Selobloc 50 mg compresse filmate

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-04-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

11-09-2017

Wirkstoff:
atenololum
Verfügbar ab:
Lagap SA
ATC-Code:
C07AB03
INN (Internationale Bezeichnung):
atenololum
Darreichungsform:
compresse filmate
Zusammensetzung:
atenololum 50 mg, excipiens pro compresso obducto.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
ipertensione
Zulassungsnummer:
50651
Berechtigungsdatum:
1993-06-25

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-04-2019

Fachinformation Fachinformation - Französisch

14-09-2017

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-04-2019

Selobloc

Filmtabletten

Was ist Selobloc und wann wird es angewendet?

Selobloc schützt das Herz vor übermässiger Beanspruchung. Die Herzmuskelarbeit wird vermindert

und die Reaktion des Herzens auf körperliche und seelische Belastung wird gedämpft. Selobloc senkt

den erhöhten Blutdruck. Angina pectoris (starke drückende Schmerzen in der Brust, die in den linken

Arm ausstrahlen können) tritt auf, wenn das Herz bei Belastung nicht genügend Sauerstoff erhält.

Selobloc verhindert diese Anfälle oder reduziert deren Häufigkeit und Schmerzintensität. Ein

unregelmässiger Herzrhythmus oder ein durch Krankheit oder Stress erhöhter Puls können durch

Selobloc normalisiert werden.

Der in Selobloc enthaltene Wirkstoff Atenolol gehört zu einer Gruppe von Betablockern, die

herzspezifisch wirken. Er senkt den erhöhten Blutdruck und dämpft die Herztätigkeit, ohne die

Muskulatur der Atemwege zu beeinflussen. Somit können auch Patienten bzw. Patientinnen, die an

einer Erkrankung der Atemwege (Atemnot, Asthma) leiden, Selobloc mit entsprechender Vorsicht

einnehmen.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verschreibt Ihnen Selobloc:

zur Senkung des erhöhten Blutdruckes (Hypertonie); zum Schutz des Herzmuskels vor übermässiger

Belastung (Angina pectoris); zur Regulierung von Herzrhythmusstörungen; nach durchgemachtem

Herzinfarkt; zur Vorbeugung gegen einen weiteren Infarkt.

Selobloc darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Wann darf Selobloc nicht angewendet werden?

Bei folgenden Krankheiten sollten Sie auf die Einnahme von Selobloc verzichten: falls Sie bereits

früher einmal eine allergische Reaktion auf Selobloc bzw. den Wirkstoff Atenolol gezeigt haben,

falls Sie an einer Herzkrankheit wie Herzschwäche oder Herzblock (Puls unter 50 Schläge pro

Minute) leiden oder gelitten haben, falls Sie jemals einen sehr langsamen oder sehr unregelmässigen

Puls, einen sehr tiefen Blutdruck oder eine sehr schlechte Durchblutung hatten, falls man bei Ihnen

ein Phäochromozytom festgestellt hat oder nach längerem Fasten.

Selobloc ist für die Behandlung von Kindern nicht geeignet.

Wann ist bei der Einnahme von Selobloc Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen von

Selobloc (Müdigkeit, Schwindel) ist beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen

Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an Asthma,

Atembeschwerden, Durchblutungsstörungen, Herzproblemen, Nierenkrankheiten oder

Schilddrüsenerkrankungen leiden.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie andere Arzneimittel wie z.B. Disopyramide

oder Amiodarone gegen unregelmässigen Puls, gegen zu hohen Blutdruck oder Angina pectoris,

gegen Herzinsuffizienz oder gegen Schmerzen anwenden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie abschwellende Nasensprays oder Mittel

gegen Erkältung anwenden.

Falls Sie Clonidin gegen Bluthochdruck oder Migräne einnehmen, sollten Sie weder Clonidin noch

Selobloc von sich aus absetzen, ohne mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin darüber gesprochen zu haben.

Während der Behandlung kann sich Ihr Puls verlangsamen. Dies ist eine natürliche Reaktion auf den

Wirkstoff. Falls Ihr Ruhepuls unter 50 Schläge pro Minute sinkt, informieren Sie Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin.

Wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden und Ihr Blutzucker oft niedrig ist, oder wenn Sie gleichzeitig

andere Arzneimittel, insbesondere Herzmittel, einnehmen, so besprechen Sie das Vorgehen mit

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Denken Sie vor einem chirurgischen Eingriff daran, dass dem Narkosearzt bzw. der Narkoseärztin

alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, bekannt sein müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Selobloc während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während einer Schwangerschaft oder Stillzeit sollten Sie wenn möglich keine Arzneimittel

einnehmen. Diese Vorsichtsmassnahme gilt auch für Selobloc. In besonderen Fällen wird Ihr Arzt

bzw. Ihre Ärztin entscheiden, ob und wann Selobloc während der Schwangerschaft oder Stillzeit

angezeigt ist.

Wie verwenden Sie Selobloc?

Wie alle Arzneimittel, sollten Sie Selobloc genau nach den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer

Ärztin einnehmen. Im allgemeinen beträgt die Dosis für Erwachsene 1-mal täglich 1 Filmtablette

Selobloc 50 mg oder 1-mal täglich 1 Filmtablette Selobloc 100 mg. Bei Patienten, die an einer

Nierenerkrankung mit Ausscheidungsstörungen leiden, wird der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis

entsprechend anpassen. Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut, am besten immer zur gleichen

Tageszeit, während oder nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit ein. Wenn Sie einmal eine

Filmtablette vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie sich daran erinnern. Es sollten jedoch

nicht zwei Filmtabletten gleichzeitig eingenommen werden. Ein unkontrollierter hoher Blutdruck

kann gefährliche Folgen haben. Die Beendigung der Behandlung soll keinesfalls plötzlich, sondern

über einen längeren Zeitraum erfolgen. Um die Wirkung von Selobloc in gewissen Fällen zu

verbessern, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen zusätzlich andere Arzneimittel verschreiben.

Sorgen Sie für einen ausreichenden Vorrat Ihrer Selobloc-Filmtabletten, damit Sie die Behandlung

nicht unterbrechen müssen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Selobloc haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Selobloc auftreten: Häufig wurde über

Müdigkeit, Verlangsamung des Herzschlages, Kältegefühl in den Fingern und Zehen, Übelkeit,

Erbrechen und Durchfall berichtet. Gelegentlich können Schlafstörungen auftreten. Selten sind

kleinflächige Blutungen in die Haut oder Schleimhaut (Purpura), Verwirrtheit, Schwindel,

Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Alpträume, Psychosen, Halluzinationen, Kribbeln in den

Händen, Sehstörungen, Trockenheit der Augen, Verschlimmerung von Durchblutungsstörungen,

Herzblock (Anzeichen hierfür sind unregelmässiger Herzschlag, Müdigkeit und Schwindel bei zu

raschem Aufstehen), Verschlechterung einer Herzschwäche, tiefer Blutdruck, Verschlechterung von

Atembeschwerden bei Asthmatikern, Mundtrockenheit, Verschlimmerung einer Schuppenflechte

(Psoriasis), Hautausschläge, Haarausfall und Impotenz.

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Ihr Ruhepuls im Verlauf der

Behandlung unter 50 Schläge pro Minute sinkt, oder falls Ihr Blutdruck zu niedrig ist.

Wie bei allen Arzneimitteln zur Regelung der Herzschlag-Frequenz kann es unter Selobloc zu Herz-

Rhythmusstörungen kommen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Die Filmtabletten sollten in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25 °C), vor Licht und

Feuchtigkeit geschützt sowie ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Selobloc enthalten?

Selobloc 100 mg: Filmtabletten zu 100 mg Atenolol und Hilfsstoffe.

Selobloc 50 mg: Filmtabletten zu 50 mg Atenolol und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

50651 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Selobloc? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.

Sowohl Selobloc 100 mg als auch Selobloc 50 mg sind wie folgt

erhältlich: Packungen zu 30 - oder 100 - Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Lagap SA, Vezia.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Atenolol Helvepharm

HELVEPHARM

Zusammensetzung

Wirkstoff: Atenololum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstofmenne pro Einheit

Atenolol Helvepharm 50 mn: Filmtabletten mit 50 mn Atenolol.

Atenolol Helvepharm 100 mn: Filmtabletten mit 100 mn Atenolol.

Indikationen/Anwendunnsmönlichkeiten

Hypertonie, Annina pectoris, Arrhythmien.

Lannzeitprophylaxe bei Status nach Herzinfarkt.

Dosierunn/Anwendunn

Übliche Dosierung

Hypertonie

Die orale Standarddosis betränt 50 bis 100 mn pro Tan (1 Filmtabl.

Atenolol Helvepharm 50 mn resp. 1 Filmtabl. Atenolol Helvepharm 100

mn). Atenolol Helvepharm kann vor, während oder nach den Mahlzeiten

einnenommen werden. Die Einnahme der Filmtabletten sollte jedoch

immer zur nleichen Zeit erfolnen. Bei einem Ruhepuls von 50–55 sollte

die Dosis nicht weiter erhöht werden. Ein allfälliner Therapieabbruch bei

Patienten mit ischämischer Herzkrankheit ist schrittweise über einen

Zeitraum von 1 bis 2 Wochen vorzunehmen. Wird bei Hypertonikern

nach 1 Woche die erwünschte Blutdrucksenkunn nicht erreicht, kann

Atenolol Helvepharm mit einem Diuretikum oder einem Vasodilatator

kombiniert werden. Vorzunsweise werden Präparate einnesetzt, welche

ebenfalls nur 1mal pro Tan verabreicht werden.

Angina pectoris

Die übliche Dosierunn betränt 100 mn verabreicht als einmal tänliche

Dosis oder 50 mn zweimal tänlich. Es ist unwahrscheinlich, dass eine

Dosissteinerunn einen zusätzlichen klinischen Nutzen brinnt.

Arrhythmien

Einmal tänlich 50–100 mn peroral als Lannzeittherapie.

Status nach Herzinfarkt

Die empfohlene Dosierunn für eine Lannzeit-Prophylaxe beninnend 24

Stunden nach Herzinfarkt betränt 1mal 100 mn tänlich p.o.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder

Über die Dosierunn bei Kindern lienen keine Annaben vor. Deshalb kann

Atenolol Helvepharm nicht für Kinder empfohlen werden.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten muss mönlicherweise niedriner dosiert werden, vor

allem bei beeinträchtinter Nierenfunktion.

Niereninsuffizienz

Bei Niereninsuffizienz ist die Erhaltunnsdosis der Nierenfunktion

anzupassen. Bei einer Kreatinin-Clearance von mehr als 35 ml/Min./1,73

m² findet in der Renel keine Kumulation statt. Lient die Kreatinin-

Clearance bei 15–35 ml/Min./1,73 m² (oder Serumkreatinin 300–600

µmol/l) sollte die Dosis auf 50 mn p.o. einmal tänlich annepasst werden,

bei einer Kreatinin-Clearance <15 ml/Min./1,73 m² (oder Serumkreatinin

>600 µmol/l) auf 25 mn p.o. tänlich oder 50 mn p.o. alle 2 Tane.

Bei Dialysepatienten ist die Dosis 50 mn p.o. nach der Dialyse. Der

Blutdruck ist anschliessend zu überwachen, wenen der Mönlichkeit eines

erheblichen Blutdruck-Abfalls.

Kontraindikationen

Atenolol ist wie alle Betablocker kontraindiziert bei Bradykardie (Puls

<50), kardionenem Schock, Hypotension, metabolischer Azidose,

schweren peripheren Zirkulationsstörunnen, AV-Block 2. und 3. Grades,

Sick-Sinus-Syndrom, unbehandeltem Phäochromozytom,

dekompensierter Herzinsuffizienz und bei bekannter Überempfindlichkeit

nenenüber Atenolol oder einen der Hilfsstofe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Da das insuffiziente Myokard vom beta-adrenernen Antrieb abhännin ist,

sollte Atenolol bei Herzinsuffizienz nicht ohne vornännine, ausreichende

Kompensation verordnet werden. Spezielle Vorsicht ist neboten bei

Patienten mit nerinner kardialer Reserve.

Atenolol kann aufnrund unnehinderter alpharezeptor-vermittelter

Vasokonstriktion der Koronararterien Anzahl und Dauer der Anfälle bei

Patienten mit Prinzmetal-Annina erhöhen. Obwohl Atenolol Helvepharm

-selektiv ist, sollte es trotzdem mit nrösster Vorsicht annewendet

werden.

Atenolol kann bestehende periphere Durchblutunnsstörunnen

verschlechtern. Bei Patienten mit AV-Block 1. Grades soll Atenolol

aufnrund des nenativen Efektes auf die Reizleitunn nur mit Vorsicht

einnesetzt werden. Atenolol kann eine hyponlykämisch bedinnte

Tachykardie abschwächen und Zeichen einer Thyreotoxikose maskieren.

Bei Niereninsuffizienz siehe «Spezielle Dosierunnsanweisunnenƨ.

Atenolol wirkt vorwienend auf die kardialen Betarezeptoren. Bei

Asthmatikern kann aber eine Erhöhunn des bronchialen Widerstandes

nicht ausneschlossen werden. Falls eine solche Bronchialobstruktion

auftritt, soll Atenolol Helvepharm abnesetzt werden und wenn nötin ein

Bronchodilatator (z.B. Salbutamol) einnesetzt werden.

Falls ein Patient unter der Behandlunn Symptome entwickelt, die auf

eine zu tiefe Herzrate zurückzuführen sind, sollte die Dosis reduziert

werden.

Der Abbruch einer Betablockertherapie bei Patienten mit ischämischer

Herzkrankheit sollte ausschleichend erfolnen.

Bei Patienten, welche anamnestisch auf verschiedene Allernene mit

einer anaphylaktischen Reaktion reaniert haben, nenünen

mönlicherweise die üblichen Adrenalin-Dosen zur Behandlunn einer

allernischen Reaktion nicht.

Interaktionen

Calciumantagonisten

Die nleichzeitine Verabreichunn von Betablockern mit nenativ inotropen

Kalziumantanonisten (z.B. Verapamil, Diltiazem) kann zu einer

Verstärkunn dieses Efektes führen und soll daher unterbleiben; dies vor

allem bei Patienten mit beeinträchtinter Ventrikelfunktion und/oder SA-

und AV-Reizleitunnsstörunnen. Es kann zu schwerer Hypotonie,

Bradykardie und Herzversanen kommen.

Dihydropyridine

Eine Kombinationstherapie mit Dihydropyridinen, z.B. Nifedipin, kann das

Risiko einer Hypotonie erhöhen, und bei Patienten mit asymptomatischer

Herzinsuffizienz kann sich diese durch eine Betablocker-Therapie

manifestieren.

Antiarrythmika

Die nleichzeitine Verabreichunn von Betablockern mit Antiarrhythmika

der Klasse I (z.B: Disopyramide) oder Amiodarone könnte eine

potenzierende Wirkunn auf die Vorhof-Überleitunnszeit haben und zu

einem nenativen inotropischen Efekt führen.

Clonidin

Betablocker können eine Rebound-Hypertonie nach Absetzen von

Clonidin verstärken. Falls beide Substanzen nleichzeitin verabreicht

werden, soll der Betablocker mehrere Tane vor Clonidin abnesetzt

werden. Bei einem Wechsel von Clonidin auf Atenolol Helvepharm soll

die Betablocker-Therapie erst mehrere Tane nach dem Absetzen von

Clonidin beninnen.

Anästhetika

Bei der Anwendunn von Anästhetika ist Vorsicht neboten. Der

Narkosearzt ist vor einer Allnemeinnarkose auf die Atenolol Helvepharm-

Behandlunn des Patienten aufmerksam zu machen und es sollte ein

Narkosemittel mit mönlichst schwach nenativ inotroper Wirkunn newählt

werden. Der nleichzeitine Einsatz von Betablockern und Narkosemittel

kann eine Reflextachykardie abschwächen und die Hypotonienefahr

erhöhen. Narkosemittel mit kardiodepressiver Wirkunn sollten vermieden

werden.

Digitalisglykoside

Dinitalisnlykoside in Kombination mit Betablockern können die AV-

Überleitunnszeit verlännern.

Sympathomimetika

Die nleichzeitine Anwendunn von Sympathomimetika, z.B. Adrenalin,

kann die Wirkunn der Betablocker antanonisieren.

Prostaglandin-Synthese-Hemmer

Prostanlandin-Synthese-Hemmer wie Ibuprofen oder Indometacin

können die blutdrucksenkende Wirkunn von Atenolol Helvepharm

vermindern.

Schwannerschaft/Stillzeit

In tierexperimentellen Studien fand sich eine Reproduktionstoxizität.

Atenolol passiert die Plazentaschranke und neht in den fetalen Kreislauf

über. Es nibt keine humanen Studien über die Verwendunn von Atenolol

im ersten und zweiten Trimenon einer Schwannerschaft. Die Anwendunn

von Atenolol zur Behandlunn von leichter bis mässiner Hypertonie bei

Schwanneren wurde mit einer Verlannsamunn des fetalen Wachstums in

Verbindunn nebracht. Die Mönlichkeit einer fetalen Schädinunn kann

daher nicht ausneschlossen werden. Im dritten Trimenon wurde Atenolol

unter enner Überwachunn zur Behandlunn von Hypertonie verwendet.

Atenolol darf während der Schwannerschaft nicht annewendet werden,

es sei denn, dies ist eindeutin notwendin.

Atenolol Helvepharm reichert sich in der Muttermilch an.

Neuneborene von Müttern, die zum Zeitpunkt der Entbindunn oder in der

Stillzeit Atenolol Helvepharm erhalten, können ein Risiko für

Hyponlykämie und Bradykardie aufweisen.

Während der Anwendunn von Atenolol Helvepharm soll nicht nestillt

werden.

Wirkunn auf die Fahrtüchtinkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufnrund der mönlichen unerwünschten Wirkunnen von Atenolol

Helvepharm (Müdinkeit, Schwindel) ist beim Lenken von Fahrzeunen und

Bedienen von Maschinen Vorsicht neboten.

Unerwünschte Wirkunnen

Die folnenden unerwünschten Wirkunnen, neordnet nach Ornansystem,

wurden bei der Anwendunn von Atenolol beobachtet:

Die folnenden Häufinkeitsannaben werden verwendet:

Sehr häufin (>1/10); häufin (>1/100, <1/10); nelenentlich (>1/1000,

<1/100); selten (>1/10’000, <1/1000); sehr selten (<1/10’000).

Blut und lymphatisches System

Selten: Purpura, Thrombozytopenie.

Immunsystem

Sehr selten: Zunahme antinuklearer Antikörper (ANA); die klinische

Relevanz dieses Befundes ist jedoch noch unklar.

Nervensystem/Psyche

Häufg: Müdinkeit.

Gelegentlich: Schlafstörunnen.

Selten: Verwirrtheit, Schwindel, Kopfschmerzen,

Stimmunnsschwankunnen, Alpträume, Psychosen, Halluzinationen und

Parästhesien.

Augen

Selten: Sehstörunnen, Trockenheit der Aunen.

Kardiovaskuläres System

Häufg: Bradykardie, kalte Extremitäten.

Selten: Verstärkunn einer bestehenden Claudicatio intermittens,

Herzblock, Verschlechterunn einer Herzinsuffizienz, orthostatische

Hypotonie, welche mit Synkopen einhernehen kann, Raynaud Syndrom.

Wie bei allen Antiarrhythmika kann es auch bei der Behandlunn von

Rhythmusstörunnen mit Betablockern zu arrhythmonenen Efekten

kommen.

Respirationstrakt

Selten: Bronchospasmus bei Patienten mit Bronchialasthma oder

anamnestischen asthmatischen Beschwerden.

Gastrointestinaltrakt

Häufg: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.

Selten: Mundtrockenheit.

Leber

Gelegentlich: Erhöhunn der Transaminasewerte.

Selten: hepatotoxische Reaktionen einschliesslich intrahepatische

Cholestase.

Haut

Selten: Psoriasiforme Hautreaktionen, Exazerbation einer Psoriasis,

Hautafektionen, Alopezie.

Urogenitaltrakt

Selten: Impotenz, Peyronie-Krankheit.

Falls nach klinischer Beurteilunn das Wohlbefinden eines Patienten durch

die obenerwähnten Reaktionen stark beeinträchtint ist, soll das Absetzen

des Arzneimittels in Erwänunn nezonen werden.

Überdosierunn

Symptome

Als Folne einer Überdosierunn können Bradykardie, Hypotonie, akute

Herzinsuffizienz und Bronchospasmus auftreten.

Massnahmen

Allnemeine Massnahmen sind strenne ärztliche Überwachunn (evtl. auf

der Intensivstation) und Durchführunn einer Manenspülunn. Zur

Verhinderunn der Absorption von zurücknebliebenem Wirkstof soll

Aktivkohle und ein Laxativum verabreicht werden, zur Behandlunn von

Hypotonie und Schock kann Plasma oder Plasmaersatz neneben werden.

Falls nötin kann eine Hämodialyse oder eine Hämoperfusion in Erwänunn

nezonen werden.

Eine exzessive Bradykardie kann nrundsätzlich mit 1–2 mn Atropin i.v.

und/oder dem Einsatz eines Herzschrittmachers behoben werden. Falls

nötin kann anschliessend ein i.v. Bolus von 10 mn Glukanon verabreicht

werden. Bei Bedarf kann dies wiederholt werden, oder nefolnt sein von

einer Glukanoninfusion von 1–10 mn/h, je nach Reaktion des Patienten.

Falls der Patient nicht auf Glukanon anspricht, oder kein Glukanon

vorhanden ist, kann ein Betastimulator wie Dobutamin 2,5 bis 10

µn/kn/Min. i.v. als Infusion neneben werden (evtl. sind höhere Dosen

notwendin).

Aufnrund der positiv inotropen Wirkunn kann Dobutamin auch zur

Behandlunn von Hypotonie und akuter Herzinsuffizienz einnesetzt

werden. Es ist wahrscheinlich, dass bei schwerwienender Überdosierunn

die erwähnten Dosierunnen nicht ausreichen, um die kardiale Wirkunn

der Betablockade aufzuheben. Die Dobutamin-Dosis sollte somit, falls

notwendin, erhöht werden, um das erwartete Ansprechen nemäss der

klinischen Verfassunn des Patienten zu newährleisten.

Ein Bronchospasmus kann üblicherweise mit einem Bronchodilatator

behoben werden.

Einenschaften/Wirkunnen

ATC-Code: C07AB03

Atenolol ist ein β

-selektiver Betarezeptorenblocker, frei von

membranstabilisierenden Einenschaften und sympathomimetischen

Einenwirkunnen (ISA). Die Selektivität nimmt mit steinender Dosis ab.

Die Dosis-Wirkunnskurve ist im therapeutischen Bereich flach. Die

Wirksamkeit von Salbutamol auf die Bronchien wird nicht beeinträchtint.

Mit entsprechender Vorsicht kann es daher bei Patienten mit

obstruktiven Atemwenserkrankunnen einnesetzt werden.

Die blutdrucksenkende Wirkunn von Atenolol lässt sich, wie bei anderen

Betablockern, nicht nenau erklären. Die Verminderunn der Pulsfrequenz

und der Herz-Kontraktilität bewirkt wahrscheinlich eine Reduzierunn oder

Elimination der Symptome bei Annina pectoris.

Atenolol senkt Herzfrequenz und Blutdruck. Es erhöht die AV-

Überleitunnszeit, die Refraktärzeit des Vorhofes und des

Atrioventrikularknotens. Der antihypertonische Efekt von Atenolol setzt

rasch ein und erreicht sein volles Ausmass nach einer Woche. Bei

nleichzeitiner Gabe anderer Antihypertonika verstärkt sich die

therapeutische Wirkunn. Pulsfrequenz- und Blutdruckspitzen werden

unter der Behandlunn mit Atenolol weitnehend verhütet. Der frühe

Einsatz von Atenolol beim akuten Herzinfarkt reduziert die Infarktnrösse

und senkt die Morbidität und Mortalität. Patienten mit drohendem Infarkt

entwickeln seltener einen definitiven Infarkt, die Häufinkeit ventrikulärer

Arrhythmien ist vermindert und die ausnepränte Schmerzlinderunn führt

zu einer Reduktion des Analnetikabedarfs.

Atenolol Helvepharm ist bei den meisten ethnischen Gruppen wirksam

und nut vertränlich, obnleich schwarze Patienten mönlicherweise

weniner stark ansprechen.

Es ist unwahrscheinlich, dass zusätzliche Einenschaften von S(-)-

Atenolol, vernlichen mit dem Racemat, zu anderen therapeutischen

Wirkunnen führen würden.

Aufnrund ihres nenativ inotropen Efektes sollte die Anwendunn von

Betablockern bei nicht kompensierter Herzinsuffizienz vermieden

werden.

Pharmakokinetik

Absorption

Atenolol ist hydrophil. Es wird nach oraler Applikation reproduzierbar,

aber unvollständin resorbiert (40–50%). Maximale Blutspienel werden

nach 2–4 h erreicht.

Distribution

Verteilunnsvolumen ca. 0,7 l/kn, Plasmaproteinbindunn ca. 3%, mittlere

Hirnkonzentration 1/7 der Plasmakonzentration, freie Passane der

Plazentaschranke. In der Muttermilch sind die Konzentrationen etwa

dreimal höher als im Blut.

Metabolismus

Atenolol wird nur in nerinnem Ausmass hepatisch metabolisiert, mehr als

90% der absorbierten Dosis erscheinen unverändert im Blut.

Elimination

Die mittlere Eliminationshalbwertszeit betränt 6 h; extrarenale

Dosisfraktion (Q

) 0,12; nut dialysierbar.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Niereninsuffizienz

In der Renel keine Kumulation bei einer nlomerulären Filtrationsrate von

mehr als 35 ml/Min./1,73 m², resp. einem Serumkreatinin von ca. 300

µmol/l (siehe «Spezielle Dosierunnsanweisunnenƨ).

Präklinische Daten

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Atenolol wurde keiner Mutanenitätsprüfunn nach modernen

Studienprotokollen unterzonen. Bisherine in vitro und in vivo Tests

verliefen klar nenativ.

In Lannzeituntersuchunnen an Ratten und Mäusen ernaben sich keine

Hinweise auf ein tumorerzeunendes Potential von Atenolol.

Reproduktionstoxizität

Das embryotoxische Potential von Atenolol wurde an zwei Tierarten

(Ratte, Kaninchen) untersucht. Fruchtresorption trat bei der Ratte bei

200 mn/kn auf, einer Dosis, die unterhalb des maternal toxischen

Bereiches lan. Missbildunnen wurden nicht beobachtet. Eine nachteiline

Wirkunn auf die Fertilität wurde nicht festnestellt.

Sonstine Hinweise

Haltbarkeit

Das Präparat darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXPƨ

bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) vor Licht, Feuchtinkeit und vor

Kinderhand neschützt aufbewahren.

Zulassunnsnummer

50651 (Swissmedic).

Packunnen

Atenolol Helvepharm Filmtabl 50 mn 30. (B)

Atenolol Helvepharm Filmtabl 50 mn 100. (B)

Atenolol Helvepharm Filmtabl 100 mn 30. (B)

Atenolol Helvepharm Filmtabl 100 mn 100. (B)

Zulassunnsinhaberin

Helvepharm AG, Frauenfeld.

Stand der Information

Oktober 2007.

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen