SIVANTO® prime

Deutschland - Deutsch - BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)

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Fachinformation Fachinformation (SPC)

08-10-2021

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt (SDS)

08-10-2021

Produktinformation Produktinformation (INF)

07-01-2022

Verfügbar ab:
Bayer AG
Darreichungsform:
Wasserlösliches Konzentrat
Zusammensetzung:
200 g/l Flupyradifurone
Therapiegruppe:
Insektizid
Produktbesonderheiten:
Wasserlösliches Konzentrat gegen Blattläuse und Weiße Fliegen im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau sowie gegen Thripse im Zierpflanzenbau; Artikelnummer: 80892756 Verpackungsgröße: Karton 12 x 1 l Flasche Paletteneinheit: 60; Artikelnummer: 80964773 Verpackungsgröße: Karton 4 x 5 l Kanister Paletteneinheit: 40
Zulassungsnummer:
008264-00

SIVANTO

prime

200 g/l Flupyradifurone

Formulierung: SL (Wasserlösliches Konzentrat)

Wasserlösliches Konzentrat gegen Blattläuse und Weiße Fliegen im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau sowie

gegen Thripse im Zierpflanzenbau

008264-00

Gebinde

1 l Flasche

5 l Kanister

Wirkungsweise und -spektrum

SIVANTO prime ist ein Insektizid mit systemischen Eigenschaften. Es wirkt durch Kontakt und Nahrungsaufnahme. Besonderheiten von Sivanto

prime sind die lang anhaltende Wirksamkeit und die sehr gute Pflanzenverträglichkeit.

Wirkstoff: Flupyradifurone: (WMI4D) Wirkungsmechanismus (IRAC-Gruppe): 4D

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete und -bestimmungen

Die festgesetzten Anwendungsgebiete werden in der folgenden Tabelle, die erweiterten Zulassungen gem. Art. 51 der Verordnung (EG)

Nr. 1107/2009 weiter unten aufgeführt.

Festgesetzte Anwendungsgebiete

Schadorganismus/Zweckbestimmung Pflanzen/-erzeugnisse/Objekte

Blattläuse, Weiße Fliegen

Erdbeere

Blattläuse

Himbeere

Blattläuse, Weiße Fliegen

Tomate, Gurke, Wassermelone, Gemüsepaprika, Aubergine

Blattläuse, Weiße Fliegen

Zucchini

Blattläuse

Blumenzwiebeln

Blattläuse, Weiße Fliegen

Ziergehölze

Blattläuse, Weiße Fliegen

Zierpflanzen

Festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW470) Etwaige Anwendungsflüssigkeiten, Granulate und deren Reste sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen

lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

(SF275-2ZB) Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen

innerhalb von 2 Tagen nach der Anwendung in Zier- und Baumschulpflanzen lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk getragen werden.

(SS110-1) Beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.

(SS2101) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten

Mittel.

(SS530) Gesichtsschutz tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SS610) Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Bitte beachten Sie auch die weiteren Kennzeichnungsauflagen unter "Anwenderschutz"!

Anwendungsbezogene Anwendungsbestimmungen (alle Kulturen)

(NZ113) Anwendung nur in Gewächshäusern auf vollständig versiegelten Flächen, die einen Eintrag des Mittels in den Boden ausschließen.

Kennzeichnung nach PflSchMV:

SP 1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von

Oberflächengewässern reinigen./Indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)

Anwendung

OBSTBAU

Erdbeere

Gegen Blattläuse und Weiße Fliegen an Erdbeeren im Gewächshaus von BBCH 15 - 89 bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten

Symptome/Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge: 0,625 l/ha in 500 - 1.000 l Wasser/ha

Maximal 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im zeitlichen Abstand von mindestens 10 Tagen.

Wartezeit: 3 Tage

(WW7091) Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können

Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer

Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

(WW762) Aus Gründen des Resistenzmanagements das Mittel (einschließlich anderer Mittel mit gleichem Wirkstoff, mit einem Wirkstoff aus der

gleichen Wirkstoffgruppe oder mit kreuzresistentem Wirkstoff) insgesamt nicht häufiger anwenden als in der Gebrauchsanleitung angegeben. Im

Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

Himbeere

Gegen Blattläuse an Himbeeren im Gewächshaus von BBCH 15 - 89 bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/

Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge: 0,5 l/ha in mindestens 500 l Wasser /ha

Maximal 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im zeitlichen Abstand von mindestens 10 Tagen.

Wartezeit: 3 Tage

(WW7091) Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können

Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer

Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

(WW762) Aus Gründen des Resistenzmanagements das Mittel (einschließlich anderer Mittel mit gleichem Wirkstoff, mit einem Wirkstoff aus der

gleichen Wirkstoffgruppe oder mit kreuzresistentem Wirkstoff) insgesamt nicht häufiger anwenden als in der Gebrauchsanleitung angegeben. Im

Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

GEMÜSEBAU

Tomate, Gurke, Wassermelone, Gemüsepaprika, Aubergine

Gegen Blattläuse und Weiße Fliegen an Tomate, Gurke, Wassermelone, Gemüsepaprika und Aubergine im Gewächshaus von BBCH 12 -

89 bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge:

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,373 l/ha in 600 l Wasser/ha

- Pflanzengröße 50 - 125 cm: 0,56 l/ha in 900 l Wasser/ha

- Pflanzengröße über 125 cm: 1,12 l/ha in 1.200 l Wasser/ha

Maximal 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im zeitlichen Abstand von mindestens 10 Tagen.

Wartezeit: 3 Tage

Die Höhenstaffelung gilt nur für aufgeleitete Kulturen. Für nicht aufgeleitete Kulturen kann die in der Anwendung höchst angegebene

Aufwandmenge zur Erzielung der hinreichenden Wirksamkeit erforderlich werden.

Zucchini

Gegen Blattläuse und Weiße Fliegen an Zucchini im Gewächshaus von BBCH 12 - 89 bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten

Symptome/Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge: 0,56 l/ha in mindestens 750 l Wasser/ha

Maximal 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im zeitlichen Abstand von mindestens 10 Tagen.

Wartezeit: 3 Tage

ZIERPFLANZENBAU

Blumenzwiebeln

Gegen Blattläuse an Blumenzwiebeln (NFT- und Substratkultur) im Gewächshaus ab BBCH 11 bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge: 0,5 l/ha in mindestens 1.000 l Wasser/ha

Maximal 4 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im zeitlichen Abstand von mindestens 7 Tagen.

Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Anwendung gegen A. gossypii: Nur zur Befallsreduktio.

Gegen Blattläuse an Blumenzwiebeln im Gewächshaus ab BBCH 61 bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/

Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge: 0,5 l/ha in mindestens 1.000 l Wasser/ha

Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr.

Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Anwendung gegen A. gossypii: Nur zur Befallsreduktion.

Zierpflanzen

Gegen Blattläuse und Weiße Fliegen an Zierpflanzen im Gewächshaus ab BBCH 41 bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten

Symptome/Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge:

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,75 l/ha in 500 l Wasser/ha

- Pflanzengröße 50 - 125 cm: 0,843 l/ha in 1.000 l Wasser/ha

- Pflanzengröße über 125 cm: 1,125 l/ha in 1.500 l Wasser/ha

Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr.

Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Anwendung gegen A. gossypii: Nur zur Befallsreduktion.

Gegen Blattläuse und Weiße Fliegen an Zierpflanzen (NFT- und Substratkultur) im Gewächshaus nur zur Befallsreduktion ab BBCH 11 bei

Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge:

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,75 l/ha in 500 l Wasser/ha

- Pflanzengröße 50 - 125 cm: 0,843 l/ha in 1.000 l Wasser/ha

- Pflanzengröße über 125 cm: 1,125 l/ha in 1.500 l Wasser/ha

Maximal 4 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im zeitlichen Abstand von mindestens 7 Tagen..

Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Anwendung gegen A. gossypii: Nur zur Befallsreduktion.

Ziergehölze

Gegen Blattläuse und Weiße Fliegen an Ziergehölzen (NFT- und Substratkultur; Topfkultur - bepflanzte Container) im Gewächshaus ab

BBCH 11 bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge:

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,75 l/ha in 1.000 l Wasser/ha

Maximal 4 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im zeitlichen Abstand von mindestens 7 Tagen.

Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Erweiterte Zulassungen nach Art. 51 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009

Erweiterte Anwendungsgebiete

Schadorganismus/Zweckbestimmung Pflanzen/-erzeugnisse/Objekte

Thripse

Zierpflanzen (Topfpflanzen)

Thripse

Zierpflanzen (ausg. Topfpflanzen)

Anwendungsbezogene Anwendungsbestimmungen (alle Gewächshaus-Kulturen)

(NZ113) Anwendung nur in Gewächshäusern auf vollständig versiegelten Flächen, die einen Eintrag des Mittels in den Boden ausschließen.

ZIERPFLANZENBAU

Topfpflanzen

Gegen Thripse an Topfpflanzen im Gewächshaus nur zur Befallsminderung ab BBCH-Stadium 11 bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden

der ersten Symptome/Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge:

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,75 l/ha in 500 - 1.000 l Wasser/ha

- Pflanzengröße über 50 cm: 1,125 l/ha in 1.000 - 1.500 l Wasser/ha

Maximal 4 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im zeitlichen Abstand von mindestens 3 Tagen

Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Zierpflanzen (ausg. Topfpflanzen)

Gegen Thripse an Zierpflanzen (ausg. Topfpflanzen) im Gewächshaus nur zur Befallsminderung ab BBCH-Stadium 40 bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen spritzen.

Aufwandmenge:

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,75 l/ha in 500 - 1.000 l Wasser/ha

- Pflanzengröße über 50 cm: 1,125 l/ha in 1.000 - 1.500 l Wasser/ha

Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr.

Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Hinweis erweiterte Anwendungen

Bei der Anwendung eines Pflanzenschutzmittels in einem gem. Art. 51 zugelassenen Anwendungsgebiet ist zu beachten, dass die Prüfung der

Wirksamkeit des Mittels in diesem Anwendungsgebiet sowie die Prüfung möglicher Schäden an Kulturpflanzen grundsätzlich nicht Gegenstand

des Zulassungsverfahrens der deutschen Zulassungsbehörde ist und daher nicht ausreichend getestet und geprüft ist. Mögliche Schäden

aufgrund mangelnder Wirksamkeit oder Schäden an den Kulturpflanzen sind daher nicht auszuschließen und liegen nicht im

Verantwortungsbereich des Herstellers, sondern ausschließlich im Verantwortungsbereich des Anwenders. Die Wirksamkeit und

Pflanzenverträglichkeit des Pflanzenschutzmittels ist daher vom Anwender vor der Ausbringung des Mittels unter den betriebsspezifischen

Bedingungen ausreichend zu prüfen.

Pflanzenverträglichkeit

Wichtige Hinweise für Erdbeeren, Himbeeren und Fruchtgemüse:

Erdbeeren: Nach unseren Erfahrungen ist SIVANTO prime in den empfohlenen Aufwandmengen gut verträglich.

Himbeeren: Nach unseren Erfahrungen ist SIVANTO prime in den empfohlenen Aufwandmengen gut verträglich. Auf Grund von

Unverträglichkeiten raten wir von der Anwendung in der Sorte ´Kwanza´ ab.

Tomaten: Nach unseren Erfahrungen ist SIVANTO prime in den empfohlenen Aufwandmengen gut verträglich.

Gurken:

SIVANTO prime ist nicht in allen Sorten und unter unterschiedlichen Wachstumsbedingungen immer gleich gut pflanzenverträglich.

Pflanzenschädigungen sind möglich! Deshalb wird eine Anwendung von SIVANTO prime innerhalb eines Anbausatzes nur in den letzten

beiden Erntewochen empfohlen. Vor der großflächigen Anwendung sind an einigen Pflanzen im jeweiligen Wuchsstadium und unter gleichen

Wachstums- und Kulturbedingungen mehrere Verträglichkeitsversuche auf einer kleinen Testfläche durchzuführen. Dabei sollten verschiedene

Anwendungszeitpunkte und unterschiedliche Witterungsbedingungen berücksichtigt werden. Das Risiko möglicher Kulturschäden ohne vorherige

Verträglichkeitsprüfung liegt beim Anwender.

Gemüsepaprika:

Zur Vermeidung von Pflanzenschädigungen raten wir von einer Anwendung vor dem 1. Mai ab.

Wassermelonen, Zucchini:

Wegen der unterschiedlichen Anbau- und Wachstumsbedingungen und der vielen verschiedenen Sorten ist eine allgemein verbindliche Aussage

über die Verträglichkeit von SIVANTO prime nicht möglich. SIVANTO prime ist nicht in allen Sorten und unter unterschiedlichen

Wachstumsbedingungen immer gleich gut pflanzenverträglich. Pflanzenschädigungen sind möglich! Es ist deswegen unbedingt erforderlich, vor

der großflächigen Anwendung an einigen Pflanzen im jeweiligen Wuchsstadium und unter gleichen Wachstums- und Kulturbedingungen mehrere

Verträglichkeitsversuche auf einer kleinen Testfläche durchzuführen. Dabei sollten verschiedene Anwendungszeitpunkte und unterschiedliche

Witterungsbedingungen berücksichtigt werden. Das Risiko möglicher Kulturschäden ohne vorherige Verträglichkeitsprüfung liegt beim Anwender.

Wichtige Hinweise für Zierpflanzen, Ziergehölzen und Blumenzwiebeln:

Auf Grund nicht vergleichbarer Anzuchtbedingungen und der hohen Anzahl verschiedener Zierpflanzen-Arten und -Sorten können wir eine

allgemein verbindliche Aussage über die Verträglichkeit von SIVANTO prime nicht machen. Deswegen ist es unbedingt erforderlich, vor der

großflächigen Anwendung an einigen Pflanzen im jeweiligen Wuchsstadium und unter gleichen Wachstums- und Kulturbedingungen mehrere

Verträglichkeitsversuche auf einer kleinen Testfläche durchzuführen. Dabei sollten verschiedene Anwendungszeitpunkte und unterschiedliche

Witterungsbedingungen berücksichtigt werden. Dies gilt auch für die als gut verträglich klassifizierten Arten bzw. Sorten. Die Verträglichkeit sollte

auf den jeweiligen Testflächen am Ende eines Vermehrungszyklus überprüft werden. Das Risiko möglicher Kulturschäden ohne vorherige

Verträglichkeitsprüfung liegt beim Anwender.

An folgenden Pflanzen wurden in eigenen Versuchen keine Verträglichkeitsprobleme beobachtet: Tulipa sp., Tulipa hybrids, Lilium oriental,

Tagetes patula, Impatiens New Guinea, Bellis prennis, Brassica oleracea sp., Lantana camara, Salvia splendens, Chrysanthema x grandiflorum,

Tropaeolum majus, Primula sieboldii, Primula vulgaris, Myosoti hybrids, Salvia splendens, Zinnia elegans, Pelargonium x hortorum, Ageratum

houstonianum, Torenia fournieri, Mandevilla sanderi, Tradescantia virginiara, Callistephus chinensis, Petunia x hybrida, Verbene sp., Dianthus

chinensis, Lobelia erinus, Astes amellus, Dendranthena x grandiflorum, Salvia spendens, Lilium hybrids, Dianthus caryphyllus, Leucanthemum x

superbum

Anwendungstechnik

Herstellung der Spritzbrühe

Brühebehälter mit 3/4 der erforderlichen Wassermenge füllen, Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl), Produkt ohne Verwendung eines

Siebeinsatzes in den Behälter schütten und fehlende Wassermenge auffüllen. Keine Feinstfilter mit Maschenweiten unter 0,180 mm (< 80 mesh)

verwenden.

Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Unvermeidlich anfallende Restbrühe im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der zuvor behandelten

Fläche ausbringen.

Spritzenreinigung

Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Dazu ca. 20% des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei

Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Rührwerk für ca. 2 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei

laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelten Fläche verspritzen.

Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters, Pumpenaggregates und Gestänges, sollte

Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern

entsprechende Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.

Mischbarkeit

Zur Mischbarkeit von SIVANTO prime mit anderen Pflanzenschutzmitteln, bzw. anderen Komponenten (z.B. Blattdünger) liegen uns keine

ausreichenden Erfahrungen vor. Deshalb empfehlen wir keine Tankmischungen.

Für eventuelle negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht.

Hinweise für den sicheren Umgang

Anwenderschutz

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

(SB005) Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett des Produktes bereithalten.

(SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

(SB111) Für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die Angaben im

Sicherheitsdatenblatt und in der Gebrauchsanweisung des Pflanzenschutzmittels sowie die BVL-Richtlinie "Persönliche Schutzausrüstung beim

Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) zu beachten.

(SB166) Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.

(SF245-02) Es ist sicherzustellen, dass behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Pflanzenschutzmittelbelages wieder betreten

werden.

(SS206) Arbeitskleidung (wenn keine spezifische Schutzkleidung erforderlich ist) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der

Ausbringung/Handhabung von Pflanzenschutzmitteln.

Handschuhe vor dem Ausziehen waschen.

Die im Zusammenhang mit den "Festgesetzten Anwendungsgebieten" aufgeführten "Festgesetzten Anwendungsbestimmungen" zum

Anwenderschutz sind unbedingt einzuhalten.

Nutzorganismen

(NB6612) Das Mittel darf an blühenden Pflanzen und an Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, nicht in Mischung mit Fungiziden aus der

Gruppe der Ergosterol-Biosynthese-Hemmer angewendet werden. Mischungen des Mittels mit Ergosterol-Biosynthese-Hemmern müssen so

angewendet werden, dass blühende Pflanzen nicht mitgetroffen werden.

(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine

Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4).

(NN3001) Das Mittel wird als schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.

(NN3002) Das Mittel wird als schädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.

(NN410) Das Mittel wird als schädigend für Populationen von Bestäuberinsekten eingestuft. Anwendungen des Mittels in die Blüte sollten

vermieden werden oder insbesondere zum Schutz von Wildbienen in den Abendstunden erfolgen.

Wasserorganismen

(NW263) Das Mittel ist giftig für Fischnährtiere.

Die im Zusammenhang mit den "Festgesetzten Anwendungsgebieten" aufgeführten "Festgesetzten Anwendungsbestimmungen" zum

Gewässerschutz sind unbedingt einzuhalten.

Erste-Hilfe-Maßnahmen/Hinweise für den Arzt

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für

Vergiftungsfälle verständigen.

Nach Hautkontakt: Mit viel Wasser und Seife abwaschen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden,

diese nach den ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung

aufsuchen.

Nach Verschlucken: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hinweise für den Arzt

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten beiden Stunden

in Betracht gezogen werden. Die Applikation von Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Ein spezifisches Antidot ist nicht

bekannt.

Kennzeichnung gem. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)

GHS07 (Ausrufezeichen)

GHS08 (Gesundheitsgefahr)

GHS09 (Umwelt)

Signalwort: Achtung

H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H373: Kann die Organe (Muskel) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P304 + P340: BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

P308+P311: BEI Exposition oder falls betroffen: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

P391: Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501: Inhalt/Behälter in Übereinstimmung mit örtlichen Vorschriften entsorgen.

Leere Behälter dürfen nicht wiederverwendet werden!

ist eine registrierte Marke von Bayer

Hersteller: Bayer AG, D-51368 Leverkusen

Allgemeine Hinweise zur Nutzung der Daten

Unbedingt die auf der Packung aufgedruckte bzw. beigegebene Gebrauchsanleitung lesen und beachten. Die Angaben entsprechen dem

heutigen Stand unserer Kenntnisse und sollen über die Präparate und deren Anwendungsmöglichkeiten informieren.

Bei Einhaltung der Gebrauchsanleitung sind die Präparate für die empfohlenen Zwecke geeignet.

Wir gewährleisten, dass die Zusammensetzung der Produkte in den verschlossenen Originalpackungen den auf den Etiketten gemachten

Angaben entspricht. Da Lagerhaltung und Anwendung eines Pflanzenschutzmittels jedoch außerhalb unseres Einflusses liegen, haften wir

nicht für direkte oder indirekte Folgen aus unsachgemäßer oder vorschriftswidriger Lagerung oder unsachgemäßer oder vorschriftswidriger

Anwendung der Produkte.

Eine Vielzahl von Faktoren sowohl örtlicher wie auch regionaler Natur, wie z.B. Witterungs- und Bodenverhältnisse, Pflanzensorten,

Anwendungstermin, Applikationstechnik, Resistenzen, Mischungen mit anderen Produkten etc., können Einfluss auf die Wirkung des

Produktes nehmen. Dies kann unter ungünstigen Bedingungen zur Folge haben, dass eine Veränderung in der Wirksamkeit des Produktes

oder eine Schädigung an Kulturpflanzen nicht ausgeschlossen werden kann.Für derartige Folgen können der Vertreiber oder Hersteller nicht

haften.

Die Daten dürfen nicht verändert und an Dritte nur dann vollständig oder auszugsweise weitergegeben werden, wenn sie folgende Hinweise

enthalten:

- Bayer CropScience ist Eigentümerin der Daten

- Stand der Daten

- Vorbehalt gemäß Bedingung 1

Bei einer auszugsweisen Weitergabe übernimmt der Weitergebende die Verantwortung für die sachliche Richtigkeit des Auszugs.

Internetausgabe, Stand: 12.02.2021

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SIVANTO

prime

Flupyradifurone 200 g/l, Zul. Nr. 008264-00

Zulassungsende: 09.12.2026

Zugelassene Indikationen

Kultur

Anwendungs-

bereich

Schadorganismus

Erläuterung

Stadium

Kultur

Anwendungs-

zeitpunkt

Max. Zahl der

Behandlungen

in dieser

Anwendung

Max. Zahl der

Behandlungen

für die Kultur

bzw. je Jahr

Aufwandmenge

Sonstige

Kennzeichnungs-

auflagen

Wartezeit

in Tagen

Anwendungsbezogene

Anwendungsbestimmungen

Erdbeere

Gewächshaus

Blattläuse, Weiße

Fliegen

BBCH

15 - 89

bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/

Schadorganismen

0,625 l/ha in 500

- 1.000 l/ha

Wasser

WW7091, WW762

NZ113

Himbeere

Gewächshaus

Blattläuse

BBCH

15 - 89

bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/

Schadorganismen

0,5 l/ha in mind.

500 l/ha Wasser

WW7091, WW762

NZ113

Tomate, Gurke,

Wassermelone,

Gemüsepaprika,

Aubergine

Gewächshaus

Blattläuse, Weiße

Fliegen

BBCH

12 - 89

bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/

Schadorganismen

- Pflanzengröße

bis 50 cm: 0,373

l/ha in 600 l/ha

Wasser

- Pflanzengröße

50 - 125 cm:

0,56 l/ha in 900

l/ha Wasser

- Pflanzengröße

über 125 cm:

1,12 l/ha in

1.200 l/ha

Wasser

NZ113

Blumenzwiebeln

Gewächshaus

Blattläuse

NFT- und

Substratkultur

BBCH

bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/

Schadorganismen

0,5 l/ha in mind.

1.000 l/ha

Wasser

WH915

NZ113

Blumenzwiebeln

Gewächshaus

Blattläuse

BBCH

bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/

Schadorganismen

0,5 l/ha in mind.

1.000 l/ha

Wasser

WH915, WH915

NZ113

Ziergehölze

Gewächshaus

Blattläuse, Weiße

Fliegen

NFT- und

Substratkultur;

Topfkultur

BBCH

bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/

Schadorganismen

- Pflanzengröße

bis 50 cm: 0,75

l/ha in 1.000 l/ha

Wasser

WH915

NZ113

Kultur

Anwendungs-

bereich

Schadorganismus

Erläuterung

Stadium

Kultur

Anwendungs-

zeitpunkt

Max. Zahl der

Behandlungen

in dieser

Anwendung

Max. Zahl der

Behandlungen

für die Kultur

bzw. je Jahr

Aufwandmenge

Sonstige

Kennzeichnungs-

auflagen

Wartezeit

in Tagen

Anwendungsbezogene

Anwendungsbestimmungen

Zierpflanzen

Gewächshaus

Blattläuse, Weiße

Fliegen

BBCH

bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/

Schadorganismen

- Pflanzengröße

bis 50 cm: 0,75

l/ha in 600 l/ha

Wasser

- Pflanzengröße

50 - 125 cm:

0,843 l/ha in 900

l/ha Wasser

- Pflanzengröße

über 125 cm:

1,125 l/ha in

1.200 l/ha

Wasser

WH915

NZ113

Zucchini

Gewächshaus

Blattläuse, Weiße

Fliegen

BBCH

12 - 89

bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/

Schadorganismen

0,56 l/ha in

mind. 750 l/ha

Wasser

NZ113

Zierpflanzen

Gewächshaus

Blattläuse, Weiße

Fliegen

NFT- und

Substratkultur

BBCH

bei Befallsbeginn bzw.

bei Sichtbarwerden der

ersten Symptome/

Schadorganismen

- Pflanzengröße

bis 50 cm: 0,75

l/ha in 500 l/ha

Wasser

- Pflanzengröße

50 - 125 cm:

0,843 l/ha in

1.000 l/ha

Wasser

- Pflanzengröße

über 125 cm:

1,125 l/ha in

1.500 l/ha

Wasser

WH915

NZ113

N: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.

Für das Produkt SIVANTO® prime gelten folgende Anwendungsbestimmungen:

(NW470) Etwaige Anwendungsflüssigkeiten, Granulate und deren Reste sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof-

und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

(NZ113) Anwendung nur in Gewächshäusern auf vollständig versiegelten Flächen, die einen Eintrag des Mittels in den Boden ausschließen.

(SF275-2ZB) Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen innerhalb von 2 Tagen nach der Anwendung in Zier- und Baumschulpflanzen

lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk getragen werden.

(SS110-1) Beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.

(SS2101) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SS530) Gesichtsschutz tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SS610) Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Für das Produkt SIVANTO® prime gelten folgende Kennzeichnungsauflagen:

SP 1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen./Indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe

verhindern.)

(NB6612) Das Mittel darf an blühenden Pflanzen und an Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, nicht in Mischung mit Fungiziden aus der Gruppe der Ergosterol-Biosynthese-Hemmer angewendet werden.

Mischungen des Mittels mit Ergosterol-Biosynthese-Hemmern müssen so angewendet werden, dass blühende Pflanzen nicht mitgetroffen werden.

(NN3001) Das Mittel wird als schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.

(NN3002) Das Mittel wird als schädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.

(NN410) Das Mittel wird als schädigend für Populationen von Bestäuberinsekten eingestuft. Anwendungen des Mittels in die Blüte sollten vermieden werden oder insbesondere zum Schutz von Wildbienen in den

Abendstunden erfolgen.

(NW263) Das Mittel ist giftig für Fischnährtiere.

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

(SB005) Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett des Produktes bereithalten.

(SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

(SB111) Für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die Angaben im Sicherheitsdatenblatt und in der Gebrauchsanweisung des

Pflanzenschutzmittels sowie die BVL-Richtlinie "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) zu

beachten.

(SB166) Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.

(SF245-02) Es ist sicherzustellen, dass behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Pflanzenschutzmittelbelages wieder betreten werden.

(SS206) Arbeitskleidung (wenn keine spezifische Schutzkleidung erforderlich ist) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung von Pflanzenschutzmitteln.

(WH915) In die Gebrauchsanleitung ist eine Arten- und/oder Sortenliste der Kulturpflanzen aufzunehmen, für die der vorgesehene Mittelaufwand verträglich ist (Positivliste).

(WH952) Auf der Verpackung und in der Gebrauchsanleitung ist die Angabe zur Kennzeichnung des Wirkungsmechanismus als zusätzliche Information direkt jedem entsprechenden Wirkstoffnamen zuzuordnen.

(WMI4D) Wirkungsmechanismus (IRAC-Gruppe): 4D

(WW7091) Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um

Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

(WW762) Aus Gründen des Resistenzmanagements das Mittel (einschließlich anderer Mittel mit gleichem Wirkstoff, mit einem Wirkstoff aus der gleichen Wirkstoffgruppe oder mit kreuzresistentem Wirkstoff)

insgesamt nicht häufiger anwenden als in der Gebrauchsanleitung angegeben. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

Für das Produkt SIVANTO® prime gelten folgende Hinweise:

(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft

(B4).

Kennzeichnung

Piktogramme:

GHS07 (Ausrufezeichen)

GHS08 (Gesundheitsgefahr)

GHS09 (Umwelt)

Signalwort: Achtung

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

H373: Kann die Organe (Muskel) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P304 + P340: BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

P308+P311: BEI Exposition oder falls betroffen: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

P391: Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501: Inhalt/Behälter in Übereinstimmung mit örtlichen Vorschriften entsorgen.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Stand: 08.10.2021

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ABSCHNITT 1: BEZEICHNUNG DES STOFFS BEZIEHUNGSWEISE DES GEMISCHS

UND DES UNTERNEHMENS

1.1 Produktidentifikator

Handelsname

SIVANTO

Produktnummer (UVP)

79718845, 86300257

1.2 Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von

denen abgeraten wird

Verwendung

Insektizid

1.3 Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt

Lieferant

Bayer AG

Kaiser-Wilhelm-Allee 1

51373 Leverkusen

Deutschland

Telefax

+49(0)2173-38-7394

Auskunftsgebender Bereich

Substance Classification & Registration

+49(0)2173-38-3409 (nur während der Geschäftszeiten)

E-Mail: BCS-SDS@bayer.com

Vertrieb

Bayer CropScience Deutschland GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 4a

D-40764 Langenfeld

Deutschland

Telefon: 02173 / 20760

Notfallnummer Vergiftung Mensch/Tier (24 Std./7 Tage):

+49 (0)214/30-20220

1.4 Notrufnummer

Notrufnummer

+49(0)2133-51-99300 (Sicherheitszentrale)

ABSCHNITT 2: MÖGLICHE GEFAHREN

2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs

Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Akute Toxizität: Kategorie 4

H332

Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

Sensibilisierung durch Hautkontakt: Kategorie 1

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

Augenreizung: Kategorie 2

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

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Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition: Kategorie 2

H373

Kann die Organe (Muskel) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

Chronische aquatische Toxizität: Kategorie 1

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

2.2 Kennzeichnungselemente

Kennzeichnung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Kennzeichnungspflichtig.

Gefahrenbestimmende Komponente(n) zur Etikettierung:

Flupyradifurone

Signalwort: Achtung

Gefahrenhinweise

H332

Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H373

Kann die Organe (Muskel) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH401

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Sicherheitshinweise

P280

Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P304 + P340

BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung

sorgen.

P308 + P311

BEI Exposition oder falls betroffen: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen.

P391

Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501

Inhalt/Behälter in Übereinstimmung mit örtlichen Vorschriften entsorgen.

2.3 Sonstige Gefahren

Keine sonstigen Gefahren bekannt.

ABSCHNITT 3: ZUSAMMENSETZUNG/ANGABEN ZU BESTANDTEILEN

3.2 Gemische

Chemische Charakterisierung

Wasserlösliches Konzentrat (SL)

Flupyradifurone 200 g/l

Gefährliche Inhaltsstoffe

Gefahrenhinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Name

CAS-Nr. /

EG-Nr. /

REACH Reg. Nr.

Einstufung

Konz. [%]

VERORDNUNG (EG) Nr.

1272/2008

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Flupyradifurone

951659-40-8

Acute Tox. 4, H302

STOT RE 2, H373

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

17,1

Propylencarbonat

108-32-7

203-572-1

01-2119537232-48-XXXX

Eye Irrit. 2, H319

> 10

Butoxypolyethylen-

/propylenglykol

9038-95-3

Acute Tox. 3, H331

> 25

Weitere Information

Flupyradifurone

951659-40-8

M-Faktor: 10 (acute), 10 (chronic)

Den Volltext der in diesem Abschnitt aufgeführten Gefahrenhinweise finden Sie unter Abschnitt 16.

ABSCHNITT 4: ERSTE-HILFE-MAßNAHMEN

4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allgemeine Hinweise

Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Betroffenen in stabile

Seitenlage legen und transportieren. Verunreinigte Kleidung sofort

ausziehen und sicher entfernen.

Einatmung

An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hautkontakt

Mit viel Wasser und Seife abwaschen, wenn verfügbar mit viel

Polyethylenglycol 400 und anschließend Reinigung mit Wasser. Bei

anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Augenkontakt

Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch

unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den

ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei

Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Verschlucken

Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder

ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen.

4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen

Symptome

Keine Symptome bekannt oder erwartet.

4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Behandlung

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge

aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten

beiden Stunden in Betracht gezogen werden. Die Applikation von

Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Ein

spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

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ABSCHNITT 5: MAßNAHMEN ZUR BRANDBEKÄMPFUNG

5.1 Löschmittel

Geeignet

Wassersprühstrahl, Kohlendioxid (CO2), Schaum, Sand

Ungeeignet

Wasservollstrahl

5.2 Besondere vom Stoff

oder Gemisch ausgehende

Gefahren

Bei Brand kann freigesetzt werden:, Chlorwasserstoff (HCl),

Cyanwasserstoff (Blausäure), Fluorwasserstoff, Kohlenmonoxid (CO),

Stickoxide (NOx)

5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung

Besondere

Schutzausrüstung für die

Brandbekämpfung

Explosions- und Brandgase nicht einatmen. Im Brandfall

umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.

Weitere Angaben

Ausbreitung der Löschflüssigkeiten begrenzen. Ablaufendes Wasser

von der Brandbekämpfung nicht ins Abwasser oder in Wasserläufe

gelangen lassen.

ABSCHNITT 6: MAßNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG

6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen

anzuwendende Verfahren

Vorsichtsmaßnahmen

Berührung mit verschüttetem Produkt oder verunreinigten

Oberflächen vermeiden. Persönliche Schutzausrüstung verwenden.

6.2 Umweltschutz-

maßnahmen

Nicht in Oberflächenwasser, Kanalisation und Grundwasser gelangen

lassen.

6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung

Reinigungsverfahren

Mit inertem flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.B. Sand,

Silikagel, Säurebindemittel, Universalbindemittel, Sägemehl).

Verschmutzte Gegenstände und Fußboden unter Beachtung der

Umweltvorschriften gründlich reinigen. Zur Entsorgung in geeignete

und verschlossene Behälter geben.

6.4 Verweis auf andere

Abschnitte

Informationen zur sicheren Handhabung siehe Abschnitt 7.

Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung siehe Abschnitt 8.

Informationen zur Entsorgung siehe Abschnitt 13.

ABSCHNITT 7: HANDHABUNG UND LAGERUNG

7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung

Hinweise zum sicheren

Umgang

Nur in Räumen mit geeigneter Absaugvorrichtung verwenden. Behälter

ohne Verschütten öffnen und handhaben.

Hygienemaßnahmen

Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Arbeitskleidung

getrennt aufbewahren. Nach der Arbeit sofort Hände waschen,

gegebenenfalls duschen. Beschmutzte Kleidung sofort ausziehen und

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vor der Wiederverwendung gründlich reinigen. Nicht reinigungsfähige

Kleidungsstücke vernichten (verbrennen).

7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten

Wassergefährdungsklasse (Empfehlung des Industrieverbandes Agrar e.V.): Es wird empfohlen,

Pflanzenschutzmittel entsprechend den Sicherheitsanforderungen so zu lagern, wie sie für Stoffe der

WGK 3 zu erfüllen sind.

Anforderungen an

Lagerräume und Behälter

Im Originalbehälter lagern. Behälter dicht geschlossen an einem

trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. An einem Platz

lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor Frost

schützen. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Zusammenlagerungs-

hinweise

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Lagerklasse (LGK)

10 Brennbare Flüssigkeiten, soweit nicht Lagerklasse 3

Geeignete Werkstoffe

HDPE (Polyethylen hoher Dichte)

7.3 Spezifische

Endanwendungen

Die Anweisungen auf dem Etikett beachten.

ABSCHNITT 8: BEGRENZUNG UND ÜBERWACHUNG DER

EXPOSITION/PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNGEN

8.1 Zu überwachende Parameter

Inhaltstoffe

CAS-Nr.

Zu überwachende

Parameter

Stand

Grundlage

Flupyradifurone

951659-40-8

2,2 mg/m3

(TWA)

OES BCS*

Propylencarbonat

108-32-7

8,5 mg/m3/2 ppm

(MAK)

2018

DFG MAK

*OES BCS: Interner Bayer AG, Crop Science Division Arbeitsplatzgrenzwert (Occupational Exposure

Standard)

8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition

Persönliche Schutzausrüstung

Bei bestimmungsgemäßer Handhabung und Anwendung dieses Produktes bitte die Anweisungen auf

dem Etikett beachten. In allen anderen Fällen die aufgeführten persönlichen Schutzmaßnahmen

anwenden.

Atemschutz

Bei offenem Umgang und möglichem Produktkontakt:

Atemschutzgerät mit Filter gegen organische Dämpfe und Gase

(Schutzfaktor 10) gemäß Europäischer Norm EN140 Filtertyp A oder

gleichwertigen Schutz tragen.

Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei

Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren

Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle

eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale

Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des

Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu

befolgen.

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Handschutz

Bitte Angaben des Handschuhlieferanten in Bezug auf

Durchlässigkeit und Durchbruchzeit beachten. Auch die

spezifischen, ortsbezüglichen Bedingungen, unter welchen das

Produkt eingesetzt wird, in Betracht ziehen, wie Schnittgefahr,

Abrieb und Kontaktdauer.

Verunreinigte Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn

sie innen verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder Gang zur

Toilette.

Material

Nitrilkautschuk

Durchlässigkeitsrate

> 480 min

Handschuhdicke

> 0,4 mm

Schutzindex

Klasse 6

Richtlinie

Schutzhandschuhe gemäß EN 374.

Augenschutz

Korbbrille tragen (gemäß EN166, Verwendungsbereich = 5 oder

gleichartig).

Haut- und Körperschutz

Standard-Overall und Schutzanzug Kategorie 3 Typ 4 tragen.

Bei dem Risiko einer signifikanten Exposition ist ein höherwertiger

Schutzanzug in Betracht zu ziehen.

Möglichst zwei Schichten Kleidung tragen: Unter einem

Chemieschutzanzug sollte ein Overall aus Polyester/Baumwolle oder

reiner Baumwolle getragen werden. Overalls regelmäßig

professionell reinigen lassen.

Im Falle einer signifikanten Kontamination des Schutzanzuges durch

Spritzer die Verunreinigung soweit wie möglich entfernen und den

Anzug sorgfältig gemäß Anweisung des Herstellers entsorgen.

Allgemeine Schutzmaßnahmen

Bei offenem Umgang und möglichem Produktkontakt:

Vollständiger Chemieschutzanzug

ABSCHNITT 9: PHYSIKALISCHE UND CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN

9.1 Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften

Form

Flüssigkeit, leicht trüb

Farbe

hellgelb bis braun, nuance orange

Geruch

charakteristisch

pH-Wert

5,0 - 7,0 (1 %) (23 °C) (entmineralisiertes Wasser)

Flammpunkt

> 100 °C

Zündtemperatur

420 °C

Dichte

ca. 1,17 g/cm³ ( 20 °C)

Wasserlöslichkeit

löslich

Verteilungskoeffizient: n-

Octanol/Wasser

Flupyradifurone: log Pow: 1,2

Oxidierende Eigenschaften

Keine brandfördernden Eigenschaften

Explosivität

Nicht explosiv

92/69/EWG, A.14 / OECD 113

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9.2 Sonstige Angaben

Sonstige sicherheitsrelevante physikalisch-chemische Daten sind nicht

bekannt.

ABSCHNITT 10: STABILITÄT UND REAKTIVITÄT

10.1 Reaktivität

Thermische Zersetzung

Stabil unter normalen Bedingungen.

10.2 Chemische Stabilität

Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

10.3 Möglichkeit

gefährlicher Reaktionen

Keine gefährlichen Reaktionen bei vorschriftsmäßiger Lagerung und

Handhabung.

10.4 Zu vermeidende

Bedingungen

Extreme Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung.

10.5 Unverträgliche

Materialien

Nur im Originalbehälter lagern.

10.6 Gefährliche

Zersetzungsprodukte

Keine Zersetzungsprodukte zu erwarten bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

ABSCHNITT 11: TOXIKOLOGISCHE ANGABEN

11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkungen

Akute orale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Akute inhalative Toxizität

LC50 (Ratte) ca. 3,496 mg/l

Expositionszeit: 4 h

Produkt wurde in Form eines lungengängigen Aerosols geprüft.

Akute dermale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Ätz-/Reizwirkung auf die

Haut

Keine Hautreizung (Kaninchen)

Schwere

Augenschädigung/-reizung

Reizt die Augen. (Kaninchen)

Sensibilisierung der

Atemwege/Haut

Haut: Sensibilisierend (Maus)

OECD Prüfungsrichtlinie 429, lokaler Lymphknotentest (LLNA)

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition

Flupyradifurone: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition

Flupyradifurone: Kann die Organe (Muskel) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

Beurteilung Mutagenität

Flupyradifurone war nicht mutagen oder genotoxisch in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-

Mutagenitätsstudien.

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Beurteilung Kanzerogenität

Flupyradifurone war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

Beurteilung Reproduktionstoxizität

Flupyradifurone verursachte keine Reproduktionstoxizität in einer Zwei-Generationenstudie an der

Ratte.

Beurteilung Entwicklungstoxizität

Flupyradifurone verursachte keine Entwicklungstoxzität in Ratten und Kaninchen.

Aspirationsgefahr

Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Weitere Angaben

Weitere Angaben zur Toxikologie liegen nicht vor.

ABSCHNITT 12: UMWELTBEZOGENE ANGABEN

12.1 Toxizität

Toxizität gegenüber Fischen

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) > 100 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Toxizität gegenüber

wirbellosen Wassertieren

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) 684 mg/l

Expositionszeit: 48 h

Chronische Toxizität für

aquatische Invertebraten

NOEC (Chironomus riparius (Zuckmücke)): 0,0702 mg/l

Expositionszeit: 28 d

Toxizität gegenüber

Wasserpflanzen

IC50 (Raphidocelis subcapitata (Grünalge)) > 250 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 72 h

12.2 Persistenz und Abbaubarkeit

Biologische Abbaubarkeit

Flupyradifurone:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Koc

Flupyradifurone: Koc: 93

12.3 Bioakkumulationspotenzial

Bioakkumulation

Flupyradifurone:

Keine Bioakkumulation.

12.4 Mobilität im Boden

Mobilität im Boden

Flupyradifurone: Mäßig mobil in Böden

12.5 Ergebnisse der PBT- und vPvB-Beurteilung

Ermittlung der PBT- und

vPvB-Eigenschaften

Flupyradifurone: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und

toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

12.6 Andere schädliche Wirkungen

Sonstige ökologische

Hinweise

Es sind keine anderen Wirkungen zu nennen.

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ABSCHNITT 13: HINWEISE ZUR ENTSORGUNG

13.1 Verfahren der Abfallbehandlung

Produkt

Produkt kann unter Beachtung der geltenden Vorschriften und

gegebenenfalls nach Rücksprache mit dem Entsorger bzw. der

zuständigen Behörde einer Deponie oder einer Verbrennungsanlage

zugeführt werden.

Verunreinigte

Verpackungen

Nicht restentleerte Verpackungen sind als Sonderabfall zu entsorgen.

Vollständig entleerte und gespülte Behälter dem kostenlosen

Verpackungsrücknahmesystem PAMIRA (PAckMIttel Rücknahme

Agrar) zuführen.

Abfallschlüssel für das

ungebrauchte Produkt

02 01 08* Abfälle von Chemikalien für die Landwirtschaft, die

gefährliche Stoffe enthalten

ABSCHNITT 14: ANGABEN ZUM TRANSPORT

ADR/RID/ADN

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

UMWELTGEFAEHRDENDER STOFF, FLUESSIG, N.A.G.

(FLUPYRADIFURON LOESUNG)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

Gefahren-Nr.

Diese Klassifizierungsangabe gilt grundsätzlich nicht für die Beförderung im Binnentankschiff. Bitte

zusätzliche Informationen beim Hersteller anfordern.

IMDG

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(FLUPYRADIFURONE SOLUTION)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Meeresschadstoff

IATA

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(FLUPYRADIFURONE SOLUTION )

14.3 Transportgefahrenklassen

9

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

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14.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Verwender

Siehe Abschnitte 6 bis 8 dieses Sicherheitsdatenblattes.

14.7 Massengutbeförderung gemäß Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und gemäß IBC-

Code

Kein Bulktransport gemäss IBC Code.

ABSCHNITT 15: RECHTSVORSCHRIFTEN

15.1 Vorschriften zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz/spezifische

Rechtsvorschriften für den Stoff oder das Gemisch

Weitere Angaben

WHO-Klassifizierung: III (Leicht gefährlich)

Registrierungsnummer

008264-00

Wassergefährdungsklasse

WGK 2 deutlich wassergefährdend

Störfallverordnung

Unterliegt der Störfallverordnung.

Anhang I, Liste gefährlicher Stoffe, Nr. E1

Sonstige Vorschriften

TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffe in ortsbeweglichen Behältern

BG-Merkblatt M 050 "Umgang mit gesundheitsgefährlichen Stoffen"

BG-Merkblatt M 053 "Allgemeine Arbeitsschutzmaßnahmen für den Umgang mit Gefahrstoffen"

15.2 Stoffsicherheitsbeurteilung

Ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Assessment) ist nicht erforderlich.

ABSCHNITT 16: SONSTIGE ANGABEN

Wortlaut der unter Abschnitt 3 aufgeführten Gefahrenhinweise

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H331

Giftig bei Einatmen.

H373

Kann die Organe (Muskel) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Abkürzungen und Akronyme

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen

Gütern auf Binnenwasserstraßen

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter

auf der Strasse

Schätzwert akuter Toxizität

AwSV

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

CAS-Nr.

Chemical Abstracts Service Nummer

Effektive Konzentration von x %

EG-Nr.

Europäische Gemeinschaftsnummer

EINECS

Europäisches Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

SIVANTO

11/11

Version 6 / D

Überarbeitet am: 12.04.2019

102000021884

Druckdatum: 14.04.2020

ELINCS

European list of notified chemical substances

Europäische Norm

Europäische Union

IATA

International Air Transport Association

International Code for the Construction and Equipment of Ships Carrying Dangerous

Chemicals in Bulk (IBC Code)

Inhibitorische Konzentration von x %

IMDG

International Maritime Dangerous Goods

Konz.

Konzentration

Tödliche Konzentration von x %

Tödliche Dosis von x %

LOEC/LOEL

Niedrigste Konzentration/Dosierung mit beobachtetem Effekt

MARPOL

MARPOL: International Convention for the prevention of marine pollution from ships

N.O.S./N.A.G

Not otherwise specified/ Nicht anderweitig genannt

NOEC/NOEL

Höchste Konzentration/Dosis ohne beobachtete statistisch signifikante Wirkung

OECD

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Internationale Regelung für den Transport gefährlicher Güter im Schienenverkehr

TA Luft

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

TRGS

Technische Regeln für Gefahrstoffe

Zeitbezogene Durchschnittskonzentration

Vereinte Nationen

Wassergefährdungsklasse

Weltgesundheitsorganisation

Die Angaben stützen sich auf den heutigen Stand unserer Kenntnisse. Sie sollen unsere Produkte im

Hinblick auf Sicherheitserfordernisse beschreiben und haben somit nicht die Bedeutung, bestimmte

Eigenschaften zuzusichern.

Die Angaben in diesem Datenblatt entsprechen den in der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 und in der

Verordnung (EU) Nr. 2015/830 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 festgelegten

Anforderungen sowie allen nachfolgenden Anpassungen. Dieses Datenblatt ergänzt die Anweisungen

der Herstellerfirma, ersetzt sie aber nicht. Den darin enthaltenen Angaben wurden die zur Zeit der

Erstellung des Datenblatts vorhandenen Kenntnisse zugrunde gelegt. Überdies werden Anwender an

die Gefahren erinnert, die aus einer zweckfremden Verwendung des Produktes entstehen können. Die

erforderlichen Angaben entsprechen der jeweils gültigen EWG-Gesetzgebung. Angesprochene Kreise

werden gebeten, etwaige darüber hinausgehende nationale Anforderungen zu beachten.

Abänderungen gegenüber der letzten Ausgabe werden am Rand hervorgehoben. Diese Version

ersetzt alle früheren Ausgaben.

Lesen Sie das vollständige Dokument

Stand: 07.01.2022

SIVANTO

prime

Zulassungsauflagen und Anwendungsbestimmungen in bezug auf Abstände zu Oberflächengewässern (NW-Sätze), Hangneigung und Nichtzielorganismen

Abstand zu Oberflächengewässern in m

zu Saumkulturen angrenzende 20 m mit mind. x % driftmindernder

Technik

abtriftmindernde

Technik

bewachsener

Randstreifen

abtriftmindernde Technik

Einstufung

Bienengefährdung

Kultur

Schadorganismus /

Indikation

Aufwandmenge

Anwendungstermin

Standard

bei > 2% Hangneigung

Standard

Auflage für drainierte

Flächen

Wartezeit

solo

Auflagen

G: Genehmigung für Lückenindikation

*: Bundeslandspezifischen Mindestabstand zu Oberflächengewässern beachten.

NB6611: Das Mittel wird als bienengefährlich eingestuft (B1). Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden; dies gilt auch für Unkräuter. Bienenschutzverordnung vom 22. Juli 1992, BGBl. I S. 1410, beachten.

NB6621: Das Mittel wird als bienengefährlich, außer bei Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelnden Bestand bis 23.00 Uhr, eingestuft(B2).Es darf außerhalb dieses Zeitraums nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden; dies gilt auch für

Unkräuter.Bienenschutzverordnung vom 22.Juli 1992, BGBl.I S. 1410, beachten.

NB663: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Bienen nicht gefährdet(B3).

NB6641: Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft(B4).

NB6613: Das Mittel darf an blühenden Pflanzen und an Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, nicht in Mischung mit Fungiziden aus der Gruppe der Ergosterol-Biosynthese - Hemmer angewendet werden, es sei denn, die Anwendung dieser Mischung an blühenden Pflanzen und an Pflanzen, die von Bienen

beflogen werden, ist ausweislich der Gebrauchsanleitung des Fungizids erlaubt.Die Bienenschutzverordnung in der geltenden Fassung ist zu beachten

NB6645: Das Mittel darf in Mischung mit einem als nicht bienengefährlich eingestuften Insektizid aus der Gruppe der Neonikotinoide an blühenden Pflanzen und Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, angewendet werden, sofern dies ausweislich der Gebrauchsanleitung des Insektizids erlaubt ist.

F: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B.Ernte) verbleibt bzw.die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.

N: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.

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