Magnesiocard 7.5 Brausetabletten

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製品の特徴 製品の特徴 (SPC)

24-10-2018

有効成分:
magnesium
から入手可能:
Biomed AG
ATCコード:
A12CC05
INN(国際名):
magnesium
医薬品形態:
Brausetabletten
構図:
magnesii aspartatis hydrochloridum trihydricum 1.844 g corresp. magnesium 7.5 mmol corresp. magnesium 182.3 mg, acidum citricum, natrii hydrogenocarbonas, natrii carbonas, kalii hydrogenocarbonas, macrogolum 6000, silica colloidalis anhydrica, acesulfamum kalicum, aspartamum 12.5 mg, aromatica (Citron) corresp. saccharum 1.36 mg pro compresso corresp. natrium 138 mg, kalium 100 mg.
クラス:
B
治療群:
Synthetika
治療領域:
Magnesiumpräparat
承認番号:
51458
承認日:
1993-04-08

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Magnesiocard® 7.5 Brausetabletten

Biomed AG

Was ist Magnesiocard 7.5 Brausetabletten und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Magnesiocard enthält als Wirkstoff Magnesiumaspartathydrochlorid-Trihydrat und wird verschrieben

zur Behandlung von Magnesiummangel, der auftreten kann z.B. bei Fehlernährung, Therapie mit

Entwässerungsmitteln, Durchfall, Alkoholmissbrauch, etc. Weiter wird Magnesiocard eingesetzt zur

Deckung eines erhöhten Bedarfs im Hochleistungssport und während der Schwangerschaft besonders

zur Verhinderung eines Frühaborts, sowie bei der Behandlung der vorzeitigen Wehentätigkeit,

schwangerschaftsinduzierter Hypertension oder Schwangerschaftshochdruck; ferner bei gewissen

Herzrhythmusstörungen und neuromuskulärer Übererregbarkeit; Magnesiocard kann angewendet

werden bei nächtlichen Wadenkrämpfen.

Magnesiocard gibt es in unterschiedlichen Stärken und in Form von Filmtabletten, als Granulat zum

Herstellen einer Lösung zum Trinken und als Brausetablette.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 0.1 g verwertbare Kohlenhydrate pro Einzeldosis und ist für

Diabetiker geeignet. (s. auch «Wann ist bei der Einnahme von Magnesiocard 7.5 Vorsicht geboten»).

Wann darf Magnesiocard 7.5 Brausetabletten nicht eingenommen werden?

Magnesiocard darf nicht eingenommen werden bei schweren Nierenfunktionsstörungen mit

Ausscheidungshemmung, bei Flüssigkeitsmangel des Körpers und bei Veranlagung zu

Harnwegsinfektionen mit Bildung von Magnesium-Ammonium-Phosphatsteinen. In diesen Fällen muss

der Serum-Magnesium-Spiegel durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin überwacht werden.

Wann ist bei der Einnahme von Magnesiocard 7.5 Brausetabletten Vorsicht geboten?

Vorsicht ist geboten bei mässig eingeschränkter Nierenfunktion. Bestimmte Antibiotika (Tetracycline)

sollten zeitlich 3-4 Stunden versetzt zu Magnesiocard eingenommen werden, um die gegenseitige

Beeinträchtigung der Aufnahme ins Blut zu vermeiden. Bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesium

und Cholecalciferol besteht eine Tendenz zu erhöhten Calciumspiegeln im Blut.

Magnesiocard 7.5 enthält 12.5 mg Aspartam (E 951) pro Brausetablette. Aspartam ist eine Quelle für

Phenylalanin. Es kann schädlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie (PKU) haben, eine seltene

angeborene Erkrankung, bei der sich Phenylalanin anreichert, weil der Körper es nicht ausreichend

abbauen kann.

Magnesiocard 7.5 enthält 2.6 mmol Kalium (entspricht 100 mg) pro Brausetablette. Wenn Sie an

eingeschränkter Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kalium-Diät (Diät mit niedrigem

Kaliumgehalt) einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Magnesiocard 7.5 enthält 138 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro

Brausetablette. Dies entspricht etwa 6.9% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen

Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Magnesiocard 7.5 enthält im Aromastoff 1.36 mg Saccharose (= Zucker; s. auch «Was sollte dazu

beachtet werden») pro Brausetablette. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-/Galactose-

Intoleranz, einer Glucose-Galactose-Malabsorption oder einer Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten

dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen

Darf Magnesiocard 7.5 Brausetabletten während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen werden?

Wie verwenden Sie Magnesiocard 7.5 Brausetabletten?

Wenn vom Arzt oder der Ärztin nicht anders verordnet, sollte Magnesiocard 7.5 Brausetabletten wie

folgt eingenommen werden:

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren: 2 mal täglich 1 Brausetablette in einem Glas Wasser auflösen

und trinken.

Magnesiocard sollte vor dem Essen eingenommen werden, da sich dadurch die Aufnahme von

Magnesium vom Magen-Darm-Kanal in den Blutkreislauf verbessert.

Magnesiocard kann gleichzeitig mit Eisenpräparaten zum Einnehmen angewendet werden.

Die Anwendung und Sicherheit von Magnesiocard 7.5 Brausetabletten ist bisher nicht geprüft worden

bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Magnesiocard 7.5 Brausetabletten haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Magnesiocard auftreten:

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern) kann Durchfall und weicher Stuhl auftreten, was

unbedenklich ist.

Dies kann die Folge einer hochdosierten Magnesiumtherapie sein. Beim Auftreten von störenden

Durchfällen ist die Tagesdosis zu verringern.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. an Ihre

Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Sollten Sie Magnesiocard 7.5 Brausetabletten besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so

bringen Sie diese bitte in Ihre Apotheke zur Vernichtung zurück.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15-25°C) und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Magnesiocard 7.5 Brausetabletten enthalten?

1 Brausetablette enthält:

Wirkstoff

Magnesiumaspartathydrochlorid-Trihydrat 1.844 g, entspricht 7.5 mmol Magnesium bzw. 182.3 mg

Magnesium.

Hilfsstoffe

Citronensäure, Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat, Kaliumhydrogencarbonat, Acesulfam-

Kalium, Aspartam (E 951), Macrogol 6000, hochdisperses Siliciumdioxid, Saccharose, Limonenaroma.

Zulassungsnummer

51458 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Magnesiocard 7.5 Brausetabletten? Welche Packungen sind erhältlich?

Magnesiocard 7.5 Brausetabletten erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Magnesiocard 7.5 Brausetabletten: Packungen zu 20 und 60.

Zulassungsinhaberin

Biomed AG, CH-8600 Dübendorf.

Herstellerin

Verla-Pharm Arzneimittel GmbH, DE-82327 Tutzing.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Magnesiocard® Filmtabletten/Brausetabletten/Granulat

Biomed AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Magnesii aspartatis hydrochloridum.

Hilfsstoffe

Magnesiocard 2.5 Filmtabletten: Excipiens pro Compresso obducto.

1 Filmtablette enthält 0.1 g verwertbare Kohlenhydrate.

Magnesiocard 7.5 Brausetabletten: Aspartamum; Aromatica, Excipiens pro Compr. eff.

1 Brausetablette enthält 0 g verwertbare Kohlenhydrate.

Magnesiocard 5 Citron Granulat: Saccharum 3 g, Saccharinum natricum, Aromatica, Excipiens ad

Granulatum pro Charta.

1 Beutel Magnesiocard 5 Citron Granulat enthält 3 g verwertbare Kohlenhydrate.

Magnesiocard 5 Orange Granulat: Saccharum 3 g, Saccharinum natricum, Aromatica, Excipiens ad

Granulatum pro Charta.

1 Beutel Magnesiocard 5 Orange Granulat enthält 3 g verwertbare Kohlenhydrate.

Magnesiocard 10 Grapefruit Granulat: Natrii cyclamas, Saccharinum natricum, Aromatica, Excipiens

ad Granulatum pro Charta.

1 Beutel Magnesiocard 10 Grapefruit Granulat enthält 0 g verwertbare Kohlenhydrate.

Magnesiocard 10 Orange Granulat: Natrii cyclamas, Saccharinum natricum, Aromatica, Excipiens ad

Granulatum pro Charta.

1 Beutel Magnesiocard 10 Orange enthält 0 g verwertbare Kohlenhydrate.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Magnesiocard 2.5 Filmtabletten

1 Filmtablette enthält: Magnesium 2.5 mmol/5 mval (Magnesium 60.8 mg entspr. 615 mg

Magnesium-L-aspartat-hydrochlorid-trihydrat).

Magnesiocard 7.5 Brausetabletten

1 Brausetablette enthält: Magnesium 7.5 mmol/15 mval (Magnesium 182.3 mg entspr. 1.844 g

Magnesium-L-aspartat-hydrochlorid-trihydrat).

Magnesiocard 5 Citron Granulat und Magnesiocard 5 Orange Granulat

1 Beutel à 5 g enthält: Magnesium 5 mmol/10 mval (Magnesium 121.5 mg entspr. 1.23 g

Magnesium-L-aspartat-hydrochlorid-trihydrat).

Magnesiocard 10 Grapefruit Granulat und Magnesiocard 10 Orange Granulat

1 Beutel à 4 g enthält: Magnesium 10 mmol/20 mval (Magnesium 243.0 mg entspr. 2.46 g

Magnesium-L-aspartat-hydrochlorid-trihydrat).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Therapie des Magnesium-Mangels, verursacht durch z.B. Fehlernährung, Diuretikatherapie, Diarrhö,

Alkoholabusus;

tachykarde Herzrhythmusstörungen, vor allem bei Resistenz gegenüber anderen Antiarrhythmika;

Adjuvans zu Beta-2-Tokolytika bei Prodromi frühzeitiger Geburt resp. drohendem Spätabort;

zur Deckung eines erhöhten Bedarfs im Hochleistungssport und während der Schwangerschaft;

Therapie der Eklampsie, Präeklampsie und des tetanischen Syndroms.

Wadenkrämpfe, Muskelzuckungen, restless legs.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung von Magnesiocard richtet sich nach dem Grad des Magnesiummangels. Bei

erniedrigtem Serum-Magnesium-Spiegel (chronischer Magnesiummangel) ist eine tägliche

Einnahme über 4 Wochen angezeigt. Als mittlere Tagesdosis empfehlen sich 4.5 mg Magnesium

(0.185 mmol) pro kg Körpergewicht.

Bei chronischen und schweren akuten Magnesium-Mangelzuständen kann die Tagesdosis, falls keine

Gegenanzeigen vorliegen, bis zur Beseitigung des Defizits unbedenklich auf 9 mg Magnesium (0.37

mmol) pro kg Körpergewicht erhöht werden.

Es gelten folgende Dosierungsrichtlinien für die mittlere Tagesdosis:

Magnesiocard 2.5 Filmtabletten

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren: 3-mal tgl. 2 Filmtabletten.

Kinder von 10–14 Jahren: 2-mal täglich 2 Filmtabletten.

Kinder von 4–9 Jahren: 1–2-mal tgl. 2 Filmtabletten.

Filmtabletten mit etwas Flüssigkeit einnehmen.

Magnesiocard 7.5 Brausetabletten

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren: 2-mal 1 Brausetabl. tgl. in einem Glas Wasser auflösen

und trinken. (Die Brausetabletten wurden für Kinder nicht geprüft.)

Magnesiocard 5 Citron Granulat und Magnesiocard 5 Orange Granulat

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren: 3-mal tgl. den Inhalt eines Beutels.

Kinder von 10–14 Jahren: 2-mal tgl. den Inhalt eines Beutels.

Kinder von 4–9 Jahren: 1–2-mal tgl. den Inhalt eines Beutels.

Granulat in ½ Glas Wasser, Mineralwasser, Tee oder Fruchtsaft verrühren und trinken.

Kinder unter 4 Jahren erhalten Magnesiocard Granulat zum Trinken unter Berücksichtigung ihres

Körpergewichtes, bezogen auf den Magnesiumgehalt des Granulates.

Magnesiocard 10 Grapefruit Granulat und Magnesiocard 10 Orange Granulat

Erwachsene u. Jugendliche ab 15 Jahren: 1–2-mal tgl. den Inhalt eines Beutels, nach vier Wochen ist

evtl. eine Reduktion auf 1-mal tgl. 1 Beutel möglich. (Magnesiocard 10 Granulat wurde für Kinder

nicht geprüft.)

Magnesiocard soll vor dem Essen eingenommen werden, da sich dadurch die Resorption verbessert.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung.

Niereninsuffizienz mit Anurie und Exsikkose. Veranlagung zu Harnwegsinfektionen mit Bildung

von Magnesium-Ammonium-Phosphatsteinen.

Magnesiocard 7.5 Brausetabletten enthalten Aspartam und dürfen von Patienten mit Phenylketonurie

nicht eingenommen werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht bei eingeschränkter Nierenfunktion. Es kann zu einer Akkumulation von Magnesium

kommen. Bei Niereninsuffizienz ist eine Überwachung des Serum-Magnesium-Spiegels unerlässlich.

Bei Störung der Erregungsleitung im Herzen sollte eine hochdosierte, nicht kontrollierte

Daueranwendung vermieden werden.

Interaktionen

Keine gleichzeitige Gabe von Magnesium und Tetrazyklinen wegen gegenseitiger

Resorptionsbeeinträchtigung. Tendenz zur Hypercalcämie bei gleichzeitiger Gabe von Magnesium

und Cholecalciferol.

Schwangerschaft/Stillzeit

Aufgrund von kontrollierten klinischen Studien, die zum Anwendungsgebiet «Schwangerschaft» für

Magnesiocard führten, kann das Arzneimittel während der Schwangerschaft angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Magnesiocard hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu

bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100,<1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000,

<1/1000), sehr selten (<1/10'000).

Bei ca. 1% der in klinischen Studien mit oralem Magnesiocard behandelten Patienten traten

unerwünschte Wirkungen auf.

Gastrointestinale Störungen: Gastrointestinale Beschwerden wie Diarrhö und weicher Stuhl treten

gelegentlich auf.

Überdosierung

Bei einer oralen Magnesiocard-Therapie und intakter Nierenfunktion treten auch bei Überdosierung

keine Intoxikationserscheinungen auf. Es können allerdings Durchfälle auftreten, die sich durch

Reduzierung der Tagesdosis beheben lassen.

Nur bei schwerer Niereninsuffizienz mit Anurie kann es zur Kumulation von Magnesium und zu

Intoxikationserscheinungen kommen.

Eventuelle Müdigkeitserscheinungen nach hochdosierter oder länger dauernder Einnahme von

Magnesiocard können darauf hinweisen, dass bereits ein erhöhter Serum-Magnesium-Spiegel

erreicht ist. In diesem Fall sollte die Einnahme vorübergehend abgesetzt und eine ärztliche Kontrolle

des Serum-Magnesium-Spiegels durchgeführt werden.

Pharmakologische und toxische Effekte erhöhter Magnesium-Plasmaspiegel

Mg-Plasma-Konzentration

(mmol/l)

Symptome und unerwünschte Wirkungen

>1,5

Blutdruckabfall, Brechreiz, Erbrechen

>2,5

ZNS-Depressionen

>3,5

Hyporeflexie, EKG-Veränderungen

>5,0

Beginnende Atemdepression

>5,5

Koma

>7,0

Herzstillstand, Atemlähmung

Therapie der Intoxikation: Calcium i.v.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A12CC05

Wirkungsmechanismus

Magnesiocard gleicht einen Magnesiummangel des Körpers aus durch Zufuhr von Magnesium in der

Verbindung Magnesium-L-aspartat-hydrochlorid.

Magnesiocard wirkt als physiologischer Calciumantagonist.

Pharmakodynamik

Aus tierexperimentellen und biochemischen Untersuchungen ist bekannt, dass das zugeführte

Magnesium folgende pharmakologische Eigenschaften hat:

es reguliert die Kontraktionskraft des Herzens durch konzentrationsabhängige Verdrängung von

Calciumionen aus deren Bindungsstellen;

es stabilisiert den Herzrhythmus durch Verhinderung der durch überschüssiges Calcium bewirkten

Störung der Erregungsbildung und -leitung;

es sichert die Energieversorgung der Zelle durch Gewährleistung genügender Energiebereitstellung,

da allein der Mg-ATP-Komplex Substrat für ATPasen ist;

es relaxiert die quergestreifte und glatte Muskulatur durch Verminderung der Acetylcholin- und

Noradrenalinfreisetzung und wirkt deshalb gegen Muskelverspannungen, Krämpfe und vorzeitige

Wehen;

es ist der natürliche HMG-CoA-Reduktase-Hemmer und reguliert daher die Cholesterin-Biosynthese.

Die spezielle Verbindung Magnesium-L-aspartat-hydrochlorid, mit der Magnesium dem Körper

zugeführt wird, ist Säure-Basen-neutral und verhindert – wie mit tierexperimentellen Studien belegt

– ein Entgleisen des Säure-Basen-Gleichgewichtes sowohl zur metabolischen Alkalose als auch

Azidose.

Klinische Wirksamkeit

Die klinischen Wirkungen beruhen auf der Wirkung von Magnesium als physiologischer

Calciumantagonist.

Pharmakokinetik

Absorption

Magnesium wird etwa zu 30–40% in den distalen Dünndarmabschnitten resorbiert; bei Vorliegen

eines Magnesiummangels steigt die Resorptionsquote bis auf 70%.

Nach oraler Applikation von Magnesiocard wird der maximale Spiegel im Serum nach 2 Stunden

und im Vollblut nach 3 Stunden erreicht.

Distribution

Magnesium wird aktiv über die Zellmembran nach den Gesetzen der Michaelis-Menten-Kinetik in

die Zelle aufgenommen. Influx und Efflux sind gekoppelt und werden bestimmt durch ein

energieabhängiges Transportsystem.

Der grösste Magnesium-Anteil (ca. 99%) findet sich im intrazellulären Raum. Neben dem

Skelettsystem weisen die quergestreifte Muskulatur und das Lebergewebe den grössten

Magnesiumgehalt auf. Magnesium ist zu ca. 32% im Plasma an Proteine gebunden. Nur 1% des

Gesamtkörpermagnesiums ist im Serum enthalten. Die Normalwerte der Serum-Magnesium-

Konzentration liegen im Bereich von 0.7–1.1 mmol/l.

Magnesium wird entgegen einem elektrochemischen Gradienten aktiv über die Blut-Liquor-Schranke

befördert. Dasselbe gilt auch für die Plazentarschranke. Magnesium tritt in die Muttermilch über, und

es besteht eine direkte Korrelation zwischen Serum-Magnesium und Magnesium-Konzentration der

Muttermilch.

Metabolismus/Elimination

Magnesium-aspartat-hydrochlorid wird durch Enzyme in Mg2+, Asparaginsäure und Cl– gespalten.

Die Asparaginsäure wird zu Oxalacetat abgebaut, das in den Zitronensäurezyklus eingeht.

Resorbiertes Mg2+ wird innerhalb von 36 Stunden über die Nieren ausgeschieden. Mit

fortschreitender Niereninsuffizienz muss bei Kreatinin im Serum von über 500 µmol/l (6 mg pro 100

ml) mit einer Magnesiumretention gerechnet werden. Der Wert im Serum steigt dabei gewöhnlich

nicht über 1.3 mmol Mg an. Da eine Hypermagnesiämie erst nach Abfall des Glomerulumfiltrats

unter 30 ml/min auftritt, kann man annehmen, dass sich im Verlauf der chronischen

Niereninsuffizienz auch eine adaptive Mehrausscheidung des Magnesiums pro Einzelnephron

einstellen muss.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung relevanten präklinischen Daten vorhanden.

Sonstige Hinweise

Lagerung

Alle Formen von Magnesiocard sind bei Raumtemperatur (15–25 °C) zu lagern. Nur bis zum mit

«EXP» bezeichneten Verfalldatum verwenden.

Zulassungsnummer

45726, 45730, 51458, 53210 (Swissmedic).

Packungen

Magnesiocard Filmtabl 2.5 mmol 50. (B)

Magnesiocard Filmtabl 2.5 mmol 100. (B)

Magnesiocard Br Tabl 7.5 mmol 20. (B)

Magnesiocard Br Tabl 7.5 mmol 60. (B)

Magnesiocard Gran 5 mmol Citron 20. (B)

Magnesiocard Gran 5 mmol Citron 50. (B)

Magnesiocard Gran 5 mmol Orange 20. (B)

Magnesiocard Gran 5 mmol Orange 50. (B)

Magnesiocard Gran 10 mmol Grapefruit 20. (B)

Magnesiocard Gran 10 mmol Grapefruit 50. (B)

Magnesiocard Gran 10 mmol Orange 20. (B)

Magnesiocard Gran 10 mmol Orange 50. (B)

Zulassungsinhaberin

Biomed AG, Überlandstrasse 199, CH-8600 Dübendorf.

Herstellerin

Verla-Pharm Arzneimittel, DE-82327 Tutzing.

Stand der Information

März 2014.

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