Raloxifenhydrochlorid axcount 60 mg Filmtabletten

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

25-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-07-2021

Wirkstoff:
Raloxifenhydrochlorid
Verfügbar ab:
axcount Generika GmbH
ATC-Code:
G03XC01
INN (Internationale Bezeichnung):
Raloxifene
Dosierung:
60mg
Darreichungsform:
Filmtablette
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
Packungen mit 14, 28 oder 84 Tabletten
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
Bristol Laboratories Limited
Therapiegruppe:
Selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren
Anwendungsgebiete:
Raloxifenhydrochlorid axcount 60 mg Filmtabletten sind angezeigt zur Behandlung und Prävention der Osteoprose bei postmenopausalen Frauen. Es wurde eine signifikante Verminderung in der Inzidenz von vertebralen Frakturen, aber nicht von Hüftfrakturen, nachgewiesen. Wenn bei einer postmenopausalen Frau eine Entscheidung zwischen Raloxifenhydrochlorid axcount 60 mg Filmtabletten und anderen Therapiemöglichkeiten, einschließlich einer Östrogenbehandlung, getroffen werden soll, sind im individuellen Fall klimakterische Symptome, Auswirkungen auf das Uterus- und Brustgewebe, sowie kardiovaskuläre Risiken und Nutzen zu berücksichtigen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
91173.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-05-19

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Gebrauchsinformation:InformationfürPatienten

Raloxifenhydrochloridaxcount60mgFilmtabletten

Wirkstoff:Raloxifenhydrochlorid

Lesen SiediegesamtePackungsbeilagesorgfältig durch,bevorSiemitderEinnahme

diesesArzneimittelsbeginnen,denn sie enthältwichtigeInformationen.

- Heben Sie die Packungsbeilage auf.Vielleichtmöchten Sie diesespäternochmalslesen.

- WennSieweitere Fragen haben,wenden Sie sich anIhrenArztoderApotheker.

- DiesesArzneimittelwurde Ihnenpersönlich verschrieben.GebenSie esnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschen schaden,auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sich anIhren ArztoderApotheker.

DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtin dieserPackungsbeilage angegebensind.

Siehe Abschnitt4.

Wasin dieserPackungsbeilagesteht

1. WasistRaloxifenhydrochlorid axcountund wofürwird esangewendet?

2. WassolltenSie vorderEinnahme von Raloxifenhydrochlorid axcountbeachten?

3. WieistRaloxifenhydrochlorid axcounteinzunehmen?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistRaloxifenhydrochlorid axcountaufzubewahren?

6. InhaltderPackungundweitereInformationen

1.Was istRaloxifenhydrochloridaxcountundwofürwirdes angewendet?

DerNameIhresArzneimittelsistRaloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten und es

enthältdenWirkstoffRaloxifenhydrochlorid.

Raloxifenhydrochlorid axcountgehörtzu einerGruppe nicht-hormonellerArzneimittel,die sich

selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERMs)nennen.Wenneine Frau dieMenopause

(Wechseljahre)erreicht,nimmtderSpiegeldesweiblichenSexualhormonsÖstrogen imBlutab.

Raloxifenhydrochlorid axcountahmtnachderMenopause einigedernützlichen Effektedes

Östrogensnach.

DiesesArzneimittelwird zurBehandlungundzurVorbeugung derOsteoporose bei

postmenopausalen Frauen eingesetzt.EssenktdasRisikovonWirbelbrüchen beiFrauenmit

postmenopausalerOsteoporose.Eine Verminderung desRisikosvonOberschenkelhalsbrüchen

wurde nichtnachgewiesen.

Osteoporoseisteine Krankheit,diedazuführt,dassIhreKnochen dünnund brüchigwerden–

diese Krankheittrittinsbesondere beiFrauennach derMenopause auf.

Obwohlzunächstmöglicherweise keine Beschwerden auftreten,bewirktdie Osteoporose,dass

Knochen leichterbrechen,besondersdie Knochen derWirbelsäule,derHüftenund der

Handgelenke.Außerdemkann sieRückenschmerzen verursachen und dazu führen,dassSie

kleinerwerden undsichIhrRückenverstärktkrümmt.

2.Wassollten Sie vorderEinnahme von Raloxifenhydrochloridaxcountbeachten?

Raloxifenhydrochloridaxcountdarfnichteingenommenwerden,

wenn Sie allergischgegen Raloxifen odereinen derinAbschnitt6genannten sonstigen

BestandteilediesesArzneimittels sind.

wenn noch die Möglichkeitbesteht,dassSie schwangerwerdenkönnen,kann

RaloxifenhydrochloridaxcountIhrungeborenesKind schädigen.

wenn Siewegen einesBlutgerinnselsbehandeltwerden oderin derVergangenheit

behandeltwurden (tiefeVenenthrombose,Lungenembolie oderThrombose in einer

NetzhautvenedesAuges).

wenn Siean einerLebererkrankung leiden (Beispiele füreineErkrankungderLebersind

Zirrhose,leichte Leberfunktionseinschränkung oderdurchGallestau bedingteGelbsucht).

wenn beiIhnen ungeklärte Vaginalblutungenaufgetreten sind.Siemüssendiesvon Ihrem

Arztuntersuchenlassen.

wenn Sie unterbehandlungsbedürftigemGebärmutterkrebsleiden,dafürFrauen mit

dieserErkrankungkeineausreichenden ErfahrungenzurBehandlungmit

Raloxifenhydrochlorid axcountvorliegen.

wenn Sie eine schwere EinschränkungderNierenfunktion haben.

Warnhinweise undVorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen SiemitIhremArztoderApotheker,bevorSieRaloxifenhydrochlorid axcount

einnehmen.

ImFolgendenwerdenGründegenannt,weshalb diesesArzneimittelfürSie ungeeignetsein

kann.FallseinerdieserPunkte aufSie zutrifft,fragenSie Ihren Arzt,bevorSiedieses

Arzneimitteleinnehmen.

wenn Sie füreinegewisse ZeitinIhrerBeweglichkeiteingeschränktsind,beispielsweise

durch dasGebundensein an einen Rollstuhl,einen Krankenhausaufenthalt,die

Notwendigkeit,währendderGenesung von einerOperation imBettliegenzu müssen

odereine unvorhergesehene Krankheit,dadiesdasRisikofürBlutgerinnsel(tiefe

Venenthrombose,Lungenembolie oderThrombose in einerNetzhautvene desAuges)

erhöhen kann.

wenn Sie aneinerLeberkrankungleiden.

wenn Sie miteineroralenÖstrogentherapie behandeltwerden.

wenn Sie anBrustkrebserkranktsind,dakeine ausreichende ErfahrungfürdieGabe von

Raloxifenhydrochlorid axcountbeiFrauenmitdieserErkrankung existiert.

wenn Sie ein zerebrovaskuläresEreignishatten(z.B.einen Schlaganfall)oderIhrArzt

Ihnengesagthat,dassSie ein hohesRisiko dafürhaben.

Esistunwahrscheinlich,dassRaloxifenhydrochlorid axcountVaginalblutungenverursacht.

Daheristeine Vaginalblutungwährend einerBehandlungmitRaloxifenhydrochlorid axcount

nichtzu erwarten und sollte von IhremArztuntersuchtwerden.

Raloxifenhydrochlorid axcountdientnichtzurBehandlungpostmenopausalerSymptome,wie z.

B.Hitze-wallungen.

Raloxifenhydrochlorid axcountsenktdie Blutwerte desGesamt-Cholesterolssowie desLDL-

Cholesterols(„schlechtesCholesterol”).ImAllgemeinen hateskeinen Einflussaufdie Blutwerte

derTriglycerideoderdesHDL-Cholesterols(„gutesCholesterol”).Fallssich jedochbeiIhnen

währendeinerfrüherenÖstrogen-Behandlung bereitseinmaleine sehrstarke Erhöhungdes

Triglyceridwertszeigte,sollten Sie vorderEinnahme von Raloxifenhydrochlorid axcountmit

IhremArztdarübersprechen.

AuswirkungenbeiFehlgebrauch zuDopingzwecken

Die Anwendungvon Raloxifenhydrochlorid axcountkannbeiDopingkontrollen zu positiven

Ergebnissenführen.

Die gesundheitlichen FolgenderAnwendungvonRaloxifenhydrochlorid axcountals

Dopingmittelkönnennichtabgesehenwerden,schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind

nichtauszuschließen.

Einnahme vonRaloxifenhydrochlorid axcountzusammenmitanderenArzneimitteln

InformierenSie Ihren ArztoderApotheker,wennSie andere Arzneimitteleinnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimitteleingenommen/angewendethaben oderbeabsichtigenandere

Arzneimitteleinzunehmen/anzuwenden.

Wenn Sie digitalishaltigeArzneimittelfürIhrHerzoderAntikoagulantiawieWarfarin zur

Blutverdünnungeinnehmen,mussIhrArzteventuelldie Dosierung dieserArzneimittel

anpassen.

InformierenSie Ihren Arzt,wenn Sie Cholestyramin einnehmen,dashauptsächlich alsBlutfett

senkendesArzneimitteleingesetztwird,daRaloxifenhydrochlorid axcountsonstnichtsogut

wirkenkann.

Schwangerschaft,Stillzeitund Zeugungs-/Gebärfähigkeit

DiesesArzneimittelistnurzurAnwendungbeiFrauen nach derMenopause vorgesehen und

darfnichtvon Frauen eingenommenwerden,dienochKinderbekommenkönnen.

Raloxifenhydrochlorid axcountkannIhrungeborenesKind schädigen.

DiesesArzneimitteldarfnichtin derStillzeitangewandtwerden,da esin die Muttermilch

übergehen könnte.

Verkehrstüchtigkeitund FähigkeitzumBedienen von Maschinen

DiesesArzneimittelhatkeinen odereinen zu vernachlässigenden Einflussaufdie

Verkehrstüchtigkeitunddie FähigkeitzumBedienen von Maschinen.

3. WieistRaloxifenhydrochlorid axcounteinzunehmen?

Nehmen Sie diesesArzneimittelimmergenaunach AbsprachemitIhremArztoderApotheker

ein.FragenSie beiIhremArztoderApothekernach,wenn Sie sich nichtsichersind.

Die DosisbeträgteineTablette proTag.Esspieltkeine Rolle,zu welcherTageszeitSieIhre

Tablette einnehmen aberesistgünstig,dieTablettetäglich etwa zurgleichen Zeit

einzunehmen.Dieswird Ihnen helfen,dieEinnahme nichtzu vergessen.Sie könnendie

Tablette unabhängig von einerMahlzeiteinnehmen.

Die Tabletten sindzumEinnehmen bestimmt.

SchluckenSie dieganzeTablette.Wenn Siemöchten,trinkenSie einGlasWasserdazu.

Zerbrechenoderzerkleinern Sie dieTablettenichtvorderEinnahme.Einezerbrochene oder

zerkleinerteTablettehatmöglicherweise einen schlechtenGeschmackund esbestehtdie

Möglichkeit,dassSie nichtdiekorrekteDosiserhalten.

IhrArztwird Sie informieren,wie lange Sie Raloxifenhydrochlorid axcounteinnehmen sollten.

IhrArztwird Ihnenmöglicherweise empfehlen,zusätzlich Calcium-oderVitamin D-Präparate

einzunehmen.

Wenn Sieeine größereMenge vonRaloxifenhydrochlorid axcounteingenommenhaben,

als Siesollten

Teilen Sie diesIhremArztoderApothekermit.Wenn Sie einegrößere Mengedieses

Arzneimittelseingenommen haben,alsSie sollten,könnenbeiIhnen Beinkrämpfe oder

Schwindelauftreten.

Wenn Siedie Einnahme vonRaloxifenhydrochloridaxcountvergessen haben

Nehmen Sie eineTablette,sobald esIhnen auffällt,undfahrenSie danachwie gewohntfort.

Nehmen Sie nichtdie doppelte Menge ein,wenn Sie die vorherigeEinnahme vergessenhaben.

Wenn Siedie Einnahme vonRaloxifenhydrochloridaxcountabbrechen

Sprechen Sie zuvormitIhremArzt.

Esistwichtig,dassSie diesesArzneimittelsolang einnehmen,wievon IhremArzt

vorgeschrieben.

DiesesArzneimittelträgtnurzurBehandlungoderPrävention IhrerOsteoporose bei,wenn Sie

die Behandlungdamitfortsetzen.

Wenn Sie weitere Fragen zurEinnahme diesesArzneimittelshaben,wenden Sie sich anIhren

ArztoderApotheker.

4.WelcheNebenwirkungen sindmöglich?

Wiealle Arzneimittelkann auch diesesArzneimittelNebenwirkungenhaben,die abernichtbei

jedemauftretenmüssen.Die MehrzahlderNebenwirkungenbeiderEinnahme von

Raloxifenhydrochlorid axcountwarleichterNatur.

SehrhäufigeNebenwirkungen(betrifftmehrals1Behandelten von 10)

Hitzewallungen (Vasodilatation)

grippeähnliche Symptome

Magen und Darmbetreffende Symptomewie Übelkeit,Erbrechen,Bauchschmerzund

Verdauungsstörungen

erhöhterBlutdruck

HäufigeNebenwirkungen (betrifft1 bis10 Behandelte von 100)

Kopfschmerzen einschließlich Migräne

Wadenkrämpfe

Flüssigkeitsansammlung in den Händen,Füßenund Beinen (periphereÖdeme)

Gallensteine

Hautausschlag

leichte Brustbeschwerden wie Schmerzen,Vergrößerungunderhöhte

Schmerzempfindlichkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen(1bis10Behandelte von 1.000)

erhöhtesRisikovon Blutgerinnseln in den Beinen(tiefe Venenthrombose)

erhöhtesRisikovon Blutgerinnseln in derLunge(Lungenembolie)

erhöhtesRisikovon Blutgerinnseln in denAugen(Thrombosen ineinerNetzhautvene des

Auges)

gerötete undschmerzhafteHautumdie Venen(oberflächliche Venenentzündungen)

Blutgerinnselin einerArterie (z.B.Schlaganfall,einschließlich eineserhöhten Risikosan

einemSchlaganfallzu sterben)

erniedrigteAnzahlderBlutplättchen

In seltenenFällenkanneswährend einerBehandlungmitdiesemArzneimittelzu einer

Erhöhung derLeberenzymwerte imBlutkommen.

Meldungvon Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sich anIhren ArztoderApotheker.Diesgilt

auchfürNebenwirkungen,die nichtin dieserPackungsbeilage angegeben sind.

Sie könnenNebenwirkungenauch direktdemBundesinstitutfürArzneimittelund

Medizinprodukte,Abt.Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-KiesingerAllee3,D-53175 Bonn,

Website:www.bfarm.deanzeigen.

IndemSie Nebenwirkungenmelden,könnenSiedazu beitragen,dassmehrInformationen über

die SicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestelltwerden.

5.Wie istRaloxifenhydrochlorid axcountaufzubewahren?

Bewahren Sie diesesArzneimittelfürKinderunzugänglich auf.

Sie dürfendasArzneimittelnach demaufdemUmkarton undderBlisterpackung nach

„Verwendbarbis“angegebenen Verfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatumbezieht

sich aufden letztenTagdesangegebenen Monats.

FürdiesesArzneimittelsind keinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasseroderHaushaltsabfall.Fragen Sie Ihren

Apotheker,wie dasArzneimittelzu entsorgenist,wenn Sie esnichtmehrverwenden.Sie

tragendamitzumSchutzderUmweltbei.

6.InhaltderPackungund weitere Informationen

WasRaloxifenhydrochlorid axcountenthält

DerWirkstoffist:Raloxifenhydrochlorid.

Jede Filmtablette enthält60mgRaloxifenhydrochlorid,entsprechend56mg Raloxifen.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:PovidonK30,Polysorbat80[pflanzlich],Glycin,Crospovidon,mikrokristalline

Cellulose,hochdispersesSiliciumdioxid,Magnesiumstearat(Ph.Eur.)[pflanzlich].

Filmüberzug:Opadrywhite(enthältPolysorbat80[pflanzlich],Carnaubawachs,Macrogol400,

Hypromellose,Titandioxid(E171).

WieRaloxifenhydrochlorid axcountaussiehtund InhaltderPackung

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten sind weiße bisschmutzigweiße,ovale,

bikonvexe FilmtablettenmitderPrägung„C“aufdereinen Seiteund„12“aufderanderen Seite.

Die Filmtablettensind inBlisterpackungenmit14,28 oder84Tablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

axcountGenerikaGmbH

Max-Planck-Straße36d

D-61381 Friedrichsdorf

Telefon:06172-17940-00

Telefax:06172-17940-40

E-Mail:service@axcount.de

Hersteller

BristolLaboratoriesLimited

Unit3,Canalside

NorthbridgeRoad

Berkhamsted,Hertfordshire

HP41EG

VereinigtesKönigreich

oder

BristolLaboratoriesLimited

LaporteWay

Luton,Bedfordshire

LU4 8WL

VereinigtesKönigreich

DiesesArzneimittelistin denMitgliedstaatendes EuropäischenWirtschaftsraumes

(EWR)unterdenfolgenden Bezeichnungenzugelassen

Deutschland: Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten

VereinigtesKönigreich:Raloxifenhydrochloride60mg film-coatedtablets

Malta: RaloxifenHydrochloride 60mg film-coatedtablets

Niederlande: RaloxifenHydrochloride 60mg filmomhulde tabletten

Spanien: Raloxifen BrillPharma60 mg comprimidosrecubiertoscon película

Diese Packungsbeilagewurde zuletztüberarbeitetimOktober2014.

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten

2. QUALITATIVEUND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält60mgRaloxifenhydrochlorid,entsprechend56mg Raloxifen.

Vollständige Auflistung dersonstigen Bestandteile siehe Abschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Weiße bisschmutzigweiße,ovale,bikonvexe Filmtablette,mitderPrägung „C“aufeinerSeite

und „12“aufderanderenSeite.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten sind angezeigtzurBehandlungund

Prävention derOsteoprose beipostmenopausalen Frauen.Eswurde eine signifikante

Verminderung in derInzidenzvon vertebralen Frakturen,abernichtvon Hüftfrakturen,

nachgewiesen.

Wenn beieinerpostmenopausalen FraueineEntscheidung zwischen Raloxifenhydrochlorid

axcount60mgFilmtablettenund anderenTherapiemöglichkeiten,einschließlich einer

Östrogenbehandlung,getroffenwerden soll,sind imindividuellen FallklimakterischeSymptome,

AuswirkungenaufdasUterus-und Brustgewebe,sowie kardiovaskuläreRisikenund Nutzen zu

berücksichtigen(siehe Abschnitt5.1).

4.2Dosierung undArtderAnwendung

Dosierung

Erwachsene undälterePatienten

Die empfohlene Dosisbeträgt1Filmtablettetäglich,die zujederTageszeitunabhängigvonden

Mahlzeiten eingenommen werdenkann.

Eine Dosisanpassung beiälteren Patientinnenistnichtnotwendig.

GemäßderNaturdesKrankheitsverlaufessind Raloxifenhydrochlorid axcount60mg

Filmtablettenfüreine Langzeitbehandlungvorgesehen.

Frauen,die zu wenigCalciumbzw.Vitamin DmitderNahrung zu sich nehmen,wird allgemein

zu einerErgänzunggeraten.

Anwendung beieingeschränkterNierenfunktion

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten dürfen nichtvon Patientinnen mitstark

eingeschränkterNierenfunktion angewendetwerden (siehe Abschnitt4.3).

BeiPatientinnen mitmäßigundleichteingeschränkterNierenfunktion sind

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten mitVorsichtanzuwenden.

Anwendung beieingeschränkterLeberfunktion

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten dürfen nichtvon Patientinnen mit

eingeschränkterLeberfunktion angewendetwerden (siehe Abschnitt4.3und 4.4).

Kinderund Jugendliche

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten dürfen nichtbeiKindern jeglichen Alters

angewendetwerden.Esgibtkeinerelevante AnwendungfürRaloxifenhydrochlorid axcount60

mgFilmtablettenbeiKindern undJugendlichen.

ArtderAnwendung

ZumEinnehmen

4.3Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegen denWirkstoffodereinen derin Abschnitt6.1genannten

sonstigen Bestandteile desArzneimittels.

Darfnichtvon nochgebärfähigen Frauen eingenommenwerden (sieheAbschnitt4.6).

Bestehende oderin derVorgeschichteaufgetretene venöse thromboembolische

Ereignisse(VTE),einschließlich tieferVenenthrombose,Lungenembolie und Retina-

Venenthrombose.

EingeschränkteLeberfunktion einschließlich Cholestase

Schwere Nierenschädigung

Ungeklärte Uterusblutungen

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten sollten nichtbeiPatientinnen mitklinischen

Zeichen oderSymptomen einesEndometriumkarzinomseingesetztwerden,dadie sichere

Anwendungin dieserPatientinnengruppebislangnichtausreichend untersuchtwurde.

4.4Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Die Einnahme von Raloxifenistmiteinemerhöhten Risikofürvenöse thromboembolische

Ereignisseverbunden.DiesesistmitdemRisikounterderüblichen Hormonersatztherapie

vergleichbar.EineRisiko-Nutzen-Analyse istnotwendigbeiPatientinnen,beidenen ein Risiko

fürvenöse thromboembolische EreignissejedwederÄtiologie besteht.

Die Anwendungvon Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtablettenkann bei

Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissenführen.

Die gesundheitlichen FolgenderAnwendungvonRaloxifenhydrochlorid axcountals

Dopingmittelkönnennichtabgesehenwerden,schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind

nichtauszuschließen.

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten sollen abgesetztwerden,wenn entweder

durch unvorhergeseheneKrankheitoderdurch eine andereSituation einelängerePhase der

Immobilisierung eintritt.Diessollte imFalle derKrankheitunmittelbar,ansonsten 3Tage vor

demEintretenderImmobilisierungerfolgen.DieTherapie sollte nichtwiederbegonnenwerden,

bevordie GründefürdasAbsetzen beseitigtsindund die volleMobilitätderPatientin

wiederhergestelltist.

In einerStudiemitpostmenopausalen FrauenmitmanifesterkoronarerHerzerkrankung(KHK)

oderdokumentiertenRisikofaktorenfürkoronareEreignissehatte Raloxifen imVergleich zu

Placebo keinenEffektaufdieInzidenzvon Myokardinfarkten,Hospitalisierungenwegen akuten

Koronarsyndroms,aufdie Gesamtmortalität(einschließlich derMortalitätaufgrund

kardiovaskulärerKomplikationen)oderdieInzidenzvon Schlaganfällen.BeiPatientinnen der

Raloxifen-GruppeverliefeinSchlaganfalljedochhäufigertödlich.DieInzidenztödlich

verlaufenderSchlaganfälle lagunterPlacebo bei1,5 pro 1.000 Frauen und JahrimVergleich zu

2,2 pro 1.000 Frauen und JahrunterRaloxifen(siehe Abschnitt4.8).Diese Studienergebnisse

sollten beiderVerordnung von Raloxifenfürpostmenopausale Frauenmitsignifikanten

Schlaganfall-Risikofaktoren,wie SchlaganfalloderTIA(transitorischeischämische Attacke)in

derVorgeschichteoderVorhofflimmernberücksichtigtwerden.

EsgibtkeineAnzeichen füreine Proliferation desEndometriums.JedeUterusblutungwährend

derBehandlungmitRaloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtablettenistdaherunerwartetund

bedarfeinervollständigen AbklärungdurcheinenFacharzt.Die zweihäufigsten Ursachenfür

unterRaloxifen-Behandlung auftretende Uterusblutungen waren Endometriumatrophie bzw.

gutartigeEndometriumpolypen.Nach einer4jährigen Raloxifen-Behandlung wurde bei0,9%

derpostmenopausalen Patientinnen ein AuftretengutartigerendometrialerPolypen berichtet.

BeimitPlacebobehandelten FrauenbetrugdieHäufigkeit0,3%.

Raloxifen wird hauptsächlich in derLebermetabolisiert.Einzeldosen von Raloxifenführten bei

Patientinnen miteinerZirrhose undeinergeringenLeberfunktionsstörung (Child-Pugh

KlassifizierungA)zu Raloxifen-Plasmaspiegeln,die etwa 2,5-fach überdenen der

Kontrollgruppe lagen.DerAnstiegkorreliertemitderGesamt-Bilirubin-Konzentration.Daherist

die Anwendungvon Raloxifenhydrochlorid axcount60mg FilmtablettenbeiPatientinnenmit

Leberinsuffizienznichtempfohlen.DasGesamtbilirubin imSerum,die

Gammaglutamyltransferase,die alkalische Phosphatase,die ALTsowie die ASTsollten bei

AuftretenerhöhterWertewährend derBehandlung sorgfältigüberwachtwerden.

Begrenzteklinische Daten weisen daraufhin,dassbeiPatientinnenmitanamnestischer,durch

orale Östrogengabe induzierterHypertriglyceridämie (>5,6mmol/l)eineRaloxifen-Behandlung

miteinemdeutlichen Anstieg derSerum-Triglyceride assoziiertseinkann.DieTriglycerid-

SerumspiegelsolcherPatientinnen sollten beiRaloxifen-Gabe kontrolliertwerden.

Die SicherheiteinerRaloxifen-Gabe beiPatientinnen mitBrustkrebswurde nichtausreichend

untersucht.Datenüberdie gleichzeitige Anwendung von Raloxifen und Substanzen,die zur

Therapie oderzuradjuvanten BehandlungvonfrühemoderfortgeschrittenemBrustkrebs

eingesetztwerden,liegen nichtvor.Deshalb sollten Raloxifenhydrochlorid axcount60mg

FilmtablettenzurOsteoporose-BehandlungoderPrävention ersteingesetztwerden,wenn die

BehandlungdesBrustkrebs,einschließlich deradjuvantenTherapie,abgeschlossen ist.

Da nurbegrenzteInformationenzurSicherheitvon Raloxifen beigleichzeitigerAnwendungmit

systemisch wirkendenÖstrogenenvorliegen,wird dieserkombinierte Einsatznichtempfohlen.

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten sind nichtwirksambeiVasodilatation

(Hitzewallungen)oderanderenmenopausalen Symptomen,die durchÖstrogenmangel

hervorgerufenwerden.

4.5Wechselwirkungen mitanderenArzneimittelnundsonstige Wechselwirkungen

Gleichzeitige Anwendung von CalciumcarbonatoderAluminium-bzw.Magnesiumhydroxid-

haltigen Antacida beeinflusstdiesystemischeVerfügbarkeitvon Raloxifennicht.

Die gemeinsameAnwendung von Raloxifen undWarfarin verändertdiePharmakokinetikbeider

Substanzen nicht.Dennoch ergabensich leichteVerkürzungenderProthrombinzeit,weshalb

die Prothrombinzeitüberwachtwerdensollte,wenn RaloxifengleichzeitigmitWarfarinoder

anderen Kumarinderivaten verabreichtwird.

Auswirkungenaufdie Prothrombinzeitkönnensich übermehrereWochenhinwegentwickeln,

wenn miteinerRaloxifen-Behandlung beiPatientinnen begonnen wird,beidenen schon eine

Antikoagulanzien-Therapie mitKumarinderivatendurchgeführtwird.

Raloxifen hatkeinen Einflussaufdie PharmakokinetikeinerEinzeldosisMethylprednisolon.

Raloxifen besitztkeinenEinflussaufdie steadystate AUCvon Digoxin.Cmaxvon Digoxin steigt

umwenigerals5%.

DerEinflussvon Begleitmedikationen aufdiePlasmakonzentration von Raloxifenwurde in den

Studien zurPrävention undTherapie untersucht.Häufiggleichzeitigeingesetzte Arzneimittel

waren:Paracetamol,nicht-steroidale Antiphlogistika(wie Acetylsalicylsäure,Ibuprofen und

Naproxen),orale Antibiotika,H1-Antagonisten,H2-AntagonistenundBenzodiazepine.Es

konntenkeineklinisch relevanten EffekteaufdieRaloxifen-Plasmakonzentration beider

gleichzeitigen Anwendung dieserStoffefestgestelltwerden.

Währendderklinischen Studien wardiegleichzeitigeAnwendungvaginalerÖstrogen-Präparate

zurBehandlunglokalerBeschwerden imBedarfsfallerlaubt.ImVergleichzurPlacebogruppe

kamesbeidenmitRaloxifen behandeltenPatientinnen zukeinervermehrten Anwendung.

In vitro beeinflusstRaloxifen nichtdie BindungseigenschaftenvonWarfarin,Phenytoin oder

Tamoxifen.

RaloxifensollnichtzusammenmitColestyramin (oderanderen Anionen-Austauscherharzen)

angewandtwerden,dadiesesdie Resorption undden enterohepatischenKreislaufvon

Raloxifen signifikantvermindert.

Die Spitzenkonzentrationen von Raloxifen werden beigleichzeitigerGabevon Ampicillin abge-

schwächt.DajedochderGesamtumfangderResorption unddie Eliminationsratedes

Raloxifensnichtbeeinflusstwerden,kannRaloxifengleichzeitigmitAmpicillinverabreicht

werden.

Raloxifenführtzu einermäßigenKonzentrationserhöhunghormonbindenderGlobuline,wie z.

B.solcher,diesteroidale Sexualhormone (SHBG),Thyroxin (TBG)undKortikosteroide(CBG)

binden.DiesgehteinhermiteinemAnstieg derentsprechenden

Gesamthormonkonzentrationen.Die KonzentrationenfreierHormonewerden durchdiese

Veränderungen nichtbeeinflusst.

4.6Fertilität,SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten sind nurzurAnwendung bei

postmenopausalen Frauen vorgesehen.

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtabletten dürfen nichtvongebärfähigen Frauen

eingenommenwerden.

Raloxifenkann zurSchädigungdesFetusführen,wenn eswährend derSchwangerschaft

verab-reichtwird.WenndiesesArzneimitteldennoch irrtümlich während derSchwangerschaft

eingenommenoderdiePatientin während derBehandlungschwangerwird,istsie überdie

Gefahrfürden Fetuszu informieren(siehe Abschnitt5.3).

Stillzeit

Esistnichtbekannt,obRaloxifen bzw.Raloxifen-Metaboliten in die Muttermilch übergehen.Ein

RisikofürdasNeugeborene/den Säuglingkannnichtausgeschlossenwerden.Daherkann

seineklinische Anwendung während derStillzeitnichtempfohlen werden.

Raloxifenhydrochlorid axcount60mg Filmtablettenkönnen dieEntwicklung desBabys

beeinträchtigen.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von

Maschinen

Raloxifen hatkeinen odereinen zu vernachlässigenden EinflussaufdieVerkehrstüchtigkeitund

die FähigkeitzumBedienen von Maschinen.

4.8Nebenwirkungen

a.Zusammenfassung desSicherheitsprofils

DieklinischwichtigstenNebenwirkungen,die beimitRaloxifen behandelten postmenopausalen

Frauen auftratenwarenvenöse thromboembolische Ereignisse(siehe Abschnitt4.4),die in

wenigerals1%derbehandelten Patientinnenauftraten.

b.Tabellarische ZusammenfassungderNebenwirkungen

Die nachfolgendeTabelle zeigtdieNebenwirkungenund ihreHäufigkeiten ausStudien zur

BehandlungundPrävention mitüber13.000postmenopausalen Frauen,sowie beobachtete

NebenwirkungenseitMarkteinführung.

Die Behandlungsdauerin diesen Studienbetrug6 bis60 Monate.DieMehrzahlder

NebenwirkungenerforderteimAllgemeinenkeine Beendigung derTherapie.

Die HäufigkeitenfürdieausAnwendungsbeobachtungen stammendenNebenwirkungen

wurden ausplazebo-kontrolliertenklinischen Studien (miteinerGesamtzahlvon 15.234

Patienten;7.601mit60mgRaloxifenBehandelte;7.633 Plazebo-Patientinnen)bei

postmenopausalen Frauen mitOsteoporose,vorbestehenderkoronarerHerzkrankheit(KHK)

odereinemerhöhtenRisikofürKHK,ohne Vergleich zu den Häufigkeitenvon Nebenwirkungen

derPlazebo-Gruppen,berechnet.

In denPräventionsstudien erfolgtenTherapie-Abbrüche aufgrundvon Nebenwirkungenbei10,7

%von 581 Raloxifen-Patientinnen undbei11,1%von 584 Placebo-Patientinnen.Inden

Therapiestudienerfolgten Therapie-Abbrüche aufgrund unerwünschterklinischerEreignissebei

12,8%von 2.557Raloxifen-Patientinnen undbei11,1%von 2.576Placebo-Patientinnen.

Beiden Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungenwerden folgendeKategorien zugrundegelegt:

Sehrhäufig( ≥1/10)

Häufig ( ≥1/100bis<1/10)

Gelegentlich( ≥1/1.000 bis<1/100)

Selten ( ≥1/10.000 bis<1/1.000)

Sehrselten (<1/10.000)

Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlage derverfügbarenDatennichtabschätzbar)

Erkrankungen desBlutes

und desLymphsystems Gelegentlich:Thrombozytopenie a

Erkrankungendes

Nervensystems Häufig:Kopfschmerzen,einschließlichMigräne a

Gelegentlich:TödlicheSchlaganfälle

Gefäßerkrankungen Sehrhäufig:Vasodilatation (Hitzewallungen)

Gelegentlich:VenösethromboembolischeEreignisse,

einschließlich tieferVenenthrombose,Lungenembolie,

Retina-Venenthrombose,oberflächliche

Thrombophlebitiden,arterielle thromboembolische

Ereignisse a

Erkrankungendes

Gastrointestinaltrakts Sehrhäufig:Gastrointestinale Symptome a wie

Nausea,Emesis,Bauchschmerzen,Dyspepsie

ErkrankungenderHautund

desUnterhautzellgewebes Häufig:Hautausschlag a

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-und

Knochenerkrankungen Häufig:Wadenkrämpfe

Erkrankungender

Geschlechtsorganeund der

Brustdrüse Häufig:leichteBrustbeschwerden a wie Schmerzen,

Vergrößerung underhöhte Schmerzempfindlichkeit

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort Sehrhäufig:Grippeähnliche Symptome

Häufig:Periphere Ödeme

Untersuchungen Sehrhäufig:ErhöhterBlutdruck a

Ereignis(se)einbezogen basierend aufAnwendungsbeobachtungenseitMarkteinführung

c.BeschreibungausgewählterNebenwirkungen

DasAuftretenvon Vasodilatation(Hitzewallungen)warbeiRaloxifen-behandeltenPatientinnen

gegenüberPlacebo-behandeltenPatientinnenleichterhöht(klinische Studien zurOsteoporose-

Prävention,2 bis8 Jahrenach derMenopause:24,3%beiRaloxifenbzw.18,2%beiPlacebo;

klinischeStudienzurOsteoporose-Behandlung,mittleresAltervon 66Jahren:10,6%bei

Raloxifen bzw.7,1%beiPlacebo).Diese Nebenwirkung tratmeistin denersten6

Behandlungsmonatenauf;ein erstmaligesAuftreten nach dieserZeitwarselten.

In einerStudiemit10.101 postmenopausalen Frauen mitvorbestehenderkoronarer

HerzkrankheitodereinemerhöhtenRisikofürkoronareEreignisse(RUTH-Studie)trat

Vasodilatation (Hitzewallungen)bei7,8%derRaloxifen-behandeltenund 4,7 %dermitPlacebo

behandelten Patientinnen auf.

Beiallen Placebo-kontrolliertenklinischen Prüfungenzu Raloxifen beiOsteoporosetraten

venöse thromboembolische Ereignisse,einschließlich tieferVenenthrombose,Lungenembolie

und Retina-Venenthrombose,in einerHäufigkeitvon ungefähr0,8%oder3,22Fällen pro1.000

Patientenjahre auf.BeimVergleich von Raloxifen-mitPlacebo-behandeltenPatientinnen wurde

ein relativesRisiko von 1,60(CI0,95;2,71)beobachtet.DasRisikoeinesthromboembolischen

Ereignisseswarin den ersten4 MonatenderBehandlungamhöchsten.Oberflächliche

Thrombophlebitidentraten in einerHäufigkeitvonwenigerals1%auf.

In derRUTH-Studietraten venöse thromboembolische Ereignisse inderRaloxifen-Gruppe mit

einerHäufigkeitvon ungefähr2,0%oder3,88Fällen pro 1.000Patientenjahre undin der

Placebo-GruppemiteinerHäufigkeitvon 1,4%oder2,70 Fällen pro1.000 Patientenjahreauf.

Dasrelative Risikofüralle venös-thromboembolischen Ereignisse in derRUTH-Studielag bei

RR=1,44(1,061,95).Eine oberflächlicheThrombophlebitistratmiteinerHäufigkeitvon 1%in

derRaloxifen-Gruppe und 0,6%in derPlacebo-Gruppeauf.

In derRUTH-Studiehatte Raloxifenkeinen Effektaufdie Inzidenzvon Schlaganfällen im

Vergleich zu Plazebo.Allerdingsgab eseinen Anstieg derTodesfälle durch Schlaganfallbei

Frauen derRaloxifen-Gruppe.DieInzidenzderSchlaganfall-Mortalitätbetrug2,2 pro 1000

Frauen pro JahrfürRaloxifen imVergleich zu 1,5pro1.000FrauenproJahrfürPlacebo (siehe

Abschnitt4.4).WährendeinerdurchschnittlichenVerlaufskontrolle von5,6Jahrenstarben59

(1,2%)mitRaloxifenbehandelte Frauenan einemSchlaganfallimVergleich zu 39 (0,8%)mit

Plazebo behandelten Frauen.

Eine weitere Nebenwirkung,die beobachtetwurde,warenWadenkrämpfe(5,5%beiRaloxifen,

1,9%beiPlaceboin denStudien zurPräventionsowie 9,2 %beiRaloxifen und 6,0%bei

Placebo in denTherapiestudien).

In derRUTH-StudiewurdenWadenkrämpfe bei12,1 %derRaloxifen-Patientinnen und 8,3%

derPlacebo-Patientinnen beobachtet.

Übereinen Grippe-ähnlichen Symptom-Komplexwurde bei16,2%dermitRaloxifen und bei

14,0%dermitPlacebobehandelten Patientinnen berichtet.

Füreine weitere Veränderung,diekeine statistische Signifikanzaufwies(p >0,05),zeigtesich

eine signifikante Dosisabhängigkeit.Eshandeltesich dabeiumperiphereÖdeme,diein den

Präventionsstudien beiPatientinnen unterRaloxifen miteinerInzidenzvon3,1%und unter

Placebo von 1,9%,in denTherapiestudienunterRaloxifenmiteinerInzidenzvon 7,1 %und

unterPlacebo von 6,1%auftraten.

In derRUTH-Studietraten periphereÖdemebei14,1%derRaloxifen-Patientinnen und 11,7%

derPlacebo-Patientinnen auf(statistisch signifikant).

In Placebo-kontrolliertenklinischen Studienzu RaloxifenbeiOsteoporosefanden sich unter

Raloxifen-BehandlungleichterniedrigteThrombozyten-Konzentrationen (um610 %).

ÜberselteneFälle einesmäßigenAnstiegsvon ASTund/oderALT,beidenen ein

KausalzusammenhangmitRaloxifennichtausgeschlossen werdenkonnte,wurde berichtet.

Eine vergleichbare HäufigkeitdieserEreignisse wurde beimitPlacebo behandelten

Patientinnen festgestellt.

In derStudie mitpostmenopausalen FrauenmitvorbestehenderkoronarerHerzkrankheitoder

einemerhöhten RisikofürkoronareEreignisse (RUTH-Studie)fand sichalszusätzliches

unerwünschtesEreigniseine Cholelithiasisbei3,3 %derRaloxifen-Patientinnen und 2,6%der

Placebo-Patientinnen.DerAnteilvon CholezystektomienunterRaloxifen(2,3%)wargegenüber

Placebo (2,0%)nichtstatistischsignifikantverändert.

In einigenklinischen Prüfungenwurde Raloxifen (n =317)miteinerkontinuierlichen,

kombiniertenHormonersatz-Therapie (n=110)odermitzyklischerHRT (n =205)verglichen

(hormon replacementtherapy=HRT).DieInzidenzvon Beschwerden anderBrustsowie von

UterusblutungenwarbeiFrauen,die mitRaloxifenbehandeltwurden,signifikantniedrigerals

beiden Frauenunterderjeweiligen FormderHRT-Behandlung.

Meldungdes VerdachtsaufNebenwirkungen

Die MeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungennach derZulassungistvongroßer

Wichtigkeit.Sie ermöglichteinekontinuierliche ÜberwachungdesNutzen-Risiko-Verhältnisses

desArzneimittels.

Angehörigevon Gesundheitsberufensind aufgefordert,jedenVerdachtsfalleinerNebenwirkung

demBundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte,Abt.Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-

KiesingerAllee 3,D-53175Bonn,Website:www.bfarm.deanzuzeigen.

4.9Überdosierung

In einigenklinischen Studien wurden Tagesdosen von biszu 600mgübereinen Zeitraumvon 8

Wochen sowie120mgübereinen Zeitraumvon 3Jahrenangewendet.Eswurden keine Fälle

von Raloxifen-Überdosierungen in denklinischenStudien berichtet.

BeiErwachsenen,die mehrals120mgalsEinzeldosiseingenommenhatten,wurde über

Waden-krämpfe undSchwindelberichtet.

BeiversehentlicherEinnahme von Raloxifendurch Kinderunter2 Jahrenbetrug die maximale

Dosis180mg.Dabeiwurde überAtaxie,Schwindel,Erbrechen,Ausschlag,Durchfall,Tremor

und Hautrötung sowie Anstieg deralkalischen Phosphatase berichtet.

Die höchste Überdosisbetrug ca.1,5Gramm.EswurdenkeineTodesfälle imZusammenhang

mitÜberdosierungenberichtet.

EsgibtkeinspezifischesAntidotgegenRaloxifenhydrochlorid.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1Pharmakodynamische Eigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren

ATC-Code:G03XC01

Wirkmechanismus

Alsein selektiverÖstrogenrezeptor-Modulator(SERM)besitztRaloxifen selektive agonistische

oderantagonistischeWirkungenauföstrogenempfindlicheGewebe.Eswirktalsein Agonistauf

den Knochen-undteilweise aufdenCholesterinstoffwechsel(AbnahmedesGesamt-und LDL-

Cholesterins),nichtaberaufHypothalamusoderaufUterus-undBrustgewebe.

Die biologischenWirkungenvon Raloxifen werdenebenso wiediejenigenderÖstrogene

vermittelt,indemesmithoherAffinitätanÖstrogenrezeptoren bindetunddie Genexpression

reguliert.Diese Bindungführtzu einerdifferenzierten Expression verschiedenartiger

östrogenregulierterGenein unterschiedlichen Geweben.Untersuchungsergebnisselassen den

Schlusszu,dassderÖstrogenrezeptordieGenexpression übermindestenszwei

verschiedenartigeWegereguliert,die liganden-,gewebs-und/odergenspezifischsind.

PharmakodynamischeWirkung

a.Wirkung aufdasSkelett

DasAbfallen desÖstrogenspiegelsin derMenopauseführtzu einemausgeprägten Anstiegder

Knochenresorption,desKnochenabbaussowie desFrakturrisikos.DerKnochenverlustverläuft

in den ersten10 Jahrennach derMenopause besondersschnell,wenn diekompensatorische

SteigerungderKnochenbildungnichtausreicht,umdieresorptiven Verluste auszugleichen.

Andere Risikofaktoren,die zu einerOsteoporoseführenkönnen,umfassen:Frühe Menopause,

Osteopenie(mindestens1 Standardabweichung(SD)unterhalb derPeakBone Mass),zierliche

Körpergestalt,weiße oderasiatischeAbstammung sowie Vorkommen von Osteoporose in der

Familie.HormonersatzbehandlungenkehrenimAllgemeinen die übermäßige

Knochenresorption um.Raloxifen vermindertbeipostmenopausalen Frauen mitOsteoporose

die InzidenzvertebralerFrakturen,erhältdie Knochenmasseund erhöhtdie Knochendichte

(BMD).

Aufgrund dieserRisikofaktorenistRaloxifen zurPrävention derOsteoporose beiFrauenin den

ersten10 Jahrennach derMenopause angezeigt,derenWirbelsäulen-BMD1,0 bis2,5SD

unterhalb desReferenzwertesgesunderjungerFrauen liegt,da beidiesenFrauen ein

lebenslangeshohesRisikoosteoporotischerFrakturenbesteht.

Ebenso istRaloxifenzurBehandlungderOsteoporose oderdermanifestenOsteoporose bei

Frauen,derenWirbelsäulen-BMDmindestens2,5SDunterdemReferenzwertgesunderjunger

Frauen liegtund/oderdieungeachtetihrerKnochendichteWirbelfrakturenhaben,angezeigt.

i)Frakturinzidenz:In einerStudiean 7.705 postmenopausalen Frauenmiteinem

Durchschnittsaltervon 66 Jahren,reduzierte einedreijährigeRaloxifen-Behandlungdie Inzidenz

vertebralerFrakturenbeiFrauenmitOsteoporoseum47%(RR0,53;CI0,35,0,79;p<0.001)

bzw.beiFrauenmiteinervorbestehendenFrakturum31%(RR0,69;CI0,56;0,86;p<0.001).

Dasheißt,wenn 45 Frauen mitOsteoporosebzw.15 FrauenmitOsteoporose und einerschon

bestehenden Fraktur3 Jahre langmitRaloxifen behandeltwerden,können eine odermehrere

vertebrale Frakturen verhindertwerden.Eine vierjährige Raloxifen-Behandlungreduziertedie

InzidenzvertebralerFrakturenbeiPatientinnenmitOsteoporoseum46%(RR0,54;CI0,38,

0,75)bzw.beiPatientinnen mitOsteoporoseundeinervorbestehendenFrakturum32%(RR

0,68;CI0,56;0,83).Allein bezogen aufdasvierteBehandlungsjahrreduzierteRaloxifendas

Risiko einerneuen vertebralen Frakturum39%(RR0,61;CI0,43;0,88).EineWirkungauf

extravertebrale Frakturen wurde nichtgezeigt.Zwischen demvierten undachtenJahrwarden

Patientinnen diegleichzeitige Einnahme von Bisphosphonaten,Calcitoninund Fluoriden erlaubt

und alle Patientinnen indieserStudie erhielten zusätzlich Calciumund Vitamin D.

In derRUTH-Studiewurden alleklinischen Frakturen alssekundäreEndpunkte erfasst.

Raloxifen reduziertedasAuftretenklinischervertebralerFrakturen um35%imVergleich zu

Placebo (RR0,65,CI0,47;0,89).Diese Ergebnissekönnenjedochdurchunterschiedliche

AusgangswertederKnochenmineraldichteund durch Unterschiedebzgl.desvorbestehenden

FrakturstatusbeiBehandlungsbeginn beeinflusstworden sein.Zwischenden jeweiligen

BehandlungsgruppenbestandkeinUnterschied hinsichtlich derInzidenzneuerextravertebraler

Frakturen.Während dergesamtenStudiendauerwardie gleichzeitige Einnahme andererden

KnochenstoffwechselbeeinflussenderMedikamente erlaubt.

ii)Knochenmineraldichte(bonemineraldensity=BMD):DieWirksamkeitvon einmaltäglich

verabreichtemRaloxifenbeipostmenopausalen Frauen von biszu 60Jahren mitoderohne

Uteruswurde in einerzweijährigenBehandlungsperiode nachgewiesen.Die Frauenwaren 2 8

Jahre nachderMenopause.DreiStudien schlossen 1.764postmenopausale Frauen ein,diemit

Raloxifen undCalciumbehandeltwurden oderCalciumund Placebo erhielten.In einedieser

Studien wurden nurhysterektomierte Frauen eingeschlossen.RaloxifenführteimVergleich zu

Placebo zu einemsignifikanten AnstiegderKnochendichte derHüfte undderWirbelsäule sowie

zu einemAnstiegdesGesamtkörpermineralgehaltes.DerAnstieg derKnochendichte(BMD)

betrug imVergleich zu Placebo durchschnittlich 2%.Ein ähnlicherAnstiegderBMDwurde bei

den Patientinnen derTherapie-Studien beobachtet,die biszu sieben Jahre Raloxifen

einnahmen.

In denPräventionsstudien warderProzentsatzderPatientinnen,dieeinenAnstieg bzw.eine

AbnahmederBMDwährend einerRaloxifen-Therapie zeigten,folgendermaßen:Fürdie

Wirbelsäule bei37%eine Abnahmeund bei63%einAnstieg,fürdie Hüftebei29%eine

Abnahme sowie bei71%ein Anstieg.

iii)Calciumkinetik:Raloxifen undÖstrogene beeinflussendenKnochenumbau und den

Calciumstoffwechselin ähnlicherWeise.Raloxifenführtezu einerverminderten

Knochenresorption undeinerpositiven Verschiebung derCalciumbilanzumdurchschnittlich 60

mgproTag,wasprimärausverringerten Calciumverlusten imHarn resultierte.

iv)Histomorphometrie (Knochenqualität):In einerVergleichsstudie zwischen Raloxifen und

Östrogenen warderKnochen unabhängigvomMedikamenthistologisch normal,ohne einen

HinweisaufMineralisationsdefekte,Faserknochen oderKnochenmarksfibrose.

Raloxifen vermindertdieKnochenresorption:DieserEffektaufdenKnochen manifestiertsichin

derAbnahme derKonzentration von Knochenstoffwechselmarkernin SerumundUrin,in der

Abnahme derKnochenresorption-wie Studien zurRadiocalcium-Kinetikzeigen-,sowie durch

Zunahme derKnochendichte undSenkungderFrakturinzidenz.

b)Wirkungen aufden Lipidstoffwechselund daskardiovaskuläre Risiko

Klinische Studien habenbelegt,dasseineTagesdosisvon 60 mgRaloxifen das

Gesamtcholesterin (36%)sowiedasLDL-Cholesterin(4 10%)signifikantreduziert.Beiden

Frauenmitdemhöchsten Ausgangscholesterinspiegelwardie Senkungamausgeprägtesten.

Die Konzentrationen von HDL-Cholesterin undTriglyceriden änderten sichnichtsignifikant.Eine

dreijährige Raloxifen-Behandlungsenktedie Fibrinogenkonzentration (6,71 %).InOsteoporose-

BehandlungsstudienwarbeiRaloxifen-Patientinnen derEinsatzvon Lipidsenkernsignifikant

seltenererforderlich alsbeiPlacebo-Patientinnen.

Die achtjährigeRaloxifen-Therapie in derStudie zurOsteoporosebehandlung hattekeinen

signifikantenEinflussaufdasRisiko derPatientinnen,kardiovaskuläreKomplikationen zu

erleiden.Auch inderRUTH-Studiefandsichkein Effektvon Raloxifen imVergleich zu Placebo

aufdieInzidenzvonMyokardinfarkt,Hospitalisierung nach akutemKoronarsyndrom,

SchlaganfalloderdieGesamtmortalitäteinschließlich derkardiovaskulärenMortalität(zur

Erhöhung desRisikoseinestödlichen Schlaganfallssiehe Abschnitt4.4).

Dasbeobachteterelative Risiko einesvenösen thromboembolischen Ereignisseswährend einer

Raloxifen-Behandlungbetrug 1,60(CI0,95,2,71)imVergleich zu Placebo und 1,0(CI0,3,6,2)

imVergleich zuÖstrogen oderHormonersatztherapie.DasRisiko einesthromboembolischen

Ereignisseswarin den erstenvierBehandlungsmonaten amgrößten.

c)WirkungenaufdasEndometriumund denBeckenboden

Inklinischen Studienzeigte Raloxifenkeinen stimulierenden Effektaufdie postmenopausale

Gebärmutterschleimhaut.VerglichenmitPlaceboführte Raloxifen nichtzuSchmierblutungen,

BlutungenoderHyperplasie desEndometriums.Etwa 3.000transvaginale

Ultraschalluntersuchungen (TVU)von 831 Frauen wurden in allen Dosisgruppen ausgewertet.

Frauen unterRaloxifenbehandlungzeigten durchgehendeine Endometriumdicke,die von

Placebo nichtzu unterscheiden war.

Nach einer3jährigen Behandlungwurde eine Zunahme derEndometriumdickevon mindestens

5mm-gemessendurchtransvaginalen Ultraschall-bei1,9%von 211 dermit60mg Raloxifen

täglich behandelten Frauenfestgestellt,imVergleich zu 1,8%von 219 Frauen,die Placebo

erhielten.Esgabzwischen derRaloxifen-undderPlacebogruppekeine Unterschiede

hinsichtlich derInzidenzbeobachteterUterusblutungen.

Durch Biopsien desEndometriumsnach 6-monatigerBehandlung mittäglich 60mgRaloxifen

konnte nachgewiesenwerden,dassesbeikeinerPatientin zu einerProliferation des

Endometriumskam.Zusätzlich ergabsich in einerStudie,in derdas2,5-fache derempfohlenen

Tagesdosisvon Raloxifen eingesetztwurde,wederein HinweisaufProliferation des

Endometriumsnoch aufeine Volumenvergrößerung derGebärmutter.

In denklinischen StudienzurOsteoporose-Behandlungwurde die Endometriumdickein einer

SubgruppederStudienpopulation (1.644Patientinnen)über4Jahrehinweg jährlichgemessen.

Bei Raloxifen-behandeltenFrauenzeigtendieseMessungen nach 4Jahrenkeine Unterschiede

imVergleich zu den Ausgangswerten.EsbestandenkeineUnterschiedezwischen mit

Raloxifen-bzw.Placebo-behandelten Frauenbezüglich derInzidenzvon vaginalen Blutungen

(Schmierblutungen)odervaginalemFluor.ChirurgischeEingriffeaufgrundeinesDescensus

uteriwaren beiRaloxifen-Patientinnen seltenererforderlich alsbeiPlacebo-Patientinnen.

Informationen zurArzneimittelsicherheitaus3 Behandlungsjahrenzeigen,dasseineRaloxifen-

BehandlungnichtdasAuftretenvon Beckenbodensenkungenunddie Anzahlan chirurgischen

Eingriffen amBeckenboden erhöht.

Eine 4-jährigeRaloxifen-Therapie erhöhte nichtdasEndometrium-oderOvarialkarzinom-Risiko.

Bei0,9%derpostmenopausalen Patientinnen,die über4JahremitRaloxifenbehandelt

worden waren,wurde dasAuftretengutartigerendometrialerPolypen berichtet,imVergleichzu

0,3%beimitPlacebo behandelten Frauen.

d)Wirkungen aufdieBrustdrüse

Raloxifen hatkeine stimulierendeWirkung aufdie Brustdrüse.In derSumme allerPlacebo-

kontrolliertenStudien warRaloxifen hinsichtlich HäufigkeitundSchwere von Beschwerdenan

derBrustnichtvon Placebo zu unterscheiden (keine Schwellungen,keine

Schmerzempfindlichkeitund keineSchmerzenin derBrust).

Währendder4 Jahre andauerndenklinischen Studie zurOsteoporose-Behandlungmit7.705

Patientenreduzierte eineRaloxifen-Behandlung imVergleich zu Placebo dasRisikoan

Brustkrebszu erkrankenum62%(RR0,38;CI0,21;0,69).DasRisikoeinesinvasiven

Brustkrebswurde um71%(RR0,29;CI0,13;0,58)unddasRisiko einesinvasivenÖstrogen-

Rezeptor(ER)positiven Brustkrebsum79%(RR0,21;CI0,07;0,50)gesenkt.Raloxifen

beeinflusstnichtdasRisikovon ER-negativemBrustkrebs.Diese Beobachtungen unterstützen

die Schlussfolgerung,dassRaloxifenkeineintrinsische,östrogen-agonistischeWirkung aufdie

Brustdrüse besitzt.

e)Wirkungaufkognitive Funktionen

Unerwünschte Auswirkungenaufkognitive Funktionen wurden nichtbeobachtet.

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption

Raloxifen wird nachoralerAnwendungraschresorbiert(ca.60%eineroralen Dosis).Eserfolgt

eine ausgeprägtepräsystemischeGlucuronidierung.

Die absolute Bioverfügbarkeitvon Raloxifen beträgt2%.Die Zeit,bisimDurchschnittder

maximale Plasmaspiegelund diemaximale Bioverfügbarkeiterreichtwerden,hängtvon der

systemischenUmwandlung und dementerohepatischen KreislaufdesRaloxifensundseiner

Glucuronid-Metaboliten ab.

Verteilung

Raloxifen wird umfassend imKörperverteilt.DasVerteilungsvolumen istnichtdosisabhängig.

Raloxifen wird zu 98 99%anPlasmaproteinegebunden.

Biotransformation

Raloxifen unterliegteinemausgeprägtenfirst-pass-Metabolismusin die entsprechenden

Glucuronid-Konjugate:Raloxifen-4'-glucuronid,Raloxifen-6-glucuronid und Raloxifen-6,4'-

diglucuronid.AndereMetaboliten wurden nichtnachgewiesen.DerAnteilvon Raloxifen an der

Gesamtkonzentration ausRaloxifen undseinenGlucuronidmetaboliten beträgtwenigerals1%.

Die Raloxifenblutspiegelbleiben durch denenterohepatischen Kreislauferhalten,waszu einer

Plasmahalbwertszeitvon27,7Stundenführt.

Ausden Ergebnissen nach Einzeldosen von Raloxifen lässtsich diePharmakokinetiknach

Mehrfachdosierung ableiten.Höhere Raloxifendosenführen zu einerVergrößerung derFläche

unterderPlasmakonzentrations-Zeitkurve (AUC),die etwasgeringerausfälltalseine

proportionale Vergrößerung.

Elimination

Nach einerEinzeldosiswird dergrößteTeilvonRaloxifen bzw.seinerGlucuronidmetaboliten

innerhalb von 5Tagen ausgeschieden und hauptsächlich in den Faecesgefunden,wenigerals

6 %werden imHarn ausgeschieden.

Patientinnen mitNiereninsuffizienz

Wenigerals6%derGesamtdosiswird imHarnausgeschieden.In einerPharmakokinetik

Studie ergabeine 47%igeAbnahmederKreatinin-Clearance (aufNormalgewichtumgerechnet)

eine 17 %ige AbnahmederRaloxifen-Clearancesowie eine 15%ige Abnahme derClearance

von Raloxifen-Konjugaten.

Patientinnen mitLeberinsuffizienz

Die PharmakokinetikeinerEinzeldosisRaloxifenbeiPatientinnenmiteinerZirrhose sowie einer

leichtenLeberfunktionsstörung(Child-PughKlassifizierung A)undGesunden wurde verglichen.

Plasmakonzentrationenvon Raloxifen waren ca.2,5-malhöheralsin derKontrollgruppe und

korreliertenmitderBilirubinkonzentration.

5.3Präklinische Daten zurSicherheit

In einer2-jährigenKarzinogenitätsstudie an weiblichen Ratten wurde beihoherDosierung (279

mg/kg/Tag)ein Anstieg von Ovarialtumoren beobachtet,dieihren Ursprung in Granulo-sa

/Thekazellen hatten.Diesystemische Verfügbarkeit(AUC)von Raloxifen lag in dieserGruppe

ca.400-malhöheralsnach einerDosisvon 60mg beipostmenopausalenFrauen.In einer21-

monatigen Karzinogenitätsstudiean Mäusen zeigte sich eine erhöhteInzidenzvon testikulären

Interstitialzelltumoren und Prostataadenomen und-adenokarzinomenbeimännlichen Tieren

nach Dosen von 41oder210mg/kg sowie von Prostata-Leiomyoblastomen beimännlichen

TierennachGabevon 210 mg/kg.

BeiweiblichenMäusen beinhaltete eine erhöhteInzidenzvonOvarialtumoren nachGabe von 9

242 mg/kg(entsprechend 0,332-malderAUCimMenschen)gutartige und bösartigeTumoren,

die ihren UrsprunginGranulosa-/Thekazellen hatten,sowie gutartige Epithelzelltumoren.Die

weiblichen Nagetierewurden in diesenStudien während derFortpflanzungsphasebehandelt,in

derihreOvarienfunktionsfähig und höchstempfindlich gegenüberhormonellerStimulation

waren.ImGegensatzzu den höchstempfindlichen Ovarien in diesemNagermodellistdas

menschlicheOvarnachderMenopause relativunempfindlich gegenüberhormoneller

Stimulation mitSexualhormonen.

Raloxifen zeigtekeineGenotoxizitätin irgendeinemderumfassendenTestsysteme,die

angewandtwurden.

Die beobachteteWirkung aufdie Fortpflanzung und Entwicklung beiTierenstimmenmitdem

etablierten pharmakologischen Profilvon Raloxifen überein.BeiDosenvon 0,1bis10

mg/kg/Tagwurde beiweiblichen Ratten deröstrische ZykluswährendderBehandlung

unterbrochen,diesführteabernichtzueinerVerzögerungderovulationsinduzierten

Paarungsbereitschaftnach Beendigung derBehandlungundführtenuringeringemAusmaßzu

einerverringerten AnzahlderJungen,zu einerVerlängerungderTragzeitund einer

Entwicklungsverzögerung derNeugeborenen.Wenn Raloxifen vorderNidation gegebenwurde,

verzögerte undunterbrach esdieEinnistungdesEmbryos,waszu einerverlängertenTragzeit

und zu einerverringertenAnzahlan Jungenführte.Dagegen wurde dieEntwicklung der

NachkommenschaftbiszurEntwöhnungnichtbeeinflusst.Teratologie-Studien wurden bei

Kaninchen und Ratten durchgeführt.BeiKaninchen wurden Aborte,eineniedrigereRatevon

Ventrikelseptumdefekten( ≥0,1mg/kg)und Hydrozephalien (≥10mg/kg)beobachtet.Bei

Ratten kameszueinerVerzögerungderfötalen Entwicklung,zu deformiertenRippen und zu

einerNierenkavitation ( ≥1mg/kg).

Raloxifen erwiessich imUterusderRattealswirksamesAntiöstrogen undverhinderte das

Wachstumöstrogen-abhängigerMammatumorenbeiRatten undMäusen.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1ListedersonstigenBestandteile

Tablettenkern

Povidon K30

Polysorbat80 [pflanzlich]

Glycin

Crospovidon

MikrokristallineCellulose

HochdispersesSiliciumdioxid

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)[pflanzlich]

Filmüberzug

Opadrywhite,bestehendaus

Polysorbat80

Carnaubawachs

Macrogol400

Hypromellose

Titandioxid (E171)

6.2Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3DauerderHaltbarkeit

2 Jahre

6.4Besondere VorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsind keinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

6.5Artund Inhaltdes Behältnisses

Packungenmit14,28oder84Tablettenin Alu-Alu-Blistern.

6.6Besondere Vorsichtsmaßnahmenfürdie BeseitigungundsonstigeHinweisezur

Handhabung

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechenddennationalen

Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

axcountGenerikaGmbH

Max-Planck-Straße36d

D-61381 Friedrichsdorf

Telefon:06172-17940-00

Telefax:06172-17940-40

E-Mail:service@axcount.de

8. ZULASSUNGSNUMMER

91173.00.00

9. DATUMDER ERTEILUNGDER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDER ZULASSUNG

12.05.2015

10.STAND DER INFORMATION

Oktober2014

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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