Terbinafin Actavis 125 Tabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

11-09-2017

Fachinformation Fachinformation (SPC)

11-09-2017

Wirkstoff:
terbinafinum
Verfügbar ab:
Actavis Switzerland AG
ATC-Code:
D01BA02
INN (Internationale Bezeichnung):
terbinafinum
Darreichungsform:
Tabletten
Zusammensetzung:
terbinafinum 125 mg ut terbinafini hydrochloridum, excipiens pro compresso.
Therapiegruppe:
Synthetika human
Therapiebereich:
Antimykotikum
Zulassungsnummer:
58218
Berechtigungsdatum:
2007-06-21

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

14-09-2017

Fachinformation Fachinformation - Französisch

14-09-2017

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

17-09-2017

Patienteninformation

Terbinafin Actavis Tabletten

Actavis Switzerland AG

Was ist Terbinafin Actavis und wann wird es angewendet?

Terbinafin Actavis Tabletten enthalten den Wirkstoff Terbinafin, der zur Gruppe der Pilzmittel

(Antimykotika) gehört. Terbinafin Actavis Tabletten werden zur Behandlung von Pilzinfektionen der

Haut, Haare und Nägel auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Für eine erfolgreiche Behandlung der Pilzinfektionen sollten Sie einige Regeln beachten:

·An Kleidungsstücken, die mit der erkrankten Haut in Kontakt kommen, können die Erreger der

Pilzerkrankungen haften bleiben. Deshalb sollten Sie diese Kleidungsstücke täglich wechseln.

·Eine normale und vor allem trockene Haut ist der beste Schutz vor Pilzinfektionen. Es ist deshalb an

den erkrankten Hautstellen eng anliegende und wenig luftdurchlässige Kleidung zu vermeiden. Auch

sollten Sie die erkrankten Hautstellen nach dem Waschen sorgfältig trocknen. Waschlappen und

Handtuch sind täglich zu wechseln.

·Wenn Sie an einer Fusspilzinfektion leiden, sollten Sie nicht barfuss herumlaufen. So vermeiden Sie

eine Weiterverbreitung der Pilze.

Wann darf Terbinafin Actavis nicht angewendet werden?

Terbinafin Actavis soll nicht angewendet werden, wenn bei früheren Behandlungen mit Terbinafin

Actavis oder verwandten Präparaten Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten sind.

Da bisher wenige Erfahrungen mit Terbinafin Actavis bei der Behandlung von Pilzinfektionen bei

Kindern unter 5 Jahren (Körpergewicht unter 20 kg) vorliegen, sollten diese Terbinafin Actavis nicht

einnehmen.

Terbinafin Actavis soll nicht angewendet werden, wenn Sie

·Leberprobleme haben oder hatten,

·Nierenprobleme haben.

Wann ist bei der Einnahme von Terbinafin Actavis Vorsicht geboten?

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unverzüglich mit,

·wenn Sie Symptome wie andauernde Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Erbrechen, Schmerzen

im oberen rechten Bauchraum, Gelbsucht, Dunkelverfärbung des Urins oder heller Stuhl haben oder

bei sich feststellen, da dies Anzeichen für eine schwere Leberstörung sein können. Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin wird vielleicht vor und regelmässig während der Behandlung mit Terbinafin Actavis

Blutproben nehmen um Ihre Leberfunktion zu überwachen. Im Falle nicht normaler Testergebnisse

kann er bzw. sie Sie auffordern Terbinafin Actavis nicht mehr einzunehmen. Ebenfalls ist eine

Information des Arztes bzw. der Ärztin wichtig, wenn Sie zusätzlich Arzneimittel zur Behandlung

von Magenerkrankungen oder Infektionskrankheiten einnehmen müssen. Die Anwendung von

Terbinafin Actavis bei Patientinnen oder Patienten mit chronischer oder aktiver Leberkrankheit wird

nicht empfohlen;

·wenn Sie Hautprobleme haben wie einen Ausschlag, eine rote Haut, Bläschenbildung auf den

Lippen, Augen oder dem Mund, abblätternde Haut, Fieber (mögliche Anzeichen von

schwerwiegenden Hautreaktionen), Ausschlag auf Grund erhöhter Zahl einer bestimmten Art weisser

Blutkörperchen (Eosinophilie);

·wenn Sie verdickte rote/silberfarbene Hautstellen (mögliche Anzeichen von Schuppenflechte) oder

Gesichtsausschlag, Gelenkschmerz, Muskelkrankheit, Fieber (mögliche Anzeichen von kutanem und

systemischem Lupus erythematosus) haben;

·wenn Sie sich schwach fühlen, ungewöhnliche Blutungen, Blutergüsse oder häufige Infektionen

haben (Anzeichen von Blutkrankheiten).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (einschliesslich pflanzliche

Arzneimittel, Antibabypille (orale Kontrazeptiva) und nicht verschreibungspflichtige, selbst gekaufte

Medikamente) einnehmen oder äusserlich anwenden, insbesondere:

·gewisse Arzneimittel gegen Magengeschwüre (z.B. Cimetidin),

·gewisse Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (z.B. Fluconazol, Ketoconazol),

·gewisse Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten, die das Antibotikum Rifampicin enthalten,

·gewisse Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva (z.B. Desipramin), selektive

Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder MAO-Hemmer,

·gewisse Arzneimittel gegen Bluthochdruck (so genannte Betablocker),

·gewisse Arzneimittel gegen Herzrythmusstörungen (z.B. Amiodaron),

·Arzneimittel gegen Husten (z.B. Dextromethorphan),

·Koffein,

·Ciclosporine (Arzneimittel welche das Immunsystem kontrollieren, z.B. um eine Abstossung

transplantierter Organe zu vermeiden).

Wenn Sie sich schwindlig fühlen während der Behandlung mit Terbinafin Actavis Tabletten, sollten

Sie nicht Auto fahren oder Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Darf Terbinafin Actavis während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihrer Ärztin wenn Sie schwanger sind oder denken, dass Sie

schwanger sein könnten. Während der Schwangerschaft ist Terbinafin Actavis nur auf ausdrückliche

Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin einzunehmen.

Terbinafin Actavis wird in die Muttermilch ausgeschieden. Mütter, die Terbinafin Actavis

einnehmen, sollten daher nicht stillen.

Wie verwenden Sie Terbinafin Actavis?

Wenn vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosierung für

Erwachsene eine Tablette zu 250 mg pro Tag.

Dosierung für Kinder ab 2 Jahren gemäss Anordnung des Arztes oder der Ärztin. Die Anwendung

bei Kindern unter 2 Jahren wird nicht empfohlen, da keine Erfahrungen mit dieser Altersgruppe

vorliegen.

Die Tabletten sind unzerkaut mit Flüssigkeit einzunehmen. Die Wirksamkeit von Terbinafin Actavis

wird durch die gleichzeitige Einnahme von Nahrung nicht beeinträchtigt, es kann somit auf leeren

Magen oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Der Arzt bzw. die Ärztin wird über die

Dauer der Therapie entscheiden. Die regelmässige Einnahme von Terbinafin Actavis ist

ausschlaggebend für den Erfolg der Behandlung. Es wird empfohlen, Terbinafin Actavis jeden Tag

zur selben Zeit einzunehmen.

Falls Sie aus Versehen zu viele Tabletten eingenommen haben, fragen Sie sofort einen Arzt oder ein

Krankenhaus um Rat. Es kann sein, dass sie medizinische Betreuung brauchen. Dasselbe trifft zu,

wenn jemand aus Versehen ihre Medizin eingenommen hat. Symptome einer Überdosis von

Terbinafin Actavis Tabletten beinhalten Kopfschmerzen, Übelkeit, Magenschmerzen und Schwindel.

Wenn Sie vergessen haben, Terbinafin Actavis einzunehmen, nehmen Sie Ihre Tablette(n) sobald Sie

sich daran erinnern, ausser Ihre nächste Dosis ist in weniger als 4 Stunden fällig. Warten Sie in

diesem Fall und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit. Nehmen sie keine doppelte Dosis

um die vergessene Dosis auszugleichen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Terbinafin Actavis haben?

Bei manchen Patienten können bei der Einnahme von Terbinafin Actavis gewisse Nebenwirkungen

auftreten.

Einige Nebenwirkungen könnten schwerwiegend sein:

Es ist in seltenen Fällen möglich, dass eine Behandlung mit Terbinafin Actavis zu Leberstörungen

führt, in sehr seltenen Fällen können die Leberstörungen schwerwiegend sein. Schwerwiegende

Nebenwirkungen beinhalten auch die Abnahme einer bestimmten Art weisser Blutkörperchen, Lupus

(eine Autoimmunkrankheit), schwere Hautreaktionen, schwere allergische Reaktionen, Entzündung

der Blutgefässe, Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Muskelschwund (Rhabdomyolyse).

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend mit:

·Wenn Sie Symptome wie unerklärliche anhaltende Übelkeit, Magenbeschwerden, Appetitverlust,

ungewöhnliche Müdigkeit, Gelbverfärbung von Augen oder Haut, Dunkelverfärbung des Urins oder

heller Stuhl feststellen (mögliche Anzeichen von Leberproblemen).

·Wenn Sie Fieber/Schüttelfrost, Halsschmerzen oder Aphten auf Grund von Infektionen und

Schwachheit haben oder wenn Sie häufiger Infektionen bekommen oder ungewöhnliche Blutungen

oder Blutergüsse feststellen (mögliche Anzeichen von Krankheiten, die die Anzahl von bestimmten

Typen von Blutzellen beeinträchtigen).

·Wenn Sie Atembeschwerden, Schwindel, Schwellungen hauptsächlich im Gesicht und im Rachen,

Hitzegefühl, krampfartige Bauchschmerzen und Bewusstseinsverlust bekommen oder wenn Sie

Symptome haben wie Gelenkschmerzen, Steifheit, Ausschlag, Fieber oder geschwollene/vergrösserte

Lymphknoten (mögliche Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion).

·Wenn Sie Symptome wie Ausschlag, Fieber, Juckreiz, Müdigkeit haben oder wenn Sie violett-rote

Punkte unter der Hautoberfläche feststellen (mögliche Anzeichen einer Entzündung ihrer

Blutgefässe).

·Wenn Sie irgendwelche Hautprobleme bekommen wie Ausschlag, gerötete Haut, Bläschenbildung

auf den Lippen, Augen oder dem Mund, abblätternde Haut, Fieber.

·Wenn Sie starke Schmerzen im oberen Bauchraum spüren mit Ausstrahlung in den Rücken

(mögliche Anzeichen einer Entzündung Ihrer Bauchspeicheldrüse).

·Wenn Sie unerklärliche Muskelschwäche und Schmerzen oder dunklen (rot-braunen) Urin haben

(mögliche Anzeichen von Muskelschwund).

Über folgende Nebenwirkungen wurde bei Einnahme von Terbinafin Actavis berichtet:

Sehr häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, leichte Bauchschmerzen, Magenbrennen, Durchfall,

Völlegefühl, Appetitverlust, Hautausschläge, Muskel- und Gelenkschmerzen.

Häufig: affektive Störung (Depression), Störungen des Geschmackssinnes (bis zum Verlust der

Geschmacksempfindung), Schwindel, Sehstörung und Müdigkeit.

Gelegentlich: ungewöhnlich bleiche Haut, Schleimhäute oder Nagelbetten von Fingern oder Zehen,

ungewöhnliche Erschöpfung oder Schwäche oder Atemnot nach Anstrengung (mögliche Anzeichen

einer Krankheit, die die Anzahl roter Blutkörperchen beeinträchtigt), Angst, Kribbeln oder

Taubheitsgefühl und verringerte Sensitivität der Haut, Lichtüberempfindlichkeit der Haut,

Wahrnehmung von Geräuschen in der Abwesenheit von Klang (z.B. Rauschen, Klingeln) in den

Ohren, Fieber und Gewichtsverlust.

Selten: gelbe Augen oder Haut (Leberprobleme) und nicht normale Ergebnisse von

Leberfunktionstests.

Sehr selten: Abnahme bestimmter Arten von Blutzellen, Lupus (eine Autoimmunkrankheit), schwere

Hautreaktionen, allergische Reaktionen, Psoriasis-artiger Hautausschlag (Ausschlag mit

silberfarbenem Aussehen), Verschlechterung einer Psoriasis, Hautausschlag mit Schuppung oder

Abblättern und Haarausfall.

Folgende Nebenwirkungen wurden ebenfalls gemeldet:

Schwere allergische Reaktionen oder Infektionen, Entzündung der Blutgefässe, Geruchsstörungen

einschliesslich Verlust des Geruchssinns, reduziertes Riechvermögen, verschwommenes Sehen,

reduzierte Sehschärfe, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Hautausschlag auf Grund hoher Zahl

einer bestimmten Art weisser Blutkörperchen, Muskelschwund, Grippe-ähnliche Symptome (z.B.

Müdigkeit, Halsschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen) und Zunahme eines Muskelenzyms im

Blut (Creatinphosphokinase).

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn eine der genannten Nebenwirkungen Sie stark

beeinträchtigt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel müssen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Das Arzneimittel muss vor Licht geschützt und nicht über 25 °C aufbewahrt werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Terbinafin Actavis enthalten?

1 Tablette enthält 250 bzw. 125 mg Terbinafin sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

58218 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Terbinafin Actavis? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.

Terbinafin Actavis Tabletten zu 125 mg (zur Anwendung bei Kindern): 14.

Terbinafin Actavis Tabletten zu 250 mg: 14 und 28.

Zulassungsinhaberin

Actavis Switzerland AG, 8105 Regensdorf.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Terbinafin Actavis Tabletten

Actavis Switzerland AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Terbinafinum ut Terbinafini hydrochloridum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten zu 125 mg (teilbar, zur Anwendung bei Kindern) und zu 250 mg (teilbar).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Onychomykosis (Nagelmykose), verursacht durch Dermatophyten (Fadenpilze).

Pilzinfektionen der Haut und der Haare, verursacht durch Dermatophyten wie Trichophyton spp.

(z.B. T. rubrum, T. mentagrophytes, T. verrucosum, T. tonsurans, T. violaceum), Microsporum canis

und Epidermophyton floccosum.

Terbinafin Actavis p.o. ist zur Behandlung von ausgedehnten, schweren Fadenpilzerkrankungen

(Tinea corporis, Tinea cruris, Tinea pedis und Tinea capitis) und Hefepilzinfektionen der Haut,

verursacht durch die Gattung Candida (z.B. Candida albicans) nur indiziert, wenn eine orale

Therapie infolge Lokalisation, Schwere und Ausmass des Infektes als notwendig erachtet wird.

Terbinafin Actavis p.o. ist nicht wirksam bei vaginaler Candidiasis und Pityriasis versicolor.

Dosierung/Anwendung

Die Behandlungsdauer variiert entsprechend der Indikation und der Schwere des Infektes.

Es ist darauf zu achten, dass die Therapie ausreichend lange durchgeführt wird. Eine zu kurze

Behandlungsdauer und/oder eine unregelmässige Medikamenteneinnahme bergen die Gefahr eines

Rezidivs in sich.

Die Tabletten werden, vorzugsweise jeden Tag zur gleichen Zeit, oral mit Wasser eingenommen. Die

Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Übliche Dosierung

Erwachsene: 250 mg 1×/d.

Jugendliche >40 kg (im Allgemeinen >12 Jahre): 250 mg 1×/d.

Kinder 20–40 kg (5–12 Jahre): 125 mg 1×/d.

Kinder <20 kg (im Allgemeinen <5 Jahre): Da kontrollierte Erfahrungen in dieser Gruppe noch

spärlich sind, sollte eine Anwendung nur bei fehlender therapeutischer Alternative erfolgen, wenn

der Nutzen die mutmasslichen Risiken übersteigt.

Erfahrungen mit peroral verabreichtem Terbinafin bei Kindern unter 2 Jahren fehlen, so dass seine

Anwendung nicht empfohlen werden kann.

Behandlungsdauer

Tinea corporis, cruris: 2-4 Wochen.

Tinea capitis: 4 Wochen.

Tinea pedis (interdigital, plantar/Mokassin-Typ): 2-6 Wochen.

Candidose der Haut: 2-4 Wochen.

Onychomykose durch Dermatophyten: 6-12 Wochen.

Patienten mit verlangsamtem Nagelwachstum können eine längere Behandlungsdauer benötigen.

Befall der Fingernägel: Eine Behandlungsdauer von 6 Wochen ist in den meisten Fällen ausreichend.

Befall der Zehennägel: Eine Behandlungsdauer von 12 Wochen ist in den meisten Fällen

ausreichend.

Bei Pilzinfektionen der Nägel ist die klinische Heilung oft erst einige Monate nach dem negativen

mykologischen Befund zu beobachten. Dies hängt damit zusammen, dass das Nachwachsen des

gesunden Nagels einige Zeit erfordert.

Vorgehen bei vergessener Tabletteneinnahme

Wird die Einnahme der Tablette(n) vergessen, so sollte sie nachgeholt werden, sobald das

Versäumnis bemerkt wird. Aufgrund der pharmakokinetischen Eigenschaften von Terbinafin sollte

die Einnahme jedoch nicht nachgeholt werden, falls die nächste Dosis bereits in weniger als 4

Stunden fällig ist.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten

Es gibt keine Hinweise dafür, dass bei älteren Patienten eine andere Dosierung erforderlich ist als bei

jüngeren Patienten. Die Möglichkeit einer vorbestehenden eingeschränkten Leber- oder

Nierenfunktion ist bei dieser Altersgruppe in Betracht zu ziehen (s. «Eingeschränkte

Nierenfunktion»).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Terbinafin Actavis Tabletten wurden bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung nicht angemessen

untersucht und werden deshalb für diese Patienten nicht empfohlen (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik»).

Eingeschränkte Leberfunktion

Terbinafin Actavis Tabletten werden bei Patienten mit chronischen oder aktiven Lebererkrankungen

nicht empfohlen (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik»).

Allgemeine Anwendungshinweise

Um eine Reinfektion durch Wäsche, Socken, Schuhe usw. zu vermeiden, ist die Behandlung mit

allgemeinen hygienischen Massnahmen zu verbinden.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit auf Terbinafin oder einen Hilfsstoff von Terbinafin Actavis

Tabletten.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Terbinafin Actavis p.o. soll nur bei Mykosen verwendet werden, die lokal nicht behandelbar sind.

Anwendung bei Kindern <20 kg nicht empfohlen: s. «Dosierung/Anwendung».

Leberfunktion

Pharmakokinetische Studien nach Einmaldosis bei Patienten mit einer bereits existierenden

Leberkrankheit haben gezeigt, dass die Clearance von Terbinafin um etwa 50% reduziert sein kann.

Die Anwendung von Terbinafin Actavis Tabletten wird bei Patienten mit chronischer oder aktiver

Lebererkrankung nicht empfohlen. Vor Behandlungsbeginn mit Terbinafin Actavis Tabletten muss

der Patient auf vorbestehende Lebererkrankungen untersucht werden. Als Minimum sollten dazu

AST und ALT bestimmt werden, auch um Ausgangswerte für während der Therapie erfolgende

Kontrollen zu erhalten.

Hepatotoxizität kann bei Patienten mit oder ohne vorbestehende Lebererkrankung auftreten. Daher

werden regelmässige Kontrollen (alle 4-6 Wochen) der Leberfunktionswerte empfohlen. Falls die

Leberwerte erhöht sind, muss Terbinafin Actavis umgehend abgesetzt werden.

Sehr seltene Fälle von schwerem Leberversagen (einzelne davon resultierten in einem tödlichen

Ausgang oder in einer Lebertransplantation) wurden bei Patienten unter Terbinafin Tabletten

gemeldet. In der Mehrheit der Fälle von Leberversagen hatten die Patienten schwerwiegende

vorbestehende systemische Erkrankungen und der Kausalzusammenhang mit der Einnahme von

Terbinafin Actavis Tabletten war unklar. Patienten, denen Terbinafin Actavis Tabletten verschrieben

werden, sollten darauf hingewiesen werden, Symptome wie andauernde Übelkeit, Appetitlosigkeit,

Müdigkeit, Erbrechen, rechtsseitige Oberbauchschmerzen, Gelbsucht, Dunkelverfärbung des Urins

oder heller Stuhl, unverzüglich dem Arzt zu melden. Patienten mit solchen Symptomen sollten orales

Terbinafin nicht mehr einnehmen, und ihre Leberfunktion sollte sofort überprüft werden.

Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Creatinin-Clearance <50 ml/min oder Serum-

Creatinin >300 µmol/l) wurden Terbinafin Tabletten nicht angemessen untersucht. Terbinafin

Actavis wird deshalb für diese Patienten nicht empfohlen (s. «Pharmakokinetik»).

Überempfindlichkeitsreaktionen/schwere Hautreaktionen

Schwere Hautreaktionen (z.B. Stevens-Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse,

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen [DRESS-Syndrom]) wurden

sehr selten bei Patienten unter Terbinafin Tabletten gemeldet. Ein DRESS-Syndrom kann neben

Hautreaktionen und Eosinophilie mit einer oder mehrerer der folgenden Organmanifestationen

einhergehen: Hepatitis, interstitielle Nephritis, interstitielle Pneumonitis, Myokarditis, Perikarditis.

Wenn ein progressiver Hautausschlag oder andere Symptome einer möglichen Hypersensitivität

auftreten, sollte die Behandlung mit Terbinafin Actavis Tabletten abgebrochen werden.

Lupus erythematodes/Psoriasis

Bei Patienten mit präexistenter Psoriasis oder (kutanem oder systemischem) Lupus erythematodes

sollte Terbinafin nur mit Vorsicht angewendet werden, da während der Marktüberwachung von

Exazerbationen bzw. erstmaligem Auftreten dieser Erkrankung berichtet wurde.

Hämatologische Effekte

Sehr seltene Fälle von Blutbildveränderungen (Neutropenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie,

Panzytopenie) wurden bei Patienten unter Terbinafin Tabletten berichtet. Die Ätiologie dieser

Blutdyskrasien, die bei Patienten unter Terbinafin Actavis Tabletten vorkommen, soll evaluiert

werden und eine eventuelle Änderung in der Arzneimittel-Dosierung soll in Betracht gezogen

werden, einschliesslich einer Unterbrechung der Behandlung mit Terbinafin Actavis Tabletten.

In vitro- und in vivo-Studien haben gezeigt, dass Terbinafin das hepatische Enzym CYP2D6 hemmt.

Patienten, welche Arzneimittel erhalten, die v.a. über CYP2D6 metabolisiert werden, wie

trizyklische Antidepressiva, Betablocker, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer,

Antiarrhythmika der Klasse 1A, 1B, und 1C oder MAO-Hemmer vom Typ B, sollten entsprechend

überwacht werden, insbesondere dann, wenn es sich um Substanzen mit engem therapeutischem

Fenster handelt (s. «Interaktionen»).

Interaktionen

Wirkungen anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Terbinafin

Die Plasma-Clearance von Terbinafin kann durch Arzneimittel, welche Cytochrom P450 induzieren,

gesteigert und durch solche, die Cytochrom P450 hemmen, reduziert werden. Wenn eine

gleichzeitige Verabreichung dieser Mittel erforderlich ist, muss die Dosierung von Terbinafin

Actavis Tabletten entsprechend angepasst werden.

In Kombination mit Cimetidin wurden ein Abfallen der Terbinafin-Clearance um 30% und eine

Steigerung der AUC um 34% beobachtet.

Die Kombination mit Fluconazol erhöhte Cmax und AUC um 52% bzw. 69% durch Inhibierung von

CYP2C9- und CYP3A4-Enzymen. Ähnliche Effekte können durch die Kombination mit anderen

Wirkstoffen auftreten, die CYP2C9 und CYP3A4 inhibieren, wie Ketoconazol und Amiodaron.

Die Kombination mit Rifampicin erhöhte die Terbinafin-Clearance um 100%. AUC und Cmax

reduzierten sich zu 50% bzw. 55% der Kontrolle.

Wirkung von Terbinafin auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Terbinafin steigerte die Clearance von Ciclosporin um 15% (Reduktion der AUC um 13%).

Terbinafin liess die Clearance von i.v. verabreichtem Koffein um 21% abfallen.

Vorwiegend durch CYP2D6 metabolisierte Arzneimittel

In vitro- und in vivo-Studien haben gezeigt, dass Terbinafin den Metabolismus über CYP2D6

hemmt. Diese Befunde könnten für Substanzen relevant sein, die v.a. über diesen Weg abgebaut

werden, wie z.B. einige Vertreter folgender Arzneimittelklassen: trizyklische Antidepressiva,

Betablocker, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Antiarrhythmika der Klasse 1A, 1B und

1C oder MAO-Hemmer vom Typ B, vor allem wenn diese eine enge therapeutische Breite haben

(s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Terbinafin liess die Clearance von Desipramin um 82% abfallen und die AUC 5-fach ansteigen.

Bei Studien an gesunden Probanden, die als schnelle Metabolisierer des Antitussivums

Dextromethorphan (Substrat von CYP2D6) identifiziert worden waren, erhöhte Terbinafin das

metabolische Verhältnis von Dextromethorphan/Dextrorphan im Urin im Durchschnitt um das 16-

bis 97-Fache. Daher kann Terbinafin bewirken, dass die initial schnelle Metabolisierung durch

CYP2D6- bei diesen Personen eine langsame Metabolisierung zur Folge hat.

Arzneimittel mit anderen Metabolisierungswegen

Entsprechend den Ergebnissen von in vitro-Studien und Untersuchungen an gesunden Freiwilligen

zeigt Terbinafin eine vernachlässigbare Inhibition oder Induktion der Clearance der meisten

Arzneimittel, die über das Cytochrom P450-System metabolisiert werden (z.B. Terfenadin,

Triazolam, oder orale Kontrazeptiva) mit Ausnahme jener, die durch CYP2D6 metabolisiert werden

(s. oben).

In klinischen Studien fand sich kein relevanter Einfluss auf die Pharmakokinetik von Cotrimoxazol

(Trimethoprim und Sulfamethoxazol), Digoxin, Fluconazol, Phenazon, Theophyllin oder Zidovudin.

Die Wechselwirkung zwischen Terbinafin und den in der Schweiz üblichen Antikoagulantien wurde

nicht untersucht. In einer Studie mit Warfarin wurde keine Interaktion gefunden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Föten gezeigt; aber man verfügt über

keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Klinische Erfahrungen mit Terbinafin

Tabletten bei Schwangeren sind sehr beschränkt.

Terbinafin Actavis Tabletten sollen während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei

denn, dies ist eindeutig notwendig.

Terbinafin wird, wenn auch nur in geringen Mengen, in die Muttermilch ausgeschieden.

Patientinnen, die Terbinafin Actavis erhalten, sollten daher nicht stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten vor, ob Terbinafin Tabletten die Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von

Maschinen beeinflussen. Patienten, bei welchen unter der Behandlung Schwindel auftritt, sollten

keine Fahrzeuge führen oder gefährliche Maschinen bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen traten in klinischen Studien und während der

Marktüberwachung auf.

Häufigkeiten

«Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1'000, <1/100), «selten»

(≥1/10'000, <1/1'000), «sehr selten» (<1/10'000), «unbekannt» (basierend überwiegend auf

Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann nicht abgeschätzt werden).

Blut- und Lymphsystem

Gelegentlich: Anämie.

Sehr selten: Neutropenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Panzytopenie.

Immunsystem

Sehr selten: Anaphylaktoide Reaktionen (einschliesslich Angioödem), Beschleunigung des

Auftretens und Exazerbation von systemischem oder kutanem Lupus erythematodes.

Unbekannt: Anaphylaktische Reaktion, Reaktionen ähnlich der Serumkrankheit (inklusive

Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria, Ödemen, Arthralgie, Fieber und Lymphknotenschwellung).

Stoffwechsel und Ernährung

Sehr häufig: Appetitverlust.

Gelegentlich: Gewichtsabnahme (nach Dysgeusie).

Einige schwere Einzelfälle einer verminderten Nahrungsaufnahme, welche zu einem signifikanten

Gewichtsverlust führten, wurden verzeichnet.

Psychiatrische Störungen

Häufig: Depression.

Gelegentlich: Angst.

Nervensystem

Sehr häufig: Kopfschmerzen.

Häufig: Schwindel, Dysgeusie bis hin zum Verlust der Geschmacksempfindung, welche sich

gewöhnlich nach Absetzen der Behandlung wieder zurückbilden.

Gelegentlich: Parästhesie, Hypoästhesie.

Sehr selten: Persistierende Dysgeusie.

Unbekannt: Hyposmie, Anosmie (einschliesslich permanenter Anosmie).

Auge

Häufig: Sehstörung.

Unbekannt: Verschwommensehen, reduzierte Sehschärfe.

Ohr und Innenohr

Gelegentlich: Tinnitus.

Unbekannt: Hypakusis.

Gefässe

Unbekannt: Vaskulitis.

Gastrointestinaltrakt

Sehr häufig: Völlegefühl, Dyspepsie, Übelkeit, leichte Bauchschmerzen, Diarrhoe.

Unbekannt: Pankreatitis.

Leber und Galle

Selten: erhöhte Leberenzyme, Ikterus, Cholestase, Hepatitis, Leberversagen (einschliesslich letaler

Fälle bzw. solcher, welche eine Lebertransplantation erforderlich machten; s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Haut

Sehr häufig: Hautausschlag, Urtikaria.

Gelegentlich: Photosensibilisierung.

Sehr selten: Alopezie, Psoriasis-artiges Exanthem oder Verschlechterung einer Psoriasis, toxische

Hauteruption, exfoliative Dermatitis, bullöse Dermatitis, Erythema multiforme, Stevens-Johnson

Syndrom, Lyell Syndrom (Toxische Epidermale Nekrolyse), akute generalisierte exanthematöse

Pustulosis.

Unbekannt: Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen.

Muskelskelettsystem

Sehr häufig: Arthralgie, Myalgie.

Unbekannt: CK-Erhöhung, Rhabdomyolyse.

Allgemeine Störungen

Häufig: Erschöpfung.

Gelegentlich: Fieber.

Unbekannt: Grippe-ähnliche Erkrankung.

Überdosierung

Es wurde über einige Fälle von Überdosierungen bis zu 5 g berichtet. Nach der Einnahme klagten die

Patienten über Kopfschmerzen, Übelkeit, Oberbauchschmerzen und Schwindel.

Die empfohlene Behandlung einer Überdosierung besteht in der Elimination der Substanz durch

Verabreichung von Aktivkohle und, falls notwendig, symptomatischer, unterstützender Therapie.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: D01BA02

Wirkungsmechanismus

Terbinafin ist ein Allylamin, das ein antimykotisches Wirkungsspektrum besitzt bei Pilzinfektionen

der Haut und der Haare, verursacht durch Dermatophyten wie Trichophyton (z.B. T. rubrum, T.

mentagrophytes, T. verrucosum, T. tonsurans, T. violaceum), Microsporum canis und

Epidermophyton floccosum, bei Hefepilzinfektionen der Haut, verursacht durch die Gattung Candida

(z.B. Candida albicans) und bei Nagelmykosen, verursacht durch Dermatophyten. Terbinafin wirkt

fungizid gegen Dermatophyten, Schimmelpilze und gewisse dimorphe Pilze. Die Wirkung gegen

Hefepilze ist je nach Species fungizid oder fungistatisch.

Terbinafin greift in einer frühen Stufe in die Ergosterol-Biosynthese der Pilze ein. Dies führt zu

einem Ergosterolmangel und zu einer intrazellulären Akkumulation von Squalen, was den Tod der

Pilzzellen zur Folge hat. Terbinafin wirkt durch Hemmung der Squalenepoxidase in der

Zellmembran des Pilzes.

Das Enzym Squalenepoxidase ist nicht abhängig vom Cytochrom P450-System.

Klinische Wirksamkeit

Minimale Hemmkonzentration in vitro

Pilzgattung

µg/ml

Empfindliche:

Trichophyton rubrum

0,003–0,006

T. mentagrophytes

0,003–0,01

T. tonsurans

0,003

T. verrucosum

0,003

T. schönleinii

0,006

Microsporum canis

0,006–0,01

M. persicolor

0,003

M. gypseum

0,006

Epidermophyton floccosum 0,003–0,006

Mässig empfindliche:

Aspergillus fumigatus

0,1–1,56

Sporothrix schenckii

0,1–0,4

Candida albicans:

Hefe-Form

25–100

Myzel-Form

0,23–0,7

C. parapsilosis

0,8–3,1

Pityrosporum ovale

0,2–0,8

P. orbiculare

Bei oraler Gabe von Terbinafin wurden im Tierexperiment in der Haut, den Haaren und Nägeln

fungizide Konzentrationen erreicht.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach oraler Verabreichung wird Terbinafin gut absorbiert (>70%). Die absolute Bioverfügbarkeit

von Terbinafin aus Terbinafin Actavis Tabletten liegt in Folge des First-pass-Metabolismus bei ca.

50%. 250 mg als orale Einzeldosis ergaben eine maximale Plasmakonzentration von 1.3 µg/ml, die

innerhalb von 1.5 h erreicht wurde.

Die gleichzeitige Einnahme fettreicher Nahrung führt zu einer Verzögerung der Absorption sowie zu

einer Zunahme der Bioverfügbarkeit um circa 20%.

Steady State

Bei täglicher Applikation von Terbinafin werden nach 28 Tagen ca. 70% des Steady State erreicht.

Die Spitzenkonzentration im Steady-State lag im Mittel 25% höher als nach einmaliger

Verabreichung, und die Plasma AUC steigerte sich um den Faktor 2.3.

Distribution

Terbinafin ist stark plasmaproteingebunden (99%). Das Verteilungsvolumen ist >2'000 l.

Terbinafin diffundiert rasch (innerhalb von Minuten) durch die Dermis und konzentriert sich im

lipophilen Stratum corneum. Terbinafin wird auch im Sebum sezerniert. Hohe Konzentrationen

werden auch im Haar, in Haarfollikeln und in talgreichen Hautpartien erreicht. Es gibt Hinweise,

dass sich Terbinafin in den ersten Wochen einer Therapie auch in der Nagelplatte verteilt.

Über den Übergang von Terbinafin durch die menschliche Placenta zum Kinde sind ungenügend

Daten vorhanden. Weniger als 0.2% der eingenommenen Dosis gelangen in die Muttermilch.

Metabolismus

Terbinafin wird rasch und umfassend durch mindestens sieben CYP-Isoenzyme unter

hauptsächlicher Beteiligung von CYP2C9, CYP1A2, CYP3A4, CYP2C8 und CYP2C19 zu inaktiven

Metaboliten metabolisiert.

Elimination

Die Metaboliten von Terbinafin werden zu 71% über den Urin und zu 22% über die Faeces

ausgeschieden.

Im Steady State wurde eine Eliminationshalbwertszeit von ca. 30 Stunden bestimmt. In der Literatur

wird jedoch eine triphasische Elimination beschrieben mit Eliminationshalbwertszeiten bei

Langzeittherapie von bis zu 16.5 Tagen.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Es wurden keine klinisch relevanten altersbedingten Veränderungen der Plasmakonzentration von

Terbinafin im steady-state beobachtet.

Pharmakokinetische Studien nach Einmaldosis bei Patienten mit einer Beeinträchtigung der

Nierenfunktion (Creatinin-Clearance <50 ml/min) oder einer bereits existierenden Leberkrankheit

haben gezeigt, dass die Clearance von Terbinafin um etwa 50% reduziert sein kann.

Präklinische Daten

In einer oralen Kanzerogenitätsstudie über 2 Jahre an Mäusen wurden keine neoplastischen oder

anderen abnormen Befunde bei der Behandlung mit Dosierungen bis zu 130 mg/kg (männliche

Tiere) und 156 mg/kg (weibliche Tiere) pro Tag beobachtet. In einer oralen Kanzerogenitätsstudie

über 2 Jahre an Ratten mit der höchsten Dosierung von 69 mg/kg/d wurde eine gesteigerte Inzidenz

von Lebertumoren bei männlichen Tieren beobachtet. Diese Änderungen, die mit der Proliferation

der Peroxisomen assoziiert sein können, sind als speziesspezifisch anzusehen, da sie weder in der

Kanzerogenitätsstudie an Mäusen noch in anderen Studien an Mäusen, Hunden und Affen beobachtet

wurden.

Während der Studien an Affen, denen hohe orale Terbinafindosen verabreicht wurden, konnten

refraktile Irregularitäten in der Retina beobachtet werden (nicht toxische Dosis bei 50 mg/kg). Diese

Irregularitäten standen im Zusammenhang mit dem Auftreten von Terbinafin-Metaboliten im

okularen Gewebe und verschwanden wieder mit dem Absetzen des Wirkstoffes. Sie waren nicht

assoziiert mit histologischen Veränderungen.

Aus der durchgeführten Standardbatterie von in vitro und in vivo Genotoxizitätsprüfungen ergaben

sich keine Hinweise auf ein mutagenes oder klastogenes Potential des Arzneimittels.

Es wurden keine unerwünschten Effekte bezüglich der Fertilität oder anderer

Reproduktionsparameter in Studien an Ratten oder Kaninchen beobachtet.

Eine 8-wöchige Studie bei jungen Ratten zeigte bei einer Höchstdosis von 100 mg/kg in den

Weibchen leicht erhöhte Lebergewichte, während in heranwachsenden Hunden bei ≥100 mg/kg/d

(AUC–Werte etwa 13× (männlich) und 6× (weiblich) höher als jene bei Kindern) Anzeichen von

Störungen im Zentralnervensystem (ZNS), einschliesslich einzelner Episoden von Konvulsionen bei

einzelnen Tieren beobachtet wurden. Ähnliche Befunde wurden bei hoher systemischer Exposition

nach i.v. Terbinafin-Verabreichung in erwachsenen Ratten oder Affen gesehen.

Sonstige Hinweise

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel müssen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Das Arzneimittel muss vor Licht geschützt und nicht über 25 °C aufbewahrt werden.

Zulassungsnummer

58218 (Swissmedic).

Packungen

Tabletten zu 125 mg (teilbar, zur Anwendung bei Kindern): 14. [B]

Tabletten zu 250 mg (teilbar): 14 und 28. [B]

Zulassungsinhaberin

Actavis Switzerland AG, 8105 Regensdorf.

Stand der Information

Juni 2013.

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