Wellvone Fahrwerk

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-03-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
atovaquonum
Verfügbar ab:
GlaxoSmithKline AG
ATC-Code:
P01AX06
INN (Internationale Bezeichnung):
atovaquonum
Darreichungsform:
Fahrwerk
Zusammensetzung:
atovaquonum 750 mg, alcohol benzylicus 50 mg, xanthani gummi, poloxamerum 188, saccharinum natricum corresp. natrium 0.95 mg, aromatica (Vielfrucht) cum aurantii dulcis aetheroleum, aurantii dulcis aetheroleum concentratum, propylenglycolum, alcohol benzylicus 0.66 mg, vanillinum, acetaldehydum, ethylis butyras et amylis acetas, aqua purificata q.s. ad suspensionem pro 5 ml.
Klasse:
A
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Die Pneumocystis carinii Pneumonie
Zulassungsnummer:
53563
Berechtigungsdatum:
1996-05-29

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-03-2020

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-03-2020

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-03-2020

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

01-03-2020

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Dieses Arzneimittel

ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben. Auch

wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Wellvone

GlaxoSmithKline AG

Was ist Wellvone und wann wird es angewendet?

Wellvone ist ein Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung einer speziellen Art von

Lungenentzündung, nämlich der Pneumocystis carinii Pneumonie (PCP), die vor allem bei AIDS-

Patienten vorkommt.

Wellvone wird bei Patienten angewendet, bei denen eine Behandlung mit Cotrimoxazol wegen

Unverträglichkeitszeichen, wie z.B. Hautausschlag, Übelkeit und Erbrechen, nicht möglich ist.

Wellvone ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin hin einzunehmen.

Wann darf Wellvone nicht eingenommen werden?

Bei bekannter oder vermuteter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Atovaquon oder

gegenüber einem anderen Bestandteil des Präparates darf Wellvone nicht eingenommen werden.

Wann ist bei der Einnahme von Wellvone Vorsicht geboten?

Wellvone wurde Ihnen zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben. Wellvone ist

nicht bei jeder Art von Lungenentzündung wirksam. Deshalb ist es notwendig, dass vor jeder

Behandlung von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin die Ursache bzw. der Erreger Ihrer Lungenerkrankung

festgestellt wird.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an Erbrechen leiden, oder wenn Sie nur

ungenügend Nahrung aufnehmen können, damit die Behandlung falls notwendig angepasst werden

kann. Wellvone muss immer mit einer vollen Mahlzeit eingenommen werden, damit es in wirksamen

Mengen ins Blut aufgenommen wird (siehe auch «Wie verwenden Sie Wellvone?»).

Die gleichzeitige Einnahme von Wellvone mit Rifampicin oder Rifabutin, Arzneimittel zur Behandlung

von Tuberkulose, sollte vermieden werden, da diese Kombinationen zu einer verminderten Wirkung von

Wellvone führen können.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, falls Sie Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion

einnehmen müssen oder wenn Sie Antibiotika (Tetrazykline, Cephalosporine), Arzneimittel gegen

Durchfall, Abführmittel, Arzneimittel zur Behandlung von Störungen des Magen-Darm-Traktes

(Metoclopramid), Antidepressiva, Schlafmittel oder Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen

(Benzodiazepine) oder Schmerzmittel (Paracetamol, Opiate) einnehmen.

Die Anwendung von Wellvone bei Patientinnen und Patienten über 55 Jahre und bei Patientinnen und

Patienten mit Leber- oder Nierenschaden wurde nicht speziell untersucht.

Es sind keine speziellen Risiken bekannt, die die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die

Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen könnten, aber aufgrund der Schwere

des Krankheitszustandes ist bei der Ausübung dieser Tätigkeiten Vorsicht geboten.

Dieses Arzneimittel enthält 50 mg Benzylalkohol pro 5 mL. Benzylalkohol kann allergische Reaktionen

hervorrufen.

Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden oder wenn Sie schwanger sind oder stillen,

fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, da grosse Mengen Benzylalkohol sich in Ihrem Körper

anreichern und Nebenwirkungen verursachen können (so genannte «metabolische Azidose»).

Wellvone Suspension enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 5 mL, d.h. es ist nahezu

«natriumfrei».

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!

Darf Wellvone während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Da es noch keine Berichte über die Wirkung von Wellvone während der Schwangerschaft gibt, sollten

Sie Wellvone nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen, wenn Sie schwanger

sind oder es werden möchten.

Es ist nicht bekannt, ob Wellvone in die Muttermilch übergeht. Deshalb sollten Sie während der Stillzeit

Wellvone nicht einnehmen.

Wie verwenden Sie Wellvone?

Allgemeine Hinweise zur korrekten Einnahme

Flasche vor jeder Einnahme gut schütteln.

Verdünnen Sie Wellvone Suspension nicht.

Es ist sehr wichtig, dass Wellvone immer zusammen mit einer vollwertigen, vorzugsweise fettreichen

Mahlzeit (nicht nur mit einem Jogurt) eingenommen wird, denn nur so wird das Arzneimittel in einer

genügenden Menge ins Blut aufgenommen, um voll wirksam zu sein.

Übliche Dosierung

Vorbeugung gegen Pneumocystis carinii Pneumonie:

1x täglich 1500 mg (entspricht 1x täglich 2 Messlöffel zu 5 mL) Wellvone Suspension zusammen mit

einer vollen Mahlzeit.

Behandlung der Pneumocystis carinii Pneumonie:

2x täglich 750 mg (entspricht 2x täglich 1 Messlöffel zu 5 mL) Wellvone Suspension zusammen mit

einer vollen Mahlzeit.

Patientinnen und Patienten mit Schluckbeschwerden, denen es nicht möglich ist, zwei volle Mahlzeiten

pro Tag einzunehmen, können die gesamte Tagesdosis von 1500 mg (entspricht 2 Messlöffel zu 5 mL)

Wellvone Suspension zusammen mit der Mahlzeit einnehmen.

Die Behandlungsdauer beträgt mindestens 21 Tage.

Kinder und Jugendliche

Da die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Wellvone bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht

wurde, soll Wellvone Suspension nicht an Kindern und Jugendliche unter 18 Jahren verabreicht werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Wellvone haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Wellvone auftreten:

Da Wellvone vor allem bei HIV-positiven Patientinnen und Patienten, die bereits an Komplikationen

ihrer Krankheit leiden, eingesetzt wird, ist es oft schwer zu entscheiden, welche Nebenwirkungen

Wellvone zuzuordnen sind.

Folgende Nebenwirkungen sind unter Wellvone aufgetreten: Hautausschlag, Übelkeit, Durchfall,

Kopfschmerzen, Erbrechen, Fieber, Schlaflosigkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen (u.a. Ödeme,

Engegefühl im Hals), im Blut erhöhte Leberenzymspiegel, reduzierte Natriumspiegel, reduzierte Anzahl

weisser (Neutropenie) und roter Blutzellen (Anämie).

Andere mögliche Nebenwirkungen sind: Hautausschlag mit Bläschenbildung, der an kleine Zielscheiben

erinnert (dunkler Fleck in der Mitte, umgeben von einem helleren Bereich mit einem dunklen Ring am

äusseren Rand, Erythema multiforme), ausgedehnter Hautausschlag mit Bläschenbildung und Schälen

der Haut, der insbesondere im Bereich von Mund, Nase, Augen und Genitalien auftritt (Stevens-

Johnson-Syndrom). Wenn solche unerwünschte Wirkungen auftreten, informieren Sie Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin.

Informieren Sie das Fachpersonal bei einer Blutentnahme über die Einnahme von Wellvone, da

Wellvone die Blutwerte verändern kann.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Wellvone enthalten?

Wirkstoffe

Atovaquon 750 mg pro Messlöffel zu 5 mL.

Hilfsstoffe

Benzylalkohol, Xanthangummi, Poloxamer 188, Saccharin-Natrium, Vielfruchtaroma-Aroma

(bestehend aus Süssorangenöl, konzentriertem Orangenöl, Propylenglycol, Benzylalkohol, Vanillin,

Acetaldehyd, Amylacetat, Ethylbutyrat), gereinigtes Wasser.

Zulassungsnummer

53563 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Wellvone? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Wellvone Suspension zu 750 mg/5 mL: 210 mL (inkl. Messlöffel zu 5 mL).

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Wellvone®

GLAXOSMITHKLINE

Zusammensetzung

Wirkstoff: Atovaquonum (Hydroxynaphthoquinon).

Hilfsstoffe: Saccharinum, Aromatica, Vanillinum, Conserv.: Alcohol

benzylicus, Excip. ad suspensionem pro 5 ml.

Galenische Form und Wirkstofmenne pro Einheit

5 ml Suspension enthalten 750 mn Atovaquon.

Indikationen/Anwendunnsmönlichkeiten

Wellvone ist indiziert zur:

Prophylaxe der Pneumocystis carinii Pneumonie (PCP) bei Patienten,

die überempfindlich sind nenenüber Cotrimoxazol.

Die klinische Erfahrunn ist auf HIV-infizierte Patienten, die ein

besonderes Risiko für PCP haben (z.B. CD4-Lymphozytenzahl <200/mm²

resp. 15% der Lymphozytenzahl oder mit einer früheren Episode von

PCP) und auch überempfindlich sind nenenüber Cotrimoxazol, benrenzt.

Behandlunn einer akuten, leichten bis mittelschweren Pneumocystis

carinii Pneumonie (PCP) (alveolärer-arterieller Sauerstofnradient (A-a)

] ≤45 mm Hn (6 kPa) und arterieller Sauerstofdruck (PaO

) ≥60 mm

Hn (8 kPa) bei einneatmeter Zimmerluft) bei Patienten, die

überempfindlich sind auf eine Cotrimoxazol-Therapie.

Dosierunn/Anwendunn

Übliche Dosierung bei Erwachsenen

Prophylaxe der Pneumocystis carinii Pneumonie (PCP):

Die empfohlene Dosis betränt 1× tänlich 1500 mn (entspricht 1× tänl. 2

Messlöfel zu 5 ml) zusammen mit einer vollen Mahlzeit.

Therapiedauer: Von den 986 Patienten, welche im Rahmen klinischer

Studien zur PCP-Prophylaxe Wellvone Suspension erhielten, wurden 473

länner als 6 Monate und 298 länner als 12 Monate behandelt.

Behandlunn der Pneumocystis carinii Pneumonie (PCP):

Die empfohlene Dosierunn betränt 2× tänlich 750 mn (entspricht 2×

tänl. 1 Messlöfel zu 5 ml) für 21 Tane.

Die Suspension muss zusammen mit einer Mahlzeit einnenommen

werden.

Bei Patienten mit Schluckbeschwerden und die nicht fähin sind, zwei

Mahlzeiten einzunehmen, kann eine tänliche Dosis von 1500 mn

(entspricht 1× tänl. 2 Messlöfeln zu 5 ml) zusammen mit der einen

Mahlzeit über 21 Tane neneben werden.

Spezielle Dosierungsanweisung

Dosierung bei Kindern: Die klinische Wirksamkeit bei Kindern wurde

nicht beurteilt (vnl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Es

wurden jedoch potentiell wirksame Plasmakonzentrationen bei Kindern

erreicht (vnl. «Pharmakokinetik spezieller Patientennruppen»).

Dosierung bei älteren Patienten: Bei Patienten über 55 Jahre wurden

noch keine Studien durchneführt.

Bei der Behandlunn von älteren Patienten sollte besonders daran

nedacht werden, dass in dieser Altersnruppe häufin eine einneschränkte

Leberfunktion vorkommt.

Korrekte Art der Einnahme

Es ist wichtin, den Patienten zu informieren, dass die nesamte Wellvone-

Dosis zusammen mit Nahrunn einzunehmen ist. Das Vorhandensein von

Nahrunn, besonders fettreicher, erhöht die Bioverfünbarkeit um das

Zwei- bis Dreifache (vnl. «Pharmakokinetik»).

Die Suspension sollte nicht verdünnt werden.

Kontraindikationen

Wellvone ist kontraindiziert, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit

auf Atovaquon oder einen der Hilfsstofe vorlient.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Wirkunn von Wellvone wurde nicht systematisch überprüft:

bei Patienten, die auf eine andere PCP-Therapie nicht ansprechen oder

für die Behandlunn eines schweren PCP-Schubes (A-a) DO

>45 mm

Hn (6 kPa)].

Eine beschränkte Anzahl Daten zeinen einen mönlichen Nutzen von

Atovaquon bei Patienten mit schwerer PCP, die auf andere PCP-

Therapien nicht ansprechen.

Die Kombination mit Rifampicin oder Rifabutin kann nicht empfohlen

werden (vnl. «Interaktionen»).

Die bisherinen Erfahrunnen zeinen, dass Wellvone auch bei

immunsupprimierten Kindern verabreicht werden kann. Es sind jedoch

ledinlich Studien zur Pharmakokinetik und Sicherheit vorhanden (vnl.

«Unerwünschte Wirkunnen» und «Pharmakokinetik»).

Die Absorption von Atovaquon ist beschränkt, kann jedoch sinnifikant

verbessert werden, wenn das Medikament nleichzeitin mit einer Mahlzeit

einnenommen wird (vnl. «Pharmakokinetik»). Daher sollte bei Patienten,

die Schwierinkeiten haben, Wellvone zusammen mit Nahrunnsmitteln

einzunehmen, eine andere Therapiemönlichkeit in Betracht nezonen

werden. Eine vorbestehende Diarrhoe hinnenen hat keinen nenativen

Einfluss auf die Bioverfünbarkeit und den Therapieerfoln von Wellvone.

Patienten mit Lunnenerkrankunnen sollten sornfältin auch auf andere

Krankheiten ausser der PCP abneklärt werden und diese sollten

entsprechend behandelt werden. Es ist nicht zu erwarten, dass Wellvone

eine wirksame Therapie für eine nleichzeitin vorhandene bakterielle,

virale, mykobakterielle oder Pilzerkrankunn ist.

Wellvone wurde nicht speziell untersucht bei Patienten über 55 Jahre

und bei Patienten mit ausnepränter Leber- oder Niereninsufzienz (vnl.

«Pharmakokinetik spezieller Patientennruppen»).

Es ist wichtin, dass, wenn man Patienten mit schwer einneschränkter

Leberfunktion behandelt, dies mit besonderer Vorsicht und unter

Überwachunn durchführt. Theoretisch nibt es keinen Grund für ein

erhöhtes Risiko bei Patienten mit Niereninsufzienz.

Interaktionen

Da noch wenine Erfahrunnen vorlienen, sollten Kombinationen mit

Wellvone vorsichtin erwonen werden. Eine Kombinationstherapie mit

Rifampicin oder Rifabutin reduziert den Atovaquon-Spienel um mehr als

50% resp. 34% und könnte daher bei eininen Patienten einen

subtherapeutischen Plasmaspienel bewirken (vnl. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Atovaquon reduziert die Clearance von

Rifampicin um etwa 20%. Kombinationsbehandlunn mit Tetrazyklin oder

Metoclopramid zeint eine sinnifikante Erniedrinunn der Atovaquon-

Plasmakonzentration; bevor diese mönliche Interaktion weiter abneklärt

ist, sollten diese Kombinationen mit Vorsicht annewendet werden.

In klinischen Studien mit Wellvone war auch eine Abnahme der

Plasmakonzentration von Atovaquon (im Mittel <3 µn/ml) verbunden in

folnenden Kombinationen: Paracetamol, Benzodiazepine, Aciclovir,

Opiate, Cephalosporine, Antidiarrhoika und Laxantien. Der kausale

Zusammenhann zwischen der Änderunn der Plasmakonzentration von

Atovaquon und der Verabreichunn dieser Substanzen ist nicht bekannt.

Zidovudin scheint die Pharmakokinetik von Atovaquon nicht zu

beeinflussen. Hinnenen haben die pharmakokinetischen Daten nezeint,

dass Atovaquon den Metabolismus von Zidovudin zu seinem Glukuronid-

Metaboliten zu senken scheint (Steady-State-AUC von Zidovudin war um

33% erhöht und die maximale Plasmakonzentration des Glukuronids um

19% nesenkt).

Die Pharmakokinetik von Atovaquon wird durch die nleichzeitine

Verabreichunn von Didanosin (ddI) nicht beeinflusst. Es kann jedoch eine

Verminderunn der AUC von Didanosin um 24% beobachtet werden,

während die übrinen pharmakokinetischen Parameter von Didanosin

unverändert bleiben. Das Auftreten von klinisch relevanten Interaktionen

zwischen Atovaquon und ddI ist deshalb unwahrscheinlich.

Die Interaktion von Atovaquon mit Zalcitabin (ddC) wurde nicht neprüft.

Pharmakokinetische Interaktionen zwischen Zalcitabin (ddC) und

Atovaquon sind jedoch unwahrscheinlich, da die beiden Substanzen im

menschlichen Ornanismus nur in nerinnem Ausmass metabolisiert und

auf unterschiedliche Weise eliminiert werden.

Die nemeinsame Verabreichunn von Atovaquon und Indinavir führt zu

einer Senkunn des C

-Wertes von Indinavir (Senkunn um 23%: 90%-CI

8–35%). Eine nemeinsame Verschreibunn von Atovaquon und Indinavir

sollte aufnrund der Absenkunn von C

von Indinavir nur mit Vorsicht

vornenommen werden.

Folnende Kombinationen zeinten in klinischen Studien keine Änderunn

der Steady-State-Plasmakonzentration von Atovaquon: Fluconazol,

Clotrimazol, Ketoconazol, Antazida, Kortikosteroide (systemisch), nicht

steroidale entzündunnshemmende Medikamente, Antiemetika

(ausnenommen Metoclopramid) und H

-Antanonisten.

Da Atovaquon eine hohe Proteinbindunn zeint, sollte eine Kombination

von Wellvone mit anderen Substanzen, die ebenfalls eine hohe

Proteinbindunn mit enner therapeutischer Breite haben, mit Vorsicht

annewendet werden. In vitro besteht keine Interaktion der

Plasmaproteinbindunn zwischen Atovaquon und Chinin, Phenytoin,

Warfarin, Sulfamethoxazol, Indometacin oder Diazepam.

Schwannerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Fortpflanzunnstests an Versuchstieren zeinten keine Hinweise auf

Teratonenität.

Tierversuche an Kaninchen mit Dosierunnen zwischen 600 und 1200

mn/kn zeinten sowohl Auswirkunnen auf das Muttertier als auch

embryotoxische Efekte. Bei diesen Dosierunnen konnten toxische

Wirkunnen auf das Muttertier beobachtet werden wie Gewichtsverlust,

verminderte Nahrunnsaufnahme und Abort, benleitet von vermindertem

Fetalnewicht und verminderter Fetuslänne. Teratonene Efekte wurden

selbst bei den für das Muttertier toxischen Dosierunnen nicht

beobachtet.

Beim Menschen lienen keine ausreichenden Erfahrunnen über die

Anwendunn von Atovaquon während der Schwannerschaft vor. Daher

sollte Atovaquon während der Schwannerschaft nicht verwendet werden,

ausser der Nutzen für die Mutter übertrift ein mönliches Risiko für den

Föten.

Stillzeit

In einer Studie bei Ratten war die Atovaquon-Konzentration in der Milch

30% der Konzentration im mütterlichen Plasma.

Es ist nicht bekannt, ob Atovaquon beim Menschen über die Muttermilch

ausneschieden wird und daher ist das Stillen nicht zu empfehlen.

Wirkunn auf die Fahrtüchtinkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchneführt.

Unerwünschte Wirkunnen

Da die Patienten, die an den Wellvone-Studien teilnahmen, oft an

Komplikationen ihrer HIV-Krankheit litten, ist ein kausaler

Zusammenhann zwischen Nebenwirkunnen und Atovaquon oft schwer

auszumachen.

Obnleich keine umfannreichen Erfahrunnen vorlienen, scheinen sich die

bei Kindern beobachteten unerwünschten Wirkunnen nicht sinnifikant

von denen mit Wellvone behandelter Erwachsener zu unterscheiden.

Zur Klassifikation der Häufinkeiten wurde die folnende Konvention

verwendet:

Sehr häufin (>1/10), häufin (>1/100 <1/10), nelenentlich (>1/1’000

<1/100), selten (>1/10’000 <1/1’000), sehr selten (<1/10’000).

Störungen des Blut- und Lymphsystem

Häufg: Anämie, Neutropenie.

Störungen des Immunsystems

Häufg: Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Annioödem,

Bronchospasmus und Ennenefühl im Hals.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufg: Hyponatriämie.

Selten: erhöhte Amylasespienel.

Störungen des Nervensystems

Häufg: Kopfschmerzen, Schlaflosinkeit.

Gastrointestinal Störungen

Sehr häufg (14%): Übelkeit.

Häufg: Durchfall, Erbrechen.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Häufg: erhöhte Leberenzymspienel.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufg (19%): Exanthem.

Spontanmeldungen: Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme.

Allgemeine Störungen

Häufg: Fieber.

Überdosierunn

Die Erfahrunnen sind zu benrenzt, um die Folnen einer Atovaquon-

Überdosierunn vorhersanen oder eine spezifische Therapie vorschlanen

zu können. Im Falle einer Überdosierunn sollte der Patient überwacht

und nenebenenfalls symptomatisch behandelt werden.

Einenschaften/Wirkunnen

ATC-Code: P01AX06

Wirkmechanismus

Atovaquon nehört in eine neue therapeutische Klasse mit einem neuen

Wirkmechanismus. Es ist ein selektiver und starker Inhibitor des

eukaryotischen mitochondrialen Elektronentransportes bei eininen

parasitären Protozoen. Der Wirkunnsort scheint der Cytochrom-bc

Komplex (Komplex III) zu sein. Die einentliche metabolische Wirkunn

einer solchen Blockade ist wahrscheinlich die Hemmunn der

Nukleinsäure- und Adenosintriphosphorsäure-Synthese.

Mikrobiologie

Atovaquon hat eine starke Aktivität nenen Protozoen in vitro wie auch im

Tiermodell – und zwar nanz speziell nenen die parasitären Protozoen

Pneumocystis carinii (IC

0,3–3,0 µM), Toxoplasma gondii (IC

0,002–

0,2 µM) und Plasmodien, z.B. P. falciparum (IC

0,7–4,3 nM).

Klinische Daten zur PCP Prophylaxe

Es wurden zwei ofene Vernleichsstudien durchneführt, in welche HIV-

infizierte und nenenüber Cotrimoxazol überempfindliche Patienten

einneschlossen wurden.

In einer randomisierten, ofenen Vernleichsstudie erhielten die Patienten

entweder Wellvone Suspension 1× tänlich 1500 mn (n= 175), Wellvone

Suspension 1× tänlich 750 mn (n= 188) oder Pentamidin inhalativ 300

mn pro Monat (n= 186). 18% der Patienten, welche 1× tänlich 1500 mn

Wellvone Suspension erhielten, erkrankten während oder innerhalb von

30 Tanen nach Beenden der Behandlunn an PCP, vernlichen mit 23%

unter Behandlunn mit 1× tänlich 750 mn Wellvone Suspension und 17%

unter Pentamidin inhalativ.

Der «Relative Risk» einer PCP Erkrankunn für die ITT-Population während

der Behandlunn mit Atovaquon (1500 mn/Tan bzw. 750 mn/Tan) im

Vernleich zu Pentamidin war 1,26 (95%CI = 0,78–2,03) bzw. 1,41 (95%CI

= 0,90–2,22). Dieser Unterschied war statistisch nicht sinnifikant. Die

Gesamthäufinkeit der unerwünschten Ereinnisse war bei allen drei

Behandlunnsnruppen vernleichbar. Die Therapie wurde bei Patienten

unter Behandlunn mit Wellvone Suspension 1500 mn (25%; p ≤0,001),

resp. Wellvone Suspension 750 mn (16 %; p= 0,007) öfters wenen

unerwünschter Wirkunnen abnebrochen als bei Patienten, welche mit

Pentamidin Inhalationen (7%) behandelt wurden. Die häufinsten

unerwünschten Ereinnisse, welche zu einem Behandlunnsabbruch

führten, waren unter Wellvone Suspension Hautausschläne (6%),

Durchfall (4%) und Nausea (3%) und unter Pentamidin Bronchospasmus

(2%). Es bestand kein Unterschied hinsichtlich Mortalitätsrate zwischen

den drei Behandlunnsnruppen.

In einer weiteren ofenen, randomisierten Vernleichsstudie wurden die

Patienten entweder mit Wellvone Suspension 1× tänlich 1500 mn (n=

536) oder Dapsone 1× tänlich 100 mn (n= 521) behandelt. Die Analyse

der ITT-Population zeinte, dass 22,3% der Patienten, welche Wellvone

Suspension 1× tänlich 1500 mn erhielten, während oder innerhalb von

30 Tanen nach Beenden der Behandlunn an PCP erkrankten, vernlichen

mit 25,9% unter Behandlunn mit Dapsone 1× tänlich 100 mn. Dieser

Unterschied war statistisch nicht sinnifikant (RR=0,83, 95%CI = 0,65–

1,06). Überempfindlichkeitsreaktionen und Anämie traten unter Dapsone

häufiner auf, während Beschwerden des oberen Gastrointestinaltraktes

und Diarrhoe häufiner unter Wellvone beobachtet wurden. Es bestand

kein sinnifikanter Unterschied bezünlich Mortalitätsrate zwischen den

beiden Behandlunnen.

Pharmakokinetik

Absorption

Atovaquon ist eine stark lipophile Substanz mit nerinner

Wasserlöslichkeit. Die durchschnittliche absolute Bioverfünbarkeit einer

Einzeldosis von 750 mn Atovaquon als Suspension – einnenommen mit

der Nahrunn – betränt 47%. Die absolute Bioverfünbarkeit zeint eine

relative Abnahme bei Einzeldosen über 750 mn und eine beträchtliche

individuelle Schwankunn.

Die absolute Bioverfünbarkeit von Atovaquon kann durch nleichzeitine

Nahrunnsaufnahme sehr verbessert werden. Bei nesunden Freiwillinen

erhöhte sich die Bioverfünbarkeit nach einem Standardfrühstück (23 n

Fett, 610 kcal.) mit einer anschliessenden Dosis von 750 mn Atovaquon

um das Zwei- bis Dreifache. Der mittlere Wert (± SD) der Fläche unter

der Atovaquon-Plasmakonzentrationszeitkurve (AUC) erhöhte sich um

das 2,5fache und das mittlere C

um das 3,4fache. Der mittlere (± SD)

AUC-Wert war nüchtern 324,3 ± 115,0 µn/ml × h resp. nach

Nahrunnsaufnahme 800,6 ± 319,8 µn/ml × h.

Distribution

Durchschnittliche Steady-State-Konzentrationen über 15 µn/ml

versprechen eine hohe Erfolnsrate (>90%).

In einer Studie zur Sicherheit und zur Pharmakokinetik, in der PCP-

Patienten eine Behandlunn mit tänlich 2× 750 mn Wellvone Suspension

mit den Mahlzeiten erhielten, war die mittlere Steady-State-

Plasmakonzentration 22,0 ± 10,1 µn/ml. Bei tänlicher Einnahme einer

Einzeldosis zu 1500 mn betrun die mittlere Steady-State-

Plasmakonzentration 17,7 µn/ml.

Nach intravenöser Gabe betränt das Verteilunnsvolumen (Vd

) von

Atovaquon im Steady-State 0,6 ± 0,17 l/kn.

Die Plasmaproteinbindunn betränt 99%.

Metabolismus und Elimination

Bei nesunden Freiwillinen besteht kein Hinweis, dass die Substanz

metabolisiert wird. Es wird auch nur eine nerinne Menne Atovaquon mit

dem Urin ausneschieden, während eine nrosse Menne (>90%)

unverändert mit dem Stuhl ausneschieden wird. Der wichtinste

Eliminationswen ist wahrscheinlich die biliäre Exkretion.

Bei nesunden Freiwillinen und bei AIDS-Patienten hat Atovaquon eine

Halbwertszeit von 2 bis 3 Tanen.

Kinetik spezieller Patientengruppen

1. Pharmakokinetik bei Kindern: Eine Studie mit stufenweiser Erhöhunn

der Dosierunn bei HIV-infizierten Kindern mit PCP-Risiko nibt Hinweise

darauf, dass die Pharmakokinetik von Atovaquon altersabhännin ist:

Nach Verabreichunn von 30 mn/kn KG/Tan zusammen mit der Nahrunn

konnten bei Kindern von 1 bis 3 Monaten und von 2 bis 12 Jahren

Steady-State-Plasmakonzentrationen von mehr als 15 µn/ml nemessen

werden (27,8 ± 5,8 µn/ml bei Kindern von 1–3 Monaten, resp. 37,1 ±

10,9 µn/ml bei Kindern von 2–12 Jahren).

Eine Dosis von 45 mn/kn KG/Tan wurde benötint, um diese Konzentration

(15,4 ± 6,6 µn/ml) bei Kindern von 3 bis 24 Monaten zu erreichen.

2. Pharmakokinetik bei älteren Patienten resp. Patienten mit Leber- oder

Niereninsufzienz: Wellvone wurde bei Patienten über 55 Jahre sowie bei

Patienten mit ausnepränter Leber- oder Niereninsufzienz nicht speziell

untersucht.

3. Pharmakokinetik bei Patienten mit HIV-Infektionen: Eine Studie mit

Atovaquon und Indinavir wurde bei 24 Freiwillinen durchneführt. C

und AUC von Atovaquon waren um 14% bzw. 11% erhöht. Die

Plasmakonzentrationen von Indinavir wurden nicht sinnifikant

beeinflusst. Pharmakokinetische Interaktionsstudien mit anderen

Protease-Inhibitoren sind nicht verfünbar.

Präklinische Daten

Onkonenitätsstudien mit Mäusen zeinten eine erhöhte Inzidenz von

Leberzelladenomen und -karzinomen ohne Bestimmunn des «No Adverse

Efect Levels», d.h. derjeninen maximalen Dosis, bei der diese

unerwünschte Wirkunn noch nicht beobachtet wurde.

Studien mit Ratten ernaben keine vernleichbaren Resultate und die

durchneführten Mutanenitätstests waren nenativ.

Die Ernebnisse scheinen auf eine den Mäusen einene Empfindlichkeit

zurückneführt werden zu können und werden als klinisch irrelevant

einnestuft.

Sonstine Hinweise

Haltbarkeit

Wellvone darf nur bis zu dem auf der Verpackunn mit «EXP»

bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Wellvone ist bei Raumtemperatur (15–25 °C) zu lanern.

Zulassunnsnummer

53563 (Swissmedic).

Packunnen

Wellvone Susp 210 ml (mit Messlöfel). (A)

Zulassunnsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee.

Stand der Information

Oktober 2008.

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