Everolimus Zentiva 5 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

20-08-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

31-08-2020

Wirkstoff:
Everolimus
Verfügbar ab:
Zentiva Pharma GmbH (8075753)
ATC-Code:
L01XE10
INN (Internationale Bezeichnung):
Everolimus
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Everolimus (29196) 5 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
99494.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-11-05

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Everolimus Zentiva

®

5 mg Tabletten

Everolimus

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Everolimus Zentiva und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Everolimus Zentiva beachten?

Wie ist Everolimus Zentiva einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Everolimus Zentiva aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Everolimus Zentiva und wofür wird es angewendet?

Everolimus Zentiva ist ein Arzneimittel gegen Krebs, das den Wirkstoff Everolimus enthält. Everolimus

vermindert die Blutversorgung des Tumors und verlangsamt das Wachstum und die Ausbreitung von

Krebszellen.

Everolimus Zentiva wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit:

Hormonrezeptor-positivem fortgeschrittenem Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen, bei denen die

Erkrankung durch andere Behandlungen (sogenannte „nicht steroidale Aromatasehemmer“) nicht

mehr kontrolliert werden kann. Es wird zusammen mit dem Arzneimittel Exemestan, einem

sogenannten „steroidalen Aromatasehemmer“, gegeben, der als Hormontherapie gegen Krebs

angewendet wird.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Everolimus Zentiva beachten?

Everolimus Zentiva wird Ihnen nur von einem Arzt mit Erfahrung in der Krebsbehandlung verschrieben.

Bitte befolgen Sie sorgfältig alle Anweisungen des Arztes. Möglicherweise unterscheiden sie sich von den

allgemeinen Informationen, die in dieser Gebrauchsinformation enthalten sind. Wenn Sie noch Fragen zu

Everolimus Zentiva haben oder wissen möchten, warum Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben worden ist,

fragen Sie Ihren Arzt.

Everolimus Zentiva darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie

allergisch gegen Everolimus, ähnliche Arzneimittel, wie z. B. Sirolimus oder

Temsirolimus, oder einen der

in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile

dieses

Arzneimittels sind.

Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Everolimus Zentiva einnehmen:

wenn Sie

Leberprobleme

haben oder schon einmal an einer

Krankheit

gelitten haben, die

möglicherweise Ihre

Leber geschädigt

hat. In diesem Fall muss Ihnen Ihr Arzt Everolimus Zentiva

möglicherweise in einer anderen Dosierung verschreiben.

wenn Sie

Diabetes

(einen hohen Blutzuckerspiegel) haben. Everolimus Zentiva kann den

Blutzuckerspiegel anheben und eine Zuckerkrankheit verschlechtern. Dies kann die Notwendigkeit

einer Insulinbehandlung und/oder einer oralen Therapie gegen die Zuckerkrankheit zur Folge haben.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sehr großen Durst haben oder häufiger Wasser lassen müssen.

wenn Sie während der Einnahme von Everolimus Zentiva

geimpft

werden müssen.

wenn Sie einen

hohen Cholesterinwert

haben. Everolimus Zentiva kann den Cholesterinwert

und/oder den Wert anderer Blutfette erhöhen.

wenn Sie kürzlich eine

größere Operation

hatten oder eine

noch nicht verheilte Wunde

nach einer

Operation haben. Everolimus Zentiva kann das Risiko für Probleme bei der Wundheilung verstärken.

wenn Sie eine

Infektion

haben. Es kann erforderlich sein, Ihre Infektion vor der Gabe von

Everolimus Zentiva zu behandeln.

wenn Sie bereits eine

Hepatitis B

hatten, weil diese während der Behandlung mit Everolimus Zentiva

wieder auftreten kann (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Everolimus Zentiva kann auch:

Ihr Immunsystem schwächen. Daher kann bei Ihnen das Risiko bestehen, an einer Infektion zu

erkranken, wenn Sie Everolimus Zentiva einnehmen.

Ihre Nierenfunktion beeinträchtigen. Deshalb wird Ihr Arzt Ihre Nierenfunktion überwachen,

während Sie Everolimus Zentiva einnehmen.

Kurzatmigkeit, Husten und Fieber verursachen.

Informieren Sie Ihren Arzt

, wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen.

Während der Behandlung wird Ihr Blut in regelmäßigen Abständen untersucht. Dabei wird überprüft,

viele Blutzellen (weiße Blutkörperchen, rote Blutkörperchen und Blutplättchen) sich in Ihrem

Körper

befinden, um festzustellen, ob Everolimus Zentiva auf diese Zellen eine unerwünschte Wirkung hat. Auch

Ihre Nierenfunktion (Kreatininwerte) und Leberfunktion (Transaminasenwerte) sowie Ihre Blutzucker-

Cholesterinwerte werden mit Bluttests kontrolliert, da Everolimus Zentiva auch diese Werte beeinflussen

kann.

Kinder und Jugendliche

Everolimus Zentiva darf bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) nicht angewendet werden.

Einnahme von Everolimus Zentiva zusammen mit anderen Arzneimitteln

Everolimus Zentiva kann möglicherweise die Wirkungsweise anderer Arzneimittel beeinflussen. Wenn Sie

Everolimus Zentiva zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen, muss Ihr Arzt möglicherweise die

Dosierung von Everolimus Zentiva oder die Dosierung der anderen Arzneimittel verändern.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,

wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Die folgenden Arzneimittel können das Risiko von Nebenwirkungen bei Everolimus Zentiva erhöhen:

Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol

oder

Fluconazol

und andere

Mittel

zur Behandlung von

Pilzinfektionen

Clarithromycin, Telithromycin

oder

Erythromycin,

Antibiotika

zur Behandlung von bakteriellen

Infektionen.

Ritonavir

und andere

Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen/AIDS

Verapamil

oder

Diltiazem

zur Behandlung von Herzerkrankungen oder Bluthochdruck.

Dronedaron

, ein Arzneimittel, das zur Regulierung Ihres Herzschlags verwendet wird.

Ciclosporin

, ein Arzneimittel, das zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen Ihres Körpers nach

Organtransplantationen angewendet wird.

Imatinib

, das angewendet wird, um das Wachstum krankhafter Zellen zu hemmen.

Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmer

(wie z. B.

Ramipril

), die zur Behandlung von

Bluthochdruck oder anderen Herz-Kreislauf-Problemen verwendet werden.

Die folgenden Arzneimittel können die Wirksamkeit von Everolimus Zentiva herabsetzen:

Rifampicin

zur Behandlung von Tuberkulose (TB).

Efavirenz

oder

Nevirapin

zur Behandlung von HIV-Infektionen/AIDS.

Johanniskraut

(die lateinische Bezeichnung lautet

Hypericum perforatum

), ein pflanzliches Mittel

zur Behandlung von Depressionen und ähnlichen Leiden.

Dexamethason

, ein Kortikosteroid zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen einschließlich

Entzündungen und Immunerkrankungen.

Phenytoin

Carbamazepin

oder

Phenobarbital

und andere

Antiepileptika

gegen Krämpfe oder

Anfälle.

Diese Arzneimittel sollten Sie während Ihrer Behandlung mit Everolimus Zentiva vermeiden. Wenn Sie

eines dieser Arzneimittel einnehmen, könnte Ihr Arzt Sie auf ein anderes Arzneimittel umstellen oder die

Dosierung von Everolimus Zentiva ändern.

Einnahme von Everolimus Zentiva zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nehmen Sie Everolimus Zentiva jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit und immer entweder während oder

außerhalb der Mahlzeiten ein. Vermeiden Sie

Grapefruits

Grapefruitsaft

während der Behandlung

mit Everolimus Zentiva.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Everolimus Zentiva kann das ungeborene Kind schädigen und wird während der Schwangerschaft nicht

empfohlen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein. Ihr

Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob Sie während Ihrer Schwangerschaft mit diesem Arzneimittel behandelt

werden sollten.

Frauen, die schwanger werden könnten, müssen während der Behandlung eine hoch wirksame

Verhütungsmethode anwenden. Wenn Sie trotz dieser Maßnahmen vermuten, schwanger geworden zu sein,

fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat,

bevor

Sie Everolimus Zentiva weiter einnehmen.

Stillzeit

Everolimus Zentiva kann ein Kind, das gestillt wird, schädigen. Sie sollten während der Behandlung und

2 Wochen nach der letzten Einnahme von Everolimus nicht stillen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn

Sie stillen.

Weibliche Fruchtbarkeit

Das Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhö) wurde bei einigen weiblichen Patienten, die Everolimus

Zentiva erhielten, beobachtet.

Everolimus Zentiva kann die weibliche Fruchtbarkeit beeinflussen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie

Kinder haben möchten.

Männliche Fruchtbarkeit

Everolimus Zentiva kann die männliche Fruchtbarkeit beeinflussen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

Vater werden möchten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie sich ungewöhnlich müde fühlen (Müdigkeit ist eine sehr häufige Nebenwirkung), müssen Sie beim

Lenken von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen besonders vorsichtig sein.

Everolimus Zentiva enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Everolimus Zentiva erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist,

dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Everolimus Zentiva einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg, einmal täglich eingenommen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viele

Everolimus-Zentiva-Tabletten Sie einnehmen müssen.

Wenn Sie Leberprobleme haben, beginnt Ihr Arzt die Behandlung vielleicht mit einer niedrigeren Dosis

Everolimus Zentiva (2,5, 5 oder 7,5 mg pro Tag).

Wenn bei Ihnen während der Einnahme von Everolimus Zentiva bestimmte Nebenwirkungen auftreten (siehe

Abschnitt 4.), senkt Ihr Arzt möglicherweise die Dosierung oder stoppt Ihre Behandlung, entweder für eine

kurze Zeit oder auf Dauer.

Nehmen Sie Everolimus Zentiva einmal täglich und jedes Mal etwa zur gleichen Tageszeit ein und immer

entweder während oder außerhalb der Mahlzeiten.

Schlucken Sie die Tablette(n) im Ganzen mit einem Glas Wasser. Die Tabletten dürfen nicht zerkaut oder

zerstoßen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Everolimus Zentiva eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel Everolimus Zentiva eingenommen haben oder jemand anders versehentlich Ihre

Tabletten geschluckt hat, suchen Sie bitte sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus auf.

Möglicherweise ist eine Behandlung dringend erforderlich.

Zeigen Sie dem Arzt die Faltschachtel und diese Packungsbeilage, damit er weiß, welches

Arzneimittel eingenommen wurde.

Wenn Sie die Einnahme von Everolimus Zentiva vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, setzen Sie die Einnahme beim nächsten Mal wie üblich fort. Nehmen

Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme der Tabletten vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Everolimus Zentiva abbrechen

Hören Sie mit der Einnahme von Tabletten nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt auf.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

BEENDEN Sie die Einnahme von Everolimus Zentiva und suchen Sie unverzüglich medizinische Hilfe auf,

wenn Sie eines der folgenden Anzeichen für eine allergische Reaktion zeigen:

Schwierigkeiten beim Atmen und Schlucken

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals

Starkes Jucken der Haut mit rotem Hautausschlag oder Blasen

Schwerwiegende Nebenwirkungen von Everolimus Zentiva schließen ein:

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Erhöhte Temperatur, Frösteln (Anzeichen einer Infektion)

Fieber, Husten, Atemschwierigkeiten, Keuchen (Anzeichen einer Lungenentzündung, auch bekannt

als Pneumonitis)

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Starker Durst, große Urinmenge, verstärkter Appetit mit Gewichtsverlust, Müdigkeit (Anzeichen von

Diabetes)

Blutung (Hämorrhagie), z. B. in der Darmwand

Stark verringerte Harnmenge (Anzeichen eines Nierenversagens)

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Entzündung, sowie Müdigkeit, Appetitverlust,

Übelkeit, Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut), Schmerzen im rechten Oberbauch, heller Stuhl, dunkler

Urin (dies können Anzeichen einer Hepatitis-B-Reaktivierung sein)

Atemlosigkeit, Schwierigkeiten bei Atmen im Liegen, Anschwellen der Füße oder Beine (Anzeichen

einer Herzmuskelschwäche)

Schwellung und/oder Schmerzen in einem der Beine, gewöhnlich in der Wade, Rötung oder warme

Haut an der betroffenen Stelle (Anzeichen einer Blockade eines Blutgefäßes [Vene] im Bein,

verursacht durch Blutgerinnung)

Plötzlicher Anfall von Atemnot, Schmerzen in der Brust oder Bluthusten (mögliche Anzeichen einer

Lungenembolie, einer Erkrankung, die auftritt, wenn eine oder mehrere Arterien in Ihrer Lunge

verstopfen)

Stark verringerte Urinmenge, Schwellung in den Beinen, Gefühl der Verwirrtheit, Rückenschmerzen

(Anzeichen eines plötzlichen Nierenversagens)

Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, Schwindel

(Anzeichen einer schwerwiegenden allergischen Reaktion, auch bekannt als Überempfindlichkeit)

Selten

(kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung (Anzeichen eines akuten Atemnot-Syndroms)

Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, weil

diese lebensbedrohlich sein könnten.

Weitere mögliche Nebenwirkungen von Everolimus Zentiva schließen ein:

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Müdigkeit, Atemlosigkeit, Schwindel, blasse Haut, Anzeichen für einen niedrigen Wert an roten

Blutkörperchen (Anämie)

Hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)

Appetitverlust

Hohe Werte von Lipiden (Fetten) im Blut (Hypercholesterinämie)

Gestörter Geschmackssinn (Dysgeusie)

Kopfschmerzen

Nasenbluten (Epistaxis)

Husten

Geschwüre im Mund

Magenprobleme einschließlich Übelkeit (Nausea) oder Durchfall

Hautausschlag

Juckreiz (Pruritus)

Gefühl der Schwäche oder Müdigkeit

Schwellung der Arme, Hände, Füße, Fußknöchel oder anderer Teile des Körpers (Anzeichen von

Ödemen)

Gewichtsverlust

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Spontane Blutungen oder blaue Flecken (Anzeichen für einen niedrigen Wert an Blutplättchen, auch

bekannt als Thrombozytopenie)

Fieber, Halsentzündung, Geschwüre im Mund, bedingt durch Infektionen (Anzeichen für niedrige

Werte an weißen Blutkörperchen, Leukopenie, Lymphopenie und/oder Neutropenie)

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

Durst, verringerte Harnmenge, dunkler Urin, trockene, gerötete Haut, Reizbarkeit (Anzeichen einer

Dehydration)

Schlafstörungen (Insomnie)

Kopfschmerzen, Schwindel (Anzeichen eines hohen Blutdrucks, auch bekannt als Hypertonie)

Fieber

Entzündung der Mund-, Magen- oder Darmschleimhaut

Trockener Mund

Sodbrennen (Dyspepsie)

Erbrechen

Schwierigkeiten beim Schlucken (Dysphagie)

Bauchschmerzen

Akne

Ausschlag und Schmerzen an Ihren Handflächen oder Fußsohlen (Hand-Fuss-Syndrom)

Hautrötung (Erythem)

Gelenkschmerzen

Schmerzen im Mund

Menstruationsstörungen wie unregelmäßige Periode

Hohe Werte von Lipiden (Fetten) im Blut (Hyperlipidämie, erhöhte Triglyzeride)

Niedriger Wert von Kalium im Blut (Hypokaliämie)

Niedriger Wert von Phosphat im Blut (Hypophosphatämie)

Niedriger Wert von Kalzium im Blut (Hypokalzämie)

Trockene Haut, schuppige Haut, Hautwunden

Erkrankungen der Nägel, Abbrechen Ihrer Nägel

Leichter Haarausfall

Abnorme Ergebnisse von Leberfunktionstests (erhöhte Alanin- und Aspartat-Aminotransferase)

Abnorme Ergebnisse von Nierenfunktionstests (erhöhtes Kreatinin)

Ausfluss aus dem Auge mit Jucken, Rötung und Schwellung

Eiweiß im Urin

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwäche, spontane Blutungen und blaue Flecken und häufige Infektionen mit Anzeichen wie Fieber,

Schüttelfrost, Halsentzündung oder Mundgeschwüre (Anzeichen für niedrige Werte an Blutzellen, auch

bekannt als Panzytopenie)

Verlust des Geschmackssinns (Ageusie)

Bluthusten (Hämoptyse)

Menstruationsstörungen wie Ausbleiben der Periode (Amenorrhö)

Häufigeres Wasserlassen während des Tages

Brustschmerzen

Wundheilungsstörungen

Hitzewallungen

Bindehautentzündung oder rote Augen (Konjunktivitis)

Selten

(kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Müdigkeit, Atemlosigkeit, Schwindel, blasse Haut (Anzeichen für niedrige Werte an roten

Blutkörperchen, möglicherweise aufgrund einer Form von Anämie, die Erythrozytenaplasie genannt wird)

Schwellung des Gesichts, rund um die Augen, den Mund und im Mund und/oder Rachen, als auch der

Zunge und Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken (auch bekannt als Angioödem) können

Anzeichen einer allergischen Reaktion sein.

Wenn diese Nebenwirkungen schwerwiegend werden, sagen Sie es bitte Ihrem Arzt und/oder

Apotheker. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis mittelschwer und werden im Allgemeinen

verschwinden, wenn Ihre Behandlung für einige Tage unterbrochen wird.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Everolimus Zentiva aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“

bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt

bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Everolimus Zentiva enthält

Der Wirkstoff ist: Everolimus. Jede Tablette enthält 5 mg Everolimus.

Die sonstigen Bestandteile sind: Butylhydroxytoluol (Ph.Eur.) (E 321), Hypromellose (E 464),

Lactose, Lactose-Monohydrat, Crospovidon Typ A (E 1202) und Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

(E 470b).

Wie Everolimus Zentiva aussieht und Inhalt der Packung

Everolimus Zentiva 5 mg Tabletten sind weiße bis gebrochen weiße, ovale und bikonvexe Tabletten (ca.

13 × 6 mm), geprägt auf einer Seite mit E9VS 5

Everolimus Zentiva 5 mg ist in Packungen zu 30 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Zentiva Pharma GmbH

65927 Frankfurt am Main

Telefon: (01 80) 2 02 00 10

Telefax: (01 80) 2 02 00 11

Hersteller

0,06 €/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 €/min (Mobilfunk).

Synthon Hispania, S.L.

C/ Castelló no1, Pol. Las Salinas, Sant Boi de Llobregat

08830 Barcelona

Spanien

oder

Synthon BV

Microweg 22

6545 CM Nijmegen

Niederlande

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den

folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Everolimus Zentiva in Deutschland, der Niederlande und Frankreich

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2019.

Verschreibungspflichtig.

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Everolimus Zentiva 2

,

5 mg Tabletten

Everolimus Zentiva 5 mg Tabletten

Everolimus Zentiva 10 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Everolimus Zentiva 2,5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 2,5 mg Everolimus.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 74,3 mg Lactose.

Everolimus Zentiva 5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 5 mg Everolimus.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 148,5 mg Lactose.

Everolimus Zentiva 10 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Everolimus.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 297,0 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette.

Everolimus Zentiva 2,5 mg Tabletten

Weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe Tabletten (ca. 10 × 5 mm), geprägt auf der einen

Seite mit E9VS und auf der anderen Seite mit 2,5.

Everolimus Zentiva 5 mg Tabletten

Weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe Tabletten (ca. 13 × 6 mm), geprägt auf einer Seite

mit E9VS 5.

Everolimus Zentiva 10 mg Tabletten

Weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe Tabletten (ca. 16 × 8 mm), geprägt auf einer Seite

mit E9VS 10.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hormonrezeptor-positives, fortgeschrittenes Mammakarzinom

Everolimus Zentiva wird in Kombination mit Exemestan zur Therapie des Hormonrezeptor-

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

positiven, HER2/neu-negativen, fortgeschrittenen Mammakarzinoms bei postmenopausalen

Frauen ohne symptomatische viszerale Metastasierung angewendet, nachdem es zu einem

Rezidiv oder einer Progression nach einem nicht steroidalen Aromataseinhibitor gekommen ist.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Everolimus Zentiva sollte von einem Arzt eingeleitet und überwacht

werden, der Erfahrung in der Anwendung von Krebstherapien besitzt.

Dosierung

Für die unterschiedlichen Dosierungsschemata ist Everolimus Zentiva als 2,5 mg, 5 mg und

10 mg Tabletten verfügbar.

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg Everolimus einmal täglich. Die Behandlung sollte

fortgesetzt werden, solange ein klinischer Nutzen beobachtet wird oder bis inakzeptable toxische

Nebenwirkungen auftreten.

Wenn eine Dosis versäumt wurde, soll der Patient die Einnahme nicht nachholen, sondern die

nächste vorgeschriebene Dosis wie gewohnt einnehmen.

Dosisanpassung bei Nebenwirkungen

Die Therapie von schwerwiegenden und/oder inakzeptablen vermuteten Nebenwirkungen kann

eine Reduktion der Dosis und/oder zeitweilige Unterbrechung der Everolimus-Zentiva-Therapie

erfordern. Bei Nebenwirkungen mit Schweregrad 1 ist üblicherweise keine Dosisanpassung

erforderlich. Sollte eine Dosisreduktion notwendig sein, beträgt die empfohlene tägliche Dosis

5 mg und darf nicht niedriger als 5 mg täglich sein.

Tabelle 1 fasst die Empfehlungen zu Dosisanpassungen bei bestimmten Nebenwirkungen

zusammen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Tabelle 1

Empfehlungen zu Dosisanpassungen von Everolimus Zentiva

Nebenwirkung

Schweregrad

1

Dosisanpassungen von Everolimus Zentiva

Nicht infektiöse

Pneumonitis

Grad 2

Eine Behandlungsunterbrechung bis zur

Rückbildung der Symptome auf ≤ Grad 1 ist zu

erwägen.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Falls es innerhalb von 4 Wochen zu keiner

Rückbildung kommt, ist die Behandlung

abzubrechen.

Grad 3

Behandlungsunterbrechung bis zur Rückbildung der

Symptome auf ≤ Grad 1.

Eine erneute Gabe von 5 mg täglich ist zu erwägen.

Wenn erneut Toxizität mit Grad 3 auftritt, ist ein

Abbruch in Erwägung zu ziehen.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Stomatitis

Grad 2

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 1.

Erneute Gabe in gleicher Dosierung.

Wenn erneut eine Stomatitis 2. Grades auftritt, ist

die Behandlung bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 1

zu unterbrechen. Erneute Behandlung mit 5 mg

täglich.

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

Nebenwirkung

Schweregrad

1

Dosisanpassungen von Everolimus Zentiva

bis zur Erholung auf ≤ Grad 1.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Andere

nicht

hämatologische

Toxizitäten

(ausgenommen

Stoffwechsel-

ereignisse)

Grad 2

Bei tolerierbarer Toxizität ist keine Dosisanpassung

erforderlich.

Wenn die Toxizität nicht mehr tolerierbar ist, muss

eine vorübergehende Unterbrechung der

Behandlung bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 1

erfolgen. Erneute Gabe in gleicher Dosierung.

Wenn die Toxizität erneut in Grad 2 auftritt, ist die

Behandlung bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 1 zu

unterbrechen. Erneute Behandlung mit 5 mg

täglich.

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 1.

Eine erneute Behandlung mit täglich 5 mg ist in

Erwägung zu ziehen. Wenn erneut Toxizität mit

Grad 3 auftritt, ist ein Abbruch in Erwägung zu

ziehen.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Stoffwechsel-

ereignisse (z. B.

Hyperglykämie,

Dyslipidämie)

Grad 2

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Thrombozytopenie

Grad 2

(< 75, ≥ 50 × 10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 1 (≥ 75 × 10

/l).

Erneute Gabe in gleicher Dosierung.

Grad 3 und 4

(< 50 × 10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 1 (≥ 75 × 10

/l).

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Neutropenie

Grad 2

(≥ 1 × 10

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Grad 3

(< 1, ≥ 0,5 × 10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 2 (≥ 1 × 10

/l).

Erneute Gabe in gleicher Dosierung.

Grad 4

(< 0,5 × 10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 2 (≥ 1 × 10

/l).

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Febrile

Neutropenie

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 2 (≥ 1,25 × 10

und kein Fieber. Erneute Behandlung mit 5 mg

täglich.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Schweregrad entsprechend der „Common Terminology Criteria for Adverse Events

(CTCAE)

v3.0” des National Cancer Institutes (NCI).

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

Eingeschränkte Leberfunktion

Leichte Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A) – die empfohlene Dosis beträgt 7,5 mg

täglich.

Mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh B) – die empfohlene Dosis beträgt

5 mg täglich.

Schwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh C) – Everolimus Zentiva wird nur

empfohlen, wenn der erwünschte Nutzen gegenüber dem Risiko überwiegt. In diesem Fall

darf eine Dosis von 2,5 mg täglich nicht überschritten werden.

Dosisanpassungen sind durchzuführen, wenn sich der Leberstatus (Child-Pugh) des

Patienten während der Behandlung ändert (siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Everolimus Zentiva bei Kindern und Jugendlichen im Alter

von 0 bis 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Everolimus Zentiva sollte einmal täglich immer zur gleichen Tageszeit und dann immer

entweder während oder außerhalb der Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2).

Die Everolimus-Zentiva-Tabletten sollten im Ganzen mit einem Glas Wasser geschluckt werden.

Die Tabletten dürfen nicht zerkaut oder zerstoßen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Rapamycin-Derivate oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nicht infektiöse Pneumonitis

Bei der nicht infektiösen Pneumonitis handelt es sich um einen Klasseneffekt der Rapamycin-

Derivate, einschließlich Everolimus. Fälle von nicht infektiöser Pneumonitis (einschließlich

interstitieller Lungenerkrankung) wurden bei Patienten unter Everolimus Zentiva häufig berichtet

(siehe Abschnitt 4.8). Einige Krankheitsfälle waren schwerwiegend und verliefen vereinzelt

tödlich. Die Diagnose einer nicht infektiösen Pneumonitis sollte bei Patienten in Betracht gezogen

werden, die unspezifische respiratorische Anzeichen und Symptome wie Hypoxie, Pleuraerguss,

Husten oder Dyspnoe zeigen, und bei welchen infektiöse, neoplastische oder andere nicht

medizinische Ursachen durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen wurden.

Opportunistische Infektionen, wie eine

Pneumocystis

jirovecii

(carinii-)

Pneumonie (PJP, PCP),

sollten in der Differenzialdiagnose einer nicht infektiösen Pneumonitis ausgeschlossen werden

(siehe nachfolgend unter „Infektionen“). Die Patienten sollten angewiesen werden, alle neu

auftretenden oder sich verschlechternden respiratorischen Symptome unverzüglich zu melden.

Bei Patienten, die radiologisch sichtbare Veränderungen entwickeln, welche auf eine nicht

infektiöse Pneumonitis hindeuten, jedoch wenige oder keine Symptome zeigen, kann die

Behandlung mit Everolimus Zentiva ohne Dosisänderung fortgesetzt werden. Wenn mäßige

(Grad 2) oder schwere (Grad 3) Symptome auftreten, kann der Einsatz von Kortikosteroiden

angezeigt sein, bis die klinischen Symptome verschwinden.

Bei Patienten, die Kortikosteroide zur Behandlung einer nicht infektiösen Pneumonitis

benötigen, kann eine Prophylaxe gegen eine

Pneumocystis

jirovecii

(carinii-)

Pneumonie (PJP,

PCP) in Betracht gezogen werden.

Infektionen

Everolimus hat immunsuppressive Eigenschaften und kann bei prädisponierten Patienten

bakterielle, Pilz-, virale oder Protozoen-Infektionen, einschließlich Infektionen mit

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

opportunistischen pathogenen Keimen, begünstigen (siehe Abschnitt 4.8). Lokale und

systemische Infektionen, z. B. Pneumonie, andere bakterielle Infektionen, invasive

Pilzinfektionen wie Aspergillose, Candidiasis oder

Pneumocystis

jirovecii

(carinii)

-Pneumonie

(PJP, PCP) und virale Infektionen, einschließlich der Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus, sind

bei Patienten unter Everolimus Zentiva beschrieben worden. Einige dieser Infektionen waren

schwerwiegend (z. B. bis hin zu Sepsis, respiratorischer oder Leberinsuffizienz) und verliefen

vereinzelt tödlich.

Ärzte und Patienten sollten über das erhöhte Infektionsrisiko während einer Therapie mit

Everolimus Zentiva informiert sein. Vorbestehende Infektionen sollten angemessen behandelt

und vollkommen abgeheilt sein, bevor die Behandlung mit Everolimus Zentiva begonnen wird.

Während der Einnahme von Everolimus Zentiva ist aufmerksam auf Anzeichen einer Infektion

zu achten. Wenn eine Infektion diagnostiziert wird, ist umgehend mit einer entsprechenden

Behandlung zu beginnen und eine Unterbrechung oder Beendigung der Behandlung mit

Everolimus Zentiva zu erwägen.

Wenn eine invasive systemische Pilzinfektion diagnostiziert wird, ist die Everolimus-Zentiva-

Behandlung sofort und endgültig abzubrechen und der Patient mit einer entsprechenden

antimykotischen Therapie zu behandeln.

Bei Patienten, die Everolimus erhielten, wurden Fälle von

Pneumocystis

jirovecii

(carinii-

)

Pneumonie (PJP, PCP), einige mit tödlichem Ausgang, berichtet. PJP/PCP kann mit der

gleichzeitigen Anwendung von Kortikosteroiden oder anderen Immunsuppressiva verbunden

sein. Eine Prophylaxe gegen PJP/PCP sollte in Erwägung gezogen werden, falls gleichzeitig

Kortikosteroide oder andere Immunsuppressiva benötigt werden.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich durch Symptome wie Anaphylaxie, Atemnot,

Hitzewallungen, Schmerzen in der Brust oder Angioödeme (z. B. Anschwellen der Atemwege

oder der Zunge mit oder ohne Verschlechterung der Atemfunktion) äußern, aber nicht darauf

beschränkt sind, wurden im Zusammenhang mit Everolimus beobachtet (siehe Abschnitt 4.3).

Gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmern

Bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer (z. B. Ramipril) einnehmen, kann ein erhöhtes

Risiko für Angioödeme (z. B. Anschwellen der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne

Verschlechterung der Atemfunktion) bestehen (siehe Abschnitt 4.5).

Stomatitis

Stomatitis, einschließlich Mundulzerationen und oraler Mukositis, ist die am häufigsten

berichtete Nebenwirkung bei Patienten unter Everolimus (siehe Abschnitt 4.8). Eine Stomatitis

tritt meistens innerhalb der ersten 8 Behandlungswochen auf. Eine einarmige Studie an

postmenopausalen Frauen mit Brustkrebs, die mit Everolimus und Exemestan behandelt

wurden, deutet darauf hin, dass eine alkoholfreie, orale, kortikosteroidhaltige Lösung, gegeben

während der ersten 8 Behandlungswochen als Mundspülung, die Häufigkeit und den

Schweregrad einer Stomatitis verringern kann (siehe Abschnitt 5.1). Das Management einer

Stomatitis kann daher die prophylaktische und/oder therapeutische Anwendung topischer

Arzneimittel, wie alkoholfreier, oraler, kortikosteroidhaltiger Lösungen als Mundspülung,

beinhalten. Produkte, die Alkohol, Wasserstoffperoxid, Jod oder Thymianverbindungen

enthalten, sollten allerdings vermieden werden, da sie den Zustand verschlechtern können. Eine

Überwachung hinsichtlich Pilzinfektionen und deren Behandlung wird vor allem bei Patienten,

die mit Steroiden behandelt werden, empfohlen. Antimykotika sollten nur eingesetzt werden,

wenn eine Pilzinfektion diagnostiziert worden ist (siehe Abschnitt 4.5).

Fälle von Nierenversagen

Bei mit Everolimus behandelten Patienten wurden Fälle von Nierenversagen (einschließlich

akutem Nierenversagen) beobachtet, einige mit letalem Ausgang (siehe Abschnitt 4.8). Die

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

Nierenfunktion sollte überwacht werden, vor allem, wenn die Patienten zusätzliche

Risikofaktoren haben, die die Nierenfunktion weiter verschlechtern könnten.

Labortests und Überwachung

Nierenfunktion

Es wurde über einen meist geringfügigen Anstieg des Serumkreatinins und über Proteinurie

berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die Überwachung der Nierenfunktion, einschließlich Messungen

von Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN), Protein im Urin oder Serumkreatinin, wird vor

Behandlungsbeginn mit Everolimus Zentiva und danach in regelmäßigen Intervallen empfohlen.

Serumglukose

Es wurde über Hyperglykämie berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Eine Überwachung der

Nüchternglukose vor Behandlungsbeginn mit Everolimus Zentiva und danach in regelmäßigen

Intervallen wird empfohlen. Eine häufigere Kontrolle wird empfohlen, wenn Everolimus

Zentiva gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, die eine Hyperglykämie

verursachen könnten. Wenn möglich, sollte vor Behandlungsbeginn mit Everolimus Zentiva

eine optimale glykämische Kontrolle erreicht werden.

Serumlipide

Es wurde über Dyslipidämie (einschließlich Hypercholesterinämie und Hypertriglyzeridämie)

berichtet. Es wird sowohl die Überwachung von Cholesterin und der Triglyzeride im Blut vor

Behandlungsbeginn mit Everolimus Zentiva und danach in regelmäßigen Intervallen als auch

die Behandlung mit einer angemessenen medikamentösen Therapie empfohlen.

Hämatologische Parameter

Es kam zu einer Abnahme von Hämoglobin, Lymphozyten, neutrophilen Granulozyten und

Thrombozyten (siehe Abschnitt 4.8). Eine Kontrolle des Differentialblutbildes vor

Behandlungsbeginn mit Everolimus Zentiva und danach in regelmäßigen Intervallen wird

empfohlen.

Funktionelle Karzinoide

In einer randomisierten, doppelblinden, multizentrischen Studie bei Patienten mit funktionellen

Karzinoiden wurde Everolimus plus Depot-Octreotid mit Placebo plus Depot-Octreotid

verglichen. Die Studie erreichte nicht ihren primären Wirksamkeitsendpunkt (progressionsfreies

Überleben [PFS]), und die Interimsanalyse zum Gesamtüberleben (overall survival, OS)

favorisierte numerisch den Arm mit Placebo plus Depot-Octreotid. Daher sind die Sicherheit

und Wirksamkeit von Everolimus bei Patienten mit funktionellen Karzinoiden nicht erwiesen.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Gabe von Inhibitoren und Induktoren von CYP3A4 und/oder des

Multidrug-

Resistance-Proteins

p-Glycoprotein (p-GP) sollte vermieden werden. Wenn die gleichzeitige

Gabe eines

moderaten

CYP3A4- und/oder p-GP-Inhibitors oder -Induktors nicht vermieden

werden kann, kann eine Dosisanpassung von Everolimus Zentiva auf der Grundlage der

vorausberechneten AUC erwogen werden (siehe Abschnitt 4.5).

Die gleichzeitige Behandlung mit

starken

CYP3A4-Inhibitoren führt zu drastisch erhöhten

Plasmakonzentrationen von Everolimus (siehe Abschnitt 4.5). Zurzeit gibt es keine ausreichenden

Daten, die in dieser Situation Dosierungsempfehlungen erlauben würden. Die gleichzeitige

Behandlung mit Everolimus Zentiva und

starken

Inhibitoren wird daher nicht empfohlen.

Wegen der Möglichkeit von Wechselwirkungen sollte Everolimus Zentiva nur mit Vorsicht

zusammen mit oral gegebenen CYP3A4-Substraten mit einer engen therapeutischen Breite

angewendet werden. Wenn Everolimus Zentiva zusammen mit oral verabreichten CYP3A4-

Substraten mit einer engen therapeutischen Breite (wie z. B. Pimozid, Terfenadin, Astemizol,

Cisaprid, Chinidin oder Ergotalkaloid-Derivaten) gegeben wird, sollte der Patient hinsichtlich der

Nebenwirkungen überwacht werden, die in der Produktinformation der oral gegebenen CYP3A4-

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

Substrate beschrieben sind (siehe Abschnitt 4.5).

Eingeschränkte Leberfunktion

Die Exposition gegenüber Everolimus war bei Patienten mit leichten (Child-Pugh A),

mittelschweren (Child-Pugh B) und schweren (Child-Pugh C) Leberfunktionsstörungen erhöht

(siehe Abschnitt 5.2).

Everolimus Zentiva wird nur für die Anwendung bei Patienten mit schweren

Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh C) empfohlen, wenn der erwünschte Nutzen gegenüber

dem Risiko überwiegt (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Derzeit sind keine klinischen Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit verfügbar, die eine

Empfehlung für Dosisanpassungen beim Auftreten von Nebenwirkungen bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion unterstützen.

Impfungen

Der Einsatz von Lebendimpfstoffen sollte während der Behandlung mit Everolimus Zentiva

vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5).

Komplikationen bei der Wundheilung

Eine verzögerte Wundheilung ist ein Klasseneffekt von Rapamycin-Derivaten, einschließlich

Everolimus. Daher ist perioperativ Vorsicht bei der Anwendung von Everolimus Zentiva geboten.

Warnhinweise zum sonstigen Bestandteil Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Everolimus ist ein CYP3A4-Substrat und außerdem ein Substrat und mäßiger Inhibitor des p-GP.

Deshalb kann die Absorption und anschließende Elimination von Everolimus durch Produkte

beeinflusst werden, die auf CYP3A4 und/oder p-GP wirken.

In vitro

wirkt Everolimus als

kompetitiver Inhibitor von CYP3A4 und als gemischter Inhibitor von CYP2D6.

In Tabelle 2 sind bekannte und theoretische Wechselwirkungen mit ausgewählten CYP3A4- und

p-GP-Inhibitoren und -Induktoren gelistet.

CYP3A4- und p-GP-Inhibitoren, die die Blutkonzentrationen von Everolimus erhöhen

Substanzen, die CYP3A4- oder p-GP-Inhibitoren sind, können durch Reduktion des

Metabolismus oder den Efflux von Everolimus aus intestinalen Zellen die Blutkonzentrationen

von Everolimus erhöhen.

CYP3A4- und p-GP-Induktoren, die die Blutkonzentrationen von Everolimus vermindern

Substanzen, die CYP3A4- oder p-GP-Induktoren sind, können die Blutkonzentrationen von

Everolimus durch Erhöhung des Metabolismus oder des Effluxes von Everolimus aus intestinalen

Zellen vermindern.

Tabelle 2

Wirkungen von anderen Wirkstoffen auf Everolimus

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

Wirkstoff nach

Wechselwirkung

Wechselwirkung –

Änderung der

AUC/C

max

von

Everolimus

Geometrisches

Durchschnittsverhältnis

(beobachteter Bereich)

Empfehlungen bezüglich gleichzeitiger

Gabe

Starke CYP3A4-/p-GP-Inhibitoren

Ketoconazol

AUC ↑15,3-fach

(Bereich 11,2-22,5)

↑4,1-fach

(Bereich 2,6-7,0)

Die gleichzeitige Behandlung mit

Everolimus Zentiva und starken Inhibitoren

wird nicht empfohlen.

Itraconazol,

Posaconazol,

Voriconazol

Nicht untersucht. Starker

Anstieg der Everolimus-

Blutkonzentration wird

erwartet.

Telithromycin,

Clarithromycin

Nefazodon

Ritonavir,

Atazanavir,

Saquinavir,

Darunavir, Indinavir,

Nelfinavir

Moderate CYP3A4-/p-GP-Inhibitoren

Erythromycin

AUC ↑4,4-fach

(Bereich 2,0-12,6)

↑2,0-fach

(Bereich 0,9-3,5)

Vorsicht ist geboten, wenn die

gleichzeitige Gabe von moderaten

CYP3A4- oder p-GP-Inhibitoren nicht

vermieden werden kann. Wenn Patienten

die gleichzeitige Gabe eines moderaten

CYP3A4- oder p-GP-Inhibitors

benötigen, kann eine Dosisreduktion auf

5 mg oder 2,5 mg täglich erwogen

werden. Es gibt jedoch keine klinischen

Daten zu dieser Dosisanpassung. Wegen

der interindividuellen Schwankungen

sind die empfohlenen Dosisanpassungen

möglicherweise nicht für alle Patienten

optimal. Daher wird eine enge

Überwachung der Nebenwirkungen

empfohlen. Wenn der moderate Inhibitor

abgesetzt wird, ist eine Auswaschphase

von mindestens 2 bis 3 Tagen zu

erwägen (durchschnittliche

Eliminationszeit für die am häufigsten

verwendeten moderaten Inhibitoren),

bevor Everolimus Zentiva wieder in der

gleichen Dosierung gegeben wird wie vor

der gleichzeitigen Behandlung.

Imatinib

AUC ↑3,7-fach

↑ 2,2-fach

Verapamil

AUC ↑3,5-fach

(Bereich 2,2-6,3)

↑2,3-fach

(Bereich 1,3-3,8)

Orales Ciclosporin

AUC ↑2,7-fach

(Bereich 1,5-4,7)

↑1,8-fach

(Bereich 1,3-2,6)

Fluconazol

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet.

Diltiazem

Dronedaron

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet.

Amprenavir,

Fosamprenavir

Nicht untersucht.

Erhöhte Exposition

erwartet.

Grapefruitsaft oder

andere Lebensmittel,

die CYP3A4/p-GP

beeinflussen

Nicht untersucht.

Erhöhte Exposition

erwartet (Die Wirkung

variiert stark).

Die Kombination sollte vermieden

werden.

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

Starke und moderate CYP3A4-Induktoren

Rifampicin

AUC ↓63 %

(Bereich 0-80 %)

↓58 %

(Bereich 10-70 %)

Die gleichzeitige Gabe von starken

CYP3A4-Induktoren sollte vermieden

werden. Wenn Patienten die gleichzeitige

Gabe eines starken CYP3A4-Induktors

benötigen, sollte eine Dosiserhöhung von

Everolimus Zentiva von 10 mg/Tag auf

bis zu 20 mg/Tag in Einzelschritten von

5 mg oder weniger, gegeben an den

Tagen 4 und 8 nach erstmaliger Gabe des

Induktors, erwogen werden. Diese Dosis

von Everolimus Zentiva ist berechnet im

Hinblick auf die Anpassung der AUC an

den Bereich, der ohne Induktoren

beobachtet wurde. Es gibt jedoch keine

klinischen Daten zu dieser

Dosisanpassung. Wenn die Behandlung

mit dem Induktor abgesetzt wird, ist eine

Auswaschphase von mindestens 3 bis

5 Tagen zu erwägen (ausreichende Zeit

für eine signifikante De-Induktion der

Enzyme), bevor Everolimus Zentiva

wieder in der gleichen Dosierung

gegeben wird wie vor der gleichzeitigen

Behandlung.

Dexamethason

Nicht untersucht.

Verminderte Exposition

erwartet.

Carbamazepin,

Phenobarbital,

Phenytoin

Nicht untersucht.

Verminderte Exposition

erwartet.

Efavirenz, Nevirapin

Nicht untersucht.

Verminderte Exposition

erwartet.

Johanniskraut

(Hypericum perforatum)

Nicht untersucht. Stark

verminderte Exposition

erwartet.

Arzneimittel, die Johanniskraut

enthalten, sollten während der

Behandlung mit Everolimus nicht

angewendet werden.

Substanzen, deren Plasmakonzentrationen durch Everolimus verändert werden können

Basierend auf

In-vitro

-Ergebnissen lassen die systemischen Konzentrationen, die nach täglicher

oraler Gabe von 10 mg beobachtet wurden, die Inhibierung von p-GP, CYP3A4 und CYP2D6

unwahrscheinlich erscheinen. Jedoch kann die Inhibierung von CYP3A4 und p-GP im Darm

nicht ausgeschlossen werden. Eine Studie zu Wechselwirkungen bei Gesunden zeigte, dass die

gleichzeitige Gabe einer oralen Midazolam-Dosis, einem empfindlichen CYP3A-Substrat, mit

Everolimus zu einer Zunahme der C

von Midazolam um 25 % und der AUC

(0-inf)

Midazolam um 30 % führte. Diese Wirkung ist wahrscheinlich auf die Hemmung von

intestinalem CYP3A4 durch Everolimus zurückzuführen. Daher könnte Everolimus die

Bioverfügbarkeit von gleichzeitig gegebenen oralen CYP3A4-Substraten beeinflussen.

Ein klinisch relevanter Effekt auf die Exposition von systemisch gegebenen CYP3A4-Substraten

ist jedoch nicht zu erwarten (siehe Abschnitt 4.4).

Die gleichzeitige Gabe von Everolimus und Depot-Octreotid führte zu einem Anstieg der C

von Octreotid mit einem Quotient des geometrischen Mittels (Everolimus/Placebo) von 1,47.

Eine klinisch relevante Auswirkung hiervon auf die Wirksamkeit von Everolimus bei Patienten

mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren konnte nicht gezeigt werden.

Die gleichzeitige Gabe von Everolimus und Exemestan führte zu einer Erhöhung von C

von Exemestan um 45 % bzw. 64 %. Die entsprechenden Östradiolspiegel waren jedoch im

Steady State (4 Wochen) in den beiden Behandlungsarmen nicht unterschiedlich. Eine Zunahme

der unerwünschten Ereignisse von Exemestan wurde bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-

positivem, fortgeschrittenem Mammakarzinom unter der Kombinationstherapie nicht beobachtet.

Es ist unwahrscheinlich, dass der Anstieg der Exemestanspiegel einen Einfluss auf die

Everolimus Zentiva

Filmtabletten

Wirksamkeit oder Sicherheit hat.

Gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmern

Bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer (z. B. Ramipril) einnehmen, kann ein erhöhtes

Risiko für Angioödeme bestehen (siehe Abschnitt 4.4).

Impfungen

Während der Behandlung mit Everolimus Zentiva ist die Immunreaktion auf die Impfung

möglicherweise beeinträchtigt und Impfungen können deshalb weniger wirksam sein. Der Einsatz

von Lebendimpfstoffen sollte während der Behandlung mit Everolimus Zentiva vermieden

werden (siehe Abschnitt 4.4). Beispiele für Lebendimpfstoffe sind: intranasal angewendete

Influenza-, Masern-, Mumps-, Röteln-, orale Polio-, BCG (Bacillus Calmette-Guérin)-,

Gelbfieber-, Varizellen- und Typhus-TY21a-Vakzine.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter/Kontrazeption bei Männern und Frauen

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und bis zu 8 Wochen nach der

Behandlung mit Everolimus eine äußerst zuverlässige Verhütungsmethode (z. B. nicht

östrogenhaltige hormonelle Methoden der Geburtenkontrolle, Kontrazeptiva auf Progesteron-

Basis, Hysterektomie, Tubenligatur, vollständige Abstinenz, Barriere-Methoden. [zum

Einnehmen, zur Injektion oder Implantation], intrauterine Methoden [IUD] und/oder Sterilisation

von Mann oder Frau) anwenden. Männlichen Patienten sollte nicht untersagt werden, Kinder zu

zeugen.

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten für die Verwendung von Everolimus bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität, einschließlich Embryo- und

Fetotoxizität, gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht

bekannt.

Die Anwendung von Everolimus während der Schwangerschaft und bei gebärfähigen Frauen, die

keine Verhütungsmethode anwenden, wird nicht empfohlen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Everolimus beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden wird. Im

Tierexperiment gingen Everolimus und/oder seine Metaboliten jedoch leicht in die Milch

laktierender Ratten über (siehe Abschnitt 5.3). Deshalb sollten Frauen, die Everolimus

einnehmen, während der Behandlung und 2 Wochen nach Einnahme der letzten Dosis nicht

stillen.

Fertilität

Das Potenzial von Everolimus, bei männlichen und weiblichen Patienten zu Unfruchtbarkeit zu

führen, ist nicht bekannt, allerdings wurde bei weiblichen Patienten Amenorrhö (sekundäre

Amenorrhö und andere Menstruationsunregelmäßigkeiten) und damit verbunden eine Störung des

Gleichgewichts von luteinisierendem Hormon (LH)/follikelstimulierendem Hormon (FSH)

beobachtet. Basierend auf präklinischen Ergebnissen könnte es bei der Behandlung mit

Everolimus zu einer Einschränkung der männlichen und weiblichen Fertilität kommen (siehe

Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Everolimus Zentiva kann einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Patienten sind darauf hinzuweisen, bei der

Teilnahme am Straßenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen vorsichtig zu sein, wenn

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