DORMICUM "Roche" 5 mg/5 ml - Injektionslösung

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
MIDAZOLAM
Verfügbar ab:
Roche Austria GmbH
ATC-Code:
N05CD08
INN (Internationale Bezeichnung):
MIDAZOLAM
Einheiten im Paket:
10 x 5 ml Ampullen, Laufzeit: 60 Monate 1 x 5 ml Ampullen, Laufzeit: 60 Monate 5 x 5 ml Ampullen, Laufzeit: 60 Monate 6 x 5 ml A
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Therapiegruppe:
Midazolam
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-18809
Berechtigungsdatum:
1989-11-23

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16. März 2018

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Dormicum "Roche" 5 mg/5 ml – Injektionslösung

Dormicum "Roche" 5 mg/1 ml – Injektionslösung

Dormicum "Roche" 50 mg/10 ml – Injektionslösung

Wirkstoff: Midazolam

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor mit der Anwendung dieses

Arzneimittels begonnen wird.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder an das Pflegepersonal.

Wenn

eine

aufgeführten

Nebenwirkungen

erheblich

beeinträchtigt

oder

Nebenwirkungen

bemerken,

nicht

dieser

Gebrauchsinformation

angegeben

sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder das Pflegepersonal.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Dormicum und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Dormicum beachten?

Wie wird Dormicum angewendet?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Dormicum aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

Was ist Dormicum und wofür wird es angewendet?

Dormicum enthält einen Wirkstoff mit dem Namen Midazolam. Dieser Wirkstoff gehört zu einer

Arzneimittelgruppe mit dem Namen Benzodiazepine.

Dormicum lässt Sie rasch schläfrig werden oder einschlafen. Außerdem beruhigt es und löst Ihre

Muskelspannungen.

Dormicum wird bei Erwachsenen angewendet:

als allgemeines Narkosemittel zum Einschlafen oder zur Aufrechterhaltung des Schlafes.

Dormicum wird außerdem bei Erwachsenen und Kindern angewendet:

Herbeiführung

eines

Gefühls

Ruhe

Schläfrigkeit

Intensivstationen.

Dieser

Vorgang wird „Sedierung“ genannt,

vor und während einer medizinischen Untersuchung oder eines Eingriffs. Die Patienten bleiben

dabei wach, fühlen sich jedoch ruhig und schläfrig. Dieser Vorgang wird „Analgosedierung“

genannt,

Herbeiführung

eines

Gefühls

Ruhe

Schläfrigkeit

Verabreichung

eines

Narkosemittels.

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16. März 2018

2.

Was müssen Sie vor der Anwendung von Dormicum beachten?

Dormicum darf nicht angewendet werden, wenn Sie

überempfindlich

(allergisch)

gegen

Midazolam

oder

einen

sonstigen

Bestandteile

Dormicum (aufgelistet im Abschnitt 6. „Weitere Informationen“) sind,

allergisch gegen andere Benzodiazepine sind, wie z.B. Diazepam oder Nitrazepam,

unter schwerer Atemschwäche leiden und Dormicum zur „Analgosedierung“ erhalten sollen.

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, darf Dormicum bei Ihnen nicht angewendet werden. Fragen

Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder das Pflegepersonal um Rat, wenn Sie

sich nicht sicher sind.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Dormicum ist erforderlich:

Beraten Sie sich vor der Anwendung von Dormicum mit Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal, wenn

über 60 Jahre alt sind,

anhaltende Erkrankungen der Atmung, der Nieren, der Leber oder des Herzens haben,

eine Erkrankung haben, aufgrund welcher Sie sich sehr schwach, abgeschlagen und energielos

fühlen,

einer

sogenannten

„Myasthenia

gravis“

erkrankt

sind

(einer

Krankheit,

durch

Muskelschwäche gekennzeichnet ist),

Atemaussetzer beim Schlafen haben (Schlafapnoe),

bereits von Alkohol abhängig waren,

bereits von Drogen abhängig waren.

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder Sie sich dessen unsicher sind, informieren Sie vor der

Anwendung von Dormicum Ihren Arzt oder das Pflegepersonal.

Wenn Ihr Kind dieses Arzneimittel erhalten soll

informieren Sie Ihren Arzt oder das Pflegepersonal, falls einer der oben genannten Punkte auf Ihr

Kind zutrifft.

Dies gilt insbesonders, wenn Ihr Kind eine Herzerkrankung oder Atemprobleme hat.

Bei Anwendung von Dormicum mit anderen Arzneimitteln

Bitte

informieren

Ihren

Arzt

oder

Pflegepersonal,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel und um pflanzliche Arzneimittel handelt.

Dies ist äußerst wichtig, da Dormicum die Wirkung einiger anderer Arzneimittel beeinflussen kann.

Ebenso können einige andere Arzneimittel die Wirkung von Dormicum beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder das Pflegepersonal insbesondere, wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen,

Schlafmittel,

Beruhigungsmittel (Sedativa),

Tranquilizer (hilft Ihnen bei Angstzuständen oder zu schlafen),

Carbamazepin oder Phenytoin (zur Behandlung von Anfällen),

Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose),

Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion mit dem Namen „Proteasehemmer“, wie z.B.

Saquinavir,

Antibiotika mit dem Namen „Makrolide“, wie z.B. Erythromycin oder Clarithromycin,

Arzneimittel

Behandlung

Pilzerkrankungen,

z.B.

Ketoconazol,

Voriconazol,

Fluconazol, Itraconazol oder Posaconazol,

starke Schmerzmittel,

Atorvastatin (zur Behandlung eines erhöhten Cholesterinspiegels),

Arzneimittel zur Behandlung von Allergien (Antihistaminika),

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Johanniskraut (ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen),

Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks mit dem Namen „Calciumkanalblocker“, wie

z.B. Diltiazem.

Wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel einnehmen oder Sie sich dessen unsicher sind,

informieren Sie vor der Anwendung von Dormicum Ihren Arzt oder das Pflegepersonal.

Alkohol

Trinken Sie keinen Alkohol, wenn Sie Dormicum erhalten haben, da Sie sich sonst sehr schläfrig

fühlen können oder Atembeschwerden auftreten können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Benachrichtigen Sie Ihren Arzt vor der Anwendung von Dormicum, wenn Sie schwanger sind oder

annehmen, schwanger zu sein. Ihr Arzt wird entscheiden, ob dieses Arzneimittel für Sie geeignet ist.

Nach Anwendung von Dormicum dürfen Sie 24 Stunden lang nicht stillen, da Midazolam in die

Muttermilch übergehen kann.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Nach der Anwendung von Dormicum dürfen Sie so lange kein Fahrzeug lenken oder eine

Maschine bedienen, bis Ihnen Ihr Arzt dies erlaubt.

Dies ist notwendig, da Dormicum Sie schläfrig oder vergesslich machen kann. Ebenso kann

Dormicum

Konzentrations-

Koordinationsvermögen

beeinträchtigen,

wodurch

Ihre

Fähigkeit Auto zu fahren oder zum Bedienen von Maschinen eingeschränkt wird.

Nach Ihrer Behandlung müssen Sie sich von einem Erwachsenen, der für Sie sorgen kann, nach

Hause begleiten lassen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Dormicum

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Ampulle, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie wird Dormicum angewendet?

Dormicum wird Ihnen von einem Arzt oder dem Pflegepersonal verabreicht werden. Die Anwendung

wird in einer Einrichtung erfolgen, die über die notwendige Ausstattung zu Ihrer Überwachung und

zur Behandlung von eventuellen Nebenwirkungen verfügt. Hierbei kann es sich um ein Krankenhaus,

eine Ambulanz oder eine Arztpraxis handeln. Insbesondere wird Ihre Atmung, Ihre Herzfunktion und

Ihr Kreislauf überwacht werden.

Dormicum wird nicht zur Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern unter 6 Monaten empfohlen.

In der Intensivpflege kann die Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern unter 6 Monaten jedoch

erfolgen, wenn der Arzt dies für notwendig erachtet.

Wie Dormicum angewendet wird

Dormicum wird Ihnen auf einem der folgenden Wege verabreicht:

durch langsames Einspritzen in eine Vene (intravenöse Injektion),

über einen Tropf in eine Ihrer Venen (intravenöse Infusion),

durch Einspritzen in einen Muskel (intramuskuläre Injektion),

in Ihren Mastdarm (rektal).

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16. März 2018

Wieviel Dormicum Ihnen gegeben wird

Die Dormicum Dosis ist von Patient zu Patient verschieden. Ihr Arzt wird die für Sie richtige Dosis

festlegen. Diese hängt von Ihrem Alter, Gewicht und allgemeinen Gesundheitszustand ab. Sie hängt

ebenfalls ab von der geplanten Behandlung, wie Sie auf das Arzneimittel ansprechen und ob Sie

gleichzeitig andere Arzneimittel erhalten.

Nachdem Dormicum verabreicht wurde

Nach Ihrer Behandlung müssen Sie sich von einem Erwachsenen, der für Sie sorgen kann, nach Hause

begleiten lassen. Dies ist notwendig, da Dormicum Sie schläfrig oder vergesslich machen kann.

Ebenso kann Dormicum Ihr Konzentrations- und Koordinationsvermögen beeinträchtigen.

Wenn Dormicum über einen längeren Zeitraum angewendet wird, wie z.B. in der Intensivpflege, kann

sich Ihr Organismus eventuell an das Arzneimittel gewöhnen. Dies bedeutet, dass die Wirkung

nachlassen kann.

Wenn Sie eine größere Menge von Dormicum erhalten haben, als Sie sollten

Dormicum

wird

Ihnen

einem

Arzt

oder

Pflegepersonal

verabreicht.

deshalb

unwahrscheinlich, dass Sie eine Überdosis erhalten. Wenn Sie jedoch versehentlich eine Überdosis

erhalten haben, könnten Sie Folgendes bemerken:

Schläfrigkeit sowie Verlust des natürlichen Zusammenspiels der Muskeln (Koordination) und der

Reflexe,

Sprachstörungen und ungewöhnliche Augenbewegungen,

erniedrigter Blutdruck. Hierdurch können Sie sich benommen oder schwindelig fühlen,

Verlangsamung

oder

Stillstand

Atmung

oder

Herzschlags

sowie

Bewusstlosigkeit

(Koma).

Bei Langzeitanwendung von Dormicum zur Sedierung in der Intensivpflege

Wenn Sie Dormicum über einen längeren Zeitraum zur Sedierung (medikamentösen Beruhigung –

eines Zustandes der Ruhe, der Schläfrigkeit oder des Schlafes) erhalten, kann Folgendes eintreten:

die Wirkung kann nachlassen,

können

diesem

Arzneimittel

abhängig

werden

Entzugserscheinungen

können

auftreten, wenn die Behandlung beendet wird (siehe „Wenn die Behandlung mit Dormicum

beendet wird“).

Wenn die Behandlung mit Dormicum beendet wird

Wenn Dormicum über einen längeren Zeitraum angewendet wird, z.B. in der Intensivpflege, können

beim Beenden der Behandlung Entzugserscheinungen auftreten. Diese umfassen:

Stimmungsschwankungen,

Krämpfe,

Kopfschmerzen,

Muskelschmerzen,

Schlafstörungen,

starke Unruhe (Angst), Anspannung, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit oder Gereiztheit,

sehen oder hören von Dingen, die nicht vorhanden sind (Halluzinationen).

Ihr Arzt wird die Dosis stufenweise verringern, um zu verhindern, dass Entzugserscheinungen bei

Ihnen auftreten.

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16. März 2018

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Dormicum Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel auftreten (Häufigkeit nicht bekannt;

diese ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Die Anwendung von Dormicum muss beendet werden und Sie müssen sich umgehend mit einem

Arzt in Verbindung setzen, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken. Diese

können lebensbedrohlich sein und Notfallmaßnahmen erfordern:

eine schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock). Die Anzeichen hierfür können einen

plötzlichen Hautausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht und ein Anschwellen des Gesichts, der

Lippen, der Zunge oder anderer Körperregionen umfassen (Angioödem). Es können ebenso

Kurzatmigkeit, Keuchen oder Atemnot auftreten;

Herzanfall (Herzstillstand). Die Anzeichen hierfür können Brustschmerzen sein;

Atemnot mit gelegentlichem Atemstillstand;

Muskelkrampf im Kehlkopf, der Würgen verursacht.

Lebensbedrohliche Nebenwirkungen treten mit höherer Wahrscheinlichkeit bei Erwachsenen über

60 Jahre

sowie

Patienten

auf,

bereits

Atem-

oder

Herzbeschwerden

haben.

Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Nebenwirkungen ist ebenfalls erhöht, wenn die Injektion

zu rasch oder in hoher Dosis erfolgt.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Nervensystem und mentale Probleme

verringerte Aufmerksamkeit,

Verwirrtheit,

übermäßiges Hochgefühl (Euphorie),

Veränderung des Sexualtriebes,

Müdigkeit, Schläfrigkeit, verlängerte Sedierung,

sehen und hören von Dingen, die nicht vorhanden sind (Halluzinationen),

Kopfschmerzen,

Schwindelgefühl,

Störungen des natürlichen Zusammenspiels der Muskeln (Koordinationsstörungen),

Krämpfe bei Früh- und Neugeborenen,

vorübergehende Erinnerungslücken. Die Dauer dieser Gedächtnisstörungen ist abhängig von der

Höhe

verabreichten

Dosis

Dormicum.

Gelegentlich

traten

länger

anhaltende

Gedächtnisstörungen auf.

Erregung, Ruhelosigkeit, Wutausbrüche oder Aggressionen. Es können auch Muskelkrämpfe oder

unkontrollierbares Muskelzucken (Tremor) auftreten. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten

dieser Nebenwirkungen ist höher, wenn Ihnen eine hohe Dosis Dormicum verabreicht wurde oder

wenn Dormicum zu schnell verabreicht wurde. Diese Nebenwirkungen zeigen sich eher bei

Kindern und älteren Menschen.

Sie sollten sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen, wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie von

dem Arzneimittel abhängig werden oder, dass es nicht mehr wirkt und Sie die Dosis erhöhen

müssen.

Herz und Kreislauf

Ohnmacht,

verlangsamte Herzschlagfolge,

Gesichts- und Nackenröte (Hitzewallungen),

niedriger Blutdruck, durch den Sie sich schwindelig oder benommen fühlen können.

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16. März 2018

Atmung

Schluckauf,

Kurzatmigkeit.

Mund, Magen und Darm

Mundtrockenheit,

Verstopfung,

Übelkeit und Erbrechen.

Haut

Juckreiz,

Ausschlag, einschließlich Nesselsucht,

Rötung, Schmerzen, Blutgerinnsel und Hautschwellungen an der Einstichstelle.

Allgemein

Allergische Reaktionen einschließlich Hautausschlag und Keuchen,

Entzugserscheinungen (siehe Abschnitt 3. „Wenn die Behandlung mit Dormicum beendet wird“).

Stürze

Knochenbrüche.

Risiko

hierfür

erhöht,

wenn

gleichzeitig

andere

Arzneimittel, die Schläfrigkeit auslösen (wie zum Beispiel Beruhigungs- oder Schlafmittel), oder

Alkohol einnehmen/anwenden.

Ältere Menschen

Ältere

Menschen

haben

nach

Anwendung

Benzodiazepin-Arzneimitteln,

z.B.

Dormicum ein erhöhtes Risiko für Stürze und Knochenbrüche.

Wahrscheinlichkeit

für

Auftreten

lebensbedrohlicher

Nebenwirkungen

Erwachsenen über 60 Jahre erhöht.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Dormicum aufzubewahren?

Ihr Arzt oder Apotheker ist für die Aufbewahrung von Dormicum und für die ordnungsgemäße

Entsorgung von nicht verwendetem Dormicum verantwortlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel bzw. auf dem Ampullenetikett nach

„Verwendbar bis“ bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Dormicum darf nicht verwendet werden, wenn Sie bemerken, dass die Ampulle oder der

Umkarton beschädigt ist.

Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

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16. März 2018

6.

Weitere Informationen

Was Dormicum enthält

Der Wirkstoff ist Midazolam (als Midazolamhydrochlorid).

Jede

Ampulle

5 ml

enthält

5 mg

Midazolam

(als

Midazolamhydrochlorid)

Injektionslösung.

Jede

Ampulle

1 ml

enthält

5 mg

Midazolam

(als

Midazolamhydrochlorid)

Injektionslösung.

Jede

Ampulle

10 ml

enthält

50 mg

Midazolam

(als

Midazolamhydrochlorid)

Injektionslösung.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Salzsäure, Natriumhydroxid und Wasser für

Injektionszwecke.

Wie Dormicum aussieht und Inhalt der Packung

Dormicum

farblose

Glasampullen

(kleine

Flasche)

abgefüllt.

eine

klare,

farblose

Flüssigkeit (Injektionslösung).

Die folgenden Packungsgrößen sind verfügbar:

Dormicum "Roche" 5 mg/5 ml - Injektionslösung : Packungen mit 1, 5, 6 oder 10 Ampullen

Dormicum "Roche“ 5 mg/1 ml - Injektionslösung: Packungen mit 1, 5, 6, 10 oder 25 Ampullen

Dormicum "Roche“ 50 mg/10 ml - Injektionslösung: Packungen mit 1, 5 oder 6 Ampullen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Roche Austria GmbH

Engelhorngasse 3

1211 Wien

Hersteller

Roche Pharma AG

Emil-Barell-Straße 1

79639 Grenzach-Wyhlen

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien,

Dänemark,

Deutschland,

Finnland,

Griechenland,

Island,

Luxemburg,

Niederlande,

Norwegen, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden: Dormicum

Frankreich: Hypnovel

Italien: Ipnovel

Z.Nr.:

1-18809 Dormicum "Roche" 5 mg/5 ml - Injektionslösung

1-18520 Dormicum "Roche" 5 mg/1 ml - Injektionslösung

1-19197 Dormicum "Roche" 50 mg/10 ml - Injektionslösung

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im März 2018.

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16. März 2018

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

(FACHINFORMATION)

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Dormicum "Roche" 5 mg/5 ml – Injektionslösung

Dormicum "Roche" 5 mg/1 ml – Injektionslösung

Dormicum "Roche" 50 mg/10 ml – Injektionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Dormicum 5 mg/5 ml:

Jeder ml enthält 1 mg Midazolam (als Midazolamhydrochlorid)

Eine Ampulle zu 5 ml enthält 5 mg Midazolam

Dormicum 5 mg/1 ml:

Jeder ml enthält 5 mg Midazolam (als Midazolamhydrochlorid)

Eine Ampulle zu 1 ml enthält 5 mg Midazolam

Eine Ampulle zu 10 ml enthält 50 mg Midazolam

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Ampulle, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“. Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung, Infusionslösung oder Lösung zur rektalen Anwendung

Klare, farblose Lösung

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Dormicum ist ein schlafinduzierendes Mittel mit kurzer Wirkungsdauer und folgenden Indikationen:

Bei Erwachsenen:

ANALGOSEDIERUNG vor und während diagnostischer oder therapeutischer Eingriffe mit

oder ohne Lokalanästhetika.

NARKOSE

- Prämedikation vor Narkoseeinleitung

- Narkoseeinleitung

- Sedierende Komponente einer Kombinationsnarkose

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16. März 2018

SEDIERUNG AUF DER INTENSIVSTATION

Bei Kindern:

ANALGOSEDIERUNG vor und während diagnostischer oder therapeutischer Eingriffe mit

oder ohne Lokalanästhetika.

NARKOSE

- Prämedikation vor Narkoseeinleitung

SEDIERUNG AUF DER INTENSIVSTATION

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

STANDARDDOSIERUNG

Midazolam ist ein stark wirksames Beruhigungsmittel, das einschleichende Dosierung und langsame

Anwendung

erfordert.

Eine

Dosistitrationsphase

sehr

empfehlen,

gewünschten

Sedierungsgrad entsprechend den klinischen Bedürfnissen, dem Allgemeinzustand, Alter und der

Begleitmedikation des Patienten zu erzielen. Die Dosis bei Patienten über 60 Jahre, bei Patienten mit

reduziertem Allgemeinzustand oder chronischer Erkrankung und bei Kindern und Jugendlichen sollte

vorsichtig und unter Berücksichtigung der Risikofaktoren für den einzelnen Patienten festgelegt

werden. In der folgenden Tabelle sind Standarddosierungen aufgeführt. Weitere Einzelheiten sind dem

Text im Anschluss an die Tabelle zu entnehmen.

Indikation

Erwachsene < 60 J.

Erwachsene

60 J.

/ Patienten mit red.

Allgemeinzustand

oder chron.

Erkrankung

Kinder und Jugendliche

Analgo-

sedierung

i.v.

Anfangsdosis:

2 - 2,5 mg

Titrationsdosis: 1 mg

Gesamtdosis:

3,5 - 7,5 mg

i.v.

Anfangsdosis: 0,5 -

1 mg

Titrationsdosis: 0,5 -

1 mg

Gesamtdosis:

<3,5 mg

i.v. bei Patienten 6 Mon. -

5 Jahre Anfangsdosis: 0,05 -

0,1 mg/kg

Gesamtdosis: <6 mg

i.v. bei Patienten 6 - 12 Jahre

Anfangsdosis:

0,025 - 0,05 mg/kg

Gesamtdosis: <10 mg

rektal >6 Mon.

0,3 - 0,5 mg/kg

i.m. 1 - 15 Jahre

0,05 - 0,15 mg/kg

Prämedikation

zur Narkose

i.v.

1 - 2 mg wiederholt

i.m.

0,07 - 0,1 mg/kg

i.v.

Anfangsdosis:

0,5 mg ggf.

einschleichende

Dosierung

i.m.

0,025 - 0,05 mg/kg

rektal >6 Mon.

0,3 - 0,5 mg/kg

i.m. 1 - 15 Jahre

0,08 - 0,2 mg/kg

Narkose-

einleitung

i.v.

0,15 - 0,2 mg/kg (0,3 -

0,35 ohne

Prämedikation)

i.v.

0,05 - 0,15 mg/kg

(0,15 - 0,3 ohne

Prämedikation)

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16. März 2018

Sedierende

Komponente

einer

Kombinations-

narkose

i.v.

Intermittierende

Dosierung mit 0,03 -

0,1 mg/kg oder

Dauerinfusion mit

0,03 - 0,1 mg/kg/h

i.v.

Dosierung niedriger

als bei Erwachsenen

<60 Jahre empfohlen

Sedierung auf

Intensivstation

i.v.

Bolusdosis: 0,03 - 0,3 mg/kg in Schritten von

1 - 2,5 mg

Erhaltungsdosis: 0,03 - 0,2 mg/kg/h

i.v. bei Neugeborenen mit

Gestationsalter

32 Wochen

0,03 mg/kg/h

i.v. bei Neugeborenen mit

Gestationsalter >32 Wochen

und Kinder bis 6 Mon.

0,06 mg/kg/h

i.v. bei Patienten >6 Mon.

Bolusdosis: 0,05 - 0,2 mg/kg

Erhaltungsdosis: 0,06 -

0,12 mg/kg/h

DOSIERUNG FÜR ANALGOSEDIERUNG

Für die Analgosedierung vor diagnostischen oder operativen Eingriffen wird Midazolam intravenös

angewendet. Die Dosierung muss individuell eingestellt und eingeschlichen werden, von einer raschen

Applikation oder einer einzigen Bolusinjektion ist abzusehen. Je nach Körperzustand des Patienten

und dem genauen Verabreichungsmodus (z.B. Injektionsgeschwindigkeit, verabreichte Menge) kann

der Eintritt der Sedierung individuell unterschiedlich erfolgen. Wenn erforderlich, können weitere

Dosen individuell nach Bedarf gegeben werden. Der Wirkungseintritt erfolgt etwa 2 Minuten nach der

Injektion. Die maximale Wirkung wird nach etwa 5 - 10 Minuten erreicht.

Erwachsene

i.v.

Injektion

Midazolam

sollte

langsam

einer

Geschwindigkeit

etwa

1 mg/30 Sekunden vorgenommen werden. Bei Erwachsenen unter 60 Jahren wird die Anfangsdosis

von 2 bis 2,5 mg 5 - 10 Minuten vor Beginn des Eingriffs injiziert. Je nach Bedarf können weitere 1-

mg-Dosen angewendet werden. Die Gesamtdosen betragen in der Regel im Mittel zwischen 3,5 bis

7,5 mg. Eine höhere Gesamtdosis als 5 mg ist normalerweise nicht erforderlich. Bei Erwachsenen über

60 Jahre sowie bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand oder chronischer Erkrankung muss die

Anfangsdosis auf 0,5 - 1,0 mg reduziert werden und 5 - 10 Minuten vor Beginn des Eingriffs erfolgen.

Je nach Bedarf können weitere 0,5- bis 1 mg-Dosen angewendet werden. Da bei diesen Patienten die

maximale Wirksamkeit möglicherweise nicht so schnell erreicht wird, sollte weiteres Midazolam nur

sehr langsam und sorgfältig appliziert werden. Eine höhere Gesamtdosis als 3,5 mg ist in der Regel

nicht erforderlich.

Kinder

Intravenöse Anwendung: Midazolam sollte langsam bis zum Eintreten der gewünschten klinischen

Wirkung gesteigert werden. Die Anfangsdosis Midazolam muss über einen Zeitraum von 2 bis

3 Minuten verabreicht werden. Eine Wartezeit von weiteren 2 bis 5 Minuten ist erforderlich, um die

sedierende

Wirkung

Einleitung

eines

Eingriffs

oder

einer

weiteren

Dosisgabe

ausreichend

einschätzen zu können. Ist eine weitere Sedierung erforderlich, so ist in kleinen Dosisschritten bis zur

Erreichung des gewünschten Sedierungsgrads fortzufahren. Säuglinge und Kleinkinder < 5 Jahren

benötigen möglicherweise wesentlich höhere Dosen (mg/kg) als ältere Kinder und Jugendliche.

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16. März 2018

Kinder < 6 Monate: Kinder unter 6 Monaten sind besonders anfällig für Atemwegsobstruktion

und Hypoventilation. Deshalb wird die Anwendung einer Analgosedierung bei Kindern unter

6 Monaten nicht empfohlen.

Kinder > 6

Monate und < 5 Jahre: Anfangsdosis 0,05 bis 0,1 mg/kg. Eine Gesamtdosis von bis

zu 0,6 mg/kg kann bis zur Erreichung des gewünschten Endpunktes erforderlich werden, die

Gesamtdosis sollte aber 6 mg insgesamt nicht überschreiten. Die höheren Dosierungen können

die Sedierung verlängern und das Risiko einer Hypoventilation bedingen.

Kinder 6 - 12 Jahre: Anfangsdosis 0,025 bis 0,05 mg/kg. Eine Gesamtdosis von bis zu 0,4 mg/kg

bis maximal 10 mg kann erforderlich werden. Mit höheren Dosierungen können eine verlängerte

Sedierung und das Risiko einer Hypoventilation verbunden sein.

Jugendliche 12 - 16 Jahre: Dosierung wie Erwachsene.

Rektale Anwendung: Die Gesamtdosis Midazolam liegt in der Regel zwischen 0,3 und 0,5 mg/kg. Die

rektale Anwendung der Ampullenlösung wird mit einem am Ende der Spritze befestigten Kunststoff-

applikator durchgeführt. Ist das zu applizierende Volumen zu gering, kann die Lösung mit Wasser auf

bis zu 10 ml aufgefüllt werden. Die gesamte Dosis wird auf einmal appliziert, mehrfache rektale

Gaben sind zu vermeiden. Die Anwendung bei Kindern bis zu 6 Monaten wird aufgrund mangelnder

Erfahrung mit dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Intramuskuläre Anwendung: Die verwendeten Dosen liegen zwischen 0,05 und 0,15 mg/kg. In der

Regel reicht eine Gesamtdosis bis zu 10,0 mg aus. Diese Anwendungsart ist nur in Ausnahmefällen zu

wählen. Der rektalen Anwendung ist der Vorzug zu geben, da die intramuskuläre Verabreichung

schmerzhaft für die Patienten ist.

Bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 15 kg darf die Konzentration der Midazolamlösung

1 mg/ml nicht überschreiten. Höhere Konzentrationen sind auf 1 mg/ml zu verdünnen.

DOSIERUNG BEI NARKOSE

PRÄMEDIKATION

Eine Prämedikation mit Midazolam kurz vor einem Eingriff führt zu einer Sedierung (Auslösen von

Schläfrigkeit oder Benommenheit und Angstlösung) sowie einer präoperativen Beeinträchtigung des

Erinnerungsvermögens. Die gleichzeitige Gabe von Midazolam und Anticholinergika ist möglich. In

diesem Fall ist Midazolam intravenös oder intramuskulär (tief in eine große Muskelmasse, 20 bis

60 Minuten vor Einleitung der Narkose) bzw. bei Kindern vorzugsweise rektal (siehe unten) zu

verabreichen.

Patienten

müssen

nach

Prämedikation

engmaschig

kontinuierlich

beobachtet

werden,

Empfindlichkeit

einzelner

Patienten

unterschiedlich

sein

kann

Symptome einer Überdosierung auftreten können.

Erwachsene

Zur präoperativen Sedierung und zur Abschwächung des Erinnerungsvermögens an präoperative

Ereignisse wird für körperlich stabile Erwachsene (ASA I/II) bis zu einem Alter von 60 Jahren eine

Dosis von 1 - 2 mg i.v. (intravenös) nach Bedarf wiederholt oder 0,07 - 0,1 mg/kg (intramuskulär)

empfohlen. Bei Erwachsenen über 60 Jahre sowie bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand

oder chronischer Erkrankung ist die Dosis zu reduzieren und individuell anzupassen. Die empfohlene

intravenöse Anfangsdosis beträgt 0,5 mg und ist nach Bedarf langsam zu steigern. Empfohlen wird

eine i.m. Dosis von 0,025 - 0,05 mg/kg. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Narkosemitteln muss

die Midazolamdosis reduziert werden. In der Regel beträgt die Dosis 2 bis 3 mg.

Pädiatrische Patienten

Neugeborene und Kinder bis zu 6 Monaten

Die Anwendung bei Kindern bis zu 6 Monaten wird aufgrund mangelnder Erfahrung mit dieser

Altersgruppe nicht empfohlen.

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16. März 2018

Kinder über 6 Monate

Rektale Anwendung: Die gesamte Midazolamdosis, die im Normalfall 0,3 bis 0,5 mg/kg beträgt, ist

15 - 30 Minuten

Einleitung

Narkose

verabreichen.

rektale

Applikation

Ampullenlösung wird mit einem am Ende der Spritze befestigten Kunststoffapplikator durchgeführt.

Ist das zu applizierende Volumen zu gering, kann die Lösung mit Wasser auf bis zu 10 ml aufgefüllt

werden.

Intramuskuläre Anwendung: Da die intramuskuläre Anwendung schmerzhaft für die Patienten ist,

sollte sie nur in Ausnahmefällen gewählt werden. Vorzuziehen ist eine rektale Anwendung. Ein

Dosisbereich von 0,08 bis 0,2 mg/kg i.m. appliziertem Midazolam hat sich jedoch als sicher und

wirksam erwiesen. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 15 Jahren sind im Verhältnis zum

Körpergewicht proportional höhere Dosen erforderlich als bei Erwachsenen.

Bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 15 kg sollte die Konzentration der Midazolamlösung

1 mg/ml nicht überschreiten. Höhere Konzentrationen sind auf 1 mg/ml zu verdünnen.

NARKOSEEINLEITUNG

Erwachsene

Wird

Midazolam

Narkoseeinleitung

anderen

Narkosemitteln

angewendet,

Ansprechen der einzelnen Patienten sehr unterschiedlich. Die Dosis ist bis zur gewünschten Wirkung

je nach Alter und klinischem Zustand des Patienten zu steigern. Soll die Narkose mit Midazolam vor

oder

zusammen

Gabe

anderen

intravenösen

oder

Inhalationsanästhetika

eingeleitet

werden, so ist die Anfangsdosis der einzelnen Mittel deutlich zu reduzieren, in bestimmten Fällen bis

auf 25 % der üblichen Anfangsdosis der einzelnen Mittel. Der gewünschte Narkosegrad wird durch

eine schrittweise Dosiserhöhung erreicht. Die i.v. Einleitungsdosis Midazolam sollte allmählich und

schrittweise verabreicht werden, wobei jeder Dosisschritt von max. 5 mg über 20 - 30 Sek., mit einem

Zeitintervall von 2 Minuten zwischen den einzelnen Dosisschritten, injiziert wird.

Bei Erwachsenen unter 60 Jahren mit Prämedikation reicht in der Regel eine i.v. Dosis von 0,15

bis 0,2 mg/kg aus.

Bei Patienten < 60 Jahre ohne Prämedikation kann die Dosis höher sein (0,3 - 0,35 mg/kg i.v.).

Falls zum Abschließen der Narkoseeinleitung notwendig, können die einzelnen Dosisschritte

etwa 25 % der Anfangsdosis des Patienten betragen. Alternativ kann die Narkoseeinleitung mit

Inhalationsanästhetika abgeschlossen werden. Bei Nichtansprechen kann die Dosis zur Einleitung

der Narkose bis zu 0,6 mg/kg betragen, nach solch hohen Dosen kann sich die Aufwachphase

jedoch verlängern.

Erwachsenen

über

60 Jahre

Prämedikation

sowie

Patienten

reduziertem

Allgemeinzustand oder chronischer Erkrankung muss die Dosis deutlich herabgesetzt werden,

z.B. bis auf 0,05 - 0,15 mg/kg, bei i.v. Applikation über 20 - 30 Sekunden, wobei für den

Wirkungseintritt 2 Minuten vorzusehen sind.

Bei Patienten über 60 Jahre ohne Prämedikation ist in der Regel eine größere Menge Midazolam

zur Einleitung erforderlich; empfohlen wird eine Anfangsdosis von 0,15 bis 0,3 mg/kg. Bei

Patienten

ohne

Prämedikation

schweren

systemischen

Erkrankungen

oder

anderen

Schwächezuständen ist die zur Einleitung benötigte Midazolamdosis üblicherweise niedriger.

Eine Anfangsdosis von 0,15 bis 0,25 mg/kg reicht hier in der Regel aus.

SEDATIVE KOMPONENTE EINER KOMBINATIONSNARKOSE

Erwachsene

Soll Midazolam die sedative Komponente einer Kombinationsnarkose sein, so erfolgt die Applikation

entweder durch weitere intermittierende kleine intravenöse Gaben (Dosisbereich 0,03 - 0,1 mg/kg)

oder als intravenöse Midazolam-Dauerinfusion (Dosisbereich 0,03 - 0,1 mg/kg/h), in der Regel

zusammen mit Analgetika. Dosishöhe und -intervalle richten sich nach dem Ansprechen des einzelnen

Patienten.

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Erwachsenen

über

60 Jahre

sowie

Patienten

reduziertem

Allgemeinzustand

oder

chronischer Erkrankung sind niedrigere Erhaltungsdosen erforderlich.

SEDIERUNG AUF DER INTENSIVSTATION

gewünschte

Sedierungsgrad

wird

durch

schrittweise

Dosiserhöhung

Midazolam

nachfolgender Dauerinfusion oder intermittierender Bolusgabe erreicht und richtet sich nach den

klinischen Bedürfnissen sowie dem körperlichen Zustand, Alter und der Begleitmedikation des

Patienten (siehe Abschnitt 4.5).

Erwachsene

Intravenöse Bolusgabe: 0,03 - 0,3 mg/kg sind langsam und schrittweise zu verabreichen. Jeder

Dosisschritt von 1 - 2,5 mg wird über einen Zeitraum von 20 - 30 Sek. injiziert, zwischen den

einzelnen Dosisschritten sollten 2 Minuten liegen. Bei Patienten mit Hypovolämie, Vasokonstriktion

oder Hypothermie ist die Bolusdosis zu reduzieren oder ganz auszulassen. Wird Midazolam mit

anderen potenten Analgetika appliziert, sollten diese zuerst verabreicht werden, damit die sedierende

Wirkung von Midazolam sicher zu der durch diese Analgetika ausgelösten Sedierung addiert werden

kann.

Intravenöse Erhaltungsdosis: Die Dosis kann in einem Bereich von 0,03 bis 0,2 mg/kg/h liegen. Bei

Patienten mit Hypovolämie, Vasokonstriktion oder Hypothermie ist die Erhaltungsdosis zu reduzieren.

Sedierungsgrad

regelmäßig

beurteilen.

langfristiger

Sedierung

kann

sich

eine

Gewöhnung einstellen und die Dosis muss dann unter Umständen erhöht werden.

Neugeborene und Kinder bis zu 6 Monaten

Midazolam sollte als i.v. Dauerinfusion gegeben werden, wobei die Anfangsdosis bei Neugeborenen

mit einem Gestationsalter ≤ 32 Wochen 0,03 mg/kg/h (0,5 µg/kg/Min.) bzw. bei Neugeborenen mit

einem Gestationsalter > 32 Wochen und Kindern bis zu einem Alter von 6 Monaten 0,06 mg/kg/h

(1 µg/kg/Min.) betragen sollte.

Frühgeborenen,

Neugeborenen

Kindern

einem

Alter

6 Monaten

werden

intravenöse Bolusgaben nicht empfohlen; um die therapeutischen Plasmaspiegel zu erreichen, sollte

vorzugsweise

Infusionsgeschwindigkeit

ersten

Stunden

erhöht

werden.

Infusionsgeschwindigkeit ist – vor allem nach den ersten 24 Stunden – sorgfältig und häufig zu

überprüfen,

damit

niedrigste

wirksame

Dosis

verabreicht

wird

Möglichkeit

einer

Anreicherung des Arzneimittels verringert wird.

Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung müssen sorgfältig überwacht werden.

Kinder über 6 Monate

Bei intubierten und beatmeten Kindern ist eine i.v. Bolusgabe von 0,05 bis 0,2 mg/kg langsam über

mindestens 2 - 3 Minuten zur Erreichung der gewünschten klinischen Wirkung zu verabreichen.

Midazolam

darf

nicht

rasch

intravenös

gegeben

werden.

Bolusgabe

folgt

eine

i.v.

Dauerinfusion von 0,06 bis 0,12 mg/kg/h (1 - 2 µg/kg/Min). Die Infusionsgeschwindigkeit kann falls

erforderlich erhöht oder verringert werden (in der Regel um ein Viertel der anfänglichen oder

darauffolgenden

Infusionsgeschwindigkeit),

ebenso

möglich,

Erhöhung

oder

Aufrechterhaltung des gewünschten Effekts Midazolam zusätzlich i.v. anzuwenden.

Einleitung

einer

Midazolaminfusion

kreislaufgeschwächten

Patienten

übliche

Bolusdosis in kleinen Schritten anzuheben und der Patient auf hämodynamische Instabilitäten wie z.B.

Hypotonie zu überwachen. Diese Patienten sind auch anfällig für die atemdepressiven Wirkungen von

Midazolam und benötigen eine sorgfältige Überwachung von Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung.

Bei Frühgeborenen, Neugeborenen und Kindern mit einem Körpergewicht unter 15 kg sollte die

Konzentration der Midazolamlösung 1 mg/ml nicht überschreiten. Höhere Konzentrationen sind auf

1 mg/ml zu verdünnen.

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Anwendung bei speziellen Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz kann Midazolam eine stärkere und länger anhaltende

Sedierung einschließlich klinisch relevanter Atem- und kardiovaskulärer Depression hervorrufen.

Midazolam sollte bei solchen Patienten mit Bedacht dosiert und bis zum gewünschten Sedierungsgrad

auftitriert werden.

Leberinsuffizienz

Leberinsuffizienz verringert die Clearance von Midazolam i.v. mit einem nachfolgenden Anstieg der

terminalen Halbwertszeit. Die klinischen Wirkungen können daher stärker sein und länger anhalten.

erforderliche

Midazolam-Dosis

kann

reduziert

werden,

Vitalparameter

sollten

entsprechend überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Siehe oben und Abschnitt 4.4.

4.3

Gegenanzeigen

Midazolam darf nicht bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine oder

einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels angewendet werden.

Analgosedierung bei Patienten mit schwerer Ateminsuffizienz oder akuter Atemdepression.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Midazolam darf nur von erfahrenen Ärzten verabreicht werden, die auch über eine vollständige

Einrichtung zur Überwachung und Unterstützung der Atem- und Herzkreislauf-Funktion verfügen,

und von Personen, die besonders in der Erkennung und Behandlung von erwarteten unerwünschten

Ereignissen

einschließlich

respiratorischer

kardialer Reanimation

geschult

wurden.

Schwere

kardiorespiratorische Nebenwirkungen wurden gemeldet, u.a. Atemdepression, Apnoe, Atemstillstand

und/oder Herzstillstand. Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens solcher lebensbedrohlicher Ereignisse

höher,

wenn

Injektion

rasch

erfolgt

oder

eine

hohe

Dosis

verabreicht

wird

(siehe

Abschnitt 4.8).

Der Einsatz von Benzodiazepinen als Primärtherapie für psychotische Erkrankungen wird nicht

empfohlen.

Besondere

Vorsicht

geboten

Anwendung

Analgosedierung

Patienten

beeinträchtigter Atemfunktion.

Kinder unter 6 Monaten sind besonders anfällig für Atemwegsobstruktion und Hypoventilation.

Deshalb ist es in diesen Fällen unbedingt erforderlich, dass die Dosiserhöhung in kleinen Schritten bis

zum Eintreten der klinischen Wirkung erfolgt und Atemfrequenz sowie Sauerstoffsättigung sorgfältig

überwacht werden.

Bei Anwendung von Midazolam zur Prämedikation muss der Patient nach Gabe des Arzneimittels

entsprechend beobachtet werden, da die Empfindlichkeit einzelner Patienten unterschiedlich ist und

Symptome einer Überdosierung auftreten können.

Besondere Vorsicht ist bei der Gabe von Midazolam bei Risikopatienten geboten:

Patienten über 60 Jahre

Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand oder chronischer Erkrankung, z.B.

- Patienten mit chronischer Ateminsuffizienz

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- Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz, mit Leberfunktionsstörungen (Benzodiazepine

können bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung eine Enzephalopathie auslösen

oder verstärken) oder mit Herzinsuffizienz

- Kinder und Jugendliche, vor allem jene mit Kreislaufschwäche

Die Dosierung bei diesen Risikopatienten muss niedriger sein (siehe Abschnitt 4.2), außerdem müssen

sie ständig auf frühe Anzeichen von Änderungen der Vitalfunktionen überwacht werden.

Wie bei allen Substanzen mit zentraldämpfenden und/oder muskelrelaxierenden Eigenschaften ist

besondere Vorsicht geboten, wenn Midazolam bei Patienten mit Myasthenia gravis angewendet

werden soll.

Gewöhnung

liegen

Berichte

über

einen

gewissen

Wirksamkeitsverlust

vor,

wenn

Midazolam

Langzeitsedierung auf Intensivstationen verabreicht wurde.

Abhängigkeit

Wenn Midazolam zur Langzeitsedierung auf einer Intensivstation angewendet wird, so ist an die

mögliche

Entwicklung

einer

körperlichen

Abhängigkeit

Midazolam

denken.

Abhängigkeitsrisiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung; es ist außerdem bei Patienten

mit Alkohol- und/oder Drogenabusus in der Anamnese höher (siehe Abschnitt 4.8).

Entzugserscheinungen

Bei längerfristiger Behandlung mit Midazolam auf der Intensivstation kann sich eine körperliche

Abhängigkeit

entwickeln.

Deshalb

führt

plötzliches

Absetzen

Behandlung

Entzugserscheinungen.

Folgende

Symptome

können

dann

auftreten:

Kopfschmerzen,

Diarrhö,

Muskelschmerzen,

extreme

Angst,

Spannung,

Ruhelosigkeit,

Verwirrtheit,

Reizbarkeit,

Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Halluzinationen und Krämpfe.

In schweren Fällen können folgende Symptome auftreten: Depersonalisation, Taubheit und Kribbeln

der Extremitäten, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Körperkontakt.

Da die Gefahr von

Entzugserscheinungen

nach

einem

plötzlichen

Absetzen

Behandlung

größer

ist,

wird

allmähliches Ausschleichen des Arzneimittels empfohlen.

Amnesie

Therapeutische Dosen können - mit steigendem Risiko bei höherer Dosis - eine anterograde Amnesie

auslösen (häufig ist dies sogar sehr erwünscht, z.B. vor und während operativer und diagnostischer

Eingriffe), deren Dauer direkt proportional zur verabreichten Dosis ist. Bei ambulanten Patienten, die

nach einem Eingriff entlassen werden sollen, kann eine länger anhaltende Amnesie problematisch

sein. Nach parenteraler Gabe von Midazolam sollten die Patienten deshalb nur in Begleitung aus dem

Krankenhaus oder der ärztlichen Praxis entlassen werden.

Paradoxe Reaktionen

Paradoxe Reaktionen wie z.B. Ruhelosigkeit, Agitiertheit, Reizbarkeit, unwillkürliche Bewegungen

(einschließlich tonischer/klonischer Krämpfe und Muskeltremor), Hyperaktivität, Feindseligkeit,

Wahn, Ärger, Aggressivität, Angst, Albträume, Halluzinationen, Psychosen, unangemessenes

Verhalten und andere Verhaltensstörungen, paroxysmale Erregung und Tätlichkeiten wurden unter

Midazolam berichtet. Diese Reaktionen können unter hohen Dosen und/oder bei rascher Injektion

auftreten. Die höchste Inzidenz dieser Reaktionen wurde bei Kindern und älteren Menschen

beobachtet. Wenn dies der Fall ist, sollte ein Abbruch der Anwendung erwogen werden.

Veränderte Ausscheidung von Midazolam

Die Ausscheidung von Midazolam kann bei Patienten verändert sein, die CYP3A4-hemmende oder

-induzierende Arzneimittel erhalten, und eine entsprechende Anpassung der Midazolam-Dosis kann

erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.5).

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Die Midazolam-Ausscheidung kann ferner bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen, niedrigem

Herzminutenvolumen und bei Neugeborenen verzögert sein (siehe Abschnitt 5.2).

Schlafapnoe

Midazolam-Ampullen müssen bei Patienten mit Schlafapnoe mit äußerster Vorsicht angewendet

werden. Die Patienten müssen engmaschig überwacht werden.

Früh- und Neugeborene

Aufgrund

eines

erhöhten

Apnoerisikos

äußerste

Vorsicht

geboten,

wenn

Frühgeborene

oder

ehemals Frühgeborene ohne Intubation sediert werden sollen. In diesen Fällen ist eine sorgfältige

Überwachung von Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung erforderlich.

Bei Neugeborenen ist eine rasche Injektionsgeschwindigkeit zu vermeiden.

Die Organfunktionen von Neugeborenen sind reduziert bzw. nicht ausgereift, außerdem sind diese

Kinder anfällig für die ausgeprägten und nachhaltigen Atemwegseffekte von Midazolam.

pädiatrischen

Patienten

Herzkreislaufschwäche

wurden

unerwünschte

hämodynamische

Wirkungen beobachtet; bei dieser Patientengruppe ist deshalb eine rasche intravenöse Gabe zu

vermeiden.

Kinder unter 6 Monaten

In dieser Altersgruppe ist Midazolam nur für die Sedierung auf der Intensivstation angezeigt.

Kinder unter 6 Monaten sind besonders anfällig für Atemwegsobstruktion und Hypoventilation. Die

Dosiserhöhung bis zur klinischen Wirkung muss daher in kleinen Schritten erfolgen, und es ist eine

sorgfältige

Überwachung

Atemfrequenz

Sauerstoffsättigung

erforderlich

(siehe

auch

Abschnitt "Frühgeborene" weiter oben).

Gleichzeitige Anwendung von Alkohol oder zentraldämpfenden Arzneimitteln

Die gleichzeitige Anwendung von Midazolam mit Alkohol und/oder zentraldämpfenden Arzneimitteln

vermeiden.

Eine

solche

gleichzeitige

Anwendung

kann

klinischen

Wirkungen

Midazolam verstärken und möglicherweise zu schwerer Sedierung bis hin zu Koma oder Tod oder zu

klinisch relevanter Atemdepression führen (siehe Abschnitt 4.5).

Alkohol- oder Drogenabusus in der Anamnese

Midazolam ist wie andere Benzodiazepine bei Patienten mit bekanntem Alkohol- oder Drogenabusus

zu vermeiden.

Entlassungskriterien

Nach der Anwendung von Midazolam sollten die Patienten das Krankenhaus oder die Arztpraxis erst

verlassen, wenn dies vom behandelnden Arzt empfohlen und der Patient von jemandem begleitet wird.

Es wird angeraten, den Patienten nach der Entlassung nach Hause zu begleiten.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Ampulle, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Midazolam wird über Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4, CYP3A5) abgebaut.

CYP3A-Inhibitoren und -Induktoren haben die Fähigkeit, die Plasmakonzentrationen zu erhöhen bzw.

erniedrigen,

Folge

auch

Wirkungen

Midazolam.

Daher

sind

entsprechende

Dosisanpassungen erforderlich.

Die pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit CYP3A4-Inhibitoren oder -Induktoren sind bei

oraler Gabe von Midazolam im Vergleich zur intravenösen Anwendung stärker ausgeprägt, vor allem

da CYP3A4 auch im oberen Magen-Darm-Trakt vorliegt. Der Grund dafür ist, dass beim oralen

Applikationsweg sowohl die systemische Clearance als auch die Verfügbarkeit geändert werden,

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16. März 2018

während beim parenteralen Applikationsweg nur eine Änderung in der systemischen Clearance zum

Tragen kommt. Nach einer intravenösen Einzelgabe von Midazolam wird die Auswirkung auf die

maximale

klinische

Wirkung

aufgrund

CYP3A4-Hemmung

gering

sein,

während

Wirkungsdauer verlängert sein kann. Nach längerer Midazolam-Anwendung werden jedoch sowohl

das Ausmaß als auch die Dauer der Wirkung in Anwesenheit einer CYP3A4-Hemmung gesteigert

sein.

Es liegen keine Studien zur CYP3A4-Modulierung der Pharmakokinetik von Midazolam nach rektaler

und intramuskulärer Anwendung vor. Es wird erwartet, dass diese Wechselwirkungen für den rektalen

Applikationsweg

weniger

ausgeprägt

sind

für

oralen

Weg,

Magen-Darm-Trakt

umgangen wird, während die Wirkungen einer CYP3A4-Modulation nach i.m. Gabe sich nicht

wesentlich von denen unterscheiden sollten, die unter Midazolam i.v. beobachtet werden.

Es wird daher empfohlen, die klinischen Wirkungen und Vitalparameter während der Anwendung von

Midazolam sorgfältig zu überwachen, wobei zu berücksichtigen ist, dass sie nach gleichzeitiger Gabe

eines CYP3A4-Inhibitors ausgeprägter sein und länger anhalten können, auch wenn dieser nur einmal

angewendet

wird.

bedenken

ist,

dass

Verabreichung

hohen

Dosierungen

oder

Dauerinfusionen von Midazolam bei Patienten, die z.B. auf einer Intensivstation mit starken CYP3A4-

Inhibitoren behandelt werden, zu lang andauernden hypnotischen Wirkungen, verzögerter Genesung

und Atemdepression führen kann und daher Dosisanpassungen erforderlich sind.

Bei der Induktionstherapie ist zu beachten, dass der Prozess der Narkoseeinleitung mehrere Tage

benötigt, um die maximale Wirkung zu erreichen, und auch wieder einige Tage, um abzuklingen. Im

Gegensatz zu einer mehrtägigen Behandlung mit einem Induktor wird erwartet, dass eine kurzfristige

Behandlung zu weniger offensichtlichen Arzneimittelwechselwirkungen mit Midazolam führen wird.

Bei starken Induktoren kann jedoch sogar nach kurzzeitiger Behandlung eine deutliche Induktion nicht

ausgeschlossen werden.

Soweit bekannt verändert Midazolam die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel nicht.

Arzneimittel, die CYP3A hemmen

Antimykotika vom Azol-Typ

Ketoconazol erhöhte die Plasmakonzentrationen von intravenösem Midazolam um das Fünffache,

während die terminale Halbwertszeit um etwa das Dreifache anstieg. Wird Midazolam gleichzeitig

mit dem starken CYP3A-Hemmer Ketoconazol parenteral appliziert, so sollte dies auf einer

Intensivstation oder in einer ähnlichen Einrichtung erfolgen, in der sichergestellt ist, dass der

Patient engmaschig überwacht und im Falle von Atemdepression und/oder verlängerter Sedierung

entsprechend medizinisch behandelt wird. Zeitversetzte Dosierung und Dosisanpassung sind zu

erwägen,

allem

wenn

mehr

eine

Einzelgabe

Midazolam

intravenös

appliziert

wird.

Dieselbe Empfehlung kann auch für die anderen Azol-Antimykotika ausgesprochen werden (siehe

unten),

erhöhte

sedierende

Wirkungen

Midazolam

i.v.,

wenn

auch

geringerer

Intensität, gemeldet werden.

Voriconazol erhöhte die Verfügbarkeit von intravenösem Midazolam um das Drei- bis Vierfache,

während seine Eliminationshalbwertszeit um etwa das Dreifache anstieg.

Fluconazol und Itraconazol erhöhten beide die Plasmakonzentrationen von intravenös appliziertem

Midazolam

Zwei-

Dreifache

gleichzeitiger

Verlängerung

terminalen

Halbwertszeit um das 2,4-Fache (Itraconazol) bzw. 1,5-Fache (Fluconazol).

Posaconazol erhöhte die Plasmakonzentrationen von intravenösem Midazolam etwa um das 2-

Fache.

Es ist daran zu denken, dass bei oraler Gabe die Verfügbarkeit von Midazolam die oben genannten

Werte deutlich übersteigt, vor allem zusammen mit Ketoconazol, Itraconazol und Voriconazol.

Midazolam-Injektionslösung ist nicht für die orale Verabreichung geeignet.

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Makrolid-Antibiotika

Erythromycin führte zu einer Erhöhung der Plasmakonzentrationen von intravenösem Midazolam

etwa um das 1,6- bis 2-Fache bei gleichzeitiger Erhöhung der terminalen Halbwertszeit von

Midazolam um das 1,5- bis 1,8-Fache.

Clarithromycin erhöhte die Midazolam-Plasmaspiegel um das bis zu 2,5-Fache und verlängerte

gleichzeitig die terminale Halbwertszeit um das 1,5- bis 2-Fache.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

Telithromycin erhöhte die Plasmaspiegel von oral angewendetem Midazolam um das 6-Fache.

Roxithromycin: Es liegen keine Daten zur gleichzeitigen Anwendung von Roxithromycin mit i.v.

Midazolam vor. Die geringe Wirkung auf die terminale Halbwertszeit von eingenommenen

Midazolam-Tabletten, nämlich eine Erhöhung um 30 %, lässt jedoch vermuten, dass die

Wirkungen von Roxithromycin auf intravenös appliziertes Midazolam gering sind.

Intravenöse Anästhetika

Die Verteilung von intravenösem Midazolam wurde auch durch intravenöses Propofol verändert

(AUC und Halbwertszeit stiegen um das 1,6-Fache).

Protease-Hemmer

Saquinavir

andere

HIV-Protease-Hemmer:

gleichzeitige

Anwendung

Protease-

Hemmern

kann

einer

deutlichen

Erhöhung

Midazolam-Konzentration

führen.

gleichzeitiger Applikation mit dem Ritonavir-Booster Lopinavir stiegen die i.v. Midazolam-

Plasmakonzentrationen

5,4-Fache,

gleichzeitig

vergleichbarer

Verlängerung

terminalen Halbwertszeit. Wird Midazolam parenteral als Begleitmedikation zu HIV-Protease-

Hemmern appliziert, sollte die Behandlung entsprechend der Beschreibung im vorigen Abschnitt

für Azol-Antimykotika, Ketoconazol, erfolgen.

HCV-Protease-Hemmer: Boceprevir und Telaprevir reduzieren die Midazolam-Clearance. Dieser

Effekt führte zu einem Anstieg der AUC von Midazolam um das 3,4-Fache nach i.v. Gabe und

verlängerte seine Eliminationshalbwertszeit um das 4-Fache.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

Ausgehend

Daten

für

andere

CYP3A4-Inhibitoren

wird

erwartet,

dass

Plasmakonzentrationen von Midazolam nach oraler Gabe von Midazolam erheblich höher

sind.

Protease-Hemmer

dürfen

daher

nicht

gleichzeitig

oral

gegebenem

Midazolam

angewendet werden.

Calciumkanalblocker

Diltiazem: Eine Einzelgabe Diltiazem bei Patienten, die einen Koronararterienbypass bekamen,

erhöhte die Plasmakonzentrationen von intravenösem Midazolam um etwa 25 % und die terminale

Halbwertszeit war um 43 % verlängert. Dies war geringer als der Anstieg um das 4-Fache, der

nach oral angewendetem Midazolam beobachtet wurde.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

Verapamil erhöhte die Plasmakonzentrationen von Midazolam p.o. um das 3-Fache. Die terminale

Halbwertszeit von Midazolam wurde um 41 % verlängert.

Verschiedene Arzneimittel / Phytopharmaka

Atorvastatin führte zu einer 1,4-Fachen Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Midazolam i.v.

im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Intravenöses Fentanyl ist ein schwacher Inhibitor der Midazolam-Ausscheidung: AUC und

Halbwertszeit von Midazolam i.v. waren unter Fentanyl um das 1,5-Fache erhöht.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

Nefazodon erhöhte die Plasmakonzentrationen von Midazolam p.o. um das 4,6-Fache, mit einer

Verlängerung seiner terminalen Halbwertszeit um das 1,6-Fache.

Aprepitant erhöhte ab 80 mg/Tag dosisabhängig die Plasmakonzentrationen von Midazolam p.o.

um das 3,3-Fache, bei einer Verlängerung der terminalen Halbwertszeit um etwa das 2-Fache.

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Arzneistoffe, die CYP3A induzieren

Rifampicin senkte die Plasmakonzentrationen von Midazolam i.v. nach 7-tägiger Behandlung mit

Rifampicin 600 mg/Tag um etwa 60 %. Die terminale Halbwertszeit nahm um etwa 50 - 60 % ab.

Ticagrelor ist ein schwacher CYP3A-Induktor, hat aber nur einen geringen Einfluss auf die

Exposition von Midazolam i.v. (- 12 %) und 4-Hydroxymidazolam (- 23 %).

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

Rifampicin senkte die Plasmakonzentrationen von Midazolam p.o. bei gesunden Freiwilligen um

96 %; seine psychomotorischen Wirkungen waren fast vollständig verschwunden.

Carbamazepin/Phenytoin: Wiederholte Gaben von Carbamazepin oder Phenytoin führten zu einer

Verringerung

Plasmakonzentrationen

oralem

Midazolam

etwa

90 %

einer

Verkürzung der Halbwertszeit um 60 %.

Die sehr starke CYP3A4-Induktion, die nach Anwendung von Mitotan oder Enzalutamid

beobachtet wurde, führte zu einem beträchtlichen und lang andauernden Abfall der Midazolam-

Spiegel bei Krebspatienten. Die AUC von oral angewendetem Midazolam wurde auf 5 % bzw.

14 % der Normalwerte reduziert.

Clobazam und Efavirenz sind schwache Induktoren des Midazolam-Stoffwechsels und senken die

AUC der Ausgangsverbindung um etwa 30 %. Das führt zu einer 4- bis 5-fachen Erhöhung des

Verhältnisses vom aktiven Metaboliten (α-Hydroxymidazolam) zur Ausgangsverbindung, aber die

klinische Signifikanz hierfür ist unbekannt.

Vemurafenib moduliert CYP-Isozyme und hemmt CYP3A4 leicht: Wiederholte Dosisgaben

führten zu einem mittleren Rückgang der Exposition von Midazolam p.o. um 32 % (bis zu 80 % in

Einzelfällen).

Phytopharmaka und Nahrungsmittel

Johanniskraut senkte die Plasmakonzentrationen von Midazolam um etwa 20 - 40 % zusammen

mit einer Verkürzung der terminalen Halbwertszeit um 15 - 17 %. Je nach dem spezifischen

Johanniskraut-Extrakt können die CYP3A4-induzierten Wirkungen variieren.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

Sowohl Quercetin (auch Bestandteil von Ginkgo biloba) als auch Panax ginseng haben schwache

enzyminduzierende Wirkungen und senkten die Exposition von Midazolam p.o. um 20 % bis

30 %.

Akute Proteinverdrängung

Valproinsäure: Eine erhöhte Konzentration von freiem Midazolam wegen Verdrängung durch

Valproinsäure aus Proteinbindungsstellen im Plasma kann nicht ausgeschlossen werden, wobei die

klinische Relevanz einer solchen Wechselwirkung unbekannt ist.

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung von Midazolam mit anderen Sedativa/Hypnotika und ZNS-dämpfenden

Arzneimitteln, einschließlich Alkohol, führt voraussichtlich zu einer verstärkten Sedierung sowie

kardio-respiratorischer Depression.

Beispiele

sind

unter

anderem

Opiatderivate

(wenn

Analgetika,

Antitussiva

oder

Substitutionstherapie eingesetzt werden), Antipsychotika, andere Benzodiazepine (bei Anwendung als

Anxiolytika oder Hypnotika), Barbiturate, Propofol, Ketamin, Etomidat; sedierende Antidepressiva,

ältere H

-Antihistaminika und zentral wirksame Antihypertensiva.

Alkohol kann die sedierende Wirkung von Midazolam deutlich verstärken. Unter Midazolam-Therapie

ist gleichzeitiger Alkoholgenuss streng untersagt (siehe Abschnitt 4.4).

Midazolam senkt die minimale alveolare Konzentration (MAC) von Inhalationsanästhetika.

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16. März 2018

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Erkenntnislage für eine Beurteilung der Sicherheit einer Anwendung von Midazolam in der

Schwangerschaft reicht momentan nicht aus. Aus tierexperimentellen Studien haben sich keine

Hinweise auf teratogene Wirkungen ergeben, aber wie bei anderen Benzodiazepinen wurde

Embryotoxizität beobachtet. Es liegen keine Informationen zur Einnahme von Midazolam während

der ersten beiden Schwangerschaftstrimester vor. Es wird angenommen, dass mit der Anwendung von

Benzodiazepinen im ersten Schwangerschaftstrimester ein erhöhtes Risiko für angeborene

Missbildungen assoziiert ist.

Die Anwendung von hochdosiertem Midazolam im letzten Trimester, während der Geburt oder bei

Gabe

Narkoseeinleitung

Kaiserschnitt

Nebenwirkungen

Mutter

Fötus

(Aspirationsgefahr bei der Mutter, Unregelmäßigkeiten der embryonalen Herzfrequenz, Hypotonie,

Saugschwäche, Hypothermie und Atemdepression beim Neugeborenen) geführt.

Säuglinge,

deren

Mütter

während

letzten

Schwangerschaftsphase

längerfristig

Benzodiazepinen behandelt wurden, können eine körperliche Abhängigkeit entwickeln und daher dem

Risiko von Entzugserscheinungen nach der Geburt ausgesetzt sein.

Deshalb

darf

Midazolam

während

Schwangerschaft

zwingender

Indikation

angewendet

werden, bei einem Kaiserschnitt ist aber von der Anwendung dieses Mittels abzuraten.

Bei geburtsnahen Eingriffen sollte das Risiko für das Neugeborene durch eine Midazolamgabe

berücksichtigt werden.

Midazolam geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Nach einer Midazolamgabe sollten

stillende Frauen ihre Kinder 24 Stunden lang nicht stillen.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen

von

Maschinen

Sedierung, Amnesie, beeinträchtigte Aufmerksamkeit und gestörte Muskelfunktionen können die

Fähigkeit zum Lenken von Fahrzeugen oder zum Bedienen von Maschinen negativ beeinflussen.

Bevor ein Patient Midazolam erhält, sollte er darauf hingewiesen werden, dass er nicht aktiv am

Straßenverkehr teilnehmen oder eine Maschine bedienen darf, bis er sich vollständig erholt hat. Der

Arzt entscheidet darüber, wann diese Aktivitäten wieder aufgenommen werden können. Es wird

empfohlen, dass der Patient nach der Entlassung nach Hause von jemandem begleitet wird.

Wenn die Schlafdauer nicht ausreicht oder Alkohol konsumiert wird, erhöht sich die

Wahrscheinlichkeit für eine beeinträchtigte Aufmerksamkeit.

4.8

Nebenwirkungen

Nach Injektion von Midazolam wurde über das Auftreten der folgenden Nebenwirkungen berichtet

(Nicht bekannt; Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Die Häufigkeitskategorien sind die Folgenden:

Sehr häufig: ≥ 1/10

Häufig ≥ 1/100 bis < 1/10

Gelegentlich ≥ 1/1.000 bis < 1/100

Selten ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

Sehr selten < 1/10.000

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Immunsystems

Häufigkeit nicht bekannt

Überempfindlichkeit, Angioödem,

anaphylaktischer Schock

Psychiatrische Erkrankungen

- 14 -

16. März 2018

Häufigkeit nicht bekannt

Verwirrtheitszustände, Desorientierung

Gefühls-

und Stimmungsstörungen, Veränderungen der

Libido

Agitiertheit*, Feindseligkeit*, Ärger*,

Aggressionen*, Erregung*

Körperliche Arzneimittelabhängigkeit und

Entzugserscheinungen

Arzneimittelmissbrauch

Erkrankungen des Nervensystems

Häufigkeit nicht bekannt

Unwillkürliche Bewegungen (einschließlich

tonisch/klonischer Bewegungen und

Muskeltremor)*, Hyperaktivität*

Sedierung (verlängert und postoperativ),

herabgesetzte Aufmerksamkeit, Schläfrigkeit,

Kopfschmerzen, Schwindel, Ataxie, anterograde

Amnesie**, deren Dauer direkt dosisabhängig ist

Bei Frühgeborenen und Neugeborenen wurden

Krämpfe berichtet

Entzugskrämpfe

Herzerkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt

Herzstillstand, Bradykardie

Gefäßerkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt

Hypotonie, Vasodilatation, Thrombophlebitis,

Thrombose

Erkrankungen der Atemwege

Häufigkeit nicht bekannt

Atemdepression, Apnoe, Atemstillstand, Dyspnoe,

Laryngospasmus, Schluckauf

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufigkeit nicht bekannt

Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Mundtrockenheit

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Häufigkeit nicht bekannt

Hautausschlag, Urtikaria, Pruritus

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden

am Verabreichungsort

Häufigkeit nicht bekannt

Müdigkeit, Erythem und Schmerzen an der

Injektionsstelle

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe

bedingte Komplikationen

Häufigkeit nicht bekannt

Stürze, Knochenbrüche***

Soziale Umstände

Häufigkeit nicht bekannt

Tätlichkeiten*

* Diese paradoxen Nebenwirkungen wurden vor allem bei Kindern und älteren Patienten berichtet

(siehe Abschnitt 4.4).

** Die anterograde Amnesie kann auch am Ende der Behandlung noch vorhanden sein, und in

seltenen Fällen wurde verlängerte Amnesie berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Abhängigkeit: Die Anwendung von Midazolam kann – sogar in therapeutischer Dosierung – zur

Entwicklung körperlicher Abhängigkeit führen. Nach längerer i.v. Anwendung kann das – vor allem

- 15 -

16. März 2018

plötzliche

Absetzen

Präparats

Entzugserscheinungen

einschließlich

Entzugskrämpfen

begleitet sein (siehe Abschnitt 4.4). Es wurden Fälle von Arzneimittelmissbrauch gemeldet.

*** Das Risiko für Stürze und Knochenbrüche ist bei gleichzeitiger Anwendung anderer Sedativa

(einschließlich alkoholischer Getränke) sowie bei älteren Patienten erhöht.

Schwerwiegende

kardiorespiratorische

unerwünschte

Ereignisse

sind

aufgetreten.

Wahrscheinlichkeit des Auftretens lebensbedrohlicher Ereignisse ist bei Erwachsenen über 60 Jahren

Patienten

vorbestehender

Atemwegsinsuffizienz

oder

beeinträchtigter

Herzfunktion

erhöht, vor allem bei zu rasch durchgeführter Injektion oder hoher Dosis (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Symptome

Wie andere Benzodiazepine führt Midazolam häufig zu Benommenheit, Ataxie, Dysarthrie und

Nystagmus. Eine Überdosierung mit Midazolam ist bei alleiniger Einnahme des Arzneimittels selten

lebensbedrohlich, sie kann jedoch zu Areflexie, Apnoe, Hypotonie, Kreislauf- und Atemdepression

sowie in seltenen Fällen zu Koma führen. Falls Koma auftritt, dauert dieses in der Regel einige

Stunden an, es kann sich aber auch länger hinziehen und zyklisch verlaufen, vor allem bei älteren

Patienten.

atemdepressiven

Wirkungen

Benzodiazepinen

sind

Patienten

vorbestehenden Atemwegserkrankungen schwerwiegender.

Benzodiazepine verstärken die Wirkung anderer zentraldämpfender Mittel, einschließlich Alkohol.

Gegenmaßnahmen

Vitalparameter

Patienten

sind

überwachen

unterstützende

Maßnahmen

nach

klinischem Zustand des Patienten einzuleiten. Insbesondere kann eine symptomatische Behandlung

kardiorespiratorischer oder zentralnervöser Wirkungen erforderlich werden.

Wurde Midazolam p.o. genommen, ist eine weitere Resorption durch geeignete Maßnahmen wie z.B.

die Gabe von Aktivkohle innerhalb der ersten 1 - 2 Stunden zu verhindern. Wenn Aktivkohle gegeben

wird,

Freihalten

Atemwege

schläfrigen

Patienten

zwingend

notwendig.

Mehrfachintoxikation kann eine Magenspülung in Betracht gezogen werden, dies sollte jedoch keine

Routinemaßnahme sein.

schwerer

ZNS-Depression

Anwendung

Flumazenil,

einem

Benzodiazepin-

Antagonisten, in Betracht zu ziehen.

Flumazenil darf nur unter engmaschiger Überwachung angewendet werden. Aufgrund der kurzen

Halbwertszeit von etwa einer Stunde müssen die Patienten, nachdem die Wirkung von Flumazenil

abgeklungen

ist,

unter

Beobachtung

bleiben.

Flumazenil

gleichzeitiger

Anwendung

Arzneimitteln, die die Krampfschwelle herabsetzen (z.B. trizyklischen Antidepressiva) mit äußerster

Vorsicht

anzuwenden.

Weitere

Informationen

bestimmungsgemäßen

Gebrauch

dieses

Arzneimittels finden sich in der Fachinformation von Flumazenil.

- 16 -

16. März 2018

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische

Gruppe:

Hypnotika

Sedativa:

Benzodiazepin-Derivate,

ATC-Code:

N05CD08.

Midazolam hat hypnotische und sedierende Wirkungen, die durch einen schnellen Eintritt und eine

kurze Dauer gekennzeichnet sind. Außerdem hat es anxiolytische, antikonvulsive und

muskelrelaxierende Effekte. Midazolam hemmt die psychomotorische Funktion nach Einzel- und/oder

Mehrfachgabe, verursacht aber nur minimale hämodynamische Veränderungen.

Die zentralen Wirkungen von Benzodiazepinen beruhen auf Förderung der durch GABA vermittelten

synaptischen Hemmung. Bei Anwesenheit von Benzodiazepinen wird die Affinität des GABA-

Rezeptors für Neurotransmitter durch positive allosterische Modulation vergrößert. Dies führt zu einer

verstärkten Wirkung des freigesetzten GABA auf den postsynaptischen transmembranen

Chloridionenfluss.

Chemisch gesehen ist Midazolam ein Abkömmling der Imidazobenzodiazepin-Gruppe. Obwohl die

freie Base eine lipophile Substanz mit geringer Wasserlöslichkeit ist, bewirkt der basische Stickstoff

an Position 2 des Imidazobenzodiazepin-Rings, dass der Wirkstoff von Midazolam mit Säuren

wasserlösliche Salze bilden kann. Diese ergeben eine stabile und gut verträgliche Injektionslösung.

Zusammen mit der raschen Metabolisierung ist dies der Grund für den schnellen Wirkungseintritt und

kurze

Wirkungsdauer.

Aufgrund

seiner

geringen

Toxizität

Midazolam

breites

therapeutisches Spektrum.

Nach intramuskulärer oder intravenöser Applikation tritt eine anterograde Amnesie von kurzer Dauer

auf (der Patient erinnert sich nicht an Ereignisse, die während der maximalen Aktivität der Substanz

geschahen).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption nach intramuskulärer Injektion

Midazolam

wird

Muskelgewebe

rasch

vollständig

resorbiert.

maximalen

Plasmakonzentrationen werden innerhalb von 30 Minuten erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit

nach i.m. Injektion liegt über 90 %.

Resorption nach rektaler Applikation

Midazolam wird nach rektaler Applikation rasch resorbiert. Die maximale Plasmakonzentration wird

nach etwa 30 Minuten erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 50 %.

Verteilung

Nach i.v. Injektion von Midazolam zeigen sich auf der Plasma-Konzentrations-Zeitkurve eine oder

zwei deutliche Verteilungsphasen. Das Verteilungsvolumen im Steady State beträgt 0,7 - 1,2 l/kg. 96 -

98 % des Midazolams sind an Plasmaproteine gebunden. Das hauptsächliche Bindungsprotein ist

Albumin. Midazolam geht langsam und in geringen Mengen in den Liquor cerebrospinalis über. Beim

Menschen wurde gezeigt, dass Midazolam die Plazenta langsam passiert und in den Fetuskreislauf

gelangt. In der menschlichen Muttermilch werden geringe Midazolam-Mengen gefunden. Midazolam

ist kein Substrat für Wirkstofftransporter.

Metabolismus

Midazolam wird fast vollständig über eine biochemische Umwandlung abgebaut. Der Anteil der

Dosis, der über die Leber eliminiert wird, wurde auf 30 - 60 % geschätzt. Midazolam wird von

Cytochrom P450-CYP3A4- und -CYP3A5-Isoenzymen hydroxyliert. Der Hauptmetabolit in Harn und

Plasma

1’-Hydroxymidazolam

(auch

Alpha-Hydroxy-Midazolam

genannt).

Plasmakonzentrationen

1’-Hydroxymidazolam

betragen

Ausgangsverbindung.

1’-

- 17 -

16. März 2018

Hydroxymidazolam ist pharmakologisch aktiv, trägt aber nur in geringem Ausmaß (etwa 10 %) zu den

Wirkungen von intravenös appliziertem Midazolam bei.

Ausscheidung

Bei jungen gesunden Probanden beträgt die Eliminationshalbwertszeit von Midazolam 1,5 - 2,5

Stunden. Die Eliminationshalbwertszeit des Metaboliten liegt unter 1 Stunde. Deswegen sinken die

Konzentrationen von Ausgangsverbindung und Hauptmetaboliten nach der Midazolam-Gabe parallel

ab. Die Plasma-Clearance von Midazolam liegt bei 300 - 500 ml/Min. Die Midazolam-Metaboliten

werden vorwiegend über die Nieren ausgeschieden: 60 - 80 % der Dosis wird im Urin als Glucuronid-

konjugiertes 1’-Hydroxymidazolam ausgeschieden. Weniger als 1 % der Dosis wird als unveränderte

Substanz im Urin wiedergefunden.

Die Eliminationskinetik von Midazolam ist für die i.v. Infusion die gleiche wie nach Bolusinjektion.

Die wiederholte Gabe von Midazolam induziert keine wirkstoffmetabolisierenden Enzyme.

Pharmakokinetik bei Risikopatienten

Ältere Menschen

Die Eliminationshalbwertszeit kann bei Patienten > 60 Jahre bis auf das Vierfache verlängert sein.

Kinder

Die rektale Resorptionsrate bei Kindern ist ähnlich wie bei Erwachsenen, die Bioverfügbarkeit ist

jedoch niedriger (5 - 18 %). Die Eliminationshalbwertszeit nach i.v. und rektaler Applikation ist bei

Kindern im Alter von 3 - 10 Jahren (1 - 1,5 Stunden) kürzer verglichen mit Erwachsenen. Der

Unterschied entspricht der erhöhten Stoffwechselclearance bei Kindern.

Neugeborene

Die Eliminationshalbwertszeit bei Früh- und Neugeborenen beträgt durchschnittlich 6 - 12 Stunden,

vermutlich wegen der Leberunreife, außerdem ist die Clearance verringert (siehe Abschnitt 4.4).

Bei Neugeborenen mit asphyxiebedingter Leber- und Niereninsuffizienz besteht aufgrund der

wesentlich verringerten und schwankenden Clearance ein Risiko für unerwartet hohe Midazolam-

Konzentrationen im Serum.

Übergewicht

Bei übergewichtigen Patienten ist die mittlere Halbwertszeit im Vergleich zu nicht-übergewichtigen

Personen größer (5,9 verglichen mit 2,3 Stunden). Grund dafür ist eine etwa 50 %ige Zunahme des um

Körpergesamtgewicht

korrigierten

Verteilungsvolumens.

Clearance

Über-

Normalgewichtigen vergleichbar.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Zirrhosepatienten kann die Clearance vermindert und die Eliminationshalbwertszeit länger sein als

bei gesunden Probanden (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit Niereninsuffizienz

Pharmakokinetik

freiem

Midazolam

Patienten

schwerer

Niereninsuffizienz

unverändert.

pharmakokinetisch

leicht

aktive

Hauptmetabolit

Midazolam,

1’-

Hydroxymidazolam-Glucuronid, wird über die Nieren ausgeschieden und kumuliert bei Patienten mit

schwerer Niereninsuffizienz. Diese Akkumulation führt zu einer verlängerten Sedierung. Midazolam

sollte deswegen mit Bedacht dosiert und bis zum gewünschten Sedierungsgrad auftitriert werden.

Schwerkranke

Bei Schwerkranken ist die Eliminationshalbwertszeit von Midazolam bis um das Sechsfache länger.

Patienten mit Herzinsuffizienz

- 18 -

16. März 2018

Eliminationshalbwertszeit

Patienten

dekompensierter

Herzinsuffizienz

länger

verglichen mit gesunden Probanden (siehe Abschnitt 4.4).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Neben den bereits in anderen Abschnitten der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

aufgeführten Informationen gibt es für den verordnenden Arzt keine weiteren relevanten präklinischen

Daten.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid

Salzsäure

Natriumhydroxid

Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Die Lösung der Dormicum Ampullen darf nicht mit 6% Dextran70 in Dextrose verdünnt werden.

Die Lösung der Dormicum Ampullen darf nicht mit alkalischen Injektionslösungen gemischt werden.

Durch Hydrogencarbonat-haltige Lösungen wird Midazolam ausgefällt.

Dormicum Injektionslösung darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen

Lösungen gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

Die verdünnte Lösung ist über 24 Stunden bei Raumtemperatur oder 3 Tage bei 5 °C chemisch und

physikalisch stabil.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Lösung sofort verwendet werden. Wird sie

nicht sofort verwendet, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung

verantwortlich.

Wenn

Verdünnung

nicht

unter

kontrollierten

validierten

aseptischen

Bedingungen erfolgt, ist die Lösung nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C aufzubewahren

(betreffend Verdünnung siehe auch unter Abschnitt 6.6).

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Zu den Lagerungsbedingungen des verdünnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Farblose Glasampullen, Glasart I.

Glasampullen zu 5 ml: Packungen mit 1, 5, 6 oder 10 Ampullen

Glasampullen zu 1 ml: Packungen mit 1, 5, 6, 10 oder 25 Ampullen

Glasampullen zu 10 ml: Packungen mit 1, 5 oder 6 Ampullen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

- 19 -

16. März 2018

6.6

Besondere

Vorsichtsmaßnahmen

für

die

Beseitigung

und

sonstige

Hinweise

zur

Handhabung

Kompatibilität mit den folgenden Infusionslösungen:

0,9%ige Kochsalzlösung

5%ige Dextroselösung

10%ige Dextroselösung

5%ige Lävuloselösung

Ringerlösung

Hartmannlösung

Diese Lösungen bleiben über 24 Stunden bei Raumtemperatur bzw. über 3 Tage bei 5 °C physikalisch

und chemisch stabil. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Lösung sofort verwendet

werden. Wird sie nicht sofort verwendet, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der

Aufbewahrung

verantwortlich.

Wenn

Verdünnung

nicht

unter

kontrollierten

validierten

aseptischen Bedingungen erfolgt, ist die Lösung nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C

aufzubewahren.

Um Inkompatibilitäten mit anderen Lösungen zu vermeiden, darf DORMICUM nicht mit anderen als

den oben genannten Infusionslösungen gemischt werden (siehe unter Abschnitt 6.2).

DORMICUM Ampullen sind zum einmaligen Gebrauch vorgesehen. Nicht verwendete Lösung ist zu

verwerfen.

Die Injektionslösung soll vor der Anwendung visuell geprüft werden. Es sollen nur klare Lösungen

ohne sichtbare Partikel angewendet werden.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Roche Austria GmbH, Engelhorngasse 3, 1211 Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

1-18809 Dormicum "Roche" 5 mg/5 ml – Injektionslösung

1-18520 Dormicum "Roche" 5 mg/1 ml – Injektionslösung

1-19197 Dormicum "Roche" 50 mg/10 ml – Injektionslösung

9.

DATUM

DER

ERTEILUNG

DER

ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG

DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

23. November 1989 Dormicum "Roche" 5 mg/5 ml – Injektionslösung

7. Oktober 1988 Dormicum "Roche" 5 mg/1 ml – Injektionslösung

12. Dezember 1990 Dormicum "Roche" 50 mg/10 ml – Injektionslösung

Datum der letzten Verlängerung: 24. Juni 2008

10.

STAND DER INFORMATION

März 2018

- 20 -

16. März 2018

VERSCHREIBUNGSPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

rezept- und apothekenpflichtig, Anordnung der wiederholten Abgabe verboten gemäß § 10 Absatz 4

Psychotropenverordnung

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