Darunasta 400 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

17-03-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

17-03-2021

Wirkstoff:
Darunavir
Verfügbar ab:
TAD Pharma GmbH (3044021)
ATC-Code:
J05AE10
INN (Internationale Bezeichnung):
Darunavir
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Darunavir (32142) 400 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
99037.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-11-12

Dokumente in anderen Sprachen

Öffentlichen Beurteilungsberichts Öffentlichen Beurteilungsberichts - Englisch

14-11-2018

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Darunasta

®

400 mg Filmtabletten

Darunasta

®

800 mg Filmtabletten

Darunavir

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Darunasta und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Darunasta beachten?

Wie ist Darunasta einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Darunasta aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Darunasta und wofür wird es angewendet?

Was ist Darunasta?

Darunasta enthält den Wirkstoff Darunavir. Darunasta ist ein antiretrovirales Arzneimittel zur

Behandlung von Infektionen mit dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV). Es gehört zur

Arzneimittelgruppe der sogenannten Proteasehemmer. Die Wirkung von Darunasta beruht auf einer

Verringerung der Anzahl der HI-Viren in Ihrem Körper. Dies stärkt Ihr Immunsystem und vermindert

das Risiko von Erkrankungen, die mit einer HIV-Infektion zusammenhängen.

Wofür wird es angewendet?

Darunasta 400 mg und 800 mg Filmtabletten werden zur Behandlung von Erwachsenen und Kindern

ab 3 Jahre mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg angewendet, die mit HIV infiziert sind und

die bisher keine antiretroviralen Arzneimittel angewendet haben.

bei bestimmten Patienten, die bereits antiretrovirale Arzneimittel angewendet haben (Ihr Arzt

wird dies ermitteln).

Darunasta muss in Kombination mit einer geringen Dosis von Ritonavir und anderen Anti-HIV-

Arzneimitteln eingenommen werden. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche Arzneimittel-

Kombination für Sie am besten geeignet ist.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Darunasta beachten?

Darunasta darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch

gegen Darunavir oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels oder Ritonavir sind.

wenn Sie

schwere

Leberprobleme

haben. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht sicher

sind, wie schwer Ihre Lebererkrankung ist. Einige zusätzliche Untersuchungen könnten

notwendig sein.

Nehmen Sie Darunasta nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln ein

Falls Sie eines oder mehrere dieser Arzneimittel einnehmen, erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt nach

einer Umstellung auf ein anderes Arzneimittel.

Arzneimittel

Zweck des Arzneimittels

Avanafil

zur Behandlung von Erektionsstörungen

Astemizol

oder

Terfenadin

zur Behandlung allergischer Symptome

Triazolam

oral

(über den Mund)

eingenommenes Midazolam

eingesetzt, um Ihnen zum Schlafen zu verhelfen

und/oder Ängste zu nehmen

Cisaprid

zur Behandlung einiger Magenerkrankungen

Colchicin

(wenn Sie Nieren- und/oder

Leberprobleme haben)

zur Behandlung von Gicht oder familiärem

Mittelmeerfieber

Lurasidon, Pimozid, Quetiapin

oder

Sertindol

zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen

Mutterkornalkaloide

wie z. B.

Ergotamin,

Dihydroergotamin, Ergometrin und

Methylergometrin

zur Behandlung von Migränekopfschmerzen

Amiodaron, Bepridil, Dronedaron, Ivabradin,

Chinidin, Ranolazin

zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen z.

B. Herzrhythmusstörungen

Lovastatin,

Simvastatin und Lomitapid

zur Senkung der Cholesterinwerte

Rifampicin

zur Behandlung einiger Infektionen wie z. B.

Tuberkulose

das Kombinationspräparat

Lopinavir/Ritonavir

dieses Arzneimittel gegen HIV ist aus derselben

Arzneimittelklasse wie Darunasta

Elbasvir/Grazoprevir

zur Behandlung einer Hepatitis-C-Infektion

Alfuzosin

zur Behandlung einer vergrößerten Prostata

Sildenafil

zur Behandlung von hohem Blutdruck in den

Blutgefäßen der Lunge

Dabigatran, Ticagrelor

hilft bei der Behandlung von Patienten mit

Herzinfarkt in der Vorgeschichte, damit das Blut

nicht verklumpt

Naloxegol

zur Behandlung von Verstopfung, die durch

Opioide verursacht wird

Dapoxetin

zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses

Domperidon

zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen

Wenden Sie Darunasta nicht mit Präparaten an, die Johanniskraut (

Hypericum perforatum

) enthalten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Darunasta einnehmen.

Darunasta ist kein Heilmittel für eine HIV-Infektion. Auch während der Einnahme dieses

Arzneimittels können Sie HIV auf andere übertragen, obwohl das Risiko durch eine effektive

antiretrovirale Therapie verringert ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Vorsichtsmaßnahmen, die

notwendig sind, um die Infizierung anderer Menschen zu verhindern.

Bei Personen, die Darunasta einnehmen, können weiterhin Infektionen oder andere mit einer HIV-

Infektion zusammenhängende Erkrankungen auftreten. Sie müssen regelmäßigen Kontakt zu Ihrem

Arzt halten.

Bei Personen, die Darunasta einnehmen, kann ein Hautausschlag auftreten. In seltenen Fällen kann der

Ausschlag schwerwiegend oder möglicherweise lebensbedrohend werden. Bitte kontaktieren Sie Ihren

Arzt, wenn bei Ihnen ein Ausschlag auftritt.

Bei Patienten, die Darunasta zusammen mit Raltegravir (gegen eine HIV-Infektion) einnehmen,

können Hautausschläge (meist leicht bis mittelgradig) häufiger auftreten als bei Patienten, die nur

eines dieser Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Situation VOR und WÄHREND Ihrer Behandlung

Achten Sie darauf, folgende Punkte zu prüfen und Ihrem Arzt mitzuteilen, ob einer oder mehrere

davon auf Sie zutreffen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie früher schon einmal

Probleme mit Ihrer Leber

einschließlich einer Infektion mit Hepatitis B oder C hatten. Unter Umständen muss Ihr Arzt

erst die Schwere Ihrer Lebererkrankung beurteilen, bevor er darüber entscheiden kann, ob Sie

Darunasta einnehmen können.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie an

Diabetes

leiden. Darunasta kann den Zuckerspiegel im

Blut erhöhen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie irgendwelche

Symptome einer Infektion

(z. B.

vergrößerte Lymphknoten und Fieber) bemerken. Bei manchen Patienten mit fortgeschrittener

HIV-Infektion und opportunistischen Infektionen in der Vorgeschichte können kurz nach

Beginn der Anti-HIV-Behandlung Anzeichen und Symptome einer Entzündung auftreten, die

von solchen früheren Infektionen herrühren. Man nimmt an, dass diese Symptome auf einer

verbesserten Immunreaktion des Körpers beruhen, die ihn in die Lage versetzt, Infektionen zu

bekämpfen, die ohne offensichtliche Symptome schon vorher vorgelegen haben.

Zusätzlich zu den Begleitinfektionen können nach Beginn der Einnahme von Arzneimitteln zur

Behandlung Ihrer HIV-Infektion auch Autoimmunerkrankungen auftreten (ein Zustand, bei dem

das Immunsystem gesundes Körpergewebe angreift). Autoimmunerkrankungen können viele

Monate nach Beginn der Behandlung auftreten. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer

Infektion oder andere Symptome, wie z. B. Muskelschwäche, eine Schwäche, die in den Händen

und Füßen beginnt und sich in Richtung Rumpf fortsetzt, Herzklopfen, Zittern oder

Hyperaktivität bemerken, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt, um die notwendige

Behandlung zu erhalten.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie

Bluter

sind. Darunasta kann das Risiko von Blutungen

erhöhen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie

allergisch

sind gegen

Sulfonamide

(die z. B. zur

Behandlung von bestimmten Infektionen angewendet werden).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

Beschwerden des Bewegungsapparates

bemerken.

Einige Patienten, die eine kombinierte antiretrovirale Therapie einnehmen, können die

Knochenkrankheit Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe durch mangelnde

Blutversorgung des Knochens) entwickeln. Die Dauer der kombinierten antiretroviralen

Therapie, die Einnahme von Corticosteroiden, Alkoholkonsum, eine schwere

Immunsuppression, ein hoher Body-Mass-Index (Maßzahl zur Bestimmung des Körpergewichts

im Verhältnis zur Körpergröße) u.a. können einige von vielen Risikofaktoren für die Entstehung

dieser Krankheit sein. Anzeichen einer Osteonekrose sind Gelenksteifigkeit, Schmerzen

(insbesondere der Hüfte, Knie und Schulter) und Schwierigkeiten bei Bewegungen. Bitte

informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie irgendeines dieser Symptome bemerken.

Ältere Patienten

Darunavir ist nur bei einer begrenzten Anzahl von Patienten von 65 Jahren oder älter angewendet

worden. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Darunasta anwenden können, wenn Sie dieser

Altersgruppe angehören.

Kinder und Jugendliche

Die Darunasta 400 mg oder 800 mg Filmtabletten sollen nicht bei Kindern angewendet werden, die

jünger als 3 Jahre sind oder weniger als 40 kg wiegen.

Einnahme von Darunasta zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Es gibt einige Arzneimittel, die

Sie nicht zusammen

mit Darunasta

einnehmen dürfen

. Diese sind

vorstehend unter der Überschrift „Nehmen Sie Darunasta nicht zusammen mit folgenden

Arzneimitteln ein“ aufgeführt.

In den meisten Fällen kann Darunasta mit Anti-HIV-Arzneimitteln, die zu anderen Wirkstoffklassen

gehören [z. B. NRTIs (Nukleosidische Reverse-Transkriptasehemmer), NNRTIs (Nicht-

Nukleosidische Reverse-Transkriptasehemmer), CCR5-Antagonisten und FIs (Fusionshemmer)],

angewendet werden. Darunavir in Kombination mit Ritonavir ist nicht mit allen PIs

(Proteasehemmern) getestet worden und darf nicht zusammen mit anderen HIV-PIs eingenommen

werden. In einigen Fällen muss vielleicht die Dosierung von anderen Arzneimitteln geändert werden.

Informieren Sie deshalb immer Ihren Arzt, wenn Sie andere Anti-HIV-Arzneimittel einnehmen und

befolgen Sie sorgfältig die Anweisungen Ihres Arztes, welche Arzneimittel miteinander kombiniert

werden können.

Die Wirkung von Darunasta kann sich vermindern, wenn Sie eines der folgenden Präparate

einnehmen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie Folgendes einnehmen:

Phenobarbital, Phenytoin

(zur Vermeidung von Krampfanfällen)

Dexamethason

(Corticosteroid)

Efavirenz

(HIV-Infektion)

Rifapentin, Rifabutin

(Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Infektionen wie Tuberkulose)

Saquinavir

(HIV-Infektion).

Die Wirkung anderer Arzneimittel kann durch die Einnahme von Darunasta eventuell beeinflusst

werden. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie Folgendes einnehmen:

Amlodipin, Diltiazem, Disopyramid, Carvedilol, Felodipin, Flecainid, Lidocain, Metoprolol,

Mexiletin, Nifedipin, Nicardipin, Propafenon, Timolol, Verapamil

(gegen Herzerkrankungen),

da die therapeutische Wirkung oder Nebenwirkungen dieser Arzneimittel zunehmen können.

Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban, Warfarin

(zur Herabsetzung der Blutgerinnung), da ihre

therapeutische Wirkung oder Nebenwirkungen sich ändern können; es kann sein, dass Ihr Arzt

Ihr Blut untersuchen muss.

Hormonelle Verhütungsmittel auf Estrogenbasis und Hormonersatztherapie. Darunasta könnte

deren Wirksamkeit herabsetzen. Zur Empfängnisverhütung werden andere, nicht-hormonelle

Verhütungsmethoden empfohlen.

Ethinylestradiol/Drospirenon.

Darunasta kann das Risiko für erhöhte Kaliumspiegel durch

Drospirenon erhöhen.

Atorvastatin, Pravastatin, Rosuvastatin

(zur Senkung des Cholesterinspiegels). Das Risiko für

Muskelschädigungen könnte zunehmen. Ihr Arzt wird beurteilen, welche Cholesterin-senkende

Therapie in Ihrer besonderen Situation am besten ist.

Clarithromycin

(Antibiotikum)

Ciclosporin, Everolimus, Tacrolimus, Sirolimus

(zur Dämpfung Ihres Immunsystems), da die

therapeutische Wirkung oder Nebenwirkungen dieser Arzneimittel verstärkt werden könnten.

Ihr Arzt möchte vielleicht einige zusätzliche Untersuchungen durchführen.

Corticosteroide wie Betamethason, Budesonid, Fluticason, Mometason, Prednison und

Triamcinolon

. Diese Arzneimittel werden für die Behandlung von Allergien, Asthma,

entzündlichen Darmerkrankungen, entzündlichen Augen-, Gelenk- und Muskelerkrankungen

sowie von anderen entzündlichen Erkrankungen verwendet. Falls keine Alternativen

angewendet werden können, sollte die Anwendung nur nach medizinischer Beurteilung sowie

unter einer engmaschigen Überwachung im Hinblick auf Nebenwirkungen der Corticosteroide

durch Ihren Arzt erfolgen.

Buprenorphin/Naloxon

(Arzneimittel zur Behandlung einer Opioidabhängigkeit)

Salmeterol

(Arzneimittel zur Behandlung von Asthma)

Artemether/Lumefantrin

(ein Kombinationspräparat zur Behandlung der Malaria)

Dasatinib, Everolimus, Irinotecan, Nilotinib, Vinblastin, Vincristin

(zur Behandlung von Krebs)

Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil

(gegen Erektionsstörungen oder zur Behandlung einer

Erkrankung von Herz und Lunge, die pulmonale arterielle Hypertonie genannt wird)

Glecaprevir/Pibrentasvir

(zur Behandlung einer Hepatitis-C-Infektion)

Fentanyl, Oxycodon, Tramadol

(gegen Schmerzen)

Fesoterodin, Solifenacin

(zur Behandlung von Harnblasenerkrankungen).

Die Dosierung anderer Arzneimittel muss gegebenenfalls geändert werden, wenn die therapeutische

Wirkung oder Nebenwirkungen dieser Arzneimittel oder von Darunasta durch die Kombination

beeinflusst werden.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob Sie Folgendes einnehmen:

Alfentanil

(injizierbares, starkes und kurz wirkendes Schmerzmittel, das bei Operationen

angewendet wird)

Digoxin

(gegen bestimmte Herzerkrankungen)

Clarithromycin

(Antibiotikum)

Itraconazol, Isavuconazol, Fluconazol, Posaconazol, Clotrimazol

(zur Behandlung von

Pilzinfektionen).

Voriconazol sollte nur nach medizinischer Bewertung eingenommen werden.

Rifabutin

(gegen bakterielle Infektionen)

Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil

(gegen Erektionsstörungen oder hohen Blutdruck in den

Blutgefäßen der Lunge)

Amitriptylin, Desipramin, Imipramin, Nortriptylin, Paroxetin, Sertralin, Trazodon

(zur

Behandlung von Depression und Angst)

Maraviroc

(zur Behandlung einer HIV-Infektion)

Methadon

(zur Behandlung der Opiat-Abhängigkeit)

Carbamazepin, Clonazepam (

zur Vorbeugung von Krampfanfällen oder zur Behandlung von

bestimmten Formen von Nervenschmerzen)

Colchicin

(zur Behandlung von Gicht oder familiärem Mittelmeerfieber)

Bosentan

(zur Behandlung von hohem Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge)

Buspiron, Clorazepat, Diazepam, Estazolam, Flurazepam, Midazolam, sofern dieses als

Injektion angewendet wird, Zolpidem

(Beruhigungsmittel)

Perphenazin, Risperidon, Thioridazin

(zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen)

Metformin

(zur Behandlung von Typ-2-Diabetes)

Dies ist

keine

vollständige Liste von Arzneimitteln. Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker

alle

Arzneimittel mit, die Sie anwenden.

Einnahme von Darunasta zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Siehe Abschnitt 3 „Wie ist Darunasta einzunehmen?“.

Schwangerschaft und Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen oder beabsichtigen, schwanger zu

werden. Schwangere und stillende Mütter sollen Darunasta mit Ritonavir nicht einnehmen, es sei

denn, der Arzt hat es ausdrücklich verordnet. Schwangere und stillende Mütter sollen Darunavir nicht

zusammen mit Cobicistat einnehmen.

Es wird empfohlen, dass HIV-infizierte Frauen ihre Kinder nicht stillen, einerseits, weil die

Möglichkeit besteht, dass Ihr Kind sich über Ihre Muttermilch mit HIV infiziert, andererseits, wegen

der unbekannten Auswirkungen des Arzneimittels auf Ihr Kind.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder irgendwelche Werkzeuge oder

Maschinen bedienen, wenn Sie sich nach der Einnahme von Darunasta schwindlig oder benommen

fühlen.

3.

Wie ist Darunasta einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Auch wenn Sie sich besser fühlen, beenden Sie die Einnahme von Darunasta und Ritonavir nicht, ohne

vorher darüber mit Ihrem Arzt zu sprechen.

Nach dem Beginn der Therapie darf ohne Anweisung des Arztes die Dosis oder Darreichungsform

nicht verändert oder die Therapie nicht abgebrochen werden.

Die Darunasta 400 und 800 Milligramm Filmtabletten dürfen nur angewendet werden, um eine

Dosierung von 800 Milligramm einmal täglich zu erreichen.

Dosis für Erwachsene, die bisher keine antiretroviralen Arzneimittel eingenommen haben (Ihr

Arzt wird dies ermitteln)

Die übliche Dosis von Darunasta ist 800 Milligramm (2 Tabletten, die 400 Milligramm Darunasta

enthalten oder 1 Tablette, die 800 Milligramm Darunasta enthält) einmal täglich.

Sie müssen Darunasta jeden Tag und immer zusammen mit 100 Milligramm Ritonavir und mit einer

Mahlzeit einnehmen. Darunasta kann ohne Ritonavir und eine Mahlzeit nicht richtig wirken. Sie

müssen eine Mahlzeit oder einen Snack innerhalb von 30 Minuten, bevor Sie Darunasta und Ritonavir

einnehmen zu sich nehmen. Die Art der Mahlzeit ist dabei unwichtig. Auch wenn Sie sich besser

fühlen, dürfen Sie nicht aufhören, Darunasta und Ritonavir einzunehmen, ohne mit Ihrem Arzt

gesprochen zu haben.

Hinweise für Erwachsene

Nehmen Sie zwei 400 Milligramm Tabletten Darunasta oder eine 800 Milligramm Tablette

Darunasta einmal täglich, jeden Tag, zur gleichen Zeit ein.

Nehmen Sie Darunasta immer zusammen mit 100 Milligramm Ritonavir ein.

Nehmen Sie Darunasta zusammen mit einer Mahlzeit ein.

Schlucken Sie die Tablette mit einem Getränk wie z. B. Wasser oder Milch.

Nehmen Sie Ihre anderen HIV-Arzneimittel, die in Kombination mit Darunasta und Ritonavir

angewendet werden, wie von Ihrem Arzt verordnet ein.

Dosis für Erwachsene, die bereits antiretrovirale Arzneimittel erhalten haben (Ihr Arzt wird

dies ermitteln)

Die Dosis ist entweder:

800 Milligramm Darunasta (2 Tabletten, die je 400 Milligramm Darunasta enthalten oder 1

Tablette, die 800 Milligramm Darunasta enthält) zusammen mit 100 Milligramm Ritonavir

einmal täglich

ODER

600 Milligramm Darunasta (1 Tablette, die je 600 Milligramm Darunasta enthält) zusammen

mit 100 Milligramm Ritonavir zweimal täglich.

Besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, welche Dosis für Sie die richtige ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Dosis für Kinder ab 3 Jahre mit Ritonavir, die mehr als 40 Kilogramm wiegen und bisher keine

antiretroviralen Arzneimittel eingenommen haben (der Arzt Ihres Kindes wird dies ermitteln)

Die übliche Dosis beträgt 800 Milligramm Darunasta (2 Tabletten, die je 400 Milligramm

Darunasta enthalten oder 1 Tablette, die 800 Milligramm Darunasta enthält) zusammen mit 100

Milligramm Ritonavir einmal täglich.

Dosis für Kinder ab 3 Jahre mit Ritonavir, die mehr als 40 Kilogramm wiegen und bereits

antiretrovirale Arzneimittel erhalten haben (der Arzt Ihres Kindes wird dies ermitteln)

Die Dosis ist entweder:

800 Milligramm Darunasta (2 Tabletten, die je 400 Milligramm Darunasta enthalten oder 1

Tablette, die 800 Milligramm Darunasta enthält) einmal täglich

ODER

600 Milligramm Darunasta (1 Tablette, die 600 Milligramm Darunasta enthält) zusammen mit

100 Milligramm Ritonavir zweimal täglich.

Besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, welche Dosis für Sie die richtige ist.

Hinweise für Kinder ab 3 Jahre mit Ritonavir, die mehr als 40 Kilogramm wiegen

Nehmen Sie 800 Milligramm Darunasta (2 Tabletten, die je 400 Milligramm Darunasta

enthalten oder 1 Tablette, die 800 Milligramm Darunasta enthält) einmal täglich, jeden Tag, zur

gleichen Zeit ein.

Nehmen Sie Darunasta immer zusammen mit 100 Milligramm Ritonavir ein.

Nehmen Sie Darunasta zusammen mit einer Mahlzeit ein.

Schlucken Sie die Tablette mit einem Getränk wie z. B. Wasser oder Milch.

Nehmen Sie Ihre anderen HIV-Arzneimittel, die in Kombination mit Darunasta und Ritonavir

angewendet werden, wie von Ihrem Arzt verordnet ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Darunasta eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie die Einnahme von Darunasta vergessen haben

Wenn Sie dies

innerhalb von 12 Stunden

bemerken, müssen Sie die Tabletten sofort einnehmen.

Nehmen Sie die Tabletten immer zusammen mit Ritonavir und einer Mahlzeit ein. Wenn Sie dies erst

nach 12 Stunden

bemerken, dann lassen Sie diese Einnahme aus und nehmen Sie die nächste Dosis

wie gewöhnlich ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie nach der Einnahme von Darunasta und Ritonavir erbrechen

Wenn Sie

innerhalb von 4 Stunden

nach der Einnahme des Arzneimittels erbrechen, sollten Sie so

bald wie möglich eine weitere Dosis von Darunasta und Ritonavir mit einer Mahlzeit einnehmen.

Erbrechen Sie

mehr als 4 Stunden

nach der Einnahme des Arzneimittels, brauchen Sie bis zum

nächsten geplanten Zeitpunkt keine weitere Dosis von Darunasta und Ritonavir einnehmen.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt,

wenn Sie sich nicht sicher sind

, was Sie tun sollen, wenn Sie eine

Dosis vergessen oder sich erbrochen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Darunasta abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Darunasta nicht, ohne vorher darüber mit Ihrem Arzt zu

sprechen.

Durch die HIV-Therapie kann sich Ihr allgemeines Befinden verbessern. Brechen Sie die Behandlung

mit Darunasta nicht ab, auch wenn Sie sich schon besser fühlen. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Während einer HIV-Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und

Blutzuckerwerte auftreten. Dies hängt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem

Lebensstil zusammen; bei den Blutfetten manchmal mit den HIV-Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt wird

Sie auf diese Veränderungen hin untersuchen.

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen entwickeln.

Es wurde über Leberprobleme berichtet, die gelegentlich schwerwiegend sein können. Bevor Sie die

Therapie mit Darunasta beginnen, sollte Ihr Arzt Blutuntersuchungen durchführen. Wenn Sie an einer

chronischen Hepatitis-B- oder -C-Infektion leiden, sollte Ihr Arzt Blutuntersuchungen häufiger

durchführen, da für Sie ein größeres Risiko für die Entwicklung von Leberproblemen besteht.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Anzeichen und Symptome von Leberproblemen. Diese können

einschließen: Gelbfärbung Ihrer Haut oder des weißen Teils Ihrer Augen, dunkler (wie Tee gefärbter)

Urin, heller Stuhl (Stuhlgang), Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust oder Schmerzen oder

Empfindlichkeit an der rechten Seite unterhalb Ihrer Rippen.

Hautausschlag (häufiger bei gemeinsamer Anwendung mit Raltegravir), Juckreiz. Der Ausschlag ist

gewöhnlich leicht bis mittelgradig. Ein Hautausschlag kann auch ein Symptom eines seltenen

schweren Krankheitszustandes sein. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn sich ein

Ausschlag entwickelt. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wie Ihre Symptome zu behandeln sind oder ob

Darunasta abgesetzt werden muss.

Andere klinisch bedeutende schwere Nebenwirkungen waren Diabetes (häufig) und Entzündung der

Bauchspeicheldrüse (gelegentlich).

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Durchfall.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Blähbauch, Verdauungsstörungen, Blähungen

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder

Schmerzen in Händen oder Füßen, Kraftverlust, Einschlafschwierigkeiten.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Brustschmerzen, Veränderungen des EKGs, schneller Herzschlag

verminderte oder anomale Hautempfindlichkeit, Ameisenlaufen,

Aufmerksamkeitsschwierigkeiten, Gedächtnisverlust, Gleichgewichtsprobleme

Atembeschwerden, Husten, Nasenbluten, Reizungen im Rachen

Entzündung von Magen oder Mund, Sodbrennen, Würgereiz, trockener Mund,

Bauchbeschwerden, Verstopfung, Aufstoßen

Nierenversagen, Nierensteine, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, häufiger oder übermäßiger

Harndrang, manchmal nachts

Nesselsucht, starke Schwellung der Haut und anderen Gewebes (am häufigsten der Lippen oder

der Augen), Ekzem, übermäßiges Schwitzen, Nachtschweiß, Haarausfall, Akne, schuppige

Haut, Nagelverfärbung

Muskelschmerz, Muskelkrämpfe oder -schwäche, Schmerz in den Extremitäten, Osteoporose

Verminderung der Schilddrüsenfunktion. Dies kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt

werden.

Bluthochdruck, Erröten

rote oder trockene Augen

Fieber, Schwellung der unteren Gliedmaßen durch Flüssigkeitsansammlung, Unpässlichkeit,

Gereiztheit, Schmerz

Anzeichen wie bei einer Infektion, Herpes simplex

Erektionsstörung, Vergrößerung der Brüste

Schlafprobleme, Schläfrigkeit, Depression, Angstgefühl, anormale Träume, Abnahme des

sexuellen Verlangens

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

eine Reaktion, die DRESS genannt wird [schwerer Ausschlag, der von Fieber, Müdigkeit,

Schwellung des Gesichts oder der Lymphknoten, Anstieg der Eosinophilen (bestimmte weiße

Blutkörperchen), Auswirkungen auf die Leber, Niere oder Lunge begleitet sein kann]

Herzinfarkt, langsamer Herzschlag, Herzklopfen

Sehstörungen

Schüttelfrost, anomales Gefühl

Gefühl von Verwirrtheit oder Desorientiertheit, Stimmungsveränderung, Unruhe

Ohnmacht, epileptische Anfälle, Geschmacksveränderungen oder -verlust

wunde Stellen im Mund, Erbrechen von Blut, entzündete Lippen, trockene Lippen, belegte

Zunge

laufende Nase

Hautläsionen, trockene Haut

steife Muskeln oder Gelenke, Gelenkschmerzen mit oder ohne Entzündung

Veränderungen einiger Werte Ihres Blutbildes oder der klinischen Chemie. Dies kann durch

Blut- und/oder Urinuntersuchungen festgestellt werden. Ihr Arzt wird Ihnen die Befunde

erklären. Beispiele hierfür sind: erhöhte Anzahl einiger weißer Blutkörperchen.

Manche Nebenwirkungen sind typisch für HIV-Arzneimittel, die derselben Familie angehören wie

Darunasta. Dies sind:

Muskelschmerzen bzw. Muskeldruckschmerz oder Muskelschwäche. In seltenen Fällen waren

diese Muskelbeschwerden schwerwiegend.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Darunasta aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Flasche nach „Verwendbar

bis/EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Blisterpackungen:

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Flaschen:

Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Haltbarkeit nach Anbruch: 3 Monate.

Entsorgen Sie das Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht

mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie

unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Darunasta enthält

Der Wirkstoff ist: Darunavir. Jede Tablette enthält 400 mg oder 800 mg Darunavir.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon Typ A,

Hyprolose, Hochdisperses Siliciumdioxid, Mikrokristallline Cellulose, Siliciumdioxid-

beschichtet, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].

Tablettenüberzug:

Poly(vinylalkohol),

Macrogol 3350, Titandioxid (E171), Talkum, Eisen(III)-oxid (E172) –

zusätzlich bei den 400

mg Filmtabletten:

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E172).

Wie Darunasta aussieht und Inhalt der Packung

Darunasta 400 mg Filmtabletten:

Gelbbraune, ovale, bikonvexe Filmtabletten mit der einseitigen Prägung S1. Tablettenmaße: 17 x 8,5

Darunasta 800 mg Filmtabletten:

Braunrote, ovale, bikonvexe Filmtabletten mit der einseitigen Prägung S3. Tablettenmaße: 20 x 10

Darunasta 400 mg und 800 mg ist in Blistern mit 14, 28, 56, 84 Filmtabletten, 14 x 1, 28 x 1, 56 x 1

und 84 x 1 Filmtablette in einer Faltschachtel erhältlich.

Darunasta 400 mg Filmtabletten sind in Flaschen mit 30 Filmtabletten (1 Flasche mit 30

Filmtabletten), 60 Filmtabletten (2 Flaschen mit 30 Filmtabletten), 90 Filmtabletten (3 Flaschen mit 30

Filmtabletten) und 180 Filmtabletten (6 Flaschen mit 30 Filmtabletten) in einer Faltschachtel

erhältlich.

Darunasta 800 mg Filmtabletten sind in Flaschen mit 30 Filmtabletten (1 Flasche mit 30 Filmtabletten)

und 90 Filmtabletten (3 Flaschen mit 30 Filmtabletten) in einer Faltschachtel erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Hersteller

Krka, d.d., Novo mesto

Šmarješka cesta 6

8501 Novo mesto

Slowenien

oder

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Deutschland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2020.

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

BEZEICHNUNG

ARZNEI-

MITTELS

Darunasta

400 mg Filmtabletten

Darunasta

800 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATI-

VE ZUSAMMENSETZUNG

Darunasta 400 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 400 mg Darunavir.

Darunasta 800 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 800 mg Darunavir.

Vollständige Auflistung der sonstigen Be-

standteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette (Tablette).

Darunasta 400 mg Filmtabletten:

Gelbbraune, ovale, bikonvexe Filmtabletten

mit der einseitigen Prägung S1. Tabletten-

maße: 17 x 8,5 mm.

Darunasta 800 mg Filmtabletten:

Braunrote, ovale, bikonvexe Filmtabletten

mit der einseitigen Prägung S3. Tabletten-

maße: 20 x 10 mm.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Darunasta zusammen mit niedrig dosiertem

Ritonavir

eingenommen

indiziert

Kombination

mit anderen antiretroviralen

Arzneimitteln zur Therapie bei Patienten mit

Infektionen mit dem humanen Immundefizi-

enzvirus (HIV-1).

Darunasta 400 mg und 800 mg Tabletten

können zur Erreichung der geeigneten Dosis

zur Therapie der HIV-1-Infektion bei Er-

wachsenen und bei pädiatrischen Patienten

ab 3 Jahre und mindestens 40 kg Körperge-

wicht angewendet werden, die:

antiretroviral nicht vorbehandelt (ART-

naïv) sind (siehe Abschnitt 4.2).

ART-vorbehandelt sind und keine Da-

runavir-Resistenz-assoziierte

Mutatio-

nen (DRV-RAMs) und < 100.000 HIV-

1-RNA-Kopien/ml im Plasma und eine

CD4+-Zellzahl von ≥ 100 x 10

Zellen/l

besitzen.

Entscheidung

für

einen

Therapiebeginn mit Darunavir bei sol-

chen

ART-vorbehandelten

Patienten,

und zum Einsatz von Darunavir sollte auf

Basis der Daten einer Genotypisierung

getroffen werden (siehe Abschnitte 4.2,

4.3, 4.4 und 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Therapie sollte von einem Arzt eingelei-

tet werden, der in der Behandlung von HIV-

Infektionen erfahren ist. Nach Beginn der

Therapie mit Darunasta sollten die Patienten

angewiesen werden, nicht ohne Rückspra-

che mit Ihrem Arzt die Dosierung oder die

Darreichungsform zu ändern oder die The-

rapie abzubrechen.

Dosierung

Darunasta ist stets oral zusammen mit nied-

rig dosiertem Ritonavir als pharmakokineti-

schem Verstärker und in Kombination mit

anderen antiretroviralen Arzneimitteln an-

zuwenden. Vor Aufnahme einer Therapie

mit Darunavir ist daher die Fachinformation

von Ritonavir zu beachten.

Dieses Arzneimittel ist nur als Filmtabletten

verfügbar und es ist daher nicht geeignet für

Patienten, die keine ganzen Tabletten schlu-

cken können, z. B. junge Kinder. Für die An-

wendung bei diesen Patienten sollte geprüft

werden, ob geeignetere Darreichungsformen

mit Darunavir zur Verfügung stehen.

Antiretroviral

nicht

vorbehandelte

(ART-

naïve) erwachsene Patienten

Die empfohlene Dosierung ist 800 mg ein-

mal täglich mit Ritonavir 100 mg einmal

täglich mit dem Essen. Darunasta 400 mg

und 800 mg Tabletten können angewendet

werden, um die Dosis von einmal täglich

800 mg zu erreichen.

ART-vorbehandelte erwachsene Patienten

Die empfohlene Dosierung ist wie folgt:

Für ART-vorbehandelte Patienten ohne

Virusmutationen, die mit Darunavir-Re-

sistenz-assoziiert

sind

(DRV-RAMs)*

mit < 100.000 HIV-1-RNA-Kopien/ml

im Plasma und einer CD4+-Zellzahl von

≥ 100 x 10

Zellen/l (siehe Abschnitt 4.1)

kann eine Dosierung von 800 mg einmal

täglich mit Ritonavir 100 mg einmal täg-

lich zusammen mit dem Essen angewen-

det werden. Darunasta 400 mg und 800

mg Tabletten können angewendet wer-

den, um die Dosis von einmal täglich 800

mg zu erreichen.

Für jeden anderen ART-vorbehandelten

Patienten

oder

wenn

eine

HIV-1-

Genotypisierung nicht möglich ist, be-

trägt die empfohlene Dosierung 600 mg

zweimal täglich mit Ritonavir 100 mg

zweimal täglich mit Essen (siehe Fachin-

formation von Darunasta 600 mg Tablet-

ten).

* DRV-RAMs: V11I, V32I, L33F, I47V,

I50V, I54M, I54L, T74P, L76V, I84V und

L89V

Antiretroviral

nicht

vorbehandelte

(ART-

naïve)

pädiatrische

Patienten

Jahre und mindestens 40 kg Körpergewicht)

Die empfohlene Dosierung ist 800 mg ein-

mal täglich mit Ritonavir 100 mg einmal

täglich mit dem Essen.

ART-vorbehandelte pädiatrische Patienten

(3 bis 17 Jahre und mindestens 40 kg Kör-

pergewicht)

Die empfohlene Dosierung ist wie folgt:

Für ART-vorbehandelte Patienten ohne

DRV-RAMs* und mit < 100.000 HIV-1-

RNA-Kopien/ml im Plasma und einer

CD4+-Zellzahl von ≥ 100 x 10

Zellen/l

(siehe Abschnitt 4.1) kann eine Dosie-

rung von 800 mg einmal täglich mit Ri-

tonavir 100 mg einmal täglich zusammen

mit dem Essen angewendet werden. Da-

runasta 400 mg und 800 mg Tabletten

können angewendet werden, um die Do-

sis von einmal täglich 800 mg zu errei-

chen.

Für jeden anderen ART-vorbehandelten

Patienten

oder

wenn

eine

HIV-1-

Genotypisierung nicht möglich ist, wird

die empfohlene Dosierung in der Fachin-

formation von Darunasta 600 mg Tablet-

ten beschrieben.

* DRV-RAMs: V11I, V32I, L33F, I47V,

I50V, I54M, I54L, T74P, L76V, I84V und

L89V

Hinweis bei ausgelassenen Dosen

Falls

eine

einmal

täglich

eingenommene

Dosis Darunasta oder Ritonavir vergessen

wird, dieses Versäumnis aber innerhalb von

12 Stunden nach dem üblichen Einnahme-

zeitpunkt bemerkt wird, sollten die Patienten

angewiesen

werden,

vorgeschriebene

Dosis von Darunasta und Ritonavir zusam-

men mit dem Essen so bald wie möglich ein-

zunehmen. Wenn dies später als 12 Stunden

nach dem üblichen Einnahmezeitpunkt be-

merkt wird, darf die vergessene Dosis nicht

eingenommen werden und der Patient sollte

sein gewohntes Behandlungsschema wieder

aufnehmen.

Diese

Empfehlung

basiert auf der

Halb-

wertszeit von Darunavir bei gleichzeitiger

Anwendung von Ritonavir und dem emp-

fohlenen

Dosierungsintervall

Stunden.

Wenn ein Patient innerhalb von 4 Stunden

nach der Einnahme des Arzneimittels er-

bricht, sollte er so schnell wie möglich eine

weitere Dosis von Darunasta mit Ritonavir

zusammen mit dem Essen einnehmen. Er-

bricht ein Patient mehr als 4 Stunden nach

der Einnahme des Arzneimittels, braucht er

bis zum nächsten regulär geplanten Zeit-

punkt keine weitere Dosis von Darunasta

mit Ritonavir einzunehmen.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

Es liegen nur begrenzt Informationen in die-

ser Patientengruppe vor und daher sollte Da-

runasta in dieser Altersgruppe mit Vorsicht

angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4

und 5.2).

Leberfunktionsstörungen

Darunavir wird über das hepatische System

verstoffwechselt. Bei Patienten mit milder

(Child-Pugh Klasse A) oder mäßiger (Child-

Pugh Klasse B) Leberfunktionsstörung ist

eine Dosisanpassung nicht zu empfehlen, je-

doch sollte Darunasta bei diesen Patienten

mit Vorsicht angewendet werden. Zu Patien-

ten mit schwerer Leberfunktionsstörung lie-

gen keine pharmakokinetischen Daten vor.

Schwere Leberfunktionsstörungen könnten

zu einer erhöhten Verfügbarkeit von Da-

runavir führen und dessen Sicherheitsprofil

verschlechtern.

Deswegen

darf

Darunasta

bei Patienten mit schwerer Leberfunktions-

störung (Child-Pugh Klasse C) nicht ange-

wendet werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4

und 5.2).

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

ist eine Dosisanpassung von Darunavir/Ri-

tonavir nicht erforderlich (siehe Abschnitte

4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Darunasta soll bei Kindern nicht angewen-

det werden,

die unter 3 Jahre sind aufgrund

von Sicherheitsbedenken (siehe Abschnitte

4.4 und 5.3) oder

die weniger als 15 kg wiegen, da

die Dosis für diese Population nicht an einer

ausreichenden Anzahl Patienten untersucht

werden konnte (siehe Abschnitt 5.1).

Zu weiteren Dosierungsempfehlungen für

Kinder

siehe

Fachinformation

runasta 600 mg Tabletten.

Schwangerschaft und postpartale Phase

Während der Schwangerschaft und postpar-

talen Phase ist eine Dosisanpassung von Da-

runavir/Ritonavir

nicht

notwendig.

runasta/Ritonavir soll während der Schwan-

gerschaft nur angewendet werden, wenn der

potentielle

Nutzen

potentielle

Risiko

rechtfertigt (siehe Abschnitte 4.4, 4.6 und

5.2).

Art der Anwendung

Die Patienten sollten angewiesen werden,

Darunasta mit niedrig dosiertem Ritonavir

innerhalb von 30 Minuten nach Beendigung

einer Mahlzeit einzunehmen. Die Art der

Nahrungsmittel hat keinen Einfluss auf die

systemische Verfügbarkeit von Darunavir

(siehe Abschnitte 4.4, 4.5 und 5.2).

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff o-

der einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Patienten mit schwerer Leberfunktionsstö-

rung (Child-Pugh-Klasse C).

Die gleichzeitige Anwendung mit folgenden

Arzneimitteln aufgrund der erwarteten Ver-

minderung der Plasmakonzentrationen von

Darunavir und Ritonavir sowie eines mögli-

chen Verlusts der Wirksamkeit (siehe Ab-

schnitte 4.4 und 4.5).

Das Kombinationspräparat Lopinavir/Ri-

tonavir (siehe Abschnitt 4.5).

Die starken CYP3A-Induktoren Rifam-

picin und pflanzliche Arzneimittel, die

Johanniskraut

(Hypericum

perforatum)

enthalten.

wird

erwartet,

dass

gleichzeitige

Anwendung

Plasma-

konzentrationen von Darunavir und Ri-

tonavir vermindert, was zum Verlust der

Wirksamkeit und möglicher Resistenz-

entwicklung

führen

kann

(siehe

schnitte 4.4 und 4.5).

Darunavir,

Ritonavir

geboostert

wird, hemmt die Elimination von Wirkstof-

fen, deren Clearance in hohem Maße von

CYP3A abhängig ist, was zu einer erhöhten

Exposition gegenüber dem gleichzeitig an-

gewendeten Wirkstoff führt.

Daher ist die gleichzeitige Anwendung von

Wirkstoffen, bei denen erhöhte Plasmakon-

zentrationen mit schwerwiegenden und/oder

lebensbedrohlichen

Ereignissen

einherge-

hen, kontraindiziert (zutreffend für Daruna-

vir, das mit Ritonavir geboostert wird). Zu

diesen Wirkstoffen zählen z. B.:

Alfuzosin

Amiodaron,

Bepridil,

Dronedaron,

Ivabradin, Chinidin, Ranolazin

Astemizol, Terfenadin

Colchicin bei Anwendung bei Patienten

mit Nieren- und/oder Leberfunktionsstö-

rung (siehe Abschnitt 4.5)

Ergotderivate (z. B. Dihydroergotamin,

Ergometrin, Ergotamin, Methylergome-

trin)

Elbasvir/Grazoprevir

Cisaprid

Dapoxetin

Domperidon

Naloxegol

Lurasidon, Pimozid, Quetiapin, Sertindol

(siehe Abschnitt 4.5)

Triazolam, oral eingenommenes Mida-

zolam (zur Vorsicht bei parenteral verab-

reichtem Midazolam siehe Abschnitt 4.5)

Sildenafil – wenn zur Behandlung der

pulmonalen arteriellen Hypertonie ange-

wandt, Avanafil

Simvastatin, Lovastatin und Lomitapid

(siehe Abschnitt 4.5)

Dabigatran, Ticagrelor (siehe Abschnitt

4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vor-

sichtsmaßnahmen für die Anwendung

Obwohl es sich gezeigt hat, dass die erfolg-

reiche Virussuppression durch eine antiret-

rovirale Therapie das Risiko einer sexuellen

Übertragung erheblich reduziert, kann ein

Restrisiko

nicht

ausgeschlossen

werden.

Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung der

Übertragung sollten gemäß nationaler Richt-

linien getroffen werden.

Eine regelmäßige Überprüfung des virologi-

schen

Ansprechens

wird

empfohlen.

Fehlen oder Verlust des virologischen An-

sprechens sollte ein Resistenztest durchge-

führt werden.

Darunasta 400 mg oder 800 mg ist stets oral

zusammen mit niedrig dosiertem Ritonavir

als pharmakokinetischem Verstärker und in

Kombination

mit anderen antiretroviralen

Arzneimitteln

einzunehmen

(siehe

schnitt 5.2). Vor Aufnahme einer Therapie

mit Darunavir ist daher die Fachinformation

von Ritonavir zu beachten.

Eine höhere Dosis Ritonavir als die in Ab-

schnitt 4.2 empfohlene zeigte keine signifi-

kanten Auswirkungen auf die Darunavir-

Konzentration. Es wird nicht empfohlen, die

Dosis von Ritonavir zu verändern.

Darunavir bindet überwiegend an 

-saures

Glykoprotein. Diese Proteinbindung ist kon-

zentrationsabhängig,

eine

Bin-

dungssättigung hinweist. Daher kann nicht

ausgeschlossen werden, dass Arzneimittel,

die auch stark an 

-saures Glykoprotein

binden, aus ihrer Proteinbindung verdrängt

werden (siehe Abschnitt 4.5).

ART-vorbehandelte Patienten – einmal täg-

liche Dosierung

ART-vorbehandelten

Patienten

sollte

Darunasta in Kombination niedrig dosiertem

Ritonavir einmal täglich nicht angewendet

werden, wenn die Patienten HI-Viren mit ei-

ner oder mehreren Darunavir-Resistenz-as-

soziierten

Mutationen

(DRV-RAMs),

100.000 HIV-1-RNA-Kopien/ml oder eine

CD4+-Zellzahl von < 100 x 10

Zellen/l ha-

ben (siehe Abschnitt 4.2). In dieser Popula-

tion wurden Kombinationen mit einem an-

deren optimierten Basisregime (OBR) als ≥

2 NRTIs nicht untersucht. Es stehen nur ein-

geschränkt Daten für Patienten mit anderen

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

HIV-1-Stämmen als B zur Verfügung (siehe

Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche

Darunasta wird für die Anwendung bei pä-

diatrischen Patienten unter 3 Jahren oder mit

einem Körpergewicht von weniger als 15 kg

nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.2 und

5.3).

Schwangerschaft

Darunasta/Ritonavir

soll

während

Schwangerschaft nur angewendet werden,

wenn der potentielle Nutzen das potentielle

Risiko rechtfertigt. Vorsicht ist bei Schwan-

geren mit Begleitmedikation, die die Da-

runavirexposition

weiter

vermindern

könnte, geboten (siehe Abschnitte 4.5 und

5.2).

Ältere Patienten

Da zur Anwendung von Darunasta bei Pati-

enten ab 65 Jahren nur begrenzte Informati-

onen verfügbar sind, sollte Darunasta bei äl-

teren

Patienten

Vorsicht

angewendet

werden, zumal bei diesen die Häufigkeit von

Einschränkungen der Leberfunktion sowie

von Begleiterkrankungen und anderen The-

rapien erhöht ist (siehe Abschnitte 4.2 und

5.2).

Schwere Hautreaktionen

Während des klinischen Entwicklungspro-

gramms

Darunavir/Ritonavir

3.063) wurden schwere Hautreaktionen, die

mit Fieber und/oder Erhöhung der Transa-

minasen einhergehen können, bei 0,4% der

Patienten berichtet. DRESS (Arzneimitte-

lexanthem mit Eosinophilie und systemi-

schen Symptomen) und ein Stevens-John-

son-Syndrom wurden selten (< 0,1%) be-

schrieben; Toxische epidermale Nekrolyse

akute

generalisierte

exanthematische

Pustulose wurden nach Markteinführung be-

richtet. Darunasta soll sofort abgesetzt wer-

den, wenn sich Zeichen oder Symptome ei-

schweren

Hautreaktion

entwickeln.

Diese können mit schweren Hautausschlä-

gen oder Hautausschlag mit Fieber, allge-

meinem Unwohlsein, Ermüdung, Muskel-

oder Gelenkschmerzen, Blasen, oralen Läsi-

onen, Konjunktivitis, Hepatitis und/oder Eo-

sinophilie verbunden sein, sind aber nicht

darauf beschränkt.

Hautausschlag trat bei ART-vorbehandelten

Patienten,

deren

Therapieregime

Daruna-

vir/Ritonavir

plus

Raltegravir

enthielten,

häufiger auf als bei Patienten, die Daruna-

vir/Ritonavir

ohne

Raltegravir

oder

Ral-

tegravir ohne Darunavir/Ritonavir erhielten

(siehe Abschnitt 4.8).

Darunavir enthält einen Sulfonamid-Anteil.

Darunasta sollte bei Patienten mit bekannter

Sulfonamidallergie mit Vorsicht angewen-

det werden.

Hepatotoxizität

Es wurde über Arzneimittel-induzierte He-

patitis (z. B. akute Hepatitis, zytolytische

Hepatitis) unter Darunavir berichtet. Wäh-

rend

klinischen

Entwicklungspro-

gramms

Darunavir/Ritonavir

3.063) wurde Hepatitis bei 0,5% der Patien-

ten, die eine antiretrovirale Kombinations-

therapie mit Darunavir/Ritonavir erhielten,

berichtet. Patienten mit vorbestehenden Le-

berfunktionsstörungen, inklusive chronisch

aktiver Hepatitis B oder C, haben ein erhöh-

tes Risiko für Leberfunktionsstörungen ein-

schließlich schwerer und potenziell tödli-

cher Nebenwirkungen auf die Leber. Im Fall

einer gleichzeitigen antiviralen Behandlung

der Hepatitis B oder C, beachten Sie bitte die

relevanten Produktinformationen für diese

Arzneimittel.

Entsprechende Laboruntersuchungen sollen

vor Beginn der Therapie mit Darunasta in

Kombination mit niedrig dosiertem Ritona-

vir durchgeführt und die Patienten während

der Behandlung überwacht werden.

Eine besondere Überwachung der AST/ALT

soll bei Patienten mit zugrunde liegender

chronischer

Hepatitis,

Leberzirrhose

oder

bei Patienten, die vor Beginn der Behand-

lung erhöhte Transaminasen aufweisen, in

Betracht gezogen werden, insbesondere in

den ersten Monaten der Behandlung mit Da-

runasta in Kombination mit niedrig dosier-

tem Ritonavir.

Wenn es bei Patienten, die Darunasta in

Kombination mit niedrig dosiertem Ritona-

vir einnehmen, Hinweise auf neue oder sich

verschlechternde

Leberfunktionsstörungen

gibt (einschließlich einer klinisch signifi-

kanten Erhöhung der Leberenzyme und/oder

Symptome wie Ermüdung, Appetitlosigkeit,

Übelkeit, Gelbsucht, dunkler Urin, Druck-

empfindlichkeit der Leber, Hepatomegalie),

soll umgehend eine Unterbrechung oder ein

Abbruch der Behandlung erwogen werden.

Patienten mit Begleiterkrankungen

Leberfunktionsstörung

Zur Sicherheit und Wirksamkeit von Da-

runavir bei Patienten mit einer zugrunde lie-

genden schweren Lebererkrankung liegen

keine Daten vor, und deshalb ist Darunasta

bei Patienten mit schwerer Leberfunktions-

störung kontraindiziert. Aufgrund eines An-

stiegs von ungebundenem Darunavir in der

Plasmakonzentration, sollte Darunasta bei

Patienten mit leichter oder mäßiger Leber-

funktionsstörung mit Vorsicht angewendet

werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten

mit Nierenfunktionsstörung

sind keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen

oder Dosisanpassungen

für

Darunavir/Ri-

tonavir erforderlich. Aufgrund der hohen

Plasmaproteinbindung von Darunavir und

Ritonavir ist eine signifikante Entfernung

durch Hämodialyse oder Peritonealdialyse

unwahrscheinlich. Daher sind bei diesen Pa-

tienten keine speziellen Vorsichtsmaßnah-

oder

Dosisanpassungen

erforderlich

(siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Bluter

Bei Patienten mit Hämophilie A oder B, die

mit PIs behandelt wurden, wurde eine Zu-

nahme von Blutungen, einschließlich spon-

tan aufgetretener Hämatome der Haut und

Blutungen in den Gelenken (Hämarthrose),

berichtet. Bei einigen Patienten wurde zu-

sätzlich der Faktor VIII verabreicht. In mehr

als der Hälfte der berichteten Fälle wurde die

Behandlung mit PIs fortgesetzt oder wieder

aufgenommen, falls diese abgebrochen wor-

den war. Ein kausaler Zusammenhang wird

vermutet; der Wirkungsmechanismus ist je-

doch

nicht

geklärt.

Hämophilie-Patienten

sollten daher auf eine mögliche Zunahme

von Blutungen hingewiesen werden.

Gewicht und metabolische Parameter

Während

einer

antiretroviralen

Therapie

können eine Gewichtszunahme und ein An-

stieg der Blutlipid- und Blutglukosewerte

auftreten. Diese Veränderungen können teil-

weise mit dem verbesserten Gesundheitszu-

stand und dem Lebensstil zusammenhängen.

In einigen Fällen ist ein Einfluss der Be-

handlung auf die Blutlipidwerte erwiesen,

während es für die Gewichtszunahme kei-

nen klaren Nachweis eines Zusammenhangs

mit einer bestimmten Behandlung gibt. Für

die Überwachung der Blutlipid- und Blut-

glukosewerte wird auf die anerkannten HIV-

Therapierichtlinien verwiesen. Die Behand-

lung von Lipidstörungen sollte nach klini-

schem Ermessen erfolgen.

Osteonekrose

Obwohl

Ätiologie

multifaktoriell

(einschließlich

Corticosteroidtherapie,

koholkonsum, schwerer Immunsuppression,

höherem

Body-Mass-Index)

angesehen

wird, wurde über Fälle von Osteonekrose

besonders bei Patienten mit fortgeschrittener

HIV-Erkrankung und/oder Langzeitexposi-

tion gegenüber einer antiretroviralen Kom-

binationstherapie (CART) berichtet. Patien-

sollten

angewiesen

werden

medizini-

schen

zu suchen,

wenn

Gelenk-

schmerzen,

Gelenksteifigkeit

oder

schwerden bei Bewegungen verspüren.

Immunrekonstitutionssyndrom

Bei HIV-infizierten Patienten, die zu Beginn

antiretroviralen

Kombinationstherapie

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

(CART) an einer schwerwiegenden Immun-

schwäche

leiden,

kann

eine

entzündliche

Reaktion auf asymptomatische oder residu-

ale opportunistische Erreger auftreten und

ernsthafte Erkrankungen oder eine Verstär-

kung

Symptome

hervorrufen.

Typi-

scherweise wurden solche Reaktionen inner-

halb der ersten Wochen oder Monate nach

Beginn einer CART beobachtet. Relevante

Beispiele

sind

Cytomegalievirus-Retinitis,

generalisierte und/oder fokale mykobakteri-

elle

Infektionen

sowie

Pneumonie

verur-

sacht durch Pneumocystis jirovecii (früher

bekannt als Pneumocystis carinii).

Etwaige entzündliche Symptome sollten un-

tersucht und gegebenenfalls behandelt wer-

den. Darüber hinaus wurde in klinischen

Studien mit einer gleichzeitigen Anwendung

von Darunavir und niedrig dosiertem Ri-

tonavir

eine

Reaktivierung

Herpes

simplex und Herpes zoster beobachtet.

Es liegen auch Berichte über Autoimmuner-

krankungen (wie z. B. Morbus Basedow und

Autoimmunhepatitis) vor, die im Rahmen

einer Immun-Reaktivierung auftraten; aller-

dings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr

variabel und diese Ereignisse können viele

Monate nach Beginn der Behandlung auftre-

ten (siehe Abschnitt 4.8).

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Einige der Interaktionsstudien wurden mit

einer niedrigeren Darunavir-Dosis als der

empfohlenen durchgeführt. Die Effekte ei-

ner gleichzeitigen Anwendung von Arznei-

mitteln könnten daher unterschätzt werden

und eine klinische Überwachung der Sicher-

heitsparameter indiziert sein. Zur vollständi-

Information

über

Wechselwirkungen

mit anderen Arzneimitteln siehe Abschnitt

4.5.

Die gleichzeitige Anwendung von Daruna-

vir/Ritonavir

Lopinavir/Ritonavir,

Rifampicin und pflanzlichen Präparaten, die

Johanniskraut (Hypericum perforatum) ent-

halten, ist kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.5).

Efavirenz in Kombination mit geboostertem

Darunavir/Ritonavir einmal täglich kann zu

einer suboptimalen Darunavir C

führen.

Wenn Efavirenz mit Darunavir kombiniert

werden muss, sollte eine Dosierung von Da-

runavir/Ritonavir 600/100 mg zweimal täg-

lich angewendet werden. Siehe Fachinfor-

mation

von Darunasta 600 mg Tabletten

(siehe Abschnitt 4.5).

Über lebensbedrohliche und tödliche Arz-

neimittelinteraktionen wurde bei Patienten

berichtet, die mit Colchicin und starken In-

hibitoren von CYP3A und P-Glykoprotein

(P-gp) behandelt wurden (siehe Abschnitte

4.3 und 4.5).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arz-

neimitteln und sonstige Wechselwirkun-

Arzneimittel, die die Darunavir/Ritona-

vir-Exposition beeinflussen

Darunavir

Ritonavir

werden

durch

CYP3A metabolisiert. Von Arzneimitteln,

die die CYP3A-Aktivität induzieren, ist zu

erwarten, dass sie die Clearance von Da-

runavir und Ritonavir erhöhen könnten; dies

führt zu verminderten Plasmakonzentratio-

nen dieser Wirkstoffe und folglich auch von

Darunavir, was zum Verlust der Wirksam-

keit und möglicherweise zur Resistenzent-

wicklung führt (siehe Abschnitte 4.3 und

4.4).

CYP3A-Induktoren,

kontraindi-

ziert sind, schließen Rifampicin, Johannis-

kraut und Lopinavir ein.

Die gleichzeitige Anwendung von Daruna-

vir und Ritonavir mit anderen Arzneimitteln,

die CYP3A inhibieren, kann die Clearance

von Darunavir und Ritonavir vermindern,

was zu erhöhten Plasmakonzentrationen von

Darunavir und Ritonavir führen kann. Eine

gleichzeitige

Anwendung

starken

CYP3A-Inhibitoren wird nicht empfohlen

und Vorsicht ist geboten; diese Wechselwir-

kungen sind in der nachfolgenden Wechsel-

wirkungstabelle beschrieben (z. B. Indina-

vir, Azol-Antimykotika wie Clotrimazol).

Arzneimittel,

durch

Ritonavir-ge-

boostertes Darunavir beeinflusst werden

könnten

Darunavir und Ritonavir sind Inhibitoren

von CYP3A, CYP2D6 und P-gp. Die gleich-

zeitige Anwendung von Darunavir/Ritona-

Arzneimitteln,

primär

über

CYP3A und/oder CYP2D6 metabolisiert o-

der durch P-gp transportiert werden, kann zu

erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Arz-

neimittel führen, wodurch sich deren thera-

peutische Wirkung sowie Nebenwirkungen

verstärken oder verlängern können.

Darunavir zusammen mit niedrig dosiertem

Ritonavir darf nicht mit Arzneimitteln kom-

biniert werden, deren Clearance in hohem

Maße von CYP3A abhängig ist und bei de-

nen eine erhöhte systemische Exposition mit

schwerwiegenden und/oder lebensbedrohli-

chen Ereignissen einhergeht (enge therapeu-

tische Breite) (siehe Abschnitt 4.3).

Die gesamte pharmakokinetische Wirkungs-

verstärkung durch Ritonavir belief sich auf

eine ca. 14-fache Zunahme der systemischen

Darunavir-Exposition bei oraler Gabe einer

600 mg Einzeldosis Darunavir in Kombina-

tion mit 100 mg Ritonavir zweimal täglich.

Deshalb darf Darunavir nur in Kombination

mit einem pharmakokinetischen Verstärker

angewendet

werden

(siehe

Abschnitt

und 5.2).

Eine klinische "Cocktail-Studie", in der eine

Kombination von Arzneimitteln, die über

die Cytochrome CYP2C9, CYP2C19 und

CYP2D6 metabolisiert werden, eingesetzt

wurde, zeigte in Gegenwart von Daruna-

vir/Ritonavir einen Anstieg der CYP2C9-

und CYP2C19-Aktivität und eine Hemmung

der CYP2D6-Aktivität, die dem niedrig do-

sierten

Ritonavir

zugeschrieben

werden

kann. Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir und Ritonavir mit Arzneimitteln, die

primär über CYP2D6 (z. B. Flecainid, Pro-

pafenon, Metoprolol) metabolisiert werden,

kann

erhöhten

Plasmakonzentrationen

dieser

Arzneimittel führen,

wodurch ihre

therapeutische Wirksamkeit und Nebenwir-

kungen

verstärkt

oder

verlängert

werden

können.

gleichzeitige

Einnahme

Darunavir und Ritonavir mit Arzneimitteln,

die primär über CYP2C9 (z. B. Warfarin)

und CYP2C19 (z. B. Methadon) metaboli-

siert werden, kann bei solchen Arzneimitteln

zu einer verminderten systemischen Verfüg-

barkeit führen, wodurch ihre therapeutische

Wirksamkeit vermindert oder verkürzt wer-

den kann.

Die Wirkung auf CYP2C8 wurde nur in

vitro untersucht, dennoch kann die gleich-

zeitige Einnahme von Darunavir und Ri-

tonavir mit Arzneimitteln, die primär über

CYP2C8 metabolisiert werden (z. B. Paclit-

axel, Rosiglitazon, Repaglinid), bei solchen

Arzneimitteln zu einer verminderten syste-

mischen Verfügbarkeit führen, was deren

therapeutische Wirksamkeit vermindern o-

der verkürzen kann.

Ritonavir hemmt die Transporter P-Glyco-

proteine, OATP1B1

und OATP1B3, und

eine gleichzeitige Anwendung mit Substra-

dieser

Transporter

kann

erhöhten

Plasmakonzentrationen

dieser

Substanzen

führen (z. B. Dabigatranetexilat, Digoxin,

Statine und Bosentan; siehe Wechselwir-

kungstabelle unten).

Wechselwirkungstabelle

Studien zur Erfassung von Wechselwirkun-

gen wurden nur bei Erwachsenen durchge-

führt.

Mehrere der Interaktionsstudien (die mit

der nachfolgenden Tabelle markiert sind)

wurden mit niedrigeren Dosen Darunavir als

empfohlen oder mit einem anderen Dosie-

rungsregime durchgeführt (siehe Abschnitt

4.2, Dosierung). Die Wirkungen auf gleich-

zeitig

angewendete

Arzneimittel

könnten

daher unterschätzt werden und eine klini-

sche Überwachung der Sicherheit kann an-

gezeigt sein.

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

Wechselwirkungen zwischen Darunavir/Ri-

tonavir und antiretroviralen und nicht-anti-

retroviralen Arzneimitteln sind in nachfol-

gender Tabelle gelistet. Die Richtung des

Pfeils für jeden pharmakokinetischen Para-

meter basiert auf dem 90% Konfidenzinter-

vall des geometrischen Mittelwerts, wobei

↔) innerhalb, (↓) unter oder (↑) über dem

80-125%-Wert bedeutet

(nicht

untersucht

als ND).

Die nachfolgende Liste von Beispielen für

Arzneimittelwechselwirkungen

nicht

vollständig,

weshalb

Produktinformation jedes Arzneimittels, das

gleichzeitig

Darunavir

angewendet

wird,

konsultiert

werden

sollte,

Informationen über den Stoffwechselweg,

Wechselwirkungen, potentielle Risiken und

spezifische Maßnahmen bei gleichzeitiger

Anwendung zu erhalten.

WECHSELWIRKUNGEN UND DOSIERUNGSEMPFEHLUNGEN BEI ANWENDUNG MIT

ANDEREN ARZNEIMITTELN

Arzneimittel entsprechend Behand-

lungsgebieten

Wechselwirkung

Änderung des geometrischen Mit-

tels

Empfehlungen bezüglich einer

gleichzeitigen Verabreichung

HIV-ANTIRETROVIRALE ARZNEIMITTEL

Integrase-Strangtransfer-Inhibitoren

Dolutegravir

Dolutegravir AUC

↓ 22%

Dolutegravir C

↓ 38%

Dolutegravir C

↓ 11%

Darunavir ↔*

* Bei Kreuzstudien-Vergleichen mit

historischen pharmakokinetischen Da-

Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritonavir

und Dolutegravir ist ohne Dosisanpas-

sungen möglich.

Raltegravir

Einige klinische Studien deuten da-

rauf hin, dass Raltegravir eine mäßige

Verringerung der Darunavir-Plasma-

konzentrationen hervorrufen kann.

Derzeit scheint der Effekt von Raltegra-

vir auf die Darunavir-Plasmakonzentrati-

onen klinisch nicht relevant zu sein. Die

gleichzeitige Anwendung von Darunavir

mit niedrig dosiertem Ritonavir und

Raltegravir ist ohne Dosisanpassungen

möglich.

Nukleo(s/t)idische Reverse-Transkriptasehemmer (NRTIs)

Didanosin

400 mg einmal täglich

Didanosin AUC ↓ 9%

Didanosin C

Didanosin C

↓ 16%

Darunavir AUC ↔

Darunavir C

Darunavir C

Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritonavir

und Didanosin ist ohne Dosisanpassung

möglich.

Didanosin ist auf leeren Magen einzu-

nehmen, demnach sollte es 1 Stunde vor

oder 2 Stunden nach der Einnahme von

Darunavir/Ritonavir mit Essen einge-

nommen werden.

Tenofovirdisoproxil

245 mg einmal täglich

Tenofovir AUC

↑ 22%

Tenofovir C

↑ 37%

Tenofovir C

↑ 24%

Darunavir AUC

↑ 21%

Darunavir C

↑ 24%

Darunavir C

↑ 16%

(↑ Tenofovir durch den Effekt des

MDR1-Transports in den Nierentu-

buli)

Wird Tenofovirdisoproxil mit Darunavir

bei gleichzeitiger Anwendung von nied-

rig dosiertem Ritonavir kombiniert, so

ist ggf. eine Überwachung der Nieren-

funktion angezeigt, insbesondere bei Pa-

tienten mit zugrunde liegenden Nierener-

krankungen oder systemischen Erkran-

kungen sowie bei Einnahme nephrotoxi-

scher Substanzen.

Emtricitabin/Tenofoviralafenamid

Tenofoviralafenamid ↔

Tenofovir ↑

Wenn Darunavir zusammen mit niedrig

dosiertem Ritonavir angewendet wird,

beträgt die empfohlene Dosis Emtrici-

tabin/Tenofoviralafenamid 200 mg/10

mg einmal täglich.

Abacavir

Emtricitabin

Lamivudin

Stavudin

Zidovudin

Nicht untersucht. Aufgrund der unter-

schiedlichen Eliminationswege der

anderen NRTIs (Zidovudin, Emtrici-

tabin, Stavudin und Lamivudin), wel-

che primär über die Nieren ausge-

schieden werden, sowie von Abacavir,

dessen Metabolisierung nicht durch

CYP450 vermittelt wird, sind keine

Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritonavir

und diesen NRTIs ist ohne Dosisanpas-

sungen möglich.

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

Wechselwirkungen dieser Arzneimit-

tel mit Darunavir/Ritonavir zu erwar-

ten.

Nicht-Nukleo(s/t)idische Reverse-Transkriptasehemmer (NNRTIs)

Efavirenz

600 mg einmal täglich

Efavirenz AUC ↑ 21%

Efavirenz C

↑ 17%

Efavirenz C

↑ 15%

Darunavir AUC

↓ 13%

Darunavir C

↓ 31%

Darunavir C

↓ 15%

(↑ Efavirenz durch CYP3A-

Inhibition)

↓ Darunavir durch

CYP3A-

Induktion)

Bei einer Kombination von Efavirenz

und Darunavir mit niedrig dosiertem Ri-

tonavir ist ggf. eine klinische Überwa-

chung im Hinblick auf eine mit der er-

höhten Verfügbarkeit von Efavirenz ein-

hergehende ZNS-Toxizität angezeigt.

Efavirenz in Kombination mit Daruna-

vir/Ritonavir 800/100 mg einmal täglich

kann zu einer suboptimalen Darunavir

führen. Wenn Efavirenz mit Da-

runavir/Ritonavir kombiniert werden

muss, sollte Darunavir/Ritonavir

600/100 mg zweimal täglich angewendet

werden (siehe Abschnitt 4.4).

Etravirin

100 mg zweimal täglich

Etravirin AUC

↓ 37%

Etravirin C

↓ 49%

Etravirin C

↓ 32%

Darunavir AUC

↑ 15%

Darunavir C

Darunavir C

Darunavir kann zusammen mit niedrig

dosiertem Ritonavir und Etravirin 200

mg zweimal täglich ohne Dosis-Anpas-

sung angewendet werden.

Nevirapin

200 mg zweimal täglich

Nevirapin AUC

↑ 27%

Nevirapin C

↑ 47%

Nevirapin C

↑ 18%

Darunavir: Die Konzentrationen wa-

ren konsistent zu historischen Daten.

(↑ Nevirapin durch CYP3A-

Inhibition)

Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir und niedrig dosiertem Ritonavir

mit Nevirapin ist ohne Dosisanpassun-

gen möglich.

Rilpivirin

150 mg einmal täglich

Rilpivirin AUC ↑ 130%

Rilpivirin C

↑ 178%

Rilpivirin C

↑ 79%

Darunavir AUC ↔

Darunavir C

↓ 11%

Darunavir C

Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritonavir

und Rilpivirin ist ohne Dosisanpassun-

gen möglich.

HIV-Proteaseinhibitoren (PIs) - ohne gleichzeitige Anwendung von niedrig dosiertem Ritonavir

Atazanavir

300 mg einmal täglich

Atazanavir AUC ↔

Atazanavir C

↑ 52%

Atazanavir C

↓ 11%

Darunavir AUC ↔

Darunavir C

Darunavir C

Atazanavir: Vergleich von Atazana-

vir/Ritonavir 300/100 mg einmal täg-

lich mit Atazanavir 300 mg einmal

täglich in Kombination mit Daruna-

vir/Ritonavir 400/100 mg zweimal

täglich.

Darunavir: Vergleich von Daruna-

vir/Ritonavir 400/100 mg zweimal

täglich mit Darunavir/Ritonavir

400/100 mg zweimal täglich in Kom-

bination mit Atazanavir 300 mg ein-

mal täglich.

Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritonavir

und Atazanavir ist ohne Dosisanpassun-

gen möglich.

Indinavir

800 mg zweimal täglich

Indinavir AUC ↑ 23%

Indinavir C

↑ 125%

Indinavir C

Darunavir AUC

↑ 24%

Darunavir C

↑ 44%

Darunavir C

↑ 11%

Bei kombinierter Anwendung von Da-

runavir zusammen mit niedrig dosiertem

Ritonavir ist bei Unverträglichkeit gege-

benenfalls eine Dosisanpassung von In-

dinavir von 800 mg zweimal täglich auf

600 mg zweimal täglich gerechtfertigt.

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

Indinavir: Vergleich von Indinavir/Ri-

tonavir 800/100 mg zweimal täglich

mit Indinavir/Darunavir/Ritonavir

800/400/100 mg zweimal täglich Da-

runavir: Vergleich von Darunavir/Ri-

tonavir 400/100 mg zweimal täglich

mit Darunavir/Ritonavir 400/100 mg

in Kombination mit Indinavir 800 mg

zweimal täglich.

Saquinavir

1.000 mg zweimal täglich

Darunavir AUC

↓ 26%

Darunavir C

↓ 42%

Darunavir C

↓ 17%

Saquinavir AUC ↓ 6%

Saquinavir C

↓ 18%

Saquinavir C

↓ 6%

Saquinavir: Vergleich von

Saquinavir/Ritonavir 1.000/100 mg

zweimal täglich mit Saquinavir/Da-

runavir/Ritonavir 1.000/400/100 mg

zweimal täglich.

Darunavir: Vergleich von Daruna-

vir/Ritonavir 400/100 mg zweimal

täglich mit Darunavir/Ritonavir

400/100 mg in Kombination mit

Saquinavir 1.000 mg zweimal täglich.

Eine kombinierte Anwendung von Da-

runavir zusammen mit niedrig dosiertem

Ritonavir und Saquinavir wird nicht

empfohlen.

HIV-Proteaseinhibitoren (PIs) - mit gleichzeitiger Anwendung von niedrig dosiertem Ritonavir

Lopinavir/Ritonavir

400/100 mg zweimal täglich

Lopinavir/Ritonavir

533/133,3 mg zweimal täglich

Lopinavir AUC

↑ 9%

Lopinavir C

↑ 23%

Lopinavir C

↓ 2%

Darunavir AUC

↓ 38%

Darunavir C

↓ 51%

Darunavir C

↓ 21%

Lopinavir AUC ↔

Lopinavir C

↑ 13%

Lopinavir C

↑ 11%

Darunavir AUC ↓ 41%

Darunavir C

↓ 55%

Darunavir C

↓ 21%

auf Basis nicht Dosis-angepasster

Werte

Aufgrund der Abnahme der Darunavir-

Verfügbarkeit (AUC) um 40% wurden

entsprechende Dosierungsempfehlungen

für die Kombination nicht entwickelt.

Daher ist die gemeinsame Anwendung

von Darunavir mit niedrig dosiertem Ri-

tonavir und dem Kombinationspräparat

Lopinavir/Ritonavir kontraindiziert

(siehe Abschnitt 4.3).

CCR5-ANTAGONISTEN

Maraviroc

150 mg zweimal täglich

Maraviroc AUC

↑ 305%

Maraviroc C

Maraviroc C

↑ 129%

Die Darunavir/Ritonavir Konzentrati-

onen waren konsistent zu historischen

Daten.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritonavir

sollte die Dosis von Maraviroc 150 mg

zweimal täglich betragen.

α1-ADRENOREZEPTOR-ANTAGONIST

Alfuzosin

Basierend auf theoretischen Überle-

gungen ist zu erwarten, dass Daruna-

vir die Plasmakonzentrationen von

Alfuzosin erhöht.

(CYP3A-Inhibition)

Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritonavir

und Alfuzosin ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

ANÄSTHETIKUM

Alfentanil

Nicht untersucht. Der Metabolismus

von Alfentanil wird durch CYP3A

vermittelt und kann daher durch Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritona-

vir inhibiert werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritonavir

kann eine Verringerung der Alfentanil-

Dosis notwendig sein, und es ist eine

Überwachung hinsichtlich der Risiken

für eine verlängerte oder verzögerte

Atemdepression notwendig.

ANTIANGINALE/ANTIARRHYTHMIKA

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

Disopyramid

Flecainid

systemisches Lidocain

Mexiletin

Propafenon

Amiodaron

Bepridil

Dronedaron

Ivabradin

Chinidin

Ranolazin

Nicht untersucht. Es ist zu erwarten,

dass Darunavir mit niedrig dosiertem

Ritonavir die Plasmakonzentrationen

dieser Antiarrhythmika erhöht.

(CYP3A- und/oder CYP2D6-

Inhibition)

Bei gleichzeitiger Anwendung dieser

Antiarrhythmika mit Darunavir mit nied-

rig dosiertem Ritonavir ist Vorsicht ge-

boten und eine Überwachung der thera-

peutischen Konzentrationen, falls mög-

lich, wird empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung von Ami-

odaron, Bepridil, Dronedaron, Ivabradin,

Chinidin oder Ranolazin mit Daruna-

vir/Ritonavir ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Digoxin

0,4 mg Einzeldosis

Digoxin AUC

↑ 61%

Digoxin C

Digoxin C

↑ 29%

↑ Digoxin durch

eine vermutliche P-

gp-Inhibition)

Auf Grund der engen therapeutischen

Breite von Digoxin wird empfohlen, bei

mit Darunavir/Ritonavir behandelten Pa-

tienten zunächst die geringstmögliche

Dosis von Digoxin zu verordnen. Die

Dosis von Digoxin ist sorgfältig zu titrie-

ren, um die gewünschte klinische Wir-

kung bei gleichzeitiger Beurteilung des

klinischen Allgemeinzustands des Pati-

enten zu erzielen.

ANTIBIOTIKA

Clarithromycin

500 mg zweimal täglich

Clarithromycin AUC

↑ 57%

Clarithromycin C

↑ 174%

Clarithromycin C

↑ 26%

Darunavir AUC

↓ 13%

Darunavir C

↑ 1%

Darunavir C

↓ 17%

14-OH-Clarithromycin Konzentratio-

nen waren in Kombination mit Da-

runavir/Ritonavir nicht nachweisbar.

↑ Clarithromycin durch CYP3A

Inhibition und mögliche P-gp-Inhibi-

tion)

Im Falle einer Kombination von Cla-

rithromycin mit Darunavir bei gleichzei-

tiger Anwendung von niedrig dosiertem

Ritonavir ist Vorsicht geboten.

Siehe Fachinformation von Clarithromy-

cin für Dosierungsempfehlungen bei Pa-

tienten mit Nierenfunktionsstörung.

ANTIKOAGULANTIEN/THROMBOZYTENAGGREGATIONSHEMMER

Apixaban

Edoxaban

Rivaroxaban

Nicht untersucht. Die gleichzeitige

Anwendung von Darunavir mit nied-

rig dosiertem Ritonavir mit diesen

Antikoagulantien kann die Konzentra-

tionen der Antikoagulantien erhöhen,

was zu einem erhöhten Blutungsrisiko

führen kann.

(CYP3A- und/oder P-gp-Inhibition)

Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritonavir

und diesen Antikoagulantien wird nicht

empfohlen.

Dabigatran

Ticagrelor

Nicht untersucht. Die gleichzeitige

Anwendung mit geboostertem

Darunavir kann zu einer erheblichen

Erhöhung der Exposition von

Dabigatran oder Ticagrelor führen.

Die gleichzeitige Anwendung von

geboostertem Darunavir mit Dabigatran

oder Ticagrelor ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Es wird die Anwendung von anderen

Thrombozytenaggregationshemmern

empfohlen, die nicht von einer

CYP-Inhibition oder -Induktion

betroffen sind (z. B. Prasugrel).

Warfarin

Nicht untersucht. Die Konzentration

von Warfarin kann bei gleichzeitiger

Anwendung von Darunavir/Ritonavir

beeinflusst werden.

Im Falle einer Kombination von Warfa-

rin mit Darunavir mit niedrig dosiertem

Ritonavir wird eine Überwachung der

INR-Werte (international normalized ra-

tio) empfohlen.

ANTIKONVULSIVA

Phenobarbital

Phenytoin

Nicht untersucht. Es ist zu erwarten,

dass Phenobarbital und Phenytoin die

Plasmakonzentrationen von Darunavir

senken.

Darunavir mit gleichzeitiger Anwendung

von niedrig dosiertem Ritonavir sollte

nicht mit diesen Arzneimitteln kombi-

niert werden.

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

(Induktion der CYP450-Enzyme)

Carbamazepin

200 mg zweimal täglich

Carbamazepin AUC ↑ 45%

Carbamazepin C

↑ 54%

Carbamazepin C

↑ 43%

Darunavir AUC ↔

Darunavir C

↓ 15%

Darunavir C

Für Darunavir/Ritonavir wird keine Do-

sisanpassung empfohlen. Wenn die Not-

wendigkeit besteht, Darunavir/Ritonavir

und Carbamazepin zu kombinieren, soll-

ten die Patienten auf potentielle

Carbamazepin-bezogene Nebenwirkun-

gen hin überwacht werden. Die

Carbamazepin-Konzentrationen sollten

überwacht und die Dosis auf ein adäqua-

tes Ansprechen hin titriert werden. Ba-

sierend auf den Untersuchungsergebnis-

sen kann es erforderlich sein, die

Carbamazepin-Dosis in Anwesenheit

von Darunavir/Ritonavir um 25% bis

50% zu reduzieren.

Clonazepam

Nicht untersucht. Die gleichzeitige

Anwendung von Darunavir mit nied-

rig dosiertem Ritonavir und Clona-

zepam kann die Konzentrationen von

Clonazepam erhöhen. (CYP3A-

Inhibition)

Bei gleichzeitiger Anwendung von ge-

boostertem Darunavir Clonazepam wird

eine klinische Überwachung empfohlen.

ANTIDEPRESSIVA

Paroxetin

20 mg einmal täglich

Sertralin

50 mg einmal täglich

Amitriptylin

Desipramin

Imipramin

Nortriptylin

Trazodon

Paroxetin AUC

↓ 39%

Paroxetin C

↓ 37%

Paroxetin C

↓ 36%

Darunavir AUC ↔

Darunavir C

Darunavir C

Sertralin AUC ↓ 49%

Sertralin C

↓ 49%

Sertralin C

↓ 44%

Darunavir AUC ↔

Darunavir C

↓ 6%

Darunavir C

Die gleichzeitige Anwendung von Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritona-

vir und diesen Antidepressiva kann

die Plasmakonzentrationen der Anti-

depressiva erhöhen.

(CYP2D6- und/oder CYP3A-

Inhibition)

Die empfohlene Vorgehensweise bei

gleichzeitiger Anwendung dieser Anti-

depressiva mit Darunavir/Ritonavir ist

eine Dosistitration des Antidepressi-

vums, basierend auf der klinischen Aus-

wertung des Ansprechens auf das Anti-

depressivum. Außerdem sollte bei Pati-

enten, die stabil auf eines dieser Antide-

pressiva eingestellt sind und die eine Be-

handlung mit Darunavir/Ritonavir be-

ginnen, das Ansprechen auf das Antide-

pressivum überwacht werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung dieser

Antidepressiva mit Darunavir/Ritonavir

wird eine klinische Überwachung emp-

fohlen, und es kann eine Dosisanpassung

des Antidepressivums notwendig sein.

ANTIEMETIKA

Domperidon

Nicht untersucht.

Die gleichzeitige Anwendung von

Domperidon mit geboostertem

Darunavir ist kontraindiziert.

ANTIDIABETIKA

Metformin

Nicht untersucht. Basierend auf theo-

retischen Überlegungen ist zu erwar-

ten, dass Darunavir zusammen mit

Cobicistat die Plasmakonzentrationen

von Metformin erhöht.(MATE1-

Inhibition)

Es wird eine sorgfältige Patientenüber-

wachung und eine Dosisanpassung von

Metformin bei Patienten, die Darunavir

zusammen mit Cobicistat anwenden,

empfohlen.(nicht zutreffend für Daruna-

vir zusammen mit Ritonavir)

ANTIMYKOTIKA

Voriconazol

Nicht untersucht. Ritonavir kann die

Plasmakonzentration von Voriconazol

vermindern.

(Induktion der CYP450-Enzyme

durch Ritonavir)

Voriconazol sollte nicht gleichzeitig mit

Darunavir mit niedrig dosiertem Ritona-

vir angewendet werden, es sei denn, die

Fachinformation

Darunasta

400 mg/- 800 mg Filmtabletten

Abschätzung des Nutzen/Risiko-Verhält-

nisses rechtfertigt die Anwendung von

Voriconazol.

Fluconazol

Isavuconazol

Itraconazol

Posaconazol

Clotrimazol

Nicht untersucht. Darunavir kann die

Plasmakonzentrationen dieser An-

timykotika erhöhen und Posaconazol,

Isavuconazol, Itraconazol oder Fluco-

nazol können die Konzentrationen

von Darunavir erhöhen.

(CYP3A- und/oder P-gp-Inhibition)

Nicht untersucht. Bei gleichzeitiger

systemischer Anwendung von Clotri-

mazol und Darunavir mit niedrig do-

siertem Ritonavir können sich die

Plasmakonzentrationen von Darunavir

und/oder Clotrimazol erhöhen.

Darunavir AUC

↑ 33% (basierend

auf dem populationspharmakokineti-

schen Modell)

Vorsicht ist geboten und eine klinische

Überwachung wird empfohlen.

Ist eine gleichzeitige Anwendung erfor-

derlich, so sollte die Tagesdosis von Itra-

conazol nicht über 200 mg liegen.

GICHTTHERAPEUTIKA

Colchicin

Nicht untersucht. Bei gleichzeitiger

Anwendung von Colchicin und Da-

runavir mit niedrig dosiertem Ritona-

vir kann die Exposition von Colchicin

ansteigen.

(CYP3A- und/oder P-gp-Inhibition)

Bei Patienten mit normaler Nieren- oder

Leberfunktion wird eine Reduktion der

Colchicindosis oder eine Unterbrechung

der Behandlung mit Colchicin empfoh-

len, wenn eine Behandlung mit Daruna-

vir mit niedrig dosiertem Ritonavir not-

wendig ist. Patienten mit Nieren- oder

Leberfunktionsstörungen darf Colchicin

zusammen mit Darunavir und niedrig

dosiertem Ritonavir nicht gegeben wer-

den (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

ANTIMALARIAMITTEL

Artemether/Lumefantrin

80/480 mg, 6 Dosen in der Stunde 0, 8,

24, 36, 48 und 60

Artemether AUC ↓ 16%

Artemether C

Artemether C

↓ 18%

Dihydroartemisinin AUC

↓ 18%

Dihydroartemisinin C

Dihydroartemisinin C

↓ 18%

Lumefantrin AUC ↑ 175%

Lumefantrin C

↑ 126%

Lumefantrin C

↑ 65%

Darunavir AUC ↔

Darunavir C

↓ 13%

Darunavir C

Darunavir mit niedrig dosiertem Ritona-

vir und Artemether/Lumefantrin können

ohne Dosisanpassung gleichzeitig ange-

wendet werden; allerdings sollte wegen

des Anstiegs der Exposition von Lu-

mefantrin die Kombination mit Vorsicht

angewendet werden.

TUBERKULOSTATIKA

Rifampicin

Rifapentin

Nicht untersucht. Rifapentin und

Rifampicin sind starke CYP3A-

Induktoren und vermindern die Kon-

zentrationen anderer Proteaseinhibito-

ren erheblich. Dies kann virologisches

Versagen und Resistenzentwicklung

zur Folge haben (CYP450-

Enzyminduktion). Beim Versuch, der

verminderten Exposition durch eine

Erhöhung der Dosierung anderer Pro-

teaseinhibitoren in Kombination mit

niedrig dosiertem Ritonavir zu begeg-

nen, wurden mit Rifampicin sehr häu-

fig unerwünschte Wirkungen an der

Leber beobachtet.

Die gleichzeitige Anwendung von Rifa-

pentin und Darunavir mit niedrig dosier-

tem Ritonavir wird nicht empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung von

Rifampicin und Darunavir mit niedrig

dosiertem Ritonavir ist kontraindiziert

(siehe Abschnitt 4.3).

Rifabutin

150 mg einmal jeden zweiten Tag

Rifabutin AUC**

↑ 55%

Rifabutin C

↑ ND

Rifabutin C

** ↔

Darunavir AUC

↑ 53%

Eine Reduktion der Rifabutindosis um

75% der normalen Dosis von 300

mg/Tag (d.h. Rifabutin 150 mg einmal

jeden zweiten Tag) und ein verstärktes

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