Bupredin Mehrfachdosis 0,3 mg/ml Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde

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Fachinformation Fachinformation (SPC)

21-01-2021

Wirkstoff:
Buprenorphin
Verfügbar ab:
Le Vet Beheer B.V.
ATC-Code:
QN02AE01
INN (Internationale Bezeichnung):
buprenorphine
Dosierung:
0,3 mg/ml
Darreichungsform:
Injektionslösung
Verabreichungsweg:
intramuskuläre oder intravenöse Injektion
Einheiten im Paket:
Packungsgrößen: 5 ml, 10 ml, 20 ml, 50 ml und 100 ml
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig, Betäubungsmittel
Therapiegruppe:
Opioide, Oripavin-Derivate
Anwendungsgebiete:
Postoperative Analgesie bei Hund und Katze. Postoperative Analgesie in Kombination mit einer Sedierung beim Pferd. Verstärkung der sedativen Wirkungen von zentral wirksamen Arzneimitteln bei Hund und Pferd.
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
402186.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-11-05

FachinformationinFormderZusammenfassungderMerkmaledes

Tierarzneimittels(SummaryofProductCharacteristics)

1. BezeichnungdesTierarzneimittels:

BupredinMehrfachdosis0,3mg/mlInjektionslösungfürHunde,Katzenund

Pferde

2. QualitativeundquantitativeZusammensetzung:

1mlenthält:

Wirkstoff(e):

Buprenorphin(alsHydrochlorid)0,3mg

entsprechend0,324mgBuprenorphinhydrochlorid

SonstigeBestandteile:

Chlorocresol 1,35mg

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilefindenSieunter

Abschnitt6.1

3. Darreichungsform:

Injektionslösung.

Klare,farblosewässrigeLösung

4. KlinischeAngaben:

Zieltierart(en):

Hund

Katze

Pferd

AnwendungsgebieteunterAngabederZieltierart(en):

PostoperativeAnalgesiebeiHundundKatze.

PostoperativeAnalgesieinKombinationmiteinerSedierungbeimPferd.

VerstärkungdersedativenWirkungenvonzentralwirksamenArzneimitteln

beiHundundPferd.

Gegenanzeigen:

Nichtintrathekaloderperiduralverabreichen.

NichtpräoperativbeiKaiserschnittenanwenden(sieheAbschnitt4.7).

NichtanwendenbeibekannterÜberempfindlichkeitgegenüberdemWirkstoff

odereinemdersonstigenBestandteile.

BesondereWarnhinweisefürjedeZieltierart:

Keine.

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung:

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendungbeiTieren:

DieVerträglichkeitvonBuprenorphinwurdenichtbeiKatzen-und

Hundewelpenunter7WochenundbeiPferdenunter10Monatenundmit

einemKörpergewichtunter150kgnachgewiesen.Deshalbsolltedie

AnwendungbeidiesenTierenaufeinerNutzen-Risiko-Bewertungdurchden

behandelndenTierarztberuhen.

DieVerträglichkeitderAnwendungbeiKatzenundPferdenmitreduziertem

Allgemeinzustandwurdenichtvollständiguntersucht.

DieVerträglichkeiteinerLangzeitanwendungvonBuprenorphinbeiKatzen

übereine5-tägigeAnwendungsdauerhinausundbeiPferdenüber4

einzelneVerabreichungeninnerhalbvon3Tagenhinauswurdenicht

untersucht.

DieWirkungeinesOpioidsbeieinerKopfverletzunghängtvonderArtund

SchwerederVerletzungunddenBeatmungsmaßnahmenab.BeiNieren-,

Herz-oderLeberfunktionsstörungenoderSchockkanndieAnwendungdes

TierarzneimittelsmiteinemgrößerenRisikoverbundensein.Vorder

AnwendungdesTierarzneimittelssollteeineNutzen-Risiko-Bewertungdurch

denbehandelndenTierarzterfolgen.

DaBuprenorphininderLeberverstoffwechseltwird,kannseine

WirkungsstärkeundWirkungsdauerbeiTierenmiteingeschränkter

Leberfunktionbeeinträchtigtsein.

BuprenorphinkanngelegentlicheineAtemdepressionverursachen.Wieauch

beianderenOpioidenistdeshalbbeiderBehandlungvonTierenmit

AtemfunktionsstörungenodervonTieren,diemitatemdepressiven

Substanzenbehandeltwerden,Vorsichtgeboten.

VoneinerwiederholtenAnwendunginkürzerenIntervallenalsimAbschnitt

4.9angegebenwirdabgeraten.

BeiPferdenistdieAnwendungvonOpioidenmiteinerverstärkten

Erregbarkeitverbunden,aberdieseWirkungensindnachBuprenorphin-

Verabreichungminimal,wennesinKombinationmitSedativaund

Tranquilizernwiez.B.Detomidin,Romifidin,XylazinundAcepromazin

verabreichtwird.

AtaxieisteinebekannteNebenwirkungvonDetomidinundähnlichen

ArzneimittelnundkannfolglichnacheinerVerabreichungvonBuprenorphin

mitsolchenStoffenauftreten.GelegentlichkanndieAtaxiesehrausgeprägt

sein.Umsicherzustellen,dassmitDetomidin/Buprenorphinbehandelteund

anAtaxieleidendePferdenichtdasGleichgewichtverlieren,solltendiese

nichtbewegtoderaufirgendeineandere,dieStabilitätbeeinträchtigende

Weisegehandhabtwerden.

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdenAnwender:

DaBuprenorphineineopioidähnlicheWirkungbesitzt,solltedieAnwendung

mitVorsichterfolgen,umeineSelbstinjektionzuvermeiden.Bei

versehentlicherSelbstinjektionoderEinnahmeistunverzüglicheinArztzu

RatezuziehenunddiePackungsbeilageoderdasEtikettvorzuzeigen.

NachAugen-oderHautkontaktdiebetroffenenBereichegründlichmit

fließendemkaltemWasserspülen.ImFalleeinerandauerndenReizung

einenArztzuRateziehen.

Nebenwirkungen(HäufigkeitundSchwere):

BeimHundkönnenSalivation,Bradykardie,Hypothermie,Bewegungs-

unruhe,DehydratationundMiosisauftreten,inseltenenFällenauch

HypertonieundTachykardie.

BeiKatzenkommteshäufigzuMydriasisundAnzeichenvonEuphorie

(exzessivesSchnurren,TretenmitdenPfoten,Reiben),diejedoch

normalerweiseinnerhalbvon24Stundenabklingen.

BeiPferdenkönnendurchdiealleinigeAnwendungvonBuprenorphin,ohne

dievorherigeVerabreichungeinesSedativums,Erregungszuständeund

spontaneBewegungenauftreten.

BuprenorphinkanngelegentlicheineAtemdepressionverursachen,siehe

Abschnitt4.5.„BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendungbei

Tieren“.

DieErregbarkeitbeimPferdnachderempfohlenenAnwendungin

KombinationmitSedativaoderTranquilizernistnurminimalerhöht,aber

gelegentlichkanneineausgeprägteAtaxieauftreten.Buprenorphinkannbei

PferdendiegastrointestinaleMotilitätverringern.BerichteüberdasAuftreten

vonKolikensindjedochselten.

DasAuftretenvonNebenwirkungennachAnwendungvonBupredin

Mehrfachdosis0,3mg/mlInjektionslösungfürHunde,KatzenundPferde

solltedemBundesamtfürVerbraucherschutzundLebensmittelsicherheit,

Mauerstr.39-42,10117BerlinoderdempharmazeutischenUnternehmer

mitgeteiltwerden.

Meldebögenkönnenkostenlosuntero.g.AdresseoderperE-Mail

(uaw@bvl.bund.de)angefordertwerden.FürTierärztebestehtdie

MöglichkeitderelektronischenMeldung(Online-Formularaufder

Internetseitehttp://vet-uaw.de).

AnwendungwährendderTrächtigkeit,LaktationoderderLegeperiode:

Trächtigkeit:

LaboruntersuchungenanRattenergabenkeineHinweiseaufeineteratogene

Wirkung.AllerdingstratenPostimplantationsverlustesowieeinefrühe

Fötussterblichkeitauf.Dieskannmöglicherweisedurcheine

sedationsbedingteBeeinträchtigungderkörperlichenVerfassungdes

MuttertiereswährendderTrächtigkeitundeinevermindertenachgeburtliche

Fürsorgeverursachtwordensein.

DakeineStudienzurFortpflanzungstoxizitätandenZieltierarten

durchgeführtwurden,solltedasTierarzneimittelnurnachentsprechender

Nutzen-Risiko-BewertungdurchdenbehandelndenTierarztangewendet

werden.

DasTierarzneimitteldarfbeieinemKaiserschnittwegenderGefahreiner

peripartalenAtemdepressionderWelpennichtpräoperativangewendet

werden.PostoperativsollteesauchnurmitbesondererVorsichteingesetzt

werden(siehenachfolgendenAbschnitt).

Laktation:

InStudienanlaktierendenRattenwurdennachintramuskulärer

VerabreichungvonBuprenorphinKonzentrationenvonunverändertem

BuprenorphininderMuttermilchgemessen,diesohochwieimBlutplasma

odernochhöherwaren.Daanzunehmenist,dassBuprenorphinauchbei

anderenTierartenindieMuttermilchübertritt,wirddieAnwendungwährend

derLaktationnichtempfohlen.NuranwendennachentsprechenderNutzen-

Risiko-BewertungdurchdenbehandelndenTierarzt.

WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundandere

Wechselwirkungen:

BuprenorphinkanneinleichtesSchwindelgefühlverursachen,dasdurch

zusätzlichezentralwirksameArzneimittelwieTranquilizer,Sedativaund

Hypnotikaverstärktwerdenkann.

BeimMenschengibtesHinweisedarauf,dasstherapeutischeDosenvon

BuprenorphindieanalgetischeWirksamkeitvonStandarddoseneines

Opioidagonistennichtmindern.BeiAnwendungvonBuprenorphinin

therapeutischenDosenkönnendaherOpioidagonisteninStandarddosen

verabreichtwerden,bevordieWirkungvonBuprenorphinabgeklungenist,

ohnedassdieAnalgesiebeeinträchtigtwird.Eswirdjedochempfohlen,

BuprenorphinnichtinVerbindungmitMorphinoderanderen

Opioidanalgetikawiez.B.Etorphin,Fentanyl,Pethidin,Methadon,

PapaveretumoderButorphanolanzuwenden.

BuprenorphinwurdezusammenmitAcepromazin,Alphaxalon/Alphadalon,

Atropin,Detomidin,Dexmedetomidin,Halothan,Isofluran,Ketamin,

Medetomidin,Propofol,Romifidin,Sevofluran,ThiopentalundXylazin

angewendet.

InKombinationmitSedativakannsichdiedämpfendeWirkungaufdie

HerzfrequenzunddieAtmungverstärken.

DosierungundArtderAnwendung:

TierartundArt

der

Anwendung PostoperativeAnalgesie Verstärkungder

sedierendenWirkung

Hund:

intramuskuläre

oder

intravenöse

Injektion 10-20μg/kg*(0,3-0,6mldes

Tierarzneimittelspro10kg),bei

BedarfWiederholungnach3-4

StundenmiteinerDosisvon10μg/kg

odernach5-6Stundenmit20μg/kg 10-20μg/kg

(0,3-0,6mldes

Tierarzneimittelspro10

Katze:

intramuskuläre

oder

intravenöse

Injektion 10-20μg/kg(0,3-0,6mldes

Tierarzneimittelspro10kg),bei

BedarfeinmaligeWiederholungnach

1-2Stunden --

Pferd:

intravenöse

Injektion 10μg/kg(3,3mldesTierarzneimittels

pro100kg)5Minutennach

intravenöserGabeeinesSedativums.

BeiBedarfkanndieDosiseinmal,

frühestensnach1-2Stundenin

Kombinationmiteinerintravenösen

5μg/kg(1,7mldes

Tierarzneimittelspro100

kg)5Minutennachder

intravenösenGabe

einesSedativumsund

kannbeiBedarfnach10

Minutenwiederholt

werden

*DieAngabenzurDosierungeninderobigenTabellebeziehensichauf

Buprenorphin(alsHydrochlorid)

BeiderAnwendungbeiPferdenmussinnerhalbvonfünfMinutenvorder

InjektionvonBuprenorphineinintravenösesSedativumverabreichtwerden.

BeiHundensetztdiesedierendeWirkunginnerhalbvon15Minutennachder

Anwendungein.

Eskannbiszu30Minutendauern,bisdieanalgetischeWirkungvoll

ausgeprägtist.DamitwährendderOperationundsofortbeimErwacheneine

Analgesiesichergestelltist,solltedasTierarzneimittelvorderOperationim

RahmenderPrämedikationverabreichtwerden.

FallsdasTierarzneimittelzurVerstärkungeinerSedationoderimRahmen

einerPrämedikationverabreichtwird,solltedieDosisandererzentral

wirksamerArzneimittelwiez.B.AcepromazinoderMedetomidinreduziert

werden.DieseDosisreduktionistabhängigvomGraddererforderlichen

Sedation,demindividuellenTier,derArtdersonstigenPrämedikationund

davon,wiedieAnästhesieeingeleitetundaufrechterhaltenwird.Esist

ebensomöglich,dieMengedesangewendetenInhalationsnarkotikumszu

reduzieren.

TierekönnennachderVerabreichungvonOpioidenmitsedativenund

analgetischenEigenschaftenunterschiedlicheReaktionenzeigen.Deshalb

solltendieindividuellenReaktionenderTiereüberwachtund

Nachdosierungenentsprechendangepasstwerden.Gelegentlichkannes

vorkommen,dassdurchmehrfacheGabenkeinezusätzlicheAnalgesie

bewirktwird.IndiesenFällensolltedieAnwendungeinesgeeigneten

injizierbarennichtsteroidalenAntiphlogistikums(NSAID)inErwägung

gezogenwerden.

ZurgenauenVerabreichungdeserforderlichenDosisvolumensmusseine

SpritzemitgeeigneterGraduierungverwendetwerden.

DerGummistopfensolltenichtmehrals100-mal(miteiner21G-oder23G-

Nadel)durchstochenwerden.

4.10 Überdosierung(Symptome,NotfallmaßnahmenundGegenmittel),falls

erforderlich:

ImFalleeinerÜberdosierungsindunterstützendeMaßnahmenzuergreifen.

GegebenenfallskönnenNaloxonoderAtemstimulanzienangewendet

werden.

WirdBuprenorphinHundenineinerÜberdosisverabreicht,kanndieszu

Lethargieführen.NachsehrhohenDosenkönnenBradykardieundMiosis

beobachtetwerden.

InStudienanPferden,denenBuprenorphininKombinationmitSedativa

verabreichtwurde,wurdenbiszumFünffachenderempfohlenenDosissehr

wenigeWirkungenbeobachtet,jedochkönnenbeialleinigerAnwendung

Erregungszuständeauftreten.

BeiderAnwendungbeiPferdenzurAnalgesietrittselteneineSedationein,

dieskannjedochbeihöherenalsdenempfohlenenDosenvorkommen.

NaloxonkanneinervermindertenAtemfrequenzentgegenwirken.Beim

MenschensindauchAtemstimulanzienwieDoxapramwirksam.Aufgrund

dervergleichsweiselängerenWirkungsdauervonBuprenorphinmüssen

dieseArzneimittelgegebenenfallswiederholtoderalsDauerinfusion

verabreichtwerden.StudienanfreiwilligenProbandenhabengezeigt,dass

OpiatantagonistendieWirkungenvonBuprenorphinmöglicherweisenicht

vollständigaufhebenkönnen.

IntoxikologischenStudienmitBuprenorphinhydrochloridanHundenwurde

nacheinjährigeroralerVerabreichungvonDosenvon3,5mg/kg/Tagund

höhereineGallengangshyperplasiebeobachtet.Nacheinertäglichen

intramuskulärenInjektionvonDosenbiszu2,5mg/kg/Tagüber3Monate

wurdekeineGallengangshyperplasiebeobachtet.DieseDosenliegenweit

überderüblichentherapeutischenDosisfürdenHund.

SieheauchdieAbschnittein4.5und4.6indieserFachinformation.

4.11 Wartezeit(en):

NichtbeiPferdenanwenden,diefürdieGewinnungvonLebensmitteln

bestimmtsind.

5. PharmakologischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Opioide,Oripavin-Derivate

ATCvetCode:QN02AE01

PharmakodynamischeEigenschaften:

Buprenorphinisteinstarkes,langwirkendesAnalgetikum,dasüberdie

OpiatrezeptorendeszentralenNervensystemswirkt.

BuprenorphinkanndieWirkungenandererzentralwirkenderArzneimittel

verstärken,aberimGegensatzzudenmeistenOpiatenerzeugtdiealleinige

VerabreichungvonBuprenorphinnachtherapeutischenDosennureine

schwachesedativeWirkung.

DieanalgetischeWirkungvonBuprenorphinkommtdurcheinehochaffine

BindunganverschiedeneSubklassenvonOpiatrezeptorenimzentralen

Nervensystem,insbesondereanµ-Rezeptoren,zustande.In-vitro-Studien

habenergeben,dassBuprenorphininanalgetischenDosenmithoher

AffinitätundAviditätanOpiatrezeptorengebundenwirdundseine

DissoziationvonderRezeptorbindungsstellenurlangsamerfolgt.Dies

könntefürdieimVergleichzuMorphinlängereWirkungsdauervon

Buprenorphinverantwortlichsein.IstbereitseinOpiatagonistfestandie

Opiatrezeptorengebunden,kannBuprenorphindurchseinehoheAffinitätzu

diesenRezeptorenalsAntagonistwirken.Einesolcheantagonistische

WirkungwurdegegenüberMorphinnachgewiesen,diedervonNaloxon

entspricht.

BuprenorphinhatnureinegeringeAuswirkungaufdiegastrointestinale

Motilität.

AngabenzurPharmakokinetik:

BuprenorphinwirdnachintramuskulärerInjektionbeiverschiedenen

TierartenundbeimMenschenraschresorbiert.DieSubstanziststarklipophil

unddasVerteilungsvolumenindenKörperkompartimentenisthoch.

PharmakologischeWirkungen(z.B.Mydriasis)könneninnerhalbvonMinuten

nachVerabreichungauftretenundAnzeicheneinerSedationtreten

normalerweisenach15Minutenauf.DieanalgetischeWirkungtrittbei

HundenundKatzeninnerhalbvon30Minutenauf,wobeidiestärkste

Wirkungnach1bis1,5Stundenzubeobachtenist.Beischmerzfreien

Pferdentretennach15-30MinutenantinozizeptiveWirkungenauf,wobei

diestärksteanalgetischeWirkungnach45Minutenund6Stundennach

Verabreichungauftreten.

NachintravenöserVerabreichungeinerDosisvon20μg/kgbeiHunden

betrugdiemittlereterminaleHalbwertszeit9Stundenunddiemittlere

Clearance24ml/kg/min,wobeidiepharmakokinetischenParameterjedoch

erheblicheinter-individuelleVariabilitätzeigten.

NachintramuskulärerVerabreichungbeiKatzenbetrugdiemittlereterminale

Halbwertszeit6,3StundenunddieClearance23ml/kg/min,wobeidie

pharmakokinetischenParameterjedocherheblicheinter-individuelle

Variabilitätzeigten.

NachintravenöserVerabreichungbeiPferdenbetrugdiedurchschnittliche

VerweilzeitvonBuprenorphinca.150Minuten,dasVerteilungsvolumenlag

beica.2,5l/kgunddieClearancebetrug10l/min.

KombinierteStudienzurPharmakokinetikundPharmakodynamikhaben

gezeigt,dasszwischendemAuftretenvonPlasmakonzentrationenunddem

EintretenderanalgetischenWirkungeineausgeprägteHysteresebesteht.

DahersolltedieindividuelleDosierungeinesTieresnichtanhandder

Buprenorphin-Plasmakonzentrationenerfolgen,sondernanhandder

klinischenReaktion.

DerHauptausscheidungswegbeiallenTierartenmitAusnahmevon

Kaninchen(beidenendieAusscheidungüberwiegendimHarnerfolgt)sind

dieFäzes.BuprenorphinunterliegteinerN-DealkylierungundGlucuronid-

KonjugationinderDarmwandundLeberundseineMetabolitenwerdenüber

dieGalleindenMagen-Darm-Traktausgeschieden.

InStudienanRattenundRhesusaffenzurVerteilungimGewebewurdendie

höchstenArzneimittelkonzentrationeninderLeber,derLungeundimGehirn

gefunden.DieKonzentrationdesArzneimittelserreichteschnellihren

Spitzenwertundwar24StundennachderDosisgabewiederaufeinen

niedrigenWertgesunken.

ProteinbindungsstudienanRattenergaben,dassBuprenorphinstarkan

Plasmaproteinegebundenwird,insbesondereanAlpha-undBeta-Globuline.

6. PharmazeutischeAngaben

VerzeichnisdersonstigenBestandteile:

Chlorocresol

Glucose-Monohydrat

VerdünnteSalzsäure(zurEinstellungdespH-Werts)

Natriumhydroxid-Lösung(zurEinstellungdespH-Werts)

WasserfürInjektionszwecke

Inkompatibilitäten:

DakeineKompatibilitätsstudiendurchgeführtwurden,darfdieses

TierarzneimittelnichtmitanderenTierarzneimittelngemischtwerden.

DauerderHaltbarkeit:

HaltbarkeitdesTierarzneimittelsimunversehrtenBehältnis:

Durchstechflaschenzu10,20,50oder100ml:30Monate.

Durchstechflaschenzu5ml:2Jahre.

HaltbarkeitnacherstmaligemÖffnendesBehältnisses:28Tage.

BesondereLagerungshinweise:

FürdiesesTierarzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungen

erforderlich.

ArtundBeschaffenheitdesBehältnisses:

DurchstechflaschenausKlarglas(TypI),verschlossenmiteinem

beschichtetenBromobutyl-GummistopfenundeinerAluminiumkappe,in

einemUmkarton.

Packungsgrößen:5ml,10ml,20ml,50mlund100ml

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieEntsorgungnichtverwendeter

TierarzneimitteloderbeiderAnwendungentstehenderAbfälle:

DasArzneimittelunterliegtdenVorschriftendesBetäubungsmittelgesetzes.

NichtaufgebrauchteBetäubungsmittelsindsozuvernichten,dasseineauch

nurteilweiseWiedergewinnungderBetäubungsmittelausgeschlossenist.

7. Zulassungsinhaber:

LeVetBeheerB.V.

Wilgenweg7

3421TVOUDEWATER

NIEDERLANDE

8. Zulassungsnummer:

402186.00.00

9. DatumderErteilungderErstzulassung/VerlängerungderZulassung:

10. StandderInformation

11. VerbotdesVerkaufs,derAbgabeund/oderderAnwendung

Nichtzutreffend.

12. Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig,Betäubungsmittel.

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