Kentera

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Kentera transdermales Pflaster
  • Darreichungsform:
  • transdermales Pflaster
  • Zusammensetzung:
  • oxybutyninum 36 mg, excipiens auf die Vorbereitung für die 39 cm2 mit der Befreiung von 3.9 mg/24h.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Kentera transdermales Pflaster
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Spasmolytikum der Harnwege

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57733
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-04-2007
  • Letzte Änderung:
  • 06-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Kentera®

Orion Pharma AG

Was ist Kentera und wann wird es angewendet?

Kentera ist ein transdermales Pflaster, das den Wirkstoff Oxybutynin enthält. Kentera darf nur auf

Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Kentera kontrolliert die Symptome von Dranginkontinenz (unfreiwilliger Harnverlust mit

Harndrang) und/oder häufigem Wasserlassen und Harndrang.

Wann darf Kentera nicht angewendet werden?

Kentera darf nicht angewendet werden, wenn Sie:

·allergisch gegen medizinische Klebeverbände oder andere transdermale Pflaster sind;

·eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff haben;

·an einem Harnverhalt leiden (Unvermögen, die gefüllte Harnblase spontan zu entleeren);

·Ihre Blase während des Wasserlassens nur unvollständig entleeren können, z.B. infolge

Prostatavergrösserung oder Harnröhrenverengung aufgrund des Risikos eines Harnverhaltes;

·unter häufiger Entleerung kleiner Harnmengen oder vermehrtes nächtliches Wasserlassen infolge

Herz- oder Nierenschwäche leiden;

·ein Engwinkelglaukom (einer bestimmten Form des grünen Stars, erhöhter Augeninnendruck)

haben. Sollte es in Ihrer Familie Fälle von Glaukom geben oder gegeben haben, informieren Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber;

·eine Verengung im Magen-Darmtrakt haben wie zum Beispiel lähmender Darmverschluss oder an

stark verminderter Tätigkeit der Darmmuskulatur (Darmatonie) leiden;

·eine Dickdarm-Entzündung (Kolitis ulcerosa) haben;

·eine akute Erweiterung des Kolons (Teil des Dickdarms) haben;

·unter einer schweren Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden;

·einen schnellen und unregelmässigen Herzschlag haben.

Kinder und Jugendliche

An Kindern und Jugendlichen wurden keine Studien durchgeführt, Kentera wird daher nicht zur

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.

Wann ist bei der Anwendung von Kentera Vorsicht geboten?

Andere Ursachen für häufiges Wasserlassen (wie Herzschwäche oder Nierenerkrankung) sollten

durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin ausgeschlossen werden. Informieren Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:

·Lebererkrankung;

·Nierenerkrankung;

·Harnabflussstörung aus der Blase (z.B. Harnverhalt);

·Infektionen der Harnwege;

·Verengung des Magen-Darm-Kanals;

·Schwere, spezielle Entzündung des Dickdarms (Colitis ulcerosa);

·stark verminderte Tätigkeit der Muskulatur bestimmter Darmabschnitte (intestinale Atonie);

·Verlagerung von Magen aus dem Bauch- in den Brustraum (Hiatushernie);

·Entzündung der Speiseröhre;

·Saures Aufstossen, Sodbrennen.

Zentrales Nervensystem

Die Behandlung mit Oxybutynin kann zu Effekten auf das zentrale Nervensystem oder zu

psychiatrischen unerwünschte Wirkungen führen (z.B. Schlaflosigkeit, Halluzinationen). Bei

Auftreten solcher Effekte sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw Ihre Ärztin oder Apothekerin

informieren. Da Oxybutynin Schläfrigkeit, Benommenheit mit abnormer Schläfrigkeit oder

verschwommenes Sehen verursachen kann, ist beim Führen eines Fahrzeugs oder beim Bedienen von

Maschinen Vorsicht angezeigt. Die Schläfrigkeit kann durch Alkoholkonsum verstärkt werden.

Hitzschlag

Da die Behandlung mit Oxybutynin zu vermindertem Schwitzen führen kann, besteht ein erhöhtes

Risiko für Hitzschlag, wenn Sie hohen Umgebungstemperaturen ausgesetzt sind.

Abhängigkeit

Vor allem bei Patienten mit akuter oder früherer Sucht gegenüber Medikamenten oder anderen

Substanzen kann Oxybutynin abhängig machen.

Entzugssymptome

Bei Absetzen von Oxybutynin nach mehrjähriger Behandlung können Entzugssymptome (wie

Nervosität, Angstgefühle, plötzlich auftretende Rötung der Haut (v.a. Oberkörper und Gesicht) und

vermehrtes Schwitzen auftreten.

Verlust der Haftung des Pflasters

Durch Aktivitäten, welche zu übermässigem Schwitzen führen können, sowie durch Kontakt zu

Wasser oder sehr hohen Temperaturen kann die Klebefähigkeit des Pflasters abnehmen.

Karies und Zahnfleischentzündungen

Die Behandlung mit Oxybutynin kann die Produktion von Speichel vermindern, was Karies,

Pilzinfektionen sowie Zahnfleischentzündungen auslösen kann.

Kentera kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen und umgekehrt. Weiter können durch

die Einnahme bzw. Anwendung anderer Arzneimittel die Nebenwirkungen verstärkt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Kentera während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Kentera darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig

erforderlich.

Beim Tier wurde gezeigt, dass Oxybutynin und sein Abbauprodukt in die Muttermilch übertreten. Es

liegen keine Daten für den Menschen vor.

Deshalb wird das Stillen während der Anwendung von Kentera nicht empfohlen.

Wie verwenden Sie Kentera?

Bringen Sie zweimal wöchentlich (alle 3 bis 4 Tage) ein neues Kentera Pflaster entsprechend der

Gebrauchsanweisung an. Wechseln Sie das Pflaster jede Woche an denselben beiden Wochentagen,

zum Beispiel an jedem Sonntag und Mittwoch oder Montag und Donnerstag. Auf der inneren Lasche

Ihrer Packung Kentera finden Sie eine Kentera Kalender-Checkliste aufgedruckt, die Ihnen helfen

wird, sich an Ihr Dosierschema zu erinnern. Markieren Sie das Schema, das Sie einhalten wollen,

und denken Sie stets daran, Ihr Kentera Pflaster an denselben beiden Wochentagen zu wechseln, die

Sie auf Ihrem Kalender ausgesucht haben. Tragen Sie immer nur ein Pflaster auf einmal und tragen

Sie Ihr Pflaster ohne Unterbrechung, bis es gewechselt werden muss.

Kleben Sie das Pflaster auf eine saubere, trockene, glatte Stelle Ihrer Haut auf Bauch, Hüfte oder

Gesäss. Kleben Sie das Pflaster nicht im Taillenbereich auf, da enge Kleidungsstücke gegen das

Pflaster scheuern könnten. Setzen Sie das Pflaster nicht dem Sonnenlicht aus. Kleben Sie das Pflaster

unter Ihrer Kleidung auf. Wechseln Sie bei jeder neuen Anwendung die Klebestelle. Kleben Sie das

Pflaster mindestens 1 Woche lang nicht auf dieselbe Stelle an Ihrem Körper.

Wie kleben Sie das Pflaster auf?

Jedes Pflaster ist einzeln in einem Schutzbeutel versiegelt. Lesen Sie die folgenden Informationen

bitte vollständig durch, bevor Sie mit der Anwendung von Kentera beginnen.

Schritt 1: Suchen Sie eine Stelle für das Pflaster, die:

·frisch gewaschen, aber trocken und kühl ist (nach einem warmen Bad oder einer warmen Dusche

warten Sie einige Minuten).

·frei von Körperpuder, -lotion und -öl ist.

·frei von Schnitten, Ausschlag oder anderen Hautreizungen ist.

Schritt 2: Öffnen Sie den Beutel, der das Pflaster enthält.

·Reissen Sie den Beutel an den Pfeilmarkierungen an der rechten Seite auf, wie in der Zeichnung

unten dargestellt.

·Schneiden Sie den Beutel nicht mit der Schere auf, das Pflaster könnte dadurch beschädigt werden.

·Ziehen Sie das Pflaster heraus.

·Kleben Sie es sofort auf die Haut, bewahren Sie das Pflaster nicht ausserhalb des versiegelten

Schutzbeutels auf.

Schritt 3: Kleben Sie eine Hälfte des Pflasters auf die Haut.

·Biegen Sie das Pflaster leicht und ziehen Sie den ersten Teil der Schutzfolie ab, die die Klebefläche

des Pflasters bedeckt.

·Drücken Sie das Pflaster - ohne die Klebefläche zu berühren - mit der klebenden Seite nach unten

fest auf den Teil von Bauch, Hüfte oder Gesäss, den Sie für die Anwendung ausgesucht haben.

Schritt 4: Kleben Sie die zweite Hälfte des Pflasters auf die Haut.

·Biegen Sie das Pflaster zurück. Drücken Sie fest auf die Schutzfolie.

·Drücken Sie die Schutzfolie etwas nach vorne, um den Rand zu lockern.

·Halten Sie den losen Rand an einer Ecke fest und ziehen Sie das zweite Stück der Schutzfolie ab.

Versuchen Sie, die Klebefläche des Pflasters nicht zu berühren.

·Drücken Sie das ganze Pflaster mit Ihren Fingerspitzen fest auf die Haut. Drücken Sie mindestens

10 Sekunden lang auf das Pflaster, damit es nicht verrutschen kann. Sorgen Sie dafür, dass es mit

seiner ganzen Fläche auf Ihrer Haut klebt, auch an den Rändern.

·Werfen Sie die Schutzfolie weg.

Baden, Duschen, Schwimmen und Sport

Durch Aktivitäten, welche zu übermässigem Schwitzen führen können, sowie durch Kontakt zu

Wasser oder sehr hohen Temperaturen kann die Klebefähigkeit des Pflasters abnehmen.

Vermeiden Sie langes Liegen in einem heissen Bad, dadurch könnte sich das Pflaster lösen.

Wenn sich das Pflaster löst

Wenn sich das Pflaster von Ihrer Haut löst, drücken Sie mit Ihren Fingerspitzen leicht darauf. Das

Pflaster wird wieder kleben. In äusserst seltenen Fällen kann sich das Pflaster völlig ablösen. Wenn

das geschieht, versuchen Sie, dasselbe Pflaster wieder auf dieselbe Stelle zu kleben. Wenn es überall

gut klebt, können Sie es weiterhin tragen. Wenn nicht, ziehen Sie es ab und kleben ein neues Pflaster

auf eine neue Stelle. An welchem Tag das auch geschehen mag, setzen Sie Ihr Schema mit zwei

Pflastern pro Woche so fort, wie Sie es auf Ihrer Schachtel markiert haben.

Wenn Sie vergessen, Ihr Pflaster nach 3 bis 4 Tagen zu wechseln

Sobald Sie daran denken, ziehen Sie das alte Pflaster ab und kleben ein neues an eine neue Stelle auf

Bauch, Hüfte oder Gesäss. An welchem Tag das auch geschehen mag, setzen Sie Ihr Schema mit

zwei Pflastern pro Woche fort, auch wenn das bedeutet, dass Sie das neue Pflaster wechseln, bevor

die 3 bis 4 Tage vergangen sind.

Wie können Sie das Pflaster entfernen?

Beim Wechseln des Pflasters ziehen Sie das alte Pflaster langsam ab. Falten Sie es in der Mitte

(klebrige Seiten aufeinander) und entsorgen Sie es so, dass es für Kinder und Haustiere unzugänglich

ist. Die Klebestelle kann leicht gerötet sein. Diese Rötung sollte innerhalb einiger Stunden nach der

Entfernung des Pflasters verschwinden. Wenn eine Reizung nicht abklingt, wenden Sie sich bitte an

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Durch Waschen der Klebestelle mit warmem Wasser und milder Seife sollten sich eventuelle

Kleberreste auf Ihrer Haut entfernen lassen. Sie können auch etwas Babyöl verwenden, um

hartnäckigere Reste zu entfernen. Verschmutzte Kleberringe lassen sich mit medizinischem

Kleberentferner lösen, der bei Ihrem Apotheker bzw. Ihrer Apothekerin erhältlich ist. Alkohol oder

andere starke Lösungsmittel können Hautreizungen verursachen und sollten vermieden werden.

Nach seiner Anwendung enthält das Pflaster noch bedeutende Mengen des Wirkstoffs. Der restliche

Wirkstoff im Pflaster kann sich schädlich auf die Umwelt auswirken, wenn er ins Wasser gelangt.

Deshalb sollte nach dem Entfernen das gebrauchte Pflaster in der Mitte gefaltet werden (klebrige

Seiten aufeinander), so dass die den Wirkstoff abgebende Membran nicht nach aussen gewandt ist.

Das Pflaster anschliessend in den Originalbeutel geben und für Kinder unzugänglich entsorgen. Alle

gebrauchten oder nicht benutzten Pflaster sind gemäss den örtlichen Vorschriften zu entsorgen oder

der Apotheke zurückzugeben. Gebrauchte Pflaster nicht in die Toilette werfen oder in

Entsorgungssysteme für flüssige Abfälle gelangen lassen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Kentera haben?

Bei Patienten, die Kentera anwenden, können folgende Nebenwirkungen auftreten:

sehr häufig (bei 1 von 10 Personen) auftreten: Juckreiz an der Klebestelle des Pflasters.

häufig (bei 1 von 100 Personen): Rötung, Reizung oder Ausschlag an der Klebestelle des Pflasters,

Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen,

Schläfrigkeit, Harnwegsinfektionen, verschwommenes Sehen und Schwindelgefühl.

gelegentlich (bei 1 von 1000 Personen): Infektionen der oberen Atemwege, Pilzbefall, Herzklopfen,

Hitzewallungen, Nesselfieber, Unwohlsein des Oberbauches, andere Beschwerden im Bauchraum,

Rückenschmerzen, Harnverhaltung, erschwertes und/oder schmerzhaftes Wasserlassen, Schnupfen,

Angst, Verwirrtheit, Nervosität, Rastlosigkeit, Zugefügte Verletzung, Schlaflosigkeit.

Selten (bei 1 von 10000 Personen): Panikreaktion, Delirium, Halluzinationen, Desorientiertheit,

Gedächtnisstörung, Lethargie, Aufmerksamkeitsstörungen, eingeschränktes Erinnerungsvermögen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und in der Originalverpackung aufbewahren. Nicht im Kühlschrank

lagern. Nicht einfrieren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Kentera enthalten?

Jedes transdermale Pflaster enthält 36 mg Oxybutynin sowie Hilfsstoffe.

Das Pflaster ist 39 cm2 gross und gibt pro 24 Stunden 3,9 mg Oxybutynin ab.

Zulassungsnummer

57733 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Kentera? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen mit 8 Pflastern.

Zulassungsinhaberin

Orion Pharma AG, 6300 Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Es gibt keine Neuigkeiten betreffend dieses Produktes.