Gynodian Depot Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Estradiolvalerat, Prasteronenantat
Verfügbar ab:
Bayer Vital GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Estradiol Valerate, Prasterone Enanthate
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Estradiolvalerat 4.mg; Prasteronenantat 200.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
10308

BayerVitalGmbH

BayerScheringPharma

Medizin/Zulassung

DE/15

Gynodian®Depot

Packungsbeilage

Projektleitung:

(SvenjaMarx)

Leitung

Zulassung: (Dr.B.Gansewendt)

MedicalExpert:

(Dr.P.Schewe)

LeitungArzneimittelsicherheit

(Stufenplanbeauftragter): (Dr.H.Wroblewski)

LeitungMedizin

(Informationsbeauftragter): (Dr.F.-J.Wingen)

LesenSiebittediegesamtePackungsbeilage/Gebrauchsinformationsorgfältig

durch,bevorSiemitderAnwendungdiesesArzneimittelsbeginnen,dennsie

enthältwichtigeInformationenfürSie.

HebenSiebittediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäter

nochmalslesen.

WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoder

Apotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschriebenunddarfnichtan

Dritteweitergegebenwerden.EskannanderenMenschenschaden,auch

wenndiesedasselbeKrankheitsbildhabenwieSie.

DiePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistGynodianDepotundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderAnwendungvonGynodianDepotbeachten?

3.WieistGynodianDepotanzuwenden?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistGynodianDepotaufzubewahren?

6.WeitereAngaben

GynodianÒDepot

DerarzneilichwirksamenBestandteilesindPrasteronenantatundEstradiolvalerat.

1mlenthält200mgPrasteronenantat(DHEA-EN)und4mgEstradiolvaleratinöliger,klarer

Lösung.

DiesonstigenBestandteilesind

BenzylbenzoatundRizinusölfürInjektionszwecke.

ÖligeInjektionslösung

1Fertigspritzezu1ml

3Fertigspritzenzuje1ml

3Ampullenzuje1ml

1. WasistGynodianDepotundwofürwirdesangewendet?

GynodianDepotisteinEstrogen-Androgen-Kombinationspräparatzur

Hormonersatztherapie(HRT)

von:

BayerVitalGmbH

D-51368Leverkusen

Telefon:(0214)30-51348

Telefax:(0214)30-51598

E-Mail-Adresse:bayer-vital@bayerhealthcare.com

hergestelltvon:

BayerScheringPharmaAG

D-13342Berlin

Anwendungsgebiete

ZurHormonersatzbehandlungbeiBeschwerdendurcheinenMangelandemweiblichen

GeschlechtshormonEstrogenbeiFrauenwährendundnachdenWechseljahren,d.h.nach

derletztenPeriodenblutung(Menopause).

DiealleinigeAnwendungdiesesArzneimittels(ohneregelmäßigenZusatzvon

Gelbkörperhormonen [Gestagenen])zurBehandlungindenWechseljahrenundauch

danachdarfjedochnurbeiFrauenerfolgen,beidenendieGebärmutterentferntist.

2. WasmüssenSievorderAnwendungvonGynodianDepotbeachten?

GynodianDepotdarfnichtangewendetwerdenbei

Schwangerschaft,

bestehendemoderfrüheraufgetretenemBrustkrebsbzw.einementsprechendenVerdacht,

anderenTumoren,derenWachstumdurchZufuhrbestimmterweiblicher

Geschlechtshormone(Estrogene)angeregtwird(v.a.KrebsderGebärmutterschleimhaut)

odereinementsprechendenVerdacht,

BlutungenausderScheide,derenUrsachevomArztnichtgeklärtist,

unbehandelterübermäßigerVerdickungderGebärmutterschleimhaut

(Endometriumhyperplasie),

bestehendenoderfrüheraufgetretenenvenösenthromboembolischenErkrankungen

(BlutgerinnselbildungindentiefenVenen,Lungenembolie),

bestehendenodererstkurzeZeitzurückliegendenarteriellenthromboembolischen

Erkrankungen(BlutgerinnselbildungindenArterien),v.a.anfallsartigauftretende

BrustschmerzenmitBrustenge(Anginapectoris),Herzinfarkt,

akuterLebererkrankungoderzurückliegendenLebererkrankungensolangesichwichtige

Leberwertenichtnormalisierthaben,

vorausgegangenenoderbestehendenLebertumoren(gut-oderbösartig),

Porphyrie(StoffwechselerkrankungmitStörungderBildungdesrotenBlutfarbstoffes),

bekannterÜberempfindlichkeitgegenübereinemderWirkstoffeoderdersonstigen

BestandteilevonGynodianDepot

Sichelzellenanämie,

schwerenFettstoffwechselstörungen,

bekannter,genetischbedingter,abnormgesteigerterGerinnungsfähigkeitdesBlutes.

BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonGynodianDepotisterforderlich

DieAnwendungvonGynodianDepotsolltenurzurBehandlungsolcherBeschwerden

begonnenwerden,welchedieLebensqualitätbeeinträchtigen.InjedemFallsollteIhrArzt

mindestenseinmaljährlicheinesorgfältigeAbschätzungvonNutzenundRisikender

Behandlungvornehmen.DieBehandlungsolltenursolangefortgeführtwerden,wieder

NutzendieRisikenüberwiegt.

MedizinischeUntersuchung/Kontrolluntersuchungen

VorBeginnbzw.WiederaufnahmeeinerHormonersatztherapiesollteeinevollständige

ErfassungallerwichtigenKrankheiteninIhrerVorgeschichtesowiebeinahenVerwandten

durchgeführtwerden.DieärztlicheUntersuchung(einschließlichUnterleibundBrust)sollte

sichandieserErfassungderKrankengeschichtensowiedenGegenanzeigenund

WarnhinweisenfürdiesesArzneimittelorientieren.WährendderBehandlungsollten

regelmäßigeKontrolluntersuchungendurchgeführtwerden,diesichinHäufigkeitundArt

nachIhrerpersönlichenGesundheitssituationrichten.IhrArztsollteIhnenerläutern,welche

VeränderungenIhrerBrüsteSieihmmitteilenmüssen(siehe“Brustkrebs”weiterunten).Die

Untersuchungen,u.a.RöntgenaufnahmenderBrüste(Mammographie),sollten

entsprechenddergegenwärtigüblichenVorsorgepraxisundvordemHintergrundIhrer

persönlichenGesundheitssituationdurchgeführtwerden.

ZurBeachtung:

DieBehandlungistnichtempfängnisverhütend.

ZurEmpfängnisverhütungsindgegebenenfallsnichthormonaleMethoden(mitAusnahme

derKalendermethodenachKnaus-OginoundderTemperaturmethode)anzuwenden.

KommtesunterderBehandlung(inKombinationmiteinemGestagen)zukeinen

EntzugsblutungeninregelmäßigenAbständenvonetwa28Tagen,musstrotzder

VerhütungsmaßnahmeneineSchwangerschaftinBetrachtgezogenwerden.

Situationen,dieeinebesondereärztlicheÜberwachungerfordern

EineengmaschigeÜberwachungIhresGesundheitszustandesisterforderlich,wennbei

IhneneinederfolgendenSituationenoderErkrankungenvorliegtoderfrühervorlagbzw.

sichwährendeinerSchwangerschaftodereinerzurückliegendenHormonbehandlung

verschlechterthat.DiesgiltauchfürdenFall,dasseinedernachfolgendgenannten

ErkrankungenimLaufederaktuellenHormonersatztherapiemitGynodianDepotauftritt

bzw.sichverschlechtert:

FolgendeErkrankungenbzw.Risikofaktorensindzubeachten:

-RisikofaktorenfürestrogenabhängigeKrebserkrankungen,z.B.Auftretenvon

BrustkrebsbeinahenBlutsverwandten(z.B.Mutter,Großmutter,Schwestern),

-inderVergangenheitaufgetreteneBlutgerinnselindenGefäßen(Thromboembolien)

oderentsprechendeRisikofaktorenhierfür(s.u.),

-Schmetterlingsflechte(systemischerLupuserythematodes,einebestimmte

Autoimmunerkrankung),

-gutartigeGeschwulstinderMuskelschichtderGebärmutter(Uterusmyom)oder

AnsiedlungvonGebärmutterschleimhautaußerhalbderGebärmutter(Endometriose),

-Bluthochdruck,

-Zuckerkrankheit(Diabetesmellitus)mitoderohneBeteiligungderGefäße,

-Gallenstein-Erkrankungen,

-MigräneoderungewöhnlichstarkeKopfschmerzen,

-übermäßigeVerdickungderGebärmutterschleimhaut(Endometriumhyperplasie)inder

Vorgeschichte,

-Veitstanz,

-Krampfanfälle(Epilepsie),

-Asthma,

-Otosklerose(besondereFormderfortschreitendenMittelohrschwerhörigkeit).

GründefüreinensofortigenAbbruchderBehandlung:

EineweitereInjektionvonGynodianDepotdarfbeiAuftretenvonGegenanzeigensowiein

denfolgendenSituationennichterfolgen:

-GelbsuchtoderVerschlechterungderLeberfunktion,

-JuckreizamganzenKörper,

-ZunahmeepileptischerAnfälle,

-deutlicheErhöhungdesBlutdrucks,

-erstmaligesAuftretenmigräneartigerKopfschmerzen,

-plötzlicheWahrnehmungsstörungen(Seh-,Hörstörungenu.ä.),

-Schwangerschaft.

VeränderungenanderGebärmutterschleimhaut

DasRisikoeinerübermäßigenVerdickungderGebärmutterschleimhaut

(Endometriumhyperplasie)undderEntstehungvonKrebsderGebärmutterschleimhaut

(Endometriumkarzinom)isterhöht,wennEstrogenelängereZeitalleinangewendetwerden.

UmdiesesRisikozuvermindern–jedochkanndiesesnichtvollständigbeseitigtwerden–

istesdeshalbwichtig,dieEstrogentherapiebeiFrauenmitGebärmutter10-14Tagepro

ZyklusmiteinemGestagenzukombinieren.

IndenerstenBehandlungsmonatenkanneszuDurchbruch-undSchmierblutungen

kommen.WennauchnachlängererTherapienochDurchbruch-oderSchmierblutungen

auftretenbzw.diesenachAbsetzenderTherapieanhalten,solltedieUrsacheder

BlutungenvonIhremArztabgeklärtwerden.InsolchenFällenkanneine

GewebeuntersuchungderGebärmutterschleimhautnotwendigwerden,umVeränderungen

derGebärmutterschleimhautauszuschließen.

UngehinderteEstrogenstimulationkannzueinerbösartigenUmwandlungvonnoch

bestehendenEndometrioseherden(AnsiedlungvonGebärmutterschleimhautaußerhalbder

Gebärmutter)führen.DaherwirdinFällen,indenenaufgrundeinerEndometrioseeine

Gebärmutterentfernungvorgenommenwurde,dieGabeeinesGestagens

(Gelbkörperhormon)zusätzlichzurEstrogenersatztherapieempfohlen,vorallem,wenn

nochEndometrioseherdevorhandensind.

Brustkrebs

InverschiedenenStudienwurdebeiFrauen,dieimRahmeneinerHormonersatztherapie

übermehrereJahreEstrogene,Estrogen-Gestagen-KombinationenoderTibolon

angewendethatten,einerhöhtesBrustkrebsrisikofestgestellt.DieseserhöhteRisikozeigte

sichfüralleFormeneinerHormonersatztherapienacheinigenAnwendungsjahren.Essteigt

mitzunehmenderBehandlungsdaueran,kehrtjedocheinige(spätestensfünf)Jahrenach

BeendigungderBehandlungaufdasaltersentsprechendeGrundrisikozurück.

DasRisikoeinerBrustkrebserkrankungistgrößer,wennFraueneinKombinationspräparat,

bestehendauseinemEstrogenundeinemGestagen,zurHormonersatztherapie

anwenden,undzwarunabhängigvonderArtdesGestagensundderWeise,wieesmit

demEstrogenkombiniertwird(kontinuierlichodersequenziell).EsgibtkeinenUnterschied

imRisikohinsichtlichderverschiedenenAnwendungsarten(z.B.alsTabletteoderPflaster).

EsgibtHinweise,dassdieBrusttumorenbeiFrauen,dieeinebestimmteKombinationaus

einemEstrogenundeinemGestagen(konjugierteequineEstrogenefortlaufendkombiniert

mitMedroxyprogesteronacetat)anwenden,etwasgrößersindundhäufiger

TochtergeschwülsteindenbenachbartenLymphknotenausgebildethabenalsdie

BrusttumorenunbehandelterFrauen.

DieAnzahlderzusätzlichenBrustkrebsfälleistimAltersbereichzwischen45und65Jahren

weitgehendunabhängigvomAlterderFrauenbeiBeginnderHormonersatztherapie.

Ineiner„MillionWomenStudy“genanntenStudiewurdederEinflussverschiedener

PräparatezurHormonersatztherapieaufdasBrustkrebsrisikountersucht.Berechnetauf

1.000FrauenbesagendieErgebnisseFolgendes:

Betrachtetman1.000FrauendiekeineHormoneangewendethaben,sowirdim

Durchschnittbei32Frauenzwischenihrem50.und64.LebensjahreinBrustkrebs

festgestelltwerden.

Bei1.000Frauen,dienurmiteinemEstrogen(d.h.ohneGestagen)behandeltwurden,

wurdenimentsprechendenAltersabschnittimDurchschnitt

- nach5jährigerTherapie1,5zusätzlicheBrustkrebsfälle

- undnach10jährigerTherapie5zusätzlicheBrustkrebsfällefestgestellt.

Bei1.000Frauen,diemiteinerKombinationstherapie(d.h.EstrogenundGestagen)

behandeltwurden,wurdenimentsprechendenAltersabschnittimDurchschnitt

- nach5jährigerTherapie6zusätzlicheBrustkrebsfälle

-undnach10jährigerTherapie19zusätzlicheBrustkrebsfällefestgestellt.

LautSchätzungdersogenannten„WHI-Studie“(mit

Estrogen-Gestagen-Kombinationsarzneimitteln)ergebensichfolgendeBerechnungendes

Brustkrebsrisikos:

Von1.000FrauenderAltersgruppe50-79Jahre,diekeineHormonersatztherapieerhalten

hatten,wurdeinnerhalbvon5Jahrenbei16FrauenBrustkrebsfestgestellt.

Bei1.000Frauen,diemiteinerKombinationausEstrogenundGestagenbehandelt

wurden,trateninnerhalbvon5Jahren4zusätzlicheFällevonBrustkrebsauf.

DieHormonersatztherapie,insbesonderedieKombinationausEstrogenenund

Gestagenen,verringertdieDurchlässigkeitdesBrustdrüsengewebesfürRöntgenstrahlen.

DadurchkannderNachweiseinesBrustkrebsesbeiUntersuchungderBrustmit

Röntgenstrahlen(Mammographie)erschwertwerden.

VenöseThromboembolie

DieAnwendungvonArzneimittelnzumHormonersatzistimVergleichzurNichtanwendung

miteinemzwei-bisdreifacherhöhtenRisikofürVerschlüssedertiefenVenendurch

Blutgerinnsel(Thrombosen)verbunden,diesichunterUmständenlösenundindieLunge

gelangenkönnen(Lungenembolie).ThrombosenundLungenemboliewerdenalsvenöse

thromboembolischeErkrankungenbezeichnet.DasRisikofürdasAuftretenvenöser

thromboembolischerErkrankungenistinsbesondereimerstenJahrder

Hormonersatzbehandlungerhöht.

DieAuswertungneuererStudien,diedasRisikofürsolchevenösethromboembolische

Erkrankungenuntersuchten,führtezufolgendenErgebnissen:

AlleFrauenhabeneinaltersabhängigesGrundrisiko,einevenösethromboembolische

Erkrankungzuerleiden.Innerhalbvon5Jahrenerkrankendaranetwa3von1000Frauen

imAltervon50bis59Jahren,diekeineHormoneanwenden.BeiFrauendieser

Altersgruppe,dieHormoneanwenden,sindesetwa7von1000Frauen,d.h.esistmit4

zusätzlichenFällenzurechnen.UnterFrauenimAltervon60bis69Jahren,diekeine

Hormoneanwenden,erleideninnerhalbvon5Jahren8von1000Fraueneinevenöse

thromboembolischeErkrankung.Bei1000FrauendergleichenAltersgruppe,dieHormone

anwenden,istmitetwa17Fällenzurechnen,d.h.estretenetwa9zusätzlicheFälleauf.

AllgemeinanerkannteRisikofaktorenfürdieEntwicklungvenöserthromboembolischer

Erkrankungensind:

-venösethromboembolischeErkrankungenindereigenenKrankengeschichtebzw.eine

entsprechendefamiliäreBelastung,

-erheblichesÜbergewicht(sogenannter„Body-Mass-Index“(BMI)über30kg/m2)

-Schmetterlingsflechte(SystemischerLupuserythematodes,einebestimmteAutoimmun-

erkrankung).

ÜberdieBedeutungvonKrampfadern(Varizen)fürdasAuftreteneinervenösen

thromboembolischenErkrankungbestehtkeineeinheitlicheMeinung.

PatientinnenmitvenösenthromboembolischenErkrankungeninderVorgeschichteoder

bekannterNeigungzurBildungvoninnerenBlutgerinnseln(Thrombosen)habenein

erhöhtesRisiko,einesolcheErkrankungerneutzuerleiden.EineHormonersatzbehandlung

kanndiesesRisikoerhöhen.

WennbeiIhnenoderIhrennahenBlutsverwandtenBlutgerinnselbzw.deren

VerschleppungimBlutstrom(venösethromboembolischeErkrankungen)oderwiederholte

spontaneFehlgeburtenaufgetretensind,solltegeklärtwerden,obeineNeigungzu

venösenthromboembolischenErkankungenvorliegt.Bisdahinbzw.biszumBeginneiner

BehandlungmitMittelnzurHemmungderBlutgerinnungdürfenSiekeine

Hormonersatzpräparateanwenden.SolltenSiebereitsmitGerinnungshemmernbehandelt

werden,sollteIhrArztNutzenundRisikoeinerHormonersatzbehandlungsorgfältig

gegeneinanderabwägen.

DasRisikofürvenösethromboembolischeErkrankungenkannbeilängererRuhigstellung

(z.B.Bettlägerigkeit,BeinimGipsverband),sowieschwererenVerletzungenodergrößeren

Operationenvorübergehenderhöhtsein.BeiPatientinnen,dieeineHormonersatztherapie

durchführen,sollten,wiebeiallenPatientennacherfolgtenOperationen,die

VorsorgemaßnahmenzurVerhinderungeinervenösenthromboembolischenErkrankung

äußerstgenaueingehaltenwerden.

WennbeiIhneneineOperationgeplantist,informierenSieIhrenArzt.Wennnacheiner

vorgesehenenOperation,vorallembeiEingriffeninderBauchregionoderorthopädischen

OperationenandenBeinen,miteinerlängerenRuhigstellungzurechnenist,sollte

erwogenwerden,obeineUnterbrechungderHormonersatzbehandlung4bis6Wochenvor

demEingriffmöglichist.DieseBehandlungsollteggf.erstwiederaufgenommenwerden,

wennIhreBewegungsfähigkeitvollständigwiederhergestelltist.

FallsbeiIhnennachBeginnderHormonersatzbehandlungAnzeicheneinervenösen

thromboembolischenErkrankungauftretenbzw.einVerdachtdaraufbesteht,mussdie

BehandlungmitGynodianDepotsofortabgebrochenwerden.WennSiebeisichmögliche

AnzeichenfüreinevenösethromboembolischeErkrankungbemerken(schmerzhafte

SchwellungeinesBeins,plötzlicherSchmerzimBrustkorb,Atemnot),müssenSie

umgehendKontaktmiteinemArztaufnehmen.

ErkrankungderHerzkranzgefäße

AusgroßenklinischenStudiengibteskeineHinweiseaufeinenNutzeninBezugauf

ErkrankungenderHerzkranzgefäßedurchAnwendungvonArzneimittelnzur

HormonersatztherapiemiteinerbestimmtenWirkstoffkombination(konjugierteEstrogene,

fortlaufendkombiniertmitMedroxyprogesteronacetat).

ZweigroßeklinischeStudienzeigteneinmöglicherweiseerhöhtesRisikofürErkrankungen

derHerzkranzgefäßeimerstenJahrderAnwendungundinsgesamtkeinenNutzen.Für

andereArzneimittelzurHormonersatztherapiemitanderenWirkstoffengibtesderzeitkeine

großenklinischenStudien,indenendieWirkungenaufErkrankungenderHerzkranzgefäße

untersuchtwurden.

Schlaganfall

IneinergroßenklinischenStudie(WHI-Kombi-Studie)wurdeeinerhöhtesRisikofür

SchlaganfällebeigesundenFrauenwährendeinerBehandlungmiteinerbestimmten

Wirkstoffkombination(konjugierteEstrogene,fortlaufendkombiniertmit

Medroxyprogesteronacetat)gefunden.Demnacherleidenetwa3von1000FrauenimAlter

von50bis59Jahren,diekeineHormoneanwenden,einenSchlaganfallinnerhalbeiner

Zeitspannevon5Jahrenbzw.etwa11von1000FrauenimAltervon60bis69Jahren.Bei

FrauenimAltervon50bis59Jahren,diedieseArzneimittelanwenden,trittetwa

1zusätzlicherSchlaganfallpro1000Frauenauf.BeiFrauenimAltervon60bis69Jahren,

diedieseArzneimittelanwenden,sindesetwa4zusätzlicheFällepro1000Frauen.

Eierstockkrebs

EsliegenHinweiseauseinigenepidemiologischenStudienvor,dasseine

Langzeitbehandlungübermindestens5bis10JahremitEstrogenallein(d.h.ohneZusatz

vonGestagen)beiFrauenmitentfernterGebärmuttermiteinemerhöhtenRisikofüreinen

Eierstockkrebsverbundenist.ObdiesesRisikoauchbesteht,wennzusätzlichzudem

EstrogeneinGestagenangewendetwird,istnichtgeklärt.

SonstigeErkrankungen

-PatientinnenmiteingeschränkterFunktionderNiereoderdesHerzens

EstrogenekönneneineFlüssigkeitsansammlungimKörperbewirken;dahermüssenSie,

wennbeiIhnenHerz-oderNierenfunktionsstörungenvorliegen,sorgfältigbeobachtet

werden.WennSieaneinerschwerenNierenfunktionsstörungleiden,müssenSie

engmaschigüberwachtwerden,weileinAnstiegderWirkstoffevonGynodianDepotim

Blutkreislaufzuerwartenist.

-PatientinnenmiteinerbestimmtenFettstoffwechselstörung(Hypertriglyzeridämie)

WennbeiIhnenbestimmteBlutfettwerte(Triglyzeride)erhöhtsind,müssenIhre

BlutfettwertewährendderBehandlungmitGynodianDepotengmaschigüberwachtwerden,

weilimZusammenhangmiteinerEstrogenbehandlunginseltenenFällenvoneinemstarken

TriglyzeridanstiegimBlutmiteinernachfolgendenEntzündungderBauchspeicheldrüsebe-

richtetwurde.

-Hirnleistungsstörung(Demenz)

Esistnichtschlüssignachgewiesen,dasssichdurcheineHormonersatztherapiedie

geistigenFähigkeiten(Gedächtnis,Wahrnehmung,Denken,Lernen,Urteilungsvermögen,

Erinnerungetc.)verbessern.AuseinergroßenStudiegibtesHinweiseaufeinerhöhtes

RisikofüreineHirnleistungsstörung(„wahrscheinlicheDemenz“)beiFrauen,dienachdem

65.LebensjahreineHormonersatztherapiemiteinerbestimmtenWirkstoffkombination

(konjugierteequineEstrogene,fortlaufendkombiniertmitMedroxyprogesteronacetat)

begonnenhaben.Esistnichtbekannt,obdieseErkenntnisseauchfürjüngereFrauennach

derletztenRegelblutungbzw.andereHormonersatztherapie-Präparategelten.

PatientinnenmiterblichemAngioödem

BeiFrauen,dieaneinemerblichenAngioödemleiden,könnenArzneimittel,dieEstrogene

enthalten,SymptomeeinesAngioödemsauslösenoderverschlimmern.

EinflussvonGynodianDepotaufdieLaborparameterderSchilddrüse,der

GeschlechtshormoneundvonCorticosteroiden

EstrogenekönnendieErgebnissebestimmterLabortestsbeeinflussen(z.B.

Schilddrüsentests;SpiegelvonGeschlechtshormon-bindendemProteinund

Corticoid-bindendemProtein).WennbeiIhneneinsolcherTestdurchgeführtwerdensoll,

informierenSiedenverantwortlichenArztdarüber,dassSieeineHormonersatzbehandlung

anwenden.DieKonzentrationenderHormone,dieindeno.g.Testsuntersuchtwerdenund

diefürdieHormonwirkungverantwortlichsind,bleibendabeiunverändert.D.h.,Siemüssen

nichtmitSymptomenwiez.B.beieinerSchilddrüsenunterfunktionrechnen.

DieKonzentrationbestimmterEiweißstoffeimBlut(Angiotensinogen/Renin-Substrat,

α1-AntitrypsinundCoeruloplasmin)kannverändertsein.

SchwangerschaftundStillzeit

GynodianDepotdarfinderSchwangerschaftnichtangewendetwerden.VorBeginnder

BehandlungmussdasBesteheneinerSchwangerschaftausgeschlossenwerden.Wennes

währendderBehandlungmitGynodianDepotzurSchwangerschaftkommt,istvoneiner

weiterenInjektionabzusehen.

DiemeistenBeobachtungsstudien,diehinsichtlicheinerunbeabsichtigtenAussetzungdes

FötusgegenüberEstrogenenvonBedeutungsind,zeigtenbeimFötuskeineMissbildungen

oderGiftwirkungen.

GynodianDepotistinderStillzeitnichtanzuwenden.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EswurdenkeineAuswirkungenvonGynodianDepotaufdieVerkehrstüchtigkeitunddas

BedienenvonMaschinenbeobachtet.

WechselwirkungenmitanderenMitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennes

sichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

DieWirkungenvonGynodianDepotkönnenbeigleichzeitigerAnwendunganderer

Arzneimittelabgeschwächtwerden.Dazuzählenz.B.Arzneimittel,dieeingesetztwerden

-Krampfanfällen(Epilepsie;z.B.Phenobarbital,Phenytoin,Carbamazepin),

-Infektionskrankheiten(z.B.dieTuberkulosemittelRifampicinundRifabutin),

-HIV-Infektionen(z.B.Nevirapin,Efavirenz,RitonavirundNelfinavir).

AuchpflanzlicheZubereitungen,dieJohanniskrautenthalten,könnendieWirkungenvon

GynodianDepotabschwächen.

EineabgeschwächteWirkungvonEstrogenen[undGestagenen]kannzu

Blutungsstörungenführen.

Esistmöglich,dasssichderBedarfanArzneimittelngegenDiabetes(mellitus)ändert.

3. WieistGynodianDepotanzuwenden?

ZuBeginnundbeiderFortführungderBehandlungvonEstrogenmangelbeschwerdenwird

IhrArztIhnendieniedrigstewirksameDosisverordnenunddieBehandlungsdauersokurz

wiemöglichhalten.

ÖligeLösungenwieGynodianDepotsindausschließlichintramuskulärzuinjizieren,

insbesondereisteineInjektioninBlutgefäßezuvermeiden.DieinseltenenFällenwährend

oderunmittelbarnachderInjektionöligerLösungenauftretendenkurzdauernden

Reaktionen(Hustenreiz,Hustenanfälle,Atemnot)lassensicherfahrungsgemäßdurch

betontlangsamesInjizierenvermeiden.

Esempfiehltsich,dieEinspritzstelleanschließendmiteinemPflasterzuversehen,damitdie

Lösungnichtzurückfließenkann.

Soweitnichtandersverordnet,wirdimAllgemeinen1Spritzei.m.alle4Wochengegeben.

DieHäufigkeitderInjektionenhängtvondemWiederauftretenderBeschwerdenundderen

Beeinflussbarkeitab.

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

SchwereNebenwirkungen,diemitderAnwendungeinerHormonersatztherapiein

Verbindunggebrachtwerden,findenSieunter“2.WasmüssenSievorderAnwendungvon

GynodianDepotbeachten?“.

ÜberfolgendeunerwünschteWirkungenwurdeimZusammenhangmitderBehandlungvon

EstrogenenundGestagenenberichtet:

Geschlechtsorgane/Brust

-VeränderungenderMenstruationsblutungsmuster,verstärkteoderabgeschwächte

Entzugsblutungen,ZwischenblutungeninFormvonSchmierblutungenoderauchvon

Durchbruchblutungen(DieseBlutungsunregelmäßigkeitenverschwindeninderRegel

beiandauernderTherapie),Dysmenorrhoe,VeränderungenderVaginalsekretion,

PrämenstruellesSyndrom,Brustschmerzen,-spannungenund/oderVergrößerungen

-Brustkrebs.FürweitereInformationenlesenSiebittedieAngabenunter“2.Was

müssenSievorderAnwendungvonGynodianDepotbeachten?”Abschnitt

„Brustkrebs“.

-EstrogenabhängigegutartigeGeschwülstesowiebösartigeTumoren,insbesondere

KrebsderGebärmutterschleimhaut

Herz-Kreislaufsystem

-Herzinfarkt

-Schlaganfall

-venösethromboembolischeEreignisse,z.B.VerschlüssedertiefenBein-bzw.

BeckenvenendurchBlutgerinnsel(Thrombosen)sowieLungenembolien.Diesetreten

beiAnwenderinnenvonArzneimittelnzumHormonersatzhäufigeraufalsbei

Nicht-Anwenderinnen.FürweitereInformationens.“2.WasmüssenSievorder

AnwendungvonGynodianDepotbeachten?”Abschnitte„Gegenanzeigen“und„Venöse

Thromboembolie“.

Verdauungssystem

-Dyspepsie,Blähungen,Übelkeit,ErbrechenundabdominaleSchmerzen

-ErkrankungenderGallenblase(z.B.Gallensteine)

Haut

-bräunlicheHautpigmentierungen(Chloasma),verschiedeneHautkrankheitenmit

Blasen-undKnötchenbildungoderEinblutungenindieHaut(Erythemamultiforme,

Erythemanodosum,vaskulärePurpura),Juckreiz,Ekzeme,Urticaria,Akne,

Hirsutismus,Haarverlust

Nervensystem

-Kopfschmerzen,Schwindel,Migräne,Angstzustände,depressiveVerstimmungen,

Müdigkeit

-Hirnleistungsstörung(sieheunter„2.WasmüssenSievorderAnwendungvon

GynodianDepotbeachten?“Abschnitt„SonstigeErkrankungen”)

Sinnesorgane

-Sehstörungen,UnverträglichkeitvonKontaktlinsen

Allgemeinsymptome

-Palpitationen,Ödeme,Muskelkrämpfe,VeränderungendesKörpergewichtsundder

Libido,Appetitzunahme,Überempfindlichkeitsreaktionen.

BestimmteGruppenvonAnwenderinnen:

BeiFrauen,dieaneinemerblichenAngioödemleiden,könnenArzneimittel,dieEstrogene

enthalten,SymptomeeinesAngioödemsauslösenoderverschlimmern.

FallsnachderInjektionBlutungen"außerderReihe"auftreten,istderArztzuinformieren

WiebeiallenestrogenhaltigenPräparatenistesauchbeiGynodianDepotmöglich,dassin

EinzelfällenbeibesondersdafürempfänglichenFrauenbräunlicheFleckenimGesicht

auftreten,derenAusprägungdurchlängereSonnenbädernochbegünstigtwird.Frauen,die

dazuneigen,solltensichnichtzusehrderSonneaussetzenundUVBestrahlungmeiden.

FallswährendderAnwendungvonGynodianDepotvermehrterHaarwuchsimGesichtund

andenBeinenoderStimmveränderungenauftreten,istesunwahrscheinlich,dassdiesmit

demPräparatzusammenhängt.DerartigeErscheinungensindindenWechseljahrenauch

ohnejedeMedikationnichtselten,undeswurdesogarbeobachtet,dasssiesichunter

GynodianDepotzurückgebildethaben.TrotzdemistbesondersbeiFrauenmitSing-oder

Sprechberufenzuerwägen,obbeiAuftretenvonStimmveränderungendieBehandlung

beendetwerdensollte,weildietatsächlicheUrsacheimEinzelfallnichtfestzustellensein

wird.

InseltenenFällensindnachAnwendungvonHormonen,zudenenauchdieimGynodian

DepotenthaltenenWirkstoffegehören,gutartige,nochseltenerbösartigeVeränderungen

anderLeberbeobachtetworden,dievereinzeltzulebensgefährlichenBlutungenindie

Bauchhöhlegeführthaben.DeshalbistderArztzuinformieren,wennungewohnte

Oberbauchbeschwerdenauftreten,dienichtvonselbstbaldvorübergehen.

InformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieNebenwirkungenbemerken,dienicht

indieserPackungsbeilageaufgeführtsind.

5. WieistGynodianDepotaufzubewahren?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren!

NachAblaufdesaufderPackungangegebenenVerfalldatumsnichtmehranwenden.

VorLichtschützen.

StandderInformation

August2007

6. WeitereAngaben

AusführlichereInformationenzumPräparat,diederArztbenötigt,sindinspeziellen

Druckschriftenenthalten.

FürweitereInformationenzudiesemArzneimittelstehtIhnendasServiceteamGynäkologie

unterderTelefon-Nr.0180-4090909(für20Cent/Anrufausdemdt.Festnetz)montags

bisfreitagsvon8.00bis18.00UhrzurVerfügung.

HandhabungshinweisfürdieFertigspritzen:

Abb1:GummistopfenvonderFertigspritzeabziehen.

Abb2:KanüleanderSchutzhüllefesthaltenundKappevollständigabziehen.

Abb3und4:KanüleaufdieSpritzeaufsteckenundSchutzhülleabziehen.

AngabenzursterilenEinmalkanüle:

ZurVermeidungvonNadelstichverletzungenKanüleineinegeeignete

Kanülenentsorgungsboxwerfen.

HerstellerderKanüle:

TranscojectGmbH&Co.KG

Rügenstr.8

24539Neumünster

BayerVitalGmbH InterneAnlage

BayerScheringPharma

Medizin/Zulassung

DE/15

Gynodian®Depot

Packungsbeilage

DerTextistimEinklangmitden

aktuellenZulassungsanforderungenundderaktuellenZulassung

undinhaltlichkongruentzurFachinformationDE/8,17.08.2007

ProjektleitungZulassung 20.08.2007_____________________________

(SvenjaMarx)

ÄnderungzurvorherigenVersion:

·AufnahmedesHinweises(unterWarnhinweiseundNebenwirkungen):

beiFrauen,dieaneinemerblichenAngioödemleiden,könnenArzneimittel,

dieEstrogeneenthalten,SymptomeeinesAngioödemsauslösenoder

verschlimmern.

Fachinformation

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Gynodian ® Depot

200mg+4mg/1mlInjektionslösung

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoffe:Prasteronenantat,Estradiolvalerat

1mlInjektionslösungenthält:

200mgPrasteronenantat(3ß-Heptanoyloxyandrost-5-en-17-on;Synonyme:

Dehydroepiandrosteronenantat,DHEA-EN)und4mgEstradiolvaleratinöliger,klarerLösung.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheunterAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

öligeInjektionslösung

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Hormonsubstitutionstherapie(HRT)beiperi-undpostmenopausalenEstrogenmangelsymptomen.

DiealleinigeAnwendungdiesesArzneimittels(ohneregelmäßigenZusatzvonGestagenen)zur

BehandlungindenWechseljahrenundauchdanachdarfjedochnurbeihysterektomiertenFrauen

erfolgen.

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

SowohlfürdenBeginnalsauchfürdieFortführungeinerBehandlungmenopausalerSymptome

istdieniedrigstewirksameDosisfürdiekürzestmöglicheTherapiedaueranzuwenden(sieheauch

Abschnitt4.4).

ImAllgemeinen1Ampullei.m.alle4Wochen.

DieHäufigkeitderInjektionenhängtvomWiederauftretenderBeschwerdenundderen

Beeinflussbarkeitab.

spcde-gynodian-depot-de9-dez08 Seite1von15

10.12.2008

Beinicht-hysterektomiertenFrauensollteeinGestagenan10-14TagenproZyklusergänzt

werden.

BeihysterektomiertenFrauenwirdderZusatzeinesGestagensnichtempfohlen,außerinFällen,

indeneneineEndometriosediagnostiziertwurde.

ÖligeLösungenwieGynodianDepotsindausschließlichintramuskulärzuinjizieren;

insbesondereisteineintravasaleInjektionzuvermeiden.DieinseltenenFällenwährendoder

unmittelbarnachderInjektionöligerLösungenauftretendenkurzdauerndenReaktionen

(Hustenreiz,Hustanfälle,Atemnot)lassensicherfahrungsgemäßdurchbetontlangsames

Injizierenvermeiden.

ZurBeachtung:

DieTherapieistnichtempfängnisverhütend.ZurKontrazeptionsindgegebenenfalls

nichthormonaleMethoden(mitAusnahmederKalendermethodenachKnaus-Oginoundder

Temperaturmethode)anzuwenden.KommtesunterderTherapie(inKombinationmiteinem

Gestagen)zukeinenEntzugsblutungeninregelmäßigenAbständenvonetwa28Tagen,musstrotz

derVerhütungsmaßnahmeneineSchwangerschaftinBetrachtgezogenwerden.DieBehandlung

istdannbiszurdifferentialdiagnostischenKlärungnichtweiterzuführen.

4.3 Gegenanzeigen

BeiVorliegeneinerderuntenaufgeführtenUmständesollaufdieEinleitungeiner

Hormonsubstitutionstherapie(HRT)verzichtetwerden.SollteeinerdieserRisikofaktorenunter

derHRTeintreten,istvoneinerweiterenInjektionabzusehen.

ÜberempfindlichkeitgegenPasteronenantat,Estradiolvaleratodereinendersonstigen

Bestandteile

Schwangerschaft

bestehenderoderfrühererBrustkrebsbzw.einentsprechenderVerdacht

estrogenabhängigermalignerTumorbzw.einentsprechenderVerdacht(v.a.

Endometriumkarzinom)

nichtabgeklärteBlutungenimGenitalbereich

unbehandelteEndometriumhyperplasie

frühereidiopathischeoderbestehendevenösethromboembolischeErkrankungen(v.a.tiefe

Venenthrombose,Lungenembolie)

bestehendeodererstkurzeZeitzurückliegendearteriellethromboembolischeErkrankungen

(v.a.Anginapectoris,Myokardinfarkt)

akuteLebererkrankungoderzurückliegendeLebererkrankungen,solangesichdie

Leberenzym-Wertenichtnormalisierthaben

vorausgegangeneoderbestehendeLebertumoren(gut-oderbösartig)

Porphyrie

Sichelzellenanämie

schwereHypertriglyceridämie

bekannte,genetischbedingte,abnormgesteigerteGerinnungsfähigkeitdesBlutes

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

EineHormonsubstitutionstherapiesolltenurzurBehandlungsolchermenopausalerBeschwerden

begonnenwerden,welchedieLebensqualitätbeeinträchtigen.NutzenundRisikensolltenin

jedemEinzelfallmindestensjährlichsorgfältiggegeneinanderabgewogenwerden.Eine

Hormonsubstitutionstherapiesolltenursolangefortgeführtwerden,wiederNutzendieRisiken

überwiegt.

spcde-gynodian-depot-de9-dez08 Seite2von15

10.12.2008

MedizinischeUntersuchung/Kontrolluntersuchungen

VorBeginnbzw.WiederaufnahmeeinerHormonsubstitutionstherapieisteinevollständigeEigen-

undFamilienanamnesederPatientinzuerheben.DiekörperlicheUntersuchung(einschließlich

UnterleibundBrust)solltesichandiesenAnamnesensowiedenGegenanzeigenund

WarnhinweisenfürdieAnwendungdiesesArzneimittelsorientieren.WährendderBehandlung

werdenregelmäßigeKontrolluntersuchungenempfohlen,diesichinHäufigkeitundArtnachder

individuellenRisikosituationderFraurichten.

DieFrauensolltendarüberaufgeklärtwerden,welcheVeränderungenihrerBrüstesiedemArzt

oderderKrankenschwestermitteilenmüssen(siehe„Brustkrebs“weiterunten).Die

Untersuchungen,einschließlichMammographie,sindentsprechenddergegenwärtigüblichen

VorsorgepraxisunddenklinischenNotwendigkeitendereinzelnenFraudurchzuführen.

Situationen,dieeineÜberwachungerfordern

DiePatientinsollteengmaschigüberwachtwerden,wenneinederfolgendenSituationenvorliegt

oderfrühervorlagund/odersichwährendeinerSchwangerschaftodereinerzurückliegenden

Hormonbehandlungverschlechterthat.DiesgiltauchfürdenFall,dasseinedernachfolgend

genanntenSituationenimLaufederHormonsubstitutionstherapiemitGynodianDepotauftritt

bzw.sichverschlechtert,insbesondere:

RisikofaktorenfürestrogenabhängigeTumoren,z.B.AuftretenvonMammakarzinombei

VerwandtenerstenGrades

ThromboembolieninderAnamneseoderentsprechendeRisikofaktoren(sieheunten)

SystemischerLupuserythematodes(SLE)

Leiomyom(Uterusmyom)oderEndometriose

Hypertonie

DiabetesmellitusmitoderohneBeteiligungderGefäße

Cholelithiasis

Migräneoder(starke)Kopfschmerzen

EndometriumhyperplasieinderAnamnese(sieheunten)

Choreaminor

Epilepsie

Asthma

Otosklerose.

GründefüreinensofortigenTherapieabbruch

EineweitereInjektionvonGynodianDepotdarfbeiAuftreteneinerGegenanzeigesowieinden

folgendenSituationennichterfolgen:

IkterusoderVerschlechterungderLeberfunktion

generealisierterPruritus

ZunahmeepileptischerAnfälle

signifikanteErhöhungdesBlutdrucks

erstmaligesEinsetzenmigräneartigerKopfschmerzen

akuteSehstörungenodersonstigeAusfälle

Schwangerschaft.

spcde-gynodian-depot-de9-dez08 Seite3von15

10.12.2008

Endometriumhyperplasie

DasRisikofürEndometriumhyperplasieund-karzinomistbeilängerfristigerEstrogen-

Monotherapieerhöht(sieheAbschnitt4.8).Beinicht-hysterektomiertenFrauenwirddieses

RisikodurchdiezusätzlicheGabeeinesGestagensfür10-14TageproZyklusweitgehend

reduziert.

Durchbruch-undSchmierblutungenkönnenwährenddererstenMonatederBehandlung

auftreten.WennsolcheBlutungeneinigeZeitspäterimVerlaufderTherapieauftretenbzw.nach

Therapieendeanhalten,mussdieUrsacheermitteltundu.U.eineBiopsiedesEndometriums

durchgeführtwerden,umeineHyperplasieoderNeoplasiedesEndometriumsauszuschließen.

UngehinderteEstrogenstimulationkannzueinerprämalignenodermalignenTransformation

residualerEndometrioseherdeführen.DaherwirdinFällen,indenenaufGrundeiner

EndometrioseeineHysterektomievorgenommenwurde,dieGabevonGestagenzusätzlichzur

Estrogenersatztherapieempfohlen,vorallem,wenneineresidualeEndometriosevorliegt.

Brustkrebs

Ineinerrandomisierten,Placebo-kontrolliertenklinischenStudie,derWomen’sHealthInitiative

Studie(imFolgendenWHI-Studie),undinepidemiologischenStudieneinschließlichderMillion

WomenStudy(MWS)wurdebeiFrauen,dieimRahmeneinerHormonsubstitutionstherapieüber

mehrereJahreEstrogene,Estrogen-Gestagen-KombinationenoderTiboloneingenommenhatten,

einerhöhtesBrustkrebsrisikofestgestellt(sieheAbschnitt4.8).

FüralleVarianteneinerHormonsubstitutionstherapiezeigtsicheinerhöhtesRisikonacheinigen

Anwendungsjahren,dasmitzunehmenderBehandlungsdaueransteigt,abereinige(spätestens

fünf)JahrenachBehandlungsendewiederaufdasaltersentsprechendeGrundrisikozurückkehrt.

InderMWSwardasrelativeBrustkrebsrisikobeieinerHormonsubstitutionstherapiemit

konjugiertenequinenEstrogenenoderEstradiolgrößer,wenneinGestagenhinzugefügtwurde,

undzwarunabhängigvonderArtdesGestagensunddesAnwendungsregimesder

Hormonsubstitutionstherapie(kontinuierlicheodersequenzielleGabedesGestagens).Esgab

keinenHinweisaufUnterschiedeimRisikohinsichtlichderverschiedenenApplikationsarten.

InderWHI-StudiekamesunterdemverwendetenProduktauskonjugiertenequinenEstrogenen

kontinuierlichkombiniertmitMedroxyprogesteronacetatzuBrusttumoren,dieleichtgrößer

warenundhäufigerlokaleLymphknotenmetastasenausgebildethattenalsunterPlacebo.

EineHormonsubstitutionstherapie,insbesondereeinekombinierteBehandlungmitEstrogenen

undGestagenen,führtzueinererhöhtenBrustdichteinderMammographie,wassichnachteilig

aufdieradiologischeBrustkrebsdiagnostikauswirkenkann.

VenöseThromboembolie

EineHormonsubstitutionstherapieistmiteinemerhöhtenrelativenRisikofürvenöse

Thromboembolien(VTE)verbunden,v.a.fürtiefeVenenthrombosenoderLungenembolien.In

einerrandomisierten,kontrolliertenklinischenStudieundinepidemiologischenUntersuchungen

zeigtesicheinzwei-bisdreifacherhöhtesRisikobeiAnwenderinnendieserTherapiegegenüber

Nicht-Anwenderinnen.

spcde-gynodian-depot-de9-dez08 Seite4von15

10.12.2008

Eswirdgeschätzt,dassbei1.000Nicht-AnwenderinnenineinemZeitraumvon5Jahrenetwa3

FällevonVTEinderAltersgruppevon50bis59Jahrenauftretenund8FälleinderAltersgruppe

von60bis69Jahren.

Unter1.000gesundenFrauen,dieArzneimittelzurHormonsubstitutionstherapieübereinen

Zeitraumvon5Jahrenanwenden,tretennachdieserSchätzungzusätzlich2bis6(besterSchätzer

=4)FällevonVTEinderAltersgruppevon50bis59Jahrenaufund5bis15Fälle(bester

Schätzer=9)inderAltersgruppevon60bis69Jahren.ImerstenJahreiner

HormonsubstitutionstherapieistdasAuftreteneinerVTEwahrscheinlicheralsspäter.

ZudenallgemeinanerkanntenVTE-Risikofaktorengehören

eineentsprechendepersönlicheoderfamiliäreBelastung

einerheblichesÜbergewicht(BMI>30kg/m 2 )sowie

einSystemischerLupuserythematodes(SLE).

EsbestehtkeinKonsensüberdiemöglicheRollevonVarizenbeiVTE.

PatientinnenmitVTEinderAnamneseoderbekannterThrombophiliehabeneinerhöhtesVTE-

Risiko.EineHormonsubstitutionstherapiekanndiesesRisikoerhöhen.Einepersönlicheoder

starkefamiliäreBelastunginBezugaufThromboembolienoderwiederholteSpontanaborteinder

AnamnesesolltenzumAusschlusseinerthrombophilenPrädispositionabgeklärtwerden.Biszur

genauenBewertungderThrombophiliefaktorenoderbiszumBeginneinerBehandlungmit

AntikoagulanzienisteineHormonsubstitutionstherapiekontraindiziert.BeiFrauen,diebereits

mitAntikoagulanzienbehandeltwerden,müssenNutzenundRisikoeiner

Hormonsubstitutionstherapiesorgfältiggegeneinanderabgewogenwerden.

DasVTE-RisikokannbeilängererImmobilisierung,einemschwererenTraumaodereiner

größerenOperationzeitweiligerhöhtsein.WiebeiallenpostoperativenPatientenmüssendie

prophylaktischenMaßnahmenzurVerhinderungeinerVTEnacheinerOperationäußerstgenau

eingehaltenwerden.WennnacheinervorgesehenenOperation,vorallemimabdominellenoder

imorthopädischenBereichandenunterenExtremitäten,miteinerlängerenImmobilisierungzu

rechnenist,sollteerwogenwerden,obeinezeitweiligeUnterbrechungderHormon-

substitutionstherapie4bis6WochenvordemEingriffmöglichist.DieseBehandlungsollteggf.

erstdannwiederaufgenommenwerden,wenndieFrauwiedervollständigmobilisiertist.

SolltesicheineVTEnachBeginnderHormonsubstitutionstherapieentwickeln,mussdas

Arzneimittelabgesetztwerden.DiePatientinnensolltendaraufhingewiesenwerden,dasssie

sofortKontaktmiteinemArztaufnehmenmüssen,wennsiemöglicheSymptomeeiner

Thromboemboliebemerken(insbesondereschmerzhafteSchwellungeinesBeins,plötzlicher

SchmerzimBrustkorb,Atemnot).

spcde-gynodian-depot-de9-dez08 Seite5von15

10.12.2008

KoronareHerzkrankheit

Ausrandomisierten,kontrolliertenklinischenStudiengibteskeineHinweiseaufeinen

kardiovaskulärenNutzeneinerkontinuierlichkombiniertenHormonsubstitutionstherapiemit

konjugiertenequinenEstrogenenundMedroxyprogesteronacetat.

ZweigroßeklinischeStudien(WHI-StudieundHERS[=HeartandEstrogen/Progestin

ReplacementStudy])zeigteneinmöglicherweiseerhöhtesRisikokardiovaskulärerMorbiditätim

erstenJahrderAnwendungundinsgesamtkeinenNutzen.

FürandereArzneimittelzurHormonsubstitutionstherapiegibtesnurwenigeDatenaus

randomisierten,kontrolliertenStudien,indenendieWirkungaufdiekardiovaskuläreMorbidität

oderMortalitätuntersuchtwurde.

Schlaganfall

Ineinergroßen,randomisierten,klinischenStudie(WHI-Studie)wurdeeinerhöhtesRisikofür

einenischämischenSchlaganfall(alssekundärerEndpunkt)beigesundenFrauenwährendeiner

kontinuierlichkombiniertenHormonsubstitutionstherapiemitkonjugiertenequinenEstrogenen

undMedroxyprogesteronacetatgefunden.

Eswirdgeschätzt,dassbei1.000Frauen,diekeineArzneimittelzurHormonsubstitutionstherapie

anwenden,ineinemZeitraumvon5Jahrenetwa3FällevonSchlaganfallinderAltersgruppevon

50bis59Jahrenauftretenund11FälleinderAltersgruppevon60bis69Jahren.Bei1.000

Frauen,diekonjugierteequineEstrogeneundMedroxyprogesteronacetat5Jahrelanganwenden,

beträgtdemnachdieAnzahlderzusätzlichenFällevonSchlaganfallimAltervon50bis59Jahren

0bis3(besterSchätzer=1)undimAlterzwischen60und69Jahren1bis9(besterSchätzer=

Ovarialkarzinom

Langzeitanwendung(mindestens5bis10Jahre)vonEstrogen-Monoarzneimittelnzur

HormonsubstitutionstherapiebeihysterektomiertenFrauenistnachErgebnisseneiniger

epidemiologischerStudienmiteinemerhöhtenOvarialkarzinom-Risikoverbunden.Derzeitkann

nichtsicherbeurteiltwerden,obdieLangzeitanwendungvonEstrogen-Gestagen-

KombinationsarzneimittelnzurHormonsubstitutionstherapieimVergleichzuEstrogen-

MonoarzneimittelneinanderesRisikomitsichbringt.

SonstigeErkrankungszustände

EstrogenekönneneineFlüssigkeitsretentionbewirken;dahermüssenPatientinnenmitkardialen

oderrenalenFunktionsstörungensorgfältigbeobachtetwerden.Patientinnenmitterminaler

Niereninsuffizienzmüssenengmaschigüberwachtwerden,weildavonauszugehenist,dassdie

PlasmaspiegelderzirkulierendenWirkstoffevonGynodianDepot erhöhtsind.

FrauenmitvorbestehenderHypertriglyzeridämiemüssenwährendeinerEstrogen-oderEstrogen-

Gestagen-Hormonsubstitutionstherapieengmaschigüberwachtwerden,weilimZusammenhang

miteinerEstrogentherapieunterderartigenUmständenvonseltenenFälleneinesstarken

TriglyzeridanstiegsimPlasmamitderFolgeeinerPankreatitisberichtetwurde.

EstrogeneerhöhendieKonzentrationdesthyroxinbindendenGlobulins(TBG),wodurcheszu

einemAnstiegdesgesamtenzirkulierendenSchilddrüsenhormonskommt,wasanhanddes

proteingebundenenJods(PBI),desT4-Spiegels(überSäulentrennungoderdurch

spcde-gynodian-depot-de9-dez08 Seite6von15

10.12.2008

Radioimmunoassay)oderT3-Spiegels(Radioimmunassay)gemessenwird.DieT3-

Harzaufnahmeistherabgesetzt,waseinenTBG-Anstiegwiderspiegelt.DiefreienT4-undT3-

Konzentrationenverändernsichnicht.AndereBindungsproteinekönnenimSerumerhöhtsein,

wiedasCorticoid-bindendeGlobulin(CBG)unddasSexualhormon-bindendeGlobulin(SHBG),

waszueinemAnsteigenderzirkulierendenCorticoidebzw.Sexualhormoneführt.Freieoder

biologischaktiveHormonkonzentrationenbleibenunverändert.AnderePlasmaproteinekönnen

erhöhtsein(Angiotensinogen/Reninsubstrat,Alpha

-Antitrypsin,Coeruloplasmin).

EsgibtkeinenschlüssigenHinweisaufeineVerbesserungkognitiverFähigkeitendurcheine

Hormonsubstitutionstherapie.AusderWHI-StudiegibtesHinweiseübereinerhöhtesRisikofür

einewahrscheinlicheDemenzbeiFrauen,diemiteinerkontinuierlichkombinierten

HormonsubstitutionstherapiebestehendauskonjugiertenequinenEstrogenenundMedro-

xyprogesteronacetatnachdem65.Lebensjahrbeginnen.Esistnichtbekannt,obdiese

ErkenntnisseauchfürjüngerepostmenopausaleFrauenoderandereProduktezurHormonsub-

stitutionstherapiegelten.

BeiFrauenmithereditäremAngioödemkönnenexogenzugeführteEstrogeneSymptomeeines

Angioödemsauslösenoderverschlimmern.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DieEinnahmevonoralenKontrazeptivamussbeendetwerden,wenneineBehandlungmit

GynodianDepotbegonnenwird.

Arzneimittelwechselwirkungen

DerMetabolismusvonEstrogenkanndurchdiegleichzeitigeAnwendungvonWirkstoffen

verstärktwerden,diebekanntermaßenArzneimittel-metabolisierendeEnzyme,vorallemdie

Cytochrom-P

-Enzyme,induzieren;zudiesenWirkstoffengehörenAntikonvulsiva(z.B.

Phenobarbital,Phenytoin,Carbamazepin)undAntiinfektiva(z.B.Rifampicin,Rifabutin,

Nevirapin,Efavirenz).

RitonavirundNelfinavirhaben,wennsiezeitgleichmitSteroidhormonenangewandtwerden,

enzyminduzierendeEigenschaften,obwohlsieeigentlichalsstarkeEnzymhemmerbekanntsind.

Pflanzenpräparate,dieJohanniskraut(Hypericumperforatum)enthalten,könnenden

MetabolismusdesEstrogensbeschleunigen.

BeiintramuskulärerAnwendungwirdderfirst-pass-EffektinderLebervermieden,unddeshalb

könnenintramuskulärangewendeteEstrogenedurchEnzyminduktorenwenigerbetroffenseinals

oralverabreichteHormone.

KlinischkanneinerhöhterEstrogen-MetabolismuszueinervermindertenWirkungdieser

HormoneundzuVeränderungendesuterinenBlutungsmustersführen.

DerBedarfanAntidiabetikaoderInsulinkannsichändern.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

spcde-gynodian-depot-de9-dez08 Seite7von15

10.12.2008

GynodianDepotistinderSchwangerschaftnichtindiziert.VorBeginnderBehandlungmussdas

BesteheneinerSchwangerschaftausgeschlossenwerden.WenneswährendderBehandlungmit

GynodianDepotzurSchwangerschaftkommt,istvoneinerweiterenInjektionabzusehen.

DiemeistenzurzeitvorliegendenepidemiologischenStudien,diehinsichtlicheiner

unbeabsichtigtenEstrogenexpositiondesFetusrelevantsind,zeigenkeineteratogenenoder

fetotoxischenWirkungen.

FürDHEAliegenkeineentsprechendenklinischenDatenvor.

EinevirilisierendeWirkungaufweiblicheFetenbeiExpositionwährendderSchwangerschaft

erscheintaufgrundderschwachenandrogenenWirkungvonDHEA-ENzwargrundsätzlich

denkbar,jedochistdasRisikovonMissbildungenfürdenMenschenbeibestimmungsgemäßer

AnwendungvonGynodianDepoterfahrungsgemäßalssehrgeringanzusehen(sieheAbschnitt

5.3).

GynodianDepotistinderStillzeitnichtindiziert.GeringeMengenvonEstradiolundderen

MetabolitenkönnenindieMuttermilchübergehen.ZuDHEA-ENliegenkeineInformationen

vor.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvonMaschinen

GynodianDepothatkeinenEinflussaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienen

vonMaschinen.

4.8 Nebenwirkungen

SchwereNebenwirkungen,dieuntereinerHormonsubstitutionstherapieauftretenkönnen,sind

auchimAbschnitt4.4aufgeführt.

FortpflanzungsorganeundBrustbeschwerden

VeränderungenderMenstruationsblutungsmuster,verstärkteoderabgeschwächte

Entzugsblutungen,ZwischenblutungeninFormvonSchmierblutungenoderauchvon

Durchbruchblutungen(DieseBlutungsunregelmäßigkeitenverschwindeninderRegelbei

andauernderTherapie),Dysmenorrhoe,VeränderungenderVaginalsekretion,Prämenstruelles

Syndrom,Brustschmerzen,-spannungenund/oderVergrößerungen

GastrointestinaleBeschwerden

Dyspepsie,Blähungen,Übelkeit,ErbrechenundabdominaleSchmerzen

HautundGewebeveränderungen

ErkrankungenderHautundsubkutanerGewebe:Chloasma,Erythemamultiforme,Erythema

nodosum,vaskulärePurpura,Pruritus,Ekzeme,Urticaria,Akne,Hirsutismus,Haarverlust

spcde-gynodian-depot-de9-dez08 Seite8von15

10.12.2008

Nervensystem

Kopfschmerzen,Schwindel,Migräne,Angstzustände,depressiveVerstimmungen,Müdigkeit,

wahrscheinlicheDemenz(sieheAbschnitt4.4)

Sinnesorgane

Sehstörungen,UnverträglichkeitvonKontaktlinsen

Allgemeinsymptome

Palpitationen,Ödeme,Muskelkrämpfe,VeränderungendesKörpergewichts,Appetitzunahme,

VeränderungenderLibido,Überempfindlichkeitsreaktionen

BeiFrauenmithereditäremAngioödemkönnenexogenzugeführteEstrogeneSymptomeeines

Angioödemsauslösenoderverschlimmern(sieheAbschnitt4.4).

Brustkrebs

LautzahlreicherepidemiologischerStudienundeinerrandomisierten,Placebo-kontrollierten

Studie,derWHI-Studie,steigtbeiFrauen,dieeineHormonsubstitutionstherapieanwendenoder

vorkurzemangewendethaben,dasBrustkrebsrisikoinsgesamtmitzunehmenderDauerder

Hormonsubstitutionstherapiean.

FüreineHormonsubstitutionstherapiemitEstrogen-MonopräparatensinddieSchätzungenfürdas

relativeRisiko(RR)auseinerRe-AnalysevonOriginaldatenaus51epidemiologischenStudien

(beidenenzumehrals80%dieHormonsubstitutionstherapiemitEstrogen-Monopräparaten

durchgeführtwurde)undausderepidemiologischenMillionWomenStudy(MWS)mit1,35

(95%KI1,21-1,49)bzw.1,30(95%KI1,21-1,40)ähnlich.

FüreinekombinierteHormonsubstitutionstherapieausEstrogenplusGestagenwurdein

zahlreichenepidemiologischenStudieneinhöheresGesamtrisikofürBrustkrebsalsmitEstrogen

alleinermittelt.

InderMWSwurdeberichtet,dass,verglichenmitFrauen,dienieeine

Hormonsubstitutionstherapieerhaltenhatten,dieVerwendungverschiedenerArtenvonEstrogen-

Gestagen-KombinationenzurHormonsubstitutionstherapiemiteinemhöherenBrustkrebsrisiko

verbundenwar(RR=2,00;95%KI1,88-2,12)alsdieVerwendungvonEstrogenallein(RR=

1,30;95%KI1,21-1,40)oderdieVerwendungvonTibolon(RR=1,45;95%KI1,25-1,68).

InderWHI-StudiewurdeeineRisikoschätzungvon1,24(95%KI1,01-1,54)nach5,6-jähriger

AnwendungeinerkombiniertenEstrogen-Gestagen-Substitutionstherapie(konjugierteequine

Estrogene+Medroxyprogesteronacetat)füralleAnwenderinnengegenüberPlaceboangegeben.

DieabsolutenRisiken,berechnetaufderGrundlagederMWSundderWHI-Studie,sind

nachfolgenddargestellt:

InderMWSwurde,basierendaufderbekanntendurchschnittlichenInzidenzvonBrustkrebsin

Industrieländern,geschätzt,dass

beica.32von1.000Frauen,diekeineHormonsubstitutionstherapieerhalten,zwischenihrem

50.und64.LebensjahreinBrustkrebsdiagnostiziertwird.

spcde-gynodian-depot-de9-dez08 Seite9von15

10.12.2008

unter1.000Frauen,diegegenwärtigoderinjüngsterVergangenheiteine

Hormonsubstitutionstherapieerhaltenhaben,sichfolgendeAnzahlzusätzlicherFälleim

entsprechendenZeitraumergibt:

FürAnwenderinneneinerEstrogen-Monotherapie

zwischen0und3(besterSchätzer=1,5)bei5-jährigerAnwendung

zwischen3und7(besterSchätzer=5)bei10-jährigerAnwendung

FürAnwenderinneneinerkombiniertenEstrogen-Gestagen-Substitutionstherapie

zwischen5und7(besterSchätzer=6)bei5-jährigerAnwendung

zwischen18und20(besterSchätzer=19)bei10-jährigerAnwendung.

NachSchätzungderWHI-StudietretenaufgrundeinerkombiniertenEstrogen-Gestagen-

Substitutionstherapie(konjugierteequineEstrogene+Medroxyprogesteronacetat)nach5,6-jähri-

gerBeobachtungszeitvonFrauenimAlterzwischen50und79Jahren8zusätzlicheFällevon

invasivemBrustkrebspro10.000Frauenjahreauf.

BasierendaufBerechnungenmitdenStudiendatenwirdgeschätzt,dass

unter1.000FraueninderPlacebogruppeungefähr16FällevoninvasivemBrustkrebsin5

Jahrendiagnostiziertwerden.

unter1.000Frauen,dieeinekombinierteEstrogen-Gestagen-Substitutionstherapie

(konjugierteequineEstrogene+Medroxyprogesteronacetat)erhaltenhatten,dieZahlder

zusätzlichenFällezwischen0und9(besterSchätzer=4)bei5-jährigerAnwendungliegt.

DieAnzahlderzusätzlichenBrustkrebsfällebeiFrauen,dieeineHormonsubstitutionstherapie

erhalten,istimWesentlichenähnlichbeiallenFrauen,dieeineHormonsubstitutionstherapie

beginnen,unabhängigvomAlterbeiBeginnderHormonsubstitutionstherapie(zwischen45und

65Jahren)(sieheAbschnitt4.4).

Endometriumkarzinom

JenachProliferationsgraddesEndometriumssindunterdemEstrogeneinflussUterusblutungen

möglich.BeieinerBlutungamEndedesInjektionsintervallshandeltessicheventuellumeine

Estrogen-Entzugsblutung.GrundsätzlichsolltenalleBlutungendifferentialdiagnostischgeklärt

werden,dasieauchSymptomeinesEndometriumkarzinomsseinkönnen.

BeiFrauenmitintaktemUterussteigtdasRisikoeinerEndometriumhyperplasieundeines

EndometriumkarzinomsmitzunehmenderDauereinerEstrogen-Monotherapiean.Nachden

DatenausepidemiologischenStudienbesagtdiebesteRisikoschätzung,dassbei5von1.000

Frauen,diekeineHormonsubstitutionstherapieerhalten,zwischenihrem50.und65.Lebensjahr

einEndometriumkarzinomdiagnostiziertwird.InAbhängigkeitvonderBehandlungsdauerund

EstrogendosiserhöhtsichdieserAnstiegdesEndometriumkarzinomrisikosbeiAnwenderinnen

einerEstrogen-MonotherapieumdenFaktor2bis12gegenüberNicht-Anwenderinnen.Durch

dieZugabeeinesGestagenszuderEstrogen-MonotherapiereduziertsichdieseserhöhteRisiko

deutlich.

WeitereunerwünschteWirkungenwurdenimZusammenhangmitderEstrogen-/Gestagen-

Behandlunggenannt:

EstrogenabhängigegutartigesowiebösartigeNeoplasien,z.B.Endometriumkarzinom

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venöseThromboembolie,d.h.ThrombosendertiefenBein-bzw.Beckenvenensowie

LungenembolietrittbeiAnwenderinneneinerHormonsubstitutionstherapiehäufigeraufals

beiNicht-Anwenderinnen.WeiterführendeInformationenindenAbschnitten4.3und4.4.

MyokardinfarktundSchlaganfall

ErkrankungderGallenblase

Lebertumor

InseltenenFällensindnachAnwendungvonSteroidhormonen,wiesieauchGynodianDepot

enthält,gutartige,nochseltenerbösartigeLebertumorenbeobachtetworden,dievereinzeltzu

lebensgefährlichenintraabdominalenBlutungengeführthaben.Wennstarke

Oberbauchbeschwerden,eineLebervergrößerungoderAnzeicheneinerintraabdominalenBlutung

auftreten,sollteeinLebertumorindiedifferentialdiagnostischenÜberlegungeneinbezogen

werden.

EinflussaufdenHormonhaushalt

FallswährendderAnwendungvonGynodianDepotvermehrterHaarwuchsimGesichtundan

denBeinenoderStimmveränderungenauftreten,istesunwahrscheinlich,dassdiesmitdem

Präparatzusammenhängt.DerartigeErscheinungensindindenWechseljahrenauchohnejede

Medikationnichtselten,undeswurdesogarbeobachtet,dasssiesichunterGynodianDepot

zurückgebildethaben.TrotzdemistbesondersbeiFrauenmitSing-oderSprechberufenzu

erwägen,obbeidenerstenAnzeichenvonStimmveränderungen(leichteErmüdbarkeitder

Stimme,Rauhigkeit,Heiserkeit)dieBehandlungbeendetwerdensollte,dabeiirreversibler

StimmvertiefungimEinzelfallwohlniefestzustellenseinwird,obessichumeine

Spontanvirilisierunggehandelthatodernicht.

4.9 Überdosierung

TierexperimentelleUntersuchungenzurakutenToxizitätbeieinmaligerAnwendungderin

GynodianDepotenthaltenenWirkstoffeEstradiolvalerat(EV)undDehydroepiandrosteronenantat

(DHEA-EN)ergaben,dassGynodianDepotalspraktischnichttoxischeinzustufenist.Selbstbei

versehentlichereinmaligerVerabreichungeinesVielfachenderfürdieTherapievorgesehenen

DosierungistnichtmiteinemakutenVergiftungsrisikozurechnen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:

Estrogene,KombinationmitanderenMitteln

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ATC-Code:GO3CC

Estradiolvalerat

DerWirkstoff,synthetisches17-Estradiol,istchemischundbiologischmitdembeimMenschen

endogenvorkommendenEstradiolidentisch.EssubstituiertdenVerlustderEstrogenproduktion

beimenopausalenFrauenundmindertdiedamitverbundenenBeschwerden.

Prasteronenantat(DHEA-EN)

DHEA-ENisteinEsterdesDehydroepiandrosterons(DHEA).DHEAbesitzteineschwach

androgeneWirkungundistmitdembeimMenschenendogenvorkommendenDHEAchemisch

undbiologischidentisch.

ImRahmenklinischerStudienerhobeneDaten

LinderungderEstrogenmangelsymptomeundBlutungsmuster

EineLinderungderWechseljahrebeschwerdenkonnteindenerstenWochender

Behandlungerreichtwerden.

DurchdieKombinationmitDHEAkonnteineinerklinischenStudieeinadditiverEffektzur

WirkungdesEstrogensaufmenopausaleBeschwerdennachgewiesenwerden.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Estradiolvalerat

Absorption

NachintramuskulärerApplikationistEstradiolvaleratvollständigsystemischverfügbar.

EstradiolvaleratwirdlangsamausdemDepotfreigesetztunddurchEsterasenzuEstradiolund

Pentansäuregespalten.MaximaleEstradiolkonzentrationenvonetwa235pg/mlwerdenim

Serumungefähr3TagenachintramuskulärerApplikationvon4mgEstradiolvaleraterreicht.

DanachnehmendieEstradiolkonzentrationenlangsamabunderreichen28Tagenach

intramuskulärerApplikationetwa10,8pg/ml.

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Verteilung

EstradiolistanSerumalbuminundanSexualhormon-bindendesGlobulin(SHBG)gebunden.Nur

etwa2bis3%derGesamtkonzentrationliegenalsfreiesSteroidvor,etwa35–40%sind

spezifischanSHBGundetwa60-65%unspezischanAlbumingebunden.Nachintramuskulärer

GabevonEstradiolvaleratwirddieBildungvonSHBGnurgeringfügiginduziert,weshalbdie

relativeVerteilungindieverschiedenenProteinfraktionennichtbeeinflusstwird.Nach

intravenöserApplikationvonEstradiolbeträgtdasVerteilungsvolumenwährendderterminalen

Eliminationsphaseetwa1,0l/kg.

Metabolismus

Estradiolwirdschnellundweitgehendvollständigmetabolisiert,diemetabolischeClearancenach

intravenöserApplikationliegtzwischen10und30ml/min/kg.NebenEstronundEstronsulfat

wirdeineVielzahlweitererMetabolitengebildet.EstronundEstriolsindalspharmakologisch

aktiveMetabolitenvonEstradiolbekannt,wobeinurEstroninrelevantenKonzentrationenim

Plasmavorkommt.DiePlasmaspiegelvonEstronliegenetwasunterdenenvonEstradiol,Estron-

Konjugatezeigenetwa2-5fachhöhereKonzentrationen.

Ausscheidung

DieEstradiol-MetabolitenwerdenüberdenUrinunddieGalleausgeschieden.Wegendes

ausgeprägtenenterohepatischenKreislaufswerdenvondenindieGallesezerniertenMetaboliten

nuretwa6–7%mitdemFaecesausgeschieden,etwa80%werdenüberdenUrineliminert.

EstradiolundseineMetabolitengehennuringeringemAusmaßindieMuttermilchüber.

Fließgleichgewicht(Steady-StateBedingungen)

EinewiederholteintramuskuläreApplikationvon4mgEstradiolvaleratzeigtbeieinem

Behandlungsintervallvon28TagenkeineKumulationvonEstradiolimSerum.

Prasteronenantat(DHEA-EN)

Absorption

NachintramuskulärerApplikationistDHEA-ENvollständigbioverfügbar.DHEA-ENwird

langsamausdemDepotfreigesetztundwirddurchEsteraseninDHEAundHeptansäure

gespalten.MaximaleDHEA-Konzentrationenvonetwa10,3ng/mlwerdenetwa4Tagenach

intramuskulärerApplikationvon200mgDHEA-ENerreicht.DanachnehmendieDHEA-

Konzentrationenlangsamabunderreichen28TagenachintramuskulärerApplikationetwa3,86

ng/ml.

Verteilung

DHEAisthauptsächlichanSerumalbuminundnurzueinemgeringenTeilansexualhormon-

bindendesGlobulin(SHBG)gebunden.Etwa4%derGesamtkonzentrationliegenalsfreies

Steroidvor,etwa90%derGesamtkonzentrationsindanAlbumingebunden,derRestbindetmit

geringerAffinitätanSHBG.DaszentraleVerteilungsvolumenvonDHEAbeträgt17-34L.

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Metabolismus

DHEAwirdinderLeberundanderenGewebendurchSulfotransferaseninDHEA-sulfat

umgewandelt.AuchdieRückumwandlungzuDHEAistbeschrieben,wobeidieBildungdes

Sulfatsdeutlichüberwiegt.BeideSteroidesindVorstufenfürbiologischaktiveSexualhormone

(Androgene,Estrogene),derenUmwandlungindenklassischensteroidabhängigenGeweben

sowieanderenperipherenOrganenerfolgt.IndenhepatischenAbbauvonDHEAundDHEA-

sulfatistinsbesonderedasCytochromP450(CYP)-3A4involviert.

Ausscheidung

DHEAund/oderseineMetabolitenwerdenüberdenUrinunddieGalleausgeschieden.Das

VerhältniszwischenderAusscheidungmitdemUrinunddemFaecesbeträgtetwa9:1.

Fließgleichgewicht(Steady-State-Bedingungen)

EinewiederholteintramuskuläreApplikationvon200mgDHEA-ENzeigtebeieinem

Behandlungsintervallvon28TagenkeineKumulationvonDHEAimSerum.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

Estradiol

DasToxizitätsprofilvonEstradiolistgutbekannt.AußerdenbereitsinanderenAbschnitten

dieserFachinformationaufgeführtenDatengibtesfürdenVerschreibendenkeineweiteren

präklinischenDaten,dievonBedeutungsind.

Prasteronenantat(DHEA-EN)

DievorklinischenDatenzeigenkeingenerellesAnwendungsrisikoauf,welchesüberdie

Informationenhinausgeht,dieindenanderenKapitelnderFachinformationerwähntwerden.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

BenzylbenzoatundRizinusölfürInjektionszwecke.

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend

6.3 DauerderHaltbarkeit

5Jahre

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6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Ampulle, FertigspritzeimUmkartonaufbewahren,umden Inhaltvor Lichtzuschützen

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Fertigspritzezu1ml

3Fertigspritzenzuje1ml

3Ampullenzuje1ml

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigungundsonstigeHinweisezurHandhabung

KeinespeziellenHinweise

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechenddennationalen

Anforderungenzuentsorgen.

7 INHABERDERZULASSUNG

BayerVitalGmbH

D-51368Leverkusen

Telefon:(0214)30-51348

Telefax:(0214)30-51603

E-Mail-Adresse:bayer-vital@bayerhealthcare.com

8. ZULASSUNGSNUMMER

10308

9 DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG/

VERLÄNGERUNGDERZULASSUNG

DatumderErteilungderZulassung

04.12.1974

10. STANDDERINFORMATION

12/2008

11 VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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