Nexium 40 MUPS-Tabletten

Szwajcaria - niemiecki - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Ulotka dla pacjenta Ulotka dla pacjenta (PIL)

01-04-2020

Składnik aktywny:
esomeprazolum
Dostępny od:
Grünenthal Pharma AG
Kod ATC:
A02BC05
INN (International Nazwa):
esomeprazolum
Forma farmaceutyczna:
MUPS-Tabletten
Skład:
esomeprazolum 40 mg esomeprazolum magnesicum trihydricum, glyceroli monostearas 40-55, hydroxypropylcellulosum, hypromellosum, magnesium stearas, acidi methacrylici und ethylis acrylatis polymerisatum 1:1, cellulosum microcristallinum, paraffinum solide syntheticum, macrogolum 6000, polysorbatum 80, crospovidonum, natrii stearylis fumaras, Zucker-Kugeln, Talk, triethylis citras, E 171, E 172 (rot), für compresso haze Endwerte. Natrium-0.048 mg.
Klasa:
B
Grupa terapeutyczna:
Synthetika
Dziedzina terapeutyczna:
Protonenpumpenblocker
Numer pozwolenia:
55609
Data autoryzacji:
2000-12-11

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Nexium®, MUPS®-Tabletten

Grünenthal Pharma AG

Was ist Nexium und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle des Arztes oder der Ärztin.

Nexium MUPS-Tabletten enthalten den Wirkstoff Magnesiumesomeprazol, welcher zur

Medikamentengruppe der sogenannten Protonenpumpen-Hemmer gehört. Magnesiumesomeprazol wird

in einer speziellen Zelle des Magens in den Wirkstoff Esomeprazol umgewandelt. Dieses blockiert im

Magen ein Enzym (Protonenpumpe), das für die Bildung von Magensäure verantwortlich ist. Nexium

vermindert somit die Freisetzung von Magensäure.

Es dient:

·zur Behandlung und Langzeit-Rückfallprophylaxe von Entzündungen und/oder Geschwüren der

Speiseröhre (Fachausdruck: Refluxösophagitis).

·zur Behandlung von saurem Aufstossen, Sodbrennen (Fachausdruck: symptomatischer

gastroösophagealer Reflux), allgemeinen Bauchbeschwerden und Völlegefühl.

·zur Behandlung von Geschwüren des Zwölffingerdarms, die im Zusammenhang mit einer Helicobacter

pylori Infektion stehen. Die Therapie erfolgt in Kombination mit zwei Antibiotika.

·zur Rückfallprophylaxe von Zwölffingerdarm- und Magengeschwüren, die im Zusammenhang mit

einer Helicobacter pylori Infektion stehen. Die Therapie erfolgt in Kombination mit zwei Antibiotika.

·zur Heilung von Magengeschwüren, die durch nichtsteroidale, antirheumatische Arzneimittel

verursacht worden sind.

·zur Vorbeugung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren bei Risikopatienten, die nichtsteroidale,

antirheumatische Arzneimittel einnehmen.

·zur Behandlung einer übermässigen Säureproduktion inklusive Zollinger Ellison Syndrom (eine

krankhafte Hormonproduktion in der Bauchspeicheldrüse, die eine übermässige Säureproduktion

auslöst, was zu Geschwüren im Magen-Darmtrakt führen kann).

·zur Vorbeugung von erneuter Blutung bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren nach einer

endoskopischen Behandlung.

Was sollte dazu beachtet werden?

Eine durch Magensäure hervorgerufene Entzündung oder ein Geschwür kann nur richtig behandelt

werden, wenn Sie sich genau an die mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprochenen Anweisungen halten.

Patienten, die Nexium nach Bedarf zur Behandlung wiederkehrender Symptome wie saures Aufstossen

oder Sodbrennen einnehmen (symptomatischer gastroösophagealer Reflux) sollen sich bei

Veränderungen der Symptome mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin in Verbindung setzen.

Wann darf Nexium nicht eingenommen werden?

Nexium darf nicht eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder

einen der Hilfsstoffe sowie bei Überempfindlichkeit auf andere sogenannte Protonenpumpen-Hemmer.

Da noch keine Erfahrungen in der Behandlung von Kindern jünger als 1 Jahr bzw. mit einem

Körpergewicht unter 10 kg vorliegen, darf Nexium bei diesen Kindern nicht angewendet werden.

Bitte nehmen Sie Nexium erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie

unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wann ist bei der Einnahme von Nexium Vorsicht geboten?

Andere Arzneimittel können die Wirkung von Nexium beeinflussen oder durch die Wirkung von

Nexium beeinflusst werden. Es sind dies zum Beispiel gewisse Arzneimittel zur Behandlung von HIV-

Infektionen, Tuberkulose, Epilepsie, Depressionen, Pilzerkrankungen oder Störungen der Magen-

Darmtätigkeit, Herzproblemen, Beruhigungs- und/oder Schlafmittel, Blutverdünnungsmittel, gewisse

Mittel gegen die Organabstossung nach einer Transplantation sowie gewisse Arzneimittel gegen Krebs.

Wenn Sie Nexium für mehr als 3 Monate einnehmen, ist es möglich, dass der Magnesiumspiegel in

Ihrem Blut sinken kann. Ein niedriger Magnesiumspiegel macht sich durch Ermüdung, unwillkürliche

Muskelspannungen, Verwirrtheit, Krämpfe, Schwindel und erhöhte Herzfrequenz bemerkbar. Wenn bei

Ihnen eine dieser Nebenwirkungen auftritt, sagen Sie es bitte unverzüglich Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Ein niedriger Magnesiumspiegel kann auch zu einer Absenkung der Kalium- und Kalziumspiegel im

Blut führen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann regelmässige Bluttests durchführen, um Ihren

Magnesiumspiegel zu überwachen.

Die Einnahme eines Protonenpumpenhemmers wie Nexium kann Ihr Risiko für Knochenbrüche in der

Hüfte, dem Handgelenk oder der Wirbelsäule leicht erhöhen, besonders wenn dieser über einen

Zeitraum von mehr als einem Jahr eingenommen wird. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

Osteoporose haben oder wenn Sie Kortikosteroide (diese können das Risiko einer Osteoporose erhöhen)

einnehmen.

Falls bei Ihnen ein Hautausschlag auftritt, insbesondere an den der Sonne ausgesetzten Hautbereichen,

und Sie zudem unter Gelenkschmerzen leiden, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ärztin, da

Sie die Behandlung mit Nexium eventuell abbrechen sollten.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette d.h. es ist nahezu

«natriumfrei».

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Nexium während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten sowie in der Stillzeit darf Nexium nur nach

Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Nexium?

Der Arzt oder die Ärztin wird aufgrund regelmässiger Untersuchungen die für Sie zutreffende Dosierung

festlegen.

Üblicherweise gelten für Erwachsene folgende Dosierungsrichtlinien:

Behandlung von Entzündungen und/oder Geschwüren der Speiseröhre: 1× täglich 1 Tablette zu 40 mg

Nexium während 4 bis 8 Wochen.

Langzeit-Rückfallprophylaxe von Entzündungen und/oder Geschwüren der Speiseröhre: 1× täglich 1

Tablette zu 20 mg Nexium.

Sodbrennen, saures Aufstossen (symptomatischer gastroösophagealer Reflux), Bauchschmerzen,

Völlegefühl: 1× täglich 1 Tablette zu 20 mg Nexium während bis zu 4 Wochen. Treten nach erreichter

Symptombefreiung später erneut Beschwerden auf, können diese nach Absprache mit dem Arzt oder der

Ärztin bei Bedarf mit 1× täglich 20 mg Nexium behandelt werden.

Behandlung von Zwölffingerdarmgeschwüren, die im Zusammenhang mit einer Helicobacter-Infektion

stehen: 2× täglich 1 Tablette zu 20 mg Nexium zusammen mit den entsprechenden Antibiotika. Die

Behandlung dauert 7 Tage.

Rückfallprophylaxe von Zwölffingerdarm- und Magengeschwüren, die im Zusammenhang mit einer

Helicobacter-Infektion stehen: 2× täglich 1 Tablette zu 20 mg Nexium zusammen mit den

entsprechenden Antibiotika. Die Behandlung dauert 7 Tage.

Heilung von Magengeschwüren, die durch nichtsteroidale, antirheumatische Arzneimittel verursacht

worden sind: 1× täglich 1 Tablette zu 40 mg Nexium. Die Behandlung dauert 4 bis 8 Wochen.

Vorbeugung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren bei Risikopatienten, die nichtsteroidale,

antirheumatische Arzneimittel einnehmen: 1× täglich 1 Tablette zu 20 mg Nexium.

Übermässige Säureproduktion: als Startdosis 2× täglich 40 mg Nexium. Die Dosierung wird dann

individuell angepasst.

Vorbeugung von erneuter Blutung bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren: 1× täglich 40 mg

Nexium während 4 Wochen.

Für Jugendliche (12 bis 18 Jahre) gelten die folgenden Dosierungsrichtlinien:

Behandlung von Entzündungen und/oder Geschwüren der Speiseröhre: 1× täglich 1 Tablette zu 40 mg

Nexium während 4 bis 8 Wochen.

Langzeit-Rückfallprophylaxe von Entzündungen und/oder Geschwüren der Speiseröhre: 1× täglich 1

Tablette zu 20 mg Nexium.

Sodbrennen, saures Aufstossen (symptomatischer gastroösophagealer Reflux), Bauchschmerzen,

Völlegefühl: 1× täglich 1 Tablette zu 20 mg Nexium während bis zu 4 Wochen. Treten nach erreichter

Symptombefreiung später erneut Beschwerden auf, können diese nach Absprache mit dem Arzt oder der

Ärztin mit 1× täglich 20 mg Nexium behandelt werden.

Üblicherweise gelten für 1- bis 11-jährige Kinder bei schwerer Refluxösophagitis folgende

Dosierungsrichtlinien:

Körpergewicht kleiner als 20 kg: 1× täglich 10 mg während 8 Wochen.

Körpergewicht grösser oder gleich 20 kg: 1× täglich 1 Tablette zu 20 mg Nexium während 8 Wochen.

Für die Verabreichung von 10 mg steht ein Granulat zur Verfügung.

Einnahme der Tabletten

Nexium Tabletten werden mit Flüssigkeit eingenommen. Sie dürfen weder zerkaut noch zerdrückt

werden. Falls Sie Schwierigkeiten beim Schlucken haben, können Sie die Tablette auch in

kohlensäurefreiem Wasser auflösen. Lösen Sie die Tablette durch umrühren auf (die Zubereitung ist

trüb). Nehmen Sie die Zubereitung sofort oder innerhalb von 30 Minuten ein. Rühren Sie unmittelbar

vor der Einnahme nochmals um. Um die vollständige Einnahme des Arzneimittels sicherzustellen, füllen

Sie das Glas nochmals zur Hälfte mit Wasser und trinken es aus. Der Wirkstoff ist in den festen

Partikeln enthalten. Die Pellets dürfen weder zerkaut noch zerdrückt werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Nexium haben?

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Häufig wurden Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, gutartige

Drüsenpolypen des Magens sowie Kopfschmerzen beobachtet.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Gelegentlich können Wassereinlagerungen in den Extremitäten, Schlafstörungen, Schläfrigkeit,

Mundtrockenheit, Benommenheit, Schwindel, Kribbeln und Ameisenlaufen sowie Hauterkrankungen

(Entzündungen, Juckreiz, Bläschenbildung, Hautausschläge) auftreten. Gelegentlich kann eine Erhöhung

der Leberenzyme auftreten. Diese sieht man in der Regel nur, wenn eine Blutuntersuchung gemacht

wird.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10‘000 Anwendern)

Selten wurde über Schwellungen der Haut, vor allem des Gesichts, der Lippen oder Schleimhaut

(Angioödem), über starke allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen/Schock), Schleiersehen,

Depressionen, Unruhezustände, Verwirrtheit oder Muskelschmerzen berichtet. In seltenen Fällen

wurden Leberentzündungen mit oder ohne Gelbsucht, Haarausfall, gesteigerte Lichtempfindlichkeit,

Geschmacksveränderungen, Verengung der Atemwege, Unwohlsein, vermehrtes Schwitzen oder

Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis) beobachtet.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10‘000 Anwendern)

In sehr seltenen Fällen wurden schwerwiegende Hautbeschwerden, Vergrösserung der männlichen

Brustdrüse, Entzündung der Nieren, Entzündungen des Dickdarms, Muskelschwäche, Aggressionen

oder Halluzinationen beobachtet. Über Hautausschlag, eventuell verbunden mit Schmerzen in den

Gelenken wurde sehr selten berichtet.

Wenn Sie Nexium mehr als drei Monate einnehmen, kann es zu Erschöpfung, unwillkürlichen

Muskelspannungen, Verwirrtheit, Krämpfen, Schwindel und erhöhter Herzfrequenz kommen.

Falls Sie irgendein Krankheitszeichen beobachten, welches Sie mit dem Gebrauch von Nexium

verbinden, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin davon in Kenntnis setzen.

In folgenden Fällen müssen Sie unbedingt Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen: starker

unbeabsichtigter Gewichtsverlust, anhaltendes und/oder blutiges Erbrechen, Schluckbeschwerden,

schwarzer Stuhl, oder Hautausschlag.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin,

Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Falls Sie im Besitz von verfallenen Nexium Tabletten sind, bringen Sie diese zur Entsorgung in die

Apotheke zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen

verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Nexium enthalten?

Wirkstoffe

1 magensaftresistente MUPS-Tablette Nexium 20 mg enthält 20 mg Esomeprazol, entsprechend 22,3 mg

Magnesium Esomeprazol Trihydrat.

1 magensaftresistente MUPS-Tablette Nexium 40 mg enthält 40 mg Esomeprazol, entsprechend 44,5 mg

Magnesium Esomeprazol Trihydrat.

Hilfsstoffe

1 magensaftresistente Tablette Nexium 20mg enthält: rötlich-braunes Eisenoxid (E172), gelbes

Eisenoxid (E172), Glycerolmonostearat 40-55 (E471), Hydroxypropylcellulose (E463), Hypromellose

(E464), Magnesiumstearat (E572), Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1), Mikrokristalline

Cellulose (E460), synthetisches Hartparaffin, Macrogol 6000 (E1521), Polysorbat 80 (E433),

Crospovidon (E1202), Natriumstearylfumarat (E485) ( entspricht Natrium 0.034 mg in Nexium 20 mg

MUPS-Tabletten), Zucker-Stärke-Pellets (Saccharose und Stärke) (28 mg in Nexium 20 mg MUPS-

Tabletten), Talk (E553b), Titandioxid (E171), Triethylcitrat (E1505).

1 magensaftresistente Tablette Nexium 40 mg enthält die Hilfsstoffe: rötlich-braunes Eisenoxid (E172),

Glycerolmonostearat 40-55 (E471), Hydroxypropylcellulose (E463), Hypromellose (E464),

Magnesiumstearat (E572), Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1), Mikrokristalline Cellulose

(E460), synthetisches Hartparaffin, Macrogol 6000 (E1521), Polysorbat 80 (E433), Crospovidon

(E1202), Natriumstearylfumarat (E485) (entspricht Natrium 0.048 mg in Nexium 40 mg MUPS-

Tabletten), Zucker-Stärke-Pellets (Saccharose und Stärke) (30 mg in Nexium 40 mg MUPS-Tabletten),

Talk (E553b), Titandioxid (E171), Triethylcitrat (E1505)..

Zulassungsnummer

55609 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Nexium? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Nexium 20 mg MUPS-Tabletten: 14, 28, 56 und 98 Tabletten (in Blistern).

Nexium 40 mg MUPS-Tabletten: 14, 28, 56 und 98 Tabletten (in Blistern).

Zulassungsinhaberin

Grünenthal Pharma AG, Glarus Süd

Diese Packungsbeilage wurde im April 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

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Fachinformation

Nexium®, MUPS®-Tabletten

AstraZeneca AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Esomeprazolum ut Magnesii esomeprazolum trihydricum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 magensaftresistente MUPS-Tablette Nexium 20 enthält 20 mg Esomeprazol, entsprechend 22,3 mg

Magnesium Esomeprazol Trihydrat.

1 magensaftresistente MUPS-Tablette Nexium 40 enthält 40 mg Esomeprazol, entsprechend 44,5 mg

Magnesium Esomeprazol Trihydrat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der Refluxösophagitis.

Langzeit-Rezidivprophylaxe der Refluxösophagitis.

Symptomatische Behandlung von gastroösophagealem Reflux (Sodbrennen, saures Aufstossen) ohne

erosive/ulzeröse Refluxösophagitis.

Eradikation von Helicobacter pylori in Kombination mit geeigneten Antibiotika

Heilung von Helicobacter pylori-assoziiertem Ulcus duodeni. Rezidivprophylaxe von Helicobacter

pylori-assoziierten Ulkuskrankheiten.

Heilung von Ulcera ventriculi, die durch NSAR (inkl. COX-2 selektiven NSAR) verursacht worden

sind.

Vorbeugung von Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni bei Risikopatienten, die NSAR (inkl. COX-2

selektiven NSAR) einnehmen.

Pathologische Hypersekretion inkl. Zolllinger-Ellison Syndrom und idiopathische Hypersekretion.

Vorbeugung von erneuter Blutung bei blutendem Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni nach der

Behandlung mit Esomeprazol i.v.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene

Refluxösophagitis: 1× täglich 40 mg während 4 Wochen. Patienten, bei denen die Ösophagitis nicht

vollständig abgeheilt ist oder die Symptome persistieren, können weitere 4 Wochen behandelt

werden.

Langzeit-Rezidivprophylaxe der Ösophagitis: 1× täglich 20 mg.

Behandlung der symptomatischen gastroösophagealen Refluxkrankheit (Sodbrennen, saures

Aufstossen): Für Patienten, bei denen eine Ösophagitis ausgeschlossen werden kann, beträgt die

Dosis 1× täglich 20 mg. Können die Symptome nach 4 Wochen nicht unter Kontrolle gebracht

werden, sind weitere Untersuchungen angezeigt. Nach erreichter Symptombefreiung können

wiederkehrende Beschwerden bei Patienten, die keine NSAR einnehmen, mit 1× täglich 20 mg bei

Bedarf behandelt werden (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Heilung von Helicobacter pylori-assoziiertem Ulcus duodeni: 7 Tage-Therapie mit je 2× täglicher

Einnahme von 20 mg Nexium, 1 g Amoxicillin und 500 mg Clarithromycin. Eine nachfolgende

Monotherapie mit Säurehemmern ist nicht nötig.

Rezidivprophylaxe von Helicobacter pylori-assoziierten Ulzera: 7 Tage-Therapie mit je 2× täglicher

Einnahme von 20 mg Nexium, 1 g Amoxicillin und 500 mg Clarithromycin.

Heilung von Ulcera ventriculi im Zusammenhang mit einer NSAR-Therapie: 1× täglich 40 mg

während 4–8 Wochen.

Vorbeugung von Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni im Zusammenhang mit einer NSAR-Therapie

bei Risikopatienten: 1× täglich 20 mg.

Pathologische Hypersekretion inkl. Zollinger-Ellison-Syndrom und idiopathische Hypersektretion:

Die empfohlene Startdosis ist 2× täglich 40 mg Nexium. Die Dosierung sollte dann individuell

angepasst werden. Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, wie sie klinisch indiziert ist.

Dosen bis zu 2× täglich 120 mg sind verabreicht worden. Vorhandene klinische Daten zeigen, dass

die Mehrheit der Patienten mit Dosen zwischen 80 und 160 mg zufriedenstellend eingestellt werden

kann. Werden Dosen über 80 mg/Tag benötigt, sollte die Dosis auf zwei tägliche Gaben aufgeteilt

werden. Die Erfahrung mit Dosen über 80 mg täglich ist begrenzt.

Vorbeugung von erneuter Blutung bei Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni nach der Behandlung mit

Esomeprazol i.v.: 1× täglich 40 mg Nexium MUPS während 4 Wochen. Der oralen

Behandlungsphase soll folgende säurehemmende Therapie mit Esomeprazol i.v. vorangegangen sein:

40-80 mg Esomeprazol i.v. als Kurzinfusion über einen Zeitraum von 30 Minuten, gefolgt von einer

kontinuierlichen Infusion von 8 mg/h während 3 Tagen.

Jugendliche 12 bis 18 Jahre

Refluxösophagitis: 1× täglich 40 mg während 4 Wochen. Patienten, bei denen die Ösophagitis nicht

vollständig abgeheilt ist oder die Symptome persistieren, können weitere 4 Wochen behandelt

werden.

Langzeit-Rezidivprophylaxe der Ösophagitis: 1× täglich 20 mg.

Behandlung der symptomatischen gastroösophagealen Refluxkrankheit (Sodbrennen, saures

Aufstossen): Für Patienten, bei denen eine Ösophagitis ausgeschlossen werden kann, beträgt die

Dosis 1× täglich 20 mg. Können die Symptome nach 4 Wochen nicht unter Kontrolle gebracht

werden, sind weitere Untersuchungen angezeigt. Nach erreichter Symptombefreiung können unter

ärztlicher Kontrolle wiederkehrende Beschwerden mit 1× täglich 20 mg behandelt werden.

Kinder 1–11 Jahre

Schwere Refluxösophagitis

Körpergewicht <20 kg: 1× täglich 10 mg während 8 Wochen.

Körpergewicht ≥20 kg: 1× täglich 10 mg oder 20 mg während 8 Wochen.

Dosierungen über 1 mg/kg/Tag wurden nicht untersucht.

Zur Verabreichung von 10 mg steht ein Granulat à 10 mg zur Verfügung.

Für Kinder mit einem Körpergewicht <10 kg sind derzeit aufgrund ungenügender Daten keine

Dosierungsempfehlungen möglich.

Art der Einnahme

MUPS-Tabletten

Nexium Tabletten sollen mit etwas Flüssigkeit geschluckt werden. Die Tabletten dürfen weder

zerkaut noch zerdrückt werden.

Für Patienten mit Schwierigkeiten beim Schlucken, kann die Tablette in kohlensäurefreiem Wasser

aufgelöst und eingenommen werden. Die Tablette durch Umrühren auflösen (die Zubereitung ist

trüb). Die Zubereitung soll sofort oder innerhalb von 30 Minuten eingenommen werden. Unmittelbar

vor der Einnahme nochmals umrühren. Um die vollständige Einnahme des Arzneimittels

sicherzustellen, das Glas nochmals zur Hälfte mit Wasser füllen und austrinken, da der Wirkstoff in

den festen Partikeln enthalten ist. Die Pellets dürfen weder zerkaut noch zerdrückt werden.

Für Patienten, die nicht schlucken können, können die Tabletten in kohlensäurefreiem Wasser

aufgelöst und über eine Magensonde verabreicht werden.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Kinder: Nexium sollte bei Kindern <1 Jahr bzw. mit einem Körpergewicht <10 kg nicht angewendet

werden, da keine Studien vorliegen.

Ältere Patienten: Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung nötig.

Niereninsuffizienz: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung

nötig. Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollten mangels Erfahrungen mit Vorsicht behandelt

werden (vgl. «Pharmakokinetik»).

Leberinsuffizienz: Bei Patienten mit leichter bis mässiger Leberinsuffizienz ist es nicht nötig die

Dosis anzupassen. Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz sollte eine Dosis von 20 mg nicht

überschritten werden.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Esomeprazol, substituierten Benzimidazolen oder anderen

Bestandteilen der Tablette.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Treten beunruhigende Anzeichen wie z.B. signifikanter, unbeabsichtigter Gewichtsverlust,

anhaltendes Erbrechen, Dysphagie, Hämatemesis oder Melaena auf und besteht Verdacht auf ein

Magengeschwür, sollte dessen Malignität vor Beginn einer Behandlung mit Nexium ausgeschlossen

werden. Ohne vorherige Abklärung der Malignität können durch eine Behandlung Symptome

kaschiert und die Diagnose verzögert werden.

Für Patienten unter Langzeitbehandlung (vor allem solche, welche länger als ein Jahr behandelt

werden) wird eine regelmässige ärztliche Kontrolle empfohlen.

Patienten, die für die Behandlung wiederkehrender Symptome des gastroösophagealen Refluxes

Esomeprazol nach Bedarf einnehmen, sollten darauf hingewiesen werden, sich bei Veränderungen

der Symptome mit dem Arzt in Verbindung zu setzen. Bei der Verschreibung von Esomeprazol in

dieser Indikation sollten, aufgrund der schwankenden Plasmakonzentrationen von Esomeprazol, die

Folgen von Interaktionen mit anderen Arzneimitteln berücksichtigt werden (siehe auch

«Interaktionen»).

Bei Patienten mit symptomatischer gastroösophagealer Refluxkrankheit, die gleichzeitig mit NSAR

behandelt werden müssen, sollen wiederkehrende Beschwerden nicht ohne erneute medizinische

Abklärung «Nach Bedarf» behandelt werden.

Bei der Verschreibung von Esomeprazol für die Eradikation von Helicobacter pylori sollten

mögliche Interaktionen mit den angewendeten Arzneimitteln der «Triple-Therapie» beachtet werden.

Clarithromycin ist ein starker Inhibitor von CYP3A4 und folglich sollten die Kontraindikationen und

Interaktionen mit Clarithromycin bei Patienten beachtet werden, die gleichzeitig mit der «Triple-

Therapie» andere Arzneimittel einnehmen, die via CYP3A4 metabolisiert werden, wie z.B. Cisaprid.

Patienten, welche unter den seltenen, erblich bedingten Problemen wie Fruktose-Intoleranz, Glukose-

Galaktose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Insuffizienz leiden, sollten Nexium nicht

einnehmen.

Während der Behandlung mit säurehemmenden Arzneimitteln steigt das Serumgastrin als Reaktion

auf die verminderte Säuresekretion an. Ebenso steigt das Chromogranin A (CgA) als Reaktion auf

die verminderte Säuresekretion an. Der erhöhte CgA-Spiegel kann mit Untersuchungen bei

neuroendokrinen Tumoren interferieren. In der Literatur wird erwähnt, dass eine Behandlung mit

einem PPI 5 bis 14 Tage vor der CgA-Bestimmung, die im Rahmen einer Abklärung oder einer

Verlaufskontrolle bei neuroendokrinen Tumoren durchgeführt wird, unterbrochen werden sollte, da

sich die iatrogen erhöhten CgA-Spiegel innerhalb von 5 bis 14 Tagen – selten auch länger –

normalisieren. Die Bestimmungen sollten wiederholt werden, wenn die CgA-Spiegel nach diesem

Intervall noch zu hoch sind.

Verminderte Azidität im Magen kann allgemein die intragastrische Bakterienzahl erhöhen. Eine

Behandlung mit säurehemmenden Substanzen kann zu einer leichten Erhöhung des Risikos

gastrointestinaler Infektionen z.B. durch Salmonellen und Campylobacter führen, bei hospitalisierten

Patienten möglicherweise auch durch Clostridium difficile.

Die gleichzeitige Verabreichung von Esomeprazol mit Arzneimitteln wie Atazanavir und Nelfinavir

wird nicht empfohlen (siehe «Interaktionen»).

Von der gleichzeitigen Verabreichung von Esomeprazol und Clopidogrel wird abgeraten (siehe

«Interaktionen»).

Knochenfrakturen: Protonenpumpeninhibitoren, besonders wenn sie in einer hohen Dosierung und

über eine längere Zeit (>1 Jahr) angewendet werden, können das Risiko von Hüft-, Handgelenks-

und Wirbelsäulenfrakturen, insbesondere bei älteren Patienten oder bei Vorliegen anderer bekannter

Risikofaktoren, mässig erhöhen. Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass

Protonenpumpeninhibitoren das Risiko von Frakturen möglicherweise um 10-40% erhöhen, wobei

dieses erhöhte Risiko teilweise auch durch andere Risikofaktoren bedingt sein kann. Patienten mit

Osteoporoserisiko sollen entsprechend der gültigen klinischen Richtlinien behandelt werden und

Vitamin D und Kalzium in ausreichendem Masse erhalten.

Hypomagnesiämie: Schwere Hypomagnesiämie wurde bei Patienten berichtet, die für mindestens

drei Monate, jedoch in den meisten Fällen für ein Jahr mit Protonpumpeninhibitoren (PPIs) wie

Esomeprazol behandelt wurden. Schwerwiegende Manifestationen von Hypomagnesiämie mit

Erschöpfungszuständen, Tetanie, Delir, Krämpfen, Schwindelgefühl und ventrikulären Arrhythmien

können auftreten, aber sie können sich schleichend entwickeln und dann übersehen werden. Bei den

meisten betroffenen Patienten verbesserte sich die Hypomagnesiämie nach Gabe von Magnesium

und Absetzen des PPIs. Bei Patienten, für die eine längere Behandlungsdauer vorgesehen ist oder die

PPIs mit Digoxin oder anderen Arzneistoffen einnehmen, welche Hypomagnesiämie hervorrufen

können (z.B. Diuretika), sollte der Arzt vor und periodisch während der Behandlung mit PPI eine

Überwachung der Magnesiumwerte in Betracht ziehen.

Subakuter kutaner Lupus Erythematodes: Protonenpumpenhemmer sind in sehr seltenen Fällen mit

dem Auftreten eines subakuten kutanen Lupus Erythematodes (SCLE) assoziiert. Falls Läsionen,

insbesondere an den der Sonne ausgesetzten Hautbereichen, auftreten, und falls dies von einer

Arthralgie begleitet ist, sollte der Patient umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, und das

medizinische Fachpersonal sollte erwägen, Nexium abzusetzen. SCLE nach vorheriger Behandlung

mit einem Protonenpumpenhemmer kann das Risiko eines SCLE unter der Einnahme anderer

Protonenpumpen-Inhibitoren erhöhen.

Interaktionen

Wirkungen von Esomeprazol auf die Pharmakokinetik anderer Substanzen

Die Hemmung der Magensäure während der Behandlung mit Esomeprazol oder mit einem anderen

PPI kann die Absorption von Arzneimitteln, deren Absorption vom pH im Magen abhängig ist,

erhöhen oder vermindern. Wie bei der Anwendung mit Arzneimitteln, die die intragastrische Azidität

vermindern, kann auch unter der Behandlung mit Esomeprazol die Absorption von Arzneimitteln wie

Ketoconazol, Itraconazol und Erlotinib vermindert und die Absorption von Arzneimitteln wie

Digoxin erhöht sein. Bei gesunden Probanden erhöhte die gleichzeitige Behandlung mit Omeprazol

(20 mg täglich) und Digoxin die Bioverfügbarkeit von Digoxin um 10% (bei 2 Probanden bis zu

30%).

Esomeprazol hemmt CYP2C19, das Hauptmetabolisierungsenzym von Esomeprazol. Folglich kann

die Plasmakonzentration von Substanzen, die durch CYP2C19 metabolisiert werden, wie z.B.

Diazepam, Citalopram, Imipramin, Clomipramin, Phenytoin etc. ansteigen und eine Dosisreduktion

erforderlich machen. Dies sollte vor allem bei unregelmässiger Einnahme berücksichtigt werden.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von 30 mg Esomeprazol und Diazepam wurde eine Reduktion der

Diazepam-Clearance um 45% beobachtet. Erhöhte Plasmaspiegel von Diazepam wurden jedoch

frühestens 12 Stunden nach Verabreichung beobachtet. Zu diesem Zeitpunkt liegen die

Plasmaspiegel unter dem therapeutischen Bereich, weshalb eine klinische Interaktion

unwahrscheinlich ist.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von 40 mg Esomeprazol und Phenytoin stiegen die «trough»

Phenytoin-Plasmaspiegel bei Epilepsiepatienten um 13% an. Deshalb wird empfohlen, die

Phenytoin-Plasmaspiegel zu überwachen, wenn eine Behandlung mit Esomeprazol begonnen oder

beendet wird.

Die gleichzeitige Verabreichung von 40 mg Esomeprazol an Warfarin behandelte Patienten zeigte,

dass trotz eines geringen Anstiegs der «trough» Plasmakonzentration des weniger wirksamen R-

Isomers von Warfarin, die Koagulationszeiten innerhalb des akzeptierten Bereichs waren. Seit der

Markteinführung wurde jedoch bei gleichzeitiger Therapie mit Warfarin über Fälle mit klinisch

bedeutsam erhöhter INR berichtet. Es wird zu Beginn und am Ende einer Warfarintherapie oder einer

Therapie mit andern Cumarinderivaten eine engmaschige Überwachung empfohlen.

Omeprazol wirkt ebenso wie Esomeprazol als CYP2C19-Inhibitor. In einer Cross-over-Studie führte

die Gabe von 40 mg Omeprazol bei gesunden Probanden zu einer Erhöhung der Cmax und AUC von

Cilostazol um 18% bzw. 26% sowie eines aktiven Metaboliten von Cilostazol um 29% bzw. 69%.

Die gleichzeitige Verabreichung von 40 mg Esomeprazol und Cisaprid bei gesunden Probanden

bewirkte bei Cisaprid einen 32%igen Anstieg der AUC und eine um 31% verlängerte

Eliminationshalbwertszeit, jedoch keine signifikante Erhöhung der Plasmahöchstwerte. Das leicht

verlängerte QTc-Intervall, welches nach der Verabreichung von Cisaprid alleine beobachtet wurde,

verlängert sich nicht zusätzlich bei der Einnahme von Cisaprid und Esomeprazol (siehe auch

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Esomeprazol und Tacrolimus wurden erhöhte Tacrolimus-

Serumspiegel gemeldet. Zu Beginn oder am Ende der Behandlung mit Esomeprazol sollten die

Tacrolismus-Serumspiegel kontrolliert werden.

Bei einigen Patienten wurde bei gleichzeitiger Therapie mit Protonenpumpen-Blockern über erhöhte

Methotrexat-Spiegel berichtet. Bei Verabreichung von hohen Methotrexat-Dosen wird empfohlen,

Esomeprazol vorübergehend abzusetzen.

Wechselwirkungen zwischen Omeprazol und antiretroviralen Arzneimitteln wurden berichtet. Die

klinische Bedeutung und die Mechanismen hinter diesen berichteten Interaktionen sind nicht immer

bekannt. Ein erhöhter pH-Wert im Magen während einer Omeprazolbehandlung kann die Absorption

des antiretroviralen Arzneimittels möglicherweise verändern. Andere mögliche

Interaktionsmechanismen laufen über CYP2C19. Für einige antiretrovirale Arzneimittel wie

Atazanavir und Nelfinavir wurde von verminderten Serumspiegeln berichtet, als sie gleichzeitig mit

Omeprazol verabreicht worden waren. Daher ist diese gleichzeitige Arzneimitteltherapie nicht

empfohlen. Die gleichzeitige Verabreichung von Omeprazol (40 mg, 1× täglich) mit Atazanavir

300 mg/Ritonavir 100 mg bei gesunden Probanden führte zu einer wesentlichen Reduktion der

Atazanavir Exposition (Verminderung der AUC, Cmax und Cmin um ca. 75%). Die Erhöhung der

Atazanavir Dosis auf 400 mg, kompensierte den Omeprazol-Einfluss auf die Atazanavir-Exposition

nicht. Für andere antiretrovirale Arzneimittel wie Saquinavir wurde von erhöhten Serumspiegeln

berichtet. Es gibt auch einige antiretrovirale Arzneimittel, die bei gleichzeitiger Verabreichung mit

Omeprazol einen unveränderten Serumspiegel aufwiesen. Aufgrund ähnlicher pharmakodynamischer

Wirkungen und pharmakokinetischen Eigenschaften von Omeprazol und Esomeprazol wird die

gleichzeitige Gabe von Esomeprazol mit antiretroviralen Arnzeimitteln wie Atazanavir und

Nelfinavir nicht empfohlen.

Es konnte gezeigt werden, dass Esomeprazol keine klinisch relevanten Wirkungen auf die

Pharmakokinetik von Amoxicillin oder Chinidin hat.

In Kurzzeitstudien zur gleichzeitigen Verabreichung von Esomeprazol mit Naproxen konnten keine

klinisch relevanten pharmakokinetischen Interaktionen erkannt werden.

In Studien mit gesunden Probanden konnte eine pharmakokinetische/pharmakodynamische

Interaktion zwischen Clopidogrel und Esomeprazol gezeigt werden. In einer dieser Studien wurde

Clopidogrel in einer Anfangsdosis von 300 mg, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 75 mg täglich

zusammen mit täglich 40 mg Esomeprazol gegeben. Die Plasmakonzentrationen des aktiven

Metaboliten von Clopidogrel sanken um durchschnittlich 40%, gemessen an den Tagen 5, 14 und 29

der Studie. Die maximale Plättchenaggregationshemmung nach ADP-Stimulation nahm um

durchschnittlich 14% ab. Die Interaktion kann nicht verhindert werden durch zeitlich versetzte

Verabreichung von Clopidogrel und Esomeprazol. Bezüglich der klinischen Relevanz dieser PK/PD-

Interaktion in Bezug auf schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse gibt es widersprüchliche Daten

aus Beobachtungs- und klinischen Studien. Unter diesen Umständen sollte eine gleichzeitige

Behandlung mit Clopidogrel und mit Esomeprazol vermieden werden.

Wirkungen von anderen Substanzen auf die Pharmakokinetik von Esomeprazol

Esomeprazol wird durch CYP2C19 und CYP3A4 metabolisiert. Die gleichzeitige Verabreichung von

Esomeprazol und dem CYP3A4-Hemmer Clarithromycin (2x täglich 500 mg) bewirkte eine

Verdoppelung der AUC von Esomeprazol. Die gleichzeitige Verabreichung von Esomeprazol und

einem kombinierten CYP2C19- und CYP3A4-Hemmer, wie z.B. Voriconazol, kann mehr als eine

Verdoppelung der Cmax und der AUC von Esomeprazol bewirken. Eine Dosisanpassung von

Esomeprazol bei üblicher Dosierung ist jedoch in keiner der beiden Situationen nötig. Arzneimittel,

die CYP2C19 oder CYP3A4 oder beide induzieren (wie z.B. Rifampicin und Hypericum

[Johanniskraut]), können zu einem tieferen Esomeprazol-Serumspiegel führen, indem sie den

Metabolismus von Esomeprazol erhöhen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Feten gezeigt, aber man verfügt über

keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Das potenzielle Risiko für den Menschen ist

nicht bekannt.

Es ist nicht bekannt, ob Esomeprazol in die Muttermilch ausgeschieden wird. Es wurden keine

Studien an stillenden Müttern durchgeführt. Deshalb soll Nexium während der Stillzeit nicht

angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nexium hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die nachfolgenden Nebenwirkungen wurden in den klinischen Studien mit Esomeprazol und/oder

seit der Markteinführung beobachtet oder vermutet. Keine davon war dosisabhängig.

Die folgenden Häufigkeitsdefinitionen werden verwendet:

Häufig >1/100, <1/10.

Gelegentlich >1/1000, <1/100.

Selten >1/10'000, <1/1000.

Sehr selten <1/10'000.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Leukopenie, Thrombopenie.

Sehr selten: Agranulozytose, Panzytopenie.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Hypersensitivitätsreaktionen (z.B. Angioödem, anaphylaktische Reaktion/Schock).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: periphere Ödeme.

Selten: Hyponatriämie.

Sehr selten: Hypomagnesiämie (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»); eine

schwerwiegende Hypomagnesiämie kann zu einer Hypokalzämie führen. Eine Hypomagnesiämie

kann zu einer Hypokaliämie führen.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Schlafstörungen.

Selten: Agitation, Konfusion, Depression.

Sehr selten: Agression, Halluzination.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Benommenheit, Schwindel, Parästhesie, Schläfrigkeit.

Selten: Geschmacksveränderungen.

Augenerkrankungen

Selten: Schleiersehen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Selten: Verengung der Atemwege.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Bauchschmerzen, Obstipation, Diarrhöe, Flatulenz, Nausea, Erbrechen, Drüsenpolypen des

Fundus (gutartig).

Gelegentlich: Mundtrockenheit.

Selten: Stomatitis, gastrointestinale Candidiasis.

Sehr selten: mikroskopische Colitis.

Affektionen der Leber und Gallenblase

Gelegentlich: erhöhte Leberenzyme.

Selten: Hepatitis mit oder ohne Ikterus.

Sehr selten: Leberversagen, hepatische Encephalopatie.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Dermatitis, Pruritus, Urticaria, Rash.

Selten: Alopezie, Photosensibilität.

Sehr selten: Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson Syndrom, toxisch epidermale

Nekrolyse (TEN), subakuter kutaner Lupus Erythematodes (SCLE).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Fraktur der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule.

Selten: Arthralgie, Myalgie.

Sehr selten: Muskelschwäche.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr selten: interstitielle Nephritis.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr selten: Gynäkomastie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Selten: Unwohlsein, vermehrtes Schwitzen.

Überdosierung

Die Symptome (Nausea, dünnflüssige Stühle und Schwäche), die in Zusammenhang mit

absichtlicher Esomeprazol-Überdosierung auftraten (limitierte Erfahrung mit einer Dosis über

240 mg/Tag), waren vorübergehend. Einzeldosierungen von 80 mg Esomeprazol waren ohne

Zwischenfälle verlaufen.

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

Esomeprazol liegt grösstenteils proteingebunden vor und ist daher nicht rasch dialysierbar.

Wie in jedem Fall von Überdosierung sollte eine symptomatische Behandlung erfolgen und

allgemein unterstützende Massnahmen ergriffen werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A02BC05

Pharmakodynamik

Esomeprazol ist das S-Enantiomer des Racemates Omeprazol. Esomeprazol vermindert die

Magensäuresekretion durch einen zielgerichteten, spezifischen Wirkungsmechanismus. Esomeprazol

ist ein spezifischer Inhibitor der Protonenpumpe der Parietalzelle.

Wirkungsort und Wirkungsmechanismus

Esomeprazol ist eine schwache Base und wird in der stark sauren Umgebung der sekretorischen

Canaliculi der Parietalzelle konzentriert und in die aktive Form umgewandelt. In der Parietalzelle

bewirkt Esomeprazol eine Blockade des Enzyms H+/K+-ATPase, der Protonenpumpe, und sorgt

somit für eine hochwirksame Hemmung der basalen wie auch der stimulierten Säuresekretion.

Wirkung auf die Magensäuresekretion

Nach oraler Verabreichung von 20 mg resp. 40 mg Esomeprazol setzt die Wirkung innerhalb einer

Stunde ein. Bei wiederholter Einnahme von 20 mg Esomeprazol einmal täglich während 5 Tagen, ist

der durchschnittliche Maximalwert der Säuresekretion nach einer Pentagastrin Stimulation bei einer

Messung am 5. Tag, ca. 6-7 h nach Verabreichung, um 90% reduziert.

Nach fünftägiger, oraler Verabreichung von 20 mg resp. 40 mg Esomeprazol konnte ein

intragastrischer pH über 4 während durchschnittlich 13 resp. 17 Stunden aufrecht erhalten werden;

bei Patienten mit symptomatischer Refluxkrankheit (GERD) während mehr als 24 Stunden.

Der Anteil der Patienten mit einem intragastrischen pH über 4 während mindestens 8, 12 resp.

16 Stunden, betrug 76%, 54% und 24% bei Einnahme von 20 mg Esomeprazol, und 97%, 92% und

56% bei 40 mg Esomeprazol.

Wird die Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeitkurve (AUC) als stellvertretender Parameter für

die Plasmakonzentration verwendet, kann eine Beziehung zwischen der Säurehemmung und der

AUC gezeigt werden.

In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten klinischen Studie wurden 764

Patienten mit einem endoskopisch bestätigten blutenden peptischen Ulcus, entweder zu Nexium i.v.

(n=375) oder zu Placebo (n=389) randomisiert. Nach der endoskopischen Blutstillung erhielten die

Patienten entweder 80 mg Esomeprazol oder Placebo als i.v. Infusion über 30 Minuten gefolgt von

einer konstanten Infusion von 8 mg/h während insgesamt 72 Stunden. Nach diesen ersten 72 Stunden

erhielten alle Patienten während 27 Tagen 40 mg Nexium oral zur Säurehemmung. In der Nexium

i.v. Gruppe trat innerhalb der ersten 3 Tage bei 5,9% der Patienten eine erneute Blutung auf,

verglichen mit 10,3% bei der Placebogruppe (p=0,0256). Innerhalb der ersten 7 Tage trat bei 7,2%

der Patienten in der Nexium i.v. Gruppe eine erneute Blutung auf, verglichen mit 12,9% unter

Placebo (p=0,0096), innerhalb der ersten 30 Tage waren es 7,7% unter Nexium i.v. bzw. 13,6% unter

Placebo (p=0,0092). In der dritten und vierten Woche der Studie traten keine Blutungen mehr auf.

Kaplan-Meier-Kurve des kumulativen Anteils (%) an Paitenten mit erneuter Blutung innerhalb von

30 Tagen

Therapeutische Wirkungen der Säurehemmung

Mit täglich 40 mg Esomeprazol erfolgte bei ca. 78% der Patienten eine Abheilung der

Refluxösophagitis innerhalb von 4 Wochen, bei ca. 93% der Patienten innerhalb von 8 Wochen. Eine

einwöchige Behandlung mit 2× täglich 20 mg Esomeprazol kombiniert mit geeigneten Antibiotika

bewirkte bei ca. 90% der Patienten eine Eradikation von Helicobacter pylori. Nach 1 Woche

Eradikationstherapie ist für eine effektive Ulkusheilung und Symptombefreiung bei

komplikationsfreien Duodenalulcera keine nachfolgende Monotherapie mit Säurehemmern

notwendig.

Andere Wirkungen in Verbindung mit der Säurehemmung

Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen wurde während der Langzeit-Behandlung mit

Esomeprazol eine erhöhte Anzahl von ECL-Zellen (Enterochromaffin-ähnliche Zellen) beobachtet.

Dies kann möglicherweise mit dem erhöhten Serumgastrin Spiegel zusammenhängen. In über 1000

Patienten, die mit Nexium (10, 20, 40 mg/Tag) während 6–12 Monaten behandelt wurden, nahm die

Prävalenz von ECL-Hyperplasie (ECL: Enterochromaffin-ähnliche Zellen) Dosis- und

Therapiedauer-abhängig zu. Kein Patient entwickelte ein ECL-Karzinoid, eine ECL-Dysplasie oder

eine Neoplasie der Magenschleimhaut.

Verminderte Azidität im Magen kann allgemein die intragastrische Bakterienzahl erhöhen. Eine

Behandlung mit säurehemmenden Substanzen kann zu einer leichten Erhöhung des Risikos

gastrointestinaler Infektionen z.B. durch Salmonellen und Campylobacter führen, bei hospitalisierten

Patienten möglicherweise auch durch Clostridium difficile.

Die Wirksamkeit von Nexium zur Heilung von Ulcera ventriculi wurde in zwei doppelblinden aktiv-

kontrollierten Multizenterstudien bei 846 Patienten im Alter zwischen 18 und 88 Jahren (medianes

Alter 59,5 Jahre) untersucht. 262 Patienten erhielten Nexium 40 mg einmal täglich, 276 Nexium

20 mg einmal täglich und 271 Ranitidin 150 mg zweimal täglich. Alle Patienten nahmen während

mindestens 4 Wochen vor der Randomisierung NSAR (inkl. COX-2 selektive NSAR) ein und setzten

diese Therapie während der gesamten Studiendauer fort. Die Patienten waren Helicobacter pylori

negativ und hatten ein endoskopisch bestätigtes Ulcus ventriculi mit einem Durchmesser bis zu 25

mm. Die Heilungsraten der Ulcera ventriculi nach 4 und 8 Wochen waren sowohl unter Nexium

40 mg als auch unter Nexium 20 mg grösser als unter Ranitidin. Mit Nexium 40 mg waren die

Heilungsraten nach 4 Wochen Behandlung 78% (p=0.036; p-Werte versus Ranitidin) bei der ersten

Studie und 71% (p=0.009) bei der zweiten Studie; nach acht Wochen lagen die Heilungsraten bei

92% (p<0.001) bei der ersten Studie und bei 86% (p=0.047) bei der zweiten Studie.

Die Wirksamkeit von Nexium zur Vorbeugung von Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni wurde in

zwei doppelblinden placebokontrollierten Multizenterstudien bei 1429 Patienten untersucht. 480

Patienten erhielten Nexium 40 mg einmal täglich, 476 Nexium 20 mg einmal täglich und 473

Placebo. Alle Patienten nahmen während der gesamten Studiendauer NSAR (inkl. COX-2 selektive

NSAR) ein. Die Patienten waren Helicobacter pylori negativ und Risikopatienten (d.h. sie hatten ein

belegtes Ulcus ventriculi oder ein Ulcus duodeni während den vergangenen 5 Jahren und/oder sie

waren mindestens 60 Jahre alt). Während der 6-monatigen Behandlung war der kumulative Anteil an

Patienten ohne Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni bei den mit Nexium behandelten Patienten

grösser als bei den Patienten unter Placebo. Der beobachtete kumulative Prozentsatz an Patienten

ohne Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni war in der ersten Studie für Nexium 40 mg 95.9%

(p=0.0074; p-Werte versus Placebo; Log-rank Test), für Nexium 20 mg 95.3% (p=0.0180; Log-rank

Test) und für Placebo 89.2%. In der zweiten Studie lag dieser Prozentsatz für Nexium 40 mg bei

95.9% (p<0.001; Log-rank Test), für Nexium 20 mg bei 95.5% (p=0.0001; Log-rank Test) und für

Placebo bei 82.8%. Es existieren keine klinischen Studien, die die prophylaktische Wirkung länger

als 6 Monate untersucht haben.

Wirkung in speziellen Populationen

Die Sicherheit und das klinische Outcome von Esomeprazol bei 1- bis 11-jährigen Kindern wurde in

einer unkontrollierten, doppelblinden Multicenter-Studie an n=109 Patienten mit endoskopisch bzw.

histologisch gesicherter Refluxösophagitis (mit oder ohne Erosionen/Ulzerationen) untersucht, davon

53 Kinder mit erosiver Refluxösophagitis. Alle Patienten wurden anhand ihres Körpergewichtes in

zwei Gruppen stratifiziert. Kinder mit einem KG <20 kg (Durchschnittsalter 2,3 Jahre) erhielten

entweder 5 mg oder 10 mg Esomeprazol täglich, Kinder mit einem KG ≥20 kg (Durchschnittsalter

8,4 Jahre) 10 mg bzw. 20 mg. Durchschnittlich erhielten die Kinder eine Esomeprazoldosis von 0,3-

0,7 mg/kg. Bei 45 der 53 Patienten mit erosiver Refluxösophagitis konnte der Therapieerfolg am

Ende der achtwöchigen Behandlungsphase endoskopisch überprüft werden (22 Kinder <20 kg, 23

Kinder ≥20 kg). Der Befund galt als verbessert, wenn sich der Grad der Ösophagitis um mindestens

eine Stufe nach der Los Angeles Klassifikation verbessert hatte. Bei 40 Patienten waren die

Erosionen vollständig abgeheilt, bei weiteren 2 Patienten fand sich eine Befundbesserung

entsprechend der genannten Definition. Damit wiesen insgesamt 93% der endoskopisch

kontrollierten Patienten eine Befundbesserung auf. Die unerwünschten Wirkungen entsprachen jenen

bei Erwachsenen.

Pharmakokinetik

Absorption

Esomeprazol ist säurelabil und wird deshalb oral als MUPS-Tabletten, bestehend aus

magensaftresistent überzogenen Micropellets, verabreicht. Die Umwandlung in das R-Enantiomer ist

in vivo vernachlässigbar. Die Absorption von Esomeprazol erfolgt schnell, mit Plasmahöchstwerten

ca. 1-2 Stunden nach Verabreichung. Die absolute Bioverfügbarkeit nach einer einmaligen Dosis von

40 mg beträgt 64% und steigt auf 89% bei wiederholter, einmal täglicher Verabreichung. Die

entsprechenden Werte für 20 mg sind 50% resp. 68%.

Nahrungsaufnahme verzögert und vermindert die Absorption von Esomeprazol. Dies hat jedoch

keinen signifikanten Einfluss auf die Wirkung von Esomeprazol auf die intragastrische Azidität.

Distribution

Das scheinbare Verteilungsvolumen im Steady state beträgt bei gesunden Probanden ungefähr

0,22 l/kg Körpergewicht. Esomeprazol ist zu 97% an Plasmaproteine gebunden.

Metabolismus

Esomeprazol wird vollständig durch das Cytochrom P450-System metabolisiert. Der grössere Teil

von Esomeprazol wird über das polymorphe CYP2C19 abgebaut, welches für die Bildung der

Hydroxy- und Desmethyl-Metaboliten verantwortlich ist. Der restliche Teil des Metabolismus ist

abhängig vom spezifischen Isoenzym CYP3A4, welches für die Bildung von Esomeprazolsulfon,

dem Hauptmetaboliten im Plasma, verantwortlich ist.

Die Parameter widerspiegeln hauptsächlich die Pharmakokinetik bei Personen mit einem

funktionsfähigen CYP2C19 Enzym, den sogenannten schnellen Metabolisierern.

Elimination

Die totale Plasmaclearance beträgt ca. 17 l/h nach einer Einmaldosis und ca. 9 l/h nach wiederholter

Einnahme.

Die Plasmaeliminationshalbwertszeit beträgt ca. 1,3 h nach wiederholter, einmal täglicher

Verabreichung.

Die Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeitkurve (AUC) nimmt nach wiederholter

Verabreichung von Esomeprazol zu. Diese Erhöhung ist dosisabhängig und resultiert nach

wiederholter Verabreichung in einem nichtlinearen Dosis-AUC Verhältnis. Diese Zeit- und

Dosisabhängigkeit ist auf einen verminderten First-Pass-Metabolismus und eine verminderte

systemische Clearance zurückzuführen, welche wahrscheinlich aufgrund einer Hemmung des

CYP2C19 Enzyms durch Esomeprazol und /oder dessen Sulfonmetaboliten verursacht werden.

Esomeprazol wird vollständig aus dem Plasma eliminiert, und führt bei normaler Anwendung zu

keiner Kumulation.

Die gesamte Exposition (AUC) und tmax (Zeit bis zum Erreichen der maximalen Esomeprazol-

Plasmakonzentration) waren nach wiederholter Verabreichung von 20 mg respektive 40 mg

Esomeprazol bei Jugendlichen (12 bis 18 Jahre) für beide Dosierungen ähnlich wie bei Erwachsenen.

Die Hauptmetaboliten von Esomeprazol haben keine Wirkung auf die Magensäuresekretion. Ca.

80% einer oral verabreichten Dosis von Esomeprazol werden als Metaboliten via Urin

ausgeschieden, der Rest via Fäzes. Weniger als 1% der unveränderten Substanz werden im Urin

gefunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ca. 3% der Bevölkerung besitzen ein nicht funktionsfähiges CYP2C19 Enzym und werden daher

langsame Metabolisierer genannt. Bei dieser Patientengruppe wird der Metabolismus von

Esomeprazol hauptsächlich durch CYP3A4 katalysiert. Nach wiederholter, einmal täglicher

Verabreichung von 40 mg Esomeprazol, war die durchschnittliche AUC bei den langsamen

Metabolisierern im Vergleich zu den schnellen Metabolisierern um 35% bis 65% erhöht. Die

durchschnittlichen maximalen Plasmakonzentrationen waren ca. 60% höher. Diese höhere

Exposition ist wahrscheinlich klinisch nicht relevant.

Ältere Patienten: Der Metabolismus von Esomeprazol ist bei älteren Patienten (71-80 Jahre) nicht

verändert.

Geschlecht: Nach einer einmaligen Dosis von 40 mg Esomeprazol ist die durchschnittliche Fläche

unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve bei Frauen ca. 30% höher als bei Männern. Nach

mehrmaliger, einmal täglicher Anwendung wurden jedoch keine Unterschiede mehr beobachtet.

Diese Befunde haben keine Konsequenzen auf die Dosierung von Esomeprazol in Bezug auf das

Geschlecht.

Kinder 1–11 Jahre: Nach wiederholter Verabreichung von 10 mg Esomeprazol waren die AUC und

die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration (tmax) bei 1- bis 11-jährigen

Kindern ähnlich wie nach Gabe von 20 mg bei Jugendlichen (12 bis 18 Jahre) und Erwachsenen.

20 mg Esomeprazol bewirkten bei 6- bis 11-jährigen Kindern eine grössere AUC (6,3 μmol × h/l) als

20 mg bei 12- bis 18-Jährigen und bei Erwachsenen (3,7 bzw. 4,2 μmol × h/l). Die AUC war jedoch

kleiner als nach der Gabe einer 40 mg Dosis bei 12- bis 18-Jährigen und Erwachsenen (13,9 bzw.

12,6 μmol × h/l).

Leberfunktionsstörungen: Bei Patienten mit milder bis mässiger Leberinsuffizienz kann der

Esomeprazol-Metabolismus beeinträchtigt sein. Die Metabolisierungsrate ist vermindert bei

Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz, was eine Verdoppelung der AUC von Esomeprazol zur

Folge hat. Deshalb sollte bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ein Maximum von 20 mg

nicht überschritten werden. Esomeprazol und seine Hauptmetaboliten zeigen bei einmal täglicher

Verabreichung keine Tendenz zur Kumulation.

Nierenfunktionsstörungen: Es liegen keine Studien bei Patienten mit verminderter Nierenfunktion

vor. Da nur die Ausscheidung der Esomeprazolmetaboliten, nicht aber der unveränderten Substanz,

über die Nieren erfolgt, wird bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion keine Veränderung

des Esomeprazol-Metabolismus erwartet.

Präklinische Daten

Die präklinischen Brücken-Studien, basierend auf herkömmlichen Studien zur Toxizität bei

wiederholter Verabreichung, Genotoxizität und Reproduktionstoxizität, ergaben keine besonderen

Gefahren für den Menschen. Gastrische ECL-Zell-Hyperplasie und Karzinoide wurden in

Karzinogenitäts-Studien an mit der razemischen Mischung behandelten Ratten beobachtet. Diese

Veränderungen bei den Ratten sind das Ergebnis andauernder ausgeprägter Hypergastrinämie infolge

der verringerten Produktion von Magensäure und werden bei Ratten nach der Langzeitbehandlung

mit Säuresekretionshemmern beobachtet.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Nexium darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nexium MUPS-Tabletten sollen in der Originalverpackung, nicht über 30 °C gelagert

werden. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

55609 (Swissmedic).

Packungen

Nexium 20 MUPS-Tabletten

14, 28, 56 und 98 Tabletten (in Blistern) (B)

Klinikpackungen: 100 Tabletten (5× 20 in Blistern) (B)

Nexium 40 MUPS-Tabletten

14, 28, 56 und 98 Tabletten (in Blistern) (B)

Klinikpackungen: 100 Tabletten (5× 20 in Blistern) (B)

Zulassungsinhaberin

AstraZeneca AG, 6340 Baar.

Stand der Information

November 2017.

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