Buprenorphin ratiopharm 8 mg Sublingualtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

21-03-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

21-03-2019

Wirkstoff:
BUPRENORPHIN HYDROCHLORID
Verfügbar ab:
Teva B.V.
ATC-Code:
N07BC01
INN (Internationale Bezeichnung):
Buprenorphine Hydrochloride
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
136437
Berechtigungsdatum:
2015-08-28

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Buprenorphin ratiopharm 8 mg Sublingualtabletten

Wirkstoff: Buprenorphin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Buprenorphin ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Buprenorphin ratiopharm beachten?

Wie ist Buprenorphin ratiopharm einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Buprenorphin ratiopharm aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Buprenorphin ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Buprenorphin ratiopharm ist ein Arzneimittel, das bei Opioid-Abhängigkeit angewendet wird.

Buprenorphin ratiopharm wird zur Behandlung von Opioid (Narkotika)-Abhängigkeit eingesetzt.

Buprenorphin ratiopharm wird als Teil eines medizinischen, sozialen und psychologischen

Behandlungsprogramms bei Patienten angewendet, die der Behandlung Ihrer Opioid-Abhängigkeit

zugestimmt haben.

Eine Behandlung mit Buprenorphin ratiopharm Sublingualtabletten ist für die Anwendung bei

Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren vorgesehen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Buprenorphin ratiopharm beachten?

Buprenorphin ratiopharm darf NICHT angewendet werden:

wenn Sie allergisch gegen Buprenorphin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie unter 15 Jahre sind,

wenn Sie schwerwiegende Atemprobleme haben,

wenn Sie schwerwiegende Leberprobleme haben,

wenn Sie eine Alkoholvergiftung oder Delirium tremens (Zittern, Schweißausbrüche,

Angstzustände, Verwirrtheit oder Halluzinationen infolge von Alkohol) haben,

wenn Sie Methadon einnehmen,

wenn Sie Opioid-Schmerzmittel (Grad III) einnehmen.

wenn Sie Naltrexon einnehmen,

wenn Sie Nalmefen einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Buprenorphin ratiopharm einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie folgendes haben:

Asthma oder andere Atemprobleme

jegliche Lebererkrankung, wie z. B. Hepatitis

niederer Blutdruck

kürzlich erlittene Kopfverletzung oder Gehirnerkrankung

eine Harnwegserkrankung (besonders in Verbindung mit einer vergrößerten Prostata bei Männern)

jegliche Nierenerkrankung

Schilddrüsenprobleme

Erkrankung der Nebennierenrinde (z. B. Addison-Krankheit)

Gallenwegsstörungen.

Wichtige Hinweise zur Beachtung:

Unsachgemäßer Gebrauch, Missbrauch und Entwendung

Dieses Arzneimittel kann für Patienten, die mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln Missbrauch betreiben,

ein Zielobjekt sein und es sollte an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, um es vor Diebstahl zu

schützen. Geben Sie dieses Arzneimittel nicht an Dritte weiter. Es kann bei anderen Menschen zum

Tod führen oder in anderer Weise schaden.

Atemprobleme

Einige Patienten starben infolge eines Atemstillstands (Unfähigkeit zu atmen), weil sie dieses

Arzneimittel missbräuchlich oder zusammen mit anderen, das Zentralnervensystem dämpfenden

Substanzen, wie z. B. Alkohol, Benzodiazepinen (Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen

und Schlafstörungen) oder anderen Opioiden angewendet haben.

Abhängigkeit

Dieses Arzneimittel kann zu pharmakologischer (Arzneimittel-)Abhängigkeit führen.

Entzugserscheinungen

Dieses Arzneimittel kann Entzugssymptome verursachen, wenn Sie es früher als sechs Stunden nach

Anwendung eines kurzwirksamen Opioids (wie z. B. Morphin, Heroin oder verwandte Substanzen)

oder früher als 24-48 Stunden nach Anwendung eines langwirksamen Opioids, wie z.B. Methadon,

einnehmen.

Buprenorphin ratiopharm kann auch dann Entzugssymptome hervorrufen, wenn Sie es plötzlich

absetzen.

Leberschädigung

Leberschädigungen wurden nach der Anwendung von Buprenorphin berichtet, insbesondere in

Zusammenhang mit einer missbräuchlichen Anwendung als intravenöse Verabreichung und in hoher

Dosis. Dies könnte auch aufgrund von speziellen Erkrankungen wie Vireninfektionen (Hepatitis B

oder Hepatitis C), Alkoholmissbrauch, Anorexie oder die gleichzeitige Anwendung von anderen

leberschädigenden Arzneimitteln auftreten (siehe Abschnitt 4). Unter Umständen führt Ihr Arzt

regelmäßige Blutuntersuchungen durch, um den Zustand Ihrer Leber zu überprüfen.

Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie Leberprobleme haben, bevor Sie Ihre Behandlung mit

Buprenorphin ratiopharm beginnen.

Schläfrigkeit

Dieses Arzneimittel kann Schläfrigkeit verursachen, die durch Alkohol und Arzneimittel gegen

Angstzustände verstärkt werden kann.

Diagnose nicht mit der Opioid-Abhängigkeit zusammenhängender medizinischer

Beschwerden

Dieses Arzneimittel kann Schmerzsymptome verschleiern, die für die Diagnose bestimmter

Erkrankungen von Bedeutung sein könnten. Vergessen Sie nicht, Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie

dieses Arzneimittel anwenden.

Blutdruck

Dieses Arzneimittel kann zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen, der Schwindel hervorruft,

wenn Sie zu schnell aus dem Sitzen oder Liegen aufstehen.

Es wird die Verordnung und Abgabe dieses Arzneimittel ausreichend für eine kurze Zeitdauer

empfohlen, insbesondere zu Beginn der Behandlung.

Einnahme von Buprenorphin ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Nehmen Sie Buprenorphin ratiopharm nicht gemeinsam mit folgenden Arzneimitteln ein:

Methadon,

Opioid-Schmerzmittel (Grad III-Schmerzmittel),

Naltrexon,

Nalmefen.

Nicht empfohlene Kombinationen mit Buprenorphin ratiopharm:

Tramadol, Codein, Dihydrocodein (Grad II-Schmerzmittel),

Ethylmorphin,

Alkohol oder Alkohol enthaltende Arzneimittel.

Einige Arzneimittel können die Nebenwirkungen von Buprenorphin ratiopharm verstärken und

können manchmal sehr ernste Reaktionen verursachen. Nehmen Sie während der Einnahme von

Buprenorphin ratiopharm keine anderen Arzneimittel ein bzw. wenden Sie keine anderen Arzneimittel

an, ohne zuerst mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen, das gilt besonders für:

Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin ratiopharm und Beruhigungsmitteln wie

Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln erhöht das Risiko für Schläfrigkeit,

Atemschwierigkeiten (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Daher soll eine

gleichzeitige Anwendung nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn andere

Behandlungsmöglichkeiten nicht in Frage kommen. Falls Ihr Arzt Ihnen dennoch Buprenorphin

ratiopharm gleichzeitig mit Beruhigungsmitteln verschreibt, ist die Dosierung und Dauer der

gleichzeitigen Behandlung von Ihrem Arzt zu begrenzen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt über

sämtliche Beruhigungsmittel, die Sie einnehmen und befolgen Sie genau die

Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes. Es kann hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber

zu informieren, bei Ihnen auf die oben beschriebenen Zeichen und Symptome zu achten. Falls

solche Symptome bei Ihnen auftreten, suchen Sie Ihren Arzt auf.

Andere Arzneimittel, die bewirken, dass Sie sich schläfrig fühlen, die zur Behandlung von

Erkrankungen angewendet werden wie Angstzustände, Schlaflosigkeit, Krämpfe/Krampfanfälle,

Schmerzen. Diese Arten von Arzneimitteln verringern Ihre Wachsamkeit, was das Steuern von

Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen erschwert. Diese Arzneimittel können auch eine

Dämpfung des Zentralnervensystems verursachen, eine sehr ernste Nebenwirkung. Die

Anwendung dieser Arzneimittel muss sorgfältig überwacht werden. Im Folgenden ist eine Liste

von Beispielen dieser Arzneimittelarten:

andere Opioide, bestimmte Schmerzmittel und Hustenmittel

Antidepressiva (werden zur Behandlung von Depressionen angewendet), wie Isocarboxazid

und Valproat

sedative H1-Rezeptor-Antagonisten (werden zur Behandlung allergischer Reaktionen

angewendet), wie Diphenhydramin und Chlorphenamin

Barbiturate (werden als Schlafmittel und zur Beruhigung angewendet), wie Phenobarbital oder

Chloralhydrat

Clonidin (wird zur Behandlung von hohem Blutdruck angewendet)

Antiretrovirale Arzneimittel (werden zur Behandlung von AIDS angewendet), wie Ritonavir,

Nelfinavir, Indinavir

Einige Pilzmittel (werden zur Behandlung von Pilzinfektionen angewendet), wie Ketoconazol,

Itraconazol, Voriconazol oder Posaconazol und bestimmte Antibiotika (Makrolide)

Einige Arzneimittel können die Wirkung von Buprenorphin ratiopharm verringern und sollten bei

gleichzeitiger Einnahme mit Buprenorphin ratiopharm mit Vorsicht angewendet werden. Dazu

gehören:

Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (wie Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin)

Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin)

Die gleichzeitige Anwendung der oben erwähnten Arzneimittel mit Buprenorphin ratiopharm muss

engmaschig überwacht werden und könnte in manchen Fällen eine Dosisanpassung durch Ihren Arzt

erfordern.

Sie müssen Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen/anwenden oder kürzlich

eingenommen/angewendet haben, informieren, einschließlich nicht rezeptpflichtige Arzneimittel.

Einnahme von Buprenorphin ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Alkohol kann die Benommenheit verstärken und das Risiko für einen Atemstillstand erhöhen, wenn

dieser zusammen mit Buprenorphin ratiopharm zu sich genommen wird. Trinken Sie während der

Behandlung mit Buprenorphin ratiopharm keine alkoholischen Getränke und nehmen Sie keine

Arzneimittel, die Alkohol enthalten.

Schlucken Sie oder konsumieren Sie keine Nahrung oder Getränke, bis sich die Tablette vollständig

aufgelöst hat.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Buprenorphin ratiopharm kann während der Schwangerschaft angewendet werden. Bei Einnahme

während der Schwangerschaft, insbesondere gegen Ende der Schwangerschaft, können Arzneimittel

wie Buprenorphin ratiopharm Entzugserscheinungen verursachen, einschließlich Atemprobleme bei

Ihrem neugeborenen Baby. Diese Beschwerden können einige Tage nach der Geburt auftreten.

Sprechen Sie vor dem Stillen Ihres Babys mit Ihrem Arzt: er/sie wird Ihre individuellen

Risikofaktoren evaluieren und Ihnen sagen, ob Sie während der Einnahme dieses Arzneimittels stillen

können.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Buprenorphin ratiopharm kann Benommenheit, Schwindel und gestörtes Denkvermögen verursachen.

Dies kann in den ersten paar Wochen der Behandlung, wenn Ihre Dosis angepasst wird, öfter

auftreten, kann jedoch auch vorkommen, wenn Sie während der Behandlung mit Buprenorphin

ratiopharm Alkohol trinken oder Beruhigungsmittel einnehmen. Steuern Sie kein Fahrzeug, bedienen

Sie keine Maschinen und führen Sie keine gefährlichen Aktivitäten aus, bis Sie wissen, wie Sie dieses

Arzneimittel beeinflusst. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wichtiger Hinweis über einige Inhaltsstoffe von Buprenorphin ratiopharm

Sportler sollten wissen, dass die Anwendung des Arzneimittels Buprenorphin ratiopharm aufgrund

dessen Wirkstoffes bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.

Achtung:

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Buprenorphin ratiopharm enthält Lactose (eine Zuckerart), Gelborange-S (E110) und Natrium

Bitte nehmen Sie Buprenorphin ratiopharm erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Der Farbstoff Gelborange-S (E110) kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Sublingualtablette, d.h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist Buprenorphin ratiopharm einzunehmen?

Art der Anwendung

Um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten, muss das Arzneimittel ausschließlich sublingual

verabreicht werden.

Lassen Sie die Tablette unter Ihrer Zunge liegen (sublingual) bis sie sich aufgelöst hat.

Sie dürfen die Tablette NICHT kauen oder zerstoßen und auch NICHT im Ganzen schlucken.

Nehmen Sie die Dosis einmal am Tag ein.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird die für Sie am besten geeignete Dosis bestimmen. Während Ihrer Behandlung kann Ihr

Arzt in Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen auf die Behandlung die Dosis anpassen.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung wird individuell vom Arzt festgelegt.

Nach einer erfolgreichen Behandlungszeit kann Ihr Arzt die Dosis stufenweise auf eine niedrigere

Erhaltungsdosis reduzieren. Entsprechend Ihrem Zustand kann die Dosis von Buprenorphin

ratiopharm unter sorgfältiger medizinischer Überwachung weiter gesenkt und eventuell beendet

werden. Ändern Sie ohne Zustimmung des behandelnden Arztes NICHT die Behandlung und brechen

Sie diese NICHT ab.

Die erfolgreiche Behandlung mit Buprenorphin ratiopharm ist abhängig von:

der richtigen Dosierung

einer begleitenden medizinischen, psychologischen und sozialen Betreuung

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Buprenorphin ratiopharm zu stark oder zu

schwach ist, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie eine größere Menge von Buprenorphin ratiopharm eingenommen haben, als Sie

sollten

Im Fall einer Überdosierung von Buprenorphin ratiopharm müssen Sie sich sofort zur Behandlung zu

einer Notfallzentrale oder zu einem Krankenhaus begeben oder dorthin gebracht werden.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Buprenorphin ratiopharm vergessen haben

Informieren Sie Ihren Arzt so rasch wie möglich, wenn Sie eine Dosis vergessen haben. Nehmen Sie

NICHT die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Buprenorphin ratiopharm abbrechen

Sie dürfen die Behandlung ohne die Zustimmung Ihres behandelnden Arztes in keiner Weise ändern

oder beenden. Das Abbrechen der Behandlung kann zu Entzugssymptomen führen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

Wie die Tablette aus dem Blister zu nehmen ist:

1. Drücken Sie die Tablette nicht direkt aus der Blistertasche heraus.

2. Trennen Sie eine Blisterzelle entlang der Perforationen vom Blisterstreifen.

3. Schälen Sie die Folie vom Pfeil ausgehend sorgfältig von der Blisterzelle.

4. Drücken Sie die Tablette durch die Blisterfolie.

5. Legen Sie die Tablette unter Ihre Zunge.

Verwerfen Sie die Tablette, wenn die Blistertasche beschädigt ist.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn folgende

Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten:

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals, wodurch Schluck- oder Atembeschwerden

auftreten können, sowie starker Nesselausschlag. Dies könnten Anzeichen einer

lebensbedrohlichen allergischen Reaktion sein.

Informieren Sie ebenfalls unverzüglich Ihren Arzt, wenn folgende Nebenwirkungen bei Ihnen

auftreten:

Starke Müdigkeit, Juckreiz mit Gelbfärbung der Haut oder Augen. Dies können Anzeichen

einer Leberschädigung sein.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei der Einnahme von Buprenorphin berichtet und werden

nach folgender Konvention angegeben:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Infektion,

Schlaflosigkeit,

Kopfschmerzen,

Übelkeit,

Bauchschmerzen,

Schweißausbrüche,

Arzneimittel-Entzugserscheinungen.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Rachenentzündung,

Erregtheit,

Angstzustände,

Nervosität,

Migräne,

Kribbeln und Taubheitsgefühl (Parästhesie),

Schläfrigkeit,

Ohnmacht,

Schwindel,

Überaktivität (Hyperkinesie),

Blutdruckabfall bei raschem Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen,

Kurzatmigkeit (Schwierigkeiten beim Atmen),

Verstopfung,

Erbrechen,

Muskelkrämpfe,

Schmerzhafte Monatsblutung,

Weißer Scheidenausfluss,

Müdigkeit.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Halluzination,

Atemdepression (sehr starke Schwierigkeiten beim Atmen).

Nicht bekannt (Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Datenlage nicht abschätzbar)

Arzneimittel-Entzugserscheinungen beim Neugeborenen,

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Nesselausschlag, Juckreiz,

Starke Überempfindlichkeitsreaktionen wie Bronchospasmus (plötzliche Krämpfe der

Bronchialmuskulatur), Atemdepression, Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder

Hals, die Anzeichen einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion sein könnten,

Lebererkrankung mit oder ohne Gelbsucht.

Alle Opioide können folgende zusätzliche Nebenwirkungen verursachen: Krampfanfälle, Miosis

(Kontraktion der Pupillen), Veränderungen im Bewusstseinsgrad.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Buprenorphin ratiopharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25° C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Buprenorphin ratiopharm enthält

Der Wirkstoff ist: Buprenorphin (als Buprenorphinhydrochlorid).

Jede Tablette enthält 8 mg Buprenorphin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Magnesiumstearat, Natriumcitrat, Povidon (K 29/32),

Zitronensäure, wasserfrei, vorverkleisterte Maisstärke, und Lactose-Monohydrat.

Buprenorphin 8 mg Sublingualtabletten enthalten auch Crospovidon (Typ A), Mannitol und

Gelborange-S (E110).

Wie Buprenorphin ratiopharm aussieht und Inhalt der Packung

Buprenorphin ratiopharm 8 mg Sublingualtabletten sind hellorange, 7,35 x 13,35 mm große, ovale,

beidseitig gewölbte Tabletten ohne Filmüberzug, mit der Prägung „B“ auf einer Seite.

Buprenorphin ratiopharm ist verfügbar in kindersicheren Blisterpackungen, in Packungsgrößen zu 7

und 28 Tabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.:+43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Actavis UK Limited

Whiddon Valley

Barnstaple

EX32 8NS

Vereinigtes Königreich

Actavis Group PTC ehf.

Reykjavíkurvegur 76-78

IS-220 Hafnarfjörður

Island

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Tjoapack Netherlands B.V.

Nieuwe Donk 9

4879 AC Etten-Leur

Niederlande

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Portugal:

Buprenorfina Teva

Kroatien:

Nimedol 8 mg sublingvalne tablete

Z.Nr.: 136437

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2018.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Buprenorphin ratiopharm 2 mg Sublingualtabletten

Buprenorphin ratiopharm 8 mg Sublingualtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

2 mg Sublingualtabletten

Jede Sublingualtablette enthält 2 mg Buprenorphin (als Buprenorphinhydrochlorid).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Jede Tablette enthält 43,9 mg Lactose-Monohydrat und 0,19 mg Gelborange-S (E110).

8 mg Sublingualtabletten

Jede Sublingualtablette enthält 8 mg Buprenorphin (als Buprenorphinhydrochlorid).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Jede Tablette enthält 175,6 mg Lactose-Monohydrat und 0,76 mg Gelborange-S (E110).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Sublingualtablette.

2 mg Sublingualtabletten: Hellorange, 5 x 8 mm große, ovale, bikonvexe Tabletten, ohne

Filmüberzug, mit der Prägung „B“ auf einer Seite.

8 mg Sublingualtabletten: Hellorange, 7,35 x 13,35 mm große, ovale, bikonvexe Tabletten, ohne

Filmüberzug, mit der Prägung „B“ auf einer Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Substitutionsbehandlung der Opioidabhängigkeit im Rahmen einer umfassenden therapeutischen

Überwachung von medizinischer, sozialer und psychologischer Behandlung.

Die Behandlung ist für die Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von 15 Jahren

und älter vorgesehen, die der Suchtbehandlung zugestimmt haben.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung muss unter Überwachung eines in der Behandlung der Opiatabhängigkeit/

Opiatsucht erfahrenen Arztes erfolgen.

Dosierung

Es wird empfohlen, dass die Behandlung mit Buprenorphin als Teil eines umfassenden Managements

der Opioid-Arzneimittel-Abhängigkeit verordnet wird.

Das Behandlungsergebnis hängt von der verschriebenen Dosis sowie auch von den damit

kombinierten durchgeführten medizinischen, psychologischen, sozialen und erzieherischen

Maßnahmen bei der Überwachung des Patienten ab.

Vorsichtsmaßnahmen, die vor der Einleitung der Behandlung zu treffen sind

Bei Einleitung der Behandlung mit Buprenorphin muss der behandelnde Arzt das partiell agonistische

Profil des Moleküls gegenüber den µ-Opiat-Rezeptoren beachten, das Entzugserscheinungen bei

Opioid-abhängigen Patienten verschlimmern kann.

Es sollten die Art der Opioidabhängigkeit (d.h. lang- oder kurzwirksames Opioid), der Zeitraum seit

der letzten Opioidanwendung und der Grad der Opioidabhängigkeit berücksichtigt werden. Zur

Verhinderung eines beschleunigten Entzugs sollte eine Einleitung mit Buprenorphin ratiopharm erst

dann erfolgen, wenn objektive und eindeutige Anzeichen eines Entzugs vorliegen.

Bei Patienten, die von Heroin oder kurzzeitig wirkenden Opioiden abhängig sind, ist die erste Dosis

von Buprenorphin erst zu beginnen, wenn objektive Anzeichen des Absetzens auftreten (diese zeigen

sich z.B. auf einer Skala, die einen leichten bis mäßig ausgeprägten Entzug auf einer validierten

COW-Skala [Clinical Opiate Withdrawal Scale] anzeigt).

Bei Patienten unter Methadon muss die Methadondosis vor Beginn der Buprenorphin-Therapie auf

maximal 30 mg/Tag reduziert werden. Die lange Halbwertszeit von Methadon soll bei Beginn der

Buprenorphin-Therapie in Betracht gezogen werden. Die erste Dosis von Buprenorphin sollte erst

beim Auftreten von Entzugserscheinungen und im Allgemeinen, aufgrund der langen Halbwertszeit

von Methadon, frühestens 24-48 Stunden nachdem der Patient zuletzt Methadon angewendet hat,

verabreicht werden. Buprenorphin kann bei methadonabhängigen Patienten das Auftreten von

Entzugssymptomen beschleunigen.

Tests zu den Ausgangswerten der Leberfunktion und eine Dokumentation des viralen Hepatitis-Status’

werden vor Beginn der Therapie empfohlen. Eine regelmäßige Überwachung der Leberfunktion wird

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Einleitung der Therapie (Induktion)

Die Initialdosis beträgt 0,8 mg bis 4 mg, verabreicht als Einzel-Tagesdosis.

Während der Induktionstherapie wird die tägliche Überwachung der Dosierung empfohlen, um die

richtige sublinguale Platzierung der Dosis sicherzustellen und um das Ansprechen des Patienten auf

die Behandlung als Anleitung für eine wirksame Dosisanpassung gemäß der klinischen Wirkung zu

beobachten.

Dosiseinstellung und Erhaltungstherapie

Die Dosis muss einmal pro Tag eingenommen werden. Die Dosis muss für jeden Patienten individuell

festgelegt werden. Die Erhaltungsdosis ist je nach Patient unterschiedlich und sollte schrittweise

gesteigert werden, bis die minimale wirksame Dosis gefunden wurde. Die mittlere Erhaltungsdosis

beträgt 8 mg, wobei einzelne Patienten bis zu 16 mg/Tag benötigen. Die maximale Tagesdosis sollte

16 mg nicht überschreiten. Die Dosis richtet sich nach dem klinischen Status und dem

Allgemeinzustand des Patienten. Es wird die tägliche Ausgabe von Buprenorphin empfohlen,

besonders während der Einleitung der Therapie. Dann, nach der Stabilisierung, kann dem Patienten

der Bedarf für ein paar Behandlungstage ausgehändigt werden. Es wird jedoch empfohlen, dass die

Menge des zur Verfügung gestellten Produktes auf maximal 7 Tage begrenzt sein soll.

Dosisreduktion und Abbrechen der Behandlung (Ausschleichen)

Wenn die klinische Evaluierung und der Wille des Patienten zum Überdenken eines

Behandlungsabbruchs führen, muss dieser mit Vorsicht erreicht werden. Die Entscheidung, die

Therapie mit Buprenorphin nach einer Phase der Erhaltung oder kurzfristigen Stabilisierung

abzubrechen, muss als Teil eines umfassenden Therapieplans getroffen werden. Zur Vermeidung von

Entzugserscheinungen und möglichem Rückfall zum Drogenkonsum, kann in günstigen Fällen die

Dosis von Buprenorphin schrittweise über die Zeit verringert werden, bis die Behandlung abgebrochen

werden kann.

Wenn eine zufriedenstellende Periode der Stabilisierung erreicht wurde, kann die Buprenorphin-Dosis

mit Zustimmung des Patienten schrittweise auf eine niedrigere Erhaltungsdosis reduziert werden; in

einigen günstigen Fällen kann die Behandlung beendet werden. Die Verfügbarkeit der

Sublingualtabletten in den Stärken von 0,4 mg, 2 mg und 8 mg macht eine Titration der Dosis nach

unten möglich. Die Patienten sollten nach der gezielten Beendigung der Buprenorphin-Behandlung

beobachtet werden, da die Möglichkeit eines Rückfalls besteht.

Besondere Patientengruppen

Ältere Personen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Buprenorphin bei älteren Patienten im Alter über 65 Jahren

wurden nicht untersucht. Es kann keine Empfehlung zur Dosierung bei älteren Patienten gegeben

werden.

Leberfunktionsstörung

Der Effekt einer Leberfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Buprenorphin ist nicht bekannt.

Da Buprenorphin erheblich metabolisiert wird, ist zu erwarten, dass die Plasmawerte bei Patienten mit

mäßig ausgeprägter und schwerer Leberfunktionsstörung höher sind. Da die Pharmakokinetik von

Buprenorphin bei Patienten mit Leberfunktionsstörung verändert sein kann, werden bei Patienten mit

leichter bis mäßig ausgeprägter Leberfunktionsstörung niedrigere Dosen und eine sorgfältige

Dosistitration empfohlen (siehe Abschnitt 5.2). Buprenorphin ist kontraindiziert bei Patienten mit

schwerer Leberfunktionsstörung (siehe Abschnitt 4.3).

Tests zu den Ausgangswerten der Leberfunktion und eine Dokumentation des viralen Hepatitis-Status’

werden vor Beginn der Therapie empfohlen. Patienten, die bezüglich einer viralen Hepatitis positiv

sind, gleichzeitig andere Arzneimittel (siehe Abschnitt 4.5) erhalten und/oder eine bestehende

Leberfunktionsstörung haben, haben ein erhöhtes Risiko für eine Leberschädigung.

Eine regelmäßige Überwachung der Leberfunktion wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Nierenfunktionsstörung

Eine Anpassung der Dosis von Buprenorphin ist im Allgemeinen bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörung nicht erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung

(Creatinin-Clearance < 30 ml/min) ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Buprenorphin bei Kindern im Alter unter 15 Jahren wurden

nicht untersucht. Es liegen keine Daten vor.

Aufgrund des Fehlens von Daten bei Jugendlichen (im Alter von 15–17 Jahren), sind Patienten in

dieser Altersgruppe während der Behandlung noch genauer zu überwachen.

Art der Anwendung

Die Verabreichung erfolgt sublingual: Die behandelnden Ärzte müssen die Patienten anweisen, dass

der sublinguale Verabreichungsweg der einzig wirksame und unbedenkliche Verabreichungsweg

dieses Arzneimittels ist. Die Tablette ist unter der Zunge zu platzieren bis sie sich vollständig

aufgelöst hat, was üblicherweise innerhalb von 5 bis 10 Minuten erfolgt. Die Patienten dürfen nicht

schlucken und keine Nahrung oder Getränke konsumieren, bis sich die Tablette vollständig aufgelöst

hat.

Eine Dosis wird zusammengestellt aus Buprenorphin ratiopharm 2 mg und Buprenorphin ratiopharm 8

mg, die sublingual platziert werden können, und zwar gleichzeitig oder in geteilten Portionen; die

zweite Portion kann direkt, nachdem sich die erste Portion aufgelöst hat, sublingual platziert werden.

Für die spezielle Dosierungsanleitung während der Einleitungs-, Stabilisierungs- und

Erhaltungstherapie siehe die Abschnitte oben mit den Überschriften „Einleitung der Therapie

(Induktion)“ und „Dosisstabilisierung und Erhaltungstherapie“.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Kinder unter 15 Jahren.

Schwere respiratorische Insuffizienz.

Schwere Leberinsuffizienz.

Akuter Alkoholismus oder Delirium tremens.

Kombination mit Methadon, Level III Opioid-Analgetika, Naltrexon, Nalmefen (siehe Abschnitt

4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Dieses Arzneimittel wird ausschließlich zur Behandlung der Opioid-Arzneimittel-Abhängigkeit

empfohlen.

Anwendung bei Jugendlichen: Aufgrund des Fehlens von Daten bei Jugendlichen (im Alter von 15 -

17 Jahren) sind Patienten in dieser Altersgruppe während der Behandlung noch genauer zu

überwachen.

Es wird auch empfohlen, dass die Behandlung durch einen Arzt, der ein umfassendes Management des

Opioid-abhängigen Patienten sicherstellt, verschrieben wird (siehe „Annex II“).

Missbrauch, nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch und Entwendung

Buprenorphin kann ähnlich wie andere legale oder illegale Opioide missbräuchlich oder unsachgemäß

angewendet werden. Zu den Risiken des Missbrauchs oder des nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs

zählen Überdosierung, Verbreitung von durch Blut übertragener viraler Infektionen oder von

lokalisierten und systemischen Infektionen, respiratorische Depression und Leberschädigung.

Die missbräuchliche Anwendung von Buprenorphin durch jemand anderen als den Patienten birgt ein

zusätzliches Risiko neuer drogenabhängiger Personen, die Buprenorphin als primäre

Missbrauchsdroge verwenden, und kann vorkommen, wenn das Arzneimittel für den illegalen

Gebrauch direkt vom betreffenden Patienten verteilt wird oder wenn das Arzneimittel nicht genügend

gegen Diebstahl geschützt wird.

In Fällen von intravenösem Arzneimittelmissbrauch wurde über lokale Reaktionen, manchmal

septisch (Abszess, Cellulitis), und möglicherweise schwerer Hepatitis und anderen akuten Infektionen,

wie Pneumonie und Endokarditis, berichtet.

Eine suboptimale Behandlung mit Buprenorphin kann einen Arzneimittelmissbrauch durch den

Patienten zur Folge haben, was zu Überdosierung oder Behandlungsabbruch führen kann. Es kann

sein, dass ein Patient, der eine zu niedrige Dosis von Buprenorphin erhält, weiterhin auf

unkontrollierte Entzugssymptome und heftiges Verlangen durch Selbstbehandlung mit Opioiden,

Alkohol oder anderen Sedativ-Hypnotika wie Benzodiazepinen reagiert.

Um das Risiko einer unsachgemäßen oder missbräuchlichen Anwendung und Entwendung zu

minimieren, sollte der behandelnde Arzt geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn er

Buprenorphin verschreibt und abgibt, wie z.B. Vermeidung der Verschreibung multipler Abgaben am

Beginn der Behandlung, und er sollte Folgevisiten des Patienten mit klinischer Überwachung je nach

Bedarf für den jeweiligen Patienten durchführen.

Atemdepression

Eine Anzahl an Todesfällen aufgrund einer respiratorischen Depression wurde berichtet, insbesondere,

wenn Buprenorphin nicht nach der Verschreibungsanordnung angewendet wurde. Todesfälle wurden

auch im Zusammenhang mit einer gleichzeitigen Verabreichung von Buprenorphin und anderen

zentral dämpfenden Substanzen wie Alkohol und anderen Opioiden berichtet. Bei Verabreichung von

Buprenorphin an nicht-opioidabhängige Personen, die keine Toleranz gegenüber den Wirkungen von

Opioiden haben, kann eine möglicherweise tödliche Atemdepression auftreten.

Dieses Arzneimittel muss bei Patienten mit Asthma oder respiratorischer Insuffizienz mit Vorsicht

angewendet werden (z. B. chronisch obstruktive Lungenkrankheit, Cor pulmonale, verminderte

respiratorische Reserve, Hypoxie, Hypercapnie, bestehende respiratorische Depression oder

Kyphoskoliose (Verkrümmung der Wirbelsäule, die möglicherweise zu Kurzatmigkeit führt).

Patienten mit den oben genannten physischen und/oder pharmakologischen Risikofaktoren sollten

überwacht und eine Dosisreduktion in Betracht gezogen werden.

Buprenorphin kann bei Kindern und nicht-abhängigen Personen bei versehentlicher oder absichtlicher

Einnahme zu einer schweren, möglicherweise tödlichen, Atemdepression führen. Die Patienten

müssen gewarnt werden, die Blisterpackungen sicher aufzubewahren, niemals vorzeitig zu öffnen, sie

außerhalb der Reichweite von Kindern und anderen Haushaltsmitgliedern aufzubewahren, und dieses

Arzneimittel nicht in Anwesenheit von Kindern einzunehmen. Im Fall einer unbeabsichtigten

Aufnahme oder bei Verdacht auf eine unbeabsichtigte Aufnahme muss unverzüglich eine

Notfallzentrale kontaktiert werden.

ZNS-Depression

Buprenorphin kann Benommenheit verursachen, insbesondere, wenn es zusammen mit Alkohol oder

zentral dämpfenden Substanzen (z. B. Benzodiazepine, Tranquiliser, Sedativa oder Hypnotika)

angewendet wird (siehe Abschnitte 4.5 und 4.7).

Risiko bei der gleichzeitigen Anwendung von Sedativa wie Benzodiazepinen und verwandten

Arzneimitteln

Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin und Sedativa wie Benzodiazepinen oder verwandten

Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und zum Tod führen. Aufgrund dieser

Risiken soll die gleichzeitige Verschreibung mit diesen Sedativa nur Patienten vorbehalten sein, für

die alternative Behandlungsmöglichkeiten nicht in Frage kommen. Falls entschieden wird,

Buprenorphin gleichzeitig mit Sedativa zu verschreiben, soll die niedrigste wirksame Dosis

angewendet werden und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein.

Die Patienten sollen engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer Atemdepression und Sedierung

beobachtet werden. Insofern wird dringend empfohlen, Patienten und ihre Betreuer zu informieren,

sich dieser Symptome bewusst zu sein (siehe Abschnitt 4.5).

Abhängigkeit

Studien bei Tieren sowie die klinische Erfahrung haben gezeigt, dass Buprenorphin, ein partieller

Agonist der µ-Opiat-Rezeptoren, bei chronischer Verabreichung Abhängigkeit erzeugen kann, aber zu

einem geringeren Grad als ein vollständiger Agonist (z. B. Morphium).

Ein abruptes Absetzen der Behandlung kann ein Entzugssyndrom bewirken, das verzögert einsetzen

kann.

Hepatitis, hepatische Ereignisse

Im Zusammenhang mit Missbrauch, besonders als intravenöse Verabreichung, wurden

schwerwiegende Fälle einer akuten Leberschädigung berichtet. Diese Leberschädigungen wurden vor

allem bei hohen Dosen beobachtet und könnten auf eine mitochondriale Vergiftung zurückzuführen

sein. In vielen Fällen könnten vorbestehende mitochondriale Störungen (genetische Erkrankungen,

Abnormitäten der Leberenzyme, Infektion mit Hepatitis B- oder Hepatitis C-Virus,

Alkoholmissbrauch, Anorexie, gleichzeitige Anwendung anderer möglicherweise hepatotoxischer

Arzneimittel) und fortwährender intravenöser Arzneimittelmissbrauch eine ursächliche oder

beisteuernde Rolle haben.

Bei Patienten, die bezüglich einer viralen Hepatitis positiv sind, gleichzeitig andere Arzneimittel

anwenden (siehe Abschnitt 4.5) und/oder eine bestehende Leberfunktionsstörung haben, besteht ein

höheres Risiko einer Leberschädigung und diese zugrunde liegenden Faktoren müssen vor der

Verschreibung von Buprenorphin und während der Behandlung berücksichtigt werden (siehe

Abschnitt 4.2).

Wenn der Verdacht auf ein hepatisches Ereignis besteht, ist eine weitere biologische und ätiologische

Evaluation erforderlich. Abhängig von den Ergebnissen, kann das Arzneimittel mit Vorsicht abgesetzt

werden, und zwar so, dass ein Entzugssyndrom und die Rückkehr zum illegalen Drogenkonsum

verhindert werden. Wenn die Behandlung fortgesetzt wird, muss die Leberfunktion engmaschig

überwacht werden.

Verschlimmerung des Opioid-Entzugssyndroms

Bei Einleitung der Behandlung mit Buprenorphin muss der behandelnde Arzt das partiell agonistische

Profil von Buprenorphin beachten und dass es Entzugserscheinungen bei Opioid-abhängigen Patienten

verschlimmern kann, insbesondere, wenn es weniger als 6 Stunden nach der letzten Anwendung von

Heroin oder anderen kurzfristig wirkenden Opioiden verabreicht wird, oder wenn es früher als 24-48

Stunden nach der letzten Methadon-Dosis verabreicht wird (aufgrund der langen Halbwertszeit von

Methadon). Die Patienten müssen während der Umstellungsphase von Methadon auf Buprenorphin

engmaschig überwacht werden, da Entzugssymptome berichtet wurden. Um die Verschlimmerung des

Entzugs zu vermeiden, muss die Einleitung von Buprenorphin durchgeführt werden, wenn objektive

Anzeichen eines mäßig ausgeprägten Entzuges vorhanden sind (siehe Abschnitt 4.2).

Entzugssymptome können auch mit suboptimaler Dosierung in Zusammenhang stehen.

Allergische Reaktionen

Es wurde sowohl in klinischen Studien als auch nach der Markteinführung über Fälle von akuter und

chronischer Überempfindlichkeit gegen Buprenorphin berichtet. Zu den häufigsten Symptomen

gehören Hautausschläge, Urtikaria und Pruritus. Fälle von Bronchospasmus, Angioödem und

anaphylaktischem Schock wurden berichtet. Überempfindlichkeit gegen Buprenorphin in der

Anamnese stellt eine Kontraindikation für die Buprenorphin-Anwendung dar.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten

dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Dieses Arzneimittel enthält Gelborange-S (E110), der allergische Reaktionen hervorrufen

kann.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Sublingualtablette, d.h.

es ist nahezu „natriumfrei“.

Leberfunktionsstörung

Die Metabolisierung von Buprenorphin durch die Leber kann bei Patienten mit Einschränkung der

Leberfunktion verändert sein, was die Plasmakonzentrationen von Buprenorphin erhöhen kann. Eine

Reduktion der Dosis von Buprenorphin kann notwendig sein (siehe Abschnitte 4.2 und 4.3).

Nierenfunktionsstörung

Die renale Elimination kann verlängert sein. Bis zu 30 % der verabreichten Dosis werden über die

Nieren ausgeschieden. Die Metaboliten von Buprenorphin akkumulieren bei Patienten mit

Niereninsuffizienz. Vorsicht ist geboten bei der Dosierung bei Patienten mit schwerer

Nierenfunktionsstörung (Creatinin-Clearance <30 ml/min) (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Allgemeine Warnhinweise zur Klasse der Opioide

Opioide können eine orthostatische Hypotonie verursachen.

Opioide können den Druck der Zerebrospinalflüssigkeit erhöhen, was Krampfanfälle auslösen kann.

Wie bei anderen Opioiden ist bei Patienten, die Buprenorphin anwenden und eine Kopfverletzung,

intrakraniale Läsionen und erhöhten Kranialdruck oder Krampfanfälle in der Anamnese hatten,

Vorsicht geboten.

Opioid-induzierte Miosis, Änderungen des Bewusstseinszustandes oder Änderungen in der

Schmerzwahrnehmung als Symptom einer Krankheit können die Patientenbeurteilung beeinträchtigen

oder die Diagnose oder den klinischen Verlauf einer Begleiterkrankung verschleiern.

Opioide sollten bei Patienten mit Myxödem, Hypothyreose oder Nebennierenerkrankung (z. B.

Addison-Krankheit) mit Vorsicht angewendet werden.

Opioide sollten bei Patienten mit Hypotonie, Prostatahypertrophie oder Harnleiterstenose mit Vorsicht

angewendet werden.

Es wurde gezeigt, dass Opioide den Druck im Gallengang erhöhen. Opioide sollten bei Patienten mit

Gallenwegsstörungen mit Vorsicht angewendet werden.

Opioide sollten bei älteren oder geschwächten Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden.

Athleten müssen beachten, dass dieses Arzneimittel eine positive Reaktion bei „Anti-Doping-Tests“

verursachen kann.

Folgende Kombinationen werden mit Buprenorphin nicht empfohlen: Level II-Analgetika,

Ethylmorphin und Alkohol (siehe Abschnitt 4.5).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kontraindizierte Kombinationen (siehe Abschnitt 4.3)

Methadon: eine Abschwächung der Wirkung von Methadon durch eine kompetitive Blockade der

Rezeptoren, mit dem Risiko, ein Entzugssyndrom hervorzurufen.

Level III Opioid-Analgetika: bei Patienten, die Level III Opioid-Analgetika anwenden, kann eine

Verringerung der analgetischen Wirkung des Morphinomimetikums auftreten, und zwar durch

eine kompetitive Blockade der Rezeptoren, mit dem Risiko, ein Entzugssyndrom hervorzurufen.

Naltrexon und Nalmefen: Naltrexon und Nalmefen sind Opioid-Antagonisten, die die

pharmakologischen Wirkungen von Buprenorphin blockieren können. Die gleichzeitige

Verabreichung während einer Buprenorphin-Behandlung ist aufgrund der möglichen gefährlichen

Interaktion, die zum plötzlichen Auftreten anhaltender und starker Opioid-Entzugssymptome

führen kann, kontraindiziert.

Nicht empfohlene Kombinationen

Level II-Analgetika (Tramadol, Codein und Dihydrocodein): Abschwächung der analgetischen

Wirkung des Opiats durch eine kompetitive Blockade des Rezeptors, mit dem Risiko, ein

Entzugssyndrom hervorzurufen.

Ethylmorphin: Bei Patienten, die Ethylmorphin anwenden, kann es zu einer Abschwächung der

analgetischen Wirkung des Opiates durch eine kompetitive Blockade des Rezeptors, mit dem

Risiko, ein Entzugssyndrom hervorzurufen, kommen.

Alkohol: Alkohol erhöht den sedativen Effekt von Buprenorphin, der das Steuern von Fahrzeugen

und das Bedienen von Maschinen gefährlich machen kann.

Vermeiden Sie die Einnahme von Buprenorphin zusammen mit alkoholischen Getränken oder

alkoholhältigen Arzneimitteln.

Sedativa wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel

Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden und Sedativa wie Benzodiazepinen oder verwandten

Arzneimitteln erhöht aufgrund der dämpfenden Wirkung auf das ZNS das Risiko für Sedierung,

Atemdepression, Koma und Tod. Die Dosierung und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollen

begrenzt sein (siehe Abschnitt 4.4). Diese Kombination muss im Fall eines Missbrauchsrisikos

vermieden werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Patienten sind zu warnen, dass die Eigenverabreichung nicht verschriebener Benzodiazepine während

der Einnahme dieses Arzneimittels extrem gefährlich ist, und sie sollten Benzodiazepine nur mit

großer Vorsicht und nur wie verordnet gleichzeitig mit diesem Arzneimittel anwenden (siehe

Abschnitt 4.4).

Buprenorphin muss mit Vorsicht angewendet werden bei gleichzeitiger Verabreichung mit:

Andere zentral dämpfende Substanzen: Andere Opioid-Derivate (Analgetika und Antitussiva),

bestimmte Antidepressiva, sedative H

-Rezeptor-Antagonisten, Anxiolytika außer

Benzodiazepinen, Neuroleptika, Clonidin und verwandte Substanzen: Diese Kombination

verstärkt die Dämpfung des Zentralnervensystems. Der reduzierte Grad an Wachsamkeit kann das

Steuern von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen zu einer Gefahr machen. Zudem

besteht für Barbiturate ein erhöhtes Risiko einer Atemdepression.

CYP3A4-Inhibitoren: Eine Studie zu Wechselwirkungen von Buprenorphin mit Ketoconazol

(einem starken Inhibitor von CYP3A4) resultierte in einer erhöhten C

und vergrößerten AUC

(Fläche unter der Kurve) von Buprenorphin (annähernd 50 % bzw. 70 %) und, in geringerem

Ausmaß, von Nor-Buprenorphin. Patienten, die Buprenorphin erhalten, sind engmaschig zu

überwachen und es kann sein, dass eine Dosisreduktion notwendig ist, wenn Buprenorphin mit

starken CYP3A4-Inhibitoren kombiniert wird (z. B. Protease-Inhibitoren wie Ritonavir,

Nelfinavir oder Indinavir, oder Azolfungiziden wie Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol oder

Posaconazol).

CYP3A4-Induktoren: In einer klinischen Studie an Probanden zeigte die Kombination von

Buprenorphin mit sowohl Rifampicin als auch Rifabutin eine 70%ige bzw. 35%ige Reduktion der

Buprenorphinspiegel im Plasma und bei 50 % der 12 Probanden das Einsetzen von

Entzugssymptomen. Es wird daher empfohlen, Patienten, die Buprenorphin erhalten, engmaschig

zu überwachen, ob eine Begleitmedikation mit Induktoren erfolgt (z. B. Phenobarbital,

Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin) und gegebenenfalls eine Anpassung der Buprenorphin-

oder CYP3A4-Induktor-Dosis vorzunehmen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Berücksichtigt man die verfügbaren Daten und den maternalen/fötalen Nutzen, kann Buprenorphin

während der Schwangerschaft angewendet werden. Jedoch kann es sein, dass Dosisanpassungen

notwendig sind, um die Wirksamkeit der Behandlung aufrechtzuerhalten.

Eine chronische Anwendung von Buprenorphin durch die Mutter am Ende der Schwangerschaft kann

bei jeder Dosis zu einem Entzugssyndrom (schrille Schreie, Nahrungsverweigerung, abnormer Schlaf,

Reizbarkeit, Tremor, Hypertonie, Myoklonus oder Krampfanfälle) beim Neugeborenen führen. Dieses

Syndrom kann einige Stunden bis zu einige Tage nach der Geburt auftreten. Es wurde auch über Fälle

von Atemstörungen bei Neugeborenen berichtet. Wenn die Mutter bis zum Ende der Schwangerschaft

behandelt wurde, sollte daher eine neonatale Überwachung während der ersten postnatalen Tage in

Betracht gezogen werden.

Stillzeit

Sehr geringe Mengen von Buprenorphin und seinen Metaboliten gehen in die Muttermilch über. Diese

Mengen sind nicht ausreichend, um ein Entzugssyndrom zu verhindern, das bei gestillten Kleinkindern

verzögert auftreten kann. Nach einer Evaluation der individuellen Risikofaktoren kann das Stillen bei

Patienten, die mit Buprenorphin behandelt werden, in Betracht gezogen werden.

Fertilität

In einer Studie mit pharmakologischen Dosen an Mäusen konnte eine Atrophie und eine tubuläre

Mineralisation der Testes in den behandelten Mäusen nachgewiesen werden.

In Studien an Ratten wurde keine Beeinträchtigung der Fertilität gesehen, es wurden jedoch

Gebärschwierigkeiten beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei der Verabreichung an Opioid-abhängige Patienten hat Buprenorphin einen leichten bis mäßig

ausgeprägten Einfluss auf die Fähigkeit, Fahrzeuge zu steuern und Maschinen zu bedienen. Dieses

Arzneimittel kann Benommenheit, Schwindel oder eine Beeinträchtigung des Denkens verursachen,

insbesondere während der Einleitung der Behandlung und bei einer Dosisanpassung.

Wenn es zusammen mit Alkohol oder mit zentral dämpfenden Substanzen eingenommen wird, ist die

Wirkung wahrscheinlich stärker ausgeprägt (siehe Abschnitte 4.4. und 4.5).

Die Patienten sind darauf aufmerksam zu machen, nur mit Vorsicht ein Fahrzeug zu steuern oder

gefährliche Maschinen zu bedienen, da es sein kann, dass Buprenorphin ihre Fähigkeit, solche

Aktivitäten auszuführen, beeinträchtigt.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten mit der Behandlung in Zusammenhang stehenden Nebenwirkungen, die in den

klinischen Schlüsselstudien berichtet wurden, waren diejenigen, die mit Entzugssymptomen (z. B.

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Nausea, und Hyperhidrose) in Zusammenhang standen.

Tabelle der Nebenwirkungen

Tabelle 1 fasst die Nebenwirkungen zusammen, die mit einer höheren Inzidenz bei mit Buprenorphin

behandelten Patienten (n=103) im Vergleich zu mit Placebo behandelten Patienten (n=107) während

einer klinischen Schlüsselstudie berichtet wurden. Die unten angegebenen Häufigkeiten möglicher

Nebenwirkungen werden nach der folgenden Konvention definiert: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥

1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten

(< 1/10.000).

Tabelle 1 umfasst auch die häufigsten Nebenwirkungen, die durch die globale RBP

Sicherheitsdatenbank berichtet wurden und in allen anderen klinischen Erfahrungen und nach der

Markteinführung identifiziert wurden. In Fällen, in denen eine Nebenwirkung nicht in den klinischen

Schlüsselstudien identifiziert wurde, ist die Häufigkeit des Auftretens nicht bekannt.

Table 1: Nebenwirkungen, die in klinischen Schlüsselstudien und/oder nach Markteinführung

beobachtet wurden, aufgelistet nach System-Organklassen

System-

Organklassen

Sehr häufig

Häufig

Selten

Nicht bekannt

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Infektion

Pharyngitis

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

Agitation

Angststörung

Nervosität

Halluzination

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen

Migräne

Parästhesien

Somnolenz

Synkope

Schwindel

Hyperkinesie

Gefäßerkrankungen

Orthostatische

Hypotonie

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Dyspnoe

Atemdepression

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Nausea

Bauchschmerzen

Verstopfung

Erbrechen

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebes

Hyperhidrose

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane

und der Brustdrüse

Dysmenorrhö

Leukorrhö

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Arzneimittel-

Entzugssyndrom

Asthenie

Neonatales

Arzneimittel-

Entzugssyndrom

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeits-

reaktionen

Leber- und

Gallenerkrankungen

Anstieg der

Transaminasen

Hepatitis

Gelbsucht

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Die folgende Liste ist eine Zusammenfassung anderer Berichte von Nebenwirkungen nach der

Markteinführung, die als schwerwiegend oder wesentlich angesehen werden:

Atemdepressionen sind vorgekommen. Todesfälle durch Atemdepressionen wurden berichtet,

insbesondere, wenn Buprenorphin in Kombination mit Benzodiazepinen angewendet wurde (siehe

Abschnitt 4.5) oder wenn Buprenorphin nicht gemäß Verordnung angewendet wurde. Todesfälle

wurden auch in Zusammenhang mit einer gleichzeitigen Verabreichung von Buprenorphin und

anderen ZNS-Dämpfern wie Alkohol oder anderen Opioiden berichtet (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Ein neonatales Entzugssyndrom ist bei Neugeborenen berichtet worden, deren Mütter während der

Schwangerschaft Buprenorphin erhalten hatten. Dieses Syndrom kann leichter und langwieriger sein

als ein durch einen kurz wirksamen μ-Opioid-Vollagonisten bedingtes Entzugssyndrom. Die Art des

Syndroms kann in Abhängigkeit von der Vorgeschichte des Drogenkonsums der Mutter variieren

(siehe Abschnitt 4.6).

Die häufigsten Anzeichen und Symptome einer Überempfindlichkeit inkludieren Ausschläge,

Urtikaria und Pruritus. Fälle von Bronchospasmen, Atemdepression, Angioödemen und

anaphylaktischem Schock wurden berichtet.

Anstieg der Werte der hepatischen Transaminasen und Hepatitis mit Gelbsucht, die im Allgemeinen

wieder behoben wurden, traten auf (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Buprenorphin hat anscheinend aufgrund seiner partiellen Opioid-agonistischen Eigenschaften einen

theoretisch weiten Sicherheitsbereich.

Symptome

Eine Atemdepression als Resultat einer Dämpfung des Zentralnervensystems ist das primäre

Symptom, das im Fall einer Überdosierung eine Intervention notwendig macht, da es zu einem

Atemstillstand und zum Tod führen kann (siehe Abschnitt 4.4). Anzeichen einer Überdosierung

können auch Sedierung, Miosis, Hypotonie, Nausea und Erbrechen inkludieren.

Behandlung/Maßnahmen

Im Fall einer Überdosierung müssen unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden, einschließlich

einer engmaschigen Überwachung von Atmung und Herzzustand des Patienten. Eine symptomatische

Behandlung einer Atemdepression und Standardmaßnahmen der Intensivversorgung sind

durchzuführen. Ein offener Atemzugang und zusätzliche unterstützende oder kontrollierte Beatmung

sind bei Bedarf zu installieren. Der Patient ist in eine Umgebung zu transferieren, in der alle

erforderlichen Reanimationseinrichtungen verfügbar sind.

Wenn der Patient erbricht, muss das Aspirieren des Erbrochenen sehr sorgfältig verhindert werden.

Die Anwendung eines injizierbaren Opioid-Antagonisten (z. B. Naloxon) wird empfohlen, und zwar

trotz des mäßigen Effekts, den er bei der Umkehrung der durch Buprenorphin hervorgerufenen

respiratorischen Symptome haben kann; Buprenorphin ist stark an die Morphinrezeptoren gebunden.

Wenn Naloxon angewendet wird, muss die lange Wirkdauer von Buprenorphin berücksichtigt werden,

wenn die Dauer der Behandlung und die medizinische Überwachung bestimmt wird, die notwendig

ist, die Effekte der Überdosierung rückgängig zu machen. Naloxon kann schneller als Buprenorphin

eliminiert werden, was eine Rückkehr der zuvor kontrollierten Symptome der Buprenorphin-

Überdosis erlaubt; daher kann eine kontinuierliche Infusion notwendig sein. Fortgesetzte intravenöse

Infusionsraten sind dem Ansprechen der Patienten auf die Behandlung anzupassen. Wenn eine

Infusion nicht möglich ist, kann eine wiederholte Dosisgabe von Naloxon notwendig sein.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Anwendung bei Opioid-Abhängigkeit

ATC-Code: N07BC01

Buprenorphin ist ein Opioid-Agonist/Antagonist, der an die µ- und κ-Rezeptoren des Gehirns bindet.

Seine Wirksamkeit bei der Opioid-Erhaltungsbehandlung wird seiner langsam reversiblen Bindung an

den µ-Rezeptoren zugeschrieben, die bei abhängigen Patienten über einen langen Zeitraum den Drang

nach Drogen vermindern dürfte.

Aufgrund seiner partiellen Opioid-agonistischen Aktivität hat Buprenorphin einen weiten

Sicherheitsbereich, der seine dämpfenden Effekte limitiert, insbesondere die auf die Herz- und

Atemfunktionen. Der Sicherheitsbereich kann reduziert sein, wenn die Behandlung mit

Benzodiazepinen kombiniert wird oder wenn Buprenorphin missbräuchlich angewendet wird.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Bei oraler Einnahme erfährt Buprenorphin einen First-pass-Metabolismus mit N-Dealkylierung und

Glucurokonjugation im Dünndarm und in der Leber. Die Anwendung dieses Arzneimittels über den

oralen Verabreichungsweg ist daher ungeeignet.

Bei sublingualer Einnahme ist die absolute Bioverfügbarkeit der Buprenorphin-Tabletten nicht gut

bekannt, wurde jedoch mit 15 bis 30 % geschätzt. Spitzen-Plasmakonzentrationen werden 90 Minuten

nach sublingualer Verabreichung erreicht und das maximale Dosis-Konzentrations-Verhältnis ist

linear zwischen 2 mg und 16 mg.

Verteilung

Auf die Resorption von Buprenorphin folgt eine rasche Verteilungsphase, Die Halbwertszeit beträgt 2

bis 5 Stunden.

Biotransformation und Elimination

Buprenorphin wird durch eine 14-N-Dealkylierung und Glucurokonjugation des Stammmoleküls und

des dealkylierten Metaboliten verstoffwechselt. Klinische Daten bestätigen, dass CYP3A4 für die N-

Dealkylierung von Buprenorphin verantwortlich ist. N-Dealkyl-Buprenorphin ist ein µ-Agonist mit

schwacher intrinsischer Aktivität.

Die Elimination von Buprenorphin ist bi- oder tri-exponentiell, mit einer langen terminalen

Eliminationsphase von 20 bis 25 Stunden, zum einen Teil aufgrund einer Rückresorption von

Buprenorphin nach einer intestinalen Hydrolyse des konjugierten Derivats, und zum anderen Teil

aufgrund der stark lipophilen Natur des Moleküls.

Buprenorphin wird durch biliäre Exkretion der glucurokonjugierten Metaboliten hauptsächlich über

die Fäzes eliminiert (70 %). Der Rest wird über den Urin ausgeschieden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Eine Studie zur chronischen Toxizität bei vier Tierarten (Nagetiere und Nicht-Nagetiere) und vier

unterschiedlichen Verabreichungswegen zeigte keine klinisch relevanten Ergebnisse. In einer Studie

mit oraler Verabreichung bei Hunden wurde bei hohen Dosen (75 mg/kg) eine Hepatotoxizität

beobachtet.

Studien zur Teratologie, die an Ratten und Kaninchen durchgeführt wurden, erlauben die

Schlussfolgerung, dass Buprenorphin weder embryotoxisch noch teratogen ist. Bei Ratten wurde keine

Nebenwirkung auf die Fertilität berichtet, jedoch wurden bei Ratten bei intramuskulärer und oraler

Verabreichung aufgrund schwieriger Geburten und Beeinträchtigung der maternalen Laktation hohe

peri- und postnatale Mortalitätsraten beobachtet.

Bei einer Standardserie von Tests wurde kein Nachweis für ein genotoxisches Potential gefunden.

Studien zur Karzinogenität bei Mäusen und Ratten zeigen, dass es bei den Inzidenzen

unterschiedlicher Tumorarten zwischen der Kontrollgruppe und der Gruppe von mit Buprenorphin

behandelten Tieren keinen Unterschied gibt. Jedoch wurden in einer Studie, die mit

pharmakologischen Dosen bei Mäusen durchgeführt wurde, eine Atrophie und eine tubuläre

Mineralisation der Testes bei den behandelten Tieren nachgewiesen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Magnesiumstearat

Natriumcitrat

Povidon (K29/32)

Zitronensäure

Vorverkleisterte Maisstärke

Lactose-Monohydrat

Gelborange-S (E110)

Crospovidon (Typ A)

Mannitol

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25° C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Kindersichere Blisterpackungen (Al/Al).

Packungsgrößen:

7 und 28 Sublingualtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

Anleitung für die Anwendung der kindersicheren Blisterpackungen:

1. Die Tablette nicht direkt aus der Blistertasche herausdrücken.

2. Trennen Sie eine Blisterzelle entlang der Perforationen vom Blisterstreifen.

3. Schälen Sie die Folie vom Pfeil ausgehend sorgfältig von der Blisterzelle.

4. Drücken Sie die Tablette durch die Blisterfolie.

5. Legen Sie die Tablette unter Ihre Zunge.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.:+43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

2 mg Z.Nr.: 136436

8 mg Z.Nr.: 136437

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 28. August 2015

Datum der Verlängerung der Zulassung: 31. Juli 2018

10.

STAND DER INFORMATION

Juli 2018

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Suchtgift, Abgabe nur auf Suchtgiftrezept, apothekenpflichtig.

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