Corisol 3

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Corisol 3 Vaginaltabletten
  • Darreichungsform:
  • Vaginaltabletten
  • Zusammensetzung:
  • clotrimazolum 200 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Corisol 3 Vaginaltabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Vaginalinfektionen mit Pilzen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55962
  • Berechtigungsdatum:
  • 20-06-2003
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Corisol® 3

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Corisol 3 und wann wird es angewendet?

Corisol 3 enthält den Wirkstoff Clotrimazol und wird zur Behandlung von Pilzerkrankungen im

Genitalbereich eingesetzt.

Wann sollte man den Arzt oder die Ärztin aufsuchen?

Sollten die Symptome einer genitalen Pilzerkrankung (z.B. Juckreiz, Rötung, vermehrter, aber

geruchloser vaginaler Ausfluss, evtl. Schwellung des äusseren Genitales) zum ersten Mal gemeinsam

oder auch einzeln auftreten, suchen Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf. Er bzw. sie wird die

richtige Diagnose Ihrer Erkrankung stellen und Ihnen auch mit den entsprechenden Arzneimitteln

helfen. Bitte suchen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auch dann auf, wenn die Krankheitszeichen trotz

Behandlung mehr als 7 Tage anhalten, wenn Sie während der vergangenen 6 Monate mehr als 2

derartige Pilzinfektionen hatten, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten schwanger zu

sein.

Sind Sie unter 18 Jahre alt oder hatten Sie jemals Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber

Arzneimitteln gegen Pilzerkrankungen, suchen Sie ebenfalls den Arzt oder die Ärztin auf.

In allen anderen Fällen ist eine Behandlung aufgrund der Fachberatung durch Ihren Apotheker bzw.

Ihre Apothekerin möglich.

Was sollte dazu beachtet werden?

Pilze werden üblicherweise meist in der Vagina (Scheide) zusammen mit Bakterien gefunden, ohne

dass sie aber krankmachende Eigenschaften entwickeln müssen. Der am häufigsten vorkommende

Pilz wird Candida albicans genannt und kann sich unter gewissen Umständen ausbreiten und zu einer

störenden Infektion führen. Diese Infektion bezieht sich meist auf die Vagina und das umgebende

Gewebe, wie zum Beispiel die Schamlippen.

Das Antimykotikum in Corisol 3 ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Pilzinfektionen

verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten

Antimykotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die

Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Während der Verwendung des Produktes sollten keine Tampons, intravaginale Duschen oder andere

Vaginalprodukte verwendet werden.

Während dem Gebrauch von Corisol 3 wird empfohlen auf Geschlechtsverkehr zu verzichten, da die

Infektion auf den Sexualpartner übertragen werden kann.

Wann darf Corisol 3 nicht angewendet werden?

Corisol 3 sollte bei Überempfindlichkeit gegen bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen,

Antimykotika vom Imidazoltyp oder gegenüber einem Bestandteil des Präparates nicht angewendet

werden.

Eine Überempfindlichkeit äussert sich z.B. durch Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden,

Schwellungen der Haut (z.B. Nesselfieber) und Schleimhäute oder Hautausschläge.

Wann ist bei der Anwendung von Corisol 3 Vorsicht geboten?

Bei einer lokalen Irritation oder allergischen Reaktion sollte die Behandlung mit Corisol 3

abgebrochen werden.

Wenn Sie an Fieber, Unterleibsschmerzen, Rückenschmerzen, faulig riechendem Ausfluss aus der

Scheide, Übelkeit, Blutung an der Scheide und/oder begleitende Schulterschmerzen leiden, sollten

Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Kontakt mit den Augen sollte vermieden werden; die Vaginaltabletten dürfen nicht eingenommen

werden.

Falls Sie mit Tacrolimus, einem Immunsuppressivum, behandelt werden, sollten Sie Ihren Arzt/Ihre

Ärztin darüber informieren; er/sie wird gegebenenfalls die Arzneistoffkonzentrationen in Ihrem Blut

überwachen.

Die Anwendung von Corisol 3 kann die Schutzwirkung von Latexprodukten, wie

Vaginaldiaphragmas oder Präservativen, herabsetzen. Die gleichzeitige Anwendung ist zu

vermeiden.

Ausserdem kann die heilende Wirkung von Corisol 3 beeinträchtigt sein.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Corisol 3 während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Corisol 3 Vaginaltabletten sollten während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, ausser

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheidet dies sei klar notwendig. Über eine Verabreichung während der

Schwangerschaft insbesondere im 1. Trimester entscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin.

Während der Schwangerschaft sollte die Behandlung mit Corisol 3 ohne Applikator durchgeführt

werden.

Über die Anwendung von Corisol 3 während der Stillzeit entscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin.

Wie verwenden Sie Corisol 3?

Wenn von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nicht anders verordnet:

Während 3 aufeinander folgenden Tagen jeden Abend nach dem Zubettgehen eine Corisol 3

Vaginaltablette möglichst tief in die Scheide einführen. Dies geschieht am besten in Rückenlage bei

leicht angezogenen Beinen.

Anwendung der Vaginaltablette mit Applikator

1. Stab A bis zum Anschlag herausziehen. Dann Vaginaltablette in den Applikator B stecken.

2. Applikator mit Tablette vorsichtig möglichst tief in die Scheide einführen (am besten in

Rückenlage).

3. Stab A bis zum Anschlag vorsichtig durchdrücken, wobei die Tablette in der Scheide platziert

wird.

4. Applikator nach Gebrauch mit warmem (nicht kochendem) Wasser sorgfältig reinigen.

Hierzu Stab A ganz aus dem Applikator B über den Anschlag hinweg herausziehen.

Anwendung der Vaginaltablette ohne Applikator

Corisol 3 Vaginaltabletten benötigen eine feuchte Scheide um sich vollständig auflösen zu können.

Andernfalls können zerbröckelte Teile der Tablette aus der Scheide austreten. Um dem vorzubeugen

muss die Vaginaltablette so weit wie möglich in die Scheide eingeführt werden. Sollte sich die

Vaginaltablette während der Nacht nicht vollständig auflösen, sollte die Verwendung von Corisol

Creme geprüft werden.

Die Anwendung von Corisol 3 sollte nicht während der Menstruation durchgeführt werden bzw. vor

dem Beginn der Menstruation abgeschlossen sein.

Bei einer Begleitvulvitis (Infektion der Schamlippen) sollte eine zusätzliche Behandlung mit einer

clotrimazolhaltigen Creme erfolgen.

Der Partner sollte mit Corisol Creme (Clotrimazol) behandelt werden, wenn er eine Balanitis

(Infektion der Eichel und Vorhaut) hat und Juckreiz und/oder Entzündung auftreten.

Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Eine

ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes

Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Im Allgemeinen ist bei einer genitalen Pilzerkrankung eine 3-Tagebehandlung ausreichend. Falls

erforderlich, kann eine zweite Behandlung über 3 Tage durchgeführt werden. Wenn aber nach 1

Woche keine deutliche Besserung eingetreten ist, oder sich die Symptome verschlimmert haben

sollten, suchen Sie unmittelbar Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf.

Für Jugendliche wird, falls indiziert, die gleiche Dosierung wie bei Erwachsenen empfohlen.

Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Alter ist nicht erforderlich.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Corisol 3 haben?

In seltenen Fällen kann eine vorübergehende Hautreizung an der Applikationsstelle auftreten (wie

z.B. Hautrötung, Juckreiz, Brennen). Ein Abbruch der Behandlung ist deswegen im Allgemeinen

nicht notwendig.

Es kann zu generalisierten Überempfindlichkeitsreaktionen unterschiedlichen Schweregrades

kommen. Diese können die Haut betreffen: (z.B. Hautrötung, Juckreiz, Brennen), die Atmung (z.B.

Atemnot), den Kreislauf (z.B. behandlungsbedürftiger Blutdruckabfall bis hin zu

Bewusstseinsstörungen) und den Magen-Darm-Trakt (z.B. Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall)

sowie zu Unterleibsschmerzen und vaginalen Blutungen führen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Corisol 3 ist vor Kindern geschützt aufzubewahren.

Corisol 3 sind weisse Tabletten zur Anwendung in der Scheide. Die Vaginaltabletten dürfen nicht

eingenommen oder geschluckt werden.

Zur Vermeidung einer erneuten Infektion sollte die benutzte Wäsche (Waschlappen, Handtücher,

Unterwäsche, möglichst aus Baumwolle) täglich gewechselt und gekocht werden.

Eine Pilzinfektion der Scheide wird u.a. auch durch Geschlechtsverkehr übertragen. Meist liegen

beim Partner keine Krankheitserscheinungen vor, dennoch kann er am Glied infiziert sein. Deshalb

befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, ob sich gleichzeitig eine

Behandlung des Partners empfiehlt.

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Ihr Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Corisol 3 enthalten?

1 Vaginaltablette enthält: 200 mg Clotrimazol als Wirkstoff sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

55962 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Corisol 3? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Es gibt Packungen zu 3 Vaginaltabletten mit Applikator.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.