Axympa 180 mg magensaftresistente Filmtabletten

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

29-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

29-07-2021

Wirkstoff:
Mycophenolsäure
Verfügbar ab:
TEVA GmbH
ATC-Code:
L04AA06
INN (Internationale Bezeichnung):
mycophenolic acid
Dosierung:
180mg
Darreichungsform:
Filmtablette
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
50, 100, 120 und 250 Tabletten
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
Teva Pharma B.V., Merckle GmbH, PLIVA Hrvatska d.o.o. (PLIVA Croatia Ltd.), Pharmadox healthcare Ltd
Therapiegruppe:
Immunsuppressiva: selektive Immunsuppressiva
Anwendungsgebiete:
Axympa ist in Kombination mit Ciclosporin und Kortikosteroiden zur Prophylaxe der akuten Transplantatabstoßung nach allogener Nierentransplantation bei erwachsenen Patienten angezeigt.
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
91766.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-06-18

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Gebrauchsinformation:Information fürAnwender

Axympa 180 mg magensaftresistenteFilmtabletten

Wirkstoff:Mycophenolsäure

LesenSie die gesamtePackungsbeilage sorgfältigdurch,bevor Sie mitderEinnahme dieses

Arzneimittels beginnen,dennsie enthältwichtigeInformationen.

- HebenSie die Packungsbeilage auf.VielleichtmöchtenSie diese späternochmalslesen.

- WennSie weitere Fragenhaben,wendenSie sichanIhrenArzt,Apothekeroderdas

medizinische Fachpersonal.

- Dieses ArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSiees nichtanDritte weiter.

Es kannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedie gleichenBeschwerdenhabenwie Sie.

- Wenn SieNebenwirkungen bemerken, wenden Siesich an IhrenArzt,Apothekeroderdas

medizinische Fachpersonal.Diesgiltauch fürNebenwirkungen, dienichtindieser

Packungsbeilage angegebensind.SieheAbschnitt4.

Was indieserPackungsbeilage steht

1. Was istAxympaund wofürwird esangewendet?

2. Wassollten SievorderEinnahmevonAxympabeachten?

3. WieistAxympaeinzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungensindmöglich?

5. WieistAxympaaufzubewahren?

6. InhaltderPackungund weitereInformationen

1. WasistAxympaund wofürwirdesangewendet?

AxympaenthälteineSubstanzmitderBezeichnungMycophenolsäure. Diesegehörtzu einerGruppe

vonArzneimitteln,die als Immunsuppressiva bezeichnetwerden.

Axympawird angewendet,umdieAbstoßungeinertransplantierten Nieredurchdaskörpereigene

Immunsystemzuverhindern. Eswird gemeinsammitanderen Arzneimittelnangewendet, die

Ciclosporin undKortikosteroideenthalten.

2. Was solltenSie vor der Einnahme vonAxympabeachten?

Axympadarfnichteingenommenwerden,

wennSieallergischgegenMycophenolsäure,Natriummycophenolat, Mycophenolatmofetiloder

einenderin Abschnitt6. genanntensonstigenBestandteile dieses Arzneimittels sind.

wennSiestillen(siehe auch„Schwangerschaft, Stillzeitund Zeugungs-/Gebärfähigkeit“)

wennSieeine FrauimgebärfähigenAltersind und Siekeinehocheffektiven Methoden zur

Empfängnisverhütungverwenden.

WenneinerderoberenPunkte aufSie zutrifft,informierenSie IhrenArztundnehmenSieAxympa

nicht ein.

Warnhinweiseund Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechenSie mitIhremArzt,ApothekeroderdemmedizinischenFachpersonalbevorSie

Axympaeinnehmen,

wennSieschwereVerdauungsprobleme,z.B.Magengeschwüre,habenoderjemals hatten.

wenn Sieeinen seltenen, erblichenMangeldesEnzymsHypoxanthin-Guanin-Phosphoribosyl-

Transferase(HGPRT)haben, wiez. B. dasLesch-Nyhan-oderdas Kelley-Seegmiller-Syndrom.

Sie solltensichüberFolgendes bewusstsein:

Axympasetztden hauteigenen Schutzgegen Sonnenlichtherab. Dadurch istdasRisiko für

Hautkrebserhöht. Siesollten sich nurbegrenztSonnen-und ultraviolettem(UV-)Licht

aussetzen, indemSieexponierteHautregionenso gutwiemöglich bedecken undregelmäßig

Sonnencrememiteinemhohen Lichtschutzfaktorauftragen. Fragen SieIhren ArztumRat, wie

Sie sichvorderSonneschützen können.

WennSie AnzeicheneinerInfektion (wiez. B. FieberoderHalsschmerzen)habenoder

unerwartete Blutergüsse oderBlutungenbeisichfeststellen,wendenSie sichbittesofortan

Ihren Arzt.

IhrArztwird beiIhnen währendderBehandlungmitAxympamöglicherweisedieAnzahlIhrer

weißen Blutkörperchen bestimmen und wird Siedarüberinformieren, ob SiedieEinnahmevon

Axympafortsetzen können.

DerWirkstoffMycophenolsäure istnichtdergleichewie inähnlichklingendenArzneimittel,

wiez. B. Mycophenolatmofetil.Siedürfennichtausgetauschtwerden,außerIhrArztsagt

Ihnen,dass Siesie austauschensollen.

DieAnwendungvonAxympawährend derSchwangerschaftkann den Fetusschädigen und das

RisikoeinerFehlgeburterhöhen(siehe auch„Schwangerschaft, StillzeitundZeugungs-

/Gebärfähigkeit“).

Kinderund Jugendliche

DakeineausreichendenErfahrungen fürdieAnwendungvonAxympabeiKindernund Jugendlichen

vorliegen, wirdAxympanichtzurAnwendungbeiKindern undJugendlichen empfohlen.

EinnahmevonAxympazusammenmitanderen Arzneimitteln

Informieren SieIhren ArztoderApotheker, wenn SieandereArzneimitteleinnehmen/anwenden,

kürzlich andereArzneimitteleingenommen/angewendethabenoderbeabsichtigenandere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Besonderswenn Sie einesderfolgendenArzneimittelanwenden,solltenSie mitIhremArztsprechen:

AndereImmunsuppressiva,wiez. B. AzathioprinoderTacrolimus.

ArzneimittelzurBehandlungvon hohen Cholesterin-Blutspiegeln, wiez. B. Colestyramin.

AktivkohlezurBehandlungvon Verdauungsstörungen,wiez. B. Durchfall,Magenverstimmung

und Blähungen.

Säurehemmer, dieMagnesiumoderAluminiumenthalten.

ArzneimittelzurBehandlungvon Virusinfektionen, wiez. B. AcicloviroderGanciclovir.

Sie solltenIhremArztauchmitteilen, wenn SieeineImpfungplanen.

EinnahmevonAxympazusammenmitNahrungsmitteln,GetränkenundAlkohol

Axympakann mitoderohneNahrungsmitteleingenommen werden. Siemüssen sich entscheiden, ob

SieIhreTabletten mitoderohneNahrungsmitteleinnehmen, und Siemüssen siedannjedenTagauf

diese Weise einnehmen.DadurchstellenSie sicher,dass SiejedenTagimmerdiegleicheMenge Ihres

Arzneimittelsin Ihren Körperaufnehmen.

Ältere Patienten

ÄlterePatienten (65Jahreund älter)könnenAxympaeinnehmen, ohnedassdieüblicheDosis

angepasstwerdenmuss.

Schwangerschaft,Stillzeitund Zeugungs-/Gebärfähigkeit

WennSie eineFrauimgebärfähigenAltersind, müssen SievorBeginn derEinnahmevonAxympa

durcheinennegativenSchwangerschaftstestsicherstellen,dass Sie nichtschwangersind.Weil

Mycophenolsäureden Fetusschädigen unddasRisiko einerFehlgeburterhöhen kann, darfAxympa

nichtwährend derSchwangerschaftangewendetwerden, außerderEinsatzisteindeutignotwendig.

WennSieeine FrauimgebärfähigenAltersind, solltenSievorBeginn derEinnahmevonAxympa

vonIhremArztüberVerhütungsmethoden informiertwerden. Siemüssen vorBeginn derBehandlung

und fürdieDauerderEinnahmevonAxympasowiewährend der6 Wochen danacheffektive

Verhütungsmethoden anwenden. Informieren SieIhrenArztumgehend, wenn Siewährendder

BehandlungmitAxympaschwangerwerden.

Esistnichtbekannt, obAxympain dieMuttermilch übertritt. Siedürfen währendderBehandlungmit

Axympaoder6Wochen nach BeendigungderBehandlungmitAxympanicht stillen.

Wenn Sieschwangersindoderstillen, oderwenn Sievermuten, schwangerzu seinoderbeabsichtigen,

schwangerzuwerden,fragenSie vorderEinnahme dieses Arzneimittels IhrenArztoderApotheker

um Rat.

WennSie alsMannsexuellaktivsind,solltenSie währendderBehandlungmitAxympaund während

der13Wochen nach derletzten EinnahmevonAxympaKondomebenutzen.Zusätzlichsolltewährend

IhrerBehandlungund während der13Wochen nach derletzten EinnahmevonAxympaIhre Partnerin

ebenfalls einesichereVerhütungsmethodeanwenden.

VerkehrstüchtigkeitundFähigkeitzumBedienen von Maschinen

Eswurdenichtgezeigt, dassAxympaAuswirkungen aufdieVerkehrstüchtigkeitund dasBedienen

vonMaschinenhat.

AxympaenthältNatrium.

DiesesArzneimittelenthält0,61 mmol(13,9 mg)Natriumpro Tablette. Wenn Sieeinekochsalzarme

Diäteinhaltenmüssen,solltenSie diesberücksichtigen.

3. WieistAxympaeinzunehmen?

NehmenSie diesesArzneimittelimmergenauwie indieserPackungsbeilage beschriebenbzw.genau

nach dermitIhremArzt, Apothekeroderdemmedizinischen Fachpersonalgetroffenen Abspracheein.

Axympawird Ihnen nurvoneinemArztverschrieben, dermitderBehandlungvon

Transplantationspatienten Erfahrunghat.FragenSie beiIhremArzt,Apothekeroderdem

medizinischen Fachpersonalnach, wenn Siesich nichtsichersind.

Die empfohleneDosis beträgt

Die empfohleneTagesdosisvonAxympabeträgt1440mg (8Tablettenmit180 mg).Diese Dosiswird

aufzweieinzelneGaben zuje720mgaufgeteilt(4Tablettenmit180 mg).

NehmenSie Ihre Tablettenmorgens undabendsein.

DieersteDosisvon 720mg erhalten Sieinnerhalb von 72 Stunden nach IhrerTransplantation.

WennSie schwere Nierenprobleme haben

Ihre tägliche Dosis darf1440mg (8Tablettenmit180 mg)nichtüberschreiten.

WieistAxympaeinzunehmen?

NehmenSie dieTablettenimGanzenmiteinemGlasWasserein.

DieTablettendürfen nichtzerbrochenoderzerstoßen werden.

NehmenSie keinezerbrochenen oderzersplittertenTabletten ein.

DieBehandlungwird fortgesetzt,solangeSieeineImmunsuppression benötigen,umdieAbstoßung

desTransplantatsdurch Ihren Körperzu verhindern.

WennSie eine größere Menge vonAxympaeingenommenhaben,alsSie sollten

WennSie einegrößere MengeAxympaeingenommenhaben, alsSiesollten,oderwenn jemand

anderes IhreTabletteneingenommenhat,sprechenSiesofortmitIhremArztoderbegebenSie sich

umgehend in einKrankenhaus. MedizinischeBeobachtungkann notwendigsein.Bringen SieIhre

Tabletten mitund zeigen SiedieseIhremArztoderdemKrankenhauspersonal. Sollten Siekeine

Tablettenmehrhaben,bringenSie die leereVerpackungmit.

Wenn SiedieEinnahmevonAxympavergessenhaben

Wenn SieeineEinnahmevonAxympavergessenhaben,nehmenSie diese,sobaldSie sichdaran

erinnernein,esseidenn,esistschonfastZeitfürdie nächste Dosis.NehmenSiedanndie nächste

Dosiszurüblichen Zeitein.Fragen SieIhren ArztumRat. Nehmen Sienichtdie doppelte Menge

ein,umeinevergessene Dosisauszugleichen.

Wenn SiedieEinnahmevonAxympaabbrechen

Brechen SiedieEinnahmevonAxympanichtab, außerIhrArztgibtIhnen dieAnweisungdazu. Wenn

Sie aufhörenAxympazu nehmen, kann sich dasRisiko erhöhen, dassIhrKörperIhrNierentransplantat

abstößt.

WennSie weitere FragenzurEinnahmediesesArzneimittelshaben, wenden Siesich an IhrenArzt,

Apothekeroderdas medizinische Fachpersonal.

4. WelcheNebenwirkungen sind möglich?

Wie alleArzneimittelkannauch diesesArzneimittelNebenwirkungen haben, dieabernichtbeijedem

auftretenmüssen.

ÄlterePatienten können wegen einerverminderten ImmunabwehrmehrNebenwirkungen haben.

Immunsuppressiva,Axympaeingeschlossen,verringernIhre körpereigenenAbwehrmechanismen, um

dieAbstoßungdestransplantierten Organszu verhindern. In derFolgeistIhrKörpernichtmehrso gut

in derLage, Infektionenabzuwehren. Wenn SieAxympaeinnehmen, können Siedahermehr

Infektionen alssonstbekommen,z. B.Infektionendes Gehirns,derHaut,desMundes,desMagens

und Darms, derLungen und desHarntrakts.

IhrArztwird regelmäßigeBlutuntersuchungen durchführen,umjeglicheVeränderungen derZahl

IhrerBlutzellen oderderKonzentration an Substanzen, diesich in IhremBlutbefinden, wiez. B.

Zucker,Fettund Cholesterin, zu beobachten.

EinigeNebenwirkungen können schwerwiegend sein:

Anzeichen einerInfektion,einschließlich Fieber, Schüttelfrost,Schwitzen, Müdigkeitsgefühl,

SchläfrigkeitoderAntriebslosigkeit.WennSieAxympaeinnehmen, kann dieAnfälligkeitfür

Infektionen imVergleich zumnormalen Maß erhöhtsein. SolcheInfektionen können verschiedene

Körperregionen betreffen, aberdieamhäufigstenbetroffenen sind dieNieren, Harnblase, obere

und/oderuntere Atemwege.

Erbrechen von Blut,schwarzeroderblutigerStuhl, Magen-oderDarmgeschwüre.

Drüsenschwellung, Entwicklungvon neuemHautwachstumoderVergrößerungvon bereits

bestehendemHautwachstumoderVeränderungen einesschon vorhandenen Leberflecks.Eine sehr

geringeZahlan Patienten,dieAxympaeingenommen haben,entwickelten Hautkrebsoder

Lymphknotenkrebs, wiediesbeiPatienten, dieImmunsuppressivaeinnehmen, vorkommenkann.

FallsSieeinederoben aufgeführten Nebenwirkungen nach derEinnahmevonAxympabeisich

feststellen,sprechenSie umgehendmitIhremArzt.

Folgende andere Nebenwirkungenwurdenbeschrieben:

Sehrhäufig(kannmehrals1 von 10Behandeltenbetreffen)

Durchfall

verminderte AnzahlweißerBlutkörperchen

Häufig(kannbiszu 1 von 10 Behandelten betreffen)

verminderteAnzahlvon roten Blutkörperchen. Dieskann zu Müdigkeit, AtemnotoderBlässe

(Anämie) führen.

unerwarteteBlutungen undBlutergüsse(möglicheAnzeichen einerverminderten Anzahlan

Blutplättchen)

Kopfschmerzen

Husten

Bauch-oderMagenschmerzen, EntzündungderMagenschleimhaut, GasansammlungimBauch,

Verstopfung, Verdauungsstörung, Blähungen(Flatulenz),weiche Stühle,Übelkeit(Nausea),

Erbrechen

Müdigkeit,Fieber

abweichende ErgebnissebeiLeber-oderNierenfunktionstests

Atemwegsinfektionen

Gelegentlich(kannbiszu 1 von 100 Behandelten betreffen)

schnelleroderunregelmäßigerPuls, Flüssigkeitin derLunge

eineSchwellung, diewieein Beutel(Zyste)aussiehtundFlüssigkeit(Lymphe)enthält

Zittern,Schlafschwierigkeiten

Jucken, Rötungund SchwellungderAugen, verschwommenesSehen

keuchendeAtmung

Aufstoßen,schlechterAtem, Darmverschluss, Lippengeschwür, Sodbrennen, Zungenverfärbung,

trockenerMund, Zahnfleischentzündung, EntzündungderBauchspeicheldrüse, diezu schweren

Oberbauchschmerzen führt,VerschlussderSpeicheldrüsen, Bauchfellentzündung

Knochen-, Blut-und Hautinfektion

blutigerUrin,Nierenschädigung,SchmerzenundSchwierigkeitenbeimWasserlassen

Haarausfall,Blutergüsse aufderHaut

Gelenkentzündung, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe

Appetitlosigkeit, erhöhteBlutspiegelvon Lipiden, Zucker, Cholesterinoderverminderte

Blutspiegelvon Phosphat

Anzeichen einerGrippeodereinesgrippalen Infekts(wiez. B. Müdigkeit, Schüttelfrost,

Halsschmerzen,schmerzende Gelenke oderMuskeln),geschwollene FußknöchelundFüße,Durst-

oderSchwächegefühl

ungewöhnlicheTräume,Wahnwahrnehmungen

Unvermögen eineErektionzu bekommen oderaufrechtzu erhalten

Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlage derverfügbarenDatennichtabschätzbar)

Hautausschlag

Lungenprobleme, wiez.B.:

Kurzatmigkeit, Husten aufgrund einerBronchiektasie(eineErkrankung, beiderdieAtemwegeder

Lungeungewöhnlich erweitertsind)undanderewenigerhäufigebakterielleInfektionen,die

gewöhnlich zu einerschwerwiegendenLungenfehlfunktion(Tuberkuloseundatypische

mykobakterielleInfektionen) führen.Sprechen SiemitIhremArzt, wenn beiIhnen einanhaltender

Husten oderKurzatmigkeitauftritt.

Andere Nebenwirkungen,die vonArzneimittelnberichtetwurden,dieAxympaähnlich sind

In derArzneimittelgruppe,zu derAxympagehört, wurden weitereNebenwirkungen berichtet:

EntzündungdesDickdarms, durchZytomegalieviren verursachteEntzündungderMagenschleimhaut,

BildungeinesLochsin derDarmwand, dasschwereBauchschmerzen und möglicherweiseBlutungen

hervorruft, Magen-undZwölffingerdarmgeschwüre,eine niedrige ZahleinerbestimmtenArtweißer

Blutkörperchen oderallerBlutzellen,schwerwiegendeInfektionen, wiez. B. EntzündungdesHerzens

und derHerzklappenund derHaut, diedasGehirn unddasRückenmarkbedeckt,und andereweniger

häufigebakterielleInfektionen, diemeistzu einerschwerwiegendenLungenfehlfunktion führen

(Tuberkuloseund atypischemykobakterielleInfektionen).

Meldungvon Nebenwirkungen

Wenn SieNebenwirkungen bemerken, wenden Siesich an IhrenArztoderApotheker.Diesgiltauch

fürNebenwirkungen, dienichtin dieserPackungsbeilageangegeben sind.Siekönnen

Nebenwirkungen auch direktdemBundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte,Abt.

Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-Kiesinger-Allee3, D-53175Bonn, Website:www.bfarm.deanzeigen.

IndemSieNebenwirkungen melden,können Siedazubeitragen, dassmehrInformationen überdie

SicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestelltwerden.

5. WieistAxympaaufzubewahren?

BewahrenSiedieses ArzneimittelfürKinderunzugänglichauf.

Sie dürfendieses ArzneimittelnachdemaufdemUmkarton angegebenenVerfalldatumnichtmehr

verwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTagdes angegebenenMonats.

FürdiesesArzneimittelsind bezüglich derTemperaturkeinebesonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

InderOriginalverpackungaufbewahren, umden InhaltvorLichtzu schützen.

Siedürfen diesesArzneimittelnichtverwenden, wennSiesichtbaren Anzeichen von

Nichtverwendbarkeitbemerken.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasser.FragenSie IhrenApotheker,wiedas Arzneimittelzu

entsorgenist,wennSie esnichtmehrverwenden.SietragendamitzumSchutzderUmweltbei.

6. InhaltderPackungundweitereInformationen

WasAxympaenthält

Der Wirkstoff istMycophenolsäure(alsNatriummycophenolat)

JedeTabletteenthält180 mgMycophenolsäure.

Die sonstigenBestandteilesind:

Tablettenkern:Mikrokristalline Cellulose(E460), Croscarmellose-Natrium(E468), PovidonK30

(E1201), Talkum(E553b), HochdispersesSilicumdioxid(E551),Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

(E470b).

Filmüberzug:Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer(1:1)(Ph.Eur.),Talkum(E553b),

Titandioxid (E171), Triethylcitrat(E1505), HochdispersesSiliciumdioxid(E551),

Natriumhydrogencarbonat(E500),Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O(E172),Indigocarmin-

Aluminiumsalz(E132), Natriumdodecylsulfat(E487).

Drucktinte:Schellack(teilweise verestert)(E904),Eisen(II,III)-oxid (E172), Propylenglycol

(E1520).

WieAxympaaussiehtundInhaltderPackung

Axympasindhellgrüne,runde,beidseitiggewölbte,magensaftresistentüberzogeneTabletten mit

abgeschrägtenKantenunddemAufdruck„M1“(schwarze Drucktinte)aufdereinenSeite undglatt

aufderanderenSeite.

Axympaistin Packungen mit50, 100, 120 und250Tablettenerhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str.3

89079 Ulm

Hersteller

Teva Pharma B.V.

Swensweg5

2031 GAHaarlem

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str.3

89143 Blaubeuren

PLIVAHrvatskad.o.o.(PLIVACroatiaLtd.)

Prilazbaruna Filipovica 25

10000Zagreb

Pharmadox healthcareLtd.

KW20AKordin IndustrialPark

PaolaPLA3000

Dieses ArzneimittelistindenMitgliedsstaatendesEuropäischenWirtschaftsraumes (EWR)

unterden folgendenBezeichnungenzugelassen:

Belgien: Accempa 180mgmaagsapresistente tabletten

Dänemark: Axympa

Deutschland: Axympa 180mgmagensaftresistente Filmtabletten

Finnland: Axympa180 mgenterotabletti

Frankreich: Axympa180 mg, comprimégastro-résistant

Griechenland: Axympa180 mgγαστροανθεκτικάδισκία

Island: Axympa180 mgsýruþolnartöflur

Italien: Axympa

Kroatien: Accempa180 mgželučanootpornetablete

Luxemburg: Accempa180mgmaagsapresistene tabletten

Niederlande: Accempa 180mgmaagsapresistentetabletten

Norwegen: Axympa180 mgenterotablett

Schweden: Axympa180 mgenterotablett

Spanien: Acido micofenólicoratiopharm180 mgcomprimidosgastrorresistentesEFG

VereinigtesKönigreich:Accempa 180mggastro-resistanttablets

Zypern: Axympa180 mg γαστροανθεκτικάδισκία

Diese Packungsbeilage wurdezuletztüberarbeitetimJuni2015.

Document Outline

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Axympa 180 mg magensaftresistenteFilmtabletten

Axympa 360 mg magensaftresistenteFilmtabletten

2. QUALITATIVEUND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Axympa 180 mg magensaftresistenteFilmtabletten

Jede magensaftresistente Tabletteenthält180mgMycophenolsäure (alsNatriummycophenolat).

SonstigerBestandteil mit bekannterWirkung:JedeTabletteenthält13,9 mg(0,61 mmol)Natrium.

Axympa 360 mg magensaftresistenteFilmtabletten

Jedemagensaftresistente Tabletteenthält360 mgMycophenolsäure(alsNatriummycophenolat).

SonstigerBestandteil mit bekannterWirkung:JedeTabletteenthält27,9 mg(1,21 mmol)Natrium.

VollständigeAuflistungdersonstigen Bestandteile,sieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

magensaftresistente Tablette

Axympa 180 mg magensaftresistenteFilmtabletten

Hellgrüne, runde, bikonvexe, magensaftresistentüberzogene TablettenmitabgeschrägtenKantenund

demAufdruck„M1“(schwarze Drucktinte)aufdereinenSeite undglattaufderanderen Seite.

Hinweis:DerDurchmesserderTablettebeträgt10,80±0,2 mm.

Axympa 360 mg magensaftresistenteFilmtabletten

Pfirsichfarbene,längliche,beidseitiggewölbte,magensaftresistentüberzogeneTabletten mitdem

Aufdruck„M2“ (schwarze Drucktinte)aufdereinen Seiteund glattaufderanderen Seite.

Hinweis:Die Länge undBreite derTablettebeträgt17,50 ±0,2 mmund 10,35 ±0,2 mm.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

AxympaistinKombinationmitCiclosporin undKortikosteroiden zurProphylaxederakuten

TransplantatabstoßungnachallogenerNierentransplantationbeierwachsenenPatientenangezeigt.

4.2 Dosierungund ArtderAnwendung

DieBehandlungmitAxympasollnurvon Ärzten mithinreichenderErfahrungin der

immunsuppressiven Therapienach Organtransplantationen eingeleitetund fortgeführtwerden.

Die empfohlene Dosierungbeträgt720mgzweimaltäglich(Tagesgesamtdosis 1440mg).Diese Dosis

anNatriummycophenolatentspricht1gMycophenolatmofetilzweimaltäglich(Tagesgesamtdosis2

g),bezogenaufMycophenolsäure(MPA).

Fürweitere InformationenzusichentsprechendentherapeutischenDosenanNatriummycophenolat

und MycophenolatmofetilsieheAbschnitte4.4 und5.2.

BeiDe-novo-Patientensollte die BehandlungmitAxympainnerhalb von 72 Stunden nach der

Transplantationbegonnen werden.

Axympakann zu den Mahlzeiten oderunabhängigdavon eingenommen werden. DiePatienten können

einederbeiden Möglichkeitenauswählen, solltendiesedann jedochbeibehalten (sieheAbschnitt5.2).

Umdie UnversehrtheitdesmagensaftresistentenTablettenüberzuges zuerhalten,solltendieTabletten

nichtzerstoßen werden. FallsdasZerstoßen vonAxympanötigist,istdie Aufnahme des Pulvers durch

InhalationoderdirektenKontaktmitderHautoderSchleimhautzu vermeiden.

Kinderund Jugendliche

Esliegen nichtgenügend Daten vor,umdieWirksamkeitund SicherheitvonAxympabeiKindern

undJugendlichen zu belegen. In begrenztemUmfangsind fürpädiatrischePatienten nach

Nierentransplantation pharmakokinetische Datenverfügbar(sieheAbschnitt5.2).

Ältere Patienten

Die empfohlene Dosis beiälterenPatientenbeträgt2-maltäglich 720mg.

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

Bei Patientenmit verzögertemFunktionseintritt desNierentransplantatsnachderOperationist

keine AnpassungderDosiserforderlich(siehe Abschnitt5.2).

Patienten mitschweren Nierenfunktionsstörungen(glomeruläreFiltrationsrate<25 mlxmin -1 x

1,73 m -2

)solltensorgfältigüberwachtwerdenunddietägliche Dosis vonAxympasollte1440mg

nichtüberschreiten.

PatientenmitLeberinsuffizienz

BeinierentransplantiertenPatientenmitschwerenLeberschädensindDosisanpassungennicht

erforderlich.

BehandlungwährendeinerAbstoßungsreaktion

RenaleTransplantat-Abstoßungsreaktionenführtenzu keinerÄnderungderPharmakokinetikvon

Mycophenolsäure(MPA);eineÄnderungderDosierungoderUnterbrechungderAnwendungvon

Axympaistnichterforderlich.

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegenNatriummycophenolat, MycophenolsäreoderMycophenolatmofetiloder

einenderin Abschnitt6.1 genanntensonstigenBestandteile.

AxympaistfürstillendeMütterund fürFrauen imgebärfähigenAlter, diekeinezuverlässigen

Methoden zurEmpfängnisverhütungverwenden, kontraindiziert(sieheAbschnitt4.6).

Fürweitere Informationenbezüglichdes Gebrauchs inderSchwangerschaftundStillzeitsowie

Anforderungen zurVerhütungeinerSchwangerschaftsieheAbschnitt4.6.

4.4 BesondereWarnhinweiseund VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Patienten, dieeineKombinationstherapiemitImmunsuppressivainklusiveAxympaerhalten, sind

einemerhöhten Risiko an Lymphomen oderMalignomen, insbesonderederHaut,zu erkranken,

ausgesetzt(sieheAbschnitt4.8). DasRisiko hierfürscheintehervon derIntensitätund Dauerder

Immunsuppressionalsvon derVerwendungeinesbestimmten Arzneimittelsabzuhängen. Umdas

Hautkrebsrisiko aufein Minimumzu reduzieren,sollten diePatientensich nurbegrenztdemSonnen-

und UV-Lichtaussetzen,schützendeKleidungtragen und Sonnenschutzmittelmithohem

Lichtschutzfaktorbenutzen.

Patienten,die mitAxympabehandeltwerden, sollten angewiesen werden,sofortüberjedesAnzeichen

einerInfektion, ohneerkennbareUrsacheauftretendeBlutergüsse, Blutungen oderandere

Manifestationen einerSuppression desKnochenmarkszuberichten.

Patienten, diemitImmunsuppressiva,Axympaeingeschlossen,behandeltwerden, haben ein erhöhtes

Risiko füropportunistischeInfektionen (bakterielle, Pilz-,viraleundProtozoen-Infektionen), tödliche

Infektionen und Sepsis(sieheAbschnitt4.8). Zu den opportunistischen Infektionen zählen dieBK-

Virus-assoziierteNephropathieund dieJC-Virus-assoziierte progressive multifokale

Leukoenzephalopathie(PML). DieseInfektionenstehen oftinZusammenhangmiteinerhohen

immunsuppressiven Belastungund können zu schwerwiegenden Zuständen oderTodesfällenführen.

Dies solltenÄrzte beiderDifferenzialdiagnose vonimmunsupprimiertenPatientenmiteiner

Verschlechterungderrenalen FunktionodermitneurologischerSymptomatikberücksichtigen.

BeiPatienten, dieNatriummycophenolatinKombination mitanderen Immunsuppressivaerhielten,ist

überHypogammaglobulinämiein Verbindungmitwiederkehrenden Infektionen berichtetworden. In

einigendieserFälleführtedieUmstellungvondemMycophenolsäure-Derivataufeinalternatives

Immunsuppressivumzu einerNormalisierungderSerum-IgG-Werte.BeiPatientenmit

wiederkehrenden Infektionen, diemitNatriummycophenolatbehandeltwerden,solltendie Serum-

Immunglobulinegemessenwerden. In Fällen von anhaltender, klinischrelevanter

Hypogammaglobulinämiesollten geeigneteklinischeMaßnahmen, unterBeachtungderstarken

zytostatischenWirkung,die Mycophenolsäure aufT-und B-Lymphozyten hat,inBetrachtgezogen

werden.

BeiPatienten, dieNatriummycophenolatinKombination mitanderen Immunsuppressivaerhielten,

sindFälle vonBronchiektasie berichtetworden.IneinigendieserFälleführtedieUmstellungvon dem

Mycophenolsäure-DerivataufeinanderesImmunsuppressivumzueinerVerbesserungder

Atemwegsbeschwerden.DasRisikoeinerBronchiektasiekannmit einerHypogammaglobulinämie

assoziiertodereinedirekteAuswirkungaufdie Lungesein.

In Einzelfällen wurdeauchübereine interstitielle Lungenerkrankungberichtet(sieheAbschnitt4.8).

Eswird empfohlen,Patienten, dieanhaltendepulmonaleSymptome, wieHusten und Dyspnoe

entwickeln,aufirgendwelcheAnzeicheneinerzugrundeliegendeninterstitiellenLungenerkrankung

hinzu untersuchen.

Es wurdenFällevon Erythroblastopenien (PureRed CellAplasia[PRCA])beiPatienten berichtet, die

mit MPA-Derivaten (einschließlich MycophenolatmofetilundNatriummycophenolat)in Kombination

mitanderen Immunsuppressivabehandeltwurden. DerMechanismus, durchdenMPA-Derivate

PRCAinduzieren können,istnichtbekannt. MöglicherweisehateineDosisreduktion bzw. der

Abbruch derTherapieeinen RückgangderPRCAzurFolge. EineÄnderungderBehandlungmit

AxympadarfjedochnuruntergeeigneterKontrolle vorgenommenwerden, umdasRisiko einer

Organabstoßungzuminimieren(sieheAbschnitt4.8).

Patienten,die mitAxympabehandeltwerden, sollten bezüglich desAuftretensvon Blutkrankheiten (z.

B.einerNeutropenie oderAnämie-sieheAbschnitt4.8)überwachtwerden,dieaufMycophenolsäure

(MPA)selbst, aufdieBegleitmedikation, viraleInfektionenodereineKombination dieserUrsachen

zurückgeführtwerden kann. Von Patienten,dieAxympaeinnehmen,sollte regelmäßigeinkomplettes

Blutbilderstellt werden:imerstenMonatwöchentlich,imzweitenund dritten Monat14-täglich und

danachmonatlich währenddesersten Behandlungsjahres. Sollten Bluterkrankungen auftreten (z.B.

Neutropeniemiteinerabsoluten Neutrophilenzahl<1,5 x 10 3 /µloderAnämie),muss dieTherapie mit

Axympamöglicherweiseunterbrochen oderbeendetwerden.

DiePatienten sollen informiertwerden, dassImpfungen während derBehandlungmitAxympa

wenigerwirksamsein können und dassdieImpfungmitattenuierten Lebendimpfstoffen vermieden

werdensollte(sieheAbschnitt4.5). EineGrippeschutzimpfungkönntevorteilhaftsein. Der

verschreibendeArztsollsich an dienationalen Richtlinien zurGrippeschutzimpfunghalten.

DaDerivatevon MPAmiteinererhöhten Inzidenzvon Nebenwirkungen imVerdauungstrakt-

einschließlich seltenen Fällen von gastrointestinalenUlzera, Blutungen und Perforation-in

Verbindunggebrachtwurden, sollteAxympaPatientenmitaktiven,schwerwiegendenErkrankungen

desVerdauungstraktesnurzurückhaltendverabreichtwerden.

Eswirdempfohlen,AxympanichtzusammenmitAzathioprin zu verabreichen, dadiegleichzeitige

AnwendungbeiderArzneimittelnichtuntersuchtwurde.

Mycophenolsäure(alsNatriumsalz)und Mycophenolatmofetildürfen aufgrundihresverschiedenen

pharmakokinetischenProfils nichtwahllos ausgetauschtoderersetztwerden.

Axympawurdein Kombination mitKortikosteroiden und Ciclosporin angewendet.

EsgibtnurbegrenzteErfahrungmitderzusätzlichen AnwendungeinerInduktionstherapie, wiez. B.

mit Anti-T-Lymphozyten-Globulin oderBasiliximab.

DieWirksamkeitund SicherheitvonAxympainKombination mitanderen Immunsuppressiva(z. B.

Tacrolimus)wurde nichtuntersucht.

DiegleichzeitigeAnwendungvonAxympaundArzneimitteln, dieden enterohepatischen Kreislauf

störend beeinflussen, z. B.Colestyramin oderAktivkohle, kann zu einersub-therapeutischen

systemischen Exposition und verminderten WirksamkeitvonMPAführen.

AxympaisteinIMPDH(Inosin-Monophosphat-Dehydrogenase)-Inhibitor.Deshalb solltedie

AnwendungvonAxympabeiPatientenmiteinemseltenenhereditärenMangelanHypoxanthin-

Guanin-Phosphoribosyl-Transferase(HGPRT),wie Lesch-Nyhan-und Kelley-Seegmiller-Syndrom,

vermiedenwerden.

DieTherapiemitAxympadarfnurbegonnen werden,wenn ein negativerSchwangerschaftstest

vorliegt.VorBeginn, während und 6Wochen nach BeendigungderTherapiemitAxympamuss eine

wirksame Schwangerschaftsverhütunggegebensein(siehe Abschnitt4.6).

Axympa 180 mg magensaftresistenteFilmtabletten

Jede magensaftresistente TabletteAxympaenthält0,61mmol(13,9 mg)Natrium.Diesistzu

berücksichtigen beiPersonen unterNatriumkontrollierter(natriumarmer/kochsalzarmer)Diät.

Axympa 360 mg magensaftresistenteFilmtabletten

Jedemagensaftresistente TabletteAxympaenthält1,21mmol(27,9 mg)Natrium.Diesistzu

berücksichtigen beiPersonen unterNatriumkontrollierter(natriumarmer/kochsalzarmer)Diät.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

Die folgendenInteraktionenzwischenMycophenolsäure(MPA)und anderen Arzneimitteln wurden

berichtet.

Aciclovirund Ganciclovir

DasGefährdungspotenzialfüreineMyelosuppressionbeiPatienten, diesowohlAxympaalsauch

AcicloviroderGanciclovirerhalten,wurde nichtuntersucht.Gesteigerte Spiegelvon

Mycophenolsäure-Glucuronid (MPAG)und Aciclovir/Ganciclovirkönnenauftreten, wenn

Aciclovir/GanciclovirundAxympagemeinsamverabreichtwerden;möglicherweise istdies das

ErgebniseinerKonkurrenzderSubstanzen beidertubulären Sekretion. DieÄnderungen derMPAG-

PharmakokinetiksindbeiPatientenmitadäquaterNierenfunktionwahrscheinlichnichtklinisch

signifikant.Bei Patientenmit Nierenfunktionsstörungenbesteht allerdingsdieMöglichkeitder

ErhöhungderMPAG-und Aciclovir/Ganciclovir-Konzentrationen;dieDosierungsempfehlungen für

Aciclovir/Ganciclovirsollteneingehaltenunddie Patientensorgfältigbeobachtetwerden.

GastroprotektiveArzneimittel

Magnesium-und Aluminium-haltigeAntazida

Eswurdebeobachtet,dassdieAUCundC

von MPAumetwa37 %bzw. 25%verringertsind,

wenn eineeinzigeDosisvon Magnesium-Aluminium-haltigenAntazida zusammenmitAxympa

verabreichtwird.Magnesium-Aluminium-haltigeAntazidakönnen intermittierendfürdieBehandlung

einergelegentlichauftretendenDyspepsie eingenommenwerden.Die tägliche chronische Anwendung

vonAxympaund Magnesium-Aluminium-haltigen Antazidawird wegen derGefahreinerverringerten

MPA-Exposition undWirksamkeitnichtempfohlen.

Protonenpumpen-Inhibitoren

Beigesunden Probandenkonntenach 4-tägigergleichzeitigerGabe vonAxympaund 2-maltäglich40

mgPantoprazolkeineÄnderungderPharmakokinetikvon MPAbeobachtetwerden. Esgibtkeine

Daten zu anderen Protonenpumpen-Inhibitoren in hoherDosierung.

OraleKontrazeptiva

Interaktionsstudien zwischen MMFund oralenKontrazeptivazeigten keineInteraktionen. Aufgrund

des metabolischenProfils vonMPAwerdenauchkeineInteraktionenzwischenoralenKontrazeptiva

undAxympaerwartet.

Colestyramin und Gallensäuren-bindendeArzneimittel

ArzneimitteloderTherapien, dieGallensäuren bindenkönnen, wiezumBeispielGallensäuren-

Sequestrateoderoralverabreichte Aktivkohle,solltenwegeneinermöglicherweise reduziertenMPA-

Exposition unddamitverringertenWirksamkeitvonAxympanurmit Vorsicht gleichzeitigangewendet

oderdurchgeführtwerden.

Ciclosporin

Bei stabilenNieren-Transplantationspatienten wurdediePharmakokinetikvon Ciclosporin durch die

wiederholteGabevonAxympanichtbeeinflusst.Diegemeinsame Gabe vonCiclosporin und

Mycophenolatmofetilführtjedoch zu einerverringerten MPA-Exposition. Beigemeinsamer

Anwendungvon Ciclosporin und MPAkann Ciclosporin dieKonzentrationvon MPAebenfalls

senken (umungefähr20 %,wieausDaten zu Mycophenolatmofetilextrapoliertwurde), dasgenaue

Ausmaß dieserSenkungwurdejedoch nichtermittelt.DieStudien zurWirksamkeitwurdenjedochin

Kombination mitCiclosporin durchgeführt,so dassdieseInteraktion keinen Einflussaufdie

DosierungsempfehlungfürAxympahat. Fürden FalleinerUnterbrechungoderBeendigungder

Ciclosporin-EinnahmesolltedieDosierungvon MPAin Abhängigkeitvomimmunsuppressiven

Protokollinsgesamtüberprüftwerden.

Tacrolimus

IneinerCalcineurin-Cross-over-StudieanPatientenmitstabilemNierentransplantatwurdedieSteady-

state-Pharmakokinetik vonAxympabeigleichzeitigerBehandlungmiteinerCiclosporin-

MikroemulsionoderTacrolimusgemessen.BeieinerTacrolimus-BehandlunglagdiemittlereAUC

von MPA19 %(90%CI:-3, +47)höher, diemittlereAUCvon MPAGhingegenca. 30%(90%CI:

16, 42)niedrigerimVergleich zu einerBehandlungmiteinerCiclosporin-Mikroemulsion. Zusätzlich

verdoppeltesich beimWechselvoneinerCiclosporin-Mikroemulsionzu Tacrolimusdie

intraindividuelleVariabilitätderAUCvon MPA. Klinikersollten dieseErhöhungderAUCund der

Variabilitätvon MPAberücksichtigen und abhängigvon derklinischen SituationdieDosierungvon

Axympaanpassen.Eine engmaschige klinische Überwachungsollteerfolgen,wenneinWechselvon

einemCalcineurin-Inhibitorzu einemanderen Calcineurin-Inhibitorgeplantist.

AttenuierteLebendimpfstoffe

Lebendimpfstoffesollten beiPatienten mitverminderterImmunantwortnichtangewendetwerden. Bei

anderen Impfstoffen kann dieAntikörperbildung verringertsein.

4.6 Fertilität,Schwangerschaftund Stillzeit

FrauenimgebärfähigenAlter

DieTherapiemitAxympasolltenichtbegonnen werden,biseinnegativerSchwangerschaftstest

vorliegt.

SchwangerschaftsverhütungbeiMännernundFrauen

FrauenimgebärfähigenAltermüssen vorBeginn undwährendderTherapiemitAxympasowie6

Wochen nach derletzten EinnahmevonAxympaeinezuverlässigeMethodezur

Schwangerschaftsverhütunganwenden.

Sexuellaktiven Männernwirdempfohlen, während derBehandlungmitAxympaund 13 Wochennach

derletzten EinnahmevonAxympaKondomezu benutzen. Zusätzlich wird auch den Partnerinnen

diesermännlichen Patienten empfohlen, während derBehandlungund 13Wochen nach derletzten

EinnahmevonAxympaeineeffektiveMethodezurSchwangerschaftsverhütunganzuwenden.

Schwangerschaft

DieEinnahmevonAxympawährendderSchwangerschaftistkontraindiziert,esseidenn esgibtkeine

alternativeBehandlungsmöglichkeit.BegrenzteDatenüberden EinsatzvonAxympabeischwangeren

FrauenzeigenbeiKindernvonPatienten,die MycophenolatwährendderSchwangerschafterhielten,

kongenitaleMissbildungen,einschließlichMissbildungen amOhr, wiezumBeispielabnorm

geformtesoderfehlendesAußen-/ Mittelohr,Lippen-Kiefer-Gaumenspalte,Mikrognathieund

Herzkrankheiten.Eswurden spontaneFehlgeburten beiPatientinnennachMycophenolsäure-

Exposition berichtet.Tierstudien zeigten eineReproduktionstoxizität(sieheAbschnitt5.3).

Stillzeit

Mycophenolsäuretrittin dieMuttermilch von stillenden Ratten über.

Esistnichtbekannt, obAxympabeimMenschenin dieMuttermilch übertritt. Aufgrund desRisikos

schwererNebenwirkungenbeimgestilltenSäuglingistAxympafürstillendeMütterkontraindiziert

(sieheAbschnitt4.3).

Fertilität

Eswurdenkeinespezifischen StudienzurAuswirkung vonAxympaaufdie FertilitätbeimMenschen

durchgeführt. In einerTierstudiezurFertilitätbeimännlichen und weiblichenRatten konnten biszu

einerDosisvon 40 mg/kgbzw. 20mg/kgkeineAuswirkungen festgestelltwerden(siehe Abschnitt

5.3).

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von

Maschinen

EswurdenkeineStudien zuden Auswirkungen aufdieVerkehrstüchtigkeitund dasBedienen von

Maschinendurchgeführt.Die Wirkungsweise, daspharmakodynamischeProfilund diebeobachteten

Nebenwirkungen lassen erwarten, dassein Einflussunwahrscheinlichist.

4.8 Nebenwirkungen

Dienachfolgend genanntenunerwünschtenWirkungen umfassen Nebenwirkungen, diewährend

klinischerStudienbeobachtetwurden.

Maligne Erkrankungen

Patienten, dieunterBehandlungmitImmunsuppressivastehen und hierzu eineKombination von

Arzneimitteln einschließlich Mycophenolsäure(MPA)erhalten, sindeinemerhöhten Risiko an

Lymphomen und anderenMalignomen,insbesonderederHaut,zuerkranken,ausgesetzt(siehe

Abschnitt4.4). LymphoproliferativeErkrankungen oderLymphomeentwickelten2 (0,9%)derDe-

novo-Patienten und 2(1,3%)derPatienten mitlängerzurückliegenderTransplantation,diebiszu

einemJahrAxympaerhielten.Nicht Melanom-artigeHautkarzinometraten bei0,9%derDe-novo-

Patienten und1,8%derPatienten mitlängerzurückliegenderTransplantationauf,dieAxympabiszu

einemJahreinnahmen;andere maligneVeränderungenwurdenbei0,5%derDe-novo-Patienten und

0,6%derPatientenmitlängerzurückliegenderTransplantationbeobachtet.

OpportunistischeInfektionen

AlleTransplantationspatienten sindeinemerhöhten Risiko füropportunistischeInfektionen

ausgesetzt;das RisikosteigtmitderGesamtbelastungdurchdieimmunsuppressive Medikation(siehe

Abschnitt4.4).DiehäufigstenopportunistischenInfektionen beiPatienten nachDe-novo-

Nierentransplantation, dieAxympazusammen mitanderen Immunsuppressivainkontrollierten

klinischen Studien miteinemJahrNachbeobachtungerhielten, waren Cytomegalievirus(CMV),

Candidiasis undHerpessimplex.CMV-Infektionen(Serologie,VirämieoderklinischesBild)wurden

bei21,6 %derDe-novo-Transplantierten undbei1,9%dervorbehandelten Patienten beobachtet.

Ältere Patienten

Beiälteren Patientenkann grundsätzlich ein erhöhtesRisikofürNebenwirkungeneiner

Immunsuppression bestehen.

AndereNebenwirkungen

Dieunten aufgeführteTabelle1 enthältNebenwirkungen, diemöglicherweiseoderwahrscheinlichauf

Axympazurückzuführen sind und während kontrollierterklinischerStudien beinierentransplantierten

Patientenauftraten,denenAxympazusammenmiteinerCiclosporin-Mikroemulsion und

Kortikosteroiden in einerDosierungvon 1440 mgtäglich für12Monateverabreichtwurde. Die

Angabensind nach den MedDRA-Organklassenzusammengestellt.

Nebenwirkungen sind entsprechend den folgendenKategorienaufgelistet.

Sehrhäufig ≥1/10

Häufig ≥1/100 bis<1/10

Gelegentlich ≥1/1000 bis<1/100

Selten ≥1/10.000bis<1/1000

Sehr selten <1/10.000

Tabelle 1

Infektionen und parasitäreErkrankungen

Sehrhäufig Virale,bakterielleundPilzinfektionen

Häufig Infektionen deroberen Atemwege, Pneumonie

Gelegentlich Wundinfektionen,Sepsis*, Osteomyelitis*

Gutartige,bösartigeundunspezifischeNeubildungen (einschl.Zysten undPolypen)

Gelegentlich PapillomderHaut*,

Basalzellkarzinom*,Kaposi-Sarkom*, lymphoproliferativeErkrankungen,

Plattenepithelkarzinom*

Erkrankungen desBlutesund desLymphsystems

Sehrhäufig Leukopenie

Häufig Anämie, Thrombozytopenie

Gelegentlich Lymphopenie*, Neutropenie*, Lymphadenopathie*

Stoffwechsel-und Ernährungsstörungen

Gelegentlich Anorexie,Hyperlipidämie,Diabetes mellitus*,Hypercholesterinämie*,

Hypophosphatämie

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich UngewöhnlicheTräume*, Wahnwahrnehmung*, Schlaflosigkeit*

Erkrankungendes Nervensystems

Häufig Kopfschmerzen

Gelegentlich Tremor

Augenerkrankungen

Gelegentlich Konjunktivitis*,verschwommenes Sehen*

Herzerkrankungen

Gelegentlich Tachykardie,ventrikuläre Extrasystolen

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich Lymphozele*

Erkrankungender Atemwege,desBrustraums undMediastinums

Häufig Husten

Gelegentlich Lungenstauung*, Stenoseatmung*, Lungenödeme*

Erkrankungen desGastrointestinaltraktes

Sehrhäufig Diarrhö

Häufig Bauchblähung, abdominelleSchmerzen, Verstopfung, Dyspepsie, Blähungen,

Gastritis,Übelkeit,Erbrechen

Gelegentlich SchmerzhafteBauchdeckenspannung, gastrointestinaleBlutung, Aufstoßen,

Mundgeruch*, Ileus*, Lippenulzeration*, Ösophagitis*, Subileus*,

Zungenverfärbung*, trockenerMund*, gastroösophagealeRefluxkrankheit*,

Gingivahyperplasie*,Pankreatitis, VerstopfungdesOhrdrüsenausführgangs*,

peptisches Ulcus*,Peritonitis*

Leber-und Gallenerkrankungen

Häufig AnormaleLeberfunktionstests

Erkrankungen derHautund desUnterhautzellgewebes

Gelegentlich Alopezie

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-und Knochenerkrankungen

Gelegentlich Arthritis*, Rückenschmerzen*, Muskelkrämpfe

Erkrankungen derNieren und Harnwege

Häufig Anstiegdes Blut-Kreatinins

Gelegentlich Hämaturie*,renaletubuläreNekrose*, Harnröhrenstenose

Erkrankungender Geschlechtsorgane undderBrustdrüse

Gelegentlich Impotenz*

AllgemeineErkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort

Häufig Müdigkeit,Fieber

Gelegentlich Influenza-artigeErkrankungen, Ödemean den unterenExtremitäten*, Schmerzen,

Rigor*, Durst*, Schwäche*

Verletzung,Vergiftungund durch EingriffebedingteKomplikationen

Gelegentlich Kontusion*

*DerFalltrat nurbei einemeinzigenPatienten(von372Patienten)auf.

Bemerkung:Nieren-Transplantationspatienten wurdenbiszu einemJahrmit1440mg

Mycophenolsäuretäglichbehandelt.BeiderDe-novo-und dervorbehandelten Population tratein

vergleichbares Nebenwirkungsprofilauf,wenngleichdie HäufigkeitenbeiPatientenmitlänger

zurückliegenderTransplantationtendenziellniedrigerwaren.

Aus ErfahrungenseitderMarkteinführungistbekannt,dassEkzemeineArzneimittelnebenwirkung

sein kann.

Erkrankungen derAtemwege, desBrustraumsund Mediastinums

BeiPatienten, dieNatriummycophenolatinKombination mitanderen Immunsuppressivaerhielten,

wurdeinEinzelfällenübereineinterstitielleLungenerkrankungberichtet. BeiderKombination mit

anderen Immunsuppressiva, wurdeauchübereineBronchiektasie berichtet.

Erkrankungen desImmunsystems

BeiPatienten, dieNatriummycophenolatinKombination mitanderen Immunsuppressivaerhielten,

wurdeüberHypogammaglobulinämieberichtet.

Die folgendenzusätzlichenNebenwirkungenwerdenmiteinemKlassen-EffektderMPA-Derivate

inZusammenhanggebracht:

Erkrankungendes Gastrointestinaltrakts

Kolitis,CMV-Gastritis,intestinale Perforation, Magenulcera, Duodenalulcera.

Infektionen und parasitäreErkrankungen

Schwere,lebensbedrohlicheInfektionen einschließlichMeningitis,infektiöserEndokarditis,

TuberkuloseundatypischermykobakteriellerInfektionen. BeimitImmunsuppressivabehandelten

Patienten,Axympaeingeschlossen, wurdensowohlFällevon BK-Virus assoziierterNephropathie

alsauchvon JC-Virus assoziierterprogressivermultifokalerLeukoenzephalopathie (PML)

berichtet(siehe Abschnitt4.4).

Erkrankungen desBlutesund des Lymphsystems

Neutropenie, Panzytopenie.

EswurdenFällevon Erythroblastopenien (PureRed CellAplasia[PRCA])beiPatienten berichtet, die

mit MPA-Derivaten behandeltwurden (sieheAbschnitt4.4).

VereinzeltwurdenbeiPatienten,die mitMPA-Derivatenbehandeltwurden,morphologische

Veränderungen derNeutrophilen, einschließlich derPelger-Huet-Anomalie,beobachtet.Diese

Veränderungen gehen nichtmiteinereingeschränktenFunktion derNeutrophileneinher.Vielmehr

lassenhämatologische Untersuchungenaufeine„Linksverschiebung“derNeutrophilen undderen

Reifungsmusterschließen,was fälschlicherWeise alsAnzeicheneinerInfektionbei

immunsupprimierten Patienten-wieunterAxympa-Therapie-interpretiertwerden kann.

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

DieMeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungen nach derZulassungistvon großerWichtigkeit. Sie

ermöglichteinekontinuierlicheÜberwachungdesNutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörigevon Gesundheitsberufen sindaufgefordert,jeden VerdachtsfalleinerNebenwirkungdem

BundesinstitutfürArzneimittelundMedizinprodukte,Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee3, D-53175 Bonn, Website:www.bfarm.deanzuzeigen.

4.9 Überdosierung

EsgibtBerichteüberabsichtlicheund unbeabsichtigteFälleeinerÜberdosierungmit

Mycophenolsäure,beidenenjedoch nichtallePatienten hieraufbezogeneNebenwirkungen hatten.

In den Fällen,in welchen eineNebenwirkungberichtetwordenist, decktsich dasEreignismit dem

bekanntenSicherheitsprofilderKlasse (vorallemBlutbildveränderungen,Sepsis...)(siehe Abschnitte

4.4 und 4.8).

ObwohleineDialysezurEntfernungdesinaktiven MetabolitenMPAGeingesetztwerden könnte, ist

nichtzu erwarten, dassklinischsignifikante Mengendes aktivenBestandteils Mycophenolsäure

(MPA)entferntwerden können. Diesliegtvoralleman dersehrhohenPlasmaproteinbindungvon

MPAvon 97 %. GallensäurebindendeSubstanzen wieColestyramin können diesystemischeMPA-

Exposition reduzieren,indemsiein denenterohepatischenKreislaufeingreifen.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Immunsuppressiva:selektiveImmunsuppressiva,ATC-Code:

L04AA06

Mycophenolsäure(MPA)ist einpotenter,selektiver,nicht kompetitiverundreversiblerInhibitor

derInosin-Monophosphat-DehydrogenaseundhemmtdaherdenDe-novo-Synthesewegvon

Guanosin-Nukleotiden, ohnedabeiin dieDNAinkorporiertzu werden. DadieProliferationvon T-

und B-Lymphozyten entscheidend von derDe-novo-Synthesevon Purinenabhängigist,

wohingegen andereZelltypen einen Salvage-Pathwaynutzen können, hatMPAeinen stärkeren

zytostatischenEffektaufLymphozytenals aufandereZellen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oralerAnwendungwirdNatriummycophenolatnahezu vollständigresorbiert. Zu einer

magensaftresistenten Formulierungpassend,betrugdieZeitbiszurmaximalen Mycophenolsäure

(MPA)-Konzentrationen (t

)1,5-2 Stunden. Ungefähr10%allermorgensermittelten

pharmakokinetischenProfile zeigteneinverzögertest

,manchmalbiszu einigen Stunden, ohne

einenerwartetenEinflussaufdie MPA-Expositionüber24 Stunden/Tag.

Beistabilen nierentransplantierten Patienten, die Ciclosporinals Basis-Immunsuppression

erhielten,betrugdiegastrointestinaleResorptionvon MPA93 %und dieabsoluteBioverfügbarkeit

72 %. DiePharmakokinetikvonMPAverhältsich dosisproportionalund linearüberden

untersuchten Dosisbereichvon 180 bis2160 mg.ImVergleich zu Nüchtern-Bedingungen hattedie

Verabreichungeinereinzelnen Dosisvon 720 mgMPAmit einerfettreichenMahlzeit(55gFett,

1000Kalorien)keinen EinflussaufdiesystemischeVerfügbarkeitvon MPA(AUC), demfürdie

WirksamkeitrelevantestenpharmakokinetischenParameter.Es kamjedochzueinemAbfallder

maximalenMPA-Konzentration (C

)um33 %. Zusätzlich waren t

und t

durchschnittlich 3

bis5 Stunden verzögert, wobeieinigePatienteneint

von >15 Stunden aufwiesen. DerEinfluss

von Nahrungführtmöglicherweisezu einerÜberlappungderResorption von einemzumnächsten

DosisintervallvonMPA.Es wurdeallerdings nichtgezeigt,dass dieserEffektklinischsignifikant

ist.

Verteilung

DasVerteilungsvolumen von MPAimSteadyStatebeträgt50Liter.SowohlMPAals auch

Mycophenolsäure-Glucuronid (MPAG)werdenin hohemMaß an Proteinegebunden (97 %bzw.

82 %). DieKonzentration von freierMPAkann unterBedingungen mitreduzierten

Proteinbindungsstellen ansteigen (Urämie,Leberversagen,Hypoalbuminämie,gleichzeitige

Verabreichungvon Medikamenten mithoherProteinbindung). DieskannbeiPatienten dasRisiko

von MPA-abhängigen Nebenwirkungen erhöhen.

Elimination

DieHalbwertzeitvon MPAbeträgtetwa12 Stunden, dieClearanceliegtbei8,6l/Stunde.

Metabolismus

MPAwirdhauptsächlichdurchdie Glucuronyltransferase metabolisiert,die dasphenolische

Glucuronidvon MPA, Mycophenolsäure-Glucuronid(MPAG)bildet.MPAGistder

Hauptmetabolitvon MPAund zeigtkeinebiologischeAktivität.Bei stabilennierentransplantierten

Patienten,die Ciclosporinals Basis-Immunsuppressionerhalten, werden ungefähr28 %deroralen

MPA-Dosis präsystemischzuMPAGumgewandelt.Die HalbwertszeitvonMPAGistlängerals

dievon MPA, siebeträgtungefähr16Stunden, dieClearanceliegtbei0,45l/Stunde.

Exkretion

ObwohlvernachlässigbareMengen von MPAimUrinvorhanden sind(<1,0 %),wird derGroßteil

vonMPAüberdenUrinalsMPAGausgeschieden.Überdie Galleausgeschiedenes MPAGwird

durchdieDarmfloradekonjugiert.MPA, diedurch dieseDekonjugation entsteht, kann dann

reabsorbiertwerden. Etwa6-8 Stunden nachVerabreichungeinerMPA-Dosiskann in

ÜbereinstimmungmitderReabsorption von dekonjugierterMPAeinezweiteSpitzenkonzentration

vonMPAgemessenwerden.

Typischfürdie verschiedenenMPA-PräparateistdiegroßeVariabilitätderTal-Blutspiegel.Ungefähr

bei2%dermitMPAbehandelten Patienten wurden hohemorgendlicheTal-Blutspiegel(C

>10

µg/ml)beobachtet. ÜberdieStudienhinwegzeigtedieAUCimSteady-State (0-12Stunden), dieals

Indikatorfürdie Gesamtexpositiongilt,eine geringereVariabilitätals die entsprechendenTal-

Blutspiegel (C

trough ).

PharmakokinetikbeinierentransplantiertenPatientenunterCiclosporin-Basis-Immunsuppression

InderTabelle 2werdenmittlere pharmakokinetische ParametervonMPAnachMPA-

Verabreichungaufgeführt.

In derfrühenPosttransplantationsperiodebetrugen diemittlereAUCvon MPAund diemittlere

von MPAungefährdieHälfte derjenigenWerte,die6Monate nachderTransplantation

gemessenwurden.

Tabelle 2

Mittlere(SD)pharmakokinetischeParameter vonMPAnachoraler Gabe vonMPAan

nierentransplantiertePatientenunter Ciclosporin-Basisimmunsuppression

Erwachsene

Langzeit-

Mehrfachdosierung

Zweimaltäglich 720

mg

(StudieERLB301)

n=48 Dosis t

max *

(h) C

max

(µg/ml) AUC

0-12

(µg*h/ml)

14 Tagenach

Transplantation 720 mg 2 13,9 (8,6) 29,1 (10,4)

3 Monatenach

Transplantation 720 mg 2 24,6 (13,2) 50,7 (17,3)

6 Monatenach

Transplantation 720 mg 2 23,0 (10,1) 55,7 (14,6)

Erwachsene

Langzeit-

Mehrfachdosierung

Zweimaltäglich 720

mg

(StudieERLB302)

n=18 Dosis t

max *

(h) C

max

(µg/ml) AUC

0-12

(µg*h/ml)

18Monatenach

Transplantation 720 mg 1,5 18,9 (7,9) 57,4 (15,0)

Kinder

450 mg/m 2

Einzeldosis

(StudieERL0106)

n=16 Dosis t

max *

(h) C

max

(µg/ml) AUC

0-

(µg*h/ml)

450 mg/m 2 2,5 31,9 (18,2) 74,5 (28,3)

*Median

Nierenfunktionsstörung

DiePharmakokinetikvon MPAwarüberdasSpektrumdernormalen Nierenfunktionbishinzur

völligen Niereninsuffizienzunverändert.ImGegensatzdazustiegdieMPAG-Exposition mit

abnehmenderNierenfunktion an;dieMPAG-Exposition warbeiAnurieetwa8-malhöher.Die

Clearancevon MPAundMPAGwird durch Hämodialysenichtbeeinflusst. DieKonzentration an

freierMPAkann beiNiereninsuffizienzsignifikantansteigen. Dieskönntedurchdieverminderte

Plasmaproteinbindungvon MPAaufgrundvon hohenHarnstoff-Konzentrationen imBlut

verursachtwerden.

Leberfunktionsstörung

BeiProbanden mitAlkohol-bedingterZirrhoseblieb diehepatischeMPA-Glucuronisierungdurch

dieLeberparenchym-Erkrankungrelativunbeeinflusst.DieAuswirkungen einerLebererkrankung

aufdiesen Prozesshängen wahrscheinlich von derspeziellen Erkrankungab. Lebererkrankungen

mitvorwiegend biliärerSchädigung, wiez. B. primärbiliäreZirrhose,können einen anderenEffekt

haben.

Kinderund Jugendliche

ÜberdieAnwendungvonMPAbeiKindernund Jugendlichen stehen limitierteDatenzur

Verfügung. In derTabelle2 werdendiemittleren(SD)pharmakokinetischenParametervonMPA

beistabilenpädiatrischennierentransplantiertenPatienten(Alter:5bis 16Jahre)unter

Immunsuppression mitCiclosporin dargestellt. DiemittlereAUCvon MPAbeieinerDosisvon

450 mg/m 2 warvergleichbarmitderjenigen beiErwachsenenuntereinerDosisvon720 mgMPA.

DiemittlereClearancevonMPAbetrugungefähr6,7l/h/m 2 .

Geschlecht

Es gibtkeinesignifikantengeschlechtsspezifischenUnterschiedeinderPharmakokinetikvon

MPA.

Ältere Patienten

DiePharmakokinetikbeiälterenPatientenwurde formalnichtuntersucht.Die MPA-Exposition

scheint mit demAlternichtklinischsignifikant zuvariieren.

5.3 Präklinische Datenzur Sicherheit

DieinchronischenToxizitätsstudienmitNatriummycophenolatanRattenund Mäusenbetroffenen

Zielorgane warendas hämatopoetischeundlymphoide System.Aplastische,regenerative Anämie

wardiedosislimitierendeToxizität bei NagerninderVerumgruppe. DieAuswertungvon

Myelogrammenzeigte einedeutliche Abnahme derErythrozyten (polychromatischeErythroblasten

und Normoblasten), einedosisabhängigeVergrößerungderMilzund einen Anstiegder

extramedullärenHämatopoese.Diese Effekte tratenbeieinersystemischenExpositionauf,die

gleichoderniedrigerals dieklinischeExposition beiderempfohlenen Dosisvon 1,44 gMPA/Tag

fürPatientennacheinerNierentransplantationlag.AnHundenwurdengastrointestinale Effekte

unterhalb derempfohlenentherapeutischen Dosierungbeobachtet.

DaspräklinischeToxizitätsprofilvonMycophenolsäure (als Natriumsalz)stimmtmitden

Nebenwirkungen überein, diebeimMenschenin klinischen Studien beobachtetwurden,diezum

jetzigenZeitpunkt derEntwicklungdie relevanterenSicherheitsdatenfürdieAnwendungbeim

Patienten sind(siehe Abschnitt4.8).

DreiAssays zurGenotoxizität(invitroMaus-Lymphoma-Assay, Mikrokerntestin V97

Chinesischen Hamsterzellen undinvivoMaus-Knochenmark-Mikronukleus-Test)zeigten,dass

Mycophenolsäure(MPA)chromosomale Aberrationenverursachenkann.Diese Effektesind

pharmakologisch, d. h.durch eineInhibierungderNukleotidsyntheseinsensitivenZellen,bedingt.

WeitereIn-vitro-Genotoxizitätstestszeigtenkeine genotoxischeWirkung.

Mycophenolsäure(alsNatriumsalz)warnichttumorigen in Ratten undMäusen.Die höchste Dosis,

diebeiKanzerogenitätsstudieninTierengetestetwurde,entspracheinerca. 0,6-bis5-malhöheren

systemischen Exposition(AUCoderC

)imVergleichzuNieren-Transplantationspatienten bei

derempfohlenenDosisvon 1,44 g/Tag.

Mycophenolsäure(als Natriumsalz)hatte keinenEffektaufdieFertilitätvon männlichen und

weiblichen Ratten biszumDosisbereich,indemeineallgemeineToxizitätund Embryotoxizität

beobachtetwurde.

In einerStudiezurTeratogenitätmitMycophenolsäure(alsNatriumsalz)an Ratten wurdenbei

einerDosierungvon nur1mg/kgMissbildungen derNachkommen, einschließlich Anophthalmie,

ExencephalieundHernia umbilicalisbeobachtet.Diesystemische ExpositionbeidieserDosierung

beträgtdas0,05fachederklinischenExposition von 1,44 gMPA/Tag(sieheAbschnitt4.6).

In einerPeri-PostnatalstudieinRattenverursachteMycophenolsäure (als Natriumsalz)

Entwicklungsverzögerungen (abnormePupillenreflexebeiweiblichen und„preputialseparation“

beimännlichenTieren).BeiderHöchstdosisvon 3 mg/kg, in derauch Missbildungen beobachtet

wurden.

Mycophenolsäure(als Natriumsalz)zeigteeinphototoxischesPotenzialimin vitro3T3NRU

Phototoxizitätstest.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 Listeder sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

MikrokristallineCellulose(E460)

Croscarmellose-Natrium(E468)

Povidon K30 (E1201)

Talkum(E553b)

HochdispersesSilicumdioxid (E551)

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)(E470b)

Filmüberzug

Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer(1:1)(Ph.Eur.)

Talkum(E553b)

Titandioxid (E171)

Triethylcitrat (E1505)

HochdispersesSiliciumdioxid (E551)

Natriumhydrogencarbonat(E500)

Eisen(III)-hydroxid-oxidx H

O(E172)

Indigocarmin-Aluminiumsalz(E132)(nurbeiAxympa180 mg magensaftresistenteFilmtabletten)

Eisen(III)-oxid (E172)(nurbeiAxympa 360mg magensaftresistenteFilmtabletten)

Natriumdodecylsulfat(E487)

Drucktinte

Schellack(teilweise verestert)(E904)

Eisen(II,III)-oxid (E172)

Propylenglycol(E1520)

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend

6.3 Dauerder Haltbarkeit

3Jahre

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsind bezüglich derTemperaturkeinebesonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

In derOriginalverpackungaufbewahren, umden InhaltvorLichtzu schützen.

6.5 Artund InhaltdesBehältnisses

Axympa 180 mg magensaftresistenteFilmtabletten

DieTablettensindverpackt in:

−Aluminium//Aluminium-Blisterpackungen:50, 100, 120 und 250Tabletten.

Axympa 360 mg magensaftresistenteFilmtabletten

DieTablettensindverpackt in:

−Aluminium//Aluminium-Blisterpackungen:50, 100, 120 und 250Tabletten.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmenfür dieBeseitigungundsonstige Hinweisezur

Handhabung

Umdie UnversehrtheitdesmagensaftresistentenTablettenüberzuges zuerhalten,solltendieTabletten

nichtzerstoßen werden (sieheAbschnitt4.2).

Es wurde gezeigt,dassMycophenolsäure einenteratogenenEffekthat(sieheAbschnitt4.6).Falls das

Zerstoßenvon Tabletten nötigist, istdieAufnahmedesPulversdurch Inhalationoderdirekten

KontaktmitderHautoderSchleimhautzu vermeiden.

Nichtverwendetes ArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechenddennationalenAnforderungen

zu entsorgen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str.3

89079Ulm

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

Axympa 180 mg magensaftresistenteFilmtabletten

91766.00.00

Axympa 360 mg magensaftresistenteFilmtabletten

91767.00.00

9. DATUMDER ERTEILUNGDERZULASSUNG

DatumderErteilungderZulassung:6. Mai2015

10. STAND DER INFORMATION

Juni2015

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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