Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Valsartan, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
PUREN Pharma GmbH & Co. KG
ATC-Code:
C09DA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Valsartan, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Valsartan 80.mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
74838.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten

Valsartan/Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Valsartan-comp PUREN und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Valsartan-comp PUREN beachten?

Wie ist Valsartan-comp PUREN einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Valsartan-comp PUREN aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Valsartan-comp PUREN und wofür wird es angewendet?

Valsartan-comp PUREN enthält zwei Wirkstoffe: Valsartan und Hydrochlorothiazid. Beide

Substanzen helfen, einen hohen Blutdruck (Hypertonie) zu kontrollieren.

Valsartan gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als „Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten“ bekannt sind und helfen, einen hohen Blutdruck zu kontrollieren. Angiotensin II

ist eine körpereigene Substanz, welche die Blutgefäße verengt und damit bewirkt, dass Ihr

Blutdruck ansteigt. Valsartan wirkt durch eine Blockade der Wirkung von Angiotensin II.

Dadurch werden die Blutgefäße erweitert und der Blutdruck gesenkt.

Hydrochlorothiazid gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Thiazid-Diuretika

bezeichnet werden (auch bekannt als „Wassertabletten“ oder harntreibende Mittel).

Hydrochlorothiazid vergrößert die ausgeschiedene Urinmenge, wodurch ebenfalls der

Blutdruck sinkt.

Valsartan-comp PUREN wird zur Behandlung des hohen Blutdrucks angewendet, wenn dieser durch

eine einzelne Substanz nicht ausreichend kontrolliert werden konnte.

Ein hoher Blutdruck vergrößert die Belastung für Herz und Arterien. Unbehandelt kann dies die

Blutgefäße von Gehirn, Herz und Nieren schädigen. Dies kann zu Schlaganfall, Herz- oder

Nierenversagen führen. Ein hoher Blutdruck erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Die Senkung

Ihres Blutdrucks auf Normalwerte verringert das Risiko, eine dieser Erkrankungen zu erleiden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Valsartan-comp PUREN beachten?

Valsartan-comp PUREN darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Valsartan oder Hydrochlorothiazid, Soja, Erdnuss oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind.

(Es wird empfohlen, Valsartan-comp PUREN auch in der frühen Phase der Schwangerschaft

nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung, Zerstörung der kleinen Gallengänge innerhalb

der Leber (biliäre Zirrhose) leiden, die zu einem Rückstau von Galle in der Leber führen

können (Cholestase).

wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben.

wenn Sie kein Wasser lassen können (Anurie).

wenn Sie mittels künstlicher Niere (Dialyse) behandelt werden.

wenn trotz Behandlung Ihre Kalium- oder Natriumwerte im Blut zu niedrig und/oder Ihre

Calciumwerte im Blut zu hoch sind.

wenn Sie an Gicht leiden.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Wenn irgendeiner dieser Punkte auf Sie zutrifft, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht

einnehmen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Valsartan-comp PUREN einnehmen:

wenn Sie kaliumsparende Arzneimittel, Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel oder

sonstige Arzneimittel (z. B. Heparin) anwenden, die die Menge an Kalium in Ihrem Blut

erhöhen. Es kann dann für Ihren Arzt notwendig sein, die Kaliumwerte in Ihrem Blut

regelmäßig zu kontrollieren.

wenn der Kaliumspiegel in Ihrem Blut niedrig ist.

wenn Sie an Durchfall oder schwerem Erbrechen leiden.

wenn Sie harntreibende Mittel (Diuretika) in hoher Dosierung einnehmen.

wenn Sie eine schwere Herzkrankheit haben.

wenn Sie an Herzinsuffizienz leiden oder einen Herzinfarkt erlitten haben. Folgen Sie genau

der Anweisung Ihres Arztes bezüglich der Anfangsdosis. Ihr Arzt kann auch Ihre Nierenfunktion

überprüfen.

wenn Sie an einer Verengung der Nierenarterie leiden.

wenn Sie vor Kurzem eine Nierentransplantation hatten.

wenn Sie an Hyperaldosteronismus leiden. Das ist eine Krankheit, bei der die Nebennieren zu

große Mengen des Hormons Aldosteron produzieren. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, wird die

Anwendung von Valsartan-comp PUREN nicht empfohlen.

wenn Sie eine Leber- oder Nierenerkrankung haben.

wenn Sie jemals während der Einnahme weiterer Arzneimittel (einschließlich eines ACE-

Hemmers) ein Anschwellen von Zunge und Gesicht hatten, hervorgerufen durch eine als

Angioödem bezeichnete allergische Reaktion, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Wenn diese

Symptome während der Einnahme von Valsartan-comp PUREN auftreten, brechen Sie die

Einnahme von Valsartan-comp PUREN sofort ab und nehmen Sie es nie mehr ein. Siehe auch

Abschnitt 4.

wenn Sie Fieber, Hautausschlag und Gelenkschmerzen haben. Diese Beschwerden können

Zeichen einer Autoimmunkrankheit sein, die als systemischer Lupus erythematodes (SLE)

bezeichnet wird.

wenn Sie Diabetiker sind, Ihre Cholesterin- oder Triglyceridwerte im Blut hoch sind.

wenn bei Ihnen in der Vergangenheit nach Anwendung anderer Blutdrucksenker aus der

Klasse der Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten allergische Reaktionen aufgetreten sind oder

wenn Sie an Allergien oder an Asthma leiden.

wenn Sie eine Verringerung des Sehvermögens oder Augenschmerzen bemerken. Es könnte

sich dabei um Symptome eines Druckanstiegs in Ihrem Auge handeln, die innerhalb von

Stunden bis zu einer Woche nach der Einnahme von Valsartan-comp PUREN auftreten

können. Dies kann unbehandelt zu einem dauerhaften Verlust des Sehvermögens führen.

Wenn Sie vorher eine Penicillin- oder Sulfonamidallergie hatten, können Sie ein höheres Risiko

besitzen dies zu entwickeln.

da es die Empfindlichkeit der Haut gegenüber dem Sonnenlicht erhöhen kann.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Valsartan-comp PUREN darf nicht eingenommen werden“.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Die Einnahme von Valsartan-comp PUREN in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen, und Valsartan-comp PUREN darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Valsartan-comp PUREN in diesem Stadium zu

schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft

und Stillzeit“).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Valsartan-comp PUREN bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird

nicht empfohlen.

Einnahme von Valsartan-comp PUREN zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Der Behandlungserfolg kann beeinflusst werden, wenn Valsartan-comp PUREN zusammen mit

bestimmten anderen Arzneimitteln angewendet wird. Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung

anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen oder in einigen Fällen ist die Anwendung

eines Arzneimittels zu beenden. Dies trifft vor allem für die folgenden Arzneimittel zu:

Lithium, ein Arzneimittel zur Behandlung einiger psychischer Erkrankungen.

Arzneimittel oder Substanzen, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können. Dazu

zählen Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende Arzneimittel und

Heparin.

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erniedrigen können (Hypokaliämie), wie z. B.

Diuretika („Entwässerungstabletten“), Kortikosteroide (z. B. Prednisolon), Abführmittel (z. B.

Rizinusöl), ACTH (ein Hormon), Carbenoxolon (zur Behandlung von Geschwüren im Mund),

Amphotericin (ein Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen), Penicillin G (ein Antibiotikum),

Salicylsäure und dessen Derivate.

einige Antibiotika (Rifamycin-Gruppe), ein Arzneimittel, das zum Schutz vor

Transplantatabstoßung angewendet wird (Ciclosporin), oder ein antiretrovirales Arzneimittel,

das zur Behandlung von HIV/AIDS eingesetzt wird (Ritonavir). Diese Arzneimittel können den

Effekt von Valsartan-comp PUREN erhöhen.

Arzneimittel, die „Torsade de pointes“ (unregelmäßiger Herzschlag) auslösen können, wie

Antiarrhythmika (Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen) und einige Antipsychotika.

Arzneimittel, die den Natriumgehalt in Ihrem Blut erniedrigen können, wie z. B. Antidepressiva,

Antipsychotika, Antiepileptika.

Arzneimittel zur Behandlung der Gicht wie Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon.

therapeutische Vitamin-D- und Calcium-Präparate.

Arzneimittel zur Behandlung des Diabetes (Arzneimittel zum Einnehmen wie Metformin oder

Insuline).

andere Arzneimittel zur Senkung Ihres Blutdrucks einschließlich Methyldopa, ACE-Hemmer

(wie z. B. Enalapril, Lisinopril) oder Aliskiren (siehe auch Abschnitte „Valsartan-comp PUREN

darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Arzneimittel zur Erhöhung Ihres Blutdrucks, wie z. B. Noradrenalin oder Adrenalin.

Digoxin oder andere Digitalis-Glykoside (Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen).

Arzneimittel, die den Blutzucker-Spiegel anheben können, wie z. B. Diazoxid oder Beta-

Blocker.

zytotoxische Arzneimittel (Arzneimittel zur Krebsbehandlung), wie z. B. Methotrexat oder

Cyclophosphamid.

Arzneimittel gegen Schmerzen und zur Behandlung einer Gelenkentzündung (Arthritis) wie

nicht-steroidale entzündungshemmende Wirkstoffe (NSAR), einschließlich selektiven

Cyclooxygenase-2-Hemmern (COX-2-Hemmer) und Acetylsalicylsäure > 3 g.

muskelentspannende Arzneimittel, wie z. B. Tubocurarin.

Anticholinergika (Arzneimittel zur Behandlung einer Reihe von Erkrankungen wie Magen-

Darm-Krämpfe, Spasmus der Harnblase, Asthma, Reisekrankheit, Muskelkrämpfe, Parkinson-

Krankheit und als Mittel in der Anästhesie), wie z. B. Atropin oder Biperiden.

Amantadin (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit sowie zur Behandlung oder

Vermeidung bestimmter durch Viren verursachter Krankheiten).

Colestyramin und Colestipol (Arzneimittel primär zur Senkung hoher Blutfettwerte).

Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Verhinderung einer Abstoßungsreaktion nach

Organtransplantation.

Alkohol, Schlaftabletten und Anästhetika (Arzneimittel mit einem schlaffördernden oder

schmerzstillenden Effekt, die z. B. bei einem chirurgischen Eingriff angewendet werden).

jodhaltige Kontrastmittel (Substanzen für bildgebende Untersuchungen).

Einnahme von Valsartan-comp PUREN zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Sie können Valsartan-comp PUREN mit oder ohne Nahrung einnehmen.

Vermeiden Sie Alkohol, bis Sie mit Ihrem Arzt darüber gesprochen haben. Alkohol kann Ihren

Blutdruck zusätzlich senken und/oder das Risiko für Schwindel und Ohnmachtsanfälle erhöhen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Valsartan-comp PUREN vor einer Schwangerschaft bzw.

sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

empfehlen. Die Anwendung von Valsartan-comp PUREN in der frühen Schwangerschaft wird nicht

empfohlen und Valsartan-comp PUREN darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Valsartan-comp PUREN in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Valsartan-comp

PUREN wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere

Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Bevor Sie ein Fahrzeug, Werkzeuge oder eine Maschine bedienen oder eine andere Tätigkeit

ausüben, die Konzentration erfordert, sollten Sie vorher wissen, wie Sie auf Valsartan-comp PUREN

reagieren. Wie viele andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks kann Valsartan-comp

PUREN in seltenen Fällen Schwindel verursachen und die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen.

Valsartan-comp PUREN enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Valsartan-comp PUREN daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Valsartan-comp PUREN enthält Soja

Wenn Sie allergisch gegen Erdnuss oder Soja sind, sollten Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

3.

Wie ist Valsartan-comp PUREN einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein, um das beste

Behandlungsergebnis zu erzielen und das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Personen mit hohem Blutdruck bemerken oft keine Anzeichen davon. Viele können sich völlig gesund

fühlen. Das macht es umso wichtiger, dass Sie die Termine bei Ihrem Arzt einhalten, auch wenn Sie

sich wohl fühlen.

Ihr Arzt wird Ihnen genau sagen, wie viele Tabletten Valsartan-comp PUREN Sie einnehmen

müssen. Abhängig von der Wirkung der Behandlung, kann Ihr Arzt eine höhere oder eine niedrigere

Dosis verordnen.

Die empfohlene Dosis von Valsartan-comp PUREN beträgt 1 Tablette pro Tag.

Ändern Sie die Dosis nicht und beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit

Ihrem Arzt.

Das Arzneimittel sollte jeden Tag zur selben Zeit, üblicherweise morgens, eingenommen

werden.

Sie können Valsartan-comp PUREN mit oder ohne Nahrung einnehmen.

Schlucken Sie die Tablette mit einem Glas Wasser.

Wenn Sie eine größere Menge von Valsartan-comp PUREN eingenommen haben, als Sie

sollten

Falls es zum Auftreten von starkem Schwindel kommt und/oder Sie das Gefühl haben, ohnmächtig zu

werden, legen Sie sich hin und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, nehmen Sie unverzüglich Kontakt

mit Ihrem Arzt, Apotheker oder einem Krankenhaus auf.

Wenn Sie die Einnahme von Valsartan-comp PUREN vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es

jedoch schon fast Zeit ist, die nächste Dosis zu nehmen, lassen Sie die vergessene Dosis aus.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Valsartan-comp PUREN abbrechen

Das Abbrechen der Behandlung mit Valsartan-comp PUREN kann dazu führen, dass sich Ihr

Blutdruck verschlechtert. Beenden Sie die Behandlung nicht, es sei denn, Ihr Arzt sagt Ihnen, dass

Sie die Behandlung beenden sollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und bedürfen einer unverzüglichen

medizinischen Aufmerksamkeit:

Sie sollten unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie Anzeichen eines Angioödems bemerken,

wie:

Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen,

Schwierigkeiten beim Schlucken,

Nesselsucht und Schwierigkeiten beim Atmen.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome an sich bemerken, brechen Sie die Einnahme

von Valsartan-comp PUREN ab und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf (siehe auch

Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Andere Nebenwirkungen:

Gelegentlich (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Husten,

Niedriger Blutdruck,

Benommenheit,

Austrocknung (mit Anzeichen wie Durst, trockener Mund und Zunge, unregelmäßiges

Wasserlassen, dunkel gefärbter Urin, trockene Haut),

Muskelschmerzen,

Müdigkeit,

Kribbeln oder Taubheitsgefühl,

Verschwommenes Sehen,

Ohrgeräusche (z. B. Rauschen, Summen).

Sehr selten (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Schwindel,

Durchfall,

Gelenkschmerzen.

Nicht bekannt (Die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Schwierigkeiten beim Atmen,

Stark herabgesetzte Urinmenge,

Niedriger Natrium-Spiegel im Blut (der in schweren Fällen Müdigkeit, Verwirrung,

Muskelzuckungen und/oder Krämpfe hervorrufen kann),

Niedriger Kalium-Spiegel im Blut (manchmal mit Muskelschwäche, Muskelkrämpfen, anormale

Herzrhythmen),

Niedriger Spiegel an weißen Blutkörperchen (mit Symptomen wie Fieber, Hautinfektionen,

Halsschmerzen oder Geschwüren im Mund aufgrund Infektionen, Schwäche),

Erhöhter Bilirubin-Spiegel im Blut (dies kann in schweren Fällen eine Gelbfärbung von Haut

und Augen auslösen),

Erhöhter Spiegel von Harnstoff-Stickstoff und Kreatinin im Blut (dieser kann ein Hinweis auf

eine gestörte Nierenfunktion sein),

Erhöhter Harnsäure-Spiegel im Blut (dies kann in schweren Fällen eine Gicht auslösen),

Synkope (Ohnmachtsanfall).

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei Arzneimitteln, die Valsartan oder

Hydrochlorothiazid alleine enthalten, berichtet:

Valsartan

Gelegentlich (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Drehschwindel,

Bauchschmerzen.

Nicht bekannt (Die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Blasenbildung der Haut (Anzeichen einer bullösen Hautentzündung),

Hautausschlag mit oder ohne Juckreiz zusammen mit einem oder mehreren der folgenden

Anzeichen und Symptome: Fieber, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, geschwollene

Lymphknoten und/oder grippeähnliche Symptome,

Hautausschlag, purpurrote Flecken, Fieber, Juckreiz (Symptome einer Entzündung der

Blutgefäße),

Niedrige Anzahl an Blutplättchen (manchmal mit ungewöhnlichen Blutungen oder blauen

Flecken),

Hoher Kaliumspiegel im Blut (manchmal mit Muskelkrämpfen, ungewöhnlichem

Herzrhythmus),

Allergische Reaktionen (mit Symptomen wie Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht,

Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, Schwindel),

Schwellung, hauptsächlich des Gesichts und des Rachens, Hautausschlag, Juckreiz,

Erhöhung von Leberwerten,

Absinken des Hämoglobin-Spiegels und des prozentualen Anteils der roten Blutkörperchen im

Blut. Beides kann, in schweren Fällen, zu Blutarmut (Anämie) führen,

Nierenversagen,

Niedriger Natrium-Spiegel im Blut (der in schweren Fällen Müdigkeit, Verwirrung,

Muskelzuckungen und/oder Krämpfe hervorrufen kann).

Hydrochlorothiazid

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Niedriger Kaliumspiegel im Blut,

Erhöhung der Blutfettwerte.

Häufig (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Niedriger Natriumspiegel im Blut,

Niedriger Magnesiumspiegel im Blut,

Hoher Harnsäurespiegel im Blut,

Juckender Hautausschlag und andere Formen von Hautausschlag,

Verringerter Appetit,

Leichte Übelkeit und Erbrechen,

Schwindel, Ohnmachtsgefühl beim Aufstehen,

Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen oder aufrecht zu erhalten.

Selten (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Schwellung und Blasenbildung der Haut (wegen erhöhter Empfindlichkeit gegenüber dem

Sonnenlicht),

Hoher Calciumspiegel im Blut,

Hoher Blutzuckerspiegel,

Zucker im Urin,

Sich verschlechternde diabetische Stoffwechsellage,

Verstopfung, Durchfall, Unwohlsein im Magen-Darmbereich, Lebererkrankungen, die mit einer

Gelbfärbung von Haut und Augen einhergehen können,

Unregelmäßiger Herzschlag,

Kopfschmerzen,

Schlafstörungen,

Traurige Stimmung (Depression),

Niedrige Anzahl an Blutplättchen (manchmal mit Blutungen oder blauen Flecken unter der

Haut),

Schwindel,

Kribbeln und Taubheitsgefühl,

Sehstörungen.

Sehr selten (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Entzündung der Blutgefäße mit Symptomen wie Hautausschlag, purpurroten Flecken, Fieber

(Vaskulitis),

Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schwierigkeiten beim Atmen und Schlucken, Schwindel

(Überempfindlichkeitsreaktionen),

Schwere Hauterkrankung, die zu Hautausschlag, geröteter Haut, Blasenbildung auf Lippen,

Augen oder Mund, Abschuppen der Haut, Fieber führen kann (toxische epidermale Nekrolyse),

Ausschlag im Gesicht mit Gelenkschmerzen, Muskelbeschwerden, Fieber (Lupus

erythematodes),

Starke Schmerzen im Oberbauch (Pankreatitis),

Schwierigkeiten beim Atmen mit Fieber, Husten, Keuchen, Atemlosigkeit (Atemnot,

einschließlich Pneumonitis und Lungenödeme),

Fieber, Halsschmerzen, häufigere Infektionen (Agranulozytose),

Blasse Haut, Müdigkeit, Atemlosigkeit, dunkler Urin (hämolytische Anämie),

Fieber, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund aufgrund von Infektionen (Leukopenie),

Verwirrtheit, Müdigkeit, Muskelzuckungen und -krämpfe, schnelles Atmen (hypochlorämische

Alkalose),

fehlende oder erniedrigte Anzahl verschiedener Blutzellen.

Nicht bekannt (Die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Schwäche, blaue Flecken und häufige Infektionen (aplastische Anämie),

Stark herabgesetzte Urinmenge (mögliche Anzeichen von Nierenerkrankungen oder

Nierenversagen),

Verringertes Sehvermögen oder Augenschmerzen aufgrund eines erhöhten Drucks (mögliche

Anzeichen von akutem Engwinkelglaukom),

Hautausschlag, gerötete Haut, Blasenbildung auf Lippen, Augen oder Mund, Abschuppen der

Haut, Fieber (mögliche Anzeichen von Erythema multiforme),

Muskelkrämpfe,

Fieber (Pyrexie),

Schwäche (Asthenie).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Valsartan-comp PUREN aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung, dem Tablettenbehältnis und dem

Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Blisterpackung: Nicht über 30 °C lagern.

Verwenden Sie keine Packung, die Beschädigungen aufweist oder wenn Sie den Verdacht haben,

dass es sich um eine Produktfälschung handelt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Valsartan-comp PUREN enthält

Die Wirkstoffe sind Valsartan und Hydrochlorothiazid.

Jede Filmtablette enthält 80 mg Valsartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat,

Croscarmellose-Natrium, Povidon K29-32, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.),

hochdisperses Siliciumdioxid; Tablettenfilm: Polyvinylalkohol, Talkum, Titandioxid (E 171),

Macrogol 3350, (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322), Eisen(III)-oxid (E 172),

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172), Eisen(II,III)-oxid (E 172).

Wie Valsartan-comp PUREN aussieht und Inhalt der Packung

Rosa, ovale, bikonvexe Filmtabletten, 11 x 5,8 mm, mit der Prägung „V” auf einer Seite und „H” auf

der anderen.

Valsartan-comp PUREN ist in Blisterpackungen mit 28 (N1), 56 (N2) und 98 (N3) Filmtabletten sowie

in einem Tablettenbehältnis mit 98 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

PUREN Pharma GmbH & Co. KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089/558909 - 0

Telefax: 089/558909 - 240

Hersteller

Actavis Ltd.

BLB016 Bulebel Industrial Estate

Zejtun ZTN3000

Malta

Genericon Pharma GesmbH

Hafnerstrasse 211

A-8054 Graz

Österreich

Balkanpharma – Dupnitsa AD

3 Samokovsko Shosse Str.

Dupnitsa 2600

Bulgarien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2016.

Bulgarien:

Valtensin Plus

Deutschland:

Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten

Finnland:

Valsartan/Hydroklortiazid Actavis 80 mg/12,5 mg tabletti, kalvopäällysteinen

Island:

Valpress Comp

Malta:

Valsotens HCT

Norwegen:

Valsartan/Hydroklortiazid Actavis

Österreich:

Valsartan/HCT Actavis 80 mg/12,5 mg Filmtabletten

Polen:

Valsotens HCT

Portugal:

Valsartan + Hidroclorotiazida Aurovitas

Slowakei:

Valsartan HCT Actavis 80/12,5 mg

Slowenien:

Valsartan/hydroklorotiazid Actavis 80 mg/12.5 mg filmsko obložene tablete

Spanien:

VALSARTÁN/HCTZ AUROVITAS SPAIN 80/12,5 mg comprimidos

recubiertos con película EFG

Ungarn:

Valsotens HCT 80/12,5 mg tabletta

Zypern:

Valsotens HCT

Fachinformation

Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten

Valsartan-comp PUREN 160 mg/12,5 mg Filmtabletten

Valsartan-comp PUREN 160 mg/25 mg Filmtabletten

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten

Valsartan-comp PUREN 160 mg/12,5 mg Filmtabletten

Valsartan-comp PUREN 160 mg/25 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 80 mg Valsartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 29,72 mg Lactose-

Monohydrat und 0,25 mg (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322).

Valsartan-comp PUREN 160 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 160 mg Valsartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 71,94 mg Lactose-

Monohydrat, 0,50 mg (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322) und 0,56 mg Gelborange S,

Aluminiumsalz (E 110).

Valsartan-comp PUREN 160 mg/25 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 160 mg Valsartan und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 59,44 mg Lactose-

Monohydrat und 0,50 mg (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Rosa, ovale, bikonvexe Filmtabletten, 11 x 5,8 mm, mit der Prägung „V” auf einer Seite und „H” auf

der anderen.

Valsartan-comp PUREN 160 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Rote, ovale, bikonvexe Filmtabletten, 15 x 6 mm, mit der Prägung „V” auf einer Seite und „H” auf der

anderen.

Valsartan-comp PUREN 160 mg/25 mg Filmtabletten:

Orange, ovale, bikonvexe Filmtabletten, 15 x 6 mm, mit der Prägung „V” auf einer Seite und „H” auf

der anderen.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen.

Die fixe Kombination Valsartan-comp PUREN ist bei Patienten angezeigt, deren Blutdruck mit

Valsartan oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosierung beträgt 1 Filmtablette Valsartan-comp PUREN pro Tag. Eine

Dosiseinstellung mit den Einzelsubstanzen wird empfohlen. In jedem Fall sollte eine Titration zur

nächst höheren Dosis mit den Einzelsubstanzen erfolgen, um das Risiko einer Hypotonie bzw. von

anderen Nebenwirkungen zu verringern.

Wenn klinisch vertretbar, kann bei Patienten, deren Blutdruck unter einer Valsartan- oder

Hydrochlorothiazid-Monotherapie nicht ausreichend kontrolliert ist, eine direkte Umstellung von der

Monotherapie auf diese fixe Kombination in Erwägung gezogen werden, sofern die Empfehlung zur

Dosiserhöhung mit den Einzelsubstanzen befolgt wird.

Die klinische Wirkung von Valsartan-comp PUREN sollte nach Behandlungsbeginn überprüft werden.

Falls der Blutdruck nicht kontrolliert ist, kann die Dosis durch Erhöhung einer der beiden

Komponenten bis zu einer maximalen Dosis von 320 mg/25 mg erhöht werden.

Eine antihypertensive Wirkung wird im Wesentlichen innerhalb von 2 Wochen erreicht.

Bei den meisten Patienten werden maximale Effekte innerhalb von 4 Wochen erreicht. Bei einigen

Patienten kann jedoch eine Behandlung von 4 – 8 Wochen erforderlich sein. Dies sollte während der

Dosiseinstellung in Betracht gezogen werden.

Spezielle Patientengruppen

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz (Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) ≥

30 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Wegen des Hydrochlorothiazidanteils ist Valsartan-

comp PUREN bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen (GFR < 30 ml/min) und Anurie

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2). Die gleichzeitige Anwendung von Valsartan und

Aliskiren ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Diabetes mellitus

Die gleichzeitige Anwendung von Valsartan und Aliskiren ist bei Patienten mit Diabetes mellitus

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ohne Cholestase sollte die Dosis 80 mg

Valsartan pro Tag nicht übersteigen (siehe Abschnitt 4.4). Bei Patienten mit leichter bis

mittelschwerer Leberfunktionsstörung ist keine Anpassung der Hydrochlorothiazid-Dosis erforderlich.

Wegen des Valsartan-Anteils ist Valsartan-comp PUREN bei Patienten mit schweren

Leberfunktionsstörungen oder biliärer Zirrhose und Cholestase kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3,

4.4 und 5.2).

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Valsartan-comp PUREN wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren aufgrund des Fehlens von Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit.

Art der Anwendung

Valsartan-comp PUREN kann mit oder ohne eine Mahlzeit gegeben und sollte mit Wasser

eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Valsartan, Hydrochlorothiazid, andere von Sulfonamiden

abgeleitete Substanzen, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Schwere Leberinsuffizienz, biliäre Zirrhose und Cholestase.

Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min), Anurie.

Therapieresistente Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hyperkalzämie und symptomatische

Hyperurikämie.

Die gleichzeitige Anwendung von Valsartan-comp PUREN mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln

ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60

ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Änderungen der Serumelektrolyte

Valsartan

Die gleichzeitige Anwendung mit Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika, kaliumhaltigen

Salzersatzmitteln oder anderen Wirkstoffen, die die Kaliumspiegel erhöhen können (z. B. Heparin),

wird nicht empfohlen. Auf eine engmaschige Überwachung des Kaliumspiegels ist zu achten.

Hydrochlorothiazid

Während der Behandlung mit Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, wurden

Hypokaliämien beobachtet. Eine häufige Kontrolle der Serum-Kalium-Spiegel wird empfohlen.

Die Behandlung mit Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, kann mit dem Auftreten

einer Hyponatriämie und hypochlorämischer Alkalose verbunden sein. Thiazide, einschließlich

Hydrochlorothiazid, erhöhen die renale Ausscheidung von Magnesium; dies kann zu einer

Hypomagnesiämie führen. Die Ausscheidung von Calcium wird durch Thiazid-Diuretika vermindert;

dies kann zu Hyperkalzämie führen.

Wie bei allen Patienten, die eine Diuretikatherapie erhalten, wird in angemessenen Abständen eine

regelmäßige Kontrolle der Serumelektrolyte empfohlen.

Patienten mit Natrium- und/oder Volumenmangel

Bei Patienten, die Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, erhalten, sollte auf klinische

Anzeichen von Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt geachtet werden.

Bei Patienten mit schwerem Natriummangel und/oder Volumenmangel (z. B. bei hochdosierter Gabe

eines Diuretikums) kann in seltenen Fällen nach Beginn der Behandlung mit Valsartan-comp PUREN

eine symptomatische Hypotonie auftreten. Ein Natrium- und/oder Volumendefizit ist vor Beginn der

Behandlung mit Valsartan-comp PUREN auszugleichen.

Patienten mit schwerer, chronischer Herzinsuffizienz oder anderen Zuständen mit Stimulation des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Bei Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

abhängen kann (z. B. Patienten mit einer schweren Stauungsinsuffizienz des Herzens), wurde die

Behandlung mit ACE-Hemmern mit einer Oligurie und/oder progredient verlaufenden Azotämie in

Verbindung gebracht, in seltenen Fällen mit akutem Nierenversagen und/oder Tod. Die Bewertung

von Patienten mit Herzinsuffizienz oder nach einem Myokardinfarkt sollte immer eine Untersuchung

der Nierenfunktion beinhalten. Es liegen keine Therapieerfahrungen mit Valsartan-comp PUREN bei

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz vor.

Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass es auch unter Valsartan-comp PUREN infolge der

Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion

bei diesen Patienten kommen kann. Valsartan-comp PUREN sollte bei diesen Patienten nicht

angewendet werden.

Nierenarterienstenose

Valsartan-comp PUREN sollte bei Patienten mit einseitiger oder beidseitiger Nierenarterienstenose

oder Arterienstenose einer Einzelniere nicht zur Behandlung der Hypertonie angewendet werden,

weil sich die Blutharnstoff- und Serum-Kreatinin-Werte bei diesen Patienten erhöhen können.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sollten nicht mit Valsartan-comp PUREN behandelt

werden, da ihr Renin-Angiotensin-Aldosteron-System nicht aktiviert ist.

Aorten- und Mitralklappenstenose bzw. hypertrophe, obstruktive Kardiomyopathie

Wie bei allen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose bzw.

hypertropher, obstruktiver Kardiomyopathie besondere Vorsicht angebracht.

Nierenfunktionsstörungen

Bei einer GFR von ≥ 30 ml/min ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz keine Dosisanpassung

erforderlich (siehe Abschnitt 4.2). Bei Verabreichung von Valsartan-comp PUREN an Patienten mit

Nierenfunktionsstörungen wird eine regelmäßige Überwachung der Kalium-, Kreatinin- und

Harnsäure-Spiegel im Serum empfohlen. Die gleichzeitige Anwendung von AIIRAs, einschließlich

Valsartan, oder ACE-Hemmern mit Aliskiren ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR

< 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Nierentransplantation

Es liegen gegenwärtig keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung von Valsartan-comp PUREN bei

Patienten vor, die sich vor Kurzem einer Nierentransplantation unterzogen haben.

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ohne Cholestase sollte Valsartan-comp

PUREN mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2). Thiazide sollten bei

Patienten mit Leberfunktionsstörung oder progredient verlaufender Lebererkrankung mit Vorsicht

angewendet werden, da geringfügige Veränderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts ein

hepatisches Koma auslösen können.

Historie von Angioödemen

Angioödeme, inklusive Anschwellen von Larynx und Glottis, die eine Verengung der Atemwege

hervorrufen und/oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder der Zunge, wurde bei

Patienten berichtet, die mit Valsartan behandelt wurden; bei einigen dieser Patienten traten

Angioödeme schon vorher mit anderen Arzneimitteln inklusive ACE-Inhibitoren auf. Valsartan-comp

PUREN sollte sofort bei Patienten abgesetzt werden, die Angioödeme entwickeln, und Valsartan-

comp PUREN sollte dann nicht erneut verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Systemischer Lupus erythematodes

Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, können einen systemischen Lupus

erythematodes verschlechtern oder auslösen.

Andere metabolische Störungen

Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, können die Glukosetoleranz verändern und zu

einem Anstieg der Serumspiegel von Cholesterin, Triglyzeriden und Harnsäure führen. Bei

Diabetikern kann eine Dosisanpassung von Insulin oder der oralen blutzuckersenkenden Arzneimittel

erforderlich sein.

Thiazide können die Calciumausscheidung über den Harn reduzieren und so eine vorübergehende

und leichte Erhöhung des Serumcalciums bewirken, ohne dass eine Erkrankung des

Calciummetabolismus vorliegt. Eine ausgeprägte Hyperkalzämie kann ein Hinweis auf einen

zugrunde liegenden Hyperparathyreoidismus sein. Thiazide sollten vor der Durchführung eines

Funktionstests der Nebenschilddrüse abgesetzt werden.

Photosensibilität

Unter Thiazid-Diuretika wurde über Fälle von Lichtempfindlichkeit berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Wenn während der Behandlung eine Lichtempfindlichkeit auftritt, wird empfohlen, die Behandlung

abzubrechen. Wenn dann die erneute Gabe eines Diuretikums für notwendig erachtet wird, wird

empfohlen, die dem Licht ausgesetzten Hautareale vor der Sonne oder vor künstlichen UVA-Strahlen

zu schützen.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit Valsartan sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn, eine Fortführung der Behandlung mit Valsartan ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit Valsartan unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Allgemeines

Bei Patienten, die bereits gegenüber anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

Überempfindlichkeitsreaktionen gezeigt haben, ist Vorsicht geboten.

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Hydrochlorothiazid sind bei Patienten mit Allergien oder

Asthma wahrscheinlicher.

Akutes Engwinkelglaukom

Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, wurde mit einer idiosynkratischen Reaktion in Zusammenhang

gebracht, die zu einer akuten vorübergehenden Myopie und einem akuten Engwinkelglaukom führt.

Zu den Symptomen zählen der akute Beginn einer Visusverschlechterung oder von Augenschmerzen.

Sie treten in der Regel wenige Stunden bis Wochen nach Beginn der Behandlung mit dem

Arzneimittel auf. Ein unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu einem dauerhaften Verlust des

Sehvermögens führen.

Die primäre Behandlung besteht darin, Hydrochlorothiazid so schnell wie möglich abzusetzen. Eine

sofortige medizinische oder chirurgische Behandlung muss gegebenenfalls in Betracht gezogen

werden, wenn der Augeninnendruck unkontrolliert bleibt. Zu den Risikofaktoren für die Entwicklung

eines akuten Engwinkelglaukoms zählen u. a. eine Sulfonamid- oder Penicillinallergie in der

Anamnese.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS):

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der

Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS

durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen. ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet

werden.

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel, Glucose-Galactose-Malabsorption

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten Valsartan-comp PUREN nicht einnehmen.

Soja

Valsartan-comp PUREN darf bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Erdnüsse oder Soja nicht

angewendet werden.

Farbstoff

Valsartan-comp PUREN 160 mg/12,5 mg enthält unter anderem Gelborange S, Aluminiumsalz

(E 110), das Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen kann.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Valsartan und Hydrochlorothiazid

Eine gemeinsame Anwendung wird nicht empfohlen für

Lithium

Eine reversible Zunahme der Serum-Lithium-Konzentrationen und der Toxizität von Lithium wurde

unter gleichzeitiger Anwendung von Lithium mit ACE-Hemmern, AIIRAs oder Thiaziden,

einschließlich Hydrochlorothiazid, berichtet. Da Thiazide die renale Clearance von Lithium verringern,

kann als Folge ein erhöhtes Risiko einer Lithiumtoxizität durch Valsartan-comp PUREN entstehen.

Sollte sich diese Kombination als notwendig erweisen, wird bei gleichzeitiger Anwendung die

sorgfältige Überwachung der Serum-Lithium-Konzentration empfohlen.

Vorsicht ist geboten bei der gemeinsamen Anwendung mit

Anderen Antihypertensiva

Valsartan-comp PUREN kann die Wirkung anderer Substanzen mit einer blutdrucksenkenden

Eigenschaft verstärken

z. B. Guanethidin, Methlydopa, Vasodilatoren, ACE-Hemmer, AIIRAs,

Betablocker, Calcium-Antagonisten und DRIs

Direkte-Renin-Inhibitoren

Sympathomimetika (z. B. Noradrenalin, Adrenalin)

Mögliche Abschwächung der Wirkung von Sympathomimetika. Die klinische Signifikanz dieser

Wirkung ist jedoch ungewiss und nicht so ausgeprägt, um die Anwendung von Sympathomimetika

auszuschließen..

Nicht-steroidalen entzündungshemmenden Wirkstoffen (NSAR), einschließlich selektiven COX-2-

Hemmern, Acetylsalicylsäure (> 3 g/Tag) und nicht selektiven NSAR

Bei gleichzeitiger Anwendung können NSAR die antihypertensive Wirkung von Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten und Hydrochlorothiazid verringern. Darüber hinaus kann die gleichzeitige

Anwendung von Valsartan-comp PUREN und NSAR zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion

und zu einem Anstieg des Serumkaliumspiegels führen. Daher wird zu Beginn der Begleittherapie

eine Überwachung der Nierenfunktion empfohlen. Die Patienten sollten ausreichend Flüssigkeit zu

sich nehmen.

Wechselwirkungen mit Valsartan

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) mit AIIRAs, ACE-Hemmer oder

Aliskiren

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf

das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens)

einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Eine gemeinsame Anwendung wird nicht empfohlen für

Kaliumsparende Diuretika, Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel und andere Wirkstoffe,

die die Kaliumspiegel erhöhen können

Wenn ein die Kaliumspiegel beeinflussendes Arzneimittel in kombinierter Anwendung mit Valsartan

für notwendig erachtet wird, wird eine regelmäßige Kontrolle des Plasma-Kaliumspiegels empfohlen.

Transporter

In-vitro-Daten deuten darauf hin, dass Valsartan ein Substrat des hepatischen Uptake-Transporters

OATP1B1/OATP1B3 und des hepatischen Efflux-Transporters MRP2 ist. Die klinische Relevanz

dieses Ergebnisses ist unbekannt. Die gleichzeitige Gabe von Inhibitoren des Uptake-Transporters

(z. B. Rifampicin, Ciclosporin) oder des Efflux-Transporters (z. B. Ritonavir) können die systemische

Konzentration von Valsartan erhöhen. Wenden Sie entsprechende Vorsicht an, wenn Sie die

gleichzeitige Gabe solcher Arzneimittel einleiten oder beenden.

Keine Wechselwirkungen

In Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen von Valsartan wurden keine klinisch signifikanten

Arzneimittelinteraktionen mit den folgenden mit Valsartan angewendeten Substanzen gefunden:

Cimetidin, Warfarin, Furosemid, Digoxin, Atenolol, Indometacin, Hydrochlorothiazid, Amlodipin und

Glibenclamid. Digoxin und Indometacin können mit der Hydrochlorothiazid-Komponente von

Valsartan-comp PUREN in Wechselwirkung treten (siehe „Wechselwirkungen mit

Hydrochlorothiazid“).

Wechselwirkungen mit Hydrochlorothiazid

Vorsicht ist geboten bei der gemeinsamen Anwendung mit

Arzneimitteln, die den Kaliumspiegel im Serum beeinflussen

Die hypokaliämische Wirkung von Hydrochlorothiazid kann durch gleichzeitige Anwendung von

kaliuretischen Diuretika, Kortikosteroiden, Laxanzien, ACTH, Amphotericin, Carbenoxolon,

Penicillin G, Salicylsäure und Salicylaten verstärkt werden.

Wenn diese Arzneimittel zusammen mit der Hydrochlorothiazid-Valsartan-Kombination verschrieben

werden sollen, wird die Kontrolle der Plasma-Kalium-Spiegel empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Arzneimitteln, die Torsades de Pointes auslösen können

Klasse-Ia-Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid),

Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid),

Einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin,

Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol),

Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin intravenös, Halofantrin, Ketanserin,

Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin, Terfenadin, Vincamin intravenös [i.v.]).

Wegen des Risikos einer Hypokaliämie sollte Hydrochlorothiazid mit Vorsicht zusammen mit

Arzneimitteln angewendet werden, die Torsade de Pointes auslösen können.

Arzneimitteln, die den Natriumspiegel im Serum beeinflussen

Die hyponatriämische Wirkung von Diuretika kann durch gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln

wie Antidepressiva, Antipsychotika, Antiepileptika usw. verstärkt werden. Bei Langzeit-Anwendung

dieser Arzneimittel wird empfohlen, mit Vorsicht vorzugehen.

Digitalis-Glykosiden

Eine durch Thiazide verursachte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann als unerwünschtes

Ereignis auftreten und digitalisbedingte Arrhythmien begünstigen (siehe Abschnitt 4.4).

Calciumsalzen und Vitamin D

Bei gleichzeitiger Anwendung von Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, mit Vitamin D

oder Calciumsalzen kann es zu einem verstärkten Anstieg des Serum-Calcium-Spiegels kommen.

Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insulin)

Thiazide können die Glukosetoleranz verändern. Eine Dosisanpassung des Antidiabetikums kann

erforderlich sein.

Wegen des Risikos einer Laktatazidose, die wegen einer durch Hydrochlorothiazid verursachten

Nierenfunktionsstörung auftreten kann, sollte Metformin mit Vorsicht angewendet werden.

Betablockern und Diazoxid

Es besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Hyperglykämien bei gleichzeitiger Gabe von

Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, und Betablockern. Thiazid-Diuretika,

einschließlich Hydrochlorothiazid, können den hyperglykämischen Effekt von Diazoxid verstärken.

Arzneimitteln, die zur Gichtbehandlung eingesetzt werden (Probenecid, Sulfinpyrazon und

Allopurinol)

Eine Dosisanpassung der Urikosurika kann erforderlich sein, da Hydrochlorothiazid den

Serumharnsäure-Spiegel erhöhen kann. Eine Erhöhung der Probenecid- oder Sulfinpyrazon-Dosis

kann sich als notwendig erweisen. Die gleichzeitige Gabe von Thiazid-Diuretika, einschließlich

Hydrochlorothiazid, kann die Häufigkeit des Auftretens von Überempfindlichkeitsreaktionen auf

Allopurinol erhöhen.

Anticholinergika und anderen Arzneimitteln, die die Magenmotalität beeinflussen

Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperiden) können die Bioverfügbarkeit von thiazidartigen Diuretika

durch eine Verringerung der Magen-Darm-Motilität und eine Verlangsamung der Magenentleerung

erhöhen. Im Gegensatz dazu wird erwartet, dass prokinetische Arzneimittel wie Cisaprid die

Bioverfügbarkeit von thiazidartigen Diuretika verringern können.

Amantadin

Thiazide, einschließlich Hydrochlorothiazid, können das Risiko von Nebenwirkungen durch

Amantadin erhöhen.

Ionenaustauscherharzen

Die Resorption von Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, wird durch Colestyramin und

Colestipol verringert. Dies könnte zu Wirkungsverlusten von Thiazid-Diuretika durch

subtherapeutische Dosierung führen. Eine Verabreichung von Hydrochlorothiazid und

Ionenaustauschern mit zeitlichem Abstand, bei der Hydrochlorothiazid mindestens 4 h vor oder 4 bis

6 h nach der Anwendung von Ionenaustauschern verabreicht wird, würde das Risiko dieser

Wechselwirkungen jedoch potenziell minimieren.

Zytotoxischen Substanzen

Thiazide, einschließlich Hydrochlorothiazid, können die renale Ausscheidung zytotoxischer

Substanzen (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat) verringern und deren myelosuppressiven Effekt

verstärken.

Nicht depolarisierenden Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarin)

Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, verstärken die Wirkung von Muskelrelaxanzien

vom Curare-Typ.

Ciclosporin

Durch die gleichzeitige Anwendung von Ciclosporin kann das Risiko einer Hyperurikämie erhöht sein,

und es können Symptome einer Gicht auftreten.

Alkohol, Barbituraten oder Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung von Thiazid-Diuretika und Substanzen, die zusätzlich eine

blutdrucksenkende Wirkung haben (z. B. durch Verringerung der Aktivität des sympathischen

zentralen Nervensystems oder der direkten vasodilatatorischen Aktivität), kann eine orthostatische

Hypotonie verstärken.

Methyldopa

Bei gleichzeitiger Gabe von Methyldopa und Hydrochlorothiazid wurden Einzelfälle von hämolytischer

Anämie beschrieben.

Jodhaltigen Kontrastmitteln

Im Falle eines durch Diuretika ausgelösten Volumenmangels besteht ein erhöhtes Risiko für ein

akutes Nierenversagen, vor allem bei hohen Dosen jodierter Präparate. Ein Volumenmangel ist vor

der Gabe auszugleichen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Valsartan

Die Anwendung vonValsartan wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von Valsartan im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig

erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten

epidemiologischen Daten zum Risiko von Valsartan vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese

Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzen der Valsartan-Therapie nicht als

notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative

antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird

eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit Valsartan während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion,

verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit Valsartan ab dem zweiten

Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels

empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter Valsartan eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind

unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus von

Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters zu einer

Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus,

Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne

den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei

Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur

Anwendung kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen,

in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Valsartan

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Valsartan-comp PUREN in der Stillzeit vorliegen, wird

Valsartan-comp PUREN nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser

geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn

Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in die Muttermilch über. Die Anwendung von Valsartan-comp PUREN

während der Stillzeit wird nicht empfohlen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen von Valsartan-comp PUREN auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Bei der Teilnahme

am Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen sollte berücksichtigt werden, dass

gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten können.

4.8

Nebenwirkungen

Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien und Laborbefunde, die unter Valsartan plus

Hydrochlorothiazid häufiger als unter Placebo auftraten, sowie Einzelfallberichte nach

Markteinführung sind nachfolgend nach Organsystemklassen geordnet aufgeführt. Unerwünschte

Wirkungen, von denen bekannt ist, dass sie mit den Einzelsubstanzen auftreten können, aber in

klinischen Studien nicht aufgetreten sind, können auch während der Behandlung mit der Kombination

Valsartan/Hydrochlorothiazid auftreten.

Die unerwünschten Wirkungen sind nach ihrer Häufigkeit geordnet, wobei die häufigsten zuerst

genannt werden. Die folgende Beschreibung wird dabei verwendet: Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥

1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten

(< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad

angegeben.

Tabelle 1: Häufigkeit unerwünschter Ereignisse unter Valsartan/Hydrochlorothiazid

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich:

Dehydration

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr selten:

Schwindel

Gelegentlich:

Parästhesie

Nicht bekannt:

Synkope

Augenerkrankungen

Gelegentlich:

Verschwommenes Sehen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich:

Tinnitus

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Husten

Nicht bekannt:

Nicht kardiale Lungenödeme

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr selten:

Diarrhö

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

Myalgie

Sehr selten:

Arthralgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nicht bekannt:

Nierenfunktionsstörungen

Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich:

Ermüdungserscheinungen

Untersuchungen

Nicht bekannt:

Erhöhung der Spiegel von Harnsäure, Bilirubin und Kreatinin im Serum,

Hypokaliämie, Hyponatriämie, Erhöhung des Blutharnstoff-Stickstoffs,

Neutropenie

Zusätzliche Informationen zu den Einzelbestandteilen

Unerwünschte Ereignisse, die bereits für eine der Einzelsubstanzen berichtet wurden, können auch

mögliche Nebenwirkungen von Valsartan-comp PUREN sein, auch wenn sie in klinischen Studien

oder nach Markteinführung nicht beobachtet wurden.

Tabelle 2: Häufigkeit von Nebenwirkungen unter Valsartan

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt:

Hämoglobinabfall, Abfall des Hämatokrits, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt:

Andere Überempfindlichkeits- bzw. allergische Reaktionen, einschließlich

Serumkrankheit

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht bekannt:

Anstieg des Serumkaliumspiegels, Hyponatriämie

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich:

Vertigo

Gefäßerkrankungen

Nicht bekannt:

Vaskulitis

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich:

Abdominale Schmerzen

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt:

Erhöhung der Leberfunktionswerte

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt:

Angioödem, bullöse Dermatitis, Hautausschlag, Pruritus

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nicht bekannt:

Nierenversagen

Tabelle 3: Häufigkeit von Nebenwirkungen unter Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird seit vielen Jahren sehr häufig und oft in höheren Dosen als der in Valsartan-

comp PUREN verordnet. Die nachfolgenden unerwünschten Ereignisse wurden bei Patienten

berichtet, die Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, als Monotherapie erhielten:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten:

Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura

Sehr selten:

Nicht bekannt:

Agranulozytose, Leukopenie, hämolytische Anämie,

Knochenmarkversagen

Aplastische Anämie

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig:

Hypokaliämie, erhöhte Blutfettwerte (hauptsächlich bei höheren

Dosierungen)

Häufig:

Hyponatriämie, Hypomagnesiämie, Hyperurikämie

Selten:

Hyperkalzämie, Hyperglykämie, Glukosurie und eine sich verschlechternde

diabetische Stoffwechsellage

Sehr selten:

Hypochlorämische Alkalose

Psychiatrische Erkrankungen

Selten:

Depression, Schlafstörungen

Erkrankungen des Nervensystems

Selten:

Kopfschmerzen, Schwindel, Parästhesien

Augenerkrankungen

Selten:

Sehstörungen

Nicht bekannt:

Akutes Engwinkelglaukom

Herzerkrankungen

Selten:

Herzrhythmusstörungen

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Orthostatische Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten:

Atemnot, einschließlich Pneumonitis und Lungenödeme

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Appetitverlust, leichte Übelkeit und Erbrechen

Selten:

Verstopfung, gastrointestinale Beschwerden

Sehr selten:

Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Intrahepatische Cholestase oder Gelbsucht

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nicht bekannt:

Nierenfunktionsstörung, akutes Nierenversagen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Urtikaria und andere Formen von Hautausschlag

Selten:

Photosensibilisierung

Sehr selten:

Nekrotisierende Vaskulitis und toxische epidermale Nekrolyse, Reaktionen

ähnlich einem kutanen Lupus erythematodes, Reaktivierung eines kutanen

Lupus erythematodes

Nicht bekannt:

Erythema multiforme

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nicht bekannt:

Pyrexie, Asthenie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt:

Muskelkrämpfe

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Häufig:

Impotenz

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Eine Überdosierung mit Valsartan kann eventuell eine ausgeprägte Hypotonie verursachen, die unter

Umständen zu Bewusstseinsbeeinträchtigung, Kreislaufkollaps und/oder -schock führen kann.

Darüber hinaus können die folgenden Anzeichen und Symptome aufgrund einer Überdosierung mit

der Hydrochlorothiazid-Komponente auftreten: Übelkeit, Somnolenz, Volumenmangel und

Elektrolytstörungen, die mit Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfen verbunden sind.

Behandlung

Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Zeitpunkt der Einnahme sowie Art und Schwere der

Symptome, wobei die Wiederherstellung stabiler Kreislaufverhältnisse im Vordergrund stehen sollte.

Bei Hypotonie sollte der Patient flach gelagert werden und Salz- und Plasmaersatzmittel rasch

verabreicht werden.

Valsartan kann aufgrund seiner starken Plasmabindung nicht durch Hämodialyse eliminiert werden,

wohingegen Hydrochlorothiazid durch Dialyse entfernt werden kann.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und Diuretika, Valsartan und Diuretika

ATC-Code: C09D A03

Valsartan/Hydrochlorothiazid

Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten:

In einer doppelblinden, randomisierten, aktiv-kontrollierten Studie an Patienten, die mit 12,5 mg

Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend behandelbar waren, wurde eine signifikant größere

mittlere Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks mit der Kombination

Valsartan/Hydrochlorothiazid 80/12,5 mg (14,9/11,3 mmHg) im Vergleich zu 12,5 mg (5,2/2,9 mmHg)

bzw. 25 mg (6,8/5,7 mmHg) Hydrochlorothiazid beobachtet. Darüber hinaus war der Anteil der

Responder (diastolischer Blutdruck < 90 mmHg oder Reduktion ≥ 10 mmHg) unter

Valsartan/Hydrochlorothiazid 80/12,5 mg (60 %) signifikant höher als unter 12,5 mg (25 %) bzw.

25 mg (27 %) Hydrochlorothiazid.

In einer doppelblinden, randomisierten, aktiv-kontrollierten Studie an Patienten, die mit 80 mg

Valsartan alleine nicht ausreichend behandelbar waren, wurde eine signifikant größere mittlere

Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks mit der Kombination Valsartan/Hydrochlorothiazid

80/12,5 mg (9,8/8,2 mmHg) im Vergleich zu 80 mg (3,9/5,1 mmHg) bzw. 160 mg Valsartan

(6,5/6,2 mmHg) beobachtet. Darüber hinaus war der Anteil der Responder (diastolischer Blutdruck <

90 mmHg oder Reduktion ≥ 10 mmHg) unter Valsartan/Hydrochlorothiazid 80/12,5 mg (51 %)

signifikant höher als unter 80 mg (36 %) bzw. 160 mg (37 %) Hydrochlorothiazid.

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie im multifaktoriellen Design

wurden mehrere Dosiskombinationen von Valsartan/Hydrochlorothiazid mit den jeweiligen

Einzelkomponenten verglichen. Es wurde eine signifikant größere mittlere systolische/diastolische

Blutdrucksenkung mit der Kombination Valsartan/Hydrochlorothiazid 80/12,5 mg (16,5/11,8 mmHg)

im Vergleich zu Placebo (1,9/4,1 mmHg) und zu 12,5 mg Hydrochlorothiazid (7,3/7,2 mmHg) bzw.

80 mg Valsartan (8,8/8,6 mmHg) beobachtet. Darüber hinaus war der Anteil der Responder

(diastolischer Blutdruck < 90 mmHg oder Senkung um ≥ 10 mmHg) unter

Valsartan/Hydrochlorothiazid 80/12,5 mg (64 %) signifikant höher als unter Placebo (29 %) und

Hydrochlorothiazid (41 %).

Valsartan-comp PUREN 160 mg/12,5 mg Filmtabletten und Valsartan-comp PUREN 160 mg/25 mg

Filmtabletten:

In einer doppelblinden, randomisierten, aktiv-kontrollierten Studie an Patienten, die mit 12,5 mg

Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend behandelbar waren, wurde eine signifikant größere

mittlere Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks mit der Kombination

Valsartan/Hydrochlorothiazid 160/12,5 mg (12,4/7,5 mmHg) im Vergleich zu 25 mg

Hydrochlorothiazid (5,6/2,1 mmHg) beobachtet. Darüber hinaus war der Anteil der Responder

(Blutdruck < 140/90 mmHg oder Reduktion des systolischen Blutdrucks um ≥ 20 mmHg bzw. des

diastolischen Blutdrucks um ≥ 10 mmHg) unter Valsartan/Hydrochlorothiazid 160/12,5 mg (50 %)

signifikant höher als unter 25 mg Hydrochlorothiazid (25 %).

In einer doppelblinden, randomisierten, aktiv-kontrollierten Studie an Patienten, die mit 160 mg

Valsartan alleine nicht ausreichend behandelbar waren, wurde eine signifikant größere mittlere

Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks sowohl mit der Kombination

Valsartan/Hydrochlorothiazid 160/25 mg (14,6/11,9 mmHg) wie auch mit der Kombination

Valsartan/Hydrochlorothiazid 160/12,5 mg (12,4/10,4 mmHg) im Vergleich zu 160 mg Valsartan

(8,7/8,8 mmHg) beobachtet. Der Unterschied in der Blutdrucksenkung zwischen den Dosierungen

160/25 mg und 160/12,5 mg war statistisch ebenfalls signifikant. Darüber hinaus war der Anteil der

Responder (diastolischer Blutdruck < 90 mmHg oder Senkung um ≥ 10 mmHg) unter

Valsartan/Hydrochlorothiazid 160/25 mg (68 %) und 160/12,5 mg (62 %) signifikant höher als unter

160 mg Valsartan (49 %).

In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie im multifaktoriellen Design

wurden mehrere Dosiskombinationen von Valsartan/Hydrochlorothiazid mit den jeweiligen

Einzelkomponenten verglichen. Es wurde eine signifikant größere mittlere systolische/diastolische

Blutdrucksenkung mit den Kombinationen Valsartan/Hydrochlorothiazid 160/12,5 mg

(17,8/13,5 mmHg) und 160/25 mg (22,5/15,3 mmHg) im Vergleich zu Placebo (1,9/4,1 mmHg) und

den jeweiligen Monotherapien, also 12,5 mg (7,3/7,2 mmHg) und 25 mg (12,7/9,3 mmHg)

Hydrochlorothiazid bzw. 160 mg Valsartan (12,1/9,4 mmHg) beobachtet. Darüber hinaus war der

Anteil der Responder (diastolischer Blutdruck < 90 mmHg oder Senkung um ≥ 10 mmHg) unter

Valsartan/Hydrochlorothiazid 160/25 mg (81 %) bzw. 160/12,5 mg (76 %) signifikant höher als unter

Placebo (29 %) bzw. den jeweiligen Monotherapien mit 12,5 mg (41 %) bzw. 25 mg

Hydrochlorothiazid (54 %) und 160 mg Valsartan (59 %).

Alle Valsartan-comp PUREN Filmtabletten:

In kontrollierten Studien mit Valsartan + Hydrochlorothiazid wurden dosisabhängig ein Absinken der

Kaliumspiegel beobachtet. Erniedrigte Serumkaliumspiegel traten häufiger bei Patienten auf, die

25 mg Hydrochlorothiazid erhielten, als bei Patienten, die 12,5 mg Hydrochlorothiazid erhielten. In

kontrollierten Studien mit Valsartan/Hydrochlorothiazid wurde der kaliumsenkende Effekt von

Hydrochlorothiazid durch die kaliumsparende Wirkung von Valsartan ausgeglichen.

Positive Effekte von Valsartan in Kombination mit Hydrochlorothiazid auf die kardiovaskuläre

Mortalität und Morbidität wurde bisher nicht untersucht.

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass die Langzeitbehandlung mit Hydrochlorothiazid das

Risiko kardiovaskulärer Mortalität und Morbidität reduziert.

Valsartan

Valsartan ist ein oral wirksamer und spezifischer Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist. Valsartan

besitzt eine selektive Wirkung auf den AT

-Rezeptor-Subtyp, der für die bekannten Effekte von

Angiotensin II verantwortlich ist. Die erhöhten Plasmaspiegel von Angiotensin II infolge der AT

Rezeptorblockade mit Valsartan stimulieren möglicherweise den nicht blockierten AT

-Rezeptor, der

die Wirkung des AT

-Rezeptors auszugleichen scheint. Valsartan übt keinerlei partielle agonistische

Wirkung auf den AT

-Rezeptor aus. Seine Affinität für den AT

-Rezeptor ist ungefähr 20.000fach

stärker als die für den AT

-Rezeptor. Valsartan hat keine Wirkung auf andere Hormonrezeptoren

oder Ionenkanäle mit bekannter Bedeutung für die kardiovaskuläre Regulation.

Valsartan hemmt nicht ACE (= Kininase II), das Enzym, welches Angiotensin I zu Angiotensin II

konvertiert und Bradykinin abbaut. Da es keinen Effekt auf ACE hat und die Wirkung von Bradykinin

bzw. Substanz P nicht verstärkt, ist für Angiotensin-II-Antagonisten mit Husten nicht zu rechnen. In

vergleichenden klinischen Studien mit Valsartan und einem ACE-Hemmer war die Häufigkeit von

trockenem Husten bei Patienten, die mit Valsartan behandelt wurden, signifikant geringer (p < 0,05)

als bei denen, die mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden (2,6 % vs. 7,9 %). In einer klinischen

Studie an Patienten, bei denen zuvor unter der Therapie mit einem ACE-Hemmer trockener Husten

aufgetreten war, kam es unter Valsartan bei 19,5 %, unter einem Thiazid-Diuretikum bei 19,0 % und

unter einem ACE-Hemmer bei 68,5 % der Patienten zu Husten (p < 0,05).

Die Gabe von Valsartan senkt bei Patienten mit Hypertonie den Blutdruck, ohne die Pulsfrequenz zu

beeinflussen. Bei den meisten Patienten setzt die antihypertensive Wirkung innerhalb von 2 Stunden

nach Verabreichung einer oralen Einzeldosis ein; die stärkste Blutdrucksenkung wird nach 4 bis 6

Stunden erreicht. Die antihypertensive Wirkung hält nach Einnahme über 24 Stunden an. Bei

wiederholter Gabe wird die maximale Senkung des Blutdrucks mit jeder Dosis im Allgemeinen

innerhalb von 2 bis 4 Wochen erreicht und bleibt während der Langzeittherapie erhalten. Zusammen

mit Hydrochlorothiazid wird eine signifikante zusätzliche Blutdrucksenkung erreicht.

Plötzliches Absetzen von Valsartan konnte bisher nicht mit einem schnellen Blutdruckanstieg

(Rebound) oder anderen unerwünschten Ereignissen in Verbindung gebracht werden.

Bei hypertensiven Patienten mit Typ-2-Diabetes und Mikroalbuminurie konnte gezeigt werden, dass

Valsartan die Ausscheidung von Albumin über den Urin reduziert. Die MARVAL-(Micro Albuminuria

Reduction with Valsartan)-Studie untersuchte die Senkung der Albuminexkretion über den Urin (UAE)

unter Valsartan (80–160 mg/einmal täglich) im Vergleich zu Amlodipin (5 – 10 mg/einmal täglich) bei

332 Typ-2-Diabetikern (durchschnittliches Alter: 58 Jahre; 265 Männer) mit Mikroalbuminurie

(Valsartan: 58 μg/min; Amlodipin: 55,4 μg/min), normaler oder erhöhter Blutdruck und mit erhaltener

Nierenfunktion (Plasma-Kreatinin < 120 μmol/l). Nach 24 Wochen war die UAE reduziert (p < 0,001),

und zwar unter Valsartan um 42 % (–24,2 μg/min; 95 % CI: –40,4 bis –19,1) und um etwa 3 % (–1,7

μg/min; 95 % CI: –5,6 bis 14,9) unter Amlodipin trotz ähnlicher Blutdrucksenkungsraten in beiden

Gruppen. Die „Diovan Reduction of Proteinuria“ (DROP)-Studie untersuchte im Weiteren die

Wirksamkeit von Valsartan im Hinblick auf die Senkung der UAE bei 391 hypertensiven Patienten

(Blutdruck = 150/88 mmHg) bei Typ-2-Diabetes, Albuminurie (Mittelwert = 102 μg/min; 20 – 700

μg/min) und erhaltener Nierenfunktion (mittleres Serum-Kreatinin = 80 μmol/l). Die Patienten wurden

auf eine von 3 Dosen von Valsartan randomisiert (160, 320 und 640 mg/einmal täglich) und 30

Wochen lang behandelt. Der Zweck der Studie war die Ermittlung der optimalen Dosis Valsartan zur

Senkung der UAE bei hypertensiven Patienten mit Typ-2-Diabetes. Nach 30 Wochen war die

prozentuale Veränderung der UAE seit Studienbeginn unter Valsartan 160 mg signifikant um 36 %

(95 % CI: 22 bis 47 %) und um 44 % unter Valsartan 320 mg (95 % CI: 31 bis 54 %) reduziert

worden. Es wurde gefolgert, dass 160 bis 320 mg Valsartan eine klinisch relevante Senkung der UAE

bei hypertensiven Patienten mit Typ-2-Diabetes bewirkt.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans Affairs

Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar. Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig

angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte

Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Hydrochlorothiazid

Der hauptsächliche Wirkort von Thiazid-Diuretika ist der frühdistale Tubulus. Es konnte gezeigt

werden, dass sich in der Nierenrinde ein Rezeptor mit hoher Affinität befindet, der die primäre

Bindungsstelle und den Wirkort von Thiazid-Diuretika, die den Na

-Transport im frühdistalen

Tubulus hemmen, darstellt. Die Wirkung der Thiazide erfolgt durch eine Hemmung des Na

Symports. Möglicherweise erfolgt durch eine kompetitive Besetzung der Cl

-Bindungsstelle eine

Beeinflussung der Elektrolyt-Reabsorption. Direkt kommt es dadurch zu einer Zunahme der

Ausscheidung von Natrium und Chlorid in etwa äquivalenten Mengen, indirekt kommt es zu einer

Reduzierung des Plasmavolumens und nachfolgend zu einer Zunahme der Plasma-Renin-Aktivität,

einer Zunahme der Aldosteronsekretion, einer verstärkten Ausscheidung von Kalium und einer

verminderten Serum-Kalium-Konzentration. Die Renin-Aldosteron-Verknüpfung ist durch Angiotensin

II vermittelt, sodass bei gleichzeitiger Gabe von Hydrochlorothiazid und Valsartan der Kaliumverlust

weniger ausgeprägt ist als bei einer Monotherapie mit Hydrochlorothiazid.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Valsartan/Hydrochlorothiazid

Die systemische Verfügbarkeit von Hydrochlorothiazid wird bei gleichzeitiger Gabe mit Valsartan um

ca. 30 % reduziert. Die Kinetik von Valsartan wird bei gleichzeitiger Gabe von Hydrochlorothiazid

nicht nennenswert beeinflusst. Diese beobachtete Interaktion hat keinen Einfluss auf die gemeinsame

Anwendung von Valsartan und Hydrochlorothiazid, weil in kontrollierten klinischen Studien eine

deutliche blutdrucksenkende Wirkung gezeigt wurde, die größer ist als jene der Einzelsubstanzen

oder nach Placebo-Gabe.

Valsartan

Resorption

Nach oraler Einnahme von Valsartan alleine werden die Spitzenkonzentrationen von Valsartan im

Plasma in 2 bis 4 Stunden erreicht. Die mittlere absolute Bioverfügbarkeit beträgt 23 %. Durch die

Einnahme während einer Mahlzeit wird die Exposition gegenüber Valsartan (gemessen anhand der

Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve = AUC) um etwa 40 % und die

Spitzenplasmakonzentration (C

) um etwa 50 % verringert. Allerdings sind die

Plasmakonzentrationen ab der 8. Stunde nach Einnahme von Valsartan, nüchtern oder mit einer

Mahlzeit, vergleichbar. Die Verringerung der AUC scheint jedoch keine klinisch relevante

Verminderung der therapeutischen Wirkung zu bewirken, und daher kann Valsartan entweder mit

oder ohne Mahlzeit eingenommen werden.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen von Valsartan nach intravenöser Verabreichung beträgt im Steady-State

etwa 17 Liter, was darauf hindeutet, dass sich Valsartan im Gewebe nicht ausgiebig verteilt.

Valsartan wird stark an Serumproteine (94–97 %), vor allem an Albumin, gebunden.

Biotransformation

Valsartan wird nicht in hohem Maße einer Biotransformation unterzogen, da sich nur etwa 20 % der

Dosis als Metaboliten wieder finden. Ein Hydroxy-Metabolit wurde im Plasma in niedrigen

Konzentrationen identifiziert (weniger als 10 % der AUC von Valsartan). Dieser Metabolit ist

pharmakologisch inaktiv.

Ausscheidung

Valsartan zeigt eine multiexponentielle Abbaukinetik (t

½α

< 1 h und t

½β

etwa 9 h). Valsartan wird

primär biliär mit den Fäzes (etwa 83 % der Dosis) und über den Urin (etwa 13 % der Dosis),

vorwiegend in unveränderter Form, ausgeschieden. Nach intravenöser Verabreichung beträgt die

Plasma-Clearance von Valsartan ungefähr 2 l/h und die renale Clearance 0,62 l/h (etwa 30 % der

Gesamt-Clearance). Die Halbwertszeit von Valsartan beträgt 6 Stunden.

Hydrochlorothiazid

Resorption

Nach oraler Gabe wird Hydrochlorothiazid schnell resorbiert (t

ca. 2 Stunden). Innerhalb des

therapeutischen Bereichs ist die Zunahme der mittleren AUC linear und dosisproportional.

Die Wirkung von Nahrungsmitteln auf die Resorption von Hydrochlorothiazid, sofern vorhanden, ist nur

in geringem Maße klinisch signifikant. Die absolute Bioverfügbarkeit von Hydrochlorothiazid beträgt

nach oraler Gabe 70 %.

Verteilung

Das apparente Verteilungsvolumen beträgt 4 bis 8 l/kg.

Zirkulierendes Hydrochlorothiazid ist an Serumproteine gebunden (40 70 %), hauptsächlich an

Albumin. Hydrochlorothiazid akkumuliert auch ungefähr 3fach in Erythrozyten im Vergleich zum

Plasmaspiegel.

Elimination

Hydrochlorothiazid wird vorwiegend in unveränderter Form ausgeschieden. Hydrochlorothiazid wird im

Plasma mit einer Halbwertszeit von durchschnittlich 6 bis 15 Stunden in der terminalen

Eliminationsphase ausgeschieden. Die Kinetik von Hydrochlorothiazid ändert sich bei wiederholter

Gabe nicht, und bei einmal täglicher Gabe ist die Akkumulation minimal. Über 95% der resorbierten

Dosis werden als unveränderte Substanz über den Urin ausgeschieden. Die renale Clearance von

Hydrochlorothiazid erfolgt sowohl durch passive Filtration als auch durch aktive Sekretion in den

Tubulus.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten

Im Vergleich zu jüngeren war bei älteren Patienten eine etwas höhere systemische Verfügbarkeit von

Valsartan zu beobachten, was sich jedoch als klinisch nicht relevant erwies.

Begrenzte Daten lassen den Schluss zu, dass die systemische Clearance von Hydrochlorothiazid

sowohl bei älteren Gesunden als auch bei älteren Hypertonikern im Vergleich zu jungen, gesunden

Freiwilligen reduziert ist.

Nierenfunktionsstörungen

Bei der empfohlenen Dosierung von Valsartan-comp PUREN ist bei Patienten mit einer glomerulären

Filtrationsrate (GFR) von 30 bis 70 ml/min keine Dosisanpassung erforderlich.

Für Patienten mit einer schweren Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min) bzw. unter Dialyse liegen

keine Erfahrungen mit Valsartan-comp PUREN vor. Da Valsartan stark an Plasmaproteine gebunden

wird, ist eine Elimination durch Dialyse nicht zu erwarten, wohingegen Hydrochlorothiazid durch

Dialyse eliminiert werden kann.

Bei Nierenfunktionsstörungen sind die mittleren maximalen Plasmakonzentrationen und AUC-Werte

von Hydrochlorothiazid erhöht und die Urinausscheidungsrate ist reduziert. Bei Patienten mit leichter

bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung wurde ein 3facher Anstieg der AUC von Hydrochlorothiazid

beobachtet. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung wurde ein 8facher Anstieg der AUC

beobachtet. Hydrochlorothiazid ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung

(siehe Abschnitt 4.3).

Leberfunktionsstörungen

In einer pharmakokinetischen Studie an Patienten mit leichter (n = 6) bis mäßiger (n = 5)

Leberfunktionsstörung war die Exposition gegenüber Valsartan im Vergleich zu gesunden Probanden

ca. 2fach erhöht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Zur Anwendung von Valsartan bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung liegen keine Daten

vor (siehe Abschnitt 4.3). Leberfunktionsstörungen beeinflussen die Pharmakokinetik von

Hydrochlorothiazid nicht signifikant.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die potenzielle Toxizität der Kombination Valsartan/Hydrochlorothiazid wurde an Ratten und

Krallenaffen in bis zu sechs Monate dauernden Studien nach oraler Applikation geprüft. Es ergaben

sich keine Befunde, die eine Anwendung in therapeutischen Dosen beim Menschen ausschließen.

Die bei den Untersuchungen zur chronischen Toxizität durch die Kombination hervorgerufenen

Veränderungen dürften vor allem durch die Valsartan-Komponente ausgelöst worden sein. Das

toxikologische Zielorgan war die Niere, wobei Krallenaffen empfindlicher reagierten als Ratten. Die

Kombination verursachte, vermutlich über Veränderungen der renalen Hämodynamik, Nierenschäden

(Nephropathien mit tubulärer Basophilie, Erhöhungen des Plasmaharnstoffs, des Plasmakreatinins

und des Serumkaliums, Zunahme des Urinvolumens und der Elektrolyte im Urin, bei Ratten ab

30 mg/kg/Tag Valsartan + 9 mg/kg/Tag Hydrochlorothiazid, bei Krallenaffen ab 10 + 3 mg/kg/Tag).

Diese bei Ratten verwendeten Dosen entsprechen dem 0,9- bis 3,5fachen der maximalen

empfohlenen Humandosis (MRHD) von Valsartan und Hydrochlorothiazid auf einer mg/m

-Basis. Die

bei Krallenaffen verwendeten Dosen entsprechen dem 0,3- bis 1,2fachen der maximalen

empfohlenen Humandosis (MRHD) von Valsartan und Hydrochlorothiazid auf einer mg/m

-Basis

(unter der Annahme einer oralen Dosis von 320 mg Valsartan und 25 mg Hydrochlorothiazid pro Tag

bei einem 60 kg schweren Patienten).

Hohe Dosierungen der Kombination Valsartan/Hydrochlorothiazid verursachten eine Abnahme der

roten Blutzell-Parameter (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit, bei Ratten ab 100 + 31 mg/kg/Tag;

bei Krallenaffen ab 30 + 9 mg/kg/Tag). Diese bei Ratten verwendeten Dosen entsprechen dem 3,0-

bis 12fachen der maximalen empfohlenen Humandosis (MRHD) von Valsartan und

Hydrochlorothiazid auf einer mg/m

-Basis. Die bei Krallenaffen verwendeten Dosen entsprechen dem

0,9- bis 3,5fachen der maximalen empfohlenen Humandosis (MRHD) von Valsartan und

Hydrochlorothiazid auf einer mg/m

-Basis (unter der Annahme einer oralen Dosis von 320 mg

Valsartan und 25 mg Hydrochlorothiazid pro Tag bei einem 60 kg schweren Patienten).

Bei Krallenaffen kam es zu Schäden der Magenschleimhaut (ab 30 + 9 mg/kg/Tag). Die Kombination

rief ferner eine Hyperplasie der afferenten Arteriolen in der Niere hervor (bei Ratten bei 600 +

188 mg/kg/Tag; bei Krallenaffen ab 30 + 9 mg/kg/Tag). Diese bei Krallenaffen verwendeten Dosen

entsprechen dem 0,9- und 3,5fachen der maximalen empfohlenen Humandosis (MRHD) von

Valsartan und Hydrochlorothiazid auf einer mg/m

-Basis. Die bei Ratten verwendeten Dosen

entsprechen dem 18- bzw. 73fachen der maximalen empfohlenen Humandosis (MRHD) von

Valsartan und Hydrochlorothiazid auf einer mg/m

-Basis (unter der Annahme einer oralen Dosis von

320 mg Valsartan und 25 mg Hydrochlorothiazid pro Tag bei einem 60 kg schweren Patienten).

Die oben erwähnten Effekte scheinen durch die pharmakologischen Wirkungen hoher Dosierungen

von Valsartan (Blockade der durch Angiotensin II induzierten Hemmung der Reninfreisetzung mit

Stimulation der reninproduzierenden Zellen) hervorgerufen zu werden und treten auch bei ACE-

Hemmern auf. Für die Anwendung therapeutischer Dosierungen von Valsartan beim Menschen

scheinen diese Befunde keine Relevanz zu haben.

Die Kombination Valsartan/Hydrochlorothiazid wurde nicht auf Mutagenität, Chromosomenbrüche

oder Kanzerogenität getestet, da es keine Hinweise auf eine Interaktion zwischen den beiden

Substanzen gibt. Jedoch wurden Valsartan und Hydrochlorothiazid einzeln diesbezüglich untersucht.

Hierbei gab es keine Hinweise auf Mutagenität, Chromosomenbrüche oder Kanzerogenität.

Bei Ratten führten für das Muttertier toxische Dosen (600 mg/kg/Tag) während der letzten Tage der

Tragzeit und der Säugeperiode zu einem geringeren Überleben, einer geringeren Gewichtszunahme

und einer verzögerten Entwicklung (Ohrmuschelentwicklung und Hörkanalöffnung) bei den Jungtieren

(siehe Abschnitt 4.6). Diese bei Ratten verabreichten Dosen (600 mg/kg/Tag) sind in etwa 18-mal so

hoch wie die für die Anwendung beim Menschen auf mg/m

-Basis empfohlenen Höchstdosen

(Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320 mg/Tag und einem 60 kg schweren Patienten

aus). Ähnliche Befunde wurden mit Valsartan/Hydrochlorothiazid bei Ratten und Kaninchen

beobachtet. In Studien zur embryo-fetalen Entwicklung (Segment II) mit Valsartan/Hydrochlorothiazid

an Ratten und Kaninchen wurden keine Hinweise auf Teratogenität gefunden. Es wurde jedoch eine

toxische Wirkung auf den Fetus, die mit einer maternal toxischen Wirkung einherging, beobachtet.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Croscarmellose-Natrium

Povidon K29 – 32

Talkum

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Tablettenfilm:

Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten

Polyvinylalkohol

Talkum

Titandioxid (E 171)

Macrogol 3350

(3-sn-Phophatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322)

Eisen(III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Eisen(II,III)-oxid (E172)

Valsartan-comp PUREN 160 mg/12,5 mg Filmtabletten

Polyvinylalkohol

Talkum

Titandioxid (E 171)

Macrogol 3350

(3-sn-Phophatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322)

Eisen(III)-oxid (E 172)

Gelborange S, Aluminiumsalz (E 110)

Valsartan-comp PUREN 160 mg/25 mg Filmtabletten

Polyvinylalkohol

Talkum

Titandioxid (E 171)

Macrogol 3350

(3-sn-Phophatidyl)cholin aus Sojabohnen (E 322)

Eisen(III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Eisen(II,III)-oxid (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Blisterpackung:

30 Monate

Tablettenbehältnis:

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Blisterpackung:

Nicht über 30 °C lagern.

Tablettenbehältnis:

Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PE/PVDC/Alu-Blister:

28 (N1), 56 (N2), 98 (N3) Filmtabletten

PE-Tablettenbehältnis bei Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten und Valsartan-comp

PUREN 160 mg/12,5 mg Filmtabletten:

98 Filmtabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

PUREN Pharma GmbH & Co. KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon: 089/558909 - 0

Telefax: 089/558909 - 240

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Valsartan-comp PUREN 80 mg/12,5 mg Filmtabletten:

74838.00.00

Valsartan-comp PUREN 160 mg/12,5 mg Filmtabletten:

74839.00.00

Valsartan-comp PUREN 160 mg/25 mg Filmtabletten:

74840.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/DATUM DER VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNGEN

Datum der Erteilung der Zulassungen:

23. April 2010

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen:

18. Juni 2014

10.

STAND DER INFORMATION

September 2016

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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