Simvastatin-TEVA 20 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Simvastatin
Verfügbar ab:
TEVA GmbH
ATC-Code:
C10AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
simvastatin
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Simvastatin 20.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
56347.02.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Simvastatin-Teva

®

20 mg Filmtabletten

Simvastatin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Simvastatin-Teva

ist ein Arzneimittel zur Senkung der Cholesterin- und Triglyzeridwerte in

Ihrem Blut und dient zur Verringerung des Risikos, dass Sie eine koronare Herzkrankheit

entwickeln (siehe Abschnitt 1 „Was ist Simvastatin-Teva

und wofür wird es angewendet?“).

Bei sehr wenigen Patienten kann Simvastatin-Teva

zu schweren Muskelproblemen führen.

Wenn Sie unter unklaren Muskelschmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche der Muskulatur

leiden, müssen Sie die EINNAHME DES ARZNEIMITTELS ABBRECHEN und sich

unverzüglich an Ihren Arzt wenden.

Sie dürfen dieses Arzneimittel NICHT EINNEHMEN, wenn Sie bereits Arzneimittel gegen

Pilzinfektionen (wie Itraconazol, Ketoconazol), Arzneimittel in der HIV-Therapie (sogenannte

HIV-Protease-Inhibitoren wie Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und Saquinavir), Antibiotika

(wie Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin) oder das Antidepressivum Nefazodon

einnehmen (siehe Abschnitt 2 unter „Bei Einnahme von Simvastatin-Teva

mit anderen

Arzneimitteln“).

Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen, dürfen Sie Simvastatin-

Teva

NICHT EINNEHMEN (siehe Abschnitt 2 „Was müssen Sie vor der Einnahme von

Simvastatin-Teva

beachten?“).

Wenn Sie einen hohen Blutdruck, hohe Blutfettwerte oder Blutzuckerwerte oder einen Body-

Maß-Index (BMI) von über 30 kg/m

haben, tragen Sie ein erhöhtes Diabetesrisiko. Ihr Arzt

wird Sie engmaschig überwachen, wenn dies der Fall ist (siehe Abschnitt 2 „Was müssen Sie

vor der Einnahme von Simvastatin-Teva

beachten?“ und Abschnitt 4 „Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“).

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Simvastatin-Teva

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Simvastatin-Teva

beachten?

Wie ist Simvastatin-Teva

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Simvastatin-Teva

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Simvastatin-Teva

®

und wofür wird es angewendet?

Simvastatin-Teva

wird zur Senkung der Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyzeride) eingesetzt.

Während Sie dieses Arzneimittel einnehmen, sollten Sie eine cholesterinsenkende Diät einhalten.

Dieses Arzneimittel gehört zur Klasse der Statine.

Simvastatin-Teva

wird zusammen mit einer Diät eingesetzt, wenn Sie:

einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut (primäre Hypercholesterinämie) oder hohe

Blutfettwerte (kombinierte Hyperlipidämie) haben und eine Diät sowie körperliches Training

keine Besserung bewirkt haben.

unter der Erbkrankheit homozygote familiäre Hypercholesterinämie leiden, die zu einem

Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut führt. Eventuell bekommen Sie bereits andere

Arzneimittel gegen diese Krankheit.

eine koronare Herzkrankheit haben oder ein hohes Risiko dafür besteht, dass Sie eine

koronare Herzkrankheit entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit für eine koronare Herzkrankheit

erhöht sich, wenn Sie Diabetes haben, schon einmal einen Schlaganfall hatten oder andere

Blutgefäßerkrankungen haben.

Die meisten Menschen zeigen keinerlei Symptome, die auf einen erhöhten Cholesterinspiegel

hindeuten. Ihr Arzt oder Apotheker kann Ihren Cholesterinspiegel anhand einer einfachen

Blutuntersuchung messen. Wenn sich zu viel Cholesterin in Ihrem Blutstrom befindet, kann dies

zur koronaren Herzkrankheit führen. Das Cholesterin kann die Blutgefäße verstopfen und zur

Verhärtung der Arterien führen (Atherosklerose). Verhärtete Arterien transportieren das Blut

weniger effizient zum Herzen und durch den Körper. Hierdurch können Schmerzen im Brustkorb

(Angina) und ein Herzinfarkt entstehen.

Wenn Sie einen hohen Cholesterinspiegel haben, erhöht sich das Risiko für eine Herzerkrankung,

wenn Sie außerdem:

einen hohen Blutdruck haben (Hypertonie)

hohe Blutzuckerwerte haben (Diabetes)

sich wenig körperliche Bewegung verschaffen

rauchen

übergewichtig sind oder sich fettreich ernähren

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich über diese Risikofaktoren beraten

lassen möchten.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Simvastatin-Teva

®

beachten?

Simvastatin-Teva

®

darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Simvastatin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden

wenn Sie

schwanger

sind oder stillen

wenn Sie bereits Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (wie Itraconazol, Ketoconazol,

Posaconazol), Arzneimittel in der HIV-Therapie (sogenannte HIV-Protease-Inhibitoren wie

Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und Saquinavir), Antibiotika (wie Erythromycin,

Clarithromycin, Telithromycin) oder das Antidepressivum Nefazodon einnehmen (siehe

Abschnitt „Einnahme von Simvastatin-Teva

zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Wenn eine dieser Situationen auf Sie zutrifft, nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein und

sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Behandlung.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Simvastatin-Teva

einnehmen,

wenn Sie

schon einmal Probleme mit Ihrer Leber hatten.

Diabetiker sind oder gefährdet sind Diabetes zu entwickeln aufgrund von erhöhten Fett-

und Zuckerwerten im Blut, hohem Blutdruck und Übergewicht.

regelmäßig große Mengen Alkohol trinken.

sich für eine Operation ins Krankenhaus begeben müssen – eventuell müssen Sie die

Einnahme von Simvastatin-Teva

vorher abbrechen.

eine schwere Lungenkrankheit haben.

Blutuntersuchungen

Bevor Sie mit der Einnahme von Simvastatin-Teva

beginnen, wird Ihr Arzt eine

Blutuntersuchung durchführen, um die Funktionsfähigkeit Ihrer Leber zu prüfen. Nachdem Sie

mit der Einnahme des Arzneimittels begonnen haben, wird Ihr Arzt regelmäßige

Blutuntersuchungen anordnen, um zu prüfen, wie gut das Arzneimittel wirkt.

Wichtig - Suchen Sie einen Arzt auf

Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Sie unter unklaren Muskelschmerzen,

Empfindlichkeit oder Schwäche der Muskulatur leiden, denn Erkrankungen der

Muskulatur können in seltenen Fällen schwerwiegend sein. Sie können zu Nierenschäden

und in sehr seltenen Fällen zum Tode führen.

Das Risiko für Muskelzerfall ist größer, wenn Sie eine höhere Dosis Simvastatin-Teva

einnehmen. Auch bestimmte Patientengruppen tragen ein höheres Risiko. Sprechen Sie mit Ihrem

Arzt, wenn eine der folgenden Beschreibungen auf Sie zutrifft:

Sie trinken regelmäßig große Mengen Alkohol.

Sie leiden unter einer Nierenfunktionsstörung.

Sie haben Probleme mit der Schilddrüse.

Sie sind 65 Jahre alt oder älter.

Sie sind eine Frau.

Sie hatten schon einmal Muskelbeschwerden, während Sie mit cholesterinsenkenden

Arzneimitteln wie Statinen oder Fibraten behandelt wurden.

Sie oder ein naher Familienangehöriger leiden unter erblich bedingten

Muskelerkrankungen.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Apotheker, wenn wenn bei Ihnen anhaltende

Muskelschwäche auftritt. Zur Diagnose und Behandlung dieses Zustands sind möglicherweise

weitere Untersuchungen und Arzneimittel notwendig.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit wurden bei 10- bis 17-jährigen Jungen sowie bei Mädchen

untersucht, deren erste Regelblutung mindestens 1 Jahr zurücklag (siehe Abschnitt 3. Wie ist

Simvastatin-Teva

einzunehmen?). Simvastatin-Teva

wurde nicht bei Kindern unter 10 Jahren

untersucht. Für weitere Auskünfte hierzu fragen Sie Ihren Arzt.

Einnahme von Simvastatin-Teva

®

zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Nehmen Sie kein Simvastatin-Teva

®

und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der

folgenden Arzneimittel einnehmen:

Ciclosporin

– wird zur Unterdrückung der Abstoßung bei einer Organtransplantation

eingesetzt

ein Hormon namens

Danazol

Antipilzmittel wie

Ketoconazol, Itraconazol, Fluconazol

oder

Posaconazol

Fibrate wie

Gemfibrozil

oder

Bezafibrat

, die ebenfalls zur Behandlung eines hohen

Cholesterinspiegels eingesetzt werden

Niacin

oder

Nikotinsäure

in hohen Dosierungen, die ebenfalls zur Behandlung eines

hohen Cholesterinspiegels eingesetzt werden

Antibiotika wie

Erythromicin, Clarithromycin, Telithromycin

oder

Fusidinsäure

Arzneimittel in der HIV-Therapie (HIV-Protease-Inhibitoren) wie

Indinavir, Nelfinavir,

Ritonavir

oder

Saquinavir

ein Antidepressivum namens

Nefazadon

Arzneimittel wie

Amiodaron, Verapamil, Diltiazem

oder

Amlodipin

, die zur

Behandlung von Herzbeschwerden eingesetzt werden

Wenn Sie eines der oben aufgeführten Arzneimittel einnehmen,

müssen Sie dies Ihrem Arzt

mitteilen und dürfen kein Simvastatin-Teva

®

einnehmen, weil diese Arzneimittel die

Wahrscheinlichkeit für Muskelprobleme vergrößern.

Sprechen Sie vor einer Behandlung mit Simvastatin-Teva

®

mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines

der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel zur Behandlung von Blutgerinnseln wie

Warfarin

, weil die Warfarin-Dosis

eventuell angepasst werden muss

ein Arzneimittel zur Behandlung von Gicht namens

Colchicin

ein Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose namens

Rifampicin

Informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie Niacin (Nikotinsäure) oder ein nikotinsäurehaltiges

Präparat einnehmen und chinesischer Abstammung sind.

Einnahme von Simvastatin-Teva

®

zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Grapefruitsaft kann die Verarbeitung von Simvastatin-Teva

in Ihrem Körper beeinflussen.

Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, wenn Sie Simvastatin-Teva

nehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Sie dürfen

KEIN

Simvastatin-Teva

nehmen, wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft

planen oder vermuten, schwanger zu sein. Wenn Sie während der Einnahme von Simvastatin-

Teva

schwanger werden, müssen Sie die Einnahme

ABBRECHEN

und unverzüglich Ihren Arzt

aufsuchen. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sollten Sie die Einnahme von Simvastatin-

Teva

bereits einen Monat lang eingestellt haben, bevor Sie versuchen, schwanger zu werden.

Nehmen Sie Simvastatin-Teva

während der Stillzeit nicht ein, da nicht bekannt ist, ob

Simvastatin-Teva

in die Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Simvastatin-Teva

hat keine bekannten Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Da Simvastatin-Teva

Schwindel verursachen kann,

stellen Sie fest, ob Sie von dieser Nebenwirkung betroffen sind, bevor Sie am Straßenverkehr

teilnehmen oder Maschinen bedienen.

Simvastatin-Teva

®

enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Simvastatin-Teva

daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Simvastatin-Teva

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt

bestimmt die für Sie passende Dosis unter Berücksichtigung der Ergebnisse der

Blutuntersuchungen. Die von Ihrem Arzt verordnete Dosis steht auf dem Etikett, das Ihr

Apotheker auf dem Arzneimittel angebracht hat. Schlucken Sie die Tablette mit reichlich Wasser.

Bitte denken Sie daran, sich fettarm zu ernähren und sich ausreichend körperliche Bewegung zu

verschaffen.

Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK)

Die übliche Dosis beträgt 20 mg-40 mg und sollte am Abend eingenommen werden. Eventuell

erhöht Ihr Arzt Ihre Dosis alle 4 Wochen. Die Höchstdosis beträgt 80 mg.

Patienten mit hohen Blutfettwerten (Hyperlipidämie)

Die übliche Anfangsdosis beträgt 10 mg-20 mg und sollte am Abend eingenommen werden.

Eventuell erhöht Ihr Arzt Ihre Dosis alle 4 Wochen. Die Höchstdosis beträgt 80 mg.

Patienten mit erblich bedingtem hohem Cholesterinspiegel (homozygote familiäre

Hypercholesterinämie)

Die übliche Dosis beträgt 40 mg und sollte am Abend eingenommen werden. Es ist möglich, dass

Ihr Arzt 80 mg pro Tag verordnet, die Sie in drei Dosen über den Tag verteilt einnehmen (20 mg,

20 mg und 40 mg). Diese 80-mg-Dosis ist nur für Patienten bestimmt, die einen sehr hohen

Cholesterinspiegel haben oder ein sehr hohes Risiko für die Entwicklung von Herzproblemen

tragen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kinder (10-17 Jahre)

Die übliche Anfangsdosis für Kinder im Alter von 10-17 Jahren beträgt 10 mg. Diese Dosis sollte

üblicherweise abends eingenommen werden. Bei Bedarf kann die Dosis auf maximal 40 mg

erhöht werden. Einige Patienten benötigen eine niedrigere Dosis, insbesondere, wenn sie andere

Arzneimittel wie Ciclosporin, Danazol, Fibrate oder Niacin nehmen und wenn sie

Nierenfunktionsstörungen haben.

Gleichzeitige Behandlung mit Simvastatin-Teva

®

und anderen cholesterinsenkenden

Arzneimitteln

Eventuell verordnet Ihr Arzt Ihnen das Arzneimittel Colestyramin, während Sie Simvastatin-

Teva

einnehmen. Dieses Arzneimittel kann die Wirkweise von Simvastatin-Teva

beeinflussen.

Deswegen müssen Sie Simvastatin-Teva

2 Stunden vor oder 4 Stunden nach dem Colestyramin

einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Simvastatin-Teva

®

eingenommen haben, als Sie sollten

Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder suchen Sie sofort die Notaufnahme im nächstgelegenen

Krankenhaus auf. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit.

Wenn Sie die Einnahme von Simvastatin-Teva

®

vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die Tablette, sobald Sie daran denken, es

sei denn, der Zeitpunkt für die nächste Dosis steht schon kurz bevor. Nehmen Sie nicht die

doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen. Machen Sie sich keine Sorgen wegen dieser Liste von Nebenwirkungen.

Sie verspüren vielleicht keinerlei Nebenwirkungen, aber es ist wichtig zu wissen, was Sie tun

müssen, wenn doch eine Nebenwirkung auftritt.

Brechen Sie die Einnahme von Simvastatin-Teva

®

sofort ab und begeben Sie sich ins

Krankenhaus, wenn Sie:

eine seltene

allergische Reaktion

wie Schwellungen des Gesichts, der Zunge, der Lippen und

des Rachens, Atembeschwerden, starkes Hautjucken mit Beulen, Gelenkschmerzen,

Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, allgemeines Unwohlsein verspüren. Eventuell ist

dringende ärztliche Hilfe erforderlich.

unklare Muskelprobleme

wie Schmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche der Muskulatur

haben. In seltenen Fällen können solche Muskelprobleme schwerwiegend sein und zu

Muskelzerfall und Nierenschäden führen. In einigen Fällen können diese Probleme

lebensbedrohlich sein.

eine Leberentzündung mit Gelbfärbung der Haut und der Augen, dunklem Urin oder hellem

Stuhl haben, Leberversagen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen länger anhält

oder sich verschlimmert oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Taubheit oder Kribbeln in Fingern und Zehen,

verminderte Empfindlichkeit gegenüber Schmerz oder Berührung

Verstopfung, Bauchschmerzen, Blähungen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Übelkeit,

Erbrechen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse (verursacht Magenschmerzen)

Ausschlag, Hautausschlag, Jucken oder Haarausfall

Unerwartete Blutungen oder Blutergüsse

Schwäche

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Probleme mit dem Gedächtnis

Schlaflosigkeit

Erhöhungen einiger Leberwerte und erhöhte Werte eines Muskelenzyms

(Kreatinkinase)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Sehnenverletzungen

Depression

Atembeschwerden einschließlich hartnäckigem Husten und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber

(interstitielle Lungenerkrankung)

Sexuelle Probleme wie Erektionsstörungen

Anhaltende Muskelschwäche

Mögliche Nebenwirkungen, die bei einigen Statinen (Arzneimittel des gleichen Typs) berichtet

wurden

Schlafstörungen, einschließlich Albträume

Gedächtnisverlust

Sexuelle Funktionsstörungen

Blutzuckererkrankung (Diabetes): Das Risiko für die Entwicklung einer

Blutzuckererkrankung wird größer, wenn Sie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte haben,

übergewichtig sind und einen hohen Blutdruck haben. Ihr Arzt wird Sie während der

Behandlung mit Simvastatin-Teva

überwachen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Simvastatin-Teva

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern. Das Behältnis im Umkarton aufbewahren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht

mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen

Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Simvastatin-Teva

®

enthält

Der Wirkstoff ist Simvastatin. Jede Filmtablette enthält 20 mg Simvastatin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Ascorbinsäure, Butylhydroxyanisol (Ph.Eur.) (E 320), Citronensäure-

Monohydrat, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Mikrokristalline

Cellulose, Vorverkleisterte Maisstärke

Filmüberzug: Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Macrogol 3000, Triacetin,

Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172), Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172)

Wie Simvastatin-Teva

®

aussieht und Inhalt der Packung

Simvastatin-Teva

20 mg Filmtabletten sind hautfarben und oval mit Prägung „20“ auf der

einen und glatter Oberfläche auf der anderen Seite.

Simvastatin-Teva

ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Pharmachemie B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

TEVA UK Ltd

Brampton Road, Hampden Park

Eastbourne, East Sussex BN22 9AG UK

Vereinigtes Königreich

Teva Gyógyszergyáv Zrt.

Pallagi út 13

H-4042 Debrecen

Ungarn

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Simvastaphar 20 mg

Deutschland:

Simvastatin-Teva 20 mg Filmtabletten

Finnland:

Simvastatiini Teva 20 mg

Italien:

Simvastatina Teva 20 mg

Niederlande:

Simvastatine 20 PCH

Norwegen:

Simvastatin Teva 20 mg

Vereinigtes Königreich:

Teva Simvastatin 20 mg Film-coated Tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2015.

Versionscode: Z04

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

/FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Simvastatin-Teva

®

10 mg Filmtabletten

Simvastatin-Teva

®

20 mg Filmtabletten

Simvastatin-Teva

®

40 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Simvastatin-Teva

®

10 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 10 mg Simvastatin.

Simvastatin-Teva

®

20 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 20 mg Simvastatin.

Simvastatin-Teva

®

40 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 40 mg Simvastatin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose-Monohydrat

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Simvastatin-Teva

10 mg Filmtabletten

Pfirsichfarbene ovale Filmtablette, die auf der einen Seite die Prägung "10" aufweist und auf der

anderen Seite glatt ist.

Simvastatin-Teva

20 mg Filmtabletten

Hautfarbene ovale Filmtablette, die auf der einen Seite die Prägung "20" aufweist und auf der anderen

Seite glatt ist.

Simvastatin-Teva

40 mg Filmtabletten

Pinkfarbene, ovale Filmtablette, die auf der einen Seite die Prägung "40" aufweist und auf der anderen

Seite glatt ist.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hypercholesterinämie

Zur Behandlung der primären Hypercholesterinämie oder kombinierten Hyperlipidämie begleitend zu

Diät, wenn Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen (z.B. körperliches Training und

Gewichtsabnahme) allein nicht ausreichen.

Zur Behandlung der homozygoten familiären Hypercholesterinämie begleitend zu Diät und anderen

lipidsenkenden Maßnahmen (z. B. LDL-Apherese) oder wenn solche Maßnahmen nicht geeignet sind.

Kardiovaskuläre Prävention

Zur Senkung kardiovaskulärer Mortalität und Morbidität bei Patienten mit manifester

atherosklerotischer Herzerkrankung oder Diabetes mellitus, mit normalen oder erhöhten

Cholesterinwerten, begleitend zur Korrektur anderer Risikofaktoren und kardioprotektiver Therapie

(siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Der Dosierungsbereich ist 5 mg–80 mg Simvastatin pro Tag, zum Einnehmen als Einzeldosis am

Abend. Dosisanpassungen – falls erforderlich – sollten in Abständen von mindestens 4 Wochen

durchgeführt werden, bis zu einem Maximum von 80 mg Simvastatin einmal täglich als Einzeldosis

am Abend. Die 80-mg-Dosis wird nur für Patienten mit schwerer Hypercholesterinämie und hohem

Risiko kardiovaskulärer Komplikationen empfohlen, die ihre Behandlungsziele mit niedrigeren Dosen

nicht erreicht haben und bei denen davon auszugehen ist, dass der Nutzen die potenziellen Risiken

überwiegt (siehe Abschnitt 4.4).

Hypercholesterinämie

Der Patient sollte eine geeignete cholesterinsenkende Diät erhalten, die er auch während der Therapie

mit Simvastatin fortsetzen sollte. Die übliche Anfangsdosis beträgt 10 mg bis 20 mg einmal täglich als

Einzeldosis am Abend. Patienten, deren LDL-Cholesterin stark gesenkt werden soll (mehr als 45 %),

können mit einer Dosis von 20 mg bis 40 mg einmal täglich als Einzeldosis am Abend beginnen.

Dosisanpassungen – falls erforderlich – sollten wie oben beschrieben durchgeführt werden.

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie

Basierend auf den Ergebnissen einer kontrollierten Studie beträgt die empfohlene Dosis von

Simvastatin 40 mg einmal täglich als Einzeldosis am Abend eingenommen oder 80 mg auf 3 Gaben

pro Tag verteilt, d.h. 20 mg morgens, 20 mg mittags und 40 mg am Abend. Simvastatin sollte bei

diesen Patienten begleitend zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z.B. LDL-Apherese), oder wenn

solche Maßnahmen nicht zur Verfügung stehen, angewendet werden.

Kardiovaskuläre Prävention

Die übliche Dosis von Simvastatin für Patienten mit hohem Risiko einer koronaren Herzerkrankung

(KHK, mit oder ohne Hyperlipidämie) beträgt 20 mg bis 40 mg/Tag als Einzeldosis am Abend. Die

Therapie mit Simvastatin kann gleichzeitig mit Diät und körperlichem Training begonnen werden.

Dosisanpassungen – falls erforderlich – sollten wie oben beschrieben durchgeführt werden.

Begleittherapie

Simvastatin ist allein oder zusammen mit Anionenaustauschern wirksam. Die Einnahme sollte

mindestens 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme eines Anionenaustauschers

erfolgen.

Bei Patienten, die Ciclosporin, Danazol, Gemfibrozil oder andere Fibrate (außer Fenofibrat)

gleichzeitig mit Simvastatin einnehmen, sollte eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag nicht

überschritten werden. Bei Patienten, die Amiodaron oder Verapamil gleichzeitig mit Simvastatin

einnehmen, sollte eine Dosis von 20 mg Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden. Bei

Patienten, die Diltiazem oder Amlodipin gleichzeitig mit Simvastatin einnehmen, sollte eine Dosis von

40 mg/Tag nicht überschritten werden (siehe Abschnitt 4.4 und 4.5).

Besondere Patientengruppen

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Für Patienten mit mäßiger Nierenfunktionsstörung ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich.

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) sollte eine

Dosierung über 10 mg/Tag sorgfältig erwogen und, falls erforderlich, nur mit Vorsicht verordnet

werden.

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (10 bis 17 Jahre)

Die übliche empfohlene Dosis bei Kindern und Jugendlichen (Jungen: Tanner-Stadium II und darüber,

Mädchen: mindestens 1 Jahr nach der Menarche, im Alter zwischen 10 und 17 Jahren) mit

heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie beträgt zu Beginn der Behandlung 10 mg/Tag als

Einzeldosis am Abend. Kinder und Jugendliche sollten vor Beginn der Therapie mit Simvastatin eine

cholesterinsenkende Diät einhalten, die auch während der Therapie mit Simvastatin fortgesetzt werden

sollte.

Der empfohlene Dosierungsbereich liegt bei 10-40 mg Simvastatin pro Tag; die empfohlene

Höchstdosis beträgt 40 mg pro Tag. Die jeweilige Dosis ist individuell gemäß den Empfehlungen zur

Behandlung von Kindern dem jeweiligen empfohlenen Therapieziel anzupassen (siehe Abschnitt 4.4

und 5.1). Dosisanpassungen sollten in Abständen von mindestens 4 Wochen durchgeführt werden.

Die Erfahrung mit Simvastatin bei Kindern im vorpubertären Alter ist begrenzt.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Aktive Lebererkrankung oder unklare andauernde Erhöhung der Serum-Transaminasen.

Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).

Gleichzeitige Anwendung von potenten CYP3A4-Inhibitoren (z.B. Itraconazol, Ketoconazol,

Posaconazol, HIV-Protease-Inhibitoren (z.B. Nelfinavir), Erythromycin, Clarithromycin,

Telithromycin und Nefazodon) (siehe Abschnitt 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Myopathie/Rhabdomyolyse

Wie andere HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren ruft Simvastatin gelegentlich eine Myopathie hervor,

die sich als Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder –schwäche verbunden mit Erhöhungen der

Kreatinkinase (CK) (

>

das Zehnfache des oberen Normwertes) äußert. Bisweilen manifestiert sich die

Myopathie als Rhabdomyolyse mit oder ohne akutem Nierenversagen aufgrund von Myoglobinurie,

sehr selten mit tödlichem Ausgang. Das Risiko einer Myopathie ist bei hoher HMG-CoA-Reduktase-

Inhibitoraktivität im Plasma erhöht.

Wie auch bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren ist das Risiko einer

Myopathie/Rhabdomyolyse dosisabhängig. In einer Datenbank zu klinischen Studien, in denen

41.413 Patienten mit Simvastatin behandelt wurden - 24.747 (etwa 60 %) von ihnen nahmen an

Studien mit einem Nachbeobachtungs-Median von mindestens 4 Jahren teil – betrug die Myopathie-

Inzidenz bei unter 20 mg/Tag etwa 0,03 %, bei unter 40 mg/Tag etwa 0,08 % und bei unter 80

mg/Tag etwa 0,61 %. In diesen Studien wurden die Patienten sorgfältig überwacht und einige

interagierende Arzneimittel ausgeschlossen.

In einer klinischen Studie, in der Patienten mit einem Myokardinfarkt in der Anamnese mit 80 mg

Simvastatin pro Tag behandelt wurden (die mittlere Nachbeobachtungsdauer lag bei 6,7 Jahren),

betrug die Myopathie-Inzidenz etwa 1,0 % im Vergleich zu 0,02 % bei Patienten, die mit 20 mg/Tag

behandelt wurden. Etwa die Hälfte dieser Myopathie-Fälle trat während des ersten Behandlungsjahres

auf. Die Myopathie-Inzidenz in jedem weiteren Behandlungsjahr betrug etwa 0,1 % (siehe

Abschnitt 4.8.).

In sehr seltenen Fällen wurde während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen über eine

immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (immune-mediated necrotizing myopathy; IMNM)

berichtet. Die klinischen Charakteristika einer IMNM sind persistierende proximale Muskelschwäche

und erhöhte Serum-Kreatinkinase-Werte, die trotz Absetzen der Behandlung mit Statinen fortbestehen.

Messungen der Kreatinkinase (CK)

Die Kreatinkinase (CK) sollte nicht nach körperlicher Anstrengung oder bei Vorliegen anderer

plausibler Ursachen für eine CK-Erhöhung gemessen werden, da dies eine Interpretation der Werte

erschwert. Wenn die Ausgangswerte der CK signifikant erhöht sind (

>

das Fünffache des oberen

Normwertes), sollte die Messung nach 5 – 7 Tagen wiederholt werden, um die Ergebnisse zu

bestätigen.

Vor Beginn der Therapie

Alle Patienten, die auf Simvastatin eingestellt werden, oder deren Simvastatin-Dosis erhöht wird,

sollten über das Risiko einer Myopathie aufgeklärt und aufgefordert werden, unklare

Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder –schwäche umgehend mitzuteilen.

Bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Rhabdomyolyse ist Vorsicht geboten. Um einen

Ausgangswert als Referenz festzusetzen, sollten in folgenden Situationen vor Behandlungsbeginn

Bestimmungen der CK durchgeführt werden:

ältere Patienten (> 65 Jahre alt)

weibliches Geschlecht

Nierenfunktionsstörung

unbehandelte Hypothyreose

hereditäre Muskelerkrankungen in der eigenen oder in der Familienanamnese

muskuläre Symptomatik unter Behandlung mit Statinen oder Fibraten in der Anamnese

Alkoholmissbrauch

In solchen Fällen wird eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung der Behandlung empfohlen. Die

betroffenen Patienten sollten engmaschig überwacht werden. Bei Patienten, bei denen bereits eine

Myopathie unter Behandlung mit Fibraten oder Statinen aufgetreten ist, sollte die Behandlung mit

einem anderen Arzneimittel dieser Klasse nur mit Vorsicht begonnen werden. Wenn die

Ausgangswerte der CK signifikant erhöht sind (

>

das Fünffache des oberen Normwertes), sollte nicht

mit der Therapie begonnen werden.

Reduzierte Funktion von Transportproteinen

Die verminderte Funktion des hepatischen OATP Transportproteins kann die systemische Exposition

von Simvastatin sowie das Risiko für Myopathie und Rhabdomyolyse erhöhen. Die verminderte

Funktion kann als Ergebnis einer Hemmung durch interagierende Arzneimittel (z.B. Ciclosporin)

entstehen oder bei Patienten auftreten, die Träger des SLC01B1 c.521T>C Genotyps sind.

Patienten, die das Allel c.521T>C des SLC01B1 Gens tragen, das ein weniger aktives OATP1B1

Protein kodiert, haben eine erhöhte systemische Simvastatinexposition sowie ein erhöhtes

Myopathierisiko. Das Risiko einer durch hochdosiertes Simvastatin (80 mg) bedingten Myopathie

liegt ohne Gentest im Allgemeinen bei 1%. Basierend auf den Ergebnissen der SEARCH-Studie haben

mit 80 mg behandelte Träger des homozygoten C-Allels (auch CC genannt) ein 15%iges Risiko für

eine Myopathie innerhalb eines Jahres, während das Risiko bei Trägern des heterozygoten C-Allel

(CT) bei 1,5% liegt. Patienten mit dem häufigsten Genotyp (TT) haben diesbezüglich ein Risiko von

0,3% (siehe Abschnitt 5.2). Sofern verfügbar, sollten eine Genotypisierung bezüglich des Vorliegens

des C-Allels als Teil der Nutzen-Risiko-Bewertung bei einzelnen Patienten vor einer Verordnung von

Simvastatin 80 mg in Betracht gezogen sowie hohe Dosen bei identifizierten Trägern des CC-

Genotyps vermieden werden. Die Abwesenheit dieses Gens bei der Genotypisierung schließt

allerdings nicht aus, dass eine Myopathie auftreten kann.

Im Behandlungsverlauf

Wenn während der Behandlung mit einem Statin Muskelschmerzen, -schwäche oder Krämpfe

auftreten, sollten die CK-Werte bestimmt werden. Wenn die CK-Werte ohne körperliche Anstrengung

signifikant erhöht sind (

>

das Fünffache des oberen Normwertes), ist die Therapie abzusetzen. Sollte

die muskuläre Symptomatik schwerwiegend sein und Beeinträchtigungen verursachen, sollte ein

Absetzen der Behandlung in Erwägung gezogen werden, auch wenn die CK-Werte weniger als auf das

Fünffache des oberen Normwertes erhöht sind. Bei Verdachtsdiagnose einer Myopathie anderer

Ursache sollte die Therapie abgesetzt werden.

Wenn die Symptome verschwinden und die CK-Werte auf den Ausgangswert zurückgehen, kann die

erneute Behandlung mit diesem Statin oder mit einem alternativen Statin in der jeweils niedrigsten

Dosis und bei engmaschiger Überwachung in Erwägung gezogen werden.

Bei Patienten, deren Dosis auf 80 mg titriert wurde, wurde eine höhere Myopathierate beobachtet.

Regelmäßige CK-Messungen sind empfehlenswert, da hiermit subklinische Myopathiefälle erkannt

werden können. Allerdings ist nicht sichergestellt, dass durch eine solche Überwachung eine

Myopathie verhindert werden kann.

Die Therapie mit Simvastatin sollte einige Tage vor geplanten chirurgischen Eingriffen sowie bei

Eintritt eines akuten ernsten Krankheitsbildes bzw. der Notwendigkeit von chirurgischen Maßnahmen

vorübergehend unterbrochen werden.

Maßnahmen zur Verringerung des Myopathierisikos aufgrund von Arzneimittelwechselwirkungen

(siehe auch Abschnitt 4.5)

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse ist signifikant erhöht bei gleichzeitiger Anwendung

von Simvastatin mit potenten Inhibitoren von CYP3A4 (wie z.B. Itraconazol, Ketoconazol,

Posaconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, HIV-Protease-Inhibitoren (z.B.

Nelfinavir), Nefazodon) sowie mit Gemfibrozil, Ciclosporin und Danazol (siehe Abschnitt 4.2).

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse ist ebenfalls erhöht bei gleichzeitiger Anwendung

von anderen Fibraten oder bei gleichzeitiger Therapie von Amiodaron oder Verapamil mit höheren

Dosen von Simvastatin (siehe Abschnitt 4.2 und 4.5).

Auch bei gleichzeitiger Anwendung von Diltiazem oder Amlodipin und 80 mg Simvastatin besteht ein

erhöhtes Risiko (siehe Abschnitt 4.2 und 4.5).

Das Risiko einer Myopathie, einschließlich Rhabdomyolyse, kann durch gleichzeitige Anwendung

von Fusidinsäure und Statinen erhöht werden (siehe Abschnitt 4.5).

Folglich ist in Bezug auf CYP3A4-Inhibitoren eine gleichzeitige Anwendung von Simvastatin mit

Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, HIV-Protease-Inhibitoren (z.B. Nelfinavir), Erythromycin,

Clarithromycin, Telithromycin und Nefazodon kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.5). Falls eine

Behandlung mit Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, Erythromycin, Clarithromycin oder

Telithromycin unabdingbar ist, muss die Therapie mit Simvastatin während der Behandlungsdauer

unterbrochen werden. Außerdem ist Vorsicht geboten, wenn Simvastatin mit bestimmten anderen

weniger potenten CYP3A4-Inhibitoren kombiniert wird: Fluconazol, Ciclosporin, Verapamil und

Diltiazem (siehe Abschnitt 4.2 und 4.5). Genuss von Grapefruitsaft sollte während der Behandlung mit

Simvastatin vermieden werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Ciclosporin, Danazol oder Gemfibrozil sollte eine Dosis von 10 mg

Simvastatin pro Tag nicht überschritten werden. Die gleichzeitige Anwendung von Simvastatin und

Gemfibrozil sollte vermieden werden, sofern der Nutzen das erhöhte Risiko dieser Arzneimittel-

Kombination nicht überwiegt. Vor Gabe von anderen Fibraten (außer Fenofibrat), Ciclosporin oder

Danazol mit 10 mg Simvastatin pro Tag sollte eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Analyse erfolgen (siehe

Abschnitt 4.2 und 4.5).

Bei der Verordnung von Fenofibrat mit Simvastatin ist Vorsicht geboten, da jedes dieser Arzneimittel

bei Monotherapie eine Myopathie verursachen kann.

Die Kombination von Simvastatin in höheren Dosen als 20 mg/Tag mit Amiodaron oder Verapamil

sollte vermieden werden, sofern der klinische Nutzen das erhöhte Risiko einer Myopathie nicht

überwiegt (siehe Abschnitt 4.2 und 4.5).

Die Kombination von Simvastatin in höheren Dosen als 40 mg/Tag mit Diltiazem oder Amlodipin

sollte vermieden werden, sofern der klinische Nutzen das erhöhte Risiko einer Myopathie nicht

überwiegt (siehe Abschnitt 4.2 und 4.5).

Seltene Fälle von Myopathie/Rhabdomyolyse waren mit der gleichzeitigen Verabreichung von HMG-

CoA-Reduktaseinhibitoren und lipidregulierenden Niacin-Dosen (Nikotinsäure ≥ 1 g/Tag) assoziiert;

beide Mittel können auch als Monotherapie eine Myopathie verursachen.

Ärzte, die eine gleichzeitige Behandlung mit Simvastatin und lipidregulierenden Niacin-Dosen

(Nikotinsäure ≥ 1 g/Tag) oder niacinhaltigen Produkten in Erwägung ziehen, sollten die potenziellen

Vorteile und Risiken sorgfältig abwägen und die Patienten engmaschig auf jegliche Zeichen und

Symptome wie Schmerzen, Druckempfindlichkeit oder Schwäche der Muskeln überwachen. Dies gilt

insbesondere während der ersten Behandlungsmonate und wenn eine der Arzneimitteldosen erhöht

wurde.

In der Zwischenanalyse einer laufenden klinischen Outcome-Studie hat eine unabhängige Kommission

für die Sicherheitsüberwachung entdeckt, dass die Myopathie-Inzidenz bei chinesischen Patienten, die

40 mg Simvastatin und 2000 mg/40 mg Nikotinsäure/Laropiprant bekamen, höher als erwartet ausfiel.

Deswegen ist Vorsicht geboten bei gleichzeitiger Behandlung chinesischer Patienten mit Simvastatin

(insbesondere in Dosen von 40 mg oder mehr) und lipidregulierenden Niacin-Dosen (Nikotinsäure

≥ 1 g/Tag) oder niacinhaltigen Produkten. Da das Myopathierisiko bei Statinen dosisabhängig ist, wird

eine gleichzeitige Behandlung chinesischer Patienten mit 80 mg Simvastatin und lipidregulierenden

Niacin-Dosen (Nikotinsäure ≥ 1 g/Tag) oder niacinhaltigen Produkten nicht empfohlen. Es ist nicht

bekannt, ob für andere asiatische Patienten ein erhöhtes Myopathierisiko besteht, wenn sie gleichzeitig

mit Simvastatin und lipidregulierenden Niacin-Dosen (Nikotinsäure ≥ 1 g/Tag) oder niacinhaltigen

Produkten behandelt werden.

Patienten unter Fusidinsäure und Simvastatin sollten engmaschig überwacht werden, wenn die

Kombination nachweislich notwendig ist (siehe Abschnitt 4.5). Eine vorübergehende Unterbrechung

der Therapie mit Simvastatin kann in Betracht gezogen werden.

Diabetes mellitus

Es gibt Hinweise darauf, dass Statine als Substanzklasse den Blutzuckerspiegel erhöhen und bei

manchen Patienten, die ein hohes Risiko für die Entwicklung eines zukünftigen Diabetes mellitus

haben, eine Hyperglykämie hervorrufen können, die eine adäquate Diabetesbehandlung erfordert.

Dieses Risiko wird jedoch von der Reduktion des vaskulären Risikos durch Statine aufgewogen und

sollte daher nicht zu einem Abbruch der Statinbehandlung führen. In Übereinstimmung mit nationalen

Richtlinien sollten Risikopatienten (Nüchternblutzucker von 5,6 bis 6,9 mmol/l, BMI > 30 kg/m

erhöhte Triglyzeridwerte, Hypertonie) sowohl klinisch als auch in Bezug auf die relevanten

Laborwerte überwacht werden.

Wirkungen auf die Leber

Bei einigen erwachsenen Patienten, die Simvastatin erhielten, wurden in klinischen Studien

persistierende Erhöhungen (auf mehr als den dreifachen oberen Normwert) der Serum-Transaminasen

beobachtet. Nach Unterbrechung oder Beendigung der Therapie fielen die Transaminasen-Werte

gewöhnlich wieder langsam auf die Ausgangswerte ab.

Leberfunktionstests werden vor Beginn der Behandlung empfohlen und danach, wenn klinisch

angezeigt. Bei Patienten, die auf eine Dosis von 80 mg eingestellt wurden, sollte eine zusätzliche

Bestimmung vor der Dosiserhöhung, drei Monate nach Dosiserhöhung auf 80 mg und danach

regelmäßig (z.B. halbjährlich) im ersten Behandlungsjahr erfolgen. Besondere Aufmerksamkeit sollte

denjenigen Patienten gelten, die erhöhte Transaminasen entwickeln; bei diesen Patienten sollten die

Bestimmungen umgehend wiederholt und dann häufiger durchgeführt werden. Wenn die

Transaminasenerhöhungen weiter fortschreiten, insbesondere wenn sie bis zum Dreifachen der oberen

Normgrenze ansteigen und persistieren, sollte Simvastatin abgesetzt werden.

Das Arzneimittel sollte mit Vorsicht bei Patienten eingesetzt werden, die in erheblichem Maße

Alkohol zu sich nehmen.

Wie bei anderen Lipidsenkern wurden unter der Therapie mit Simvastatin mäßige Erhöhungen der

Serum-Transaminasen beobachtet (auf weniger als den dreifachen oberen Normwert). Diese

Abweichungen traten bald nach Beginn der Therapie mit Simvastatin auf, waren häufig

vorübergehend und nicht von irgendwelchen Symptomen begleitet; ein Abbruch der Therapie war

nicht erforderlich.

Interstitielle Lungenerkrankung

Insbesondere unter Langzeitbehandlung wurde über das Auftreten von Fällen einer interstitiellen

Lungenerkrankung im Zusammenhang mit einigen Statinen, darunter Simvastatin, berichtet (siehe

Abschnitt 4.8). Vorliegende Befunde können Atemnot, trockenen Husten und allgemeinen

gesundheitlichen Abbau (Müdigkeit, Gewichtsverlust und Fieber) beinhalten. Besteht der Verdacht,

dass ein Patient eine interstitielle Lungenerkrankung entwickelt hat, muss die Statinbehandlung

unterbrochen werden.

Kinder und Jugendliche

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (10 bis 17 Jahre)

Sicherheit und Wirksamkeit von

Simvastatin bei Patienten mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie im Alter zwischen 10

und 17 Jahren wurden in einer kontrollierten klinischen Studie bei heranwachsenden Jungen, Tanner-

Stadium II und darüber, sowie bei Mädchen, mindestens 1 Jahr nach der Menarche, untersucht. Die

mit Simvastatin behandelten Patienten wiesen ein Nebenwirkungsprofil auf, das im Allgemeinen dem

Profil der mit Plazebo behandelten Patienten entsprach. Dosierungen über 40 mg wurden an dieser

Population nicht untersucht. In dieser limitierten kontrollierten Studie gab es keine Anzeichen für

Auswirkungen auf das Größenwachstum oder die sexuelle Entwicklung bei heranwachsenden Jungen

und Mädchen, ebenso wenig wurden Veränderungen an der Dauer des Menstruationszyklus bei

Mädchen beobachtet (siehe Abschnitt 4.2, 4.8 und 5.1). Heranwachsende Mädchen sollten für die

Dauer der Therapie mit Simvastatin auf geeignete Verhütungsmethoden hingewiesen werden (siehe

Abschnitt 4.3 und 4.6). Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten unter 18 Jahren wurden nicht über

eine Behandlungsdauer über 48 Wochen untersucht. Langzeitauswirkungen auf die physische,

intellektuelle und sexuelle Entwicklung sind derzeit nicht bekannt. Simvastatin wurde weder bei

Patienten unter 10 Jahren noch bei präpubertären Kindern und Mädchen vor der Menarche untersucht.

Sonstige Bestandteile

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-

Malabsorption sollten

Simvastatin-Teva

Filmtabletten

nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit lipidsenkenden Arzneimitteln, die bei Monotherapie eine Myopathie

verursachen können.

Das Risiko einer Myopathie, einschließlich einer Rhabdomyolyse, ist während gleichzeitiger Gabe mit

Fibraten erhöht. Mit Gemfibrozil besteht außerdem eine pharmakokinetische Interaktion, die zu

erhöhten Plasmakonzentrationen von Simvastatin führt (siehe unten "Pharmakokinetische

Wechselwirkungen" sowie 4.2 und 4.4). Bei gleichzeitiger Gabe von Simvastatin und Fenofibrat gibt

es keine Anzeichen dafür, dass das Myopathierisiko über die Summe der Risiken der jeweiligen

Einzelwirkstoffe hinausgeht. Für andere Fibrate stehen keine adäquaten Daten zur Pharmakovigilanz

oder Pharmakokinetik zur Verfügung. Seltene Fälle von Myopathie/Rhabdomyolyse sind mit

Simvastatin assoziiert worden, das zusammen mit lipidregulierenden Niacin-Dosen (Nikotinsäure

≥ 1 g/Tag) angewendet wurde (siehe Abschnitt 4.4).

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über Empfehlungen zur Verordnung von interagierenden

Substanzen (weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Text; siehe auch Abschnitt 4.2, 4.3 und

4.4)

Arzneimittelwechselwirkungen, die mit einem erhöhten Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse

verbunden sind

Interagierende Substanzen

Empfehlungen für die Verordnung

Starke CYP3A4-Inhibitoren:

Itraconazol

Ketoconazol

Posaconazol

Erythromycin

Clarithromycin

Telithromycin

HIV-Protease-Inhibitoren (z.B. Nelfinavir)

Nefazodon

Mit Simvastatin kontraindiziert

Gemfibrozil

Sollte vermieden werden; wenn notwendig

10 mg Simvastatin pro Tag nicht überschreiten

Ciclosporin

Danazol

Andere Fibrate (mit Ausnahme von

Fenofibrat)

10 mg Simvastatin pro Tag nicht überschreiten

Amiodaron

Verapamil

20 mg Simvastatin pro Tag nicht überschreiten

Diltiazem

Amlodipin

40 mg Simvastatin pro Tag nicht überschreiten

Fusidinsäure

Die Patienten müssen engmaschig überwacht

werden. Es kann eine vorübergehende

Aussetzung der Simvastatin-Therapie erwogen

werden.

Grapefruitsaft

Grapefruitsaft während der Einnahme von

Simvastatin vermeiden

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Simvastatin

Wechselwirkungen mit CYP3A4-Inhibitoren

Simvastatin ist ein Substrat von Cytochrom P450 3A4. Potente Inhibitoren von Cytochrom P450 3A4

erhöhen das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse durch Erhöhung der Konzentration der

inhibitorischen Aktivität der HMG-CoA-Reduktase im Plasma während der Therapie mit Simvastatin.

Zu diesen Inhibitoren zählen Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, Erythromycin, Clarithromycin,

Telithromycin, HIV-Protease-Inhibitoren (z.B. Nelfinavir) und Nefazodon. Die gleichzeitige

Anwendung von Itraconazol führte zu einer mehr als zehnfachen Erhöhung der Exposition mit

Simvastatin-Säure (aktivem Betahydroxysäure-Metabolit). Telithromycin führte zu einer elffachen

Erhöhung der Exposition mit der Simvastatin-Säure.

Eine gleichzeitige Anwendung von Simvastatin mit Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, HIV-

Protease-Inhibitoren (z.B. Nelfinavir), Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin und Nefazodon

ist daher kontraindiziert. Falls eine Behandlung mit Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol,

Erythromycin, Clarithromycin oder Telithromycin unabdingbar ist, muss die Therapie mit Simvastatin

während der Behandlungsdauer unterbrochen werden. Vorsicht ist geboten, wenn Simvastatin mit

bestimmten anderen, weniger potenten CYP3A4-Inhibitoren kombiniert wird: Fluconazol,

Ciclosporin, Verapamil oder Diltiazem (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).

Fluconazol

Es gibt Berichte über seltene Fälle von Rhabdomyolyse, die mit der gleichzeitigen Anwendung von

Simvastatin und Fluconazol assoziiert waren (siehe Abschnitt 4.4).

Ciclosporin

Das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse wird durch die gleichzeitige Anwendung von

Ciclosporin, insbesondere mit höheren Simvastatin-Dosen, erhöht (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4). Daher

sollte eine Dosis von 10 mg Simvastatin pro Tag von Patienten, die gleichzeitig Ciclosporin erhalten,

nicht überschritten werden. Obwohl der Mechanismus noch nicht vollständig geklärt ist, hat sich

gezeigt, dass Ciclosporin die AUC der HMG-CoA-Reduktaseinhibitoren vergrößert. Die

Vergrößerung der AUC der Simvastatin-Säure ist vermutlich teilweise auf eine CYP3A4-Hemmung

zurückzuführen.

Danazol

Das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Anwendung von Danazol und

Simvastatin in höheren Dosen erhöht (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).

Gemfibrozil

Gemfibrozil erhöht die AUC der Simvastatin-Säure um das 1,9fache, möglicherweise aufgrund einer

Hemmung des Glukuronidierungsweges (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).

Amiodaron

Das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Anwendung von Amiodaron und

Simvastatin in höheren Dosen erhöht (siehe Abschnitt 4.4). In einer klinischen Studie wurde bei 6 %

der Patienten, die 80 mg Simvastatin und Amiodaron einnahmen, über eine Myopathie berichtet.

Deswegen sollte die Dosis Simvastatin bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel mit Amiodaron

erhalten, nicht höher als 20 mg/Tag sein, sofern der klinische Nutzen das erhöhte Risiko einer

Myopathie/Rhabdomyolyse nicht überwiegt.

Kalziumkanalblocker

Verapamil

Das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und

40 mg oder 80 mg Simvastatin erhöht (siehe Abschnitt 4.4). In einer Pharmakokinetik-Studie bewirkte

die gleichzeitige Anwendung von Verapamil einen 2,3-fachen Anstieg der Exposition von

Simvastatin-Säure, was vermutlich teilweise auf eine CYP3A4-Hemmung zurückzuführen ist.

Deswegen sollte die Dosis Simvastatin bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel mit Verapamil

erhalten, nicht höher als 20 mg/Tag sein, sofern der klinische Nutzen das erhöhte Risiko einer

Myopathie/Rhabdomyolyse nicht überwiegt.

Diltiazem

Das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse ist bei gleichzeitiger Anwendung von Diltiazem und

80 mg Simvastatin erhöht (siehe Abschnitt 4.4). Das Risiko einer Myopathie war nicht erhöht bei

Patienten, die gleichzeitig Simvastatin 40 mg und Diltiazem erhielten (siehe Abschnitt 4.4). In einer

Pharmakokinetik-Studie bewirkte die gleichzeitige Anwendung von Diltiazem einen 2,7-fachen

Anstieg der Exposition von Simvastatin-Säure, was vermutlich teilweise auf eine CYP3A4-Hemmung

zurückzuführen ist. Deswegen sollte die Dosis Simvastatin bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel

mit Diltiazem erhalten, nicht höher als 40 mg/Tag sein, sofern der klinische Nutzen das erhöhte Risiko

einer Myopathie/Rhabdomyolyse nicht überwiegt.

Amlodipin

Bei Patienten unter Amlodipin, die gleichzeitig mit 80 mg Simvastatin behandelt werden, besteht ein

erhöhtes Myopathierisiko. Das Myopathierisiko bei Patienten, die 40 mg Simvastatin bekamen, war

bei gleichzeitiger Anwendung von Amlodipin nicht erhöht. In einer Pharmakokinetik-Studie bewirkte

die gleichzeitige Verabreichung von Amlodipin einen 1,6-fachen Anstieg der Exposition von

Simvastatin-Säure. Deswegen sollte die Dosis Simvastatin bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel

mit Amlodipin erhalten, nicht höher als 40 mg/Tag sein, sofern der klinische Nutzen das erhöhte

Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse nicht überwiegt.

Niacin (Nikotinsäure)

Seltene Fälle von Myopathie/Rhabdomyolyse sind mit Simvastatin assoziiert worden, das zusammen

mit lipidregulierenden Niacin-Dosen (Nikotinsäure ≥ 1 g/Tag) angewendet wurde In einer

Pharmakokinetik-Studie bewirkte die gleichzeitige Verabreichung einer Einzeldosis Nikotinsäure

Retard 2 g mit 20 mg Simvastatin einen leichten Anstieg der AUC von Simvastatin und Simvastatin-

Säure sowie des C

der Plasmakonzentration von Simvastatin-Säure.

Fusidinsäure

Das Myopathierisiko kann durch die gleichzeitige Verabreichung von Fusidinsäure mit Statinen,

einschließlich von Simvastatin, erhöht werden. Es wurden Einzelfälle einer Rhabdomyolyse mit

Simvastatin beobachtet. Es kann eine vorübergehende Unterbrechung der Simvastatin-Therapie

erwogen werden. Wenn es sich als notwendig erweist sollten Patienten, die Fusidinsäure und

Simvastatin erhalten, engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Grapefruitsaft

Grapefruitsaft hemmt Cytochrom P450 3A4. Der Genuss großer Mengen von Grapefruitsaft (über 1

Liter pro Tag) bei gleichzeitiger Anwendung von Simvastatin führte zu einer 7fachen Erhöhung der

Exposition mit der Simvastatinsäure. Der Genuss von 240 ml Grapefruitsaft am Morgen und die

Einnahme von Simvastatin am Abend führte ebenso zu einer 1,9fachen Erhöhung. Der Genuss von

Grapefruitsaft sollte deshalb während der Therapie mit Simvastatin vermieden werden.

Colchicin

Es gibt Berichte über Fälle von Myopathie und Rhabdomyolyse bei gleichzeitiger Verabreichung von

Colchicin und Simvastatin bei Patienten mit Niereninsuffizienz. Eine engmaschige klinische

Überwachung solcher Patienten, die diese Kombinationstherapie erhalten, ist angeraten.

Rifampicin

Da Rifampicin stark zur Induktion von CYP-3A4 beiträgt, kann es bei Patienten, die eine

Langzeitbehandlung von Rifampicin (z. B. eine Tuberkulosebehandlung) zusammen mit Simvastatin

erhalten, zu einer Abnahme der Wirksamkeit von Simvastatin kommen. In einer Pharmakokinetik-

Studie mit gesunden Probanden nahm die Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve (AUC)

unter Simvastatin-Säure durch die gleichzeitige Verabreichung von Rifampicin um 93 % ab.

Wirkungen von Simvastatin auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Simvastatin übt keine inhibitorische Wirkung auf Cytochrom P450 3A4 aus. Daher wird auch keine

Wirkung von Simvastatin auf die Plasmakonzentrationen von über CYP 3A4 metabolisierten

Wirkstoffen erwartet.

Orale Antikoagulanzien

In zwei klinischen Studien, von denen die eine mit gesunden Probanden, die andere mit Patienten mit

Hypercholesterinämie durchgeführt wurde, führte Simvastatin 20-40 mg/Tag zu einer moderaten

Wirkungsverstärkung von Antikoagulanzien vom Typ der Cumarin-Derivate. Die Prothrombinzeit,

angegeben in der International Normalized Ratio (INR), erhöhte sich bei den gesunden Probanden von

1,7 auf 1,8 und bei den Patienten von 2,6 auf 3,4. Es wurden sehr seltene Fälle von Erhöhungen der

INR berichtet. Daher sollte bei Patienten, die Cumarin-Derivate einnehmen, vor Beginn einer Therapie

mit Simvastatin und in der frühen Behandlungsphase häufig genug die Prothrombinzeit bestimmt

werden, um sicherzustellen, dass sich keine signifikanten Veränderungen der Prothrombinzeit

entwickeln. Nach Stabilisierung der Werte wird die Bestimmung der Prothrombinzeit anschließend in

den Zeitabständen empfohlen, wie sie für Patienten unter Therapie mit Cumarin-Derivaten üblich sind.

Wird die Dosis von Simvastatin geändert oder Simvastatin abgesetzt, sollte dieselbe Vorgehensweise

eingehalten werden. Die Therapie mit Simvastatin wurde nicht mit Blutungen oder Veränderungen der

Prothrombinzeit bei Patienten, die keine Antikoagulanzien einnahmen, in Zusammenhang gebracht.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Simvastatin ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Die Sicherheit von Simvastatin bei schwangeren Frauen wurde nicht untersucht. Mit Simvastatin

wurden keine kontrollierten klinischen Studien mit schwangeren Frauen durchgeführt. Es liegen

seltene Berichte über kongenitale Anomalien nach intrauteriner Exposition mit HMG-CoA-Reduktase-

Inhibitoren in seltenen Fällen vor. Eine Analyse bisheriger Erfahrungen mit etwa 200 Frauen, die

versehentlich Simvastatin oder einen strukturverwandten HMG-CoA-Reduktase-Inhibitor im ersten

Trimenon der Schwangerschaft eingenommen hatten, zeigte kein erhöhtes Risiko für kongenitale

Anomalien gegenüber der Gesamtpopulation. Diese Fallzahl war statistisch ausreichend, um eine

Risikoerhöhung um das 2,5fache oder mehr im Vergleich zu der für eine Gesamtpopulation erwarteten

Häufigkeit ausschließen zu können.

Obwohl es keine Anzeichen dafür gibt, dass die Inzidenz kongenitaler Anomalien bei Kindern, deren

Mütter Simvastatin oder einen anderen, eng verwandten HMG-CoA-Reduktase-Inhibitor

eingenommen hatten, von der in der Gesamtpopulation beobachteten abweicht, kann eine Behandlung

der Mutter mit Simvastatin beim Fetus die Spiegel der Mevalonsäure senken, welche als Vorstufe der

Cholesterinsynthese eine Rolle spielt. Da Atherosklerose eine chronische Erkrankung ist, sollte eine

Unterbrechung lipidsenkender Therapien während einer Schwangerschaft im Allgemeinen kaum

Auswirkungen auf das mit der primären Hypercholesterinämie verbundene Langzeitrisiko haben.

Simvastatin darf daher nicht von Frauen eingenommen werden, die schwanger sind, eine

Schwangerschaft planen, oder vermuten, schwanger zu sein. Die Behandlung mit Simvastatin muss

unterbrochen werden, bis die Schwangerschaft beendet oder definitiv ausgeschlossen ist (siehe

Abschnitt 4.3 und 5.3).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Simvastatin oder seine Metaboliten in die menschliche Muttermilch

übergehen. Da viele Arzneimittel in die Muttermilch übergehen und aufgrund des Potenzials

schwerwiegender unerwünschter Wirkungen bei Säuglingen darf Simvastatin von stillenden Frauen

nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Es liegen keine Daten vor.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Simvastatin hat keine oder zu vernachlässigende Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder dem Bedienen

von Maschinen ist jedoch zu berücksichtigen, dass nach Markteinführung selten über Schwindel

berichtet wurde.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils:

Die Häufigkeiten der nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen, die im Rahmen klinischer Studien

und/oder nach der Markteinführung berichtet wurden, wurden anhand einer Bewertung der

Inzidenzraten in groß angelegten Placebo-kontrollierten klinischen Langzeitstudien wie HPS und 4S

mit 20.536 bzw. 4.444 Patienten eingeteilt. In HPS wurden nur Myalgie und Anstiege der Serum-

Transaminasen und des CK-Wertes sowie schwerwiegende Nebenwirkungen dokumentiert. In 4S

wurden alle unten aufgelisteten Nebenwirkungen berichtet. Inzidenzraten, die für Simvastatin in

diesen Studien denen von Placebo entsprachen oder darunter lagen, und ähnliche Spontanberichte über

Nebenwirkungen mit möglichem Kausalzusammenhang zur Therapie wurden unter „selten“

eingeordnet.

In HPS erhielten 20.536 Patienten entweder 40 mg Simvastatin/Tag (n = 10.269) oder Placebo (n =

10.267). Das Sicherheitsprofil der mit 40 mg Simvastatin behandelten Patienten war über die mittlere

Studiendauer von 5 Jahren mit dem der Placebo-Gruppe vergleichbar. Die Abbruchraten aufgrund von

Nebenwirkungen waren in beiden Gruppen vergleichbar (Simvastatin-Gruppe 4,8 % vs. Placebo-

Gruppe 5,1 %). Myopathie trat bei weniger als 0,1 % der mit 40 mg Simvastatin behandelten Patienten

auf. Die Häufigkeit der Transaminasenerhöhungen (auf mehr als den dreifachen oberen Normwert;

bestätigt durch eine Wiederholung des Tests) betrug 0,21 % (n = 21) bei den mit 40 mg Simvastatin

behandelten Patienten und 0,09 % (n = 9) bei den mit Placebo behandelten Patienten.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

sehr häufig

≥ 1/10

häufig

≥ 1/100 bis < 1/10

gelegentlich

≥ 1/1.000 bis < 1/100

selten

≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

sehr selten

< 1/10.000

nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Selten:

Anämie

Psychiatrische Erkrankungen:

Sehr selten:

Schlaflosigkeit

Nicht bekannt:

Depression

Erkrankungen des Nervensystems:

Selten:

Kopfschmerzen, Parästhesien, Schwindel, periphere Neuropathie

Sehr selten

: Gedächtnisstörung

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Nicht bekannt:

Interstitielle Lungenerkrankung (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Selten:

Obstipation, Bauchschmerzen, Flatulenz, Dyspepsie, Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen,

Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten:

Hepatitis/Ikterus

Sehr selten:

Leberinsuffizienz

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten:

Hautausschlag, Pruritus, Alopezie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Selten:

Myopathie* (einschließlich Myositis), Rhabdomyolyse mit oder ohne akutes Nierenversagen

(siehe Abschnitt 4.4), Myalgie, Muskelkrämpfe

Nicht bekannt:

Tendinopathie, gelegentlich bis hin zur Sehnenruptur, Immunvermittelte

nekrotisierende Myopathie (siehe Abschnitt 4.4)

* Bei Patienten, die in einer klinischen Studie mit 80 mg/Tag Simvastatin behandelt wurden, trat eine

Myopathie häufig auf im Vergleich zu Patienten, die mit 20 mg/Tag behandelt wurden (1,0 % vs

0,02 %).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Nicht bekannt:

Erektile Dysfunktion

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Selten:

Asthenie

Selten wurde über ein offensichtliches Hypersensitivitätssyndrom berichtet, das mit einem oder

mehreren der folgenden Symptome einherging: angioneurotisches Ödem, lupusähnliches Syndrom,

Polymyalgia rheumatica, Dermatomyositis, Vaskulitis, Thrombozytopenie, Eosinophilie,

Beschleunigung der Blutsenkungsgeschwindigkeit, Arthritis und Arthralgie, Urtikaria,

Photosensitivität, Fieber, Gesichtsrötung, Dyspnoe und allgemeines Krankheitsgefühl.

Untersuchungen:

Selten:

Erhöhung der Serum-Transaminasen (ALT, AST,

-GT) (siehe Abschnitt 4.4

Wirkungen auf

die Leber),

der alkalischen Phosphatase und der CK-Werte im Serum (siehe Abschnitt 4.4).

Folgende Nebenwirkungen wurden bei einigen Statinen beobachtet:

Schlafstörungen einschließlich Alpträume

Gedächtnisverlust

Sexuelle Dysfunktion

Diabetes mellitus: Die Häufigkeit ist abhängig von dem Vorhandensein oder dem Fehlen

von Risikofaktoren (Nüchternblutzucker ≥ 5,6 mmol/l, BMI > 30 kg/m

, erhöhte

Triglyzeridwerte, bestehende Hypertonie).

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche (10 bis 17 Jahre)

In einer 48-wöchigen Studie bei Kindern und Jugendlichen (Jungen: Tanner-Stadium II und darüber,

Mädchen: mindestens 1 Jahr nach der Menarche) im Alter zwischen 10 und 17 Jahren mit

heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie (n = 175) war das Sicherheits- und

Verträglichkeitsprofil der mit Simvastatin behandelten Gruppe im Allgemeinen dem Profil der

Plazebo-Gruppe ähnlich. Langzeitauswirkungen auf die physische, intellektuelle und sexuelle

Entwicklung sind nicht bekannt. Nach einjähriger Behandlungsdauer liegen derzeit noch keine

ausreichenden Daten vor (siehe Abschnitt 4.2, 4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Einige Fälle von Überdosierung wurden bisher berichtet. Die höchste eingenommene Dosis betrug 3,6

g Simvastatin. Bei keinem der Patienten kam es zu Folgeerscheinungen. Spezifische Erfahrungen zur

Behandlung einer Überdosierung mit Simvastatin liegen nicht vor. Im Fall einer Überdosierung sollten

symptomatische und unterstützende Maßnahmen ergriffen werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: HMG-CoA-Reduktase-Hemmer, ATC-Code: C10AA01

Nach oraler Aufnahme wird Simvastatin, ein inaktives Lacton, in der Leber zur entsprechenden

aktiven Betahydroxysäure hydrolysiert. Dieser Hauptmetabolit ist ein potenter Inhibitor der 3-

Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A (HMG-CoA)-Reduktase; hierbei handelt es sich um ein

Enzym, das einen frühen und geschwindigkeitsbestimmenden Schritt in der Biosynthese des

Cholesterins, den Umbau von HMG-CoA zu Mevalonat, katalysiert.

Sowohl bei normalen als auch bei erhöhten Ausgangswerten führt Simvastatin zu einer Senkung des

LDL-Cholesterinspiegels. LDL entsteht aus VLDL und wird überwiegend über spezifische LDL-

Rezeptoren abgebaut. Der LDL-senkende Wirkmechanismus von Simvastatin beruht wahrscheinlich

auf der Abnahme der Konzentration von VLDL-Cholesterin als auch auf einer Induktion von LDL-

Rezeptoren, also sowohl auf einer verminderten Produktion als auch auf einem verstärkten Abbau von

LDL-Cholesterin. Die Konzentration von Apolipoprotein B nimmt bei der Behandlung mit

Simvastatin ebenfalls ab. Simvastatin bewirkt zudem einen mäßigen Anstieg des HDL-Cholesterins

sowie eine Abnahme der Triglyceride im Plasma. Insgesamt resultiert aus diesen

Veränderungen eine Abnahme des Verhältnisses von Gesamt- zu HDL-Cholesterin und LDL- zu

HDL-Cholesterin.

Hohes Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) oder bestehende koronare Herzkrankheit:

In der Heart Protection Study (HPS) wurden die Effekte einer Therapie mit Simvastatin an 20.536

Patienten (40 – 80 Jahre) mit oder ohne Hyperlipidämie, mit KHK, anderen

Gefäßverschlusskrankheiten oder Diabetes mellitus beurteilt.

In dieser Studie erhielten über eine mittlere Studiendauer von 5 Jahren 10.269 Patienten 40 mg

Simvastatin pro Tag und 10.267 Patienten Placebo. Bei Studienbeginn hatten 6.793 (33 %) Patienten

LDL-Cholesterinwerte unter 116 mg/dl; 5.063 (25 %) hatten Werte zwischen 116 mg/dl und 135

mg/dl; und 8.680 (42 %) hatten Werte über 135 mg/dl.

Die Therapie mit 40 mg Simvastatin/Tag reduzierte im Vergleich zu Placebo das

Gesamtmortalitätsrisiko signifikant (1.328 (12,9 %) mit Simvastatin behandelte Patienten vs. 1.507

(14,7 %) Patienten unter Placebo; p = 0,0003), was auf einer Reduktion der KHK-Mortalität um 18 %

beruht (587 (5,7 %) vs. 707 (6,9 %); p = 0,0005; absolute Risikoreduktion 1,2 %). Die Senkung der

Mortalitätsrate nicht kardiovaskulärer Ursache war nicht statistisch signifikant.

Simvastatin senkte ebenfalls das Risiko für schwere koronare Ereignisse (kombinierter Endpunkt aus

nicht letalem Myokardinfarkt oder Tod durch KHK) um 27 % (p = 0,0001). Simvastatin reduzierte

erforderliche gefäßchirurgische Eingriffe am Herzen (einschließlich Bypass-OP oder perkutaner

transluminaler koronarer Angioplasie) um 30 % (p < 0,0001) sowie erforderliche periphere und andere

nicht koronare revaskularisierende Eingriffe um 16 % (p = 0,006). Simvastatin senkte das Risiko für

Schlaganfälle um 25 % (p = < 0,0001), was auf einer Senkung des Risikos für ischämische

Schlaganfälle um 30 % (p = <0,0001) beruht. Zusätzlich senkte Simvastatin in der Subgruppe der

Diabetiker das Risiko für die Entwicklung makrovaskulärer Komplikationen einschließlich peripherer

revaskularisierender Eingriffe (chirurgischer Eingriff oder Angioplasie), Amputation der unteren

Extremitäten oder Geschwüre an den Beinen um 21 % (p = 0,0293). Die Risikoreduktion durch

Simvastatin war für alle Subgruppen von Patienten vergleichbar, einschließlich Patienten ohne KHK,

aber mit zerebrovaskulärer Erkrankung oder peripherer Gefäßerkrankung, Frauen und Männern,

Patienten älter oder jünger als 70 Jahre bei Studienbeginn, mit und ohne Hypertonie und auch

besonders jene mit Ausgangswerten von LDL-Cholesterin unter 3,0 mmol/l bei Studieneinschluss.

In der Scandinavian Simvastatin Survival Study (4S) wurde der Effekt einer Therapie mit Simvastatin

auf die Gesamtmortalität bei 4.444 Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) sowie

Gesamtcholesterin-Ausgangswerten von 212 – 309 mg/dl (5,5 – 8,0 mmol/l) untersucht. In dieser

multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurden Patienten mit

Angina pectoris oder vorangegangenem Myokardinfarkt (MI) über eine mittlere Behandlungsdauer

von 5,4 Jahren mit Diät und Standardtherapie sowie entweder Simvastatin 20–40 mg/Tag (n = 2.221)

oder Placebo (n = 2.223) therapiert. Simvastatin senkte das Mortalitätsrisiko um 30 % (absolute

Risikoreduktion 3,3 %). Das Risiko der KHK-Mortalität wurde um 42 % (absolute Risikoreduktion

3,5 %) reduziert. Ebenfalls verminderte Simvastatin das Risiko, ein schwerwiegendes koronares

Ereignis (KHK-Mortalität oder im Krankenhaus bestätigter und stummer, nicht tödlicher MI) zu

erleiden, um 34 %: Des Weiteren reduzierte Simvastatin das Risiko tödlicher oder nicht tödlicher

zerebraler Ereignisse (Schlaganfälle und transitorische ischämische Attacken)

um 28 %. Hinsichtlich der nicht kardiovaskulären Mortalität gab es zwischen den beiden Gruppen

keinen statistisch signifikanten Unterschied.

Primäre Hypercholesterinämie und kombinierte Hyperlipidämie

In Vergleichsstudien zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Simvastatin an Patienten mit

Hypercholesterinämie führte eine Behandlung mit 10 mg, 20 mg, 40 mg und 80 mg Simvastatin pro

Tag zu mittleren Senkungen von LDL-Cholesterin um 30 %, 38 %, 41 % und 47 %: In Studien zur

kombinierten Hyperlipidämie führte die Behandlung von 40 mg und 80 mg Simvastatin zu mittleren

Senkungen der Triglyzeride um 28 % bzw. 33 % (Placebo 2 %) und zu mittleren Anstiegen von HDL-

Cholesterin um 13 % bzw. 16 % (Placebo 3 %).

Kinder und Jugendliche

Klinische Studien bei Kindern und Jugendlichen (10 bis 17 Jahre)

In einer doppelblinden, plazebokontrollierten Studie erhielten 175 Patienten (99 Jungen: Tanner-

Stadium II und darüber, 76 Mädchen: mindestens 1 Jahr nach der Menarche) im Alter zwischen 10

und 17 Jahren (Durchschnittsalter 14,1 Jahre) mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie

(heFH) über einen Zeitraum von 24 Wochen (Basisstudie) randomisiert Simvastatin oder Plazebo.

Voraussetzung für die Aufnahme in die Studie waren ein LDL-Cholesterin-Ausgangswert zwischen

160 und 400 mg/dl sowie mindestens ein Elternteil mit einem LDL-Cholesterinwert >189 mg/l. Die

Dosierung von Simvastatin (täglich als Einzeldosis am Abend) betrug in den ersten 8 Wochen 10 mg,

in den nächsten 8 Wochen 20 mg und danach 40 mg. In einer 24-wöchigen Studienerweiterung

wurden 144 Patienten zur Fortsetzung der Therapie ausgewählt. Diese erhielten 40 mg Simvastatin

oder Plazebo.

Simvastatin verringerte die Plasmakonzentrationen von LDL-Cholesterin, Triglyzeriden und Apo B

signifikant. Die Ergebnisse der Studienerweiterung nach der 48. Woche waren vergleichbar mit den

Ergebnissen der Basisstudie. Nach 24-wöchiger Behandlung lag der mittlere LDL-Cholesterinwert in

der Gruppe, die Simvastatin in einer Dosis von 40 mg erhielt, bei 124,9 mg/dl (Schwankungsbereich:

64,0-289,0 mg/dl), im Vergleich dazu in der Plazebo-Gruppe bei 207,8 mg/dl (Schwankungsbereich:

128,0-334,0 mg/dl).

Nach 24-wöchiger Behandlung mit Simvastatin (mit im 8-wöchigen Abstand ansteigenden

Dosierungen von 10, 20 und 40 mg/Tag) führte die Einnahme von Simvastatin zu einer Senkung des

mittleren LDL-Cholesterinwertes um 36,8 % (Plazebo: 1,1 % Anstieg im Vergleich zum

Ausgangswert), des Apo B um 32,4 % (Plazebo: 0,5 %) und der mittleren Triglyzeridwerte um 7,9 %

(Plazebo: 3,2 %) sowie zu einer Erhöhung der HDL-Cholesterinwerte um 8,3 % (Plazebo: 3,6 %). Die

positiven Langzeitauswirkungen von Simvastatin auf kardiovaskuläre Ereignisse bei Kindern mit

heFH sind nicht bekannt.

Sicherheit und Wirksamkeit von Dosierungen über 40 mg/Tag bei Kindern mit heterozygoter

familiärer Hypercholesterinämie wurden nicht untersucht. Es liegen auch keine Daten zur

Langzeitwirkung der Simvastatin-Therapie im Kindesalter auf die Reduzierung von Morbidität und

Mortalität im Erwachsenenalter vor.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Simvastatin, ein inaktives Lacton, wird

in-vivo

schnell zur entsprechenden Betahydroxysäure, einem

potenten Hemmer der HMG-CoA-Reduktase, hydrolysiert. Die Hydrolyse findet vor allem in der

Leber statt; im menschlichen Plasma verläuft sie sehr langsam.

Die Untersuchung der pharmakokinetischen Eigenschaften wurde an Erwachsenen durchgeführt. Für

Kinder und Jugendliche liegen keine pharmakokinetischen Daten vor.

Resorption

Beim Menschen wird Simvastatin gut resorbiert und unterliegt einem ausgeprägten First-Pass-Effekt

in der Leber – abhängig vom Blutfluss in der Leber. Die Leber ist der primäre Wirkort der aktiven

Form. Die Verfügbarkeit der Betahydroxysäure nach einer oralen Simvastatin-Dosis betrug im

systemischen Kreislauf weniger als 5 % der Dosis. Die maximalen Inhibitorkonzentrationen im

Plasma traten etwa 1–2 Stunden nach der Einnahme auf. Eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme hatte

keinen Einfluss auf die Resorption.

Die Pharmakokinetik bei einmaliger und mehrfacher Gabe von Simvastatin zeigte, dass die

wiederholte Einnahme des Arzneimittels nicht zu einer Akkumulation führt.

Verteilung

Simvastatin und sein aktiver Metabolit sind beim Menschen zu mehr als 95 % an Plasmaproteine

gebunden.

Elimination

Simvastatin ist ein Substrat von CYP 3A4 (siehe Abschnitt 4.3 und 4.5). Die im menschlichen Plasma

vorhandenen Hauptmetaboliten von Simvastatin umfassen die Betahydroxysäure sowie vier weitere

wirksame Metaboliten. Nach oraler Gabe von radioaktiv markiertem Simvastatin an Probanden

wurden innerhalb von 96 Stunden 13 % der Radioaktivität im Urin und 60 % in den Fäces wieder

gefunden. Letztere Menge steht sowohl für resorbierte Anteile, die über die Galle ausgeschieden

werden, als auch für nicht resorbierte Substanz. Nach intravenöser Injektion des Betahydroxysäure-

Metaboliten betrug seine Halbwertszeit etwa 1,9 Stunden; nur durchschnittlich 0,3 % der i.v.-Dosis

wurden im Urin als Inhibitoren ausgeschieden.

Simvastatin wird durch den Transporter OATP1B1 aktiv in die Hepatozyten aufgenommen.

Besondere Zielgruppen

Träger des c.521T>C Allels des SLC01B1 Gens haben eine niedrigere OAT1B1 Aktivität. Die

durchschnittliche Bioverfügbarkeit (AUC) des wichtigsten aktiven Metaboliten, Simvastatinsäure,

beträgt 120% bei heterozygoten Trägern (CT) des C-Allel und 221% bei homozygoten Trägern (CC),

bezogen auf die von Patienten mit dem häufigsten Genotyp (TT).

Das C Allel hat eine Häufigkeit von 18% in der europäischen Bevölkerung. Bei Patienten mit

SLCO1B1 Polymorphismus besteht ein Risiko für eine verstärkte Simvastatinexposition, welche zu

einem erhöhten Rhabdomyolyserisiko führen kann (siehe Abschnitt 4.4).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf konventionellen Tierstudien zu Pharmakodynamik, chronischer Toxizität, Genotoxizität

und Kanzerogenität lassen sich keine anderen Gefahren für den Patienten ableiten, die nicht aufgrund

des pharmakologischen Mechanismus zu erwarten wären. In den höchsten, von Ratte und Kaninchen

vertragenen Dosen rief Simvastatin keine fetalen Missbildungen hervor und hatte keine Auswirkungen

auf Fertilität, Fortpflanzung oder neonatale Entwicklung.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Simvastatin-Teva

10 mg Filmtabletten

Tablettenkern:

Ascorbinsäure

Butylhydroxyanisol (Ph.Eur.)(E 320)

Citronensäure-Monohydrat

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke.

Filmüberzug:

Lactose-Monohydrat

Hypromellose

Macrogol 3000

Triacetin

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172)

Eisen (II,III)-oxid (E 172).

Simvastatin-Teva

20 mg Filmtabletten

Tablettenkern:

Ascorbinsäure

Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.)(E 320)

Citronensäure-Monohydrat

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke.

Filmüberzug:

Lactose-Monohydrat

Hypromellose

Macrogol 3000

Triacetin

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172).

Simvastatin-Teva

40 mg Filmtabletten

Tablettenkern:

Ascorbinsäure

Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.)(E 320)

Citronensäure-Monohydrat

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke.

Filmüberzug:

Lactose-Monohydrat

Hypromellose

Macrogol 3000

Triacetin

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-oxid (E 172).

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Das Behältnis im Umkarton aufbewahren.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Transparente oder weiße opake Blisterpackungen (PVC/PVDC/Al) mit 30, 50 und 100 Filmtabletten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Simvastatin-Teva

10 mg Filmtabletten: 56347.01.00

Simvastatin-Teva

20 mg Filmtabletten: 56347.02.00

Simvastatin-Teva

40 mg Filmtabletten: 56347.03.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 9. April 2003

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 20. August 2007

10.

STAND DER INFORMATION

März 2015

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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