Lodotra 1 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

02-11-2017

Fachinformation Fachinformation (SPC)

02-11-2017

Wirkstoff:
PREDNISON
Verfügbar ab:
Mundipharma GmbH
ATC-Code:
H02AB07
INN (Internationale Bezeichnung):
PREDNISONE
Einheiten im Paket:
30 Stück (Flasche), Laufzeit: 24 Monate,100 Stück (Flasche), Laufzeit: 24 Monate,30 Stück (Klinikpackung - Flasche), Laufzeit: 2
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Prednison
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-28422
Berechtigungsdatum:
2009-07-17

Lesen Sie das vollständige Dokument

631-LOT1,2,5-17/07-GI

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN

ANWENDER

Lodotra 1 mg Tabletten

Lodotra 2 mg Tabletten

Lodotra 5 mg Tabletten

mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Prednison

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Lodotra und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lodotra beachten?

Wie ist Lodotra einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Lodotra aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Lodotra und wofür wird es angewendet?

Lodotra sind Tabletten, die den Wirkstoff Prednison, ein Glucocorticoid, verzögert

freisetzen. Glucocorticoide wirken entzündungshemmend. Entzündungshemmende

Arzneimittel verringern Schmerzen, Schwellungen, Steifigkeit, Rötung und Wärme in

den betroffenen Gelenken.

Lodotra wird bei Erwachsenen angewendet zur Behandlung

631-LOT1,2,5-17/07-GI

der mäßigen bis schweren, aktiven rheumatoiden Arthritis, insbesondere wenn

diese mit morgendlicher Gelenksteifigkeit einhergeht.

Lodotra sind Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung. Dies bedeutet, sie sind

darauf ausgelegt, Prednison mit einer Verzögerung von rund 4 Stunden nach der

Einnahme freizusetzen. Somit können Sie Lodotra beim Schlafengehen einnehmen

und verspüren eine Verbesserung Ihrer Beschwerden, wie zum Beispiel der

Gelenksteifigkeit, am frühen Morgen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lodotra beachten?

Lodotra darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Prednison oder einen der in Abschnitt 6 genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lodotra einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine der folgenden Gegebenheiten auf Sie zutrifft

oder früher zutraf oder Sie eine der folgenden Behandlungen erhalten oder früher

erhalten haben:

einen zu hohen Blutzucker(Glukose)spiegel im Blut (Diabetes). Ihr Arzt wird ggf.

die Dosis Ihres Arzneimittels zur Diabetesbehandlung erhöhen und Sie während

der Behandlung engmaschig überwachen.

schwache Knochen (Osteoporose)

Knochenerweichung (Osteomalazie)

Magendarmgeschwüre

schwere ulzerative Colitis (Entzündung des Dickdarmes) mit einem hohen Risiko

für eine Perforation (Durchbruch) des Darmes

Darmentzündung (Divertikulitis)

unmittelbar nach einer Operation, bei der zwei Abschnitte Ihres Darmes

verbunden wurden (Enteroanastomose)

Hepatitis B (eine durch ein Virus hervorgerufene Lebererkrankung)

Tuberkulose (TB). Eine bakterielle Erkrankung, die in der Regel die Lunge befällt.

Schwellung und Entzündung der Lymphknoten nach einer BCG-Impfung (eine

Impfung gegen TB)

Kinderlähmung (eine Infektionskrankheit, die durch ein Virus verursacht wird, das

das Nervensystem angreift)

circa 8 Wochen vor und 2 Wochen nach einer Impfung (wenn es sich um einen

Lebendimpfstoff handelt)

eine akute Virusinfektion (zum Beispiel Windpocken, Herpes an Lippen oder

Augen, Masern oder Gürtelrose)

eine akute bakterielle Infektion (zum Beispiel bakterielle Mandelentzündung) oder

eine chronische bakterielle Infektion (zum Beispiel TB)

eine akute Pilzinfektion (zum Beispiel Mundsoor)

eine Parasiteninfektion (zum Beispiel Spulwürmer). Bei Patienten mit einer

bekannten oder vermuteten Infektion mit Fadenwürmern (Strongyloides) kann es

durch Lodotra zu einer massiven Strongyloides Infektion und zu einer

ausgedehnten Larvenverbreitung kommen.

Bluthochdruck. Sie müssen gegebenenfalls Ihren Blutdruck öfter kontrollieren

lassen.

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Augenerkrankungen (Glaukom). Gegebenenfalls benötigen Sie engmaschigere

Kontrollen Ihrer Erkrankungen.

Verletzungen oder Geschwüre der Hornhaut (die durchsichtige Haut auf dem

Auge, die Iris und Pupille bedeckt)

Herzprobleme. Gegebenenfalls benötigen Sie engmaschigere Kontrollen Ihrer

Erkrankung.

kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt

Nierenerkrankungen

psychiatrische Erkrankungen

Schlafstörungen, die während der Behandlung auftreten und sich nicht bessern.

Unter diesen Umständen sollte eine Umstellung auf eine herkömmliche

Darreichungsform mit sofortiger Wirkstofffreisetzung erwogen werden.

Lodotra kann den gewünschten Prednison-Blutspiegel nicht erreichen, wenn es

nüchtern eingenommen wird. Deshalb sollte Lodotra immer mit dem Abendessen oder

danach eingenommen werden, um eine ausreichende Wirksamkeit zu gewährleisten.

Darüber hinaus können niedrige Plasmakonzentrationen bei 6%-7% der Lodotra-

Dosen auftreten, auch wenn sie ordnungsgemäß eingenommen wurden. Dies sollte

berücksichtigt werden, wenn die Wirkung von Lodotra nicht ausreichend ist. In diesem

Fall sollte eine Umstellung auf eine herkömmliche Darreichungsform mit sofortiger

Wirkstofffreisetzung in Erwägung gezogen werden.

Die Anwendung des Arzneimittels Lodotra kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen.

Aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften sollte Lodotra nicht bei akuten

Indikationen anstelle von Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung

angewendet werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass bei einer der oben genannten Behandlungen oder

Gegebenheiten möglicherweise eine andere Art von Arzneimittel besser für Sie

geeignet ist. Siehe auch „Was Sie noch über Lodotra wissen sollten“.

IHR ARZT WIRD IHNEN SAGEN, WAS ZU TUN IST.

Was Sie noch über Lodotra wissen sollten

Lodotra kann Ihr Immunsystem schwächen. Dies beeinträchtigt die Fähigkeit

Ihres Körpers, Krankheiten abzuwehren. Wenn Ihr Immunsystem beeinträchtigt ist:

kann eine Impfung mit einem inaktivierten Impfstoff (zum Beispiel Grippe- oder

Choleraimpfstoff) weniger wirksam sein, wenn Sie Lodotra einnehmen oder mit

der Lodotra-Therapie beginnen.

können bestimmte Viruserkrankungen (Windpocken und Masern) schwerer

verlaufen. Ein besonderes Risiko besteht, wenn Sie nicht gegen diese

Krankheiten geimpft worden sind.

kann ein erhöhtes Risiko für andere schwere Infektionen bestehen.

Während einer Behandlung mit Lodotra können Sie leichter an einer Infektion

erkranken. Wenn Sie eine Infektion entwickeln, kann es schwieriger sein, diese zu

entdecken, wenn Sie Lodotra einnehmen.

Sie könnten eine geringere Lodotra-Dosis benötigen, wenn Sie an folgenden

Erkrankungen leiden:

Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Leberzirrhose (durch Alkoholismus oder Hepatitis hervorgerufene

Lebererkrankung)

Während folgender belastender Ereignisse benötigen Sie möglicherweise eine

höhere Lodotra-Dosis:

Operationen

Infektionen

Wenn Sie Lodotra über mehrere Monate oder länger einnehmen, sind regelmäßige

ärztliche Kontrollen erforderlich, einschließlich

Augenuntersuchung

Blutuntersuchung

Blutdrucküberwachung.

Die Behandlung mit Lodotra kann einen negativen Einfluss auf den Knochenstoff-

wechsel haben. Daher ist vor allem bei Risikofaktoren wie familiärer Veranlagung,

mangelnder körperlicher Aktivität, bei Frauen in und nach den Wechseljahren und in

höherem Lebensalter eine Osteoporose-Abklärung (Knochenschwund und

Frakturen) zu empfehlen.

Wenn Sie Lodotra absetzen, besteht die Gefahr

dass die Beschwerden ihrer rheumatoiden Arthritis wiederkehren

einer Nebenniereninsuffizienz, das heisst Ihre Nebenniere produziert nicht

genügend Cortisol (ein Hormon). Dies kann besonders in folgenden belastenden

Situationen auftreten:

während Infektionen

nach Unfällen

bei erhöhter körperlicher Belastung.

eines Cortison-Entzugssyndroms (eine ernsthafte Erkrankung, die entsteht, wenn

Ihr Körper nach zu schnellem Absetzen nicht mehr ausreichend Cortisol

produziert).

IHR ARZT WIRD IHNEN SAGEN, WAS ZU TUN IST.

Einnahme von Lodotra zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen

andere Arzneimittel einzunehmen.

Die Wirkung folgender Arzneimittel kann durch Ihre Behandlung mit Lodotra

verstärkt werden:

Herzmedikamente wie Herzglykoside (zum Beispiel Digoxin)

abführende oder harntreibende Arzneimittel wie einige Diuretika

Cyclosporin, ein Arzneimittel, das nach Organtransplantationen und gelegentlich

bei schwerer rheumatoider Arthritis eingesetzt wird

in Krankenhäusern verwendete Muskelentspannungsmittel wie zum Beispiel

Suxamethonium

Cyclophosphamid, das zur Behandlung verschiedener Krebsarten verwendet

wird.

Die Wirkung folgender Arzneimittel kann durch Ihre Behandlung mit Lodotra

beeinträchtigt werden:

Somatropin, ein Wachstumshormon

Praziquantel, ein Arzneimittel gegen Infektionen durch Parasiten

Blutzuckersenkende Arzneimittel, zum Beispiel Insulin, Metformin, Glibenclamid.

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Lodotra auf die Beschwerden Ihrer

rheumatoiden Arthritis verringern:

Arzneimittel gegen Epilepsie (Krampfanfälle) wie zum Beispiel Barbiturate,

Phenytoin, Primidon

Rifampicin, ein Arzneimittel gegen Infektionen

Bupropion, ein Arzneimittel gegen Depression

aluminium- oder magnesiumhaltige Arzneimittel gegen die übermäßige

Säureproduktion des Magens (Antazida).

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Lodotra auf die Beschwerden Ihrer

rheumatoiden Arthritis verstärken:

östrogenhaltige Arzneimittel, zum Beispiel Kontrazeptiva (Arzneimittel zur

Schwangerschaftsverhütung), Hormonersatztherapie (HRT)

Lakritze (Süßholz; wird als Hustenlöser in Hustenmitteln verwendet und ist oft in

Süßigkeiten enthalten)

Andere Wirkungen von Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben, auch wenn es sich um

Arzneimittel handelt, die ohne ärztliche Verschreibung erhältlich sind.

Einige Arzneimittel können die Wirkungen von Lodotra verstärken und Ihr Arzt

wird Sie möglicherweise sorgfältig überwachen, wenn Sie diese Arzneimittel

einnehmen (einschließlich einiger Arzneimittel gegen HIV: Ritonavir, Cobicistat).

Nichtsteroidale Entzündungshemmer/Antirheumatika (NSARs) wie

Acetylsalicylsäure, Diclofenac und Ibuprofen erhöhen die Gefahr von Magen-

Darm-Blutungen.

Je nach individuellem Ansprechen kann die blutverdünnende Wirkung von

Warfarin vermindert oder erhöht sein.

Die Behandlung mit ACE-Hemmern (zum Beispiel Captopril oder Enalapril)

gegen Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz kann das Risiko für eine veränderte

Anzahl der Blutkörperchen erhöhen.

Anticholinergika (zum Beispiel Atropin) können das Risiko für einen zusätzlichen

Anstieg des Augeninnendrucks (Glaukom) erhöhen.

Arzneimittel zur Behandlung oder Vorbeugung von Malaria (zum Beispiel

Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin) können das Risiko von

Muskelschwäche, einschließlich des Herzmuskels, erhöhen.

Amphotericin B, ein Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen, kann das Risiko einer

Hypokaliämie erhöhen.

Einige diagnostische Verfahren können beeinflusst werden, zum Beispiel:

Hauttests bei Allergien

ein Bluttest zur Messung des Spiegels eines Schilddrüsenhormons.

IHR ARZT WIRD IHNEN SAGEN, WAS ZU TUN IST.

Einnahme von Lodotra zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Nehmen Sie Lodotra am Abend, in der Regel gegen 22 Uhr ein – am besten mit

dem Abendessen oder danach. Schlucken Sie Lodotra unzerkaut mit ausreichend

Flüssigkeit, zum Beispiel einem Glas Wasser.

Lodotra Tabletten dürfen NICHT zerbrochen, geteilt oder zerkaut werden.

Sollte das Abendessen mehr als 2-3 Stunden zurückliegen, wird empfohlen, die

Tabletten mit einer leichten Zwischenmahlzeit einzunehmen.

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein

oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses

Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Lodotra die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am

Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen beeinträchtigt. Wenn Sie jedoch

während der Behandlung Schmerzen in den Augen oder verschwommenes Sehen

feststellen, sollten Sie diese Tätigkeiten vermeiden.

Lodotra enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Lodotra daher erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Lodotra einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht

sicher sind.

Die Höhe der von Ihrem Arzt verordneten Lodotra-Dosis ist abhängig von der

Schwere der Erkrankung. In der Regel sollte sie 10 mg Prednison pro Tag nicht

überschreiten.

In Abhängigkeit von

den Beschwerden Ihrer rheumatoiden Arthritis

Ihrem Ansprechen auf Lodotra

kann Ihre Anfangsdosis schrittweise entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes

auf eine niedrigere Erhaltungsdosis reduziert werden.

Für Dosen, die mit dieser Stärke nicht zu verabreichen sind, stehen auch andere

Stärken dieses Arzneimittels zur Verfügung.

Wenn Sie von der morgendliche Einnahme üblicher Cortison-Tabletten auf die

abendliche Einnahme von Lodotra umstellen, sollte Ihre Dosis die gleiche Menge

Wirkstoff (Prednison) enthalten.

Für die Langzeitbehandlung der rheumatoiden Arthritis kann je nach Schwere des

Krankheitsverlaufs eine Dosis von bis zu 10 mg Prednison täglich verwendet

werden.

Art der Anwendung

Wie öffnet und schließt man das speziell für Patienten mit rheumatoider Arthritis

entwickelte Behältnis? Siehe dazu „Anweisungen zum Öffnen und Schließen des

Behältnisses“.

Nehmen Sie genau die Anzahl Tabletten ein, die Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.

Die Tabletten dürfen nicht zerbrochen werden, da die Tablettenhülle wichtig für

die richtige Wirkungsweise von Lodotra ist.

Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut: zerbrechen, teilen oder kauen Sie die

Tabletten nicht.

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Nehmen Sie Lodotra am Abend, in der Regel gegen 22 Uhr mit einem Glas

Wasser ein.

Nehmen Sie Lodotra mit oder nach dem Abendessen ein. Sollte das Abendessen

mehr als 2-3 Stunden zurückliegen, wird empfohlen, die Tabletten mit einer

leichten Zwischenmahlzeit einzunehmen.

Lodotra Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung sollten üblicherweise über

mehrere Monate oder länger eingenommen werden. Ihr Arzt wird mit Ihnen

besprechen, wie lange Sie Ihre Tabletten nehmen müssen.

„Anweisungen zum Öffnen und Schließen des Behältnisses“

Bitte befolgen Sie die unten stehenden Anweisungen:

Öffnen

Kugelschreiber oder Ähnliches zwischen die

Höcker legen und wie abgebildet drehen

(gegen den Uhrzeigersinn)

Schließen

Kugelschreiber oder Ähnliches zwischen die

Höcker legen und wie abgebildet drehen

(im Uhrzeigersinn).

Wenn Sie eine größere Menge von Lodotra eingenommen haben als

Sie sollten

Fälle einer akuten Vergiftung mit Lodotra sind nicht bekannt. Bei Überdosierung ist

mit verstärkten Nebenwirkungen zu rechnen, insbesondere:

Störungen der Hormonfunktion

Auswirkungen auf den Stoffwechsel

Auswirkungen auf den Elektrolythaushalt (Salzhaushalt), die zu einem erhöhten

Risiko eines unregelmäßigen Herzschlags führen kann.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt, falls Sie beunruhigt sind oder eine Zunahme

der Nebenwirkungen bemerken.

Wenn Sie die Einnahme von Lodotra vergessen haben

Sie sollten Ihren Arzt über die weitere Vorgangsweise kontaktieren.

Wenn Sie die Einnahme von Lodotra abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Lodotra nicht plötzlich ab.

Wenn Sie die Einnahme von Lodotra abbrechen, können die Beschwerden Ihrer

rheumatoiden Arthritis wieder auftreten.

Es ist wichtig, dass Ihre Lodotra-Dosis langsam reduziert wird. Ihr Arzt wird Sie

beraten, wie Sie Ihre Dosis schrittweise verringern.

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Ersetzen Sie Lodotra nicht durch Prednison-Tabletten mit sofortiger

Wirkstofffreisetzung ohne vorher Ihren Arzt zu fragen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeit und Schwere der nachstehend aufgeführten Nebenwirkungen sind

von Dosierung und Behandlungsdauer abhängig.

Häufige Nebenwirkungen von Lodotra (kann bis zu 1 von 10 Behandelten

betreffen)

Eine Hormonstörung, die das Cushing-Syndrom verursacht (typische Anzeichen: ein

rundes Gesicht, oft „Vollmondgesicht“ genannt, Stammfettsucht und Gesichtsröte)

sowie eine verminderte körpereigene Produktion von Glucocorticoiden.

Störungen des Zucker-, Fett- und Salzhaushalts im Körper, die möglicherweise zu:

Appetitsteigerung und Gewichtszunahme

Diabetes (erhöhter Blutzuckerspiegel)

erhöhten Cholesterinwerten

Herzrhythmusstörungen (aufgrund erhöhter Kaliumausscheidung)

Wasseransammlungen (Ödeme aufgrund von reduzierter Natriumausscheidung)

führen können.

Verminderte Infektabwehr. Infektionen können schwerer verlaufen.

Verschleierungen von Infektionen. Erhöht die Anfälligkeit für Infektionen und deren

Schweregrad. Linsentrübung (Katarakt) und Steigerung des Augeninnendrucks

(Glaukom) mit und ohne Augenschmerzen. Dehnungsstreifen, Blutergüsse oder

Rötungen auf der Haut oder im Mund, Gewebeschwund der Haut. Eine Erhöhung

oder Verminderung der Anzahl der Blutkörperchen. Muskelabbau und –schwäche,

Knochenabbau, der das Risiko für Knochenbrüche erhöhen kann (Osteoporose).

Kopfschmerzen. Schlaflosigkeit.

Gelegentliche Nebenwirkungen von Lodotra (kann bis zu 1 von 100

Behandelten betreffen)

Bluthochdruck.

Ablagerungen oder Entzündung der Blutgefäße sowie Blutgerinnsel.

Magengeschwüre und Magen-Darm-Blutungen.

Vermehrte Behaarung, punktförmige und andere Hautflecken, verzögerte

Wundheilung der Haut, Akne.

Seltene Nebenwirkungen von Lodotra (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten

betreffen)

Allergische Reaktionen einschließlich Bläschenbildung auf der Haut.

Bauchspeicheldrüsenentzündung mit starken Bauchschmerzen.

Störung der Sexualhormonausschüttung, die möglicherweise zum Ausbleiben

der Regelblutung bei Frauen oder zu Impotenz bei Männern führen kann.

Störung der Schilddrüsenfunktion.

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Depressionen (Traurigkeit), Gereiztheit, Glücksgefühle, die nicht der Realität

entsprechen, erhöhter Antrieb, Verlust des Realitätsbezugs (Psychose).

Erhöhter Hirndruck mit Kopfschmerzen, Erbrechen und Doppeltsehen.

Entstehung oder Verschlimmerung von epileptischen Anfällen.

Verschlimmerung bestehender Augengeschwüre oder Infektionen.

Knochenverlust (Osteonekrose).

Nebenwirkungen von Lodotra, deren Häufigkeit nicht bekannt ist (die

Häufigkeit kann aus den vorhandenen Daten nicht abgeschätzt werden)

Fetteinlagerungen in der Wirbelsäule, im Herzen oder Brustraum, die sich wieder

zurückbilden können (Lipomatose).

Beschleunigter Herzschlag

Störungen des Säure-Basen-Haushalts des Blutes aufgrund eines niedrigen

Gehalts an Kalium (hypokaliämische Alkalose)

Austritt von Flüssigkeit unter der Netzhaut mit Folge einer optischen Verzerrung

(zentrale seröse Chorioretinopathie)

Übelkeit, Durchfall, Erbrechen

Starker Körperhaarwuchs bei Frauen (Hirsutismus)

Muskelabbau an Oberarmen und Beinen, Sehnenriss, Wirbel- und

Röhrenknochenbrüche

Berichten von Nebenwirkungen:

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt der zuständigen Behörde anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Lodotra aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Flasche und dem Umkarton

nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nach dem ersten Öffnen der Flaschen können die Tabletten in der Flasche noch

14 Wochen gelagert werden. Danach sind noch vorhandene Tabletten zu

entsorgen.

Nicht über 25ºC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Lodotra enthält

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Der Wirkstoff ist Prednison.

Eine Lodotra 1 mg Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 1 mg

Prednison.

Eine Lodotra 2 mg Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 2 mg

Prednison.

Eine Lodotra 5 mg Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 5 mg

Prednison.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Hochdisperses Siliciumdioxid

Croscarmellose-Natrium

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat

Povidon K 29/32

Eisenoxid rot (E 172)

Tablettenmantel:

Hochdisperses Siliciumdioxid

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat

Glyceroldibehenat

Magnesiumstearat

Povidon K 29/32

Eisenoxid gelb (E 172)

Wie Lodotra aussieht und Inhalt der Packung

Lodotra 1 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung sind blassgelblich-weiß,

zylinderförmig mit der Prägung „NP1“ auf einer Seite.

Lodotra 2 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung sind gelblich-weiß,

zylinderförmig mit der Prägung „NP2“ auf einer Seite.

Lodotra 5 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung sind hellgelb,

zylinderförmig mit der Prägung „NP5“ auf einer Seite.

Packungsgrößen:

Flaschen mit 30 und 100 Tabletten mit veränderter

Wirkstofffreisetzung

Klinikpackungen:

Flaschen mit 30, 100 und 500 Tabletten mit veränderter

Wirkstofffreisetzung

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Mundipharma Gesellschaft m.b.H., 1070 Wien

Hersteller

Horizon Pharma GmbH; Joseph-Meyer-Str. 13-15

68167 Mannheim, Deutschland

Z.Nr.:

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Lodotra 1 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung:

1-28422

Lodotra 2 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung:

1-28423

Lodotra 5 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung:

1-28424

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Austria

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg Tabletten mit veränderter

Wirkstofffreisetzung

Belgium

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tabletten met gereguleerde afgifte/comprimé

à libération modifiée/Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Bulgaria

Лодотра 1 mg/2 mg/5 mg таблетки с изменено освобождаване

Cyprus

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg δισκία ελεγχόμενης αποδέσμευσης

Czech Republic

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tablety s řízeným uvolňováním

Denmark

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tabletter med modificeret udløsning

Estonia

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg toimeainet modifitseeritult vabastav tabletid

Finland

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg säädellysti vapauttava tabletti

France

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg comprimé à libération modifiée

Germany

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg Tabletten mit veränderter

Wirkstofffreisetzung

Greece

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg δισκία ελεγχόμενης αποδέσμευσης

Hungary

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg módosított hatóanyagleadású tabletta

Iceland

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg töflur með breyttan losunarhraða

Italy

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg compresse a rilascio modificato

Ireland

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg modified-release tablets

Latvia

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg ilgstošās darbības tabletes

Lithuania

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg modifikuoto atpalaidavimo tabletės

Luxembourg

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tabletten met gereguleerde afgifte/comprimé

à libération modifiée/Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Malta

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg modified-released tablets

Netherlands

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tabletten met gereguleerde afgifte

Norway

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tabletter med modifisert frisetting

Poland

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tabletki o zmodyfikowanym uwalnianiu

Portugal

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg comprimidos de libertação modificada

Romania

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg comprimate cu eliberare modificată

Sweden

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tabletter med modifierad frisättning

Slovak Republic Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tablety s riadeným uvoľňovaním

Slovenia

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg tablete s prirejenim sproščanjem

Spain

Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg comprimidos de liberación modificada

United Kingdom Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg modified-released tablets

631-LOT1,2,5-17/07-GI

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2017.

630-LOT1,2,5-17/01-FI

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Lodotra 1 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Lodotra 2 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Lodotra 5 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Lodotra 1 mg:

Eine Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 1 mg Prednison.

Lodotra 2 mg:

Eine Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 2 mg Prednison.

Lodotra 5 mg:

Eine Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 5 mg Prednison.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose

Lodotra 1 mg:

Eine Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 42,80 mg Lactose.

Lodotra 2 mg:

Eine Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 41,80 mg Lactose.

Lodotra 5 mg:

Eine Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 38,80 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Lodotra 1 mg:

Blassgelblich-weiße, zylinderförmige Tabletten, 5 mm hoch mit 9 mm Durchmesser, mit

veränderter Wirkstofffreisetzung

mit der Prägung „NP1“ auf einer Seite.

Lodotra 2 mg:

Gelblich-weiße, zylinderförmige Tabletten, 5 mm hoch mit 9 mm Durchmesser, mit

veränderter Wirkstofffreisetzung

mit der Prägung „NP2“ auf einer Seite.

Lodotra 5 mg:

Hellgelbe, zylinderförmige Tabletten, 5 mm hoch mit 9 mm Durchmesser, mit veränderter

Wirkstofffreisetzung

mit der Prägung „NP5“ auf einer Seite.

630-LOT1,2,5-17/01-FI

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Lodotra wird bei Erwachsenen zur Behandlung der mäßigen bis schweren, aktiven

rheumatoiden Arthritisangewendet, insbesondere wenn diese von morgendlicher

Gelenksteifigkeit begleitet ist.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die angemessene Dosierung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und dem

individuellen Ansprechen des Patienten. Zur Einleitung der Therapie wird in der Regel eine

Dosis von 10 mg Prednison empfohlen. In bestimmten Fällen kann eine höhere Anfangsdosis

erforderlich sein (z. B. 15 oder 20 mg Prednison). In Abhängigkeit von der klinischen

Symptomatik und dem Ansprechen des Patienten kann die Anfangsdosis schrittweise auf eine

niedrigere Erhaltungsdosis reduziert werden.

Bei der Umstellung vom Standard-Behandlungsschema (morgendliche Glucocorticoidgabe)

auf die abendliche Einnahme von Lodotra gegen 22 Uhr sollte die gleiche Dosis (bezogen auf

mg Prednison-Äquivalent) beibehalten werden. Nach der Umstellung kann die Dosis

entsprechend der klinischen Situation angepasst werden.

Für Dosierungen, die mit dieser Stärke nicht möglich sind, stehen andere Stärken dieses

Arzneimittels zur Verfügung.

Für die Langzeitbehandlung der rheumatoiden Arthritis kann je nach Schwere des

Krankheitsverlaufs eine Dosis von bis zu 10 mg Prednison täglich verwendet werden.

In Abhängigkeit vom Behandlungserfolg kann die Dosis alle 2–4 Wochen in Schritten von

1 mg verringert werden, bis eine angemessene Erhaltungsdosis erreicht ist.

Wenn Lodotra abgesetzt werden soll, ist die Dosis alle 2–4 Wochen um 1 mg zu reduzieren,

dabei sind bei Bedarf Parameter des adrenergen Regelkreises zu überwachen.

Kinder und Jugendliche

Da bei Kindern und Jugendlichen keine ausreichenden Daten zur Verträglichkeit und

Wirksamkeit vorliegen, wird die Anwendung hier nicht empfohlen.

Art der Anwendung

Lodotra ist am Abend (gegen 22 Uhr) mit oder nach dem Abendessen unzerkaut mit

ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Wenn das Abendessen mehr als 2–3 Stunden

zurückliegt, wird empfohlen, Lodotra mit einer leichten Zwischenmahlzeit (z. B. eine Scheibe

Brot mit Wurst oder Käse) einzunehmen. Lodotra darf nicht nüchtern eingenommen werden,

da sonst die Bioverfügbarkeit von Prednison verringert sein kann.

Lodotra ist darauf ausgelegt, den Wirkstoff mit einer Verzögerung von etwa 4-6 Stunden nach

der Einnahme freizusetzen. Die Freisetzung des Wirkstoffs und die pharmakologischen

Wirkungen setzen während der Nacht ein.

Lodotra Tabletten bestehen aus einem prednisonhaltigen Kern und einem inerten Überzug.

Für die verzögerte Freisetzung von Prednison muss der Tablettenüberzug unbeschädigt sein.

630-LOT1,2,5-17/01-FI

Deshalb dürfen die Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung nicht zerbrochen, geteilt

oder zerkaut werden.

Bei Patienten mit Hypothyreose oder Leberzirrhose kann bereits eine vergleichsweise

niedrige Dosis ausreichend sein bzw. eine Dosissenkung erforderlich werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der im Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eine Pharmakotherapie mit Prednison sollte nur unter strengster Indikationsstellung

durchgeführt werden und es sollte eine geeignete Begleittherapie mit Antiinfektiva bei

Vorliegen folgender Umstände erfolgen:

akute Virusinfektion (Herpes Zoster, Herpes simplex, Varizellen, Keratitis herpetica)

HBsAg-positive chronisch-aktive Hepatitis

ca. 8 Wochen vor und 2 Wochen nach Immunisierung mit Lebendimpfstoffen

systemische Mykosen und Parasitosen (z. B. Nematoden)

Poliomyelitis

Lymphadenitis nach BCG-Impfung

akute und chronische bakterielle Infektionen

Tuberkulose in der Vorgeschichte (cave: Reaktivierung!) – Aufgrund ihrer

immunsuppressiven Eigenschaften können Glucocorticoide Infektionen induzieren

oder verstärken. Betroffene Patienten sind sorgfältig zu überwachen, z. B. mittels

Tuberkulintest. Patienten mit besonderem Risiko sind mit Tuberkulostatika zu

behandeln.

Darüber hinaus sollte Prednison nur unter strenger Indikationsstellung gegeben und falls

erforderlich durch eine entsprechende Begleittherapie ergänzt werden bei Vorliegen folgender

Umstände:

Magen-Darm-Ulzera

schwere Osteoporose und Osteomalazie

schwer einzustellende Hypertonie

schwerer Diabetes mellitus

psychiatrische Erkrankungen (auch in der Vorgeschichte des Patienten)

Eng- und Weitwinkelglaukom

Hornhautulzera und -verletzungen

Wegen der Gefahr einer Darmperforation darf Prednison nur bei zwingender Indikation und

unter ausreichender Überwachung angewendet werden bei folgenden Fällen:

schwere Colitis ulcerosa mit drohender Perforation

Divertikulitis

Enteroanastomosen (unmittelbar postoperativ)

Lodotra kann den gewünschten Prednison-Blutspiegel nicht erreichen, wenn es nüchtern

eingenommen wird. Deshalb sollte Lodotra immer mit oder nach dem Abendessen

eingenommen werden, um eine ausreichende Wirksamkeit zu gewährleisten. Darüber hinaus

können niedrige Plasmakonzentrationen auftreten, auch wenn Lodotra ordnungsgemäß

eingenommen wurde. Im Durchschnitt aller PK Studien traten niedrige

Plasmakonzentrationen bei 6 % - 7 % der verabreichten Lodotra-Dosen auf. In einer einzelnen

630-LOT1,2,5-17/01-FI

PK Studie wurde dies bei 11% der Lodotra-Dosen beobachtet. Dies sollte berücksichtigt

werden, wenn die Wirkung von Lodotra nicht ausreichend ist. In diesem Fall sollte eine

Umstellung auf eine herkömmliche Darreichungsform mit sofortiger Wirkstofffreisetzung in

Erwägung gezogen werden.

Die Anwendung des Arzneimittels Lodotra kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen.

Lodotra sollte nicht durch Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung unter

Beibehaltung des gleichen Einnahmeschemas ersetzt werden, da Lodotra eine verzögerte

Wirkstofffreisetzung besitzt.

Bei Substitution, Beendigung oder Absetzen einer Langzeittherapie sind folgende Risiken zu

bedenken: Reaktivierung der rheumatoiden Arthritis, akute Nebenniereninsuffizienz

(insbesondere unter besonderer Belastung, z. B. während Infektionen, nach Unfällen, bei

verstärkter körperlicher Anstrengung), Cortison-Entzugssyndrom.

Aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften sollte Lodotra nicht bei akuten

Indikationen anstelle von Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung

angewendet werden.

Während der Anwendung von Lodotra muss ein möglicherweise erhöhter Bedarf an Insulin

oder oralen Antidiabetika in Betracht gezogen werden. Patienten mit Diabetes mellitus sollten

daher während der Behandlung engmaschig überwacht werden.

Bei Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck ist während der Behandlung mit

Lodotra eine regelmäßige Blutdruckkontrolle erforderlich.

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz sind engmaschig zu überwachen, da die Gefahr einer

Verschlechterung besteht.

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei Patienten mit kürzlich vorangegangenem

Myokardinfarkt, wenn diesen Glucocorticoide, einschließlich Prednison, verschrieben

werden, da das Risiko einer Myokardruptur besteht.

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei Patienten mit Niereninsuffizienz, wenn diesen

Glucocorticoide, einschließlich Prednison verschrieben werden.

Schlafstörungen treten bei Einnahme von Lodotra häufiger auf als bei herkömmlichen, am

Morgen eingenommenen Darreichungsformen mit sofortiger Wirkstofffreisetzung. Falls

Schlaflosigkeit auftritt und sich nicht bessert, kann ein Wechsel zu einer herkömmlichen

Darreichungsform mit sofortiger Wirkstofffreisetzung ratsam sein.

Die Behandlung mit Lodotra kann die Anzeichen einer bestehenden oder sich entwickelnden

Infektion maskieren und so die Diagnose erschweren.

Auch in niedrigen Dosierungen führt die Langzeitbehandlung mit Lodotra zu einem Anstieg

des Infektionsrisikos. Solche Infektionen können auch von Mikroorganismen verursacht

werden, die unter normalen Umständen nur selten Infektionen hervorrufen (sog.

opportunistische Infektionen).

Bestimmte Viruserkrankungen (Varizellen, Masern) können bei Patienten, die mit

Glucocorticoiden behandelt werden, schwerer verlaufen. Besonders gefährdet sind

immunsupprimierte Personen ohne bisherige Varizellen- oder Maserninfektion. Wenn diese

Personen während einer Behandlung mit Lodotra Kontakt zu Masern- oder

Windpockenkranken haben, sollte bei Bedarf eine vorbeugende Behandlung eingeleitet

werden.

630-LOT1,2,5-17/01-FI

Bei Patienten mit einer bekannten oder vermuteten Infektion mit Strongyloides (Fadenwurm)

kann es durch Glucocorticoide zu einer Strongyloides Hyperinfektion und folglich zu einer

Streuung mit ausgedehnter Larvenmigration kommen.

Impfungen mit inaktivierten Vakzinen sind grundsätzlich möglich. Es ist jedoch zu

berücksichtigen, dass die Immunreaktion und somit der Erfolg der Impfung unter höheren

Glucocorticoiddosen beeinträchtigt sein können.

Bei Langzeittherapie mit Lodotra sind regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

(einschließlich augenärztlicher Untersuchungen alle drei Monate) indiziert; bei

vergleichsweise hohen Dosen ist auf eine ausreichende Kaliumzufuhr und auf

Natriumrestriktion zu achten und der Serum-Kalium-Spiegel zu überwachen.

Kommt es während der Behandlung mit Lodotra durch besondere Ereignisse (Unfälle,

Operationen etc.) zu besonderen körperlichen Belastungen, kann eine vorübergehende

Steigerung der Dosis notwendig werden.

Je nach Dauer der Therapie und angewendeter Dosis ist eine negative Auswirkung auf den

Kalziumstoffwechsel zu erwarten. Daher wird eine Osteoporoseprophylaxe empfohlen,

insbesondere wenn noch weitere Risikofaktoren vorliegen (einschließlich familiäre

Veranlagung, höheres Alter, postmenopausaler Status, unzureichende Protein- und

Kalziumzufuhr, übermäßiger Nikotin- und Alkoholkonsum sowie Bewegungsmangel). Die

Prophylaxe umfasst eine ausreichende Kalzium- und Vitamin D-Zufuhr sowie körperliche

Betätigung. Bei bereits bestehender Osteoporose sollte eine zusätzliche Therapie in Betracht

gezogen werden.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactoseintoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses

Arzneimittel nicht einnehmen.

Unter der Behandlung mit Prednisolon in hohen Dosen über einen längeren Zeitraum

(30 mg/Tag über mindestens 4 Wochen) sind reversible Störungen der Spermatogenese

beobachtet worden, die nach Absetzen des Arzneimittels noch mehrere Monate anhielten.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Herzglykoside:

Die Glykosidwirkung kann durch Kaliummangel verstärkt werden.

Saluretika/Laxanzien:

Die Kaliumausscheidung wird verstärkt.

Antidiabetika:

Die blutzuckersenkende Wirkung ist vermindert.

Cumarinderivate:

Die Antikoagulanzienwirkung wird abgeschwächt oder verstärkt.

Nicht-steroidale Entzündungshemmer/Antirheumatika, Salicylate und Indomethacin:

Die Gefahr von Magen-Darm-Blutungen wird erhöht.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien:

Die Muskelrelaxation kann länger anhalten.

Atropin und andere Anticholinergika:

Bei gleichzeitiger Anwendung von Lodotra sind zusätzliche Augeninnendrucksteigerungen

möglich.

630-LOT1,2,5-17/01-FI

Praziquantel:

Glucocorticoide können die Praziquantel-Konzentration im Blut vermindern.

Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin:

Es besteht ein erhöhtes Risiko des Auftretens von Myopathien, Kardiomyopathien.

Somatropin:

Die Wirksamkeit von Somatropin kann vermindert werden.

Östrogene (z. B. orale Kontrazeptiva):

Die Glucocorticoidwirkung kann verstärkt werden.

Lakritze (Süßholz):

Eine Hemmung der Metabolisierung von Glucocorticoiden ist möglich.

Rifampicin, Phenytoin, Barbiturate, Bupropion, Primidon:

Die Wirksamkeit von Glucocorticoiden ist herabgesetzt.

Cyclosporin:

Die Blutspiegel von Ciclosporin werden erhöht. Es besteht eine erhöhte Gefahr zerebraler

Krampfanfälle.

Amphotericin B:

Das Risiko einer Hypokaliämie kann erhöht sein.

Cyclophosphamid:

Die Wirkung von Cyclophosphamid kann verstärkt werden.

ACE-Hemmer:

Erhöhtes Risiko des Auftretens von Blutbildveränderungen.

CYP3A-Inhibitoren:

Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich cobicistathaltiger

Produkte ist mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen. Die

Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko

systemischer Nebenwirkungen der Corticosteroide; in diesem Fall sollten die Patienten im

Hinblick auf systemische Corticosteroidnebenwirkungen überwacht werden.

Aluminium- und magnesiumhaltige Antacida:

Die Resorption von Glucocorticoiden kann herabgesetzt sein. Auf Grund der verzögerten

Wirkstofffreisetzung von Lodotra ist jedoch eine Wechselwirkung mit aluminium- und

magnesiumhaltigen Antacida unwahrscheinlich.

Beeinflussung von diagnostischen Verfahren:

Hautreaktionen im Rahmen von Allergietests können unterdrückt werden. Der TSH-Anstieg

nach Verabreichung von Protirelin kann abgeschwächt werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft darf Lodotra nur angewendet werden, wenn die zu

erwartenden Vorteile die möglichen Risiken überwiegen. Dabei ist die niedrigste zur

Aufrechterhaltung einer adäquaten Krankheitskontrolle erforderliche Lodotra-Dosis

anzuwenden.

Tierexperimentelle Studien deuten darauf hin, dass die Verabreichung von Glucocorticoiden

während der Schwangerschaft in pharmakologischen Dosen das fetale Risiko für eine

630-LOT1,2,5-17/01-FI

intrauterine Wachstumsretardierung, Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen im

Erwachsenenalter erhöhen können und möglicherweise eine Auswirkung auf die

Glucocorticoid-Rezeptordichte und den Neurotransmitterumsatz oder die Entwicklung des

Nervensystems und Verhaltens haben kann.

In tierexperimentellen Studien hat Prednison zur Bildung von Gaumenspalten geführt (siehe

Abschnitt 5.3). Die Möglichkeit eines erhöhten Risikos für Gaumenspaltenbildung beim

menschlichen Fetus infolge der Verabreichung von Glucocorticoiden während des ersten

Trimenons wird derzeit noch diskutiert.

Bei Verabreichung von Glucocorticoiden zum Ende der Schwangerschaft besteht die Gefahr

einer Atrophie der Nebennierenrinde beim Fetus, die eine ausschleichende

Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann.

Stillzeit

Glucocorticoide gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über (bis zu 0,23 % einer

Einzeldosis). Bei Dosen bis zu 10 mg täglich liegt die über die Muttermilch aufgenommene

Wirkstoffmenge unterhalb der Nachweisgrenze. Eine Schädigung von Säuglingen ist bisher

nicht bekannt geworden. Dennoch dürfen Glucocorticoide nur verordnet werden, wenn die

Vorteile für Mutter und Kind die Risiken überwiegen.

Da der Milch-/Plasma-Konzentrationsquotient bei Dosen über 10 mg/Tag ansteigt (bei 80 mg

Prednison täglich liegt z. B. in der Muttermilch eine Konzentration in Höhe von 25 % des

Serumspiegels vor), wird empfohlen, in diesen Fällen mit dem Stillen aufzuhören.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8

Nebenwirkungen

Die Häufigkeit und Schwere der nachstehend aufgeführten Nebenwirkungen sind von

Dosierung und Behandlungsdauer abhängig. In dem für Lodotra empfohlenen Dosisbereich

(niedrig dosierte Glucocorticoidtherapie mit Tagesdosen zwischen 1 mg und 10 mg) treten die

genannten Nebenwirkungen seltener und mit geringerem Schweregrad auf als bei Dosen über

10 mg.

Folgende Nebenwirkungen können in Abhängigkeit von Behandlungsdauer und Dosis

auftreten:

Sehr häufig

(≥1/10);

häufig

(≥1/100,

<1/10); gelegentlich

(≥1/1000,

<1/100); selten

(≥1/10.000,

<1/1000); sehr selten(<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Häufig: Mittelgradige Leukozytose, Lymphopenie, Eosinopenie, Polyzythämie

Herzerkrankungen:

Nicht bekannt: Tachykardie

Erkrankungen des Immunsystems:

630-LOT1,2,5-17/01-FI

Häufig: Schwächung der Immunabwehr, Maskierung von Infektionen, Exazerbation latenter

Infektionen

Selten: Allergische Reaktionen

Infektionen und parasitäre Erkrankungen:

Häufig: Erhöhung der Anfälligkeit für Infektionen und deren Schweregrad

Endokrine Erkrankungen:

Häufig: Adrenale Suppression und Induktion eines Cushing-Syndroms (typische Symptome:

Vollmondgesicht, Stammfettsucht und Plethora)

Selten: Störung der Ausschüttung von Sexualhormonen (Amenorrhoe, Impotenz), Störung der

Schilddrüsenfunktion

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Häufig: Natriumretention mit Ödembildung, erhöhte Kaliumausscheidung (cave:

Arrhythmien!), gesteigerter Appetit und Gewichtszunahme, verringerte Glukosetoleranz,

Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie und Hypertriglyzeridämie

Nicht bekannt: Reversible epidurale, epikardiale oder mediastinale Lipomatose,

hypokaliämische Alkalose

Psychiatrische Erkrankungen:

Häufig: Schlaflosigkeit

Selten: Depression, Reizbarkeit, Euphorie, erhöhter Antrieb, Psychose

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Kopfschmerzen

Selten: Pseudotumor cerebri, Manifestation einer latenten Epilepsie und erhöhte

Anfallsneigung bei manifester Epilepsie

Augenerkrankungen:

Häufig: Katarakt, insbesondere mit subkapsulärer Trübung hinten; Glaukom

Selten: Verschlechterung der Symptomatik verbunden mit Hornhautulzera; Begünstigung von

Virus-, Pilz- und bakteriellen Entzündungen des Auges

Nicht bekannt: Zentrale seröse Chorioretinopathie

Gefäßerkrankungen:

Gelegentlich: Hypertonie, erhöhtes Arteriosklerose- und Thromboserisiko, Vaskulitis (auch

als Entzugssyndrom nach Beendigung einer Langzeittherapie)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Gelegentlich (keine gleichzeitige Gabe nicht-steroidaler Entzündungshemmer):

Gastrointestinale Ulzera, gastrointestinale Blutungen

Selten: Pankreatitis

Nicht bekannt: Nausea, Diarrhoe, Erbrechen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig: Striae rubrae, Atrophie, Teleangiektasien, erhöhte Kapillarfragilität, Petechien,

Ekchymosen

Gelegentlich: Hypertrichose, Steroidakne, verzögerte Wundheilung, Rosacea-ähnliche

(periorale) Dermatitis, Veränderungen der Hautpigmentierung

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Arzneimittelexanthem

Nicht bekannt: Hirsutismus

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Häufig: Muskelatrophie und Schwächegefühl, Osteoporose (dosisabhängig, kann auch bei

630-LOT1,2,5-17/01-FI

Kurzzeittherapie auftreten)

Selten: Aseptische Osteonekrose (Humerus- und Femurkopf)

Nicht bekannt: Steroidmyopathie, Sehnenriss, Wirbel- und Röhrenknochenfrakturen

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Fälle von akuter Intoxikation mit Lodotra sind nicht bekannt. Bei Überdosierung ist mit

verstärkten Nebenwirkungen insbesondere auf Endokrinium, Stoffwechsel und

Elektrolythaushalt zu rechnen (siehe Abschnitt 4.8).

Ein Antidot für Prednison ist nicht bekannt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Glucocorticoide

ATC-Code: H02AB07

Prednison ist ein nichtfluoriertes Glucocorticoid zur systemischen Therapie.

Prednison beeinflusst dosisabhängig den Stoffwechsel fast aller Gewebe. Im physiologischen

Bereich ist diese Wirkung lebensnotwendig zur Aufrechterhaltung der Homöostase des

Organismus in Ruhe und unter Belastung sowie zur Regulation der Aktivität des

Immunsystems.

Im typischerweise verordneten Dosisbereich von Lodotra wirkt Prednison rasch

antiinflammatorisch (antiexsudativ und antiproliferativ) und mit Verzögerung

immunsuppressiv. Es hemmt die Chemotaxis und die Aktivität von Zellen des Immunsystems

sowie die Freisetzung und Wirkung von Mediatoren der Entzündungs- und Immunreaktionen,

z. B. von lysosomalen Enzymen, Prostaglandinen und Leukotrienen.

Die längerfristige Behandlung mit hohen Dosen wirkt dämpfend auf das Immunsystem und

die Nebennierenrinde. Der bei Hydrocortison deutlich vorhandene und bei Prednison noch

nachweisbare mineralotrope Effekt kann eine Überwachung der Serumelektrolyte erforderlich

machen.

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis erreichen die Serumspiegel proinflammatorischer

Zytokine wie Interleukin IL-1 und IL-6 und des Tumornekrosefaktors alpha (TNFα) ihre

Spitzenwerte in den frühen Morgenstunden (z. B. IL-6 zwischen 7 und 8 Uhr). Nach

Einnahme von Lodotra und anschließender Freisetzung von Prednison im Laufe der Nacht

630-LOT1,2,5-17/01-FI

(Beginn der Resorption zwischen 2 und 4 Uhr, C

zwischen 4 und 6 Uhr) sinken die

Zytokinkonzentrationen.

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Lodotra wurde in zwei randomisierten, doppelblinden

kontrollierten Studien an Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis untersucht.

In der ersten, einer zwölfwöchigen multizentrischen, randomisierten, doppelblinden Phase-

III-Studie mit insgesamt 288 Patienten, die mit Prednison oder Prednisolon vorbehandelt

waren, zeigte die Gruppe, die auf eine vergleichbare Dosis Lodotra umgestellt wurde, eine

mittlere Reduktion der Dauer der Morgensteifigkeit um 23 %, während sie in der

Vergleichsgruppe unverändert blieb. Einzelheiten sind in der nachstehenden Tabelle

dargestellt.

Relative Änderung der Dauer der Morgensteifigkeit nach 12 wöchiger Therapie:

Relative Änderung [%]

Lodotra

(n = 125)

Prednison IR

(n = 129)

Mittelwert

(SD)

Median

(min, max)

–23

(89)

–34

(–100, 500)

(89)

–13

(–100, 610)

In einer anschließenden, unverblindeten Verlängerungsphase (9 Monate Behandlung) betrug

die mittlere relative Veränderung der Dauer der Morgensteifigkeit im Vergleich zu

Studienbeginn etwa -50 %.

Veränderung der Dauer der Morgensteifigkeit nach 12 Monaten Lodotra-Therapie:

Lodotra

Dauer der

Morgensteifigkeit [Min.]

Mittelwert

(SD)

0 Monate

Studienbeginn

(97)

12 Monate

Ende der nicht

verblindeten Phase

(92)

In derselben Studie wurde nach 12 Wochen Therapie in der mit Lodotra behandelten Gruppe

eine Abnahme (Median) des proinflammatorischen Zytokins IL-6 um 29 % beobachtet,

während in der mit herkömmlichem Prednison behandelten Vergleichsgruppe keine

Veränderung zu beobachten war. Auch nach 12 Monaten Therapie mit Lodotra blieb der

IL-6-Spiegel unverändert.

Veränderung des IL-6-Spiegels nach 12 Monaten:

630-LOT1,2,5-17/01-FI

Lodotra

IL-6

[IU/l]

Median

(min, max)

0 Monate

Studienbeginn

(200, 23.000)

12 Monate

Ende der nicht

verblindeten Phase

(200, 18.300)

Werte <200 IU/l wurden für die statistische Auswertung als 200 IU/l gewertet.

Die Wirksamkeit von Lodotra als Begleitmedikation zu einem DMARD wurde in einer

zweiten, randomisierten, Plazebo-kontrollierten Studie an Patienten untersucht, die auf eine

alleinige DMARD-Therapie nicht ausreichend ansprachen. Nach 12 Wochen zeigte die

Lodotra-Patientengruppe eine signifikant erhöhte ACR20- und ACR50-Ansprechrate (46,8%

bzw. 22,1%) im Vergleich zur Plazebo-Gruppe (29,4% bzw. 10,1%). Die mittlere

Veränderung des DAS 28 (disease activity score) vom Ausgangswert (Scores von 5,2 in der

Lodotra-Gruppe und 5,1 in der Plazebo-Gruppe) zum Ergebnis nach 12 Wochen war in der

Lodotra-Gruppe ebenfalls größer (−1,2 Punkte) als in der Plazebo-Gruppe (−0,7 Punkte).

Außerdem betrug nach 12-wöchiger Behandlung die absolute mittlere Dauer der

Morgensteifigkeit in der Lodotra-Gruppe 86,0 Minuten (Veränderung um -66 Minuten) bzw.

114,1 Minuten (Veränderung um -42,6 Minuten) in der Plazebo-Gruppe. Lodotra konnte in

Kombination mit anderen DMARDs sicher angewendet werden.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption:

Lodotra ist eine prednisonhaltige Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung. Der

Wirkstoff Prednison wird zwischen 4 und 6 Stunden nach Einnahme der Lodotra Tablette

freigesetzt. Danach wird das freigesetzte Prednison rasch und nahezu vollständig resorbiert.

Verteilung:

Maximale Plasmaspiegel werden ca. 6 bis 9 Stunden nach der Einnahme erreicht.

Biotransformation:

Über 80 % des Prednisons werden bei der ersten Leberpassage in Prednisolon umgewandelt.

Das Verhältnis von Prednison zu Prednisolon beträgt etwa 1:6 bis 1:10. Die

pharmakologische Wirksamkeit von unverändertem Prednison ist vernachlässigbar.

Prednisolon ist der aktive Metabolit. Die Moleküle binden reversibel an Plasmaproteine, mit

hoher Affinität für Transcortin (Corticosteroid-bindendes Globulin, CBG) und geringer

Affinität zu Plasmaalbumin.

Im Niedrigdosisbereich (bis 5 mg) liegen rund 6 % des Prednisolons ungebunden vor. Die

metabolische Elimination verläuft in diesem Bereich dosislinear. Im Dosisbereich oberhalb

von 10 mg ist die Bindungskapazität von Transcortin zunehmend ausgeschöpft, und der

Anteil von freiem Prednisolon nimmt zu. Dies kann die metabolische Elimination

beschleunigen.

Ausscheidung:

Die Elimination von Prednisolon erfolgt vornehmlich durch Metabolisierung in der Leber,

und zwar zu ca. 70 % durch Glucuronidierung und zu ca. 30 % durch Sulfatierung. Zum Teil

erfolgt eine Umwandlung in 11β,17β-Dihydroxyandrosta-1,4-dien-3-on und in 1,4-

Pregnadien-20-ol. Die Metabolite sind hormonell inaktiv und werden vorwiegend renal

eliminiert. Ein vernachlässigbarer Anteil von Prednison und Prednisolon erscheint

630-LOT1,2,5-17/01-FI

unverändert im Urin. Die Plasmaeliminationshalbwertszeit von Prednis(ol)on beträgt ca. 3

Stunden. Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen kann die Halbwertszeit

verlängert sein; eine Dosisreduktion sollte in Erwägung gezogen werden. Die biologische

Wirkdauer von Prednis(ol)on ist wesentlich länger als die Verweilzeit im Plasma.

Bioverfügbarkeit

In einer Bioverfügbarkeitsstudie mit 27 gesunden Probanden aus dem Jahr 2003 wurden im

Vergleich zu Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung folgende Ergebnisse

ermittelt:

Lodotra 5 mg:

Parameter

2,5 Stunden

nach einer

leichten Mahlzeit

sofort

nach einer

Mahlzeit

Referenzpräparat 5 mg

(Nüchterneinnahme)

Maximale

Plasmakonzentration

) : ng/ml

20,2

(18,5; 21,9)

21,8

(20,0; 23,7)

20,7

(19,0; 22,5)

Zeitpunkt der

maximalen

Plasmakonzentration

): h

(4,5; 10,0)

(4,5; 9,0)

(1,0; 4,0)

Verzögerung der

Wirkstofffreisetzung

): h

(3,5; 5,0)

(2,0; 5,5)

(0,0; 0,5)

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-

Kurve (AUC

0–∞

ng×h/ml

(101; 119)

(114; 133)

(101; 118)

Geometrische Kleinste-Quadrate-Mittelwerte und Bereich.

Abbildung:

Mittlere Prednison-Plasmaspiegel nach einer Einzeldosis von 5 mg Prednison,

verabreicht als Lodotra 5 mg oder als Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung:

630-LOT1,2,5-17/01-FI

(A) 5-mg-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung (Einnahme nüchtern um

2 Uhr morgens), (B) Lodotra 5 mg (2,5 Stunden nach einem leichten Abendessen)

und (C) Lodotra 5 mg (unmittelbar nach einem vollständigen Abendessen).

Die Plasmaspiegelprofile von Lodotra sind vergleichbar mit dem einer Tablette mit sofortiger

Wirkstofffreisetzung. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass der Beginn der

Wirkstofffreisetzung bei Lodotra nach Einnahme um 4 bis 6 Stunden verzögert ist.

Bei 6-7% der Dosen wurden geringere Plasmakonzentrationen beobachtet.

Dosisproportionalität konnte nach oraler Verabreichung von Lodotra 1 mg, 2 mg und 5 mg

anhand der AUC und C

gezeigt werden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Subchronische/chronische Toxizität

Licht- und elektronenmikroskopische Veränderungen an Langerhans-Inselzellen von Ratten

wurde nach täglicher intraperitonealer Gabe von 33 mg/kg KG über 7–14 Tage an Ratten

beobachtet. Bei Kaninchen konnten experimentelle Leberschäden durch tägliche Gabe von 2–

3 mg/kg KG über 2–4 Wochen erzeugt werden. Histotoxische Wirkungen (Muskelnekrosen)

wurden nach mehrwöchiger Verabreichung von 0,5–5 mg/kg KG bei Meerschweinchen und

4 mg/kg KG bei Hunden beobachtet.

Mutagenes und kanzerogenes Potenzial

Die in tierexperimentellen Studien mit Prednison beobachtete Toxizität war verbunden mit

erhöhter pharmakologischer Aktivität. In konventionellen Studien zur Genotoxizität waren

keine genotoxischen Effekte von Prednison zu erkennen.

Reproduktionstoxizität

In tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität wurden unter Glucocorticoiden wie

Prednison Missbildungen beobachtet (Gaumenspalten, Skelettfehlbildungen). Nach

parenteraler Gabe wurden geringfügige Anomalien des Schädels, Kiefers und der Zunge bei

Ratten festgestellt. Eine intrauterine Retardierung des Wachstums wurde beobachtet (siehe

auch Abschnitt 4.6).

Bei Verabreichung therapeutischer Dosen werden vergleichbare Effekte bei Patienten als

unwahrscheinlich erachtet.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Hochdisperses Siliciumdioxid

Croscarmellose-Natrium

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat

Povidon K 29/32

Eisenoxid rot (E 172)

Tablettenmantel:

Hochdisperses Siliciumdioxid

630-LOT1,2,5-17/01-FI

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat

Glyceroldibehenat

Magnesiumstearat

Povidon K 29/32

Eisenoxid gelb (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Flaschen: 14 Wochen.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Behältnis mit 30 und 100 Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Weiße Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE).

HDPE-Schraubverschluss (mit einer Trocknungsmittelkapsel) mit drei erhöhten Punkten am

Flaschenrand, um das Öffnen des Behälters zu erleichtern.

Behältnis mit 500 Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Weiße Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (mit einem geringen LDPE-Anteil).

Polypropylen-Schraubverschluss (ohne drei erhöhte Punkte).

Packungsgrößen:

Flaschen mit 30 und 100 Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Klinikpackungen:

Flaschen mit 30, 100 und 500 Tabletten mit veränderter

Wirkstofffreisetzung

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Mundipharma Gesellschaft m.b.H., 1070 Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Lodotra 1 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung:

1-28422

Lodotra 2 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung:

1-28423

Lodotra 5 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung:

1-28424

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

630-LOT1,2,5-17/01-FI

Datum der Erteilung der Zulassung: 17.07.2009

10.

STAND DER INFORMATION

Jänner 2017

Verschreibungspflicht / Apothekenpflicht

Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen