Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-05-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

22-02-2021

Wirkstoff:
NATRIUM RISEDRONAT
Verfügbar ab:
Theramex Ireland Limited
ATC-Code:
M05BA07
INN (Internationale Bezeichnung):
SODIUM RISEDRONATE
Einheiten im Paket:
1 Stück, Laufzeit: 60 Monate,2 Stück, Laufzeit: 60 Monate,4 Stück, Laufzeit: 60 Monate,10 Stück, Laufzeit: 60 Monate,12 Stück, L
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Risedronsäure
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-24817
Berechtigungsdatum:
2003-01-16

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Natrium-Risedronat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Actonel einmal wöchentlich 35 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Actonel einmal wöchentlich 35 mg beachten?

Wie ist Actonel einmal wöchentlich 35 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Actonel einmal wöchentlich 35 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Actonel einmal wöchentlich 35 mg und wofür wird es angewendet?

Was ist Actonel einmal wöchentlich 35 mg?

Actonel einmal wöchentlich 35 mg gehört zu einer Gruppe von nicht hormonalen Arzneimitteln, die

„Bisphosphonate“ genannt werden. Diese werden zur Behandlung von Knochenerkrankungen

verwendet. Actonel einmal wöchentlich 35 mg wirkt direkt auf Ihre Knochen und macht diese stärker;

dadurch brechen sie nicht so leicht.

Der Knochen ist ein lebendes Gewebe. Altes Knochengewebe wird ständig aus dem Skelett entfernt

und durch neues Knochengewebe ersetzt.

Die „postmenopausale Osteoporose“ ist ein Zustand, der bei Frauen nach der Menopause (den

sogenannten „Wechseljahren“) auftritt. Dabei werden die Knochen schwächer, brüchiger und brechen

leichter nach einem Sturz oder unter Belastung. Osteoporose kommt auch bei Männern vor. Es gibt

zahlreiche Ursachen dafür, wie z. B. das Altern und/oder niedrige Werte des männlichen Hormons

Testosteron.

Die Wirbelsäule, die Hüfte und das Handgelenk sind Knochen, die am ehesten brechen, obwohl ein

Bruch an jedem Knochen Ihres Körpers auftreten kann. Osteoporose-bedingte Knochenbrüche können

auch zu Rückenschmerzen, einer Verringerung der Körpergröße und zu einem krummen Rücken

führen. Viele Osteoporose-Patienten haben keine Beschwerden und wissen nicht einmal, dass sie unter

Osteoporose leiden.

Wofür wird Actonel einmal wöchentlich 35 mg angewendet?

Zur Behandlung der Osteoporose

bei Frauen in der Menopause, auch bei schwerer Osteoporose. Dieses Arzneimittel senkt das

Risiko von Brüchen der Wirbelsäule und der Hüfte.

bei Männern mit einem hohen Frakturrisiko.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Actonel einmal wöchentlich 35 mg beachten?

Actonel einmal wöchentlich 35 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Natrium-Risedronat oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Ihr Arzt bei Ihnen einen verminderten Calciumgehalt im Blut (Hypokalzämie) festgestellt

hat.

wenn Sie schwanger sein könnten, schwanger sind oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen.

wenn Sie stillen.

wenn Sie an schweren Störungen Ihrer Nierenfunktion leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Actonel einmal wöchentlich 35 mg

einnehmen,

wenn Sie nicht mindestens 30 Minuten lang in einer aufrechten (sitzenden oder stehenden)

Position bleiben können.

wenn Sie an Knochen- und Mineralstoffwechselstörungen leiden (zum Beispiel Vitamin-D-

Mangel oder Hormonstörungen der Nebenschilddrüse; beides kann zu einem niedrigen

Calciumspiegel im Blut führen).

wenn Sie in der Vergangenheit Beschwerden mit der Speiseröhre hatten, zum Beispiel

Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Schlucken von Nahrung, oder wenn Sie im Vorfeld

informiert wurden, dass Sie an einem Barrett-Ösophagus (ein Krankheitszustand im

Zusammenhang mit Veränderungen jener Zellen, die den unteren Teil der Speiseröhre

auskleiden) leiden.

wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber einigen

Zuckerarten (wie z. B. Milchzucker) leiden.

wenn Sie Schmerzen, Schwellungen oder ein Taubheits- oder Schweregefühl im Kiefer haben

oder hatten oder an Zahnlockerungen leiden.

wenn Sie gerade eine Zahnbehandlung erhalten oder ein zahnärztlicher Eingriff bevorsteht,

sagen Sie Ihrem Zahnarzt, dass Sie mit Actonel behandelt werden.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, was bei der Einnahme von Actonel zu tun ist, wenn einer der oben

beschriebenen Umstände auf Sie zutrifft.

Kinder und Jugendliche

Natrium-Risedronat wird aufgrund von unzureichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht

für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen.

Einnahme von Actonel einmal wöchentlich 35 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Arzneimittel, die eine der folgenden Substanzen enthalten, schwächen bei gleichzeitiger Einnahme die

Wirkung von Actonel:

Calcium

Magnesium

Aluminium (z. B. einige Kombinationsprodukte gegen Verdauungsstörungen)

Eisen

Nehmen Sie diese Arzneimittel frühestens 30 Minuten nach Ihrer Actonel-Filmtablette ein.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Einnahme von Actonel einmal wöchentlich 35 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Es ist sehr wichtig, dass Sie Actonel NICHT zusammen mit Nahrungsmitteln oder Getränken

(ausgenommen Leitungswasser) einnehmen, damit das Arzneimittel richtig wirkt. Insbesondere dürfen

Sie dieses Arzneimittel nicht gleichzeitig mit Milch oder Milchprodukten einnehmen, da diese

Calcium enthalten (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Actonel einmal wöchentlich 35 mg zusammen

mit anderen Arzneimitteln“).

Nehmen Sie Nahrungsmittel und Getränke (ausgenommen Leitungswasser) frühestens 30 Minuten

nach Ihrer Actonel-Filmtablette zu sich.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, schwanger sind oder eine Schwangerschaft anstreben, dürfen

Sie Actonel nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2. „Actonel einmal wöchentlich 35 mg darf nicht

eingenommen werden“). Es ist nicht bekannt, welche möglichen Risiken mit der Einnahme von

Natrium-Risedronat (dem Wirkstoff von Actonel) bei schwangeren Frauen verbunden sind.

Wenn Sie stillen, dürfen Sie Actonel nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2. „Actonel einmal

wöchentlich 35 mg darf nicht eingenommen werden“).

Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten dürfen nur von Frauen nach der Menopause und von

Männern eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine Auswirkungen von Actonel auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen bekannt.

Actonel enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Actonel enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie ist Actonel einmal wöchentlich 35 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt einmal pro Woche EINE Actonel einmal wöchentlich 35 mg

Filmtablette (35 mg Natrium-Risedronat).

Wählen Sie einen Wochentag, der am besten zu Ihrem Zeitplan passt. Nehmen Sie Actonel einmal

wöchentlich 35 mg jede Woche an diesem Wochentag ein.

Um es Ihnen leichter zu machen, die Tablette immer am richtigen Wochentag einzunehmen, enthält

die Actonel-Packung folgendes Hilfsmittel:

Auf der Rückseite des Blisterstreifens sind Kästchen/Felder angebracht. Bitte markieren Sie den

Wochentag, den Sie für die Einnahme Ihrer Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtablette gewählt

haben. Tragen Sie auch das Datum der Tabletteneinnahme ein.

WANN sind Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten einzunehmen?

Nehmen Sie Ihr Actonel mindestens 30 Minuten vor der ersten Einnahme von Nahrungsmitteln,

Getränken (ausgenommen Leitungswasser) oder anderen Arzneimitteln an dem jeweiligen Tag ein.

WIE sind Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten einzunehmen?

Nehmen Sie die Tablette in aufrechter Körperhaltung (sitzend oder stehend) ein, um

Sodbrennen zu vermeiden.

Schlucken Sie die Tablette mit mindestens einem Glas (120 ml) Leitungswasser.

Schlucken Sie die Tablette im Ganzen. Sie darf nicht gelutscht oder zerkaut werden.

Nach der Tabletteneinnahme dürfen Sie sich 30 Minuten lang nicht hinlegen.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, ob Sie zusätzlich Calcium und Vitaminergänzungspräparate einnehmen

müssen, wenn die Zufuhr mit Ihrer Nahrung nicht ausreicht.

Wenn Sie eine größere Menge von Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten

eingenommen haben, als Sie sollten

Falls Sie oder jemand anderer irrtümlich mehr Actonel-Filmtabletten als verschrieben eingenommen

haben, trinken Sie bitte ein Glas Milch und suchen Sie einen Arzt auf.

Wenn Sie die Einnahme von Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, Ihre Tablette an dem gewählten Tag einzunehmen, holen Sie das an dem

Tag nach, an dem Sie sich daran erinnern. Danach soll die Einnahme wieder an dem üblicherweise

vorgesehenen Tag – einmal pro Woche – erfolgen.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten abbrechen

Wenn Sie die Behandlung abbrechen, kann Ihre Knochenmasse zu schwinden beginnen. Bitte

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie erwägen, mit der Einnahme aufzuhören.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, brechen Sie die Behandlung mit Actonel

ab und verständigen Sie sofort einen Arzt:

Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion, wie z. B.:

Anschwellen des Gesichts, der Zunge oder des Halses,

Schluckbeschwerden,

Nesselausschlag und Atemnot,

Schwere Hautreaktionen, die auch eine Blasenbildung der Haut umfassen können.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen folgende Nebenwirkungen auftreten:

Augenentzündung, meist verbunden mit Schmerzen, Rötung und Lichtempfindlichkeit

Knochenverlust des Kiefers (Osteonekrose), verbunden mit verzögerter Heilung und Infektion,

oft nach dem Zähneziehen (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Beschwerden in der Speiseröhre wie Schmerzen beim Schlucken, Schluckschwierigkeiten,

Brustschmerzen bzw. neu auftretendes oder sich verschlechterndes Sodbrennen

Selten kann ein atypischer Bruch des Oberschenkelknochens auftreten, vor allem bei Patienten in einer

Osteoporose-Dauerbehandlung. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Schmerzen, Schwäche oder andere

Beschwerden am Oberschenkel, der Hüfte oder in der Leistengegend auftreten, da es sich um frühe

Anzeichen eines Bruches des Oberschenkelknochens handeln kann.

In klinischen Studien wurden auch andere Nebenwirkungen beobachtet. Diese waren jedoch

üblicherweise leicht und erforderten keinen Abbruch der Behandlung.

Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Verdauungsstörungen, Übelkeit, Magenschmerzen, Magenkrämpfe oder -beschwerden,

Verstopfung, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall

Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen.

Kopfschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Entzündungen oder Geschwüre in der Speiseröhre, die zu Schwierigkeiten und Schmerzen beim

Schlucken führen (siehe auch Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“),

Entzündungen im Magen und im Zwölffingerdarm (erster Darmabschnitt nach dem Magen).

Entzündungen des farbigen Teils des Auges (Iris) (rote, schmerzende Augen mit möglichen

Sehstörungen).

Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Entzündungen der Zunge (Rötung, Schwellung, möglicherweise Schmerzen), Verengung der

Speiseröhre

Es wurde auch über veränderte Leberwerte berichtet. Diese können nur durch einen Bluttest

festgestellt werden.

Nach Markteinführung wurden noch folgende Nebenwirkungen berichtet

Sehr selten: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem

Ohr und/oder eine Ohreninfektion auftreten. Diese könnten Anzeichen für eine Schädigung der

Knochen im Ohr sein.

Häufigkeit nicht bekannt:

Haarausfall

Leberbeschwerden, einige Fälle waren schwerwiegend.

Selten kann es bei Behandlungsbeginn zu einem Absinken der Calcium- und Phosphatwerte im Blut

kommen. Diese Veränderungen sind in der Regel geringfügig und verursachen keine Beschwerden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Actonel einmal wöchentlich 35 mg aufzubewahren?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blisterstreifen nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Actonel einmal wöchentlich 35 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Natrium-Risedronat. Jede Tablette enthält 35 mg Natrium-Risedronat,

entsprechend 32,5 mg Risedronsäure.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 2.), Crospovidon A, Magnesiumstearat

und mikrokristalline Cellulose

Filmüberzug: Hypromellose, Macrogol, Hydroxypropylcellulose und hochdisperses

Siliziumdioxid, Titandioxid (E171), Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot (E172)

Wie Actonel einmal wöchentlich 35 mg aussieht und Inhalt der Packung

Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten sind ovale, hellorange, 11,7 x 5,8 mm große

Filmtabletten mit der Gravur „RSN“ auf der einen Seite und „35 mg“ auf der anderen Seite.

Die Tabletten werden in Blisterpackungen zu 1, 2, 4, 10, 12 oder 16 Tabletten geliefert.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Theramex Ireland Limited

Kilmore House, Park Lane, Spencer Dock

Dublin 1, D01 YE64, Irland

Hersteller:

Warner Chilcott Deutschland GmbH

Dr.-Otto-Röhm-Str. 2 – 4

64331 Weiterstadt

Deutschland

Balkanpharma-Dupnitsa AD

3, Samokovsko Shosse Str.

2600 Dupnitsa

Bulgarien

Z. Nr.: 1-24817

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Actonel 35 mg Wekelijks filmomhulde tabletten

Actonel 35 mg hebdomadaire comprimé pelliculé, Actonel 35 mg

Wöchentlich Filmtabletten

Dänemark:

Optinate Septimum filmovertrukne tabletter

Deutschland:

Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten

Finnland:

Optinate Septimum 35 mg kalvopäällysteiset tabletit

Frankreich:

Actonel 35 mg comprimé pelliculé

Griechenland:

Actonel OAW / „μία φορά την εβδομάδα“

Island:

Optinate Septimum 35 mg filmuhúðaðar töflur

Italien:

Actonel 35 mg compresse rivestite con film

Malta:

Actonel “Once a Week” 35mg film-coated tablet

Niederlande:

Actonel Wekelijks 35 mg, filmomhulde tabletten

Portugal:

Actonel 35 mg comprimidos revestidos por película

Schweden:

Optinate Septimum 35 mg filmdragerade tabletter

Slowakei:

Actonel 35 mg filmom obalené tablety

Spanien:

Actonel semanal 35 mg comprimidos recubiertos con película

Ungarn:

Actonel 35 mg filmtabletta

Zypern:

Actonel 35 mg επικαλυμμένα με λεπτό υμένιο δισκία

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2019.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Actonel einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 35 mg Natrium-Risedronat (entsprechend 32,5 mg Risedronsäure).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 126,0 mg Lactose-Monohydrat

(entsprechend 119,7 mg Lactose).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

Ovale, hellorange, 11,7 x 5,8 mm große Filmtablette mit der Gravur „RSN“ auf der einen Seite und „35

mg“ auf der anderen.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose, um das Risiko vertebraler Frakturen zu

minimieren.

Zur Behandlung der manifesten postmenopausalen Osteoporose, um das Risiko von Hüftfrakturen zu

minimieren (siehe Abschnitt 5.1).

Zur Behandlung der Osteoporose bei Männern mit hohem Frakturrisiko (siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 1x wöchentlich 1 Filmtablette Actonel 35 mg. Die

Filmtablette wird immer am jeweils selben Tag der Woche eingenommen.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten:

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich, da die Bioverfügbarkeit, die Verteilung und Elimination bei

älteren (> 60 Jahre) und jüngeren Patienten vergleichbar sind.

Dies gilt auch für die sehr alte (≥ 75 Jahre) postmenopausale Population.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen:

Eine Dosisanpassung ist bei Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion nicht

erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance

geringer als 30 ml/min) ist Natrium-Risedronat kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).

Kinder und Jugendlliche:

Natrium-Risedronat wird aufgrund von unzureichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht für

die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen (siehe auch Abschnitt 5.1).

Art der Anwendung

Die Resorption von Risedronat wird durch Nahrungsmittel beeinträchtigt; um eine adäquate Resorption

zu gewährleisten, nimmt der Patient Actonel einmal wöchentlich 35 mg folgendermaßen ein:

Vor dem Frühstück: mindestens 30 Minuten vor der ersten Einnahme von Nahrung, anderen

Arzneimitteln oder Flüssigkeit (ausgenommen Leitungswasser).

Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass bei Vergessen einer Dosis die Einnahme von Actonel

einmal wöchentlich 35 mg Filmtabletten an dem Tag nachzuholen ist, an dem sie sich daran erinnern.

Danach soll die Einnahme wieder am üblicherweise vorgesehenen Tag erfolgen. Es dürfen nicht zwei

Filmtabletten an einem Tag eingenommen werden.

Die Tabletten werden im Ganzen eingenommen und dürfen weder gelutscht noch zerkaut werden. Um

die Passage der Tablette in den Magen zu unterstützen, wird Actonel einmal wöchentlich 35 mg in einer

aufrechten Körperhaltung zusammen mit einem Glas Leitungswasser (

120 ml) eingenommen.

Die Patienten dürfen sich nach der Einnahme der Tablette 30 Minuten lang nicht hinlegen (siehe

Abschnitt 4.4).

Die Gabe von zusätzlichem Calcium und Vitamin D sollte in Erwägung gezogen werden, wenn deren

Zufuhr mit der Nahrung unzureichend ist.

Die optimale Dauer einer Bisphosphonatbehandlung bei Osteoporose ist nicht geklärt. Es sollte

periodisch anhand des Nutzens und der potenziellen Risiken des Wirkstoffs Risedronat für den

individuellen Patienten geprüft werden, ob es notwendig ist, die Behandlung fortzusetzen, insbesondere

bei einer Anwendung von fünf oder mehr Jahren.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Hypokalzämie (siehe Abschnitt 4.4).

Schwangerschaft und Stillzeit.

Schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nahrungsmittel, Getränke (ausgenommen Leitungswasser) und Arzneimittel mit polyvalenten Kationen

(wie Calcium, Magnesium, Eisen sowie Aluminium) beeinträchtigen die Resorption von

Bisphosphonaten und dürfen daher nicht gleichzeitig mit Actonel einmal wöchentlich 35 mg

eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.5).

Um die gewünschte Wirkung zu erreichen, ist eine strikte Einhaltung der angegebenen

Dosierungsempfehlung notwendig (siehe Abschnitt 4.2).

Die Wirksamkeit von Bisphosphonaten bei der Behandlung der Osteoporose hängt von einer niedrigen

Knochenmineraldichte und/oder dem Vorherrschen von Frakturen ab.

Hohes Alter oder klinische Risikofaktoren für Frakturen alleine sind keine Gründe zur Initiierung einer

Osteoporosebehandlung mit einem Bisphosphonat.

Es liegen nur begrenzte Beweise vor, die die Wirksamkeit von Bisphosphonaten, einschließlich

Risedronat, bei sehr alten Patienten (> 80 Jahre) stützen (siehe Abschnitt 5.1).

Bisphosphonate wurden mit Ösophagitis, Gastritis, Ösophagus-Ulzera und gastroduodenalen

Ulzerationen in Verbindung gebracht. Daher ist Vorsicht geboten:

bei Patienten mit Ösophagus-Erkrankungen in der Anamnese, die eine verzögerte

Passage oder Entleerung der Speiseröhre bedingen, wie z. B. Striktur oder Achalasie.

bei Patienten, denen es nicht möglich ist, nach der Einnahme der Tabletten 30 Minuten lang in

aufrechter Körperhaltung zu verbleiben.

wenn Risedronat Patienten mit aktiven oder rezenten Ösophagusbeschwerden oder Beschwerden

im oberen Bauchraum verabreicht wird (einschließlich bekanntem Barrett-Ösophagus).

Der verordnende Arzt muss in diesen Fällen die Patienten auf die Bedeutung der Einnahmevorschriften

und ihre Beachtung hinweisen und ebenso darauf, auf jegliche Anzeichen einer möglichen

ösophagealen Reaktion zu achten. Die Patienten sind anzuweisen, rechtzeitig medizinische Hilfe in

Anspruch zu nehmen, wenn Symptome einer ösophagealen Irritation, wie z. B. Dysphagie, Schmerzen

beim Schlucken, retrosternale Schmerzen oder neu auftretendes/stärker gewordenes Sodbrennen,

auftreten.

Eine Hypokalzämie ist vor Einleitung der Actonel einmal wöchentlich 35 mg-Therapie zu behandeln.

Andere Störungen des Knochen- und Mineralstoffwechsels (z. B. Funktionsstörungen der

Nebenschilddrüse, Hypovitaminose D) sind zu Beginn der Actonel einmal wöchentlich 35 mg-Therapie

ebenfalls zu behandeln.

Bei Krebspatienten, deren Behandlungsstrategie u. a. primär intravenös verabreichte Bisphosphonate

umfasste, ist über eine Osteonekrose des Kiefers berichtet worden, die im Allgemeinen mit einer

Zahnextraktion und/oder lokalen Infektion (einschließlich Osteomyelitis) in Zusammenhang stand.

Viele dieser Patienten erhielten auch eine Chemotherapie und Corticosteroide. Eine Osteonekrose des

Kiefers ist auch bei Osteoporosepatienten beobachtet worden, die mit oral verabreichten

Bisphosphonaten behandelt wurden.

Bei Patienten mit gleichzeitig vorhandenen Risikofaktoren (z. B. Krebs, Chemotherapie,

Strahlentherapie, Behandlung mit Corticosteroiden, schlechte Mundhygiene) muss vor einer

Behandlung mit Bisphosphonaten eine zahnärztliche Untersuchung mit geeigneten

Vorsorgemaßnahmen in Betracht gezogen werden.

Während der Behandlung sollten diese Patienten so weit wie möglich invasive dentale Eingriffe

vermeiden. Bei Patienten, die während einer Bisphosphonattherapie eine Kieferosteonekrose

entwickeln, kann eine zahnchirurgische Behandlung die Situation verschlechtern. Es sind keine Daten

darüber verfügbar, ob bei Patienten, die Zahnbehandlungen benötigen, durch ein Absetzen der

Bisphosponatbehandlung das Risiko für eine Osteonekrose des Kiefers verringert wird.

Die klinische Beurteilung des behandelnden Arztes muss für den auf einer individuellen Nutzen-Risiko-

Abwägung beruhenden Behandlungsplan für den einzelnen Patienten richtungsweisend sein.

Bei der Anwendung von Bisphosphonaten wurde über Knochennekrosen des äußeren Gehörgangs

berichtet, und zwar hauptsächlich im Zusammenhang mit Langzeitbehandlungen. Zu den möglichen

Risikofaktoren für eine Knochennekrose des äußeren Gehörgangs zählen die Anwendung von Steroiden

und chemotherapeutischen Behandlungen und/oder lokale Risikofaktoren wie z. B. Infektionen oder

Traumata. Die Möglichkeit einer Knochennekrose des äußeren Gehörgangs sollte bei Patienten, die

Bisphosphonate erhalten und mit Ohrsymptomen, einschließlich chronischer Ohreninfektionen,

vorstellig werden, in Betracht gezogen werden.

Atypische Femurfrakturen

Vor allem bei Patienten, die eine Osteoporosedauerbehandlung erhielten, sind bei der

Bisphosphonattherapie atypische Fälle von subtrochantären und diaphysären Femurfrakturen

aufgetreten. Diese Querfrakturen und kurzen Schrägfrakturen können überall am Femur auftreten, von

direkt unterhalb des Trochanter minors bis oberhalb des Gelenkabschnitts. Diese Frakturen treten ohne

oder mit minimaler vorhergehender Verletzung auf und einige Patienten erleiden Wochen oder gar

Monate vor der endgültigen Femurfraktur Schmerzen am Oberschenkel oder in der Leistengegend, was

oftmals in Verbindung mit Anzeichen von Stressfrakturen gebracht wird. Frakturen treten häufig

beidseitig auf – bei Patienten in einer Bisphosphonattherapie, bei denen eine Femurschaftfraktur

aufgetreten ist, sollte also immer der kontralaterale Femur untersucht werden. Es wurde auch von

schlechter Wundheilung dieser Frakturen berichtet. Es ist ratsam, die Bisphosphonattherapie bei

Patienten, bei denen eine atypische Femurfraktur vermutet wird, auszusetzen, bis die Einschätzung des

Patienten anhand einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung abgeschlossen ist.

Während der Bisphosphonatbehandlung sollten die Patienten darauf hingewiesen werden, Schmerzen

am Oberschenkel, an der Hüfte und in der Leistengegend zu berichten, und alle Patienten mit derartigen

Symptomen sollten auf eine unvollständige Femurfraktur untersucht werden.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,

völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht

anwenden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine eigenen Studien zu Wechselwirkungen durchgeführt, jedoch zeigten sich während der

klinischen Studien keine klinisch relevanten Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln.

Die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln mit polyvalenten Kationen (wie Calcium, Magnesium,

Eisen sowie Aluminium) beeinträchtigt die Resorption von Natrium-Risedronat (siehe Abschnitt 4.4).

Natrium-Risedronat wird im Körper nicht metabolisiert; es induziert nicht die Cytochrom-P450-

Enzyme und hat eine geringe Proteinbindung.

In den Phase-III-Studien zur Osteoporose mit Natrium-Risedronat, das täglich eingenommen wurde,

wurde bei 33 % der Patienten über eine Einnahme von Acetylsalicylsäure bzw. bei 45 % der Patienten

über eine Einnahme von NSAR berichtet. In der Phase-III-Studie zur einmal wöchentlichen Einnahme

wurde bei 57 % der postmenopausalen Frauen über eine Einnahme von Acetylsalicylsäure bzw. 40 %

der postmenopausalen Frauen über eine Einnahme von NSAR berichtet. In der Gruppe der Patienten,

die regelmäßig Acetylsalicylsäure oder NSAR einnehmen (mind. 3x in der Woche), war die Inzidenz

von Nebenwirkungen im oberen Bauchraum bei den mit Natrium-Risedronat behandelten Patienten

vergleichbar mit derjenigen in der Kontrollgruppe.

Wenn es zweckmäßig erscheint, kann Natrium-Risedronat gleichzeitig mit einer Östrogenersatztherapie

verabreicht werden (dies gilt nur für Frauen).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine Daten zur Behandlung von schwangeren Frauen mit Natrium-Risedronat vor.

Tierexperimentelle Untersuchungen haben Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das

potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Studien an Tieren weisen darauf hin, dass

Natrium-Risedronat in geringen Mengen in die Muttermilch übergeht.

Natrium-Risedronat darf nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit angewendet werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Actonel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Natrium-Risedronat wurde in klinischen Studien der Phase III an mehr als 15.000 Patienten untersucht.

Die Mehrzahl der in den klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen waren leicht bis

mittelschwer und erforderten keinen Abbruch der Behandlung.

Nebenwirkungen, die in klinischen Studien der Phase III an postmenopausalen Frauen mit Osteoporose

berichtet wurden, die bis zu 36 Monate lang entweder Risedronat 5 mg/Tag (n = 5.020) oder Placebo (n

= 5.048) erhalten haben, und die möglicherweise oder wahrscheinlich mit der Natrium-Risedronat-

Behandlung in Zusammenhang stehen, werden in folgenden Häufigkeitskategorien angegeben

(Inzidenzen vs. Placebo sind in Klammern angeführt): Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100; < 1/10);

gelegentlich (≥ 1/1,000; < 1/100); selten (≥ 1/10,000; < 1/1,000); sehr selten (< 1/10,000).

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig:

Kopfschmerzen (1,8 % vs. 1,4 %)

Augenerkrankungen:

Gelegentlich:

Iritis*

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Häufig:

Verstopfung (5,0 % vs. 4,8 %), Dyspepsie (4,5 % vs. 4,1 %), Übelkeit (4,3 % vs.

4,0 %), Bauchschmerzen (3,5 % vs. 3,3 %), Diarrhö (3,0 % vs. 2,7 %)

Gelegentlich:

Gastritis (0,9 % vs. 0,7 %), Ösophagitis (0,9 % vs. 0,9 %), Dysphagie (0,4 % vs.

0,2 %), Duodenitis (0,2 % vs. 0,1 %), Ulzera in der Speiseröhre (0,2 % vs. 0,2 %)

Selten:

Glossitis (<0,1 % vs. 0,1 %), Striktur der Speiseröhre (<0,1 % vs. 0,0 %),

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Häufig:

Muskel- und Knochenschmerzen (2,1% vs. 1,9%)

Untersuchungen:

Selten:

Abweichende Leberfunktionswerte*

*Keine relevanten Inzidenzen aus Osteoporosestudien der Phase III; die genannten Häufigkeiten

basieren auf Nebenwirkungsmeldungen/Laborbefunden/Reexpositionen aus früheren klinischen

Studien.

In einer einjährigen, doppelblinden, multizentrischen Studie, in der Natrium-Risedronat 5 mg täglich (n

= 480) mit Natrium-Risedronat 35 mg wöchentlich (n = 485) bei postmenopausalen Frauen mit

Osteoporose verglichen wurde, waren die allgemeinen Sicherheits- und Verträglichkeitsprofile ähnlich.

Es wurde über folgende zusätzliche und von den Prüfärzten als möglicherweise oder wahrscheinlich mit

dem Arzneimittel in Zusammenhang stehende Nebenwirkungen berichtet (die Inzidenz war in der mit

Risedronat 35 mg behandelten Gruppe höher als in der mit Natrium-Risedronat 5 mg behandelten

Gruppe): gastrointestinale Störungen (1,6 % vs. 1,0 %) und Schmerzen (1,2 % vs. 0,8 %).

In einer zweijährigen Studie mit an Osteoporose leidenden Männern war die allgemeine Sicherheit und

Verträglichkeit in der behandelten Gruppe ähnlich wie in der Placebogruppe. Die Nebenwirkungen

entsprachen jenen, die bereits bei Frauen beobachtet wurden.

Laborbefunde:

Frühe, vorübergehende, asymptomatische und leichte Verminderungen der Calcium- und

Phosphatkonzentrationen im Serum wurden bei einigen Patienten beobachtet.

Folgende zusätzliche Nebenwirkungen wurden nach der Markteinführung berichtet (Häufigkeit nicht

bekannt):

Augenerkrankungen:

Iritis, Uveitis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Osteonekrose des Kiefers

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Überempfindlichkeit und Hautreaktionen, einschließlich Angioödem, generalisierter Ausschlag,

Urtikaria und Hautreaktionen mit Blasenbildung, davon einige mit schwerem Verlauf, einschließlich

Einzelfällen von Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse und

leukozytoklastischer Vaskulitis.

Haarausfall.

Erkrankungen des Immunsystems:

Anaphylaktische Reaktion

Leber- und Gallenerkrankungen:

Schwere Leberstörungen. In den meisten berichteten Fällen wurden die Patienten auch mit anderen

Produkten, die bekanntermaßen Leberstörungen hervorrufen, behandelt.

Nach der Markteinführung sind die folgenden Reaktionen berichtet worden:

Selten: Atypische subtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen (Nebenwirkung der

Arzneimittelklasse der Bisphosphonatklasse)

Sehr selten: Knochennekrose des äußeren Gehörgangs (Nebenwirkung der Arzneimittelklasse der

Bisphosphonate)

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Es liegen keine spezifischen Informationen über die Behandlung einer Überdosierung mit Natrium-

Risedronat vor.

Verminderungen der Calciumwerte im Serum sind nach einer erheblichen Überdosis zu erwarten. Bei

einigen dieser Patienten können auch Symptome einer Hypokalzämie auftreten.

Zur Bindung von Risedronat und zur Reduzierung der Resorption von Natrium-Risedronat sollten

Milch oder Antacida, die Magnesium, Calcium bzw. Aluminium enthalten, verabreicht werden. Bei

einer erheblichen Überdosis ist eine Magenspülung zur Entfernung von nicht resorbiertem Natrium-

Risedronat zu erwägen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Bisphosphonate; ATC-Code: M05BA07

Wirkmechanismus

Natrium-Risedronat ist ein Pyridinyl-Bisphosphonat, das an Knochen-Hydroxylapatit bindet und die

osteoklastische Knochenresorption hemmt. Der Knochenumbau ist vermindert, während gleichzeitig

die Aktivität der Osteoblasten und die Knochenmineralisation erhalten bleiben.

In präklinischen Untersuchungen zeigte Natrium-Risedronat eine ausgeprägte antiosteoklastische und

antiresorptive Wirksamkeit, die zu einer dosisabhängigen Erhöhung der Knochendichte und der

biomechanischen Festigkeit führte.

Pharmakodynamische Wirkungen

Die Aktivität von Natrium-Risedronat wurde in pharmakodynamischen und klinischen Studien durch

Messung von biochemischen Knochenumsatzmarkern bestätigt. In Studien an postmenopausalen

Frauen wurde die Abnahme dieser biochemischen Knochenumsatzmarker innerhalb des ersten Monats

beobachtet und erreichte innerhalb von 3–6 Monaten ihr Maximum. Die Abnahme der biochemischen

Marker des Knochenumbaus war bei Actonel einmal wöchentlich 35 mg und Actonel 5 mg täglich über

einen Zeitraum von 12 Monaten ähnlich.

In einer Osteoporosestudie mit Männern wurde frühestens nach drei Monaten eine Abnahme der

biochemischen Marker des Knochenumbaus beobachtet, die auch nach 24 Monaten festzustellen war.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose:

Mehrere Risikofaktoren stehen mit der Entwicklung einer postmenopausalen Osteoporose im

Zusammenhang. Dazu zählen niedrige Knochenmasse, niedrige Knochenmineraldichte, früh

einsetzende Menopause, Rauchen in der Anamnese und Osteoporose in der Familienanamnese. Die

klinischen Folgen einer Osteoporose sind Frakturen. Das Risiko dafür erhöht sich mit der Anzahl der

Risikofaktoren.

Basierend auf den Ergebnissen der durchschnittlichen Änderung der Knochenmineraldichte (BMD) an

der Lendenwirbelsäule zeigte sich in einer einjährigen, multizentrischen, doppelblinden Studie an

postmenopausalen Frauen mit Osteoporose, dass Actonel einmal wöchentlich 35 mg (n = 485) und

Actonel 5 mg täglich (n = 480) therapeutisch äquivalent sind.

Das klinische Programm wurde zur Untersuchung der Wirkung von Natrium-Risedronat, das einmal

täglich eingenommen wird, bei einem Risiko für Hüft- und vertebrale Frakturen durchgeführt und

umfasste Frauen in der frühen und späten Postmenopause, mit oder ohne Frakturen. Es wurden

Tagesdosen von 2,5 mg und 5 mg verabreicht und alle Gruppen, einschließlich der Kontrollgruppe,

erhielten zusätzlich Calcium und Vitamin D (falls die Ausgangswerte niedrig waren). Zur Bestimmung

des relativen bzw. absoluten Risikos für das Auftreten neuer Hüft- und vertebraler Frakturen wurden

die Zeiträume bis zum Auftreten der ersten klinischen Ereignisse analysiert.

Es liegen zwei placebokontrollierte Studien (n = 3.661) mit postmenopausalen Frauen unter 85

Jahren und vertebralen Frakturen bei Studienbeginn vor. Natrium-Risedronat 5 mg, täglich über 3

Jahre eingenommen, führte im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer Abnahme des Risikos für

das Auftreten neuer vertebraler Frakturen.

Bei Frauen mit mindestens zwei bzw. mindestens einer vertebralen Fraktur betrug die relative

Risikoreduktion 49 % bzw. 41 % (Inzidenz neuer vertebraler Frakturen unter Natrium-

Risedronat: 18,1 % bzw. 11,3 %; unter Placebo: 29,0 % bzw. 16,3 %). Der Therapieeffekt zeigte

sich bereits am Ende des ersten Behandlungsjahres. Vorteile wurden auch bei Frauen erzielt, die

zu Studienbeginn multiple Frakturen aufwiesen. Natrium-Risedronat 5 mg täglich führte im

Vergleich zur Kontrollgruppe auch zu einer Verringerung der jährlichen Abnahme der

Körpergröße.

Weitere zwei placebokontrollierte Studien umfaßten postmenopausale Frauen über 70 Jahre, mit

oder ohne vertebrale Frakturen bei Studienbeginn. Frauen im Alter von 70–79 Jahren wurden

eingeschlossen, wenn die Knochenmineraldichte am Oberschenkelhals einen T-Score von < –3

Standardabweichung betrug (Klassifizierung des Herstellers, entspricht –2,5 Standardabweichung

gem. NHANES III, National Health and Nutrition Examination Survey) und mindestens ein

weiterer Risikofaktor gegeben war. Frauen im Alter ab 80 Jahre konnten dann eingeschlossen

werden, wenn mindestens ein nicht mit dem Knochengerüst in Verbindung stehender

Risikofaktor für das Auftreten einer Hüftfraktur oder eine geringe Knochenmineraldichte am

Oberschenkelhals vorlag. Eine statistische Signifikanz hinsichtlich der Wirksamkeit von

Natrium-Risedronat gegenüber Placebo ist nur dann gegeben, wenn beide Behandlungsgruppen

(2,5 mg und 5 mg) zusammengenommen werden.

Die folgenden Ergebnisse basieren auf einer a posteriori-Analyse der Subgruppen, die anhand der

klinischen Praxis und der derzeitigen Definition der Osteoporose definiert wurden:

In der Subgruppe jener Patienten, die zu Studienbeginn eine Knochenmineraldichte am

Oberschenkelhals mit einem T-Score von

–2,5 Standardabweichung (NHANES III) und

mindestens eine vertebrale Fraktur aufwiesen, wurde, im Vergleich zur Kontrollgruppe,

nach 3-jähriger Gabe von Natrium-Risedronat das Risiko für das Auftreten einer

Hüftfraktur um 46 % vermindert (die Inzidenz der Hüftfrakturen in der

zusammengefassten Gruppe mit Natrium-Risedronat 2,5 mg und 5 mg lag bei 3,8 %, in der

Placebogruppe bei 7,4 %).

Die Daten weisen darauf hin, dass bei sehr alten Patientinnen (

80 Jahre) ein geringerer

Schutz als oben angeführt beobachtet werden kann. Dies kann durch die mit zunehmendem

Alter steigende Bedeutung der nicht mit dem Knochengerüst zusammenhängenden

Risikofaktoren für Hüftfrakturen bedingt sein.

In diesen Studien zeigte die Analyse der Daten als sekundären Endpunkt eine Abnahme

des Risikos für das Auftreten neuer vertebraler Frakturen bei Patientinnen mit einer

niedrigen Knochenmineraldichte am Oberschenkelhals ohne vertebrale Frakturen sowie

bei Patientinnen mit einer niedrigen Knochenmineraldichte am Oberschenkelhals mit und

ohne vertebrale Frakturen.

Natrium-Risedronat 5 mg, täglich über 3 Jahre eingenommen, führte, im Vergleich zur

Kontrollgruppe, zu einer Erhöhung der Knochenmineraldichte an Lendenwirbelsäule,

Oberschenkelhals, Trochanter und Handgelenk und verhinderte den Knochenabbau im mittleren

Radiusschaft.

Ein einjähriges Follow-up nach einer 3 Jahre dauernden Therapie mit Natrium-Risedronat 5 mg

täglich zeigte, dass der hemmende Einfluss von Natrium-Risedronat auf den Knochenumbau

rasch nachlässt.

Knochenbiopsieproben von postmenopausalen Frauen, die 2–3 Jahre lang mit Natrium-

Risedronat 5 mg täglich behandelt wurden, zeigten erwartungsgemäß eine mäßige Abnahme des

Knochenstoffwechsels. Der während der Natrium-Risedronat-Behandlung gebildete Knochen

zeigte eine normale Lamellenstruktur und Knochenmineralisation.

Zusammen mit der abnehmenden Inzidenz von mit Osteoporose zusammenhängenden

vertebralen Frakturen bei Frauen mit Osteoporose zeigen diese Daten, dass keine nachteilige

Wirkung auf die Qualität der Knochen gegeben ist.

Bei einer Reihe von Patienten mit verschiedenen mäßigen bis schweren gastrointestinalen

Beschwerden zeigten endoskopische Befunde weder in der Natrium-Risedronat-Gruppe noch in

der Kontrollgruppe Hinweise auf behandlungsbedingte Magen-, Zwölffingerdarm- oder

Ösophagus-Ulzera, obgleich gelegentlich eine Duodenitis in der Natrium-Risedronat-Gruppe

beobachtet wurde.

Behandlung der Osteoporose bei Männern

Natrium-Risedronat 35 mg einmal wöchentlich erwies sich in einer zweijährigen, doppelblinden,

placebokontrollierten Studie an 284 männlichen Patienten (Natrium-Risedronat 35 mg: n = 191) im

Alter von 36 bis 84 Jahren als wirksam. Alle Patienten erhielten zusätzlich Calcium und Vitamin D.

Bereits sechs Monate nach Beginn der Behandlung mit Natrium-Risedronat war eine Zunahme der

Knochenmineraldichte zu beobachten. Natrium-Risedronat 35 mg einmal wöchentlich führte nach

zweijähriger Behandlung zu einer durchschnittlichen Zunahme der Knochenmineraldichte an der

Lendenwirbelsäule, am Oberschenkelhals, am Trochanter und an der gesamten Hüfte verglichen mit

Placebo. Eine Wirksamkeit hinsichtlich Frakturen wurde in dieser Studie nicht nachgewiesen.

Die Wirkung von Natrium-Risedronat auf die Knochen (Anstieg der Knochenmineraldichte und

Abnahme der Knochenumsatzmarker) ist bei Männern und Frauen ähnlich.

Kinder und Jugendliche:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Natrium Risedronat wurde in einer dreijährigen Studie

(randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte, multizentrischen, Parallel-Gruppen Studie mit der

Dauer von einem Jahr, gefolgt von 2 Jahren Open-Label Behandlung) bei pädiatrischen Patienten im

Alter von 4 bis unter 16 Jahren mit leichter bis mäßiger Osteogenesis Imperfecta untersucht. In dieser

Studie erhielten Patienten mit einem Körpergewicht von 10 - 30 kg 2,5 mg Risedronat und Patienten

mit einem Körpergewicht von über 30 kg 5 mg Risedronat täglich.

Nach dem Abschluss ihrer einjährigen randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten Phase

zeigte sich in der Risedronat-Gruppe im Vergleich zu der Placebo-Gruppe ein statistisch signifikanter

Anstieg der Knochenmineraldichte (BMD) der Lendenwirbelsäule. Jedoch wurde im Vergleich zur

Placebo-Gruppe eine erhöhte Anzahl von Patienten mit mindestens einer neuen morphometrischen

vertebralen Fraktur (identifiziert durch Röntgenbild) identifiziert. Während der einjährigen doppel-

blinden Phase lag der Prozentsatz der Patienten, bei denen eine klinische Fraktur festgestellt wurde, bei

30,9 % in der Risedronat-Gruppe und bei 49,0 % in der Placebo-Gruppe. In der open-label Phase, in der

alle Patienten Risedronat erhielten (Monat 12 bis Monat 36), wurden klinische Frakturen bei 65,3 % der

Patienten, die anfänglich in die Placebo-Gruppe eingeschlossen worden waren, und bei 52,9 % der

Patienten, die anfänglich in die Risedronat-Gruppe eingeschlossen worden waren, festgestellt.

Insgesamt unterstützen diese Ergebnisse nicht die Verwendung von Natrium Risedronat bei

pädiatrischen Patienten mit leichter bis mäßiger Osteogenesis Imperfecta.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption:

Die Resorption nach oraler Gabe erfolgt verhältnismäßig schnell (t

~ 1 Stunde) und ist im

untersuchten Bereich dosisunabhängig (Untersuchungen zur Einmalgabe: 2,5 bis 30 mg;

Untersuchungen zur Mehrfachgabe: 2,5 bis 5 mg pro Tag und bis zu 50 mg wöchentlich).

Die mittlere orale Bioverfügbarkeit der Tablette beträgt 0,63 % und wird bei gleichzeitiger Einnahme

von Natrium-Risedronat mit Nahrung vermindert. Die Bioverfügbarkeit war bei Frauen und Männern

ähnlich.

Verteilung:

Das mittlere Verteilungsvolumen im Steady State beträgt beim Menschen

6,3 l/kg. Die Plasmaproteinbindung beträgt ca. 24 %.

Biotransformation:

Es gibt keine Hinweise auf eine systemische Metabolisierung von Natrium-Risedronat.

Elimination:

Etwa die Hälfte der resorbierten Dosis wird innerhalb von 24 Stunden mit dem Urin ausgeschieden und

85 % einer intravenös verabreichten Dosis werden nach 28 Tagen im Urin wiedergefunden. Die mittlere

renale Clearance beträgt 105 ml/min und die mittlere Gesamt-Clearance 122 ml/min, wobei der

Unterschied wahrscheinlich eine Clearance aufgrund einer Knochenadsorption widerspiegelt.

Die renale Clearance ist nicht konzentrationsabhängig und es besteht eine lineare Beziehung zwischen

der renalen Clearance und der Kreatinin-Clearance. Nicht resorbiertes Natrium-Risedronat wird

unverändert mit dem Stuhl ausgeschieden.

Nach oraler Verabreichung zeigt die Konzentrations-Zeit-Kurve drei Eliminationsphasen mit einer

terminalen Halbwertszeit von 480 Stunden.

Besondere Patientengruppen:

Ältere Patienten:

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Bei Einnahme von Acetylsalicylsäure oder NSAR:

Die Inzidenz an Nebenwirkungen im Bereich des oberen Gastrointestinaltrakts war bei Patienten, die

während der Behandlung mit Natrium-Risedronat regelmäßig Acetylsalicylsäure oder NSAR

einnahmen (3 oder mehr Tage in der Woche), ähnlich der Kontrollgruppe.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

In toxikologischen Untersuchungen an Ratten und Hunden wurden dosisabhängig lebertoxische Effekte

durch Natrium-Risedronat beobachtet (hauptsächlich in Form von erhöhten Enzymwerten und

histologischen Veränderungen bei Ratten). Die klinische Bedeutung dieser Beobachtungen ist nicht

bekannt. Bei Dosierungen deutlich über der humantherapeutischen Dosis traten bei Ratten und Hunden

toxische Effekte im Bereich der Hoden auf. Bei Nagern wurden häufig dosisabhängige Irritationen im

Bereich der oberen Atemwege festgestellt. Ähnliche Effekte wurden auch bei anderen Bisphosphonaten

beobachtet. In Langzeituntersuchungen mit Nagern traten auch Beeinträchtigungen im Bereich der

unteren Atemwege auf, wobei die klinische Relevanz dieser Ergebnisse unklar ist. In Untersuchungen

zur Reproduktionstoxizität wurden bei Expositionen, die ähnlich der klinischen Exposition waren,

Veränderungen der Ossifikation an Sternum und/oder Schädel bei den Nachkommen behandelter Ratten

beobachtet sowie Hypokalzämie und Mortalität bei trächtigen weiblichen Tieren, die den Wurf

austrugen.

Es zeigten sich keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung bei Ratten, die 3,2 mg/kg/Tag bzw. bei

Kaninchen, die 10 mg/kg/Tag erhielten, wobei die Daten von Kaninchen auf einer geringen Zahl an

Tieren beruhen. Das Auftreten maternaler toxischer Effekte verhinderte Untersuchungen mit höheren

Dosierungen. Untersuchungen zu Genotoxizität und Kanzerogenität zeigten kein erhöhtes Risiko für

den Menschen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Crospovidon A

Magnesiumstearat

Filmüberzug:

Eisenoxid gelb (E172)

Eisenoxid rot (E172)

Hypromellose

Macrogol

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