Azzalure, 125 Speywood-Einheiten, Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Botulinum-Toxin Typ A zur Injektion (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
Ipsen Pharma
ATC-Code:
M03AX01
INN (Internationale Bezeichnung):
Botulinum toxin type A for injection (Ph. Eur.)
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Zusammensetzung:
Botulinum-Toxin Typ A zur Injektion (Ph.Eur.) 125.E-LD50M
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72249.00.00

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Azzalure

125 Speywood-Einheiten

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Wirkstoff:

Clostridium botulinum

Toxin Typ A

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung die-

ses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Azzalure und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Azzalure beachten?

Wie ist Azzalure anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Azzalure aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST AZZALURE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Azzalure

enthält einen Wirkstoff,

Clostridium botulinum

Toxin Typ A, der eine Entspannung

von Muskeln bewirkt. Azzalure wirkt an der Verbindungsstelle zwischen Nerven und Muskeln

und verhindert auf diese Weise die Freisetzung eines chemischen Botenstoffes mit der Bezeich-

nung Acetylcholin aus den Nervenendigungen. Dies hindert die Muskeln daran, sich zusammen-

zuziehen. Die Muskelentspannung ist vorübergehend und lässt allmählich wieder nach.

Für einige Menschen stellt das Auftreten von Falten im Gesicht eine Belastung dar. Azzalure

kann bei Erwachsenen unter 65 Jahren für die vorübergehende Verbesserung des Aussehens bei

mittelstarken bis starken Glabellafalten (senkrechte Falten an der Stirn zwischen den Augen-

brauen) und seitlichen Augenfalten (Krähenfüße) verwendet werden.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON AZZALURE BEACHTEN?

Azzalure darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen

Clostridium botulinum

Toxin Typ A oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie eine Entzündung an der vorgesehenen Einstichstelle haben,

wenn Sie eine Myasthenia gravis, ein Eaton-Lambert-Syndrom oder eine amyotrophe Late-

ralsklerose haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sie müssen Ihren Arzt vor der Injektion informieren,

wenn Sie neuromuskuläre Erkrankungen haben,

wenn Sie häufig Schluckstörungen beim Essen haben (Dysphagie),

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wenn Sie häufig Probleme damit haben, dass Nahrungsmittel oder Getränke in Ihre Luftröhre

gelangen, so dass Sie husten müssen oder keine Luft mehr bekommen,

wenn Sie eine Entzündung an der vorgesehenen Injektionsstelle haben,

wenn die Muskeln an der vorgesehenen Injektionsstelle schwach sind,

wenn Sie an einer Blutgerinnungsstörung, z. B. einer Hämophilie (erbliche Blutungsstörung,

hervorgerufen durch Gerinnungsfaktor-Mangel), leiden, das heißt, wenn Sie länger bluten als

normal,

wenn bei Ihnen eine Operation im Gesicht durchgeführt wurde oder wenn es wahrscheinlich

ist, dass bei Ihnen bald eine Gesichtsoperation oder eine Operation anderer Art durchgeführt

wird,

wenn bei Ihnen bereits andere Botulinumtoxin-Injektionen durchgeführt wurden,

wenn bei Ihnen nach der letzten Behandlung mit Botulinumtoxin keine wesentliche Verbesse-

rung eingetreten ist.

Diese Angaben werden dazu beitragen, dass Ihr Arzt eine fundierte Entscheidung bezüglich des

Risikos und Nutzens Ihrer Behandlung treffen kann.

Besondere Warnhinweise

Sehr selten kann die Wirkung von Botulinumtoxin zu einer Schwäche in Muskeln führen, die

von der Einstichstelle entfernt liegen.

Bei der Verwendung von Botulinumtoxinen in Intervallen von häufiger als 12 Wochen oder in

höheren Dosierungen zur Behandlung anderer Erkrankungen wurde in seltenen Fällen bei den

Patienten eine Antikörperbildung festgestellt. Die Bildung neutralisierender Antikörper kann die

Wirksamkeit der Behandlung verringern.

Falls Sie aus irgendeinem Grund einen Arzt aufsuchen, achten Sie bitte darauf, ihn darüber zu in-

formieren, dass Sie mit Azzalure behandelt worden sind.

Kinder und Jugendliche

Azzalure ist nicht für die Anwendung bei Personen unter 18 Jahren angezeigt.

Anwendung von Azzalure zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimit-

tel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden, da Azzalure andere

Arzneimittel beeinträchtigen kann, insbesondere

Antibiotika wegen einer Infektion (z. B. Aminoglykosidantibiotika wie z. B. Gentamicin oder

Amikacin) oder

andere muskelentspannende Arzneimittel.

Anwendung von Azzalure zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie können Azzalure-Injektionen vor oder nach dem Essen und Trinken erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sie sollten Azzalure in der Schwangerschaft nicht erhalten. Die Behandlung mit Azzalure wird

nicht empfohlen, wenn Sie stillen. Wenn Sie schwanger sind, schwanger werden möchten oder

stillen fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

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Nach der Behandlung mit Azzalure können bei Ihnen vorübergehend Verschwommensehen oder

Muskelschwäche auftreten. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, führen Sie kein Fahrzeug und be-

dienen Sie keine Maschinen.

3.

WIE IST AZZALURE ANZUWENDEN?

Azzalure darf nur von Ärzten mit geeigneter Qualifikation angewendet werden, die die entspre-

chende Erfahrung mit dieser Behandlung haben und über die erforderliche Ausstattung verfügen.

Ihr Arzt wird die Injektionen zubereiten und Ihnen verabreichen. Eine Durchstechflasche mit

Azzalure darf nur für Sie und nur bei einer einzigen Behandlungssitzung verwendet werden.

Die empfohlene Azzalure-Dosis beträgt

bei Glabellafalten: 50 Einheiten; davon werden 10 Einheiten in jede der 5 Einstichstellen in

Ihre Stirn im Bereich oberhalb der Nase und der Augenbrauen gespritzt.

bei seitlichen Augenfalten: 60 Einheiten; davon werden 10 Einheiten in jede der 6 Einstich-

stellen in die Bereiche der Krähenfüße beider Augen gespritzt.

Die für unterschiedliche Botulinumtoxin-Präparate verwendeten Einheiten sind nicht die glei-

chen. Azzalure-Speywood-Einheiten können nicht auf andere Botulinumtoxin-Präparate übertra-

gen werden.

Die Wirkung der Behandlung sollte innerhalb weniger Tagen nach Injektion feststellbar sein.

Der Abstand zwischen den Behandlungen mit Azzalure wird von Ihrem Arzt festgelegt. Die Be-

handlung sollte bei Ihnen nicht öfter als alle 12 Wochen durchgeführt werden.

Azzalure ist für Patienten unter 18 Jahren nicht angezeigt.

Wenn Sie eine größere Menge von Azzalure erhalten haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Azzalure erhalten haben, als Sie benötigen, werden andere Muskeln als die, an

denen die Injektion durchgeführt wurde, beginnen, eine Schwäche aufzuweisen. Dies erfolgt

nicht sofort. Falls dies eintritt, sprechen Sie bitte sofort mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Azzalure Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Suchen Sie dringend einen Arzt auf,

wenn Sie Atem-, Schluck- oder Sprechstörungen haben,

wenn Ihr Gesicht anschwillt oder Ihre Haut rot wird oder wenn Sie einen juckenden, knoti-

gen Hautausschlag bekommen. Dies kann bedeuten, dass Sie eine allergische Reaktion auf

Azzalure haben.

Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Bei Glabellafalten:

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

Rötung, Schwellung, Reizung, Hautausschlag, Juckreiz, Kribbeln, Schmerzen, Beschwerden,

Stechen oder Bluterguss an der Einstichstelle

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Kopfschmerzen

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Ermüdete Augen oder trübes Sehen, Herunterhängen des Oberlids, Schwellung des Augen-

lids, tränende Augen, trockene Augen, Zucken von Muskeln in der Umgebung der Augen

Vorübergehende Gesichtslähmung

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Sehstörungen, Verschwommen- oder Doppeltsehen

Schwindel

Juckreiz, Hautausschlag

Allergische Reaktionen

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Juckender und knotiger Hautausschlag

Störung der Augenbewegungen

Bei seitlichen Augenfalten:

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Kopfschmerzen

Schwellung des Augenlids

Bluterguss, Juckreiz und Schwellung um die Augen

Herunterhängen des Oberlids

Vorübergehende Gesichtslähmung

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Trockene Augen

Meistens traten diese Nebenwirkungen innerhalb der ersten Woche nach den Injektionen auf und

hielten nicht lange an. Sie waren in der Regel leicht bis mittelstark ausgeprägt.

Sehr selten wurde nach Anwendung von Botulinumtoxin über Nebenwirkungen, die in anderen

als den behandelten Muskeln auftraten, berichtet. Diese umfassten übermäßige Schwächung der

Muskulatur sowie Schluckstörungen bedingt durch Husten und Verschlucken beim Schlucken

(wenn beim Schlucken Nahrung oder Flüssigkeit in Ihre Atemwege geraten, können Atemweg-

serkrankungen, wie Lungenentzündung, auftreten). Sollte dies vorkommen, informieren Sie bitte

sofort Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen,

dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST AZZALURE AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

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Ihr Arzt darf Azzalure nach dem auf dem Umkarton und Etikett nach „Verwendbar bis:“ bzw.

„Verw. bis:“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich

auf den letzten Tag des Monats.

Azzalure im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C). Nicht einfrieren.

Ihr Arzt wird Azzalure in einer flüssigen Injektionslösung auflösen. Die chemische und physika-

lische Stabilität wurde für 24 Stunden bei 2-8°C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht

sollte das Produkt sofort angewendet werden, es sei denn die Rekonstitutionsmethode schließt

das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn es nicht sofort angewendet wird, liegen

die Dauer und die Bedingungen der Lagerung nach Anbruch in der Verantwortung des Anwen-

ders.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Azzalure enthält

Der Wirkstoff ist

Clostridium botulinum

Toxin Typ A*. 1 Durchstechflasche enthält 125

Speywood-Einheiten.

Die sonstigen Bestandteile sind Albumin vom Menschen 20 % (200 g/l) und Lactose-

Monohydrat.

Clostridium botulinum

(ein Bakterium) Toxin Typ A-Hämagglutinin-Komplex

Die Speywood-Einheiten von Azzalure sind für das Arzneimittel spezifisch und nicht auf andere

Botulinumtoxin-Präparate übertragbar.

Wie Azzalure aussieht und Inhalt der Packung

Azzalure ist ein Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung. Es wird in einer Pa-

ckung mit einer oder zwei Durchstechflasche(n) geliefert.

Azzalure ist ein weißes Pulver.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Ipsen Pharma

65 Quai Georges Gorse

92100 Boulogne-Billancourt

Frankreich

Hersteller

Ipsen Biopharm Limited

Ash Road, Wrexham Industrial Estate

Wrexham, LL13 9UF

Vereinigtes Königreich

Ipsen Manufacturing Ireland Limited

Blanchardstown Industrial Park

Blanchardstown

Dublin 15

Irland

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Mitvertrieb

Galderma Laboratorium GmbH

Toulouser Allee 23a

40211 Düsseldorf

Tel.: +49 800 5888850

Fax: +49 211 6355 8270

E-Mail: patientenservice@galderma.com

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im März 2019.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen oder die Gebrauchsinformation in einem anderen

Format haben wollen, rufen Sie bitte unter folgender Telefonnummer an:

Galderma Laboratorium GmbH, Tel.: +49 800 5888850.

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal be-

stimmt:

Azzalure

125 Speywood-Einheiten

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Wirkstoff:

Clostridium botulinum

Toxin Typ A

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung:

Bitte beachten Sie Abschnitt 3 der Gebrauchsinformation.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handha-

bung:

Die Anweisungen zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung müssen strikt eingehalten wer-

den.

Die Rekonstitution ist in Übereinstimmung mit den Regeln der guten Herstellungspraxis, insbe-

sondere im Hinblick auf die Asepsis, durchzuführen.

Azzalure ist mit einer Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %)-Injektionslösung zu rekonstituieren.

Die erforderliche Menge an Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %)-Injektionslösung muss gemäß

nachfolgender Verdünnungstabelle in die Spritze aufgezogen werden, um eine klare rekonstitu-

ierte Lösung mit folgender Konzentration zu erhalten.

Zugegebene Menge Lösungsmittel (Natrium-

chlorid 9 mg/ml (0,9 %)) in die Durchstechfla-

sche mit 125 Einheiten

Erhaltene Dosis

0,63 ml

10 Einheiten/0,05 ml

1,25 ml

10 Einheiten/0,1 ml

Die genaue Abmessung von 0,63 ml oder 1,25 ml kann mit Spritzen, die in Stufen von 0,1 ml

und 0,01 ml unterteilt sind, erreicht werden.

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EMPFEHLUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON KONTAMINIERTEN MATERIALIEN

Unmittelbar nach der Anwendung und vor der Entsorgung muss unbenutztes rekonstituiertes Az-

zalure (in der Durchstechflasche oder in der Spritze) mit 2 ml verdünnter Natriumhypochloritlö-

sung (0,55 oder 1 %ig) (Bleichmittel) inaktiviert werden.

Gebrauchte Durchstechflaschen, Spritzen oder Materialien dürfen nicht entleert werden, sondern

müssen in entsprechende Behälter geworfen und entsprechend den lokalen Vorschriften entsorgt

werden.

EMPFEHLUNGEN BEI UNFÄLLEN WÄHREND DES UMGANGS MIT

BOTULINUMTOXIN

Jegliches verschüttetes Arzneimittel muss aufgewischt werden: Entweder - im Fall des Pul-

vers - mit einem saugfähigen Material, das mit einer Natriumhypochloritlösung (Bleichmit-

tel) getränkt wurde oder - im Fall der rekonstituierten Lösung - mit einem trockenen saugfä-

higen Material.

Kontaminierte Oberflächen müssen mit einem saugfähigen Material gereinigt werden, das

mit einer Natriumhypochloritlösung (Bleichmittel) getränkt wurde. Anschließend trocknen

lassen.

Wenn eine Durchstechflasche zerbricht, wie oben beschrieben vorgehen: Glassplitter vor-

sichtig aufsammeln und das Arzneimittel aufwischen, dabei Schnittverletzungen der Haut

vermeiden.

Wenn das Arzneimittel in Kontakt mit der Haut gelangt, den betroffenen Bezirk mit einer

Natriumhypochloritlösung (Bleichmittel) waschen und anschließend gründlich mit reichlich

Wasser abspülen.

Wenn das Arzneimittel in Kontakt mit den Augen gelangt, die Augen gründlich mit reichlich

Wasser oder einer Augenspüllösung ausspülen.

Wenn das Arzneimittel in Kontakt mit einer Wunde, Schnittverletzung oder nicht-intakter

Haut gelangt, gründlich mit reichlich Wasser spülen und die entsprechenden medizinischen

Maßnahmen entsprechend der injizierten Dosis ergreifen.

Diese Anweisungen zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung müssen strikt eingehalten

werden.

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Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Azzalure 125 Speywood-Einheiten, Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Clostridium botulinum

Toxin Typ A* Menge entsprechend 125 Speywood-Einheiten** pro

Durchstechflasche

Clostridium botulinum

Toxin Typ A-Hämagglutinin-Komplex

**Die Speywood-Einheiten von Azzalure sind für das Arzneimittel spezifisch und nicht auf

andere Botulinumtoxin-Präparate übertragbar.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung.

Das Pulver ist weiß.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Azzalure wird angewendet zur vorübergehenden Verbesserung des Erscheinungsbildes von

mittelstarken bis starken

Glabellafalten (vertikale Falten zwischen den Augenbrauen) bei maximalem Stirnrunzeln

und/oder

lateralen Augenfalten (Krähenfüße) bei maximalem Lächeln

bei erwachsenen Patienten unter 65 Jahren, wenn das Ausmaß dieser Falten eine erhebliche

psychische Belastung für den Patienten darstellt.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Botulinumtoxin-Einheiten sind je nach Arzneimittel verschieden. Die Speywood-Einheiten von

Azzalure sind für das Arzneimittel spezifisch und nicht auf andere Botulinumtoxin-Präparate

übertragbar.

Kinder und Jugendliche

Sicherheit und Wirksamkeit von Azzalure bei Personen unter 18 Jahren wurden nicht

nachgewiesen. Die Anwendung von Azzalure bei Personen unter 18 Jahren wird nicht

empfohlen.

Art der Anwendung

Azzalure darf nur von Ärzten mit geeigneter Qualifikation angewendet werden, die die

entsprechende Erfahrung mit dieser Behandlung haben und über die erforderliche Ausstattung

verfügen.

Azzalure darf nach Rekonstitution nur für eine Behandlung bei einem Patienten verwendet

werden.

Für Anweisungen zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.

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Jedes Make-up ist zu entfernen, und die Haut ist mit einem Lokalantiseptikum zu desinfizieren.

Die intramuskulären Injektionen sollten mit einer sterilen geeigneten Gauge-Nadel

vorgenommen werden.

Das Therapieintervall ist von dem festgestellten individuellen Ansprechen des jeweiligen

Patienten abhängig.

Das Therapieintervall mit Azzalure sollte nicht häufiger als alle 3 Monate sein.

Die empfohlenen Injektionspunkte für Glabellafalten und laterale Augenfalten sind unten

beschrieben:

Glabellafalten

Die empfohlene Dosis beträgt 50 Speywood-Einheiten Azzalure, aufgeteilt auf 5

Injektionsstellen, d. h. es werden 10 Speywood-Einheiten intramuskulär, im rechten Winkel zur

Haut, an jeder der 5 Injektionsstellen angewendet: Zwei Injektionen in jeden

M. corrugator

eine Injektion in den

M. procerus

in der Nähe des Nasofrontalwinkels, wie oben dargestellt.

Die anatomischen Orientierungspunkte können schneller ermittelt werden, wenn sie bei

maximalem Stirnrunzeln beobachtet und palpiert werden. Vor der Injektion Daumen oder

Zeigefinger fest unter den Augenhöhlenrand drücken, um eine Extravasation unter den

Augenhöhlenrand zu verhindern. Die Nadel sollte während der Injektion nach superior und

medial ausgerichtet sein. Um das Risiko einer Ptosis zu reduzieren, Injektionen in der Nähe des

M. levator palpebrae superioris

vermeiden, insbesondere bei Patienten mit größeren

Brauendepressorkomplexen (

M. depressor supercilii

). Injektionen in den M. corrugator dürfen

nur im Mittelteil des Muskels mindestens 1 cm über dem Augenhöhlenrand erfolgen.

In klinischen Studien wurde die optimale Wirkung bei Glabellafalten für bis zu 4 Monate nach

Injektion nachgewiesen. Einige Patienten sprachen auch noch nach 5 Monaten auf die Therapie

an (siehe Abschnitt 5.1).

Laterale Augenfalten

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Die empfohlene Dosis pro Seite beträgt 30 Speywood-Einheiten Azzalure, aufgeteilt auf 3

Injektionsstellen, d.h. es werden 10 Speywood-Einheiten intramuskulär an jeder der

Injektionsstellen verabreicht. Die Injektion sollte lateral (20 - 30° Winkel) zur Haut und sehr

oberflächlich erfolgen. Alle Injektionsstellen sollten am äußeren Teil des Muskels

Orbicularis

oculi

und ausreichend weit vom Orbitalrand entfernt (etwa 1 - 2 cm) liegen, wie oben dargestellt.

Die anatomischen Orientierungspunkte können schneller ermittelt werden, wenn sie bei

maximalem Lächeln beobachtet und palpiert werden. Es muss darauf geachtet werden,

Injektionen in die Muskeln

Zygomaticus major/minor

zu vermeiden, um einen seitlichen

Mundabfall und ein asymmetrisches Lächeln zu vermeiden.

Allgemeine Information

Wenn die Behandlung fehlschlägt oder die Wirkung bei Wiederholungsinjektionen nachlässt,

sollten alternative Behandlungsmethoden angewendet werden. Bei Fehlschlagen der Behandlung

nach der ersten Anwendung können folgende Maßnahmen in Erwägung gezogen werden:

Analyse der Gründe für das Therapieversagen, z. B. falsche Muskeln, in die injiziert wurde,

ungeeignete Injektionstechnik und Bildung Toxin-neutralisierender Antikörper

Erneute Überprüfung der Relevanz der Behandlung mit

Clostridium botulinum

Toxin Typ A.

Sicherheit und Wirksamkeit von Wiederholungsinjektionen mit Azzalure wurden für

Glabellafalten bis zu 24 Monaten und bis zu 8 wiederholten Behandlungszyklen sowie für

laterale Augenfalten bis zu 12 Monaten und bis zu 5 wiederholten Behandlungszyklen überprüft.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Infektionen an den vorgesehenen Injektionsstellen.

Myasthenia gravis, Eaton-Lambert-Syndrom oder amyotrophe Lateralsklerose.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Es sollte darauf geachtet werden, Azzalure nicht in ein Blutgefäß zu injizieren.

Bestehende neuromuskuläre Störungen

Azzalure ist bei Patienten mit einem Risiko für oder mit klinisch nachgewiesener gestörter

neuromuskulärer Reizleitung mit Vorsicht anzuwenden. Solche Patienten haben möglicherweise

eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Arzneimittel wie Azzalure. Dies kann zu übermäßiger

Muskelschwäche führen.

Die Injektion von Azzalure ist bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Dysphagie und

Aspiration nicht zu empfehlen.

Lokale und entfernte Ausbreitung der Toxin-Wirkung

Nebenwirkungen, die möglicherweise mit der Ausbreitung des Toxins an vom Applikationsort

entfernte Stellen in Zusammenhang stehen, wurden bei Botulinumtoxin sehr selten berichtet. Bei

Patienten, die mit therapeutischen Dosen behandelt wurden, kann eine übersteigerte

Muskelschwäche auftreten. Schluck- und Atembeschwerden sind schwerwiegend und können

zum Tod führen.

Patienten oder pflegende Personen sollten darauf hingewiesen werden, dass sofort ein Arzt zu

verständigen ist, wenn Schluck-, Sprech- oder Atemstörungen auftreten.

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Die empfohlenen Dosierungen und die Häufigkeit der Anwendung von Azzalure dürfen nicht

überschritten werden.

Es ist unbedingt erforderlich, dass sich der Arzt vor der Anwendung von Azzalure mit der

Anatomie des Gesichts des Patienten vertraut macht. Gesichtsasymmetrien, Ptosis, übermäßige

Dermatochalasis, Vernarbungen und irgendwelche aufgrund früherer chirurgischer Eingriffe

entstandene anatomische Veränderungen sollten berücksichtigt werden.

Azzalure sollte nur mit Vorsicht angewendet werden bei Entzündung der vorgesehenen

Injektionsstelle(n) oder bei ausgeprägter Schwäche oder Atrophie des zu injizierenden Muskels.

Wie bei allen intramuskulären Injektionen wird eine Behandlung mit Azzalure bei Patienten mit

verlängerter Blutgerinnungszeit nicht empfohlen.

Antikörperbildung

Injektionen in kürzeren Abständen oder mit zu hohen Dosierungen können das Risiko einer

Antikörperbildung gegen Botulinumtoxin erhöhen. Klinisch kann die Bildung neutralisierender

Antikörper die Wirksamkeit der nachfolgenden Behandlung verringern.

Die Wirkung der Anwendung verschiedener Botulinum-Neurotoxine während der Behandlung

mit Azzalure ist nicht bekannt und muss daher vermieden werden.

Azzalure darf nur zur Behandlung eines einzelnen Patienten bei einer Sitzung verwendet werden.

Übrig gebliebenes, nicht verwendetes Arzneimittel muss, wie in Abschnitt 6.6 näher

beschrieben, entsorgt werden. Besondere Vorsicht ist bei der Zubereitung und Anwendung des

Produkts sowie bei der Inaktivierung und Entsorgung der restlichen, nicht verwendeten Lösung

erforderlich (siehe Abschnitt 6.6).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Behandlung mit Azzalure und Aminoglykosiden oder anderen Arzneimitteln,

die auf die neuromuskuläre Reizleitung wirken (z. B. Curare-ähnliche Wirkstoffe), sollte nur mit

Vorsicht erfolgen, da die Wirkung von

Clostridium botulinum

Toxin Typ A potenziert werden

kann.

Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Es wurden keine anderen

Wechselwirkungen mit klinischer Relevanz berichtet.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Azzalure darf nicht in der Schwangerschaft angewendet werden. Es liegen keine hinreichenden

Daten über die Anwendung von

Clostridium botulinum

Toxin Typ A bei schwangeren Frauen

vor. In Studien an Tieren wurde bei hohen Dosierungen eine reproduktionstoxische Wirkung

nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Azzalure in die Muttermilch übergeht. Die Anwendung von Azzalure

während der Stillzeit kann nicht empfohlen werden.

Fertilität

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Es gibt keine klinischen Daten zu den Auswirkungen von Azzalure auf die Fertilität. Es gibt

keinen Nachweis einer direkten Auswirkung von Azzalure auf die Fertilität in Tierstudien (siehe

Abschnitt 5.3)

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Azzalure hat geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen. Es besteht ein potenzielles Risiko für eine lokalisierte

Muskelschwäche oder Sehstörungen im Zusammenhang mit der Anwendung dieses

Arzneimittels, die die Fähigkeit zum Führen eines Fahrzeugs oder zum Bedienen von Maschinen

vorübergehend beeinträchtigen können.

4.8 Nebenwirkungen

Etwa 3.800 Patienten erhielten in den verschiedenen klinischen Studien Azzalure.

Basierend auf placebokontrollierten klinischen Studien waren die beobachteten Nebenwirkungs-

Raten nach der ersten Injektion von Azzalure 22,3 % bei der Behandlung der Glabellafalten

(16,6 % für Placebo) und 6,2 % bei der Behandlung der lateralen Augenfalten (2,9 % für

Placebo). Die meisten dieser Ereignisse hatten einen leichten bis mäßigen Schweregrad und

waren reversibel.

Die häufigsten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle

bei Glabellafalten sowie Kopfschmerzen, Reaktionen an der Injektionsstelle und Augenlidödem

bei lateralen Augenfalten. Im Allgemeinen traten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der

Behandlung bzw. der Injektionstechnik innerhalb der ersten Woche nach Injektion auf und waren

vorübergehend.

Die Inzidenz der Reaktionen, die mit der Behandlung bzw. mit der Injektionstechnik

zusammenhingen, verringerte sich während der Wiederholungszyklen. Nebenwirkungen können

mit dem Wirkstoff zusammenhängen, mit dem Injektionsverfahren oder einer Kombination von

beidem.

Das Sicherheitsprofil von Azzalure für die gleichzeitige Behandlung von Glabellafalten und

lateralen Augenfalten wurde im offenen Teil der Phase III Studie untersucht. Art und Häufigkeit

von Nebenwirkungen waren vergleichbar zu dem, was bei Patienten beobachtet wurde, die in

den individuellen Indikationen behandelt wurden.

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen wird wie folgt eingeteilt:

Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥

1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Für Glabellafalten:

Systemorganklasse

Nebenwirkungen

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

Überempfindlichkeit

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig

Kopfschmerz

Häufig

Temporäre Gesichtsparese (aufgrund

temporärer Parese der Gesichtsmuskeln

proximal zu den Injektionsstellen,

überwiegend wird Lidheberparese

beschrieben)

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Gelegentlich

Schwindelgefühl

Augenerkrankungen

Häufig

Asthenopie, Augenlidptosis, Augenlidödem,

Tränensekretion verstärkt, trockenes Auge,

Muskelzucken (Zucken der Muskeln in der

Umgebung der Augen)

Gelegentlich

Sehverschlechterung, Sehen verschwommen,

Doppeltsehen

Selten

Störung der Augenmotorik

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Pruritus, Ausschlag

Selten

Urtikaria

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Sehr häufig

Reaktionen an der Injektionsstelle (z. B.

Erythem, Ödem, Reizung, Ausschlag, Pruritus,

Parästhesie, Schmerz, Unbehagen, Stechgefühl

und Hämatom)

Für laterale Augenfalten:

Systemorganklasse

Nebenwirkungen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Kopfschmerz, temporäre Gesichtsparese

(temporäre Parese der Gesichtsmuskeln

proximal zu den Injektionsstellen)

Augenerkrankungen

Häufig

Augenlidödem, Augenlidptosis

Gelegentlich

Trockenes Auge

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Häufig

Reaktionen an der Injektionsstelle (z.B.

Hämatom, Pruritus und Ödem)

Über Nebenwirkungen, für die eine sich von der Injektionsstelle ausbreitende Toxinwirkung

verantwortlich gemacht wird (übermäßige Schwächung der Muskulatur, Dysphagie,

Aspirationspneumonie, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang), wurde nach Anwendung mit

Botulinumtoxin sehr selten berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

http://www.bfarm.de anzuzeigen.

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4.9 Überdosierung

Es ist davon auszugehen, dass übermäßig hohe Dosen von Botulinumtoxin eine neuromuskuläre

Schwäche mit einer Vielzahl von Symptomen hervorrufen. Bei Patienten, bei denen übermäßig

hohe Dosen zu einer Lähmung der Atemmuskulatur führen, kann eine Beatmung erforderlich

sein. Im Falle einer Überdosierung muss der Patient

ärztlich auf Symptome einer übermäßigen Muskelschwäche oder einer Muskellähmung

überwacht werden. Falls erforderlich, ist eine symptomorientierte Behandlung einzuleiten.

Es kann sein, dass Symptome einer Überdosierung nicht unmittelbar nach einer Injektion

auftreten.

Eine Einweisung in ein Krankenhaus sollte bei Patienten erwogen werden, bei denen Symptome

einer Vergiftung mit

Clostridium botulinum

Toxin Typ A festgestellt werden (z. B. eine

Kombination aus Muskelschwäche, Ptosis, Diplopie, Schluck- und Sprechstörungen oder

Lähmung der Atemmuskulatur).

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Muskelrelaxanzien, peripher wirkende Mittel

ATC-Code: M03AX01

Die wichtigste pharmakodynamische Wirkung von

Clostridium botulinum

Toxin Typ A ist auf

die chemische Denervierung des behandelten Muskels zurückzuführen, die zu einer messbaren

Verringerung des Muskelsummenpotenzials führt, welche eine örtlich begrenzte Verringerung

oder eine Lähmung der Muskelaktivität bewirkt.

Clostridium botulinum

Toxin Typ A ist ein Muskelrelaxans, das temporär die Muskelaktivität

schwächt. Nach der Injektion wirkt

Clostridium botulinum

Toxin Typ A durch Blockierung des

Transports des Neurotransmitters Acetylcholin über neuromuskuläre Verbindungen, die

zwischen den Nervenendigungen und den Muskelfasern liegen. Die Wirkungsweise von

Clostridium botulinum

Toxin Typ A betrifft vier Hauptstadien, die alle korrekt funktionieren

müssen, damit eine Aktivität auftritt. Die Wirkung resultiert in einer Unterbindung der

Muskelkontraktion der Zielmuskeln. Die Wirkung hält für längere Zeit an, bis die Verbindung

regeneriert wurde und die Muskelaktivität zurückkehrt.

Klinische Daten

Während der klinischen Entwicklung von Azzalure wurden mehr als 4.500 Patienten in die

verschiedenen klinischen Studien einbezogen und etwa 3.800 Patienten erhielten Azzalure.

Glabellafalten

In klinischen Studien wurden 2.032 Patienten mit mittelstarken bis starken Glabellafalten mit der

empfohlenen Dosis von 50 Speywood-Einheiten behandelt. Von diesen Patienten wurden 305

mit 50 Einheiten in zwei zulassungsrelevanten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-

Studien und 1.200 mit 50 Einheiten in einer offenen Phase-III-Langzeitstudie mit wiederholter

Anwendung behandelt. Die übrigen Patienten wurden in supportiven Studien und

Dosisfindungsstudien behandelt.

Die mediane Zeit bis zum Eintreten der Reaktion betrug 2 bis 3 Tage nach der Behandlung,

wobei die maximale Wirkung am Tag 30 beobachtet wurde. In beiden zulassungsrelevanten,

placebokontrollierten Phase-III-Studien verringerten die Azzalure-Injektionen signifikant den

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Schweregrad der Glabellafalten für bis zu 4 Monate. Die Wirkung war in einer der beiden

zulassungsrelevanten Studien nach 5 Monaten noch signifikant.

30 Tage nach der Injektion hatten nach der Beurteilung der Prüfärzte 90 % (273/305) der

Patienten auf die Behandlung angesprochen (d. h. sie wiesen keine oder nur leichte

Glabellafalten bei maximalem Stirnrunzeln auf), dagegen nur 3 % (4/153) der mit Placebo

behandelten Patienten. 5 Monate nach Injektion sprachen in der betroffenen Studie immer noch

17 % (32/190) der mit Azzalure behandelten Patienten auf die Therapie an, dagegen nur 1 %

(1/92) der mit Placebo behandelten Patienten. Die Beurteilung der Patienten selbst nach 30

Tagen ergab bei maximalem Stirnrunzeln eine Ansprechrate von 82 % (251/305) bei den mit

Azzalure behandelten Patienten und von 6 % (9/153) bei den mit Placebo behandelten Patienten.

Der Anteil der Patienten, die nach der Beurteilung der Prüfärzte bei maximalem Stirnrunzeln

eine Verbesserung um zwei Schweregrade zeigte, betrug 77 % (79/103) in der einen

zulassungsrelevanten Phase-III-Studie, in der diese Beurteilung vorgenommen wurde.

Eine Untergruppe von 177 Patienten hatte vor der Behandlung mittelstarke oder starke

Glabellafalten im Ruhezustand. 30 Tage nach der Behandlung hatten nach der Beurteilung der

Prüfärzte in diesem Kollektiv 71 % (125/177) der mit Azzalure behandelten Patienten auf die

Behandlung angesprochen, verglichen mit 10 % (8/78) der mit Placebo behandelten Patienten.

Die offene Phase-III-Langzeitstudie mit wiederholter Anwendung ergab, dass die mediane Zeit

von 3 Tagen bis zum Ansprechen über die Zyklen mit wiederholter Anwendung hinweg

aufrechterhalten blieb. Die Ansprechrate bei maximalem Stirnrunzeln, die von den Prüfärzten

nach 30 Tagen ermittelt wurde, wurde über die Zyklen mit wiederholter Anwendung hinweg

aufrechterhalten und lag während der 5 Zyklen im Bereich von 80 % bis 91 %. Die Ansprechrate

im Ruhezustand während der Zyklen mit wiederholter Anwendung war auch in den

Einzeldosisstudien gleichbleibend. Diese betrug bei den mit Azzalure behandelten Patienten

nach der Beurteilung der Prüfärzte 30 Tage nach der Behandlung 56 % bis 74 %.

Laterale Augenfalten

In doppelblinden klinischen Studien wurden 308 Patienten mit mittelstarken bis starken lateralen

Augenfalten bei maximalem Lächeln mit der empfohlenen Dosis von 30 Speywood-Einheiten

pro Seite behandelt. Von diesen Patienten wurden 252 in einer doppelblinden

placebokontrollierten Phase III Studie und 56 Patienten in einer doppelblinden Phase II

Dosisfindungsstudie behandelt.

In der Phase III Studie reduzierten Azzalure-Injektionen signifikant den Schweregrad von

lateralen Augenfalten im Vergleich zu Placebo (p ≤ 0,001) nach 4, 8 und 12 Wochen (beurteilt

durch die Prüfer bei maximalem Lächeln). Bei der Bewertung der Zufriedenheit der Probanden

mit dem Erscheinungsbild ihrer lateralen Augenfalten gab es einen statistisch signifikanten

Unterschied zwischen Azzalure und Placebo (p ≤ 0,010) zum Vorteil von Azzalure nach 4, 8 und

12 Wochen.

Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war 4 Wochen nach der Injektion: die Bewertung der Prüfer

zeigte, dass 47,2 % (119/252) der Patienten auf die Behandlung angesprochen hatten (keine oder

geringfügige laterale Augenfalten bei maximalem Lächeln), im Vergleich zu 7,2 % (6/83) der

mit Placebo behandelten Patienten.

In einer post-hoc-Analyse zum gleichen Zeitpunkt, 4 Wochen nach der Injektion, zeigten 75 %

(189/252) der mit Azzalure behandelten Patienten eine Verbesserung um mindestens einen Grad

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bei maximalem Lächeln, im Vergleich zu nur 19 % (16/83) der mit Placebo behandelten

Patienten.

Insgesamt 315 Patienten traten in die offene Erweiterungsphase der Phase III Studie ein, in der

sie gleichzeitig sowohl wegen lateralen Augenfalten als auch wegen Glabellafalten behandelt

werden konnten.

Patienten, die in den doppelblinden und offenen Phasen der Phase III Studie mit Azzalure

behandelt wurden, erhielten im Mittel 3 Behandlungen der lateralen Augenfalten. Das mediane

Intervall zwischen Injektionen der lateralen Augenfalten, das weitgehend durch das

Protokolldesign bestimmt wurde, betrug zwischen 85 und 108 Tagen. Die Ergebnisse zeigten,

dass die Wirksamkeit mit wiederholten Behandlungen über den Zeitraum von 1 Jahr erhalten

bleibt.

Das Zufriedenheitsniveau der Patienten 4, 16 und 52 Wochen nach der ersten Behandlung mit

Azzalure zeigt, dass 165/252 Patienten (65,5 %) entweder sehr zufrieden oder zufrieden mit dem

Erscheinungsbild ihrer lateralen Augenfalten waren.

Nach 16 Wochen, d.h. 4 Wochen entweder nach der zweiten Behandlung mit Azzalure für

Patienten, die in Teil A auf Azzalure randomisiert worden waren oder nach der ersten

Behandlung für Patienten, die auf Placebo randomisiert worden waren, lag der Anteil der

Patienten, die sehr zufrieden oder zufrieden waren bei 233/262 (89,0 %). Nach 52 Wochen,

wenn die Patienten bis zu fünf Behandlungen mit Azzalure erhalten haben konnten, mit der

letzten Behandlung nach 48 Wochen, lag der Anteil der sehr zufriedenen/zufriedenen Patienten

bei 255/288 (84,7 %).

Auch nach über einem Jahr wiederholter Behandlungen mit Azzalure wurde kein Patient positiv

auf Toxin-neutralisierende Antikörper getestet.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Es ist nicht zu erwarten, dass Azzalure nach i.m.-Injektion in der empfohlenen Dosierung im

peripheren Blut in messbarer Menge vorhanden ist. Daher wurden mit Azzalure keine

pharmakokinetischen Studien durchgeführt.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

In Reproduktionsstudien an Ratten und Kaninchen wurde bei hohen Dosierungen eine schwere

maternale Toxizität mit Einnistungs(Nidations-)verlusten beobachtet. In Dosierungen, die dem

60- bis 100-fachen der empfohlenen Dosis beim Menschen (50 Einheiten) entsprechen, wurde

bei Kaninchen bzw. Ratten keine embryofetale Toxizität beobachtet. Bei diesen Tierarten

wurden keine teratogenen Effekte beobachtet. Bei Ratten wurde die Fruchtbarkeit von Männchen

und Weibchen aufgrund der verminderten Paarungen, bedingt durch Muskellähmung unter

hohen Dosierungen, verringert.

In einer an Ratten durchgeführten Langzeit-Toxizitätsstudie fanden sich keine Hinweise für eine

systemische Toxizität in Dosierungen, die der 75-fachen bei Menschen empfohlenen Dosierung

(50 Einheiten), bei gleichmäßiger Verteilung auf den rechten und linken

M. glutaeus

entsprachen.

Studien zur akuten Toxizität, Langzeit-Toxizität und lokalen Verträglichkeit an der

Injektionsstelle ergaben bei klinisch relevanten Dosierungen keine ungewöhnlichen lokalen oder

systemischen Nebenwirkungen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

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6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Albumin vom Menschen 20 % (200 g/l)

Lactose-Monohydrat

6.2 Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Rekonstituierte Lösung:

Die chemische und physikalische Stabilität wurde für 24 Stunden bei 2-8°C nachgewiesen. Aus

mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort angewendet werden, es sei denn die

Rekonstitutionsmethode schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn es

nicht sofort angewendet wird, liegen die Dauer und die Bedingungen der Lagerung nach

Anbruch in der Verantwortung des Anwenders.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).

Nicht einfrieren.

Lagerungsbedingungen des rekonstituierten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Pulver (125 Speywood-Einheiten) in einer Durchstechflasche (Glas Typ I) mit einem

Gummistopfen (Halobutyl) und Aluminiumverschluss.

Packungen mit einer oder zwei Durchstechflasche(n).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Die Anweisungen zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung müssen strikt eingehalten

werden.

Die Rekonstitution ist in Übereinstimmung mit den Regeln der guten Herstellungspraxis,

insbesondere im Hinblick auf die Asepsis, durchzuführen.

Azzalure ist mit der Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %)-Injektionslösung zu rekonstituieren.

Die erforderliche Menge an Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %)-Injektionslösung muss gemäß

nachfolgender Verdünnungstabelle in die Spritze aufgezogen werden, um eine klare

rekonstituierte Lösung mit folgender Konzentration zu erhalten.

Zugegebene Menge Lösungsmittel

(Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %)) in die

Durchstechflasche mit 125 Einheiten

Erhaltene Dosis

0,63 ml

10 Einheiten/0,05 ml

1,25 ml

10 Einheiten/0,1 ml

Die genaue Abmessung von 0,63 ml oder 1,25 ml kann mit Spritzen, die in Stufen von 0,1 ml

und 0,01 ml unterteilt sind, erreicht werden.

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EMPFEHLUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON KONTAMINIERTEN MATERIALIEN

Unmittelbar nach der Anwendung und vor der Entsorgung muss unbenutztes rekonstituiertes

Azzalure (in der Durchstechflasche oder in der Spritze) mit 2 ml verdünnter

Natriumhypochloritlösung (0,55 oder 1 %ig) (Bleichmittel) inaktiviert werden.

Gebrauchte Durchstechflaschen, Spritzen oder Materialien dürfen nicht entleert werden, sondern

müssen in entsprechende Behälter geworfen und entsprechend den lokalen Vorschriften entsorgt

werden.

EMPFEHLUNGEN BEI UNFÄLLEN WÄHREND DES UMGANGS MIT

BOTULINUMTOXIN

Jegliches verschüttetes Arzneimittel muss aufgewischt werden: Entweder - im Fall des

Pulvers - mit einem saugfähigen Material, das mit einer Natriumhypochloritlösung

(Bleichmittel) getränkt wurde oder - im Fall der rekonstituierten Lösung - mit einem

trockenen saugfähigen Material.

Kontaminierte Oberflächen müssen mit einem saugfähigen Material gereinigt werden, das

mit einer Natriumhypochloritlösung (Bleichmittel) getränkt wurde.

Anschließend trocknen lassen.

Wenn eine Durchstechflasche zerbricht, wie oben beschrieben vorgehen: Glassplitter

vorsichtig aufsammeln und das Arzneimittel aufwischen, dabei Schnittverletzungen der Haut

vermeiden.

Wenn das Arzneimittel in Kontakt mit der Haut gelangt, den betroffenen Bezirk mit einer

Natriumhypochloritlösung (Bleichmittel) waschen und anschließend gründlich mit reichlich

Wasser abspülen.

Wenn das Arzneimittel in Kontakt mit den Augen gelangt, die Augen gründlich mit reichlich

Wasser oder einer Augenspüllösung ausspülen.

Wenn das Arzneimittel in Kontakt mit einer Wunde, Schnittverletzung oder nicht-intakter

Haut gelangt, gründlich mit reichlich Wasser spülen und die entsprechenden medizinischen

Maßnahmen entsprechend der injizierten Dosis ergreifen.

Diese Anweisungen zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung müssen strikt eingehalten

werden.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Ipsen Pharma

65 Quai Georges Gorse

92100 Boulogne-Billancourt

Frankreich

Mitvertrieb

Galderma Laboratorium GmbH

Toulouser Allee 23a

40211 Düsseldorf

Tel.: +49 800 5888850

Fax: +49 211 6355 8270

E-Mail: kundenservice@galderma.com

8. ZULASSUNGSNUMMER

72249.00.00

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9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 29.04.2009

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 30.06.2014

10. STAND DER INFORMATION

Februar 2019

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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