Nocutil 0,1 mg - Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

23-02-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

23-02-2021

Wirkstoff:
DESMOPRESSIN ACETAT
Verfügbar ab:
Gebro Pharma GmbH
ATC-Code:
H01BA02
INN (Internationale Bezeichnung):
DESMOPRESSINE ACETATE
Einheiten im Paket:
15 Stück, Laufzeit: 36 Monate,28 Stück, Laufzeit: 36 Monate,30 Stück, Laufzeit: 36 Monate,90 Stück, Laufzeit: 36 Monate,100 Stüc
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Desmopressin
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-25872
Berechtigungsdatum:
2005-06-13

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten/Anwender

Nocutil 0,1 mg Tabletten

Desmopressinacetat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich (oder Ihrem Kind) verschrieben. Geben Sie es

nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie (oder Ihr Kind).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Nocutil und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Nocutil beachten?

Wie ist Nocutil einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Nocutil aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Nocutil und wofür wird es angewendet?

Nocutil 0,1 mg Tabletten enthalten Desmopressinacetat. Desmopressin ist ein Antidiuretikum, das

die Menge des von den Nieren produzierten Urins reduziert.

Nocutil dient zur Behandlung von:

Nächtlichem Bettnässen bei Kindern ab 5 Jahren nach Ausschluss von organischen Ursachen

und wenn andere Behandlungen nicht gehofen haben.

Diabetes insipidus (Erkrankung mit anhaltender Ausscheidung großer Mengen verdünnten

Harns verbunden mit extremem Durst, auf Grund einer Störung der Bildung des antidiuretischen

Hormons im Gehirn). Hinweis: Diabetes insipidus ist nicht dieselbe Erkrankung wie Diabetes

mellitus (Zuckerkrankheit).

Nykturie bei Erwachsenen. Dabei handelt es sich um häufiges Aufwachen in der Nacht durch

Harndrang.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Nocutil beachten?

Nocutil darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Desmopressin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie an einer neurologischen Erkrankung oder Demenz leiden.

wenn Sie am Tag und in der Nacht ungewöhlich große Mengen an Wasser und anderen

Flüssigkeiten (inklusive Alkohol) trinken.

wenn Sie an Herzproblemen oder anderen Erkrankungen leiden, die mit Diuretika

(Wassertabletten) behandelt werden müssen.

wenn Sie einen niedrigen Natriumgehalt im Blut haben

wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden.

wenn Sie an einer Erkrankung leiden, durch die Ihr Körper eine falsche Menge an

antidiuretischem Hormon erzeugt (SIADH, „Syndrom der inadäquaten Sekretion des

antidiuretischen Hormons“).

wenn der Patient jünger als 5 Jahre ist.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Flüssigkeitsaufnahme:

Bevor Sie die Behandlung mit Nocutil beginnen, sollte Ihr Arzt Ihnen Ratschläge zur

Flüssigkeitsaufnahme geben.

Falls Nocutil zur Behandlung von nächtlichem Bettnässen oder Nykturie bei Erwachsenen

eingenommen wird, soll die Flüssigkeitsaufnahme 1 Stunde vor bis 8 Stunden nach Einnahme der

Tabletten eingeschränkt werden.

Vermeiden Sie während der Behandlung mit Nocutil übermäßige Flüssigkeitsaufnahme (verhindern

Sie beispielsweise das Schlucken von Wasser beim Schwimmen, insbesondere bei Kindern).

Übermäßige Flüssigkeitsaufnahme kann zu einer Ansammlung von Wasser führen, welches die

Salze (Elektrolyte) im Körper verdünnt. Dies kann mit oder ohne folgende Symptome einhergehen:

ungewöhnlich starke oder langanhaltende Kopfschmerzen

Unwohlsein oder Übelkeit

unerklärbare Gewichtszunahme

schlimmstenfalls Krampfanfälle, Anschwellen des Gehirns (Hirnödem) oder Koma.

Tritt bei Ihnen (

oder Ihrem Kind) eines dieser Symptome auf, beenden Sie sofort die Behandlung und

informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Falls Sie Fieber, eine Infektion oder Durchfall und/oder Erbrechen bekommen, beenden Sie

ebenfalls die Behandlung mit Nocutil bis es Ihnen wieder besser geht.

Dies ist besonders wichtig bei sehr jungen und älteren Patienten.

Bevor Sie dieses Medikament einnehmen, informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie eine der folgenden

Krankheiten haben:

zystische Fibrose (eine Krankheit aufgrund derer Ihr Körper keine Fette und andere Nährstoffe

aufnehmen kann und Sie leichter Lungeninfektionen bekommen)

Koronare Herzkrankheit

Bluthochdruck

Chronische Nierenerkrankung

Pre-Eklampsie (schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck).

Halten Sie sich an die vom Arzt verschriebene Dosis und wenden Sie nicht gleichzeitig bestimmte

andere Medikamente an (siehe unter „Bei Einnahme von Nocutil mit anderen Arzneimitteln“). Das

vermindert das Risiko von Krampfanfällen.

Die Anwendung des Arzneimittels Nocutil 0,1 mg – Tabletten kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen.

Einnahme von Nocutil zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Folgende Medikamente können die Wirkung von Desmopressin verstärken:

Indometacin und eventuell andere Schmerz- und Entzündungshemmer (NSARs).

Oxytocin (zur Förderung der Geburtswehen)

Carbamazepin (zur Behandlung von Epilepsie)

Trizyklische Antidepressiva oder Serotoninwiederaufnahme-Hemmer (zur Behandlung von

Depressionen)

Chlorpromazin (zur Behandlung von psychischen Erkrankungen)

Loperamid (zur Behandlung von Durchfall).

Folgende Medikamente können die Wirkung von Desmopressin abschwächen:

Lithium (zur Behandlung von Depressionen)

Glibenclamid (zur Behandlung von Zuckerkrankheit).

Wenn Sie gleichzeitig Medikamente zur Behandlung von Herzerkrankungen nehmen, sollte Ihr Arzt

Ihren Blutdruck, Ihren Natriumspiegel im Blut und Ihren Urin untersuchen.

Bitte beachten Sie, dass diese Hinweise auch auf Medikamente zutreffen können, die Sie vor einiger

Zeit eingenommen haben.

Einnahme von Nocutil zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Reduzieren Sie die Flüssigkeitszufuhr auf ein Minimum. Fragen Sie bezüglich Ihrer Wasser- und

Flüssigkeitszufuhr Ihren Arzt um Rat.

Nahrungsmittel können die Aufnahme des Arzneimittels vermindern (siehe Abschnitt 3). Nehmen

Sie Nocutil daher nicht zum Essen ein.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Desmopressin geht zu einem geringen Teil in die Muttermilch über. Hinweise auf unerwünschte

Wirkungen beim Säugling liegen nicht vor.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheindlich, dass Nocutil Ihre Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr und beim

Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Jedoch können einige unerwünschte Nebenwirkungen (z.B.

Schwindel, Kopfschmerzen, siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) die

Konzentrationsfähigkeit und die Reaktionsgeschwindigkeit beeinträchtigen.

Nocutil enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Nocutil daher

erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie ist Nocutil einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosis von Desmopressin Tabletten muss individuell eingestellt werden.

Nocutil Tabletten sollten immer im gleichen Zeitabstand zum Essen eingenommen werden, weil

Nahrung die Aufnahme von Desmopressin reduziert (siehe auch „Einnahme von Nocutil zusammen

mit Nahrungsmitteln und Getränken“).

Bitte beachten Sie die Informationen bezüglich der Flüssigkeitsaufnahme (siehe auch „Besondere

Vorsicht bei der Einnahme von Nocutil ist erforderlich“).

Die Tabletten können in zwei Hälften geteilt werden um das Schlucken zu erleichtern.

Ihr Arzt enscheidet, wie lange Sie Nocutil einnehmen sollen.

Nächtliches Bettnässen (ab 5 Jahren):

Die Anfangsdosis beträgt 0,2 mg (zwei Nocutil 0,1 mg Tabletten) vor dem Schlafengehen. Ihr Arzt

kann die Dosis auf bis zu 0,4 mg erhöhen, wenn eine niedrigere Dosis nicht ausreicht.

Ihr Arzt kann nach drei Monaten die Notwendigkeit die Behandlung fortzusetzen überprüfen, indem

die Behandlung für eine Woche ausgesetzt wird.

Diabetes insipidus:

Die Anfangsdosierung beträgt normalerweise für Erwachsene und Kinder eine 0,1 mg Tablette 3-

mal täglich und kann dann vom Arzt je nach Ansprechen des Patienten angepasst werden.

Klinische Erfahrungen zeigen, dass die tägliche Dosis zwischen 0,2 mg und 1,2 mg variieren kann.

Für die Mehrheit der Patienten ist 3-mal täglich eine 0,1 - 0,2 mg Tablette ausreichend.

Nykturie bei Erwachsenen

Die Anfangsdosis beträgt 0,1 mg (eine Nocutil 0,1 mg Tablette) vor dem Schlafengehen. Zeigt

diese Dosis innerhalb einer Woche keine ausreichende Wirkung, kann Ihr Arzt die Dosis

wöchentlich auf 0,2 mg und auf bis zu 0,4 mg erhöhen. Auf die Verminderung der

Flüssigkeitszufuhr ist zu achten. Tritt trotz wöchentlicher Dosiserhöhung innerhalb von 4 Wochen

keine ausreichende Wirkung ein, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Da ältere Patienten anfälliger für Hyponatremie (niedriger Natriumgehalt im Blut) sind, wird der

Arzt häufigere Blutuntersuchungen durchführen. Falls Sie zu dieser Patientengruppe gehören, sollte

Ihr Natriumgehalt im Blut vor dem Behandlungsbeginn, drei Tage nach der ersten Anwendung und

nach jeder Dosiserhöhung gemessen werden. Außerdem sollte Ihr Natriumgehalt im Blut nach zwei

und vier Behandlungsmonaten gemessen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Nocutil eingenommen haben als Sie sollten

Im Falle einer versehentlichen Überdosierung beenden Sie die Behandlung und sprechen Sie

unverzüglich mit Ihrem Arzt. Bei Überdosierung besteht die Gefahr einer Überwässerung des

Körpers und kann zu Blutdruckanstieg, Erhöhung der Pulsfrequenz, Gesichtsrötung,

Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchkrämpfe (siehe auch „ Welche Nebenwirkungen sind möglich?“)

führen.

Alle Verdachtsfälle auf Hirnödeme (Krampfanfälle mit Bewusstseinsverlust) erfordern eine

sofortige Einweisung zur Intensivbehandlung in ein Krankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Nocutil vergessen haben

Wenn Sie einmal die Einnahme vergessen haben, sollten Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit

einnehmen.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten.

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten.

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten.

Selten:

weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten.

Sehr selten:

weniger als 1 von 10 000 Behandelten.

Falls Sie eine der folgenden

sehr seltenen

Nebenwirkungen bemerken informieren Sie unbedingt

Ihren Arzt bevor Sie die nächste Dosis einnehmen:

Zeichen von Überwässerung oder niedrigem Natriumgehalt im Blut (starke Kopfschmerzen,

Übelkeit; in schweren Fällen Krampfanfälle mit Bewusstseinsverlust). Diese Nebenwirkung ist

häufiger

während der Einstellungsphase zu Beginn der Behandlung von Nykturie.

Generalisierte allergische Reaktionen einschließlich Hautausschlag (rote Flecken,

Nesselausschlag, Juckreiz), Engegefühl in der Brust, Anschwellen der Augenlider, des Gesichts

oder der Lippen (manchmal begleitet von Atem- oder Schluckbeschwerden).

Andere mögliche Nebenwirkungen sind:

Häufig:

Bauchschmerzen, Übelkeit

Häufig:

Kopfschmerzen (sehr häufig während der Einstellungsphase zu Beginn der

Behandlung von Nykturie)

Sehr selten:

Stimmungsschwankungen bei Kindern.

Während der Behandlung von Nykturie sind außerdem möglich:

Häufig:

Wasseransammlungen in den Gliedmaßen, Übelkeit, Kopfschmerzen,

Gewichtszunahme, Mundtrockenheit, häufigere Harnentleerung.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten)

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Wie ist Nocutil aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses

Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren. Das Behältnis fest verschlossen halten.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Plastikflasche und der Umkarton angegebenen

Verfalldatum nach „Verw. bis“ nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Nocutil enthält

Der Wirkstoff ist: Desmopressinacetat. 1 Tablette enthält 0,1 mg Desmopressinacetat

entsprechend 0,089 mg Desmopressin.

Die sonstigen Bestandteile sind: 60 mg Lactose-Monohydrat, Kartoffelstärke, Povidon,

Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie Nocutil aussieht und Inhalt der Packung

Nocutil 0,1 mg Tabletten sind weiß, rund, konvex und ohne Filmschicht.

Die Bruchrille auf einer Seite ermöglicht ein Teilen der Tablette zum einfacheren Schlucken.

Nocutil 0,1 mg ist in Packungen mit 15, 28, 30, 60, 90, 100 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Gebro Pharma GmbH

A-6391 Fieberbrunn

Z.Nr.:

1-25872

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich: Nocutil 0,1 mg Tabletten

Dänemark: Nocutil 0,1 mg tabletter

Schweden: Nocutil 0,1 mg tabletter

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im April 2014.

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Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung:

Bei Überdosierung besteht die Gefahr einer Hyperhydration. Es sind daher Symptome wie

Gewichtszunahme, leichte Hypertonie, Tachykardie, Flush, Kopfschmerzen, Krämpfe, Übelkeit und

abdominale Krämpfe, sowie in schweren Fällen Hirnödeme, Konvulsionen und Koma, zu erwarten.

Die Behandlung ist zu unterbrechen. Die Flüssigkeitsaufnahme soll bis zur Normalisierung des

Serum-Natriumgehaltes reduziert werden. In weiterer Folge soll die Dosis reduziert werden.

Auch wenn die Behandlung einer Hyponaträmie individuell erfolgen muss, können folgende

allgemeine Empfehlungen gegeben werden:

Im Falle einer massiven Überdosierung mit Gefahr einer Wasserintoxikation ist die Gabe eines

Saluretikums wie Furosemid in Erwägung zu ziehen.

Alle Verdachtsfälle auf ein Hirnödem erfordern eine sofortige Einweisung zur Intensivtherapie.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Nocutil 0,1 mg - Tabletten

Nocutil 0,2 mg - Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Nocutil 0,1 mg Tabletten:

1 Tablette enthält 0,1 mg Desmopressinacetat entsprechend 0,089 mg Desmopressin.

Nocutil 0,2 mg Tabletten:

1 Tablette enthält 0,2 mg Desmopressinacetat entsprechend 0,178 mg Desmopressin.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Nocutil 0,1 mg Tabletten: Jede Tablette enthält 60 mg Lactose-Monohydrat.

Nocutil 0,2 mg Tabletten: Jede Tablette enthält 120 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Weiße Tabletten ohne Filmschicht, rund, konvex, mit Bruchrille auf einer Seite.

Die Bruchrille in den Tabletten soll nur in Ausnahmefällen eine Teilung der Tablette

ermöglichen,

leichter

schlucken

können.

Teilung

Tabletten

gewährleistet

keine

genaue

Halbierung

Dosis.

Beide

Tablettenhälften

sollten

deshalb zusammen als eine Dosis eingenommen werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung der primären Enuresis nocturna bei Kindern ab 5 Jahren nach

Ausschluss

organischer

Ursachen

wenn

andere,

nicht-medikamentöse

Therapiemaßnahmen erfolglos waren.

Zur Behandlung des Vasopressin-sensitiven zentralen Diabetes insipidus.

Zur Behandlung der Nykturie verbunden mit nächtlicher Polyurie bei Erwachsenen

(bei einer Urinproduktion in der Nacht, welche die Blasenkapazität überschreitet).

Nocutil wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Dosierung von Desmopressin Tabletten ist individuell anzupassen.

Absorption

Desmopressin

durch

Nahrung

reduziert

wird,

soll

Einnahme immer im gleichen zeitlichen Abstand zu den Mahlzeiten erfolgen (siehe

Abschnitt 4.5).

Enuresis nocturna (ab 5 Jahren)

Eine angemessene initiale Dosis beträgt 0,2 mg vor dem Schlafengehen. Zeigt diese

Dosis keine ausreichende Wirksamkeit, kann sie bis auf 0,4 mg gesteigert werden.

Die Wirksamkeit

kann durch eine

eingeschränkte

Flüssigkeitsaufnahme

vor dem

Schlafengehen erhöht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Sollten

Anzeichen

einer

Wasserretention

und/oder

Hyponatriämie

auftreten

(Kopfschmerzen,

Übelkeit/Erbrechen,

Gewichtszunahme,

schweren

Fällen

Krämpfe), muss die Behandlung unterbrochen werden, bis der Patient vollkommen

genesen

ist.

erneutem

Therapiebeginn

muss

Reduktion

Flüssigkeitsaufnahme streng eingehalten werden (siehe Abschnitt 4.4).

Die Notwendigkeit einer längeren Behandlung soll spätestens nach 3 Monaten durch

einen mindestens 1-wöchigen Auslassversuch überprüft werden.

Diabetes insipidus

Die initiale Dosis beträgt für Erwachsene und Kinder 0,1 mg 3-mal täglich und wird

dann

Ansprechen

Patienten

individuell

angepasst.

Bisherige

klinische

Erfahrungen haben gezeigt, dass die tägliche Dosis zwischen 0,2 und 1,2 mg liegt. Für

die Mehrheit der Patienten liegt die Erhaltungsdosis zwischen 0,1 und 0,2 mg 3-mal

täglich. Sollten Anzeichen einer Wasserretention und/oder Hyponatriämie auftreten,

muss die Behandlung unterbrochen und die Dosis entsprechend angepasst werden.

Nykturie

Die empfohlene initiale Dosis beträgt 0,1 mg vor dem abendlichen Schlafengehen.

Zeigt diese Dosis nach 1 Woche keine ausreichende Wirksamkeit, kann sie auf 0,2 mg

und darauffolgend nach einer weiteren Woche bis auf 0,4 mg gesteigert werden. Eine

Reduktion der Flüssigkeitsaufnahme ist zu beachten.

Wenn innerhalb von 4 Wochen, nach einer entsprechenden wöchentlichen Erhöhung

der Dosis, keine ausreichende klinische Wirkung erzielt wird, sollte die Medikation

abgesetzt werden.

Vorliegende

klinischen

Daten

beschränken

sich

eine

Therapiedauer

Monaten. Jedoch sollte die Notwendigkeit der Behandlungsfortsetzung regelmäßig

überprüft werden.

Zur Feststellung einer nächtlichen Polyurie sollten die Nykturiepatienten mindestens

Tage

Behandlungsbeginn

jeder

Miktion

Zeitpunkt

Harnvolumen

notieren.

Eine

nächtliche

Harnmenge,

welche

funktionelle

Blasenkapazität

übersteigt oder über einem Drittel der 24h-Harnproduktion liegt, wird als Polyurie

angesehen.

Die Behandlung von älteren Patienten muss aufgrund des erhöhten Risikos einer

Hyponatriämie

engmaschig

überwacht

werden.

Wird

eine

Behandlung

dieser

Patientengruppe in Erwägung gezogen, sollten die Natriumwerte im Serum vor Beginn

der Behandlung, 3 Tage nach Gabe der Initialdosis, nach jeder Dosiserhöhung und

zusätzlich nach 2 und 4 Monaten Therapiedauer gemessen werden.

Sollten

Anzeichen

einer

Wasserretention

und/oder

Hyponatriämie

auftreten

(Kopfschmerzen,

Übelkeit/Erbrechen,

Gewichtszunahme,

schweren

Fällen

Krämpfe), muss die Behandlung unterbrochen werden, bis der Patient vollkommen

genesen

ist.

erneutem

Therapiebeginn

muss

Reduktion

Flüssigkeitsaufnahme streng eingehalten und das Serum-Natrium in kurzen zeitlichen

Abständen kontrolliert werden (siehe 4.4).

Durch die Bruchrille kann die Tablette halbiert werden, um sie leichter schlucken zu

können. Das Teilen der Tabletten gewährleistet keine genaue Halbierung der Dosis.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit

gegen

Wirkstoff

oder

einen

Abschnitt

6.1.

genannten sonstigen Bestandteile,

Neurologische Erkrankungen und Demenz,

Primäre und psychogene Polydipsie oder Polydipsie bei Alkoholikern,

Herzinsuffizienz und andere Erkrankungen, die eine Behandlung mit Diuretika

erfordern

Hyponatriämie oder eine Prädisposition zu Hyponatriämie

Mäßig starke bis schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance unter

50 ml/min),

Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)

Desmopressin - Tabletten sind nicht zur Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern

(unter einem Alter von 5 Jahren) bestimmt.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Behandlung

Desmopressin

kann

ohne

gleichzeitige

Einschränkung

Flüssigkeitsaufnahme zu einer Wasserretention und Hyponatriämie führen, was von

Symptomen

Gewichtszunahme,

Kopfschmerzen,

Übelkeit

Ödembildung

begleitet sein kann. In schweren Fällen können Hirnödem, Konvulsionen und Koma

auftreten.

Drang-Inkontinenz,

organische

Ursachen

für

eine

gesteigerte

Miktionsrate

bzw.

Nykturie

(wie

benigne

Prostatahyperplasie

(BPH),

Harnwegsinfekte,

Blasensteine

bzw.

-tumore,

Störungen

Blasensphinkters),

Polydipsie

unzureichend

beherrschter

Diabetes

mellitus

sollten

zunächst

entsprechend

behandelt

bzw.

ausgeschlossen werden.

Vorsicht ist geboten bei zystischer Fibrose, koronarer Herzkrankheit, Hypertonie,

chronischem Nierenleiden und Präeklampsie sowie bei gleichzeitiger Behandlung mit

Substanzen, von denen bekannt ist, dass sie SIADH hervorrufen, z.B. trizyklische

Antidepressiva,

selektive

Serotoninwiederaufnahme-Hemmer,

Chlorpromazin

Carbamazepin bzw. bei gleichzeitiger Behandlung mit NSARs (siehe Abschnitt 4.5).

Die Behandlung der primären Enuresis nocturna mit Desmopressin darf nur bei

Patienten mit normalem Blutdruck durchgeführt werden.

Ältere Patienten und Patienten mit einem niedrigen Natriumserumspiegel haben ein

erhöhtes Risiko für eine Hyponatriämie.

Patienten und ihre Eltern sind darauf aufmerksam zu machen, dass eine übermäßige

Flüssigkeitsaufnahme (auch während des Schwimmens) zu vermeiden ist, und dass bei

Erbrechen,

Durchfall,

systemischen

Infektionen

Fieber

Anwendung

Desmopressin solange zu unterbrechen ist, bis sich der Flüssigkeitshaushalt wieder

normalisiert hat. Die Gefahr von Krampfanfällen, verursacht durch Hyponatriämie,

kann durch Einhaltung der empfohlenen Anfangsdosierung und durch Vermeidung

einer gleichzeitigen Verabreichung von Vasopressin-sekretionsfördernden Substanzen

möglichst gering gehalten werden (siehe Abschnitt 4.5.).

Zur Vermeidung einer Hyperhydration und Hyponatriämie ist vor allem bei sehr

jungen

älteren

Patienten,

Krankheiten

instabiler

Flüssigkeits-

Elektrolytbilanz

erhöhtem

intrakraniellen

Druck

vorsichtshalber

Flüssigkeitsaufnahme zu reduzieren.

Bei der Behandlung der Enuresis nocturna soll ab 1 Stunde vor Anwendung von

Desmopressin bis zum nächsten Morgen (mindestens 8 Stunden) nach Anwendung die

Flüssigkeitsaufnahme

Minimum

reduziert

werden,

Durst

Flüssigkeit aufgenommen werden.

Eine mögliche Flüssigkeitsretention kann durch eine Gewichtskontrolle bzw. durch

Messung des Plasma-Natriumspiegels bzw. der Plasma-Osmolalität überprüft werden.

Eine Gewichtszunahme kann durch Überdosierung, oder häufiger durch verstärkte

Flüssigkeitsaufnahme verursacht sein.

Aufgrund des Gehalts an Lactose sollten Patienten mit der seltenen, erblichen Störung

der

Galactose-Intoleranz,

Lapp-Lactase-Mangels

oder

Glucose-Galactose-

Malabsorption das Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Indometacin (und andere NSARs) und Oxytocin können die antidiuretische Wirkung

Desmopressin

verstärken

eine

Wasserretention

Hyponatriämie

verursachen.

Substanzen von denen bekannt ist, dass sie die Freisetzung des antidiuretischen

Hormons

bewirken,

z.B.

trizyklische

Antidepressiva,

selektive

Serotoninwiederaufnahme-Hemmer, Chlorpromazin und Carbamazepin, können einen

zusätzlichen

antidiuretischen

Effekt

auslösen

damit

Risiko

einer

Wasserretention und/oder Hyponatriämie erhöhen.

Eine gleichzeitige Behandlung mit Loperamid kann zu einer 3-fachen Erhöhung der

Desmopressin-Plasmakonzentration führen, die wiederum zu einem erhöhten Risiko

einer Wasserretention und/oder Hyponatriämie führen kann. Andere Arzneimittel,

welche die Peristaltik verlangsamen, könnten den gleichen Effekt haben, allerdings

liegen dazu keine Untersuchungen vor.

Glibenclamid und Lithium können die antidiuretische Wirkung abschwächen.

gleichzeitige

Verabreichung

Dimeticon

kann

einer

verminderten

Resorption von Desmopressin führen.

gleichzeitiger

Anwendung

blutdruckerhöhenden

blutdrucksenkenden

Arzneimitteln

sollten

Blutdruck,

Plasmanatriumspiegel

Harnausscheidung

überwacht werden.

unwahrscheinlich,

dass

Wechselwirkungen

zwischen

Desmopressin

Medikamenten,

Leberstoffwechsel

beeinflussen,

auftreten,

in-vitro

Studien an menschlichen Mikrosomen gezeigt werden konnte, dass Desmopressin

nicht signifikant über die Leber metabolisiert wird. Allerdings wurden formale in-vivo

Studien nicht durchgeführt.

Eine standardisierte Mahlzeit, mit 27 % Fettanteil, gleichzeitig oder 1,5 Stunden vor

der Desmopressin-Gabe verminderte signifikant die Absorption (in Geschwindigkeit

Ausmaß)

oralem

Desmopressin

Hinblick

Pharmakodynamik (Urinproduktion oder Osmolalität) wurde kein signifikanter Effekt

beobachtet. Bei einigen Patienten kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die

antidiuretische Wirkung bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme verändert sein kann

(siehe Abschnitt 4.2).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Desmopressin Tabletten sollten in der Schwangerschaft mit Vorsicht angewendet

werden.

Überwachung

Blutdrucks

wird

wegen

erhöhten

Risikos

einer

Präeklampsie empfohlen.

Daten aus einer begrenzten Anzahl (n = 53) exponierter Schwangerschaften in Frauen

mit Diabetes insipidus zeigen keine Nebenwirkungen von Desmopressin auf die

Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fötus bzw. des neugeborenen Kindes.

Es gab seltene Berichte von Fehlbildungen an Kindern bei einer Behandlung der

Mütter gegen Diabetes insipidus während der Schwangerschaft.

Derzeit liegen keine anderen relevanten epidemiologischen Daten vor. Tierversuche

weisen

keine

direkten

oder

indirekten

Schädigungen

Bezug

Schwangerschaft,

embryonale/fötale

Entwicklung,

Entbindung

oder

postnatale Entwicklung hin.

Stillzeit

Ergebnisse von Analysen der Muttermilch von Frauen, die hohe Dosen Desmopressin

(300 µg intranasal) erhielten, zeigen, dass Desmopressin in die Muttermilch gelangt,

aber die Mengen an Desmopressin, die an das Kind abgegeben werden könnten, sind

bedeutend geringer als die zur Beeinflussung der Diurese notwendigen Mengen.

Desmopressin kann während der Stillzeit verwendet werden.

Fertilität

Es liegen keine Studien zur Fruchtbarkeit vor.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen

durchgeführt.

Allerdings

können

einige

unerwünschte Nebenwirkungen (z. B. Schwindel, Kopfschmerzen, siehe Abschnitt

4.8)

Konzentrations-

Reaktionsfähigkeit

beeinflussen,

dass

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen geben

könnte.

4.8

Nebenwirkungen

Eine Behandlung ohne gleichzeitige Einschränkung der Flüssigkeitsaufnahme kann

zu Wasserretention/Hyponatriämie mit oder ohne einhergehende Warnsignale und

Symptome führen. Mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen,

zerebrale Ödeme, reduzierte Natriumserumspiegel, Gewichtszunahme, und in

schweren Fällen Krämpfe.

Enuresis nocturna und Diabetes insipidus

Erkrankungen des

Immunsystems

Sehr selten (<1/10 000)

Allergische Hautreaktionen,

generalisierte allergische

Reaktionen

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Sehr selten (<1/10 000)

Hyponatriämie

Psychiatrische

Erkrankungen

Sehr selten (<1/10 000)

Emotionale Störungen (bei

Kindern)

Erkrankungen des

Nervensystem

Häufig (≥1/100, <1/10)

Kopfschmerzen

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Häufig (≥1/100, <1/10)

Abdominale Schmerzen,

Übelkeit

Mit Ausnahme der allergischen Reaktionen können die Nebenwirkungen durch

Dosisreduktion verhindert werden oder verschwinden.

Nykturie

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Häufig (≥1/100, <1/10)

Hyponatriämie

Erkrankungen des

Nervensystem

Häufig (≥1/100, <1/10)

Kopfschmerzen, Schwindel

Erkrankungen des Herz-

Kreislaufsystems

Häufig (≥1/100, <1/10)

Periphere Ödeme

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Häufig (≥1/100, <1/10)

Übelkeit, Gewichtszunahme,

Abdominale Schmerzen,

Mundtrockenheit

Erkrankungen der Nieren

und Harnwege

Häufig (≥1/100, <1/10)

Häufige Miktion

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Bei Überdosierung besteht die Gefahr einer Hyperhydration. Es sind daher Symptome

Gewichtszunahme,

leichte

Hypertonie,

Tachykardie,

Flush,

Kopfschmerzen,

Krämpfe, Übelkeit und abdominale Krämpfe zu erwarten. In schweren Fällen kann es

auch zu Hirnödemen, generalisierten Krämpfen und Koma kommen.

Behandlung

unterbrechen.

Flüssigkeitsaufnahme

soll

Normalisierung des Serum-Natriumgehaltes reduziert werden. In weiterer Folge soll

die Dosis reduziert werden.

Obwohl die Hyponatriämie eine individuelle Behandlung erfordert, können folgende

allgemeine Empfehlungen gegeben werden:

Im Fall massiver Überdosierung mit der Gefahr einer Wasserintoxikation ist die Gabe

eines Saluretikums wie Furosemid in Erwägung zu ziehen.

Alle

Verdachtsfälle

Hirnödem

erfordern

eine

sofortige

Einweisung

Intensivtherapie.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vasopressin und Analoga

ATC Code: H01BA02

Desmopressin ist ein synthetisches Polypeptid, das ein Strukturanalogon des nativen

Hypophysenhinterlappenhormons

Arginin-Vasopressin

darstellt.

weist

eine

wesentlich

längere

antidiuretische

Wirkungsdauer

auf,

wobei

Gebärmuttertonus steigernde und die vasopressorische Wirkung sehr gering sind. Die

Wirkung tritt nach Applikation innerhalb 1 Stunde ein und hält zwischen 6 und

Stunden an.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die absolute Bioverfügbarkeit von oral verabreichtem Desmopressin variiert zwischen

0,08 und 0,16 %. Mittlere maximale Plasmakonzentrationen werden innerhalb von

Stunden erreicht. Das Verteilungsvolumen beträgt 0,2 – 0,37 l/kg. Desmopressin

passiert

Blut-Hirn-Schranke

nicht.

orale

terminale

Halbwertszeit

variiert

zwischen 2 und 3 Stunden. Desmopressin weist eine moderate bis hohe Variabilität

Bioverfügbarkeit

auf,

sowohl

intra-

auch

inter-individuell.

Gleichzeitige

Nahrungsaufnahme verringert die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Resorption

um ca. 40%.

In-vitro-Untersuchungen an menschlichen Mikrosomen haben gezeigt, dass in der

Leber

keine

signifikante

Desmopressinmenge

metabolisiert

wird.

daher

unwahrscheinlich, dass Desmopressin in der Leber in vivo metabolisiert wird.

Ungefähr

einer

intravenösen

Desmopressindosis

werden

innerhalb

Stunden im Urin wiedergefunden.

Es wurden keine geschlechtsabhängigen Unterschiede in der Pharmakokinetik von

Desmopressin beobachtet.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Präklinische Effekte wie z.B. Nephrotoxizität wurden nur bei Expositionen, die weit

über der maximalen humanen Exposition lagen, beobachtet und sind von geringer

klinischer Relevanz. Studien zur Kanzerogenität bzw. Mutagenität (mit Ausnahme

eines negativen Ames-Tests) liegen nicht vor.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat,

Kartoffelstärke,

Povidon (K25),

Magnesiumstearat,

hochdisperses Siliciumdioxid.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren. Das Behältnis fest verschlossen halten.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

30 ml Plastikflasche aus HD-Polyethylen und kindersichere Verschlussklappe aus

Polypropylen mit integrierter Trockenmittelkapsel gefüllt mit Silikagel als

Trockenmittel.

Jede Flasche enthält 15 (28, 30, 60, 90, 100) Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Gebro Pharma GmbH

A-6391 Fieberbrunn

Telefon: 0043/5354/5300-0

Telefax: 0043/5354/5300-710

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Nocutil 0,1 mg: 1-25872

Nocutil 0,2 mg: 1-25873

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/ VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 13. Juni 2005

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:

13. Dezember 2009

10.

STAND DER INFORMATION

04/2014

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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Public Assessment Report

Scientific discussion

Nocutil (MRP: AT/H/0156)

Novidin (MRP: AT/H/0155)

Desmopressin

This module reflects the scientific discussion for the approval of Nocutil / Novidin. The

procedure was finalised on 19.10.2005. For information on changes after this date please refer to

the module ‘Update’.

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I.

INTRODUCTION

This is an abridged product licence application for marketing authorisation for Nocutil 0,1 mg / 0,2 mg

– Tabletten, as well as for Novidin 0,1 mg / 0,2 mg - Tabletten. Hereafter it is also referred to as

Desmopressin Gebro tablets. Marketing authorisation is sought on the grounds of essential similarity

to the brand leader Minirin 0,2 mg - Tabletten (Ferring Arzneimittel GmbH, Vienna) under article

10.1(a)(iii) of Directive 2001/83/EC.

Nocutil / Novidin 0.2 mg Tablets are equivalent and are claimed essentially similar to the earlier in

Austria approved Minirin 0,2 mg - Tabletten.

Minirin tablets were authorised in Sweden in 1987. Desmopressin was authorised for the first time in

Austria in 1973 in Minirin intranasal solution.

Desmopressin (1-Deaminocystein-8-D-arginine-vasopressin; DDAVP) is a synthetic structural

analogue of the natural hormone 8-arginine-vasopressin. It has been used in the treatment of central

diabetes insipidus.

II.

QUALITY ASPECTS

II.1

Introduction

Nocutil / Novidin is a tablet which is presented in a 30 ml High Density Polyethylene (HDPE)

bottle with a tamper-proof, child-resistant, twist-off polypropylene (PP) closure with a silica gel

desicant insert.

II.2

2.2

Drug Substance

The active substance in Nocutil / Novidin is Desmopressin. The specification of the active

substance meets the current scientific requirements. The adequate quality of the active substance

has been shown by submitting the appropriate control data. The stability of the active substance

has been tested under ICH conditions. The results of the stability studies support the established

retest-period.

II.3

Medicinal Product

Nocutil / Novidin contains the following excipients:

Lactose monohydrate (60 mg or 120 mg for the 0,1 mg tablets and the 0,2 mg tablets, rspectively),

potato starch,

povidone,

magnesium stearate,

colloidal anhydrous silica.

The manufacturer responsible for batch release is Gebro Pharma GmbH, A- 6391 Fieberbrunn. The

development of the product has been sufficiently made and deemed appropriate. The usage of all the

excipients has been described.

The release specification includes the check of all parameters relevant to this pharmaceutical form.

Appropriate data concerning the control of the finished product support the compliance with the

release specifications.

The packaging of the medicinal product complies with the current legal requirements.

Stability studies under ICH conditions have been performed and data presented support the shelf life

claimed in the SmPC, with a shelf life of 3 years when stored below 25°C and stored in the original

package.

The pharmaceutical quality of Nocutil / Novidin has been adequately shown.

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II.4

Discussion on chemical, pharmaceutical and biological aspects

Information on development, manufacture and control of active substance and medicinal product has

been presented in a satisfactory manner. The results of tests carried out indicate satisfactory

consistency and uniformity of important product quality characteristics.

III.

NON-CLINICAL ASPECTS

III.1

Discussion on the non-clinical aspects

The pharmaco-toxicological dossier consists mainly of published data on desmopressin. The Expert

Report reviewed these data briefly. It is written by Allan Evans from the University of South

Australia. The report is acceptable for this product.

An in vitro gene mutation test on strains of Salmonella typhimurium (Ames test) was conducted by the

applicant, to screen the mutagenic potential of desmopressin acetate (Hazleton Europe Limited, May

1995). It was performed according to the present guidelines and did not show a mutagenic potential.

As the application is submitted in accordance with Article 10.1.(a)(iii) of Directive 2001/83/EC it is

acceptable that specific studies have not been performed.

The preclinical dossier is acceptable.

IV.

CLINICAL ASPECTS

IV.1

Pharmacokinetics

A bioequivalence study was performed, comparing Desmopressin Gebro 0,2 mg tablets (Gebro

Pharma GmbH, Austria) with the registered Minirin 0,2 mg tablets (Ferring, Austria).

The testing of only the 200 µg tablets is justified trough section 5.4 of the CPMP Note for Guidance

on the Investigation of Bioavailability and Bioequivalence (CPMP/EWP/QWP/1401/98, London,

December 1998). According to this, the testing of the bioequivalence for only one strength of the

tablets is acceptable, because the claimed premisis, like same manufacturer and process for all

strength, a linear pharmokokinetic and a qualitative identical and quantitative proportional

composition have been fullfilled.

The usage of a peroral dose of 400 µg desmopressin (2x200 mg tablets) is substantiated by the need of

accurate measurable plasma levels. This dose would be expected to result in plasma levels higher than

5 pg/ml over at least 6 hours, which means over LOQ (limit of quantification).

This study was conducted, according to the declarations of the clinical overview, in accordance with

GCP (ICH Note for Guidance on Good Clinical Practice) and GLP, the Study Protocol and

furthermore the Declaration of Helsinki (Edinburgh, 2000) and with the CPMP Note for Guidance on

the Investigation of Bioavailability and Bioequivalence (CPMP/EWP/QWP/1401/98, December

1998).

The GCP-conformity was furthermore certified by an inspector of the Austrian authority, who has

visited the test site in 2005.

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Test and reference products were compared with respect to AUC

and C

using ANOVA (analysis

of variance). Predefined criteria for bioequivalence acceptance were 90 % confidence intervals within

80-125% for the test/reference ratios of AUC

and 70-143% for the test/reference ratio of C

Although a wider bioequivalence range of 0.7 to 1.43 for maximum concentration C

was chosen,

the obtained values for the 90% confidence intervals were entirely within the usual accepted ranges of

0.80 to 1.25.

Test:

Desmopressin Gebro 0,2 mg tablets (Gebro Pharma GmbH, Austria) Batch Number 339 208 2

Reference:

Minirin 0,2 mg tablets (Ferring, Austria) Batch Number CH 6738E

Results

The calculated pharmacokinetic parameters for desmopressin, given as mean and the results of the

bioequivalence analysis are shown in the following table:

Dose/ formulation

(number of subjects)

Parameters

Test

Reference

2 x2 200µg

AUC

0-

(pg/ml*h)

77.46

75.03

desmopressin

AUC

0-last

(pg/ml*h)

51.58

51.83

tablets

C

max

(pg/ml)

21.22

21.88

(n=59)

t

max

1.23

1.13

All parameters are given as geometric means, except t

, which is given as arithmetic means

Formulation

Parameter

Lower limit of

90% CI

Point estimate

Upper limit of 90%

CI

200 µg

AUC

0-

0.9242

1.0325

1.1534

Tablets

AUC

0-last

0.8714

0.9953

1.1369

C

max

0.8712

0.9697

1.0794

t

max

-0.0777

0.1042

(difference)

0.2861

The results of the studies demonstrated that after single dose administration under fasting conditions

Desmopressin Gebro 0,2 mg tablets (Gebro Pharma GmbH, Austria) Batch Number 339 208 2, was

found to be bioequivalent with Minirin 0,2 mg tablets (Ferring, Austria) Batch Number CH 6738E.

The 90% confidence intervals for the primary parameters AUC

0-last

and C

were entirely within the

bioequivalence acceptance ranges of 0.80 to 1.25 and 0.7 to 1.43, respectively.

This bioequivalence study was well performed, and the results clearly show that Desmopressin Gebro

0,2 mg tablets (Gebro Pharma GmbH, Austria) are bioequivalent with respect to the extent and rate of

absorption with Minirin 0,2 mg tablets (Ferring, Austria).

Therefore the results of the above mentioned studies clearly demonstrate bioequivalence also of the

applied Desmopressin Gebro 0.1 and 0.2 mg tablets with the Minirin 0.1 and 0.2 mg tablets (Ferring,

Austria) with regard to the AUC

0-last

and C

ratios and the corresponding 90% confidence intervals

being completely within the predefined bioequivalence ranges of 80% -125% and 70% - 143%.

IV.2

Discussion on the clinical aspects

Considering that bioequivalence of this desmopressin formulation of the applicant with the reference

products could be demonstrated, it is fully justified to transfer the whole information on clinical

efficacy and safety from the originator product to the product recommended for marketing

authorisation.

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V.

OVERALL CONCLUSION, BENEFIT/RISK ASSESSMENT AND

RECOMMENDATION

The data have demonstrated that the overall risk/benefit is favorable for the proposed indications. The

Summary of Product Characteristics and package insert have been adapted to the reference product's

SPC and are satisfactory. The quality, efficacy and safety are considered satisfactory, and the grant of

a marketing authorisation is recommended.

This module reflects the procedural steps and scientific information after the finalisation of the

initial procedure.

Scope

Procedure

number

Product

Information

affected

Date of end

of procedure

Approval/

non

approval

Assessment report

attached

Change in the shelf-

life from 12 to 24

months

AT/H/155/IB/001

13.03.2006

Approval

Change in the shelf-

life from 24 to 36

months

AT/H/155IB/003

11.06.2007

Approval

Change in the shelf-

life from 12 to 24

months

AT/H/156/IB/001

13.03.2006

Approval

Change in the shelf-

life from 24 to 36

months

AT/H/156IB/004

11.06.2007

Approval

Change in the pack

size

AT/H/156/IA/003

30.03.2007

Approval

Changes in SPC 4.1.

and 4.2. - lowering

the age limit for the

nocturnal enuresis

indication from 6 to

5 years

AT/H/156/II/005

24.09.2008

Approval

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