Matrifen 25 ug/h

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Matrifen 25 ug/h Depotpflaster
  • Darreichungsform:
  • Depotpflaster
  • Zusammensetzung:
  • fentanylum 2.75 mg, dipropylenglycolum, excipiens an die Vorbereitung für das 8.4 cm2 mit der Befreiung von 25 µg/h.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Matrifen 25 ug/h Depotpflaster
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Analgetikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57460
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-11-2007
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Wie verwenden Sie Matrifen Depotpflaster?;Welche Nebenwirkungen kann Matrifen Depotpflaster

haben?

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses

Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen

weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das

Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

MATRIFEN Depotpflaster

Was ist Matrifen Depotpflaster und wann wird es angewendet?

Matrifen Depotpflaster ist ein starkwirksames Schmerzmittel, das zur Gruppe der Opioide (=

morphiumähnliche Stoffe) gehört. Es wird zur Langzeit-Behandlung von starken chronischen

Schmerzen bei Patienten ab 2 Jahren eingesetzt. Matrifen Depotpflaster darf nur auf Verschreibung

und unter regelmässiger Kontrolle des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Wann darf Matrifen Depotpflaster nicht angewendet werden?

Matrifen Depotpflaster darf bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder auf einen

Bestandteil des Depotpflasters nicht angewendet werden.

Wenden Sie Matrifen Depotpflaster nicht an, ausser Ihr Arzt oder Ihre Ärztin hat es Ihnen für die

Behandlung Ihrer Schmerzen verschrieben.

Matrifen Depotpflaster soll nicht bei akuten Schmerzzuständen oder nach Operationen angewendet

werden.

Wann ist bei der Anwendung von Matrifen Depotpflaster Vorsicht geboten?

Bewahren Sie die ungebrauchten sowie die gebrauchten Matrifen Depotpflaster ausserhalb der

Reichweite von Kindern auf.

In sehr seltenen Fällen wurden im Zusammenhang mit Fentanyl-haltigen Pflastern schwere,

lebensbedrohliche Atemschwierigkeiten (schwache Atmung [Hypoventilation), Koma] gemeldet.

Diese können bei der gleichzeitigen Anwendung von gewissen Beruhigungsmitteln verstärkt werden.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie solche Arzneimittel einnehmen oder

wenn Sie an einer Lungenerkrankung oder an Atembeschwerden leiden.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Leber-, Nieren-, Herz- oder

Hirnkrankheit oder an chronischer Verstopfung leiden, da Sie eventuell eine strengere ärztliche

Kontrolle benötigen.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin immer mit, wenn Sie

andere Arzneimittel einnehmen. Er/sie wird Ihnen sagen, welche Substanzen Sie nicht einnehmen

dürfen oder welche Massnahmen (z.B. Dosisreduktion) allenfalls notwendig sind. Matrifen soll nicht

gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, welche mit dem Abbau der Wirksubstanz

Fentanyl interagieren. Ihr Arzt/Ihre Ärztin muss über den Gebrauch solcher Arzneimittel informiert

sein. Eine Kombination mit Matrifen erfordert eine zusätzliche Überwachung des Patienten und

eventuell eine Anpassung der Dosierung. Beispiele für solche Arzneimittel sind:

§Gewisse Arzneimittel gegen AIDS wie HIV-Protease-Hemmer (z.B. Ritonavir und Nelfinavir).

§Gewisse Antibiotika wie Clarithromycin, Troleandomycin und Rifampicin.

§Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Ketoconazol und Itraconazol.

§Gewisse Arzneimittel, welche eine Wirkung aufs Herz oder die Blutgefässe haben, wie gewisse

Calciumkanal-Blocker z.B. Verapamil und Diltiazem.

§Gewisse Arzneimittel für die Behandlung von Arrhythmien wie Amiodaron.

§Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depression wie Nefazodon.

§Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie wie Carbamazepin, Phenobarbital und

Phenytoin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie gewisse Arzneimittel zur Behandlung von

Depression, bekannt als Serotonin-Wiederaufnahme- Hemmer (SSRI), Serotonin-Noradrenalin-

Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) oder Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) einnehmen.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin muss über den Gebrauch solcher Arzneimittel informiert sein, weil die

Kombination mit Matrifen Depotpflaster das Risiko des Serotonin-Syndroms, eines potenziell

lebensbedrohlichen Zustandes, erhöhen kann.

Falls Sie Arzneimittel einnehmen, welche die Reaktionsfähigkeit vermindern, z.B.

Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Mittel gegen bestimmte psychische Störungen (Neuroleptika),

Mittel gegen Depressionen (Antidepressiva), Mittel gegen Allergien (Antihistaminika) sowie

muskelentspannende Arzneimittel (Muskelrelaxantien), sollten Sie unbedingt Ihren Arzt resp. Ihre

Ärztin informieren. Sie sollten solche Arzneimittel nur auf Anweisung Ihres Arztes resp. Ihrer Ärztin

einnehmen, da die Kombination schläfrig machen oder die Atmung dämpfen kann.

Vermeiden Sie während der Anwendung von Matrifen die Einnahme von Alkohol, da diese

Kombination ebenfalls Schläfrigkeit und Atemdämpfung verursachen kann.

Matrifen kann die Aufmerksamkeit, die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit

Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Sie sollten deshalb auf das Führen von

Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen verzichten, bis Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen andere

Anweisungen gibt.

Matrifen Depotpflaster kann bei länger dauernder Anwendung zur Gewöhnung führen. Es ist deshalb

möglich, dass Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen nach einer gewissen Zeit eine höhere Dosis Matrifen

Depotpflaster verschreibt, um Ihnen dieselbe Schmerzlinderung zu verschaffen. Befolgen Sie

deshalb genau die Anwendungsvorschriften Ihres Arztes/Ihrer Ärztin und ändern Sie die Dosierung

nicht selbständig.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie (oder ein Familienmitglied) bereits einmal

alkoholabhängig waren oder verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht

haben.

Bei hohen Temperaturen kann eine vermehrte Abgabe des Wirkstoffes aus dem Pflaster in Ihren

Körper erfolgen. Wenn Sie während der Anwendung von Matrifen Depotpflaster Fieber bekommen,

sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen, welcher/welche die Dosis, falls

notwendig, anpassen wird. Eine verstärkte Wirkung von Matrifen Depotpflaster kann ebenfalls

erfolgen, wenn das Pflaster direkter Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird. Verzichten Sie deshalb

während der Behandlung mit Matrifen Depotpflaster auf Wärmewickel, elektrische Heizdecken,

heizbare Wasserbetten, Hitzelampen, Solarien, Wärmeflaschen, ausgedehnte heisse Bäder, Sauna,

heisse Whirlpool-Bäder usw. sowie intensive Sonnenbestrahlung.

Ein allfälliger Wechsel zwischen verschiedenen Fentanyl-haltigen Pflastern sollte zur Sicherstellung

der kontinuierlichen Schmerzstillung und Sicherheit nur unter ärztlicher Überwachung

vorgenommen werden; allenfalls ist eine Dosisanpassung erforderlich.

Matrifen Depotpflaster darf ausschliesslich auf der Haut der Person zur Anwendung kommen, für

welche es vom Arzt oder von der Ärztin verschrieben wurde, wenden Sie es auf keinen Fall als

Wundverband an. In einigen Fällen wurde bekannt, dass das getragene Pflaster bei engem

Körperkontakt wie z.B. Schlafen im gleichen Bett versehentlich auf die Haut einer anderen Person

übertragen wurde. Dies kann insbesondere bei Kindern zu einer Überdosis führen. Sollte

versehentlich ein Matrifen Depotpflaster am Körper einer anderen Person kleben, muss das Pflaster

sofort entfernt und unverzüglich ein Arzt resp. eine Ärztin informiert werden.

Überprüfen Sie das Depotpflaster vor der Anwendung. Depotpflaster, welche zerschnitten, geteilt

oder in irgendeiner Weise beschädigt sind, sollen nicht verwendet werden.

Kinder

Die Anwendung von Matrifen bei Kindern unter 2 Jahren wurde nicht untersucht. Matrifen sollte

ausschliesslich bei mit Opioiden vorbehandelten Kindern ab 2 Jahren eingesetzt werden (siehe «Wie

verwenden Sie Matrifen? »). Damit das Pflaster von kleinen Kindern nicht eigenständig entfernt und

verschluckt werden kann, ist bei der Auswahl der Applikationsstelle Vorsicht geboten. Das Haften

des Pflasters sollte daher sorgfältig überprüft werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Matrifen Depotpflaster während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet

werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Er/sie wird über die Anwendung von Matrifen Depotpflaster entscheiden.

Wenn Sie stillen, darf Matrifen Depotpflaster nicht angewendet werden, da der Wirkstoff in die

Muttermilch übergeht. Konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wie verwenden Sie Matrifen Depotpflaster?

Matrifen Depotpflaster ist ein rechteckiges Depotpflaster das auf die Haut geklebt wird und das in

einem Reservoir den Wirkstoff Fentanyl enthält. Der Wirkstoff dringt aus dem Reservoir durch die

Membran und durch die Haut und gelangt von dort in die Blutbahn. Solange es auf der Haut haftet,

gibt Matrifen Depotpflaster fortwährend geringe Mengen von Fentanyl direkt an das Blut ab.

Matrifen Depotpflaster ist in 5 verschiedenen Dosierungen bzw. Grössen erhältlich, 12 µg/h enthält

die niedrigste, 100 µg/h die höchste Dosis. Die verschiedenen Dosierungsstärken sind gut ersichtlich

auf den Packungen:

Matrifen Depotpflaster 12 µg/h

Matrifen Depotpflaster 25 µg/h

Matrifen Depotpflaster 50 µg/h

Matrifen Depotpflaster 75 µg/h

Matrifen Depotpflaster 100 µg/h

Die Dauer und Dosierung der Anwendung richtet sich nach der Art der zu behandelnden Schmerzen,

nach dem Allgemeinzustand sowie der bisherigen Schmerzmedikation, und wird in jedem Fall von

Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin bestimmt und überwacht. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird ein für Sie resp. für ihr

Kind geeignetes Therapieschema empfehlen. Halten Sie sich an seine/ihre Vorschriften.

Wird nach längerer Anwendung Matrifen Depotpflaster nicht mehr benötigt, so wird Ihr Arzt resp.

Ihre Ärztin über die stufenweise Reduktion der Dosis sowie über das Absetzen der Behandlung

entscheiden.

Wie wird mit der Anwendung von Matrifen Depotpflaster begonnen?

Suchen Sie eine geeignete Hautstelle im Bereich des Oberkörpers (Brust, Rücken, Oberarm). Bei

kleinen Kindern sollte das Pflaster auf dem Rücken aufgeklebt werden, damit das Pflaster vom Kind

nicht entfernt werden kann. Vor dem Aufkleben sollte die Haut vorsichtig mit sauberem Wasser

(keine Reinigungsmittel verwenden!) gereinigt und gut abgetrocknet werden. Die Hautstelle soll

trocken und nicht mit Cremes, Öl, Lotionen, Puder oder Fett behandelt sein. Achten Sie darauf, dass

Sie das Pflaster auf ein unbehaartes oder von Haaren befreites (mit Schere, nicht rasieren!), gesundes

Hautareal aufkleben, an dem sich die Haut beim Bewegen des Körpers nicht zu stark faltet und das

nicht starken Reibungen mit den Kleidern ausgesetzt ist. Das Pflaster könnte sich sonst lösen.

1. Entnehmen Sie das Pflaster erst unmittelbar vor dem Aufkleben aus dem Schutzbeutel. Öffnen Sie

den Beutel, indem Sie ihn am Rand aufreissen.

2. Entnehmen Sie das Pflaster. Überprüfen Sie das Pflaster vor der Anwendung. Pflaster, welche

zerschnitten, geteilt oder in irgendeiner Weise beschädigt sind, sollen nicht verwendet werden.

3. Lösen Sie die Deckfolie an einer Ecke und ziehen Sie sie ab. Vermeiden Sie jegliche Berührung

mit der Klebeseite des Pflasters.

4. Kleben Sie das Pflaster sofort nach der Entnahme aus dem Beutel auf die Haut und pressen Sie es

ca. 30 Sekunden fest auf die Haut. Achten Sie darauf, dass das Pflaster vollständig auf der Haut

klebt, vor allem entlang der Ränder. Das Pflaster darf nicht zerschnitten werden! Die Deckfolie kann

mit dem Hausmüll entsorgt werden.

5. Waschen Sie Ihre Hände mit Wasser (keine Seife).

Das Pflaster kann 3 Tage (72 Stunden) auf der Haut belassen werden. Mit einem richtig aufgeklebten

Pflaster können Sie baden oder duschen. Notieren Sie auf der jeweiligen Packung, wann Sie Ihr

Pflaster aufgeklebt haben. Dies wird Ihnen helfen, Matrifen Depotpflaster korrekt anzuwenden und

erinnert Sie daran, wann die 3 Tage vorüber sind.

Wenn das Pflaster direkter Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird, kann eine verstärkte Wirkung von

Matrifen Depotpflaster erfolgen. Verzichten Sie deshalb während der Behandlung mit Matrifen

Depotpflaster auf Wärmewickel, elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten, Hitzelampen,

Solarien, Wärmeflaschen, ausgedehnte heisse Bäder, Sauna, heisse Whirlpool-Bäder usw. sowie

intensive Sonnenbestrahlung.

Wie geht man vor beim Wechseln des Pflasters und was ist dabei besonders zu

berücksichtigen?

Ziehen Sie nach drei Tagen das Pflaster ab, falten es mit der Klebeseite nach innen zusammen. Die

gebrauchten Pflaster können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Waschen Sie Ihre Hände nach dem

Entfernen des Pflasters mit Wasser (keine Seife). Beim Wechseln des Pflasters ist darauf zu achten,

dass jedesmal eine neue Hautstelle zum Bekleben gewählt wird. Auf eine schon genutzte Hautstelle

kann nach Ablauf von 7 Tagen wieder ein Pflaster angebracht werden.

Wenn sich nach Abnahme des Depotpflasters eventuell Rückstände auf der Haut befinden, können

diese mit reichlich Wasser entfernt werden. Die Reinigung sollte keinesfalls mit Alkohol oder

anderen Lösungsmitteln durchgeführt werden, da diese - bedingt durch die Wirkung des

Depotpflasters - durch die Haut gelangen könnten.

Was ist zu tun, falls ein aufgeklebtes Pflaster kaputt geht und somit undicht ist?

Sie dürfen die Pflaster Matrifen nie halbieren oder zerschneiden. Kleben Sie nie ein beschädigtes

oder undichtes Pflaster auf. Falls der Inhalt des Pflasters auf die Haut rinnt, sollten Sie die Haut

gründlich mit Wasser reinigen ohne Benützung von Seife, Alkohol oder anderen Produkten, da diese

die Aufnahme des Arzneimittels durch die Haut verstärken können. Falten Sie das defekte Pflaster

mit der Klebeseite nach innen zusammen und entsorgen Sie es mit dem Hausmüll. Kleben Sie ein

neues Pflaster auf.

Bei Ersteinstellung und Umstellung von anderen Schmerzmitteln kann der maximale

schmerzstillende Effekt erst nach ca. 24 Stunden beurteilt werden, da die Fentanyl-Spiegel im Blut

nach der Erstanwendung langsam ansteigen. Demzufolge benötigen Sie eventuell am ersten Tag der

Behandlung ein zusätzliches Schmerzmittel.

Nachdem Matrifen entfernt worden ist, nimmt die Wirkstoffkonzentration im Blut nur langsam

innerhalb 1-2 Tagen ab, da der Wirkstoff noch aus der Haut resorbiert wird.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Ihre Schmerzen während der Anwendung von Matrifen

Depotpflaster stärker werden. Er/sie wird die Dosis von Matrifen Depotpflaster anpassen und Ihnen

ein zusätzliches Schmerzmittel verschreiben. Ihr Arzt/ Ihre Ärztin kann Ihnen auch die gleichzeitige

Anwendung von mehreren Matrifen Depotpflastern verschreiben.

Ebenfalls kann Ihnen Ihr Arzt/Ihre Ärztin ein zusätzliches Schmerzmittel verschreiben, um

gelegentliche Schmerzschübe zu mildern.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Matrifen Depotpflaster haben?

Wie andere ähnliche Schmerzmittel kann Matrifen Depotpflaster die Atemtätigkeit vermindern. Falls

die Person, welche mit Matrifen Depotpflaster behandelt wird, langsam oder schwach atmet, sollte

unverzüglich der Arzt oder die Ärztin informiert werden. Halten Sie die Patientin/den Patienten

wach, indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder sie/ihn ab und zu schütteln.

Die nachfolgenden Nebenwirkungen basieren auf umfangreichen klinischen Studien bei

Erwachsenen:

Sehr häufig kommen Schläfrigkeit (15%), Kopfschmerzen (12%), Schwindel (13%), Übelkeit (36%),

Erbrechen (23%), Verstopfung (23%) vor.

Häufig sind Überempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Depression,

Angstzustände, Halluzinationen, Zittern, Taubheitsgefühl (Parästhesie), Drehschwindel (Vertigo),

Herzklopfen (Palpitationen), zu schneller Herzschlag, Bluthochdruck, Atemnot (Dyspnoe),

Durchfall, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Verdauungsstörung (Dyspepsie), übermässiges

Schwitzen, Juckreiz (Pruritus), Hautauschlag, Hautreaktionen (z.B. Hautrötung), unwillkürliche

Muskelkontraktionen, Harnverhalten, Erschöpfung (Fatigue), Wasseransammlung im peripheren

Gewebe, Kraftlosigkeit (Astenie), Unwohlsein und Kältegefühl beobachtet worden.

Gelegentlich treten Unruhe, Desorientierung, Euphorie, reduzierte Wahrnehmung von Sinnesreizen

(Hypoästhesie), Krampfanfälle, Erinnerungslücken, verringerter Bewusstseinsgrad,

Bewusstlosigkeit, verschwommenes Sehen, verlangsamter Herzschlag, blaurot verfärbte Lippen,

erniedrigter Blutdruck, Atemdepression, Atemnot, Darmverschluss, Ekzem, Dermatitis,

Hautfunktionsstörungen, Muskelzucken, Störungen der Sexualfunktion, Reaktion an der

Applikationsstelle, grippeähnliche Symptome, Gefühl von Körpertemperaturschwankungen,

Überempfindlichkeit an der Applikationsstelle und Entzugssymptome auf.

Selten treten Engstellung der Pupille (Miosis), Atemstillstand, Hypoventilation und Dermatitis oder

Ekzem an der Applikationsstelle auf.

Nach der Markteinführung wurde mit unbekannter Häufigkeit über allergische Reaktionen

(anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktionen, anaphylaktoide Reaktion), verlangsamte

Atemfrequenz (Bradypnoe) und Fieber berichtet.

Arzneimittel wie Matrifen können zu Gewöhnung führen. Bei korrekter Anwendung ist dies aber

eher unwahrscheinlich.

Bei Umstellung von anderen stark wirksamen Opioiden auf Matrifen oder bei abruptem Abbruch der

Therapie kann es zu Entzugserscheinungen, wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzuständen

und Kältezittern kommen.

Aus diesem Grund sollten Sie die Behandlung mit Matrifen nie von sich aus abbrechen. Falls Ihr

Arzt/Ihre Ärztin entscheidet, dass die Therapie abgebrochen werden soll, so sollten Sie seine/ihre

Anweisungen genau befolgen. Sollten Sie unter einer der oben aufgeführten unerwünschten

Wirkungen leiden, informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen entsprach das Nebenwirkungsprofil dem der Erwachsenen. Neben den

bei der Opioidbehandlung von Schmerzen bei schwer kranken Kindern üblicherweise zu erwartenden

Nebenwirkungen wurden keine weiteren Risiken bekannt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren. Falls irgendein anderes

Krankheitszeichen auftritt, bei dem Sie einen Zusammenhang mit der Anwendung von Matrifen

vermuten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren.

Überdosierung: Wichtigstes Anzeichen einer Überdosierung ist abgeschwächte Atmung. Wenn die

behandelte Person langsam oder schwach atmet, sollten sofort alle Matrifen Depotpflaster entfernt

und unverzüglich der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin benachrichtigt werden. In der

Zwischenzeit halten Sie die Patientin/den Patienten wach, indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder

sie/ihn ab und zu schütteln.

Was ist ferner zu beachten?

Bringen Sie die ungebrauchten Pflaster (in der Originalpackung) zur fachgerechten Entsorgung an

die Abgabestelle (Arzt oder Apotheker resp. Ärztin oder Apothekerin) zurück. Die gebrauchten

Pflaster können (mit der Klebefläche zusammengeklebt) mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Beachten Sie allerdings, dass gebrauchte Pflaster noch Wirkstoff enthalten, welcher für Kinder

gefährlich sein könnte.

Matrifen Depotpflaster sollte bei Raumtemperatur (15 – 25°C) gelagert werden. Pflaster nicht

zerschneiden.

Matrifen Depotpflaster ist an einem sicheren Ort und wie alle Arzneimittel vor Kindern geschützt

aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Matrifen Depotpflaster enthalten?

1 Matrifen Depotpflaster 12 µg/h enthält 1,38 mg Fentanyl als Wirkstoff, sowie Dipropylenglykol als

Hilfsstoff und weitere Hilfsstoffe zur Herstellung.

1 Matrifen Depotpflaster 25 µg/h enthält 2,75 mg Fentanyl als Wirkstoff, sowie Dipropylenglykol als

Hilfsstoff und weitere Hilfsstoffe zur Herstellung.

1 Matrifen Depotpflaster 50 µg/h enthält 5,5 mg Fentanyl als Wirkstoff, sowie Dipropylenglykol als

Hilfsstoff und weitere Hilfsstoffe zur Herstellung.

1 Matrifen Depotpflaster 75 µg/h enthält 8,25 mg Fentanyl als Wirkstoff, sowie Dipropylenglykol als

Hilfsstoff und weitere Hilfsstoffe zur Herstellung.

1 Matrifen Depotpflaster 100 µg/h enthält 11,0 mg Fentanyl als Wirkstoff, sowie Dipropylenglykol

als Hilfsstoff und weitere Hilfsstoffe zur Herstellung.

Zulassungsnummer

57’460 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Matrifen Depotpflaster? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Matrifen Depotpflaster untersteht der Kontrolle gemäss Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und

die psychotropen Stoffe vom 3. Oktober 1951, BAG/BM 145.

Matrifen Depotpflaster 12 µg/h: 5, 10 Pflastern (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 25 µg/h: 5, 10 Pflastern (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 50 µg/h: 5, 10 Pflaster (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 75 µg/h: 5, 10 Pflaster (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 100 µg/h: 5, 10 Pflaster (Spitalpackung).

Zulassungsinhaberin

Takeda Pharma AG, Freienbach

Diese Packungsbeilage wurde im März 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

5-10-2018

Matrifen®, Transdermales Pflaster

Rote - Liste