Cibadrex 20/25 mg Filmtabletten

Շվեյցարիա - գերմաներեն - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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PIL PIL (PIL)

01-09-2020

SPC SPC (SPC)

24-10-2018

active_ingredient:
hydrochlorothiazidum, benazeprili hydrochloridum
MAH:
Novartis Pharma Schweiz AG
ATC_code:
C09BA07
INN:
hydrochlorothiazidum, benazeprili hydrochloridum
pharmaceutical_form:
Filmtabletten
composition:
hydrochlorothiazidum 25 mg, benazeprili hydrochloridum 20 mg, excipiens pro compresso Dunst.
class:
B
therapeutic_group:
Synthetika
therapeutic_area:
Antihypertonicum
authorization_number:
51794
authorization_date:
1992-08-20

documents_in_other_languages

PIL PIL - ֆրանսերեն

01-09-2020

SPC SPC - ֆրանսերեն

01-09-2020

PIL PIL - իտալերեն

01-09-2020

SPC SPC - իտալերեն

01-09-2020

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Cibadrex®

Novartis Pharma Schweiz AG

Was ist Cibadrex und wann wird es angewendet?

Cibadrex ist ein Arzneimittel mit zwei Wirkstoffen zur Senkung des erhöhten Blutdrucks: Benazepril

und Hydrochlorothiazid. Es wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet.

Wann darf Cibadrex nicht angewendet werden?

Cibadrex darf nicht eingenommen werden, wenn Sie auf die Wirksubstanzen Benazepril und

Hydrochlorothiazid oder einen der Hilfsstoffe von Cibadrex überempfindlich reagieren. Wenn Sie an

stark verminderter Harnmenge leiden (Anurie). Wenn Sie an Diabetes (Typ 1 und 2) oder

eingeschränkter Nierenfunktion leiden, während Sie den blutdrucksenkenden Wirkstoff Aliskiren

einnehmen. Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, welche die Wirkstoffkombination Sacubitril/

Valsartan (eingesetzt zur Behandlung der Herzinsuffizienz) oder Racecadotril (eingesetzt zur

Behandlung von Durchfall) enthalten, da ein erhöhtes Risiko für Angioödeme (Schwellungen im

Gesicht, an Augen, Lippen oder Zunge, Atemprobleme) besteht. Wenn bei Ihnen solche Schwellungen

oder Atemprobleme auftraten (sogenanntes Angioödem), sei es nach Einnahme eines

blutdrucksenkenden Arzneimittels oder auch ohne Zusammenhang mit einem solchen Arzneimittel, und

wenn Sie schwanger sind.

Wann ist bei der Einnahme von Cibadrex Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und

die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit) ist beim Lenken

von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor Beginn der Behandlung mit Cibadrex, wenn Sie an einer

Herz-, Nieren- oder Leberkrankheit, an Diabetes (Zuckerkrankheit) oder an anderen Krankheiten wie

z.B. Lupus erythematodes (Gefässkrankheit) leiden oder gelitten haben,

wenn Sie Fieber, Hautausschlag oder Gelenkschmerzen haben,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie einen zu tiefen Blut-Kalium- oder Natriumspiegel, zu hohen Spiegel an

Kalzium oder Harnsäure im Blut (Gicht) oder einen erhöhten Cholesterinspiegel haben.

Vorsicht ist geboten, wenn bei Ihnen nach Einnahme eines Arzneimittels (inklusive die ACE Hemmern)

Schwellungen im Gesicht oder Rachen auftraten.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie zurzeit an

Erbrechen oder Durchfällen leiden, oder eine salzarme Diät durchführen.

Wenn bei Ihnen eine Operation (einschliesslich zahnchirurgischer Eingriff) geplant ist.

Wenn Sie gerade eine Hymenoptera-Behandlung (ein Tiergift zum Testen oder zur Behandlung von

Allergien auf Insektenstiche) erhalten, oder eine Apherese- oder Dialysebehandlung durchgeführt wird.

Wenn Sie an Allergien oder Asthma leiden.

Wenn Sie mit einem Sartan oder Aliskiren (Arzneimittel gegen Bluthochdruck) behandelt werden.

Falls Sie einen Sehkraftverlust bemerken oder Augenschmerzen auftreten, kann dies auf eine

Flüssigkeitsansammlung im Gefässbett des Auges zurückführbar sein (Aderhauterguss) oder auf eine

Druckzunahme im Auge. Dies kann nach Einnahme von Cibadrex innerhalb von Stunden bis Wochen

auftreten und kann zu einem permanenten Sehkraftverlust führen, falls nicht rechtzeitig eine Behandlung

eingeleitet wird. Falls sie eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie haben, ist das Risiko einen

Aderhauterguss zu erleiden möglicherweise erhöht.

Überwachung während der Behandlung mit Cibadrex

Es ist für Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wichtig, Ihren Behandlungserfolg bei regelmässigen

Konsultationen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass das Arzneimittel korrekt wirkt.

Es kann von Zeit zu Zeit notwendig sein, den Kaliumspiegel in Ihrem Blut und Ihre Herzfunktion zu

messen, insbesondere wenn Sie über 65 Jahre alt sind, bestimmte Herz-, Leber- oder

Nierenerkrankungen haben.

Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die den Kalium-Spiegel herabsetzen (z.B. Kortikosteroide,

Antibiotika) oder den Natrium-Spiegel herabsetzen (z.B. Antidepressiva, Antiepileptika) oder die den

Kalium-Spiegel im Blut erhöhen, wird Ihre Herzfunktion und der Blutspiegel verschiedener Mineralien

sorgfältig überwacht.

Wenn Sie auch mit Arzneimitteln zur Linderung von Schmerzen oder Entzündungen behandelt werden

(Nicht-steroidale Entzündungshemmer) wird Ihre Nirenfunktion überprüft.

Wenn Sie auch mit Lithium behandelt werden, wird der Lithium-Blutspiegel sorgfältig überprüft, da

Cibadrex die Menge an Lithium im Blut beeinflussen kann.

Wenn Sie an einer Kollagen Gefässkrankheit (wie systemischer Lupus erythematodes oder

Sklerodermie) leiden, wird möglicherweise die Anzahl weisser Blutzellen überwacht werden.

Wenn Sie schon einmal Hautkrebs hatten oder wenn Sie im Verlauf der Behandlung eine unerwartete

Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von

Cibadrex), insbesondere über längere Zeit und in höherer Dosierung, kann zu einem erhöhten Risiko für

bestimmte Arten von Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer «weisser» Hautkrebs) führen,

möglicherweise aufgrund einer Erhöhung der Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung.

Schützen Sie Ihre Haut während der Behandlung mit Cibadrex vor Sonnenlicht und UV-Strahlen.

Lassen Sie Ihre Haut regelmässig auf neu aufgetretene Hautveränderungen untersuchen und weisen Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich darauf hin, wenn bei Ihnen verdächtige Hautveränderungen

aufgetreten sind.

Falls Sie Fragen haben, wie Cibadrex wirkt oder weshalb Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde,

fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin ebenfalls, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·an Allergien leiden oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Dies gilt vor allem für: andere Blutdrucksenkende Arzneimittel (besonders entwässernde), Sartane oder

Aliskiren, Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur Behandlung

der Herzinsuffizienz) oder Racecadotril (eingesetzt zur Behandlung von Durchfall) , Lithium,

Antidepressiva, antipsychotische Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen,

Antiepileptika (gegen Krämpfe), Indometacin und andere nichtsteroidale Antirheumatika gegen

Schmerzen und Entzündung einschliesslich Cox-2 selektive Arzneimittel, Antibiotika, Antiarrhytmika,

harntreibende Mittel, Arzneimittel, die Kalium enthalten und Kalium-Ergänzungsmittel, Kortison-

ähnliche Mittel, Steroide, Digoxin und Digitalis-Glykoside (Herzmittel), Heparin (zur Vorbeugung von

Blutgerinnsel), Erythropoietin (zur Regulierung der Bildung roter Blutzellen), Insulin und Antidiabetika

(gegen Zuckerkrankheit), Cholestyramin, Colestipol oder andere Harze (gegen zu hohes Cholesterin im

Blut), muskelentspannende Arzneimittel (für Operationen), Allopurinol (zur Behandlung von Gicht),

Amantadin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit und Arzneimittel zur Behandlung oder

Vorbeugung gewisser Viruskrankheiten), Arzneimittel für die Krebstherapie, anticholinerge Substanzen

(Arzneimittel zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten wie gastrointestinale Krämpfe, Krämpfe der

Harnblase, Asthma, Reisekrankheit, Muskelkrämpfe, Parkinsonsche Krankheit und zur Narkosehilfe),

Cyclosporin (bei Transplantation und Immunerkrankungen), Vitamin D und Kalziumsalze,

Carbamazepin (hauptsächlich zur Behandlung von Epilepsie und manisch-depressiver Erkrankung),

Diazoxid (bei Bluthochdruck oder zu tiefem Blutzucker), Methyldopa (Bluthochdruck), Barbiturate,

Narkosemittel und Alkohol, pressorische Amine wie Noradrenalin (zur Blutdrucksteigerung),

Probenecid (gegen Gicht und erhöhtem Harnsäurespiegel), Gold zur Behandlung rheumatoider Arthritis

oder Medikamente zur Behandlung einiger Krebserkrankungen sowie einiger nicht bösartiger Tumore

im Zusammenhang mit einer genetischen Erkrankung (z B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus)

einnehmen.

Cibadrex enthält Laktose (Milchzucker). Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an

schwerer Laktoseunverträglichkeit leiden, bevor Sie Cibadrex einnehmen.

Darf Cibadrex während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Sie dürfen Cibadrex nicht verwenden, wenn Sie schwanger sind. Die Einnahme von Cibadrex während

der Schwangerschaft kann ernsthafte Auswirkungen auf Ihr ungeborenes Kind haben. Deshalb ist es

wichtig, dass Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen, wenn Sie glauben, Sie könnten

schwanger sein.

Ebenso sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie eine Schwangerschaft planen.

Cibadrex tritt in die Muttermilch über. Die Anwendung von Cibadrex während der Stillzeit wird nicht

empfohlen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie ein Kind stillen.

Wie verwenden Sie Cibadrex?

Patienten mit hohem Blutdruck sind sich dieses Problems oft nicht bewusst und viele fühlen sich

tatsächlich ganz gesund. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihr Arzneimittel genau nach Anweisung

einnehmen und die Termine bei Ihrem Arzt bzw. bei Ihrer Ärztin auch dann einhalten, wenn Sie sich

wohl fühlen. Unbehandelter Bluthochdruck kann zu ernsten Problemen wie Herzinsuffizienz,

Blutgefässerkrankungen, Schlaganfall oder Nierenkrankheit führen. Cibadrex sollte nur auf ärztliche

Anweisung eingenommen werden. Bitte halten Sie sich strikt an die Dosierungsanordnungen Ihres

Arztes oder Ihrer Ärztin. Nehmen Sie Cibadrex solange wie vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet

ein. Es handelt sich um eine Langzeitbehandlung, die möglicherweise über Monate oder Jahre dauert.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihren Zustand regelmässig überwachen und überprüfen, dass die

Behandlung die gewünschte Wirkung zeigt. Sollten Sie einmal eine Dosis verpassen, nehmen Sie diese

sobald wie möglich ein; ist es jedoch schon bald Zeit für die nächste Dosis, lassen Sie die verpasste

Dosis aus und kehren Sie zu Ihrem regulären Dosierungsschema zurück. Die Dosis darf nicht verdoppelt

werden. Wenn Sie zu viel Cibadrex eingenommen haben, oder falls jemand anders versehentlich Ihre

Tabletten geschluckt hat, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Es kann eine

medizinische Behandlung erforderlich sein.

Cibadrex kann während oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden, da ein Einfluss der

Nahrung auf die Wirksamkeit nicht erwartet wird. Schlucken Sie die Tabletten mit einem Glas Wasser.

Die Tablette zu 5/6.25 mg ist nicht geeignet für die Dosierung der halben Dosis durch Teilen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern wurden die Sicherheit und die Wirksamkeit von Cibadrex noch nicht nachgewiesen.

Welche Nebenwirkungen kann Cibadrex haben?

Wie alle anderen Medikamente kann auch Cibadrex Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei

jedem Patienten auftreten, und sie verschwinden oft nach wenigen Tagen bis Wochen der Behandlung.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

unverzüglich mit, wenn während der Behandlung eine schwere allergische Reaktion, Schwellungen im

Gesicht oder an den Lippen auftreten, wenn Sie Atemschwierigkeiten haben oder einen Hautauschlag

bekommen. Derartige Reaktionen können nach Einnahme der ersten Dosis von Cibadrex auftreten, aber

gelegentlich auch erst nach mehreren Wochen!

Auch über die folgenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich informieren:

·Symptome der oberen Luftwege, wie Husten, Halsschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Geschwüre im

Mund aufgrund von Infektionen, Fieber oder Schüttelfrost,

·häufiges Wasserlassen,

·stark verminderte Urinausscheidung dunkler Urin,

·Atemnot,

·Ungewöhnliche Müdigkeit,

·Niedergeschlagenheit (Depressionen),

·Bewegungsstörungen, starker Schwindel, Ohnmacht beim Aufstehen, Benommenheit,

Muskelschmerzen oder –krämpfe, Gelenkschmerzen,

·plötzliche oder beklemmende Schmerzen im Brustbereich, unregelmässiger Herzschlag,

·Magen-Darm-Störungen, schweres und anhaltendes Erbrechen oder Durchfall, Oberbauchschmerzen,

·Gelbfärbung der Haut und Augen, Appetitverlust,

·unregelmässiger Herzschlag,

·Spontanblutungen oder kleinflächige Hautblutungen,

·vermindertes Sehvermögen.

·Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs: Auftreten eines Knotens oder

verfärbten Fleckens auf der Haut, der sich auch nach einigen Wochen nicht zurückgebildet hat und über

Monate und manchmal Jahre langsam wächst, bzw. von rötlichen bis rosafarbenen, festen,

krebsbedingten Knoten, die sich zu Geschwüren entwickeln können; krebsbedingte Hautflecken

hingegen sind in der Regel flach und schuppig; tritt häufig an Hautstellen auf, die regelmässig der Sonne

ausgesetzt sind, wie z.B. im Gesicht, an den Ohren, Händen, Schultern, am Oberkörper oder Rücken).

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Cibadrex auftreten:

Sehr häufig (mehr als 1 auf 10 Patienten): Kopfschmerzen, erhöhte Blutfettwerte.

Häufig (1-10 auf 100 Patienten): Schwindel, Benommenheit, Ohnmacht beim Aufstehen, schneller

Herzschlag, Hitzewallung, Husten, Atemwegsbeschwerden, Magen- Darmbeschwerden, Juckreiz,

juckender Hautausschlag oder andere Formen von Ausschlag (Nesselsucht), Lichtempfindlichkeit,

häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, veränderter Gehalt an Mineralien (z.B. Magnesium, Natrium,

Kalium) im Blut, verminderter Appetit.

Gelegentlich: Tiefer Kalium Gehalt.

Selten (1-10 auf 10'000 Patienten): Schwellung der Lippen oder im Gesicht, Nervosität, Angstzustände,

Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Missempfindung, Schmerzen in der Brust, tiefer Blutdruck, Durchfall,

Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Gelenkschmerzen und Steifheit, Muskelschmerzen,

Hohe Blutzucker, Kreatinin-, und Harnsäurewerte, Gelbfärbung der Augen und der Haut

(Leberprobleme), Niedergeschlagenheit (Depression), Sehstörung, Herzprobleme, Hauterkrankung mit

Blasenbildung, Erektionsstörungen, Verschlechterung des Diabetes.

Sehr selten (weniger als 1 auf 10'000 Patienten): tiefer Natrium Gehalt, Ohrensausen,

Geschmacksverlust, Überempfindlichkeitsreaktionen (inkl. Atemnot), Lungenentzündung,

Blinddarmentzündung, Blutbildveränderungen, Nierenfunktionsstörung.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Cibadrex beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

Cibadrex vor Feuchtigkeit geschützt, nicht über 30 °C und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Cibadrex enthalten?

Cibadrex enthält die Wirkstoffe Benazepril-Hydrochlorid und Hydrochlorothiazid sowie Hilfsstoffe),

10 mg Benazepril-Hydrochlorid und 12.5 mg Hydrochlorothiazid (teilbar) und 20 mg Benazepril-

Hydrochlorid und 25 mg Hydrochlorothiazid (teilbar).

Zulassungsnummer

51794 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Cibadrex? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Filmtabletten zu 10/12.5 mg: 98 (teilbar).

Filmtabletten zu 20/25 mg: 98 (teilbar).

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im September 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Fachinformation

Cibadrex®

Novartis Pharma Schweiz AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Benazeprili hydrochloridum, Hydrochlorothiazidum.

Hilfsstoffe: Lactosum monohydricum, Excip. pro compr. obduct.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Teilbare Filmtabletten zu 10 mg Benazepril-Hydrochlorid und 12.5 mg Hydrochlorothiazid.

Teilbare Filmtabletten zu 20 mg Benazepril-Hydrochlorid und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hypertonie aller Schweregrade.

Dosierung/Anwendung

Bei leichter bis mittelschwerer Hypertonie sollte die Behandlung mit Cibadrex 5/6.25 mg 1×/Tag

eingeleitet werden. Ist der Blutdruck nach 3 bis 4 Wochen nicht ausreichend gesenkt, sollte die Dosis

verdoppelt werden. Ist nach weiteren 3 bis 4 Wochen der Blutdruck immer noch nicht unter

Kontrolle, sollte die Dosis noch einmal verdoppelt werden. Ist der Blutdruck durch eine solche

Behandlung nicht zu kontrollieren oder bei Patienten mit schwerer oder schwer unter Kontrolle zu

bringender Hypertonie sollte eine Behandlung mit Cibadrex 20/25 mg 2×/Tag in Betracht gezogen

werden. Bei nach wie vor unzureichender Blutdrucksenkung ist an die Behandlung mit einem

zusätzlichen Antihypertensivum zu denken. Es ist jedoch nicht zu empfehlen, gleichzeitig ein

weiteres Diuretikum zu verwenden.

Bei Patienten, die auf die Monotherapie mit 1×/Tag 10 (oder 20) mg Benazepril nicht ausreichend

ansprechen, ist nach Umstellung auf Cibadrex 10/12.5 mg (oder 20/25 mg) 1×/Tag eine verstärkte

Blutdrucksenkung zu erzielen.

Patienten, die bereits Hydrochlorothiazid oder ein anderes Thiazid-Diuretikum einnehmen, ohne

damit eine ausreichende Blutdrucksenkung zu erzielen, können durch die Umstellung auf Cibadrex

eine verstärkte, zusätzliche Reduktion des Blutdrucks erreichen. In einem solchen Fall sollte bei

Beginn der Cibadrex-Behandlung ein schonendes Dosisschema oder eine Dosisreduktion in Betracht

gezogen werden. Dies kann eine zeitweilige Dosisreduktion oder Absetzen des Diuretikums

bedeuten (z.B. 2 bis 3 Tage), um eine übermässige Hypotonie zu vermeiden. Ein Volumenmangel

sollte vor Beginn der Behandlung mit Cibadrex korrigiert werden.

Eine freie Kombination von Benazepril und Hydrochlorothiazid lässt sich durch Cibadrex ersetzen.

Bei ausreichender Blutdrucksenkung mit der freien Kombination aus Benazepril und

Hydrochlorothiazid kann die Behandlung auf Cibadrex mit dem gleichen Gehalt an Benazepril

umgestellt werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Dosisreduktion erforderlich sein. Wegen

des Wirkstoffes Hydrochlorothiazid ist Cibadrex bei Patienten mit Anurie kontraindiziert (s.

«Kontraindikationen») und sollte bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30

ml/min) mit besonderer Vorsicht angewendet werden (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Ältere Patienten (65 Jahre und älter)

Die Dosierung von Cibadrex sollte bei älteren Patienten mit Vorsicht gewählt werden, da diese

empfindlicher auf eine Behandlung mit Cibadrex reagieren können.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung kann eine Dosisreduktion erforderlich sein. Wegen der

Wirkstoffkomponente Hydrochlorothiazid sollte Cibadrex bei Patienten mit Leberfunktionsstörung

mit Vorsicht angewendet werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern wurden die Sicherheit und die Wirksamkeit von Cibadrex noch nicht nachgewiesen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Benazepril, Hydrochlorthiazid oder ähnlichen Verbindungen (ACE-

Hemmer oder anderen Sulfonamidderivaten) oder einem der Hilfsstoffe von Cibadrex.

Angioneurotisches Ödem in der Anamnese mit oder ohne frühere Behandlung mit einem ACE-

Hemmer.

Anurie.

Schwangerschaft (s. «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern – einschliesslich Cibadrex – oder von Angiotensin-

Rezeptorblockern (ARB) mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes Mellitus (Typ 1 und Typ 2) sowie

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min.) (s. Rubrik «Interaktionen»,

Unterabschnitt «Duale Blockade des RAAS»).

ACE-Hemmern, inkl. Cibadrex, sind in Kombination mit Sacubitril/Valsartan oder Racecadotril

aufgrund eines erhöhten Risikos für Angiooedeme kontraindiziert (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Benazepril

Chirurgie/Anästhesie

Vor einer Operation sollte der Anästhesist darauf aufmerksam gemacht werden, wenn der Patient

einen ACE-Hemmer einnimmt. Während der Anästhesie mit Mitteln, die eine Hypotonie bewirken,

können ACE-Hemmer die Bildung von Angiotensin II aus Angiotensin I hemmen, das infolge der

kompensatorischen Freisetzung von Renin entsteht. Kommt es während der Narkose zu einem

Blutdruckabfall, der durch diesen Mechanismus hervorgerufen wird, kann er durch

Volumensubstitution korrigiert werden.

Anaphylaktoide und damit zusammenhängende Reaktionen

Vermutlich wegen des Einflusses von ACE-Hemmern auf den Metabolismus von Eicosanoiden und

Polypeptiden, einschliesslich des endogenen Bradykinins, können unter der Behandlung mit einem

ACE-Hemmer (einschliesslich Benazepril) einige unerwünschte und zum Teil schwerwiegende

Reaktionen auftreten.

Angioneurotisches Ödem

Unter der Behandlung mit ACE-Hemmern, darunter auch Cibacen, wurden angioneurotische Ödeme

im Gesicht und an Lippen, Zunge, Glottis und Larynx beobachtet. Kommt es zu derartigen

Erscheinungen, sollte Cibadrex sofort abgesetzt werden, ausserdem ist eine geeignete Therapie

einzuleiten und der Patient bis zur vollständigen und anhaltenden Rückbildung der Symptome zu

überwachen. Schwellungen, die sich auf Gesicht und Lippen beschränken, gehen im Allgemeinen

auch ohne Behandlung oder nach Verabreichung eines Antihistaminikums wieder zurück. Ein mit

Larynxödem einhergehendes angioneurotisches Ödem kann tödlich sein. Erstreckt sich das Ödem auf

Zunge, Glottis oder Larynx, sollte sofort eine entsprechende Therapie, z.B. die subkutane Injektion

von 0.3-0.5 ml einer Adrenalin-Lösung 1:1'000, durchgeführt und/oder Massnahmen getroffen

werden, um die Atemwege offen zu halten.

Bei dunkelhäutigen Patienten afrikanischer Abstammung wurden angioneurotische Ödeme während

der Behandlung mit einem ACE-Hemmer häufiger beobachtet als bei Patienten mit anderer

Hautfarbe.

Bei Patienten, die gleichzeitig eine Therapie mit ACE-Hemmern und mTOR (mammalian target of

rapamycin)-Hemmern (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus) erhalten, kann ein erhöhtes Risiko

für angioneurotische Ödeme bestehen (s. Abschnitt «Interaktionen»)

Anaphylaktoide Reaktionen während Desensibilisierung

Zwei Patienten, bei denen während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer eine

Desensibilisierung mit Wespengift durchgeführt wurde, zeigten lebensbedrohliche anaphylaktoide

Reaktionen. Diese Reaktionen blieben aus, als der ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurde,

traten aber bei dessen versehentlicher erneuter Einnahme wieder auf. Der ACE-Hemmer muss daher

abgesetzt werden, bevor mit der Desensibilisierungstherapie begonnen wird. In solchen Fällen darf

der ACE-Hemmer nicht durch einen Betablocker ersetzt werden. Selten kann es auch nach

Insektenstichen zu anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Anaphylaktoide Reaktionen während Dialyse und Apheresebehandlung

Während der Hämodialyse mit hochdurchlässigen Membranen wurden anaphylaktoide Reaktionen

bei Patienten beobachtet, die mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden.

Anaphylaktoide Reaktionen traten auch bei Patienten auf, bei denen eine LDL-Apherese mit

Dextransulfat durchgeführt wurde.

Symptomatische Hypotonie

Wie bei anderen ACE-Hemmern kann es in seltenen Fällen zu einer symptomatischen Hypotonie

kommen, und zwar typischerweise bei Patienten mit Salz- oder Volumenmangel, schwerer

Herzinsuffizienz, Langzeitbehandlung mit einem Diuretikum, salzarmer Diät, Dialyse, Diarrhoe oder

Erbrechen. Vor Einleitung der Behandlung mit Cibadrex sollte ein Salz- und/oder Volumenmangel

korrigiert werden.

Nierenarterienstenose

In einer kleinen Studie an Patienten mit Hypertonie und ein- oder beidseitiger Nierenarterienstenose

kam es unter der Behandlung mit Benazepril zu Erhöhungen des Serum-Harnstoffs und des

Serumkreatinins; diese Erhöhungen waren reversibel, wenn Benazepril abgesetzt wurde. Wenn

solche Patienten mit einem ACE-Hemmer behandelt werden, sollte die Nierenfunktion in den ersten

Wochen der Behandlung überwacht werden.

Agranulozytose, Neutropenie

Agranulozytose und/oder Knochenmarkdepression wurden im Zusammenhang mit anderen ACE-

Hemmern, nicht jedoch unter der Behandlung mit Benazepril beobachtet.

Derartige Effekte waren häufiger bei Patienten mit Niereninsuffizienz, besonders wenn auch eine

vaskuläre Kollagenose vorlag, z.B. systemischer Lupus erythematodes oder Sklerodermie. Die Daten

aus klinischen Prüfungen reichen nicht aus, um beurteilen zu können, ob Benazepril mit ähnlicher

Häufigkeit eine Agranulozytose verursacht. Bei Patienten mit einer vaskulären Kollagenose sollte,

vor allem wenn diese mit einer gestörten Nierenfunktion einhergeht, die Überwachung des weissen

Blutbilds in Betracht gezogen werden.

Husten

Anhaltender, trockener Husten, der vermutlich durch die Hemmung des Abbaus von endogenem

Bradykinin hervorgerufen wird, wurde im Zusammenhang mit ACE-Hemmern beobachtet. Dieser

Husten hört immer auf, wenn die Behandlung abgebrochen wird. Bei Husten muss

differentialdiagnostisch immer daran gedacht werden, dass ACE-Hemmung Husten auslösen kann.

Aortenstenose, Mitralstenose

Für alle vasodilatatorisch wirkenden Medikamente einschliesslich ACE-Hemmer gilt, dass bei

Patienten mit Aortenstenose oder Mitralstenose besondere Vorsicht angezeigt ist.

Hypoglykämie

Hypoglykämie bei Diabetikern: siehe «Interaktionen».

Hepatitis und Leberinsuffizienz

In seltenen Fällen wurde über vorwiegend cholestatische Hepatitis und vereinzelt über eine

manchmal tödlich verlaufende Leberinsuffizienz bei Patienten unter Behandlung mit einem ACE-

Hemmer berichtet. Der Mechanismus ist nicht bekannt. Wenn es während der Behandlung mit einem

ACE-Hemmer zu Ikterus oder einer starken Erhöhung der Leberenzyme kommt, sollte der ACE-

Hemmer abgesetzt und der Patient ärztlich überwacht werden.

Elektrolyte und Nierenfunktionen

Unter der Behandlung mit ACE-Hemmern, einschliesslich Benazepril, kann es zu einer Erhöhung

des Serumkaliums kommen. Jede Substitution von Kalium unter der Behandlung mit Cibadrex sollte

sorgfältig abgewogen werden und mit Vorsicht erfolgen.

Durch die hemmende Wirkung von Benazepril auf das Renin-Angiotensin-Aldosteronsystem

(RAAS) kann es bei empfindlichen Patienten zu Veränderungen der Nierenfunktion kommen. Bei

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängt, kann die Behandlung mit einem ACE-Hemmer

(einschliessliche Benazepril) mit Oligurie und/oder progredienter Azotämie und, in seltenen Fällen,

mit akutem Nierenversagen einhergehen.

Hydrochlorothiazid

Systemischer Lupus erythematodes

Thiaziddiuretika, einschliesslich Hydrochlorothiazid, können einen systemischen Lupus

erythematodes auslösen oder verschlechtern.

Akute Myopie und sekundäres Winkelblockglaukom

Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, wurde mit einer idiosynkratischen Reaktion, die zu einer akuten

transienten Myopie und einem akuten Winkelblockglaukom führt, in Verbindung gebracht. Zu den

Symptomen gehören akute Sehminderung oder Augenschmerzen, die typischerweise innerhalb von

Stunden bis Wochen nach Beginn der Medikamenteneinnahme auftreten. Ein unbehandeltes akutes

Winkelblockglaukom kann zu bleibendem Sehverlust führen.

Als primäre Behandlung wird das Hydrochlorothiazid so schnell wie möglich abgesetzt. Eine rasche

medizinische oder chirurgische Behandlung muss möglicherweise in Betracht gezogen werden, wenn

der intraokulare Druck nicht unter Kontrolle gebracht werden kann. Zu den Risikofaktoren für ein

akutes Winkelblockglaukom kann eine anamnestische Sulfonamid- oder Penicillinallergie gehören.

Elektrolyte

Kalium

Thiaziddiuretika können eine Hypokaliämie verursachen oder eine vorbestehende Hypokäliamie

verschlimmern. Bei Erkrankungen, welche mit erhöhtem Kaliumverlust einhergehen, sollten

Thiazide nur mit Vorsicht und unter regelmässiger Kontrolle des Serumkaliums gegeben werden.

Vor Beginn einer Behandlung mit Thiaziden wird die Korrektur einer Hypokaliäme empfohlen. Ein

gleichzeitig bestehender Magnesiummangel kann die Korrektur einer Hypokaliämie erschweren. Da

Cibadrex einen ACE-Hemmer enthält, ist jede Substitution von Kalium unter der Behandlung mit

Cibadrex abzuwägen und sollte mit Vorsicht erfolgen. Die Kalium-und Magnesiumkonzentrationen

sollten regelmässig kontrolliert werden. Alle Patienten, die Thiaziddiuretika erhalten, sollten

hinsichtlich Imbalancen der Elektrolyte überwacht werden.

Natrium

Thiaziddiuretika können das Neuauftreten einer Hyponatriämie auslösen oder eine vorbestehende

Hyponatriämie verschlimmern. Diese kann mit neurologischen Symptomen (Erbrechen, Verwirrtheit,

Apathie) einhergehen. Thiaziddiuretika sollen nur nach Korrektur eines vorbestehenden

Hyponatriämie verabreicht werden. Eine regelmässige Überwachung der Natriumkonzentration im

Serum sollte erfolgen.

Kalzium

Thiaziddiuretika verringern die Kalziumausscheidung im Urin und können eine Erhöhung des

Serumkalziums verursachen. Thiaziddiuretika sollten nur nach Korrektur einer vorbestehenden

Hyperkalziämie bzw. nach Behandlung der dafür verantwortlichen Erkrankung begonnen werden.

Eine regelmässige Überwachung der Kalziumkonzentration im Serum sollte erfolgen.

Volumenmangel

Bei Patienten mit Volumenmangel kann nach Beginn der Behandlung mit Cibadrex eine

symptomatische Hypotonie auftreten. Ein bestehender Volumenmangel sollte vor Beginn der

Behandlung ausgeglichen werden.

Niereninsuffizienz

Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Bei

schwer eingeschränkter Nierenfunktion (GFR unter 30 ml/min) können Thiaziddiuretika ihre

diuretische Wirksamkeit verlieren. Die Verabreichung von Cibadrex bei diesen Patienten sollte

deswegen nur nach genauer Prüfung des Nutzen/Risiko-Verhältnisses und unter Kontrolle klinischer

und laborchemische Parameter erfolgen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR kleiner als 60 ml/min) ist die Anwendung

von ACE-Hemmern – einschliesslich Benazepril – oder von ARB mit Aliskiren kontraindiziert (s.

Rubrik «Interaktionen», Unterabschnitt «Duale Blockade des RAAS»).

Leberinsuffizienz

Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion. Thiazide

können bei diesen Patienten Elektrolytimbalancen, hepatische Enzephalopathien sowie ein

hepatorenales Syndrom auslösen. Die Verabreichung von Cibadrex bei diesen Patienten sollte

deswegen nur nach genauer Prüfung des Nutzen/Risiko-Verhältnisses und unter Kontrolle klinischer

und laborchemischer Parameter erfolgen.

Metabolische Effekte

Cibadrex kann auf Grund einer verminderten Harnsäure-Clearance die Serumkonzentration von

Harnsäure erhöhen und Hyperurikämien verursachen bzw. verschlimmern sowie bei disponierten

Patienten Gichtschübe auslösen. Deswegen wird die Anwendung von Cibadrex bei Patienten mit

Hyperurikämie und/oder Gicht nicht empfohlen.

Thiaziddiuretika einschliesslich Hydrochlorothiazid können die Glukosetoleranz stören und eine

diabetische Stoffwechsellage verschlechtern. Die Serumspiegel von Cholesterin und Triglyzeriden

können unter der Anwendung von Hydrochlorothiazid ansteigen.

Sonstiges

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Hydrochlorothiazid treten bei Patienten mit Allergien

und Asthma mit grösserer Wahrscheinlichkeit auf.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Die gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern, einschliesslich Cibadrex und anderen Wirkstoffen, die

das RAAS blockieren, wie beispielsweise ARB oder Aliskiren, wird nicht empfohlen. Bei gewissen

Patienten ist diese Kombination kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen» und «Interaktionen»,

Unterabschnitt «Duale Blockade des RAAS»).

Interaktion zwischen ACE-Inhibitoren und Sacubitril/Valsartan oder Racecadotril

ACE-Hemmern, inkl. Cibadrex, dürfen aufgrund eines Angiooedem-Risikos nicht zusammen mit

Sacubitril/Valsartan oder Racecadotril verabreicht werden. Bei Patienten, die gleichzeitig eine

Therapie mit Sacubitril/Valsartan oder Racecadotril erhalten, kann ein erhöhtes Risiko von

Angiooedemen bestehen.

Eine Behandlung mit Cibadrex darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis von

Sacubitril/Valsartan eingeleitet werden. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36

Stunden nach Einnahme der letzten Dosis einer Cibadrex-Therapie eingeleitet werden (siehe

«Kontraindikationen» und «Interaktionen»).

Kombination

Ältere Patienten

Wie bei allen blutdrucksenkenden Mitteln, so auch bei Cibadrex, ist bei älteren Patienten Vorsicht

geboten. Dies gilt auch für Patienten, die an Herzinsuffizienz oder an koronarer bzw. zerebraler

Arteriosklerose leiden. Plötzlicher Blutdruckabfall kann dazu führen, dass die Blutzufuhr zu

lebenswichtigen Organen nicht mehr ausreicht.

Cibadrex enthält Lactose. Bei Patienten mit Lactoseunverträglichkeit ist Vorsicht geboten.

Interaktionen

Interaktionen, die beide Komponenten betreffen

Lithium: Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium mit ACE-Hemmern und Thiaziddiuretika

wurde ein reversibler Anstieg der Serum-Lithium-Konzentration und eine Verstärkung der Toxizität

von Lithium beobachtet. Daher wird bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium und Cibadrex eine

regelmässige Kontrolle des Serum-Lithium-Spiegels empfohlen.

Nicht-steroidale anti-inflammatorische Arzneimittel (NSAIDs) inklusive selektive Cyclooxygenase-2

Inhibitoren (COX2-Inhibitoren):

Die Verabreichung von NSAIDs und COX2-Inhibitoren kann zu einer Minderung des

antihypertensiven Effekts von ACE-Hemmern führen. Bei älteren Patienten, Patienten mit

Nierenfunktionsstörung und solchen mit Volumenmangel (auch unter Diuretikatherapie) kann die

gleichzeitige Verabreichung von NSAIDs (oder COX2-Inhibitoren) mit ACE-Hemmer das Risiko

einer Verschlechterung der Nierenfunktion (inklusive akutem Nierenversagen) erhöhen. Bei solchen

Patienten sollten diese Medikamente deswegen nur mit Vorsicht und unter Kontrolle der

Nierenfunktion kombiniert werden.

Andere Antihypertensiva: Cibadrex verstärkt die antihypertensive Wirkung anderen

Antihypertensiva (z.B. Betablocker, Vasodilatatoren, Kalziumkanalblocker, ACE-Hemmern,

Angiotensin-ll-Rezeptor Blocker und Direkte Renin-Inhibitoren).

Benazepril

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) mit ACE-Hemmern, ARB,

oder Aliskiren: Die gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern, einschliesslich Cibadrex, mit anderen

auf das RAAS wirkenden Arzneimitteln ist gegenüber einer Monotherapie mit einer erhöhten

Inzidenz von Hypotonie, Hyperkaliämie und Nierenfunktionsstörung (einschliesslich akutem

Nierenversagen) verbunden. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von

ACE-Hemmern, ARB oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen. Wenn die Therapie mit einer

dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies unter Aufsicht eines Spezialisten

und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und

Blutdruck erfolgen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR unter 60 ml/min) ist die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern – einschliesslich Cibadrex – oder von ARB mit Aliskiren

kontraindiziert (s. Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Kontraindikationen»).

Bei Patienten mit Diabetes Typ 1 und 2 ist die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern –

einschliesslich Cibadrex – oder von ARB mit Aliskiren kontraindiziert (s. Rubrik

«Kontraindikationen»).

ACE - Hemmern– einschliesslich Cibadrex - und Angiotensin-Rezeptorblockern (ARB) sollten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Interaktion zwischen ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan oder Racecadotril: Bei gleichzeitiger

Anwendung eines ACE-Hemmern, inkl. Cibadrex mit Sacubitril/Valsartan oder Racecadotril kann

ein erhöhtes Risiko von Angiooedemen bestehen (siehe «Kontraindikationen» und «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»).

Kalium: Unter der Kombinationsbehandlung von ACE-Hemmern mit anderen Arzneimitteln, die zu

einer Erhöhung des Serumkaliums führen können (z.B. Kaliumsparende Diuretika, Kaliumhaltige

Präparate, Heparin), kann das Risiko für eine Hyperkaliämie erhöht sein. Die Gabe von Cibadrex

sollte in solchen Fällen mit Vorsicht und unter Kontrolle des Kaliumspiegels erfolgen.

Antidiabetika: In seltenen Fällen können Diabetiker, die einen ACE-Hemmer (einschliesslich

Benazepril) gleichzeitig mit Insulin oder oralen Antidiabetika anwenden, eine Hypoglykämie

entwickeln. Solche Patienten sollten deshalb über die Möglichkeit hypoglykämischer Reaktionen

informiert und entsprechend überwacht werden.

Erythropoietin: Das Ansprechen des Patienten auf Erythropoietin kann bei gleichzeitiger

Verwendung mit ACE-Hemmern (einschliesslich Benazepril) vermindert sein.

Angioneurotische Ödeme verursachende Arzneimittel: Das Risiko für angioneurotische Ödeme kann

bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer und Arzneimittel wie Dipeptidylpeptidase-IV-Hemmer

(z.B. Vildagliptin) oder mTOR-Hemmer (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus) erhalten, erhöht

sein (s. Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Probenecid: Eine Vorbehandlung mit Probenecid kann die pharmakodynamische Antwort auf ACE-

Hemmer verstärken, was eine Dosisanpassung notwendig machen kann.

Gold: Bei gleichzeitiger Verabreichung von parenteralen Goldpräparaten (Natrium-Aurothiomalat)

und einem ACE-Hemmer wurde selten über Gesichts-Flush, Übelkeit, Erbrechen und Hypotonie

berichtet.

Hydrochlorothiazid

Skelettmuskelrelaxantien: Thiazide, einschliesslich Hydrochlorothiazid, verstärken die Wirkung von

Skelettmuskelrelaxantien wie Curarederivativen.

Arzneimittel mit Einfluss auf Serum-Kalium- oder Magnesiumspiegel:

Kalium- und/oder Magnesiumverluste können bei gleichzeitiger Gabe von Hydrochlorothiazid mit

kaliuretischen Diuretika (z.B. Furosemid), Glukokortikoiden, ACTH, Amphotericin B,

Carbenoxolon, Penicillin G, Salicylaten oder Antiarrhythmika verstärkt werden.

Arzneimittel mit Einfluss auf Serum-Natriumspiegel:

Die hyponatriämische Wirkung von Diuretika kann durch die gleichzeitige Verabreichung von

Arzneimitteln wie Antidepressiva, Antipsychotika, Antiepileptika etc. verstärkt werden. Beim

Langzeitgebrauch dieser Arzneimittel ist Vorsicht geboten.

Herzglykoside (Digitalis): Eine durch Thiazide verursachte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie

kann das Auftreten digitalisbedingter Arrhythmien begünstigen.

Antidiabetika: Thiazide können die Glukosetoleranz stören. Eine Dosisanpassung von Insulin und

oralen Antidiabetika kann erforderlich sein.

Ionenaustauschharze: Die Absorption von Thiaziddiuretika wie Hydrochlorothiazid wird durch

Cholestyramin oder Colestipol vermindert. Deswegen sollte die Gabe von Hydrochlorothiazid und

dem Ionenaustauscherharz zeitversetzt erfolgen. Dabei sollte das Zeitintervall möglichst gross

gewählt werden, um die Interaktionen zu minimieren.

Allopurinol: Die gleichzeitige Behandlung mit einem Thiaziddiuretikua, einschliesslich

Hydrochlorothiazid, kann die Häufigkeit des Auftretens von Überempfindlichkeitsreaktionen auf

Allopurinol erhöhen.

Antineoplastika (z.B. Cyclophosphamid, Methotrexat): Die gleichzeitige Anwendung von

Thiaziddiuretika kann die renale Ausscheidung von zytostatischen Arzneimitteln verringern und ihre

myelosuppressive Wirkung steigern.

Amantadin: Die gleichzeitige Behandlung mit Thiaziddiuretika (einschliesslich Hydrochlorothiazid)

kann das Risiko unerwünschter Wirkungen von Amantadin erhöhen.

Anticholinergika: Die Bioverfügbarkeit von Thiaziddiuretika kann bei einer gleichzeitigen Gabe von

Anticholinergika (z.B. Atropin, Biperiden) erhöht werden, wahrscheinlich aufgrund einer

verringerten gastrointestinalen Motilität und einer Verzögerung der Magenentleerung. Umgekehrt

können prokinetische Arzneimittel wie beispielsweise Cisaprid die Bioverfügbarkeit von

Thiaziddiuretika verringern.

Vitamin D: Die gleichzeitige Verabreichung von Thiaziddiuretika kann die Kalziumausscheidung im

Urin vermindern, und die Koadministration von Vitamin D kann die Erhöhung des

Serumkalziumspiegels verstärken.

Thiaziddiuretika

Ciclosporin: Durch die gleichzeitige Anwendung von Ciclosporin wird möglicherweise das Risiko

einer Hyperurikämie erhöht und es können Symptome einer Gicht auftreten.

Kalziumsalze: Die gleichzeitige Verabreichung von Thiaziddiuretika kann durch Verstärkung der

tubulären Kalziumrückresorption zu einer Hyperkalzämie führen.

Diazoxid: Thiaziddiuretika können den hyperglykämischen Effekt von Diazoxid verstärken.

Methyldopa: Bei gleichzeitiger Gabe von Methyldopa mit Hydrochlorothiazid wurden Einzelfälle

von hämolytischer Anämie beschrieben.

Alkohol, Barbiturate oder Narkotika: Die gleichzeitige Verabreichung von Thiaziddiuretika mit

Alkohol, Barbituraten oder Narkotika kann eine orthostatische Hypotonie verstärken.

Blutdrucksteigernde Amine: Hydrochlorothiazid kann das Ansprechen auf blutdrucksteigernde

Amine wie beispielsweise Noradrenalin reduzieren. Die klinische Relevanz dieser Wirkung reicht

jedoch für einen Ausschluss ihrer Anwendung nicht aus.

Schwangerschaft/Stillzeit

Cibadrex ist in der Schwangerschaft kontraindiziert.

Schwangerschaft

Eine Einnahme von Cibadrex im 2. und 3. Trimenon kann zu fetalen Nierenschäden und Fehlbildung

im Gesicht und am Schädel führen. Der Fötus ist in utero einem potentiellen Hypotonie-Risiko

ausgesetzt. Bei Neugeborenen wurde ein erniedrigtes Geburtsgewicht, eine erniedrigte

Nierendurchblutung und Anurie beobachtet. Bei der Mutter wurde über Oligohydramnie berichtet,

die wahrscheinlich im Zusammenhang mit einer erniedrigten Nierenfunktion des Fötus steht.

Die Anwendung von ACE-Hemmern im ersten Trimester der Schwangerschaft wurde mit einem

potentiell erhöhten Risiko an Geburtsschäden in Verbindung gebracht.

Wird eine Patientin während der Behandlung schwanger, sollten die ACE-Hemmer (inkl. Cibadrex)

so schnell wie möglich abgesetzt werden und die foetale Entwicklung regelmässig überwacht

werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten auf die möglichen Risiken aufmerksam gemacht und

ACE-Hemmer nur nach sorgfältiger Beratung und Abschätzung der individuellen Risiken und

Nutzen verabreicht werden.

Alle Neugeborenen sollen nach Exposition in utero sorgfältig auf genügende Harnausscheidung,

Hyperkaliämie und Blutdruck untersucht werden. Nötigenfalls müssen angebrachte medizinische

Massnahmen ergriffen werden, wie z.B. Rehydrierung oder Dialyse, um den ACE-Hemmer aus dem

Kreislauf zu entfernen.

Thiazide können die Plazenta passieren, und die in der Nabelschnurvene erreichten Konzentrationen

nähern sich denjenigen im mütterlichen Plasma an. Hydrochlorothiazid kann wie andere Diuretika

eine Hypoperfusion der Plazenta verursachen. Es akkumuliert in der Amnionflüssigkeit und erreicht

Konzentrationen, die bis zu 19-mal höher als diejenigen im Plasma der Nabelschnurvene sind. Die

Verwendung von Thiaziden während der Schwangerschaft ist mit einem Risiko für einen fötalen

oder neonatalen Ikterus oder eine Thrombozytopenie verbunden. Da diese Substanzen eine EPH-

Gestose (Ödem, Proteinurie, Hypertonie) (Präeklampsie) nicht verhindern oder deren Verlauf

verändern, dürfen sie nicht zur Behandlung einer Hypertonie bei Schwangeren eingesetzt werden.

Stillzeit

Die Anwendung von Cibadrex während der Stillzeit wird nicht empfohlen.

Es wurde gezeigt, dass Benazepril und Benazeprilat in die Muttermilch übertreten, doch betrugen die

maximalen Konzentrationen nur 0.3% der Plasmakonzentration. Benazeprilat dürfte nur in

unwesentlichen Mengen den systemischen Kreislauf des Kindes erreichen.

Hydrochlorothiazid tritt ebenfalls in die Muttermilch über.

Fertilität

Es gibt keine Daten über Hydrochlorothiazid in Bezug auf die menschliche Fertilität. In Tierstudien

hatten Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid alleine oder in Kombination keine Wirkung

auf die Fertilität und Empfängnis (s. «Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund der möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen (Kopfschmerzen, Schwindel,

Müdigkeit) ist beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeiten waren wie folgt definiert: «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100),

«gelegentlich» (<1/100, ≥1/1'000, «selten» (<1/1'000, >1/10'000), «sehr selten» (<1/10'000).

Die unerwünschten Wirkungen, die unter Cibadrex auftraten, glichen denen, die bei Benazepril oder

Hydrochlorothiazid festgestellt wurden; sie waren meist leichter und vorübergehender Natur.

1. Unerwünschte Wirkungen des Kombinationspräparates Cibadrex:

Immunsystem

Selten: Angioödem, Lippen- oder Gesichtsödem.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hypokaliämie.

Selten: Hyperurikämie.

Sehr selten: Hyponatriämie.

Psychiatrische Störungen

Selten: Nervosität, Angstzustände, Schlaflosigkeit.

Nervensystem

Sehr häufig: Kopfschmerzen.

Häufig: Schwindel, Benommenheit.

Selten: Somnolenz, Vertigo, Parästhesien.

Ohr und Innenohr

Sehr selten: Tinnitus.

Herz

Häufig: Palpitationen.

Selten: Pectanginöse Beschwerden.

Gefässe

Häufig: orthostatische Hypotonie.

Selten: symptomatische Hypotonie.

Atmungsorgane

Häufig: Husten, Atemwegsbeschwerden.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: gastrointestinale Beschwerden.

Selten: Diarrhoe, Obstipation, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen.

Sehr selten: Dysgeusie.

Haut

Häufig: Urtikaria und andere Formen von Ausschlag, Flush, Pruritus, Lichtempfindlichkeit.

Muskelskelettsystem

Selten: Arthralgie, Arthritis, Myalgie, muskuläre Beschwerden.

Nieren und Harnwege

Häufig: Pollakisurie.

Selten: Anstieg von Harnstoff und Kreatinin im Serum.

Allgemeine Störungen

Häufig: Müdigkeit, Hitzewallung.

Untersuchungen

Ausserdem wurden unter der Behandlung mit Cibadrex beobachtet: Abnahme des Hämoglobins,

Thrombopenie und Neutropenie, Hypomagnesiämie, Hyperkalzämie.

Weitere Informationen über die einzelnen Komponenten

Unter der Behandlung mit Cibadrex können ebenfalls bekannte unerwünschte Wirkungen der beiden

Monosubstanzen, Benazepril und Hydrochlorothiazid, auftreten.

2. Zusätzliche unerwünschte Wirkungen der Monosubstanz Benazepril und/oder anderer ACE-

Hemmer

Blut- und Lymphsystem

Sehr selten: Hämolytische Anämie, Thrombozytopenie,

Unbekannte Häufigkeit: Agranulozytose, Neutropenie.

Immunsystem

Unbekannte Häufigkeit: anaphylaktoide Reaktionen.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Unbekannte Häufigkeit: Hyperkaliämie.

Augen

Unbekannte Häufigkeit: Visusstörung.

Herz

Selten: Angina pectoris, Arrhythmien.

Sehr selten: Myokardinfarkt.

Gastrointestinale Störungen

Sehr selten: Pankreatitis.

Unbekannte Häufigkeit: Angioödeme des Dünndarms.

Leber und Galle

Selten: Hepatitis (vorwiegend cholestatisch), cholestatischer Ikterus

Haut

Selten: Pemphigus.

Sehr selten: Stevens-Johnson-Syndrom.

Nieren und Harnwege

Sehr selten: Nierenfunktionsstörung.

3. Zusätzliche unerwünschte Wirkungen der Monosubstanz Hydrochlorothiazid und/oder von

Thiaziddiuretika

Blut- und Lymphsystem

Selten: Thrombozytopenie, thrombozytopenische Purpura.

Sehr selten: Leukopenie, Agranulozytose, Knochenmarkinsuffizienz, hämolytische Anämie.

Immunsystem

Sehr selten: nekrotisierende Vaskulitis, Überempfindlichkeitsreaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Hyperlipidämie.

Häufig: Hypomagnesiämie, Hyponatriämie, verminderter Appetit.

Gelegentlich: Hyperurikämie.

Selten: Hyperkalzämie, Hyperglykämie, Glukosurie, Verschlechterung einer diabetischen

Stoffwechsellage.

Sehr selten: Hypochlorämische Alkalose.

Psychiatrische Störungen

Selten: Schlafstörungen, Depression.

Augen

Selten: Visusstörungen, vor allem während der 1. Behandlungswoche.

Kardiovaskuläres System

Häufig: Orthostatische Hypotonie

Selten: Herzrhythmusstörungen.

Atmungsorgane

Sehr selten: Pneumonitis, Lungenödem.

Gastrointestinale Störungen

Sehr selten: Pankreatitis.

Leber und Galle

Selten: Intrahepatische Cholestase, Ikterus.

Haut

Häufig: Urtikaria und andere Formen von Hautausschlag.

Sehr selten: Epidermolysis acuta toxica, Lupus erythematodes-ähnliche Reaktionen und

Reaktivierung eines Lupus erythematodes.

Reproduktionssystem

Selten: erektile Dysfunktion.

Unerwünschte Wirkungen mit unbekannter Häufigkeit: akutes Nierenversagen,

Nierenfunktionsstörung, aplastische Anämie, Erythema multiforme, Pyrexie, Muskelspasmen,

Schwächegefühl, akutes Winkelblockglaukom. Die unerwünschten Reaktionen sind nach MedDRA-

Systemorganklasse aufgeführt.

Überdosierung

Symptome

Zur Überdosierung von Cibadrex liegen keine Erfahrungen vor.

Die Intoxikation durch Überdosierung von Hydrochlorothiazid kann zu folgenden Symptomen

führen: Schwindel, Übelkeit, Schläfrigkeit, Hypovolämie, Hypotonie, Elektrolytstörungen und damit

zusammenhängende Herzrhythmusstörungen und Muskelspasmen.

Obwohl nur wenige Erfahrungen mit Überdosierungen von Benazepril bestehen, ist das zu

erwartende klinische Hauptsymptom eine erhebliche Hypotonie, die von einer Elektrolytstörung und

Nierenversagen begleitet werden kann.

Behandlung

Ein spezifisches Antidot existiert weder für Hydrochlorothiazid noch für Benazepril. In allen Fällen

einer Überdosierung sollten geeignete Massnahmen eingeleitet werden. Dies kann eine engmaschige

Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktion und Massnahmen zu deren Stabilisierung umfassen.

Obwohl der aktive Metabolit Benazeprilat nur wenig dialysierbar ist, könnte eine Dialyse in Betracht

gezogen werden, um bei stark eingeschränkter Nierenfunktion die normale Elimination einer

Überdosis zu unterstützen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09BA07

Cibadrex ist eine Kombination aus dem ACE-Hemmer Benazepril und dem Diuretikum

Hydrochlorothiazid, deren blutdrucksenkende Effekte synergistisch sind.

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Benazepril

Benazepril ist ein Prodrug, aus dem durch Hydrolyse im Organismus der aktive Metabolit

Benazeprilat entsteht; dieser hemmt das ACE und somit die Umwandlung von Angiotensin I in

Angiotensin II und alle durch Angiotensin II stimulierten Effekte, z.B.: Vasokonstriktion;

Freisetzung von Aldosteron, da die Rückresorption von Salz und Wasser in den Nierentubuli und

eine Erhöhung des Herzminutenvolumens bewirkt.

Benazepril verringert die durch Vasodilatation reflektorisch ausgelöste Herzfrequenzerhöhung. Wie

andere ACE-Hemmer hemmt auch Benazepril den Abbau des vasodilatatorisch wirkenden

Bradykinins durch die Kininase. Diese Hemmung trägt vermutlich zur Blutdrucksenkung bei.

Benazepril senkt den Blutdruck bei Hypertonie aller Schweregrade im Sitzen, Liegen und Stehen.

Bei den meisten Patienten setzt die antihypertensive Wirkung innerhalb von 1 Stunde nach

Verabreichung einer oralen Einzeldosis ein, die maximale Senkung des Blutdrucks wird nach 2-4

Stunden erreicht. Die Wirkung hält mindestens 24 Stunden nach Verabreichung an.

Die antihypertensive Wirkung ist unabhängig von Rasse, Alter oder der vorbestehenden

Plasmareninaktivität und zeigte weder bei salzreicher noch bei salzarmer Kost nennenswerte

Unterschiede.

Abruptes Absetzen von Benazepril hatte keinen raschen Anstieg des Blutdrucks zur Folge. In einer

Studie an gesunden Probanden bewirkten Einzeldosen von Benazepril eine erhöhte

Nierendurchblutung, hatten aber keinen Einfluss auf die GFR.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid hemmt die aktive Rückresorption von Na+ vorwiegend im distalen

Nierentubulus und bewirkt somit eine vermehrte Ausscheidung von Na+, Cl- und Wasser. Die renale

Ausscheidung von K+ und Mg++ nimmt dosisabhängig zu, dagegen wird Ca++ vermehrt

reabsorbiert. Für die Natrium- und Kaliumausscheidung besteht eine Dosiswirkungsbeziehung.

Es scheint keine proportionale Beziehung zwischen dem Plasmaspiegel und dem Ausmass der

Blutdrucksenkung zu bestehen.

Bei normaler Nierenfunktion wird die Diurese bereits durch 12.5 mg Hydrochlorothiazid ausgelöst.

Der diuretische und natriuretische Effekt tritt 1-2 Stunden nach oraler Verabreichung ein, erreicht

nach 4-6 Stunden sein Maximum und kann 10-12 Stunden andauern.

Infolge seines blutdrucksenkenden Effekts stimuliert Hydrochlorothiazid die Freisetzung von Renin

und die dadurch bedingte Bildung von Angiotensin II.

Die durch Diuretika ausgelöste Stimulation des Renin-Angiotensin-Systems wirkt ihren

antihypertensiven Effekten entgegen und begrenzt ihre Wirksamkeit.

Kombination

Aus der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems durch Benazepril ergibt sich zusammen mit

Hydrochlorothiazid ein synergistischer blutdrucksenkender Effekt, da dadurch die von

Hydrochlorothiazid ausgelöste gegenregulatorische Stimulation des Renin-Angiotensin-Systems

blockiert wird. Die Stimulation des Renin-Angiotensin-Systems durch Hydrochlorothiazid führt

dazu, dass sich die Abhängigkeit des Blutdrucks von den Angiotensin-II-Konzentrationen verstärkt,

wodurch sich die Wirksamkeit von Benazepril erhöht.

Klinische Wirksamkeit

In kontrollierten klinischen Studien wurde gezeigt, dass in Kombination Benazepril und

Hydrochlorothiazid additive stimulierende Effekte auf die Plasmareninaktivität und additive

inhibitorische Effekte auf Aldosteron ausüben.

Drei Studien belegen, dass mit der am niedrigsten dosierten Kombination (5 mg Benazepril und

6.25 mg Hydrochlorothiazid) bei 1×/d Verabreichung der Blutdruck von 30-42% der Patienten mit

leichter bis mittelschwerer Hypertonie unter Kontrolle gebracht werden kann und dass bei solchen

Patienten eine Kombination von 10 mg Benazepril und 12.5 mg Hydrochlorothiazid, ebenfalls 1×/d

verabreicht, den Blutdruck in einem klinisch bedeutsamen Ausmass senkt.

Die Kombination von 1×/d 20 mg Benazepril plus 25 mg Hydrochlorothiazid senkt den Blutdruck

stärker als die Einzelkomponenten allein und auch stärker als die Kombinationen von 5 mg/6.25 mg

und 10 mg/12.5 mg 1×/d, jedoch gleich stark wie die Kombination 10 mg/12.5 mg bei 2×/d

Verabreichung. Die Kombination von 20 mg Benazepril plus 25 mg Hydrochlorothiazid 2×/d führte

12 Stunden nach Verabreichung zu einer Senkung des diastolischen Blutdrucks um ca. 18 mm Hg.

Pharmakokinetik

Zwischen den Komponenten von Cibadrex, Benazepril und Hydrochlorothiazid gibt es keine

pharmakokinetische Interaktion. Die pharmakokinetischen Eigenschaften, die die 2 Substanzen

jeweils alleine aufweisen, gelten auch für die Kombination der beiden Wirkstoffe.

Benazepril-HCl

Absorption

Mindestens 37% einer oralen Dosis von Benazepril-HCl wird resorbiert. Das Prodrug wird danach

rasch in den pharmakologisch wirksamen Metaboliten Benazeprilat umgewandelt. Wird Benazepril-

HCl auf nüchternen Magen eingenommen, werden maximale Plasmakonzentrationen von Benazepril

nach 30 min und von Benazeprilat nach 60–90 min erreicht. Nach oraler Verabreichung von

Benazepril-HCl beträgt die absolute Bioverfügbarkeit von Benazeprilat etwa 28% der Grösse, die

nach intravenöser Verabreichung des Metaboliten selbst erreicht wird.

Distribution

Benazepril und Benazeprilat werden in Humanserum zu etwa 95% an die Plasmaproteine (vor allem

Albumin) gebunden.

Die Proteinbindung wird vom Alter nicht beeinflusst. Im Steady-State beträgt das

Verteilungsvolumen von Benazeprilat etwa 9 l.

Bei wiederholter Verabreichung von 5-20 mg 1×/d kommt es zu keiner Veränderung der Kinetik von

Benazepril und Benazeprilat, und es kommt zu keiner Akkumulation von Benazepril. Benazeprilat

akkumuliert nur in geringem Umfang; die Steady-State-AUC (Fläche unter der Konzentrationskurve)

liegt etwa 20% über dem 24-Stunden-Wert, der nach der 1. Verabreichung erreicht wurde. Die

effektive Akkumulationshalbwertszeit von Benazeprilat beträgt etwa 10-11 Stunden. Der Steady-

State wird nach 2-3 Tagen erreicht.

Metabolismus

Benazepril wird in grossem Umfang metabolisiert. Als Hauptmetabolit entsteht Benazeprilat. Es wird

angenommen, dass diese Umwandlung hauptsächlich durch enzymatische Hydrolyse in der Leber

erfolgt. Zwei weitere Metaboliten sind Acylglucuronsäure-Konjugate von Benazepril und

Benazeprilat.

Elimination

Benazepril wird hauptsächlich durch metabolische Umwandlung innerhalb von 4 Stunden

vollständig aus dem Plasma eliminiert. Benazeprilat wird in 2 Phasen ausgeschieden; die initiale

Halbwertszeit beträgt etwa 3 Stunden, die terminale Halbwertszeit etwa 22 Stunden. Die terminale

Eliminationsphase (nach 24 und mehr Stunden) lässt eine starke Bindung von Benazeprilat an ACE

vermuten. Benazeprilat wird über die Niere und Galle ausgeschieden; im Vordergrund steht dabei bei

normaler Nierenfunktion die renale Ausscheidung.

Nach oraler Verabreichung von Benazepril-HCl werden weniger als 1% der Dosis in Form von

Benazepril und etwa 20% der Dosis als Benazeprilat im Harn aufgefunden.

Hydrochlorothiazid

Absorption

Hydrochlorothiazid wird zu etwa 60–80% resorbiert; maximale Plasmaspiegel werden innerhalb von

1.5-3 Stunden erreicht.

Distribution

Im Dosierungsbereich von 12.5-100 mg sind die Plasmakonzentrationen von Hydrochlorothiazid

proportional zur Dosis.

Hydrochlorothiazid reichert sich im Erythrozyten an. Während der Eliminationsphase sind die

Konzentrationen in den Erythrozyten 3-9 mal höher als im Plasma. Hydrochlorothiazid wird zu etwa

40–70% an Plasmaproteine gebunden. Während der terminalen Eliminationsphase beträgt das

Verteilungsvolumen schätzungsweise 3-6 l/kg; dies entspricht bei einem Körpergewicht von 70 kg

210-420 l.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit beträgt in der terminalen Phase ca. 10 Stunden.

In der terminalen Eliminationsphase wird Hydrochlorothiazid mit einer Halbwertszeit von

durchschnittlich 9.5-13 Stunden aus dem Plasma eliminiert.

Bei normaler Nierenfunktion erfolgt die Elimination von Hydrochlorothiazid nahezu ausschliesslich

durch renale Clearance, Q0 =0.05.

Im Durchschnitt werden 50–75% einer oralen Dosis in unveränderter Form im Urin aufgefunden.

Kombination

Die Bioverfügbarkeit von Benazeprilat und Hydrochlorothiazid wird durch die gleichzeitige

Verabreichung der beiden Komponenten nicht beeinflusst. Die fixe Kombination, Cibadrex

Filmtabletten, und die freie Kombination der beiden Einzelpräparate, Cibacen® und Esidrex®, sind

bioäquivalent.

Absorption

Es ist unwahrscheinlich, dass die Einnahme von Cibadrex mit oder nach einer Mahlzeit die

Resorption von Benazepril oder Hydrochlorothiazid in klinisch signifikantem Ausmass beeinflusst,

obschon diesbezüglich keine Studien mit der Kombination vorliegen.

Distribution

Hydrochlorothiazid passiert die Plazentaschranke und erreicht Konzentrationen in der Nabelvene, die

denen im mütterlichen Blut nahekommen. Das Arzneimittel akkumuliert im Fruchtwasser und

erreicht Konzentrationen, die bis 19 × höher sind als im Nabelvenenplasma. In der Muttermilch

werden - in Abhängigkeit vom Plasma- oder Blutspiegel der Mutter - äusserst niedrige

Konzentrationen von Benazepril und geringe Konzentrationen von Hydrochlorothiazid erreicht. Die

maximalen Konzentrationen von Benazepril und Benazeprilat betrugen nur 0.3% der Werte im

Plasma.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei älteren Patienten und Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 80 ml/min

verändert sich die Pharmakokinetik von Benazepril und Benazeprilat nur wenig. Höheres Alter und

eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min) haben jedoch einen erheblichen

Einfluss auf die Plasmaspiegel von Hydrochlorothiazid, d.h., die maximalen Plasmakonzentrationen

und die AUC-Werte erhöhen sich bei älteren Patienten um 60–70% bzw. 130–140% und bei

Patienten mit leicht bis mässig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min)

um 80% bzw. 230%.

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) muss

Cibadrex mit besonderer Vorsicht angewendet werden (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Leberzirrhose hat keinen Einfluss auf die Kinetik von Benazeprilat und Hydrochlorothiazid.

Präklinische Daten

Benazeprilhydrochlorid

Kanzerogenität: In den Langzeitstudien (bis zu 2 Jahre) an Ratten und Mäusen wurde festgestellt,

dass Benazeprilhydrochlorid kein onkogenes Potential besitzt.

Mutagenität: Benazeprilhydrochlorid zeigte in vivo und in vitro keine auf Mutagenität oder

Genotoxizität hinweisende Befunde.

Reproduktionstoxizität: Reproduktionstoxikologische Untersuchungen zeigten keine

Beeinträchtigung der Fertilität bei Ratten und bei keiner der drei untersuchten Spezies teratogene

Effekte. Embryotoxische Wirkungen traten bei Ratten und Mäusen ab einer Dosis von 150 mg/kg

KG/Tag und bei Kaninchen, einer Spezies, die besonders empfindlich auf die hypotensiven Effekte

von Benazeprilhydrochlorid reagiert, bei 15 mg/kg KG/Tag auf. Die Verabreichung während der

Peri-Postnatalperiode führte bei Ratten ab einer Dosis von 250 mg/kg KG/Tag zu einer verminderten

Gewichtszunahme der Jungtiere, was auf einen Übertritt des Wirkstoffes auf die Milch hindeutet.

Hydrochlorothiazid

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential: In vitro und in vivo Mutagenitätstests zur Induktion von

Gen- und Chromosomenmutationen durch Hydrochlorothiazid verliefen negativ.

Langzeituntersuchungen an Tieren auf ein tumorerzeugendes Potential von Hydrochlorothiazid

wurden nicht durchgeführt.

Reproduktionstoxizität: Hydrochlorothiazid passiert im Tierversuch die Plazenta. Untersuchungen an

drei Tierarten (Ratte, Maus, Kaninchen) ergaben keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung.

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Für Thiaziddiuretika ist

bekannt, dass sie die Laktation hemmen können.

Benazeprilhydrochlorid - Hydrochlorothiazid

Mutagenität: Eine umfangreiche Prüfung der beiden Einzelwirkstoffe ergab keine relevanten

Hinweise auf mutagene Wirkungen. In einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-Genotoxizitätstests

wurde kein mutagenes Potential von Benazepril alleine oder in Kombination mit Hydrochlorothiazid

beobachtet.

Reproduktionstoxizität:

Teratogenität: Orale Dosen bis zu 150 mg/kg bei Ratten und 20 mg/kg bei Kaninchen wurden als

nicht teratogen beurteilt (das 11- bis 83-Fache der klinischen Dosis); Cibadrex wirkte jedoch

embryotoxisch bei maternal toxischen Dosierungen von 20 mg/kg bei Kaninchen (das 11-Fache der

klinischen Dosis) und 100 mg/kg bei Ratten (das 56-Fache der klinischen Dosis). Die einzelnen

Komponenten Benazepril-HCl und Hydrochlorothiazid wurden ebenfalls untersucht und in

Dosierungen zwischen dem 19- und dem 3'000-Fachen der klinischen Dosis als nicht teratogen für

Mäuse, Ratten oder Kaninchen bewertet.

Peri-/postnatal:

Basierend auf den Wirkungen von 100 mg/kg betrug der NOAEL in einer peri-postnatalen Studie mit

Cibadrex bei Ratten 50 mg/kg; in einer kleinen Dosisfindungsstudie wurden jedoch bei dieser

Dosisstufe Befunde erhoben. Bemerkenswerterweise war die Dosis von 100 mg/kg der NOAEL für

die Wirkung auf die Nachkommen in einer Ein-Generationen-Studie bei Ratten. In Anbetracht der

Resultate aller 3 Studien über peri-/postnatale Wirkungen von Benazeprilhydrochlorid und

Hydrochlorothiazid in Kombination wird der NOAEL für die Wirkungen auf die Nachkommen als

50 mg/kg und derjenige für die parentale Toxizität auf 10 mg/kg geschätzt. Bei höheren Dosen traten

bei Ratten keine direkten unerwünschten perinatalen oder postnatalen Benazeprilhydrochlorid-

bedingten Wirkungen infolge maternaler Toxizität auf. Bei Ratten waren Hydrochlorothiazid-Dosen,

die das 15-Fache der klinischen Dosis betrugen, mit einem verminderten Gewicht der Mutter und

geringerer Körpergewichtszunahme der Jungen assoziiert; diese Wirkungen wurden jedoch der

pharmakologischen Wirkung von Hydrochlorothiazid zugeschrieben.

Bei höheren Dosen wurden bei Ratten keine direkten perinatalen oder postnatalen unerwünschten

Wirkungen von Benazeprilhydrochlorid aufgrund maternaler Toxizität festgestellt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Cibadrex vor Feuchtigkeit geschützt, nicht über 30 °C und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Zulassungsnummer

51794 (Swissmedic).

Packungen

Filmtabletten zu 10/12.5 mg: 98 (teilbar). [B]

Filmtabletten zu 20/25 mg: 98 (teilbar). [B]

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz.

Stand der Information

Juli 2018.

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