NuvaRing

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • NuvaRing Ring zur vaginalen Anwendung
  • Darreichungsform:
  • Ring zur vaginalen Anwendung
  • Zusammensetzung:
  • etonogestrelum 11.7 mg, ethinylestradiolum 2.7 mg, excipiens für die Vorbereitung.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • NuvaRing Ring zur vaginalen Anwendung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Hormonale Kontrazeption

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56038
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-07-2003
  • Letzte Änderung:
  • 12-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Anwenderinnen

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses

Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen

weitergeben; das Arzneimittel könnte ihnen schaden. Bewahren Sie diese Packungsbeilage auf, Sie

wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

NuvaRing®

Was ist NuvaRing und wann wird es angewendet?

NuvaRing ist ein Empfängnisverhütungsmittel (Kontrazeptivum), das in die Vagina (Scheide)

eingesetzt wird. Es ist ein flexibler, transparenter, fast farbloser Kunststoffring mit einem äusseren

Durchmesser von 54 mm und einem Querschnittsdurchmesser von 4 mm.

NuvaRing enthält die weiblichen Geschlechtshormone Etonogestrel (ein Gestagen) und

Ethinylestradiol (ein Östrogen). Der Ring gibt diese Hormone in den Blutkreislauf ab. Aufgrund der

kleinen Menge die von diesen Hormonen abgegeben wird, ist NuvaRing ein niedrig dosiertes

hormonales Empfängnisverhütungsmittel. Weil NuvaRing zwei unterschiedliche Hormone freisetzt,

bezeichnet man das Präparat als kombiniertes hormonales Kontrazeptivum (CHC).

NuvaRing bietet bei vorschriftsmässiger Anwendung auf mehrfache Weise Schutz vor einer

Schwangerschaft: Im Allgemeinen wird verhindert, dass ein befruchtungsfähiges Ei heranreift.

Ausserdem bleibt der Schleim im Gebärmutterhals verdickt, so dass das Aufsteigen des männlichen

Samens erschwert wird. Weiterhin ist die Schleimhaut der Gebärmutter für eine Schwangerschaft

nicht vorbereitet. Die durch CHC ausgelösten hormonellen Veränderungen können ausserdem dazu

führen, dass Ihr Zyklus regelmässiger und Ihre Menstruation schwächer und kürzer werden kann.

NuvaRing darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.

Wichtige Information über kombinierte hormonale Kontrazeptiva (CHC)

-Bei korrekter Anwendung zählen die CHC zu den zuverlässigsten reversiblen Verhütungsmethoden.

-CHC bewirken eine leichte Zunahme des Risikos für ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien,

insbesondere im ersten Jahr der Anwendung oder bei Wiederaufnahme der Anwendung eines CHC

nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen.

-Achten Sie bitte aufmerksam auf Symptome eines Blutgerinnsels (siehe Abschnitt «Blutgerinnsel»)

und wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie vermuten, diese zu haben.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in der Rubrik «Wann ist bei der Anwendung von

NuvaRing Vorsicht geboten?», bevor Sie mit der Anwendung von NuvaRing beginnen. Besonders

wichtig ist es, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (siehe «So

erkennen Sie ein Blutgerinnsel»).

Bevor Sie mit der Anwendung hormonaler Mittel zur Schwangerschaftsverhütung beginnen, sollte

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin eine sorgfältige Eigen- und Familienanamnese (Vorkommnisse von

eigenen Krankheiten und von Krankheiten in der Familie) erheben sowie eine gründliche allgemeine

und gynäkologische Untersuchung durchführen und eine Schwangerschaft ausschliessen.

Während der Anwendung von NuvaRing empfehlen sich ärztliche Kontrolluntersuchungen in

periodischen Abständen. Dabei wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin eventuell vorliegende Risiken (wie Alter,

Gewicht, chirurgischer Eingriff, Änderung Ihres Gesundheitszustandes und/oder Ihrer Risiken)

erneut gegen den erwarteten Nutzen abwägen und mit Ihnen über das Fortführen der Anwendung

von NuvaRing entscheiden.

Bei Anwenderinnen von kombinierten Pillen wurde festgestellt, dass Krebs der

Gebärmutterschleimhaut (Auskleidung der Gebärmutter) und Eierstockkrebs weniger häufig auftritt

als bei Nicht-Anwenderinnen. Dies könnte auch für NuvaRing zutreffen, ist aber noch nicht bestätigt

worden.

Auch bevor Sie von einem anderen Verhütungsmittel auf NuvaRing übergehen oder sehr bald nach

einer Entbindung oder Fehlgeburt mit der Anwendung von NuvaRing beginnen wollen, sollten Sie

unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin fragen (siehe auch «Wie verwenden Sie NuvaRing?»). Bis zu

12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöht. Sie

sollten deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von

NuvaRing beginnen können.

NuvaRing ist ein Arzneimittel. Im Falle eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs informieren Sie

die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen darüber, dass sie NuvaRing anwenden.

Hormonale Empfängnisverhütungsmittel wie NuvaRing können weder vor einer HIV-Infektion

(AIDS) noch vor anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen schützen.

Wann darf NuvaRing nicht angewendet werden?

NuvaRing darf nicht angewendet werden, wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie

zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, müssen Sie dies Ihrem

Arzt/Ihrer Ärztin mitteilen. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere

Verhütungsmethode für Sie besser geeignet ist.

-wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäss der Beine (tiefe Beinvenenthrombose), der Lunge

(Lungenembolie) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten);

-wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;

-wenn Sie unter Angina pectoris leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben (d.h. insbesondere

bei Anstrengung auftretenden Brustschmerzen oder einem Druckgefühl hinter dem Brustbein, die

Vorbote eines Herzinfarkts sein können);

-wenn Sie bereits eine transitorische ischämische Attacke (sogenannte TIA; vorübergehende

Symptome eines Schlaganfalls) hatten;

-wenn bei Ihnen eine Störung der Blutgerinnung bekannt ist – beispielsweise Protein-C-Mangel,

Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden-Mutation oder Antiphospholipid-

Antikörper;

-wenn bei Ihnen gleichzeitig mehrere Risikofaktoren für das Auftreten eines Blutgerinnsels

vorliegen, wie z.B. Übergewicht zusammen mit Alter über 35 Jahre (siehe auch Kapitel «Wann ist

bei der Anwendung von NuvaRing Vorsicht geboten?» - «Faktoren, die das Risiko für ein

Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen» und «Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer

Arterie erhöhen»);

-wenn Sie an einer bestimmten Form von Migräne (sog. «Migräne mit Aura», die mit Empfindungs-,

Wahrnehmungs- und/oder Bewegungsstörungen einhergeht) leiden oder in der Vergangenheit

gelitten haben;

-wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit Gefässveränderungen leiden;

-wenn Sie stark erhöhten Blutdruck haben;

-wenn Sie stark erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride) haben;

-wenn Sie an schweren Lebererkrankungen (z.B. Gelbsucht) leiden oder gelitten haben und sich die

Leberwerte noch nicht normalisiert haben;

-wenn Sie einen Lebertumor haben oder hatten;

-wenn Sie Brust- oder Gebärmutterkrebs haben oder hatten, bei dem Geschlechtshormone eine Rolle

spielen oder spielten;

-wenn Sie nicht abgeklärte Scheidenblutungen haben;

-wenn Sie an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) und damit verbundenen hohen

Blutfettwerten leiden oder gelitten haben;

-wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermutet wird;

-wenn Sie überempfindlich gegenüber einem der Bestandteile von NuvaRing sind.

Wann ist bei der Anwendung von NuvaRing Vorsicht geboten?

In dieser Patienteninformation werden einige Situationen beschrieben in denen die Zuverlässigkeit

von NuvaRing vermindert sein kann. In solchen Situationen sollten Sie keinen Geschlechtsverkehr

haben oder zusätzlich nichthormonal verhüten, z.B. Kondom oder eine andere barrierebildende

Methode anwenden. Keine Zyklus- oder Temperaturmess-Methode. Diese Methoden können

unzuverlässig sein, da NuvaRing den monatlichen Körpertemperatur- und Zervixschleim-Wechsel

ändert.

Bei Auftreten einer oder mehrerer der folgenden Beschwerden sollten Sie unverzüglich einen

Arzt/eine Ärztin kontaktieren (siehe auch Tabelle «So erkennen Sie ein Blutgerinnsel»):

-Neu auftretende Migräne oder ungewohnt starke Kopfschmerzen.

-Plötzliche Atembeschwerden oder plötzliches Auftreten von Husten unklarer Ursache.

-Unerklärliche Beinschmerzen mit oder ohne Schwellung.

-Plötzliche Seh-, Hör-, Sprech- oder sonstige Wahrnehmungsstörung.

-Plötzlicher starker Schmerz im Oberbauch oder Brustkorb mit oder ohne Ausstrahlung in den Arm.

-Plötzliches Auftreten von Schwindel, Schwächegefühl, Gefühlsstörungen.

-Kollaps.

-Mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und während der Genesung nach Unfall oder

Operation.

-Deutlicher Blutdruckanstieg bei mehreren Messungen.

-Bei Gelbsucht.

-Bei Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, wenn folgende Krankheiten bestehen oder

einmal bestanden haben oder sich während der Anwendung von NuvaRing verschlimmern oder zum

ersten Mal auftreten:

-wenn Sie unregelmässige Monatsblutungen, Brustveränderungen, Brustkrebs in der Familie oder

gutartige Geschwülste der Gebärmutter (sogenannte Myome) haben;

-wenn Sie eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (sogenannte Ödeme) haben;

-wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben;

-wenn Sie an Epilepsie oder Veitstanz (Chorea minor) leiden;

-wenn Sie erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer

Familie vorgekommen ist. Unter Anwendung von CHC bei Hypertriglyceridämie wurde über ein

erhöhtes Risiko für Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) berichtet;

-wenn Sie an einer Venenentzündung leiden (oberflächliche Thrombophlebitis);

-wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben;

-wenn Sie eine Lebererkrankung (z.B. Gelbsucht) oder eine Gallenblasenerkrankung (z.B.

Gallensteine) haben;

-wenn Sie an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronische entzündliche Darmerkrankung) leiden;

-wenn Sie an systemischem Lupus erythematodes leiden (SLE; eine Erkrankung, die Ihr natürliches

Abwehrsystem beeinträchtigt);

-wenn Sie an einem hämolytischen urämischen Syndrom leiden (HUS; eine Störung der

Blutgerinnung, die zu Nierenversagen führt);

-wenn Sie eine Sichelzellanämie haben (eine seltene Bluterkrankung);

-wenn Sie eine Herpes-Erkrankung während einer früheren Schwangerschaft (Herpes gestationis)

hatten;

-wenn Sie eine bestimmte Form der Mittelohrschwerhörigkeit (Otosklerose) haben;

-wenn Sie an der Stoffwechselerkrankung Porphyrie leiden;

Bei bestehendem oder früherem (besonders während einer früheren Schwangerschaft) Chloasma

(gelbbraune Pigmentflecken auf der Haut, besonders im Gesicht), sollten Sie sich nicht zu stark der

Sonne oder ultravioletten Strahlen aussetzen.

Beim Vorliegen folgender medizinischer Zustände kann die Verwendung von NuvaRing schwierig

sein: Verstopfung, Mastdarmvorfall, Blasen- oder Gebärmuttervorfall oder Schmerzen beim

Geschlechtsverkehr.

BLUTGERINNSEL

Als Thrombose wird die Bildung eines Blutgerinnsels bezeichnet, welches ein Blutgefäss verstopfen

kann. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (CHC) wie NuvaRing

ist Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels höher als wenn Sie keines anwenden.

Blutgerinnsel können auftreten

-in Venen (sog. «Venenthrombose», «venöse Thromboembolie»)

-in den Arterien (sog. «Arterienthrombose», «arterielle Thromboembolie»).

Am häufigsten ereignet sich eine Thrombose in den tiefen Beinvenen (tiefe Venenthrombose). Wenn

sich ein Blutgerinnsel von der Venenwand loslöst, kann es weiterwandern und die Lungenarterien

verstopfen, was zu einer sogenannten Lungenembolie führt. Blutgerinnsel können sehr selten auch in

den Blutgefässen des Herzens auftreten, was zu einem Herzinfarkt führen kann. Blutgerinnsel im

Gehirn können einen Schlaganfall verursachen. Sehr selten können sich Blutgerinnsel in anderen

Körperteilen, einschliesslich Leber, Darm, Nieren oder Auge bilden.

Venöse oder arterielle thromboembolische Ereignisse können selten zu schwerwiegenden bleibenden

Gesundheitsschäden führen oder tödlich sein.

So erkennen Sie ein Blutgerinnsel

Beim Auftreten folgender Zeichen sollten Sie sofort einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen:

Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf?

Woran könnten Sie leiden?

Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein oder Fuss,

vor allem, wenn gleichzeitig Folgendes auftritt:

-Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise nur

beim Stehen oder Gehen bemerkt wird

-Erwärmung des betroffenen Beins

-Änderung der Hautfarbe des Beins, z.B. Blau- oder Rotfärbung,

oder selten aufkommende Blässe.

Tiefe Beinvenenthrombose

-plötzliche unerklärliche Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung;

-plötzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem evtl.

Lungenembolie

Blut ausgehustet werden kann;

-stechender Brustschmerz, der bei tiefem Einatmen zunimmt;

-starke Benommenheit oder Schwindelgefühl;

-schneller oder unregelmässiger Herzschlag;

-starke Magenschmerzen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt/einer

Ärztin, da einige dieser Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit

mit einer leichteren Erkrankung wie z.B. einer Entzündung der

Atemwege (z.B. einem grippalen Infekt) verwechselt werden

können.

-sofortiger Verlust des Sehvermögens oder

-schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem Verlust

des Sehvermögens fortschreiten kann.

Diese Symptome treten meistens nur in einem Auge auf.

Thrombose eines

Netzhautgefässes (Blutgerinnsel

in einer Vene oder Arterie im

Auge)

-Brustschmerz, Druckgefühl in der Brust, Unwohlsein,

Schweregefühl;

-Engegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des Brustbeins;

-Völlegefühl, Verdauungsstörungen oder Erstickungsgefühl;

-in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm oder Magen ausstrahlende

Beschwerden im Oberkörper;

-Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl;

-extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit;

-schneller oder unregelmässiger Herzschlag.

Herzinfarkt

-plötzliche Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichtes, Arms

oder Beins, die auf einer Köperseite besonders ausgeprägt ist;

-plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verständnisschwierigkeiten;

-plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen;

-plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl,

Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörungen;

-plötzliche schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen

unbekannter Ursache;

-Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht.

Schlaganfall

In manchen Fällen können die Symptome eines Schlaganfalls

kurzfristig sein und mit einer nahezu sofortigen und vollständigen

Erholung einhergehen. Sie sollten sich aber trotzdem dringend in

ärztliche Behandlung begeben, da Sie erneut einen Schlaganfall

erleiden könnten.

-Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung eines Armes oder

Beines;

-starke Magenschmerzen

Blutgerinnsel, die andere

Blutgefässe verstopfen

Wann ist das Risiko für Blutgerinnsel in einer Vene erhöht?

Das Risiko für venöse Thromboembolien ist während des ersten Anwendungsjahres am höchsten.

Dieses erhöhte Risiko besteht ab der erstmaligen Anwendung von NuvaRing oder bei der erneuten

Anwendung (nach einem mindestens 4-wöchigen oder länger dauernden CHC-freien Zeitraum).

Daten einer grossen Studie deuten darauf hin, dass dieses erhöhte Risiko vorwiegend während der

ersten 3 Monaten besteht.

Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringfügig höher als wenn NuvaRing

nicht angewendet würde.

Wenn Sie die Anwendung von NuvaRing beenden, kehrt das Risiko für ein Blutgerinnsel in wenigen

Wochen auf den Normalwert zurück.

Wie gross ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene?

Das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge bei Anwendung von NuvaRing ist gering,

ist aber mehrfach höher als bei Frauen, die kein NuvaRing anwenden:

Ungefähr 2 von 10‘000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein CHC anwenden, erleiden im

Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

Ungefähr 6 bis 12 von 10‘000 Frauen, die ein Etonogestrel-haltiges CHC wie NuvaRing anwenden,

erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel. Ungefähr 5 bis 7 von 10‘000 Frauen, die ein CHC

mit Levonorgestrel, Norethisteron oder mit Norgestimat anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres

ein Blutgerinnsel.

In beiden Fällen ist die Anzahl an Blutgerinnseln pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während

einer Schwangerschaft oder in der Phase nach der Geburt.

Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels ist entsprechend Ihrer persönlichen medizinischen

Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgender Abschnitt «Faktoren, die das Risiko für ein

Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen»).

Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen

Das Risiko für Gerinnselbildung in Venen (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) nimmt zu:

-mit steigendem Alter (insbesondere ab einem Alter von ungefähr 35 Jahren);

-bei Übergewicht (Body-Mass-Index über 30 kg/m2);

-bei früherem Auftreten eines Blutgerinnsels (Venenthrombose, Lungenembolie oder anderswo), bei

einem Geschwister oder Elternteil in jungen Lebensjahren (jünger als 50 Jahre), oder falls Sie oder

einer Ihrer nahen Verwandten bekannte oder vermutete vererbliche Störungen der Blutgerinnung

(eine sogenannte Thrombophilie) haben. In diesem Fall sollten Sie vor Beginn der Anwendung von

NuvaRing einen Spezialisten aufsuchen. Falls die Untersuchung Hinweise auf eine Thrombophilie

ergibt, darf NuvaRing nicht angewendet werden (siehe «Wann darf NuvaRing nicht angewendet

werden?»);

-bei längerfristiger Immobilisierung, grösseren chirurgischen Eingriffen, jedem chirurgischen

Eingriff an den Beinen oder wenn ein Bein eingegipst ist, sowie bei schweren Verletzungen. In

diesen Fällen sollte NuvaRing abgesetzt werden (bei geplanten chirurgischen Eingriffen mind. 4

Wochen vorher). Der Arzt/die Ärztin entscheidet, wann mit der Anwendung von NuvaRing wieder

begonnen werden kann (frühestens 2 Wochen nach vollständiger Mobilisierung);

-bei längerem Sitzen wie z.B. bei Langstreckenflügen (>4 Stunden), insbesondere wenn bei Ihnen

andere der aufgeführten Faktoren vorliegen.

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöht.

Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von

NuvaRing beginnen können.

Andere Risikofaktoren sind systemischer Lupus erythematodes, hämolytisches urämisches Syndrom,

Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Sichelzellanämie und Krebs.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie

zutrifft, auch wenn Sie nicht sicher sind. Ihr Arzt/Ihre Ärztin kann dann entscheiden, ggf. NuvaRing

abzusetzen.

Wann ist das Risiko für Blutgerinnsel in einer Arterie erhöht?

Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende

Konsequenzen haben. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.

Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen

Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der

Anwendung von NuvaRing sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:

-mit zunehmendem Alter (älter als 35 Jahre);

-wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung von NuvaRing wird geraten, mit dem Rauchen aufzuhören.

Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufhören können und älter als 35 Jahre sind, kann Ihr Arzt/Ihre

Ärztin Ihnen raten, eine andere Verhütungsmethode anzuwenden;

-wenn Sie übergewichtig sind (Body-Mass-Index über 30 kg/m2);

-wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;

-wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (jünger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt

oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall könnten Sie ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen

Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;

-wenn Sie oder einer Ihrer nächsten Angehörigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder

Triglyceride) haben;

-wenn Sie unter Migräne, insbesondere Migräne mit Aura leiden;

-wenn Sie an Herzproblemen leiden, wie einer Herzklappenerkrankung oder Vorhofflimmern (einer

bestimmten Herzrhythmusstörung);

-wenn Sie zuckerkrank (Diabetikerin) sind.

Andere Risikofaktoren sind Hyperhomocysteinämie und systemischer Lupus erythematodes.

Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer

ist, kann Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels zusätzlich erhöht sein.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn es bei einer der oben erwähnten Punkte während der

Anwendung von NuvaRing zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen

anfangen, bei einem nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt, oder

wenn Sie stark zunehmen.

Tumorerkrankungen

Brustkrebs wurde bei Frauen, die CHC wie NuvaRing anwenden, geringfügig öfter festgestellt als

bei Frauen gleichen Alters, die keine solchen Präparate anwenden. 10 Jahre nach Absetzen dieser

Präparate besteht allerdings kein Unterschied mehr. Es ist nicht bekannt, ob der Unterschied durch

diese Präparate verursacht wird. Möglicherweise wurden diese Frauen nur sorgfältiger und öfter

untersucht, so dass der Brustkrebs früher erkannt wurde.

In seltenen Fällen wurde über gutartige Lebertumore und in noch selteneren Fällen über bösartige

Lebertumore bei Frauen berichtet, die die Pille nahmen. Diese Tumore können zu inneren Blutungen

führen. Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie starke Oberbauchschmerzen

haben.

In einigen Studien waren Frauen, die ein CHC wie NuvaRing über längere Zeit anwendeten, häufiger

von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) betroffen. Den stärksten Risikofaktor für das Auftreten

von Gebärmutterhalskrebs stellt jedoch eine langandauernde Infektion mit dem Papillomavirus

(HPV-Infektion) dar. Es ist nicht bekannt, inwieweit die Langzeitanwendung von CHC wie

NuvaRing oder andere Faktoren wie z.B. das Sexualverhalten (z.B. häufiger Partnerwechsel mit

Übertragung des Virus) zu der in den Studien beobachteten höheren Häufigkeit von

Gebärmutterhalskrebs beigetragen haben könnte.

Sonstige Vorsichtsmassnahmen

Die in NuvaRing enthaltenen Hormone können die Ergebnisse bestimmter Blutuntersuchungen

beeinflussen. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, dass Sie NuvaRing anwenden,

wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgeführt wird.

Wann sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin so schnell als möglich konsultieren?

Wenn sich irgendeine Veränderung Ihres Gesundheitszustandes einstellt (siehe auch «Wann darf

NuvaRing nicht angewendet werden?» und «Wann ist bei der Anwendung von NuvaRing Vorsicht

geboten?»).

-wenn Sie die Empfängnisverhütungsmethode wechseln möchten,

-wenn Sie NuvaRing eine Zeitlang nicht verwendet haben und nun wieder damit beginnen möchten,

-wenn Sie das ringfreie Intervall um mehr als 1 Woche verlängert haben oder wenn Sie den

NuvaRing in der ersten Anwendungswoche länger als 3 Stunden herausgenommen haben und in den

vorhergehenden 7 Tagen Geschlechtsverkehr hatten,

-wenn Sie den NuvaRing länger als 4 Wochen nicht herausgenommen haben (bevor Sie einen neuen

Ring einsetzen, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren),

-wenn Ihre Periode zweimal hintereinander ausgefallen ist oder wenn Sie vermuten schwanger zu

sein (bevor Sie einen neuen Ring einsetzen, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren),

-wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen werden (siehe auch unter «Wechselwirkungen mit anderen

Arzneimitteln»).

Sehr selten kann der Ring mit dem vaginalen Gewebe verwachsen. Sollte dies der Fall sein,

kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um den Ring entfernen zu lassen.

Toxisches Schock Syndrom (TSS): TSS ist eine extrem seltene, jedoch schwerwiegende bakterielle

Infektion. TSS wurde mit der Verwendung von Tampons und gewissen barrierebildenden

Verhütungsmethoden in Verbindung gebracht. Fälle von TSS wurden von NuvaRing Anwenderinnen

berichtet. Einige Symptome eines TSS sind sehr ähnlich wie bei einer Grippe, diese können jedoch

sehr schnell schwerwiegend werden. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder

an die Notaufnahme, wenn Sie die folgenden Symptome haben (nicht alle Symptome müssen

vorhanden sein): plötzliches hohes Fieber (39°C oder mehr), Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag

ähnlich einem Sonnenbrand, Muskelschmerzen, Schwindelgefühl, Ohnmacht oder Schwächegefühl

beim Aufstehen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Gewisse Arzneimittel können bei gleichzeitiger Anwendung die Wirkung von NuvaRing

beeinträchtigen oder zu unerwarteten Blutungen führen (Schmier-, Durchbruchblutungen): z.B.

Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Barbiturate, Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbazepin,

Topiramat, Felbamat, Primidon), von HIV- und Hepatitis C-lnfektionen (Proteaseinhibitoren und

Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-lnhibitoren) und Tuberkulose (Rifampicin, Rifabutin),

von hohem Blutdruck in den Lungen (Bosentan), von einer speziellen Art der übermässigen

Schläfrigkeit (Modafinil) sowie längerfristige Einnahme (über 10 Tage) gewisser Antibiotika zur

Behandlung bestimmter Infektionen (Tetracycline), und Johanniskrautpräparate (siehe unten).

Wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel kurzfristig anwenden, können Sie NuvaRing

weiterhin anwenden. Während der Behandlung und für 28 Tage nach dem Beenden der Behandlung

mit diesem Arzneimittel müssen Sie jedoch zusätzliche, nichthormonale Massnahmen zur

Empfängnisverhütung, z.B. Kondome, anwenden. Fragen Sie diesbezüglich Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wird die gleichzeitige Behandlung mit dem Arzneimittel über den Ringzyklus von 3 Wochen hinaus

fortgesetzt, sollte der nächste Ring ohne Einhaltung der üblichen ringfreien Pause sofort eingesetzt

werden (siehe «Wie verwenden Sie NuvaRing»). Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie darüber

instruieren.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder Apotheker bzw. Apothekerin über

das weitere Vorgehen, falls Sie längerfristig (d.h. über mehr als 10-14 Tage) Antibiotika einnehmen

müssen (z.B. bei Entzündungen der Knochen oder bei Borreliose).

Wenn Sie NuvaRing anwenden, sollen Sie nicht gleichzeitig ein Johanniskrautpräparat (Hypericum)

gegen Depressionen anwenden, da die empfängnisverhütende Wirkung beeinträchtigt werden kann.

Über Zwischenblutungen und Einzelfälle unerwünschter Schwangerschaften wurde berichtet.

Einige Arzneimittel sowie Grapefruitsaft können die Wirkstoffkonzentration von NuvaRing im Blut

erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

oder Grapefruitsaft einnehmen:

-Antipilzmittel, die Wirkstoffe wie z.B. Itraconazol, Voriconazol oder Fluconazol enthalten,

-Bestimmte Antibiotika (sogenannte Makrolide), die als Wirkstoff Clarithromycin oder

Erythromycin enthalten,

-Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen (mit den Wirkstoffen

Diltiazem oder Verapamil).

Wenn Sie zuckerkrank sind, kann sich durch die Anwendung von hormonalen

Empfängnisverhütungsmitteln wie NuvaRing Ihr Bedarf an blutzuckersenkenden Arzneimitteln

(inklusive Insulin) ändern.

NuvaRing kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, und deren Wirkung entweder

verstärken oder vermindern. Dies betrifft z.B. Ciclosporin und das Antiepileptikum Lamotrigin (dies

könnte zu einer erhöhten Häufigkeit von Krampfanfällen führen, weshalb Ihr Arzt/Ihre Ärztin zu

Beginn der Anwendung von NuvaRing und wenn Sie NuvaRing absetzen die Lamotrigin-Blutspiegel

überwachen wird). Es können aber auch weitere Arzneimittel betroffen sein, wie Schmerzmittel,

Antidepressiva, Antimalariamittel, Beruhigungsmittel, Herzmedikamente, Cortison-Präparate,

Blutgerinnungshemmer und Asthmamittel.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob Sie ein hormonales Empfängnisverhütungsmittel

anwenden dürfen. Ebenso sollten Sie auch jeden anderen Arzt oder Zahnarzt bzw. Ärztin oder

Zahnärztin, der/die Ihnen ein Rezept abgibt, darüber informieren, dass Sie NuvaRing verwenden.

Diese können Ihnen dann sagen, ob Sie zusätzliche empfängnisverhütende Massnahmen anwenden

sollten und wenn ja, für wie lange.

Sie können Tampons während der NuvaRing-Anwendung benützen. Setzen Sie den NuvaRing ein

bevor Sie einen Tampon einlegen. Beim Herausnehmen des Tampons sollten sie vorsichtig sein und

darauf achten, dass der Ring nicht versehentlich herausrutscht. Passiert dies, waschen Sie den Ring

mit kaltem bis lauwarmem Wasser und setzen Sie ihn sofort wieder ein.

Die Verwendung von Spermiziden oder vaginalen Pilzmitteln (z.B. Ovula) beeinträchtigt die

kontrazeptive Wirkung von NuvaRing nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Naht des Rings sich

öffnet, könnte allerdings leicht erhöht sein (siehe auch Kapitel «Wie verwenden Sie NuvaRing?»,

Abschnitt «Wenn der NuvaRing gebrochen ist»).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf NuvaRing während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

NuvaRing darf bei Verdacht auf oder bei erwiesener Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Falls Sie während der Anwendung von NuvaRing schwanger werden, muss der Ring entfernt

werden.

NuvaRing sollte während der Stillzeit nicht verwendet werden, da die Milchproduktion reduziert und

die Milchqualität verändert sein kann. Sollten Sie das trotzdem wünschen, lassen Sie sich von Ihrem

Arzt bzw. Ihrer Ärztin beraten.

Wie verwenden Sie NuvaRing?

Wann und wie wird NuvaRing eingesetzt bzw. entfernt?

Sie können NuvaRing selbst in die Vagina einsetzen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen

Anweisungen geben, wenn Sie NuvaRing zum ersten Mal anwenden. Der Vaginalring muss am

geeigneten Tag eingesetzt werden (siehe «Einsetzen des ersten Ringes») und 3 aufeinanderfolgende

Wochen in der Vagina bleiben. Sie können jederzeit prüfen, ob der Ring noch in der Vagina ist.

Waschen Sie sich vor dem Einsetzen oder Entfernen des Rings die Hände. Wählen Sie die Haltung,

die Ihnen am bequemsten erscheint, z.B. Stehen mit einem angehobenen Bein, Hockstellung oder

Liegen. Nehmen Sie NuvaRing aus dem Beutel. Halten Sie den Ring zwischen Daumen und

Zeigefinger, drücken Sie die gegenüberliegenden Seiten zusammen und schieben Sie den Ring in die

Vagina (siehe Abbildungen 1-4). Ist NuvaRing eingesetzt worden, sollten Sie ihn nicht spüren.

Verspüren Sie ein unangenehmes Gefühl, schieben Sie NuvaRing vorsichtig tiefer in die Vagina

hinein. Die genaue Position des Rings innerhalb der Vagina spielt keine Rolle.

Es ist empfehlenswert, den Sitz des Rings gelegentlich zu überprüfen, z.B. nach Sport oder

Schwimmen sowie eventuell nach dem Geschlechtsverkehr.

Nach 3 Wochen wird NuvaRing entfernt, indem man den Zeigefinger unter den vorderen Rand

einhakt oder den Rand zwischen Zeige- und Mittelfinger festhält und den Ring dann herauszieht

(siehe Abbildung 5). Der gebrauchte Ring sollte in den wiederverschliessbaren Beutel

zurückgesteckt und in einem Müllbehälter entsorgt werden (nicht in die Toilette spülen), damit er für

Kinder und Haustiere nicht zugänglich ist. Daraufhin soll eine Anwendungspause von einer Woche

Dauer eingehalten werden.

Der Vaginalring muss vom Tag des Einsetzens an während 3 aufeinanderfolgenden Wochen

ununterbrochen in der Vagina bleiben. Nach 3 Wochen ist der Ring am gleichen Wochentag und

ungefähr zur gleichen Tageszeit zu entfernen, wie er eingesetzt wurde (wenn Sie NuvaRing zum

Beispiel an einem Mittwoch um 22 Uhr eingesetzt haben, sollten Sie den Ring 3 Wochen später am

Mittwoch gegen 22 Uhr wieder herausnehmen).

Während der Anwendungspause von einer Woche kommt es gewöhnlich 2-3 Tage nach Entfernen

des Rings zu einer Abbruchblutung.

Nach der einwöchigen Anwendungspause wird am gleichen Wochentag und ungefähr zur gleichen

Tageszeit wie beim vorhergehenden Zyklus ein neuer Ring in die Vagina eingeführt, auch wenn die

Abbruchblutung noch nicht aufgehört hat. Tragen Sie das Datum des Einsetzens und Entfernens von

NuvaRing in Ihre Agenda ein, damit Sie den jeweiligen Zeitpunkt nicht verpassen. Auf der letzten

Seite dieser Packungsbeilage finden Sie Kleber, die Ihnen als Erinnerungshilfe für das rechtzeitige

Einsetzen und Entfernen von NuvaRing dienen sollen.

Wenn Sie die oben erwähnte Verfahrensweise einhalten, wird Ihre Entzugsblutung alle 4 Wochen an

etwa den gleichen Tagen auftreten.

Abbildung 1

Waschen Sie sich die Hände, bevor Sie den

NuvaRing einführen. Nehmen Sie NuvaRing

aus dem Beutel

Abbildung 3

Wählen Sie eine bequeme Haltung um den Ring

einzusetzen

Abbildung 2

Drücken Sie den Ring zusammen

Abbildung 4A Abbildung 4B Abbildung 4C

Setzen Sie den Ring mit einer Hand in die Vagina ein (Abb. 4A), spreizen Sie, falls das erforderlich

ist, die Schamlippen mit der anderen Hand auseinander. Schieben Sie den Ring so weit in die

Vagina hinein, bis er bequem sitzt (Abb. 4B). Der Ring verbleibt dort für drei Wochen (Abb. 4C).

Abbildung 5

Entfernen Sie den NuvaRing indem Sie den

Zeigefinger unter den vorderen Rand einhaken oder

den Rand zwischen Zeige- und Mittelfinger

festhalten und den Ring dann herausziehen

Einsetzen des ersten Ringes

Wenn im vorhergehenden Monat kein hormonales Kontrazeptivum verwendet wurde:

Setzen Sie den ersten NuvaRing am ersten Tag Ihres natürlichen Zyklus ein (als Tag 1 gilt der erste

Tag Ihrer Monatsblutung). Sie können mit NuvaRing auch zwischen dem Tag 2 und Tag 5 beginnen,

falls Sie aber während der ersten 7 Tage nach dem Einsetzen von NuvaRing Geschlechtsverkehr

haben, ist eine zusätzliche nicht-hormonale empfängnisverhütende Methode anzuwenden (z.B.

Kondom). Diese Anweisung ist nur während der Anwendung dieses ersten Ringes zu befolgen.

Wenn im vorhergehenden Monat eine kombinierte Pille verwendet wurde:

Setzen Sie NuvaRing spätestens an dem Tag ein, der auf die Einnahmepause Ihrer gegenwärtig

verwendeten Pille folgt. Enthält Ihr Pillenpäckchen auch inaktive Tabletten (Plazebotabletten),

beginnen Sie mit NuvaRing spätestens an dem Tag, der auf die Einnahme der letzten inaktiven

Tablette folgt. Falls Sie sich nicht sicher sind, um welche es sich dabei handelt, fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Verlängern Sie das hormonfreie Intervall Ihrer

momentan verwendeten Pille nie über die empfohlene Zeitdauer hinaus.

Wenn im vorhergehenden Monat ein Verhütungs-Pflaster verwendet wurde:

Setzen Sie NuvaRing spätestens an dem Tag ein, der auf Ihre übliche pflasterfreie Pause folgt.

Verlängern Sie die pflasterfreie Pause nie über die empfohlene Zeitdauer hinaus.

Wenn im vorhergehenden Monat eine Minipille (Gestagen-Mono-Pille) verwendet wurde:

Sie können mit der Einnahme der Minipille jederzeit aufhören und NuvaRing am darauf folgenden

Tag zur gleichen Zeit einsetzen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie während der ersten sieben Tage

nach dem Einsetzen von NuvaRing eine zusätzliche nicht-hormonale empfängnisverhütende

Methode anwenden (z.B. Kondom).

Wenn im vorhergehenden Monat ein Injektionspräparat oder Implantat oder ein Gestagen

abgebendes Intrauterinpessar (Spirale) verwendet wurde:

Beginnen Sie mit der Anwendung von NuvaRing an dem Tag, an welchem die nächste Injektion

fällig ist bzw. an dem Tag, an welchem das Implantat oder das Intrauterinpessar entfernt wird.

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie während der ersten sieben Tage nach dem Einsetzen des Rings

eine zusätzliche nicht-hormonale empfängnisverhütende Methode anwenden (z.B. Kondom).

Anwendung nach einer Geburt oder nach einem Abort nach den ersten 3 Monaten:

Nach einer Geburt oder nach einem Abort nach den ersten 3 Monaten sollte, wegen des in dieser

Phase erhöhten Risikos thromboembolischer Erkrankungen, mit der Anwendung des Ringes

frühestens nach 4 Wochen nach der Entbindung bzw. dem Abort begonnen werden. Wird später

begonnen, sollte in den ersten sieben Tagen der Anwendung von NuvaRing eine zusätzliche nicht-

hormonale empfängnisverhütende Methode (z.B. Kondom) angewendet werden. Hat bereits

Geschlechtsverkehr stattgefunden, sollte vor Beginn der Anwendung eine Schwangerschaft

ausgeschlossen oder die erste natürliche Menstruation abgewartet werden.

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöht.

Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von

NuvaRing beginnen können.

Falls Sie stillen, beachten Sie bitte die Rubrik «Darf NuvaRing während einer Schwangerschaft oder

in der Stillzeit angewendet werden?».

Anwendung nach einer Fehlgeburt oder einem Abort in den ersten 3 Monaten:

Sie können den NuvaRing sofort einsetzen. Dabei brauchen Sie keine weiteren

Verhütungsmassnahmen zu ergreifen. Ist kein sofortiges Anwenden erwünscht, sollten Sie die

Hinweise unter der Rubrik «Wenn im vorhergehenden Monat kein hormonales Kontrazeptivum

verwendet wurde» beachten. In der Zwischenzeit sollten Sie ein barrierebildendes Kontrazeptivum

anwenden.

Wenn Sie mehr als einen NuvaRing eingesetzt haben (Überdosierung)

Es gibt keine Berichte über schwerwiegende Vorkommnisse aufgrund einer Überdosis von

Hormonen aus dem NuvaRing. Sollten Sie versehentlich mehr als einen Ring eingesetzt haben,

könnten Übelkeit, Erbrechen und vaginale Blutungen auftreten. Sollten Sie feststellen, dass ein Kind

mit Hormonen aus dem NuvaRing in Berührung kam, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Beenden der Anwendung von NuvaRing

Sie können jederzeit mit der Anwendung von NuvaRing aufhören. Wenn Sie nicht schwanger

werden möchten, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin nach anderen Methoden zur

Geburtenkontrolle.

Wenn Sie die Anwendung von NuvaRing beenden um schwanger zu werden, wird im Allgemeinen

empfohlen, zu warten bis Sie eine natürliche Menstruation hatten bevor Sie versuchen schwanger zu

werden. Dies hilft Ihnen auch bei der Berechnung des Geburtstermins.

Nach Absetzen von hormonalen Empfängnisverhütungsmitteln stellen die meisten Frauen fest, dass

Ihre Periode sich innerhalb von einem oder zwei Monaten normalisiert. Sollte es jedoch innerhalb

der ersten 2-3 Monate zu keinem normalen Zyklusverlauf kommen, suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin auf.

Verhalten bei Abweichungen von der empfohlenen Anwendungsweise:

Wenn Sie den Ring mehr als 1 Woche nicht verwendet haben (vergessenes Wiedereinsetzen des

Ringes nach der ringfreien Periode):

Sobald die vergessene Applikation bemerkt wird, sollten Sie einen neuen Ring in die Vagina

einsetzen, sobald Sie daran denken. Falls Sie in den kommenden 7 Tagen Geschlechtsverkehr haben,

verwenden Sie ein zusätzliches mechanisches Verhütungsmittel (z.B. Kondom). Falls Sie in der Zeit

ohne Ring Geschlechtsverkehr hatten, besteht die Möglichkeit, dass Sie schwanger sind. Informieren

Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Je länger die Zeit ohne Ring andauert, umso höher ist das

Risiko einer Schwangerschaft.

Vergessenes Entfernen des Ringes

Haben Sie den Ring mehr als 3 Wochen, aber höchstens 4 Wochen in der Vagina belassen, ist die

empfängnisverhütende Wirkung noch ausreichend. Halten Sie die übliche ringfreie Pause von einer

Woche ein und setzen Sie anschliessend einen neuen Ring ein.

Haben Sie den Ring länger als 4 Wochen in der Vagina belassen, kann die empfängnisverhütende

Wirkung eingeschränkt sein und es besteht die Möglichkeit, schwanger zu werden. Wenden Sie sich

an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie einen neuen Ring einsetzen.

Wenn Sie von der empfohlenen Verfahrensweise abgewichen sind und sich Ihre Periode während der

ersten normalen ringfreien Pause nicht einstellt, könnten Sie schwanger geworden sein. Wenden Sie

sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie einen neuen Ring einsetzen.

Versehentliches Ausstossen des Ringes

Wenn NuvaRing nicht korrekt eingesetzt wurde, kann er aus der Vagina herausrutschen, z.B. beim

Entfernen eines Tampons, beim Stuhlgang, während dem Geschlechtsverkehr oder bei

Überanstrengung. Auch bei Frauen mit gewissen krankhaften Zuständen (z.B. Verstopfung,

Gebärmutter-, Blasen- oder Mastdarmvorfall) kann dies vorkommen. Wenn der Ring ausgestossen

worden ist, kann er mit kaltem oder lauwarmem (nicht mit heissem!) Wasser abgespült und wieder in

die Vagina eingesetzt werden (siehe «Verhalten bei Abweichungen von der empfohlenen

Anwendungsweise/Ring zeitweilig ausserhalb der Vagina»).

Ring zeitweilig ausserhalb der Vagina (wenn der Ring versehentlich ausgestossen wurde, siehe

«Versehentliches Ausstossen des Ringes»)

Um eine Schwangerschaft zu verhüten gibt NuvaRing langsam Hormone in den Körper ab. Wenn der

Ring für mehr als 3 Stunden ausserhalb der Vagina ist, werden über eine zu lange Zeitspanne keine

Hormone mehr abgegeben und die empfängnisverhütende Wirkung kann herabgesetzt sein. Deshalb

darf der Ring nicht länger als 3 Stunden pro 24 Stunden ausserhalb der Vagina sein.

Befand sich NuvaRing zeitweilig während weniger als drei Stunden ausserhalb der Vagina, ist die

empfängnisverhütende Wirkung nicht reduziert. Der Ring sollte so schnell wie möglich (jedoch

innerhalb von 3 Stunden) wieder eingesetzt werden, nachdem er mit kaltem oder lauwarmem (nicht

mit heissem!) Wasser abgespült wurde.

Befand sich der Ring in der 1. und 2. Woche während mehr als drei Stunden ausserhalb der Vagina,

kann die empfängnisverhütende Wirkung herabgesetzt sein. Setzen Sie den Ring, sobald Sie es

bemerken, wieder ein und lassen Sie ihn ununterbrochen bis Ende der 3. Woche in der Vagina. Falls

Sie in den ersten sieben Tagen nach Wiedereinsetzen Geschlechtsverkehr haben, müssen Sie ein

zusätzliches mechanisches Verhütungsmittel anwenden (z.B. Kondom).

Befand sich der Ring in der 3. Anwendungswoche während mehr als 3 Stunden ausserhalb der

Vagina, kann die empfängnisverhütende Wirkung herabgesetzt sein. Sie sollten diesen Ring

verwerfen und eine der folgenden zwei Möglichkeiten wählen:

1) Setzen Sie sofort einen neuen Ring ein.

Bitte beachten: Damit beginnt Ihre nächste dreiwöchige Anwendungsdauer. Es kann sein, dass Sie

keine Menstruation haben aber es können Durchbruch- oder Schmierblutungen auftreten.

2) Warten Sie bis zur Menstruation und setzen Sie einen neuen Ring ein, nicht später als 7 Tage (7 x

24 Stunden) nach der Entfernung oder Ausstossung des letzten Ringes.

Bitte beachten: Wählen Sie diese Möglichkeit nur, wenn Sie den NuvaRing während den 7

vorangegangenen Tagen ununterbrochen angewendet haben.

Wenn der NuvaRing gebrochen ist

Sehr selten kann es vorkommen, dass der NuvaRing bricht. Wenn Sie bemerken, dass der Ring

gebrochen ist, sollten Sie diesen verwerfen und so schnell wie möglich durch einen neuen Ring

ersetzen. Während den nächsten 7 Tagen müssen Sie zusätzliche empfängnisverhütende Mittel (z.B.

Kondom) anwenden. Wenn Sie Geschlechtsverkehr hatten bevor Sie den Ringbruch bemerkten,

sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.

Verschiebung der Monatsblutung

Vorverlegung der Periode:

Wenn Sie NuvaRing wie vorgeschrieben verwenden, bekommen Sie Ihre Periode regelmässig alle 4

Wochen. Falls Sie daran etwas ändern wollen, verkürzen Sie einfach die ringfreie Pause. Wenn zum

Beispiel Ihre Monatsblutung normalerweise an einem Freitag beginnt und Sie möchten, dass dies in

Zukunft an einem Dienstag ist (3 Tage eher), sollten Sie den nächsten Ring 3 Tage früher einsetzen,

als Sie das üblicherweise tun würden. Somit würde Ihre nächste Menstruation auch an einem anderen

Tag beginnen, in diesem Fall 3 Tage früher. Wenn Sie den ringfreien Zeitraum sehr kurz halten (z.B.

3 Tage oder weniger), ist es möglich, dass Sie während dieser Zeit keine Blutung haben. Während

der Anwendung des nächsten Rings kann es dann zu einer Durchbruchblutung oder zu

Schmierblutungen kommen. Die ringfreie Pause darf nie länger als 1 Woche sein. Sie können die

ringfreie Pause immer verkürzen, sie darf aber nie verlängert werden.

Hinausschieben der Periode:

Sie können Ihre Monatsblutung in ausserordentlichen Situationen hinausschieben, indem Sie sofort

nach Entfernen des gegenwärtig verwendeten Rings einen neuen einsetzen, ohne eine ringfreie Zeit

zwischen der Anwendung der beiden Ringe einzuhalten. Den zweiten Ring können Sie bis zu 3

Wochen eingesetzt lassen. Allerdings ist es möglich, dass während der Anwendung des zweiten

Rings Schmierblutungen bzw. eine Durchbruchblutung auftreten. Sobald Sie möchten, dass Ihre

Periode einsetzt, nehmen Sie einfach den Ring heraus. Setzen Sie nach Ablauf der üblichen

einwöchigen ringfreien Pause einen neuen Ring ein.

Verhalten bei Blutungsunregelmässigkeiten

Auftreten von unerwarteten Blutungen

Während der Anwendung von NuvaRing können bei einigen Frauen unerwartete Blutungen

(Schmier- oder Durchbruchblutungen) zwischen den Perioden auftreten. Wenden Sie jedoch den

Ring ganz normal weiter an. Sollte die irreguläre Blutung anhalten, stärker werden oder erneut

einsetzen, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Ausbleiben der Periode

NuvaRing wurde korrekt verwendet

Bei einigen Frauen kann die Entzugsblutung während der Einnahmepause ausbleiben. Wenn bei

Ihnen eine Periode ausgeblieben ist, Sie NuvaRing korrekt verwendet und keine anderen

Arzneimittel angewendet haben, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie schwanger geworden sind.

Verwenden Sie NuvaRing normal weiter.

Falls die Monatsblutung zweimal hintereinander ausbleibt, könnten Sie schwanger sein. Informieren

Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Verwenden Sie keinen weiteren NuvaRing, bevor Ihr Arzt

bzw. Ihre Ärztin eine Schwangerschaft ausgeschlossen hat.

NuvaRing wurde nicht korrekt verwendet

Wenn Sie NuvaRing nicht vorschriftsgemäss angewendet haben und die Periode während der

ringfreien Pause ausbleibt, sind Sie möglicherweise schwanger. Bevor Sie NuvaRing erneut

einsetzen, müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von NuvaRing in Jugendlichen unter 18 Jahren wurde nicht

untersucht.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann NuvaRing haben?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über alle Nebenwirkungen, insbesondere

ernsthafte oder lang andauernde Beschwerden oder über Änderungen Ihres Gesundheitszustandes, als

deren Ursache Sie das CHC vermuten. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen im Zusammenhang

mit der Anwendung von CHC sind in der Rubrik «Wann ist bei der Anwendung von NuvaRing

Vorsicht geboten?» beschrieben (siehe dort).

Alle Frauen, die NuvaRing anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in den Venen

(venöse Thromboembolie) oder Arterien (arterielle Thromboembolie).

Die Wahrscheinlichkeit für ein Blutgerinnsel kann erhöht sein, wenn Sie an einer anderen

Erkrankung leiden, die dieses Risiko erhöht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die das

Risiko für ein Blutgerinnsel erhöhen, sowie zu den Symptomen eines Blutgerinnsels siehe Abschnitt

«Blutgerinnsel» in der Rubrik «Wann ist bei der Anwendung von NuvaRing Vorsicht geboten?»).

Neben den unter «Wann ist bei der Anwendung von NuvaRing Vorsicht geboten» genannten

unerwünschten Wirkungen können bei der Anwendung von NuvaRing die folgenden

Nebenwirkungen auftreten:

Häufig

Kopfschmerzen, Migräne, Vaginalausfluss, vaginale Hefepilzinfektionen, Juckreiz im

Genitalbereich, Gewichtszunahme, Übelkeit, Bauch- und Unterbauchschmerzen, Spannungsgefühl in

der Brust, Depression, Monatsbeschwerden (Dysmenorrhoe), Akne, Verringerter Geschlechtstrieb

(Libido), Ausstossung des Rings, Fremdkörpergefühl

Gelegentlich

Vaginalschmerzen, vaginale Trockenheit, vaginaler Geruch, brennendes Gefühl im Vaginalbereich

etc., vaginale Infektionen, Menstruationsstörungen, Gebärmutterkrämpfe, Gebärmutterhals-

Entzündung, Gebärmutterhalspolypen prämenstruelles Syndrom, Brustbeschwerden,

Brustvergrösserung, Knötchenbildung in der Brust, Hautausschlag, Haarausfall, Ekzem, Juckreiz,

Schwindel, verminderte Berührungsempfindlichkeit der Haut, Ängstlichkeit,

Stimmungsveränderungen, Stimmungsschwankungen, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung,

gesteigerter Appetit, Harnwegsinfektionen, Pilzinfektionen, Harnbeschwerden, Drang zur häufigen

Harnentleerung, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Schmerzen in den Gliedmassen, Schwäche,

Unwohlsein, Reizbarkeit, Bluthochdruck, Sehstörungen, Hitzewallungen, Schwierigkeiten beim

Einführen/Entfernen des Rings, gebrochener Ring, Schmerzen bzw. Blutungen beim

Geschlechtsverkehr, Wassereinlagerungen ins Gewebe

Selten

Überempfindlichkeitsreaktionen, Nesselfieber, Milchfluss, beim Partner können lokale Reaktionen

am Penis (wie z.B. Irritation, Hautausschlag, Juckreiz) auftreten, Blutgerinnsel in einer Vene oder

Arterie, zum Beispiel: in einem Bein oder Fuss (d.h. tiefe Beinvenenthrombose), in der Lunge (d.h.

Lungenembolie), Herzinfarkt, Schlaganfall, vorübergehende, einem Schlaganfall ähnelnde

Symptome, die als transitorische ischämische Attacke bezeichnet werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

NuvaRing muss zwischen 2-30°C in der Originalpackung vor Licht geschützt gelagert und ausser

Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Falls ein Kind mit NuvaRing in Berührung gekommen

ist, sollten Sie dies dem Arzt bzw. der Ärztin melden.

NuvaRing muss innerhalb von 4 Monaten ab Abgabedatum verwendet werden. Falls das

Verfalldatum vor diesen 4 Monaten abläuft, ist dieses massgebend.

Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, wenn Sie eine Farbveränderung des Ringes oder andere

sichtbare Zeichen einer Qualitätsveränderung feststellen!

Nach der Entfernung sollte der NuvaRing im wiederverschliessbaren Sachet mit dem üblichen

Haushaltsabfall entsorgt werden, um einen versehentlichen Personenkontakt zu vermeiden.

NuvaRing sollte nicht in der Toilette entsorgt werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche

Fachinformation.

Was ist in NuvaRing enthalten?

1 NuvaRing enthält: 11,7 mg Etonogestrel und 2,7 mg Ethinylestradiol sowie als Hilfsstoffe Ethylen-

Vinylacetat-Copolymer und Magnesiumstearat.

Jeder Ring ist in einem wiederverschliessbaren Beutel verpackt.

Zulassungsnummer

56038 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie NuvaRing? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es sind Packungen zu 1 und 3 Ringen erhältlich.

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG

Luzern

Diese Packungsbeilage wurde im April 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

S-CCPPI-MK8342A-RNG-012016/8342A-CHE-2017-014965

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

27-7-2018

NuvaRing®

Rote - Liste