Clarithromycin HEXAL 250mg/5ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Clarithromycin
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
ATC-Code:
J01FA09
INN (Internationale Bezeichnung):
clarithromycin
Darreichungsform:
Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Zusammensetzung:
Clarithromycin 0.25g
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
69029.00.00

Wortlaut der für die Gebrauchsinformation vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Clarithromycin HEXAL® 250 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Wirkstoff: Clarithromycin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.

Was ist Clarithromycin HEXAL und wofür wird es angewendet?

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Clarithromycin HEXAL beachten?

3.

Wie ist Clarithromycin HEXAL einzunehmen?

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.

Wie ist Clarithromycin HEXAL aufzubewahren?

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Clarithromycin HEXAL und wofür wird es angewendet?

Clarithromycin HEXAL ist ein Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen

(Antibiotikum) aus der Gruppe der Makrolide.

Clarithromycin HEXAL wird angewendet

zur Behandlung der folgenden, durch Clarithromycin-empfindliche Bakterien verursachten,

Infektionen bei Patienten mit bekannter Penicillin-Überempfindlichkeit bzw. wenn Penicillin

aus anderen Gründen nicht geeignet ist:

akute Verschlimmerung einer chronischen Entzündung der Bronchien (Bronchitis) bei

Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre

leichte bis mittelschwere ambulant erworbene bakterielle Lungenentzündung

Entzündung des Rachenraumes

Entzündung der Mandeln

akute bakterielle Entzündung der Nasennebenhöhlen bei Erwachsenen und Jugendlichen

über 12 Jahre

akute Mittelohrentzündung bei Kindern

leichte bis mäßig schwere Infektionen der Haut und Weichteile (z.B. Eiterflechte, starke

Entzündung der Haarfollikel, Abszesse)

In geeigneter Kombination, entsprechend einem antibakteriellen Behandlungsschema, und mit

einem geeigneten Arzneimittel zur Behandlung von Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren,

zur Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori (H. pylori) bei erwachsenen Patienten mit

Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch Helicobacter pylori verursacht wurden

(siehe Abschnitt 3).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Clarithromycin HEXAL beachten?

Clarithromycin HEXAL darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Clarithromycin, andere Makrolid-Antibiotika oder einen der

in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn bei Ihnen oder Familienangehörigen in der Vergangenheit bestimmte anormale

Herzrhythmen (ventrikuläre Arrhythmien einschließlich Torsade de pointes) aufgetreten

sind oder bei einem EKG Änderungen der Herzaktivität gemessen wurden, die als

„Verlängerung des QT-Intervalls“ bezeichnet werden

bei stark eingeschränkter Leberfunktion in Kombination mit eingeschränkter

Nierenfunktion

wenn Sie unter einem unbehandelten Kaliummangel (Hypokalämie) leiden, da die

Gefahr einer QT-Intervallverlängerung besteht

wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

Ergotamin, Dihydroergotamin (Arzneimittel zur Behandlung von Migräne bzw.

bestimmten Kreislaufstörungen), siehe Abschnitt „Einnahme von Clarithromycin

Hexal zusammen mit anderen Arzneimitteln“)

Terfenadin, Astemizol (Arzneimittel gegen Allergien)

Cisaprid, Domperidon (Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung oder-

Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung von seelischen Erkrankungen) da bei

diesen Arzneimitteln in Kombination mit Clarithromycin Hexal lebensbedrohliche

Herzrhythmusstörungen auftreten können

Ticagrelor (Arzneimittel zur Hemmung der Bildung von Blutgerinnseln)

Ranolazin (bei unzureichender Blutversorgung des Herzens)

Lovastatin, Simvastatin (cholesterinsenkende Arzneimittel) aufgrund des

zunehmenden Risikos einer Muskelerkrankung (Myopathie), einschließlich

Muskelzerfall (Rhabdomyolyse), siehe Abschnitt „Einnahme von Clarithromycin

Hexal zusammen mit anderen Arzneimitteln“

Colchicin oder Herbstzeitlosen-Extrakt (Mittel zur Behandlung von Gicht) siehe

Abschnitt „Einnahme von Clarithromycin Hexal zusammen mit anderen

Arzneimitteln“

orales Midazolam (Arzneimittel zur Beruhigung oder zur Behandlung von

Schlafstörungen)

andere Arzneimittel die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen

können.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Clarithromycin HEXAL einnehmen,

wenn Sie eine eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion haben,

wenn Sie Herzprobleme haben,

wenn Ihr Magnesiumspiegel im Blut zu niedrig ist.

Kinder

Für die Behandlung von Kindern unter 6 Monaten liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Zur

Therapie der ambulant erworbenen Lungenentzündung ist die Wirkung bei Kindern unter 3

Jahren nicht belegt.

Ältere Menschen

Bei älteren Menschen sollte auf eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion geachtet

werden.

Einnahme von Clarithromycin HEXAL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einneh-

men/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichti-

gen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bestimmte andere Arzneimittel können die Wirksamkeit von Clarithromycin HEXAL

beeinträchtigen oder im umgekehrten Fall in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden. Solche

Arzneimittel sind:

Clarithromycin HEXAL kann die Wirkung folgender Arzneimittel erhöhen:

Astemizol, Terfenadin (Arzneimittel gegen Allergien), Pimozid (Arzneimittel zur

Behandlung von seelischen Erkrankungen), Cisaprid (Magenmittel), Ergotamin,

Dihydroergotamin (Mittel gegen Migräne), Lovastatin, Simvastatin (cholesterinsenkende

Arzneimittel), Ticagrelor (Arzneimittel zur Hemmung der Bildung von Blutgerinnseln),

Ranolazin (bei unzureichender Blutversorgung des Herzens), Colchicin (Mittel zur

Behandlung von Gicht) (siehe unter „Clarithromycin HEXAL darf nicht eingenommen

werden“)

Alprazolam, Triazolam, Midazolam (Schlafmittel)

Aprepitant (Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen während einer Krebsbehandlung)

Atorvastatin, Rosuvastatin (cholesterinsenkende Arzneimittel)

blutgerinnungshemmende Mittel wie z. B. Warfarin, Phenprocoumon:

Bei gleichzeitiger Anwendung kann sich das Blutungsrisiko erhöhen. Wenn auch

Clarithromycin eingenommen wird, sollte häufiger die Blutgerinnung kontrolliert werden.

Bromocriptin (Arzneimittel gegen Parkinson)

Carbamazepin, Phenytoin, Valproat (Mittel zur Behandlung von Epilepsie)

Chinidin, Disopyramid (Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

Cilostazol (Mittel zur Behandlung von Durchblutungsstörungen)

Ciclosporin, Sirolimus, Tacrolimus (Mittel zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr

[Immunsuppressiva])

Digoxin, Verapamil, Amlodipin und Diltiazem (Herzmittel)

Eletriptan (Arzneimittel gegen Migräne)

Halofantrin (Arzneimittel gegen Malaria)

Hexobarbital (Narkosemittel)

Insulin und andere Arzneimittel (z. B. Sulfonylharnstoffe) zur Behandlung der

Zuckerkrankheit (Diabetes) (wie Nateglinid oder Repaglinid): Ihr Arzt wird bei

gleichzeitiger Anwendung Ihre Blutzuckerspiegel überwachen.

Methylprednisolon (ein Kortison zur Behandlung von Entzündungen)

Omeprazol (Magenmittel)

Rifabutin (Antibiotikum)

Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil (Mittel zur Behandlung von Erektionsstörungen)

Theophyllin (Mittel gegen Asthma)

Tolterodin (zur Behandlung von gesteigertem Harndrang)

Ibrutinib oder Vinblastin (Arzneimittel zur Krebstherapie)

Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen (z. B. Ziprasidon, Quetiapin)

Arzneimittel, die auch eine Änderung der im EKG gemessenen Herzaktivität hervorrufen

können, welche als „Verlängerung des QT-Intervalls“ bezeichnet wird

andere Arzneimittel, die über die gleichen Enzyme in der Leber („CYP 3A4“ genannt)

verstoffwechselt werden

Arzneimittel, die bei gleichzeitiger Anwendung sowohl die Wirkung von Clarithromycin

verstärken als auch in ihrer eigenen Wirkung verstärkt werden

Atazanavir, Saquinavir (Mittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)

Itraconazol (Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)

Falls Ihr Arzt Ihnen ausdrücklich empfohlen hat Clarithromycin HEXAL zusammen mit einem

der oben genannten Arzneimittel einzunehmen, muss er Sie möglicherweise besonders

sorgfältig überwachen.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Clarithromycin HEXAL abschwächen:

Rifampicin, Rifabutin, Rifapentin (Antibiotika)

Efavirenz, Nevirapin, Etravirin (Mittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)

Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital (Mittel zur Behandlung von Epilepsie)

Johanniskraut (pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung einer Depression)

Hinweise

Ritonavir (Mittel gegen Virusinfektionen) und Fluconazol (Mittel zur Behandlung von

Pilzinfektionen) können die Wirkung von Clarithromycin HEXAL verstärken.

Clarithromycin HEXAL kann die Wirkung von Zidovudin (Mittel zur Behandlung von

HIV-Infektionen) abschwächen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie zwischen der

Einnahme dieser Arzneimittel und Clarithromycin HEXAL einen Abstand von 4 Stunden

einhalten.

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin HEXAL mit Digoxin, Chinidin,

Disopyramid oder Verapamil (Herzmittel) kann zu Herzrhythmusstörungen führen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dürfen Sie Clarithromycin HEXAL nicht ohne

Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Clarithromycin HEXAL hat im Allgemeinen keine Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit

oder das Bedienen von Maschinen. Es können jedoch Nebenwirkungen wie z. B. Schwindel,

Verwirrtheit und Orientierungsstörungen auftreten. Sollten Sie diese Nebenwirkungen bei sich

feststellen, vermeiden Sie Autofahren, das Bedienen von Maschinen und Aktivitäten, bei denen

Sie sich oder andere gefährden könnten.

Clarithromycin HEXAL enthält Sucrose

Bitte nehmen Sie Clarithromycin HEXAL erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

5 ml der gebrauchsfertigen Suspension enthalten 2,4 g Sucrose (Zucker) entsprechend ca. 0,2

BE. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

Wie ist Clarithromycin HEXAL einzunehmen?

Nehmen Sie Clarithromycin HEXAL immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung richtet sich nach dem Krankheitsbild und muss in jedem Fall von Ihrem Arzt

festgelegt werden.

Für niedrigere Dosierungen steht Clarithromycin HEXAL 125 mg/5 ml Granulat zur

Herstellung einer Suspension zum Einnehmen zur Verfügung. Für höhere Dosierungen stehen

andere Darreichungsformen (z. B. Tabletten) zur Verfügung, mit denen sich die empfohlenen

Dosen besser erreichen lassen.

Erwachsene und Jugendliche

Standarddosierung

Die übliche Dosis beträgt 2-mal täglich 250 mg Clarithromycin (entsprechend 2-mal täglich 5

ml Suspension).

Behandlung mit hohen Dosen (schwere Infektionen)

Bei schweren Infektionen kann die übliche Dosis auf 2-mal täglich 500 mg Clarithromycin

(entsprechend 2-mal täglich 10 ml Suspension) erhöht werden.

Elimination von Helicobacter pylori bei Erwachsenen

Bei Patienten mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch die Infektion mit dem

Bakterium Helicobacter pylori verursacht wurden, kann Clarithromycin während der

Behandlung zur Beseitigung des Erregers (Eradikationstherapie) in einer Dosis von 2-mal

täglich 500 mg Clarithromycin (entsprechend 2-mal täglich

10 ml Suspension) angewendet werden. Die nationalen Empfehlungen zur Beseitigung von

Helicobacter pylori sind zu berücksichtigen.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Die empfohlenen Höchstdosierungen sollten in Abhängigkeit vom Schweregrad der

Nierenfunktionsstörung reduziert werden. Bei einer Kreatinin-Clearance-Rate unter 30 ml/min

(schwere Nierenfunktionsstörung) sollte die Dosis auf 250 mg Clarithromycin 1-mal täglich

(entsprechend 1-mal täglich 5 ml Suspension) oder bei Schwerstinfektionen auf 2-mal täglich

250 mg Clarithromycin (entsprechend 2-mal täglich 5 ml Suspension) halbiert werden.

Kinder bis zu 12 Jahren

Die empfohlene Dosierung beträgt 7,5 mg/kg Körpergewicht 2-mal täglich.

Für Kinder mit einem Körpergewicht von weniger als 12 kg steht Clarithromycin HEXAL 125

mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen zur Verfügung.

Kinder mit einem Körpergewicht von weniger als 8 kg sollten entsprechend ihrem

Körpergewicht behandelt werden.

Für die Behandlung von Kindern unter 6 Monaten liegen nur begrenzte Erfahrungen vor.

Zur Behandlung ambulant erworbener Lungenentzündungen ist die Wirksamkeit bei Kindern

unter 3 Jahren nicht belegt.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion, insbesondere bei einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min,

muss die Dosis halbiert werden, d. h. 7,5 mg/kg Körpergewicht 1-mal täglich, und die

Behandlungsdauer sollte 14 Tage nicht überschreiten.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen nach Zubereitung der Suspension.

Clarithromycin HEXAL kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Die Einnahme der gebrauchsfertigen Suspension erfolgt mithilfe der beiliegenden 5-ml-

Dosierspritze bzw. mit einem Messlöffel, die der Packung beiliegen.

Weitere Hinweise zur Art der Anwendung finden Sie im Abschnitt „Anwendungshinweise“ am

Ende dieser Gebrauchsinformation.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung mit Clarithromycin HEXAL hängt von Ihrer Erkrankung ab. Die

Dauer der Behandlung ist in jedem Fall von Ihrem Arzt festzulegen.

Gewicht

Alter

Dosierung

12 – 19 kg

2 – 4 Jahre

2-mal täglich 2,5 ml Suspension

20 – 29 kg

4 – 8 Jahre

2-mal täglich 3,75 ml Suspension

30 – 40 kg

8 – 12 Jahre

2-mal täglich 5,0 ml Suspension

Die übliche Behandlungsdauer beträgt bei Kindern bis zu 12 Jahren 5 bis 10 Tage.

Die übliche Behandlungsdauer bei Erwachsenen und Jugendlichen beträgt 6 bis 14 Tage.

Die Therapie sollte nach dem Abklingen der Krankheitszeichen mindestens noch 2 Tage

fortgesetzt werden.

Bei Infektionen durch bestimmte Erreger (beta-hämolysierende Streptokokken;

Streptococcus pyogenes) sollte die Behandlungsdauer mindestens 10 Tage betragen.

Die Kombinationstherapie zur Beseitigung von Helicobacter pylori, z. B. mit 2-mal

täglich 500 mg Clarithromycin (entsprechend 2-mal täglich 10 ml Suspension) zusammen

mit 2-mal täglich 1000 mg Amoxicillin und 2-mal täglich 20 mg Omeprazol, sollte 7

Tage lang durchgeführt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Clarithromycin HEXAL eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt.

Symptome einer Überdosierung können Beschwerden des Magen-Darm-Trakts sein.

Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit einer Überdosierung auftreten, sollten durch

Magenspülung und entsprechende unterstützende Maßnahmen behandelt werden. Die

Clarithromycin-Blutspiegel können nicht durch Blutwäsche (Peritoneal- oder Hämodialyse)

reduziert werden. Resorptionsverhindernde Maßnahmen werden empfohlen.

Wenn Sie die Einnahme von Clarithromycin HEXAL vergessen haben

Wenn Sie 1-mal eine Einnahme vergessen haben, können Sie die Einnahme noch am selben Tag

nachholen, wenn der geplante Einnahmezeitpunkt nicht mehr als sechs Stunden zurückliegt. Ist

bereits mehr Zeit vergangen, fahren Sie bitte mit der Einnahme von Clarithromycin HEXAL

zum nächsten geplanten Einnahmezeitpunkt in der verordneten Menge fort. Nehmen Sie nicht

die doppelte Menge ein.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mehrfach die Einnahme vergessen oder versehentlich eine

andere als die verordnete Menge eingenommen haben, damit eine mögliche Verschlechterung

der Erkrankung rechtzeitig festgestellt werden kann.

Wenn Sie die Einnahme von Clarithromycin HEXAL abbrechen

Wenn Sie die Behandlung zeitweise unterbrechen oder vorzeitig beenden, gefährden Sie den

Behandlungserfolg.

Selbst bei einer spürbaren Besserung Ihres Befindens ist die Behandlung mit Clarithromycin

HEXAL unbedingt zu Ende zu führen, da nur so eine vollständige Beseitigung der

Krankheitserreger gewährleistet ist.

Sprechen Sie daher in jedem Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie eigenmächtig die Behandlung mit

Clarithromycin HEXAL unterbrechen oder vorzeitig beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, beenden Sie die Einnahme des Arzneimittels

und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des

nächstgelegenen Krankenhauses auf:

Gelegentlich auftretende, schwerwiegende Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100

Behandelten betreffen)

allergische Reaktionen wie z. B. plötzliche Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen oder

Schlucken, Schwellung von Lippen, Gesicht und Hals, starker Schwindel oder Kollaps,

juckender, erhabener Hautausschlag

Gelbfärbung der Haut und Augen, ungewöhnliche Müdigkeit oder Fieber, Dunkelfärbung

des Urins (Zeichen einer Leberentzündung)

Gefahr von Blutgerinnung aufgrund einer erhöhten Anzahl von Blutplättchen

Schwerwiegende Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit

Durchfall, der schwerwiegend ist, lange anhält oder Blut enthält (mit Magenschmerzen

oder Fieber kombiniert). Dies kann ein Anzeichen einer schwerwiegenden

Darmentzündung sein. Ihr Arzt wird die Therapie möglicherweise abbrechen. Nehmen

Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung verringern.

starke Bauch- oder Rückenschmerzen, die durch eine Entzündung der

Bauchspeicheldrüse verursacht werden

starke oder geringe Harnausscheidung, Benommenheit, Verwirrtheit und Übelkeit,

verursacht durch eine Entzündung der Nieren

starker oder juckender Hautausschlag, insbesondere wenn er mit Hautbläschen und einer

Entzündung der Augen, des Mundes oder der Geschlechtsorgane einhergeht (Stevens-

Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)

ungewöhnliche Blutergüsse oder Blutungen, die durch eine niedrige Anzahl von

Blutplättchen verursacht werden

schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern)

Fieber, Halsentzündung, häufigere Infektionen, die durch eine schwerwiegende

Verminderung der weißen Blutkörperchen hervorgerufen werden

Ausschlag, Fieber, Blutbildstörung (welche Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion

sein können, das DRESS genannt wird)

ein roter, schuppiger Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen

(exanthematische Pustulose)

Dies sind alles schwerwiegende Nebenwirkungen. Sie können dringend ärztliche

Behandlung benötigen.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen Sie ernsthaft

beeinträchtigt:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schlaflosigkeit

Beeinträchtigung des Geschmackssinns

Kopfschmerzen

Durchfall, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Bauchschmerzen

abweichende Ergebnisse bei Leberfunktionstests

Ausschlag

übermäßiges Schwitzen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Hefepilz-Infektionen (Candidiasis), Infektionen, wie z. B. Vaginalinfektionen

verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen

Reduktion oder Verlust des Appetits

Angstgefühle, Nervosität

Benommenheit, Schläfrigkeit, Tremor

Schwindel, Hörbeeinträchtigung, Ohrgeräusche (Tinnitus)

Veränderungen im EKG (Verlängerung des QT-Intervalls), Herzklopfen

Entzündung der Magenschleimhaut, Entzündung der Mundschleimhaut und der Zunge,

Verstopfung, Mundtrockenheit, Aufstoßen, Blähungen

Lebererkrankungen, Anstieg von Leberenzymen im Blut

Juckreiz, Nesselsucht, roter erhobener Ausschlag

Muskelkrämpfe

Fieber, Schwäche

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

bestimmte bakterielle Infektionen der Haut und des Unterhautgewebes (Erysipel)

Psychose, Verwirrtheit, Gefühl eines Identitätsverlustes, Depression,

Orientierungsstörungen, Halluzinationen, Alpträume, Manie

Krampfanfälle, Geruchsstörung, Geruchs- oder Geschmacksverlust

Hörverlust (nach Absetzen des Arzneimittels meist reversibel)

Blutungen

Verfärbung der Zunge und der Zähne

Leberfunktionsstörungen

Akne

Muskelschmerzen oder -schwäche

Nierenversagen

verzögerte Blutgerinnung

unnormale Farbe des Urins

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Clarithromycin HEXAL aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton nach

„verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Das Granulat nicht über 25 °C lagern.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Nach Zubereitung ist die gebrauchsfertige Suspension 14 Tage haltbar.

Die gebrauchsfertige Suspension nicht über 25 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder

einfrieren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Clarithromycin HEXAL enthält

Der Wirkstoff ist Clarithromycin.

Nach Zubereitung enthält 1 ml der Suspension zum Einnehmen 50 mg Clarithromycin.

5 ml der Suspension zum Einnehmen enthalten 250 mg Clarithromycin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Poloxamer 188, Povidon K 30, Hypromellose, Macrogol 6000, Titandioxid (E 171),

Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.), Triethylcitrat, Glycerolmonostearat,

Polysorbat 80, Sucrose, Maltodextrin, Kaliumsorbat (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid,

Xanthangummi, Fruchtpunsch-Trockenaroma (204264, Haarmann & Reimer).

Wie Clarithromycin HEXAL aussieht und Inhalt der Packung

Weißes bis beigefarbenes Granulat.

Clarithromycin HEXAL ist in folgenden Packungsgrößen erhältlich:

Packungen mit 1 Flasche mit 41,0 g Granulat zur Herstellung einer Suspension zum

Einnehmen für 60 ml gebrauchsfertige Suspension

Packungen mit 1 Flasche mit 68,3 g Granulat zur Herstellung einer Suspension zum

Einnehmen für 100 ml gebrauchsfertige Suspension.

Jede Packung enthält eine 5-ml-Dosierspritze und einen gelochten Stopfen sowie einen

Messlöffel.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

oder

S.C. SANDOZ S.R.L.

7° “Livezeni” Street

540472 Targu Mures, Mures County

Rumänien

oder

Sandoz GmbH

Biochemiestraße 10

6250 Kundl

Österreich

oder

Lek Pharmaceuticals d.d.

Verovskova 57

1526 Ljubljana

Slowenien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2019.

Anwendungshinweise

Zubereitung der gebrauchsfertigen Suspension

Information für pharmazeutisches bzw. medizinisches Fachpersonal:

Zur Zubereitung der Suspension die Flasche mit folgenden Mengen Wasser auffüllen:

für die 60 ml gebrauchsfertige Suspension 34,2 ml Wasser zufügen

für die 100 ml gebrauchsfertige Suspension 57,0 ml Wasser zufügen

Wenn Sie die Suspension selbst zubereiten:

Schütteln Sie die geschlossene Flasche kräftig. Öffnen Sie den kindersicheren Verschluss

der Flasche durch Niederdrücken und gleichzeitiges Linksdrehen des Deckels (die

Füllhöhe des Granulats kann transportbedingt oberhalb der 2/3-Markierung liegen,

verringert sich aber nach Zugabe von Wasser).

Füllen Sie die Flasche mit kaltem Trinkwasser bis zur 2/3-Markierung (untere

Pfeilmarkierung), verschließen Sie die Flasche und schütteln Sie diese kräftig. Schaum

absetzen lassen und noch einmal Wasser bis zur oberen Pfeilmarkierung auffüllen.

Schließen und schütteln Sie die Flasche erneut, bis auf dem Flaschenboden keine

Pulverreste mehr zu erkennen sind. Um dies zu kontrollieren, halten Sie den

Flaschenboden gegen das Licht. Die Suspension ist nun gebrauchsfertig.

Vor der ersten Anwendung drücken Sie den beiliegenden gelochten Plastikstopfen in den

Flaschenhals. Der Stopfen verbindet die Dosierspritze mit der Flasche und bleibt auf der

Flasche. Schließen Sie die Flasche.

Die Suspension ist nun gebrauchsfertig.

Abmessen einer Dosis mit der Dosierspritze

Schütteln Sie unmittelbar vor jeder Entnahme die Flasche kräftig.

Öffnen Sie den Deckel und setzen Sie die Dosierspritze in das Loch im Plastikstopfen, bis

sie gut aufsitzt. Vergewissern Sie sich, dass der Spritzenkolben vollständig

hineingedrückt ist.

Drehen Sie die Flasche mit aufgesetzter Dosierspritze vorsichtig um. Ziehen Sie den

Spritzenkolben langsam heraus, um die verordnete Dosis aufzuziehen. Zeigen sich große

Luftblasen in der aufgezogenen Suspension, den Kolben wieder in die Spritze drücken

und die Spritze erneut langsam füllen.

Stellen Sie die Flasche mit der aufgesetzten Dosierspritze wieder aufrecht, bevor Sie die

Dosierspritze abnehmen.

Gabe des Arzneimittels mithilfe der Dosierspritze

Sie können Ihrem Kind die Suspension mit der Dosierspritze geben oder nach Entleeren

des Spritzeninhalts auf einen Löffel.

Vergewissern Sie sich, dass sich das Kind in aufrechter Position befindet.

Wenn Sie die Suspension mithilfe der Dosierspritze geben, stecken Sie das Vorderteil der

Dosierspritze vorsichtig in den Mund des Kindes. Entleeren Sie den Inhalt langsam gegen

die Innenseite der Wange des Kindes.

Lassen Sie dem Kind Zeit, das Arzneimittel zu schlucken, damit sich das Kind nicht

verschlucken kann.

Hinweis zum Aussehen und Geschmack der Suspension

Die zubereitete Suspension ist weiß bis beige gefärbt und enthält kleine Körnchen aus

filmüberzogenem Granulat, die sich nicht auflösen und der Suspension ein grießartiges

Aussehen geben.

Die Körnchen sind im Mund spürbar und sollten möglichst nicht zerdrückt oder zerkaut werden

oder länger im Mund bleiben. Trinken oder essen Sie daher unmittelbar nach der Einnahme der

Suspension etwas, um einen bitteren Nachgeschmack zu vermeiden.

Weitere Hinweise

Verschließen Sie die Flasche nach jedem Gebrauch gut.

Reinigen Sie die Dosierspritze nach jedem Gebrauch, indem Sie den Kolben aus der Spritze

herausziehen und beide Teile unter fließendem Wasser abspülen. Nach dem Trocknen kann der

Kolben wieder eingesetzt werden.

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Clarithromycin HEXAL

125 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Clarithromycin HEXAL

250 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Clarithromycin HEXAL 125 mg/5 ml

Nach Zubereitung enthält 1 ml der Suspension zum Einnehmen 25 mg Clarithromycin.

5 ml der Suspension zum Einnehmen enthalten 125 mg Clarithromycin.

Clarithromycin HEXAL 250 mg/5 ml

Nach Zubereitung enthält 1 ml der Suspension zum Einnehmen 50 mg Clarithromycin.

5 ml der Suspension zum Einnehmen enthalten 250 mg Clarithromycin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Sucrose

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Weißes bis beigefarbenes Granulat

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Clarithromycin HEXAL ist angezeigt zur Behandlung der folgenden, durch Clarithromycin-

empfindliche Bakterien verursachten, Infektionen bei Patienten mit bekannter Penicillin-

Überempfindlichkeit bzw. wenn Penicillin aus anderen Gründen nicht geeignet ist (siehe Abschnitt

4.4 und 5.1):

akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis (adäquat diagnostiziert) bei Erwachsenen und

Jugendlichen über 12 Jahre

leichte bis mittelschwere ambulant erworbene bakterielle Pneumonie, einschließlich der durch

die atypischen Keime Chlamydia, Mycoplasma oder Legionella verursachten Pneumonie

Pharyngitis

Tonsillitis

akute bakterielle Sinusitis (adäquat diagnostiziert) bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12

Jahre

akute Otitis media bei Kindern

leichte bis mäßig schwere Infektionen der Haut und Weichteile, wie Impetigo, Erysipel,

Follikulitis, Furunkulose, Wundinfektionen

In adäquater Kombination entsprechend antibakterieller Therapieschemata und mit einem

einschlägigen Ulkus-Therapeutikum zur Eradikation von Helicobacter pylori bei erwachsenen

Patienten mit Ulzera, die durch H. pylori verursacht wurden (siehe Abschnitt 4.2).

Die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen

Wirkstoffen sind bei der Anwendung von Clarithromycin HEXAL zu berücksichtigen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Dosierung von Clarithromycin HEXAL 125 mg/5 ml bzw. Clarithromycin HEXAL 250 mg/5 ml

hängt vom klinischen Zustand des Patienten ab und ist in jedem Fall vom Arzt festzulegen.

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche

Standarddosierung:

Die übliche Dosis beträgt 2-mal täglich 250 mg.

Behandlung mit hohen Dosen (schwere Infektionen):

Bei schweren Infektionen kann die übliche Dosis auf 2-mal täglich 500 mg erhöht werden.

Elimination von Helicobacter pylori bei Erwachsenen

Bei Patienten mit Gastroduodenalulzera, die durch Infektion mit H. pylori verursacht wurden, wird

Clarithromycin als Teil der First-Line-Triple-Therapie in einer Dosierung von 2-mal täglich 500 mg

angewendet.

Die nationalen Empfehlungen zur Eradikation von Helicobacter pylori müssen berücksichtigt werden.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Die empfohlenen maximalen Dosen sollten proportional zum Schweregrad der

Nierenfunktionseinschränkung reduziert werden. Bei einer Kreatinin-Clearance-Rate unter 30 ml/min

sollte die Dosis auf 250 mg täglich oder bei Schwerstinfektionen auf 250 mg 2-mal täglich halbiert

werden. Die Behandlungsdauer sollte bei diesen Patienten 14 Tage nicht überschreiten.

Kinder bis zu 12 Jahren

Die empfohlene Dosierung beträgt 7,5 mg/kg Körpergewicht (KG) 2-mal täglich.

Clarithromycin HEXAL 125 mg/5 ml

Gewicht

Alter

Dosierung

8–11 kg

1–2 Jahre

2 x täglich 2,5 ml

12–19 kg

2–4 Jahre

2 x täglich 5,0 ml

20–29 kg

4–8 Jahre

2 x täglich 7,5 ml

30–40 kg

8–12 Jahre

2 x täglich 10,0 ml

Clarithromycin HEXAL 250 mg/5 ml

Gewicht

Alter

Dosierung

12–19 kg

2–4 Jahre

2 x täglich 2,5 ml

20–29 kg

4–8 Jahre

2 x täglich 3,75 ml

30–40 kg

8–12 Jahre

2 x täglich 5,0 ml

Kinder mit einem Körpergewicht von weniger als 8 kg sollten entsprechend ihrem Körpergewicht

behandelt werden. Für Clarithromycin, orale Suspension für die Anwendung bei Kindern, wurden

klinische Studien für Kinder ab 6 Monate bis zu 12 Jahren durchgeführt. Daher sollte bei Kindern

unter 12 Jahren die orale Suspension für die Anwendung bei Kindern (Granulat zur Herstellung einer

Suspension zum Einnehmen) angewendet werden.

Für die Behandlung von Kindern unter 6 Monaten liegen nur begrenzte Erfahrungen vor.

Für die Indikation der ambulant erworbenen Pneumonie bei Kindern unter 3 Jahren ist die

Wirksamkeit nicht belegt.

Bei Niereninsuffizienz, insbesondere bei einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min, muss die Dosis

halbiert werden, d. h. 7,5 mg/kg KG 1-mal täglich, und die Behandlungsdauer sollte 14 Tage nicht

überschreiten.

Dauer der Therapie

Die Dauer der Therapie mit Clarithromycin HEXAL hängt vom klinischen Zustand des Patienten ab.

Die Dauer der Therapie ist in jedem Fall vom Arzt festzulegen.

Die übliche Behandlungsdauer beträgt bei Kindern bis zu 12 Jahren 5 bis 10 Tage.

Die übliche Behandlungsdauer bei Erwachsenen und Jugendlichen beträgt 6 bis 14 Tage.

Die Therapie sollte nach Abklingen der Symptome mindestens noch 2 Tage fortgesetzt werden.

Bei Infektionen durch Streptococcus pyogenes (beta-hämolysierende Streptokokken) sollte die

Therapiedauer mindestens 10 Tage betragen.

Die Kombinationstherapie zur Eradikation von H. pylori, z. B. mit 2-mal täglich 500 mg

Clarithromycin zusammen mit 2-mal täglich 1000 mg Amoxicillin und 2-mal täglich 20 mg

Omeprazol, sollte 7 Tage lang durchgeführt werden.

Art der Anwendung

Vor der Anwendung muss das Granulat mit Wasser zubereitet werden, siehe Abschnitt 6.6. Die

Anwendung nach der Zubereitung erfolgt mit einer PP/LDPE-Applikationsspritze für Zubereitungen

zum Einnehmen (bzw. einem PP-Messlöffel).

Die Körnchen der Suspension können einen bitteren Nachgeschmack hervorrufen, wenn sie im Mund

verbleiben. Dies kann vermieden werden, wenn unmittelbar nach Einnahme der Suspension etwas

gegessen oder getrunken wird.

Clarithromycin kann unabhängig von den Mahlzeiten angewendet werden. Die Nahrung hat keinen

Einfluss auf das Ausmaß der Bioverfügbarkeit. Durch die Aufnahme von Nahrung wird die

Resorption von Clarithromycin leicht verzögert.

4.3

Gegenanzeigen

Clarithromycin HEXAL darf nicht angewendet werden bei Patienten mit Überempfindlichkeit

gegen den Wirkstoff, andere Makrolid-Antibiotika oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit einem der folgenden Wirkstoffe ist

kontraindiziert: Astemizol, Cisaprid, Domperidon, Pimozid und Terfenadin, da eine QT-

Intervallverlängerung und kardiale Arrhythmien, einschließlich ventrikulärer Tachykardie,

Kammerflimmern und Torsade de pointes (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5) ausgelöst werden

können.

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit Ticagrelor oder Ranolazin ist

kontraindiziert.

Die gleichzeitige Einnahme von Clarithromycin mit oralem Midazolam ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.5).

Clarithromycin darf nicht gleichzeitig mit Ergotamin oder Dihydroergotamin eingenommen

werden, da eine Ergotoxizität ausgelöst werden kann (siehe Abschnitt 4.5).

Clarithromycin darf nicht angewendet werden bei Patienten mit kongenitaler oder

nachgewiesener erworbener QT-Intervallverlängerung oder ventrikulärer Arrhythmie,

einschließlich Torsade de pointes, in der Anamnese (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Aufgrund des Risikos einer Myopathie einschließlich Rhabdomyolyse darf Clarithromycin nicht

gleichzeitig mit den HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren (Statinen) Lovastatin oder Simvastatin

eingenommen werden, da diese im Wesentlichen durch CYP3A4 metabolisiert werden. (siehe

Abschnitt 4.5).

Clarithromycin darf bei hypokaliämischen Patienten nicht angewendet werden (Risiko einer

Verlängerung des QT-Intervalls, siehe Abschnitt 4.4).

Clarithromycin darf bei Patienten, die an schwerem Leberversagen in Verbindung mit einer

eingeschränkten Nierenfunktion leiden, nicht angewendet werden.

Wie bei anderen starken CYP3A4-Inhibitoren darf Clarithromycin nicht zusammen mit Colchicin

angewendet werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Clarithromycin wird hauptsächlich über die Leber metabolisiert. Deshalb ist bei der Anwendung des

Antibiotikums bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion Vorsicht geboten. Bei Patienten mit

Verdacht auf Leberfunktionsstörungen ist die Serumkonzentration der Transaminasen (AST, ALT),

der γ-GT, der alkalischen Phosphatase sowie des Bilirubins sorgfältig zu kontrollieren (siehe

Abschnitt 4.3).

Es wurde im Zusammenhang mit Clarithromycin von Leberfunktionsstörungen, einschließlich

erhöhter Leberenzymwerte, und hepatozellulären Schädigungen und/oder cholestatischer Hepatitis mit

oder ohne Ikterus berichtet. Diese Leberfunktionsstörung kann schwer sein, ist jedoch in der Regel

reversibel. In einigen Fällen wurde von einer Leberinsuffizienz mit tödlichem Ausgang berichtet, die

in der Regel mit schweren zugrundeliegenden Erkrankungen und/oder anderen hepatotoxischen

Medikationen in Zusammenhang stand. Die Patienten sollten informiert werden, die Behandlung

abzubrechen und sich an ihren Arzt zu wenden, wenn sich Anzeichen oder Symptome einer

Lebererkrankung wie z. B. Appetitlosigkeit, Gelbsucht, dunkler Urin, Juckreiz oder ein empfindliches

Abdomen entwickeln.

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.2). Bei

Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)

sollte eine geeignete Reduktion der Dosis von Clarithromycin in Abhängigkeit vom Schweregrad der

Einschränkung vorgenommen werden (siehe Abschnitt 4.2). Bei älteren Patienten sollte die

Möglichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion stets in Betracht gezogen werden.

Wie bei fast allen antibakteriellen Arzneimitteln, einschließlich Makroliden, wurde über

pseudomembranöse Kolitis berichtet, die mild bis lebensbedrohlich verlaufen kann. Über

Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö (CDAD) wurde bei Anwendung von fast allen Antibiotika,

einschließlich Clarithromycin, berichtet, die in der Form eines leichten Durchfalls bis zur tödlich

verlaufenden Kolitis auftreten kann. Eine Antibiotikabehandlung verändert die normale Darmflora,

was zu einem übermäßigen Wachstum von C. difficile führen kann. Deshalb sollte bei Patienten mit

Durchfall, der während oder nach der Therapie mit antibakteriellen Substanzen auftritt, eine CDAD

erwogen werden. CDAD kann auch noch 2 Monate nach Therapieende auftreten. Deshalb ist eine

sorgfältige Anamnese nötig. Eine Unterbrechung der Clarithromycin-Therapie sollte ungeachtet der

Indikation in Betracht gezogen werden. Es sollten mikrobiologische Tests durchgeführt und mit einer

geeigneten Behandlung begonnen werden. Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht

eingenommen werden.

Es liegen Post-Marketing-Berichte von Colchicin-Vergiftungen bei gleichzeitiger Einnahme von

Clarithromycin und Colchicin vor, insbesondere bei älteren Patienten. Einige der Colchicin-

Vergiftungen traten bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen auf. Es wurde über Todesfälle bei

einigen solcher Patienten berichtet (siehe Abschnitt 4.5). Die gleichzeitige Anwendung von

Clarithromycin zusammen mit Colchicin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Clarithromycin und Triazolobenzodiazepinen wie Triazolam

und intravenösem oder oromukosalem Midazolam ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.5).

Kardiovaskuläre Ereignisse

Bei Patienten, die mit Makroliden behandelt wurden, einschließlich Clarithromycin, wurde eine

Verlängerung der QT-Zeit beobachtet, welche die kardiale Repolarisation wiederspiegelt. Dies ist mit

einem Risiko zur Entwicklung von Herzrhythmusstörungen und „Torsades de pointes“ verbunden

(siehe Abschnitt 4.8).

Aufgrund des erhöhten Risikos von QT-Zeit-Verlängerungen und ventrikulärer Arrhythmien

(einschließlich „Torsades de pointes“) ist die Einnahme von Clarithromycin kontraindiziert bei

Patienten die Astemizol, Cisaprid, Domperidon Pimozid und Terfenadin einnehmen, bei Patienten mit

Hypokaliämie und bei Patienten mit einer anamnetisch bekannten QT-Zeit-Verlängerung oder

ventrikulären Arrhythmie (siehe Abschnitt 4.3).

Darüber hinaus sollte Clarithromycin mit Vorsicht angewendet werden bei:

Patienten mit koronarer Herzkrankheit, schwerer Herzinsuffizienz, Reizleitungsstörungen oder

klinisch relevanter Bradykardie.

Patienten mit Hypomagnesiämie.

Patienten, die gleichzeitig andere Arzneimittel die die QT-Zeit verlängern einnehmen als solche

die kontraindiziert sind.

Epidemiologische Studien zur Untersuchung des Risikos von unerwünschten kardiovaskulären

Ereignissen bei der Verabreichung von Makroliden haben unterschiedliche Ergebnisse gezeigt. Einige

Beobachtungsstudien haben ein seltenes, kurzzeitiges Risiko für Arrhythmien, Myokardinfarkte und

kardiovaskuläre Mortalität bei der Verabreichung von Makroliden, einschließlich Clarithromycin,

nachgewiesen. Diese Zusammenhänge sollten bei der Verschreibung von Clarithromycin im Rahmen

der Nutzen-Risiko-Bewertung berücksichtigt werden.

Pneumonie

Aufgrund der wachsenden Resistenz von Streptococcus pneumoniae gegenüber Makroliden sollten

Empfindlichkeitstests durchgeführt werden, wenn Clarithromycin bei ambulant erworbener

Pneumonie verordnet wird. Bei stationär erworbener Pneumonie sollte Clarithromycin in

Kombination mit zusätzlichen geeigneten Antibiotika verabreicht werden.

Infektionen der Haut und Weichteile von leichtem bis mäßigem Schweregrad

Diese Infektionen werden in den meisten Fällen durch Staphylococcus aureus und Streptococcus

pyogenes ausgelöst, die gegen Makrolide resistent sein können. Daher sollten Empfindlichkeitstests

durchgeführt werden. Wenn Betalaktam-Antibiotika nicht angewendet werden können (z. B. aufgrund

von Allergien), können andere Antibiotika wie beispielsweise Clindamycin Medikamente erster Wahl

sein. Derzeit werden Makrolide nur bei manchen Infektionen der Haut und Weichteile in Betracht

gezogen, wie jenen, die durch Corynebacterium minutissimum ausgelöst werden, bei Acne vulgaris

und Erysipel und in Fällen, in denen kein Penicillin angewendet werden kann.

Im Falle schwerer akuter Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Anaphylaxie, schweren

arzneimittelinduzierten Hautreaktionen (SCAR) (z. B. akute generalisierte exanthematische Pustulose

[AGEP], Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermaler Nekrolyse und Arzneimittelexanthem mit

Eosinophilie und systemischen Symptomen [DRESS-Syndrom]) sollte die Behandlung mit

Clarithromycin unverzüglich abgesetzt und dringlich eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Clarithromycin sollte mit Vorsicht angewendet werden, wann immer eine Anwendung bei Patienten

indiziert ist, die mit einem Induktor von CYP3A4 behandelt werden (siehe Abschnitt 4.5).

Clarithromycin inhibiert CYP3A4. Eine gleichzeitige Anwendung von anderen Arzneimitteln, die zu

einem großen Teil durch dieses Enzym metabolisiert werden, sollte auf Situationen beschränkt

werden, in denen diese Anwendung unbedingt erforderlich ist.

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren (Statine)

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin und Lovastatin oder Simvastatin ist kontraindiziert

(siehe Abschnitt 4.3). Bei gleichzeitiger Verordnung von Clarithromycin mit anderen Statinen ist

Vorsicht geboten. Bei Patienten, welche gleichzeitig Clarithromycin und Statine einnahmen, wurde

über das Auftreten einer Rhabdomyolyse berichtet. Die Patienten sind bezüglich Anzeichen und

Symptomen einer Myopathie zu beobachten. In Situationen, in denen eine gleichzeitige Anwendung

von Clarithromycin mit Statinen nicht vermieden werden kann, wird empfohlen, die niedrigste

zugelassene Dosierung der Statine zu verschreiben. Die Verwendung eines anderen Statins, das

CYP3A-unabhängig metabolisiert wird (z. B. Fluvastatin), ist in Betracht zu ziehen (siehe Abschnitt

4.5).

Orale Antidiabetika/Insulin

Die gleichzeitige Einnahme von Clarithromycin und oralen Antidiabetika (z. B. Sulfonylharnstoffe)

und/oder Insulin kann zu signifikanten Hypoglykämien führen. Es wird eine sorgfältige Überwachung

des Blutzuckerspiegels empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Orale Antikoagulantien

Es besteht das Risiko einer schwerwiegenden Blutung sowie signifikanter Erhöhungen des INR-Werts

und der Prothrombinzeit, wenn Clarithromycin zusammen mit Phenprocoumon oder Warfarin

verabreicht wird (siehe Abschnitt 4.5). Wenn Patienten gleichzeitig Clarithromycin und orale

Antikoagulantien einnehmen, sollten der INR-Wert und die Prothrombinzeit häufig kontrolliert

werden.

Die Anwendung von antimikrobiellen Therapien (wie z. B. Clarithromycin) zur Behandlung von H.-

pylori-Infektionen können zur Selektion von Antibiotika-resistenten Organismen führen.

Langzeitanwendung oder wiederholte Anwendung von Clarithromycin kann wie bei anderen

Antibiotika zur Kolonisierung mit einer größeren Zahl unempfindlicher Bakterien und Pilzen führen.

Tritt eine Superinfektion auf, sollte eine geeignete Therapie eingeleitet werden.

Auf eine mögliche Kreuzresistenz von Erregern gegenüber Clarithromycin und anderen Makrolid-

Antibiotika (wie z. B. Erythromycin) sowie Lincomycin und Clindamycin ist zu achten. Eine

gleichzeitige Gabe mehrerer Präparate aus dieser Substanzgruppe ist deshalb nicht empfehlenswert.

Clarithromycin sollte in der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten drei Monaten der

Schwangerschaft, nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses vom Arzt

verschrieben werden (siehe Abschnitt 4.6).

5 ml der gebrauchsfertigen Suspension enthalten 2,4 g Sucrose (Zucker) entsprechend ca. 0,2 BE.

Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder

Sucrase-Isomaltase-Mangel sollten Clarithromycin HEXAL nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die Einnahme der folgenden Arzneimittel ist aufgrund möglicher schwerwiegender

Arzneimittelwechselwirkungen strikt kontraindiziert:

Astemizol, Cisaprid, Domperidon, Pimozid, und Terfenadin

Bei Patienten, die gleichzeitig Clarithromycin und Cisaprid erhielten, wurden erhöhte Cisaprid-

Spiegel berichtet. Dies kann zu QT-Zeit-Verlängerungen und Herzrhythmusstörungen, einschließlich

ventrikulärer Rhythmusstörungen,, Kammerflimmern und „Torsade de pointes“ führen. Ähnliche

Wirkungen wurden bei Patienten beobachtet, die gleichzeitig Clarithromycin und Pimozid einnahmen

(siehe Abschnitt 4.3).

Es wurde berichtet, dass Makrolide den Terfenadin-Metabolismus verändern, was zu höheren

Terfenadin-Spiegeln führt. Dies stand gelegentlich mit Herzrhythmusstörungen wie Verlängerung des

QT-Intervalls, ventrikulärer Tachykardie, Kammerflimmern und Torsade de pointes in

Zusammenhang (siehe Abschnitt 4.3). Bei einer Studie mit 14 gesunden Probanden führte die

gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin und Terfenadin zu einem zwei- bis dreifachen

Anstieg des Serumspiegels des sauren Terfenadin-Metaboliten und zu einer Verlängerung des QT-

Intervalls, was keine klinisch feststellbare Wirkung zur Folge hatte. Ähnliche Wirkungen wurden bei

der gleichzeitigen Einnahme von Astemizol und anderen Makroliden beobachtet.

Ergotamin/Dihydroergotamin

Post-Marketing-Berichte weisen darauf hin, dass die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin

und Ergotamin oder Dihydroergotamin mit akuter Vergiftung, charakterisiert durch Vasospasmus und

Ischämien in den Extremitäten und anderen Geweben, einschließlich des Zentralnervensystems,

assoziiert ist. Die gleichzeitige Einnahme von Clarithromycin und einem dieser Wirkstoffe ist

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren (Statine)

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit Lovastatin oder Simvastatin ist kontraindiziert

(siehe Abschnitt 4.3), da diese Statine im Wesentlichen durch CYP3A4 metabolisiert werden und die

gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin deren Plasmakonzentration erhöht, was zu einem

erhöhten Risiko einer Myopathie einschließlich Rhabdomyolyse führt. Bei Patienten, welche

Clarithromycin gemeinsam mit diesen beiden Statinen einnahmen, wurden Fälle von Rhabdomyolyse

gemeldet. Falls die Behandlung mit Clarithromycin nicht vermieden werden kann, muss die Therapie

mit Lovastatin oder Simvastatin während des Behandlungsverlaufes unterbrochen werden.

Bei der Verschreibung von Clarithromycin mit Statinen ist Vorsicht angezeigt. In Fällen, in denen

eine gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit Statinen nicht vermieden werden kann, wird

empfohlen, die niedrigste zugelassene Dosierung der Statine zu verschreiben. Die Verwendung eines

anderen Statins, das CYP3A-unabhängig metabolisiert wird (z. B. Fluvastatin), ist in Betracht zu

ziehen (siehe Abschnitt 4.4). Die Patienten sollten hinsichtlich der Zeichen und Symptome einer

Myopathie sorgfältig überwacht werden.

Colchicin

Colchicin ist ein Substrat für CYP3A und für den Efflux-Transporter P-Glycoprotein (Pgp). Von

Clarithromycin und anderen Makroliden ist bekannt, dass sie CYP3A und Pgp hemmen. Bei

gleichzeitiger Gabe von Clarithromycin und Colchicin kann die Hemmung von Pgp und/oder CYP3A

durch Clarithromycin zu einer Erhöhung der systemischen Verfügbarkeit von Colchicin führen. Es

wurde über Todesfälle bei einigen Patienten berichtet, die gleichzeitig Colchicin und Clarithromycin

einnahmen. Die gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Einfluss anderer Arzneimittel auf Clarithromycin

CYP3A-induzierende Arzneimittel (z. B. Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital,

Johanniskraut) können die Metabolisierung von Clarithromycin induzieren. Dies kann zu

subtherapeutischen Clarithromycin-Spiegeln und somit zu einer verminderten Wirksamkeit führen.

Darüber hinaus kann es erforderlich sein, die Plasmaspiegel des CYP3A-Induktors zu überwachen, da

dieser aufgrund der Hemmung von CYP3A durch Clarithromycin erhöht sein kann (siehe auch die

entsprechende Produktinformation des verabreichten CYP3A4-Induktors). Die gleichzeitige

Anwendung von Clarithromycin und Rifabutin führte zu einer Erhöhung der Rifabutin- bzw. einer

Senkung der Clarithromycin-Serumwerte, was wiederum zu einem erhöhten Uveitis-Risiko führt.

Von den folgenden Arzneimitteln ist bekannt bzw. wird vermutet, dass sie die Plasmakonzentrationen

von Clarithromycin beeinflussen. Eine Clarithromycin-Dosisanpassung oder eine alternative

Behandlung sind zu erwägen.

Efavirenz, Nevirapin, Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin

Starke Induktoren des Cytochrom-P450-Stoffwechselsystems, wie z. B. Efavirenz, Nevirapin,

Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin können die Verstoffwechselung von Clarithromycin

beschleunigen und so die Plasmaspiegel von Clarithromycin senken, während sie die Plasmaspiegel

von 14-OH-Clarithromycin, einem ebenfalls mikrobiologisch aktiven Metaboliten, erhöhen. Da die

mikrobiologische Aktivität von Clarithromycin und 14-OH-Clarithromycin bei unterschiedlichen

Bakterien unterschiedlich ist, könnte bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin und

Enzyminduktoren die beabsichtigte therapeutische Wirkung beeinträchtigt werden.

Etravirin

Die Clarithromycinspiegel wurden durch Etravirin verringert; die Konzentrationen des aktiven

Metaboliten 14-OH-Clarithromycin waren jedoch erhöht. Da 14-OH-Clarithromycin eine verringerte

Aktivität gegenüber Mycobacterium avium complex (MAC) aufweist, ist die Aktivität gegen dieses

Pathogen insgesamt verändert; daher sollten zur Behandlung des MAC Alternativen zu

Clarithromycin in Betracht gezogen werden.

Fluconazol

Die gleichzeitige Gabe von täglich 200 mg Fluconazol und 2-mal täglich 500 mg Clarithromycin an

21 gesunde Probanden führte zu einem Anstieg der mittleren minimalen Steady-State-

Konzentrationen (C

) von Clarithromycin und zu einem Anstieg der AUC (Area Under the Curve)

um 33 % bzw. 18 %. Die Steady-State-Konzentrationen des aktiven Metaboliten, 14-OH-

Clarithromycin wurden nicht signifikant durch die gleichzeitige Gabe von Fluconazol beeinflusst.

Eine Clarithromycin-Dosisanpassung ist nicht notwendig.

Ritonavir

Eine pharmakokinetische Studie zeigte, dass die gleichzeitige Anwendung von 200 mg Ritonavir (alle

acht Stunden) und 500 mg Clarithromycin (alle 12 Stunden) zu einer ausgeprägten Hemmung der

Clarithromycin-Verstoffwechselung führte. Bei gleichzeitiger Anwendung von Ritonavir nahm die

maximale Konzentration (C

) von Clarithromycin um 31 %, die minimale Konzentration (C

) von

Clarithromycin um 182 % und die AUC um 77 % zu. Es wurde eine im Wesentlichen komplette

Hemmung der Bildung von 14-OH-Clarithromycin festgestellt. Aufgrund der großen therapeutischen

Breite von Clarithromycin sollte bei Patienten mit normaler Nierenfunktion keine Dosisreduzierung

erforderlich sein. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten jedoch die folgenden

Dosisanpassungen in Betracht gezogen werden: Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance (CL

von 30 bis 60 ml/min sollte die Clarithromycin-Dosis um 50 % reduziert werden. Bei Patienten mit

< 30 ml/min sollte die Clarithromycin-Dosis um 75 % verringert werden. Bei gleichzeitiger

Verabreichung von Ritonavir sollte eine Clarithromycin-Dosis von 1 g/Tag nicht überschritten

werden.

Ähnliche Dosisanpassungen sollten bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in Betracht

gezogen werden, wenn Ritonavir als pharmakokinetischer Verstärker mit anderen HIV-

Proteaseinhibitoren einschließlich Atazanavir und Saquinavir angewendet wird (siehe Abschnitt

„Bidirektionale Arzneimittelwechselwirkungen“).

Einfluss von Clarithromycin auf andere Arzneimittel

CYP3A-basierte Interaktionen

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin, von dem bekannt ist, dass es CYP3A hemmt, und

einem Wirkstoff, der hauptsächlich durch CYP3A metabolisiert wird, kann mit einer Erhöhung der

Wirkstoffkonzentration einhergehen, die sowohl die therapeutischen als auch die unerwünschten

Wirkungen des Begleitmedikaments erhöhen oder verstärken kann.

Die Anwendung von Clarithromycin ist aufgrund des Risikos einer QT-Verlängerung und

Herzrhythmusstörungen, einschließlich ventrikulärer Tachykardie, ventrikulärer Fibrillation und

Torsades de pointes bei Patienten, die die CYP3A-Substrate Astemizol, Cisaprid, Domperidon,

Pimozid und Terfenadin erhalten, kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Die Anwendung von Clarithromycin ist auch kontraindiziert mit Ergotaminakaloiden, oralem

Midazolam, HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, die hauptsächlich durch CYP3A4 metabolisiert

werden (z. B. Lovastatin und Simvastatin), Colchicin, Ticagrelor und Ranolazin (siehe Abschnitt 4.3).

Vorsicht ist geboten, wenn Clarithromycin zusammen mit anderen Arzneimitteln verabreicht wird, die

als CYP3A-Enzymsubstrate bekannt sind, insbesondere wenn das CYP3A-Substrat einen engen

therapeutische Breite aufweist (z. B. Carbamazepin) und / oder das Substrat durch dieses Enzym

weitgehend metabolisiert wird. Dosisanpassungen können in Betracht gezogen werden und wenn

möglich sollten die Serumkonzentrationen von Arzneimitteln, die im Wesentlichen durch CYP3A

metabolisiert werden, bei Patienten die gleichzeitig Clarithromycin einnehmen, eng überwacht

werden.

Arzneimittel oder Arzneimittelklassen, von denen man weiß oder von denen vermutet wird durch

dasselbe CYP3A-Isozym metabolisiert zu werden umfasst (jedoch ist diese Liste nicht umfassend)

Alprazolam, Carbamazepin, Cilostazol, Ciclosporin, Disopyramid, Ibrutinib, Methylprednisolon,

Midazolam (intravenös), Omeprazol, orale Antikoagulanzien (z. B. Warfarin), atypische

Antipsychotika (z. B. Quetiapin), Chinidin, Rifabutin, Sildenafil, Sirolimus, Tacrolimus, Triazolam

und Vinblastin.

Arzneimittel, die durch ähnliche Mechanismen durch andere Isozyme innerhalb des Cytochrom P450-

Systems interagieren, umfassen Phenytoin, Theophyllin und Valproat.

Antiarrhythmika

Nach Markteinführung wurde über Torsade de pointes bei gleichzeitiger Anwendung von

Clarithromycin und Chinidin oder Disopyramid berichtet. Bei gleichzeitiger Einnahme von

Clarithromycin und diesen Arzneimitteln sollten Elektrokardiogramme bezüglich einer Verlängerung

des QT-Intervalls kontrolliert werden. Während der Clarithromycin-Therapie sollten die Serumspiegel

von Chinidin und Disopyramid überwacht werden.

Nach Markteinführung wurde über Hypoglykämie bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin

und Disopyramid berichtet. Daher sollte bei gleichzeitiger Gabe von Clarithromycin und Disopyramid

der Blutzuckerspiegel überwacht werden.

Orale Antidiabetika/Insulin

Die gleichzeitige Einnahme von Clarithromycin und oralen Antidiabetika und/oder Insulin kann zu

signifikanten Hypoglykämien führen. Bei gleichzeitiger Einnahme tritt bei bestimmten Antidiabetika

wie Nateglinid und Repaglinid ggf. eine Hemmung des CYP3A-Enzyms durch Clarithromycin auf,

was zu Hypoglykämie führen kann. Es wird eine sorgfältige Überwachung des Blutzuckerspiegels

empfohlen.

Omeprazol

Gesunden erwachsenen Probanden wurde alle 8 Stunden 500 mg Clarithromycin in Kombination mit

40 mg Omeprazol pro Tag verabreicht. Die Steady-State-Plasmakonzentrationen von Omeprazol

waren bei der gleichzeitigen Anwendung von Clarithromycin erhöht (C

, AUC

0-24

und t

erhöhten

sich jeweils um 30 %, 89 % bzw. 34 %). Der über 24 Stunden gemittelte gastrale pH-Wert betrug bei

alleiniger Gabe von Omeprazol 5,2 und bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin 5,7.

Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil

Alle diese Phosphodiesterase-Inhibitoren werden, zumindest teilweise, über CYP3A verstoffwechselt

und CYP3A kann bei gleichzeitiger Gabe von Clarithromycin gehemmt werden. Die gleichzeitige

Anwendung von Clarithromycin mit Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil könnte möglicherweise zu

einer Erhöhung des Phosphodiesterase-Inhibitors führen. Gegebenenfalls ist eine Dosisreduzierung

von Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin

vorzunehmen.

Theophyllin, Carbamazepin

Ergebnisse von klinischen Studien weisen darauf hin, dass bei gleichzeitiger Anwendung eines dieser

Arzneimittel mit Clarithromycin ein geringer, aber statistisch signifikanter (p ≤ 0,05) Anstieg der

Plasmakonzentrationen von Theophyllin bzw. Carbamazepin auftrat. Gegebenenfalls sollte eine

Dosisreduzierung erwogen werden.

Tolterodin

Der primäre Weg der Metabolisierung von Tolterodin erfolgt über die 2D6-Isoform des Cytochroms

P450 (CYP2D6). In einer Untergruppe der Population ohne CYP2D6 verläuft der identifizierte Weg

der Metabolisierung jedoch über CYP3A. In dieser Untergruppe der Population führt eine Hemmung

von CYP3A zu einer signifikant höheren Tolterodin-Serumkonzentration. Bei der Population der

Langsam-Metabolisierer kann, wenn CYP3A-Inhibitoren wie z. B. Clarithromycin vorhanden sind,

eine Reduzierung der Tolterodin-Dosierung erforderlich sein.

Triazolobenzodiazepine (z. B. Alprazolam, Midazolam, Triazolam)

Bei gleichzeitiger Gabe von Midazolam mit Clarithromycin-Tabletten (500 mg 2-mal täglich) stieg

die AUC von Midazolam um das 2,7-Fache nach intravenöser Gabe und um das 7-Fache nach oraler

Gabe. Die gleichzeitige Gabe von oralem Midazolam und Clarithromycin ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3). Bei gleichzeitiger Anwendung von intravenösem Midazolam und Clarithromycin muss

der Patient engmaschig überwacht werden, damit gegebenenfalls die Dosierung angepasst werden

kann.

Die Verabreichung von Midazolam über die Mundschleimhaut könnte die präsystemische Elimination

des Arzneimittels umgehen und wird wahrscheinlich eher zu ähnlichen Interaktionen führen, wie sie

nach intravenöser Gabe beobachtet werden als zu den Interaktionen nach oralen Gabe.

Dieselben Vorsichtsmaßnahmen gelten auch bei der Verabreichung von anderen Benzodiazepinen, die

über CYP3A verstoffwechselt werden, einschließlich Triazolam und Alprazolam. Für

Benzodiazepine, die nicht über CYP3A verstoffwechselt werden (Temazepam, Nitrazepam,

Lorazepam), ist eine Interaktion mit Clarithromycin unwahrscheinlich.

Es gibt Berichte nach Markteinführung über Arzneimittelwechselwirkungen und Wirkungen auf das

ZNS (z. B. Schläfrigkeit und Verwirrung) bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und

Triazolam. Daher wird empfohlen, die Patienten bezüglich verstärkter pharmakologischer Effekte auf

das ZNS zu überwachen.

Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus

Die gleichzeitige Anwendung von oralem Clarithromycin und Ciclosporin oder Tacrolimus führt zu

einem mehr als zweifachen Anstieg der C

-Spiegel sowohl von Ciclosporin als auch von

Tacrolimus. Vergleichbare Effekte werden auch für Sirolimus erwartet. Zu Beginn einer Behandlung

mit Clarithromycin bei Patienten, die bereits eines dieser Immunsuppressiva einnehmen, müssen die

Plasmaspiegel von Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus engmaschig überwacht werden und deren

Dosis, falls erforderlich, reduziert werden. Wenn die Behandlung mit Clarithromycin bei diesen

Patienten unterbrochen wird, ist wiederum eine engmaschige Überwachung der Plasmaspiegel von

Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus erforderlich, um die Dosis anzupassen.

Andere Arzneimittelwechselwirkungen

Digoxin

Digoxin ist ein Substrat für den Effluxtransporter P-Glycoprotein (Pgp). Clarithromycin inhibiert

bekanntermaßen Pgp. Werden Clarithromycin und Digoxin gleichzeitig gegeben, führt die Hemmung

von Pgp durch Clarithromycin zu einem erhöhten Digoxinserumspiegel. Erhöhte Digoxinserumspiegel

wurden nach Markteinführung bei Patienten berichtet, die Clarithromycin und Digoxin gleichzeitig

erhielten. Einige Patienten zeigten klinische Symptome einer Digoxin-Vergiftung, einschließlich

potenziell tödlicher Arrhythmien. Die Digoxin-Serumkonzentration sollte bei Patienten, die

gleichzeitig Clarithromycin und Digoxin einnehmen, sorgfältig kontrolliert werden.

Zidovudin

Die gleichzeitige orale Verabreichung von Clarithromycin-Tabletten und Zidovudin bei erwachsenen

HIV-Patienten kann zu niedrigeren Steady-State-Konzentrationen von Zidovudin führen. Da

Clarithromycin die Aufnahme von gleichzeitig verabreichtem oralen Zidovudin zu stören scheint,

kann diese Wechselwirkung durch eine um vier Stunden versetzte Einnahme der Clarithromycin- und

Zidovudin-Dosen weitgehend vermieden werden. Diese Wechselwirkung tritt nicht bei pädiatrischen

HIV-Patienten auf, die eine Clarithromycin-Suspension mit Zidovudin oder Dideoxyinosin

einnehmen. Diese Wechselwirkung ist unwahrscheinlich, wenn Clarithromycin über eine intravenöse

Infusion verabreicht wird.

Phenytoin und Valproat

Es gibt Spontanmeldungen oder veröffentlichte Berichte zu Wechselwirkungen von CYP3A-

Inhibitoren, einschließlich Clarithromycin, mit Arzneimitteln, deren Metabolisierung durch CYP3A

nicht bekannt war (z. B. Phenytoin, Valproat und Hexobarbital). Eine Bestimmung der Serumspiegel

dieser Arzneimittel wird bei gleichzeitiger Gabe mit Clarithromycin empfohlen. Es wurde von

erhöhten Serumwerten berichtet.

Arzneimittel, die mit einer Verlängerung des QT-Intervalls in Zusammenhang stehen

Aufgrund des Risikos einer Verlängerung des QT-Intervalls sollte Clarithromycin bei gleichzeitiger

Gabe von anderen Arzneimitteln, die mit einer Verlängerung des QT-Intervalls in Zusammenhang

stehen, mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

Bidirektionale Arzneimittelwechselwirkungen

Atazanavir

Sowohl Clarithromycin als auch Atazanavir sind Substrate und Inhibitoren von CYP3A, und es gibt

Hinweise auf bidirektionale Arzneimittelwechselwirkungen. Die gleichzeitige Gabe von

Clarithromycin (500 mg 2-mal täglich) mit Atazanavir (400 mg 1-mal täglich) führte zu einem 2-

fachen Anstieg der Clarithromycinexposition und zu einer 70%igen Reduktion der 14-OH-

Clarithromycin-Exposition, mit einer Steigerung der AUC von Atazanavir um 28 %.

Aufgrund der großen therapeutischen Breite für Clarithromycin sollte bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion keine Dosisreduktion nötig sein. Bei Vorliegen einer mäßigen Niereninsuffizienz

(Kreatinin-Clearance 30 bis 60 ml/min) sollte die Clarithromycindosis um 50 % reduziert werden. Bei

Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min soll die Clarithromycindosis um 75 % reduziert

werden unter Verabreichung geeigneter Darreichungsformen.

Es soll die Tagesmaximaldosis von 1000 mg Clarithromycin bei gleichzeitiger Einnahme von

Proteaseinhibitoren nicht überschritten werden (siehe Abschnitt 4.2).

Für Indikationen, die nicht auf Infektionen durch den M.-avium-Komplex beruhen, sollte eine

alternative Therapie in Erwägung gezogen werden.

Patienten, die gleichzeitig Atazanavir und Clarithromycin einnehmen, sollten bezüglich auftretender

Auffälligkeiten oder Symptome einer verstärkten oder verlängerten pharmakologischen Wirkung

beobachtet werden.

Calcium-Kanal-Blocker

Wegen der Gefahr einer Hypotonie ist Vorsicht geboten bei der gleichzeitigen Anwendung von

Clarithromycin und Calciumantagonisten, welche über CYP3A4 metabolisiert werden (z. B.

Verapamil, Amlodipin, Diltiazem). Die Plasma-Konzentrationen von Clarithromycin sowie die des

Calcium-Kanal-Blockers können aufgrund der Wechselwirkung erhöht sein. Bei Patienten, die

gleichzeitig Clarithromycin und Verapamil einnahmen, wurden Hypotonie, Bradyarrhythmien und

Laktatazidose beobachtet.

Itraconazol

Sowohl Clarithromycin als auch Itraconazol sind Substrate und Inhibitoren von CYP3A, und es gibt

Hinweise auf bidirektionale Arzneimittelwechselwirkungen. Clarithromycin könnte die Plasmaspiegel

von Itraconazol erhöhen, während Itraconazol die Plasmaspiegel von Clarithromycin erhöhen könnte.

Patienten, die gleichzeitig Itraconazol und Clarithromycin einnehmen, sollten eng bezüglich

auftretender Auffälligkeiten oder Symptome einer verstärkten oder verlängerten pharmakologischen

Wirkung beobachtet werden.

Saquinavir

Sowohl Clarithromycin als auch Saquinavir sind Substrate und Inhibitoren von CYP3A und es gibt

Hinweise auf bidirektionale Arzneimittelwechselwirkungen. Die gleichzeitige Gabe von

Clarithromycin (500 mg 2-mal täglich) und Saquinavir (Gelatine-Weichkapsel, 1200 mg 3-mal

täglich) an 12 gesunde Probanden resultierte in einer systemischen Verfügbarkeit im Steady State

(AUC) und einer maximalen Konzentration (C

) von Saquinavir, die 177 % bzw. 187 % höher lagen

als bei der alleinigen Gabe von Saquinavir. Die Werte für AUC und C

von Clarithromycin waren

um ca. 40 % höher als bei der alleinigen Gabe von Clarithromycin. Keine Dosisanpassung ist

notwendig, wenn die beiden Arzneimittel für eine begrenzte Zeit mit den untersuchten Stärken und

Darreichungsformen gleichzeitig eingenommen werden. Beobachtungen aus

Arzneimittelwechselwirkungsstudien mit Gelatine-Weichkapseln sind nicht unbedingt übertragbar auf

die Anwendung von Saquinavir-Gelatine-Hartkapseln.

Beobachtungen aus Arzneimittelwechselwirkungsstudien mit Saquinavir allein sind nicht unbedingt

übertragbar auf die Wirkungen, die mit Saquinavir/Ritonavir zu sehen sind. Wenn Saquinavir

gleichzeitig mit Ritonavir verabreicht wird, ist die mögliche Wirkung von Ritonavir auf

Clarithromycin zu berücksichtigen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Daten aus der Anwendung von Clarithromycin während des 1. Trimenons einer begrenzten Anzahl an

Schwangerschaften ergaben keine eindeutigen Hinweise auf teratogene Effekte oder andere

schädliche Wirkungen auf das Neugeborene. Zurzeit sind keine anderen relevanten epidemiologischen

Daten verfügbar. Ergebnisse aus Tierstudien haben Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt

5.3). Das Risiko für den Menschen ist unbekannt.

Eine Anwendung von Clarithromycin während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten

Trimenon, sollte nur nach strenger Indikationsstellung erfolgen.

Stillzeit

Clarithromycin und sein aktiver Metabolit gehen in die Muttermilch über. Beim mit Muttermilch

ernährten Säugling kann es zu Veränderungen der Darmflora mit Durchfällen und zu einer

Sprosspilzbesiedlung kommen, so dass das Stillen eventuell unterbrochen werden muss. Die

Möglichkeit einer Sensibilisierung ist ebenfalls zu berücksichtigen. Bei Stillenden sollte der Nutzen

der Behandlung für die Mutter sorgfältig gegen das potentielle Risiko für das Kind abgewogen

werden.

Fertilität

Fertilitätsstudien mit Ratten zeigten keine Hinweise auf schädliche Wirkungen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten über Auswirkungen von Clarithromycin auf die Verkehrstüchtigkeit oder die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Das Risiko von Benommenheit, Schwindel, Verwirrtheit

und Desorientierung, die im Zusammenhang mit der Einnahme dieses Arzneimittels auftreten können,

sollte berücksichtigt werden, bevor der Patient ein Fahrzeug führt oder Maschinen bedient.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei Erwachsenen und pädiatrischen

Populationen, die Clarithromycin eingenommen haben, waren: Bauchschmerzen, Durchfall,

Übelkeit, Erbrechen und Beeinträchtigung des Geschmackssinns. Die Nebenwirkungen sind

normalerweise mild in der Intensität und stimmen mit dem bekannten Sicherheitsprofil der

Makrolide überein.

Es wurden keine signifikanten Unterschiede im Auftreten der gastrointestinalen Nebenwirkungen

in klinischen Studien zwischen den Patienten mit oder ohne vorausgegangenen Infektionen mit

Mykobakterien beobachtet.

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

In der folgenden Tabelle wurden Nebenwirkungen aus klinischen Studien und aus Post-

Marketing-Erfahrungen berücksichtigt.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen, die zumindest möglicherweise mit Clarithromycin

in Zusammenhang gebracht werden, werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

(≥ 1/10)

Häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten

(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad

angegeben.

Systemorganklasse

Häufig

≥ 1/100 bis

< 1/10

Gelegentlich

≥ 1/1.000 bis

< 1/100

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Candidosen, Infektion,

vaginale Infektion

pseudomembranöse

Kolitis, Erysipel

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Leukopenie,

Thrombozythämie

Agranulozytose,

Thrombozytopenie

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeit

anaphylaktische Reaktion,

Angioödem

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörung

en

Anorexie, verringerter

Appetit

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

Angstzustände,

Nervosität

psychotische Störung,

Verwirrtheit,

Depersonalisation,

Depression,

Desorientierung,

Halluzinationen,

Albträume, Manie

Erkrankungen des

Nervensystems

Dysgeusie,

Kopfschmerzen

Benommenheit,

Somnolenz

, Tremor

Krampfanfälle,

Geschmacksverlust,

Parosmie, Anosmie,

Parästhesien

Erkrankungen des

Ohrs und des

Labyrinths

Schwindel,

Hörbeeinträchtigung,

Tinnitus

Hörverlust (nach

Absetzen des

Arzneimittels meist

reversibel)

Herzerkrankungen

Verlängerung des QT-

Intervalls im EKG

(siehe Abschnitt 4.4),

Palpitationen

Torsade de pointes,

ventrikuläre Tachykardie,

Kammerflimmern (siehe

Abschnitt 4.4)

Gefäßerkrankunge

n

Blutungen (siehe

Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltra

kts

Durchfall

Erbrechen,

Dyspepsie, Übelkeit,

Bauchschmerzen

Gastritis, Stomatitis,

Glossitis, Obstipation,

Mundtrockenheit,

Aufstoßen, Flatulenz

akute Pankreatitis,

Verfärbung der Zunge,

Verfärbung der Zähne

Leber- und

Gallenerkrankunge

n

abnormer

Leberfunktionstest

erhöhte Alanin-

Aminotransferase,

erhöhte Aspartat-

Aminotransferase

Leberfunktionsstörungen,

hepatozelluläre und/oder

cholestatische Hepatitis

mit oder ohne Ikterus

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgeweb

es

Ausschlag,

Hyperhidrose

Pruritus, Urtikaria,

makulopapulöser

Ausschlag

schwere

arzneimittelinduzierte

Hautreaktionen (SCAR)

(z. B. akute generalisierte

exanthematische

Pustulose [AGEP],

Stevens-Johnson-

Syndrom [siehe Abschnitt

4.4], toxische epidermale

Nekrolyse [siehe

Abschnitt 4.4],

Überempfindlichkeitsreak

tionen mit Eosinophilie

und systemischen

Symptomen

[Hypersensitivitätssyndro

m DRESS]), Akne

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankun

gen

Muskelspasmen

Rhabdomyolyse

Myopathie

Erkrankungen der

Nieren und

Harnwege

Nierenversagen,

interstitielle Nephritis

Allgemeine

Pyrexie, Asthenie

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Untersuchungen

erhöhtes INR

(International Normalized

Ratio), verlängerte

Prothrombinzeit (siehe

Abschnitt 4.4), abnorme

Urinfarbe

siehe Absatz a)

siehe Absatz c)

c.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

In einigen der Berichte über eine Rhabdomyolyse wurde Clarithromycin gleichzeitig mit

Statinen, Fibraten, Colchicin oder Allopurinol angewendet (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 4.5).

Es liegen Post-Marketing-Berichte von Arzneimittelwechselwirkungen und Wirkungen auf das

Zentralnervensystem (ZNS, z. B. Schläfrigkeit und Verwirrung) bei gleichzeitiger Einnahme von

Clarithromycin und Triazolam vor. Es wird empfohlen, den Patienten bezüglich verstärkter

pharmakologischer Wirkungen auf das ZNS zu überwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Spezielle Population: Nebenwirkungen bei immungeschwächten Patienten (siehe Absatz e).

d.

Pädiatrische Populationen

Es wurden klinische Prüfungen an Kindern im Alter von 6 Monaten bis 12 Jahren mit einer

pädiatrischen Clarithromycin-Suspension durchgeführt. Deshalb sollte bei Kindern unter 12

Jahren die pädiatrische Clarithromycin-Suspension angewendet werden. Um ein

Dosierungsregime für die Anwendung der i.v.-Darreichungsform von Clarithromycin bei

Patienten unter 18 Jahren empfehlen zu können, stehen nicht genügend Daten zur Verfügung.

Es wird erwartet, dass die Häufigkeit, die Art und der Schweregrad der Nebenwirkungen bei

Kindern gleich sind wie bei Erwachsenen.

e.

Andere spezielle Populationen

Immungeschwächte Patienten

Bei AIDS-Patienten und Patienten mit anderweitig geschwächtem Immunsystem, die über

längere Zeiträume wegen mykobakterieller Infektionen mit Clarithromycin in höheren

Dosierungen behandelt wurden, war es oft schwierig, Nebenwirkungen, die möglicherweise mit

der Clarithromycin-Therapie zusammenhingen, von zugrunde liegenden Anzeichen der HIV-

Erkrankung (HIV: Humanes Immundefizienz-Virus) oder einer interkurrenten Krankheit zu

unterscheiden.

Bei erwachsenen Patienten, die mit einer Tagesdosis von 1000 mg bzw. 2000 mg Clarithromycin

behandelt wurden, wurden am häufigsten folgende Nebenwirkungen berichtet: Übelkeit,

Erbrechen, abnorme Geschmacksempfindungen, Bauchschmerzen, Diarrhö, Ausschlag,

Blähungen, Kopfschmerzen, Verstopfung, Hörstörungen, Anstieg von Serum-Glutamat-

Oxalacetat-Transferase (SGOT) und Serum-Glutamat-Pyruvat-Transferase (SGPT). Zusätzlich

traten mit geringer Häufigkeit u. a. Dyspnoe, Schlaflosigkeit und trockener Mund auf. Die

Inzidenzen waren bei mit 1000 mg und 2000 mg behandelten Patienten vergleichbar, aber

gewöhnlich 3- bis 4-mal so häufig bei Patienten, die eine Tagesdosis von 4000 mg

Clarithromycin erhielten.

Bei diesen immungeschwächten Patienten wurden bei der Auswertung der Laborwerte jeweils

die Werte analysiert, die sich außerhalb der schwerwiegend anormalen Werte (d. h. der extremen

Ober- bzw. Untergrenze) für den betreffenden Test befanden. Ausgehend von diesen Kriterien

wiesen etwa 2 % bis 3 % der Patienten, die täglich 1000 mg oder 2000 mg Clarithromycin

erhielten, einen schwerwiegend anormalen SGOT- und SGPT-Anstieg sowie anormal niedrige

Leukozyten- und Thrombozytenzahlen auf. Bei einem geringeren Prozentsatz der Patienten in

diesen beiden Dosisgruppen waren auch erhöhte Blutharnstoff-Stickstoff-Werte zu verzeichnen.

Bei Patienten, die täglich 4000 mg erhielten, wurde für alle Parameter außer den Leukozyten eine

geringfügig höhere Inzidenz anormaler Werte festgestellt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome einer Intoxikation

Aus Berichten geht hervor, dass bei Einnahme großer Mengen von Clarithromycin mit dem Auftreten

gastrointestinaler Symptome gerechnet werden muss.

Ein Patient mit einer bipolaren Störung in der Anamnese nahm 8 Gramm Clarithromycin ein und

zeigte danach einen verwirrten Geisteszustand, paranoides Verhalten, Hypokaliämie und Hypoxämie.

Therapie einer Intoxikation

Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Überdosierung auftreten, sollten durch umgehende

Beseitigung des noch nicht resorbierten Arzneimittels und unterstützende Maßnahmen behandelt

werden. Wie andere Makrolide ist Clarithromycin nicht ausreichend hämo- oder

peritonealdialysierbar.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe

Clarithromycin ist ein halbsynthetisches Makrolid mit einem 14-gliedrigen Laktonring.

ATC-Code: J01FA09

Wirkungsweise

Der Wirkungsmechanismus von Clarithromycin beruht auf der Hemmung der Proteinbiosynthese

durch Bindung an die 50S-Untereinheit des bakteriellen Ribosoms. Hieraus resultiert zumeist eine

bakteriostatische Wirkung.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von der Zeitdauer ab, während der der Wirkstoffspiegel

oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.

Resistenzmechanismen

Eine Resistenz gegenüber Clarithromycin kann auf folgenden Mechanismen beruhen:

Efflux: Eine Resistenz kann durch Erhöhung der Anzahl von Effluxpumpen in der

Zytoplasmamembran hervorgerufen werden, von der ausschließlich 14- und 15-gliedrige

Makrolide betroffen sind (sog. M-Phänotyp).

Veränderung der Zielstruktur: Durch Methylierung der 23S rRNS ist die Affinität zu den

ribosomalen Bindungsstellen erniedrigt, wodurch es zur Resistenz gegenüber Makroliden (M),

Linkosamiden (L) und Streptograminen der Gruppe B (S

) kommt (sog. MLS

-Phänotyp).

Die enzymatische Inaktivierung von Makroliden ist nur von untergeordneter klinischer

Bedeutung.

Beim M-Phänotyp liegt eine vollständige Kreuzresistenz von Clarithromycin mit Azithromycin,

Erythromycin bzw. Roxithromycin vor. Beim MLS

-Phänotyp besteht zusätzlich Kreuzresistenz mit

Clindamycin und Streptogramin B. Mit dem 16-gliedrigen Makrolid Spiramycin besteht eine partielle

Kreuzresistenz.

Grenzwerte

Die Testung von Clarithromycin erfolgt unter Benutzung der üblichen Verdünnungsreihe. Folgende

minimale Hemmkonzentrationen für sensible und resistente Keime wurden festgelegt:

EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) Grenzwerte

Erreger

Sensibel

Resistent

Staphylococcus spp.

≤ 1 mg/l

> 2 mg/l

Streptococcus spp.

(Gruppen A, B, C, G)

≤ 0,25 mg/l

> 0,5 mg/l

Streptococcus pneumoniae

≤ 0,25 mg/l

> 0,5 mg/l

Moraxella catarrhalis

≤ 0,25 mg/l

> 0,5 mg/l

Helicobacter pylori

≤ 0,25 mg/l

> 0,5 mg/l

Erythromycin kann als Testsubstanz zum Nachweis der Empfindlichkeit gegenüber Clarithromycin

verwendet werden.

Die Grenzwerte basieren auf den epidemiologischen Cut-Off-Werten (ECOFFs), die eine

Differenzierung zwischen wildtypischen Isolaten und solchen mit verminderter Empfindlichkeit

erlauben.

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit

variieren. Deshalb sind − insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen − lokale

Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Falls aufgrund der lokalen Resistenzsituation

die Wirksamkeit von Clarithromycin infrage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten

angestrebt werden. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine

mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber

Clarithromycin anzustreben.

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten 5 Jahre aus

nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und -studien (Stand: Februar 2018):

Üblicherweise empfindliche Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Streptococcus pyogenes

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Haemophilus influenzae

Legionella pneumophila °

Moraxella catarrhalis

Andere Mikroorganismen

Chlamydophila pneumoniae °

Mycobacterium avium °

Mycobacterium chelonae °

Mycobacterium intrazellulare °

Mycobacterium kansasii °

Mycoplasma pneumoniae °

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Staphylococcus aureus (Methicillin-sensibel)

Staphylococcus aureus (Methicillin-resistent)

Streptococcus pneumoniae

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Helicobacter pylori

1

Andere Mikroorganismen

Mycobacterium fortuitum

Von Natur aus resistente Spezies

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Escherichia coli

Klebsiella spp.

Pseudomonas aeruginosa

° Bei Veröffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primärliteratur,

Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.

Die natürliche Empfindlichkeit der meisten Isolate liegt im intermediären Bereich.

In mindestens einer Region liegt die Resistenzrate bei über 50 %.

Resistenzrate bereits bei einmalig vorbehandelten Patienten ≥ 50 %.

Bei Isolaten invasiver Erkrankungen liegt die Resistenzrate unter 10 %.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Clarithromycin wird nach oraler Anwendung schnell und nahezu vollständig im Gastrointestinaltrakt

− primär im Jejunum − resorbiert, unterliegt aber einem ausgeprägten First-pass-Metabolismus. Die

absolute Bioverfügbarkeit einer Tablette zu 250 mg Clarithromycin beträgt ungefähr 50 %. Die

Bioverfügbarkeit der Suspension ist vergleichbar oder geringfügig höher als die der Tabletten.

Das pharmakokinetische Profil der Suspension bei Kindern entspricht dem der Suspension bei

Erwachsenen. Die Resorption wird durch Nahrungsaufnahme leicht verzögert, beeinflusst jedoch

nicht das Ausmaß der Bioverfügbarkeit. Deshalb kann Clarithromycin unabhängig von den

Mahlzeiten eingenommen werden. Durch seine chemische Struktur (6-O-Methylerythromycin) ist

Clarithromycin weitgehend magensäureunempfindlich. Spitzenplasmakonzentrationen von 1–2 µg/ml

Clarithromycin wurden bei Erwachsenen nach Einnahme von 250 mg zweimal täglich beobachtet.

Nach der Gabe von 500 mg Clarithromycin zweimal täglich lag die Spitzenplasmakonzentration bei

2,8 Mikrogramm/ml. Bei Kindern wurden nach Gabe der neunten Dosis bei einer Dosierung von 7,5

mg/kg KG zweimal täglich folgende mittleren Steady-State-Parameter für Clarithromycin bestimmt:

4,60 µg/ml, AUC 15,7 µg x h x ml

und T

2,8 h.

Die entsprechenden Mittelwerte für den 14-Hydroxy-Metaboliten waren: C

1,64 µg/ml, AUC 6,69

µg x h x ml

und T

2,7 h.

Nach der Anwendung von 250 mg Clarithromycin zweimal täglich erreicht der mikrobiologisch aktive

14-Hydroxy-Metabolit Spitzenplasmakonzentrationen von 0,6 Mikrogramm/ml. Der Steady State wird

innerhalb von 2 Behandlungstagen erreicht.

Verteilung

Clarithromycin penetriert gut in die verschiedenen Gewebe mit einem geschätzten

Verteilungsvolumen von 200–400 l. Clarithromycin erreicht in einigen Geweben Konzentrationen, die

um ein Mehrfaches gegenüber dem Wirkstoffspiegel im Blutkreislauf erhöht sind. Erhöhte Spiegel

wurden sowohl in den Tonsillen als auch im Lungengewebe festgestellt. Clarithromycin penetriert

auch in den Magenschleim.

Die Plasmaproteinbindung von Clarithromycin beträgt bei therapeutischen Konzentrationen ungefähr

80 %.

Biotransformation und Elimination

Clarithromycin wird schnell und umfassend in der Leber metabolisiert. Der Stoffwechsel erfolgt

hauptsächlich über N-Dealkylierung, Oxidation und stereospezifische Hydroxylierung in Position

C14.

Die Pharmakokinetik von Clarithromycin ist nicht-linear aufgrund der Sättigung des

Lebermetabolismus bei hohen Dosen. Die Eliminationshalbwertszeit erhöht sich von 2–4 Stunden

nach Gabe von 250 mg Clarithromycin zweimal täglich auf 5 Stunden nach Gabe von 500 mg

Clarithromycin zweimal täglich. Bei Gabe von 250 mg alle 12 Stunden liegt die Halbwertszeit des

aktiven 14-Hydroxy-Metaboliten zwischen 5 und 6 Stunden.

Nach oraler Gabe von radioaktivem Clarithromycin wurden 70–80 % der Radioaktivität in den Faeces

wiedergefunden. Circa 20–30 % des Clarithromycins werden als unveränderter Wirkstoff im Urin

nachgewiesen. Dieser Anteil ist erhöht, wenn die Dosis gesteigert wird. Niereninsuffizienz erhöht die

Clarithromycinspiegel im Plasma, wenn die Dosis nicht reduziert wird.

Die totale Plasma-Clearance wurde auf ungefähr 700 ml/min geschätzt, bei einer renalen Clearance

von ungefähr 170 ml/min.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (65 bis 81 Jahre) wurden nach Gabe von 2-mal täglich 500 mg Clarithromycin

im Vergleich zu jüngeren Patienten (21 bis 29 Jahre) höhere Clarithromycin-Spiegel beobachtet. Nach

Gabe der 5. Dosis wurde in der Gruppe der jüngeren Patienten für C

2,4 μg/ml und bei den älteren

Patienten 3,28 μg/ml ermittelt. Die Eliminations-Halbwertszeit lag bei 4,9 bzw. 7,7 Stunden.

Ähnliches gilt auch für den 14-Hydroxy-Metaboliten. Diese Unterschiede könnten mit der

physiologischen Abnahme der Nierenfunktion bei älteren Patienten in Zusammenhang stehen.

Frühgeborene

In einer pharmakokinetischen Untersuchung an 13 Frühgeborenen mit sehr niedrigem Geburtsgewicht

(zwischen 618 g und 1325 g) wurde festgestellt, dass eine sehr große Schwankungsbreite bezüglich

der Serumkonzentrationen von Clarithromycin besteht. Bei einer Tagesdosis von 15 mg

Clarithromycin/kg KG wurden im Steady State maximale Serumkonzentrationen (C

) zwischen 0,15

μg/ml und 1,58 μg/ml (im Mittel 0,61 μg/ml) gemessen. Bei einer Tagesdosis von 30 mg

Clarithromycin/kg KG betrugen die maximalen Serumkonzentrationen im Steady State hingegen

zwischen 0,77 μg/ml und 2,4 μg/ml (im Mittel 1,62 μg/ml). Aufgrund dieser Ergebnisse kann bei

Frühgeborenen mit geringem Geburtsgewicht eine Dosiserhöhung notwendig sein.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Gabe von 2-mal täglich 500 mg Clarithromycin wurde bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 10,2 bis 122 ml/min) ein Anstieg von C

, t½ und AUC

beobachtet. Nach 5-tägiger Therapiedauer wurde bei Patienten mit schwerer renaler Insuffizienz

(Clearance 10 bis 29 ml/min) ein C

-Wert von 8,3 μg/ml beobachtet. Ähnliche Veränderungen

zeigten sich für die Kinetik des 14-Hydroxy-Metaboliten. Die meisten pharmakokinetischen

Parameter weisen eine deutliche Korrelation mit der Kreatinin-Clearance auf (siehe Abschnitt 4.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit alkoholbedingter, leichter Leberschädigung wurden keine Veränderungen der

pharmakokinetischen Daten von Clarithromycin und dem 14-Hydroxy-Metaboliten beobachtet.

Untersuchungen bei stark eingeschränkter Leberfunktion liegen nicht vor.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

In Tierstudien zeigte sich, dass die Toxizität von Clarithromycin von der Dosis und der Dauer der

Behandlung anhängig ist. Bei allen Spezies war die Leber Zielorgan toxischer Wirkungen; bei

Hunden und Affen waren Läsionen in der Leber nach einer Behandlung von 14 Tagen nachweisbar.

Jedoch waren die toxischen Dosen beim Tier eindeutig höher als die beim Menschen empfohlenen

therapeutischen Dosen. Bei Ratten, die mit 150 mg/kg/d Clarithromycin behandelt wurden, zeigten

sich kardiovaskuläre Missbildungen.

In-vitro- und In-vivo-Studien zum mutagenen Potenzial verliefen negativ.

Studien zur Reproduktionstoxizität zeigten, dass Clarithromycin in maternaltoxischen Dosen beim

Kaninchen und beim Affen zu erhöhten Raten von Fehlgeburten führt. In Studien an Ratten wurde

keine Embryotoxizität oder Teratogenität festgestellt. Bei Mäusen traten bei der 70-fachen klinischen

Dosierung Gaumenspalten auf (Häufigkeit 3–30 %).

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Poloxamer 188

Povidon K 30

Hypromellose

Macrogol 6000

Titandioxid (E 171)

Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.)

Triethylcitrat

Glycerolmonostearat

Polysorbat 80

Sucrose

Maltodextrin

Kaliumsorbat (Ph.Eur.)

hochdisperses Siliciumdioxid

Xanthangummi

Fruchtpunsch-Trockenaroma, 204264, Haarmann & Reimer

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Nach Zubereitung 14 Tage.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Nach Zubereitung nicht über 25 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

6.5

Art und Inhalt der Behältnisse

HDPE-Flaschen mit kindersicherem PP-Schraubverschluss

Packungsgrößen:

Clarithromycin HEXAL 125 mg/5 ml

1 Packung enthält eine Flasche mit

41,0 g Granulat zur Herstellung von 60 ml Suspension zum Einnehmen

oder

68,3 g Granulat zur Herstellung von 100 ml Suspension zum Einnehmen.

Clarithromycin HEXAL 250 mg/5 ml

1 Packung enthält eine Flasche mit

41,0 g Granulat zur Herstellung von 60 ml Suspension zum Einnehmen

oder

68,3 g Granulat zur Herstellung von 100 ml Suspension zum Einnehmen.

Jede Packung enthält eine 5-ml-Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen

(Dosierspritze) aus PP/LDPE und einen Adapter.

6.6

Sonstige Hinweise zur Handhabung

Zubereitung der gebrauchsfertigen Suspension

Vor dem Öffnen der Flasche Granulat aufschütteln.

Die Flasche sollte mit kaltem Trinkwasser bis zur 2/3-Markierung (untere Pfeilmarkierung) auf dem

Etikett gefüllt werden, kräftig geschüttelt und nach Absetzen des Schaumes erneut bis zur oberen

Pfeilmarkierung mit Wasser aufgefüllt und erneut geschüttelt werden. Die Flasche ist vor jeder

Entnahme kräftig zu schütteln.

Nach der Zubereitung mit Wasser wird eine weiße bis beige Suspension erhalten.

Vor der ersten Einnahme der Suspension mit der Dosierspritze muss der Adapter für die Dosierspritze

in den Flaschenhals eingesetzt werden und dort verbleiben.

Erforderliche Mengen Trinkwasser

Clarithromycin HEXAL 125 mg/5 ml

60 ml Suspension: 35,4 g

100 ml Suspension: 59,0 g

Clarithromycin HEXAL 250 mg/5 ml

60 ml Suspension: 34,2 g

100 ml Suspension: 57,0 g

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: medwiss@hexal.com

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Clarithromycin HEXAL 125 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

69028.00.00

Clarithromycin HEXAL 250 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

69029.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNGEN

Datum der Erteilung der Zulassungen

17. Dezember 2007

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen

13. April 2016

10.

STAND DER INFORMATION

Juni 2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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