Mephanol-100

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Mephanol-100 Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • allopurinolum 100 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Mephanol-100 Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Uricostaticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 38918
  • Berechtigungsdatum:
  • 02-03-1977
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Mephanol

Mepha Pharma AG

Was ist Mephanol, und wann wird es angewendet?

Mephanol senkt die Harnsäure in Blut und Urin. Es wird bei Gicht, d.h. bei Ablagerungen von

Harnsäurekristallen in Haut, Gelenken und Niere sowie bei anderen Krankheiten, die eine

therapiebedürftige Erhöhung der Harnsäurekonzentration im Blut hervorrufen, angewendet.

Mephanol darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Zu hohe Harnsäurekonzentrationen im Blut beruhen auf einer Stoffwechselstörung, die durch

verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann, z.B. durch Überernährung. Es ist daher auf ein

Idealgewicht und eine gemischte, abwechslungsreiche Kost zu achten. Zu meiden sind Alkohol und

Innereien. Bei Nierensteinen ist auf eine grosse Trinkmenge zu achten.

Wann darf Mephanol nicht eingenommen werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Allopurinol oder einem Hilfsstoff von

Mephanol.

Wann ist bei der Einnahme von Mephanol Vorsicht geboten?

Bei bekannter, schwerer Nieren- und/oder Leberkrankheit ist bei der Anwendung besondere Vorsicht

geboten und es bedarf einer besonderen Überwachung durch den Arzt bzw. die Ärztin, um die

günstigste Dosierung zu finden.

Schwere Hautausschläge (Hypersensibilitätssyndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale

Nekrolyse) wurden beobachtet bei der Anwendung von Allopurinol. Häufig sind die Ausschläge

begleitet von Entzündungen im Mund, im Rachen, an der Nase, an den Genitalien sowie von

Bindehautentzündung (rote und geschwollene Augen). Diesen schwerwiegenden Hautausschlägen

gehen oft grippeartige Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen voraus. Der

Ausschlag kann sich ausweiten zu grossflächiger Blasenbildung und Abschuppen der Haut.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Blutdrucksenkern (ACE-Hemmer) oder von Diuretika

(insbesondere Thiazide) ist das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion erhöht, besonders, wenn

zusätzlich eine Nierenfunktionsstörung vorliegt.

Es gibt ein bestimmtes Erbgut (das so genannte HLA-B*5801), bei dem das Risiko von schweren

Hautreaktionen deutlich erhöht ist. Dieses Erbgut tritt bei einigen Han-chinesischen, indischen,

thailändischen und afrikanischen Bevölkerungsgruppen besonders häufig auf.

Schwerwiegende Hautreaktionen können deshalb bei Menschen Han-chinesischer, indischer,

thailändischer oder afrikanischer Herkunft häufiger auftreten.

Beim Auftreten von Hauterscheinungen setzen Sie Mephanol ab und informieren Sie unverzüglich

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Zu Beginn der Behandlung kann es zu einem akuten Gichtanfall kommen. Wenn Sie entsprechende

Symptome (stark schmerzendes, gerötetes, geschwollenes und überwärmtes Gelenk) spüren, nehmen

Sie bitte mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin Kontakt auf.

Wird mit der Behandlung während eines akuten Gichtanfalls begonnen, so können weitere Attacken

ausgelöst werden. Bei Vorliegen akuter Gichtanfälle vor Behandlungsbeginn sollten Sie deshalb

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren. Der Arzt bzw. die Ärztin entscheidet dann, wann mit der

Behandlung begonnen werden kann.

Bei wenigen Patientinnen und Patienten wurde unter der Behandlung mit Mephanol das Auftreten

von Schwindel beobachtet, wodurch dieses Arzneimittel die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit

und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen kann!

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie:

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Mephanol während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, darf Mephanol nur auf ausdrückliche

Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Mephanol?

Die übliche Dosierung beträgt 100–300 mg Mephanol täglich; in schweren Fällen kann der Arzt bzw.

die Ärztin die Dosis steigern bis 900 mg.

Die Dosis 100–300 mg täglich (1 Tablette à 100 mg oder 300 mg) wird als Einzeldosis nach einer

Mahlzeit mit genügend Flüssigkeit eingenommen. Bei höherer Dosierung ist die Anweisung des

Arztes bzw. der Ärztin zu befolgen.

Sollten Sie einmal vergessen haben, die Tagestablette einzunehmen, fahren Sie trotzdem mit der

regelmässigen Einnahme fort. Die übrig gebliebene Tablette nehmen Sie dann am Schluss.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Mephanol haben?

Es treten häufig Hauterscheinungen, wie Rötung, Bläschen oder Schuppenbildung auf.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Mephanol in seltenen Fällen auftreten:

·Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen (grippeähnliche Symptome) und

allgemeines Unwohlsein.

·Schwerwiegende Veränderungen an der Haut, beispielsweise Entzündungen am Mund, im Rachen,

an der Nase, an den Genitalien sowie Bindehautentzündung (rote und geschwollene Augen),

grossflächige Blasen- und Schuppenbildung.

·Starke Hypersensitivitätsreaktionen mit Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen und

Veränderungen des Blutbildes und der Leberwerte (dies können Anzeichen einer Multiorgan-

Hypersensibilitätserkrankung sein).

Beim Auftreten von Hauterscheinungen setzen Sie Mephanol ab und informieren Sie unverzüglich

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Übelkeit und Erbrechen können vermieden werden, indem Mephanol immer nach einer Mahlzeit

eingenommen wird.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie das Arzneimittel

sofort absetzen und Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Bewahren Sie Ihre Tabletten in der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25 °C)

und vor Feuchtigkeit geschützt auf. Alle Arzneimittel sollten ausserhalb der Reichweite von Kindern

aufbewahrt werden.

Hinweise für die Handhabung: Die Tabletten sind nicht geeignet, geteilt zu werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Mephanol enthalten?

Mephanol-100

1 Tablette enthält:

Wirkstoff: Allopurinol 100 mg und Hilfsstoffe.

Mephanol-300

1 Tablette enthält:

Wirkstoff: Allopurinol 300 mg und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

38918 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Mephanol? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Mephanol-100:

Packungen zu 50 und 100 Tabletten.

Mephanol-300:

Packungen zu 30 und 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 5.1

14-8-2018

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