Pulmotil G

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Pulmotil G 200 g/kg Arzneimittel-Vormischung zur Herstellung von Fütterungsarzneimitteln für Schweine und Kaninchen
  • Einheiten im Paket:
  • 10 kg Säcke aus aus Polyamid/Polythene Laminat, Laufzeit: 24 Monate,1 kg Säcke aus aus flexiblem Laminat, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • Ernährungs-

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Pulmotil G 200 g/kg Arzneimittel-Vormischung zur Herstellung von Fütterungsarzneimitteln für Schweine und Kaninchen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 8-70042
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-08-1997
  • Letzte Änderung:
  • 08-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

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GEBRAUCHSINFORMATION

Pulmotil G 200 g/kg Arzneimittel-Vormischung

zur Herstellung von Fütterungsarzneimitteln für Schweine und Kaninchen

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

Deutschland:

Lilly Deutschland GmbH

Abt. Elanco Animal Health

Werner-Reimers-Straße 2-4

D-61352 Bad Homburg

Österreich:

Richter Pharma AG

Feldgasse 19

A-4600 Wels

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Eli Lilly and Company Limited

Speke Operations, Fleming Road, Speke, Liverpool,

L24 9LN, England

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Pulmotil G 200 g/kg Arzneimittel-Vormischung zur Herstellung von Fütterungsarzneimitteln für

Schweine und Kaninchen

Tilmicosin (als Phosphat)

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

Pulmotil G 200 ist ein gelblich-hellbraunes bis rötlich-hellbraunes freifließendes körniges

Material, das Tilmicosin (als Phosphat) enthält, 200g/kg.

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Schweine:

Therapie

Metaphylaxe

Atemwegserkrankungen,

verursacht

durch

Actinobacillus pleuropneumoniae, Mycoplasma hyopneumoniae, Pasteurella multocida und

andere Organismen, die gegenüber Tilmicosin empfindlich sind.

Kaninchen:

Therapie

Metaphylaxe

Atemwegserkrankungen,

verursacht

durch

Pasteurella multocida und Bordetella bronchiseptica, die gegenüber Tilmicosin empfindlich

sind.

5.

GEGENANZEIGEN

Pferde oder andere Equiden sollten keinen Zugang zu Tilmicosin enthaltendem Futter haben.

Pferde,

tilmicosinhaltiges

Futter

bekommen,

zeigen

möglicherweise

Anzeichen

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Vergiftung

Lethargie,

Anorexie,

verringerte

Futteraufnahme,

flüssigen

Kot,

Koliken,

Aufblähung des Abdomens und Tod.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Tilmicosin oder einem der

sonstigen Bestandteile des Tierarzneimittels.

6.

NEBENWIRKUNGEN

In sehr seltenen Fällen kann sich die Futteraufnahme bei Tieren, die das Fütterungsarzneimittel

erhalten, verringern (bis zur Futterverweigerung). Diese Wirkung tritt nur vorübergehend auf.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Gebrauchsinformation

aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Schweine

Kaninchen

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Die Aufnahme von Fütterungsarzneimitteln hängt vom klinischen Zustand der Tiere ab. Um die

korrekte Dosis zu verabreichen, muss die Konzentration von Tilmicosin entsprechend angepasst

werden.

Dazu wird die folgende Formel verwendet:

Dosisrate (mg/kg Körpergewicht) x Körpergewicht (kg)

Arzneimittel-Vormischung (kg) / Futter (Tonne)

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Tägliche Futteraufnahme (kg) x Vormischungsstärke (g/kg)

Schweine

Über einen Zeitraum von 15-21 Tagen wird eine Tilmicosin-Dosis von 8 bis 16 mg/kg

Körpergewicht/Tag unter das Futter gemischt (ergibt 200 bis 400 ppm im Futter).

Indikation

Tilmicosin-Dosis

Dauer der

Anwendung

Einmischung in das

Futter

Therapie und

Metaphylaxe von

Atemwegserkrankungen

8-16 mg/kg

Körpergewicht/Tag

15 bis 21 Tage

1-2 kg

Pulmotil G 200/Tonne

Kaninchen

Über einen Zeitraum von 7 Tagen wird eine Tilmicosin-Dosis von 12,5 mg/kg

Körpergewicht/Tag unter das Futter gemischt (ergibt 200 ppm im Futter).

Indikation

Tilmicosin-Dosis

Dauer der

Anwendung

Einmischung in das

Futter

Therapie und

12,5 mg/kg

7 Tage

1 kg

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Metaphylaxe von

Atemwegserkrankungen

Körpergewicht/Tag

Pulmotil G 200/Tonne

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

eine

gründliche

Verteilung

Tierarzneimittels

gewährleisten,

sollte

Einmischung in das endgültige Futter zunächst mit einer geeigneten Menge Futter (20 – 50 kg)

vorgemischt werden.

Das Produkt kann in pelletiertes Futter eingearbeitet werden, wenn die Dauer der

Präkonditionierung möglichst gering ist und die Temperatur 75 °C nicht überschreitet.

10.

WARTEZEITEN

Schweine

Essbare Gewebe:

21 Tage

Kaninchen

Essbare Gewebe:

4 Tage

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Trocken lagern.

Nicht über 25°C lagern.

Nicht direktem Sonnenlicht aussetzen.

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf der Kennzeichnung angegebenen Verfalldatum

„Verwendbar bis“ nicht mehr anwenden.

Nach erstmaligem Anbrechen/Öffnen innerhalb von 3 Monaten verwenden.

Nach Einmischen in mehliges oder pelletiertes Futter innerhalb von 3 Monaten verwenden.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

nicht

sachgerechter

Einsatz

Tierarzneimittels

kann

Vorkommen

gegen

Tilmicosin resistenten Bakterien erhöhen und die Wirksamkeit von mit Tilmicosin verwandten

Substanzen

vermindern.

Anwendung

Tierarzneimittels

sollte

Basis

einer

Empfindlichkeitsprüfung (Antibiogramm) erfolgen.

Anwendung

Tierarzneimittels

sind

offiziellen

nationalen

regionalen

Regelungen für den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen.

Aufgrund

einer

wahrscheinlichen

Variabilität

(zeitlich,

geografisch)

beim

Auftreten

tilmicosinresistenten

Bakterien

wird

empfohlen,

bakteriologische

Proben

deren

Empfindlichkeit zu testen.

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode

Die Unbedenklichkeit von Tilmicosin für Zuchteber wurde nicht untersucht.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich

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Bei Schweinen, die über 15 Tage lang bis zu 80 mg Tilmicosin pro kg Körpergewicht erhielten

(ergibt im Futter 2000 ppm bzw. das 10-fache der empfohlenen Dosis), wurden keine

Symptome einer Überdosierung beobachtet.

Inkompatibilitäten

Tilmicosin darf nicht bentonithaltigem Futter beigemischt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

- Tilmicosin kann zu Reizungen führen. Des Weiteren können Makrolide wie Tilmicosin nach

Injektion,

Inhalation,

Einnahme

oder

Kontakt

Augen

oder

Haut

eine

Überempfindlichkeit (Allergie) verursachen. Eine Überempfindlichkeit auf Tilmicosin kann

zu Kreuzreaktionen mit anderen Makroliden führen und umgekehrt. Allergische Reaktionen

auf diese Substanzen können gelegentlich schwerwiegend sein, weswegen direkter Kontakt

vermieden werden sollte.

- Zur

Vermeidung

einer

Exposition

während

Zubereitung

Fütterungsarzneimittels

sollten

Schutzkleidung,

Schutzbrille,

undurchlässige

Schutzhandschuhe

eine

partikelfiltrierende Halbmaske zum Einmalgebrauch nach Europäischer Norm EN149 oder

eine wiederverwendbare Atemschutzmaske nach EN140 mit einem Filter gemäß EN143

getragen werden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels darf nicht gegessen, getrunken

oder geraucht werden. Nach Gebrauch die Hände waschen.

- Bei versehentlicher Einnahme den Mund unverzüglich mit Wasser ausspülen und einen Arzt

zu Rate ziehen. Bei versehentlichem Hautkontakt ist die Stelle sorgfältig mit Seife und Wasser

abzuspülen. Im Fall eines versehentlichen Kontakts mit den Augen müssen diese ausgiebig

mit klarem, fließendem Wasser ausgewaschen werden.

- Wenn Sie auf einen Bestandteil des Produkts allergisch sind, sollten Sie das Produkt nicht

handhaben.

- Wenn Sie nach einer Exposition Symptome wie Hautausschlag entwickeln, sollten Sie einen

Arzt zu Rate ziehen und ihn über diesen Warnhinweis informieren.

Schwellungen von

Gesicht, Lippen und Augen oder Atemprobleme sind schwerwiegende Symptome und müssen

dringend medizinisch behandelt werden.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Schweinegülle sollte nicht auf Grünland ausgebracht werden. Wenn Schweinegülle auf Ackerfläche

ausgebracht wird, sollte mit einer Tiefe bis zu 30 cm gepflügt werden. Die Gülle behandelter Tiere

sollte nicht in aufeinander folgenden Jahren auf demselben Feld ausgebracht werden.

Deutschland:

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben.

Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher

Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über

die Kanalisation entsorgt werden.

Österreich:

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese

Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

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September 2013

15.

WEITERE ANGABEN

Pulmotil G 200 ist in Säcken in folgenden Größen erhältlich: 1 kg und 10 kg

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

DE: Z. Nr.: 400229.02.00

AT: Z. Nr.: 8-70042