Tadalafil beta 5 mg Filmtabletten

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

16-04-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

16-04-2019

Wirkstoff:
Tadalafil; Tadalafil
Verfügbar ab:
betapharm Arzneimittel GmbH (3364323)
ATC-Code:
G04BE08
INN (Internationale Bezeichnung):
Tadalafil, Tadalafil
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Tadalafil (29976) 4,63 Milligramm; Tadalafil (29976) 0,37 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
99056.00.00
Berechtigungsdatum:
2017-11-30

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tadalafil beta 5 mg Filmtabletten

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sorgfältig

durch,

bevor

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mit

der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

-

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

-

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

-

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Tadalafil beta und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tadalafil beta beachten?

Wie ist Tadalafil beta einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Tadalafil beta aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Tadalafil beta und wofür wird es angewendet?

Tadalafil beta enthält als Wirkstoff Tadalafil und gehört zu einer Gruppe von

Arzneimitteln, die “Phosphodiesterase 5 Inhibitoren” genannt werden.

Tadalafil beta wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Männern mit:

erektiler Dysfunktion

. Dies ist dann der Fall, wenn ein Mann für eine sexuelle

Aktivität keinen harten, erigierten Penis bekommen oder aufrechterhalten kann.

Tadalafil beta zeigte eine deutliche Verbesserung in Hinblick darauf, einen harten,

erigierten Penis für eine sexuelle Aktivität zu bekommen.

Nach einer sexuellen Stimulierung hilft Tadalafil beta, die Blutgefäße in Ihrem Penis

zu entspannen, wodurch ein Bluteinstrom in Ihren Penis ermöglicht wird. Das

Ergebnis ist eine verbesserte Erektion. Tadalafil beta wird Ihnen nicht helfen, wenn

Sie nicht unter einer erektilen Dysfunktion leiden. Es ist wichtig zu beachten, dass

Tadalafil beta ohne eine sexuelle Stimulation nicht wirkt. Ein partnerschaftliches

Vorspiel ist notwendig, so, als ob Sie kein Arzneimittel gegen erektile Dysfunktion

eingenommen hätten.

Harnwegsproblemen im Zusammenhang mit einer weit verbreiteten Erkrankung, die

gutartige Prostatavergrößerung

(benigne Prostatahyperplasie) genannt wird. Hierbei

wird die Prostata mit zunehmendem Alter größer. Die Anzeichen dafür umfassen

Schwierigkeiten beim Wasserlassen, ein Gefühl von nicht vollständig entleerter Blase und

eine häufigere Notwendigkeit, sogar nachts auf die Toilette zu müssen (Prostatasyndrom).

Tadalafil beta verbessert die Durchblutung und entspannt die Muskulatur von Prostata

und Blase, was die Symptome der gutartigen Prostatavergrößerung reduzieren kann. Es

wurde gezeigt, dass diese Symptome bereits 1-2 Wochen nach Beginn der Behandlung

mit Tadalafil beta verbessert wurden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tadalafil beta beachten?

Tadalafil beta darf nicht eingenommen werden, wenn Sie:

allergisch gegen Tadalafil oder einen der (in Abschnitt 6 genannten) sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

in jeglicher Form organische Nitrate oder Stickstoffoxid-Donatoren wie Amylnitrit

einnehmen.

Dies ist eine Gruppe von Arzneimitteln (“Nitrate”), die zur Behandlung von Angina

pectoris (bestimmte Art von “Herzschmerzen”) eingesetzt werden. Es wurde gezeigt,

dass Tadalafil die Wirkung dieser Arzneimittel verstärkt. Wenn Sie irgendeine Form

von Nitraten einnehmen, oder sich unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

unter einer schweren Herzerkrankung leiden oder in den letzten 90 Tagen einen

Herzinfarkt hatten.

in den letzten 6 Monaten einen Schlaganfall hatten.

unter niedrigem oder unkontrolliert hohem Blutdruck leiden.

jemals einen Sehverlust aufgrund einer nicht arteriitischen anterioren ischämischen

Optikusneuropathie (NAION) hatten, diese Erkrankung wird als "Schlaganfall des

Auges" beschrieben.

Riociguat einnehmen. Dieses Arzneimittel wird verwendet zur Behandlung von

pulmonaler arterieller Hypertonie (d. h. hoher Blutdruck in der Lunge) und

chronischer thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (d. h. hoher Blutdruck in der

Lunge zusätzlich zu Blutgerinnseln). PDE5-Hemmer, wie Tadalafil, haben gezeigt,

dass sie den blutdrucksenkenden Effekt dieses Arzneimittels verstärken. Wenn Sie

Riociguat einnehmen oder unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Tadalafil beta einnehmen.

Bitte beachten Sie, dass sexuelle Aktivität ein mögliches Risiko für Patienten mit einer

Herzerkrankung beinhaltet, weil diese eine Belastung für Ihr Herz bedeutet. Wenn Sie an

einer Herzerkrankung leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt mitteilen.

Bevor Sie eine Tadalafil-Behandlung gegen die Symptome einer gutartigen

Prostatavergrößerung beginnen, wird Ihr Arzt Sie untersuchen, um einen Prostatakrebs

auszuschließen, da eine gutartige Prostatavergrößerung und ein Prostatakrebs dieselben

Symptome aufweisen können. Tadalafil ist nicht für die Behandlung von Prostatakrebs

geeignet.

Bitte sprechen Sie vor der Einnahme der Tabletten mit Ihrem Arzt, wenn Sie die folgende

Erkrankung haben:

Veränderung der roten Blutzellen (Sichelzellenanämie)

Knochenmarkkrebs (multiples Myelom)

Krebs der Blutzellen (Leukämie)

Verformung (Deformation) Ihres Penis

schwere Lebererkrankung

schwere Nierenerkrankung

Es ist nicht bekannt, ob Tadalafil bei Patienten wirksam ist, bei denen folgende Eingriffe

durchgeführt wurden:

eine Operation im Bereich des Beckens

eine vollständige Entfernung der Prostata oder Teile davon, bei der Prostatanerven

durchtrennt wurden (radikale Prostataentferung in nicht nervenerhaltender Technik)

Wenn Sie eine plötzliche Abnahme oder einen Verlust der Sehkraft bemerken, brechen

Sie die Behandlung mit Tadalafil ab und benachrichtigen Sie sofort einen Arzt.

Bei einigen Patienten wurde unter Tadalafil-Einnahme eine plötzliche Verschlechterung

oder ein Verlust des Hörvermögens bemerkt. Auch wenn nicht bekannt ist, ob diese

Ereignisse ursächlich mit Tadalafil zusammenhängen, brechen Sie bei plötzlicher

Verschlechterung oder Verlust des Hörvermögens die Behandlung mit Tadalafil ab und

kontaktieren Sie sofort einen Arzt.

Tadalafil beta darf nicht von Frauen angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Tadalafil beta darf nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet

werden.

Einnahme von Tadalafil beta zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Sie dürfen Tadalafil beta nicht einnehmen, wenn Sie schon Nitrate anwenden.

Einige Arzneimittel könnten von Tadalafil beeinflusst werden oder sie könnten

beeinflussen wie gut Tadalafil wirkt. Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker mit, wenn Sie

folgende Arzneimittel bereits einnehmen:

Alpha-Blocker (werden zur Behandlung von Bluthochdruck oder von

Harnwegsproblemen auf Grund einer gutartigen Prostatavergrößerung

eingenommen)

andere Arzneimittel zur Behandlung eines Bluthochdrucks

Riociguat

5-Alpha-Reduktase-Hemmer (werden eingenommen zur Behandlung einer

gutartigen Prostatavergrößerung)

Arzneimittel wie Ketoconazol-Tabletten (zur Behandlung von Pilzinfektionen) oder

Proteasehemmer (Proteaseinhibitoren) zur Behandlung von AIDS oder HIV

Erkrankungen

Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin (krampflösendes Arzneimittel)

Rifampicin, Erythromycin, Clarithromycin oder Itraconazol - andere Arzneimittel

zur Behandlung der erektilen Dysfunktion

Einnahme von Tadalafil beta zusammen mit Getränken und Alkohol

Informationen zur gleichzeitigen Einnahme mit Alkohol siehe Abschnitt 3. Grapefruit-

Saft könnte beeinflussen wie gut Tadalafil wirkt und soll daher mit Vorsicht

eingenommen werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt für weitere Informationen.

Zeugungsfähigkeit

Bei behandelten Hunden kam es zu einer Verringerung des Spermas in den Hoden. Eine

Abnahme des Spermas wurde bei einigen Männern beobachtet. Es ist unwahrscheinlich,

dass dies zu einer Einschränkung der Zeugungsfähigkeit führt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Einige Männer, die Tadalafil im Rahmen von klinischen Studien einnahmen, haben über

Schwindel berichtet. Überprüfen Sie sorgfältig, wie Sie auf die Tabletten reagieren, bevor

Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen.

Tadalafil beta enthält Lactose

Bitte nehmen Tadalafil beta erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zucker leiden.

3.

Wie ist Tadalafil beta einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Tadalafil-beta-Tabletten dürfen nur von Männern eingenommen werden. Schlucken Sie

die ganze Tablette mit etwas Wasser. Sie können Tadalafil beta unabhängig von den

Mahlzeiten einnehmen.

Alkoholkonsum kann vorübergehend Ihren Blutdruck senken. Wenn Sie Tadalafil beta

eingenommen haben oder wenn Sie planen, Tadalafil beta einzunehmen, vermeiden Sie

übermäßiges Trinken (Blutalkoholspiegel von 0,8 ‰ und mehr), weil dadurch das Risiko

von Schwindelgefühl beim Aufstehen erhöht werden kann.

Zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion

Die empfohlene Dosis

ist eine 5 mg Tablette täglich und sollte jeweils zur etwa gleichen

Tageszeit eingenommen werden. Je nachdem wie Sie Tadalafil beta vertragen, kann Ihr

Arzt die Dosierung auf 2,5 mg anpassen. In diesem Fall kann die 2,5 mg Tablette

verschrieben werden. Nehmen Sie Tadalafil beta nicht öfter als einmal pro Tag ein.

Bei täglicher Einnahme ermöglicht Ihnen Tadalafil beta zu jedem Zeitpunkt innerhalb der

24-Stunden eines Tages eine Erektion nach sexueller Stimulation. Die tägliche

Anwendung von Tadalafil beta kann bei Männern vorteilhaft sein, die 2-mal oder öfter

pro Woche sexuell aktiv sind. Es ist wichtig zu beachten, dass Tadalafil beta nur bei

sexueller Stimulierung wirkt. Ein partnerschaftliches Vorspiel kann notwendig sein, so

wie wenn Sie kein Arzneimittel gegen erektile Dysfunktion eingenommen hätten.

Alkoholkonsum kann Ihre Fähigkeit, eine Erektion zu bekommen, beeinträchtigen.

Zur Behandlung von Anzeichen der gutartigen Prostatavergrößerung

Dosis

ist eine 5 mg Tablette täglich und sollte jeweils zur etwa gleichen Tageszeit

eingenommen werden.

Wenn Sie gleichzeitig eine gutartige Prostatavergrößerung und eine erektile Dysfunktion

haben, bleibt die Tagesdosis eine 5 mg Tablette.

Nehmen Sie Tadalafil beta nicht öfter als einmal pro Tag ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Tadalafil beta eingenommen haben, als Sie

sollten

Informieren Sie Ihren Arzt. Es könnte sein, dass Nebenwirkungen auftreten, wie im

Abschnitt 4. beschrieben.

Wenn Sie die Einnahme von Tadalafil beta vergessen haben

Nehmen Sie Ihre Dosis, sobald Sie sich daran erinnern, aber nehmen Sie NICHT die

doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie

Tadalafil beta nicht mehr als einmal pro Tag ein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen. Diese sind normalerweise von leichter bis mäßiger

Ausprägung.

Stoppen Sie die Behandlung und benachrichtigen Sie sofort einen Arzt, wenn Sie

eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

allergische Reaktionen, einschließlich Hautausschlägen (Häufigkeit gelegentlich).

Brustschmerzen - wenden Sie keine Nitrate an, sondern nehmen Sie unverzüglich

ärztliche Hilfe in Anspruch (Häufigkeit gelegentlich).

Priapismus, eine verlängerte und möglicherweise schmerzhafte Erektion kann nach

Einnahme von Tadalafil auftreten (Häufigkeit selten). Sollten Sie eine Erektion haben,

die über mehr als 4 Stunden anhält, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in

Verbindung.

plötzlicher Verlust der Sehfähigkeit (Häufigkeit selten).

Weitere Nebenwirkungen wurden berichtet:

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Schmerzen in den Armen und

Beinen, Gesichtsrötung, verstopfte Nase und Verdauungsstörungen.

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, saures Aufstoßen (Rückfluss von

Magensäure), verschwommenes Sehen, Augenschmerzen, Schwierigkeiten beim

Atmen, Blut im Urin, verlängerte Erektion, Herzklopfen, Herzrasen (schneller

Herzschlag), hoher Blutdruck, niedriger Blutdruck, Nasenbluten, Ohrgeräusche

(Tinnitus), Schwellung von Händen, Füßen oder Gelenken und Müdigkeit.

Selten

(kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

Ohnmacht, Krampfanfälle und vorübergehender Gedächtnisverlust, Schwellungen der

Augenlider, rote Augen, plötzliche Schwerhörigkeit oder Taubheit, Nesselsucht

(juckende, rote Erhebungen der Haut), Penisblutung, Blut im Sperma und vermehrtes

Schwitzen.

Herzinfarkt und Schlaganfall wurden bei Patienten, die Tadalafil einnahmen, selten

berichtet. Die meisten dieser Männer hatten bereits vor der Einnahme dieses Arzeimittels

bekannte Herzerkrankungen.

Teilweise, vorübergehende oder bleibende Verschlechterung oder Verlust des

Sehvermögens eines oder beider Augen wurde selten berichtet.

Einige weitere seltene Nebenwirkungen

, die nicht in klinischen Studien gesehen

wurden, wurden bei Männern, die Tadalafil eingenommen hatten, berichtet. Dazu zählen:

Migräne, Gesichtsschwellungen, schwerwiegende allergische Reaktionen, die zu

Schwellungen im Gesichts- oder Halsbereich führen, schwerwiegende Hautrötungen,

einige Erkrankungen, die den Blutfluss zum Auge beeinträchtigen, unregelmäßiger

Herzschlag, Herzenge (Angina pectoris) und plötzlicher Herztod.

Die Nebenwirkung Schwindel wurde bei Männern über 75 Jahren, die Tadalafil

einnahmen, häufiger berichtet. Durchfall wurde bei Männern über 65 Jahren, die

Tadalafil einnahmen, häufiger berichtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-

Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Tadalafil beta aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem nach „Verwendbar bis“ auf dem Karton und auf

dem Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Dieses Arzneimittel erfordert keine speziellen Lagerungsbedingungen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tadalafil beta enthält

Wirkstoff

Tadalafil. Jede Tablette enthält 5 mg Tadalafil.

sonstigen Bestandteile

sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat (siehe Ende von Abschnitt 2), Hyprolose,

Croscarmellose-Natrium, Natriumdodecylsulfat, Povidon (K-25), hochdisperses

Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich].

Filmüberzug:

Hypromellose (E464), Titandioxid (E171), Macrogol 6000 (E1521), Talkum (E553b),

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E172)

Wie Tadalafil beta aussieht und Inhalt der Packung

Tadalafil beta sind gelbe bis hellgelbe, runde, abgeschrägte, überzogene Tabletten mit der

Prägung ‚337‘ auf einer Seite und glatt auf der anderen Seite. Etwa 7,10 mm

Durchmesser.

Tadalafil beta ist in Blisterpackungen zu 4, 14, 28, 30, 56 und 84 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

betapharm Arzneimittel GmbH

Kobelweg 95

86156 Augsburg

Hersteller

Pharmadox Healthcare Ltd.

KW20A Corradino Industrial Estate, Paola PLA 3000,

Malta

Oder

betapharm Arzneimittel GmbH

Kobelweg 95,

86156 Augsburg

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2019

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tadalafil beta 5 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 5 mg Tadalafil.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Filmtablette enthält 81,7 mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Gelbe bis hellgelbe, runde, abgeschrägte, überzogene Tabletten mit der Prägung ‚337‘ auf

einer Seite und glatt auf der anderen Seite. Etwa 7,10 mm Durchmesser.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern.

Tadalafil zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion kann nur wirken, wenn eine

sexuelle Stimulation vorliegt.

Zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms bei erwachsenen Männern.

Tadalafil beta ist nicht angezeigt zur Anwendung bei Frauen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erektile Dysfunktion bei erwachsenen Männern

Im Allgemeinen beträgt die empfohlene Dosis 10 mg. Diese wird vor einer erwarteten

sexuellen Aktivität und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.

Bei Patienten, bei denen sich nach Einnahme von 10 mg Tadalafil keine entsprechende

Wirkung zeigt, können 20 mg versucht werden. Die Einnahme sollte mindestens 30

Minuten vor einer sexuellen Aktivität erfolgen.

Die maximale Einnahmehäufigkeit ist einmal täglich.

Tadalafil 10 und 20 mg Filmtabletten sind vorgesehen zur Einnahme vor einer erwarteten

sexuellen Aktivität. Die tägliche Einnahme über einen längeren Zeitraum wird nicht

empfohlen.

Bei Patienten, die eine sehr häufige Anwendung von Tadalafil erwarten (z. B. mindestens

2-mal pro Woche), kann unter Berücksichtigung der Patientenpräferenz und der

Beurteilung durch den Arzt eine tägliche Anwendung von Tadalafil in den niedrigsten

Dosierungen als angemessen erachtet werden.

Die empfohlene Dosis für diese Patienten ist einmal täglich 5 mg jeweils zur etwa

gleichen Tageszeit. Basierend auf der individuellen Verträglichkeit kann die Dosis auf

einmal täglich 2,5 mg herabgesetzt werden.

Die Angemessenheit der täglichen Dosierung sollte bei kontinuierlicher Anwendung in

regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Benignes Prostatasyndrom bei erwachsenen Männern

Die empfohlene Dosis beträgt 5 mg und sollte etwa zur gleichen Zeit, unabhängig von

den Mahlzeiten, täglich eingenommen werden. Für erwachsene Männer, die sowohl

wegen eines benignen Prostatasyndroms als auch auf Grund einer erektilen Dysfunktion

behandelt werden, beträgt die empfohlene Dosis ebenfalls 5 mg und sollte etwa zur

gleichen Zeit täglich eingenommen werden. Patienten, die Tadalafil 5 mg zur Behandlung

des benignen Prostatasyndroms nicht vertragen, sollten eine alternative Behandlung in

Erwägung ziehen, da die Wirksamkeit von Tadalafil 2,5 mg zur Behandlung des benignen

Prostatasyndroms nicht gezeigt wurde.

Besondere Patientengruppen

Ältere Männer

Eine Dosisanpassung ist bei älteren Patienten nicht erforderlich.

Männer mit Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung ist eine Dosisanpassung

nicht erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung ist 10 mg die

empfohlene Maximaldosis für die Anwendung nach Bedarf.

Die einmal tägliche Anwendung von 2,5 mg bzw. 5 mg Tadalafil zur Behandlung einer

erektilen Dysfunktion oder eines benignen Prostatasyndroms, wird bei Patienten mit

schwerer Nierenfunktionsstörung nicht empfohlen. (Siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Männer mit Leberfunktionsstörung

Zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion mit Tadalafil nach Bedarf beträgt die

empfohlene Dosis 10 mg. Diese wird vor einer erwarteten sexuellen Aktivität und

unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Es existieren begrenzt klinische Daten

zur Unbedenklichkeit von Tadalafil bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung

(Child-Pugh Klasse C). Vor der Verordnung sollte der verschreibende Arzt eine

sorgfältige, individuelle Nutzen-Risiko Abwägung durchführen. Bei Patienten mit

Leberfunktionsstörung liegen keine Daten zur Anwendung von Dosen höher als 10 mg

Tadalafil vor.

einmal

tägliche

Anwendung

Tadalafil

Behandlung

einer

erektilen

Dysfunktion

eines

benignen

Prostatasyndroms

wurde

Patienten

Leberfunktionsstörung

nicht

untersucht;

deshalb

sollte

einer

Verordnung

verschreibende Arzt eine sorgfältige, individuelle Nutzen-Risiko Abwägung durchführen.

(Siehe Abschnitte 4.4. und 5.2).

Männer mit Diabetes

Bei Diabetikern sind Dosisanpassungen nicht erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Es gibt im Anwendungsgebiet zur Behandlung der erektilen Dysfunktion keinen

relevanten Nutzen von Tadalafil bei Kindern und Jugendlichen.

Art der Anwendung

Tadalafil beta ist verfügbar als 2,5 mg, 5 mg, 10 mg und 20 mg Filmtabletten zum

Einnehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

In klinischen Studien wurde gezeigt, dass Tadalafil die blutdrucksenkende Wirkung von

Nitraten verstärkt. Dies wird auf eine gemeinsame Wirkung von Nitraten und Tadalafil

auf den Stickstoffmonoxid / cGMP-Stoffwechsel zurückgeführt. Daher ist die

Anwendung von Tadalafil bei Patienten kontraindiziert, die organische Nitrate in

jeglicher Form einnehmen (siehe Abschnitt 4.5).

Männer mit kardialen Erkrankungen, denen von sexueller Aktivität abgeraten wird,

dürfen Tadalafil nicht verwenden. Ärzte müssen das potentielle kardiale Risiko einer

sexuellen Aktivität bei Patienten mit einer vorbestehenden kardiovaskulären Erkrankung

berücksichtigen.

Die folgenden Patientengruppen mit Herz-Kreislauf-Erkrankung waren in klinische

Studien nicht eingeschlossen und daher ist die Anwendung von Tadalafil kontraindiziert:

Patienten mit Herzinfarkt während der vorangegangenen 90 Tage,

Patienten mit instabiler Angina pectoris oder einer Angina pectoris, die während

einer sexuellen Aktivität auftrat,

Patienten mit Herzinsuffizienz Schweregrad II oder höher nach New York Heart

Association (NYHA) während der letzten 6 Monate,

Patienten mit unkontrollierten Arrhythmien, Hypotonie (< 90/50 mm Hg) oder

unkontrollierter Hypertonie,

Patienten mit einem Schlaganfall während der vorangegangenen 6 Monate.

Bei Patienten, die aufgrund einer nicht arteriitischen anterioren ischämischen

Optikusneuropathie (NAION) ihre Sehkraft auf einem Auge verloren haben, ist Tadalafil

kontraindiziert, unabhängig davon, ob der Sehverlust mit einer vorherigen Einnahme

eines PDE5-Hemmers in Zusammenhang stand oder nicht (siehe Abschnitt 4.4).

Die Begleittherapie von PDE5-Hemmern, inklusive Tadalafil, mit Guanylatcyclase-

Stimulatoren wie Riociguat ist kontraindiziert, da es möglicherweise zu einer

symptomatischen Hypotonie kommen kann (siehe Abschnitt 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Vor der Behandlung mit Tadalafil beta

Eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung sollten durchgeführt werden, um eine

erektile Dysfunktion oder eine benigne Prostatahyperplasie zu diagnostizieren und

potentielle zugrunde liegende Ursachen zu bestimmen, bevor eine medikamentöse

Behandlung in Betracht gezogen wird.

Vor Beginn jedweder Behandlung der erektilen Dysfunktion sollte der Arzt den

kardiovaskulären Status des Patienten erheben, da mit sexueller Aktivität ein gewisses

kardiales Risiko verbunden ist. Tadalafil hat gefäßerweiternde Eigenschaften, die eine

leichte und vorübergehende Blutdrucksenkung bewirken (siehe Abschnitt 5.1) und

dadurch den blutdrucksenkenden Effekt von Nitraten verstärken (siehe Abschnitt 4.3).

Bevor mit der Einnahme von Tadalafil zur Behandlung eines benignen Prostatasyndroms

begonnen wird, müssen die Patienten sorgfältig untersucht werden, um ein

Prostatakarzinom auszuschließen und um ihren kardiovaskulären Zustand zu überprüfen

(siehe Abschnitt 4.3).

Die Abklärung einer erektilen Dysfunktion sollte die Bestimmung möglicher

zugrundeliegender Ursachen einschließen. Nach einer entsprechenden ärztlichen

Diagnose ist eine angemessene Behandlung festzulegen. Es ist nicht bekannt, ob Tadalafil

bei Patienten, bei denen eine Operation im Bereich des Beckens oder eine radikale

Prostatektomie in nicht nervenerhaltender Technik vorgenommen wurde, wirksam ist.

Herz-Kreislauf

Schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse, einschließlich Myokardinfarkt, plötzlicher

Herztod, instabile Angina pectoris, ventrikuläre Arrhythmien, Schlaganfall,

vorübergehende ischämische Attacken, Brustschmerz, Palpitation und Tachykardie

wurden aus klinischen Studien und/oder spontan nach Markteinführung berichtet. Bei den

meisten Patienten, von denen diese Ereignisse berichtet wurden, waren vorbestehende

kardiovaskuläre Risikofaktoren bekannt. Allerdings ist es nicht möglich, mit Gewissheit

festzustellen, ob diese Ereignisse in ursächlichem Zusammenhang mit diesen

Risikofaktoren, mit Tadalafil, mit der sexuellen Aktivität oder einer Kombination dieser

oder anderer Faktoren stehen.

Bei Patienten, die gleichzeitig blutdrucksenkende Arzneimittel erhalten, kann Tadalafil

eine Blutdrucksenkung induzieren. Wenn eine tägliche Anwendung von Tadalafil

begonnen wird, müssen entsprechende klinische Überlegungen bezüglich einer möglichen

Dosisanpassung der antihypertensiven Therapie angestellt werden.

Bei Patienten, die Alpha

-Blocker einnehmen, kann die gleichzeitige Einnahme von

Tadalafil zu symptomatischer Hypotonie führen (siehe Abschnitt 4.5). Die Kombination

von Tadalafil und Doxazosin wird nicht empfohlen.

Visus

Sehstörungen und Fälle von NAION sind in Zusammenhang mit der Einnahme von

Tadalafil und anderen PDE5-Hemmern berichtet worden. Analysen von

Beobachtungsdaten deuten darauf hin, dass bei Männern mit erektiler Dysfunktion, die

Tadalafil oder andere PDE5-Hemmer einnehmen, ein erhöhtes Risiko für NAION

besteht. Da dies relevant für alle Tadalafil-Patienten sein kann, müssen die Patienten

darüber aufgeklärt werden, dass sie im Falle einer plötzlichen Sehstörung Tadalafil

absetzen und sofort einen Arzt aufsuchen sollen (siehe Abschnitt 4.3).

Plötzliche Verschlechterung oder Verlust des Hörvermögens

Fälle von plötzlichem Hörverlust wurden nach Verwendung von Tadalafil berichtet. Auch

wenn teilweise andere Risikofaktoren vorlagen (wie Alter, Diabetes, Hypertonie und

früherer Hörverlust in der Anamnese), sollten Patienten angewiesen werden, im Fall von

plötzlicher Verschlechterung oder Verlust des Hörvermögens die Anwendung von

Tadalafil zu beenden und sofort ärztlichen Rat einzuholen.

Nieren- und Leberfunktionsstörung

Aufgrund erhöhter Bioverfügbarkeit (AUC) von Tadalafil, begrenzter klinischer

Erfahrung und der fehlenden Möglichkeit die Clearance durch Dialyse zu beeinflussen,

wird die einmal tägliche Gabe von Tadalafil bei Patienten mit schwerer

Niereninsuffizienz nicht empfohlen.

Es existieren begrenzt klinische Daten zur Unbedenklichkeit von Tadalafil bei

Verabreichung einer Einzeldosis bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-

Pugh Klasse C). Die einmal tägliche Anwendung von Tadalafil zur Behandlung einer

erektilen Dysfunktion oder eines benignen Prostatasyndroms wurde bei Patienten mit

Leberinsuffizienz nicht untersucht. Deshalb sollte vor einer Verordnung von Tadalafil der

verschreibende Arzt eine sorgfältige, individuelle Nutzen-Risiko Abwägung durchführen.

Priapismus und anatomische Deformation des Penis

Patienten mit Erektionen, die länger als 4 Stunden dauern, sollten angewiesen werden,

dringend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wird Priapismus nicht sofort behandelt,

können Schädigungen des Penisgewebes und ein dauerhafter Potenzverlust die Folge

sein.

Tadalafil darf bei Patienten mit anatomischer Deformation des Penis (z. B. Deviation,

Fibrose im Bereich der Corpora Cavernosa oder Induratio penis plastica) oder bei

Patienten mit für Priapismus prädisponierenden Erkrankungen (z. B. Sichelzellenanämie,

multiples Myelom oder Leukämie) nur mit Vorsicht angewendet werden.

Anwendung mit CYP3A4-Inhibitoren

Wenn Tadalafil an Patienten verschrieben wird, die potente CYP3A4-Inhibitoren

(Ritonavir, Saquinavir, Ketoconazol, Itraconazol und Erythromycin) einnehmen, ist

Vorsicht geboten, da eine erhöhte Tadalafil-Exposition (AUC) bei Kombination dieser

Arzneimittel beobachtet wurde (siehe Abschnitt 4.5).

Tadalafil und andere Behandlungsmethoden der erektilen Dysfunktion

Unbedenklichkeit und Wirksamkeit einer Kombination von Tadalafil mit anderen PDE5-

Inhibitoren oder anderen Behandlungsmethoden der erektilen Dysfunktion wurden nicht

untersucht. Informieren Sie Ihre Patienten, dass sie Tadalafil nicht in solchen

Kombinationen einnehmen dürfen.

Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel

oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Tadalafil beta nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wie im Folgenden erläutert wurden Interaktionsstudien mit 10 mg und/oder 20 mg

Tadalafil durchgeführt. Bezüglich solcher Interaktionsstudien, bei denen nur die 10-mg-

Tadalafil-Dosierung verwendet wurde, können klinisch relevante Wechselwirkungen bei

höheren Dosierungen nicht völlig ausgeschlossen werden.

Wirkungen anderer Substanzen auf Tadalafil

Cytochrom P450 Inhibitoren

Tadalafil wird hauptsächlich durch CYP3A4 abgebaut. Ein selektiver CYP3A4-Inhibitor,

Ketoconazol (200 mg täglich), erhöhte die AUC von Tadalafil (10 mg) auf das Doppelte

und C

um 15 % im Vergleich zu den AUC- und C

-Werten bei alleiniger Gabe von

Tadalafil. Ketoconazol (400 mg täglich) erhöhte die AUC von Tadalafil (20 mg) um das

4-fache und Cc

um 22 %. Der Protease-Inhibitor Ritonavir, ein Inhibitor von CYP3A4,

CYP2C9, CYP2C19 und CYP2D6, erhöhte bei einer Tagesdosis von 2 x 200 mg die

AUC von Tadalafil (20 mg) auf das Doppelte bei gleichzeitig unveränderter

Obwohl die spezifischen Wechselwirkungen nicht untersucht wurden, sollten andere

Protease-Inhibitoren wie Saquinavir, und andere CYP3A4-Inhibitoren wie Erythromycin,

Clarithromycin, Itraconazol und Grapefruitsaft mit Vorsicht gleichzeitig gegeben werden,

da zu erwarten ist, dass sie den Tadalafil-Plasmaspiegel erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).

Folglich könnte sich die Häufigkeit der Nebenwirkungen, die in Abschnitt 4.8 aufgeführt

sind, möglicherweise erhöhen.

Transportmoleküle

Die Rolle von Transportmolekülen (z. B. p-Glycoprotein) bei der Verteilung von

Tadalafil ist nicht bekannt. Daher besteht die Möglichkeit von

Arzneimittelwechselwirkungen, die durch Inhibierung von Transportmolekülen

hervorgerufen werden.

Cytochrom-P450-Induktoren

Ein CYP3A4-Induktor, Rifampicin, reduzierte die AUC von Tadalafil um 88 %,

verglichen mit den AUC-Werten bei alleiniger Gabe von Tadalafil (10 mg). Diese

reduzierte Exposition lässt erwarten, dass die Wirksamkeit von Tadalafil vermindert wird;

der Umfang der Wirksamkeitsminderung ist nicht bekannt. Andere CYP3A4-Induktoren

wie Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin verringern ebenfalls die Plasma-

Konzentration von Tadalafil.

Wirkungen von Tadalafil auf andere Arzneimittel

Nitrate

In klinischen Studien wurde gezeigt, dass Tadalafil (5, 10 und 20 mg) die

blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten verstärkt. Daher ist die Gabe von Tadalafil an

Patienten kontraindiziert, die organische Nitrate in jeglicher Form einnehmen (siehe

Abschnitt 4.3). Entsprechend den Ergebnissen einer klinischen Studie, in der 150

Probanden 7 Tage lang eine tägliche Dosis von 20 mg Tadalafil und 0,4 mg Nitroglycerin

sublingual zu verschiedenen Zeitpunkten erhielten, dauerte diese Wechselwirkung mehr

als 24 Stunden an und war 48 Stunden nach der letzten Tadalafil-Gabe nicht mehr

nachweisbar. Falls die Gabe von Nitraten in einer lebensbedrohlichen Situation für

medizinisch erforderlich gehalten wird, sollten daher bei einem Patienten, der Tadalafil

(2,5 mg–20 mg) erhält, mindestens 48 Stunden seit der letzten Tadalafil-Einnahme

verstrichen sein, bevor eine Nitrat-Gabe in Betracht gezogen wird. Nitrate sollten in

diesen Situationen nur unter enger ärztlicher Überwachung mit einer angemessenen

hämodynamischen Kontrolle gegeben werden.

Antihypertensiva (einschließlich Calciumkanal-Blocker)

Die gleichzeitige Einnahme von Doxazosin (4 bzw. 8 mg täglich) und Tadalafil (5 mg

tägliche Dosis bzw. 20 mg als einzelne Dosis) erhöht die blutdrucksenkende Wirkung

dieses Alpha-Blockers in erheblicher Weise. Dieser Effekt hält mindestens 12 Stunden an

und Symptome, einschließlich einer Synkope, können auftreten. Daher wird diese

Kombination nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Aus Wechselwirkungsstudien mit einer begrenzten Anzahl an gesunden Probanden wurde

diese Wirkung bei Alfuzosin und Tamsulosin nicht berichtet. Dennoch sollte bei

Patienten, die mit Alpha-Blockern behandelt werden, besondere Vorsicht gelten, wenn

Tadalafil eingesetzt wird, dies gilt insbesondere für die Behandlung von älteren

Menschen. Die Behandlungen sollten mit einer Minimaldosis begonnen und stufenweise

angepasst werden.

In klinisch-pharmakologischen Studien wurde untersucht, welches Potential Tadalafil

besitzt, die blutdrucksenkende Wirkung antihypertensiver Arzneimittel zu verstärken.

Wichtige Substanzklassen antihypertensiver Arzneimittel wurden untersucht,

einschließlich Calciumkanal-Blockern (Amlodipin), Angiotensin-Converting- Enzym

(ACE)- Hemmern (Enalapril), Beta-Rezeptoren-Blockern (Metoprolol), Thiazid-

Diuretika (Bendrofluazide) und Angiotensin II Rezeptor Blockern (verschiedene Arten

und Dosierungen, allein oder in Kombination mit Thiaziden, Calcium-Kanalblockern,

Beta-Blockern und/oder Alpha-Blockern). Tadalafil (10 mg, außer in Studien mit

Angiotensin-II- Rezeptorenblockern und Amlodipin, in denen eine 20 mg Dosis gegeben

wurde) zeigte keine klinisch signifikante Wechselwirkung mit einer dieser

Substanzklassen. In einer weiteren klinisch-pharmakologischen Studie wurde Tadalafil

(20 mg) in Kombination mit bis zu 4 Klassen von Antihypertensiva untersucht. Bei

Studienteilnehmern, die verschiedene Antihypertensiva einnahmen, schienen die

ambulant gemessenen Blutdruck-Veränderungen im Zusammenhang mit der Blutdruck-

Einstellung zu stehen. So war bei Studienteilnehmern, deren Blutdruck gut eingestellt

war, die Senkung minimal und ähnlich der, die bei gesunden Probanden beobachtet

wurde. Bei Studienteilnehmern mit schlecht eingestelltem Blutdruck war die

Blutdrucksenkung größer, obwohl dies in der Mehrheit der Fälle nicht mit Symptomen

einer Hypotonie einherging. Bei Patienten, die gleichzeitig blutdrucksenkende

Arzneimittel erhalten, können 20 mg Tadalafil eine Blutdrucksenkung hervorrufen, die

(mit der Ausnahme von Alpha-Blockern - siehe oben) im Allgemeinen geringfügig und

wahrscheinlich nicht klinisch relevant ist. Die Analyse klinischer Daten aus Phase III

Studien zeigte keine Unterschiede der unerwünschten Ereignisse bei Patienten, die

Tadalafil mit oder ohne antihypertensive Arzneimittel einnahmen. Jedoch sollten

Patienten, wenn sie mit Antihypertensiva behandelt werden, entsprechende ärztliche

Hinweise über eine mögliche Blutdrucksenkung erhalten.

Riociguat

Präklinische Studien zeigten einen additiven Effekt auf die Senkung des systemischen

Blutdrucks, wenn PDE5-Inhibitoren mit Riociguat kombiniert wurden. In klinischen

Studien zeigte sich, dass Riociguat den hypotensiven Effekt von PDE5-Hemmern

verstärkt. Es gab keinen Hinweis auf einen positiven klinischen Effekt dieser

Kombination in der untersuchten Studienpopulation. Die gleichzeitige Verwendung von

Riociguat zusammen mit PDE5-Hemmern, inklusive Tadalafil, ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren

In einer klinischen Studie zur Behandlung der BPH Symptome wurde die gleichzeitige

Einnahme von Tadalafil 5 mg und Finasterid 5 mg verglichen mit der gleichzeitigen

Einnahme von Placebo und Finasterid 5 mg, dabei traten keine neuen Nebenwirkungen

auf. Allerdings wurde keine formale Arzneimittelwechselwirkungsstudie zur

Untersuchung der Effekte von Tadalafil und 5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren (5-ARIs)

durchgeführt, daher sollte man bei der Kombination von Tadalafil und 5-ARIs vorsichtig

sein.

CYP1A2-Substrate (z. B. Theophyllin)

In einer klinisch-pharmakologischen Studie zeigte sich bei der Anwendung von 10 mg

Tadalafil mit Theophyllin (einem nichtselektiven Phosphodiesterase-Hemmer) keine

pharmakokinetische Wechselwirkung. Die einzige pharmakodynamische Wirkung war

eine geringfügige Erhöhung der Herzfrequenz (um 3,5 Schläge pro Minute). Obwohl

dieser Effekt geringfügig ist und in dieser Studie klinisch nicht signifikant war, sollte er

bei gemeinsamer Anwendung dieser Arzneimittel berücksichtigt werden.

Ethinylestradiol und Terbutalin

Tadalafil zeigte eine Erhöhung der oralen Bioverfügbarkeit von Ethinylestradiol; eine

ähnliche Erhöhung kann bei der oralen Anwendung von Terbutalin erwartet werden,

obwohl die klinischen Auswirkungen unbekannt sind.

Alkohol

Alkohol-Konzentrationen (mittlere maximale Blutkonzentration 0,8 ‰) wurden durch

gleichzeitige Gabe von Tadalafil (10 mg oder 20 mg) nicht beeinflusst. Auch wurde

3 Stunden nach gleichzeitiger Verabreichung von Alkohol keine Veränderung der

Tadalafil-Konzentration beobachtet. Der Alkohol wurde dabei so verabreicht, dass die

Alkohol-Absorption maximiert war (keine Nahrungsaufnahme seit dem vorangegangenen

Abend bis 2 Stunden nach der Alkohol-Gabe).

Tadalafil (20 mg) verstärkte nicht den durch Alkoholkonsum (0,7 g/kg oder etwa 180 ml

40%iger Alkohol [Wodka] bei einem Mann mit 80 kg Körpergewicht) verursachten

mittleren Blutdruckabfall, aber bei einigen Probanden wurde Schwindel nach dem

Aufrichten und orthostatische Hypotonie beobachtet. Bei Verabreichung von Tadalafil

mit geringeren Alkoholmengen (0,6 g/kg) wurde keine Hypotonie beobachtet und

Schwindel kam ähnlich häufig vor wie bei alleinigem Alkoholkonsum. Tadalafil (10 mg)

verstärkte nicht die Alkoholwirkung auf kognitive Funktionen.

Arzneimittel, die durch Cytochrom-P450 metabolisiert werden

Es ist nicht zu erwarten, dass Tadalafil eine klinisch signifikante Hemmung oder

Verstärkung der Clearance solcher Arzneimittel bewirkt, die durch CYP450-Isoformen

metabolisiert werden. Studien haben bestätigt, dass Tadalafil CYP450-Isoformen,

einschließlich CYP3A4, CYP1A2, CYP2D6, CYP2E1, CYP2C9 und CYP2C19, weder

inhibiert noch induziert.

CYP2C9-Substrate (z. B. R-Warfarin)

Tadalafil (10 mg und 20 mg) hatte weder eine klinisch signifikante Wirkung auf die

Bioverfügbarkeit (AUC) von S-Warfarin oder R-Warfarin (CYP2C9 Substrat), noch hatte

Tadalafil einen Einfluss auf eine mittels Warfarin eingestellte Prothrombin-Zeit.

Acetylsalicylsäure

Tadalafil (10 mg und 20 mg) hatte keinen Einfluss auf die durch Acetylsalicylsäure

verlängerte Blutungszeit.

Antidiabetika

Spezifische Wechselwirkungsstudien mit Antidiabetika wurden nicht durchgeführt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Tadalafil ist nicht zur Anwendung bei Frauen indiziert.

Schwangerschaft

Es gibt begrenzte Daten zur Anwendung von Tadalafil bei schwangeren Frauen.

Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche

Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder

postnatale Entwicklung schließen (siehe Abschnitt 5.3). Als Vorsichtsmaßnahme sollte

vorzugsweise auf die Anwendung von Tadalafil während der Schwangerschaft verzichtet

werden.

Stillzeit

Verfügbare pharmakodynamische/toxikologische Daten zeigen eine Exkretion von

Tadalafil in die Milch von Tieren. Ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen

werden. Tadalafil sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Fertilität

Bei Hunden wurden Effekte beobachtet, die möglicherweise auf eine Beeinträchtigung

der Fertilität hindeuten. Zwei sich daran anschließende klinische Studien zeigen, dass

dieser Effekt beim Menschen unwahrscheinlich ist, obwohl bei einigen Männern eine

Abnahme der Spermienkonzentration beobachtet wurde (siehe Abschnitte 5.1 und 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Tadalafil hat einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Obwohl in klinischen Studien über Schwindel

ähnlich häufig unter Placebo und Tadalafil berichtet wurde, sollten Patienten wissen, wie

sie auf Tadalafil reagieren, bevor sie Auto fahren oder Maschinen bedienen.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei Patienten, die Tadalafil zur

Behandlung einer erektilen Dysfunktion oder eines benignen Prostatasyndroms

einnahmen, waren Kopfschmerzen, Dyspepsie, Rückenschmerzen und Myalgie, wobei

die Anzahl der berichteten Nebenwirkungen mit der verabreichten Tadalafil-Dosis

zunahm. Die berichteten unerwünschten Reaktionen waren vorübergehend und im

Allgemeinen leicht bis mäßig. Die Mehrzahl der berichteten Kopfschmerzen, die bei der

täglichen Anwendung von Tadalafil berichtet wurden, trat meist innerhalb von 10 bis 30

Tagen nach Behandlungsbeginn auf.

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

Die unten aufgeführte Tabelle beinhaltet die Nebenwirkungen aus spontan berichteten

Fällen und placebo-kontrollierten klinischen Studien (mit insgesamt 8022 Tadalafil-

Patienten und 4422 Placebo-Patienten) zur Behandlung der erektilen Dysfunktion nach

Bedarf bzw. in der täglichen Dosierung und zur Behandlung des benignen

Prostatasyndroms in der täglichen Dosierung.

Häufigkeitsangaben gemäß Konvention: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10),

gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten

(<1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

Sehr

häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen

Angioödem

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerz

Schwindel

Schlaganfall

(einschließlich

hämorrhagische Ereignisse),

Synkope, vorübergehende

ischämische Attacken

Migräne

, Krampfanfälle

vorübergehende Amnesie

(Gedächtnisstörung)

Augenerkrankungen

Verschwommenes Sehen,

Empfindungen, die als

Augenschmerzen beschrieben

wurden

Gesichtsfeldausfall,

Schwellung der Augenlider,

Bindehautrötung,

nicht arteriitische anteriore

ischämische Optikusneuropathie

(NAION)

Augenvenenverschluss

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Tinnitus

Plötzliche Schwerhörigkeit oder

Taubheit

Herzerkrankungen

1

Tachykardie,

Myokardinfarkt,

Palpitationen

instabile Angina pectoris

ventrikuläre Arrhythmien

Gefäßerkrankungen

Hautrötung

Hypotonie

Hypertonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Verstopfte Nase

Atemnot,

Epistaxis

(Nasenbluten)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Dyspepsie,

Abdominale Schmerzen,

Erbrechen, Übelkeit,

gastroösophagealer Reflux

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Hautausschlag,

Urtikaria,

Stevens-Johnson Syndrom

exfoliative Dermatitis

Hyperhidrosis (Schwitzen)

Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Rückenschmerzen,

Muskelschmerzen,

Schmerzen in den

Extremitäten

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Hämaturie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Lang andauernde Erektionen

Priapismus,

Penishämorrhagie,

Hämatospermie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Brustschmerz

Periphere Ödeme,

Müdigkeit

Gesichtsödem

plötzlicher Herztod

1, 2

(1) Bei den meisten Patienten waren vorbestehende kardiovaskuläre Risikofaktoren

bekannt (siehe Abschnitt 4.4).

(2) Nach Markteinführung berichtete Nebenwirkungen, die nicht in placebo-kontrollierten

Studien beobachtet wurden.

(3) Vor allem wurde dies berichtet, wenn Tadalafil von Patienten eingenommen wurde,

die bereits mit Antihypertensiva behandelt wurden.

Beschreibung spezieller Nebenwirkungen

Verglichen mit Placebo gab es in der Gruppe, die einmal täglich mit Tadalafil behandelt

wurde, eine etwas höhere Inzidenz von EKG Abnormalitäten, in erster Linie

Sinusbradykardie. Die meisten dieser EKG-Unregelmäßigkeiten standen nicht im

Zusammenhang mit unerwünschten Reaktionen.

Andere besondere Patientengruppen

Daten zu Patienten über 65 Jahren, die in klinischen Studien Tadalafil entweder zur

Behandlung der erektilen Dysfunktion oder zur Behandlung des benignen

Prostatasyndroms erhalten haben, sind begrenzt. In klinischen Studien, in denen Tadalafil

10 / 20 mg bei Bedarf zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingenommen wurde,

wurde Diarrhö bei Patienten über 65 Jahren häufiger berichtet. In klinischen Studien mit

Tadalafil 5 mg in der einmal täglichen Anwendung zur Behandlung des benignen

Prostatasyndroms wurden Schwindel und Diarrhö bei Patienten über 75 Jahren häufiger

berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Einzeldosen bis zu 500 mg wurden an gesunden Probanden und Mehrfachdosen bis zu

100 mg täglich an Patienten gegeben. Die unerwünschten Ereignisse waren denen

vergleichbar, die bei niedrigeren Dosen gesehen werden. Im Fall einer Überdosierung

sollten je nach Bedarf die üblichen unterstützenden Maßnahmen ergriffen werden.

Hämodialyse trägt nur unerheblich zur Tadalafil-Elimination bei.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Urologika, Arzneimittel zur Behandlung der erektilen

Dysfunktion, ATC-Code: G04BE08.

Wirkmechanismus

Tadalafil ist ein selektiver, reversibler Hemmstoff der zyklischen Guanosin-

Monophosphat(cGMP)-spezifischen Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5). Wenn eine

sexuelle Stimulation die lokale Ausschüttung von Stickstoffoxid verursacht, erzeugt

Tadalafil durch die Hemmung der PDE5 erhöhte cGMP-Spiegel im Corpus Cavernosum.

Dadurch ergibt sich eine Entspannung der glatten Muskulatur und Blut fließt in das

Penisgewebe, wodurch eine Erektion hervorgerufen wird. In der Behandlung der erektilen

Dysfunktion zeigt Tadalafil ohne sexuelle Stimulation keine Wirkung.

Die Wirkung einer PDE5-Hemmung auf die cGMP-Konzentration im Corpus

Cavernosum wird auch in der glatten Muskulatur der Prostata, der Blase und den

versorgenden Blutgefäßen beobachtet. Die daraus resultierende vaskuläre Entspannung

erhöht die Durchblutung, dies könnte der Wirkmechanismus sein, der zu einer Reduktion

des benignen Prostatasyndroms führt. Diese vaskulären Effekte könnten durch eine

Aktivitätshemmung der afferenten Nerven der Blase und durch eine Entspannung der

glatten Muskulatur der Prostata und der Blase unterstützt werden.

Pharmakodynamische Wirkungen

In-vitro

-Studien haben gezeigt, dass Tadalafil ein selektiver PDE5-Inhibitor ist. PDE5 ist

ein Enzym, das sich in der glatten Muskulatur des Corpus Cavernosum, in der glatten

Muskulatur der Gefäße und inneren Organe, im Skelettmuskel, in den Thrombozyten, in

der Niere, Lunge und im Kleinhirn findet. Die Tadalafil-Wirkung ist auf PDE5 deutlich

stärker als auf andere Phosphodiesterasen. Tadalafil wirkt mehr als 10.000-fach stärker

auf PDE5 als auf PDE1, PDE2 und PDE4, Enzyme, die im Herz, im Hirn, in den

Blutgefäßen, der Leber und weiteren Organen vorkommen. Tadalafil wirkt mehr als

10.000-fach stärker auf PDE5 als auf PDE3, ein Enzym, das im Herz und in Blutgefäßen

vorkommt.

Die im Vergleich zu PDE3 höhere Selektivität für PDE5 ist von Bedeutung, da das

Enzym PDE3 die Kontraktionsfähigkeit des Herzens mit beeinflusst. Zusätzlich ist die

Tadalafil-Wirkung auf PDE5 etwa 700-fach stärker als auf PDE6, ein Enzym, das in der

Retina gefunden wird und für die Phototransduktion verantwortlich ist. Tadalafil wirkt

ebenfalls mehr als 10.000-fach stärker auf PDE5 als auf PDE7 bis PDE10.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Bei gesunden Probanden verursachte Tadalafil verglichen mit Placebo keine signifikanten

Veränderungen des systolischen und diastolischen Blutdrucks im Liegen (mittlere

maximale Abnahme 1,6 bzw. 0,8 mm Hg) sowie des systolischen und diastolischen

Blutdrucks im Stehen (mittlere maximale Abnahme von 0,2 bzw. 4,6 mm Hg) und keine

signifikante Änderung der Pulsfrequenz.

In einer Studie zur Untersuchung der Wirkung von Tadalafil auf die Sehfähigkeit wurde

mit dem Farnsworth- Munsell-100-hue Test keine Beeinträchtigung der

Farbunterscheidung (blau / grün) festgestellt. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der

geringen Affinität des Tadalafils für PDE6 verglichen mit PDE5. In allen klinischen

Studien waren Berichte über Änderungen des Farbsehens selten (< 0,1 %).

Bei Männern wurden drei Studien durchgeführt, um den möglichen Effekt von Tadalafil

10 mg (eine 6monatige Studie) und 20 mg (eine 6-monatige und eine 9-monatige Studie)

bei einer täglichen Einnahme auf die Spermatogenese zu untersuchen. In zwei dieser

Studien wurden eine Abnahme der Spermienzahl und der -konzentration im

Zusammenhang mit der Tadalafil-Behandlung beobachtet, die wahrscheinlich nicht

klinisch relevant sind. Diese Effekte standen nicht im Zusammenhang mit der

Veränderung anderer Werte, wie z. B.: Motalität, Morphologie und FSH

(follikelstimulierendes Hormon).

Erektile Dysfunktion

Zu Tadalafil nach Bedarf wurden drei klinische Studien mit 1054 Patienten unter

häuslichen Bedingungen durchgeführt, um die Wirkdauer zu bestimmen. Tadalafil zeigte

eine statistisch signifikante Verbesserung der erektilen Funktion. Es befähigte zu

erfolgreichem Geschlechtsverkehr bis zu 36 Stunden nach der Einnahme, ebenso wie es

den Patienten im Vergleich zu Placebo ermöglichte, bereits 16 Minuten nach der

Einnahme eine Erektion zu bekommen und für einen erfolgreichen Verkehr aufrecht zu

erhalten.

In einer 12-wöchigen Studie, die mit 186 Patienten (142 Tadalafil, 44 Placebo) mit

erektiler Dysfunktion bei Rückenmarksverletzung durchgeführt wurde, verbesserte

Tadalafil signifikant die erektile Funktion. Die Einnahme von Tadalafil 10 oder 20 mg

(flexible Dosierung, nach Bedarf) erhöhte die erfolgreichen Versuche pro Patient im

Mittel auf 48 % im Vergleich zu 17 % unter Placebo.

Zur Evaluierung der einmal täglichen Einnahme von Tadalafil wurden anfänglich 3

klinische Studien in den Dosierungen 2,5 mg, 5 mg und 10 mg an 853 Patienten

durchgeführt. Die Patienten unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit im Alter (von 21

– 82 Jahren) litten unter erektiler Dysfunktion unterschiedlicher Ätiologie und

Ausprägung (leicht, mäßig, schwer). In den beiden primären Wirksamkeitsstudien in der

Gesamtpopulation betrug die mittlere Rate erfolgreicher Versuche von

Geschlechtsverkehr pro Person 57 und 67 % mit Tadalafil 5 mg und 50 % mit Tadalafil

2,5 mg im Vergleich zu 31 und 37 % mit Placebo. In der Studie bei Patienten mit erektiler

Dysfunktion als Folge eines Diabetes betrug die mittlere Rate erfolgreicher Versuche

Geschlechtsverkehr auszuüben, pro Person 41 und 46 % mit Tadalafil 5 mg bzw. 2,5 mg

im Vergleich zu 28 % mit Placebo. Die meisten Patienten in diesen 3 Studien hatten auf

eine vorangegangene PDE5-Inhibitor-Therapie nach Bedarf angesprochen. In einer

weiteren Studie wurden 217 Patienten, die noch keine PDE5-Inhibitoren erhalten hatten,

auf Tadalafil 5 mg einmal täglich bzw. Placebo randomisiert. Die mittlere Rate

erfolgreicher Versuche von Geschlechtsverkehr betrug pro Person 68 % für Tadalafil -

Patienten im Vergleich zu 52 % für Placebo-Patienten.

Benignes Prostatasyndrom

Tadalafil wurde bei Männern mit einem benignen Prostatasyndrom in 4 klinischen

Studien über einen Zeitraum von 12 Wochen mit über 1500 Patienten untersucht. In

diesen vier Studien war die Verbesserung des Gesamt IPSS (International Prostate

Symptom Score) mit Tadalafil 5 mg -4,8; -5,6; 6,1 und -6.3 im Vergleich zu Placebo mit -

2,2; -3,6; -3,8 und -4,2. Die Verbesserung des Gesamt IPSS (International Prostate

Symptom Score) trat frühestens nach 1 Woche auf. In der Studie, die auch Tamsulosin

0,4 mg als einen aktiven Vergleichsarm führte, war die Verbesserung der

Gesamtpunktzahl des IPSS (International Prostate Symptom Score) mit Tadalafil 5mg,

Tamsulosin und Placebo jeweils entsprechend: -6,3; -5,7 und -4,2.

Eine dieser Studien untersuchte die Verbesserung der erektilen Dysfunktion und des

benignen Prostatasyndroms bei Patienten mit beiden Erkrankungen. In dieser Studie

wurde die Verbesserung anhand des erektilen Dysfunktionsbereichs des IIEF

(International Index of Erectile Function) und des Gesamt IPSS (International Prostate

Symptom Score) beurteilt. Der IIEF und der IPSS waren 6,5 und -6,1 mit Tadalafil 5 mg

im Vergleich zu 1,8 und -3,8 bei Placebo. Mit Tadalafil 5 mg lag der durchschnittliche

prozentuale Anteil von erfolgreich durchgeführten Geschlechtsverkehrversuchen bei

71,9% im Vergleich zu 48,3% mit Placebo.

Die Verbesserung, die im Gesamt IPSS nach 12 Wochen gesehen wurde, konnte in der

open-label Verlängerung einer dieser Studien, in der die Behandlung mit Tadalafil 5 mg

bis zu einem Jahr fortgeführt wurde; über diesen Zeitraum erhalten bleiben.

Kinder und Jugendliche

Eine einzelne Studie wurde bei Kindern und Jugendlichen mit Duchenne-

Muskeldystrophie (DMD) durchgeführt, in der sich keine Wirkung gezeigt hat. Die

randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, 3-armige Studie mit Tadalafil wurde an

331 Jungen im Alter von 7-14 Jahren mit DMD und Begleittherapie mit Corticosteroiden

durchgeführt. Die Studie beinhaltete eine 48-wöchige doppelblinde Periode, in der die

Patienten auf eine tägliche Behandlung mit Tadalafil 0,3 mg/kg, Tadalafil 0,6 mg/kg oder

Placebo randomisiert wurden. Tadalafil zeigte keinen Effekt in der Verlangsamung des

Rückgangs der Mobilität, gemessen anhand des primären Endpunkts 6-Minuten-

Gehstrecke (6MWD,

6 minute walk distance

): die Veränderung der 6MWD nach 48

Wochen betrug nach der Methode der kleinsten Quadrate (LS = least squares) -51,0

Meter (m) in der Placebo-Gruppe, verglichen mit -64,7 m in der Gruppe Tadalafil 0,3

mg/kg (p = 0,307) und -59,1 m in der Gruppe Tadalafil 0,6 mg/kg (p = 0,538). Zusätzlich

gab es keinen Wirksamkeitsnachweis bei den Sekundäranalysen der Studie. Die

Gesamtsicherheitsergebnisse aus der Studie waren im Allgemeinen konsistent zu dem

bekannten Sicherheitsprofil von Tadalafil und zu den unerwünschten Ereignissen (AEs,

adverse events

), die bei der pädiatrischen DMD-Population unter Corticosteroiden zu

erwarten waren.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat eine Freistellung von der Verpflichtung zur

Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen in der

Behandlung der erektilen Dysfunktion gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen

zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Tadalafil wird nach oraler Gabe gut resorbiert und die mittlere maximale

Plasmakonzentration (C

) wird meist 2 Stunden nach Einnahme erreicht. Die absolute

Bioverfügbarkeit von Tadalafil nach oraler Gabe wurde nicht ermittelt.

Rate und Ausmaß der Tadalafil-Resorption werden durch Nahrungsmittel nicht

beeinflusst, daher kann Tadalafil unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Der Zeitpunkt der Einnahme (morgens oder abends) hat keine klinisch relevanten

Auswirkungen auf Geschwindigkeit und Ausmaß der Resorption.

Verteilung

Das mittlere Verteilungsvolumen beträgt etwa 63 l, was darauf hindeutet, dass Tadalafil

im Gewebe verteilt wird. In therapeutischen Konzentrationen beträgt die

Plasmaproteinbindung von Tadalafil 94 %. Die Proteinbindung wird durch eine gestörte

Nierenfunktion nicht beeinträchtigt.

Weniger als 0,0005 % der eingenommenen Dosis fand sich im Samen von gesunden

Probanden.

Biotransformation

Tadalafil wird hauptsächlich durch die Cytochrom P450 (CYP) 3A4 Isoform

metabolisiert. Der zirkulierende Hauptmetabolit ist das Methylcatecholglucuronid. Dieser

Metabolit ist auf PDE5 mindestens 13.000–fach weniger wirksam als Tadalafil. Eine

klinische Wirkung des Metaboliten ist bei den ermittelten Konzentrationen daher nicht zu

erwarten.

Elimination

Bei gesunden Probanden beträgt die mittlere Clearance für Tadalafil nach oraler Gabe

2,5 l/h und die mittlere Halbwertszeit 17,5 Stunden. Tadalafil wird hauptsächlich in Form

inaktiver Metaboliten ausgeschieden, vorwiegend über die Faeces (etwa 61 % der Dosis)

und zu einem geringeren Teil über den Urin (etwa 36 % der Dosis).

Linearität/Nicht-Linearität

Die Pharmakokinetik von Tadalafil ist bei gesunden Probanden im Hinblick auf Zeit und

Dosis linear.

Über den Dosisbereich von 2,5 bis 20 mg steigt die Exposition (AUC) proportional mit

der Dosis.

Eine Steady State Plasmakonzentration wird bei einmal täglicher Gabe innerhalb von 5

Tagen erreicht.

Die mit dem Populationsansatz bestimmte Pharmakokinetik bei Patienten mit erektiler

Dysfunktion ist der bei Personen ohne erektile Dysfunktion vergleichbar.

Besondere Patientengruppen

Ältere Männer

Gesunde ältere Männer (65 Jahre oder älter) zeigten nach oraler Gabe von Tadalafil eine

niedrigere Clearance, was zu einer 25 % höheren Bioverfügbarkeit (AUC) im Verhältnis

zu gesunden Probanden im Alter zwischen 19 bis 45 Jahren führte. Dieser Effekt des

Alters ist klinisch nicht signifikant und erfordert keine Dosisanpassung.

Nierenfunktionsstörung

In klinisch-pharmakologischen Studien, in denen Einzeldosen Tadalafil (5 mg bis 20 mg)

verabreicht wurden, war bei Männern mit leichter (Kreatinin Clearance 51 bis 80 ml/min)

oder mäßiger (Kreatinin Clearance 31 bis 50 ml/min) Nierenfunktionsstörung sowie bei

Dialyse-Patienten mit terminalem Nierenversagen die Bioverfügbarkeit (AUC) von

Tadalafil ungefähr verdoppelt. C

war bei dialysepflichtigen Patienten gegenüber dem

bei gesunden Männern gemessenen Wert um 41 % erhöht. Hämodialyse trägt nur

unerheblich zur Tadalafil-Elimination bei.

Leberfunktionsstörung

Die Bioverfügbarkeit von Tadalafil (AUC) bei Männern mit leichter und mäßiger

Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Class A und B) ist mit der bei gesunden Männern

vergleichbar, wenn eine 10 mg Dosis gegeben wird. Es existieren nur begrenzt klinische

Daten zur Unbedenklichkeit von Tadalafil bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz

(Child-Pugh Klasse C). Die einmal tägliche Anwendung von Tadalafil wurde bei

Patienten mit Leberfunktionsstörung nicht untersucht. Daher sollte vor der Verordnung

von Tadalafil in der einmal täglichen Dosierung der verschreibende Arzt eine sorgfältige,

individuelle Nutzen-Risiko Abwägung durchführen.

Diabetiker

Die Bioverfügbarkeit (AUC) von Tadalafil war bei Diabetikern etwa 19 % niedriger, als

der AUC-Wert von gesunden Probanden. Dieser Unterschied in der Bioverfügbarkeit

erfordert keine Dosisanpassung.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei

wiederholter Gabe, Reproduktionstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen

Potential lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen

erkennen.

Bei Ratten oder Mäusen, die bis zu 1000 mg/kg Tadalafil täglich erhielten, gab es keinen

Hinweis auf Teratogenität, Embryotoxizität oder Fetotoxizität. Bei einer prä- und

postnatalen Entwicklungsstudie an Ratten war die höchste Dosis, bei der keine

toxikologischen Effekte beobachtet wurden, 30 mg/kg/Tag. Bei trächtigen Ratten war die

AUC für die berechnete ungebundene Substanz bei dieser Dosis etwa 18-mal höher als

die AUC beim Menschen bei einer 20 mg Dosis.

Die Fertilität bei männlichen und weiblichen Ratten wurde nicht beeinträchtigt. Bei

Hunden, denen Tadalafil 6 bis 12 Monate lang täglich in Dosierungen von 25 mg/kg/Tag

und mehr gegeben wurde (und die dadurch einer zumindest 3-mal höheren Menge [Faktor

3,7 bis 18,6] ausgesetzt waren als Menschen nach einer 20 mg Einzeldosis), wurde eine

Rückbildung des Epithels der Tubuli Seminiferi beobachtet, die zu einer Abnahme der

Spermatogenese bei einigen Hunden führte. Siehe auch Abschnitt 5.1.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Hyprolose

Croscarmellose-Natrium

Natriumdodecylsulfat

Povidon (K-25)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug:

Hypromellose (E464)

Titandioxid (E171)

Macrogol 6000 (E1521)

Talkum (E553b)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium// OPA/ALU/ PVC- Blisterpackungen und

Aluminium// PVC/Aclar-Blisterpackungen mit:

4, 14, 28, 30, 56, 84 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

betapharm Arzneimittel GmbH

Kobelweg 95

86156 Augsburg

Tel. 0821 748810

Fax 0821 74881420

8.

ZULASSUNGSNUMMER

99056.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

27.11.2017

10.

STAND DER INFORMATION

Februar 2019

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Lesen Sie das vollständige Dokument

HAUSANSCHRIFT

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

53175 Bonn

+49 (0)228 99 307-0

+49 (0)228 99 307-5207

E-MAIL

poststelle@bfarm.de

INTERNET

www.bfarm.de

Öffentlicher Bewertungsbericht

Tadalafil beta 5 mg Filmtabletten

Filmtablette

Tadalafil

Anmelder: betapharm Arzneimittel GmbH

Bei o.g. Arzneimittel des Zulassungsinhabers betapharm Arzneimittel GmbH handelt es sich um eine

generische Zulassung mit folgenden Indikationen:

Zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern.

Damit Tadalafil zur Behandlung der erektilen Dysfunktion wirkt, muss eine sexuelle Stimulation

vorliegen.

Zur Behandlung der Anzeichen und Symptome der benignen Prostatahyperplasie bei erwachsenen

Männern.

Dieses Arzneimittel ist nicht angezeigt zur Anwendung bei Frauen.

(Stand: 27.11.2017)

Das Arzneimittel hat die gleiche qualitative und quantitative Zusammensetzung aus Wirkstoffen und

die gleiche Darreichungsform wie das Referenzarzneimittel, auf das es Bezug nimmt. Hinsichtlich der

Bioäquivalenz verhält sich das Arzneimittel wie das Referenzarzneimittel.

Qualität:

Eine Beschreibung der Herstellungsmethode wurde vorgelegt. Inprozesskontrollen sind bezüglich der

Produkteigenschaften und der Herstellungsmethode geeignet. Prozessvalidierungsdaten wurden für

Pilotchargen vorgelegt und genehmigt.

Freisetzungs- und Haltbarkeitsspezifikationen wurden ebenfalls vorgelegt und akzeptiert; anhand

dieser Daten konnte sichergestellt werden, dass die Qualität und Konsistenz des Endprodukts nicht zu

beanstanden waren. Akzeptanzgrenzen wurden anhand konventioneller pharmazeutischer

Anforderungen belegt. Testverfahren wurden beschrieben und validiert. Chargenanalysen wurden

vorgelegt und genehmigt. Die Daten belegen, dass die Chargen mit den Freigabespezifikationen

konform sind. Analysenzertifikate wurden für alle Referenzstandards vorgelegt.

Der Hersteller von Tadalafil beta 5 mg Filmtabletten ist Pharmadox Healthcare Ltd.

Das Arzneimittel ist in den folgenden Packungen erhältlich:

OP4; OPA/Al/PVC//Al-Blisterpackung

OP14; OPA/Al/PVC//Al-Blisterpackung

OP28; OPA/Al/PVC//Al-Blisterpackung

OP30; OPA/Al/PVC//Al-Blisterpackung

OP56; OPA/Al/PVC//Al-Blisterpackung

OP84; OPA/Al/PVC//Al-Blisterpackung

OP4; PVC/PCTFE//Al-Blisterpackung

OP14; PVC/PCTFE//Al-Blisterpackung

OP28; PVC/PCTFE//Al-Blisterpackung

OP30; PVC/PCTFE//Al-Blisterpackung

OP56; PVC/PCTFE//Al-Blisterpackung

OP84; PVC/PCTFE//Al-Blisterpackung

Spezifikationen und Analysenzertifikate für alle Packmittelkomponenten wurden vorgelegt.

Alle Primärpackmittel sind mit der EU-Richtlinie 2002/72/EC konform und geeignet für die

Arzneimittelverpackung.

Die Stabilitätsstudien wurden in Übereinstimmung mit den zugrundeliegenden Guidelines

durchgeführt, die Ergebnisse lagen innerhalb der Spezifikationsgrenzen.

Die Haltbarkeit wurde anhand dieser Daten auf 3 Jahre festgelegt.

Präklinik:

Es wurden keine präklinischen Studien mit dem Arzneimittel durchgeführt, da diese bereits für das

Referenzarzneimittel vorlagen. Die pharmakodynamischen, pharmakologischen und toxikologischen

Eigenschaften von Tadalafil

sind gut bekannt. Durch die Bezugnahme auf das Referenzarzneimittel werden Wiederholungen von

Studien zum Schutz von Mensch und Tier vermieden. Das Modul „Non-clinical Overview“ wurde von

einem durch das Curriculum vitae ausgewiesen, qualifizierten Experten erstellt und durch die Behörde

genehmigt.

Weitere Informationen können in Abschnitt 5.3 der Fachinformation nachgelesen werden.

Klinik:

Für generische Zulassungen sind keine eigenen Wirksamkeits- und Sicherheitsstudien erforderlich, da

diese bereits für das Referenzarzneimittel geprüft wurden. Wirksamkeit und Sicherheit wurden im

Modul „Clinical Overview“ diskutiert. Die Wirksamkeit und Sicherheit von Tadalafil sind aus der

klinischen Praxis gut bekannt. Das Modul „Clinical Overview“ wurde von einem durch das Curriculum

vitae ausgewiesen, qualifizierten Experten erstellt und durch die Behörde genehmigt.

Weitere Information über die klinischen Eigenschaften von Tadalafil beta 5 mg Filmtabletten können

in den Abschnitten 5.1 und 5.2 der Fachinformation nachgelesen werden.

Pharmakovigilanz:

Die vom Zulassungsinhaber eingereichte Beschreibung des Pharmakovigilanzsystems erfüllt alle

Voraussetzungen und belegt, dass der Zulassungsinhaber eine Qualifizierte Person (QP) hat, die für die

Pharmakovigilanz verantwortlich ist, und die über die notwendigen Maßnahmen für die Meldung

jeglicher Nebenwirkungen in der europäischen Gemeinschaft oder einem Drittland verfügt.

Zusammenfassung:

Die wichtigen qualitativen Eigenschaften von Tadalafil beta 5 mg Filmtabletten sind hinreichend

definiert und ausreichend kontrolliert. Die Spezifikationen und analytischen Chargenergebnisse

weisen konsistente Daten auf. Es sind keine Qualitätsfragen offen, die einen negativen Einfluss auf das

Nutzen-Risiko-Verhältnis haben könnten.

Es wurden keine weiteren präklinischen Daten für den Antrag benötigt.

Es bestehen keine Bedenken bezüglich der Sicherheit von Tadalafil beta 5 mg Filmtabletten.

Die Produktinformationstexte sind konform mit denen der Referenzzulassung und wurden genehmigt.

Ein Usertest wurde vorgelegt und als akzeptabel bestätigt.

Die erforderliche pharmazeutische Qualität von Tadalafil beta 5 mg Filmtabletten ist belegt und es sind

keine präklinischen oder klinischen Bedenken aufgetreten. Die dokumentierte klinische Erfahrung mit

Tadalafil hat den therapeutischen Wert des Wirkstoffs belegt. Das Nutzen-/Risikoverhältnis wird daher

als positiv angesehen.

Änderungen, die seit Erstellung des öffentlichen Bewertungsberichts vorgenommen wurden, sind den

publizierten und aktualisierten Produktinformationstexten zu entnehmen.

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