Matrifen 25 ug/h Depotpflaster

Szwajcaria - niemiecki - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Ulotka dla pacjenta Ulotka dla pacjenta (PIL)

01-09-2019

Składnik aktywny:
fentanylum
Dostępny od:
Takeda Pharma AG
Kod ATC:
N02AB03
INN (International Nazwa):
fentanylum
Forma farmaceutyczna:
Depotpflaster
Skład:
fentanylum 2.75 mg, dipropylenglycolum, excipiens an die Vorbereitung für das 8.4 cm2 mit der Befreiung von 25 µg/h.
Klasa:
A
Grupa terapeutyczna:
Synthetika
Dziedzina terapeutyczna:
Analgetikum
Numer pozwolenia:
57460
Data autoryzacji:
2007-11-22

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Matrifen® Depotpflaster

Takeda Pharma AG

Untersteht dem Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe.

Was ist Matrifen Depotpflaster und wann wird es angewendet?

Matrifen Depotpflaster ist ein stark wirksames Schmerzmittel, das zur Gruppe der Opioide (=

Morphium-ähnliche Stoffe) gehört. Es wird zur Langzeit-Behandlung von starken chronischen

Schmerzen bei Patienten ab 2 Jahren eingesetzt. Matrifen Depotpflaster darf nur auf Verschreibung und

unter regelmässiger Kontrolle des Arztes resp. der Ärztin verwendet werden.

Wann darf Matrifen Depotpflaster nicht angewendet werden?

Matrifen Depotpflaster darf bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder auf einen

Bestandteil des Depotpflasters nicht angewendet werden.

Wenden Sie Matrifen Depotpflaster nicht an, ausser Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin hat es Ihnen für die

Behandlung Ihrer Schmerzen verschrieben.

Matrifen Depotpflaster darf nicht bei akuten Schmerzzuständen oder nach Operationen angewendet

werden.

Matrifen Depotpflaster darf nicht angewendet werden, falls Sie Atemprobleme mit langsamer und

flacher Atmung haben.

Wann ist bei der Anwendung von Matrifen Depotpflaster Vorsicht geboten?

Opioide können missbraucht werden und Sie riskieren eine Opioidabhängigkeit, selbst wenn Sie Ihre

Dosis wie vorgeschrieben einnehmen. Opioidabhängigkeit und -missbrauch können zum Tod führen.

Bewahren Sie die ungebrauchten sowie die gebrauchten Matrifen Depotpflaster ausserhalb der

Reichweite von Kindern auf.

In sehr seltenen Fällen wurden im Zusammenhang mit Fentanyl-haltigen Pflastern schwere,

lebensbedrohliche Atemschwierigkeiten (schwache Atmung [Hypoventilation], Koma) gemeldet.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Lungenerkrankung oder an

Atembeschwerden leiden.

Des Weiteren sollten Sie unbedingt Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, falls Sie Arzneimittel

einnehmen, die Ihr zentrales Nervensystem dämpfen; z.B. Arzneimittel, die Sie schläfrig machen, die

Angstzustände verringern oder die das Bewusstsein beeinträchtigen, wie Beruhigungsmittel (Sedativa,

Tranquilizer) und Schlafmittel (Hypnotika) inkl. Benzodiazepine, Mittel gegen bestimmte psychische

Störungen (Antipsychotika), starke Schmerzmittel (Opioide), Arzneimittel, die bei Operationen

angewendet werden (Narkosemittel), muskelentspannende Arzneimittel (Muskelrelaxantien), bestimmte

Arzneimittel gegen Allergien (sedierende Antihistaminika) oder gewisse Drogen.

Sie sollten solche Arzneimittel nur auf Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin einnehmen, da die

Kombination starke Benommenheit, Bewusstseinsbeeinträchtigungen, Atembeschwerden mit

verlangsamter oder flacher Atmung, Koma und Tod hervorrufen kann.

Vermeiden Sie während der Anwendung von Matrifen Depotpflaster die Einnahme von Alkohol, da

diese Kombination ebenfalls verstärkte Schläfrigkeit, Atemdämpfung, Koma und Tod verursachen kann.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Leber-, Nieren-, Herz- oder

Hirnkrankheit oder an chronischer Verstopfung leiden, da Sie eventuell eine strengere ärztliche

Kontrolle benötigen.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin immer mit, wenn Sie andere

Arzneimittel einnehmen. Er/Sie wird Ihnen sagen, welche Substanzen Sie nicht einnehmen dürfen oder

welche Massnahmen (z.B. Dosisreduktion) allenfalls notwendig sind. Matrifen soll nicht gleichzeitig mit

Arzneimitteln angewendet werden, welche mit dem Abbau der Wirksubstanz Fentanyl interagieren. Ihr

Arzt/Ihre Ärztin muss über den Gebrauch solcher Arzneimittel informiert sein. Eine Kombination mit

Matrifen erfordert eine zusätzliche Überwachung des Patienten und eventuell eine Anpassung der

Dosierung. Beispiele für solche Arzneimittel sind:

·Gewisse Arzneimittel gegen AIDS wie HIV-Proteasehemmer (z.B. Ritonavir und Nelfinavir).

·Gewisse Antibiotika wie Clarithromycin, Troleandomycin und Rifampicin.

·Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Fluconazol, Ketoconazol, Itraconazol

und Voriconazol.

·Gewisse Arzneimittel, welche eine Wirkung aufs Herz oder die Blutgefässe haben, wie gewisse

Calciumkanal-Blocker z.B. Verapamil und Diltiazem.

·Gewisse Arzneimittel für die Behandlung von Arrhythmien wie Amiodaron.

·Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depression wie Nefazodon.

·Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie wie Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie gewisse Arzneimittel zur Behandlung von

Depression, bekannt als Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), Serotonin-Noradrenalin-

Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI), trizyklische Antidepressiva (TCA) oder Monoaminoxidase-Hemmer

(MAO-Hemmer) einnehmen oder wenn Sie gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Migräne,

sogenannte Triptane, oder gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen,

sogenannte Serotonin-Rezeptor-3-Antagonisten, oder das Schmerzmittel Tramadol einnehmen bzw.

anwenden. Ihr Arzt/Ihre Ärztin muss über den Gebrauch solcher Arzneimittel informiert sein, weil die

Kombination mit Matrifen Depotpflaster das Risiko des Serotonin-Syndroms, eines potenziell

lebensbedrohlichen Zustandes, erhöhen kann.

Matrifen Depotpflaster kann bei länger dauernder Anwendung zur Gewöhnung führen. Es ist deshalb

möglich, dass Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen nach einer gewissen Zeit eine höhere Dosis Matrifen

Depotpflaster verschreibt, um Ihnen dieselbe Schmerzlinderung zu verschaffen. Befolgen Sie deshalb

genau die Anwendungsvorschriften Ihres Arztes/Ihrer Ärztin und ändern Sie die Dosierung nicht

selbständig.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie (oder ein Familienmitglied) bereits einmal

alkoholabhängig waren oder verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht

haben.

Bei hohen Temperaturen kann eine vermehrte Abgabe des Wirkstoffes aus dem Pflaster in Ihren Körper

erfolgen. Wenn Sie während der Anwendung von Matrifen Depotpflaster Fieber bekommen, sollten Sie

unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen, welcher/welche die Dosis, falls notwendig, anpassen

wird. Eine verstärkte Wirkung von Matrifen Depotpflaster kann ebenfalls erfolgen, wenn das Pflaster

direkter Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird. Verzichten Sie deshalb während der Behandlung mit

Matrifen Depotpflaster auf Wärmewickel, elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten, Hitzelampen,

Solarien, Wärmeflaschen, ausgedehnte heisse Bäder, Sauna, heisse Whirlpool-Bäder usw. sowie

intensive Sonnenbestrahlung.

Ein allfälliger Wechsel zwischen verschiedenen Fentanyl-haltigen Pflastern sollte zur Sicherstellung der

kontinuierlichen Schmerzstillung und Sicherheit nur unter ärztlicher Überwachung vorgenommen

werden; allenfalls ist eine Dosisanpassung erforderlich.

Matrifen Depotpflaster darf ausschliesslich auf der Haut der Person zur Anwendung kommen, für

welche es vom Arzt oder von der Ärztin verschrieben wurde, wenden Sie es auf keinen Fall als

Wundverband an.

In einigen Fällen wurde bekannt, dass das getragene Pflaster bei engem Körperkontakt wie z.B. Schlafen

im gleichen Bett versehentlich auf die Haut einer anderen Person übertragen wurde. Dies kann

insbesondere bei Kindern zu einer Überdosis führen. Sollte versehentlich ein Matrifen Depotpflaster am

Körper einer anderen Person kleben, muss das Pflaster sofort entfernt und unverzüglich ein Arzt resp.

eine Ärztin informiert werden.

Die Anwendung von Matrifen bei Kindern unter 2 Jahren wurde nicht untersucht. Matrifen sollte

ausschliesslich bei mit Opioiden vorbehandelten Kindern ab 2 Jahren eingesetzt werden.

Matrifen Depotpflaster kann die Aufmerksamkeit, die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die

Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Sie sollten deshalb auf das Führen

von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen verzichten, bis Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen andere

Anweisungen gibt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Matrifen Depotpflaster während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Er/Sie

wird über die Anwendung von Matrifen Depotpflaster entscheiden.

Stillzeit

Wenn Sie stillen, darf Matrifen Depotpflaster nicht angewendet werden, da der Wirkstoff in die

Muttermilch übergeht. Konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wie verwenden Sie Matrifen Depotpflaster?

Matrifen Depotpflaster ist ein rechteckiges Depotpflaster, das auf die Haut geklebt wird und das in

einem Reservoir den Wirkstoff Fentanyl enthält. Der Wirkstoff dringt aus dem Reservoir durch die

Membran und durch die Haut und gelangt von dort in die Blutbahn. Solange es auf der Haut haftet, gibt

Matrifen Depotpflaster fortwährend geringe Mengen von Fentanyl direkt an das Blut ab.

Matrifen Depotpflaster ist in 5 verschiedenen Dosierungen bzw. Grössen erhältlich, 12 µg/h enthält die

niedrigste, 100 µg/h die höchste Dosis. Die verschiedenen Dosierungsstärken sind gut ersichtlich auf den

Packungen aufgedruckt und die Deckel der Faltschachteln unterscheiden sich ebenfalls durch

unterschiedliche Farben:

Matrifen Depotpflaster 12 µg/h: orange;

Matrifen Depotpflaster 25 µg/h: rosa;

Matrifen Depotpflaster 50 µg/h: türkis;

Matrifen Depotpflaster 75 µg/h: hellblau;

Matrifen Depotpflaster 100 µg/h: grau.

Die Dauer und Dosierung der Anwendung richtet sich nach der Art der zu behandelnden Schmerzen,

nach dem Allgemeinzustand sowie der bisherigen Schmerzmedikation, und wird in jedem Fall von

Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin bestimmt und überwacht. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird ein für Sie resp. für Ihr Kind

geeignetes Therapieschema empfehlen. Halten Sie sich an seine/ihre Vorschriften.

Wird nach längerer Anwendung Matrifen Depotpflaster nicht mehr benötigt, so wird Ihr Arzt resp. Ihre

Ärztin über die stufenweise Reduktion der Dosis sowie über das Absetzen der Behandlung entscheiden.

Anleitung zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung

Anwendung und Wechseln der Pflaster

·Notieren Sie sich, wann das Pflaster appliziert worden ist (Tag, Datum und Uhrzeit), um nicht zu

vergessen, wann es gewechselt werden muss.

·Jedes Pflaster enthält eine ausreichende Wirkstoffmenge für 3 Tage (72 Stunden).

·Wechseln Sie das Pflaster alle drei Tage.

·Entfernen Sie immer zuerst das alte Pflaster, bevor Sie ein neues Pflaster anbringen.

·Wechseln Sie das Pflaster alle 3 Tage (72 Stunden) immer zur selben Uhrzeit.

·Wenn mehrere Pflaster angewendet werden, müssen alle Pflaster zur selben Zeit gewechselt werden.

·Wenn das Pflaster direkter Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird, kann sich die Wirkung von Matrifen

Depotpflaster verstärken. Verzichten Sie deshalb während der Behandlung mit Matrifen Depotpflaster

auf Wärmewickel, elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten, Hitzelampen, Solarien,

Wärmeflaschen, ausgedehnte heisse Bäder, Sauna, heisse Whirlpool-Bäder usw. sowie intensive

Sonnenbestrahlung.

Applikationsstelle

·Bringen Sie das Pflaster nicht zweimal hintereinander an derselben Stelle an.

·Matrifen Depotpflaster sind auf einer flachen, gesunden, möglichst faltenfreien, nicht irritierten und

nicht bestrahlten Hautstelle des Oberkörpers oder der Oberarme anzubringen.

Kinder

·Bei Kindern bringen Sie das Pflaster immer auf dem Rücken des Kindes an, wo es für das Kind schwer

erreichbar ist und vom Kind nicht entfernt werden kann.

·Überprüfen Sie häufig, ob das Pflaster noch auf der Haut klebt.

·Es ist wichtig, dass das Kind das Pflaster nicht entfernt und es in den Mund nimmt, da dies

lebensbedrohlich oder sogar tödlich sein könnte.

·Beobachten Sie das Kind sehr engmaschig 48 Stunden lang, nachdem:

·das erste Pflaster angebracht worden ist;

·ein Pflaster mit höherer Dosis angebracht worden ist.

Anbringen eines Pflasters

Schritt 1: Vorbereitung der Haut

·Achten Sie darauf, dass Sie das Pflaster auf ein unbehaartes oder von Haaren befreites (mit Schere,

nicht rasieren!), gesundes Hautareal aufkleben.

·Vor dem Aufkleben sollte die Haut, falls notwendig, mit sauberem Wasser (keine Reinigungsmittel

verwenden!) gereinigt und gut abgetrocknet werden.

·Die Hautstelle soll trocken und nicht mit Cremes, Öl, Lotionen, Puder oder Fett behandelt sein.

Schritt 2: Öffnen des Beutels

·Entnehmen Sie das Pflaster erst unmittelbar vor dem Aufkleben aus dem Schutzbeutel.

·Zur Entnahme des Pflasters wird der Schutzbeutel wie folgt geöffnet: Schneiden Sie den Schutzbeutel

bei der Markierung am Rand (wird durch einen Pfeil auf dem Etikett des Pflasters angezeigt) ca. 2 mm

ein. Reissen Sie anschliessend den Beutel vorsichtig von Hand entlang der Ränder auf und klappen Sie

ihn wie Buchseiten auseinander.

·Entnehmen Sie das Pflaster. Überprüfen Sie das Pflaster vor der Anwendung auf etwaige

Beschädigungen. Pflaster, welche zerschnitten, geteilt oder in irgendeiner Weise beschädigt sind, sollen

nicht verwendet werden.

·Das Pflaster klebt auf einer grösseren Schutzfolie, die zum leichteren Entfernen s-förmig gekerbt ist.

Ziehen Sie die eine Hälfte der Schutzfolie von der Rückseite des Pflasters ab. Der freigelegte Teil des

Pflasters kann nun auf die ausgewählte Hautstelle geklebt werden. Die zweite Hälfte der Schutzfolie

kann entfernt werden. Das Berühren der klebenden Seite des Pflasters ist zu vermeiden.

Schritt 3: Abziehen und Andrücken

·Vermeiden Sie, die klebende Seite des Pflasters zu berühren.

·Drücken Sie das Pflaster für mindestens 30 Sekunden mit der flachen Hand fest auf die Haut.

·Achten Sie darauf, dass die Ränder des Pflasters gut angedrückt sind. Die Schutzfolie kann mit dem

Hausmüll entsorgt werden.

·Waschen Sie Ihre Hände mit Wasser (keine Seife).

Schritt 4: Entsorgung des Pflasters

·Ziehen Sie das Pflaster ab und falten Sie es sofort mit der Klebeseite nach innen zusammen.

·Das Pflaster zurück in den Originalbeutel geben und nach Anweisung des Apothekers bzw. der

Apothekerin entsorgen.

·Nicht benutzte Pflaster sollten in der Apotheke (im Krankenhaus) zurückgegeben werden.

·Die Pflaster für Kinder unzugänglich aufbewahren - auch benutzte Pflaster enthalten noch eine gewisse

Menge an Wirkstoff, der für Kinder schädlich oder sogar tödlich sein kann.

·Waschen Sie Ihre Hände nach dem Entfernen des Pflasters mit Wasser (keine Seife).

Weitere Hinweise zur Anwendung

Wenn sich nach Abnahme des Depotpflasters eventuell Rückstände auf der Haut befinden, können diese

mit reichlich Wasser entfernt werden. Die Reinigung sollte keinesfalls mit Alkohol oder anderen

Lösungsmitteln durchgeführt werden, da diese - bedingt durch die Wirkung des Depotpflasters - durch

die Haut gelangen könnten.

Bei Ersteinstellung und Umstellung von anderen Schmerzmitteln kann der maximale schmerzstillende

Effekt erst nach ca. 24 Stunden beurteilt werden, da die Fentanyl-Spiegel im Blut nach der

Erstanwendung langsam ansteigen. Demzufolge benötigen Sie eventuell am ersten Tag der Behandlung

ein zusätzliches Schmerzmittel.

Nachdem Matrifen entfernt worden ist, nimmt die Wirkstoffkonzentration im Blut nur langsam

innerhalb 1-2 Tagen ab, da der Wirkstoff noch aus der Haut resorbiert wird.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Ihre Schmerzen während der Anwendung von Matrifen

Depotpflaster stärker werden. Er/Sie wird die Dosis von Matrifen Depotpflaster anpassen. Ihr Arzt/Ihre

Ärztin kann Ihnen auch die gleichzeitige Anwendung von mehreren Matrifen Depotpflastern

verschreiben.

Ebenfalls kann Ihnen Ihr Arzt/Ihre Ärztin ein zusätzliches Schmerzmittel verschreiben, um gelegentliche

Schmerzschübe zu mildern.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Matrifen Depotpflaster haben?

Wie andere ähnliche Schmerzmittel, kann Matrifen Depotpflaster die Atemtätigkeit vermindern. Falls

die Person, welche mit Matrifen Depotpflaster behandelt wird, langsam oder schwach atmet, sollte

unverzüglich der Arzt oder die Ärztin informiert werden. Halten Sie die Patientin/den Patienten wach,

indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder sie/ihn ab und zu schütteln.

Die nachfolgenden Nebenwirkungen basieren auf umfangreichen klinischen Studien bei Erwachsenen

Sehr häufig kommen Schläfrigkeit (15%), Kopfschmerzen (12%), Schwindel (13%), Übelkeit (36%),

Erbrechen (23%), Verstopfung (23%) vor.

Häufig sind Überempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Depression,

Angstzustände, Halluzinationen, Zittern, Taubheitsgefühl (Parästhesie), Drehschwindel (Vertigo),

Herzklopfen (Palpitationen), zu schneller Herzschlag, Bluthochdruck, Atemnot (Dyspnoe), Durchfall,

Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Verdauungsstörung (Dyspepsie), übermässiges Schwitzen, Juckreiz

(Pruritus), Hautauschlag, Hautreaktionen (z.B. Hautrötung), unwillkürliche Muskelkontraktionen,

Harnverhalten, Erschöpfung (Fatigue), Wasseransammlung im peripheren Gewebe, Kraftlosigkeit

(Asthenie), Unwohlsein und Kältegefühl beobachtet worden.

Gelegentlich treten Unruhe, Desorientierung, Euphorie, reduzierte Wahrnehmung von Sinnesreizen

(Hypoästhesie), Krampfanfälle, Erinnerungslücken, verringerter Bewusstseinsgrad, Bewusstlosigkeit,

verschwommenes Sehen, verlangsamter Herzschlag, blaurot verfärbte Lippen, erniedrigter Blutdruck,

Atemdepression, Atemnot, Darmverschluss, Ekzem, Dermatitis, Hautfunktionsstörungen,

Muskelzucken, Störungen der Sexualfunktion, Reaktion an der Applikationsstelle, grippeähnliche

Symptome, Gefühl von Körpertemperaturschwankungen, Überempfindlichkeit an der Applikationsstelle

und Entzugssymptome auf.

Selten treten Engstellung der Pupille (Miosis), Atemstillstand, Hypoventilation und Dermatitis oder

Ekzem an der Applikationsstelle auf.

Mit nicht bekannter Häufigkeit wurden nach der Markteinführung über allergische Reaktionen

(anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktionen, anaphylaktoide Reaktion), verlangsamte

Atemfrequenz (Bradypnoe), Delirium (die Symptome können eine Kombination aus gesteigerter

körperlicher Erregbarkeit [Agitiertheit], Unruhe, Orientierungsstörung, Verwirrtheit, Furcht, Sehen oder

Hören von nicht vorhandenen Dingen, Schlafstörung und Alpträumen umfassen), Fieber und Mangel an

männlichen Geschlechtshormonen (Androgenmangel) sowie Hautverdünnung, -rötung oder -geschwüre

an der Applikationsstelle berichtet.

Bei Umstellung von anderen stark wirksamen Opioiden auf Matrifen oder bei abruptem Abbruch der

Therapie kann es zu Entzugserscheinungen, wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzuständen

und Kältezittern kommen.

Aus diesem Grund sollten Sie die Behandlung mit Matrifen nie von sich aus abbrechen. Falls Ihr

Arzt/Ihre Ärztin entscheidet, dass die Therapie abgebrochen werden soll, so sollten Sie seine/ihre

Anweisungen genau befolgen. Sollten Sie unter einer der oben aufgeführten unerwünschten Wirkungen

leiden, informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen entsprach das Nebenwirkungsprofil dem der Erwachsenen. Neben den bei

der Opioidbehandlung von Schmerzen bei schwer kranken Kindern üblicherweise zu erwartenden

Nebenwirkungen wurden keine weiteren Risiken bekannt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Falls irgendein anderes Krankheitszeichen auftritt, bei dem Sie einen Zusammenhang

mit der Anwendung von Matrifen vermuten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren.

Überdosierung: Wichtigstes Anzeichen einer Überdosierung ist abgeschwächte Atmung. Wenn die

behandelte Person langsam oder schwach atmet, sollten sofort alle Matrifen Depotpflaster entfernt und

unverzüglich der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin benachrichtigt werden. In der

Zwischenzeit halten Sie die Patientin/den Patienten wach, indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder sie/ihn

ab und zu schütteln.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Matrifen Depotpflaster bei Raumtemperatur (15 – 25 °C) lagern. Pflaster nicht zerschneiden.

Matrifen Depotpflaster ist an einem sicheren Ort und wie alle Arzneimittel vor Kindern geschützt

aufzubewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Matrifen Depotpflaster enthalten?

Wirkstoffe

1 Matrifen Depotpflaster 12 µg/h (4.2 cm²) enthält 1.38 mg Fentanyl

1 Matrifen Depotpflaster 25 µg/h (8.4 cm²) enthält 2.75 mg Fentanyl

1 Matrifen Depotpflaster 50 µg/h (16.8 cm²) enthält 5.5 mg Fentanyl

1 Matrifen Depotpflaster 75 µg/h (25.2 cm²) enthält 8.25 mg Fentanyl

1 Matrifen Depotpflaster 100 µg/h (33.6 cm²) enthält 11.0 mg Fentanyl

Hilfsstoffe

Dimeticon-350, Dipropylenglykol, Hydroxypropylcellulose, Siliconadhäsiva.

Kontrollmembran: Ethylen/Vinylacetat Copolymer.

Schutzfilm: Polyethylenterephthalate.

Zulassungsnummer

57460 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Matrifen Depotpflaster? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Matrifen Depotpflaster 12 µg/h: 5, 10 Pflastern (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 25 µg/h: 5, 10 Pflastern (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 50 µg/h: 5, 10 Pflaster (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 75 µg/h: 5, 10 Pflaster (Spitalpackung).

Matrifen Depotpflaster 100 µg/h: 5, 10 Pflaster (Spitalpackung).

Zulassungsinhaberin

Takeda Pharma AG, 8152 Opfikon

Diese Packungsbeilage wurde im September 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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Fachinformation

Dosierung/Anwendung;Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen;Unerwünschte

Wirkungen;Pharmakokinetik;Stand der Information

Matrifen Depotpflaster

Untersteht dem Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe

Zusammensetzung

Wirkstoff

Fentanylum

Hilfsstoffe

Dimeticonum – 350

Dipropylenglycolum

Hydroxypropylcellulosum

Silicone adhesive

Kontrollmembran: Ethylene / Vinylacetate copolymer

Schutzfilm: Polyethylene terephtalate

Excipiens ad praeparationem

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Transdermales therapeutisches System (Depotpflaster)

Matrifen, Depotpflaster 12 µg/h: 1,38 mg Fentanyl pro System 4.2 cm².

Matrifen, Depotpflaster 25 µg/h: 2,75 mg Fentanyl pro System 8.4 cm².

Matrifen, Depotpflaster 50 µg/h: 5,5 mg Fentanyl pro System 16.8 cm².

Matrifen, Depotpflaster 75 µg/h: 8,25 mg Fentanyl pro System 25.2 cm².

Matrifen, Depotpflaster 100 µg/h: 11,0 mg Fentanyl pro System 33.6 cm².

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Matrifen ist zur Behandlung starker prolongierter Schmerzen, welche eine kontinuierliche, über

einen längeren Zeitraum dauernde Opioid-Verabreichung erfordern und bei welchen nicht-opioide

Analgetika und schwache Opioide ungenügend wirken, indiziert bei Patienten ab 2 Jahren.

Dosierung/Anwendung

Wie bei allen Opioiden hängt die Sicherheit der Patienten, die dieses Produkt anwenden, davon ab,

ob der Arzt diese gemäss der zugelassenen Anwendungsvorschrift verschreibt. Wie bei allen

Opioiden soll die Festlegung der Dosis individuell erfolgen. Das wichtigste Kriterium in der

Bestimmung der richtigen Dosis richtet sich danach, ob der Patient vorgängig bereits mit Opioiden

behandelt worden ist oder nicht.

Die Matrifen Depotpflaster-Dosis sollte aufgrund des klinischen Bildes individuell festgelegt und

dann in regelmässigen Abständen überprüft werden.

Korrekte Art der Applikation

Matrifen Depotpflaster sind auf einer flachen, gesunden, möglichst faltenfreien, nicht irritierten oder

bestrahlten Hautstelle des Oberkörpers oder der Oberarme anzubringen. Bei kleinen Kindern sollte

das Pflaster auf den Rücken geklebt werden, damit das Pflaster vom Kind nicht entfernt werden

kann. Haare an der betreffenden Stelle (nicht behaarte Stellen sind vorzuziehen) müssen vorher

geschnitten (nicht rasiert, um Hautirritationen vorzubeugen) werden. Vor dem Anbringen von

Matrifen Depotpflaster darf die betreffende Hautstelle, sofern dies notwendig ist, nur mit Wasser

gereinigt werden. Seifen, Öle, Lotionen und andere Substanzen, welche die Haut reizen oder ihre

Eigenschaften verändern könnten, sind zu vermeiden. Die Haut muss vollkommen trocken sein,

bevor das System angebracht wird.

Entnehmen Sie das Pflaster erst unmittelbar vor dem Aufkleben aus dem Schutzbeutel. Überprüfen

Sie das Depotpflaster vor der Anwendung. Depotpflaster, welche zerschnitten, geteilt oder in

irgendeiner Weise beschädigt sind, sollen nicht verwendet werden. Das transdermale System muss

mit der Handfläche ca. 30 Sekunden lang fest aufgedrückt werden, um eine gute Haftung vor allem

entlang der Ränder zu gewährleisten. Die Deckfolie kann mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Matrifen Depotpflaster kann während 72h ununterbrochen getragen werden. Ein neues System muss

nach Entfernen des alten Systems an einer anderen Hautstelle angebracht werden (Verringerung der

lokalen Nebenwirkungsrate).

Alle Patienten müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass Kontakte der Pflasterstelle mit

direkten äusseren Wärmequellen (Wärmewickel, elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten,

Hitzelampen, Solarien, Wärmeflaschen, ausgedehnte heisse Bäder, Sauna, heisse Whirlpool-Bäder

usw.) unbedingt zu vermeiden sind. Das Pflaster sollte nicht intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt

werden.

Bestimmen der Anfangsdosis

Die geeignete Anfangsdosis sollte auf dem aktuellen Opioid-Verbrauch des Patienten/der Patientin

beruhen. Es wird empfohlen Matrifen bei Patienten einzusetzen, welche eine Opioid-Toleranz

aufweisen. Andere Faktoren, welche beachtet werden müssen sind: aktueller allgemeiner und

medizinischer Zustand des Patienten/der Patientin einschliesslich Körpergrösse, Alter, Grad des

Schwächezustandes sowie Ausmass der Opioid-Toleranz.

Opioid-naive Patienten

Erwachsene

Ersteinstellung

Die klinische Erfahrung mit Matrifen bei opioid-naiven Patienten ist limitiert. Wird bei einem

opioid-naiven Patienten eine Therapie mit Matrifen als geeignet erachtet, wird empfohlen, diese

Patienten mit niederen Dosen von schnell freisetzenden Opioiden (z.B. Morphin, Hydromorphon,

Oxycodon, Tramadol und Codein) zu titrieren, um eine äquianalgetische Dosierung zu erhalten, die

Matrifen 25 µg/h entspricht. Die Patienten können dann auf Matrifen 25 µg/h umgestellt werden.

Anschliessend kann die Dosis wenn nötig in Schritten von 12 oder 25 µg/h nach oben oder unten

titriert werden, um je nach Wirkung und abhängig vom Bedarf zusätzlicher Schmerzmittel, die tiefste

geeignete Dosis zu erzielen (siehe „Umrechnung der aequianalgetischen Potenz“). Siehe auch

„Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen: Opioid-naive Patienten und Patienten, die nicht opioid-

tolerant sind“.

Opioid-tolerante Patienten

Erwachsene

Um opioid-tolerante Patienten von oral oder parenteral verabreichten Opioiden auf Matrifen

umzustellen, soll gemäss unten stehenden Angaben („Umrechnung der aequianalgetischen Potenz“)

verfahren werden. Anschliessend kann die Dosis wenn nötig in Schritten von 12 oder 25 µg/h nach

oben oder unten titriert werden, um je nach Wirkung und abhängig vom Bedarf zusätzlicher

Schmerzmittel, die tiefste geeignete Dosis zu erzielen.

Umrechnung der aequianalgetischen Potenz

1. Berechnen Sie den analgetischen Bedarf der vorangegangenen 24 h.

2. Rechnen Sie diese Menge mit Hilfe von Tabelle 1 auf die äquianalgetische orale Morphindosis

um. Für die analgetische Wirkung gelten alle intramuskulären und oralen Dosen auf dieser Tabelle

als aequivalent zu 10 mg intramuskulärem Morphin.

3. Um die Dosisstärke von Matrifen abzuleiten, die dem berechneten analgetischen Bedarf der

vorangegangenen 24 h umgerechnet auf die aequianalgetische Morphindosis entspricht, verwenden

Sie Tabelle 2 oder 3 wie folgt:

a) Tabelle 2 gilt für Erwachsene Patienten, welche auf eine andere Opioidtherapie wechseln oder von

einer anderen Opioidtherapie umgestellt werden müssen (der Umrechnungsfaktor von oralem

Morphin auf transdermales Fentanyl entspricht etwa 150:1).

b) Tabelle 3 gilt für Erwachsene Patienten mit einer stabilen und gut tolerierten Opioid-Therapie (der

Umrechnungsfaktor von oralem Morphin auf transdermales Fentanyl entspricht etwa 100:1).

Tabelle 1: Umrechnung der äquianalgetischen Potenz

Name des Wirkstoffes Äquianalgetische Dosis (mg)

Intramuskulär* oral

Morphin

30 (bei wiederholter Gabe)**

Hydromorphon

Methadon

Oxycodon

Levorphanol

Oxymorphon

10 (rektal)

Diamorphin

Pethidin

Codein

Buprenorphin

0,8 (lingual)

* Die Werte beruhen auf Studien mit Einzeldosen, bei denen eine intramuskuläre Dosis jedes

aufgeführten Medikaments mit Morphin verglichen wurde, um die relative Potenz zu bestimmen. Die

oralen Dosen werden empfohlen, wenn ein Patient von einer parenteralen auf eine orale Behandlung

umgestellt wird.

** Die orale/intramuskuläre Potenzangabe für Morphin beruht auf klinischen Erfahrungen bei

Patienten mit chronischen Schmerzen.

Referenz: Nach Foley, K.M.: The treatment of cancer pain. NEJM 1985; 313 (2): 84-95.

Tabelle 2: Empfohlene Matrifen Depotpflaster-Erstdosierung anhand der täglichen oralen

Morphindosis*

Orales Morphin für 24 h (mg/Tag) Matrifen Depotpflaster-Dosis (µg/h)

<135 (für Erwachsene)

135-224

225-314

315-404

405-494

495- 584

585-674

675-764

765-854

855-944

945-1034

1035-1124

* In klinischen Studien wurden diese Bereiche einer täglichen oralen Morphindosis als Basis für die

Umrechnung auf Matrifen Depotpflaster verwendet.

Tabelle 3: Empfohlene Erstdosierung für Matrifen basierend auf der täglichen oralen Morphindosis

(für Patienten, mit einer stabilen und gut tolerierten Opioid-Therapie)

Orales Morphin für 24 h (mg/Tag) Matrifen Depotpflaster-Dosis (µg/h)

<44

45–89

90–149

150–209

210-269

270-329

330–389

390–449

450–509

510–569

570–629

630–689

690–749

Die Umrechnungstabellen 2 und 3 sollten nicht zur Konvertierung von Matrifen Depotpflaster zu

anderen Therapien verwendet werden, um eine Überschätzung der neuen analgetischen Dosis und die

potentielle Überdosierung zu vermeiden.

Eine vorgängige Analgetika-Therapie sollte zum Zeitpunkt der ersten Applikation des transdermalen

Systems bis zum Erreichen der analgetischen Wirksamkeit von Matrifen langsam ausgeschlichen

werden. Bei Ersteinstellung und Umstellung von anderen Analgetika kann der maximale

analgetische Effekt erst nach ca. 24 Stunden beurteilt werden, da die Fentanyl-Spiegel im Blut

langsam ansteigen.

Behandlung einer allfälligen Entzugssymptomatik

Treten nach Umstellen von einem anderen hochpotenten Opioid auf Matrifen Depotpflaster

Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzustände und Gänsehaut auf, so wird

empfohlen, dem Patienten unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle ein nicht retardiertes Morphin-

Präparat als Notfallmedikation zu geben, um eine mögliche Entzugssymptomatik zu kupieren.

Dosisfindung und Erhaltungstherapie

Matrifen Depotpflaster 12 µg/h ist speziell für die Titration tiefer Dosierungen geeignet.

Das Matrifen Depotpflaster ist alle 72 h zu ersetzen. Die Dosis muss individuell angepasst werden,

bis das Gleichgewicht zwischen analgetischer Wirkung und Verträglichkeit erreicht ist. Ist die

Analgesie nach dem Anbringen des ersten Systems ungenügend, kann die Dosis nach 3 Tagen erhöht

werden. Danach kann die Dosis alle drei Tage angepasst werden. Zu Beginn der Therapie kann es

vorkommen, dass einige Patienten während des dritten Tages keine ausreichende Analgesie erlangen,

wenn das empfohlene Dosierungsintervall angewendet wird. Diese Patienten können davon

profitieren, wenn das Depotpflaster bereits nach 48 Stunden gewechselt wird anstatt nach 72

Stunden. Wird die Applikationsdauer verkürzt, indem das Depotpflaster vor 72 Stunden ersetzt wird,

kann dies zu höheren Fentanyl Serum-Konzentrationen führen (siehe «Pharmakokinetik»).

Die Titration erfolgt normalerweise in Schritten von 12 µg/h oder 25 µg/h, wobei allerdings der

Bedarf nach zusätzlicher Analgesie (orales Morphin 45 mg/Tag entspricht Matrifen Depotpflaster 12

µg/h, orales Morphin 90 mg/Tag entspricht Matrifen Depotpflaster 25 µg/h) und der Schmerzstatus

des Patienten gebührend zu berücksichtigen sind. Für Dosen von über 100 µg/h können mehrere

Matrifen Depotpflaster verwendet werden. Patienten benötigen von Zeit zu Zeit eine zusätzliche

Dosis eines kurzwirksamen Analgetikums, um akute Schmerzen zu kupieren. Gewisse Patienten

benötigen unter Umständen zusätzliche Opioide oder eine andere Verabreichungsart, wenn die

Matrifen Depotpflaster-Dosis 300 µg/h übersteigt.

Kinder ab 2 Jahren

Matrifen sollte nur bei opioid-toleranten pädiatrischen Patienten (Alter 2 bis 16 Jahre) eingesetzt

werden, wenn diese zuvor mit mindestens 30 mg oralem Morphinäquivalent pro Tag behandelt

worden sind. Um pädiatrische Patienten von oralen oder parenteralen Opioiden auf Matrifen

umzustellen, soll gemäss Tabelle 1 («Umrechnung der aequianalgetischen Potenz») und Tabelle 4

(«Empfohlene Matrifen Depotpflaster-Dosis anhand der täglichen oralen Morphindosis») erfolgen.

Tabelle 4: Empfohlene Matrifen Depotpflaster-Dosis anhand der täglichen oralen Morphindosis*

Orales Morphin für 24 h (mg/Tag) Matrifen Depotpflaster-Dosis (µg/h)

30–44

45–134

* Die Umrechnung auf Matrifen Depotpflaster-Dosen von mehr als 25 µg/h ist bei Kindern und

Erwachsenen gleich (siehe Tabelle 2).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Leberinsuffizienz, Niereninsuffizienz, Alter, Kinder (siehe Kapitel «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Absetzen von Matrifen Depotpflaster

Muss Matrifen Depotpflaster abgesetzt werden, ist die Ersatzbehandlung mit anderen Opioiden in

einer niedrigen Dosis aufzunehmen, die dann allmählich erhöht wird. Der Grund dafür besteht darin,

dass die Fentanylspiegel nach dem Entfernen des Matrifen Depotpflasters nur langsam absinken.

Nach Entfernung des Pflasters sinken die Serum-Fentanylkonzentrationen graduell mit einer

mittleren terminalen Halbwertszeit von 17 Stunden (Bereich 13–22) nach einer 24-stündigen

Applikationsdauer und 20–25 Stunden nach einer 72-stündigen Applikationsdauer. Eine

Opioidanalgesie sollte allgemein langsam abgesetzt werden, um Entzugssymptomen vorzubeugen.

Nach einer Umstellung, bei abruptem Abbruch der Therapie oder Dosisanpassung ist es möglich,

dass bei gewissen Patienten Opioidentzugssymptome (siehe «Unerwünschte Wirkungen») auftreten

können.

Kontraindikationen

Matrifen Depotpflaster ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit auf

Fentanyl oder auf die im System enthaltenen Hilfsstoffe.

Matrifen Depotpflaster darf nicht zur Behandlung von akuten oder postoperativen Schmerzen

eingesetzt werden, da bei kurzdauernder Anwendung keine Gelegenheit zu einer Anpassung der

Dosis besteht und eine schwere oder gar lebensgefährliche Hypoventilation/Atemdepression

eintreten kann.

Behandlung von Schmerzen, welche mit nicht-Opioid-Analgetika oder kurzwirkenden Opiaten

befriedigend behandelt werden können.

Verwendung von Dosen über 25 µg/h bei Patienten, welche nicht unter Opioidtherapie stehen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Matrifen Depotpflaster sollte nur durch Ärzte mit Erfahrung in der Anwendung von potenten Opiaten

in der Schmerzbehandlung verwendet werden.

Die Anwendung von Opioid-haltigen Arzneimitteln mit verzögerter Freisetzung, wozu auch Fenanyl-

haltige Pflaster gehören, ist mit einem erhöhten Risiko verbunden. Die Gründe liegen in der relativ

hohen Wirkstoffmenge der retardierten Formen, in der kleinen therapeutischen Breite des

Wirkstoffes und den individuell unterschiedlichen, dosislimitierenden Konzentrationsgradienten

zwischen den Pflastern und der Haut. Bei einem Wechsel zwischen verschiedenen Fentanyl-haltigen,

transdermalen Systemen ist zur Sicherstellung der kontinuierlichen Schmerzstillung und Sicherheit

eine zusätzliche ärztliche Überwachung der Patienten angeraten, d.h. eine klinische Beurteilung und

allenfalls eine Dosisanpassung wie bei der Neueinstellung.

Patienten, bei denen schwere unerwünschte Wirkungen auftraten, müssen mindestens 24 Stunden,

oder je nach klinischen Symptomen länger, nach dem Entfernen von Matrifen Depotpflaster

überwacht werden, da die Fentanyl-Serumkonzentrationen nur langsam sinken, die mittlere terminale

Halbwertszeit beträgt nach einer 24-stündigen Applikationsdauer 17 Stunden (Bereich 13–22).

Andere gleichzeitig verabreichte zentral dämpfende Substanzen wie Opioide, Sedativa, Hypnotika,

Narkotika, Phenothiazine, Tranquilizer, Muskelrelaxantien, sedierende Antihistaminika und

alkoholische Getränke können zusätzlich dämpfende Wirkungen ausüben, was zu Hypoventilation,

Hypotonie und starker Sedierung oder Koma führen kann. Deshalb ist bei Patienten, die gleichzeitig

mit zentral wirkenden Medikamenten behandelt werden, Vorsicht geboten.

In sehr seltenen Fällen wurden im Zusammenhang mit Matrifen schwere, lebensbedrohliche

unerwünschte Wirkungen (Hypoventilation, Koma) gemeldet (siehe Rubrik «Überdosierung»).

Das Matrifen Depotpflaster darf nicht halbiert, zerschnitten oder sonst wie beschädigt werden, da

dies zu einer unkontrollierten Freisetzung von Fentanyl führen könnte.

Opioid-naive Patienten und Patienten, die nicht opioid-tolerant sind

Wenn Matrifen als initiale Opioid-Therapie bei opioid-naiven Patienten verwendet wurde, wurde

dessen Gebrauch in sehr seltenen Fällen mit schwerwiegender Atemdepression und/oder Tod in

Verbindung gebracht.

Auch wenn für die Ersteinstellung von opioid-naiven Patienten die tiefste Matrifen-Dosis verwendet

wird, ist eine schwerwiegende oder lebensgefährliche Hypoventilation möglich. Es wird empfohlen,

Matrifen bei opioid-toleranten Patienten einzusetzen (siehe auch „Dosierung/Anwendung“).

Abhängigkeit und mögliches Missbrauchpotenzial

Wiederholte Anwendung von Opioiden kann zu einer Toleranzentwicklung sowie zu physischer und

psychischer Abhängigkeit führen. Zur Frage der iatrogenen Abhängigkeit nach dem Gebrauch von

Matrifen Depotpflaster liegt noch ungenügend Erfahrung vor.

Fentanyl kann in ähnlicher Weise missbraucht werden wie andere Opioid-Agonisten. Missbrauch

oder der beabsichtigte Falschgebrauch von Matrifen kann zu einer Überdosierung und/oder zum

Tode führen. Patienten, welche ein erhöhtes Risiko für Missbrauch haben, können dennoch mit

Opioid-Formulierungen mit modifizierter Freisetzung behandelt werden. Diese Patienten müssen

allerdings auf Anzeichen von Missbrauch, Falschgebrauch oder Abhängigkeit überwacht werden.

Atemdepression

Da Matrifen Depotpflaster wie alle potenten Opioide bei manchen Patienten eine Atemdepression

verursachen kann, müssen die Patienten sorgfältig auf solche Wirkungen überwacht werden. Eine

Atemdepression kann auch weiter bestehen, nachdem das Matrifen Depotpflaster entfernt worden ist.

Die Inzidenz von Atemdepressionen nimmt mit steigender Matrifen Depotpflaster-Dosis zu (vgl.

auch «Überdosierung»). Zentral wirksame Medikamente können die Atemdepression verstärken (vgl.

«Interaktionen»).

Chronische Lungenkrankheiten

Matrifen Depotpflaster kann bei Patienten mit einer chronisch-obstruktiven oder anderen

Lungenkrankheiten gehäuft schwere unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Bei solchen Patienten

können die Opioide den Atemantrieb vermindern und den Widerstand der Atemwege erhöhen.

Erhöhter intrakranieller Druck

Matrifen Depotpflaster darf bei Patienten, die möglicherweise besonders empfindlich auf

intrakranielle Wirkungen einer CO2-Retention sind - z.B. Patienten mit erhöhtem intrakraniellem

Druck, mit getrübtem Bewusstsein oder im Koma - nur unter grösster Vorsicht verwendet werden.

Dies gilt ebenfalls für Patienten mit Hirntumoren.

Herzkrankheiten

Fentanyl kann eine Bradykardie verursachen und darf deshalb bei Patienten mit Bradyarrhythmien

nur unter grösster Vorsicht verwendet werden.

Leberfunktionsstörungen

Da Fentanyl in der Leber zu inaktiven Metaboliten abgebaut wird, könnten Leberfunktionsstörungen

seine Elimination verzögern. Wenn Patienten mit Leberfunktionsstörungen Matrifen erhalten, sollten

sie sorgfältig auf Zeichen einer Fentanyl-Toxizität überwacht werden; gegebenenfalls muss die

Matrifen Depotpflaster-Dosis reduziert werden (siehe „Pharmakokinetik“).

Nierenfunktionsstörungen

Daten bei niereninsuffizienten Patienten mit Matrifen Depotpflaster liegen bisher keine vor.

Weniger als 10% des Fentanyls werden unverändert über die Nieren ausgeschieden, und im

Gegensatz zu Morphin sind keine aktiven Metaboliten bekannt, die über die Nieren ausgeschieden

werden. Wenn Patienten mit Niereninsuffizienz Matrifen erhalten, sollten sie sorgfältig auf Zeichen

einer Fentanyl-Toxizität überwacht werden; gegebenenfalls muss die Matrifen Depotpflaster-Dosis

reduziert werden (siehe „Pharmakokinetik“).

Fieber/äusserliche Wärmeeinflüsse

Gemäss einem pharmakokinetischen Modell könnten die Serumkonzentrationen von Fentanyl um

ungefähr ein Drittel zunehmen, wenn die Hauttemperatur auf 40°C ansteigt. Patienten mit Fieber

müssen deshalb im Hinblick auf opioide Nebenwirkungen überwacht werden; gegebenenfalls muss

die Matrifen Depotpflaster-Dosis entsprechend angepasst werden. Es besteht die Möglichkeit von

temperatur-abhängigen Erhöhungen der Fentanyl-Freigabe, was zu Überdosierung und Tod führen

kann. Eine klinische Pharmakologie Studie bei gesunden Erwachsenen zeigte, dass die Anwendung

von Wärme über einem Fentanyl-haltigen Pflaster die mittleren Fentanyl AUC Werte um 120% und

die mittleren Cmax Werte um 61% erhöhte. Alle Patienten müssen darauf aufmerksam gemacht

werden, dass Kontakte der Pflasterstelle mit direkten äusseren Wärmequellen (Wärmewickel,

elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten, Hitzelampen, Solarien, Wärmeflaschen, ausgedehnte

heisse Bäder, Sauna, heisse Whirlpool-Bäder usw.) unbedingt zu vermeiden sind. Das Pflaster sollte

nicht intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden.

Serotonin-Syndrom

Vorsicht ist geboten, wenn Matrifen Depotpflaster gleichzeitig mit Arzneimitteln appliziert wird, die

serotonerge Neurotransmittersysteme beeinflussen.

Bei gleichzeitiger Anwendung serotonerger Arzneimittel wie beispielsweise selektiver Serotonin-

Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme- Hemmer (SNRI)

und von Arzneimitteln, die den Serotonin-Stoffwechsel beeinträchtigen (einschliesslich

Monoaminoxidasehemmern [MAO-Hemmer]), kann sich, auch bei Anwendung der empfohlenen

Dosis, ein potenziell lebensbedrohliches Serotonin-Syndrom entwickeln.

Ein Serotonin-Syndrom kann sich in Form von Veränderungen des Geisteszustands (z.B. Erregtheit,

Halluzinationen, Koma), einer autonomen Instabilität (z.B. Tachykardie, Blutdruckschwankungen,

Hyperthermie), neuromuskulären Anomalien (z.B. Hyperreflexie, Koordinationsschwäche, Steifheit)

und/oder gastrointestinalen Symptomen (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) äussern. Bei Verdacht

auf Vorhandensein eines Serotonin-Syndroms muss die Behandlung mit Matrifen Depotpflaster

sofort abgesetzt werden.

Interaktionen mit anderen Arzneimitteln

Der gleichzeitige Gebrauch von Matrifen mit Cytochrom P4503A4 Hemmern (z.B. Ritonavir,

Ketoconazol, Itraconazol, Troleandomycin, Clarithromycin, Nelfinavir, Nefazodon, Verapamil,

Diltiazem und Amiodaron) können in einer Erhöhung der Fentanyl-Plasma-Konzentration

resultieren. Dies könnte die therapeutische Wirkung sowie auch die unerwünschten Wirkungen

verstärken und verlängern, was zu einer schwerwiegenden Atemdepression führen könnte. In einer

solchen Situation soll der Patient speziell überwacht und versorgt werden. Aus diesem Grund ist der

gleichzeitige Gebrauch von transdermal appliziertem Fentanyl und CYP3A4 Hemmern nicht

empfohlen, ausser bei engmaschiger Überwachung des Patienten. Speziell jene Patienten, die

Matrifen in Kombination mit CYP3A4 Hemmern erhalten, sollten auf Anzeichen einer

Atemdepression überwacht und wenn nötig, die Dosis angepasst werden.

Versehentliche Exposition bei Pflaster Übertragung

Unbeabsichtigte Übertragung eines Matrifen Depotpflasters auf die Haut eines Nicht- Pflaster-

Trägers (insbesondere auf ein Kind) bei engem Körperkontakt wie z.B Schlafen im gleichen Bett

kann zu einer Opioidüberdosierung führen. Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass das

übertragene Pflaster sofort von der Haut des Nicht-Pflaster-Trägers entfernt werden muss, wenn eine

versehentliche Pflaster-Übertragung erfolgt (siehe «Überdosierung»).

Magen-Darm-Trakt

Opioide erhöhen den Tonus und verringern die vorantreibenden Kontraktionen der glatten

Muskulatur des Magen-Darm-Traktes. Die resultierende Verlängerung der Transitzeit im Magen-

Darm-Trakt kann verantwortlich sein für die verstopfende Wirkung von Fentanyl. Patienten sollten

über Massnahmen zur Verhinderung der Verstopfung beraten werden, und der Einsatz von

prophylaktischen Abführmitteln sollte berücksichtigt werden.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit chronischer Verstopfung geboten. Wenn eine Darmparalyse

vorhanden ist oder vermutet wird, sollte die Behandlung mit Matrifen Depotpflaster gestoppt

werden.

Alterspatienten

Daten aus Studien mit intravenös verabreichtem Fentanyl lassen darauf schliessen, dass bei

Alterspatienten die Clearance geringer und die Halbwertszeit verlängert sein kann; zudem können sie

auf das Medikament empfindlicher reagieren als jüngere Patienten.

Wenn Alterspatienten Matrifen erhalten, müssen sie sorgfältig auf Zeichen einer Fentanyl-Toxizität

überwacht werden; gegebenenfalls muss die Matrifen Depotpflaster-Dosis reduziert werden (siehe

„Pharmakokinetik“).

Anwendung bei Kindern

Matrifen Depotpflaster sollte nicht bei opiod-naiven pädiatrischen Patienten eingesetzt werden (siehe

«Dosierung/Anwendung»). Eine schwere oder lebensbedrohende Hypoventilation kann unabhängig

von der verabreichten Dosis von Matrifen Depotpflaster auftreten. Die Anwendung von Matrifen

Depotpflaster bei Kindern unter 2 Jahren wurde nicht untersucht. Matrifen Depotpflaster sollte nur

bei opiod-toleranten pädiatrischen Patienten ab 2 Jahren eingesetzt werden (siehe

«Dosierung/Anwendung»). Damit das Pflaster von kleinen Kindern nicht eigenständig entfernt und

verschluckt werden kann, ist bei der Auswahl der Applikationsstelle Vorsicht geboten (siehe

«Dosierung/Anwendung: Korrekte Art der Applikation»). Das Haften des Pflasters sollte daher

sorgfältig überprüft werden.

Interaktionen

Mit Matrifen Depotpflaster wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt.

Andere gleichzeitig verabreichte zentral dämpfende Substanzen wie Opioide, Sedativa, Hypnotika,

Narkotika, Phenothiazine, Tranquilizer, Muskelrelaxantien, sedierende Antihistaminika und

alkoholische Getränke können zusätzlich dämpfende Wirkungen ausüben, was zu Hypoventilation,

Hypotonie und starker Sedierung oder Koma führen kann. Deshalb ist bei der gleichzeitigen

Anwendung von solchen Substanzen mit Matrifen Depotpflaster eine spezielle Überwachung des

Patienten erforderlich.

Fentanyl ist eine Substanz, die einer hohen Clearance unterliegt. Sie wird schnell und extensiv,

hauptsächlich über das Cytochrom P 3A4 metabolisiert.

Der gleichzeitige Gebrauch von CYP3A4-Hemmern mit Matrifen Depotpflaster kann zu einer

Erhöhung des Plasmaspiegels von Fentanyl führen. Dies könnte die therapeutische Wirkung sowie

auch die unerwünschten Wirkungen verstärken und verlängern, was zu einer schwerwiegenden

Atemdepression führen könnte. In einer solchen Situation soll der Patient speziell überwacht und

versorgt werden. Die gleichzeitige Gabe von CYP3A4 Hemmern und Matrifen Depotpflaster wird

nicht empfohlen, ausser bei engmaschiger Überwachung des Patienten (siehe auch „Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen“).

Der gleichzeitige Gebrauch von CYP3A4-Induktoren wie z.B. Rifampicin, Carbamazepin,

Phenobarbital oder Phenytoin kann zu einer Reduktion des Fentanyl-Plasmaspiegels und

darauffolgend der therapeutischen Wirkung führen. Eine Anpassung der Dosis kann in diesem Fall

erforderlich sein.

Wird die Behandlung von CYP3A4-Induktoren beendet, nimmt mit sinkendem Plasmaspiegel der

CYP3A4-Induktoren die Enzyminduktion langsam ab. In der Folge steigt der Fentanyl-

Plasmaspiegel wieder an. Dies könnte die therapeutische Wirkung sowie auch die unerwünschten

Wirkungen verstärken und verlängern, was zu einer schwerwiegenden Atemdepression führen

könnte. In einer solchen Situation sollte der Patient speziell überwacht und versorgt werden.

Monoamino Oxidase Hemmer (MAO-Hemmer)

Matrifen ist nicht empfohlen für den Gebrauch bei Patienten, welche gleichzeitig auf einen MAO-

Hemmer angewiesen sind. Schwerwiegende und unvorhersehbare Interaktionen mit MAO-Hemmern

wurden berichtet. Diese umfassten die Potenzierung der Opiat-Wirkung oder die Potenzierung des

serotinergen Effektes.

Aus diesem Grund sollte Matrifen nicht innerhalb der ersten 14 Tage nach Beendigung einer

Behandlung mit MAO-Hemmern angewendet werden.

Serotonerge Substanzen

Gleichzeitige Anwendung von Matrifen Depotpflaster und einer serotonergen Substanz wie

beispielsweise einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) oder einem Serotonin-

Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) oder einem MAO-Hemmer kann das Risiko eines

Serotonin-Syndroms, eines potenziell lebensbedrohlichen Zustandes, erhöhen.

Schwangerschaft, Stillzeit

Zur Anwendung von Fentanyl bei Schwangeren liegen keine ausreichende Daten vor. In Tierstudien

zeigte sich eine Reproduktionstoxizität. Das mögliche Risiko für den Menschen ist unbekannt,

trotzdem wurde festgestellt, dass Fentanyl als i.v. Anästhetikum die menschliche Plazenta in der

Frühschwangerschaft passiert. Bei Neugeborenen, deren Mütter Matrifen während der

Schwangerschaft chronisch verwendet hatten, wurde über Entzugssymptome berichtet. Deshalb

sollte Matrifen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt

erforderlich.

Von der Anwendung während der Geburt wird abgeraten, Matrifen sollte nicht zur Behandlung

akuter oder postoperativer Schmerzen verwendet werden (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Weil Fentanyl die Plazenta passiert, könnte die Anwendung von Matrifen

während der Geburt eine Atemdepression beim Neugeborenen verursachen.

Nach Behandlung der Mutter während der Schwangerschaft können beim Neugeborenen

Atemdepression sowie Entzugssymptome auftreten.

Fentanyl tritt in die Muttermilch über und kann Sedierung und/oder Atemdepression beim Säugling

hervorrufen. Daher ist die Anwendung von Matrifen bei stillenden Frauen nicht empfohlen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Matrifen Depotpflaster beeinträchtigt wie andere starke Opioide die geistigen und/oder physischen

Fähigkeiten, die zur Bewältigung eventuell gefährlicher Aufgaben (Lenken von Fahrzeugen oder

Bedienen von Maschinen) erforderlich sind.

Unerwünschte Wirkungen

Erwachsene

Die Sicherheit von Fentanyl-haltigen Pflastern wurde in 1854 Patienten untersucht, welche in 11

klinischen Studien doppelblind (Plazebo oder aktive Kontrolle) und/oder offen (keine Kontrolle oder

aktive Kontrolle) zur Behandlung von chronischen Schmerzen oder chronischen Krebsschmerzen

teilnahmen. Die Studienteilnehmer erhielten mindestens 1 Dosis des Fentanyl-haltigen Pflasters und

wurden in die Sicherheitsdaten-Analyse aufgenommen. Basierend auf den gepoolten

Sicherheitsdaten dieser klinischen Studien waren die am häufigsten gemeldeten unerwünschten

Wirkungen (Inzidenz ≥10%): Übelkeit (35,7%), Erbrechen (23,2%), Obstipation (23,1%),

Somnolenz (15,0%), Schwindel (13,1%) und Kopfschmerzen (11,8%).

Im Folgenden sind die unerwünschten Wirkungen (einschliesslich der oben erwähnten), welche im

Zusammenhang mit der Anwendung von Fentanyl-haltigen Pflastern in klinischen Studien oder nach

der Zulassung berichtet wurden, aufgeführt.

Die Häufigkeit ist wie folgt definiert: «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100),

«gelegentlich» (<1/100, ≥1/1000), «selten» (<1/1000, ≥1/10‘000), «sehr selten» (<1/10‘000) und

«nicht bekannt» (genaue Häufigkeit kann nicht aufgrund der verfügbaren klinischen Daten geschätzt

werden).

Immunsystem

Häufig: Überempfindlichkeit.

Nicht bekannt: Anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktion, anaphylaktoide Reaktion.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie.

Psychiatrische Störungen

Häufig: Schlaflosigkeit, Depression, Angstzustände, Verwirrtheit, Halluzination.

Gelegentlich: Agitiertheit, Desorientierung, Euphorie.

Nervensystem

Sehr häufig: Somnolenz (15,0%), Schwindel (13,1%), Kopfschmerzen (11,8%).

Häufig: Tremor, Parästhesie.

Gelegentlich: Hypoästhesie, Krampfanfälle (einschliesslich klonische und Grand Mal

Konvulsionen), Amnesie, verringerter Bewusstseinsgrad, Bewusstseinsverlust.

Augen

Gelegentlich: Verschwommenes Sehen.

Selten: Miosis.

Ohr und Innenohr

Häufig: Vertigo.

Herz

Häufig: Palpitationen, Tachykardie.

Gelegentlich: Bradykardie, Zyanose.

Gefässe

Häufig: Hypertonie.

Gelegentlich: Hypotonie.

Atmungsorgane

Häufig: Dyspnoe.

Gelegentlich: Atemdepression, Atemnot.

Selten: Apnoe, Hypoventilation.

Nicht bekannt: Bradypnoe.

Gastrointestinale Störungen

Sehr häufig: Übelkeit (35,7%), Erbrechen (23,2%), Obstipation (23,1%).

Häufig: Durchfall, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen, Oberbauchschmerzen, Dyspepsie.

Gelegentlich: Ileus.

Selten: Subileus.

Haut

Häufig: Übermässiges Schwitzen, Pruritus, Hautausschlag, Erythem.

Gelegentlich: Ekzem, allergische Dermatitis, Hautfunktionsstörungen, Dermatitis, Kontaktdermatitis.

Muskelskelettsystem

Häufig: Muskelspasmen.

Gelegentlich: Muskelzucken.

Nieren und Harnwege

Häufig: Harnverhalten.

Reproduktionssystem und Brust

Gelegentlich: Erektile Dysfunktion, sexuelle Dysfunktion.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Fatigue, periphere Ödeme, Asthenie, Unwohlsein, Kältegefühl.

Gelegentlich: Reaktionen an der Applikationsstelle, grippeähnliche Symptome, Gefühl von

Körpertemperaturschwankungen, Überempfindlichkeit an der Applikationsstelle, Entzugssymptome,

Pyrexie.

Selten: Dermatitis an der Applikationsstelle, Ekzem an der Applikationsstelle.

Kinder

Bei Kindern und Jugendlichen entsprach das Nebenwirkungsprofil dem der Erwachsenen. Neben den

bei der Opioidbehandlung von Schmerzen bei schwer kranken Kindern üblicherweise zu erwartenden

Nebenwirkungen wurden keine weiteren Risiken bekannt. Bei bestimmungsgemässen Gebrauch bei

Kindern ab 2 Jahren scheinen keine kinderspezifischen Risiken im Zusammenhang mit Matrifen

Depotpflaster aufzutreten. Sehr häufig wurde in den pädiatrischen Studien über Fieber, Erbrechen

und Übelkeit berichtet.

Überdosierung

Symptome

Eine Überdosis Fentanyl äussert sich in einer Verstärkung seiner pharmakologischen Wirkungen,

wobei eine Atemdepression am schwersten wiegt.

Behandlung

Einer Atemdepression ist entgegenzuwirken, indem sofort das Matrifen Depotpflaster entfernt und

der Patient physisch und verbal stimuliert wird. Danach kann ein spezifischer Opioid-Antagonist wie

Naloxon verabreicht werden. Die Atemdepression nach einer Überdosis kann allerdings länger

anhalten als die Wirkung des Opioid-Antagonisten. Die Abstände zwischen intravenös verabreichten

Dosen des Antagonisten sind sorgfältig festzulegen, da die Gefahr einer «Remorphinisierung» nach

Entfernen des Systems besteht; unter Umständen sind mehrere Gaben oder eine Infusion mit

Naloxon erforderlich. Das Aufheben der narkotischen Wirkung kann akut einsetzende Schmerzen

und eine Freisetzung von Katecholaminen zur Folge haben.

Wenn es die klinische Situation erfordert, müssen offene Atemwege sichergestellt werden,

möglicherweise mit einem oropharyngealen oder endotrachealen Tubus; je nach Fall muss Sauerstoff

verabreicht und die Beatmung assistiert oder kontrolliert werden. Wichtig sind eine adäquate

Körpertemperatur und Flüssigkeitsaufnahme. Kommt es zu einer schweren oder persistierenden

Hypotonie, kann eine Hypovolämie dafür verantwortlich sein; dann muss diesem Zustand mit einer

entsprechenden parenteralen Flüssigkeitszufuhr begegnet werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N02AB03

Matrifen Depotpflaster ist ein transdermales therapeutisches System (TTS), das den Körper während

72h ununterbrochen mit Fentanyl, einem potenten Opioid-Analgetikum, versorgt. Matrifen

Depotpflaster wirkt vorwiegend auf die µ-Rezeptoren.

Die 4.2, 8.4, 16.8, 25.2 und 33.6 cm² grossen Systeme geben 12, 25, 50, 75 und 100µg/h Fentanyl an

den Blutkreislauf ab, was ungefähr 0,3, 0,6, 1,2, 1,8 und 2,4 mg/Tag entspricht.

Die wichtigsten therapeutischen Effekte sind Analgesie und Sedierung. Die Serumkonzentrationen

von Fentanyl, die bei opioidnaiven Patienten zu einem minimalen analgetischen Effekt führen,

schwanken zwischen 0,3 und 1,5 ng/ml; Bei Serumkonzentrationen von über 2 ng/ml nimmt die

Häufigkeit von Nebenwirkungen zu.

Die Konzentration, bei der Opioid-induzierte Nebenwirkungen auftreten, steigt mit der

Expositionsdauer des Patienten gegenüber Fentanyl. Die Neigung zur Toleranzentwicklung ist

interindividuell stark unterschiedlich.

Pharmakokinetik

Absorption

Matrifen Depotpflaster gewährleistet während 72h eine kontinuierliche systemische Versorgung mit

Fentanyl. Aus dem System wird eine relativ konstante Fentanyl-Menge freigesetzt, die durch die

copolymere Membran (zu 50%) und die Diffusion durch die Hautschichten (zu 50%) bestimmt wird.

Nach dem ersten Anbringen von Matrifen Depotpflaster steigen die Serumspiegel von Fentanyl

konstant an, pendeln sich normalerweise nach 12 bis 24 h ein und bleiben dann während der

restlichen Zeit bis zu 72 h mehr oder weniger konstant.

Die Fentanyl-Serumspiegel sind proportional zur Kontaktfläche des Matrifen Depotpflaster. Nach

wiederholten 72-stündigen Anwendungen wird ein Steady-State schon nach der zweiten Applikation

erreicht, der in der Folge durch Anwendung von Systemen der gleichen Dosis erhalten bleibt.

Distribution

Die Plasma-Proteinbindung von Fentanyl beträgt ca. 84%. Das Verteilungsvolumen beträgt 6 l/kg (3-

8 l/kg).

Fentanyl passiert die Blut-Hirn-Schranke.

Metabolismus

Fentanyl ist ein Arzneimittel mit hoher Clearance und wird schnell und extensiv in der Leber

vorwiegend durch Cytochrom P3A4 metabolisiert. Der Hauptmetabolit Norfentanyl ist inaktiv. Es

scheint, dass die Haut transdermal freigesetztes Fentanyl nicht metabolisiert. Dies wurde in einer

Untersuchung mit menschlichen Keratinozyten-Zellen und in klinischen Studien festgestellt, in

welchen 92% der Dosis, die aus dem System freigesetzt wurden als unverändertes Fentanyl in der

systemischen Zirkulation erschien.

Elimination

Nach einer 24-stündigen Applikationsdauer fallen die Serum-Fentanylkonzentrationen nach

Entfernen von Fentanyl transdermaler Systeme langsam ab mit einer Halbwertszeit von ca. 17

Stunden (Bereich 13-22). Nach 72-stündiger Applikationsdauer nehmen die Serum-

Fentanylkonzentrationen mit einer mittleren Halbwertszeit von 20-27 Stunden ab. Die noch

anhaltende Resorption von Fentanyl aus der Haut erklärt, weshalb das Medikament langsamer aus

dem Serum verschwindet als nach einer intravenösen Infusion, bei der die Halbwertszeit 7 Stunden

(Bereich 3-12 Stunden) beträgt.

Innerhalb von 72 Stunden nach einer intravenösen Fentanyl Gabe werden ungefähr 75% der

Fentanyl-Dosis im Urin ausgeschieden, hauptsächlich in Form von Metaboliten; davon werden nur

knapp 10% in unveränderter Form ausgeschieden. Ungefähr 9% der Dosis werden in den Fäzes

ausgeschieden, vorwiegend in Form von Metaboliten. Die Clearance beträgt 46 l/h (27-75).

Kinetik in besonderen klinischen Situationen (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»)

Daten aus Studien mit intravenös verabreichtem Fentanyl lassen darauf schliessen, dass bei

Alterspatienten die Clearance geringer und die Halbwertszeit verlängert sein kann; zudem können sie

auf das Medikament empfindlicher reagieren als jüngere Patienten. In einer Studie mit einem

Fentanyl-haltigen Pflaster bei gesunden, älteren Probanden unterschied sich deren Pharmakokinetik

nicht signifikant von derjenigen bei gesunden jungen Probanden, obwohl die maximale

Serumkonzentration tendentiell niedriger und die mittlere Halbwertszeit bis auf etwa 34 Stunden

verlängert war.

Ältere Patienten sollten sorgfältig auf Zeichen einer Fentanyl-Toxizität überwacht werden;

gegebenenfalls muss die Matrifen-Dosis reduziert werden (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Kinder

Matrifen wurde bei Kindern unter 2 Jahren nicht untersucht. Studien bei älteren Kindern ergaben,

dass die Clearance bei pädiatrischen Patienten, angepasst auf das Körpergewicht, etwa 20% höher

war als bei Erwachsenen. Diese Ergebnisse wurden bei der Bestimmung der

Dosierungsempfehlungen für pädiatrische Patienten berücksichtigt. Matrifen sollte nur bei

opioidtoleranten Kindern ab 2 Jahren oder älter verabreicht werden (siehe Dosierung/Anwendung»

und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Leberfunktionsstörungen

In einer Studie bei Patienten mit Leberzirrhose, wurde die Pharmakokinetik einer Einzeldosis eines

Fentanyl-haltigen Pflasters 50 μg/h untersucht.

Obwohl tmax und t½ nicht verändert waren, waren die mittlere Plasma-Cmax und die AUC bei

diesen Patienten um ca. 35% bzw. 73% erhöht.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen sollten sorgfältig auf Zeichen einer Fentanyl-Toxizität

überwacht werden; gegebenenfalls muss die Matrifen Depotpflaster-Dosis reduziert werden (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Daten aus einer Studie mit intravenös verabreichtem Fentanyl bei Patienten nach

Nierentransplantation legen nahe, dass die Clearance von Fentanyl bei dieser Patientenpopulation

reduziert sein kann. Wenn Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Matrifen erhalten, sollten

sie sorgfältig auf Zeichen einer Fentanyl-Toxizität überwacht werden, gegebenenfalls muss die

Matrifen Depotpflaster-Dosis reduziert werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Präklinische Daten

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

In-vitro Untersuchungen bei Säugetierzellkulturen zeigten, dass Fentanyl, wie andere Opioid-

Analgetika, mutagene Wirkungen hat, allerdings nur bei zytotoxischen Konzentrationen und

zusammen mit metabolischer Aktivierung. Fentanyl ergab keine Hinweise auf Mutagenität, wenn es

in In-vivo-Studien bei Nagetieren und bakteriellen Tests geprüft wurde. In einer zweijährigen Studie

zur Karzinogenität bei Ratten wurde Fentanyl bei subkutanen Dosen von bis zu 33 μg/kg/Tag bei

männlichen Tieren bzw. 100 μg/kg/Tag bei Weibchen nicht mit einer erhöhten Inzidenz von

Tumoren in Verbindung gebracht. Dies entspricht 0,16- resp. 0,39-mal der humanen Tagesexposition

berechnet auf das 100 μg/h Pflaster und basiert auf einem Vergleich der AUC0–24 h.

Reproduktionstoxizität

Versuche an weiblichen Ratten ergaben sowohl eine verminderte Fertilität als auch

Embryomortalität; es ergaben sich jedoch keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung.

Fentanyl geht in die Muttermilch über.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Um Inkompatibilitäten mit den Hafteigenschaften von Matrifen Depotpflaster zu verhindern, dürfen

keine Crèmes, Öle, Lotionen oder Puder auf der Hautstelle angewendet werden, wo das Pflaster

appliziert werden soll.

Haltbarkeit

Matrifen Depotpflaster dürfen nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Matrifen Depotpflaster sollten im verschlossenen Beutel und in der Originalpackung bei

Raumtemperatur (15-25°C) aufbewahrt werden.

Matrifen Depotpflaster darf vor und nach der Anwendung nicht in Reichweite von Kindern

aufbewahrt bzw. entsorgt werden.

Hinweise für die Handhabung

Entsorgen der Pflaster

Nichtgebrauchte Systeme sind zur fachgerechten Entsorgung an die Abgabestelle (Arzt oder

Apotheker) zurückzubringen. Gebrauchte Pflaster werden an der Klebefläche zusammengeklebt und

können mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Nach dem Aufkleben bzw. dem Entfernen des Pflasters bitte die Hände waschen.

Zulassungsnummer

57'460 (Swissmedic)

Packungen

Packungen mit 5 Pflastern und 10 Pflastern (Spitalpackung). [A+]

Zulassungsinhaberin

Takeda Pharma AG, Freienbach.

Stand der Information

März 2014

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