Lovastatin - 1A Pharma 40 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Lovastatin
Verfügbar ab:
1 A Pharma GmbH
ATC-Code:
C10AA02
INN (Internationale Bezeichnung):
lovastatin
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Lovastatin 40.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
54354.02.00

Wortlaut der für die Gebrauchsinformation vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Lovastatin - 1 A Pharma 40 mg Tabletten

Lovastatin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.

Was ist Lovastatin – 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lovastatin – 1 A Pharma beachten?

Wie ist Lovastatin – 1 A Pharma einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Lovastatin – 1 A Pharma aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Lovastatin – 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?

Lovastatin – 1 A Pharma ist ein Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin im Blut.

Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

bezeichnet werden.

Ihr Arzt hat Ihnen Lovastatin – 1 A Pharma verschrieben, um Ihr Cholesterin zu senken,

wenn sich eine fettarme Diät und Änderungen des Lebensstils allein als unzureichend

erwiesen haben.

Außerdem wurde gezeigt, dass Lovastatin das Fortschreiten der koronaren Arteriosklerose

bei Patienten mit erhöhtem Cholesterin im Blut verhindert.

Während der Behandlung sollten Sie eine allgemein übliche Cholesterin senkende Diät

fortführen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lovastatin – 1 A Pharma beachten?

Lovastatin – 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Lovastatin oder einen der in Abschnitt 6 genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie eine aktive Lebererkrankung, eine blockierte Gallenausscheidung

(Cholestase) oder ungeklärte länger anhaltende hohe Leberwerte (Transaminasen)

haben

wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden wollen

wenn Sie stillen

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen (siehe Abschnitt „Einnahme von

Lovastatin – 1 A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln“):

-

Itraconazol oder Ketoconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)

-

Erythromycin, Clarithromycin oder Telithromycin (Antibiotika)

-

HIV-Protease-Inhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)

das Antidepressivum Nefazodon

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lovastatin – 1 A Pharma

einnehmen.

In den folgenden Fällen besteht bei Ihnen unter Umständen ein erhöhtes Risiko für das

Auftreten von Muskelproblemen:

wenn Sie älter als 70 Jahre sind

wenn Sie eine Niereninsuffizienz haben

wenn Sie an einer nicht eingestellten Schilddrüsenunterfunktion leiden

wenn Sie Muskelerkrankungen in der Familiengeschichte hatten oder früher an einer

Muskelerkrankung (auch eine früher unter einem Fibrat oder einem Statin aufgetretene

Muskelerkrankung) gelitten haben

wenn Sie große Mengen Alkohol zu sich nehmen

Wenn eine dieser Aussagen auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt vor und möglicherweise auch

während Ihrer Therapie mit Lovastatin – 1 A Pharma Blutuntersuchungen durchführen

müssen, um Ihr Risiko für Nebenwirkungen im Bereich der Muskeln vorhersagen zu können.

Wenn Sie ungeklärte Muskelschmerzen, allgemeine Schmerzen, Schwäche oder Krämpfe

während der Behandlung mit Lovastatin – 1 A Pharma haben und insbesondere wenn dies

mit allgemeinem Unwohlsein oder Fieber während der Behandlung einhergeht, sollten Sie

sich sofort an Ihren Arzt wenden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie LovaHEXAL einnehmen

wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen mit dem Wirkstoff

Fusidinsäure einnehmen / Ihnen solche Arzneimittel als Spritze verabreicht werden oder

wenn Sie solche Arzneimittel in den letzten 7 Tagen eingenommen haben / Ihnen solche

Arzneimittel als Spritze verabreicht wurden. Die Kombination von Fusidinsäure und

LovaHEXAL kann zu lebensbedrohlichen Muskelproblemen (Rhabdomyolyse) führen.

wenn Sie gleichzeitig folgende Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel, die die Immunreaktion vermindern (z. B. Ciclosporin)

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Angina pectoris, die

Verapamil enthalten

Amiodaron, ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Arzneimittel, die das Cholesterin im Blut senken, einschließlich Fibrinsäure-

Abkömmlinge (z. B. Gemfibrozil) und Nikotinsäure

Diese Arzneimittel treten mit Lovastatin – 1 A Pharma in Wechselwirkung und können

unerwünschte Muskelreaktionen verstärken (siehe Abschnitt „Einnahme von Lovastatin – 1 A

Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Apotheker, wenn bei Ihnen anhaltende

Muskelschwäche auftritt. Zur Diagnose und Behandlung dieses Zustands sind

möglicherweise weitere Untersuchungen und Arzneimittel notwendig.

In den folgenden Fällen besteht bei Ihnen unter Umständen ein erhöhtes Risiko für das

Auftreten von Leberproblemen:

wenn Sie eine Lebererkrankung in der Vorgeschichte haben

wenn Sie große Mengen Alkohol zu sich nehmen

wenn Sie Lovastatin in Dosen ≥ 40 mg/Tag erhalten

Üblicherweise werden vor Beginn der Behandlung mit Lovastatin – 1 A Pharma und zu

verschiedenen Zeitpunkten während der Behandlung zur Überprüfung auf Nebenwirkungen

Leberfunktionstests durchgeführt.

Sprechen sie vor der Behandlung mit Lovastatin – 1 A Pharma mit Ihrem Arzt oder

Apotheker

- wenn sie an schwerwiegenden Atemproblemen leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:

Atemprobleme

Husten ohne Auswurf

Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes (Müdigkeit,

Gewichtsverlust und Fieber)

Während der Behandlung mit Lovastatin – 1 A Pharma wird Ihr Arzt Sie engmaschig

überwachen, wenn Sie eine Blutzuckererkrankung (Diabetes) haben oder das Risiko besteht,

dass Sie eine Blutzuckererkrankung entwickeln. Das Risiko, eine Blutzuckererkrankung zu

entwickeln besteht, wenn Sie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte haben, übergewichtig

sind und einen hohen Blutdruck haben.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da die

Sicherheit und Wirksamkeit von Lovastatin bei Kindern nicht nachgewiesen wurde.

Einnahme von Lovastatin – 1 A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Einige andere Arzneimittel können Lovastatin – 1 A Pharma beeinflussen oder durch

Lovastatin – 1 A Pharma beeinflusst werden. Zu diesen Arzneimitteln gehören:

Arzneimittel, die die Immunreaktion vermindern, z. B. Ciclosporin (siehe Abschnitt

“Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen”)

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Angina pectoris, die Verapamil

enthalten (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Amiodaron (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) (siehe Abschnitt

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Danazol (ein synthetisches Steroid, das zur Behandlung von Endometriose und Zysten

in der Brust bei Frauen verwendet wird)

Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen, die eingenommen werden und

Itraconazol oder Ketoconazol enthalten (siehe Abschnitt „Lovastatin – 1 A Pharma darf

nicht eingenommen werden“)

Arzneimittel, die das Cholesterin im Blut senken, einschließlich Fibrinsäure-

Abkömmlinge (z. B. Gemfibrozil) und Nikotinsäure in Dosen von mindestens 1 g/Tag

(siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Antibiotika, die Erythromycin, Clarithromycin oder Telithromycin enthalten (siehe

Abschnitt „Lovastatin – 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden“)

Antidepressiva, die Nefazodon enthalten (siehe Abschnitt „Lovastatin – 1 A Pharma darf

nicht eingenommen werden“)

Arzneimittel, die zur Behandlung von HIV-Infektionen verwendet werden (Protease-

Inhibitoren) (siehe Abschnitt „Lovastatin – 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden“)

Wenn Sie Fusidinsäure zur Behandlung einer bakteriellen Infektion einnehmen

müssen, müssen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels zeitweise unterbrechen. Ihr

Arzt wird Ihnen mitteilen, wann Sie wieder mit der Einnahme von LovaHEXAL

beginnen können. Die Einnahme von LovaHEXAL zusammen mit Fusidinsäure kann

selten zu Muskelschwäche, Empfindlichkeit oder Schmerzen der Muskulatur führen

(Rhabdomyolyse). Mehr Informationen zu Rhabdomyolyse siehe Abschnitt 4.

Lovastatin – 1 A Pharma kann die gerinnungshemmende Wirkung von

gerinnungshemmenden Mitteln (z. B. Warfarin) beeinflussen.

Einnahme von Lovastatin – 1 A Pharma zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken

und Alkohol

Grapefruitsaft erhöht die Lovastatin-Spiegel im Blut. Sie sollten vermeiden, große Mengen

Grapefruitsaft zu sich zu nehmen (mehr als 1 Liter pro Tag).

Lovastatin – 1 A Pharma sollte von Patienten, die Alkohol zu sich nehmen, mit Vorsicht

angewendet werden. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, wenn Sie regelmäßig Alkohol

trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie dürfen Lovastatin – 1 A Pharma nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, versuchen,

schwanger zu werden oder vermuten, schwanger zu sein. Wenn Sie während der Therapie

mit Lovastatin – 1 A Pharma schwanger werden, sollten Sie die Einnahme des Arzneimittels

sofort abbrechen und sich an Ihren Arzt wenden. Gebärfähige Frauen müssen geeignete

Verhütungsmaßnahmen ergreifen.

Stillzeit

Lovastatin – 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden, wenn Sie stillen. Sie müssen das

Stillen abbrechen, wenn eine Behandlung mit Lovastatin – 1 A Pharma unbedingt notwendig

ist.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist nicht bekannt, dass Lovastatin – 1 A Pharma die Fähigkeit zum Führen eines

Fahrzeugs oder zum Bedienen von Maschinen beeinflusst.

Lovastatin – 1 A Pharma kann Nebenwirkungen wie Schwindel, verschwommenes Sehen,

Kopfschmerzen und Müdigkeit hervorrufen, die die Aufmerksamkeit und die Koordination

stören können (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Lovastatin – 1 A Pharma enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Lovastatin – 1 A Pharma daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

3.

Wie ist Lovastatin – 1 A Pharma einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird Ihnen empfehlen, eine cholesterinarme Diät einzuhalten. Setzen Sie diese Diät

fort, solange Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Die Tabletten werden mit 1 Glas Wasser eingenommen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Hohe Cholesterin-Spiegel im Blut

übliche Anfangsdosis: 20 mg pro Tag

Bei leicht bis mäßig erhöhten Cholesterin-Spiegeln im Blut kann die Behandlung mit

10 mg/Tag begonnen werden. Die Dosis wird 1-mal täglich zusammen mit dem

Abendessen eingenommen.

Höchstdosis: 80 mg pro Tag. Diese wird als einmalige Dosis oder verteilt auf 2 Dosen

eingenommen: die eine Dosis zum Frühstück und die andere Dosis zum

Abendessen.

Koronargefäßerkrankung

übliche Dosis: 20 – 80 mg pro Tag, als Einzeldosis oder verteilt auf 2 oder mehr

Dosen.

Begleitmedikation und Nierenerkrankungen

Es ist möglich, dass Ihr Arzt Ihnen eine niedrigere Dosis verschreibt, insbesondere wenn Sie

bestimmte andere Arzneimittel einnehmen oder wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung

haben.

Ältere Patienten

Die Wirksamkeit des Arzneimittels bei Patienten über 60 Jahren ist ähnlich wie in der

Durchschnittsbevölkerung.

Wenn Sie eine größere Menge von Lovastatin – 1 A Pharma eingenommen haben, als

Sie sollten

Wenn Sie vermuten, dass Sie eine größere Menge von Lovastatin – 1 A Pharma

eingenommen haben, als Sie sollten, sollten Sie einen Arzt oder ein Krankenhaus

aufsuchen.

Wenn Sie die Einnahme von Lovastatin – 1 A Pharma vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Lovastatin – 1 A Pharma vergessen haben, sollten Sie die

Behandlung mit der üblichen Dosis fortsetzen. Nehmen Sie die nächste Tablette wieder zur

gewohnten Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige

Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Wenn eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auftritt, nehmen Sie

dieses Arzneimittel nicht weiter ein, sondern wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt

oder begeben Sie sich in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses:

wenn Sie ungeklärte Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche haben und

insbesondere wenn Sie sich gleichzeitig unwohl fühlen oder Fieber haben. Dies

könnten frühe Anzeichen eines möglicherweise schwerwiegenden Muskelabbaus sein

(Rhabdomyolyse). Dieser anomale Muskelabbau klingt nicht immer ab, selbst

nachdem Sie die Einnahme des Arzneimittel beendet haben, er kann

lebensbedrohlich sein und zu Nierenproblemen führen.. Diese Nebenwirkungen sind

selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) und wurden auch bei

ähnlichen Arzneimitteln dieser Klasse (HMG-CoA-Reduktase-Hemmer) festgestellt.

Angioödem (Schwellung von Gesicht, Zunge und Rachen, die zu großer Atemnot

führen kann). Dabei handelt es sich um eine sehr seltene Nebenwirkung (kann bis zu

1 von 10.000 Behandelten betreffen), die schwerwiegend verlaufen kann, wenn sie

auftritt.

Schwerwiegende Erkrankungen mit starkem Abschälen und Schwellen der Haut,

Blasenbildung an Haut, Mund, Augen, Genitalien und Fieber (Stevens-Johnson-

Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse). Hautausschlag mit rosa-roten Flecken,

insbesondere auf den Handflächen oder Fußsohlen, und möglicher Blasenbildung

(Erythema multiforme). Diese Nebenwirkungen sind selten (kann bis zu 1 von 1.000

Behandelten betreffen).

Leberentzündung mit den folgenden Symptomen: Gelbfärbung der Haut und des

Augenweißes, Juckreiz, dunkelgefärbter Urin oder heller Stuhlgang, Müdigkeits- oder

Schwächegefühl, Appetitverlust. Es handelt sich um eine seltene Nebenwirkung (kann

bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).

Bauchspeicheldrüsenentzündung, häufig mit schweren Magenschmerzen. Diese

Nebenwirkung ist selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Blähungen

Durchfall

Verstopfung

Übelkeit

Verdauungsstörungen

Schwindel

Sehstörungen

Kopfschmerzen

Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen

Hautausschlag

Bauchschmerzen

Kribbeln, Prickeln oder Taubheit der Haut (Parästhesien)

Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern und Zehen (periphere Neuropathie)

Erbrechen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Müdigkeit

Juckreiz

Mundtrockenheit

Schlaflosigkeit

Schlafstörungen

Geschmacksstörungen

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Muskelerkrankungen, die anhand von Schmerzen, Muskelkrämpfen oder

Muskelschwäche und -entzündung zu erkennen sind (Myopathie)

psychische Störungen wie z. B. Angstgefühle

Appetitlosigkeit

Gelbfärbung der Haut und des Augenweißes (Gelbsucht)

anomale Leberfunktionstests (Langzeitanstieg der Serumtransaminase-Spiegel in

seltenen Fällen, Erhöhung der alkalischen Phosphatase und des Bilirubins)

Anstieg der Kreatinkinasespiegel

Haarausfall

sexuelle Funktionsstörung

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

verschiedene Symptome, die mit allergischen Reaktionen verbunden sind. Diese

sind:

schwere und schnell auftretende allergische Reaktion, bei der auffallende

Hautsymptome (z. B. Nesselsucht) und systemische Symptome auftreten (z. B.

Atemnot, niedriger Blutdruck in Verbindung mit Bewusstlosigkeit)

Schwellung von Gesicht, Zunge und Rachen, die zu großer Atemnot führen kann

(Angioödem)

roter fleckiger Hautausschlag, vor allem im Gesicht, der mit Müdigkeit, Fieber,

Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen (Anzeichen einer Lupus erythematodes-

ähnlichen Reaktion) einhergehen kann

Muskel- und Gelenkschmerzen und/oder -entzündung (Polymyalgia rheumatica,

Arthritis, Arthralgie)

rote oder violette Hautverletzungen (Anzeichen einer schweren Entzündung der

Blutgefäße)

verschiedene Störungen im Zusammenhang mit Blutzellen (die zu Blutarmut,

Infektionen, spontanen Blutungen oder Blutergüssen führen können)

Nesselsucht

Erkrankung der Muskeln und der Haut mit Symptomen wie z. B. Muskelschwäche

und –schmerzen, Hautveränderungen und Entzündungen der Blutgefäße

(Dermatomyositis)

auffällige Laborbefunde (positive antinukleäre Antikörper, erhöhte

Blutsenkungsgeschwindigkeit)

Lichtempfindlichkeit

Fieber

Hautrötung

Schüttelfrost

Schwächegefühl (Asthenie)

Atembeschwerden

allgemeines Unwohlsein

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

anhaltende Muskelschwäche

Mögliche Nebenwirkungen, die bei einigen Statinen (Arzneimittel des gleichen Typs)

berichtet wurden:

Schlafstörungen, einschließlich Albträume

Gedächtnisverlust

Störungen der Sexualfunktion

Depressionen

Atemprobleme einschließlich anhaltender Husten und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber

Blutzuckererkrankung (Diabetes): Das Risiko für die Entwicklung einer

Blutzuckererkrankung wird größer, wenn Sie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte

haben, übergewichtig sind und einen hohen Blutdruck haben. Ihr Arzt wird Sie

während der Behandlung mit Lovastatin – 1 A Pharma überwachen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Lovastatin – 1 A Pharma aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blister angegebenen

Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Lovastatin – 1 A Pharma enthält

Der Wirkstoff ist Lovastatin.

Jede Tablette enthält 40 mg Lovastatin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Butylhydroxyanisol (Ph.Eur.), mikrokristalline Cellulose,

Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], vorverkleisterte Stärke (Mais),

Chinolingelb-Aluminiumsalz, Indigocarmin-Aluminiumsalz

Wie Lovastatin – 1 A Pharma aussieht und Inhalt der Packung

Hellgrüne, achteckige Tabletten, mit Prägung „L 40“ auf einer Seite und einer Bruchrille auf

beiden Seiten

Lovastatin – 1 A Pharma ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Tabletten und einer Klinikpackung

mit 20 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: (089) 6138825-0

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2017.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Lovastatin - 1 A Pharma® 10 mg Tabletten

Lovastatin - 1 A Pharma® 20 mg Tabletten

Lovastatin - 1 A Pharma® 40 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Lovastatin - 1 A Pharma 10 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Lovastatin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 70,7 mg Lactose (als Lactose-Monohydrat)

Lovastatin - 1 A Pharma 20 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 20 mg Lovastatin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 141,4 mg Lactose (als Lactose-Monohydrat)

Lovastatin - 1 A Pharma 40 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 40 mg Lovastatin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 122,4 mg Lactose (als Lactose-Monohydrat)

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tabletten

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Lovastatin - 1 A Pharma 10 mg Tabletten

hellorange, achteckige Tablette mit einseitiger Prägung „L 10“ und beidseitiger Bruchkerbe

Lovastatin - 1 A Pharma 20 mg Tabletten

hellblaue, achteckige Tablette mit einseitiger Prägung „L 20“ und beidseitiger Bruchkerbe

Lovastatin - 1 A Pharma 40 mg Tabletten

hellgrüne, achteckige Tablette mit einseitiger Prägung „L 40“ und beidseitiger Bruchkerbe

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Zur Senkung erhöhter Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegel im Plasma bei primärer

Hypercholesterinämie in Verbindung mit diätetischen Maßnahmen, wenn Ernährungsumstellung

oder andere nichtpharmakologische Maßnahmen alleine eine ungenügende Wirkung zeigten.

Zur Senkung erhöhter Plasmacholesterinspiegel bei kombinierter Hypercholesterinämie und

Hypertriglyzeridämie, wenn die Behandlung des Plasmacholesterinspiegels im Vordergrund

steht.

Zur Verhinderung des Fortschreitens einer Koronararteriensklerose bei Patienten mit erhöhten

Plasmacholesterinspiegeln in Verbindung mit einer Diät.

Für die Hyperlipidämien Typ I, III, IV und V nach Fredrickson liegen keine ausreichenden

Erfahrungen vor.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Vor einer Therapie mit Lovastatin sollte der Patient auf eine konventionelle cholesterinsenkende

Diät umgestellt werden, die auch während der Therapie mit Lovastatin fortgesetzt werden sollte.

Hypercholesterinämie

Die übliche Anfangsdosis beträgt einmal täglich 20 mg zusammen mit dem Abendessen.

Tägliche Einzeldosen zusammen mit dem Abendessen haben sich als wirksamer erwiesen als

eine Dosis der gleichen Stärke zusammen mit dem Frühstück, vielleicht weil Cholesterin

hauptsächlich in der Nacht synthetisiert wird. Patienten mit leichter bis mittelgradiger

Hypercholesterinämie können mit einer Anfangsdosis von 10 mg Lovastatin behandelt werden.

Dosisanpassungen sollten, sofern erforderlich, in Abständen von mindestens 4 Wochen

erfolgen. Die Tageshöchstdosis von 80 mg kann als Einzeldosis oder auf zwei Dosen aufgeteilt

zusammen mit dem Frühstück und dem Abendessen eingenommen werden. Aufgeteilte Dosen

(d. h. zweimal täglich) scheinen etwas wirksamer zu sein als tägliche Einzeldosen.

Die Lovastatin-Dosis sollte reduziert werden, wenn der LDL-Cholesterinspiegel unter 75 mg/dl

(1,94 mmol/l) bzw. der Gesamtcholesterinspiegel unter 140 mg/dl (3,6 mmol/l) fällt.

Koronararteriensklerose

In Studien zu Koronararteriensklerose, in denen Lovastatin mit oder ohne Begleitmedikation

angewendet wurde, betrugen die Dosen 20 bis 80 mg täglich, gegeben als Einzeldosis oder in

aufgeteilten Dosen. In den beiden Studien, in denen Lovastatin allein zum Einsatz kam, wurde

die Dosis verringert, wenn das Gesamtplasmacholesterin unter 110 mg/dl (2,85 mmol/l) bzw.

das LDL-Cholesterin unter 80 mg/dl (2,1 mmol/l) gefallen war.

Begleitmedikation

Lovastatin ist allein oder in Kombination mit Gallensäure-bindenden Ionenaustauschern

wirksam.

Bei Patienten, die Ciclosporin, Danazol, Gemfibrozil, andere Fibrate oder Niacin in

lipidsenkenden Dosen (

1 g/Tag) zusammen mit Lovastatin einnehmen, sollte die Lovastatin-

Dosis 20 mg/Tag nicht überschreiten. Bei Patienten, die Amiodaron oder Verapamil zusammen

mit Lovastatin einnehmen, sollte die Lovastatin-Dosis 40 mg/Tag nicht überschreiten (siehe

Abschnitte 4.4 und 4.5).

Patienten mit Niereninsuffizienz

Da Lovastatin in nur geringem Ausmaß über die Nieren ausgeschieden wird, ist eine Anpassung

der Dosierung bei Patienten mit mittelschwerer Niereninsuffizienz nicht notwendig.

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatininclearance < 30 ml/min) sollte die

Anwendung von höheren Dosen als 20 mg/Tag sorgfältig abgewogen und, sofern sie als

notwendig erachtet wird, mit Vorsicht durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Lovastatin bei Kindern ist bisher noch nicht hinreichend

nachgewiesen. Die derzeit vorliegenden Daten sind in den Abschnitten 4.8 und 5.1 beschrieben.

Dosierungsempfehlungen können jedoch nicht gegeben werden.

Ältere Patienten

In kontrollierten Studien mit Patienten über 60 Jahren lag die Wirksamkeit des Arzneimittels in

derselben Größenordnung wie in der Durchschnittspopulation; weder in klinischen

Untersuchungen noch in Labortests wurde bei den Patienten eine Zunahme der

Nebenwirkungen beobachtet.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit

gegen

Wirkstoff

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen Bestandteile

aktive Lebererkrankung oder anhaltende Erhöhung der Serumtransaminasen ungeklärter

Ursache

Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6)

gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren, z. B. Itraconazol, Ketoconazol,

HIV-Proteasehemmern, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin und Nefazodon (siehe

Abschnitt 4.5)

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Myopathie/Rhabdomyolyse

Wie andere HMG-CoA-Reduktase-Hemmer ruft Lovastatin gelegentlich eine Myopathie hervor,

die sich in Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder -schwäche verbunden mit

Erhöhungen der Kreatinkinase (CK) über das 10-Fache des oberen Normwertes äußert. In

manchen Fällen manifestiert sich die Myopathie als Rhabdomyolyse mit oder ohne akutem

Nierenversagen infolge einer Myoglobinausscheidung im Harn, die selten tödlich endet. Das

Risiko einer Myopathie ist bei hoher HMG-CoA-Reduktase-Hemmaktivität im Plasma erhöht.

Das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse wird durch die gleichzeitige Anwendung von

Lovastatin mit den folgenden Substanzen erhöht:

Starke CYP3A4-Inhibitoren, wie z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Erythromycin, Clarithromycin,

Telithromycin, HIV-Proteasehemmer oder Nefazodon, insbesondere bei höheren Lovastatin-

Dosen (siehe Abschnitt 4.5)

Lipidsenkende Arzneimittel, die als Monotherapie eine Myopathie verursachen können

Gemfibrozil, andere Fibrate oder Niacin in lipidsenkenden Dosen (

1 g/Tag), insbesondere bei

höheren Lovastatin-Dosen (siehe Abschnitt 4.5)

Andere Arzneimittel

Ciclosporin oder Danazol, insbesondere bei höheren Lovastatin-Dosen (siehe Abschnitt 4.5)

Amiodaron oder Verapamil

Das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse ist ebenfalls erhöht, wenn entweder Amiodaron

oder Verapamil zusammen mit höheren Dosen eines nahe verwandten HMG-CoA-Reduktase-

Hemmers angewendet werden (siehe Abschnitt 4.5).

Fusidinsäure:

Es wurde über das Auftreten von Rhabdomyolyse (einschließlich einiger Fälle mit Todesfolge)

bei Patienten berichtet, die gleichzeitig Fusidinsäure und einen nah verwandten HMG-CoA-

Reduktase-Hemmer erhielten (siehe Abschnitt 4.5).

Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern ist das Risiko für eine

Myopathie/Rhabdomyolyse dosisabhängig. In einer klinischen Studie (EXCEL) trat bei

sorgfältiger Überwachung der Patienten und bei Ausschluss einiger interagierender Arzneimittel

unter 4.933 Patienten, die auf täglich 20–40 mg Lovastatin über 48 Wochen randomisiert

worden waren, nur ein einziger Fall von Myopathie auf; unter 1.649 Patienten, die täglich 80 mg

erhielten, traten 4 Fälle auf.

Bestimmung der Kreatinkinase

Die Kreatinkinase (CK) sollte nicht nach vorangegangener körperlicher Anstrengung oder bei

Vorliegen anderer plausibler Ursachen für eine CK-Erhöhung bestimmt werden, da dies eine

Interpretation der Werte erschwert. Sind die CK-Ausgangswerte signifikant erhöht (

das 5-

Fache des oberen Normwertes), sollte die Bestimmung nach 5 bis 7 Tagen wiederholt werden,

um die Ergebnisse zu bestätigen.

Vor der Behandlung

Alle Patienten, die eine Therapie mit Lovastatin beginnen oder deren Lovastatin-Dosis erhöht

wird, sollten über das Risiko einer Myopathie aufgeklärt und aufgefordert werden, unerklärliche

Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder -schwäche umgehend zu melden.

Bei Patienten mit prädisponierenden Faktoren für eine Rhabdomyolyse ist Vorsicht geboten. Um

einen Referenzausgangswert festzulegen, sollte in den folgenden Situationen der CK-Spiegel

vor Behandlungsbeginn bestimmt werden:

ältere Patienten (

70 Jahre)

Nierenfunktionsstörung

unbehandelte Hypothyreose

hereditäre Muskelerkrankungen in der eigenen oder in der Familienanamnese

muskuläre Toxizität unter Behandlung mit Statinen oder Fibraten in der Anamnese

Alkoholmissbrauch

In solchen Fällen muss das Risiko der Behandlung gegen den möglichen Nutzen abgewogen

werden; eine klinische Überwachung wird empfohlen. Bei Patienten, bei denen bereits eine

Muskelerkrankung unter der Behandlung mit Fibraten oder Statinen aufgetreten ist, sollte die

Behandlung mit einem anderen Präparat dieser Klasse nur mit Vorsicht begonnen werden.

Wenn die CK-Werte zu Beginn signifikant erhöht sind (

das 5-Fache des oberen Normwertes),

darf die Behandlung nicht begonnen werden.

Im Behandlungsverlauf

Wenn während der Behandlung mit einem Statin Muskelschmerzen, Muskelschwäche oder -

krämpfe auftreten, sollten die CK-Werte bestimmt werden. Wenn die CK-Werte ohne körperliche

Anstrengung signifikant erhöht sind (

das 5-Fache des oberen Normwertes), muss die Therapie

abgebrochen werden. Sollten die muskulären Symptome schwerwiegend sein und tägliches

Unbehagen verursachen, kann auch bei Werten von

dem 5-Fachen des oberen Normwertes

eine Beendigung der Behandlung erwogen werden. Bei Verdacht auf eine Myopathie aus

anderer Ursache sollte die Therapie abgesetzt werden.

Nachdem die Symptome abgeklungen sind und sich der CK-Wert normalisiert hat, kann die

Wiederaufnahme der Behandlung mit dem gleichen oder einem anderen Statin in der jeweils

niedrigsten Dosis und bei engmaschiger Kontrolle erwogen werden.

Die Therapie mit Lovastatin sollte einige Tage vor größeren Elektivoperationen sowie bei

Auftreten eines akuten ernsten Krankheitsbildes bzw. der Notwendigkeit von chirurgischen

Maßnahmen vorübergehend unterbrochen werden.

Daraus folgt:

1.

Die Anwendung von Lovastatin zusammen mit starken CYP3A4-Inhibitoren (wie

z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, HIV-

Proteasehemmern oder Nefazodon) sollte vermieden werden. Wenn eine Behandlung mit

Itraconazol, Ketoconazol, Erythromycin, Clarithromycin oder Telithromycin unvermeidbar ist,

muss Lovastatin während der Behandlungsdauer abgesetzt werden. Die gleichzeitige

Anwendung mit anderen Arzneimitteln, die in therapeutischen Dosen einen starken hemmenden

Effekt auf CYP3A4 haben, sollte vermieden werden, sofern der Nutzen einer kombinierten

Therapie das erhöhte Risiko nicht überwiegt.

2.

Die Lovastatin-Dosis darf bei Patienten, die gleichzeitig mit Ciclosporin, Danazol,

Gemfibrozil, anderen Fibraten oder Niacin in lipidsenkenden Dosen (

1 g/Tag) behandelt

werden, 20 mg pro Tag nicht überschreiten. Die kombinierte Anwendung von Lovastatin

und Gemfibrozil sollte vermieden werden, sofern der Nutzen einer weiteren Veränderung

des Lipidspiegels das erhöhte Risiko dieser Arzneimittelkombination nicht überwiegt. Der

Nutzen der Anwendung von Lovastatin bei Patienten, die andere Fibrate, Niacin, Ciclosporin

oder Danazol erhalten, muss sorgfältig gegen das Risiko dieser Arzneimittelkombination

abgewogen werden. Der Zusatz von Fibraten oder Niacin zu Lovastatin bewirkt in der Regel

eine geringfügige zusätzliche Senkung des LDL-Cholesterins, es können jedoch eine weitere

Abnahme der Triglyzeride und eine weitere Erhöhung des HDL-Cholesterins erreicht werden.

Die Kombination von Fibraten oder Niacin mit niedrigen Lovastatin-Dosen wurde in kleinen

klinischen Kurzzeitstudien mit sorgfältiger Überwachung angewendet, ohne dass Myopathien

beobachtet wurden.

3.

Bei gleichzeitiger Gabe von Amiodaron oder Verapamil sollte eine Dosis von

40 mg Lovastatin pro Tag nicht überschritten werden. Die Kombination von Lovastatin in

höheren Dosen als 40 mg pro Tag und Amiodaron oder Verapamil sollte vermieden

werden, sofern der klinische Nutzen das erhöhte Risiko einer Myopathie nicht überwiegt.

4.

Fusidinsäure: Lovastatin darf nicht zusammen mit systemischer Fusidinsäure

oder innerhalb von 7 Tagen nach Ende der Behandlung mit Fusidinsäure angewendet

werden. Bei Patienten, bei denen eine Behandlung mit systemischer Fusidinsäure

zwingend erforderlich ist, sollte während der Dauer der Fusidinsäurebehandlung die

Statinbehandlung unterbrochen werden. Es wurde über das Auftreten von

Rhabdomyolyse (einschließlich einiger Fälle mit Todesfolge) bei Patienten berichtet,

welche Fusidinsäure und Statine in Kombination erhielten (siehe Abschnitt 4.5). Die

Patienten sollten darüber informiert werden, sich umgehend an einen Arzt zu wenden,

wenn sie Anzeichen von Muskelschwäche, -schmerzen oder -empfindlichkeit bemerken.

Die Statintherapie kann 7 Tage nach der letzten Dosis Fusidinsäure fortgesetzt werden.

Sofern in Ausnahmefällen eine längere systemische Gabe von Fusidinsäure notwendig ist, wie

z. B. zur Behandlung von schweren Infektionen, sollte eine gemeinsame Gabe von Lovastatin

und Fusidinsäure nur im Einzelfall unter engmaschiger medizinischer Überwachung in Betracht

gezogen werden.

5.

Alle Patienten, die eine Therapie mit Lovastatin beginnen oder deren Lovastatin-

Dosis erhöht wird, sollten über das Risiko einer Myopathie aufgeklärt und aufgefordert

werden, unerklärliche Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder -schwäche

umgehend zu melden. Wird eine Myopathie diagnostiziert oder vermutet, sollte Lovastatin

unverzüglich abgesetzt werden. Das Vorliegen dieser Symptome und/oder ein CK-Spiegel

über dem 10-Fachen des oberen Normwertes weist auf eine Myopathie hin. In den meisten

Fällen gingen die Muskelsymptome und die CK-Erhöhung nach dem unverzüglichen Abbruch

der Behandlung zurück. Bei Patienten, die eine Lovastatin-Therapie beginnen oder deren Dosis

erhöht wird, können regelmäßige CK-Bestimmungen in Erwägung gezogen werden, es gibt

jedoch keine Sicherheit, dass dadurch das Auftreten einer Myopathie verhindert werden kann.

6. Viele Patienten, die während der Behandlung mit Lovastatin eine Rhabdomyolyse

entwickelten, hatten eine komplizierte medizinische Vorgeschichte, einschließlich

Niereninsuffizienz, meist als Folge eines seit langem bestehenden Diabetes mellitus. Solche

Patienten benötigen eine engmaschigere Überwachung.

In sehr seltenen Fällen wurde während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen über

eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (immune-medicated necrotizing myopathy;

IMNM) berichtet. Die klinischen Charakteristika einer IMNM sind persistierende proximale

Muskelschwäche und erhöhte Serum-Kreatinkinase-Werte, die trotz Absetzen der Behandlung

mit Statinen fortbestehen.

Diabetes mellitus

Es gibt Hinweise darauf, dass Statine als Substanzklasse den Blutzuckerspiegel erhöhen und

bei manchen Patienten, die ein hohes Risiko für die Entwicklung eines zukünftigen Diabetes

mellitus haben, eine Hyperglykämie hervorrufen können, die eine adäquate Diabetesbehandlung

erfordert. Dieses Risiko wird jedoch von der Reduktion des vaskulären Risikos durch Statine

aufgewogen und sollte daher nicht zu einem Abbruch der Statinbehandlung führen. In

Übereinstimmung mit nationalen Richtlinien sollten Risikopatienten (Nüchternblutzucker von 5,6

bis 6,9 mmol/L, BMI > 30 kg/m

, erhöhte Triglyzeridwerte, Hypertonie) sowohl klinisch als auch

in Bezug auf die relevanten Laborwerte überwacht werden.

Auswirkungen auf die Leber

In frühen klinischen Studien trat bei wenigen Patienten ein deutlicher Transaminasenanstieg

(über dem 3-Fachen des oberen Normwertes) auf. Dieser Anstieg trat normalerweise 3 - 12

Monate nach Beginn der Therapie mit Lovastatin auf, jedoch ohne dass sich eine Gelbsucht,

andere klinische Anzeichen oder Symptome entwickelten. Es gab keine Anzeichen für eine

Überempfindlichkeit. Die bei einem dieser Patienten durchgeführte Leberbiopsie ergab eine

leichte fokale Hepatitis. Einige dieser Patienten hatten bereits vor der Therapie mit Lovastatin

anomale Leberfunktionswerte und/oder konsumierten beträchtliche Mengen Alkohol. Bei den

Patienten, einschließlich des Patienten mit der Leberbiopsie, bei denen die Therapie aufgrund

erhöhter Transaminasenwerte unterbrochen oder abgesetzt wurde, gingen die

Transaminasespiegel langsam auf die Ausgangswerte zurück.

In der 48 Wochen dauernden EXCEL-Studie mit 8.245 Patienten betrug die Inzidenz eines

deutlichen Anstiegs (über das 3-Fache des oberen Normwertes) der Serumtransaminasen bei

Patienten, die Lovastatin einnahmen, bei aufeinanderfolgenden Untersuchungen 0,1 % für

Placebo sowie 0,1 % bei 20 mg/Tag, 0,9 % bei 40 mg/Tag und 1,5 % bei 80 mg/Tag.

Es wird empfohlen, dass vor Therapiebeginn Leberfunktionstests bei Patienten mit einer

Lebererkrankung in der Anamnese durchgeführt werden, oder wenn dies aus anderen Gründen

klinisch angezeigt ist. Es wird empfohlen, bei allen Patienten, die täglich 40 mg oder mehr

einnehmen, vor Behandlungsbeginn und wenn klinisch angezeigt auch im weiteren Verlauf

Leberfunktionstests durchzuführen.

Bei einem Anstieg der Serumtransaminasen über das 3-Fache des oberen Normwertes ist das

potenzielle Risiko, das mit der Fortsetzung der Lovastatin-Therapie einhergeht, gegen den zu

erwartenden Nutzen abzuwägen. Die Transaminasenbestimmungen sollten kurz danach

wiederholt werden. Bei weiterhin erhöhten oder steigenden Werten ist das Arzneimittel

abzusetzen.

Wie bei anderen Lipidsenkern wurden während der Therapie mit Lovastatin mäßige Erhöhungen

der Serumtransaminasen (weniger als das 3-Fache des oberen Normwertes) berichtet (siehe

Abschnitt 4.8). Diese Änderungen traten bald nach Beginn der Therapie mit Lovastatin auf,

waren gewöhnlich vorübergehend und gingen nicht mit Symptomen einher. Eine Unterbrechung

der Behandlung war nicht erforderlich.

Bei Patienten, die erhebliche Mengen Alkohol konsumieren und/oder eine Lebererkrankung in

der Anamnese aufweisen, sollte das Arzneimittel mit Vorsicht angewendet werden. Eine aktive

Lebererkrankung oder anhaltende Erhöhungen der Serumtransaminasen ungeklärter Ursache

sind eine Kontraindikation für die Anwendung von Lovastatin (siehe Abschnitt 4.3).

Augenuntersuchungen

Auch ohne eine medikamentöse Behandlung können vermehrt altersbedingte Trübungen der

Augenlinse auftreten. Langzeitdaten aus klinischen Studien ergeben keine Hinweise auf eine

unerwünschte Wirkung von Lovastatin auf die menschliche Linse.

Interstitielle Lungenkrankheit

Bei einigen Statinen wurde, besonders bei Langzeittherapie, in Ausnahmefällen eine interstitielle

Lungenkrankheit berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die auftretenden Beschwerden können dabei

Dyspnoe, unproduktiven Husten und allgemeine Gesundheitsstörungen (Erschöpfung,

Gewichtsverlust und Fieber) einschließen. Wenn vermutet wird, dass ein Patient eine

interstitielle Lungenkrankheit entwickelt hat, sollte die Statintherapie abgebrochen werden.

Kinder und Jugendliche

In begrenzten kontrollierten Studien (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1) zeigten sich keine

erkennbaren Auswirkungen weder auf das Wachstum oder die sexuelle Reifung der männlichen

Jugendlichen noch auf die Dauer des Menstruationszyklus der weiblichen Jugendlichen.

Weibliche Jugendliche sollten dahingehend beraten werden, während der Lovastatin-Therapie

geeignete Verhütungsmethoden anzuwenden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6). Lovastatin ist

weder bei vorpubertären Kindern oder bei weiblichen Patienten vor der Menarche noch bei

Patienten unter 10 Jahren ausreichend untersucht worden.

Ältere Patienten

In einer kontrollierten Studie mit älteren Patienten über 60 Jahren lag die Wirksamkeit des

Arzneimittels in derselben Größenordnung wie in der Gesamtbevölkerung; bei den Patienten

wurde weder in klinischen noch in laborchemischen Untersuchungen eine offensichtliche

Zunahme anomaler Befunde beobachtet.

Homozygote familiäre Hypercholesterolämie

Bei Patienten mit der seltenen homozygoten familiären Hypercholesterolämie ist die

Wirksamkeit von Lovastatin herabgesetzt, möglicherweise weil diesen Patienten funktionsfähige

LDL-Rezeptoren fehlen. Bei diesen Patienten scheint es unter Lovastatin häufiger zu einem

Anstieg der Serumtransaminasen (siehe Abschnitt 4.8) zu kommen.

Hypertriglyzeridämie

Lovastatin besitzt eine nur mäßig triglyzeridsenkende Wirkung und ist daher nicht angezeigt,

wenn die Hypertriglyzeridämie der primäre Grund für die Behandlung ist (z. B. Hyperlipidämie

Typ I, IV und V).

Cumarinderivate

Es besteht die Gefahr, dass die Wirkung von Cumarinderivaten verstärkt wird (siehe Abschnitt

4.5).

Bestandteile mit bekannter Wirkung

Diese Arzneimittel enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-

Intoleranz, Lactase-Mangel oder einer Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Lovastatin - 1 A

Pharma nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit lipidsenkenden Arzneimitteln, die bei Monotherapie eine

Myopathie verursachen können

Das Risiko einer Myopathie, einschließlich einer Rhabdomyolyse, erhöht sich mit der Gabe der

folgenden lipidsenkenden Arzneimittel, die keine starken CYP3A4-Inhibitoren sind, jedoch als

Monotherapie Myopathien verursachen können (siehe Abschnitt 4.4):

Gemfibrozil

andere Fibrate

Niacin (Nikotinsäure) (≥ 1 g/Tag).

Wechselwirkungen, die mit dem Cytochrom P450 3A4 zusammenhängen

Lovastatin hat keinen inhibitorischen Effekt auf das Cytochrom P450 3A4. Daher ist nicht zu

erwarten, dass Lovastatin die Plasmakonzentrationen von Arzneimitteln, die über das

Cytochrom P450 3A4 metabolisiert werden, beeinflusst. Lovastatin ist jedoch ein Substrat für

das Cytochrom P450 3A4. Starke Inhibitoren des Cytochrom P450 3A4 können das Risiko einer

Myopathie und Rhabdomyolyse erhöhen, indem sie während einer Lovastatin-Therapie die

HMG-CoA-Reduktase-inhibitorische Aktivität im Plasma erhöhen. Zu diesen Inhibitoren gehören

Itraconazol, Ketoconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, HIV-

Proteasehemmern und Nefazodon (siehe Abschnitt 4.4).

Daher ist die Kombination dieser starken CYP3A4-Inhibitoren kontraindiziert.

Wenn eine Behandlung mit Itraconazol, Ketoconazol, Erythromycin, Clarithromycin,

Telithromycin, HIV-Proteasehemmern und Nefazodon unvermeidbar ist, sollte die Behandlung

mit Lovastatin während der Therapiedauer unterbrochen werden.

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ciclosporin, insbesondere bei hohen Lovastatin-Dosen, ist

das Risiko für eine Myopathie/Rhabdomyolyse erhöht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Daher

sollte die Lovastatin-Dosis bei Patienten, die gleichzeitig mit Ciclosporin behandelt werden,

20 mg täglich nicht überschreiten. Obwohl der Mechanismus nicht vollständig geklärt ist, erhöht

Ciclosporin die AUC der Lovastatinsäure, was vermutlich teilweise auf eine CYP3A4-Hemmung

zurückzuführen ist.

Danazol

Bei gleichzeitiger Anwendung von Danazol mit hohen Dosen von Lovastatin ist das Risiko einer

Myopathie und Rhabdomyolyse erhöht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Amiodaron und Verapamil

Bei gleichzeitiger Anwendung von Amiodaron oder Verapamil mit hohen Dosen verwandter

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren ist das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse erhöht

(siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Daher darf die Dosis von Lovastatin bei Patienten, die

gleichzeitig mit Amiodaron oder Verapamil behandelt werden, 40 mg täglich nicht überschreiten,

es sei denn, der klinische Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko einer Myopathie und

Rhabdomyolyse.

Fusidinsäure

Das Risiko einer Myopathie einschließlich Rhabdomyolyse kann bei gleichzeitiger Anwendung

von systemischer Fusidinsäure und Statinen erhöht sein. Der Mechanismus dieser

Wechselwirkung (pharmakodynanisch oder pharmakokinetisch oder beides) ist noch unbekannt.

Es wurde über das Auftreten von Rhabdomyolyse (einschließlich einiger Fälle mit Todesfolge)

bei Patienten berichtet, die diese Kombination erhielten.

Wenn eine systemische Therapie mit Fusidinsäure erforderlich ist, sollte während dieser Dauer

die Lovastatinbehandlung unterbrochen werden. Siehe auch Abschnitt 4.4.

Grapefruitsaft

Grapefruitsaft enthält einen oder mehrere Bestandteile, die das Cytochrom P450 3A4 hemmen

und daher die Plasmaspiegel von Arzneimitteln, die über das Cytochrom P450 3A4 metabolisiert

werden, erhöhen können. Der Effekt von üblichem Konsum (ein 250 ml Glas täglich) ist gering

(Anstieg der aktiven Plasma-HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoraktivität um 34 %, gemessen als

Fläche unter der Konzentrations-Zeitkurve) und nicht von klinischer Bedeutung. Sehr hohe

Mengen von Grapefruitsaft (mehr als ein Liter pro Tag) erhöhen jedoch die Plasma-HMG-CoA-

Reduktase-Inhibitoraktivität während einer Lovastatin-Therapie beträchtlich; daher sollten

derartige Mengen vermieden werden.

Cumarinderivate

Bei gleichzeitiger Gabe von Lovastatin und Cumarinderivaten kann die Prothrombinzeit bei

einigen Patienten verlängert sein. Bei mit Antikoagulanzien behandelten Patienten sollte die

Prothrombinzeit vor Therapiebeginn mit Lovastatin und danach in kürzeren Abständen bestimmt

werden, um signifikante Veränderungen der Prothrombinzeit zu verhindern. Nach Stabilisierung

der Werte kann die Bestimmung der Prothrombinzeit anschließend in den Zeitabständen

durchgeführt werden, wie sie für Patienten unter Therapie mit Cumarinderivaten empfohlen wird.

Das gleiche Vorgehen wird bei einer Änderung der Lovastatin-Dosis empfohlen. Blutungen oder

Änderungen der Prothrombinzeit bei Patienten, die nicht mit Antikoagulanzien behandelt

wurden, wurden nicht mit einer Lovastatin-Therapie in Verbindung gebracht.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Lovastatin ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Die Sicherheit bei schwangeren Frauen wurde nicht untersucht. Mit Lovastatin wurden keine

kontrollierten klinischen Studien mit schwangeren Frauen durchgeführt. Es liegen seltene

klinische Berichte über kongenitale Anomalien nach intrauteriner Exposition gegenüber HMG-

CoA-Reduktase-Hemmern vor. Eine Analyse der bisherigen Erfahrungen mit ca. 200 Frauen, die

versehentlich Lovastatin oder einen eng verwandten HMG-CoA-Reduktase-Hemmer im ersten

Trimenon der Schwangerschaft eingenommen hatten, zeigte kein erhöhtes Risiko für

kongenitale Anomalien gegenüber der Gesamtpopulation. Diese Fallzahl war statistisch

ausreichend, um eine Erhöhung kongenitaler Anomalien um das 2,5-Fache oder mehr im

Vergleich zu der für die Gesamtpopulation erwartete Häufigkeit ausschließen zu können.

Obwohl es keine Anzeichen dafür gibt, dass die Inzidenz kongenitaler Anomalien bei Kindern,

deren Mütter Lovastatin oder einen anderen eng verwandten HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

eingenommen hatten, von der in der Gesamtpopulation beobachteten abweicht, kann eine

Behandlung der Mutter mit Lovastatin beim Fetus die Spiegel der Mevalonsäure senken, welche

als Vorstufe der Cholesterinsynthese eine Rolle spielt. Da Atherosklerose eine chronische

Erkrankung ist, sollte eine Unterbrechung lipidsenkender Arzneimittel während der

Schwangerschaft im Allgemeinen kaum Auswirkungen auf das mit der primären

Hypercholesterinämie verbundene Langzeitrisiko haben. Lovastatin darf daher nicht von Frauen

eingenommen werden, die schwanger sind, beabsichtigen, schwanger zu werden, oder

vermuten, schwanger zu sein. Die Behandlung sollte sofort unterbrochen werden, bis die

Schwangerschaft beendet ist oder definitiv ausgeschlossen werden kann (siehe Abschnitt 4.3).

Lovastatin sollte nur bei Frauen im gebärfähigen Alter eingesetzt werden, die hoch wirksame

Verhütungsmethoden anwenden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Lovastatin in die Muttermilch übergeht. Da jedoch viele Arzneimittel in

die Muttermilch übergehen und das potenzielle Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen

besteht, dürfen Frauen, die Lovastatin einnehmen, ihre Kinder nicht stillen.

Fertilität

Untersuchungen an Tieren zeigten Auswirkungen auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Lovastatin hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Beim Führen von Fahrzeugen oder dem Bedienen

von Maschinen sollte jedoch berücksichtigt werden, dass nach Markteinführung in seltenen

Fällen über Schwindelgefühl berichtet wurde.

4.8 Nebenwirkungen

Die Häufigkeiten der folgenden unerwünschten Ereignisse, die im Rahmen klinischer Studien

und/oder der breiten Anwendung berichtet wurden, sind auf Basis einer Bewertung der

Inzidenzraten in 2 großen, placebokontrollierten Langzeitstudien zugeordnet worden (EXCEL mit

8.245 Patienten und AFCAPS/TexCAPS mit 6.605 Patienten). AFCAPS/TexCAPS hatte eine

mittlere Studiendauer von 5,2 Jahren, EXCEL von 48 Wochen.

In AFCAPS/TexCAPS wurden nur schwerwiegende unerwünschte Ereignisse,

arzneimittelbedingte unerwünschte Ereignisse oder unerwünschte Ereignisse, die zum

Studienabbruch führten, erfasst. Zusätzlich wurden Anstiege der Serumtransaminasen und der

CK erfasst. In EXCEL wurden alle unerwünschten Ereignisse erfasst.

Inzidenzraten, die für Lovastatin in diesen Studien denen von Placebo entsprachen oder

darunter lagen, und ähnliche Spontanberichte über Ereignisse, die plausibel kausal mit der

Therapie in Verbindung standen, wurden unter “selten” eingeordnet.

Die Häufigkeiten der Nebenwirkungen sind wie folgt gestaffelt:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100)

Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Hypersensibilitätssyndrom, das mit einem oder mehreren der folgenden Symptome

einherging: Anaphylaxie, Angioödem, Lupus-ähnliches Syndrom, Polymyalgia rheumatica,

Dermatomyositis, Vaskulitis, Thrombozytopenie, Leukopenie, Eosinophilie, hämolytische

Anämie, positive antinukleäre Antikörper (ANA), Beschleunigung der

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), Arthritis, Arthralgie, Urtikaria, Asthenie, Photosensitivität,

Fieber, Gesichtsrötung, Schüttelfrost, Dyspnoe und allgemeines Unwohlsein

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Anorexie

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Schlaflosigkeit, Schlafstörungen

Selten: psychische Störungen einschließlich Angstzustände

Nicht bekannt: Gedächtnisverlust, Depression, Albträume

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Parästhesien, periphere Neuropathie

Augenerkrankungen

Häufig: Sehstörungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Nicht bekannt: Ausnahmefälle von interstitieller Lungenerkrankung, vor allem unter

Langzeittherapie (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Blähungen, Diarrhö, Verstopfung, Übelkeit, Dyspepsie, Bauchschmerzen, Erbrechen

Gelegentlich: Mundtrockenheit, Geschmacksstörungen

Selten: Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: cholestatischer Ikterus, Hepatitis

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag

Gelegentlich: Pruritus

Selten: Erythema multiforme, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale

Nekrolyse, Alopezie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe, Myalgie

Selten: Myopathie, Rhabdomyolyse

Häufigkeit nicht bekannt: immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten: sexuelle Funktionsstörung

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Ermüdung

Untersuchungen

In seltenen Fällen kam es zu einem deutlichen und anhaltenden Anstieg der

Serumtransaminasen (siehe Abschnitt 4.4). Über Abweichungen anderer

Leberfunktionsparameter einschließlich einer Erhöhung der alkalischen Phosphatase und des

Bilirubins wurde berichtet. Über einen Anstieg der Serum-Kreatinkinasespiegel (nicht-kardiale

Fraktion der CK) wurde ebenfalls berichtet. Dieser war gewöhnlich leicht und vorübergehend;

nur in seltenen Fällen kam es zu einer deutlichen CK-Erhöhung (siehe Abschnitt 4.4).

Klasseneffekt

Diabetes mellitus: Die Häufigkeit ist abhängig von dem Vorhandensein oder dem Fehlen von

Risikofaktoren (Nüchternblutzucker ≥ 5.6 mmol/L, BMI > 30 kg/m

, erhöhte Triglyzeridwerte,

bestehende Hypertonie).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Lovastatin (10 mg, 20 mg und 40 mg täglich) wurden bei

100 Kindern im Alter von 10–17 Jahren mit heterozygoter familiärer Hypercholesterolämie in

48-wöchigen kontrollierten klinischen Studien mit männlichen Jugendlichen und in einer

24-wöchigen kontrollierten klinischen Studie mit weiblichen Jugendlichen, bei denen die

Menarche mindestens ein Jahr zurücklag, untersucht. Dosen über 40 mg wurden in dieser

Population nicht untersucht.

Das Sicherheitsprofil von Lovastatin, das aus diesen begrenzten Studien hervorgeht ist im

Allgemeinen mit dem von Erwachsenen vergleichbar, mit Ausnahme einer statistisch

signifikanten Reduktion der-LH Spiegel bei mit Lovastatin behandelten weiblichen Jugendlichen.

Es zeigten sich keine erkennbaren Auswirkungen weder auf das Wachstum oder die sexuelle

Reifung der männlichen Jugendlichen noch auf die Dauer des Menstruationszyklus der

weiblichen Jugendlichen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Solange keine weiteren Erfahrungen gesammelt worden sind, können keine speziellen

Empfehlungen für die Behandlung einer Überdosierung mit Lovastatin gegeben werden. Im Falle

einer Überdosierung sollten allgemeine therapeutische Maßnahmen durchgeführt und die

Leberfunktion überwacht werden. Es ist derzeit nicht bekannt, ob Lovastatin und seine

Metaboliten bei einer Dialyse aus dem menschlichen Blut entfernt werden.

Fünf gesunde Probanden erhielten bis zu 200 mg Lovastatin als Einzeldosis, ohne dass es zu

klinisch signifikanten Nebenwirkungen kam. Einige Fälle einer unbeabsichtigten Überdosierung

sind bekannt; bei keinem der Patienten kam es zu außergewöhnlichen Symptomen und alle

erholten sich ohne Nachwirkungen. Die maximale oral eingenommene Dosis betrug 5-6 g.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

ATC-Code: C10A A02

Lovastatin ist die inaktive Laktonform der entsprechenden offenen Hydroxysäure, welche die

endogene Cholesterinsynthese effektiv hemmt und somit auch den Plasma-Cholesterinspiegel

senkt.

Nach der gastrointestinalen Resorption wird Lovastatin schnell hydrolysiert zur offenen

Hydroxysäure, die die 3-Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A (HMG-CoA)-Reduktase – ein

Enzym, das als Katalysator für die Umwandlung von HMG-CoA zu Mevalonat fungiert –

kompetitiv hemmt. Daraus resultiert die Senkung der Plasmakonzentration von Gesamt-, LDL-

und VLDL-Cholesterin durch Lovastatin. Zusätzlich bewirkt Lovastatin eine mäßige Erhöhung

der HDL-Cholesterinkonzentration und eine Senkung des Triglyzerid-Spiegels im Plasma.

Da die Umwandlung von HMG-CoA zu Mevalonat zu Beginn der Cholesterin-Biosynthesekette

stattfindet, ist die Akkumulation von potenziell toxischen Steroiden unter einer Lovastatin-

Behandlung nicht zu erwarten. Weiterhin wird HMG-CoA umgehend zu Acetyl-CoA, das an

vielen biosynthetischen Prozessen im Körper beteiligt ist, zurückverwandelt.

Bei der Behandlung der primären Hypercholesterinämie in Fällen, bei denen eine Diättherapie

allein nicht ausreichend war, führte Lovastatin bei Patienten mit heterozygoter familiärer und

nicht-familiärer Hypercholesterinämie und bei Patienten mit gemischter Hyperlipidämie, die

wegen eines hohen Cholesterinspiegels behandelt wurden, zu einer effektiven Senkung des

Gesamt- und LDL-Cholesterins im Plasma. Ein deutliches Ansprechen war innerhalb von 2

Wochen und ein maximales Ansprechen innerhalb von 4-6 Wochen sichtbar. Bei fortgeführter

Therapie blieb der Effekt erhalten. Nach Absetzen der Lovastatin-Therapie ging der

Gesamtcholesterinspiegel im Plasma auf die vor der Therapie bestehenden Spiegel zurück.

Lovastatin ist allein oder in Verbindung mit gallensäurebindenden Substanzen wirksam.

Lovastatin wurde bei der Behandlung der primären Hypercholesterinämie bei Patienten mit

unkompliziertem, gut eingestelltem juvenilen Diabetes (Typ 1) oder Erwachsenen-Diabetes (Typ

2) eingesetzt. Die Reduktion der Lipidspiegel im Serum war vergleichbar mit der bei Patienten

ohne Diabetes. Der Glukosestoffwechsel wurde nicht negativ beeinflusst.

Die Wirksamkeit der Behandlung der Koronararteriensklerose mit Lovastatin wurde in drei

randomisierten placebokontrollierten Doppelblindstudien von 2-2,5 Jahren Dauer bei Patienten

untersucht, bei denen eine Koronararteriensklerose diagnostiziert worden war.

In einer Studie an 331 Patienten (Gesamtcholesterin im Serum 5,70-7,77 mmol/l) verlangsamte

Lovastatin in einer täglichen Dosis von 20-80 mg signifikant die Progression von Läsionen und

verminderte den Anteil der Patienten mit neuen Läsionen.

In einer Studie an 270 Patienten (Gesamtcholesterin-Konzentration im Serum 4,92-7,64 mmol/l)

verlangsamte Lovastatin in einer Dosis von zweimal täglich 40 mg signifikant das Fortschreiten

der Krankheit. Auch war in der Lovastatin-Gruppe die Anzahl der Patienten, bei denen sich die

Läsionen zurückbildeten, doppelt so hoch wie in der Placebo-Gruppe.

In einer Studie, die 98 Patienten einschloss (durchschnittliche Gesamtcholesterin-Konzentration

im Serum 6,99 mmol/l), reduzierte Lovastatin zusammen mit Colestipol signifikant die

Progression koronarer Läsionen und steigerte die Regression von Läsionen.

Die Wirkung von Lovastatin auf eine Arteriosklerose der Halsschlagader wurde bei 919

Patienten mit frühen asymptomatischen Läsionen der Karotis untersucht (ACAPS-Studie). Die

Patienten hatten einen durchschnittlichen Gesamtcholesterinspiegel von 6,1 mmol/l im Serum

und keine Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung. Im Vergleich zu Placebo führte die

Gabe von 10-40 mg Lovastatin täglich zu einer signifikanten Regression der Karotisläsionen. In

der Lovastatin-Gruppe sank die Zahl der Patienten mit schwerwiegenden kardiovaskulären

Ereignissen um 64 % im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Auch die Gesamtsterblichkeit sank in

der Lovastatin-Gruppe um 88 % im Vergleich zur Placebo-Gruppe.

Obwohl Cholesterin eine Vorstufe aller Steroidhormone ist, hatte Lovastatin keinen Einfluss auf

die Bildung von Steroiden. Die Bildung von Gallensteinen wurde durch Lovastatin nicht

gefördert. Daher wird auch keine erhöhte Inzidenz von Gallensteinen erwartet.

Kinder und Jugendliche

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie erhielten 132 Jungen im

Alter zwischen 10 und 17 Jahren mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie (LDL-

Ausgangswert 189-500 mg/dl) über einen Zeitraum von 48 Wochen randomisiert Lovastatin (n =

67) oder Placebo (n = 65). Die Lovastatin-Dosis, täglich als Einzeldosis am Abend, betrug in den

ersten 8 Wochen 10 mg, in den nächsten 8 Wochen 20 mg und danach 40 mg. Lovastatin

verringerte den mittleren Ausgangswert des Gesamt-Cholesterins um 19,3 %, den mittleren

LDL-Wert um 24,2 % und die mittleren Apolipoprotein B-Werte um 21 % signifikant.

Ähnlich erhielten in einer anderen randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie

54 Mädchen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren, mindestens ein Jahr nach der Menarche, mit

heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie (LDL-Ausgangswert 160-400 mg/dl) über einen

Zeitraum von 24 Wochen randomisiert Lovastatin (n = 35) oder Placebo (n = 19). Die Lovastatin-

Dosis, täglich als Einzeldosis am Abend, betrug in den ersten 4 Wochen 20 mg und danach 40

mg. Lovastatin verringerte den mittleren Ausgangswert des Gesamt-Cholesterins um 22,4 %,

den mittleren LDL-Wert um 29,2 %, die mittleren Apolipoprotein B-Werte um 24,4 % und die

mittleren Triglyzeridwerte um 22,7 % signifikant.

Sicherheit und Wirksamkeit von Dosierungen über 40 mg pro Tag wurden bei Kindern nicht

untersucht. Es liegen auch keine Daten zur Langzeitwirkung der Lovastatin-Therapie im

Kindesalter auf die Reduzierung von Morbidität und Mortalität im Erwachsenenalter vor.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Lovastatin ist ein Laktonderivat, welches im Körper schnell zur korrespondierenden Beta-

Hydroxysäure hydrolysiert wird. Diese ist ein effektiver Inhibitor der HMG-CoA-Reduktase.

Resorption

Tierstudien haben gezeigt, dass oral verabreichtes Lovastatin hauptsächlich in die Leber

transportiert wird, wo seine Konzentration erheblich höher ist als in anderen Geweben. Aus

Studien mit Hunden geht hervor, dass die Verfügbarkeit des resorbierten Arzneimittels im

großen Kreislauf durch einen ausgeprägten First-Pass-Metabolismus in der Leber – dem

primären Wirkort – limitiert wird; von dort werden die Metaboliten in die Galle ausgeschieden. In

einer Einzeldosis-Studie mit 4 Patienten mit Hypercholesterinämie wurden schätzungsweise

weniger als 5 % einer oral verabreichten Lovastatin-Dosis im systemischen Kreislauf in aktiver

Form wiedergefunden.

In den Studien wurde die maximale Plasmakonzentration von sowohl aktiven wie auch

Gesamtinhibitoren der HMG-CoA-Reduktase innerhalb von 2–4 Stunden nach Verabreichung

des Arzneimittels erreicht. Die Inhibitorkonzentrationen im Plasma zeigten eine lineare

Dosisabhängigkeit bis zu einer Dosis von 120 mg Lovastatin.

Bei einer einmal täglichen Anwendung des Arzneimittels wurden Steady-state-

Plasmakonzentrationen der Gesamtinhibitoren zwischen dem Ende des 2. und dem Beginn des

3. Tages nach Behandlungsbeginn erreicht; diese Gesamtkonzentration war im Durchschnitt

ungefähr 1,5-mal höher als nach einer Einzeldosis. Wurde Lovastatin an Probanden auf

nüchternen Magen verabreicht, betrugen sowohl die Plasmakonzentrationen der aktiven

Inhibitoren und der Gesamtinhibitoren im Mittel etwa 2/3 derjenigen, die gemessen wurden,

wenn Lovastatin unmittelbar im Anschluss an eine standardisierte Mahlzeit verabreicht wurde.

Verteilung

Im menschlichen Blut werden sowohl Lovastatin als auch sein Beta-Hydroxysäure-Metabolit zu

mehr als 95 % an Plasmaproteine gebunden. In Tierexperimenten konnte gezeigt werden, dass

Lovastatin die Bluthirnschranke und die Plazentaschranke passiert.

Biotransformation

Die aktiven Hauptmetaboliten von Lovastatin im menschlichen Plasma sind die Beta-

Hydroxysäure-Form von Lovastatin, das 6'-Hydroxy-, das 6'-Hydroxymethyl- und das 6'-

Exomethylenderivat.

Elimination

Nach einer oralen Gabe von Lovastatin wurden in Studien am Menschen 10 % der Dosis mit

dem Harn und 83 % über die Faeces ausgeschieden. Die mit den Faeces ausgeschiedene

Menge umfasst sowohl das ursprünglich aus dem Darm resorbierte und über die Galle

ausgeschiedene als auch das nicht resorbierte Arzneimittel.

In einer Studie bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatininclearance 10-30 ml/min)

waren nach Einmalgabe von Lovastatin die Plasmaspiegel der Gesamtinhibitoren etwa 2/3

höher als die entsprechende Konzentration bei gesunden Probanden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die wiederholte Verabreichung hoher Dosen von Lovastatin führte bei verschiedenen

Tierspezies zu toxischen Effekten, die auf eine übersteigerte pharmakologische Wirkung

zurückzuführen sind. Zielorgane waren vor allem die Leber und das ZNS. In Studien am Hund

traten im hohen Dosisbereich nach Gabe von Lovastatin vereinzelt Katarakte auf; auf Basis der

Serumspiegel scheint jedoch ein ausreichend hoher Sicherheitsabstand zur

humantherapeutischen Dosis zu bestehen.

In einer Anzahl von Studien zur genetischen Toxikologie (in-vitro und in-vivo) ergab sich kein

Hinweis auf genotoxisches Potenzial.

In Langzeitstudien an Maus und Ratte zur Erfassung eines kanzerogenen Potenzials wurden

nach Gabe von Lovastatin erhöhte Tumorinzidenzen beobachtet:

Spezies

Relative Exposition (im

Vergleich zur

humantherapeutischen)

auf Basis von AUC-

Leveln

Beobachtete Tumoren

Ratte

2–7

hepatozelluläre Karzinome

Maus

1–2

Papillome im squamösen

(nicht-glandulären) Epithel der

Magenschleimhaut*

Maus

3–4

hepatozelluläre Karzinome und

Adenome

Maus

pulmonale Adenome

* beim Menschen besteht die Magenschleimhaut ausschließlich aus glandulärem Epithel

Die Bedeutung dieser Befunde für die Langzeittherapie beim Menschen ist ungeklärt.

In Studien zur Reproduktionstoxikologie traten nach Verabreichung hoher Dosen (800

mg/kg/Tag) an Ratten und Mäusen Skelettmissbildungen bei den Feten auf. Beim Kaninchen

wurden bei Dosen von bis zu 15 mg/kg/Tag (MTD) keine Missbildungen bei den Nachkommen

beobachtet. Die Fertilität wurde beim Hund in Dosen ab 20 mg/kg/Tag beeinträchtigt, eine

Fertilitätsstudie an der Ratte verlief hingegen negativ.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.)

mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

vorverkleisterte Stärke (Mais)

Zusätzlich für Lovastatin - 1 A Pharma 10 mg Tabletten:

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O Eisen(III)-oxid

Zusätzlich für Lovastatin - 1 A Pharma 20 mg Tabletten:

Indigocarmin-Aluminiumsalz

Zusätzlich für Lovastatin - 1 A Pharma 40 mg Tabletten:

Chinolingelb-Aluminiumsalz

Indigocarmin-Aluminiumsalz

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3 Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Packungsgrößen: 30, 50, und 100 Tabletten in PVC-Aluminium-Blisterpackungen

Klinikpackungen mit 20 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: 089/6138825 - 0

Telefax: 089/6138825 - 25

E-Mail: medwiss@1apharma.de

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Lovastatin - 1 A Pharma 10 mg Tabletten

54354.00.00

Lovastatin - 1 A Pharma 20 mg Tabletten

54354.01.00

Lovastatin - 1 A Pharma 40 mg Tabletten

54354.02.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNGEN

Datum der Erteilung der Zulassungen: 29. August 2002

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen: 11. April 2013

10.

STAND DER INFORMATION

Mai 2017

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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