Tricef 400 mg - Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

26-11-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

26-11-2020

Wirkstoff:
CEFIXIM
Verfügbar ab:
Merck Gesellschaft mbH
ATC-Code:
J01DD08
INN (Internationale Bezeichnung):
Cefixime
Einheiten im Paket:
3 Stück, Laufzeit: 36 Monate,7 Stück, Laufzeit: 36 Monate,5 Stück, Laufzeit: 36 Monate,10 Stück, Laufzeit: 36 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Cephalosporins and relate
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-22077
Berechtigungsdatum:
1997-08-23

Lesen Sie das vollständige Dokument

Seite 1 von 6

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Tricef 400 mg - Filmtabletten

Cefixim

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie eine Nebenwirkung bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Tricef und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tricef beachten?

Wie ist Tricef einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Tricef aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Tricef und wofür wird es angewendet?

Tricef enthält den Wirkstoff Cefixim. Dieser gehört zu einer Gruppe von Antibiotika namens

„Cephalosporine“, die zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingesetzt werden.

Tricef wird bei Jugendlichen und Erwachsenen angewendet zur Behandlung einer:

Infektion des Mittelohrs

Infektion, die eine plötzliche Verschlechterung einer langanhaltenden Bronchitis verursacht

Infektion der Nasennebenhöhlen

Lungenentzündung

unkomplizierten, akuten Infektion der Blase

unkomplizierten Infektion der Nieren

akuten, durch Bakterien verursachten Infektion des Rachenraums

unkomplizierten, akuten Gonorrhö

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tricef beachten?

Tricef darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Cefixim, andere Cephalosporine oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie jemals eine schwerwiegende allergische Reaktion gegen Penicillin-Antibiotika oder

ein anderes Antibiotikum aus der Gruppe der Betalaktame hatten

Bis zum Vorliegen weiterer klinischer Erfahrungen darf Tricef Frühgeborenen und

Neugeborenen nicht verabreicht werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Tricef anwenden.

wenn Sie zu allergischen Reaktionen oder Asthma neigen.

Seite 2 von 6

wenn Sie allergisch auf Penicillinantibiotika oder ein anderes Betalaktam-Antibiotikum sind.

Allergische Reaktionen können Hautausschlag, Juckreiz, Schluck- oder Atembeschwerden oder

Schwellungen im Gesicht, der Lippen, der Zunge oder im Rachen umfassen. Nicht alle

Menschen, die allergisch auf Penicilline reagieren, sind auch allergisch gegen Cephalosporine.

Allerdings müssen Sie besonders vorsichtig sein, wenn Sie jemals eine allergische Reaktion auf

ein Penicillin-Antibiotikum hatten. Dies liegt daran, dass Sie auch allergisch auf dieses

Arzneimittel sein könnten. Bei Patienten, die nach der Verabreichung von Tricef schwere

allergische Reaktionen oder eine Anaphylaxie (schwere allergische Reaktion, die Atemnot oder

Schwindel verursacht) entwickeln, ist das Arzneimittel abzusetzen und eine geeignete

Behandlung einzuleiten.

wenn Sie unter schweren Nierenfunktionsstörungen leiden.

wenn Sie begleitend mit Entwässerungsmitteln (z.B. Furosemid) oder anderen Arzneimitteln

mit Möglichkeit zur Nierenschädigung (z.B. Aminoglykosid-Antibiotika) behandelt werden

während der Behandlung wurden schwere Hautreaktionen so wie DRESS Syndrom beobachtet.

Es kann sehr selten während oder nach der Therapie zu einer durch Antibiotika verursachten

Dickdarmentzündung mit möglichem Tod kommen, die durch schwere und anhaltende

Durchfälle gekennzeichnet ist und ärztlich behandelt werden muss. Informieren Sie in einem

solchen Fall umgehend Ihren Arzt, der über weitere Maßnahmen entscheiden wird. Arzneimittel

gegen Durchfall, die die Darmbewegung hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

Wenn Sie vor der Behandlung mit Tricef bestimmte Antibiotika, Entwässerungsmittel, den

Kalziumkanalblocker Nifedipin (gegen Bluthochdruck) oder Arzneimittel vom Cumarin-Typ,

die die Blutgerinnung hemmen, einnehmen, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Wenn Sie während der Behandlung mit Tricef ein sogenanntes DRESS-Syndrom oder Stevens-

Johnson-Syndrom bzw. eine Hautreaktion, die toxische epidermale Nekrolyse genannt wird,

entwickeln (siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?), brechen Sie die Einnahme ab

und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.

Bei der Einnahme von Tricef besteht ein Risiko für Krampfanfälle. Insbesondere bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörung,

eine

hohe

Dosierung

erhielten.

wichtig,

Ihren

Arzt

informieren, wenn bei Ihnen eine Nierenfunktionsstörung vorliegt.

Bei länger dauernder Behandlung kann Tricef ein vermehrtes Wachstum von Sprosspilzen oder

Bakterien im Körper verursachen, was zu anderen Infektionen führen kann.

Bei der Einnahme wurde eine bestimmte Art der Blutarmut (hämolytische Anämie) beobachtet, die in

seltenen Fällen einen tödlichen Ausgang haben kann. Sollte diese Blutarmut schon einmal bei der

Behandlung mit Tricef aufgetreten sein, so kann es zu einer wiederholten Erkrankung kommen.

Bei länger dauernder Therapie mit Tricef kann der Arzt Kontrolluntersuchungen der Leber- und

Nierenfunktion sowie des Blutbildes anordnen.

Einnahme von Tricef zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Gabe von

bestimmten anderen Antibiotika und Entwässerungsmitteln kann die Nierenfunktion beeinträchtigt

werden.

Nifedipin (ein Kalziumkanalblocker gegen Bluthochdruck) kann die Aufnahme des Wirkstoffs von

Tricef in den Körper (Bioverfügbarkeit) erhöht werden.

Arzneimitteln vom Cumarin-Typ, die die Blutgerinnung hemmen, kann in Einzelfällen diese

Wirkung verstärkt werden.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Kontrollen der Blutgerinnung durchführen.

Auswirkungen auf Laboruntersuchungen

Seite 3 von 6

Wenn bei Ihnen Blut- oder Urintests durchgeführt werden, informieren Sie Ihren Arzt, dass Sie Tricef

einnehmen, da Cefixim die Ergebnisse einiger dieser Tests beeinträchtigen kann.

Tricef kann auch gewisse Methoden zur Harnzuckerbestimmung beeinflussen, so dass es zu falsch

positiven Ergebnissen kommen kann. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Diabetes haben und

regelmäßig Ihren Urin testen. Sie müssen eventuell zur Überwachung Ihres Diabetes andere Tests

verwenden, während Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Die Behandlung mit Tricef kann auch bei einem Test zum Auffinden von Antikörpern gegen rote

Blutkörperchen (Coombs-Test) zu falsch positiven Ergebnissen führen.

Die Behandlung mit Tricef kann auch eine falsch-positive Reaktion auf Ketone im Urin bei

bestimmten Tests geben.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Tricef bei Schwangeren vor. Über eine

Einnahme in der Schwangerschaft entscheidet Ihr Arzt.

Stillzeit

In der Muttermilch ließen sich keine Cefixim-Konzentrationen nachweisen. Dennoch sollte Tricef von

stillenden Müttern nicht eingenommen werden bzw. empfiehlt sich während der Therapiedauer das

Abpumpen und Verwerfen der Muttermilch.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat der Wirkstoff im Allgemeinen keine Auswirkungen auf die

Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann jedoch

gegebenenfalls das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am

Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

3.

Wie ist Tricef einzunehmen?

Nehmen Sie Tricef immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Bitte fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene und Jugendliche älter als 12 Jahre:

1mal täglich 1 Tablette Tricef 400 mg in einer Einzeldosis

oder

2mal täglich 1/2Tablette Tricef 400 mg im Abstand von 12 Stunden.

Für Kinder unter 12 Jahren und Patienten mit Schluckbeschwerden bei Tabletten werden flüssige

orale Zubereitungen mit dem Wirkstoff Cefixim empfohlen.

Eingeschränkte Nierenfunktion:

Wenn Sie schwerwiegende Nierenprobleme haben oder sich der Dialyse (Blutwäsche) unterziehen

müssen, wird Ihr Arzt Ihre Dosis verringern. Ihr Arzt wird anhand der Ergebnisse von Blut- oder

Urin-Tests, mit denen er misst, wie gut Ihre Nieren arbeiten, die richtige Dosis für Sie berechnen.

Bei älteren Patienten ist im Allgemeinen keine Dosisanpassung notwendig.

Seite 4 von 6

Art der Anwendung

Die Filmtabletten sollen mit reichlich Flüssigkeit entweder vor oder zusammen mit einer Mahlzeit

eingenommen werden.

Wenn Sie die Einnahme von Tricef vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Setzen Sie die Einnahme wie von Ihrem Arzt verordnet fort..

Wenn Sie die Einnahme von Tricef abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Tricef nicht ohne ärztliche Anweisung, nur weil Sie sich besser fühlen.

Es ist wichtig, dass Sie dieses Arzneimittel solange einnehmen, wie es Ihnen von Ihrem Arzt

verschrieben wurde. Wenn Sie die Einnahme zu früh beenden, kann die Infektion wieder aufflammen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich am Ende der verschriebenen Behandlungsdauer noch

immer schlecht fühlen, oder wenn während der Behandlung eine Verschlechterung auftritt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen sind wichtig und müssen sofort behandelt werden, wenn sie

auftreten. Brechen Sie die Verabreichung von Triocef ab und informieren Sie sofort den Arzt,

wenn folgende Symptome auftreten:

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Wässrige und schwere Durchfälle, die auch blutig sein können

Plötzliche schwere allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock) wie Hautausschlag oder

Nesselsucht, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht, der Lippen, Zunge oder an anderen Körperteilen,

Engegefühl in der Brust, Atemnot und Kollaps

Schwere Hautkrankheit mit Blasenbildung auf der Haut, im Mund, an den Augen und Genitalien

(Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) (siehe Abschnitt 2. Was sollten Sie

vor der Einnahme von Tricef beachten? - Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Schwere Hautausschläge, Fieber, vergrößerte Lymphknoten, Zunahme der Zahl eines bestimmten

Typs von weißen Blutkörperchen, genannt Eosinophile (DRESS-Syndrom) (siehe Abschnitt 2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tricef beachten? - Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen)

Darüber hinaus wurden folgende Nebenwirkungen berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Weiche Stühle, Durchfall.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen

Störungen in Form von Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen

Vorübergehender Anstieg von Leberenzymen im Serum

Hautausschläge

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Seite 5 von 6

Die langfristige und wiederholte Anwendung kann zu erneuten Infektionen (Superinfektionen)

mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen führen.

Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie)

Überempfindlichkeitsreaktionen unterschiedlicher Ausprägung wie Hautrötung, Herzrasen,

Atemnot, Blutdruckabfall, Verkrampfen der Bronchialmuskulatur, Schwellung im Gesicht,

der Zunge oder des Kehlkopfes (angioneurotisches Ödem).

Schwindelgefühl

Appetitlosigkeit, Blähungen

Juckreiz, Schleimhautentzündungen

Vorübergehender Anstieg der Harnstoffkonzentration

Arzneimittelfieber

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Blutbildveränderungen wie z.B. Verminderung von bestimmten weißen Blutkörperchen

(Leukopenie, Agranulozytose), Verminderung von Blutplättchen (Thrombozytopenie),

Verminderung der Blutzellen aller Systeme (Panzytopenie). Diese Nebenwirkungen

normalisieren sich nach Beendigung der Therapie von selbst.

Blutgerinnungsstörungen, Blutarmut (hämolytische Anämie)

Vorübergehende gesteigerte Aktivität.

Leberentzündung (Hepatitis) und Gelbsucht

Anstieg der Kreatininkonzentration im Serum, entzündliche Nierenerkrankungen (Interstitielle

Nephritis)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Verminderung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Granulozytopenie)

Erhöhte Menge eines Abbauprodukts von Blut, dem Gallenfarbstoff Bilirubin im Blut.

Eine Entzündung der Nierenkanalzwischenräume, die zu plötzlichem

Nierenversagen

führt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Tricef aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnisnach „Verwendbar bis:“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Seite 6 von 6

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Umweltschutz bei.

6.

Inhalt der Packungen und weitere Informationen

Was Tricef enthält

Der Wirkstoff ist: Cefixim

Eine Filmtablette enthält 447,6 mg Cefixim - Trihydrat entsprechend 400 mg Cefixim.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kern: mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Maisstärke, Calciumhydrogenphosphat -

Dihydrat, Magnesiumstearat. Überzug: Hypromellose, Titandioxid (E171), dünnflüssiges

Paraffin, Natriumdodecylsulfat.

Wie Tricef aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, bikonvexe, längliche Filmtabletten mit abgerundeten Ecken und Gravur EM400 auf einer

Seite.

Es sind Blisterpackungen (PVC/PVDC-Aluminiumblister) zu 3 und 7 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Merck GmbH, 1147 Wien

Hersteller:

Merck S.L., 08100 Mollet del Vallés (Barcelona), Spanien

Z.Nr: 1-22077

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2019.

Fachinformation

(Zusammenfassung der Produkteigenschaften)

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tricef 200 mg-Filmtabletten

Tricef 400 mg-Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Tricef 200 mg-Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 223,8 mg Cefixim - Trihydrat entsprechend 200 mg Cefixim.

Tricef 400 mg-Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 447,6 mg Cefixim - Trihydrat entsprechend 400 mg Cefixim.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten

200 mg:

weiße, bikonvexe, längliche Filmtabletten mit abgerundeten Ecken.

Gravur EM72 auf einer Seite

400 mg:

weiße, bikonvexe, längliche Filmtabletten mit abgerundeten Ecken.

Gravur EM400 auf einer Seite

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Tricef ist bei Jugendlichen und Erwachsenen zur Behandlung folgender Infektionen geeignet, die

durch Cefixim-empfindliche Krankheitserreger (siehe Abschnitt 4.4 und 5.1) verursacht werden

und einer oralen Therapie zugänglich sind:

Akute Exazerbationen einer chronischen Bronchitis (AECB)

Ambulant erworbene Pneumonie

Akute Otitis media

akute bakterielle Sinusitis (nach adäquater Diagnosestellung)

Akute bakterielle Pharyngitis (nach adäquater Diagnosestellung)

Unkomplizierte akute Zystitis

Unkomplizierte Pyelonephritis

Unkomplizierte akute Gonorrhö

Hinweis:

Nachgewiesene Infektionen durch Staphylokokken sollten mit Cefixim nicht behandelt werden, da

Staphylokokken resistent sind.

Die offiziellen Richtlinien für die angemessene Anwendung von Antibiotika sind zu beachten.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung:

Erwachsene und Jugendliche älter als 12 Jahre:

1 x täglich 400 mg in einer Einzeldosis

oder

2 x täglich 200 mg im Abstand von 12 Stunden.

Kinder unter 12 Jahren:

Für Kinder unter 12 Jahren und Patienten mit Schluckbeschwerden bei Tabletten werden flüssige

orale Zubereitungen mit dem Wirkstoff Cefixim empfohlen.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Verlauf der Infektion. Im Allgemeinen beträgt die

Dauer einer antibiotischen Behandlung 5 - 10 Tage. Bei Streptokokkeninfektionen ist eine

Mindesttherapie von 10 Tagen zur Vermeidung von Folgeerkrankungen zu beachten.

Für unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege bei Frauen reicht eine Behandlungsdauer

von 1 - 3 Tagen aus.

Bei der Gonorrhoe ist in der Regel eine einmalige Gabe von 400 mg Cefixim ausreichend.

Der Behandlungserfolg der Therapie einer Gonokokkeninfektion sollte durch eine kulturelle

Kontrolle 3-4 Tage nach Behandlungsende überprüft werden.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist im Allgemeinen keine Dosisanpassung notwendig.

Eingeschränkte Nierenfunktion:

Bei Patienten mit deutlich eingeschränkter Nierenfunktion ist die Dosis zu reduzieren. Bei

niereninsuffizienten Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 20 ml/min/1,73 m

wird eine

Dosisanpassung im Sinne einer einmaligen Anwendung von 200 mg/die empfohlen. Die Dosierung

und Therapie für Patienten, die eine chronische ambulante Peritonealdialyse oder Hämodialyse

benötigen, sollten nach den Empfehlungen für Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von weniger

als 20 ml/min behandelt werden.

Bei Kindern unter 12 Jahren mit einer Kreatinin-Clearance <20 ml/min/1,73 m2 sollten täglich nur 1

x 4 mg Cefixim/kg Körpergewicht verabreicht werden (hierzu steht Tricef 100 mg/5 ml - Trockensaft

zur Verfügung), bei Jugendlichen (ab 12 Jahren) und Erwachsenen entsprechend täglich 1 x 200 mg

Cefixim.

Art der Anwendung:

Die Filmtabletten sollen mit reichlich Flüssigkeit entweder vor oder zusammen mit einer Mahlzeit

eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Cephalosporine oder einen der in Abschnitt 6.1.

genannten sonstigen Bestandteile.

Frühere Soforttyp-und/oder schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen gegen ein Penicillin

oder ein anderes Beta-Laktam-Antibiotikum.

Bis zum Vorliegen weiterer klinischer Erfahrungen darf Tricef Frühgeborenen und Neugeborenen

nicht verabreicht werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bei Patienten mit allergischer Diathese oder Asthma ist bei der Anwendung von ß-Laktamantibiotika

besondere Vorsicht geboten.

Überempfindlichkeit gegen Penicilline

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Cefixim ist bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen

andere Arzneimittel erforderlich. Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Cephalosporinen ist bei

Penicillin-empfindlichen Patienten erforderlich, da es Hinweise für partielle Kreuzallergien zwischen

Penicillinen und Cephalosporinen gibt.

Bei Patienten kam es unter beiden Medikamentenklassen zu schweren Reaktionen (einschließlich

Anaphylaxie).

Besondere

Vorsicht

Patienten

geboten,

eine

allergische

Reaktion

Penicilline oder andere Beta-Lactam-Antibiotika entwickelten, da Kreuzreaktionen auftreten können

(für Gegenanzeigen aufgrund bekannter Überempfindlichkeitsreaktionen siehe Abschnitt 4.3).

Wenn nach Verabreichung von Cefixim schwere Überempfindlichkeitsreaktionen oder

anaphylaktische Reaktionen auftreten, muss die Anwendung von Cefixim sofort beendet und eine

geeignete Notfallbehandlung eingeleitet werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Vorliegen schwerer Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance

10 ml/min/1,73 m

) ist

Tricef mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

Anfälle bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Einige Cephalosporine sind, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, an der

Auslösung von Anfällen beteiligt, wenn die Dosierung nicht reduziert wurde. Wenn Anfälle auftreten,

sollte Cefixim abgesetzt werden und eine geeignete Behandlung und/oder Maßnahmen ergriffen

werden.

Akutes Nierenversagen

Vorsicht ist bei Patienten geboten, die begleitend mit Diuretika (z.B. Furosemid) und/oder anderen

potentiell nephrotoxischen medizinischen Substanzen (z.B. Aminoglykosid-Antibiotika) behandelt

werden, vor allem bei Patienten mit zugrundeliegenden Beschwerden bei denen es zu renaler Ischämie

kommen kann (z.B. schwere Infektionen, Septikämie). Bei diesen Patienten kann es, verursacht durch

die Kombination mit Cefixim, zu Beeinträchtigung der Nierenfunktion und sogar zu akuten

Nierenversagen kommen, Eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktionen ist unter diesen

Bedingungen erforderlich.

Schwere Hautreaktionen

Schwere kutane unerwünschte Reaktionen wie toxische epidermische Nekrolyse, Steven-Johnson

Syndrom und Arzneimittelexantheme mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)

wurden bei einigen Patienten bei Einnahme von Cefixim beobachtet. Falls schwere kutane

unerwünschte Reaktionen auftreten, soll die Behandlung mit Cefixim abgebrochen und eine

angemessene Therapie oder Maßnahmen eingeleitet werden.

Pseudomembranöse Kolitis

Es kann sehr selten während oder nach der Therapie zu einer Antibiotika-assoziierten

Dickdarmentzündung mit möglichem Tod (z. B. pseudomembranöser Kolitis) kommen, die durch

schwere und anhaltende Durchfälle gekennzeichnet ist und ärztlich behandelt werden muss. In einem

solchen Fall ist Cefixim sofort abzusetzen und ein Erregernachweis sowie eine geeignete Therapie

durchzuführen. Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.8

Nebenwirkungen).

Bei einer Langzeittherapie mit Cefixim in hoher Dosis sind Nieren- und Leberfunktions- sowie

Blutbildkontrollen angezeigt.

Antibiotikaresistenz:

Die Behandlung mit Cefixim kann das Risiko der Entwicklung arzneimittelresistenter Bakterien

erhöhen mit oder ohne klinisch erkennbare Superinfektion.

Superinfektion:

Wie bei anderen Antibiotika kann eine längere Einnahme gelegentlich zu einem übermäßigen

Wachstum von unempfindlichen Organismen führen. Wenn eine Superinfektion auftritt, sollte eine

geeignete Therapie eingeleitet werden.

Bei der Kombination von Cefixim mit einem Aminoglykosidantibiotikum, Polymyxin B, Colistin,

Viomycin bzw. hochdosierten Mitteln vom Typ der Schleifendiuretika (z. B. Furosemid) sollte die

Nierenfunktion besonders sorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.5. Wechselwirkungen mit

anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen). Dies gilt besonders für Patienten mit bereits

eingeschränkter Nierenfunktion.

Bei Patienten mit schweren Magen- und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen sollte von der

Behandlung mit Cefixim abgesehen werden, da eine ausreichende Absorption nicht gewährleistet ist.

(Hier empfiehlt sich eine parenterale Therapie mit einem geeigneten Antibiotikum).

Hämolytische Anämie

Arzneimittel induzierte hämolytische Anämie, einschließlich schwerer Fälle mit fatalem Ausgang,

wurden für Cephalosporine (als Klasse) beschrieben. Das Wiederauftreten von hämolytischer Anämie

nach der Readministrierung von Cephalosporinen bei Patienten mit vorrausgegangener Cephalosporin

(einschließlich Cefixim)-assozierter hämolytischer Anämie wurden ebenfalls beobachtet.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Gabe von Cefixim und

potentiell nephrotoxischen Substanzen (wie Aminoglykosid-Antibiotika, Colistin, Polymyxin,

Viomycin) oder stark wirksamen Diuretika (wie Etacrynsäure oder Furosemid) ist mit erhöhtem

Risiko einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion zu rechnen (siehe Abschnitt

4.8 Nebenwirkungen);

dem Kalziumkanalblocker Nifedipin wird die Bioverfügbarkeit von Cefixim-Filmtabletten um

ca. 70 % erhöht;

Antikoagulantien vom Cumarin-Typ wurde in Einzelfällen längere Prothrombinzeiten mit und

ohne Blutung beobachtet gegebenenfalls ist eine Kontrolle der Gerinnungsparameter angezeigt.

Antacida vom Typ Aluminium-, Magnesiumhydroxid verringerten im Tierversuch (Hund) die orale

Bioverfügbarkeit von Cefixim. Dies konnte verhindert werden, wenn Cefixim 2 Stunden vor oder nach

Gabe dieser Antacida appliziert wurde. Im Humanversuch konnte jedoch keine Interaktion zwischen

diesen Antacida und Cefixim festgestellt werden.

Sonstige Wechselwirkungen:

Bei Harnzuckerbestimmungen mit Reduktionsmethoden kann es zu falsch positiven Reaktionen

kommen, nicht jedoch bei Einsatz von enzymatischen Methoden.

Es kann bei der Behandlung mit Cefixim zu einem falsch-postiven direkten Coombs Test kommen.

Eine falsch-positive Reaktion auf Ketone im Urin kann bei Tests auftreten, die Nitroprussid

verwenden, aber nicht bei Tests, die Nitroferrocyanid verwenden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Cefixim bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien ergaben keinen Hinweis auf teratogene Wirkungen von Cefixim (siehe

Abschnitt 5.3). Cefixim ist plazentagängig. Als Vorsichtsmaßnahme darf Tricef deshalb nicht während

der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, es wird vom behandelnden Arzt nach sorgfältiger

Nutzen-/Risiko-Abwägung als notwendig erachtet.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Cefixim in die Muttermilch übertritt. In Tierstudien wurde der Übertritt von

Cefixim in die Muttermilch beobachtet. Die Entscheidung, ob das Stillen weitergeführt/abgebrochen

werden soll, oder ob die Behandlung mit Cefixim weitergeführt/abgebrochen werden soll, ist unter

Beachtung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Behandlung mit Cefixim für die

Frau zu treffen. Doch bis weitere klinische Erfahrungen verfügbar sind, darf Tricef stillenden Müttern

nicht verschrieben werden.

Fertilität

Reproduktionsstudien bei Mäusen und Ratten lassen nicht auf schädliche Auswirkungen in Bezug auf

die Fertilität schließen (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat der Wirkstoff im Allgemeinen keine Auswirkungen auf die

Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen (siehe Abschnitt

4.8 Nebenwirkungen) kann jedoch gegebenenfalls das Konzentrations- und Reaktionsvermögen

verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigt werden.

4.8

Nebenwirkungen

Sehr häufig:

>1/10

Häufig:

>1/100 und <1/10

Gelegentlich:

>1/1000 und <1/100

Selten:

>1/10 000 und <1/1000

Sehr selten:

<1/10 000 einschließlich Einzelfälle

nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Organklassensystem

Häufigkeit nach MedDRA-Konvention

Häufig: (>1/100

und <1/10)

Gelegentlich:

(>1/1000 und

<1/100)

Selten

(

1/10.000,

<1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000)

nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren Daten

nicht abschätzbar)

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Die langfristige und

wiederholte

Anwendung kann zu

Superinfektionen

mit resistenten

Bakterien oder

Sprosspilzen führen;

Pathogen-Resistenz

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Eosinophilie

Weitere

Blutbildveränderung

en, wie z.B.

Leukopenie,

Agranulozytose,

Panzytopenie oder

Thrombozytopenie.

Diese

Nebenwirkungen

normalisieren sich

nach Beendigung

der Therapie von

selbst.

Blutgerinnungsstöru

ngen, hämolytische

Anämie.

Granulozytopenie

Erkrankungen des

Immunsystems*

Überempfindlichkeit

sreaktionen

unterschiedlicher

Ausprägung wie

Anaphylaktischer

Schock.

Serumkrankheitsähn

liche Reaktionen.

Flush, Palpitationen,

Dyspnoe,

Blutdruckabfall,

Bronchiospasmus,

angioneurotisches

Ödem.

(z.B. Arthralgie,

Arthritis,

Gelenksschwellung,

Myalgie, Urtikaria)

Erkrankungen des

Nervensystems**

Kopfschmerzen.

Schwindelgefühl.

Vorübergehende

Hyperaktivität

Betalaktam-

Antibiotika,

einschließlich

Cefixim, erhöhen

Enzephalopathie-

Risiko (das

Krampfanfälle,

Verwirrtheit,

Bewusstseinsstörun

gen,

Bewegungsstörunge

n einschließen

kann) für den

Patienten,

insbesondere bei

Überdosierung oder

Nierenfunktionsstör

ung.

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakt

Weiche Stühle,

Durchfall.

Störungen in Form

Bauchschmerzen,

Verdauungsstörunge

n, Übelkeit und

Erbrechen.

Appetitlosigkeit,

Blähungen.

Antibiotika-

assoziierte

Dickdarmentzündun

g (z.B.

pseudomembranöse

Kolitis; siehe

Abschnitt 4.4)

Leber- und

Gallenerkrankungen

Reversibler Anstieg

von Leberenzymen

(Transaminasen,

alkalische

Phosphatase) im

Serum.

Hepatitis und

Gelbsucht

Blutbilirubin erhöht

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgeweb

Hautausschläge

(Erytheme,

Exantheme)

Juckreiz,

Schleimhautentzünd

ungen

Erythema

(exsudativum)

multiforme, Steven-

Johnson Syndrom,

toxische epidermale

Nekrolyse.

Dress-Syndrom

(Arzneimittel-

induzierter

Hautausschlag mit

Eosinophilie und

systemischen

Symptomen) (siehe

Abschnitt 4.4.)

Erkrankungen der

Niere und

Harnwege***

Vorübergehender

Anstieg der

Harnstoffkonzentrati

Anstieg der

Kreatininkonzentrati

on im Serum.

Interstitielle

Nephritis.

akutes renales

Versagen,

einschließlich einer

tubulointerstitialen

Nephritis als ein

zugrundeliegender

pathologischer

Zustand

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Arzneimittelfieber

* Insgesamt sind Überempfindlichkeitsreaktionen nach oraler Anwendung von Cephalosporinen

wesentlich seltener als nach intravenöser oder intramuskulärer Gabe.

**Wie bei anderen Cephalosporinen kann eine erhöhte Neigung zu Krampfanfällen nicht

ausgeschlossen werden.

***Bei Patienten, die gleichzeitig Diuretika (z.B. Furosemid) oder potentiell nephrotoxische

Substanzen (z.B. Aminoglykosid-Antibiotika) erhalten, kann eine Cefixim Behandlung zur

Beeinträchtigung der Nierenfunktion bis hin zum akuten Nierenversagen führen, insbesondere wenn

zusätzlich Begleiterkrankungen vorliegen, die mit einer Minderperfusion der Niere einhergehen (z.B.

schwere Infektionskrankheiten, Sepsis). Eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion ist unter

diesen Bedingungen erforderlich. (siehe Abschnitt 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

und sonstige Wechselwirkungen)

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

Österreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Insbesondere bei Überdosierung und Nierenfunktionsstörungen besteht die Gefahr einer

Enzephalopathie bei Anwendung von Betalactam-Antibiotika, einschließlich Cefixim.

Durch Hämodialyse bzw. Peritonaldialyse können keine relevanten Substanzmengen aus dem Körper

eliminiert werden. Es gibt kein spezifisches Antidot. Generelle unterstützende Maßnahmen werden

empfohlen.

Bei anaphylaktischen Reaktionen sind die üblichen Sofortmaßnahmen, möglichst mit dem ersten

Anzeichen des Schocks, einzuleiten.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Cephalosporine der 3. Generation

ATC-Code: J01D D08

Cefixim ist ein orales Cephalosporin-Antibiotikum, das hinsichtlich Struktur, Keimspektrum und

Betalaktamasestabilität den parenteral anwendbaren Cephalosporinen der 3. Generation vom

Cefotaxim-Typ ähnelt. Cefixim zeigt eine bakterizide Wirkung gegen Gram-positive und Gram-

negative Erreger und hat eine hohe Stabilität gegen viele klinisch relevante Betalaktamasen.

Wirkungsweise

Der Wirkungsmechanismus von Cefixim beruht auf einer Hemmung der bakteriellen

Zellwandsynthese (in der Wachstumsphase) durch Blockade der Penicillin-bindenden Proteine (PBPs)

wie z. B. der Transpeptidasen. Hieraus resultiert eine bakterizide Wirkung.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von der Zeitdauer ab, während der der Wirkstoffspiegel

oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.

Resistenzmechanismen

Eine Resistenz gegenüber Cefixim kann auf folgenden Mechanismen beruhen:

Inaktivierung durch Betalaktamasen: Cefixim kann durch bestimmte Betalaktamasen

hydrolysiert werden, insbesondere durch Betalaktamasen mit erweitertem Spektrum (sog.

extended spectrum betalactamases, ESBLs), die z. B. bei Stämmen von Escherichia coli oder

Klebsiella pneumoniae vorkommen, oder durch konstitutiv gebildete Betalaktamasen vom

AmpC-Typ, die z. B. bei Enterobacter cloacae nachgewiesen wurden. Bei Infektionen durch

Bakterien mit induzierbarer AmpC-Betalaktamase und In-vitro-Empfindlichkeit gegenüber

Cefixim besteht die Gefahr, dass unter der Therapie Mutanten mit konstitutiver

(dereprimierter) AmpC-Betalaktamase-Bildung selektiert werden.

Reduzierte Affinität von PBPs gegenüber Cefixim: Die erworbene Resistenz bei

Pneumokokken und anderen Streptokokken beruht auf Modifikationen vorhandener PBPs als

Folge einer Mutation.

Unzureichende Penetration von Cefixim durch die äußere Zellwand kann bei Gram-negativen

Bakterien dazu führen, dass die PBPs nicht ausreichend gehemmt werden.

Durch Effluxpumpen kann Cefixim aktiv aus der Zelle transportiert werden.

Eine partielle oder vollständige Kreuzresistenz von Cefixim besteht mit anderen Cephalosporinen und

Penicillinen.

Grenzwerte

Die Testung von Cefixim erfolgt unter Benutzung der üblichen Verdünnungsreihe. Folgende minimale

Hemmkonzentrationen für sensible und resistente Keime wurden festgelegt:

EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) Grenzwerte

Erreger

Sensibel

Resistent

Enterobacterales

1 mg/l

> 1 mg/l

Haemophilus influenzae

0,12 mg/l

> 0,12 mg/l

Moraxella catarrhalis

0,5 mg/l

> 1 mg/l

Neisseria gonorrhoeae

0,12 mg/l

> 0,12 mg/l

Nur unkomplizierte Harnwegsinfektionen

Prävalenz der erworbenen Resistenz

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit

variieren. Deshalb sind - insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen - lokale

Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Falls auf Grund der lokalen Resistenzsituation

die Wirksamkeit von Cefixim in Frage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten

angestrebt werden. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine

mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber

Cefixim anzustreben.

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten 5 Jahre aus

nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und –studien (Stand: Februar 2018):

Üblicherweise empfindliche Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Streptococcus pyogenes

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Citrobacter koseri °

Haemophilus influenzae

Moraxella catarrhalis

Neisseria gonorrhoeae

Proteus mirabilis °

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen

können

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Streptococcus pneumoniae

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Citrobacter freundii

Enterobacter cloacae

Escherichia coli

% &

Klebsiella oxytoca

Klebsiella pneumoniae

Morganella morganii

Serratia marcescens

Von Natur aus resistente Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Enterococcus spp.

Staphylococcus spp.

Streptococcus pneumoniae (Penicillin-intermediär und –resistent)

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Legionella pneumophila

Pseudomonas aeruginosa

Andere Mikroorganismen

Chlamydia spp.

Chlamydophila spp.

Mycoplasma spp.

° Bei Veröffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primärliteratur,

Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.

Die natürliche Empfindlichkeit der meisten Isolate liegt im intermediären Bereich.

Extended Spectrum Beta-Laktamase (ESBL) bildende Stämme sind immer resistent.

&

Bei Isolaten von Patientinnen mit unkomplizierter Cystitis beträgt die Resistenzrate <10%, sonst

10%.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Cefixim wird dosisabhängig, aber nicht dosisproportional resorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit

beträgt ca. 40 - 50%. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme beeinflusst nicht signifikant die

Resorptionsquote.

Die Spitzenkonzentrationen im Serum werden zwischen 3 und 4 h nach Einnahme erreicht. Sie lagen

in klinischen Untersuchungen für die 200 mg–Tablette zwischen 2,33 und 2,95 µg/ml, für die 400 mg-

Tablette zwischen 3,18 und 4,64 µg/ml.

Die zweimal tägliche Gabe von 200 mg führt zu vergleichbaren Serumspiegeln wie eine Einmalgabe

von 400 mg. Die wiederholte tägliche Gabe von Tricef führt zu keiner Kumulation.

Verteilung

Die Serumeiweißbindung von Cefixim liegt bei 65 %.

Nach einmaliger intravenöser Applikation von 200 mg Cefixim wurde ein relatives

Verteilungsvolumen von 6,7 l ermittelt. Im Steady-State betrug es 16,8 l.

Cefixim verteilt sich gut in das Gewebe. Insbesondere in Gallenflüssigkeit und Urin werden

Konzentrationen erreicht, die deutlich über der MHK der relevanten Keime liegen. Auch in anderen

Organen wie Tonsillen, Lunge, Bronchien, Innenohr und Nebenhöhlen werden wirksame

Konzentrationen erreicht.

Biotransformation

In klinischen Studien wurden keine zirkulierenden Metaboliten gefunden, die Hinweise auf die

Metabolisierung von Cefixim geben.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit von Cefixim, unabhängig von der verabreichten Dosis und der

galenischen Formulierung, beträgt 2 - 4 Stunden. Die Substanz wird sowohl renal als auch biliär

eliminiert. Eine vollständige Bilanzierung ist aufgrund der vorliegenden Daten nicht möglich.

Ca. 50-55 % der resorbierten Substanzmenge liegen innerhalb von 24 Stunden nach oraler Gabe von

200 bis 400 mg Cefixim unverändert im Urin vor.

Spezielle Altersgruppen

Die Halbwertszeit bei Kindern und Jugendlichen beträgt 3,3 - 3,7 Stunden, bei älteren Patienten

(Durchschnittsalter 68,9 Jahre) 3,9 - 4,2 Stunden.

Die pharmakokinetischen Werte bei Kindern und älteren Patienten unterscheiden sich nur geringfügig

von denen bei Erwachsenen. Eine Dosisanpassung ist daher nicht notwendig.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die akute Toxizität von Cefixim ist gering.

Die Untersuchungen zur Toxizität nach wiederholter Einnahme erbrachten substanzbedingte Effekte

am Gastrointestinalsystem und den Nieren. Cefixim ist wie andere Cephalosporine als potentiell

nephrotoxisch einzuschätzen.

Untersuchungen an drei Tierspezies (Ratte, Maus, Kaninchen) haben keine Hinweise auf teratogene

Eigenschaften ergeben. Einflüsse auf die Peri-Postnatalentwicklung und die Fertilität bei Ratten

wurden nicht beobachtet.

Mehrere in vitro und in vivo-Mutagenitätstests verliefen negativ. Da keine Hinweise auf ein

karzinogenes Potential aus Mutagenitätstests und toxikologischen Langzeitstudien an Ratten vorliegen

und Cefixim im Regelfall nicht über einen längeren Zeitraum angewendet wird, wurden keine

Langzeitstudien zur Karzinogenität mit Cefixim durchgeführt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Kern:

Mikrokristalline Cellulose

vorverkleisterte Maisstärke

Calciumhydrogenphosphat - Dihydrat

Magnesiumstearat

Überzug:

Hypromellose

Titandioxid (E171)

dünnflüssiges Paraffin

Natriumdodecylsulfat

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Lesen Sie das vollständige Dokument

CMDh/223/2005

February 2014

Öffentlicher Bewertungsbericht

Wissenschaftliche Diskussion

Tricef 200 mg – Filmtabletten

Tricef 400 mg – Filmtabletten

Cefixim

AT/H/0132/001-002/MR

Datum: 10.08.2016

Dieser öffentliche Bewertungsbericht behandelt die wissenschaftliche Diskussion zur

Genehmigung der Zulassung von

Tricef 200 mg – Filmtabletten und Tricef 400 mg -

Filmtabletten.

Das Verfahren wurde am

21.05.2004 abgeschlossen.

Für Informationen zu

Änderungen nach diesem Datum siehe Abschnitt ‘Update’.

I.

EINLEITUNG

Basierend auf der Bewertung der Daten zu Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit wurde von

den Mitgliedsstaaten die Zulassung nach Artikel 8(3) der Direktive 2001/83/EC für Tricef 200

mg – Filmtabletten und Tricef 400 mg - Filmtabletten, von Merck Gesellschaft mbH, erteilt.

Das Produkt ist

indiziert zur

Behandlung

akuten

chronischen

Infektionen

unterschiedlichen Schweregrades, die durch Cefixim-empfindliche Krankheitserreger

verursacht werden und einer oralen Therapie zugänglich sind, wie

Infektionen der oberen und unteren Atemwege

Infektionen im HNO-Bereich (z. B. Otitis media, Sinusitis, Tonsillitis, Pharyngitis,

Laryngitis)

Gallenwegsinfektionen

Unkomplizierte akute und rezidivierende Harnwegsinfektionen einschließlich gonor-

rhoischer Urethritis

Nachgewiesene

Infektionen durch

Staphylokokken

sollten

Cefixim

nicht

behandelt

werden, da Staphylokokken resistent sind.

Eine

detaillierte

Beschreibung

Indikationen

Dosierung

findet

sich

Fachinformation des Produkts.

Cefixim ist ein orales Cephalosporin-Antibiotikum das hinsichtlich Struktur, Keimspektrum

und Betalaktamasestabilität den parenteral anwendbaren Cephalosporinen der 3. Generation

vom Cefotaxim-Typ ähnelt. Cefixim zeigt eine bakterizide Wirkung gegen Gram-positive und Gram-

negative Erreger und hat eine hohe Stabilität gegen viele klinisch relevante Betalakta- masen. Der

Wirkmechanismus von Cefixim beruht auf einer Hemmung der bakteriellen Zell- wandsynthese.

Das antibakterielle Spektrum ist nicht so breit wie das der parenteralen Cephalsporine der

3. Generation.

II.

QUALITÄT

II.1

Einleitung

Tricef sind Filmtabletten in PVC/PVDC/Aluminium-Blisterpackungen.

II.2

Wirkstoff

Der Wirkstoff von Tricef ist Cefixim (als Trihydrat). Die Spezifikationen des Wirkstoffs

entsprechen den aktuellen wissenschaftlichen Anforderungen. Die hinreichende Qualität des

Wirkstoffs wurde durch Bereitstellung der entsprechenden Kontrolldaten bewiesen. Die

Stabilität des Wirkstoffs wurde unter ICH-Bedingungen getestet; die Ergebnisse der Stabilitäts-

Studien stützen die festgelegte Wiederholungsprüfungs-Periode (retest-period).

II.3

Arzneimittel

Tricef enthält folgende Hilfsstoffe:

Kern:

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke

Calciumhydrogenphosphat Dihydrat

Magnesiumstearat

Überzug:

Hypromellose

Titandioxid (E171)

Dünnflüssiges Paraffin

Natriumdodecylsulfat

Die Entwicklung des Produktes wurde angemessen durchgeführt und wird als ausreichend

erachtet. Der Verwendungszweck aller Hilfsstoffe wurde erläutert.

Die Abgabespezifikationen beinhalten die Überprüfung aller der für diese Darreichungsform

relevanten Parameter. Entsprechende Daten zur Kontrolle des Endproduktes belegen die

Übereinstimmung mit den Abgabespezifikationen.

Die Verpackung des Arzneimittels entspricht den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen.

ICH-Stabilitätsstudien wurden durchgeführt und die vorgelegten Daten stützen die

angegebene Dauer der Haltbarkeit in der Fachinformation von 24 Monaten bei einer

Lagerungstemperatur unter 25°C.

Die pharmazeutische Qualität von Tricef wurde hinlänglich bewiesen.

II.4

Diskussion der chemischen, pharmazeutischen und biologischen Aspekte

Informationen zu Entwicklung, Herstellung und Kontrolle des Wirkstoffs und des

Arzneimittels wurden zufriedenstellend bereitgestellt. Die Ergebnisse der durchgeführten

Tests weisen eine ausreichende Kontinuität und Einheitlichkeit der maßgeblichen

Produktqualitäts-Charakteristika auf.

III.

PRÄKLINIK

III.1

Einleitung

Zur Präklinik wurden ein Expertenbericht und entsprechende Literatur vorgelegt.

III.2

Pharmakologie

Cefixim ist ein orales Cephalosporin aus der Gruppe der Beta – Laktam – Antibiotika, die zu

häufigsten

verschriebenen

antibakteriellen

Substanzen

gehören.

Cefixim

wirkt

bakterizid gegen Gram- positive und Gram– negative Bakterien.

Expertenbericht

Antragstellers

beschreibt

Empfindlichkeit

bzw.

Resistenzlage

verschiedener

Bakterienstämme

gegen

Cefixim

sehr

ausführlich.

Expertenbericht

geht

insbesondere auf die unterschiedliche Resistenzlage gegen S.

pneumoniae

einzelnen

Ländern

begründet

Fachinformation

Abschnitt

5.1.

gegebene

Empfehlung. Auch auf alle in der Fachinformation beanspruchten Anwendungsgebiete wird

im nichtklinischen Expertenbericht einzeln eingegangen.

Die Sicherheitspharmakologie und die Frage möglicher Interaktionen von Cefixim werden in

der nichtklinischen Dokumentation ausreichend dargestellt.

III.3

Pharmakokinetik

Cefixim wird von Ratten und Hunden gut absorbiert, die absolute Bioverfügbarkeit bei Ratte

und Hund liegt in der Größenordnung von 50 bis 75 %.

Die Absorption von Cefixim ist bis zu einer Dosis von 25 mg/kg dosislinear. An der Ratte

werden maximale Plasmaspiegel nach 1 Stunde erreicht, die terminale

Eliminationshalbwertszeit beträgt 1 – 2 Stunden. Beim Hund werden dagegen maximale

Plasmaspiegel erst nach 3 Stunden erreicht, und die terminale Eliminationshalbwertszeit

beträgt ca. 7 Stunden. Die Plasmaproteinbinding ist bei Ratte und Hund mit 91 % deutlich

höher als beim Menschen mit 60 - 70 %. Verteilungsstudien zeigten die größte Anreicherung

von Cefixim in der Niere. Eine Metabolisierung von Cefixim findet nicht in der Leber, aber

durch die Darmflora statt. Die Ausscheidung erfolgt bei Ratte und Hund zu ca. 20 % über den

Urin und zu 80 % über die Faeces, wobei ein enterohepatischer Kreislauf besteht. Der

Expertenbericht stellt immer wieder die beim Tier erhobenen pharmakokinetischen Daten

jenen beim Menschen gegenüber.

III.4

Toxikologie

Cefixim ist einmalig oral appliziert wenig toxisch, wobei die Bestimmung der akuten

toxischen Dosis beim Hund dadurch erschwert wird, dass in Dosen ab 320 mg/kg Emesis

auftritt. Die oralen LD50 – Werte bei Nagern liegen über 10 g/kg.

Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe wurden an Ratten und Hunden über einen

Zeitraum von bis zu 53 Wochen durchgeführt. Die nichttoxische Dosis wurde an Ratten mit

320 mg/kg und an Hunden mit der höchsten untersuchten Dosis von 400 mg/kg gefunden.

Erst in noch höheren Daten traten bei der Ratte Nephrotoxizität und gastrointestinale

Toxizität auf.

Studien zur Reproduktionstoxizität zeigten keine Effekte an Ratten bis 3200 mg/kg, während

sich das Kaninchen gegenüber Cefixim als wesentlich empfindlicher erwies: Die

nichttoxische Dosis wurde mit 3,2 mg/kg gefunden, darüber traten maternale Toxizität und

Embryotoxizität (aber keine Teratogenität) auf.

Standardtests zur Mutagenität in vitro und in vivo zeigten für Cefixim kein mutagenes

Potential.

Die ausführliche Begründung des Antragstellers für das Fehlen von Karzinogenitätsstudien

kann akzeptiert werden.

III.5

Diskussion der präklinischen Aspekte

Im Hinblick auf die präklinische Dokumentation besteht gegen die Zulassung von Tricef 200

und 400 mg – Filmtabletten kein Einwand.

IV.

KLINIK

IV.1

Einleitung

Zur Klinik wurden ein Expertenbericht und entsprechende Literatur vorgelegt.

IV.2

Pharmakokinetik

Cefixim ist ein orales Cephalosporin aus der Gruppe der Beta – Laktam – Antibiotika, die zu

häufigsten

verschriebenen

antibakteriellen

Substanzen

gehören.

Cefixim

wirkt

bakterizid gegen Gram- positive und Gram– negative Bakterien. Das antibakterielle Spektrum

von Cefixim ist breiter als jenes der Cephalosporine der ersten und zweiten Generation, aber

nicht so breit wie das der dritten Generation der parenteralen Cephalosporine.

Expertenbericht

Antragstellers

beschreibt

Empfindlichkeit

bzw.

Resistenzlage

verschiedener

Bakterienstämme gegen

Cefixim

sehr

ausführlich,

insbesondere

auch

Hinblick

beantragten

Indikationen.

Expertenbericht

geht

auch

unterschiedliche Resistenzlage gegen S. pneumoniae in einzelnen Ländern ein und begründet

die in der Fachinformation im Abschnitt 5.1. gegebene Empfehlung.

IV.3

Pharmakodynamik

Die absolute Bioverfügbarkeit von Cefixim liegt in der Größenordnung von 40 bis 50 %.

Über einen großen Dosisbereich steigen die Plasmaspiegel linear, aber nicht dosisproportional

an. Maximale Plasmaspiegel werden 3 – 4 Stunden nach der oralen Substanzgabe erreicht.

Die terminale Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 3 Stunden. Die Serumproteinbindung

beträgt 60 – 70 %. In der Mittelohrflüssigkeit und im Lungengewebe werden ca. 30 – 50 %

der Serumspiegel erreicht. Die Ausscheidung erfolgt zu etwa 40 % über die Niere und zu etwa

60 % über nicht-renale Wege. In der Galle werden hohe Wirkstoffkonzentrationen gefunden.

Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion steigt die Plasmaeliminationshalbwertszeit an, auf

eine dadurch erforderliche Dosisreduktion wird in der Fachinformation hingewiesen.

Die Bioäquivalenz zwischen 1 x 400 mg – Filmtabletten und 2 x 200 mg – Filmtabletten

wurde nachgewiesen.

IV.4

Klinische Wirksamkeit

Der klinische Expertenbericht geht auf die einzelnen Anwendungsgebiete von Tricef

(Infektionen der oberen und unteren Atemwege, Infektionen im HNO – Bereich,

Harnweginfektionen, Infektionen der Gallenwege ) ausführlich ein.

IV.5

Klinische Sicherheit

Die Inzidenz unerwünschter Ereignisse ist nach Gabe von Cefixim jener nach Gabe anderer

Beta- Laktam – Antibiotika vergleichbar. Die häufigste Nebenwirkung ist Durchfall.

Überempfindlichkeitsreaktionen werden nur selten berichtet und sind meist milder Natur.

IV.6

Diskussion der klinischen Aspekte

Im Hinblick auf die klinische Dokumentation besteht gegen die Zulassung von Tricef 200 und

400 mg – Filmtabletten kein Einwand.

V.

GENERELLE SCHLUSSFOLGERUNGEN, NUTZEN / RISIKO –

BEWERTUNG UND EMPFEHLUNGEN

Qualität, Präklinik und

Klinik

Arzneispezialitäten

Tricef

mg -

Filmtabletten sind gut und übersichtlich dokumentiert. Das

Nutzen / Risiko – Verhältnis ist

positiv zu bewerten.

Dieser Abschnitt gibt die Verfahrensschritte und wissenschaftlichen Informationen nach

Abschluss des Zulassungsverfahrens wieder.

Abgrenzung

Verfahrensnummer

Produktinformation betroffen

Start des Verfahrens

Änderung der Fachinformation

AT/H/0132/001-002/II/001

18.05.2007

Abschluss des

Verfahrens

Genehmigt/

Nicht

genehmigt

Bewertungsbericht

beigefügt

13.12.2007

Genehmigt

Abgrenzung

Verfahrensnummer

Produktinformation betroffen

Start des Verfahrens

Erneuerung der Zulassung

AT/H/0132/001-002/R/001

09.05.2008

Abschluss des

Verfahrens

Genehmigt/

Nicht

genehmigt

Bewertungsbericht

beigefügt

07.08.2008

Genehmigt

Scope

Verfahrensnummer

Produktinformation betroffen

Start des Verfahrens

Änderung der

Produktinformation aufgrund

neuer Daten zu Qualität,

Präklinik, Klinik oder

Pharmakovigilanz

AT/H/0132/001-002/II/013

12.09.2014

Abschluss des

Verfahrens

Genehmigt/

Nicht

genehmigt

Bewertungsbericht

beigefügt

04.01.2015

Genehmigt

Procedure number*

Scope

Product Information

affected

Date of end

of procedure

Approval/

non approval

Summary/ Justification for

refuse

AT/H/0132/001-002/II/024

Änderung der

Produktinformation aufgrund

neuer Daten zu

Qualität,Präklinik, Klinik oder Pharmakovigilanz

04.06.2019

Approval

----

*Only procedure qualifier, chronological number and grouping qualifier (when applicable)

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen