Atorvastatin Actavis 80 mg Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

29-06-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

29-06-2021

Wirkstoff:
ATORVASTATIN CALCIUM
Verfügbar ab:
Actavis Group PTC ehf
ATC-Code:
C10AA05
INN (Internationale Bezeichnung):
ATORVASTATIN CALCIUM
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-31646
Berechtigungsdatum:
2012-10-18

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Atorvastatin Actavis 80 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Atorvastatin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Atorvastatin Actavis und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Atorvastatin Actavis beachten?

Wie ist Atorvastatin Actavis einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Atorvastatin Actavis aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Atorvastatin Actavis und wofür wird es angewendet?

Atorvastatin Actavis gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Statine bekannt sind und die

Blutfette (Lipide) regulieren.

Atorvastatin Actavis wird angewendet, um die Blutfette zu verringern, die als Cholesterin oder

Triglyzeride bezeichnet werden, falls eine fettarme Ernährung und eine Umstellung des Lebensstils

alleine nicht ausreichen. Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten haben, kann Atorvastatin

Actavis auch zur Verringerung dieses Risikos bei normalen Cholesterinwerten angewendet werden.

Während der Behandlung müssen Sie die übliche cholesterinbewusste Ernährung fortführen.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Atorvastatin Actavis beachten?

Atorvastatin Actavis darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Atorvastatin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie eine Lebererkrankung haben oder hatten

wenn bei Ihnen im Leberfunktionstest unerklärbare Veränderungen der Leberwerte aufgetreten

sind

wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind und keine ausreichende

Schwangerschaftsverhütung betreiben

wenn Sie schwanger sind oder versuchen, schwanger zu werden

wenn Sie stillen

wenn Sie eine Kombination aus Glecaprevir/Pibrentasvir zur Behandlung einer Hepatitis C erhalten

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Atorvastatin Actavis einnehmen,

wenn Sie schwere Atemprobleme (respiratorische Insuffizienz) haben.

wenn Sie ein Arzneimittel mit der Bezeichnung Fusidinsäure (zur Behandlung von bakteriellen

Infektionen) anwenden oder in den letzten 7 Tagen angewendet haben (orale Einnahme oder als

Injektion). Die Kombination von Fusidinsäure und Atorvastatin Actavis kann zu

schwerwiegenden Muskelproblemen (Rhabdomyolyse) führen

wenn Sie bereits einmal einen Schlaganfall mit Einblutungen ins Gehirn hatten, oder wenn Sie

von früheren Schlaganfällen kleine Flüssigkeitseinschlüsse im Gehirn haben

wenn Sie Probleme mit den Nieren haben

wenn Sie an einer Unterfunktion der Schilddrüse leiden (Hypothyreose)

wenn Sie wiederholte oder unklare Muskelbeschwerden oder -schmerzen hatten oder bei Ihnen

oder bei nahen Verwandten Muskelerkrankungen aufgetreten sind

wenn bei Ihnen Muskelerkrankungen im Zusammenhang mit der Anwendung von anderen

blutfettsenkenden Arzneimitteln (z. B. anderen Statinen oder Arzneimitteln, die man als Fibrate

bezeichnet) aufgetreten sind

wenn Sie regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken

wenn Sie Lebererkrankungen in der eigenen Vorgeschichte haben

wenn Sie älter als 70 Jahre sind

Wenn einer dieser Gründe auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt vor und möglicherweise auch während Ihrer

Atorvastatin Actavis-Behandlung Blutuntersuchungen durchführen, um Ihr Risiko für

Nebenwirkungen an der Muskulatur abschätzen zu können. Es ist bekannt, dass das Risiko für

Nebenwirkungen an der Muskulatur (z. B. Rhabdomyolyse) ansteigt, wenn bestimmte Arzneimittel

gleichzeitig angewendet werden (siehe Abschnitt 2 „Einnahme von Atorvastatin Actavis zusammen

mit anderen Arzneimitteln“).

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Apotheker, wenn bei Ihnen anhaltende Muskelschwäche

auftritt. Zur Diagnose und Behandlung dieses Zustands sind möglicherweise weitere Untersuchungen

und Arzneimittel notwendig.

Wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus) oder wenn bei Ihnen ein Diabetesrisiko besteht, wird

der Arzt Sie während der Behandlung sorgfältig überwachen. Ein Diabetesrisiko besteht, wenn Sie

einen hohen Zuckerspiegel oder Fettspiegel im Blut haben, übergewichtig sind oder einen hohen

Blutdruck haben.

Einnahme von Atorvastatin Actavis zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Es gibt einige andere Arzneimittel, die die Wirkung von

Atorvastatin Actavis verändern können oder deren Wirkung durch Atorvastatin Actavis verändert

werden kann. Derartige Wechselwirkungen können dazu führen, dass die Wirksamkeit eines oder

beider Arzneimittel nachlässt. Genauso können sie dazu führen, dass das Risiko oder die Schwere von

Nebenwirkungen einschließlich eines schweren Muskelschwunds, der als Rhabdomyolyse in

Abschnitt 4. beschrieben wird, erhöht ist:

Arzneimittel, die Ihr körpereigenes Abwehrsystem beeinflussen (z. B. Ciclosporin)

Einige Antibiotika oder Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (z. B. Erythromycin, Clarithromycin,

Telithromycin, Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol, Posaconazol, Rifampicin)

Wenn bei Ihnen die Einnahme von Fusidinsäure zur Behandlung einer bakteriellen Infektion als

unerlässlich erachtet wird, ist es wichtig, die Einnahme dieses Arzneimittels vorübergehend zu

beenden. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wann die Behandlung mit Atorvastatin Actavis sicher

wieder aufgenommen werden kann. In seltenen Fällen führt die Anwendung von Atorvastatin

Actavis zusammen mit Fusidinsäure zu Schwäche, Empfindlichkeit und Schmerzen in den

Muskeln (Rhabdomyolyse). Für weitere Informationen über Rhabdomyolyse siehe Abschnitt 4.

Andere Arzneimittel zur Regulierung der Blutfettwerte (z. B. Gemfibrozil, andere Fibrate,

Colestipol)

Einige Kalziumantagonisten gegen Angina pectoris oder hohen Blutdruck (z. B. Amlodipin,

Diltiazem); Arzneimittel, die Ihren Herzschlag regulieren (z. B. Digoxin, Verapamil,

Amiodaron)

Letermovir, ein Arzneimittel, das verhindern soll, dass Sie an einer CMV (Cytomegalievirus)-

Infektion erkranken

Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (z. B. Efavirenz, Ritonavir, Lopinavir,

Atazanavir, Indinavir, Darunavir, die Kombination Tipranavir/Ritonavir etc.)

Einige Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C (z. B. Telaprevir, Boceprevir und die

Kombination aus Elbasvir/Grazoprevir, Ledipasvir/Sofosbuvir)

Zu den weiteren Arzneimitteln mit bekannten Wechselwirkungen mit Atorvastatin Actavis

zählen u. a. Ezetimib (zur Cholesterinsenkung), Warfarin (zur Verhinderung von

Blutgerinnseln), die Antibabypille (orale Kontrazeptiva), Stiripentol (zur Krampfhemmung bei

Epilepsie), Cimetidin (bei Sodbrennen und Magengeschwüren), Phenazon (ein Schmerzmittel),

Colchicin (zur Behandlung von Gicht) und Antazida (aluminium- oder magnesiumhaltige

Arzneimittel bei Magenverstimmung)

Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel: Johanniskraut

Einnahme von Atorvastatin Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Wie Atorvastatin Actavis einzunehmen ist, wird in Abschnitt 3. beschrieben. Bitte berücksichtigen Sie

außerdem die folgenden Hinweise:

Grapefruitsaft

Trinken Sie nie mehr als ein oder zwei kleine Gläser Grapefruitsaft am Tag, da große Mengen an

Grapefruitsaft die Wirkungen von Atorvastatin Actavis verändern können.

Alkohol

Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum, während Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Genauere

Angaben siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sie dürfen Atorvastatin Actavis nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden

möchten. Wenn Sie im gebärfähigen Alter sind, dürfen Sie Atorvastatin Actavis nicht einnehmen, es

sei denn, Sie wenden eine zuverlässige Schwangerschaftsverhütung an.

Wenn Sie stillen, dürfen Sie Atorvastatin Actavis nicht einnehmen.

Die Sicherheit von Atorvastatin Actavis während Schwangerschaft und Stillzeit wurde bisher nicht

nachgewiesen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung:

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Normalerweise beeinflusst dieses Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen nicht. Sie dürfen jedoch nicht Auto fahren, wenn dieses Arzneimittel Ihre

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigt, und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, wenn Ihre

Fähigkeit, diese zu benutzen, beeinträchtigt ist.

Atorvastatin Actavis enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Wie ist Atorvastatin Actavis einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird Sie vor Behandlungsbeginn auf eine cholesterinarme Ernährung umstellen, die Sie auch

während der Behandlung mit Atorvastatin Actavis beibehalten sollen.

Die empfohlene Anfangsdosierung von Atorvastatin Actavis bei Erwachsenen und Kindern ab 10

Jahren beträgt 10 mg einmal täglich. Diese kann bei Bedarf von Ihrem Arzt erhöht werden, bis Sie die

Dosis erhalten, die Sie benötigen. Ihr Arzt wird die Dosierung in Zeitabständen von 4 Wochen oder

mehr anpassen. Die Höchstdosis von Atorvastatin Actavis beträgt 80 mg einmal täglich.

Nehmen Sie die Atorvastatin Actavis-Tabletten bitte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein. Die

Einnahme kann zu jeder Tageszeit unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Versuchen Sie aber, Ihre

Tablette jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.

Die Dauer der Behandlung mit Atorvastatin Actavis wird von Ihrem Arzt bestimmt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Atorvastatin

Actavis zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Atorvastatin Actavis eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Atorvastatin Actavis-Tabletten (mehr als Ihre übliche Tagesdosis)

eingenommen haben, fragen Sie bei Ihrem Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus um Rat.

Wenn Sie die Einnahme von Atorvastatin Actavis vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie einfach zum üblichen Zeitpunkt die nächste

Dosis ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie die Einnahme von Atorvastatin Actavis abbrechen

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben oder die Einnahme von

Atorvastatin Actavis abbrechen wollen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wenn bei Ihnen eine der folgenden schweren Nebenwirkungen oder Symptome auftreten,

brechen Sie die Tabletteneinnahme ab und informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen

Sie die nächstgelegene Krankenhaus-Notfallaufnahme auf

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Schwere allergische Reaktionen mit Schwellungen im Bereich des Gesichtes, der Zunge und im

Hals, die zu schweren Atemproblemen führen können.

Ernste Erkrankungen mit Erscheinungen wie z. B. schwere Hautablösung und Schwellung der

Haut, Blasenbildung auf der Haut, im Mund, im Genitalbereich und um die Augen und Fieber.

Fleckiger, roter Hautausschlag speziell auf den Handflächen und Fußsohlen, möglicherweise

auch mit Blasenbildung.

Muskelschwäche, Muskelempfindlichkeit, Muskelschmerzen, Muskelriss oder eine rotbraune

Verfärbung des Harns; vor allem wenn Sie sich gleichzeitig unwohl fühlen oder erhöhte

Temperatur haben, kann dies durch einen abnormalen Muskelschwund oder –abbau

(Rhabdomyolyse) bedingt sein. Der abnormale Muskelschwund kann unter Umständen auch

nach dem Absetzen von Atorvastatin weiter bestehen, und er kann lebensbedrohlich sein oder

zu schweren Nierenproblemen führen.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Lupus-ähnliches Krankheitsbild (einschließlich Hautausschlag, Gelenksbeschwerden und

Auswirkungen auf die Blutzellen)

Wenn Sie Probleme mit unerwarteten oder ungewöhnlichen Blutungen oder Blutergüssen

haben, kann dies auf Leberschäden hinweisen. Dann müssen Sie so schnell wie möglich Ihren

Arzt aufsuchen.

Andere mögliche Nebenwirkungen von Atorvastatin Actavis:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Entzündung der Luftwege in der Nase, Halsschmerzen, Nasenbluten

Allergische Reaktionen

Anstieg des Blutzuckerspiegels (wenn Sie Diabetiker sind, müssen Sie Ihren Blutzuckerspiegel

weiterhin genau überwachen), Anstieg der Kreatininphosphokinase im Blut

Kopfschmerzen

Übelkeit, Verstopfung, Blähungen, Verdauungsstörungen, Durchfall

Gelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen

Ergebnisse von Blutuntersuchungen, die möglicherweise auf eine gestörte Leberfunktion

hinweisen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Appetitlosigkeit (Anorexie), Gewichtszunahme, Erniedrigung des Blutzuckerspiegels (wenn Sie

Diabetiker sind, müssen Sie Ihren Blutzuckerspiegel weiterhin genau überwachen)

Albträume, Schlaflosigkeit

Benommenheit, Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Fingern oder Zehen, herabgesetzte

Empfindung der Haut auf leichte Berührungsreize oder Schmerzen, Störungen des

Geschmacksempfindens, Gedächtnisverlust

Verschwommenes Sehen

Ohrgeräusche und /oder Geräusche im Kopf

Erbrechen, Aufstoßen, Oberbauch- oder Unterbauchschmerzen, Entzündung der

Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), was zu Magenschmerzen führt

Leberentzündung (Hepatitis)

Ausschlag, Hautausschlag und Juckreiz, Nesselsucht, Haarausfall

Nackenschmerzen, Muskelschwäche

Erschöpfung, Unwohlsein, Schwächegefühl, Schmerzen im Brustkorb, Schwellungen besonders

im Knöchelbereich (Ödeme), erhöhte Temperatur

Positiver Test auf weiße Blutzellen im Urin

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Sehstörungen

Ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse

Gelbfärbung der Haut oder des Weißen im Auge (Cholestase)

Verletzungen an den Sehnen

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Eine bestimmte allergische Reaktion mit Beschwerden wie plötzliche keuchende Atmung und

Schmerzen oder Engegefühl im Brustbereich, Anschwellen der Augenlider, des Gesichts, der

Lippen, des Mundes, der Zunge oder im Hals, Atembeschwerden, Ohnmachtsanfälle

Hörverlust

Brustvergrößerung bei Männern (Gynäkomastie)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Anhaltende Muskelschwäche

Mögliche Nebenwirkungen, die bei einigen Statinen (Arzneimittel des gleichen Typs) berichtet

wurden:

Störungen der Sexualfunktion

Depressionen

Atemprobleme einschließlich anhaltender Husten und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber

Diabetes. Dies ist wahrscheinlicher, wenn Sie einen hohen Zuckerspiegel oder Fettspiegel im

Blut haben, übergewichtig sind oder einen hohen Blutdruck haben. Sie werden während der

Einnahme dieses Arzneimittels medizinisch überwacht.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

Österreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Atorvastatin Actavis aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis:/Verw.bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Atorvastatin Actavis enthält

Der Wirkstoff ist Atorvastatin. Jede 80 mg Filmtablette enthält 80 mg Atorvastatin als

Atorvastatin-Calcium-Trihydrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon Typ A, Natriumcarbonat, Povidon,

Glyceroldibehenat, Magnesiumstearat

Tablettenüberzug:

Hypromellose 6cP, Titandioxid (E171), Macrogol 6000.

Wie Atorvastatin Actavis aussieht und Inhalt der Packung

Filmtabletten.

Weiße, beidseitig gewölbte, 10 x 19 mm ovale Filmtabletten mit der Prägung „80“ auf der einen und

„A“ auf der anderen Seite.

Packungsgrößen:

Blisterpackungen: 20, 28, 30, 50, 98, 100 Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Actavis Group PTC ehf.

Reykjavikurvegur 76 – 78

220 Hafnarfjördur

Island

Hersteller:

Actavis Ltd.

BLB016, Bulebel Industrial Estate

Zejtun, ZTN 3000

Malta

Zulassungsnummer:

1-31646

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich:

Atorvastatin Actavis 80 mg Filmtabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2021.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Atorvastatin Actavis 10 mg Filmtabletten

Atorvastatin Actavis 20 mg Filmtabletten

Atorvastatin Actavis 40 mg Filmtabletten

Atorvastatin Actavis 80 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 10 mg, 20 mg, 40 mg oder 80 mg Atorvastatin als Atorvastatin-Calcium-

Trihydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

10 mg: Weiße, ovale, bikonvexe, 4,9 x 9,1 mm große Filmtabletten mit Markierung „10“ auf der einen

und „A“ auf der anderen Seite.

20 mg: Weiße, ovale, bikonvexe, 6,2 x 11,5 mm große Filmtabletten mit Markierung „20“ auf der einen

und „A“ auf der anderen Seite.

40 mg: Weiße, ovale, bikonvexe, 7,8 x 14,5 mm große Filmtabletten mit Markierung „40“ auf der einen

und „A“ auf der anderen Seite.

80 mg: Weiße, ovale, bikonvexe, 10 x 19 mm große Filmtablette mit Markierung “80” auf der einen und

“A” auf der anderen Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hypercholesterinämie

Atorvastatin Actavis ist zusätzlich zu einer Diät angezeigt zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-,

LDL-Cholesterin-, Apolipoprotein B- und Triglyzeridspiegel bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern

ab zehn Jahren mit primärer Hypercholesterinämie, einschließlich familiärer Hypercholesterinämie

(heterozygote Variante) oder kombinierter (gemischter) Hyperlipidämie (entsprechend Typ IIa und IIb

nach Fredrickson), wenn Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen keine ausreichende

Wirkung erbringen.

Atorvastatin Actavis ist auch zur Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Erwachsenen mit

homozygoter familiärer Hypercholesterinämie angezeigt - entweder zusätzlich zu anderen lipidsenkenden

Maßnahmen (z. B. LDL-Apherese) oder falls solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind.

Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen

Zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei erwachsenen Patienten, deren Risiko für ein erstes

kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, zusätzlich zur Behandlung weiterer Risikofaktoren

(siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Der Patient sollte vor der Anwendung von Atorvastatin Actavis auf eine übliche Diät zur Senkung von

Cholesterin eingestellt werden und diese Diät während der Behandlung mit Atorvastatin Actavis

fortsetzen.

Die Dosierung sollte individuell entsprechend des Ausgangs-LDL-Cholesterin-Wertes, dem Ziel der

Therapie sowie dem Ansprechen des Patienten erfolgen.

Die übliche Anfangsdosierung beträgt 10 mg Atorvastatin 1-mal täglich. Die Dosierung sollte in

Intervallen von 4 Wochen oder mehr angepasst werden. Die Maximaldosis beträgt 80 mg pro Tag.

Primäre Hypercholesterinämie und kombinierte (gemischte) Hyperlipidämie

In der überwiegenden Anzahl sprechen die Patienten auf 1-mal täglich Atorvastatin Actavis 10 mg

ausreichend gut an. Der therapeutische Erfolg zeigt sich innerhalb von 2 Wochen, und der maximale

therapeutische Effekt wird in der Regel nach 4 Wochen erreicht. Die Wirkung bleibt unter Dauertherapie

erhalten.

Heterozygote familiäre Hypercholesterinämie

Die Anfangsdosis beträgt Atorvastatin Actavis 10 mg täglich. Anpassungen der Dosierung sollten

individuell in Abständen von 4 Wochen bis zu einer Dosierung von täglich 40 mg durchgeführt werden.

Danach kann entweder die Dosierung bis auf maximal 80 mg täglich erhöht oder einmal täglich 40 mg

Atorvastatin mit einem gallensäurebindenden Ionenaustauscherharz kombiniert werden.

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie

Hierzu liegen nur begrenzte Daten vor (siehe Abschnitt 5.1).

Für Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie beträgt die Dosierung 10 bis 80 mg pro

Tag (siehe Abschnitt 5.1). Atorvastatin sollte bei diesen Patienten als Ergänzung zu anderen

lipidsenkenden Behandlungsmöglichkeiten (z. B. LDL-Apherese) angewendet werden, oder falls diese

Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind.

Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen

In den Studien zur Primärprävention betrug die Dosierung 10 mg pro Tag. Um einen LDL-

Cholesterinspiegel entsprechend den aktuellen Leitlinien zu erreichen, kann eine höhere Dosierung

notwendig sein.

Gleichzeitige Therapie mit anderen Arzneimitteln

Bei Patienten, welche die Virostatika Elbasvir/Grazoprevir zur Behandlung einer Hepatitis-C-Infektion

Letermovir zur Prophylaxe einer CMV-Infektion gemeinsam mit Atorvastatin einnehmen, sollte eine

Atorvastatin-Dosis von 20 mg/Tag nicht überschritten werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Die Anwendung von Atorvastatin wird bei Patienten, die Letermovir gemeinsam mit Ciclosporin

einnehmen, nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Atorvastatin Actavis sollte bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vorsichtig angewendet werden

(siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Atorvastatin Actavis ist kontraindiziert bei Patienten mit aktiver

Lebererkrankung (siehe Abschnitt 4.3).

Ältere Patienten

Wirksamkeit und Sicherheit für die empfohlenen Dosierungen sind bei Patienten über 70 Jahre

vergleichbar mit der Gesamtpopulation.

Kindern und Jugendliche

Hypercholesterinämie

Die Anwendung bei pädiatrischen Patienten sollte nur von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung einer

Hyperlipidämie bei Kindern durchgeführt werden, und die Patienten sollten zur Kontrolle des

Therapiefortschritts regelmäßig nachuntersucht werden.

Bei Patienten ab 10 Jahren mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie beträgt die empfohlene

Initialdosis 10 mg Atorvastatin pro Tag (siehe Abschnitt 5.1). Die Dosis kann je nach Ansprechen und

Verträglichkeit auf bis zu 80 mg täglich erhöht werden. Die Dosen sollten individuell anhand des

empfohlenen Therapieziels eingestellt werden. Dosisanpassungen sollten in Zeitabständen von 4 Wochen

oder mehr erfolgen. Die Dosistitration auf 80 mg wird durch Studiendaten bei Erwachsenen und

beschränkten klinischen Daten aus Studien an Kindern mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie

unterstützt (siehe Abschnitt 4.8 und 5.1).

Es liegen nur beschränkte Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten bei Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren

mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie aus offenen klinischen Studien vor. Atorvastatin ist

nicht zur Behandlung von Patienten unter 10 Jahren indiziert. Die aktuell verfügbaren Daten werden in

den Abschnitten 4.8, 5.1 und 5.2 beschrieben, es können aber keine Empfehlungen zur Dosierung gegeben

werden,

Andere pharmazeutische Formen/Stärken können bei dieser Patientenpopulation besser geeignet sein.

Art der Anwendung

Atorvastatin Actavis ist zum Einnehmen. Die jeweilige Tagesdosis an Atorvastatin wird auf einmal

verabreicht. Die Einnahme kann zu jeder Tageszeit unabhängig von den Mahlzeiten vorgenommen

werden.

4.3

Gegenanzeigen

Atorvastatin Actavis ist kontraindiziert bei Patienten

mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

mit aktiver Lebererkrankung oder unklarer, dauerhafter Erhöhung der Serum-Transaminasen auf

mehr als das 3-fache des oberen Normwertes.

in der Schwangerschaft, während der Stillzeit und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine

geeigneten Empfängnisverhütungsmethoden anwenden (siehe Abschnitt 4.6).

die mit den Virostatika Glecaprevir/Pibrentasvir zur Behandlung einer Hepatitis-C-Infektion

behandelt werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Einfluss auf die Leber

Leberfunktionstests sollten vor Behandlungsbeginn, 12 Wochen und danach in regelmäßigen Abständen

durchgeführt werden. Bei Patienten, bei denen Anzeichen oder Symptome einer Leberschädigung

auftreten, sollte ein Leberfunktionstest durchgeführt werden. Patienten, bei denen sich ein

Transaminasenanstieg entwickelt, sollten bis zum Abklingen des Befunds beobachtet werden. Falls die

Erhöhung der Transaminasen auf mehr als das 3-fache des oberen Normwertes fortdauert, empfiehlt sich

eine Dosisreduktion oder ein Abbruch der Therapie mit Atorvastatin Actavis (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Patienten, die beträchtliche Mengen Alkohol konsumieren und/oder bei denen bereits eine

Lebererkrankung in der Vorgeschichte bekannt ist, sollte Atorvastatin Actavis mit Vorsicht angewendet

werden.

SPARCL-Studie (Stroke Prevention by Aggressive Reduction in Cholesterol Levels)

In einer Post-hoc-Analyse von Schlaganfall-Subtypen bei Patienten ohne KHK, die kürzlich einen

Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten hatten, zeigte sich im Vergleich

zur Plazebo-Gruppe eine höhere Inzidenz von hämorrhagischen Schlaganfällen bei den Patienten, die die

Therapie mit 80 mg Atorvastatin begannen. Das erhöhte Risiko war besonders ausgeprägt bei Patienten,

die bei Aufnahme in die Studie einen hämorrhagischen Schlaganfall oder einen lakunären Infarkt in der

Anamnese hatten. Für Patienten mit einem hämorrhagischen Schlaganfall oder einem lakunären Infarkt in

der Anamnese ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis der 80-mg-Dosierung von Atorvastatin ungeklärt, und das

mögliche Risiko eines hämorrhagischen Schlaganfalls sollte vor Behandlungsbeginn sorgfältig bedacht

werden (siehe Abschnitt 5.1).

Einfluss auf die Skelettmuskulatur

Wie andere HMG-CoA-Reduktase-Hemmer kann auch Atorvastatin in seltenen Fällen die

Skelettmuskulatur beeinflussen und eine Myalgie, Myositis sowie eine Myopathie verursachen, die sich zu

einer Rhabdomyolyse entwickeln kann, einem möglicherweise lebensbedrohlichen Zustand, der durch

deutlich erhöhte Kreatinkinase(CK)-Spiegel (> 10-fache des oberen Normwertes), Myoglobinämie und

Myoglobinurie mit möglichem Nierenversagen charakterisiert ist.

In sehr seltenen Fällen wurde während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen über eine

immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (immune-mediated necrotizing myopathy; IMNM) berichtet.

Die klinischen Charakteristika einer IMNM sind persistierende proximale Muskelschwäche und erhöhte

Serum-Kreatinkinase-Werte, die trotz Absetzen der Behandlung mit Statinen fortbestehen.

Untersuchung vor Behandlungsbeginn

Atorvastatin sollte mit Vorsicht bei Patienten verschrieben werden, bei denen prädisponierende Faktoren

für das Auftreten von Rhabdomyolysen vorliegen. Vor Beginn einer Statin-Therapie sollten Messungen

der Kreatinkinase-Aktivität bei Vorliegen der folgenden Risikofaktoren bzw. Erkrankungen

vorgenommen werden:

Beeinträchtigung der Nierenfunktion

Hypothyreose

Erbliche Muskelerkrankungen in der Eigen- oder Familienanamnese

Muskulär-toxische Komplikationen im Zusammenhang mit der Gabe eines Statins oder Fibrats in

der Anamnese

Lebererkrankungen in der Vorgeschichte und / oder erheblicher Alkoholkonsum

Ältere Patienten (> 70 Jahre). Bei diesen sollte die Notwendigkeit einer solchen Messung erwogen

werden, wenn weitere prädisponierende Faktoren für das Auftreten einer Rhabdomyolyse vorliegen.

Umstände, bei denen eine Erhöhung der Plasmaspiegel eintreten kann, wie beispielsweise

Wechselwirkungen (siehe Abschnitt 4.5) und spezielle Patientengruppen einschließlich genetische

Subpopulationen (siehe Abschnitt 5.2).

In solchen Situationen ist eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich und es sollte eine

engmaschige klinische Überwachung erfolgen. Wenn die CK-Werte vor Beginn der Behandlung

wesentlich (um mehr als das 5-fache des oberen Normwertes) erhöht sind, sollte eine Therapie nicht

begonnen werden.

Kreatinkinase-Bestimmung

Die Kreatinkinase (CK) sollte nicht nach schweren körperlichen Anstrengungen oder bei Vorliegen von

anderen möglichen Ursachen eines CK-Anstieges gemessen werden, da dies die Interpretation der

Messwerte erschwert. Falls die CK-Werte vor Beginn der Behandlung wesentlich erhöht sind (um mehr

als das 5-fache des oberen Normwertes), sollten zur Überprüfung innerhalb von 5 bis 7 Tagen erneute

Bestimmungen durchgeführt werden.

Überwachung während der Therapie

Die Patienten müssen aufgefordert werden, Schmerzen, Krämpfe oder Schwäche der

Skelettmuskeln umgehend zu berichten, speziell, wenn diese mit allgemeinem Unwohlsein oder

Fieber einhergehen.

Wenn solche Symptome während der Behandlung mit Atorvastatin auftreten, sollte die CK-

Aktivität gemessen werden. Wenn diese wesentlich (> 5-fache des oberen Normwertes) erhöht ist,

sollte die Therapie abgebrochen werden.

Bei anhaltenden und starken Muskelbeschwerden sollte auch dann ein Abbruch der Therapie

erwogen werden, wenn die CK-Werte nicht wesentlich erhöht sind (≤ 5-fache des oberen

Normwertes).

Wenn die Symptome abgeklungen sind und die CK-Werte auf ein normales Niveau gesunken sind,

kann eine Wiederaufnahme der Therapie mit Atorvastatin oder einem anderen Statin in der

niedrigsten Dosierung und mit engmaschiger Überwachung erwogen werden.

Die Therapie mit Atorvastatin muss abgebrochen werden, falls klinisch signifikante CK-

Konzentrationen im Serum auftreten (> 10-fache des oberen Normwertes) oder falls eine

Rhabdomyolyse diagnostiziert oder vermutet wird.

Gleichzeitige Therapie mit anderen Arzneimitteln

Die Gefahr einer Rhabdomyolyse ist erhöht, wenn Atorvastatin zusammen mit bestimmten anderen

Arzneimitteln verabreicht wird, die die Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen können, wie z. B.

starke Hemmer von CYP3A4 oder Transportproteinen (z. B. Ciclosporin, Telithromycin, Clarithromycin,

Delavirdin, Stiripentol, Ketoconazol, Voriconazol, Itraconazol, Posaconazol, Letermovir und bestimmte

HIV-Protease-Inhibitoren einschließlich Ritonavir, Lopinavir, Atazanavir, Indinavir, Darunavir,

Tipranavir/Ritonavir usw.). Darüberhinaus kann die Gefahr einer Myopathie erhöht sein bei gleichzeitiger

Anwendung von Gemfibrozil und anderen Fibraten, Virostatika zur Behandlung von Hepatitis C (HCV)

(z.B. Boceprevir, Telaprevir, Elbasvir/Grazoprevir, Ledipasvir/Sofosbuvir), Erythromycin, Niacin oder

Ezetimib. Wenn möglich, sollten alternative (nicht interagierende) Therapiemaßnahmen statt dieser

Arzneimittel in Erwägung gezogen werden.

In den Fällen, in denen eine gemeinsame Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit Atorvastatin

unumgänglich ist, muss eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung der Komedikation durchgeführt

werden. Bei Patienten, die Arzneimittel erhalten, die die Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen,

wird eine niedrigere Maximaldosis von Atorvastatin empfohlen. Bei starken CYP3A4-Hemmern muss

zusätzlich eine niedrigere Initialdosis von Atorvastatin in Erwägung gezogen werden und es wird eine

entsprechende klinische Überwachung dieser Patienten empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Atorvastatin darf nicht gleichzeitig mit systemischen Formulierungen der Fusidinsäure oder innerhalb von

7 Tagen nach Beendigung einer Fusidinsäure-Behandlung eingenommen werden. Wird die systemische

Gabe von Fusidinsäure bei Patienten als unerlässlich erachtet, ist die Statintherapie während der gesamten

Behandlungsdauer mit Fusidinsäure abzusetzen. Es liegen Berichte vor über das Auftreten von

Rhabdomyolyse (einschließlich einiger Todesfälle) bei Patienten, die diese Kombination erhalten haben

(siehe Abschnitt 4.5). Diesen Patienten ist dringend anzuraten, sich umgehend an einen Arzt zu wenden,

wenn sie Anzeichen von Schwäche, Schmerzen oder Empfindlichkeit der Muskulatur bemerken.

Eine Fortsetzung der Statintherapie kann 7 Tage nach der letzten Dosis Fusidinsäure erfolgen.

Nur in Ausnahmefällen, wenn eine längere systemische Gabe von Fusidinsäure notwendig ist, wie z. B.

zur Behandlung von schweren Infektionen, ist eine gemeinsame Gabe von Atorvastatin mit Fusidinsäure

im Einzelfall und unter engmaschiger medizinischer Überwachung in Betracht zu ziehen.

Kinder und Jugendliche

In einer 3-jährigen Studie wurde anhand von Bewertungen der Gesamtreife und –entwicklung, einer

Bewertung des Tanner-Stadiums und der Messung von Größe und Körpergewicht kein klinisch relevanter

Effekt auf das Wachstum und die Geschlechtsreifung beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Interstitielle Lungenerkrankung

Bei einigen Statinen wurde, besonders bei Langzeittherapie, in Ausnahmefällen eine interstitielle

Lungenkrankheit berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die auftretenden Beschwerden können dabei Dyspnoe,

unproduktiven Husten und allgemeine Gesundheitsstörungen (Erschöpfung, Gewichtsverlust und Fieber)

einschließen. Wenn vermutet wird, dass ein Patient eine interstitielle Lungenkrankheit entwickelt hat,

sollte die Statintherapie abgebrochen werden.

Diabetes mellitus

Es gibt einige Hinweise darauf, dass die Wirkstoffklasse der Statine den Blutzuckerspiegel erhöht. Bei

einigen Patienten mit hohem Diabetesrisiko kann sich daher eine behandlungsbedürftige Hyperglykämie

entwickeln. Dieses Risiko wird allerdings durch die Reduktion des vaskulären Risikos durch Statine

überwogen und stellt keinen Grund für einen Abbruch der Behandlung dar. Risikopatienten

(Nüchternglucose 5,6 bis 6,9 mmol/l, BMI > 30 kg/m

, erhöhte Triglyzeride, Bluthochdruck) sollten

hinsichtlich klinischer und biochemischer Parameter gemäß den nationalen Richtlinien überwacht werden.

Sonstige Bestandteile

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Auswirkungen gleichzeitig verabreichter Arzneimittel auf Atorvastatin

Atorvastatin wird durch das Cytochrom P450 Isoenzym 3A4 (CYP3A4) metabolisiert und ist ein Substrat

der hepatischen Transporter OATP1B1 (organic anion-transporting polypeptide 1B1) und OATP1B3

(organic anion-transporting polypeptide 1B3). Metaboliten von Atorvastatin sind Substrate von

OATP1B1. Atorvastatin wird außerdem als Substrat von MDR1 (multi-drug resistance protein 1) und

BCRP (breast cancer resistance protein) identifiziert, wodurch die intestinale Resorption und biliäre

Ausscheidung von Atorvastatin begrenzt sein könnten (siehe Abschnitt 5.2). Die gleichzeitige

Anwendung mit Arzneimitteln, die Hemmstoffe von CYP3A4 oder von Transportproteinen sind, kann zu

erhöhten Plasmakonzentrationen von Atorvastatin und einem erhöhten Myopathierisiko führen. Auch bei

der gleichzeitigen Gabe von Atorvastatin zusammen mit anderen Arzneimitteln, die ein Myopathie

induzierendes Potenzial aufweisen, wie etwa Fibrate und Ezetimib, kann das Risiko erhöht sein (siehe

Abschnitt 4.4).

Hemmstoffe von CYP3A4

Es hat sich gezeigt, dass starke CYP3A4-Hemmer die Konzentrationen von Atorvastatin deutlich erhöhen

(siehe Tabelle 1 und die nachfolgenden Erläuterungen). Soweit möglich sollte eine Begleittherapie mit

starken CYP3A4-Hemmern (z. B. Ciclosporin, Telithromycin, Clarithromycin, Delavirdin, Stiripentol,

Ketoconazol, Voriconazol, Itraconazol, Posaconazol, einigen Virostatika zur Behandlung von HCV [z. B.

Elbasvir/Grazoprevir] und bestimmte HIV-Protease-Inhibitoren einschließlich Ritonavir, Lopinavir,

Atazanavir, Indinavir, Darunavir usw.) vermieden werden. In den Fällen, in denen eine gemeinsame

Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit Atorvastatin unumgänglich ist, sollte eine niedrigere

Initial- und Maximaldosis erwogen werden und es wird eine entsprechende klinische Kontrolle des

Patienten empfohlen (siehe Tabelle 1).

Mittelstarke CYP3A4-Hemmer (z. B. Erythromycin, Diltiazem, Verapamil und Fluconazol) können die

Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen (siehe Tabelle 1). Bei Anwendung von Erythromycin

zusammen mit Statinen wurde ein erhöhtes Myopathierisiko beobachtet. Es wurden keine

Interaktionsstudien zu den Auswirkungen von Amiodaron oder Verapamil auf Atorvastatin durchgeführt.

Amiodaron und Verapamil sind bekannte CYP3A4-Hemmstoffe, und eine Begleittherapie mit

Atorvastatin kann daher möglicherweise zu einer erhöhten Atorvastatin-Exposition führen. Deshalb sollte

bei einer Begleittherapie mit einem mittelstarken CYP3A4-Hemmer eine niedrigere Maximaldosis von

Atorvastatin erwogen werden und es wird eine entsprechende klinische Kontrolle des Patienten

empfohlen. Nach dem Behandlungsbeginn oder einer Dosisanpassung des Hemmstoffs wird eine

entsprechende klinische Kontrolle empfohlen.

Induktoren von CYP3A4

Die gleichzeitige Anwendung von Atorvastatin und Induktoren des Cytochrom-P-450-Isoenzyms 3A4 (z.

B. Efavirenz, Rifampicin, Johanniskraut) kann zu unterschiedlich starken Verringerungen der

Plasmakonzentration von Atorvastatin führen. Aufgrund des dualen Interaktionsmechanismus von

Rifampicin (Induktor des Cytochrom-P-450-Isoenzyms 3A4 und Hemmer des hepatozellulären

Aufnahmetransporters OATP1B1) wird die gleichzeitige Gabe von Atorvastatin und Rifampicin

empfohlen, da eine verzögerte Einnahme von Atorvastatin nach der Gabe von Rifampicin mit einer

ausgeprägten Verringerung der Plasmakonzentration von Atorvastatin verbunden war. Die Auswirkungen

von Rifampicin auf die Konzentration von Atorvastatin in den Hepatozyten ist jedoch unbekannt, und für

den Fall, dass eine Komedikation nicht vermieden werden kann, sollten die Patienten sorgfältig

hinsichtlich der Wirksamkeit überwacht werden.

Hemmstoffe von Transportern

Hemmstoffe von Transportproteinen können die systemische Exposition von Atorvastatin erhöhen.

Ciclosporin und Letermovir sind beide Inhibitoren von Transportern, die an der Verfügbarkeit von

Atorvastatin beteiligt sind, z. B. OATP1B1/1B3, P-gp und BCRP, welche zu einer systemischen

Exposition von Atorvastatin führen (siehe Tabelle 1). Die Auswirkungen einer Hemmung von hepatischen

Aufnahmetransportern auf die Exposition von Atorvastatin in Hepatozyten sind nicht bekannt. Falls eine

Komedikation nicht vermieden werden kann, wird eine Dosisreduktion und eine klinische Überwachung

hinsichtlich der Wirksamkeit empfohlen (siehe Tabelle 1).

Die Anwendung von Atorvastatin wird bei Patienten, die Letermovir gemeinsam mit Ciclosporin

einnehmen, nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Gemfibrozil/Fibrate

Bei Monotherapie mit Fibraten treten gelegentlich muskuläre Ereignisse einschließlich Rhabdomyolyse

auf. Bei gleichzeitiger Gabe von Fibraten und Atorvastatin kann das Risiko für das Auftreten derartiger

Ereignisse erhöht sein. Falls eine Komedikation nicht vermieden werden kann, sollte die niedrigste zum

Erreichen des Therapieziels notwendige Dosis von Atorvastatin angewendet werden und eine

entsprechende Kontrolle des Patienten erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Ezetimib

Die alleinige Anwendung von Ezetimib wird mit dem Auftreten von muskulären Ereignissen

einschließlich Rhabdomyolyse in Verbindung gebracht. Daher kann bei gleichzeitiger Anwendung von

Ezetimib und Atorvastatin das Risiko für das Auftreten derartiger Ereignisse erhöht sein. Es wird eine

entsprechende klinische Kontrolle des Patienten empfohlen.

Colestipol

Die Plasmakonzentrationen von Atorvastatin und seinen aktiven Metaboliten waren bei gleichzeitiger

Einnahme von Colestipol zusammen mit Atorvastatin erniedrigt (Verhältnis der Atorvastatin-

Konzentration: 0,74). Die lipidsenkende Wirkung war jedoch bei gleichzeitiger Einnahme von

Atorvastatin und Colestipol größer als bei alleiniger Gabe der jeweiligen Arzneimittel.

Fusidinsäure

Das Risiko einer Myopathie einschließlich Rhabdomyolyse kann durch die gleichzeitige systemische

Gabe von Fusidinsäure und Statinen erhöht werden. Der Mechanismus dieser Wechselwirkung (ob

pharmakodynamisch, pharmakokinetisch oder beides) ist zurzeit nicht bekannt. Über Rhabdomyolyse

(einschließlich einiger Todesfälle) bei Patienten, die diese Kombination erhalten haben, wurde berichtet.

Wird die systemische Behandlung mit Fusidinsäure als unerlässlich erachtet, muss die Gabe von

Atorvastatin für die gesamte Dauer der Fusidinsäure-Behandlung unterbrochen werden. (siehe Abschnitt

4.4).

Colchicin

Es wurden zwar keine Interaktionsstudien mit Atorvastatin und Colchicin durchgeführt, es gibt aber

Meldungen zu Fällen von Myopathie bei gleichzeitiger Verabreichung von Atorvastatin und Colchicin.

Atorvastatin sollte nur mit Vorsicht zusammen mit Colchicin verschrieben werden.

Auswirkungen von Atorvastatin auf gleichzeitig verabreichte Arzneimittel

Digoxin

Bei gleichzeitiger, mehrmaliger Einnahme von 10 mg Atorvastatin und Digoxin erhöhte sich die Steady-

State-Plasmakonzentration von Digoxin geringfügig. Patienten, die gleichzeitig Digoxin einnehmen,

sollten deshalb entsprechend überwacht werden.

Orale Kontrazeptiva

Die gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin zusammen mit oralen Kontrazeptiva führte zu einem Anstieg

der Plasmakonzentrationen von Norethisteron und Ethinyl-Estradiol.

Warfarin

In einer klinischen Studie bei Patienten unter einer Dauertherapie mit Warfarin führte die gleichzeitige

Einnahme von 80 mg Atorvastatin täglich und Warfarin zu einer geringen (ca. 1,7 Sekunden) Abnahme

der Prothrombinzeit während der ersten 4 Behandlungstage, wobei die Prothrombinzeit innerhalb von 15

Tagen Anwendung von Atorvastatin wieder Normalwerte erreichte. Obwohl nur sehr seltene Fälle einer

klinisch signifikanten Wechselwirkung mit Antikoagulanzien berichtet wurden, sollte bei Patienten, die

Antikoagulanzien vom Coumarin-Typ einnehmen, vor der ersten Anwendung von Atorvastatin und

während der ersten Therapiephase die Prothrombinzeit so häufig bestimmt werden, dass sichergestellt ist,

dass keine signifikante Änderung der Prothrombinzeit eintritt. Wenn dann eine stabile Prothrombinzeit

gesichert ist, kann sie in den Abständen, wie sie für Patienten unter Antikoagulanzien vom Coumarin-Typ

üblich ist, kontrolliert werden. Wenn die Dosis von Atorvastatin verändert oder die Therapie abgebrochen

wird, sollte die gleiche Vorgehensweise gewählt werden. Bei Patienten ohne Antikoagulanzientherapie

wurde Atorvastatin nicht mit Blutungen oder Veränderungen der Prothrombinzeit in Verbindung gebracht.

Kinder und Jugendliche

Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt. Das Ausmaß an Interaktionen bei

Kindern ist nicht bekannt. Die oben genannten Wechselwirkungen bei Erwachsenen und die

Warnhinweise im Abschnitt 4.4 sollten auch bei Kindern beachtet werden.

Arzneimittelwechselwirkungen

Tabelle 1: Auswirkungen gleichzeitig verabreichter Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Atorvastatin

Atorvastatin

Gleichzeitig verabreichtes Arzneimittel

und Dosierung

Dosis (mg)

AUC

&

-

Verhältnis

Klinische Empfehlungen

#

Glecaprevir 400 mg einmal

täglich/Pibrentasvir 120 mg

einmal täglich, 7 Tage

10 mg

einmal

täglich für

7 Tage

Eine gemeinsame

Anwendung mit Präparaten,

die Glecaprevir oder

Pibrentasvir enthalten, ist

kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Tipranivir 500 mg

2 x täglich/Ritonavir 200 mg 2 x täglich,

8 Tage (Tag 14 bis 21)

40 mg an Tag

10 mg an Tag

Telaprevir 750 mg q8h, 10 Tage

20 mg

Einzeldosis

Ciclosporin 5,2 mg/kg/Tag,

stabile Dosis

10 mg einmal

täglich über

28 Tage

Falls eine Komedikation mit

Atorvastatin notwendig ist,

10 mg Atorvastatin nicht

überschreiten. Eine klinische

Überwachung dieser

Patienten wird empfohlen.

Elbasvir 50 mg einmal

täglich/Grazoprevir 200 mg

einmal täglich, 13 Tage

10 mg

Einzeldosis

1,95

Bei gemeinsamer

Anwendung mit Präparaten,

die Elbasvir oder Grazoprevir

enthalten, sollte die

Atorvastatin-Dosis eine

Tagesdosis von 20 mg nicht

überschreiten.

Lopinavir 400 mg 2 x täglich/Ritonavir

100 mg 2 x täglich, 14 Tage

20 mg einmal

täglich über 4

Tage

Clarithromycin 500 mg 2 x täglich, 9

Tage

80 mg einmal

täglich über 8

Tage

Falls eine Komedikation mit

Atorvastatin notwendig ist,

wird eine niedrigere

Atorvastatin-Erhaltungsdosis

empfohlen. Bei höheren

Atorvastatin-Dosen als 20 mg

wird eine klinische

Überwachung dieser

Patienten empfohlen.

Saquinqvir 400 mg 2 x täglich/Ritonavir

(300 mg 2 x täglich von Tag 5 bis 7,

Erhöhung auf 400 mg 2 x täglich an Tag

8), Tag 4 bis 18, jeweils 30 Minuten nach

der Atorvastatin-Gabe

40 mg einmal

täglich über 4

Tage

Darunavir 300 mg 2 x täglich/Ritonavir

100 mg 2 x täglich, 9 Tage

10 mg einmal

täglich über 4

Tage

Itraconazol 200 mg 1 x täglich, 4 Tage

40 mg als

Einmalgabe

Fosamprenavir 700 mg 2 x

täglich/Ritonavir 100 mg 2 x täglich, 14

Tage

10 mg einmal

täglich über 4

Tage

Fosamprenavir 1400 mg 2 x täglich, 14

Tage

10 mg einmal

täglich über 4

Tage

Falls eine Komedikation mit

Atorvastatin notwendig ist,

wird eine niedrigere

Atorvastatin-Erhaltungsdosis

empfohlen. Bei höheren

Atorvastatin-Dosen als 40 mg

wird eine klinische

Überwachung dieser

Patienten empfohlen.

Elbasvir 50 mg einmal täglich/

Grazoprevir 200 mg einmal täglich, 13

Tage

10 mg

Einzeldosis

1,95

Bei gemeinsamer

Anwendung mit Präparaten,

die Elbasvir oder

Grazoprevir enthalten, sollte

die Atorvastatin-Dosis eine

Tagesdosis von 20 mg nicht

überschreiten.

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Public Assessment Report

Scientific discussion

Atorvastatin “Actavis”

80 mg film-coated tablets

Atorvastatin (as atorvastatin calcium trihydrate)

AT/H/0979/004/DC

Former: DK/H/1404/006/MR

28 March 2014

This module reflects the scientific discussion for the approval of Atorvastatin “Actavis”. The

procedure was finalised on 13 July 2012. For information on changes after this date please refer

to the module ‘Update’.

I.

INTRODUCTION

Based on the review of the quality, safety and efficacy data, the Member States have granted a

marketing authorisation for Atorvastatin “Actavis” 80 mg film-coated tablets, from Actavis Group

PTC ehf. The date of authorisation in Denmark was on 30 August 2012.

The product is indicated for hypercholesterolaemia and prevention of cardiovascular disease.

A comprehensive description of the indications and posology is given in the SmPC.

Atorvastatin calcium is a semi-synthetic lipid-lowering agent that inhibits HMG-CoA reductase, the

rate-limiting

enzyme

that

converts

3-hydroxy-3-methylglutaryl-coenzyme

mevalonate,

precursor of sterols, including cholesterol.

This mutual recognition procedure concerns a generic application claiming essential similarity with

the reference product Zarator film-coated tablets, which has been registered in Denmark by Pfizer ApS

since May 1997 (10 mg, 20 mg and 40 mg) and February 2002 (80 mg).

The reference product used in the bioequivalence study is Lipitor 80 mg tablets, Pfizer Ireland

Pharmaeuticals, from the UK market.

The marketing authorisation has been granted pursuant to Article 10(1) of Directive 2001/83/EC.

II.

QUALITY ASPECTS

II.1

Introduction

Each film-coated tablet contains 80 mg of atorvastatin as atorvastatin calcium trihydrate.

The tablets are white, oval, biconvex, 10 x 19 mm film-coated tablets marked with “80” on one side

and “A” on the other.

The tablets are packed in Al/OPA/PVC bottom strips with push-through AL foil in pack sizes of 20,

28, 30, 50, 98, 100 tablets. However, not all pack sizes may be marketed.

The excipients in the tablet core are: cellulose microcrystalline; crospovidone, type A; sodium

carbonate anhydrous; povidone; glycerol dibehenate; and magnesium stearate.

The coating consists of: hypromellose 6cP; titanium dioxide (E171); and macrogol 6000.

The RMS has been assured that acceptable standards of GMP (see Directive 2003/94/EC) are in place

for this product type at all sites responsible for the manufacturing of the active substance as well as for

the manufacturing and assembly of this product prior to granting its national authorisation.

II.2

Drug Substance

The product contains as active substance atorvastatin calcium trihydrate in crystalline form which is

monographed in Ph.Eur. It is a white to off white powder. It is very slightly soluble in water, slightly

soluble in ethanol (96 %), and practically insoluble in methylene chloride. It is optically active and

shows polymorphism.

INN: Atorvastatin

Chemical name(s): [R-(R*,R*)]-2-(4-fluorophenyl)-β,δ-dihydroxy-5-(1-methylethyl)-3-phenyl-4-

[(phenylamino)carbonyl]-1H-pyrrole-1-heptanoic acid calcium salt (2:1).

1H-pyrrole-1-heptanoic acid,2-(4-fluorophenyl)-β,δ-dihydroxy-5-(1-

methylethyl)-3-phenyl-4-[(phenylamino)carbonyl]- calcium salt (2:1), (βR,δR)

Molecular formula: C

, 3H

Molecular mass: 1209 g/mol

Molecular structure:

The applicant sources the substance from a single supplier. Documentation on the active substance is

available as an Active Substance Master File (ASMF/EDMF).

Details

synthesis,

starting

materials,

methods

analysis

their

validations

satisfactory. Impurities are adequately controlled. Specifications are satisfactory and test methods have

been presented in adequate detail. Validation data are satisfactory. The retest period applied for has

been justified.

II.3

Medicinal Product

The drug product is film-coated tablets to be marketed in Al/Al blisters.

product

composition

adequately

described.

development

product

been

satisfactorily

performed

explained.

incompatibilities

between

active

substance

excipients are observed. Excipients are commonly used for manufacture of a film-coated tablet. The

packaging material is standard and shown suitable by the presented stability studies. Additional

dissolution testing has been presented and is found adequate.

Product manufacture is by standard processing and employs a wet granulation process followed by

tabletting and film-coating. Manufacture is suitably described. In-process controls are described with

limits and frequencies.

Validation data are provided on two batches. The results obtained show that the process is adequately

controlled.

The finished product specification is standard for the pharmaceutical form and includes relevant

physicochemical, ID, assay and purity tests. Widened assay and impurity limits are employed in the

shelf-life specification. The limits for impurities at release and shelf-life have been adequately justified

by batch analysis and stability data.

Batch analysis data are provided for pilot scale batches. The results show compliance with the release

requirements and confirm consistency of product manufacture.

Stability data are provided for 2 batches of the 80 mg tablet strength stored in the proposed market

packaging (Al/OPA/PVC/Al blister). A shelf-life of 18 months with no special temperature storage

precautions is accepted. The product should be stored in the original package in order to protect from

moisture.

III.

NON-CLINICAL ASPECTS

III.1

Introduction

Pharmacodynamic, pharmacokinetic and toxicological properties of atorvastatin calcium are well

known. As atorvastatin calcium is a widely used, well-known active substance, the applicant has not

provided additional studies and further studies are not required. Overview based on literature review

is, thus, appropriate.

The non-clinical overview report refers 52 publications up to year 2010. The non-clinical overview on

the pre-clinical pharmacology, pharmacokinetics and toxicology is adequate.

Environmental risk assessment

The product is intended as a substitute for other identical products on the market. The approval of this

product will not result in an increase in the total quantity of atorvastatin calcium released into the

environment. It does not contain any component, which results in an additional hazard to the

environment during storage, distribution, use and disposal.

IV.

CLINICAL ASPECTS

IV.1

Introduction

Atorvastatin calcium is a well-known active substance with established efficacy and tolerability. As

atorvastatin calcium is a widely used, well-known active substance, the applicant has not provided

additional studies (apart from a supportive bioequivalence study referenced below) and further studies

are not required. Overview based on literature review is, thus, appropriate.

The clinical overview report refers 112 publications up to year 2010. The clinical overview on the

clinical pharmacology, efficacy and safety is adequate.

IV.2

Pharmacokinetics

Atorvastatin is rapidly absorbed after oral administration and maximum plasma concentrations occur

within 1 to 2 hours. The extent of absorption increases in proportion to the atorvastatin dose over the

range 5-80 mg. The absolute bioavailability of atorvastatin (parent drug) is approximately 14% and the

systemic

availability

HMG-CoA

reductase

inhibitory

activity

approximately

30%.

Food

significantly decreases the rate and extent of absorption of atorvastatin: C

and AUC decrease by

approximately 25% and 9%, respectively, when the drug is taken after a meal. Furthermore, plasma

atorvastatin concentrations are lower (approximately 30% for C

and AUC) following evening drug

administration compared with morning administration. However, the LDL-C reduction is similar

whether atorvastatin is taken with or without food.

Atorvastatin is more than 98% bound to plasma proteins and mean volume of distribution is

approximately 381 L.

Atorvastatin

extensively

metabolised

ortho-

para-hydroxy

derivatives,

various

betaoxidation products. Atorvastatin and its metabolites are eliminated primarily in the bile following

hepatic

and/or

extra-hepatic

metabolism.

ortho-hydroxy-metabolite

present

similar

concentrations in plasma as the parent compound, while the concentrations of the para-hydroxy

metabolite are much lower - about 5% of the parent and the ortho-hydroxy metabolite.

Approximately 70% of the circulating inhibitory activity of HMG-CoA reductase has been attributed

to the active ortho- and para-hydroxy metabolites.

The elimination half-life of atorvastatin in humans is approximately 14 hours, but the half-life of the

inhibitory activity for HMG-CoA reductase is 20 to 30 hours due to contribution of active metabolites.

Less than 2% of a dose of atorvastatin is recovered in urine following oral administration.

Bioequivalence study

In support of the application one bioequivalence study has been provided.

The study was an open-label, randomized, two-treatment, two-sequence, four-period, crossover, fully

replicate single-dose bioequivalence study conducted under fasting conditions with a wash out period

of 11 days between the administrations. 80 mg was administered in each period.

The reference product used in the bioequivalence study is Lipitor 80 mg tablets, Pfizer Ireland

Pharmaeuticals, from the UK market.

92 healthy South Asian male subjects participated in the study. 76 subjects completed all periods of

the study. 84 subjects were included in the pharmacokinetic and statistical analysis. 8 subjects

completed at least two periods of the study, one for each formulation, hence as per protocol the data

from only the completed periods of these subjects were considered for the pharmacokinetic and

statistical analysis.

primary

pharmacokinetic

variables

evaluated

were

atorvastatin

bioequivalence was determined based on limits of 80-125% for both AUC

and C

Results

Table 1. Summary of Pharmacokinetic Data for Atorvastatin

Lipitor (Reference Product)

Atorvastatin (Test Product)

Table 2. Pooled Summary Statistics of Pharmacokinetic Parameters for Atorvastatin in Healthy Adult

Male Subjects

Table 3. Confidence Intervals

The results show that the 90% confidence intervals for the AUC

and C

ratio between test and

reference product are within normal acceptance limits of 80-125% and demonstrate that the test

product is bioequivalent with Lipitor 80 mg film-coated tablets. The test product was tolerated equally

well as reference product.

The RMS has been assured that the bioequivalence study has been conducted in accordance with

acceptable

standards

Good

Clinical

Practice

(GCP,

Directive

2005/28/EC)

Good

Laboratory Practice (GLP, see Directives 2004/9/EC and 2004/10/EC).

IV.3

Pharmacodynamics

The pharmacodynamics of atorvastatin calcium is well established in the indications sought.

IV.4

Risk management plan & Pharmacovigilance system

Atorvastatin calcium was first approved in 1996, and there is now more than 10 years post-

authorisation experience with the active substance. The safety profile of atorvastatin calcium can be

considered to be well established and no product specific pharmacovigilance issues were identified

pre- or postauthorisation which are not adequately covered by the current SPC. Additional risk

minimisation activities have not been identified for the reference medicinal product. The MAH has a

pharmacovigilance system at their disposal, which is based on the current European legislation.

The Pharmacovigilance system described fulfils the requirements and provides adequate evidence that

the applicant has the services of a qualified person responsible for pharmacovigilance and has the

necessary means for the identification and notification of any a potential risks occurring either in the

Community or in a third country.

V.

PRODUCT INFORMATION

SmPC and Package leaflet

The content of the SmPC and package leaflet approved during the mutual recognition procedure is in

accordance with that accepted for the reference product Zarator marketed by Pfizer ApS.

The SmPC and Package leaflet are in accordance with the outcome of the art 30 referral decided on by

the European Commission. In addition, the outcome of the art 29 paediatrics referral and the PhVWP

text on prHMG-CoA Reductase Inhibitors and the risk of new onset diabetes/impaired glucose

metabolism are reflected in the documents.

Readability test

package

leaflet

been

evaluated

user

consultation

study

accordance

with

requirements of Articles 59(3) and 61(1) of Directive 2001/83/EC. The test consisted of: a pilot test,

followed by two rounds with 10 participants each. The questions covered the following areas

sufficiently: traceability, comprehensibility and applicability. The readability test has been sufficiently

performed.

VI.

OVERALL CONCLUSION, BENEFIT/RISK ASSESSMENT AND

RECOMMENDATION

Atorvastatin “Actavis” 80 mg film-coated tablets has a proven chemical-pharmaceutical quality and is

a generic form of Zarator film-coated tablets. Zarator is a well-known medicinal product with an

established favourable efficacy and safety profile.

Bioequivalence has been shown to be in compliance with the requirements of European guidance

documents.

The MAH has provided written confirmation that systems and services are in place to ensure

compliance with their pharmacovigilance obligations.

The SmPC, package leaflet and labelling are in the agreed templates and are in agreement with what

has been approved for Zarator.

Agreement between Member States was reached during a written procedure. There was no discussion

in the CMD(h). The Concerned Member States, on the basis of the data submitted, considered that

essential similarity has been demonstrated for Atorvastatin “Actavis” 80 mg film-coated tablets with

the reference product, and have therefore granted a marketing authorisation. The mutual recognition

procedure was finalised on 13 July 2012.

According to the List of Union reference dates and frequency of submission of periodic safety update

reports (PSURs), no routine PSURs are required for this product.

The date for the first renewal will be: 31 July 2017.

The following post-approval commitments have been made during the procedure:

Photostability studies for 80 mg tablets will be started. The results will be available in July

2012.

The results of the validation of the holding time for the powder blend will be provided to

authorities when available.

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