Losartan-Mepha 25 mg Lactab

Svizzera - Ġermaniż - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

Ixtrih issa

Ingredjent attiv:
losartanum kalicum
Disponibbli minn:
Mepha Pharma AG
Kodiċi ATC:
C09CA01
INN (Isem Internazzjonali):
losartanum kalicum
Għamla farmaċewtika:
Lactab
Kompożizzjoni:
losartanum kalicum 25 mg, excipiens pro compresso Dunst.
Klassi:
B
Grupp terapewtiku:
Synthetika
Żona terapewtika:
Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten
Numru ta 'awtorizzazzjoni:
58764
Data ta 'l-awtorizzazzjoni:
2009-09-09

Dokumenti f'lingwi oħra

Fuljett ta 'informazzjoni Fuljett ta 'informazzjoni - Franċiż

23-10-2018

Karatteristiċi tal-prodott Karatteristiċi tal-prodott - Franċiż

23-10-2018

Fuljett ta 'informazzjoni Fuljett ta 'informazzjoni - Taljan

19-10-2018

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Patienteninformation

Losartan-Mepha Lactab®

Mepha Pharma AG

Was ist Losartan-Mepha und wann wird es angewendet?

Losartan-Mepha ist ein Arzneimittel, welches zur Senkung des Blutdrucks angewendet wird.

Losartan-Mepha senkt den Blutdruck, indem es spezifisch körpereigene Rezeptoren (sog.

Angiotensin II Rezeptoren) blockiert, die Ihre Blutgefässe verengen. Mit Losartan-Mepha werden

demzufolge die Blutgefässe erweitert. Obwohl Sie wahrscheinlich von der Wirkung des

Arzneimittels selbst nichts verspüren, kann diese durch den Arzt oder die Ärztin mittels

Blutdruckmessung nachgewiesen werden.

Wenn Sie hohen Blutdruck mit Linksherzvergrösserung haben, wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin

Losartan-Mepha verschreiben, um das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung, insbesondere des

Schlaganfalls, zu vermindern.

Bei Patienten und Patientinnen mit hohem Blutdruck und Linksherzvergrösserung bewirkte

Losartan-Mepha eine Senkung des Schlaganfallrisikos.

Losartan-Mepha bewirkt auch einen Schutz der Nieren, wobei das Fortschreiten einer

Nierenerkrankung bei Typ 2 Diabetikern mit erhöhtem Blutdruck und mit Protein (Eiweiss) im Urin

(Proteinurie) verzögert werden kann. Eine Nierenerkrankung kann unter anderem durch

Eiweissnachweis im Urin ermittelt werden.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Losartan-Mepha auch bei milder bis mittelschwerer Herzinsuffizienz

(Herzmuskelschwäche, ungenügende Herzleistung) in Kombination mit anderen Arzneimitteln

einsetzen, wenn andere üblicherweise für diese Erkrankung verwendeten Arzneimittel wegen

bestimmten Nebenwirkungen ungeeignet sind.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihnen auch Losartan-Mepha verschrieben haben, weil Sie an Diabetes

vom Typ 2 mit erhöhtem Blutdruck und mit Eiweiss im Urin leiden. Bei Typ 2 Diabetikern mit

erhöhtem Blutdruck und mit Eiweiss im Urin hat sich Losartan-Mepha als wirksam erwiesen, da das

Fortschreiten der Nierenerkrankung verzögert werden kann.

Losartan-Mepha darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Warum sollte ein hoher Blutdruck (Hypertonie) behandelt werden?

Wenn ein hoher Blutdruck nicht behandelt wird, können lebenswichtige Organe, wie das Hirn, Herz

und die Nieren geschädigt werden. Sie können sich wohlauf fühlen und keine Symptome haben, aber

die unbehandelte Hypertonie kann eventuell einen Hirnschlag, einen Herzinfarkt, eine

Herzschwäche, eine Nierenfunktionsstörung oder Erblinden verursachen.

Wann darf Losartan-Mepha nicht eingenommen/angewendet werden?

Nehmen Sie Losartan-Mepha nicht ein, wenn Sie auf irgendeinen der Inhaltsstoffe überempfindlich

(allergisch) reagieren.

Falls früher anlässlich der Einnahme eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Schwellungen im

Gesicht, an Lippen, Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten, dürfen Sie

Losartan-Mepha nicht einnehmen.

Während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft (Es wird empfohlen Losartan-Mepha auch in

der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden. Siehe «Wann ist bei der

Einnahme/Anwendung von Losartan-Mepha Vorsicht geboten?» und «Darf Losartan-Mepha

während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?»).

Nehmen Sie Losartan-Mepha nicht ein, wenn Sie Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion

haben und das Arzneimittel Aliskiren (z.B. Rasilez®) zur Senkung des Blutdrucks einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Losartan-Mepha Vorsicht geboten?

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). Die Einnahme von Losartan-Mepha in der frühen Phase der Schwangerschaft wird

nicht empfohlen, und Losartan-Mepha darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Losartan-Mepha in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe «Wann darf Losartan-Mepha nicht

eingenommen werden?» und «Darf Losartan-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der

Stillzeit eingenommen/angewendet werden?»).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Sagen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie kürzlich an übermässigem Erbrechen oder

Durchfall gelitten haben. Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren,

wenn Sie an einer Erkrankung der Leber oder der Niere oder an Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden.

Über die Anwendung von Losartan-Mepha bei Kindern liegt keine Erfahrung vor. Deshalb sollte

Losartan-Mepha nicht an Kinder verabreicht werden.

Normalerweise wirkt Losartan-Mepha bei jüngeren und älteren Patienten und Patientinnen gleich gut

und es kann die gleiche Dosierung angewendet werden.

Im Allgemeinen übt Losartan-Mepha keine Wechselwirkung aus mit Nahrungsmitteln oder anderen

Arzneimitteln, die Sie gleichzeitig einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin dennoch

über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder einzunehmen gedenken, auch über solche, die ohne

Rezept erhältlich sind. Teilen Sie ihm oder ihr auch mit, wenn Sie Kaliumzusätze, kaliumsparende

Mittel oder Kalium enthaltende Diätsalze einnehmen. Teilen Sie ihm oder ihr auch mit, wenn Sie

Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Arthritis, andere Blutdruck-Arzneimittel sowie

Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung von gewissen Depressionen) einnehmen.

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen ist beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von

Maschinen Vorsicht geboten.

Darf Losartan-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet

werden?

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen empfehlen, Losartan-Mepha vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er/sie wird Ihnen

ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Losartan-Mepha in der frühen

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Losartan-Mepha darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Losartan-Mepha zu

Schädigungen oder zum Tod des ungeborenen Kindes führen kann. Sollten Sie während der

Einnahme von Losartan-Mepha schwanger werden, teilen Sie es umgehend Ihrem Arzt/ihrer Aerztin

mit.

Stillzeit

Teilen sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Losartan-Mepha wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt/Ihre Ärztin

kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Wie verwenden Sie Losartan-Mepha?

Um eine gleichmässige Blutdruckkontrolle aufrechtzuerhalten, ist es wichtig, die Lactab regelmässig

und möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen. Die Behandlung des hohen Blutdrucks ist

eine Langzeittherapie und sollte deshalb so lange fortgeführt werden, wie Ihr Arzt oder Ihre Ärztin es

Ihnen verschrieben hat.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird abhängig von Ihrem Zustand und Ihrer Begleitmedikation mit anderen

Arzneimitteln die für Sie geeignete Dosis von Losartan-Mepha bestimmen.

Bei hohem Blutdruck

Die übliche Dosierung von Losartan-Mepha beträgt bei den meisten Patienten und Patientinnen eine

Lactab zu 50 mg pro Tag, welche unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden kann.

Die übliche Dosis von Losartan-Mepha zur Verminderung des Schlaganfallrisikos bei Patienten und

Patientinnen mit Bluthochdruck und Linksherzvergrösserung beträgt 1 Lactab zu 50 mg einmal

täglich. Die Dosis kann bei Bedarf auf 1 Lactab zu 100 mg einmal täglich erhöht werden.

Bei Herzinsuffizienz

Die übliche empfohlene Anfangsdosis beträgt 12,5 mg (1 Lactab der Starterpackung) einmal täglich.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird diese Dosis schrittweise erhöhen, bis die richtige Dosis für Sie

gefunden worden ist. Die übliche Erhaltungsdosis beträgt eine Lactab zu 50 mg einmal täglich.

Typ 2 Diabetes mit Eiweiss im Urin

Die übliche Dosis von Losartan-Mepha beträgt für die meisten Patienten und Patientinnen 50 mg

einmal täglich. Die Dosis kann nach Bedarf auf 100 mg einmal täglich erhöht werden.

Sollten Sie jedoch einmal die Einnahme vergessen, so nehmen Sie keine Extradosis ein, sondern

fahren Sie am folgenden Tag wie gewohnt mit der Einnahme fort.

Bei einer Überdosierung sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Kontakt aufnehmen,

sodass eine medizinische Behandlung rechtzeitig erfolgen kann.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Losartan-Mepha haben?

Jedes Arzneimittel kann unerwünschte oder unbeabsichtigte Wirkungen, sogenannte

Nebenwirkungen, haben. Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden bisher beobachtet:

Sehr häufig: Kopfschmerzen und Schwindel (Benommenheit);

Häufig: Infektionen der oberen Atemwege, Schlaflosigkeit, Drehschwindel (Vertigo), Herzklopfen,

schneller Herzschlag, tiefer Blutdruck, Husten, Halsentzündung, verstopfte Nase, Durchfall,

Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe,

Schwäche/Müdigkeit, Flüssigkeitsansammlung in den Geweben (Ödeme)/Schwellungen und

Brustschmerzen;

Gelegentlich: Blutdruckabfall beim Aufstehen (mit Symptomen wie Schwindel, Schwarzwerden vor

den Augen) und Hautausschlag.

Über Migräne, Geschmacksstörungen, Erbrechen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Abnahme der

roten Blutzellen und der Blutplättchen, Entzündungsreaktionen der Blutgefässe, Leberentzündung,

Impotenz, Unwohlsein, Juckreiz und erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut wurde auch berichtet.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin sofort, wenn Sie

solche oder andere ungewöhnlichen Symptome beobachten.

Einige Patienten bzw. Patientinnen – besonders diejenigen mit Diabetes vom Typ 2 mit Eiweiss im

Urin – können auch erhöhte Kaliumspiegel im Blut entwickeln. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Ihrer Ärztin, wenn Sie eine Nierenerkrankung und Typ 2 Diabetes mit Eiweiss im Urin haben

und/oder Kaliumzusätze, kaliumsparende Mittel oder kaliumhaltige Diätsalze einnehmen.

Wenn Sie eine allergische Reaktion mit Schwellung des Gesichts, der Lippen, des Rachens und/oder

Zunge (mit Schluck- oder Atembeschwerden) verspüren, unterbrechen Sie die Einnahme von

Losartan-Mepha und setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin in Verbindung.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalpackung, vor Licht geschützt und nicht über 25 °C lagern.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Losartan-Mepha enthalten?

1 Lactab enthält als Wirkstoff 12,5 mg, 25 mg, 50 mg oder 100 mg Losartan-Kalium sowie

Hilfsstoffe. Die Lactab zu 25 mg, 50 mg und 100 mg besitzen eine Bruchrille und sind teilbar.

Wenn auch Losartan-Mepha eine sehr geringe Menge Kalium enthält, kann es Kaliumzusätze nicht

ersetzen. Falls Ihnen vom Arzt oder der Ärztin Kaliumzusätze verordnet wurden, halten Sie sich

weiter an seine oder ihre Anweisungen.

Zulassungsnummer

58764 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Losartan-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Losartan-Mepha 12,5 mg: Starterpackung zu 7 Lactab (zur Einleitung der Therapie bei

Herzinsuffizienz).

Losartan-Mepha 25 mg: Kalenderpackung zu 14 Lactab (mit Bruchrille).

Losartan-Mepha 50 mg: Kalenderpackungen zu 28 und 98 Lactab (mit Bruchrille).

Losartan-Mepha 100 mg: Kalenderpackungen zu 28 und 98 Lactab (mit Bruchrille).

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 8.2

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Fachinformation

Losartan-Mepha Lactab®

Mepha Pharma AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Losartanum kalicum

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lactab zu 12,5 mg, 25 mg (mit Bruchrille), 50 mg (mit Bruchrille) und 100 mg (mit Bruchrille).

Kaliumgehalt der Lactab: Losartan-Mepha 12,5 mg: 1,06 mg (0,027 mAeq) K, Losartan-Mepha 25

mg: 2,12 mg (0,054 mAeq) K, Losartan-Mepha 50 mg: 4,24 mg (0,108 mAeq) K, Losartan-Mepha

100 mg: 8,48 mg (0,216 mAeq) K.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hypertonie

Losartan-Mepha ist indiziert zur Behandlung der essentiellen Hypertonie.

Hypertonie mit linksventrikulärer Hypertrophie

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei Hypertonikern mit linksventrikulärer Hypertrophie (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen, LIFE-Studie, Patienten mit schwarzer Hautfarbe»).

Herzinsuffizienz

Milde bis mittelschwere Herzinsuffizienz normalerweise in Kombination mit Diuretika und Digitalis,

wenn eine Behandlung mit ACE-Hemmern aufgrund von ACE-Hemmer-spezifischen

Nebenwirkungen (Husten) ungeeignet ist. Nebenwirkungen infolge ACE-Hemmer-Therapie, die

durch allgemeine Einflussnahme auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System entstehen (z.B.

progrediente Niereninsuffizienz, Hyperkaliämie), stellen keine Indikation für Losartan-Mepha dar.

Nephropathie bei Typ II-Diabetikern

Zur Behandlung der diabetischen Nephropathie bei hypertonen Typ II-Diabetikern mit einem

erhöhten Serumkreatinin und Proteinurie (Urinalbumin/Kreatinin-Quotient ≥300 mg/g).

Dosierung/Anwendung

Hypertonie

Bei den meisten Patienten beträgt die Initial- und Erhaltungsdosis bei einmaliger Gabe 50 mg pro

Tag. Die maximale antihypertensive Wirkung wird 3 bis 6 Wochen nach Behandlungsbeginn

erreicht. Bei einigen Patienten kann das Behandlungsresultat durch Steigerung der Dosis auf 1

Lactab Losartan-Mepha 100 mg einmal täglich oder durch Kombination mit Hydrochlorothiazid

(12,5 oder 25 mg) verbessert werden.

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei Hypertonie mit linksventrikulärer Hypertrophie

Die Anfangsdosis beträgt 50 mg Losartan-Mepha einmal täglich. Abhängig von der

Blutdrucksenkung sollte eine niedrige Dosis Hydrochlorothiazid zugefügt werden und/oder die Dosis

von Losartan-Mepha auf 100 mg einmal täglich erhöht werden.

Herzinsuffizienz

Die Initialdosis von Losartan-Mepha bei Patienten mit Herzinsuffizienz beträgt 12,5 mg, einmal

täglich eingenommen. Die Dosis sollte im Allgemeinen in wöchentlichen Intervallen (d.h. 12,5

mg/Tag, 25 mg/Tag, 50 mg/Tag, 100 mg/Tag, bis zu einer Maximaldosis von 150 mg einmal pro

Tag) je nach Verträglichkeit gesteigert werden.

Nephropathie bei hypertonen Typ II-Diabetikern

Die übliche Anfangsdosis beträgt 50 mg einmal täglich. Abhängig von der Blutdrucksenkung kann

die Dosis auf 100 mg einmal täglich erhöht werden. Losartan-Mepha kann mit anderen

Antihypertensiva (z.B. Diuretika, Kalziumantagonisten, Alpha- oder Betablockern, zentral

wirkenden Arzneimitteln), sowie mit Insulin und anderen üblichen Antidiabetika (z.B.

Sulfonylharnstoff-Derivate, Glitazone und Glucosidaseinhibitoren) verabreicht werden.

Losartan-Mepha kann mit oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Volumenmangel

Bei Patienten mit Hypovolämie (z.B. bei Behandlung mit hochdosierten Diuretika) muss eine

Anfangsdosis von 25 mg einmal täglich erwogen werden (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Ältere Patienten/Nieren- und Leberfunktionsstörungen

Bei älteren Patienten oder solchen mit Nierenproblemen, inklusive Dialysepatienten sind keine

Dosisanpassungen notwendig. Eine reduzierte Dosis sollte bei Einschränkung der Leberfunktion

vorgesehen werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kinder und Jugendliche

Losartan-Mepha sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, da die Sicherheit

und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht wurde.

Losartan-Mepha kann allein oder in Kombination mit anderen Antihypertensiva angewendet werden.

Kontraindikationen

Losartan-Mepha ist bei Patienten, die auf das Präparat oder eines seiner Bestandteile

überempfindlich reagieren, oder bei Patienten mit einer schweren Leberinsuffizienz, kontraindiziert.

Losartan-Mepha ist ferner kontraindiziert bei Patienten mit hereditärem Angioödem oder bei denen

sich unter einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten ein angioneurotisches Ödem entwickelt hatte.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»

und «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Kombination von Losartan-Mepha mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ

2) sowie Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m²).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Fetale Toxizität

Die Anwendung von Arzneimitteln wie zum Beispiel Losartan-Mepha, die auf das Renin-

Angiotensin-System wirken, im zweiten und dritten Trimester einer Schwangerschaft reduziert die

fetale Nierenfunktion und erhöht die fetale und neonatale Morbidität und Mortalität. Ein daraus

resultierendes Oligohydramnion kann mit einer fetalen Lungenhypoplasie und einer Deformation des

Skeletts assoziiert sein. Potenzielle neonatale unerwünschte Wirkungen beinhalten

Schädelhypoplasie, Anurie, Hypotonie, Nierenversagen und Tod. Sobald eine Schwangerschaft

festgestellt wird, muss Losartan-Mepha sobald wie möglich abgesetzt werden (siehe

«Schwangerschaft/Stillzeit»).

Überempfindlichkeit: Angioödem siehe «Unerwünschte Wirkungen».

Hypotonie und Störungen des Elektrolyt/Flüssigkeitsgleichgewichts

Bei Patienten mit Hypovolämie (z.B. nach hochdosierter Diuretikabehandlung) muss mit

symptomatischem Blutdruckabfall gerechnet werden. In diesen Fällen sollte zuerst der

Volumenmangel korrigiert oder die Anfangsdosis von Losartan-Mepha gesenkt werden (siehe

«Dosierung/Anwendung»).

Elektrolyt-Störungen können bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion – mit oder ohne

Diabetes – auftreten und sollten entsprechend beachtet werden. In einer klinischen Studie bei Typ 2

Diabetikern mit Proteinurie war die Inzidenz einer Hyperkaliämie bei Patienten unter Behandlung

mit Losartan-Mepha höher als in der Placebogruppe. Aber nur wenige Patienten brachen die

Therapie wegen Hyperkaliämie ab (siehe «Unerwünschte Wirkungen» und «Befunde der

Labortests»).

Einschränkung der Leberfunktion

Aufgrund pharmakokinetischer Daten konnte bei zirrhotischen Patienten eine signifikante Erhöhung

der Plasmakonzentrationen von Losartan gezeigt werden. Daher sollte bei Patienten mit

Leberfunktionsstörungen in der Anamnese eine niedrigere Anfangsdosis in Betracht gezogen werden

(siehe «Dosierung/Anwendung» und «Pharmakokinetik»).

Einschränkung der Nierenfunktion

Als Folge der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde bei einzelnen Personen über

Veränderungen der Nierenfunktion einschliesslich Nierenversagen berichtet; diese Veränderungen

der Nierenfunktion können nach Absetzen der Therapie reversibel sein.

Bei Nierenarterien-Stenosen kann das Arzneimittel möglicherweise zu einer massiven Hypotonie

führen.

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <10 ml/min) sollte Losartan bei solchen

Patienten, die einen Volumenmangel aufweisen oder unter hochdosierter Diuretikabehandlung

stehen, mit Vorsicht angewendet werden. Die Anfangsdosis sollte reduziert werden.

Andere das Renin-Angiotensin-System beeinflussende Arzneimittel können bei Patienten mit

bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Stenose der Arterie einer Einzelniere die Blutharnstoff-

und Serumkreatininwerte erhöhen. Ähnliche Effekte wurden mit Losartan-Mepha gemeldet; diese

Veränderungen der Nierenfunktion können nach Absetzen der Therapie reversibel sein.

Patienten mit Herzinsuffizienz

Die Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz NYHA IV ist ungenügend. Bei

diesen Patienten sollte Losartan nur unter strenger Kontrolle angewendet werden.

Kinder

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung bei Kindern wurden nicht überprüft.

Neugeborene mit einer Anamnese einer in utero Exposition durch Losartan-Mepha

Wenn eine Oligurie oder eine Hypotonie auftritt, soll die Aufmerksamkeit der Unterstützung des

Blutdrucks und der Nierendurchblutung zugewandt werden. Eine Austauschtransfusion oder eine

Dialyse kann notwendig sein, um eine Hypotonie rückgängig zu machen und/oder eine

Nierenfunktionsstörung zu substituieren.

Anwendung bei älteren Patienten

In klinischen Versuchen ergaben sich keine altersabhängigen Unterschiede bezüglich der

Wirksamkeit oder Sicherheit einer Behandlung mit Losartan.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe «Kontraindikationen» und

«Schwangerschaft/Stillzeit»).

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Siehe «Interaktionen».

Interaktionen

Der Metabolismus von Losartan wird durch bekannte Enzyminduktoren und -inhibitoren beeinflusst.

In klinischen pharmakokinetischen Studien wurden keine klinisch bedeutsamen Interaktionen mit

folgenden Substanzen beobachtet: Hydrochlorothiazid, Digoxin, Warfarin, Cimetidin, Phenobarbital,

Ketoconazol und Erythromycin. Bei Rifampicin und Fluconazol wurde über reduzierte Spiegel des

aktiven Metaboliten berichtet. Die klinischen Folgen dieser Interaktionen wurden nicht evaluiert.

Wie bei anderen Arzneimitteln, welche Angiotensin II oder seine Wirkungen blockieren, kann die

gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolakton, Triamteren,

Amilorid), Kaliumzusätzen oder kaliumhaltigen Diätsalzen zu einer Erhöhung der

Serumkaliumspiegel führen.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die die Ausscheidung von Natrium beeinflussen, kann die

Ausscheidung von Lithium vermindert sein. Deshalb sollten die Serum-Lithiumwerte sorgfältig

überwacht werden, falls Lithiumsalze zusammen mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

verabreicht werden.

Phenobarbital als Enzyminduktor führte zu einer ca. 20%-igen Abnahme der AUC von Losartan und

seines aktiven Metaboliten. Cimetidin als Enzymhemmer führte zu einer 18%-igen Zunahme der

AUC von Losartan, nicht aber seines aktiven Metaboliten. Diese Effekte werden nicht als klinisch

signifikant erachtet.

Potentielle Interaktionen von Losartan-Mepha mit den oralen Antikoagulantien Acenocoumarol und

Phenprocoumon wurden nicht untersucht.

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAIDs) inklusive selektive

Cyclooxygenase-2 Inhibitoren (COX-2-Inhibitoren) können den Effekt von Diuretika und anderen

blutdrucksenkenden Arzneimitteln abschwächen. Aus diesem Grund kann die blutdrucksenkende

Wirkung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder ACE-Hemmer durch NSAIDs inklusive

selektive COX-2-Inhibitoren vermindert werden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (z.B. älteren Patienten oder Patienten mit

Volumenmangel, inkl. solchen unter Diuretikatherapie), die mit nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln inklusive selektiven Cyclooxygenase-2-Inhibitoren behandelt

werden, kann die gleichzeitige Verabreichung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder ACE-

Hemmern zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen, inkl. möglichem akutem

Nierenversagen. Diese Effekte sind normalerweise reversibel. Deshalb sollte die Kombination bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden.

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron (RAA)Systems mit ACE-Inhibitor (ACE-I),

Angiotensin II Rezeptor-Blocker (ARB) oder Aliskiren

Unter der «dualen Blockade» des RAA-Systems mit ARBs, ACE-Is oder Aliskiren wurden häufiger

Hypotonien, Hyperkaliämien und Nierenfunktionsstörungen (einschliesslich akutem Nierenversagen)

beobachtet im Vergleich zu einer Monotherapie mit diesen Substanzen, besonders bei normo- bis

hypotensiven Patienten bei Therapiebeginn.

Eine duale Blockade des RAA-Systems sollte auf individuell definierte Patienten unter Kontrolle des

Blutdrucks, Serumkaliums sowie der Nierenfunktion beschränkt werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Losartan-Mepha mit Aliskiren wird nicht empfohlen. Bei gewissen

Patienten ist diese Kombination kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von Losartan wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Die Anwendung von Losartan im zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, muss Losartan-Mepha

sobald wie möglich abgesetzt werden.

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein

geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine

kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(AIIRAs) vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken.

Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen,

die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine

Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie

zu beginnen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

In den seltenen Fällen wo es zur Anwendung von Losartan-Mepha keine geeignete alternative

Therapie für die jeweilige Patientin gibt, muss die Mutter über das potenzielle Risiko für den Foetus

in Kenntnis gesetzt werden. Regelmässige Ultraschalluntersuchungen sind durchzuführen, um die

intra-amniotische Umgebung zu beurteilen. Wird ein Oligohydramnion beobachtet, muss Losartan-

Mepha abgesetzt werden, es sei denn die Behandlung wird für die Mutter als lebensrettend erachtet.

Abhängig von der Schwangerschaftswoche können fetale Untersuchungen angebracht sein. Die

Patientin und der Arzt sollten sich bewusst sein, dass der Foetus bereits eine dauerhafte irreversible

Schädigung haben kann, bevor ein Oligohydramnion auftritt. Kinder mit einer Anamnese einer in

utero Exposition durch Losartan-Mepha, sollten engmaschig auf Hypotonie, Oligurie und

Hyperkaliämie untersucht werden.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion,

verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe «Präklinische Daten»).

Im Falle einer Exposition mit Losartan-Mepha ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Normalerweise sind diese unerwünschten Wirkungen mit der Anwendung dieser Arzneimittel

während des zweiten und dritten Trimesters assoziiert. Die meisten epidemiologischen Studien, in

denen fetale Abnormalitäten nach antihypertensiver Therapie im ersten Trimester untersucht wurden,

zeigten keine Unterschiede zwischen Antihypertensiva die das Renin-Angiotensin-System

beeinflussen, und anderen Antihypertensiva. Das angemessene Management einer Hypertonie bei der

Mutter ist während der Schwangerschaft wichtig, um die Folgen sowohl für Mutter als auch Foetus

zu optimieren.

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan in der Stillzeit vorliegen, wird Losartan nicht

empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil

bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene

gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen ist beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von

Maschinen Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen sind nach Organklassen aufgeteilt und mit abnehmender Häufigkeit

erwähnt: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten

(≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten (<1/10'000, einschliesslich gemeldeter Einzelfälle).

In kontrollierten Studien bei Patienten mit essentieller Hypertonie, linksventrikulärer Hypertrophie

und Hypertension und Typ 2 Diabetes mit Proteinurie und Hypertension, Herzinsuffizienz wurden

die folgenden unerwünschten Wirkungen beobachtet:

Infektionen und Infestationen

Häufig: obere Atemwegsinfektionen

Psychische Störungen

Häufig: Schlaflosigkeit

Störungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen (14%)

In einer doppel-blinden, kontrollierten Studie bei Patienten mit Hypertension wurden Kopfschmerzen

bei 14,1% der mit Losartan behandelten Patienten beobachtet im Vergleich zu 17,2% in der Plazebo-

Gruppe.

Häufig: Schwindel

In einer kontrollierten Studie bei Patienten mit Herzinsuffizienz (ELITE) wurde Schwindel,

unabhängig von der Kausalität, bei 15,1% bzw. 15,4% der mit Losartan bzw. Captopril behandelten

Patienten beobachtet.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Häufig: Vertigo

Funktionsstörungen des Herzens

Häufig: Palpitationen, Tachykardie

Funktionsstörungen der Gefässe

Häufig: Hypotension

Gelegentlich: dosisabhängige orthostatische Probleme

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Häufig: Husten, Pharyngitis, Nasenverstopfung, Sinus-Störungen

Gastrointestinale Beschwerden

Häufig: Diarrhö, Nausea, Bauchschmerzen, Dyspepsie

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautausschlag

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Häufig: Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Asthenie/Müdigkeit, Ödem/Schwellung, Brustschmerzen

Untersuchungen

Häufig: Hyperkaliämie und Proteinurie (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,

«Hypotonie und Störungen des Elektrolyt/Flüssigkeitsgleichgewichts»), Anstieg der ALT.

Klinisch bedeutende medikamenten-bezogene Nebenwirkungen, welche in der HEAAL («Heart

Failure Endpoint Evaluation of Angiotensin II Antagonist Losartan») Studie (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen, Klinische Wirksamkeit, HEAAL Studie») häufiger bei Patienten unter

Losartan 150 mg als bei Patienten unter Losartan 50 mg auftraten, waren Hyperkaliämie,

eingeschränkte Nierenfunktion, Nierenversagen, Hypotonie und Erhöhungen des Kreatinin-, Kalium-

und Harnstoffgehaltes im Blut. Diese Nebenwirkungen führten aber nicht zu signifikant mehr

Therapieabbrüchen bei den Patienten unter Losartan 150 mg.

Die folgenden zusätzlichen unerwünschten Wirkungen wurden nach Markteinführung gemeldet

(Spontanmeldungen, für welche keine genauen Angaben zur Häufigkeit gemacht werden können):

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Anämie, Thrombozytopenie (selten)

Störungen des Immunsystems

Anaphylaktische Reaktionen, Angioödem einschliesslich Schwellung von Larynx und Glottis

(Ursache für Atemwegsobstruktion) und/oder Schwellung des Gesichts, der Lippen, des Rachens

und/oder Zunge wurden selten bei Patienten unter Behandlung mit Losartan beobachtet; einige dieser

Patienten hatten früher mit anderen Arzneimittel einschliesslich ACE-Hemmern ein Angioödem

durchgemacht.

Störungen des Nervensystems

Migräne, Dysgeusie

Funktionsstörungen der Gefässe

Selten: Vaskulitis einschliesslich Purpura Henoch-Schoenlein.

Gastrointestinale Beschwerden

Erbrechen

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Selten: Hepatitis

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Urtikaria, Pruritus, Erythrodermie, Photosensibilität

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Myalgie, Arthralgie

Funktionsstörungen des Reproduktionssystems und der Brust

Erektile Dysfunktion/Impotenz

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Malaise

Untersuchungen

Leberfunktionsstörungen

Überdosierung

Für die orale Dosierung trat eine signifikante Letalität bei Mäusen bei 1000 mg/kg (3000 mg/m²) und

bei Ratten bei 2000 mg/kg (11'800 mg/m²), entsprechend der 500-fachen oder 1000-fachen

empfohlenen Tagesdosis beim Menschen auf (bezogen auf einen Patienten mit 50 kg

Körpergewicht).

Beim Menschen sind nur beschränkte Angaben zur Überdosierung bekannt. Das wahrscheinlichste

Anzeichen von Überdosierung müssten Blutdruckabfall und Tachykardie sein. Bradykardie könnte

infolge parasympathischer (vagaler) Stimulation auftreten. Bei symptomatischem Blutdruckabfall

müsste eine entsprechende, kreislaufstützende Behandlung erfolgen.

Weder Losartan noch sein aktiver Metabolit können durch Hämodialyse eliminiert werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09CA01

Losartan ist ein oraler Angiotensin II-Rezeptor-Antagonist (Typ AT1). Angiotensin II bindet sich an

den AT1-Rezeptor, welcher in vielen Körpergeweben zu finden ist (z.B. glatte Gefässmuskulatur,

Nebennieren, Nieren und Herz), wo es verschiedene wichtige biologische Wirkungen einschliesslich

Gefässverengung und Freigabe von Aldosteron auslöst. Angiotensin II stimuliert auch die

Proliferation glatter Muskelzellen. Gemäss pharmakologischen und biologischen Versuchen bindet

es sich selektiv an den AT1-Rezeptor. Sowohl in vitro wie in vivo blockieren Losartan und sein

pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit (E-3174) alle physiologisch bedeutsamen

Wirkungen von Angiotensin II, unabhängig von dessen Herkunft oder Syntheseweg.

Während der Verabreichung von Losartan führt die Unterdrückung der negativen Rückkopplung von

Angiotensin II auf die Reninsekretion zu einer erhöhten Renin-Aktivität im Plasma. Die Zunahme

der Plasmareninaktivität führt zu einem Anstieg des Angiotensin II im Plasma. Trotz dieser Zunahme

bleibt die blutdrucksenkende Wirkung und Verminderung der Aldosteron-Konzentration im Plasma

erhalten, was auf eine wirkungsvolle Blockade der Angiotensin II-Rezeptoren hinweist.

Losartan bindet sich selektiv an die AT1-Rezeptoren, es bindet oder blockiert jedoch keine anderen

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, welche für die Herz-Kreislauf-Steuerung von Bedeutung sind.

Das Enzym ACE (Kininase II), welches Bradykinin abbaut, wird durch Losartan nicht gehemmt.

Demzufolge sind Wirkungen, welche nicht direkt auf der AT1-Rezeptoren-Blockade beruhen, wie

die Erhöhung der Bradykininwirkungen oder Ödembildung (Losartan 1,7%, Placebo 1,9%) nicht auf

Losartan zurückzuführen.

Klinische Wirksamkeit

In klinischen Studien bewirkte eine einmal tägliche Verabreichung von Losartan bei Patienten mit

leichter bis mässiger essentieller Hypertonie eine statistisch signifikante Senkung des systolischen

und diastolischen Blutdrucks. Diese blutdrucksenkende Wirkung blieb in klinischen Versuchen bis

zu einem Jahr erhalten. Messungen des Blutdrucks am Ende des Dosierungsintervalls (24 Stunden

nach Einnahme) zeigten, verglichen mit der maximalen Wirkung (nach 5–6 Stunden), gleichmässige

Blutdruckkontrolle über 24 Stunden. Die antihypertensive Wirkung entsprach dem natürlichen

Tagesrhythmus. Die Blutdrucksenkung nach Ende des Dosierungsintervalls entsprach noch 70–80%

der Wirkung nach 5–6 Stunden. Ein Absetzen der Behandlung mit Losartan hatte keinen abrupten

Wiederanstieg des Blutdrucks zur Folge. Trotz der erheblichen Blutdrucksenkung hatte Losartan

keine klinisch bedeutsame Auswirkung auf die Herzfrequenz.

Bei nicht-diabetischen Patienten mit Bluthochdruck und Proteinurie, vermindert Losartan die

Proteinurie, die fraktionale Ausscheidung von Albumin und IgG. Losartan erhält die glomeruläre

Filtration aufrecht und reduziert die Filtrationsfraktion. Losartan bewirkte eine leichte Senkung der

Harnsäurespiegel, auch während der Langzeittherapie.

Bei Patienten mit Links-Herzinsuffizienz bewirkten Dosen von 25 bis 50 mg Losartan positive

hämodynamische und neurohormonale Reaktionen, wie die Erhöhung des Herzindex und die

Verminderung des pulmonalen Kapillardrucks, des systemischen Gefässwiderstandes, des

durchschnittlichen arteriellen Drucks, der Herzfrequenz und der Blutspiegel von Aldosteron bzw.

Noradrenalin. Bei diesen herzinsuffizienten Patienten war ein Abfall des Blutdrucks dosisabhängig.

Losartan ist bei Männern und Frauen und bei jüngeren (bis 65-jährigen) und älteren (über 65-

jährigen) Hypertonikern gleich wirksam. Obwohl Losartan bei allen Rassen blutdrucksenkend wirkt,

zeigen schwarze Hypertoniker, wie bei anderen Arzneimittel, die auf das Renin-Angiotensin-System

einwirken, eine geringere durchschnittliche Reaktion auf die Losartan-Monotherapie als weisse

Hypertoniker.

In einer Studie bei Patienten mit Herzinsuffizienz (ELITE II), die prospektiv angelegt wurde zur

Bestimmung der Mortalität, wurde eine Behandlung mit Losartan 50 mg einmal täglich

(Anfangsdosis 12,5 mg erhöht auf 25 mg und 50 mg einmal täglich) verglichen mit Captopril 50 mg

dreimal täglich (Anfangsdosis 12,5 mg erhöht auf 25 mg und 50 mg dreimal täglich). In dieser Studie

wurden 3'152 Patienten mit Herzinsuffizienz (überwiegend NYHA Klassen II–III) über ungefähr 2

Jahre (Median 1,5 Jahre) behandelt, um abzuschätzen, ob Losartan bezüglich Senkung der

Gesamtmortalität Captopril überlegen ist. Der primäre Endpunkt zeigte keinen statistisch

signifikanten Unterschied zwischen Losartan und Captopril bezüglich Senkung der Gesamttodesrate

(17,7% für Losartan und 15,9% für Captopril, p= 0,16), wohl aber einen Trend zugunsten Captopril.

Eine therapeutische Äquivalenz beider Behandlungen wurde nicht nachgewiesen.

Die Studie über die Reduktion der Endpunkte bei insulinunabhängigem Diabetes mellitus (NIDDM)

mit dem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten Losartan (= Studie RENAAL) war eine grosse,

weltweit durchgeführte, randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Multizenter-Studie.

Insgesamt wurden 1'513 Typ 2 Diabetiker mit Proteinurie (751 unter Behandlung mit Losartan)

überwiegend mit Bluthochdruck (96,5%) eingeschlossen. In dieser Studie sollte gezeigt werden, dass

Losartan zusätzlich zur blutdrucksenkenden Wirkung eine nierenprotektive Wirkung hat. Um dieses

Ziel zu erreichen, wurde die Studie so angelegt, dass in beiden Behandlungsgruppen vergleichbare

Blutdruckwerte erzielt wurden. Patienten mit Proteinurie (>0,5 g/dl) und Serumkreatininwerten von

1,3–3,0 mg/dl wurden zusätzlich zur begleitenden konventionellen Bluthochdruckbehandlung

entweder in die Gruppe mit 50 mg Losartan einmal täglich oder in die Placebogruppe

eingeschlossen. In der konventionellen Therapie waren ACE-Hemmer und Angiotensin-II-

Antagonisten nicht erlaubt. Die Prüfärzte wurden instruiert, wenn erforderlich das

Studienmedikament auf 100 mg einmal täglich aufzudosieren; 72% der Patienten erhielten während

ihrer Studienteilnahme die 100 mg Tagesdosis. Andere Antihypertensiva (Diuretika,

Kalziumantagonisten, Alpha- oder Betablocker und zentral wirkende Arzneimittel) konnten in beiden

Gruppen nach Bedarf hinzugefügt werden. Die Patienten wurden im Rahmen der Studie über 4,6

Jahre (Mittel 3,4 Jahre) weiterverfolgt.

Der primäre, kombinierte Endpunkt der Studie war zusammengesetzt aus der Verdoppelung des

Serumkreatinins, terminalem Nierenversagen (Dialyse oder Nierentransplantation) oder Tod. Die

Resultate zeigten eine Risikoreduktion von 16,1% (p= 0,022) unter Behandlung mit Losartan im

Vergleich zu Placebo. In der Gruppe der mit Losartan behandelten Patienten wurden 327 primäre

Ereignisse (Endpunkte) gezählt, versus 359 in der Placebogruppe. Die Resultate für die folgenden

individuellen und kombinierten Bestandteile des primären Endpunkts zeigten ebenfalls eine

signifikante Risikoreduktion in der Behandlungsgruppe mit Losartan: Risikoreduktion von 25,3%

bezüglich der Verdoppelung des Serumkreatinins (p= 0,006); Risikoreduktion von 28,6% bezüglich

des Endstadiums der Nierenkrankheit (p= 0,002); Risikoreduktion von 19,9% bezüglich des

Endstadiums der Nierenkrankheit oder Tod (p= 0,009); Risikoreduktion von 21,0% bezüglich der

Verdoppelung des Serumkreatinins oder Endstadium der Nierenkrankheit (p= 0,010). Die Rate

bezüglich Todesfälle jeglicher Ursache war nicht signifikant verschieden zwischen den beiden

Behandlungsgruppen.

Die sekundären Endpunkte der Studie waren: Veränderung der Proteinurie; die Progressionsrate der

Nierenkrankheit; der zusammengesetzte Endpunkt bezüglich Morbidität und Mortalität

kardiovaskulärer Ursache (Hospitalisation für Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt, Revaskularisation,

Schlaganfall, Hospitalisation für instabile Angina pectoris, oder kardiovaskulärer Todesfall). Die

Resultate zeigten in der Behandlungsgruppe mit Losartan eine durchschnittliche Reduktion von

34,3% bezüglich Ausmass der Proteinurie (p <0,001). Im Verlauf der Studie senkte die Behandlung

mit Losartan die Rate bezüglich Abnahme der Nierenfunktion um 13,9% (p= 0,003) (mediane Rate

der Abnahme von 18,5%, p= 0,01). Dieser Wert wurde als Reziprokwert der

Serumkreatininkonzentration gemessen. Beim zusammengesetzten Endpunkt bezüglich

kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen der

Behandlungsgruppe mit Losartan (247 Ereignisse) und der Placebogruppe (268 Ereignisse).

LIFE-Studie

Die Losartan Interventionsstudie zur Endpunktreduktion bei Hypertonie (Losartan Intervention For

Endpoint Reduction in Hypertension, LIFE) war eine grosse, multizentrische, multinationale,

randomisierte, dreifach-blinde und aktiv-kontrollierte Studie mit 9193 Hypertonikern zwischen 55

und 80 Jahren (Mittelwert 67 Jahre) mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie. Von

den zu Studienbeginn aufgenommenen Patienten hatten 1195 (13%) einen Diabetes mellitus, 1326

(14%) eine isolierte systolische Hypertonie, 1468 (17%) eine koronare Herzkrankheit und 728 (8%)

eine zerebrovaskuläre Erkrankung.

Ziel der Studie war es, einen über die Blutdrucksenkung hinausgehenden kardiovaskulär protektiven

Effekt von Losartan im Vergleich zu Atenolol nachzuweisen. Der Blutdruck wurde 24 h nach

Verabreichung der letzten Dosis gemessen. Dazu sollte gemäss Studiendesign eine vergleichbare

Blutdrucksenkung in beiden Behandlungsgruppen erreicht werden. Die Patienten erhielten

randomisiert entweder Losartan 50 mg oder Atenolol 50 mg einmal täglich. Wenn der Zielblutdruck

(<140/90 mmHg) nicht erreicht wurde, wurde zunächst Hydrochlorothiazid (12,5 mg) zugegeben und

dann gegebenenfalls die Losartan oder Atenolol Dosis auf 100 mg einmal täglich erhöht. Falls

notwendig, wurden andere Antihypertensiva (z.B. Dosiserhöhung von Hydrochlorothiazid auf 25 mg

oder Zugabe anderer Diuretika, Calciumantagonisten, alpha-Blocker, zentral wirksame

Antihypertensiva, jedoch nicht ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten oder β-Blocker)

zusätzlich gegeben, um den Zielblutdruck zu erreichen.

In beiden Behandlungsgruppen wurde der Blutdruck signifikant auf vergleichbare Werte gesenkt und

ein vergleichbar grosser Anteil der Patienten erreichte den Zielblutdruck. Die mittlere

Beobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination von kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität

gemessen als Reduktion der kombinierten Ereignisse kardiovaskulärer Tod, Schlaganfall und

Myokardinfarkt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Losartan im Vergleich zu Atenolol

zu einer Risikoreduktion von 13,0% (p= 0,021) in Bezug auf den primären zusammengesetzten

Endpunkt führte (siehe Graphik 1).

Die statistische Signifikanz wurde in der Reduktion des Schlaganfalls gezeigt, während die

kardiovaskuläre Mortalität und Myokardinfarkt-Endpunkte keine statistische Signifikanz hatten.

Graphik 1) Kaplan-Meier-Kurven des primären kombinierten Endpunkts kardiovaskulärer Tod,

Schlaganfall oder Myokardinfarkt in den mit Losartan und mit Atenolol behandelten Gruppen,

adjustiert auf den «Framingham Baseline Risk Score» und den Grad der EKG-dokumentierten

Linksherzhypertrophie.

Die Behandlung mit Losartan reduzierte das Risiko eines Schlaganfalls im Vergleich zu Atenolol um

25% (p= 0,001). Die Rate der Ereignisse kardiovaskulärer Mortalität und Myokardinfarkt war nicht

signifkant unterschiedlich zwischen den Behandlungsgruppen. Die Wirkung von Losartan auf den

primären kombinierten Endpunkt schien über den Vorteil der alleinigen Blutdrucksenkung

hinauszugehen (siehe Tabelle unten).

Life Studien Endpunkte

Ergebnis

Losartan

(N=4605)

n (%)

Rate*

Atenolol

(N=4588)

n (%)

Rate*

Risiko-

reduktion*

p-Wert

Primärer kombinierter

Endpunkt

508 (11%)

23,8

588 (13%)

27,9

0.021

Komponenten des primären kombinierten Endpunkts

Kardiovaskuläre Mortalität

204 (4%)

234 (5%)

10,6

0.206

Schlaganfall

232 (5%)

10,8

309 (7%)

14,5

0.001

Myokardinfarkt

198 (4%)

188 (4%)

0.491

* Pro 1000 Patientenjahre Weiterbeobachtung.

** Adjustiert auf den «Framingham Baseline Risk Score» und auf EKG-dokumentierten Messungen

der LVH.

Andere klinische Endpunkte der LIFE Studie waren: Gesamtmortalität, Hospitalisierung wegen

Herzinsuffizienz oder Angina pectoris, koronare oder periphere Revaskularisierungsmassnahmen,

sowie Reanimation nach Herzstillstand. Es traten keine signifikanten Unterschiede in der Häufigkeit

dieser Endpunkte zwischen den Behandlungsgruppen auf. Mit Losartan behandelte Patienten zeigten

im Vergleich zu mit Atenolol behandelten Patienten eine signifikant grössere Reduktion der LVH-

Werte im EKG.

Die Wirkung von Losartan im Vergleich zu Atenolol auf kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität

wurde in Subgruppen bei Patienten mit Diabetes mellitus (n= 1195) und mit isolierter systolischer

Hypertonie (n= 1326) in der Vorgeschichte untersucht. Im Hinblick auf den primären kombinierten

Endpunkt entsprachen die Ergebnisse dieser Subgruppen dem vorteilhaften Ergebnis der Losartan-

Behandlung der Studien-Gesamtpopulation: bei Diabetikern wurde eine 24% Risikoreduktion (p=

0,03) und bei Patienten mit isolierter systolischer Hypertonie (ISH) wurde eine 25% Risikoreduktion

(p= 0,06) beobachtet.

Unterschiede betreffend Hautfarbe

Die in der LIFE Studie beobachteten vorteilhaften Ergebnisse von Losartan im Vergleich zu Atenolol

auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität gelten nicht für Patienten mit schwarzer Hautfarbe,

die an Bluthochdruck und linksventrikulärer Hypertrophie leiden, obwohl beide Therapeutika den

Blutdruck bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe effektiv senkten.

Dagegen senkte Losartan in der LIFE Studie im Vergleich zu Atenolol das Risiko kardiovaskulärer

Morbidität und Mortalität bei nicht-schwarzen Hypertonikern mit linksventrikulärer Hypertrophie

(n= 8660) signifikant (p= 0,003) in Bezug auf den primären kombinierten Endpunkt.

Es zeigte sich, dass mit Atenolol behandelte Patienten schwarzer Hautfarbe ein geringeres Risiko den

kombinierten primären Endpunkt zu erreichen hatten als mit Losartan behandelte Patienten (p= 0,03)

schwarzer Hautfarbe. In der Subgruppe der Patienten mit schwarzer Hautfarbe (n= 533; 6% der

Patienten der LIFE Studie) gab es 29 primäre Endpunkte unter den 263 mit Atenolol behandelten

Patienten (11%, 25,9 pro 1000 Patientenjahre) und 46 primäre Endpunkte unter den 270 mit Losartan

behandelten Patienten (17%, 41,8 pro 1000 Patientenjahre).

In der LIFE Studie war eine signifikant geringere Häufigkeit der Therapieabbrüche auf Grund von

unerwünschten Nebenwirkungen unter Losartan im Vergleich zu Atenolol nachweisbar.

HEAAL Studie

Die «Heart Failure Endpoint Evaluation of Angiotensin II Antagonist Losartan» (HEAAL) Studie

war eine kontrollierte klinische Studie, die weltweit bei 3'834 Patienten mit einer Herzinsuffizienz

(NYHA Klassen II-IV) und einer Intoleranz auf ACE-Hemmer, durchgeführt wurde. Die Patienten

wurden über 4 Jahre (Median 4,7 Jahre) beobachtet, um den Effekt von Losartan 50 mg mit

demjenigen von Losartan 150 mg in Bezug auf die Reduktion der Gesamtmortalität oder der

Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz zu vergleichen. Losartan 150 mg führte im

Vergleich zu Losartan 50 mg zu einer signifikanten Risikoreduktion hinsichtlich der

Gesamtmortalität oder der Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut absorbiert und folgt einem first-pass Effekt, wobei ein

aktiver Carboxylsäure-Metabolit und weitere inaktive Metaboliten gebildet werden. Die

Bioverfügbarkeit von Losartan-Tabletten beträgt ungefähr 33%. Durchschnittliche

Spitzenkonzentrationen von Losartan werden nach 1 Stunde, die des aktiven Metaboliten nach 3 bis

4 Stunden erreicht. Bei gleichzeitiger Einnahme mit einer normalen Mahlzeit wurden im

Plasmakonzentrationsprofil von Losartan keine klinisch signifikanten Veränderungen beobachtet.

Distribution

Sowohl Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu mindestens 99% an Plasmaproteine, vor allem

Albumin gebunden. Das Verteilungsvolumen von Losartan beträgt 34 Liter. Versuche an Ratten

zeigten, dass Losartan die Blut-Liquorschranke kaum durchdringt.

Metabolismus

Ungefähr 14% einer peroral verabreichten Losartan-Dosis werden zum aktiven Metaboliten

umgewandelt. In vitro Studien zeigen, dass Cytochrom P450 2C9 und 3A4 an der Umwandlung von

Losartan in seine Metaboliten beteiligt sind. Bei 1% der Patienten wurde aufgrund eines genetisch

bestimmten Enzymdefekts eine geringere Umwandlung beobachtet (weniger als 1% der Dosis im

Vergleich zu 14% der Dosis bei normalen Patienten). Nach oraler Gabe von 14C-markiertem

Losartan ist die im Plasma zirkulierende Radioaktivität hauptsächlich auf Losartan und seinen

aktiven Metaboliten zurückzuführen.

Neben dem aktiven Metaboliten werden inaktive Metaboliten gebildet, so zwei Hauptmetaboliten

durch Hydroxylierung der Butylseitenkette und ein weiterer Metabolit, ein N-2 Tetrazole

Glucuronid.

Elimination

Die Plasma-Clearance von Losartan beträgt 600 ml/min, beim aktiven Metaboliten 50 ml/min. Die

renale Clearance von Losartan ist 74 ml/min, resp. beim aktiven Metaboliten 26 ml/min. Bei oraler

Verabreichung werden ungefähr 4% der Dosis unverändert, ungefähr 6% der Dosis als aktiver

Metabolit im Urin ausgeschieden. Die Pharmakokinetik von Losartan und seinem aktiven

Metaboliten verlaufen bis zu Dosen von 200 mg Losartan linear.

Nach oraler Einnahme nehmen die Plasmakonzentrationen von Losartan und seinem aktiven

Metaboliten polyexponentiell ab mit einer Halbwertszeit von ca. 2 bzw. 6–9 Stunden. Bei einmaliger

Tagesdosierung mit 100 mg kommt es weder bei Losartan noch beim aktiven Metaboliten zu einer

signifikanten Kumulation im Plasma.

Sowohl biliäre wie renale Ausscheidung tragen zur Elimination von Losartan und dessen

Metaboliten bei. Nach oraler Einnahme von 14C-markiertem Losartan werden beim Menschen 35%

der Radioaktivität im Urin und 58% im Stuhl wiedergefunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei Patienten mit leichter bis mässiger alkoholischer Leberzirrhose waren nach peroraler Einnahme

die Plasmakonzentrationen von Losartan und seinem aktiven Metaboliten im Vergleich zu jungen,

gesunden Männern 5-, bzw. 1,7-fach erhöht.

Weder Losartan noch sein aktiver Metabolit können durch Hämodialyse eliminiert werden.

Präklinische Daten

Die präklinischen Studien, einschliesslich konventioneller Studien zur allgemeinen Pharmakologie,

zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial, lassen keine besonderen Gefahren für den

Menschen erkennen. In Studien zur Toxizität nach wiederholter Gabe induzierte die Verabreichung

von Losartan eine Abnahme der roten Blutzellparameter (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit),

einen Anstieg des Harnstoff-Stickstoffs im Serum sowie gelegentliche Erhöhungen des Serum-

Kreatinins, eine Abnahme im Herzgewicht (ohne histologisches Korrelat) und gastrointestinale

Veränderungen (Schleimhautläsionen, Ulzera, Erosionen, Hämorrhagien). Wie bei anderen

Substanzen, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, wurde bei Losartan die Induktion von

unerwünschten Wirkungen auf die späte fetale Entwicklung, die zu fetalem Tod und Missbildungen

führen, gezeigt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalpackung, vor Licht geschützt und nicht über 25 °C lagern.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Zulassungsnummer

58764 (Swissmedic).

Packungen

Losartan-Mepha 12,5 mg: Packungen zu 7 Lactab. [B]

Losartan-Mepha 25 mg: Packungen zu 14 Lactab (mit Bruchrille). [B]

Losartan-Mepha 50 mg: Packungen zu 28 und 98 Lactab (mit Bruchrille). [B]

Losartan-Mepha 100 mg: Packungen zu 28 und zu 98 Lactab (mit Bruchrille). [B]

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Stand der Information

Juni 2015.

Interne Versionsnummer: 8.2

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