Importal soluzione Importal lösung

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

24-10-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
lactitolum monohydricum
Verfügbar ab:
Zambon Svizzera SA
ATC-Code:
A06AD12
INN (Internationale Bezeichnung):
lactitolum monohydricum
Darreichungsform:
Importal lösung
Zusammensetzung:
lactitolum monohydricum 667 mg, conserv.: E 210, excipiens ad-Lösung für 1 ml.
Klasse:
D
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Obstipation, hepatische Enzephalopathie
Zulassungsnummer:
52785
Berechtigungsdatum:
1994-07-25

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

23-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

19-10-2018

Patienteninformation

Importal Lösung

Was ist Importal Lösung und wann wird es angewendet?

Importal Lösung enthält Laktitol, das vom Dünndarm nicht resorbiert wird. Im Dickdarm wird

Laktitol in verschiedene Substanzen umgewandelt, die das Wasser zurückhalten. Dadurch wird der

Stuhl weich, und die Entleerung wird erleichtert. Der Kaloriengehalt von Laktitol ist ungefähr halb

so hoch wie der von Zucker, nämlich 2 kcal/g (8,5 kJ/g). Importal Lösung entfaltet bei Diabetikern

keine Wirkung auf den Blutzucker und ist nicht kariesfördernd. Importal Lösung wird zur

Behandlung von gelegentlicher Verstopfung (z.B. bei Kostumstellung, bei Ortswechsel oder bei

Bettruhe) und zur Stuhlregulierung bei Neigung zur Verstopfung empfohlen.

Der Arzt oder die Ärztin kann Importal Lösung auch bei gewissen Erkrankungen der Leber

verschreiben.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Verstopfung sollten Sie, wenn möglich, ballaststoffreiche Nahrung (Gemüse, Früchte,

Vollkornbrot) sowie viel und regelmässig Flüssigkeit einnehmen und auf körperliche Betätigung

(Sport) achten.

Wann darf Importal Lösung nicht angewendet werden?

Bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, insbesondere im Falle von Bauchschmerzen

unbekannten Ursprungs, von blutigem Stuhl, eines künstlichen Darmausganges oder von

Darmverschluss (diese Diagnosen stellt der Arzt oder die Ärztin) und wenn Sie eine galaktosefreie

Diät halten müssen, bei Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe darf das Präparat nicht

eingenommen werden. Säuglingen und Kleinkindern mit der erblichen Fructose-Unverträglichkeit

darf Importal nicht gegeben werden.

Wann ist bei der Einnahme von Importal Lösung Vorsicht geboten?

Bei chronischer Verstopfung sollte die Behandlung zunächst in ballaststoffreicher Kost, reichlich

Flüssigkeit und reichlich körperlicher Bewegung bestehen.

Bei schweren Erkrankungen wird ärztliche Beratung empfohlen. Im Falle einer Darmuntersuchung

müssen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin von der Einnahme von Importal Lösung in Kenntnis setzen.

Bei Übelkeit sollten Sie Importal Lösung im Laufe einer Mahlzeit einnehmen. Wie bei allen

Abführmitteln wird geraten, täglich eine angemessene und ausreichende Menge Flüssigkeit zu

trinken. Ununterbrochene, langfristige Anwendung von Abführmitteln ohne ärztliche Beratung ist zu

vermeiden. Bei hohen Dosen, längerem oder zu häufigem Gebrauch können Durchfälle mit

Wasserverlust und Störungen des Mineralstoffhaushaltes (u. a. Kaliumverlust) auftreten.

Wie jedes Abführmittel kann Importal Lösung die Kaliumverluste, die durch andere Arzneimittel

verursacht werden, verstärken. Dies ist insbesondere der Fall bei behandelten Patienten oder

Patientinnen mit gewissen Herzkrankheiten. Diese sollen Importal Lösung daher nur unter strikter

Anweisung des Arztes oder der Ärztin anwenden.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte Importal nur auf Verschreibung eines Arztes angewandt

werden.

Patienten mit der seltenen erblichen Fructose-Intoleranz, Galaktose-Intoleranz, Galaktosämie,

Glucose-Galaktose-Malabsorption oder dem Lactase-Mangel sollten Importal nicht einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin

wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Importal Lösung während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Importal Lösung sollte während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht angewendet werden, es

sei denn, der Arzt oder die Ärztin halten es für klar notwendig.

Wie verwenden Sie Importal Lösung?

Im Allgemeinen sollte die Dosierung bei jedem Patienten oder Patientin so angepasst werden, dass

sich bei Verstopfung nach spätestens 2 bis 3 Tagen ein Stuhlgang täglich einstellt.

Importal Lösung sollte auf einmal mit 1 oder 2 Glas Flüssigkeit eingenommen werden. Wegen ihres

relativ wenig süssen Geschmacks kann sie als solche, oder mit einem warmen oder kalten Getränk

bzw. mit Nahrungsmitteln vermischt (Joghurt, Kompott, Getreideprodukte, usw.), zur Mahlzeit

morgens oder abends, je nach individuellen Reaktionen, eingenommen werden. Normalerweise wirkt

Importal Lösung nach einigen Stunden.

Erwachsene: Während der ersten 4 oder 5 Tage kann die Dosis 30 ml pro Tag (auf einmal

eingenommen) betragen, danach ist sie normalerweise 15 ml pro Tag.

Kinder und Jugendliche: Die gewöhnliche Dosis ist:

von 1 bis 6 Jahren: 3,75–7,5 ml pro Tag;

6 bis 12 Jahre: 7,5–15 ml pro Tag;

12 bis 16 Jahre: 15–30 ml pro Tag oder entsprechend dem Körpergewicht des Kindes:

0,375 ml Lösung pro kg Körpergewicht.

Messen Sie mit dem beigepackten graduierten Messbecher.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Importal Lösung haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Importal auftreten: zu Beginn der

Behandlung können Blähungen und manchmal Bauchkrämpfe auftreten. Diese Symptome sollten Sie

nicht beunruhigen. Sie sind Zeichen der Wirksamkeit von Importal und verschwinden oder

vermindern sich normalerweise nach einigen Tagen. Gelegentlich können Übelkeit, Darmgeräusche

und Analjucken auftreten. In seltenen Fällen wurde auch über Erbrechen, Schmerzen und

Beschwerden in der Bauchregion berichtet. Bei Durchfall zu Beginn der Behandlung muss die Dosis

reduziert werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten, bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Importal ist von leicht süssem und angenehmem Geschmack und soll deshalb für Kinder

unzugänglich aufbewahrt werden! Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Die Flasche nach Gebrauch gut verschliessen. Nach Anbruch ist der Inhalt innerhalb von 12 Monaten

aufzubrauchen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Importal Lösung enthalten?

Importal Lösung ist eine wässerige Lösung, die 66,7% (667 mg pro 1 ml) Laktitol enthält.

Konservierungsmittel: Benzoesäure (E 210).

Zulassungsnummer

52785 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Importal Lösung? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Flaschen zu 200 und 500 ml.

Weitere Formen:

Importal Pulver: 10 und 25 Doppel-Sachets zu 2× 10 g.

Zulassungsinhaberin

Zambon Schweiz AG

6814 Cadempino

Diese Packungsbeilage wurde im September 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Fachinformation

Importal Lösung / Pulver

Zambon Switzerland Ltd

Zusammensetzung

Wirkstoff: Lactitolum monohydricum.

Hilfsstoffe

Lösung: Acidum benzoicum (E 210), Excip. ad solut. aquos.

Pulver: keine Hilfsstoffe enthalten.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lösung: Lactitolum monohydricum 667 mg pro 1 ml.

Pulver: Lactitolum monohydricum 10 g pro Sachet.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Behandlung der Obstipation.

Behandlung der chronischen oder akuten portal-systemischen Enzephalopathie.

Dosierung/Anwendung

Importal kann Lebensmitteln, die gezuckert werden müssen (z.B.: Getränke, Früchte oder Kompott,

Getreide, Joghurt usw.) zugefügt werden, ohne dass seine pharmakologische Wirkweise verändert

wird.

Obstipation

Importal Lösung/Pulver soll einmal täglich morgens oder abends während einer Mahlzeit

eingenommen werden, vorzugsweise mit dem Essen oder mit einer Flüssigkeit vermischt. Es wird

empfohlen, nach jeder Einnahme 1 bis 2 Gläser Flüssigkeit (zu je 200 ml) zu trinken. Die

Entscheidung über die Einnahme am Morgen oder am Abend sollte dem Patienten in Abhängigkeit

seiner Reaktion auf das Produkt überlassen werden: die laxative Wirkung stellt sich gewöhnlich

einige Stunden nach Einnahme von Importal Lösung/Pulver ein. Der Patient sollte vorher darüber

informiert werden, dass die laxative Wirkung in bestimmten Fällen erst am zweiten oder dritten Tag

der Behandlung eintritt.

Die individuelle Dosierung muss so angepasst werden, dass der Patient einen Stuhlgang pro Tag hat.

Wenn diese Dosis einmal ermittelt ist, ist es selten nötig, sie zu verändern, und die laxative Wirkung

ist normalerweise vorhersehbar.

Importal Lösung

Erwachsene: die Anfangsdosierung beträgt 30 ml; sie wird auf einmal entweder zum Frühstück oder

zum Abendessen eingenommen.

Nach einigen Tagen kann bei vielen Patienten eine Dosis von 15 ml ausreichend sein.

Kinder und Jugendliche: die mittlere Anfangsdosierung beträgt 0,375 ml/kg Körpergewicht pro Tag,

z.B.:

1 bis 6 Jahre: 3,75 bis 7,5 ml,

6 bis 12 Jahre: 7,5 bis 15 ml,

über 12 Jahre: 15 bis 30 ml.

Der Packung liegt ein graduierter Messbecher bei.

Importal Pulver

Erwachsene: die empfohlene Tagesdosis ist während der ersten 4–5 Tage 20 g (2 Sachets), auf

einmal zum Frühstück oder Abendessen einzunehmen.

In der Mehrzahl der Fälle kann auf diese Initialdosis eine Dauermedikation von 10 g/Tag (1 Sachet)

folgen.

Kinder und Jugendliche: die gewöhnliche mittlere Menge beträgt 0,25 g/kg/Tag, z.B.:

Kinder von 1–6 Jahren: ¼–½ Sachet täglich (2,5–5 g);

6–12 Jahre: ½–1 Sachet täglich (5–10 g);

12–16 Jahre: 1–2 Sachets täglich (10–20 g).

Chronische und akute portal-systemische Enzephalopathie

Die Dosierung sollte der Schwere des Falles und der individuellen Reaktion des Kranken angepasst

werden. Diese Dosis wird vermindert oder erhöht, um zwei weiche Stühle täglich zu erreichen.

Importal Lösung

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 0,75 bis 1,05 ml/kg Körpergewicht täglich und soll auf drei

Einnahmen pro Tag zu den Mahlzeiten aufgeteilt werden. Bei einem Patienten von 70 kg bedeutet

dies z.B. eine Tagesdosis von ungefähr 50 bis 75 ml, die auf 3 Einnahmen verteilt wird.

Importal Pulver

Im Durchschnitt liegt die Anfangsdosis bei 0,5–0,7 g pro Kilogramm Körpergewicht täglich und

wird in 3 Einnahmen zu den Mahlzeiten aufgeteilt. Das bedeutet beispielsweise für eine 70 kg

schwere Person eine Tagesdosis von ungefähr 35–50 g, die auf 3 Einnahmen verteilt wird (1 Sachet

enthält 10 g des Wirkstoffs).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Verabreichung per Nasensonde im Krankenhausbereich bei akuter portal-systemischer

Enzephalopathie:

Importal Lösung

Durch Verdünnung von 300 ml Importal Lösung mit destilliertem Wasser auf ein Endvolumen von

500 ml eine 40%ige Lösung herstellen. Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt 1 bis 2 ml/kg

Körpergewicht pro Tag der wie oben beschrieben hergestellten 40%igen Lösung.

Importal Pulver

Durch Auflösen von 200 g Importal in 200 ml kochendem destilliertem Wasser unter ständigem

Rühren eine 40%ige Lösung herstellen; nach vollständiger Auflösung mit kaltem destilliertem

Wasser auf ein Endvolumen von 500 ml auffüllen.

Diese Lösung kann per Sonde oder oral verabreicht werden, und zwar 1–2 ml/kg Körpergewicht

täglich (das entspricht 0,4–0,8 g/kg/Tag). Wenn die Lösung aseptisch hergestellt wird, ist sie für 2–3

Tage im Kühlschrank haltbar; andernfalls sollte sie sofort verbraucht werden.

Kontraindikationen

Wie alle Laxativa, darf Importal nicht angewendet werden, wenn Symptome oder die Vermutung

einer organischen Funktionsstörung des Verdauungstraktes vorliegen oder im Falle von

Bauchschmerzen oder nicht diagnostizierten rektalen Blutungen. Da Importal im Kolon wirkt, ist es

bei nicht sichergestellter Darmpassage (Darmverschluss) kontraindiziert.

Bei künstlichem Darmausgang sollte Importal nicht genommen werden.

Ebenfalls nicht eingenommen werden darf Importal bei Überempfindlichkeit auf einen der

Inhaltsstoffe.

Bei Säuglingen und Kleinkindern mit der autosomalrezessiv erblichen Fructose-Intoleranz.

Importal ist kontraindiziert bei Galaktosämie. Der unvollständige Abbau von Laktitol kann zu einer

Fructosämie und Galaktosämie und zu deren Folgeschäden führen.

Vorbestehende Störungen des Elektrolythaushaltes.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Koprostase soll vorrangig mit anderen Mitteln therapiert werden bevor Laxanzien eingesetzt werden.

Bei chronischer Verstopfung sollte die Behandlung zunächst in ballaststoffreicher Kost, reichlich

Flüssigkeit und reichlich körperlicher Bewegung bestehen.

Von ununterbrochener, langfristiger Anwendung von Laxanzien wird abgeraten.

Alte und gebrechliche Patienten müssen bei Langzeitbehandlung mit Importal regelmässig einer

Kontrolle der Blutelektrolyte unterzogen werden. Um das Risiko einer Akkumulation von

Wasserstoffgas auszuschliessen, müssen sich Patienten, bei denen eine Kauterisation vorgenommen

werden soll (während einer Proktoskopie oder einer Kolonoskopie), einer gründlichen Darmspülung

mit einer nicht fermentierbaren Lösung unterziehen.

Im Falle von Nausea sollten die Patienten Importal im Laufe einer Mahlzeit einnehmen.

Wie bei allen Laxanzien, sollten zuvor bestehende Elektrolyt- oder Wasserhaushaltstörungen vor

dem Gebrauch korrigiert werden.

Diarrhö, die zu Elektrolytstörungen führen kann, ist oft Zeichen einer Überdosierung von Importal.

Durch die Reduzierung der Dosis kann sie erfolgreich behandelt werden. Um das Auftreten von

Diarrhöen zu vermeiden, sollte die Dosis von Anfang an optimal angepasst werden.

Bei Ileostomie oder Kolostomie wird Importal nicht empfohlen. Bei länger andauernder Verstopfung

sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte Importal nur auf Verschreibung eines Arztes angewandt

werden.

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Galaktose-Intoleranz, Galaktosämie,

Glucose-Galaktose-Malabsorption oder dem Lactase-Mangel sollten Importal nicht einnehmen (siehe

auch «Kontraindikationen»).

Interaktionen

Bei Behandlung der Hepato-Enzephalopathie dürfen Antazida nicht mit Importal gemeinsam

verabreicht werden, da sie die Azidität des Stuhls verringern. Diese Einschränkung betrifft nicht die

Patienten, die an Obstipation leiden, weil die laxative Wirkung durch die Komedikation mit Antazida

nicht beeinflusst wird.

Wie jedes Laxans, kann Importal die Kaliumverluste verstärken, die durch die Einnahme anderer

Arzneimittel (z.B. Diuretika der Thiazidgruppe, Kortikosteroide, Carbenoxolon, Amphoterizin B)

entstehen. Kaliummangel kann das Risiko toxischer Erscheinungen erhöhen, wenn Patienten

gleichzeitig mit Glykosiden behandelt werden. Substanzen, die sich durch eine pH-abhängige

Freisetzung im Kolon auszeichnen (z.B. 5-ASA) können durch das Arzneimittel inaktiviert werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Reproduktionsstudien beim Tier haben kein fetales Risiko gezeigt. Es liegen jedoch keine

kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen vor. Deswegen wird empfohlen, Importal während

der Schwangerschaft nicht anzuwenden, es sei denn, es ist klar notwendig.

Der Übergang von Laktitol in die Muttermilch ist nicht untersucht worden und das Arzneimittel

sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Ein diesbezüglicher negativer Einfluss des

Arzneimittels ist jedoch eher unwahrscheinlich.

Unerwünschte Wirkungen

Klinische Studien: Blähungen und Abdominalbeschwerden, wie Meteorismus oder Krämpfe wurden

zu Beginn der Behandlung bei etwa 25% der behandelten Personen (bei älteren Personen 35%)

beobachtet. Selten traten auch Abdominalschmerzen auf. Diese Beschwerden klingen ab oder

verschwinden in der Regel nach einigen Tagen regelmässiger Einnahme von Importal.

Gelegentlich wurde über Nausea, Borborygmus (Magengeräusche), Analpruritus und in seltenen

Fällen über Erbrechen berichtet.

Aufgrund individueller Unterschiede kann die erwähnte Dosierung bei bestimmten Patienten zu

Diarrhö führen, was eine Verminderung der Dosis erforderlich macht.

Um Störungen des Elektrolytgleichgewichts, die aus der Dosierung resultieren können, zu

verhindern, sollte der Arzt gleich zu Beginn der Behandlung versuchen, die optimale Dosierung

herauszufinden (das ist diejenige, die für ein bis zwei weiche Stühle – je nach Indikation – täglich

sorgt).

Spontanberichte

Die nachfolgenden unerwünschten Wirkungen werden nach ihrer Organklasse und den folgenden

Häufigkeitsangaben berichtet: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1’000

bis <1/100), selten (≥1/10’000 bis <1/1’000), sehr selten (<1/10’000) oder nicht bekannt (Häufigkeit

auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Gastrointestinale Störungen

Sehr selten: Erbrechen, Schmerzen und Beschwerden im Bereich des Abdomens, Durchfall,

Dystension, Analpruritus, Nausea, Blähungen.

Nicht bekannt: Borborygmus.

Überdosierung

Diarrhö ist ein Hinweis auf Überdosierung, die eine Verringerung der Dosis erforderlich macht.

Eine Überdosierung kann auch eine Veränderung der Serumelektrolyte verursachen, die

möglicherweise korrigierende therapeutische Massnahmen erforderlich macht.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A06AD12

Laktitol ist ein Disaccharid aus Galaktose und Sorbitol, das durch die Disaccharidasen des

Dünndarms nicht hydrolysiert wird. Als Folge passiert es diesen, ohne resorbiert zu werden und

gelangt in unveränderter Form in das Kolon. Es wird durch die Dickdarmflora dann hauptsächlich zu

Essigsäure, Propionsäure und Buttersäure metabolisiert, namentlich durch Bakteroide und

Laktobazillen. Die Umwandlung von Laktitol in kurzkettige organische Säuren erhöht den

osmotischen Druck im Kolon und führt dadurch zu einem vermehrten Flüssigkeitseinstrom, welcher

für den laxativen Effekt verantwortlich ist. Die Azidifikation des Koloninhalts verursacht eine

verminderte Resorption von Ammoniak.

Die Bakterien, die Laktitol abbauen, scheinen ebenfalls Ammoniak zu nutzen. Die Studie einer

fäkalen Inkubation in vitro zeigte die Verminderung der Produktion von Ammoniak durch Zugabe

von Laktitol.

Klinische Untersuchungen haben die Wirksamkeit von Laktitol bei der Behandlung folgender

Beschwerden aufgezeigt:

Verstopfung, wenn sich diätetische Massnahmen als unwirksam erwiesen haben, bei Kindern,

Jugendlichen und Erwachsenen, ebenso bei bettlägerigen und alten Patienten sowie bei schwangeren

Frauen.

Hepato-Enzephalopathie; sowohl bei akuten Episoden als auch in ihrer chronischen Form. Um die

besten Ergebnisse zu erzielen, muss die Proteinzufuhr mit der Nahrung an die speziellen Bedürfnisse

jedes Patienten angepasst werden, und in die Veränderungen der Blutelektrolyte muss korrigierend

eingegriffen werden.

Der Kaloriengehalt von Laktitol ist unbedeutend (2 kcal/g oder 8,5 kJ/g) und hat keine Wirkung auf

Blutzucker und Insulinämie bei Diabetikern und Nichtdiabetikern. Laktitol begünstigt Zahnkaries

nicht.

Pharmakokinetik

Laktitol entfaltet seine Wirkung im Lumen des Kolons, wo es zu praktisch 100% bioverfügbar ist. Es

wird nur in kleinsten Mengen absorbiert, die man unverändert im Urin wiederfindet (bis 2%).

Präklinische Daten

Es sind keine für die Verwendung des Präparates relevanten präklinischen Daten vorhanden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Bisher sind keine physiko-chemischen Unverträglichkeiten bekannt.

Hinweise

Bei allen Fällen chronischer Verstopfung soll in erster Linie eine Therapie mit faserreicher Kost

zusammen mit reichlicher Flüssigkeitszufuhr versucht werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Für Kinder unzugänglich und bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Die Flasche nach Gebrauch gut verschliessen. Nach Anbruch ist der Inhalt innerhalb von 12 Monaten

aufzubrauchen.

Zulassungsnummer

52785, 46787 (Swissmedic).

Packungen

Importal Lösung 200 ml. (D)

Importal Lösung 500 ml. (D)

Importal Lösung 12 × 500 ml. (D)

Importal Plv Doppelsachets 10 (2 × 10 g). (D)

Importal Plv Doppelsachets 25 (2 × 10 g). (D)

Zulassungsinhaberin

Zambon Schweiz AG, 6814 Cadempino.

Stand der Information

September 2017.

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