Venoruton 1000 mg – Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

24-02-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-02-2021

Wirkstoff:
O-(BETA-HYDROXYETHYL)RUTOSIDE
Verfügbar ab:
STADA Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
C05CA01
INN (Internationale Bezeichnung):
O- (beta-hydroxyethyl) Rutoside
Einheiten im Paket:
30 Beutel, Laufzeit: 36 Monate,8 Beutel, Laufzeit: 36 Monate,16 Beutel, Laufzeit: 36 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Rutoside
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-23519
Berechtigungsdatum:
2000-03-01

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Venoruton 1000 mg-Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Wirkstoff: O-(beta-Hydroxyethyl)-rutoside (= Oxerutin)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Venoruton und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Venoruton beachten?

Wie ist Venoruton einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Venoruton aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Venoruton und wofür wird es angewendet?

Venoruton enthält den Wirkstoff Oxerutin, welcher zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die

Gefäße schützen (so genannte systemische Vasoprotektoren).

Venoruton stabilisiert die Gefäßwand, was zu einer Verringerung der Durchlässigkeit der Gefäße und

anschließend zu einer Verminderung der Schwellung (Ödem) führt.

Wozu wird Venoruton angewendet?

Dieses Arzneimittel wird angewendet zur unterstützenden Behandlung der Beschwerden:

- bei Erkrankungen der Beinvenen, wie:

- Wasseransammlungen (Ödeme) und Schwellungen

- Schmerzen, Krämpfe oder Kribbeln in den Beinen, "müde und schwere Beine".

- bei Hämorrhoiden.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Venoruton beachten?

Venoruton darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Oxerutin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Venoruton einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie

- an anderen Krankheiten oder an Allergien leiden,

- andere, auch selbst gekaufte Arzneimittel einnehmen,

- schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder gerade stillen.

Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt,

suchen Sie bitte ehestens ärztliche Beratung auf.

Um einen optimalen Behandlungserfolg zu gewährleisten, sollten Sie neben der Einnahme von

Venoruton alle sonstigen Maßnahmen, die Ihnen Ihr Arzt empfohlen hat, wie etwa das Wickeln der

Beine oder das Tragen von Kompressionsstrümpfen, gewissenhaft durchführen.

Bei Wasseransammlungen in den Beinen (Ödemen) auf Grund von Herz-, Leber- oder

Nierenerkrankungen ist Venoruton nicht angezeigt.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Venoruton-Präparaten wird bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.

Einnahme von Venoruton zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden, einschließlich Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel, die ohne

ärztliche Verschreibung erhältlich sind.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Aus Gründen der besonderen Vorsicht soll Venoruton in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft

nicht eingenommen werden.

Stillende Frauen sollen vor der Einnahme von Venoruton einen Arzt um Rat fragen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Venoruton hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

In seltenen Fällen wurden Müdigkeit und Schwindelgefühl bei Anwendern dieses Produktes berichtet.

Den davon betroffenen Patienten wird empfohlen nicht zu fahren oder Maschinen zu bedienen.

Venoruton Pulver enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Beutel, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Wie ist Venoruton einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach,

wenn Sie sich nicht sicher sind.

Befolgen Sie diese Anweisungen sorgfältig.

Zum Einnehmen nach Auflösen in Flüssigkeit

Zum Öffnen trennen Sie die Beutel entlang der Perforation. Dann öffnen Sie den einzelnen Beutel durch

Einreißen an der durch den Pfeil markierten Stelle. Sie können den Beutel auch mit einer Schere

aufschneiden.

Lösen Sie den Beutelinhalt in einem Glas Wasser auf.

Die empfohlene Dosis beträgt 1 Beutel pro Tag (morgens oder abends).

Meist genügt eine Behandlung von 4 bis 8 Wochen. Die Wirkung hält über diesen Zeitraum hinaus an.

Wenn Sie eine größere Menge von Venoruton eingenommen haben, als Sie sollten

Im Falle einer versehentlichen Einnahme informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Venoruton vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen

Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und sind sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000

Behandelten betreffen).

Wenn bei Ihnen eines der folgenden Zeichen einer Allergie auftritt, müssen Sie die Einnahme von

Venoruton ABBRECHEN und unverzüglich medizinische Hilfe suchen:

Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen

Starker Juckreiz der Haut, mit einem roten Hautausschlag oder erhöhten Beulen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr an und suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn diese

Beschwerden auftreten.

Manche Nebenwirkungen treten selten auf (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Magen-Darm-Störungen (einschließlich Blähungen, Durchfall, Bauch- und/oder Magenbeschwerden

oder Verdauungsstörungen)

Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht

Manche Nebenwirkungen treten sehr selten auf

(kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gesichtsröte.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Wie ist Venoruton aufzubewahren?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Venoruton enthält

Der Wirkstoff ist: O-(beta-Hydroxyethyl)-rutoside (= Oxerutin).

Ein Beutel (3 g) enthält: 1000 mg O-(beta-Hydroxyethyl)-rutoside (= Oxerutin)

Die sonstigen Bestandteile sind: Saccharin-Natrium, Mannitol (E421), Zitronensäure.

Wie Venoruton aussieht und Inhalt der Packung

Arzneiform:

hellgelbes Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Packungsgrößen:

8, 16 und 30 Beutel

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

Hersteller

GSK-Gebro Consumer Healthcare GmbH

Bahnhofbichl 13

A-6391 Fieberbrunn

Österreich

Lamp San Prospero SpA

VIA DELLA PACE 25/A

41030 San Prospero s/S

(MO)

Italien

SMITHKLINE BEECHAM, S.A.

Ctra. de Ajalvir, Km. 2,500,

Alcalá de Henares, 28806 Madrid

Spanien

Z.Nr.: 1-23519

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2020.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Venoruton 1000 mg – Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Beutel (3 g) enthält 1000 mg O-(β-Hydroxyethyl)-rutoside (= Oxerutin).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 10 mg Saccharin Natrium/Beutel

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Hellgelbes Pulver

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Venoruton wird angewendet bei Erwachsenen.

Zur unterstützenden symptomatischen Therapie:

chronisch

venöser

Insuffizienz

(insbesondere

Ödemen,

Schmerzen,

Parästhesien

Krämpfen in den Beinen)

als Adjuvans bei Hämorrhoiden

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Als Dosierungsrichtlinie gilt 1000 mg Oxerutin (1 Beutel) pro Tag (morgens oder abends).

Meist genügt eine Behandlung von 4 bis 8 Wochen. Die Wirkung hält über diesen Zeitraum hinaus an.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen nach Auflösen in Flüssigkeit

Den Beutelinhalt in einem Glas Wasser auflösen und trinken.

Dosierung bei besonderen Patientengruppen:

Patienten mit Herz-, Nieren- oder Leberfunktionsstörung

Beinödeme auf Grund von Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen sind keine Indikation für

Venoruton, da die Wirkung von Venoruton in diesen Indikationen nicht untersucht wurde.

Ältere Menschen (ab 65 Jahre)

Es wurden keine klinischen Studien bei älteren Menschen durchgeführt. Daher gibt es keine speziellen

Dosierungsempfehlungen für ältere Menschen.

Kinder und Jugendliche

Es wurden keine klinischen Studien bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Daher wird nicht

empfohlen, Venoruton bei Kindern und Jugendlichen anzuwenden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Beinödeme

Grund

Herz-,

Leber-

oder

Nierenerkrankungen

sind

keine

Indikation

für

Venoruton, da die Wirkung von Venoruton in diesen Indikationen nicht untersucht wurde.

Um einen optimalen Behandlungserfolg zu gewährleisten, sollten neben der Einnahme von Venoruton

alle sonstigen Maßnahmen, wie etwa das Wickeln der Beine oder das Tragen von

Kompressionsstrümpfen, gewissenhaft durchgeführt werden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Beutel, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln berichtet worden. Oxerutin zeigt keine

Interaktionen mit Antikoagulantia vom Warfarin Typ.

Oxerutin enthält als Rutin-Abkömmling Spuren von Quercetin. Dieses hemmt das Leberenzym

CYP3A und Sulfotransferase in vitro, aber nicht in vivo. Rutin zeigt keine hemmende Wirkung auf

Leberenzyme. Es wird daher davon ausgegangen, dass orales Oxerutin den Metabolismus anderer

pharmakologisch aktiver Wirkstoffe weder hemmt noch stört.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen nur begrenzte Daten über exponierte Schwangere vor. Tierexperimentelle Studien zeigen

keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale / fetale

Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3).

Dennoch soll Oxerutin als generelle Vorsichtsmaßnahme in den ersten drei Monaten der

Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Stillzeit

In Tierstudien wurden Spuren von Oxerutin bei Feten und in der Milch stillender Muttertiere

gefunden. Diese geringen Mengen an Oxerutin sind klinisch vermutlich unbedenklich.

Stillende Frauen sollen vor der Einnahme von Oxerutin einen Arzt konsultieren.

Fertilität

Tierstudien zeigten keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit nach Verabreichung von Oxerutin.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Venoruton hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

In seltenen Fällen wurden Müdigkeit und Schwindelgefühl bei Anwendern dieses Produkts berichtet.

Den davon betroffenen Patienten wird empfohlen nicht zu fahren oder Maschinen zu bedienen.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Venoruton kann in seltenen Fällen gastrointestinale Nebenwirkungen oder Hautreaktionen, wie

gastrointestinale Störungen, Blähungen, Durchfall, Bauch- und/oder Magenbeschwerden, Dyspepsie,

Rash, Pruritus oder Urtikaria hervorrufen. Sehr selten ist das Auftreten von Schwindel,

Kopfschmerzen, Flush, Müdigkeit oder Überempfindlichkeitsreaktionen wie anaphylaktoiden

Reaktionen möglich.

Liste der Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

sind

nachfolgend

nach

Organsystem

Häufigkeit

aufgelistet.

Häufigkeitskategorien für jede Nebenwirkung sind: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10),

gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht

bekannt

(Häufigkeit

Grundlage

verfügbaren

Daten

nicht

abschätzbar).

Innerhalb

jedes

Organsystems sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Erkrankungen des Immunsystems:

Sehr selten: Anaphylaktoide Reaktionen, Überempfindlichkeitsreaktionen.

Erkrankungen des Nervensystems:

Sehr selten: Schwindel, Kopfschmerzen.

Gefäßerkrankungen:

Sehr selten: Flush.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes:

Selten: gastrointestinale Störungen wie Blähungen, Durchfall, Bauchbeschwerden,

Magenbeschwerden, Dyspepsie.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten: Rash, Pruritus, Urtikaria.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Sehr selten: Müdigkeit.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Es sind bisher keine Fälle von Überdosierung bekannt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vasoprotektoren, Kapillarstabilisierende Mittel, Bioflavonoide,

Rutoside, ATC-Code: C05CA01

Wirkmechanismus

Die pharmakodynamischen Wirkungen von Oxerutin wurden in verschiedenen in vitro und in vivo

Studien nachgewiesen. Auf zellulärer Ebene konnte die Fähigkeit von Oxerutin nachgewiesen werden,

die Gefäßwand vor dem oxidativen Angriff von aktivierten Blutzellen zu schützen sowie seine

Affinität zum Endothel der Kapillaren und Venolen.

In Studien mit gesunden Probanden oder von Patienten mit CVI konnten die folgenden

pharmakodynamischen Wirkungen von Oxerutin gezeigt werden:

Verringerung der Durchlässigkeit der Kapillaren

Wiederherstellung des veno-arteriolären Reflex

Erhöhung der venösen Wiederauffüllzeit

Erhöhung der transkutanen Sauerstoffspannung.

Diese Effekte stehen mit der primären Wirkung von Oxerutin auf das mikrovaskuläre Endothel und

der daraus resultierenden Verringerung der Ödeme in Einklang.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Oxerutin ist ein standardisiertes Hydroxyethyl-rutosid (HR) Gemisch und besteht aus Mono-HR, Di-

HR, Tri-HR, und Tetra-HR, die sich in der Anzahl ihrer Hydroxyethyl-Substituenten unterscheiden.

Resorption

Nach Einnahme von

C-HR treten Plasmaspitzen nach 2 - 9 Stunden auf.

Verteilung

Der Plasmaspiegel sinkt kontinuierlich bis zu 40 Stunden, danach sehr langsam. Diese Ergebnisse und

i.v.-Studien zeigen, dass Oxerutin im Gewebe verteilt wird (vor allem am Gefäßendothel), aus dem es

langsam wieder freigesetzt wird.

Die Plasmaproteinbindung beträgt 27 – 29 %.

Biotransformation

Hauptausscheidungsweg von Oxerutin nach oraler Verabreichung ist eine O-Glucuronidierung in der

Leber.

Elimination

HR und seine Metaboliten werden sowohl durch die Galle als auch die Nieren ausgeschieden. Die

Ausscheidung über die Niere ist nach 48 Stunden beendet. Die mittlere terminale Halbwertszeit des

HR-Hauptbestandteils, Tri-HR, beträgt 18,3 Stunden mit einer Bandbreite von 13,5 bis 25,7 Stunden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend

Studien

Toxizität

einmaliger

wiederholter

Gabe,

Reproduktion

Mutagenität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Untersuchungen zur Kanzerogenität liegen nicht vor.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Saccharin Natrium, Mannitol (E421), Citronensäure.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

8, 16 und 30 Stück

Beutel aus Papier/Aluminium/Polyethylen-Verbundfolie

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Z.Nr.: 1-23519

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 01. März 2000

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 04. Dezember 2013

10.

STAND DER INFORMATION

12.2020

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezeptfrei, apothekenpflichtig

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