel führen. Sie sollten deshalb wissen, wie Sie auf Cialis reagieren, bevor Sie

ein Fahrzeug lenken oder eine Maschine bedienen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Cialis während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Cialis ist nicht für die Anwendung bei Frauen bestimmt.

Wie verwenden Sie Cialis?

Nehmen Sie Cialis immer genau nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin ein.

Bei erektiler Dysfunktion

- Cialis 10 mg und 20 mg: Die empfohlene Dosis beträgt eine Filmtablette zu 10 mg und kann

zwischen 30 Minuten bis zu 36 Stunden vor der sexuellen Aktivität eingenommen werden. Der

ideale Zeitabstand zwischen der Einnahme von Cialis und der sexuellen Aktivität muss deshalb

individuell ermittelt werden.

Bei ungenügender Wirksamkeit kann der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis auf 20 mg erhöhen. Die

maximale Dosis von 20 mg pro Tag darf nicht überschritten werden. Die tägliche Einnahme über

einen längeren Zeitraum wird nicht empfohlen.

Bei Patienten mit einer mässigen oder schweren Nierenfunktionsstörung oder einer milden bis

mässigen Leberfunktionsstörung beträgt die maximale Dosis 10 mg.

- Cialis 2,5 mg und 5 mg: Die tägliche Anwendung von Cialis kann bei Männern vorteilhaft sein, die

2-mal oder öfter pro Woche sexuell aktiv sind. Die empfohlene Dosis ist eine 2,5 mg Tablette täglich

und sollte jeweils zur etwa gleichen Tageszeit eingenommen werden. Entsprechend Ihrem

Ansprechen auf Cialis kann Ihr Arzt die Dosierung auf 5 mg anpassen.

Die einmal tägliche Anwendung von Tadalafil wird bei Patienten mit einer schweren

Nierenfunktionsstörung oder mit einer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen.

Es ist wichtig zu beachten, dass Cialis ohne eine sexuelle Stimulation nicht wirkt. Ein

partnerschaftliches Vorspiel kann notwendig sein, so wie wenn Sie kein Arzneimittel gegen erektile

Dysfunktion eingenommen hätten.

Bei benigner Prostatahyperplasie

Die Dosierung beträgt eine 5 mg Tablette täglich, die Einnahme sollte jeweils zur etwa gleichen

Tageszeit erfolgen. Wenn notwendig kann Ihre Ärztin/Ihr Arzt die Dosierung auf eine 2,5 mg

Tablette täglich senken.

Wenn bei Ihnen eine benigne Prostatahyperplasie und zugleich eine erektile Dysfunktion festgestellt

wurde, bleibt die Dosierung bei einer 5 mg Tablette täglich, Sie dürfen dann nicht noch zusätzlich

Cialis nach Bedarf anwenden.Nehmen Sie Cialis NICHT häufiger als einmal täglich ein.

Cialis darf von Personen unter 18 Jahren nicht eingenommen werden.

Art der Einnahme von Cialis

Schlucken Sie die Filmtablette unzerkaut mit etwas Wasser. Sie können Cialis unabhängig von den

Mahlzeiten einnehmen. Der Genuss von Alkohol kann Ihre Fähigkeit, eine Erektion zu erreichen,

beeinträchtigen. Der Genuss von Alkohol kann Ihren Blutdruck vorübergehend senken. Vermeiden

Sie übermässiges Trinken (Blutalkoholspiegel von 0,08% oder mehr), wenn Sie Cialis eingenommen

haben oder planen, es einzunehmen, da dies die Gefahr von Schwindel beim Aufstehen erhöht.

Nehmen Sie Cialis NICHT mehr als einmal pro Tag ein.

Die tägliche Einnahme von Cialis 10 mg und 20 mg Filmtabletten über einen längeren Zeitraum wird

nicht empfohlen.

Der Wirkungseintritt von Cialis ist individuell verschieden.

Wenn Sie eine grössere Menge von Cialis eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Cialis haben?

Wie alle Arzneimittel kann Cialis Nebenwirkungen haben. Diese Nebenwirkungen sind

normalerweise leicht bis mässig.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Cialis auftreten:

Häufig wurden Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Schmerzen in den

Extremitäten, Gesichtsrötung, verstopfte Nase, und Verdauungsstörung berichtet.

Gelegentlich traten unter Behandlung mit Cialis Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,

saures Aufstossen (Rückfluss von Magensäure), verschwommenes Sehen, Augenschmerzen,

Atemnot, Herzklopfen, Herzrasen, allergische Reaktionen, Hautausschlag, lang andauernde

Erektionen, erhöhter Blutdruck, niedriger Blutdruck, Nasenbluten, Schwellung von Händen, Füssen

oder Knöcheln, Müdigkeit, Brustschmerzen auf.

Selten traten unter Behandlung mit Cialis vorübergehender Gedächtnisverlust, Schwellungen der

Augenlider, Bindehautrötung (rote Augen), Gesichtsfeldausfall, Herzinfarkt, Bewusstseinsstörungen,

transitorische ischämische Attacken, Schlaganfall, Urtikaria, vermehrtes Schwitzen, stark verlängerte

Erektionen (siehe unten) auf.-

In seltenen Fällen ist es möglich, dass eine verlängerte und möglicherweise schmerzhafte Erektion

nach Einnahme von Cialis auftreten kann. Sollten Sie eine Erektion haben, die über mehr als 4

Stunden anhält, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung.

Falls während oder nach einer sexuellen Aktivität Brustschmerzen auftreten, wenden Sie KEINE

Nitrate an, sondern nehmen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch. .

Plötzlicher Sehverlust oder eine plötzliche Verminderung der Sehkraft eines oder beider Augen

wurde bei Männern, welche Cialis einnahmen, sehr selten berichtet. Ob diese Ereignisse direkt mit

Cialis oder mit anderen Faktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes (Zuckerkrankheit) in

Zusammenhang stehen oder auf eine Kombination von beiden zurückzuführen sind, lässt sich nicht

ermitteln. Falls Sie einen plötzlichen Sehverlust haben oder eine plötzliche Verminderung Ihrer

Sehkraft feststellen, setzen Sie Cialis ab und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Es liegen Einzelmeldungen über ein- oder beidseitige Schwerhörigkeit oder Taubheit vor,

gelegentlich zusammen mit Tinnitus und/oder Schwindel.

Ob diese in einem direkten Zusammenhang mit der Einnahme von Phosphodiesterase-Typ-5-

Hemmern, einschliesslich Cialis, stehen, ist nicht geklärt.

Es wurde über einzelne Fälle von Migräne, Krampfanfällen, instabiler Angina pectoris,

Herzrhythmusstörungen, plötzlichem Herztod, allergischen Reaktionen, einschliesslich Schwellung

von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals, verbunden mit Atem- oder Schluckproblemen, Hautausschlag

und Nesselausschlag (in diesem Fall müssen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen) und

Gesichstsschwellung berichtet.

Es wurde bei einigen Männern eine Abnahme der Spermienkonzentration beobachtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Ihren Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin darüber informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Cialis soll für Kinder unzugänglich und in der Originalverpackung bei 15-25 °C aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Cialis enthalten?

1 Filmtablette Cialis enthält 2,5 mg, 5 mg, 10 mg oder 20 mg Tadalafil sowie Hilfsstoffe (u.a.

Laktose).

Zulassungsnummer

56018 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Cialis? Welche Packungen sind erhältlich?

Cialis erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Cialis 2,5 mg: Packung zu 28 Filmtabletten.

Cialis 5 mg: Packung zu 28 oder 84 Filmtabletten.

Cialis 10 mg: Packung zu 4 Filmtabletten.

Cialis 20 mg: Packungen zu 4, 8 oder 12 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Eli Lilly (Suisse) SA, Vernier/Genève.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

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Fachinformation

Cialis®

Eli Lilly (Suisse) SA

Zusammensetzung

Wirkstoff: Tadalafil.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten zu 2.5 mg, 5 mg, 10 mg und 20 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Erektile Dysfunktion.

Cialis kann nur wirken, wenn eine sexuelle Stimulation vorliegt.

Therapie der funktionellen Symptome einer benignen Prostatahyperplasie.

Cialis ist nicht für die Anwendung bei Frauen geeignet.

Dosierung/Anwendung

Anwendung bei erwachsenen Männern

Cialis darf nicht mehr als einmal pro Tag eingenommen werden. Die Einnahme kann unabhängig

von den Mahlzeiten erfolgen.

Erektile Dysfunktion

Filmtabletten zu 10 und 20 mg:

Cialis 10 und 20 mg Filmtabletten sind zur bedarfsweisen Einnahme vor einer erwarteten sexuellen

Aktivität vorgesehen.

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg und soll nur vor einer erwarteten sexuellen Aktivität

eingenommen werden. Cialis kann zwischen 30 Minuten und bis zu 36 Stunden vor der sexuellen

Aktivität eingenommen werden.

Bei Patienten, bei welchen Cialis 10 mg keine entsprechende Wirkung zeigt, können 20 mg versucht

werden. Das optimale Zeitfenster und die optimale Dosis müssen individuell ermittelt werden.

Die Maximaldosis ist 20 mg täglich. Die tägliche Einnahme von 10 und 20 mg über einen längeren

Zeitraum wird nicht empfohlen.

Die Einnahme erfolgt unabhängig von den Mahlzeiten.

Filmtabletten zu 2.5 und 5 mg:

Bei Patienten, die eine häufige Anwendung von Cialis erwarten (d.h. mindestens 2 mal pro Woche),

kann unter Berücksichtigung der Patientenpräferenz und der Beurteilung durch den Arzt eine

tägliche Anwendung von Cialis in den beiden niedrigsten Dosierungen als angemessen erachtet

werden.

Die empfohlene Dosis für diese Patienten ist einmal täglich 2.5 mg jeweils zur etwa gleichen

Tageszeit. Bei ungenügender Wirksamkeit kann die Dosis auf maximal 5 mg pro Tag erhöht werden.

Die Angemessenheit der täglichen Dosierung sollte bei kontinuierlicher Anwendung in

regelmässigen Abständen überprüft werden.

Die Erfahrung mit der täglichen Dosierung beträgt bisher maximal 1 Jahr.

Benigne Prostatahyperplasie

Filmtabletten zu 2.5 und 5 mg:

Die empfohlene Dosis beträgt 5 mg einmal täglich, jeweils etwa zur gleichen Tageszeit

eingenommen. Bei Patienten, die nicht tolerierbare unerwünschte Wirkungen feststellen, kann eine

Reduzierung der Dosis auf 2,5 mg in Erwägung gezogen werden. Eine Maximaldosis von 5 mg darf

bei täglicher Anwendung nicht überschritten werden.

Bei Patienten, welche sowohl eine benigne Prostatahyperplasie als auch eine erektile Dysfunktion

aufweisen und die mit 5 mg Tadalafil/Tag behandelt werden, darf keine zusätzliche Anwendung von

Tadalafil auf Bedarfsbasis erfolgen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

Cialis darf von Personen unter 18 Jahren nicht eingenommen werden.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten sind keine Dosisanpassungen erforderlich. Eine Dosiserhöhung auf 20 mg sollte

nur unter Vorsicht vorgenommen werden. Die Erfahrung mit Patienten über 75 Jahren ist sehr

begrenzt.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit milden Nierenfunktionsstörungen sind keine Dosisanpassungen erforderlich. Eine

Dosiserhöhung auf 20 mg sollte nur unter Vorsicht vorgenommen werden. Für Patienten mit

mässiger oder schwerer Nierenfunktionsstörung ist 10 mg die maximale Dosis (siehe

«Pharmakokinetik» sowie «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die tägliche Anwendung von Tadalafil (2.5 oder 5 mg) wird bei Patienten mit einer schweren

Nierenfunktionsstörung nicht empfohlen.

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Bei schwerer Leberinsuffizienz darf Cialis nicht angewendet werden (vgl. «Kontraindikationen»).

Bei Patienten mit leichter und mässiger Leberfunktionsstörung (Child Pugh A und B) beträgt die

empfohlene Dosis bei bedarfsweiser Einnahme zur Therapie der erektilen Dysfunktion Cialis 10 mg

nach Bedarf.

Die tägliche Anwendung von Cialis zur Therapie der erektilen Dysfunktion oder zur Therapie der

benignen Prostatahyperplasie wurde bei Patienten mit Leberfunktionsstörung nicht untersucht. Die

tägliche Anwendung wird daher bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht empfohlen.

Patienten mit Diabetes

Bei Diabetikern sind Dosisanpassungen nicht erforderlich.

Kontraindikationen

Cialis darf bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Tadalafil oder einen der

Hilfsstoffe nicht angewendet werden.

In klinischen Studien wurde gezeigt, dass Tadalafil die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten

bzw. anderen NO-Donoren verstärkt. Dies wird auf eine gemeinsame Wirkung von Nitraten bzw.

anderen NO-Donoren und Tadalafil auf den Stickstoffmonoxid/cGMP-Stoffwechsel zurückgeführt.

Folglich ist Cialis bei Patienten, die organische Nitrate in irgendeiner Form anwenden,

kontraindiziert (siehe «Interaktionen»). Ebenso ist eine Komedikation mit Molsidomin

kontraindiziert.

Die Patienten müssen auch klar und deutlich darüber informiert werden, dass sie auf keinen Fall

illegal gekaufte Nitrate, sogenannte «Poppers» (Amylnitrit), oder andere Nitrate während der

Behandlung mit Cialis anwenden dürfen.

Cialis darf aufgrund einer additiven hypotonen Wirkung nicht mit Stimulatoren der Guanylatcyclase

(wie z.B. Riociguat) kombiniert werden.

Cialis ist bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C) kontraindiziert.

Sexuelle Aktivität birgt für Patienten mit einer vorbestehenden kardiovaskulären Erkrankung ein

potenzielles Risiko. Daher wird bei Männern, die an einer schweren Herzerkrankung leiden und

denen daher von sexueller Aktivität abgeraten wird, eine Behandlung mit Cialis nicht empfohlen. Die

folgenden Patientengruppen mit Herz-Kreislauf-Erkrankung waren in klinische Studien nicht

eingeschlossen:

·Patienten mit Herzinfarkt während der vorangegangenen 90 Tage

·Patienten mit instabiler Angina pectoris oder einer Angina pectoris, die während einer sexuellen

Aktivität auftrat

·Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA II oder höher) während der letzten 6 Monate

·Patienten mit unkontrollierten Arrhythmien, Hypotonie (<90/50 mm Hg) oder unkontrollierter

Hypertonie

·Patienten mit einem Schlaganfall während der vorangegangenen 6 Monate

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Abklärung einer erektilen Dysfunktion sollte die Bestimmung möglicher zugrundeliegender

Ursachen einschliessen. Nach einer entsprechenden ärztlichen Diagnose ist eine angemessene

Behandlung festzulegen.

Vor Beginn der Therapie einer benignen Prostatahyperplasie mit Tadalafil sollten

differentialdiagnostisch andere Ursachen der Beschwerden sowie insbesondere ein Prostatakarzinom

ausgeschlossen werden. Vor Therapiebeginn sowie in regelmässigen Abständen während der

Therapie sollte der Patient rektal digital untersucht und ggf. das Prostata-spezifische Antigen (PSA)

bestimmt werden.

Kardiovaskuläre Effekte

Vor Beginn jeder Behandlung der erektilen Dysfunktion sollte der Arzt den kardiovaskulären Status

des Patienten erheben, da mit sexueller Aktivität ein gewisses kardiales Risiko verbunden ist.

Schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse, einschliesslich Myokardinfarkt, plötzlicher Herztod,

instabile Angina pectoris, ventrikuläre Arrhythmien, Schlaganfall, transitorische ischämische

Attacken, Brustschmerz, Tachykardie oder Palpitationen wurden aus klinischen Studien und/oder

spontan nach Markteinführung berichtet. Bei den meisten Patienten, von denen diese Ereignisse

berichtet wurden, waren vorbestehende kardiovaskuläre Risikofaktoren bekannt. Allerdings ist es

nicht möglich, mit Gewissheit festzustellen, ob diese Ereignisse im ursächlichen Zusammenhang mit

diesen Risikofaktoren, mit Cialis, mit der sexuellen Aktivität oder einer Kombination dieser oder

anderer Faktoren stehen.

Der Patient sollte darauf hingewiesen werden, dass er von weiterer sexueller Aktivität absehen und

seinen Arzt informieren soll, falls während sexueller Aktivität Thoraxschmerzen auftreten.

Tadalafil hat gefässerweiternde Eigenschaften, die eine leichte und vorübergehende

Blutdrucksenkung bewirken (siehe «Eigenschaften/Wirkungen») und dadurch den

blutdrucksenkenden Effekt von Nitraten verstärken (siehe «Kontraindikationen»).

Stimulatoren der Guanylatcyclase (wie Riociguat) bewirken ebenso wie PDE5-Inhibitoren

Veränderungen des intrazellulären cGMP. Trotz unterschiedlichen Wirkmechanismus wirken beide

Substanzklassen vasodilatatorisch. Wenn bei Kombination beider Wirkprinzipien der cGMP-Spiegel

ansteigt, ist ein additiver Effekt auf den systemischen Blutdruck mit erhöhtem Risiko für eine

symptomatische Hypotonie zu erwarten (siehe auch «Interaktionen»). Cialis darf daher nicht

zusammen mit Stimulatoren der Guanylatcyclase angewendet werden (siehe «Kontraindikationen»).

Bei Patienten, die Alpha1-Rezeptorblocker einnehmen, kann die gleichzeitige Einnahme von

Tadalafil zu symptomatischer Hypotonie führen (siehe «Interaktionen»). Die Kombination von

Tadalafil und Doxazosin wird nicht empfohlen.

Eingeschränkte Leberfunktion

Es existieren begrenzte klinische Daten zur Unbedenklichkeit von Cialis bei Verabreichung einer

Einzeldosis bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh Klasse C).

Die einmal tägliche Anwendung von Tadalafil wurde bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht

untersucht und wird bei schwerer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen. Bei Patienten mit leichter

bis mässiger Leberfunktionsstörung sollte der verschreibende Arzt eine sorgfältige, individuelle

Nutzen-Risiko-Abwägung durchführen.

Niereninsuffizienz

Es existieren nur begrenzte klinische Daten zur Verträglichkeit von Cialis bei Patienten mit schwerer

Niereninsuffizienz (Creatinin Clearance ≤30 ml/Min.).

Aufgrund einer erhöhten Bioverfügbarkeit (AUC) von Tadalafil, begrenzter klinischer Erfahrung und

der fehlenden Möglichkeit, die Clearance durch Dialyse zu steigern, wird die tägliche Gabe von

Cialis bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz nicht empfohlen.

Nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION)

In zwei grossen epidemiologischen Studien (mit case-crossover-Design) wurde das Risiko für eine

NAION jeweils innerhalb von 5 Halbwertszeiten nach der Einnahme bei Patienten mit bedarfsweiser

Anwendung von PDE5-Inhibitoren (Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil) untersucht. Beide Studien

fanden in diesem Zeitraum (bei Tadalafil entspricht dies knapp 4 Tagen) eine Verdopplung des

Risikos. Auch aus der Marktüberwachung von Tadalafil wurden Fälle eines NAION gemeldet.

Eine NAION stellt ein seltenes Ereignis dar. In der Allgemeinbevölkerung wird ihre Häufigkeit bei

Männern ≥50 Jahre auf 2,5–11,8 Fälle pro 100'000 Männer pro Jahr geschätzt. Die o.g. Studie

schätzte, dass bei Männern, welche einen PDE5-Inhibitor wöchtenlich zur Therapie einer erektilen

Dysfunktion anwenden, mit 3 zusätzlichen Fällen pro 100'000 Männer pro Jahr gerechnet werden

muss.

Eine NAION geht mit einer Verminderung der Sehkraft, unter Umständen bis zum permanenten

Verlust des Sehvermögens, einher. Die Möglichkeit eines NAION ist daher bei der Nutzen-Risiko-

Abwägung zu berücksichtigen, insbesondere bei Patienten, welche weitere Risikofaktoren für ein

NAION aufweisen. Hierzu gehören Alter über 50 Jahre, arterielle Hypertonie, Diabetes,

Hyperlipidämie, Rauchen und Koronarangiopathien sowie eine geringe Cup/Disc-Ratio («crowded

disc»). Bei Auftreten entsprechender Sehstörungen sollte ein NAION in die Differentialdiagnose

einbezogen werden.

Der Patient ist darauf hinzuweisen, bei Auftreten eines plötzlichen Sehverlusts auf einem oder beiden

Augen alle PDE5-Hemmer, einschliesslich Cialis, sofort abzusetzen und sich in ärztliche Behandlung

zu begeben. Ärzte sollten ihre Patienten auch darüber aufklären, dass Personen, bei denen eine

NAION bereits an einem Auge aufgetreten ist, ein erhöhtes NAION-Risiko aufweisen.

Hörminderung

Plötzliche Schwerhörigkeit oder Taubheit, die von Tinnitus begleitet sein kann, wurde im

Zusammenhang mit der Anwendung von PDE5-Inhibitoren berichtet. Der Patient muss aufgefordert

werden, im Falle plötzlicher Schwerhörigkeit oder Taubheit die Einnahme von Tadalafil zu beenden

und umgehend medizinischen Rat zu suchen.

Interaktionen mit CYP3A4-Inhibitoren

Wenn Cialis an Patienten verschrieben wird, die potente CYP3A4-Inhibitoren (Ritonavir, Saquinavir,

Ketoconazol, Itraconazol und Erythromycin) einnehmen, ist Vorsicht geboten, da eine erhöhte

Tadalafil-Exposition (AUC) bei Kombination mit diesen Arzneimitteln beobachtet wurde (siehe

«Interaktionen»).

Priapismus

Im Zusammenhang mit der Einnahme von PDE5-Inhibitoren wurde über Priapismus berichtet.

Patienten mit Erektionen, die länger als 4 Stunden dauern, wird geraten, ärztliche Hilfe in Anspruch

zu nehmen. Wird ein Priapismus nicht sofort behandelt, können Schädigungen des Penisgewebes und

ein dauerhafter Potenzverlust die Folge sein.

Cialis soll bei Patienten mit für Priapismus prädisponierenden Erkrankungen (z.B.

Sichelzellenanämie, multiples Myelom oder Leukämie) oder bei Patienten mit anatomischer

Deformation des Penis (z.B. Deviation, Fibrose im Bereich der Corpora cavernosa oder Peyronie-

Krankheit) nur mit Vorsicht angewendet werden.

Weitere Vorsichtsmassnahmen

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit einer Kombination von Cialis mit anderen PDE5 Inhibitoren

oder Behandlungsmethoden der erektilen Dysfunktion wurde nicht untersucht. Daher wird die

Anwendung solcher Kombinationen nicht empfohlen.

Es ist nicht bekannt, ob Cialis bei Patienten mit Rückenmarkverletzungen oder anderen

neurologischen Erkrankungen wirksam ist.

Cialis enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,

Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Interaktionen

Wie im Folgenden erläutert, wurden Interaktionsstudien mit 10 mg und/oder 20 mg Tadalafil

durchgeführt. Bezüglich solcher Interaktionsstudien, bei denen nur die 10 mg Tadalafil Dosierung

verwendet wurde, können klinisch relevante Wechselwirkungen bei höheren Dosierungen nicht

völlig ausgeschlossen werden.

Pharmakokinetische Interaktionen

Wirkungen anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Tadalafil

Tadalafil wird hauptsächlich durch CYP3A4 metabolisiert.

CYP3A4-Inhibitoren

Der selektive CYP3A4-Hemmer Ketoconazol erhöhte in einer Dosierung von 200 mg die AUC von

Tadalafil um das 2-fache und die Cmax um 15%. Bei einer Dosierung von 400 mg Ketoconazol stieg

die AUC von Tadalafil um das 4-fache und die Cmax um 22%.

Ritonavir erhöhte die Tadalafil-AUC um das 2-fache, während die Cmax unverändert blieb.

Andere Proteasehemmer (z.B. Saquinavir) sowie sonstige mässige bis starke CYP3A4-Inhibitoren

wie Erythromycin, Clarithromycin, Itraconazol oder Grapefruitsaft sollten nur mit Vorsicht

gleichzeitig eingenommen werden, da zu erwarten ist, dass sie die Plasmakonzentrationen von

Tadalafil ebenfalls erhöhen.

Wird Cialis zusammen mit CYP3A4-Inhibitoren eingenommen, darf die Dosis bei täglicher

Einnahme max. 1× 2.5 mg betragen, bei Anwendung nach Bedarf max. 10 mg.

CYP3A4-Induktoren

Die AUC von Tadalafil wurde bei gleichzeitiger Gabe mit dem CYP3A4-Induktor Rifampicin um

88% reduziert. Es ist zu erwarten, dass die gleichzeitige Gabe anderer CYP3A4-Induktoren die

Tadalafil-Plasmaspiegel ebenfalls erniedrigt.

Arzneimittel mit Einfluss auf den Magen-pH

Die gleichzeitige Gabe eines Antacidums (Magnesiumhydroxid/Aluminiumhydroxid) mit Tadalafil

beeinflusste die Bioverfügbarkeit (AUC) von Tadalafil nicht.

Ein durch den H2-Antagonisten Nizatidin induzierter Anstieg des Magen-pH-Werts hat keinen

signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Tadalafil.

Wirkungen von Tadalafil auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Tadalafil ist weder ein Inhibitor noch ein Induktor von CYP3A4, CYP1A2, CYP2D6, CYP2E1 und

CYP2C9. Eine Beeinflussung der Clearance von Arzneimitteln, die durch diese CYP-Isoformen

metabolisiert werden, ist deshalb nicht zu erwarten.

Tadalafil zeigt keine klinisch relevante Wirkung auf Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik von

Theophyllin, einem CYP1A2-Substrat.

Antikoagulantien

Tadalafil hat weder eine klinisch relevante Wirkung auf die AUC von S- und R-Warfarin (CYP2C9-

Substrat) noch einen Einfluss auf die mittels Warfarin eingestellte Prothrombinzeit. Zu

Acenocoumarol und Phenprocoumon liegen keine entsprechenden Daten vor.

Alkohol

Die Alkoholkonzentrationen (mittlere maximale Blutkonzentration 0,08%) wurden durch

Verabreichung von Tadalafil (10 oder 20 mg) nicht beeinflusst. Des weiteren wurden 3 Stunden nach

der Verabreichung zusammen mit Alkohol keine Veränderungen der Tadalafil-Konzentrationen

beobachtet.

Pharmakodynamische Interaktionen

Nitrate

In klinischen Studien wurde gezeigt, dass Tadalafil (5 mg, 10 mg und 20 mg) die blutdrucksenkende

Wirkung von Nitraten bzw. anderen NO-Donoren verstärkt. Daher ist die Gabe von Cialis bei

Patienten kontraindiziert, die organische Nitrate in jeglicher Form bzw. andere NO-Donoren

anwenden (siehe «Kontraindikationen»).

In einer klinischen Studie wurde 150 Personen, die 7 Tage lang täglich 20 mg Tadalafil erhielten, zu

verschiedenen Zeitpunkten nach der letzten Tadalafil-Dosis 0.4 mg Nitroglycerin sublingual

verabreicht. Wenn die sublinguale Einnahme von Nitroglycerin innerhalb von 24 Stunden nach

Einnahme von Tadalafil erfolgte, kam es zu einer Verstärkung der hypotensiven Wirkung. Diese

Interaktion war nicht mehr nachweisbar, wenn seit der letzten Tadalafil-Dosis 48 Stunden vergangen

waren. Wenn bei einem Patienten, dem Cialis (2.5 mg-20 mg) verschrieben wurde, die

Verabreichung von Nitrat in einer lebensbedrohlichen Situation als medizinisch notwendig erachtet

wird, sollten mindestens 48 Stunden seit der letzten Cialis-Dosis vergangen sein, bevor die Nitrat-

Verabreichung in Betracht gezogen wird. Unter diesen Umständen sollte eine Nitrat-Verabreichung

nur unter engmaschiger ärztlicher Überwachung mit angemessenem hämodynamischem Monitoring

erfolgen.

Stimulatoren der Guanylatcyclase

In Tiermodellen wurde eine additive Wirkung auf den Blutdruck beobachtet, wenn Riociguat, ein

Stimulator der Guanylatcyclase, mit PDE5-Inhibitoren (Sildenafil und Vardenafil) kombiniert wurde.

Unter höheren Dosen traten in manchen Fällen überadditive Effekte auf den systemischen Blutdruck

auf. Eine vergleichbare Interaktion auch mit Tadalafil ist zu erwarten. Cialis darf daher nicht

zusammen mit Stimulatoren der Guanylatcyclase angewendet werden (siehe «Kontraindikationen»).

Antihypertensiva

In klinisch-pharmakologischen Studien wurde geprüft, welches Potenzial Tadalafil besitzt, die

blutdrucksenkende Wirkung antihypertensiver Wirkstoffe zu verstärken. Die wichtigsten

Substanzklassen antihypertensiver Arzneimittel wurden untersucht, einschliesslich

Calciumkanalblockern (Amlodipin), Angiotensin-Converting-Enzyme-(ACE)-Hemmern (Enalapril),

Betablockern (Metoprolol), Thiazid-Diuretika (Bendrofluazid) und Angiotensin-II-Rezeptor-

Blockern. Tadalafil in Dosen bis 10 mg zeigte keine klinisch relevante Wechselwirkung mit einer

dieser Substanzklassen. Tadalafil (20 mg) wurde in Kombination mit bis zu vier Antihypertensiva-

Klassen untersucht. Trotzdem sollten Patienten, welche mit Antihypertensiva behandelt werden,

darauf hingewiesen werden, dass Cialis deren blutdrucksenkende Wirkung verstärken könnte.

Alpha-Blocker

In einer weiteren Studie wurde darüber hinaus der Einfluss von Tadalafil (20 mg als Einzeldosis

bzw. 5 mg als tägliche Dosis) auf die blutdrucksenkende Wirkung des Alpha-Rezeptorenblockers

Doxazosin (4 bzw. 8 mg täglich) untersucht. Die gleichzeitige Gabe von Tadalafil verstärkte die

blutdrucksenkende Wirkung von Doxazosin. Dieser Effekt hält mindestens 12 Stunden an und kann

mit klinischen Symptomen (wie z.B. Synkopen) einhergehen (vgl. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

An einer jeweils begrenzten Anzahl gesunder Probanden wurde auch die Interaktion von Tadalafil

mit den selektiven α1-Rezeptorenblockern Alfuzosin und Tamsulosin untersucht. Dort fand sich kein

klinisch relevanter Effekt von Tadalafil auf die durch Alfuzosin oder Tamsulosin verursachten

Blutdruckveränderungen.

Dennoch sollte bei Patienten, die mit Alpha-Rezeptorblockern behandelt werden, besondere Vorsicht

gelten, wenn Tadalafil eingesetzt wird, insbesondere bei älteren Patienten. Die Behandlung sollte mit

der minimalen Dosis begonnen und stufenweise angepasst werden.

Sonstige

Tadalafil hat keinen Einfluss auf die durch Acetylsalicylsäure verlängerte Blutungszeit.

Schwangerschaft/Stillzeit

Cialis ist nicht zur Anwendung bei Frauen indiziert.

Bei Ratten oder Mäusen, die bis zu 1000 mg/kg Tadalafil täglich erhielten, gab es keine Hinweise

auf Teratogenität, Embryo- oder Fetotoxizität.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Obwohl in klinischen Studien Schwindel unter Placebo und Tadalafil ähnlich häufig auftrat, sollten

Patienten wissen, wie sie auf Cialis reagieren, bevor sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen

bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen genannt, welche in placebokontrollierten klinischen

Studien in den Indikationen erektile Dysfunktion (ED) und/oder benigne Prostatahyperplasie (BPH)

(insgesamt rund 8000 Patienten unter Cialis versus rund 4000 Patienten unter Placebo) oder nach der

Markteinführung unter Cialis beobachtet wurden. Einige unerwünschte Wirkungen wurden unter den

höheren Dosierungen häufiger beobachtet. Darüber hinaus wurden die beiden häufigsten

unerwünschten Wirkungen Kopfschmerzen und Dyspepsie in den Studien bei ED mit deutlich

höherer Inzidenz beobachtet als in den Studien bei BPH (siehe unten).

In klinischen Studien, in denen Tadalafil nach Bedarf zur Therapie der erektilen Dysfunktion

eingesetzt wurde wurde eine Diarrhoe bei Patienten ≥65 Jahre häufiger beobachtet als bei jüngeren

Patienten. Darüber hinaus unterschied sich das Sicherheitsprofil bei älteren Patienten nicht in

relevanter Weise von jenem bei jüngeren Anwendern. Für Patienten >75 Jahre liegen allerdings nur

limitierte Daten vor.

Die Häufigkeiten werden wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10), Häufig (≥1/100-<1/10),

Gelegentlich (≥1/1'000-<1/100), Selten (≥1/10'000-<1/1'000), Sehr selten (<1/10'000), Nicht bekannt

(basierend überwiegend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann

nicht angegeben werden).

Immunsystem

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen.

Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Schwindel.

Selten: transiente Amnesie.

Nicht bekannt: Migräne, Krampfanfälle.

Augen

Gelegentlich: Augenschmerzen, Verschwommensehen.

Selten: Schwellung der Augenlider, Bindehauthyperämie, Gesichtsfeldausfall.

Nicht bekannt: Nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION), retinaler

Venenverschluss (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Ohr und Innenohr

Unter Anwendung von PDE5-Inhibitoren wie Tadalafil wurde über Fälle von ein- oder beidseitiger

plötzlicher akuter Schwerhörigkeit bis hin zu (irreversibler) Taubheit berichtet, manchmal verbunden

mit Tinnitus und/oder Schwindel. Ob dies in kausalem Zusammenhang mit der Anwendung von

PDE5-Inhibitoren steht, ist unklar.

Herz

Gelegentlich: Palpitationen, Tachykardie.

Selten: Myokardinfarkt.

Nicht bekannt: instabile Angina pectoris, ventrikuläre Arrhythmien, plötzlicher Herztod.

Gefässe

Häufig: Flushing.

Gelegentlich: Hypotonie (häufiger berichtet, wenn Tadalafil an Patienten verabreicht wird, die mit

Antihypertensiva behandelt werden), Hypertonie.

Selten: Synkopen, transitorische ischämische Attacken, Schlaganfall (bei den meisten Patienten, bei

denen diese Ereignisse berichtet wurden, waren vorbestehende kardiovaskuläre Risikofaktoren

bekannt).

Respirationstrakt

Häufig: verstopfte Nase.

Gelegentlich: Epistaxis, Dyspnoe.

Gastrointestinaltrakt

Häufig: Dyspepsie.

Gelegentlich: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, gastroösophagealer Reflux.

Haut

Gelegentlich: Hautausschlag.

Selten: Urtikaria, Hyperhidrosis.

Nicht bekannt: exfoliative Dermatitis, Steven-Johnson Syndrom.

Muskelskelettsystem

Häufig: Myalgien, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten.

Reproduktionssystem und Brust

Gelegentlich: lang andauernde Erektionen.

Selten: Priapismus.

Allgemeine Störungen

Gelegentlich: Müdigkeit, Brustschmerz, periphere Ödeme.

Nicht bekannt: Gesichtsödem.

Bei Patienten, die einmal täglich mit Tadalafil behandelt wurden, fand sich gegenüber Placebo eine

etwas höhere Inzidenz von EKG-Abnormalitäten, in erster Linie Sinusbradykardie. Die meisten

dieser EKG-Unregelmässigkeiten standen nicht im Zusammenhang mit unerwünschten Reaktionen.

Überdosierung

Einzeldosen bis zu 500 mg wurden an gesunde Probanden verabreicht. Patienten erhielten über

mehrere Tage hinweg bis zu 100 mg täglich. Die unerwünschten Ereignisse waren mit jenen

vergleichbar, die bei niedrigeren Dosen gesehen werden.

Im Fall einer Überdosierung sollten bei Bedarf die üblichen supportiven Massnahmen ergriffen

werden. Eine Hämodialyse trägt nur unwesentlich zur Tadalafil-Elimination bei.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: G04BE08

Tadalafil ist ein selektiver, reversibler Hemmer der zyklischen Guanosinmonophosphat-(cGMP)-

spezifischen Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5). Die PDE5 befindet sich in der glatten Muskulatur des

Corpus cavernosum, der Prostata und der Blase und auch in der glatten Muskulatur der Gefässe und

inneren Organe, sowie in Skelettmuskeln, Lunge, Nieren, Cerebellum, Thrombozyten und Pankreas.

Die Wirkung von Tadalafil auf PDE5 ist potenter als auf andere Phosphodiesterasen, insbesondere

gegenüber den im Herz-Kreislauf-System wirkenden PDE's:

·>10'000fach potenter als auf PDE3, ein Enzym, das im Herz und in den Blutgefässen gefunden

wurde. Die im Vergleich zu PDE3 höhere Selektivität für PDE5 ist von Bedeutung, da das Enzym

PDE3 die Kontraktionsfähigkeit des Herzens mit beeinflusst.

·>10'000fach potenter als auf PDE1, PDE2, PDE4, PDE7 (Enzyme, die im Herz, im Hirn, in den

Blutgefässen, in den Leukozyten der Leber, im Skelettmuskel und in anderen Organen gefunden

wurden).

·>9'000fach potenter als auf PDE8, PDE9, PDE10

·ca. 700fach potenter als auf PDE6, ein Enzym, das in der Retina gefunden wird und für die

Phototransduktion verantwortlich ist.

·14fach potenter als auf PDE11

Tadalafil führt zusammen mit dem bei sexueller Stimulation lokal gebildeten Stickstoffmonoxid

(NO) durch Hemmung der PDE5 zu erhöhten cGMP-Spiegeln im Corpus cavernosum. Dies führt zur

Entspannung der glatten Muskulatur, zum Einstrom von Blut in die Corpora cavernosa und zur

Erektion. Bei erektiler Dysfunktion zeigt Tadalafil ohne sexuelle Stimulation keine Wirkung.

Die Effekte der PDE5-Hemmung auf die cGMP Konzentration sind auch in der glatten Muskulatur

der Prostata, der Blase und deren blutzuführenden Gefässen zu beobachten. Durch die resultierende

vaskuläre Relaxation wird der Blutfluss verstärkt.

Sicherheitspharmakodynamik

In einer verblindeten Crossover-Studie wurde an n=23 Patienten mit stabiler Koronarer

Herzerkrankung und nachgewiesener Belastungs-Ischämie die Zeit bis zum Auftreten einer Ischämie

bei Laufbandbelastung bestimmt. Der mittlere Unterschied zwischen Cialis (10 mg) und Placebo

betrug 3 Sekunden und war nicht signifikant.

In einer weiteren doppelblinden, placebokontrollierten Crossover-Studie wurde an n=7 Patienten mit

Koronarer Herzerkrankung der Einfluss von Cialis (20 mg) auf die Myokarddurchblutung mittels

Positronenemissionstomographie (PET) sowohl in Ruhe als auch unter pharmakologischem Stress

mit Dobutamin untersucht. Cialis hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Myokardperfusion.

Es wurden keine Auswirkungen auf Sehschärfe, Pupillenreaktion, intraokulären Druck oder

Elektroretinogramm festgestellt. In allen klinischen Studien waren Berichte über Veränderungen des

Farbensehens selten (<0.1%). Mit dem Farnsworth Munsell 100-hue Test wurde keine

Beeinträchtigung der Farbunterscheidung (blau/grün) festgestellt.

Nach 6-monatiger täglicher Einnahme von 10 oder 20 mg Tadalafil fanden sich keine klinisch

relevanten Veränderungen von Spermienkonzentration, -zahl, -morphologie oder –motilität.

Es wurden drei klinische Studien zur Untersuchung eines möglichen Einflusses von Cialis 10 mg

(eine 6 monatige Studie) und 20 mg (je eine 6- bzw. 9monatige Studie) auf die Spermatogenese bei

täglicher Einnahme durchgeführt. In zwei dieser Studien wurde unter Tadalafil eine Abnahme von

Spermienzahl und –konzentration beobachtet, die klinisch wahrscheinlich nicht relevant ist. Es

fanden sich keine Veränderungen von Spermien-Morphologie oder –Motilität und kein Einfluss auf

die FSH-Konzentration (follikelstimulierendes Hormon).

Klinische Studien

Erektile Dysfunktion

Tadalafil wurde in 16 klinischen Studien in Dosierungen von 2-100 mg an insgesamt n=3250

Patienten mit erektiler Dysfunktion unterschiedlicher Ätiologie und unterschiedlichen

Schweregrades untersucht. Eingeschlossen waren Patienten unterschiedlicher Ethnizität im Alter von

21-86 Jahren. Bei den meisten Patienten bestand die erektile Dysfunktion bereits seit mindestens

einem Jahr.

In den primären Wirksamkeitsstudien in der Gesamtpopulation berichteten 81% der Patienten unter

Cialis über eine verbesserte Erektion gegenüber 35% unter Placebo. Eine Überlegenheit gegenüber

Placebo fand sich unabhängig vom Schweregrad der erektilen Dysfunktion (leichtgradig: 86% vs.

45%; mässiggradig: 83% vs. 42%; schwergradig: 72% vs. 19%). Versuche, Geschlechtsverkehr

auszuüben, waren in den primären Wirksamkeitsstudien bei 75% der mit Cialis behandelten

Patienten erfolgreich, verglichen mit 32% unter Placebo.

Die tägliche Einnahme von Tadalafil wurde in 4 klinischen Studien bei Dosierungen von 2.5 mg,

5 mg und 10 mg an insgesamt 1070 Patienten im Alter von 21 bis 82 Jahren mit erektiler

Dysfunktion unterschiedlicher Ätiologie und unterschiedlichen Schweregrades untersucht (darunter 1

Studie bei Patienten mit Diabetes).

Die Studien schlossen sowohl Therapie-naive Patienten ein, als auch solche, die zuvor bereits auf die

bedarfsweise Anwendung von PDE5-Hemmern angesprochen hatten. In den drei Studien bei nicht-

diabetischen Patienten (n = 772) betrug der mittlere Anteil erfolgreicher Versuche,

Geschlechtsverkehr auszuüben, pro Patient 50% unter Cialis 2.5 mg, 65% unter Cialis 5 mg und 39%

unter Placebo.

In der Studie bei Patienten mit erektiler Dysfunktion aufgrund eines Diabetes mellitus (n = 298)

lagen die entsprechenden Ansprechraten bei 46% unter Cialis 2.5 mg, 41% unter Cialis 5 mg und

28% unter Placebo.

Benigne Prostatahyperplasie

Die Wirksamkeit von Tadalafil wurde in 4 multinationalen, randomisierten, doppelblinden,

placebokontrollierten Studien bei Männern mit Symptomen einer benignen Prostatahyperplasie über

eine Therapiedauer von jeweils 12 Wochen untersucht. Eingeschlossen wurden mehr als 1500

Patienten unterschiedlichen Alters (45 bis 92 Jahre).

Tadalafil zeigte in allen 4 Studien im primären Endpunkt «Verbesserung des IPSS-Gesamtscores»

(IPSS = International Prostate Symptom Score) unter einer Dosierung von 5 mg/Tag, in einer Studie

auch unter 2,5 mg/Tag, eine statistisch signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo. Unter 5 mg

Tadalafil (n = 742) reduzierte sich der IPSS gegenüber dem Ausgangswert um durchschnittlich 4,8

bis 6,3 Punkte, unter 2,5 mg Tadalafil (n = 207) um 3,8 bis 4,6 Punkte und unter Placebo (n = 735)

um 2,2 bis 4,2 Punkte. Die durchschnittliche Therapiedifferenz gegenüber Placebo betrug 1,9 bis 2,6

Punkte für die 5 mg Dosis und 0,8 bis 1,6 Punkte für die 2,5 mg Dosis. Für den wesentlichen

Sekundärendpunkt, den BII-Score (BII-Benign Prostatic Hyperplasia Impact Index), konnte eine

statistisch signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo nur für 5 mg Tadalafil gezeigt werden (p

<0.001), nicht hingegen für die 2.5 mg-Dosis. Numerisch schnitten aber auch 2.5 mg besser ab als

Placebo.

Eine dieser Studien untersuchte die Verbesserung der erektilen Dysfunktion und der Symptome einer

benignen Prostatahyperplasie bei Patienten mit beiden Erkrankungen. Die Verbesserungen in der EF-

Domäne des IIEF (erektiler Funktionsbereich des International Index of Erectile Function) und des

IPSS-Gesamtscores in dieser Studie betrugen 6,5 und -6,1 unter Tadalafil 5 mg, sowie 5,2 und -4,6

unter Tadalafil 2,5 mg im Vergleich zu 1,8 und -3,8 unter Placebo. Die mittlere Rate erfolgreicher

Versuche von Geschlechtsverkehr pro Person betrug 71,9% unter Tadalafil 5 mg und 64,0% unter

Tadalafil 2,5 mg im Vergleich zu 48,3% unter Placebo.

In der offenen Verlängerungsstudie, in der Patienten im Anschluss an die 12-wöchige doppelblinde

Therapiephase bis zu 1 Jahr Tadalafil 5 mg/Tag erhielten, konnte die durch Tadalafil bis Woche 12

der doppelblinden Therapie erreichte Verbesserung des IPSS-Gesamtscores über 1 Jahr hinweg

aufrecht erhalten werden.

Pharmakokinetik

Absorption

Tadalafil wird nach oraler Gabe schnell absorbiert (Tmax ca. 2. Std.). Die absolute Bioverfügbarkeit

von Tadalafil nach oraler Gabe wurde nicht ermittelt. Eine Studie mit oraler Verabreichung von

radioaktiv-markiertem Tadalafil in Polyaethylenglykol-Lösung an gesunde männliche Probanden

fand eine durchschnittliche systemische Absorption von Tadalafil und/oder seinen Metaboliten von

81% (CV 24%, Coefficient of variation). Rate und Ausmass der Tadalafil-Absorption werden durch

gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst. Der Zeitpunkt der Einnahme (morgens oder

abends) hat keine klinisch relevanten Auswirkungen auf Geschwindigkeit und Ausmass der

Absorption.

Tadalafil weist bei gesunden Probanden im Dosisbereich von 2.5-20 mg eine lineare

Absorptionskinetik auf. Bei täglicher Gabe wird das Steady State innerhalb von 5 Tagen erreicht, die

Akkumulationsrate liegt bei 1.6.

Distribution

Das mittlere Verteilungsvolumen beträgt etwa 63 l, was darauf hindeutet, dass Tadalafil im Gewebe

verteilt wird. Die Plasmaproteinbindung von Tadalafil beträgt 94%.

Weniger als 0,0005% der verabreichten Dosis fand sich in der Samenflüssigkeit von gesunden

Probanden.

Metabolismus

Tadalafil wird überwiegend in der Leber mittels CYP3A4 metabolisiert. Der zirkulierende

Hauptmetabolit ist das Methylcatecholglucuronid. Dieser Metabolit ist an PDE5 mindestens

13'000fach weniger wirksam als Tadalafil. Eine klinische Wirksamkeit des Metaboliten ist bei den

ermittelten Konzentrationen daher nicht zu erwarten.

Elimination

Bei gesunden Probanden beträgt die mittlere Clearance für Tadalafil nach oraler Gabe 2.5 l/h, die

mittlere Halbwertszeit 17.5 Stunden. Tadalafil wird hauptsächlich in Form inaktiver Metaboliten

ausgeschieden, vorwiegend über die Faeces (etwa 61% der Dosis) und zu einem geringeren Teil über

den Urin (etwa 36%).

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Gesunde ältere Männer (65 Jahre oder älter) zeigten nach oraler Gabe von Tadalafil eine niedrigere

Clearance, was zu einer 25% höheren AUC im Verhältnis zu gesunden Probanden im Alter zwischen

19 bis 45 Jahren führte.

Nierenfunktionsstörung

In klinisch-pharmakologischen Studien mit Tadalafil-Einzeldosen (5-20 mg) wurde bei Patienten mit

leichter (Creatinin-Clearance 51 bis 80 ml/Min.) oder mässig ausgeprägter (Creatinin-Clearance 31

bis 50 ml/Min.) Nierenfunktionsstörung sowie bei Dialyse-Patienten mit terminalem Nierenversagen

eine etwa 2fach erhöhte Tadalafil-Exposition (AUC) beobachtet. Die Cmax war 41% höher als bei

Gesunden. Die Hämodialyse trägt nur unwesentlich zur Tadalafil-Elimination bei.

Leberfunktionsstörung

Die AUC einer Einzeldosis von Tadalafil unterscheidet sich bei leichter und mässiger

Leberinsuffizienz (Child Pugh A und B) nicht klinisch relevant von jener bei Gesunden. Daten über

die Anwendung von Dosen >10 mg Tadalafil sowie über die tägliche Einnahme von Dosen von 2.5

oder 5 mg bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen liegen nicht vor (siehe auch

«Kontraindikationen»).

Präklinische Daten

Die präklinischen Daten, basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie,

Genotoxizität, Reproduktionstoxizität sowie zum karzinogenen Potenzial, geben keine Hinweise auf

besondere Gefahren für den Menschen.

Die Fertilität männlicher und weiblicher Ratten wurde nicht beeinträchtigt. Hunde, denen Tadalafil

täglich in Dosen von 25 mg/kg/Tag und mehr verabreicht wurde, zeigten Veränderungen im Epithel

der Tubuli seminiferi, was bei einigen Hunden zu einer Verringerung der Spermatogenese führte.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung bei 15–25 °C aufbewahren.

Zulassungsnummer

56018 (Swissmedic)

Packungen

Filmtabletten zu 2.5 mg: 28 [B]

Filmtabletten zu 5 mg: 28 und 84 [B]

Filmtabletten zu 10 mg: 4 [B]

Filmtabletten zu 20 mg: 4, 8 und 12 [B]

Zulassungsinhaberin

Eli Lilly (Suisse) SA, Vernier/Genève.

Stand der Information

Juni 2017.

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