Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Valsartan
Verfügbar ab:
PUREN Pharma GmbH & Co. KG
ATC-Code:
C09CA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Valsartan
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Valsartan 160.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72120.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten

Valsartan

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Valsartan Puren und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Valsartan Puren beachten?

Wie ist Valsartan Puren einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Valsartan Puren aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Valsartan Puren und wofür wird es angewendet?

Valsartan Puren gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bekannt sind und helfen, einen hohen Blutdruck zu kontrollieren. Angiotensin II ist eine

körpereigene Substanz, welche die Blutgefäße verengt und damit bewirkt, dass Ihr Blutdruck ansteigt.

Valsartan Puren wirkt durch eine Blockade des Effekts von Angiotensin II. Dadurch werden die

Blutgefäße erweitert und der Blutdruck gesenkt.

Valsartan Puren kann für die Behandlung von drei verschiedenen Erkrankungen verwendet

werden:

Zur Behandlung eines hohen Blutdrucks bei Erwachsenen und bei Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren. Ein hoher Blutdruck vergrößert die Belastung für

Herz und Arterien. Wenn ein hoher Blutdruck über einen längeren Zeitraum besteht, kann dies

die Blutgefäße von Gehirn, Herz und Nieren schädigen. Dies kann zu Schlaganfall, Herz- oder

Nierenversagen führen. Ein hoher Blutdruck erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Die Senkung

Ihres Blutdrucks auf Normalwerte verringert das Risiko, eine dieser Erkrankungen zu erleiden.

Zur Behandlung von erwachsenen Patienten nach einem vor Kurzem aufgetretenen

Herzinfarkt (Myokardinfarkt). „Vor Kurzem” bedeutet hier zwischen 12 Stunden und 10 Tagen

zurückliegend.

Zur Behandlung der symptomatischen Herzleistungsschwäche bei erwachsenen Patienten.

Valsartan Puren wird angewendet, wenn eine Gruppe von Arzneimitteln, die Angiotensin-

Converting-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer) genannt werden (Arzneimittel zur Behandlung von

Herzleistungsschwäche), nicht angewendet werden kann. Es kann auch zusätzlich zu ACE-

Hemmern angewendet werden, wenn andere Arzneimittel gegen Herzleistungsschwäche nicht

angewendet werden können. Eine Herzleistungsschwäche ist verbunden mit Kurzatmigkeit und

Schwellung von Füßen und Beinen aufgrund von Flüssigkeitseinlagerungen.

Herzleistungsschwäche bedeutet, dass der Herzmuskel das Blut nicht mehr stark genug pumpen

kann, um den ganzen Körper mit der benötigten Blutmenge zu versorgen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Valsartan Puren beachten?

Valsartan Puren darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Valsartan, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind.

(Es wird empfohlen, Valsartan Puren auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Wenn irgendeiner dieser Punkte auf Sie zutrifft, dürfen Sie Valsartan Puren nicht einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Valsartan Puren einnehmen,

wenn Sie eine Lebererkrankung haben.

wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben oder dialysiert werden müssen.

wenn Sie an einer Verengung der Nierenarterie leiden.

wenn bei Ihnen vor Kurzem eine Nierentransplantation (Erhalt einer neuen Niere) durchgeführt

wurde.

wenn Sie nach einem Herzinfarkt oder wegen einer symptomatischen Herzleistungsschwäche

behandelt werden, sollte Ihr Arzt Ihre Nierenfunktion überprüfen.

wenn Sie außer einer symptomatischen Herzleistungsschwäche oder Herzinfarkt eine andere

schwere Herzerkrankung haben.

wenn Sie jemals während der Einnahme weiterer Arzneimittel (einschließlich eines ACE-

Hemmers) ein Anschwellen von Zunge und Gesicht hatten, hervorgerufen durch eine als

Angioödem bezeichnete allergische Reaktion, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Wenn diese

Symptome während der Einnahme von Valsartan Puren auftreten, brechen Sie die Einnahme von

Valsartan Puren sofort ab und nehmen Sie es nie mehr ein. Siehe auch Abschnitt 4. „Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“.

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die das Kalium in Ihrem Blut erhöhen. Dazu gehören

Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende Arzneimittel und Heparin.

Es kann dann notwendig sein, die Kaliumwerte in Ihrem Blut regelmäßig zu kontrollieren.

wenn Sie unter 18 Jahre alt sind und Valsartan Puren zusammen mit anderen Arzneimitteln

einnehmen, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System hemmen (Arzneimittel, die den

Blutdruck senken). Ihr Arzt wird Ihre Nierenfunktion und den Kaliumgehalt in Ihrem Blut in

regelmäßigen Abständen prüfen.

wenn Sie an Hyperaldosteronismus leiden, einer Krankheit, bei der Ihre Nebennieren eine zu

große Menge des Hormons Aldosteron bilden. In diesem Fall wird die Anwendung von Valsartan

Puren nicht empfohlen.

wenn Sie aufgrund von Durchfall oder Erbrechen viel Flüssigkeit verloren haben (d.h. dehydriert

sind) oder wenn Sie hohe Dosen harntreibender Medikamente (Diuretika) einnehmen.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

wenn Sie eine Behandlung mit einem ACE-Hemmer zusammen mit bestimmten anderen

Arzneimitteln zur Behandlung von Herzleistungsschwäche erhalten, die Mineralokortikoid-

Rezeptor-Antagonisten (MRA) (z. B. Spironolacton, Eplerenon) oder Betablocker (z. B.

Metoprolol) genannt werden.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium)

in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Valsartan Puren darf nicht eingenommen werden“.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Die Einnahme von Valsartan Puren in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen,

und Valsartan Puren darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen

werden, da die Einnahme von Valsartan Puren in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Einnahme von Valsartan Puren zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Der Behandlungserfolg kann beeinflusst werden, wenn Valsartan Puren zusammen mit bestimmten

anderen Arzneimitteln verwendet wird. Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen

und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen oder in einigen Fällen ist die Anwendung eines

Arzneimittels zu beenden. Dies gilt sowohl für verschreibungspflichtige als auch für nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel, insbesondere:

für andere Arzneimittel, die den Blutdruck senken, vor allem für harntreibende Mittel

(Diuretika).

für Arzneimittel, die das Kalium in Ihrem Blut erhöhen. Dazu gehören Kaliumpräparate oder

kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende Arzneimittel und Heparin.

für bestimmte Schmerzmittel, die als nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAR) bezeichnet

werden.

für einige Antibiotika (Rifamycin-Gruppe), ein Arzneimittel, das zum Schutz vor

Transplantatabstoßung angewendet wird (Ciclosporin), oder ein antiretrovirales Arzneimittel, das

zur Behandlung von HIV/AIDS eingesetzt wird (Ritonavir). Diese Arzneimittel können den Effekt

von Valsartan Puren erhöhen.

für Lithium, ein Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen:

wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Valsartan

Puren darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Außerdem:

wenn Sie eine Behandlung mit einem ACE-Hemmer zusammen mit bestimmten anderen

Arzneimitteln zur Behandlung von Herzleistungsschwäche erhalten, die Mineralokortikoid-

Rezeptor-Antagonisten (MRA) (z. B. Spironolacton, Eplerenon) oder Betablocker (z. B.

Metoprolol) genannt werden.

wenn Sie nach einem Herzinfarkt behandelt werden, wird eine Kombination mit einem ACE-

Hemmer (ein Arzneimittel zur Behandlung des Herzinfarkts) nicht empfohlen.

Einnahme von Valsartan Puren zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie können Valsartan Puren mit oder ohne Nahrung einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Valsartan Puren vor einer Schwangerschaft bzw. sobald

Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

empfehlen. Die Anwendung von Valsartan Puren in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen

und Valsartan Puren darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen

werden, da die Einnahme von Valsartan Puren in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Valsartan Puren wird

nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für Sie

wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es

eine Frühgeburt war.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bevor Sie ein Fahrzeug, Werkzeuge oder eine Maschine bedienen oder eine andere Tätigkeit

ausüben, die Konzentration erfordert, sollten Sie vorher wissen, wie Sie auf die Wirkung von Valsartan

Puren reagieren. Wie viele andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks kann Valsartan

Puren in seltenen Fällen Schwindel verursachen und die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen.

Valsartan Puren enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Valsartan Puren daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden

Valsartan Puren enthält Soja

Wenn Sie allergisch gegen Erdnuss oder Soja sind, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

3.

Wie ist Valsartan Puren einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein, um das beste

Behandlungsergebnis zu erzielen und das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern. Bitte fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Personen mit hohem Blutdruck

merken oft keine Anzeichen dieses Problems. Viele können sich völlig gesund fühlen. Das macht es

umso wichtiger, die Termine bei Ihrem Arzt einzuhalten, auch wenn Sie sich wohl fühlen.

Kinder und Jugendliche (im Alter von 6 bis 18 Jahren) mit Bluthochdruck

Bei Patienten, die weniger als 35 kg wiegen, ist die empfohlene Dosis einmal täglich 40 mg Valsartan.

Bei Patienten, die 35 kg oder mehr wiegen, ist die empfohlene Anfangsdosis einmal täglich 80 mg

Valsartan.

In einigen Fällen kann Ihr Arzt höhere Dosen verschreiben (die Dosis kann auf 160 mg und bis zu

maximal 320 mg erhöht werden).

Erwachsene Patienten

mit

Bluthochdruck

Die empfohlene Dosis beträgt 80 mg pro Tag. In einigen Fällen kann Ihr Arzt eine höhere Dosis (z. B.

160 mg oder 320 mg) oder zusätzlich ein anderes Arzneimittel (z. B. ein Diuretikum) verschreiben. Die

maximale Wirkung wird nach 2-4 Wochen erreicht.

Erwachsene Patienten

n

ach einem vor Kurzem aufgetretenen Herzinfarkt

Nach einem Herzinfarkt wird mit der Behandlung im Allgemeinen schon nach 12 Stunden begonnen,

üblicherweise in einer niedrigen Dosis von 2-mal täglich 20 mg. Eine Dosis von 20 mg erhalten Sie

durch Teilen der 40 mg-Filmtablette. Ihr Arzt wird dann die Dosis schrittweise über mehrere Wochen

bis zu einem Maximum von 2-mal täglich 160 mg steigern. Die endgültige Dosis hängt davon ab,

welche Dosis Sie persönlich vertragen.

Valsartan Puren kann zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Herzinfarkts

gegeben werden, und Ihr Arzt wird darüber entscheiden, welche Behandlung für Sie geeignet ist.

Erwachsene Patienten

mit

Herzleistungsschwäche

Die Behandlung beginnt im Allgemeinen mit einer Dosis von 2-mal täglich 40 mg. Ihr Arzt wird dann

die Dosis schrittweise über mehrere Wochen bis zu einem Maximum von 2-mal täglich 160 mg

steigern. Die endgültige Dosis hängt davon ab, welche Dosis Sie persönlich vertragen.

Valsartan Puren kann zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der

Herzleistungsschwäche gegeben werden, und Ihr Arzt wird darüber entscheiden, welche Behandlung

für Sie geeignet ist.

Sie können Valsartan Puren mit oder ohne Nahrung einnehmen. Schlucken Sie die Tabletten mit

einem Glas Wasser.

Nehmen Sie Valsartan Puren jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ein.

Wenn Sie eine größere Menge Valsartan Puren eingenommen haben, als Sie sollten

Falls es zum Auftreten von starkem Schwindel kommt und/oder Sie das Gefühl haben, ohnmächtig zu

werden, legen Sie sich hin und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Wenn Sie versehentlich zu

viele Tabletten eingenommen haben, nehmen Sie unverzüglich Kontakt mit Ihrem Arzt, Apotheker

oder einem Krankenhaus auf.

Wenn Sie die Einnahme von Valsartan Puren vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn

Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es jedoch

schon fast Zeit ist, die nächste Dosis zu nehmen, lassen Sie die vergessene Dosis aus.

Wenn Sie die Einnahme von Valsartan Puren abbrechen

Das Abbrechen der Behandlung mit Valsartan Puren kann dazu führen, dass sich Ihre Krankheit

verschlechtert. Beenden Sie die Behandlung nicht, es sei denn Ihr Arzt sagt Ihnen, dass Sie die

Behandlung beenden sollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Einige Symptome bedürfen einer unverzüglichen medizinischen Aufmerksamkeit:

Es kann sein, dass Sie Anzeichen eines Angioödems (eine spezielle allergische Reaktion), eine

gelegentlich auftretende Nebenwirkung, bemerken, wie

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen,

Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken,

Nesselsucht und Juckreiz.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome an sich bemerken, suchen Sie unverzüglich

einen Arzt auf.

Andere mögliche Nebenwirkungen sind:

Häufig (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindel,

Niedriger Blutdruck mit oder ohne Symptome wie Schwindel und Ohnmacht beim Aufstehen,

Herabgesetzte Nierenfunktion (Zeichen einer Nierenfunktionseinschränkung).

Gelegentlich (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Plötzlicher Bewusstseinsverlust (Synkope),

Drehschwindel (Vertigo),

Stark verminderte Nierenfunktion (Zeichen von akutem Nierenversagen),

Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen (Zeichen einer Hyperkaliämie),

Atemnot, Schwierigkeiten beim Atmen im Liegen, geschwollene Füße oder Beine (Zeichen einer

Herzleistungsschwäche),

Kopfschmerzen,

Husten,

Bauchschmerzen,

Übelkeit,

Durchfall,

Müdigkeit,

Schwäche.

Erhöhter Kreatininwert im Blut.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Blasenbildung der Haut (Zeichen für eine bullöse Dermatitis),

Allergische Reaktionen mit Hautausschlag, Juckreiz und Nesselsucht; Symptome wie Fieber,

geschwollene Gelenke und Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten

und/oder grippeartige Symptome (Zeichen der Serumkrankheit),

Purpurrote, punktförmige Hauterscheinungen, Fieber, Juckreiz (Zeichen einer Entzündung der

Blutgefäße, auch als Vaskulitis bezeichnet),

Ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse (Zeichen einer Thrombozytopenie),

Muskelschmerzen (Myalgie),

Fieber, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund aufgrund von Infektionen (Symptome einer

niedrigen Zahl von weißen Blutzellen, auch als Neutropenie bezeichnet),

Erniedrigte Hämoglobinwerte und verminderter prozentualer Anteil roter Blutzellen im Blut (die zu

einer Anämie führen können),

Erhöhte Kaliumwerte im Blut (die Muskelkrämpfe und Herzrhythmusstörungen hervorrufen

können),

Erhöhte Leberfunktionswerte (die auf eine Leberschädigung hinweisen können), einschließlich

einer Erhöhung der Bilirubinwerte im Blut (die eine Gelbfärbung der Haut und der

Augenbindehaut hervorrufen können),

Erhöhung der Harnstoffstickstoffwerte im Blut und erhöhte Serumkreatininwerte (die auf eine

gestörte Nierenfunktion hindeuten können),

Niedrige Natriumkonzentration im Blut (was Müdigkeit, Verwirrung, Muskelzucken und/oder

Krämpfe hervorrufen kann),

Hautausschlag, Juckreiz.

Die Häufigkeit mancher Nebenwirkungen kann in Abhängigkeit von Ihrer persönlichen Erkrankung

variieren. Zum Beispiel wurden Nebenwirkungen wie Schwindel und eine herabgesetzte

Nierenfunktion bei erwachsenen Patienten, die gegen hohen Blutdruck behandelt wurden, weniger

häufig beobachtet als bei erwachsenen Patienten, die gegen Herzinsuffizienz oder nach einem vor

Kurzem aufgetretenen Herzinfarkt behandelt wurden.

Die Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen sind ähnlich wie die bei Erwachsenen

beobachteten Nebenwirkungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Valsartan Puren aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung bzw. dem Etikett und dem Umkarton

nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Blisterpackung:

Nicht über 30 ºC lagern.

Tablettenbehältnis:

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Valsartan Puren enthält

Der Wirkstoff ist Valsartan. Jede Filmtablette enthält 160 mg Valsartan.

Die sonstigen Bestandteile sind: Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline

Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Povidon K29 – K32, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.),

hochdisperses Siliciumdioxid; Filmüberzug: Polyvinylalkohol, Macrogol 3350, Talkum, (3-sn-

Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322), Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x

O (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172).

Wie Valsartan Puren aussieht und Inhalt der Packung

Gelbe, ovale, bikonvexe Filmtabletten (15 x 6,5 mm) mit Bruchkerbe auf der einen und der Prägung

„V“ auf der anderen Seite.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Valsartan Puren ist in Blisterpackungen mit 28 (N1), 56 (N2) und 98 (N3) Filmtabletten sowie im

Tablettenbehältnis mit 98 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

PUREN Pharma GmbH & Co. KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089/558909 - 0

Telefax: 089/558909 - 240

Hersteller

Actavis Ltd.

BLB016 Bulebel Industrial Estate

Zejtun ZTN 3000

Malta

Balkanpharma – Dupnitsa AD

3 Samokovsko Shosse Str.

Dupnitsa 2600

Bulgarien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Dänemark:

Valsartan Actavis

Deutschland:

Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten

Finnland:

Valsartan Actavis 160 mg tabletti, kalvopäällysteinen

Griechenland:

Valsartan / Actavis

Irland:

Valsartan Actavis 160 mg Film-coated tablets

Island:

Primartan

Italien:

Valsartan Aurobindo

Niederlande:

Valsartan Auro 160 mg, filmomhulde tabletten

Norwegen:

Valsartan Actavis

Österreich:

Valsartan Actavis 160 mg Filmtabletten

Portugal:

Valsartan Aurovitas

Schweden:

Valsartan Actavis

Spanien:

Valsartán Aurovitas Spain 160 mg comprimidos recubiertos con

película EFG

Vereinigtes

Königreich:

Valsartan 160 mg Film-coated Tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2017.

Fachinformation

Valsartan Puren 40 mg Filmtabletten

Valsartan Puren 80 mg Filmtabletten

Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Valsartan Puren 40 mg Filmtabletten

Valsartan Puren 80 mg Filmtabletten

Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Valsartan Puren 40 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 40 mg Valsartan.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 21,11 mg Lactose-Monohydrat

und 0,126 mg (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322).

Valsartan Puren 80 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 80 mg Valsartan.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 42,22 mg Lactose-Monohydrat

und 0,252 mg (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322).

Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 160 mg Valsartan.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 84,44 mg Lactose-Monohydrat

und 0,504 mg (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322).

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 320 mg Valsartan.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 168,88 mg Lactose-

Monohydrat und 1,01 mg (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322) und 0,95 mg Gelborange

S, Aluminiumsalz (E 110).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Valsartan Puren 40 mg Filmtabletten:

Gelbe, ovale, bikonvexe Filmtabletten (9 x 4,5 mm) mit Bruchkerbe auf der einen und der Prägung "V"

auf der anderen Seite.

Valsartan Puren 80 mg Filmtabletten:

Rosafarbene, runde, bikonvexe Filmtabletten (Durchmesser 8 mm) mit beidseitiger Bruchkerbe und

der Prägung "V" auf einer Seite.

Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten:

Gelbe, ovale, bikonvexe Filmtabletten (15 x 6,5 mm) mit Bruchkerbe auf der einen und der Prägung

"V" auf der anderen Seite.

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten:

Braune, ovale, bikonvexe Filmtabletten (19 x 8,2 mm) mit Bruchkerbe auf der einen und der Prägung

"V" auf der anderen Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Valsartan Puren 40 mg Filmtabletten:

Hypertonie

Behandlung der Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren.

Nach einem vor Kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt

Behandlung von klinisch stabilen erwachsenen Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz oder

einer asymptomatischen, links-ventrikulären systolischen Dysfunktion nach einem vor Kurzem (12

Stunden bis 10 Tage) aufgetretenen Myokardinfarkt (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Herzinsuffizienz

Behandlung erwachsener Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz, wenn ACE-Hemmer nicht

vertragen werden oder bei Patienten mit Unverträglichkeit gegenüber Betablockern als Add-on-

Therapie zu ACE-Hemmern, wenn Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten nicht angewendet

werden können (siehe Abschnitte 4.2, 4.4, 4.5 und 5.1).

Valsartan Puren 80 mg Filmtabletten/Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten:

Hypertonie

Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen und der Hypertonie bei Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren.

Nach einem vor Kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt

Behandlung von klinisch stabilen erwachsenen Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz oder

einer asymptomatischen, links-ventrikulären systolischen Dysfunktion nach einem vor Kurzem (12

Stunden bis 10 Tage) aufgetretenen Myokardinfarkt (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Herzinsuffizienz

Behandlung erwachsener Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz, wenn ACE-Hemmer nicht

vertragen werden oder bei Patienten mit Unverträglichkeit gegenüber Betablockern als Add-on-

Therapie zu ACE-Hemmern, wenn Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten nicht angewendet

werden können (siehe Abschnitte 4.2, 4.4, 4.5 und 5.1).

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten:

Hypertonie

Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen und der Hypertonie bei Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Valsartan Puren 40 mg Filmtabletten:

Nach einem vor Kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt

Bei klinisch stabilen Patienten kann mit der Behandlung bereits 12 Stunden nach einem

Myokardinfarkt begonnen werden. Nach einer initialen Dosis von zweimal täglich 20 mg sollte die

Valsartan-Dosis im Verlauf der nächsten Wochen schrittweise auf zweimal täglich 40 mg, 80 mg und

160 mg Valsartan erhöht werden. Die Startdosis steht als teilbare 40 mg Filmtablette zur Verfügung.

Die maximale Zieldosis beträgt zweimal täglich 160 mg Valsartan. Im Allgemeinen wird empfohlen,

dass die Patienten innerhalb von 2 Wochen nach Behandlungsbeginn eine Dosis von zweimal täglich

80 mg Valsartan erreichen. Die maximale Zieldosis von zweimal täglich 160 mg Valsartan sollte, in

Abhängigkeit von der Verträglichkeit, innerhalb von 3 Monaten erreicht werden. Wenn eine

symptomatische Hypotonie oder eine Nierenfunktionsstörung auftritt, ist eine Dosisreduktion in

Betracht zu ziehen.

Zur Nachbehandlung eines Herzinfarkts kann Valsartan zusammen mit anderen Arzneistoffen wie z.

B. Thrombolytika, Acetylsalicylsäure, Betablocker, Statine und Diuretika angewendet werden. Die

Kombination mit ACE-Hemmern wird nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Bei der Untersuchung von Patienten nach einem Myokardinfarkt sollte immer eine Beurteilung der

Nierenfunktion durchgeführt werden.

Herzinsuffizienz

Die empfohlene Startdosis beträgt zweimal täglich 40 mg Valsartan. Die Dosis sollte dann

schrittweise, in Intervallen von mindestens 2 Wochen, bis zur höchsten vom Patienten tolerierten

Dosis, nämlich zunächst auf zweimal täglich 80 mg Valsartan und dann auf zweimal täglich 160 mg

Valsartan gesteigert werden. Bei gleichzeitiger Gabe eines Diuretikums sollte eine Dosisreduktion des

Diuretikums in Betracht gezogen werden. In klinischen Studien betrug die maximale tägliche Dosis

320 mg Valsartan in geteilten Dosen.

Valsartan kann zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Herzinsuffizienz

angewendet werden. Allerdings wird die Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, Valsartan und

einem Betablocker oder einem kaliumsparenden Diuretikum nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4

und 5.1). Bei Untersuchungen von Patienten mit Herzinsuffizienz sollte immer auch die Nierenfunktion

überprüft werden.

Valsartan Puren 80 mg Filmtabletten/Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten:

Hypertonie

Die empfohlene Dosierung beträgt 80 mg Valsartan einmal täglich. Eine antihypertensive Wirkung

wird im Wesentlichen innerhalb von 2 Wochen erreicht. Der maximale blutdrucksenkende Effekt wird

nach 4 Wochen beobachtet. Bei einigen Patienten, deren Blutdruck nicht ausreichend kontrolliert

wurde, kann die Dosis auf 160 mg erhöht werden, maximal jedoch auf 320 mg.

Valsartan kann auch zusammen mit anderen Antihypertensiva gegeben werden (siehe Abschnitt 4.3,

4.4, 4.5 und 5.1). Die zusätzliche Gabe eines Diuretikums wie Hydrochlorothiazid senkt den Blutdruck

bei diesen Patienten noch stärker.

Nach einem vor Kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt

Bei klinisch stabilen Patienten kann mit der Behandlung bereits 12 Stunden nach einem

Myokardinfarkt begonnen werden. Nach einer initialen Dosis von zweimal täglich 20 mg sollte die

Valsartan-Dosis im Verlauf der nächsten Wochen schrittweise auf zweimal täglich 40 mg, 80 mg und

160 mg Valsartan erhöht werden. Die Startdosis steht als teilbare 40 mg Filmtablette zur Verfügung.

Die maximale Zieldosis beträgt zweimal täglich 160 mg Valsartan. Im Allgemeinen wird empfohlen,

dass die Patienten innerhalb von 2 Wochen nach Behandlungsbeginn eine Dosis von zweimal täglich

80 mg Valsartan erreichen. Die maximale Zieldosis von zweimal täglich 160 mg Valsartan sollte, in

Abhängigkeit von der Verträglichkeit, innerhalb von 3 Monaten erreicht werden. Wenn eine

symptomatische Hypotonie oder eine Nierenfunktionsstörung auftritt, ist eine Dosisreduktion in

Betracht zu ziehen.

Zur Nachbehandlung eines Herzinfarkts kann Valsartan zusammen mit anderen Arzneistoffen wie z.

B. Thrombolytika, Acetylsalicylsäure, Betablocker, Statine und Diuretika angewendet werden. Die

Kombination mit ACE-Hemmern wird nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Bei der Untersuchung von Patienten nach einem Myokardinfarkt sollte immer eine Beurteilung der

Nierenfunktion durchgeführt werden.

Herzinsuffizienz

Die empfohlene Startdosis beträgt zweimal täglich 40 mg Valsartan. Die Dosis sollte dann

schrittweise, in Intervallen von mindestens 2 Wochen, bis zur höchsten vom Patienten tolerierten

Dosis, nämlich zunächst auf zweimal täglich 80 mg Valsartan und dann auf zweimal täglich 160 mg

Valsartan gesteigert werden. Bei gleichzeitiger Gabe eines Diuretikums sollte eine Dosisreduktion des

Diuretikums in Betracht gezogen werden. In klinischen Studien betrug die maximale tägliche Dosis

320 mg Valsartan in geteilten Dosen.

Valsartan kann zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Herzinsuffizienz

angewendet werden. Allerdings wird die Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, Valsartan und

einem Betablocker oder einem kaliumsparenden Diuretikum nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4

und 5.1). Bei Untersuchungen von Patienten mit Herzinsuffizienz sollte immer auch die Nierenfunktion

überprüft werden.

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten:

Hypertonie

Die empfohlene Dosierung beträgt 80 mg Valsartan einmal täglich. Eine antihypertensive Wirkung

wird im Wesentlichen innerhalb von 2 Wochen erreicht. Der maximale blutdrucksenkende Effekt wird

nach 4 Wochen beobachtet. Bei einigen Patienten, deren Blutdruck nicht ausreichend kontrolliert

wurde, kann die Dosis auf 160 mg erhöht werden, maximal jedoch auf 320 mg.

Valsartan kann auch zusammen mit anderen Antihypertensiva gegeben werden (siehe Abschnitte 4.3,

4.4, 4.5 und 5.1). Die zusätzliche Gabe eines Diuretikums wie Hydrochlorothiazid senkt den Blutdruck

bei diesen Patienten noch stärker.

Weitere Informationen zu speziellen Patientengruppen

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Bei erwachsenen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance > 10 ml/min ist keine Dosisanpassung

erforderlich (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Die gleichzeitige Anwendung von Valsartan und Aliskiren

ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Diabetes mellitus

Die gleichzeitige Anwendung von Valsartan und Aliskiren ist bei Patienten mit Diabetes mellitus

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Valsartan Puren ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz, mit Leberzirrhose und

bei Patienten mit Cholestase (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2). Bei Patienten mit leichter bis

mittelschwerer Leberinsuffizienz ohne Cholestase sollte die Dosis 80 mg Valsartan nicht übersteigen.

Pädiatrische Patienten

Hypertonie bei pädiatrischen Patienten

Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren

Die Startdosis beträgt 40 mg einmal täglich bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 35 kg und

80 mg einmal täglich bei einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr. Die Dosis sollte auf der Basis

des Ansprechens des Blutdrucks angepasst werden. Bezüglich der Höchstdosen, die in klinischen

Prüfungen geprüft wurden, wird auf die folgende Tabelle verwiesen.

Höhere als die in der Tabelle aufgelisteten Dosierungen wurden nicht untersucht und werden daher

nicht empfohlen.

Gewicht

In klinischen Studien geprüfte Höchstdosen

≥ 18 kg bis < 35 kg

80 mg

≥ 35 kg bis < 80 kg

160 mg

≥ 80 kg bis ≤ 160 kg

320 mg

Kinder unter 6 Jahre

Die verfügbaren Daten sind in den Abschnitten 4.8, 5.1 und 5.2 beschrieben. Allerdings wurden

Sicherheit und Wirksamkeit von Valsartan bei Kindern von 1 bis 6 Jahren nicht nachgewiesen.

Anwendung bei pädiatrischen Patienten von 6 bis 18 Jahren mit Nierenfunktionsstörungen

Die Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und

pädiatrischen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen, wurde nicht untersucht. Daher

wird Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen. Für pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance > 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Nierenfunktion und der

Kaliumspiegel sollten engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Anwendung bei pädiatrischen Patienten von 6 bis 18 Jahren mit Leberfunktionsstörungen

Wie bei Erwachsenen ist Valsartan Puren bei pädiatrischen Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz,

mit Leberzirrhose und bei Patienten mit Cholestase kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2).

Es gibt nur begrenzte klinische Erfahrung mit Valsartan bei pädiatrischen Patienten mit leichter bis

mittelschwerer Leberinsuffizienz. Bei diesen Patienten sollte die Dosis 80 mg Valsartan nicht

übersteigen.

Pädiatrische Patienten mit Herzinsuffizienz und nach einem vor Kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt

Valsartan wird wegen fehlender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht für die Behandlung der

Herzinsuffizienz und zur Nachbehandlung eines Myokardinfarktes bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren empfohlen.

Art der Anwendung

Valsartan kann unabhängig von einer Mahlzeit gegeben und sollte mit etwas Waser eingenommen

werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Valsartan, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Schwere Leberinsuffizienz, biliäre Zirrhose und Cholestase.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Valsartan Puren mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Hyperkaliämie

Die gleichzeitige Anwendung mit Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika, kaliumhaltigen

Salzersatzmitteln oder anderen Wirkstoffen, die die Kaliumspiegel erhöhen (z. B. Heparin), wird nicht

empfohlen. Gegebenenfalls ist auf eine engmaschige Überwachung der Kaliumspiegel zu achten.

Natrium- und/oder Volumenmangel

Bei Patienten mit schwerem Natriummangel und/oder Volumenmangel (z. B. bei hochdosiertem

Diuretikum) kann in seltenen Fällen bei Beginn der Behandlung mit Valsartan eine symptomatische

Hypotonie auftreten. Ein Natrium- und/oder Volumendefizit ist vor Beginn der Behandlung mit

Valsartan auszugleichen, beispielsweise durch eine Reduzierung der Diuretika-Dosierung.

Nierenarterienstenose

Bei Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose einer Einzelniere ist eine

sichere Anwendung von Valsartan nicht nachgewiesen worden.

Die kurzzeitige Anwendung von Valsartan bei 12 Patienten mit renovaskulärer Hypertonie infolge

einer einseitigen Nierenarterienstenose beeinflusste die renale Hämodynamik, Serumkreatinin oder

Blutharnstoffwerte nicht signifikant. Da andere Wirkstoffe, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-

System beeinflussen, die Blutharnstoff- und Serumkreatininwerte erhöhen können, wird als

Sicherheitsmaßnahme eine engmaschige Überwachung dieser Patienten empfohlen.

Nierentransplantation

Es liegen gegenwärtig keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung von Valsartan bei Patienten vor,

die sich vor Kurzem einer Nierentransplantation unterzogen haben.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sollten nicht mit Valsartan behandelt werden, da ihr

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System nicht aktiviert ist.

Aorten- und Mitralklappenstenose bzw. hypertrophe Kardiomyopathie

Wie alle Vasodilatatoren sollte Valsartan bei Patienten mit Aorten- und Mitralklappenstenose bzw.

hypertropher, obstruktiver Kardiomyopathie nur mit Vorsicht angewendet werden.

Niereninsuffizienz

Es gibt keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 10

ml/min und Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen. Daher sollte Valsartan bei diesen

Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden. Bei erwachsenen Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance > 10 ml/min ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Die gleichzeitige Anwendung von AIIRAs, einschließlich Valsartan, oder ACE-Hemmern mit Aliskiren

ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.5).

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ohne Cholestase sollte Valsartan mit

Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit Valsartan sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn, eine Fortführung der Behandlung mit Valsartan ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit Valsartan unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Nach einem vor Kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Es ergaben sich keine Hinweise auf einen zusätzlichen klinischen Nutzen durch eine gemeinsame

Anwendung von Captopril und Valsartan. Hingegen nahm das Risiko für das Auftreten unerwünschter

Ereignisse bei gleichzeitiger Anwendung im Vergleich zu den jeweiligen Monotherapien zu (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.1). Deshalb wird die kombinierte Anwendung von Valsartan mit einem ACE-

Hemmer nicht empfohlen.

Die Initialbehandlung von Patienten mit Valsartan nach einem Myokardinfarkt sollte mit Vorsicht

erfolgen. Bei der Untersuchung von Patienten nach einem Myokardinfarkt sollte immer eine

Beurteilung der Nierenfunktion durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.2).

Die Anwendung von Valsartan bei Patienten nach Myokardinfarkt führt häufig zu einer

Blutdrucksenkung. Ein Therapieabbruch aufgrund einer andauernden symptomatischen Hypotonie ist

jedoch im Allgemeinen nicht erforderlich, sofern die Dosierungsanleitung eingehalten wird (siehe

Abschnitt 4.2).

Herzinsuffizienz (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Bei Anwendung von Valsartan Puren in Kombination mit einem ACE-Hemmer kann sich das Risiko für

Nebenwirkungen, insbesondere Hypotonie, Hyperkaliämie und Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens), erhöhen. Bei Patienten mit Herzinsuffizienz wurde für

die Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, einem Betablocker und Valsartan Puren kein

klinischer Nutzen nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.1). Diese Kombination erhöht offensichtlich das

Risiko für unerwünschte Ereignisse und wird daher nicht empfohlen. Eine Dreifachkombination aus

einem ACE-Hemmer, einem Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten und Valsartan wird ebenfalls

nicht empfohlen. Solche Kombinationen sollten nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter

Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck

angewendet werden.

Bei Beginn der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten. Die Untersuchung

von Patienten mit Herzinsuffizienz sollte immer auch eine Überprüfung der Nierenfunktion umfassen

(siehe Abschnitt 4.2).

Valsartan Puren bewirkt bei Patienten mit Herzinsuffizienz häufig eine gewisse Blutdrucksenkung.

Allerdings ist ein Behandlungsabbruch wegen andauernder symptomatischer Hypotonie in der Regel

nicht erforderlich, sofern die Hinweise zur Dosierung befolgt werden (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

abhängen kann (z. B. Patienten mit schwerer kongestiver Herzinsuffizienz), war die Behandlung mit

ACE-Hemmern mit Oligurie und/oder fortschreitender Azotämie sowie in seltenen Fällen mit akutem

Nierenversagen und/oder dem Tod des Patienten verbunden. Da Valsartan ein Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonist ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Anwendung von Valsartan

Puren mit einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion verbunden sein kann.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Andere Zustände mit Stimulation des Renin-Angiotensin-System (nur 320 mg)

Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängig

ist (z. B. Patienten mit schwerer kongestiver Herzinsuffizienz), entwickelten unter der Behandlung mit

ACE-Hemmern eine Oligurie und/oder progressive Azotämie und selten ein akutes Nierenversagen.

Weil Valsartan ein Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist ist, übt es einen hemmenden Effekt auf das

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System aus. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die

Anwendung von Valsartan mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion einhergeht.

Historie von Angioödemen

Angioödeme, einschließlich Anschwellen von Larynx und Glottis, die eine Verengung der Atemwege

hervorrufen und/oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder der Zunge, wurde bei

Patienten berichtet, die mit Valsartan behandelt wurden; bei einigen dieser Patienten traten

Angioödeme schon vorher mit anderen Arzneimitteln, einschließlich ACE-Hemmern, auf. Valsartan

sollte sofort bei Patienten abgesetzt werden, die Angioödeme entwickeln und Valsartan sollte dann

nicht erneut verabreicht werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS):

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der

Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS

durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen. ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet

werden.

Pädiatrische Patienten

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Die Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und

pädiatrischen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen, wurde nicht untersucht. Daher

wird Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen. Für pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance > 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2). Die

Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten während der Behandlung mit Valsartan engmaschig

überwacht werden. Dies gilt besonders, wenn Valsartan bei Vorhandensein von sonstigen Zuständen

(Fieber, Dehydrierung), die die Nierenfunktion beeinträchtigen können, gegeben wird. Die

gleichzeitige Anwendung von AIIRAs, einschließlich Valsartan, oder ACE-Hemmern mit Aliskiren ist

bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.5).

Patienten mit Leberinsuffizienz

Wie bei Erwachsenen ist Valsartan Puren bei pädiatrischen Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz,

Leberzirrhose und bei Patienten mit Cholestase kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2). Es gibt

nur begrenzte klinische Erfahrung mit Valsartan bei pädiatrischen Patienten mit leichter bis

mittelschwerer Leberinsuffizienz. Bei diesen Patienten sollte die Dosis 80 mg Valsartan nicht

übersteigen.

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel, Glucose-Galactose-Malabsorption

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten diese Arzneimittel nicht einnehmen.

Soja

Wenn ein Patient überempfindlich auf Erdnüsse oder Soja reagiert, dürfen diese Arzneimittel nicht

angewendet werden.

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten:

Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110)

Valsartan Puren 320 mg enthält Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110), welches allergische

Reaktionen hervorrufen kann.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) mit AIIRAs, ACE-Hemmern oder

Aliskiren:

Die gleichzeitige Anwendung von AIIRAs – Valsartan eingeschlossen – oder von ACE-Hemmern mit

Aliskiren ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder Nierenfunktionsstörung (GFR < 60 ml/min/1,73

) kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf

das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie

und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht

(siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Eine gemeinsame Anwendung wird nicht empfohlen für

Lithium

Eine reversible Zunahme der Serum-Lithium-Konzentrationen und der Toxizität von Lithium wurde

unter gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern berichtet. Da keine Therapieerfahrungen

hinsichtlich der gleichzeitigen Anwendung von Valsartan und Lithium vorliegen, wird diese

Kombination nicht empfohlen. Sollte sich diese Kombination als notwendig erweisen, wird bei

gleichzeitiger Anwendung die Überwachung der Serum-Lithium-Konzentration empfohlen.

Wird auch ein Diuretikum verwendet, kann das Risiko einer Lithiumtoxizität vermutlich weiter erhöht

sein.

Kaliumsparende Diuretika, Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel und andere Wirkstoffe, die

die Kaliumspiegel erhöhen können

Wenn ein die Kaliumspiegel beeinflussendes Arzneimittel in kombinierter Anwendung mit Valsartan für

notwendig erachtet wird, wird eine regelmäßige Kaliumkontrolle empfohlen.

Vorsicht ist geboten bei der gemeinsamen Anwendung von

Nicht-steroidalen entzündungshemmenden Wirkstoffen (NSAR) einschließlich selektiven COX-2-

Hemmern, Acetylsalicylsäure (> 3 g/Tag) und nicht selektiven NSAR

Wenn Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten gleichzeitig mit NSAR angewendet werden, kann eine

Minderung der antihypertensiven Wirkung auftreten. Darüber hinaus kann die gleichzeitige

Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und NSAR zu einem erhöhten Risiko einer sich

verschlechternden Nierenfunktion und zu einem Anstieg des Serumkaliums führen. Daher wird zu

Beginn der Begleittherapie eine Überwachung der Nierenfunktion empfohlen. Die Patienten sollten

ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Transporter

In-vitro-Daten deuten darauf hin, dass Valsartan ein Substrat des hepatischen Uptake-Transporters

OATP1B1/OATP1B3 und des hepatischen Efflux-Transporters MRP2 ist. Die klinische Relevanz

dieses Ergebnisses ist unbekannt. Die gleichzeitige Gabe von Inhibitoren des Uptake-Transporters

(z. B. Rifampicin, Ciclosporin) oder des Efflux-Transporters (z. B. Ritonavir) können die systemische

Konzentration von Valsartan erhöhen. Wenden Sie entsprechende Vorsicht an, wenn Sie die

gleichzeitige Gabe solcher Arzneimittel einleiten oder beenden.

Sonstiges

In Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen von Valsartan wurden keine klinisch signifikanten

pharmakokinetischen Arzneimittelinteraktionen mit den folgenden mit Valsartan angewendeten

Substanzen gefunden: Cimetidin, Warfarin, Furosemid, Digoxin, Atenolol, Indometacin,

Hydrochlorothiazid, Amlodipin und Glibenclamid.

Pädiatrische Patienten

Bei der Hypertonie von Kindern und Jugendlichen, bei denen zugrunde liegende renale Auffälligkeiten

häufig vorkommen, ist Vorsicht geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Valsartan und anderen

Substanzen, die das Renin-Angiotensin-System hemmen und zu einer Erhöhung des Kaliumspiegels

führen können. Die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten engmaschig überwacht werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von Valsartan wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von Valsartan im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig

erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten

epidemiologischen Daten zum Risiko von Valsartan vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese

Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzen der Valsartan-Therapie nicht als

notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative

antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird

eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit Valsartan während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion,

verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit Valsartan ab dem zweiten

Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels

empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter Valsartan eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Valsartan Puren in der Stillzeit vorliegen, wird Valsartan

Puren nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten

Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene

oder Frühgeborene gestillt werden.

Fertilität

Valsartan hatte keine negativen Wirkungen auf die Reproduktionsleistung von männlichen oder

weiblichen Ratten bei Dosen von bis zu 200 mg/kg/Tag. Dies ist das 6fache der empfohlenen

Maximaldosis beim Menschen auf mg/m

-Basis (die Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von

320 mg/Tag und einem 60-kg-Patienten aus).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Bei der Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen

von Maschinen sollte berücksichtigt werden, dass gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten

können.

4.8

Nebenwirkungen

In kontrollierten klinischen Studien an erwachsenen Patienten mit Hypertonie war die Gesamtinzidenz

von Nebenwirkungen zwischen Valsartan und Placebo vergleichbar. Die Inzidenz der

Nebenwirkungen schien dabei nicht von der Dosis oder der Behandlungsdauer abhängig zu sein und

wurde auch durch Geschlecht, Alter oder Rasse nicht beeinflusst.

Die im Rahmen von klinischen Studien, der Anwendung nach der Marktzulassung sowie

Laboruntersuchungen berichteten Nebenwirkungen sind nachfolgend nach Organklasse aufgelistet.

Nebenwirkungen werden in absteigender Folge nach ihrer Häufigkeit angegeben, wobei die

häufigsten als erste gemäß folgender Konvention genannt werden: sehr häufig (≥ 1/10); häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) sehr selten

(< 1/10.000), einschließlich Einzelberichte. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die

Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Für alle im Rahmen von Anwendungsbeobachtungen nach Marktzulassung und Laboruntersuchungen

berichteten Nebenwirkungen ist die Anwendung einer Häufigkeit nicht möglich. Daher werden diese

mit der Häufigkeit „nicht bekannt“ angegeben.

Hypertonie

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt

Hämoglobinabfall, Abfall des Hämatokrits, Neutropenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt

Überempfindlichkeit einschließlich Serumkrankheit

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht bekannt

Anstieg des Serumkaliums, Hyponatriämie

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich

Vertigo

Gefäßerkrankungen

Nicht bekannt

Vaskulitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Husten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich

Abdominale Schmerzen

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt

Erhöhung der Leberfunktionswerte mit Erhöhung des Serumbilirubins

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt

Angioödem, Hautausschlag, Pruritus, bullöse Dermatitis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt

Myalgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nicht bekannt

Niereninsuffizienz und Einschränkung der Nierenfunktion, Erhöhung des

Serumkreatinins

Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich

Erschöpfung

Pädiatrische Patienten

Hypertonie

Die antihypertensive Wirkung von Valsartan wurde in zwei randomisierten, doppelblinden klinischen

Studien (auf die jeweils eine Erweiterungsphase oder -studie folgte) und einer offenen Studie

untersucht. An diesen Studien nahmen 711 pädiatrische Patienten im Alter von 6 bis unter 18 Jahren

mit oder ohne chronischer Nierenerkrankung (CKD) teil, von denen 560 Patienten Valsartan erhielten.

Mit Ausnahme einzelner gastrointestinaler Erkrankungen (wie zum Beispiel Abdominalschmerzen,

Übelkeit und Erbrechen) und Schwindel wurden im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der

unerwünschten Ereignisse keine relevanten Unterschiede zwischen dem Sicherheitsprofil für

pädiatrische Patienten von 6 bis unter 18 Jahren und dem bislang für erwachsene Patienten

beobachteten Sicherheitsprofil identifiziert.

Es wurde eine gepoolte Analyse von 560 pädiatrischen Hypertonikern (im Alter von 6-17 Jahren), die

entweder Valsartan als Monotherapie (n = 483) erhielten oder eine kombinierte blutdrucksenkende

Therapie, die Valsartan beinhaltete (n = 77), durchgeführt. Von den 560 Patienten wiesen 85 (15,2 %)

eine CKD (GFR-Ausgangswert < 90 ml/min/1,73 m

) auf. Insgesamt 45 (8,0 %) Patienten beendeten

aufgrund von unerwünschten Ereignissen ihre jeweilige Studie. Bei insgesamt 111 (19,8 %) Patienten

kam es zu einer unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW), wobei Kopfschmerzen (5,4 %), Schwindel

(2,3 %) und Hyperkaliämie (2,3 %) am häufigsten auftraten. Bei Patienten mit CKD waren die

häufigsten UAW Hyperkaliämie (12,9 %), Kopfschmerzen (7,1 %), erhöhtes Kreatinin im Blut (5,9 %)

und Hypotonie (4,7 %). Bei Patienten ohne CKD waren die häufigsten UAW Kopfschmerzen (5,1 %)

und Schwindel (2,7 %). Bei Patienten, die Valsartan in Kombination mit anderen Antihypertensiva

erhielten, wurden UAW häufiger beobachtet als bei solchen, die Valsartan als Monotherapie erhielten.

Die neurokognitive Beurteilung und die Auswertung der Entwicklung von pädiatrischen Patienten im

Alter von 6 bis 16 Jahren zeigten insgesamt keinen klinisch relevanten negativen Einfluss von

Valsartan nach Behandlung bis zu einem Jahr.

In einer doppelblinden, randomisierten Studie an 90 Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren, gefolgt von

einer einjährigen offenen Extension, wurden zwei Todesfälle und isolierte Fälle von deutlichen

Anstiegen der Lebertransaminasen beobachtet. Diese Fälle traten in einer Population mit signifikanten

Begleiterkrankungen auf. Ein kausaler Zusammenhang mit Valsartan wurde nicht festgestellt. In einer

zweiten Studie, in die 75 Kinder von 1 bis 6 Jahren randomisiert wurden, traten keine signifikanten

Anstiege der Lebertransaminasen oder Todesfälle im Zusammenhang mit der Valsartan-Behandlung

auf.

Eine Hyperkaliämie wurde häufiger bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren mit zugrunde

liegender chronischer Nierenerkrankung beobachtet.

Das Sicherheitsprofil, das in kontrollierten klinischen Studien an erwachsenen Patienten nach

Myokardinfarkt und/oder Herzinsuffizienz gesehen wurde, unterscheidet sich vom allgemeinen

Sicherheitsprofil bei Hypertonikern. Dies kann mit der jeweiligen Grunderkrankung der Patienten

zusammenhängen. Nebenwirkungen, die bei erwachsenen Patienten nach Myokardinfarkt und/oder

Patienten mit Herzinsuffizienz auftraten, sind im Folgenden aufgeführt.

Nach einem Myokardinfarkt und/oder bei Herzinsuffizienz (nur bei erwachsenen Patienten

untersucht)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt

Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt

Überempfindlichkeit, einschließlich Serumkrankheit

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich

Hyperkaliämie

Nicht bekannt

Anstieg des Serumkaliums, Hyponatriämie

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Schwindel, Schwindel bei Lagewechsel

Gelegentlich

Synkope, Kopfschmerzen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich

Vertigo

Herzerkrankungen

Gelegentlich

Herzinsuffizienz

Gefäßerkrankungen

Häufig

Hypotonie, orthostatischer Hypotonus

Nicht bekannt

Vaskulitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Husten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich

Übelkeit, Diarrhö

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt

Erhöhung der Leberfunktionswerte

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Angioödem

Nicht bekannt

Hautausschlag, Pruritus, bullöse Dermatitis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt

Myalgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig

Niereninsuffizienz und -funktionseinschränkung

Gelegentlich

Akute Niereninsuffizienz, Erhöhung des Serumkreatinins

Nicht bekannt

Anstieg des Blutharnstoffstickstoffs

Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich

Asthenie, Erschöpfung

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Eine Überdosierung mit Valsartan kann eventuell eine ausgeprägte Hypotonie verursachen, die unter

Umständen zu Bewusstseinsbeeinträchtigung, Kreislaufkollaps und/oder -schock führen kann.

Behandlung

Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Zeitpunkt der Einnahme sowie Art und Schwere der

Symptome, wobei die Wiederherstellung stabiler Kreislaufverhältnisse im Vordergrund stehen sollte.

Bei Hypotonie sollte der Patient flach gelagert werden und Salz- und Plasmaersatzmittel rasch

verabreicht werden.

Eine Elimination von Valsartan durch Hämodialyse ist nicht zu erwarten.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist, rein

ATC-Code: C09CA03

Valsartan ist ein oral wirksamer, potenter und spezifischer Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist.

Valsartan besitzt eine selektive Wirkung auf den AT

-Rezeptor-Subtyp, der für die bekannten Effekte

von Angiotensin II verantwortlich ist. Die erhöhten Plasmaspiegel von Angiotensin II infolge der AT

Rezeptorblockade mit Valsartan stimulieren möglicherweise den nicht blockierten AT

-Rezeptor, der

die Wirkung des AT

-Rezeptors auszugleichen scheint. Valsartan übt keinerlei partielle agonistische

Wirkung auf den AT

-Rezeptor aus. Seine Affinität für den AT

-Rezeptor ist ungefähr 20.000fach

stärker als die für den AT

-Rezeptor. Valsartan hat keine Wirkung auf andere Hormonrezeptoren oder

Ionenkanäle mit bekannter Bedeutung für die kardiovaskuläre Regulation.

Valsartan hemmt nicht ACE (= Kininase II), das Enzym, welches Angiotensin I zu Angiotensin II

konvertiert und Bradykinin abbaut. Da es keinen Effekt auf ACE hat und die Wirkung von Bradykinin

bzw. Substanz P nicht verstärkt, ist für Angiotensin-II-Antagonisten ein Husten nicht zu erwarten. In

vergleichenden klinischen Studien mit Valsartan und einem ACE-Hemmer war die Häufigkeit von

trockenem Husten bei Patienten, die mit Valsartan behandelt wurden, signifikant geringer (p < 0,05)

als bei denen, die mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden (2,6 % vs. 7,9 %). In einer klinischen

Studie an Patienten, bei denen zuvor unter der Therapie mit einem ACE-Hemmer trockener Husten

aufgetreten war, kam es unter Valsartan bei 19,5 %, unter einem Thiazid-Diuretikum bei 19,0 % und

unter einem ACE-Hemmer bei 68,5 % der Patienten zu Husten (p < 0,05).

Hypertonie (nur 80 mg, 160 mg und 320 mg)

Die Gabe von Valsartan senkt bei Patienten mit Hypertonie den Blutdruck, ohne die Pulsfrequenz zu

beeinflussen.

Bei den meisten Patienten setzt die antihypertensive Wirkung innerhalb von 2 Stunden nach

Verabreichung einer oralen Einzeldosis ein; die stärkste Blutdrucksenkung wird nach 4 – 6 Stunden

erreicht. Die antihypertensive Wirkung hält nach Einnahme über 24 Stunden an. Nach wiederholter

Einnahme ist ein wesentlicher blutdrucksenkender Effekt innerhalb von 2 Wochen zu beobachten, die

maximale Blutdrucksenkung wird innerhalb von 4 Wochen erreicht und bei Langzeittherapie

aufrechterhalten. Zusammen mit Hydrochlorothiazid wird eine signifikante zusätzliche

Blutdrucksenkung erreicht.

Plötzliches Absetzen von Valsartan konnte bisher nicht mit einem schnellen Blutdruckanstieg

(Rebound) oder anderen unerwünschten Ereignissen in Verbindung gebracht werden.

Bei hypertensiven Patienten mit Typ-2-Diabetes und Mikroalbuminurie konnte gezeigt werden, dass

Valsartan die Ausscheidung von Albumin über den Urin reduziert. Die MARVAL-(Micro Albuminuria

Reduction with Valsartan)-Studie untersuchte die Senkung der Albuminexkretion über den Urin (UAE)

unter Valsartan (80 – 160 mg/1 x täglich) versus Amlodipin (5 – 10 mg einmal täglich) bei 332 Typ-2-

Diabetikern (durchschnittliches Alter: 58 Jahre; 265 Männer) mit Mikroalbuminurie (Valsartan: 58

μg/min; Amlodipin: 55,4 μg/min), normalem oder erhöhtem Blutdruck und mit erhaltener

Nierenfunktion (Plasma-Kreatinin < 120 μmol/l). Nach 24 Wochen war die UAE reduziert (p < 0,001),

und zwar unter Valsartan um 42 % (–24,2 μg/min; 95 %-KI: –40,4 bis –19,1) und um etwa 3 % (–1,7

μg/min; 95 %-KI: –5,6 bis 14,9) unter Amlodipin trotz ähnlicher Blutdrucksenkungsraten in beiden

Gruppen.

Die „Valsartan Reduction of Proteinuria“ (DROP)-Studie untersuchte im Weiteren die Wirksamkeit von

Valsartan im Hinblick auf die Senkung der UAE bei 391 hypertensiven Patienten (Blutdruck = 150/88

mmHg) bei Typ-2-Diabetes, Albuminurie (Mittelwert = 102 μg/min; 20 – 700 μg/min) und erhaltener

Nierenfunktion (mittleres Serum-Kreatinin = 80 μmol/l). Die Patienten wurden auf eine von 3 Dosen

von Valsartan randomisiert (160, 320 and 640 mg einmal täglich) und über 30 Wochen behandelt. Der

Zweck der Studie war die Ermittlung der optimalen Dosis Valsartan zur Senkung der UAE bei

hypertensiven Patienten mit Typ-2-Diabetes. Nach 30 Wochen war die prozentuale Veränderung der

UAE seit Studienbeginn unter Valsartan 160 mg signifikant um 36 % (95 %-KI: 22 bis 47 %) und um

44 % unter Valsartan 320 mg (95 %-KI: 31 bis 54 %) reduziert worden. Es wurde gefolgert, dass 160

bis 320 mg Valsartan eine klinisch relevante Senkung der UAE bei hypertensiven Patienten mit Typ-2-

Diabetes bewirkt.

Nach einem vor Kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Die „VALsartan In Acute myocardial iNfarcTion“ (VALIANT)-Studie war eine randomisierte,

kontrollierte, multinationale, doppelblinde Studie mit 14.703 Patienten nach akutem Myokardinfarkt

und Anzeichen, Symptomen oder radiologischen Hinweisen auf eine Herzinsuffizienz und/oder

Hinweisen auf eine links-ventrikuläre, systolische Dysfunktion (Ejektionsfraktion ≤ 40 %

[Radionukleotid-Ventrikulographie] bzw. ≤ 35 % [Echokardiographie oder ventrikuläre

Kontrastangiographie]). Innerhalb eines Zeitraums von 12 Stunden bis 10 Tagen nach dem Auftreten

der Symptome eines Myokardinfarkts wurden die Patienten auf eine der drei folgenden

Behandlungsgruppen randomisiert: Valsartan, Captopril oder die Kombination aus Valsartan und

Captopril. Die mittlere Behandlungsdauer betrug 2 Jahre. Der primäre Endpunkt war die Zeit bis zum

Auftreten der Gesamtmortalität.

Valsartan war in Bezug auf eine Reduktion der Gesamtmortalität nach einem Myokardinfarkt genauso

wirksam wie Captopril. Die Gesamtmortalität war in den drei Gruppen vergleichbar und betrug in der

Valsartan-Gruppe 19,9 %, in der Captopril-Gruppe 19,5 % und in der Valsartan-plus-Captopril-Gruppe

19,3 %. Die Kombination von Valsartan und Captopril erbrachte keinen weiteren Nutzen gegenüber

einer Behandlung mit Captopril alleine. Bei der Gesamtmortalität wurden, unabhängig von Alter,

Geschlecht, Rasse, Basistherapie und Grunderkrankung, keine Unterschiede zwischen Valsartan und

Captopril festgestellt. Valsartan verlängerte auch die Zeit bis zum Auftreten von bzw. verringerte die

kardiovaskuläre Mortalität, die Hospitalisierung wegen eines Herzversagens, das Auftreten eines

erneuten Myokardinfarktes, eines Herzstillstandes mit Reanimation und nicht tödlicher

Myokardinfarkte (sekundärer zusammengesetzter Endpunkt).

Das Sicherheitsprofil von Valsartan entsprach dem klinischen Verlauf der Patienten, die im Rahmen

eines kurz zuvor aufgetretenen Myokardinfarktes behandelt wurden. Im Hinblick auf die Nierenfunktion

wurde eine Verdopplung des Serumkreatinins bei 4,2 % der mit Valsartan behandelten Patienten, bei

4,8 % der mit Valsartan plus Captopril behandelten Patienten und bei 3,4 % der mit Captopril

behandelten Patienten festgestellt. Therapieabbrüche aufgrund unterschiedlicher

Nierenfunktionsstörungen traten bei 1,1 % der mit Valsartan behandelten Patienten, bei 1,3 % der mit

Valsartan plus Captopril behandelten Patienten und bei 0,8 % der mit Captopril behandelten Patienten

auf. Bei der Untersuchung von Patienten nach einem Myokardinfarkt sollte immer eine Beurteilung der

Nierenfunktion durchgeführt werden.

Es gab keine Unterschiede hinsichtlich Gesamt- oder kardiovaskulärer Mortalität und Morbidität, wenn

Betablocker zusammen mit der Kombination Valsartan plus Captopril oder mit Valsartan bzw.

Captopril alleine verabreicht wurden. Unabhängig von der Behandlung war die Mortalität in der

Gruppe von Patienten, die mit einem Betablocker behandelt wurden, geringer. Dies weist darauf hin,

dass die bekannten Vorteile einer Behandlung dieser Patienten mit Betablockern in der Studie

erhalten blieben.

Herzinsuffizienz (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Val-HeFT war eine randomisierte, kontrollierte, multinationale klinische Studie, in der die Wirkung von

Valsartan auf die Morbidität und Mortalität bei 5.010 Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen

II (62 %), III (36 %) und IV (2 %) sowie einer links-ventrikulären Auswurffraktion von < 40 % und einem

internen links-ventrikulären diastolischen Durchmesser (LVIDD) von > 2,9 cm/m

im Vergleich zu

Placebo untersucht wurde. Die Basistherapie beinhaltete ACE-Hemmer (93 %), Diuretika (86 %),

Digoxin (67 %) und Betablocker (36 %). Die mittlere Verweildauer der Patienten in der Studie betrug

nahezu 2 Jahre. Die mittlere Tagesdosis betrug in Val-HeFT 254 mg Valsartan. Die Studie hatte 2

primäre Endpunkte: „Tod unabhängig von der Ursache, zusammengefasst als Gesamtmortalität (Zeit

bis zum Tod)“ sowie „zusammengesetzter Endpunkt aus Mortalität und Morbidität wegen

Herzinsuffizienz (Zeit bis zum Auftreten des ersten Krankheitsereignisses)“, definiert als: Tod,

plötzlicher Tod mit Reanimation, Hospitalisierung wegen einer Herzinsuffizienz und intravenöse Gabe

von inotropen Substanzen oder Vasodilatatoren über mindestens 4 Stunden, ohne Hospitalisierung“.

Die Gesamtmortalität war in der Valsartan- (19,7 %) und Placebogruppe (19,4 %) vergleichbar (p =

NS). Der hauptsächliche Nutzen bestand in einer Reduktion des Risikos (13,9 % vs. 18,5 %) der

ersten Hospitalisierung aufgrund einer Herzinsuffizienz um 27,5 % (95 %-KI: 17 bis 37 %). Bei

Patienten, die mit einer Dreifachkombination, bestehend aus ACE-Hemmer, Betablocker und

Valsartan, behandelt wurden, wurden Ergebnisse beobachtet, die Placebo zu begünstigen schienen

(die zusammengesetzte Mortalität und Morbidität betrug 21,9 % in der Placebo- versus 25,4 % in der

Valsartan-Gruppe).

In einer Untergruppe von Patienten, die keinen ACE-Hemmer erhielten (n = 366), war der Nutzen im

Hinblick auf die Morbidität am größten. In dieser Untergruppe wurde die Gesamtmortalität mit

Valsartan im Vergleich zu Placebo signifikant um 33 % reduziert (95 %-KI: –6 % bis 58 %) (17,3 %

Valsartan vs. 27,1 % Placebo) und das zusammengesetzte Mortalitäts- und Morbiditätsrisiko wurde

signifikant um 44 % reduziert (24,9 % Valsartan vs. 42,5 % Placebo).

Bei Patienten, die einen ACE-Hemmer ohne einen Betablocker erhielten, war die Gesamtmortalität in

der Valsartan- (21,8 %) und der Placebo-Gruppe (22,5 %) ähnlich (p = NS). Das zusammengesetzte

Mortalitäts- und Morbiditätsrisiko war unter Valsartan gegenüber Placebo (31,0 % versus 36,3 %)

signifikant um 18,3 % (95 %-KI: 8 % bis 28 %) reduziert.

In der Gesamtpopulation der Val-HeFT-Studie zeigten die mit Valsartan behandelten Patienten im

Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung hinsichtlich der NYHA-Klasse und der

Krankheitszeichen und Symptome der Herzinsuffizienz wie Atemnot, Müdigkeit, Ödeme und

Rasselgeräusche. Auch die Lebensqualität der Patienten unter Valsartan hatte sich nach einer

Erhebung mit dem „Minnesota Living with Heart Failure Quality of Life Score“ seit Studienbeginn bis

zum Erreichen des Endpunktes im Vergleich zu Placebo verbessert. Die Auswurffraktion hatte sich bei

den mit Valsartan behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo seit Studienbeginn bis zum

Erreichen des Endpunktes signifikant erhöht und der innere links-ventrikuläre diastolische

Durchmesser wurde signifikant reduziert.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone and

in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans Affairs

Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar. Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig

angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal Disease

Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer Standardtherapie

mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer Erkrankung einen

Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig

beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe

numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere

schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Pädiatrische Patienten

Hypertonie

Die antihypertensive Wirkung von Valsartan wurde in vier randomisierten, doppelblinden klinischen

Studien an 561 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 18 Jahren und 165 pädiatrischen Patienten

im Alter von 1 bis 6 Jahren untersucht. Nierenerkrankungen und Erkrankungen der ableitenden

Harnwege sowie Adipositas waren die häufigsten Grunderkrankungen, die möglicherweise zur

Hypertonie der Kinder, die in diese Studien eingeschlossen wurden, beigetragen haben.

Klinische Erfahrung bei Kindern im Alter von 6 Jahren oder älter

In einer klinischen Studie, in die 261 hypertensive pädiatrische Patienten von 6 bis 16 Jahren

eingeschlossen wurden, erhielten Patienten mit < 35 kg Körpergewicht täglich Valsartan-Tabletten mit

10, 40 oder 80 mg (niedrige, mittlere und hohe Dosen) und Patienten mit ≥ 35 kg Körpergewicht

täglich Valsartan-Tabletten mit 20, 80 und 160 mg (niedrige, mittlere und hohe Dosen). Nach

2 Wochen senkte Valsartan sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck

dosisabhängig. Insgesamt reduzierten die drei Dosislevel (niedrig, mittel und hoch) den systolischen

Blutdruck signifikant um 8, 10 bzw. 12 mmHg gegenüber dem Ausgangswert. Die Patienten wurden

erneut randomisiert, um entweder weiterhin die gleiche Dosis Valsartan zu erhalten oder auf Placebo

zu wechseln. Bei den Patienten, die weiterhin die mittleren und hohen Dosen Valsartan erhielten, war

der systolische Blutdruck im „trough“ -4 und -7 mmHg niedriger als bei den Patienten unter Placebo.

Bei den Patienten, die die niedrige Dosis Valsartan erhielten, war der systolische Blutdruck im „trough“

vergleichbar mit dem der Patienten unter Placebo. Insgesamt war die antihypertensive Wirkung von

Valsartan über alle demographischen Subgruppen konsistent.

In einer anderen klinischen Studie, in die 300 hypertensive pädiatrische Patienten im Alter von 6 bis

18 Jahren eingeschlossen wurden, wurden die geeigneten Patienten auf Valsartan- oder Enalapril-

Tabletten über 12 Wochen randomisiert. Kinder mit einem Körpergewicht zwischen ≥ 18 kg und <

35 kg erhielten 80 mg Valsartan oder 10 mg Enalapril, Kinder zwischen ≥ 35 kg und < 80 kg

Körpergewicht erhielten 160 mg Valsartan oder 20 mg Enalapril und Kinder ≥ 80 kg erhielten 320 mg

Valsartan oder 40 mg Enalapril. Die Senkungen des systolischen Blutdrucks bei den Patienten unter

Valsartan (15 mmHg) und Enalapril (14 mmHg) waren vergleichbar (Nicht-Unterlegenheits-p-Wert: <

0,0001). Konsistente Ergebnisse wurden für den diastolischen Blutdruck mit Senkungen von

9,1 mmHg und 8,5 mmHg unter Valsartan bzw. Enalapril beobachtet.

In einer dritten, offenen klinischen Studie, an der 150 pädiatrische Hypertoniker im Alter von 6 bis

17 Jahren teilnahmen, erhielten geeignete Patienten (systolischer BD ≥ 95. Perzentile bezüglich Alter,

Geschlecht und Körpergröße) zur Beurteilung der Sicherheit und Verträglichkeit 18 Monate lang

Valsartan. Von den 150 an dieser Studie teilnehmenden Patienten erhielten 41 Patienten ebenfalls

gleichzeitig Antihypertensiva. Anfangs- und Erhaltungsdosen wurden den Patienten auf Grundlage

ihres Körpergewichts verordnet. Patienten mit einem Körpergewicht von ≥ 18 bis < 35 kg, ≥ 35 bis

< 80 kg und ≥ 80 bis < 160 kg erhielten 40 mg, 80 mg bzw. 160 mg, und die Dosen wurden nach einer

Woche auf 80 mg, 160 mg bzw. 320 mg auftitriert. Eine Hälfte der aufgenommenen Patienten (50,0 %,

n = 75) hatte eine CKD, wobei 29,3 % (44) der Patienten eine CKD im Stadium 2 (GFR:

60-89 ml/min/1,73m

) oder Stadium 3 (GFR: 30-59 ml/min/1,73m

) aufwiesen. Die mittleren

Senkungen des systolischen Blutdrucks betrugen 14,9 mmHg bei allen Patienten (Ausgangswert:

133,5 mmHg), 18,4 mmHg bei Patienten mit CKD (Ausgangswert: 131,9 mmHg) und 11,5 mmHg bei

Patienten ohne CKD (Ausgangswert: 135,1 mmHg). Der Anteil der Patienten, die eine Kontrolle ihres

Blutdrucks insgesamt erreichten (sowohl systolischer als auch diastolischer BD < 95. Perzentile), war

in der CKD-Gruppe geringfügig höher (79,5 %) als in der Gruppe ohne CKD (72,2 %).

Klinische Erfahrung bei Kindern unter 6 Jahren

Zwei klinische Studien mit 90 bzw. 75 Patienten wurden an Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren

durchgeführt. Kinder unter 1 Jahr wurden nicht in diese Studien eingeschlossen. In der ersten Studie

wurde die Wirksamkeit von Valsartan im Vergleich zu Placebo nachgewiesen, jedoch konnte keine

Dosis-Wirkungsbeziehung gezeigt werden. In der zweiten Studie waren höhere Dosen Valsartan

verbunden mit einer größeren Blutdrucksenkung, aber der Trend der Dosis-Wirkungsbeziehung

erreichte keine statistische Signifikanz. Auch der Unterschied der Behandlung im Vergleich zu

Placebo war nicht signifikant. Aufgrund dieser Inkonsistenzen wird Valsartan für diese Altersgruppe

nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.8).

Die Europäische Arzneimittelagentur hat darauf verzichtet, dass Studienergebnisse mit Valsartan in

allen Untergruppen von pädiatrischen Patienten bei Herzinsuffizienz und Herzinsuffizienz nach einem

Myokardinfarkt vorgelegt werden müssen. Für Informationen zur Anwendung bei Kindern siehe

Abschnitt 4.2.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Einnahme von Valsartan alleine werden die Spitzenkonzentrationen von Valsartan im

Plasma bei den Tabletten in 2 – 4 Stunden und bei der Lösung in 1 – 2 Stunden erreicht. Die mittlere

absolute Bioverfügbarkeit beträgt 23 % bei den Tabletten bzw. 39 % bei der Lösung. Durch die

Einnahme während einer Mahlzeit werden die Exposition gegenüber Valsartan (gemessen anhand der

Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve = AUC) um etwa 40 % und die

Spitzenplasmakonzentration (C

) um etwa 50 % verringert. Allerdings sind die

Plasmakonzentrationen ab der 8. Stunde nach Einnahme von Valsartan nüchtern oder mit einer

Mahlzeit vergleichbar. Die Verringerung der AUC scheint jedoch keine klinisch relevante

Verminderung der therapeutischen Wirkung zu bewirken, und daher kann Valsartan entweder mit oder

ohne Mahlzeit eingenommen werden.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen im Steady-State von Valsartan nach intravenöser Verabreichung beträgt

etwa 17 Liter, was darauf hindeutet, dass sich Valsartan im Gewebe nicht ausgiebig verteilt. Valsartan

wird stark an Serumproteine (94 – 97 %), vor allem an Albumin, gebunden.

Biotransformation

Valsartan wird nicht in hohem Maße einer Biotransformation unterzogen, da sich nur etwa 20 % der

Dosis als Metaboliten wiederfinden. Ein Hydroxy-Metabolit wurde im Plasma in niedrigen

Konzentrationen identifiziert (weniger als 10 % der AUC von Valsartan). Dieser Metabolit ist

pharmakologisch inaktiv.

Elimination

Valsartan zeigt eine multiexponentielle Abbaukinetik (t

½α

< 1 h und t

½β

etwa 9 h). (Valsartan wird

primär biliär mit den Fäzes (etwa 83 % der Dosis) und renal über den Urin (etwa 13 % der Dosis),

vorwiegend in unveränderter Form, ausgeschieden. Nach intravenöser Verabreichung beträgt die

Plasma-Clearance von Valsartan ungefähr 2 l/h und die renale Clearance 0,62 l/h (etwa 30 % der

Gesamtclearance). Die Halbwertszeit von Valsartan beträgt 6 Stunden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz (nur 40 mg, 80 mg und 160 mg)

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist sowohl die durchschnittliche Zeit bis zum Erreichen des

maximalen Plasmaspiegels als auch die Eliminationshalbwertszeit von Valsartan ähnlich wie bei

gesunden Probanden. Die AUC- und C

-Werte von Valsartan nehmen über den klinischen

Dosisbereich (40 mg bis 160 mg zweimal täglich) nahezu proportional mit steigender Dosis zu. Der

durchschnittliche Akkumulationsfaktor beträgt ca. 1,7. Die scheinbare Clearance von Valsartan beträgt

nach oraler Gabe ca. 4,5 l/h. Das Lebensalter hat keinen Einfluss auf die scheinbare Clearance bei

Patienten mit Herzinsuffizienz.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten

Im Vergleich zu jüngeren war bei älteren Patienten eine etwas höhere systemische Verfügbarkeit von

Valsartan zu beobachten, was sich jedoch als klinisch nicht relevant erwies.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Wie bei einer Substanz mit einer renalen Ausscheidung von nur 30 % der Gesamtelimination aus dem

Plasma zu erwarten, wurde keine Korrelation zwischen der Nierenfunktion und der systemischen

Verfügbarkeit von Valsartan festgestellt. Folglich ist bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung

(Kreatinin-Clearance > 10 ml/min) keine Dosisanpassung erforderlich. Für Patienten mit einer

schweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) bzw. unter Dialyse liegen keine

Erfahrungen zur sicheren Anwendung vor. Daher ist für die Anwendung von Valsartan bei diesen

Patienten Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Valsartan ist stark an Plasmaproteine

gebunden. Eine Elimination durch Dialyse ist daher nicht zu erwarten.

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Etwa 70 % der aufgenommenen Dosis wird über die Galle ausgeschieden, im Wesentlichen in

unveränderter Form. Valsartan wird keiner nennenswerten Biotransformation unterzogen. Eine

Verdoppelung der Exposition (AUC) wurde bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer

Leberfunktionseinschränkung im Vergleich zu gesunden Probanden beobachtet. Es wurde jedoch

keine Korrelation zwischen den Valsartan-Konzentrationen im Blut und dem Ausmaß von

Leberfunktionsstörungen beobachtet. Valsartan wurde bei Patienten mit schwerer hepatischer

Dysfunktion nicht untersucht (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 4.4).

Pädiatrische Patienten

In einer Studie an 26 hypertensiven pädiatrischen Patienten (im Alter von 1 bis 16 Jahren), in der eine

Einzeldosis einer Valsartan-Suspension gegeben wurde (Mittelwert: 0,9 bis 2 mg/kg bei einer

Maximaldosis von 80 mg), war die Clearance (l/h/kg) von Valsartan über den gesamten Altersbereich

von 1 bis 16 Jahren vergleichbar und ähnlich der von Erwachsenen, die die gleiche Formulierung

erhalten haben.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Die Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und

pädiatrischen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen, wurde nicht untersucht. Daher

wird Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen. Für pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance > 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Nierenfunktion und der

Kaliumspiegel sollten engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zu Sicherheitspharmakologie, chronischer Toxizität,

Genotoxizität und Kanzerogenität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den

Menschen erkennen.

Bei Ratten führten für das Muttertier toxische Dosen (600 mg/kg/Tag) während der letzten Tage der

Tragzeit und der Säugeperiode zu einem geringeren Überleben, einer geringeren Gewichtszunahme

und einer verzögerten Entwicklung (Ohrmuschelentwicklung und Hörkanalöffnung) bei den Jungtieren

(siehe Abschnitt 4.6).

Diese bei Ratten verabreichten Dosen (600 mg/kg/Tag) sind in etwa 18-mal so hoch wie die für die

Anwendung beim Menschen auf mg/m

-Basis empfohlenen Höchstdosen (Berechnungen gehen von

einer oralen Dosis von 320 mg/Tag und einem 60 kg schweren Patienten aus).

In präklinischen Sicherheitsstudien verursachten hohe Dosen (200 bis 600 mg/kg Körpergewicht) bei

Ratten eine Reduzierung des roten Blutzellbildes (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit) und

Veränderungen in der renalen Hämodynamik (leichte Erhöhung von Plasmaharnstoff, tubuläre

Hyperplasie und Basophilie bei männlichen Tieren). Diese bei Ratten verabreichten Dosen (200 bis

600 mg/kg/Tag) sind in etwa 6- bis 18-mal so hoch wie die für die Anwendung beim Menschen auf

mg/m

-Basis empfohlenen Höchstdosen (Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320

mg/Tag und einem 60 kg schweren Patienten aus).

Bei Marmosetten wurden bei ähnlichen Dosen gleichartige, aber ausgeprägtere Veränderungen

insbesondere in der Niere beobachtet. Es entwickelten sich Nephropathien mit Anstieg von Harnstoff

und Kreatinin.

Eine Hypertrophie der renalen juxtaglomerulären Zellen wurde in beiden Spezies beobachtet. Alle

Veränderungen, insbesondere die bei Marmosetten, sind auf die pharmakologische Wirkung einer

verlängerten Hypotonie zurückzuführen. Für die Anwendung von therapeutischen Dosen bei

Menschen scheint die Hypertrophie von renalen juxtaglomerulären Zellen keine Bedeutung zu haben.

Pädiatrische Population

Die tägliche orale Gabe von Valsartan an neonatale/juvenile Ratten (postnatal von Tag 7 bis Tag 70)

in niedrigen Dosen von 1 mg/kg/Tag (etwa 10-35 % der bei Kindern maximal empfohlenen Dosis von

4 mg/kg/Tag auf Basis der systemischen Exposition) führte zu persistentem, irreversiblem

Nierenschaden. Diese Auswirkungen stellen eine erwartete überschießende pharmakologische

Wirkung von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Blockern vom Typ 1 dar; diese Effekte werden

beobachtet, wenn Ratten während der ersten 13 Lebenstage behandelt werden. Dieser Zeitraum

entspricht 36 Schwangerschaftswochen beim Menschen und kann sich gelegentlich auf bis zu

44 Wochen nach Empfängnis beim Menschen verlängern. Die Ratten in der juvenilen Valsartan-

Studie wurden bis zum Tag 70 behandelt und Auswirkungen auf die renale Reifung (4-6 Wochen

postnatal) können nicht ausgeschlossen werden. Beim Menschen ist die funktionale renale Reifung

ein laufender Prozess während des ersten Lebensjahres. Folglich kann eine klinische Relevanz für

Kinder < 1 Jahr nicht ausgeschlossen werden, während die präklinischen Daten nicht auf

Sicherheitsprobleme für Kinder, die älter als 1 Jahr sind, hindeuten.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Croscarmellose-Natrium

Povidon K29 – K32

Talkum

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Filmüberzug:

Polyvinylalkohol

Macrogol 3350

Talkum

(3-sn-Phosphatidyl)cholin (aus Sojabohnen) (E 322)

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Valsartan Puren 80 mg/ - 160 mg Filmtabletten zusätzlich:

Eisen(III)-oxid (E172)

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten zusätzlich:

Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110)

Eisen(II,III)-oxid (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Valsartan Puren 40 mg/ - 80 mg/ - 160 mg Filmtabletten:

3 Jahre

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten:

4 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

PVC/PE/PVDC-Alu-Blisterpackung: Nicht über 30 ºC lagern.

PE-Tablettenbehältnis: Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Valsartan Puren 40 mg Filmtabletten:

PVC/PE/PVDC-Alu-Blisterpackung: Packungsgrößen mit 14 und 28 (N1) Filmtabletten.

Valsartan Puren 80 mg Filmtabletten/Valsartan Puren 160 mg Filmtabletten:

PVC/PE/PVDC-Alu-Blisterpackung: Packungsgrößen mit 28 (N1), 56 (N2) und 98 (N3) Filmtabletten.

PE-Tablettenbehältnis: Packungsgröße mit 98 Filmtabletten.

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten:

PVC/PE/PVDC-Alu-Blisterpackung: Packungsgröße mit 28 (N1), 56 (N2) und 98 (N3) Filmtabletten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

PUREN Pharma GmbH & Co. KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089/558909 - 0

Telefax: 089/558909 - 240

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

40 mg: 72118.00.00

80 mg: 72119.00.00

160 mg: 72120.00.00

320 mg: 86230.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNGEN

Valsartan Puren 40 mg/ - 80 mg/ - 160 mg Filmtabletten:

Datum der Erteilung der Zulassungen:

09. September 2008

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen:

19. September 2013

Valsartan Puren 320 mg Filmtabletten:

Datum der Erteilung der Zulassung:

31. Juli 2012

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:

17. Mai 2016

10.

STAND DER INFORMATION

Dezember 2017

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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