Riluzol-ratiopharm 50 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Riluzol
Verfügbar ab:
ratiopharm GmbH
ATC-Code:
N07XX02
INN (Internationale Bezeichnung):
Riluzole
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Riluzol 50.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72261.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Riluzol-ratiopharm

®

50 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Riluzol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist

Riluzol-ratiopharm

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von

Riluzol-ratiopharm

beachten?

Wie ist

Riluzol-ratiopharm

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist

Riluzol-ratiopharm

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Riluzol-ratiopharm

®

und wofür wird es angewendet?

Was ist Riluzol-ratiopharm

®

?

Der Wirkstoff von

Riluzol-ratiopharm

ist Riluzol, welches im Nervensystem wirkt.

Wofür wird Riluzol-ratiopharm

®

angewendet?

Riluzol-ratiopharm

wird angewendet bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose (ALS).

ALS ist eine Form der Erkrankung der motorischen Nerven, bei der die Nervenzellen

angegriffen werden, die für die Aussendung von Signalen an die Muskeln verantwortlich sind.

Dies führt zu Schwäche, Muskelschwund und Lähmung.

Die Zerstörung der Nervenzellen bei der Erkrankung der motorischen Neurone kann durch zu

viel Glutamat (ein chemischer Botenstoff) im Gehirn und Rückenmark verursacht sein.

Riluzol-ratiopharm

stoppt die Freisetzung von Glutamat, und dies kann helfen zu verhindern,

dass die Nervenzellen geschädigt werden.

Bitte fragen Sie Ihren Arzt nach weiteren Informationen über ALS und den Grund, warum

Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Riluzol-ratiopharm

®

beachten?

Riluzol-ratiopharm

®

darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie

allergisch

gegen Riluzol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie eine

Lebererkrankung

oder erhöhte Blutspiegel einiger Leberenzyme

(Transaminasen) haben,

wenn Sie

schwanger sind oder stillen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie

Riluzol-ratiopharm

einnehmen:

wenn Sie

Leberprobleme

haben; Gelbfärbung der Haut oder des Augapfels

(Gelbsucht), Juckreiz am ganzen Körper, sich unwohl fühlen, krank sind,

wenn Ihre

Nieren

nicht richtig funktionieren,

wenn Sie

Fieber

haben: Dies kann aufgrund einer niedrigen Zahl der weißen Blutzellen

auftreten, was zu einem erhöhten Risiko für Infektionen führt.

Wenn bei Ihnen etwas davon zutrifft oder Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren

Arzt. Er wird entscheiden, was zu tun ist.

Kinder und Jugendliche

Wenn Sie jünger als 18 Jahre sind: Die Anwendung von

Riluzol-ratiopharm

wird nicht

empfohlen, da keine Informationen über die Anwendung in dieser Altersgruppe vorliegen.

Einnahme von Riluzol-ratiopharm

®

zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Sie DÜRFEN

Riluzol-ratiopharm

NICHT einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder

vermuten, dass Sie schwanger sind, oder wenn Sie stillen.

Wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind oder wenn Sie vorhaben zu stillen, fragen Sie

Ihren Arzt um Rat, bevor Sie

Riluzol-ratiopharm

einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie dürfen mit dem Auto fahren oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich nach der Einnahme des

Arzneimittels nicht schwindelig oder benommen fühlen.

3.

Wie ist Riluzol-ratiopharm

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosierung beträgt eine Tablette 2-mal täglich.

Nehmen Sie das Arzneimittel alle 12 Stunden regelmäßig zur selben Tageszeit (z. B. morgens

und abends) ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Riluzol-ratiopharm

®

eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt

oder an das nächstgelegene Notfallkrankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Riluzol-ratiopharm

®

vergessen haben

Wenn Sie einmal die Einnahme einer Tablette vergessen haben, lassen Sie diese Einnahme

ausfallen und nehmen Sie die nächste Tablette zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann

auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

WICHTIG

Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich,

wenn Sie

Fieber

bemerkt haben (Erhöhung der Temperatur), da

Riluzol-ratiopharm

eine Verringerung der Zahl der weißen Blutkörperchen bewirken kann. Ihr Arzt wird

eine Blutprobe nehmen, um die Zahl der weißen Blutkörperchen zu bestimmen, die

wichtig sind für die Abwehr von Infektionen,

wenn Sie die folgenden Anzeichen bemerkt haben: Gelbfärbung der Haut oder des

Augapfels (Gelbsucht), Juckreiz am ganzen Körper, sich unwohl fühlen, krank sind, da

dies Zeichen einer

Lebererkrankung

(Hepatitis) sein können. Während Sie

Riluzol-

ratiopharm

einnehmen, wird Ihr Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen,

um sich zu vergewissern, dass dies nicht auftritt,

wenn Sie Husten oder Schwierigkeiten beim Atmen bemerkt haben, da dies Anzeichen

einer Lungenerkrankung (interstitielle Lungenerkrankung genannt) sein können.

Nehmen Sie Riluzol-ratiopharm

®

nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst

umgehend auf,

wenn Sie Anzeichen eines Angioödems bemerken wie Schwellungen des

Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, Schwierigkeiten beim Atmen und/oder

Schlucken und Quaddeln.

Andere Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen) von

Riluzol-

ratiopharm

sind:

Müdigkeit,

Unwohlsein,

erhöhte Werte einiger Leberenzyme (Transaminasen).

Häufige Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) von

Riluzol-

ratiopharm

sind:

Benommenheit,

Schläfrigkeit,

Kopfschmerzen,

Missempfindungen (“Kribbeln”) im Mundbereich,

Beschleunigung des Herzschlages,

Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall,

Schmerz.

Gelegentliche Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) von

Riluzol-

ratiopharm

sind:

Anämie,

allergische Reaktionen,

Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Riluzol-ratiopharm

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen:

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Aluminium/PVC-Blisterpackungen:

Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel

zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt

bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Riluzol-ratiopharm

®

enthält

Der Wirkstoff ist Riluzol.

Jede Filmtablette enthält 50 mg Riluzol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Calciumhydrogenphosphat, vorverkleisterte Stärke (Mais), Croscarmellose-

Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Opadry AMB 03F28689, weiß, bestehend aus Hypromellose, Macrogol 6000,

Titandioxid (E171)

Wie Riluzol-ratiopharm

®

aussieht und Inhalt der Packung

Riluzol-ratiopharm

sind weiße bis cremefarbene, ovale, bikonvexe Filmtabletten. Die

Filmtabletten tragen auf einer Seite die Prägung RL 50.

Riluzol-ratiopharm

ist in Blisterpackungen mit 56 und 98 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Riluzol-ratiopharm

50 mg Filmtabletten

Estland

Lizolorol

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im April 2018.

Versionscode:

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

/FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Riluzol-ratiopharm

®

50 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 50 mg Riluzol.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Die Filmtabletten sind oval, 5,2 x 10 mm, weiß bis cremefarben und bikonvex und tragen auf

einer Seite die Prägung RL 50.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Riluzol-ratiopharm

®

wird zur Verlängerung der Lebenserwartung oder zur Hinauszögerung der

Zeit bis zum Einsatz der mechanischen Beatmung bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose

(ALS) angewendet.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Riluzol die Überlebenszeit von Patienten mit ALS

verlängert (siehe Abschnitt 5.1).

Überlebenszeit ist definiert als Zeitraum, in welchem Patienten ohne Intubation zwecks

mechanischer Beatmung und ohne Tracheotomie leben können.

Es gibt keinen Nachweis, dass Riluzol einen therapeutischen Effekt auf motorische Funktionen,

Lungenfunktionen, Faszikulationen, Muskelkraft bzw. auf Symptome infolge des Ausfalls

motorischer Funktionen besitzt. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass Riluzol in späteren

Krankheitsstadien der ALS wirksam ist.

Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Riluzol wurde nur bei Patienten mit ALS untersucht.

Daher soll Riluzol nicht bei anderen Erkrankungen der Motoneurone angewendet werden.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit

Riluzol-ratiopharm

®

sollte nur von Fachärzten mit Erfahrung in der

Behandlung der Erkrankungen von Motoneuronen begonnen werden.

Dosierung

Erwachsene oder ältere Patienten:

Die empfohlene Tagesdosis beträgt 100 mg (50 mg alle 12 Stunden).

Eine weitere Dosissteigerung bringt keine wesentlichen Vorteile.

Besondere Patientengruppen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Riluzol-ratiopharm

®

wird nicht für den Einsatz bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion empfohlen, da Studien mit wiederholter Gabe in dieser Patientengruppe nicht

durchgeführt worden sind (siehe Abschnitt 4.4).

Ältere Patienten

Aufgrund der pharmakokinetischen Daten ergeben sich keine speziellen Anweisungen für die

Einnahme von

Riluzol-ratiopharm

®

in dieser Patientengruppe.

Eingeschränkte Leberfunktion

Siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2.

Kinder und Jugendliche

Riluzol-ratiopharm

®

wird nicht für den Einsatz bei Kindern und Jugendlichen empfohlen, da

keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Riluzol bei

neurodegenerativen Erkrankungen von Kindern oder Jugendlichen vorliegen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Lebererkrankungen oder initiale Transaminasespiegel, die den oberen Normbereich um mehr

als das 3-fache übersteigen.

Schwangere oder stillende Patientinnen.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Leberstörungen

Patienten, bei denen es in der Anamnese Leberfunktionsstörungen gab, oder bei Patienten mit

leicht erhöhten Serumtransaminase- (ALT/SGPT; AST/SGOT bis zum 3-fachen der oberen

Norm), Bilirubin- und/oder Gamma-Glutamyltransferasespiegeln (GGT) sollte Riluzol mit

Vorsicht verordnet werden. Bei erhöhten Anfangswerten in einigen Leberfunktionstests

(besonders erhöhtes Bilirubin) sollte von der Anwendung mit Riluzol abgesehen werden (siehe

Abschnitt 4.8).

Aufgrund der Risiken einer Hepatitis sollten vor und während der Therapie mit Riluzol die

Serumtransaminasen einschließlich der ALT gemessen werden. Die ALT sollte in den ersten drei

Monaten der Therapie jeden Monat, in den darauf folgenden Monaten des ersten Jahres alle drei

Monate und später in regelmäßigen Zeitabständen bestimmt werden. Bei Patienten, bei welchen

im Verlauf der Behandlung erhöhte ALT-Spiegel auftreten, sollten die Bestimmungen der ALT-

Spiegel häufiger erfolgen.

Die Therapie mit Riluzol ist abzubrechen, wenn die ALT-Spiegel den oberen Normwert um mehr

als das 5-fache überschreiten. Es gibt bisher keine Erfahrungen in Bezug auf eine Dosisreduktion

oder Reexposition bei Patienten, die eine Erhöhung der ALT um das mehr als das 5-fache des

oberen Normalwertes entwickelten. Eine erneute Gabe von Riluzol bei diesen Patienten kann

nicht empfohlen werden.

Neutropenie

Die Patienten sollten angewiesen werden, beim Auftreten von Fieber ihrem behandelten Arzt

darüber sofort zu berichten. Solche Berichte sollten den Arzt dazu veranlassen, die Zahl der

Leukozyten zu überprüfen und im Fall einer Neutropenie die Therapie mit Riluzol abzubrechen

(siehe Abschnitt 4.8).

Interstitielle Lungenerkrankung

Bei Patienten, die mit Riluzol behandelt wurden, sind Fälle von interstitieller Lungenerkrankung

berichtet worden, einige davon waren schwerwiegend (siehe Abschnitt 4.8). Wenn respiratorische

Symptome, wie z. B. trockener Husten und/oder Dyspnoe, auftreten, sollte eine Röntgen-Thorax-

Untersuchung durchgeführt werden und Riluzol sollte im Falle von Auffälligkeiten, die auf eine

interstitielle Lungenerkrankung hinweisen (z. B. beidseitige diffuse Lungenverschattungen),

umgehend abgesetzt werden. In der Mehrzahl der berichteten Fälle bildeten sich die Symptome

nach dem Absetzen des Arzneimittels und nach symptomatischer Behandlung zurück.

Beeinträchtigte Nierenfunktion

Bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion wurden bisher keine Studien mit wiederholter

Gabe durchgeführt (siehe Abschnitt 4.2).

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bisher wurden keine klinischen Studien durchgeführt, um die Wechselwirkungen von Riluzol mit

anderen Arzneimitteln zu untersuchen.

In-vitro

-Studien, die mit mikrosomalen Fraktionen aus menschlichen Leberzellen durchgeführt

wurden, ergaben Hinweise dafür, dass CYP 1A2 das Hauptisoenzym bei der ersten Stufe der

oxidativen Metabolisierung von Riluzol ist. Hemmstoffe des CYP 1A2 (z. B. Coffein,

Diclofenac, Diazepam, Nicergolin, Clomipramin, Imipramin, Fluvoxamin, Phenacetin,

Theophyllin, Amitriptylin und Chinolone) können möglicherweise die Eliminationsrate von

Riluzol verringern, während Induktoren der CYP 1A2 (z. B. Zigarettenrauch, auf Holzkohle

gegrillte Nahrung, Rifampicin, und Omeprazol) die Eliminationsrate von Riluzol beschleunigen

können.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Riluzol-ratiopharm

®

ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3

und 5.3).

Es liegen keine klinischen Erfahrungen bei Schwangeren vor.

Stillzeit

Riluzol-ratiopharm

®

ist bei stillenden Frauen kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 5.3). Es

ist nicht bekannt, ob Riluzol in die Muttermilch beim Menschen übertritt.

Fertilität

Bei Ratten wurde eine leichte Beeinträchtigung der Fertilität und Reproduktivität bei einer

Dosis von 15 mg/kg KG/Tag festgestellt (die höher als die therapeutische Dosis ist),

wahrscheinlich verursacht durch Sedierung und Lethargie.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Die Patienten sollten vor der Möglichkeit des Auftretens von Benommenheit oder Schwindel

gewarnt und angehalten werden, bei Auftreten dieser Symptome auf das Führen von

Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen zu verzichten.

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Bei Patienten, die in klinischen Studien der Phase III mit Riluzol behandelt wurden, traten als

häufigste Nebenwirkungen Asthenie, Nausea und in Leberfunktionstests Werte außerhalb des

Normbereichs auf.

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmender Häufigkeit

gemäß der folgenden Konvention angegeben:

Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten

(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage

der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Anämie

schwerwiegende

Neutropenie

(siehe Abschnitt

4.4)

Erkrankungen

des

Immunsystems

anaphylaktische

Reaktion,

angioneurotische

Ödeme

(Quincke-Ödem)

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopfschmerz,

Benommenheit,

orale

Parästhesien und

Schläfrigkeit

Herzerkrankun

Tachykardie

gen

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums

interstitielle

Lungenerkranku

ng (siehe

Abschnitt 4.4)

Erkrankungen

des

Gastrointestinal

trakts

Nausea

Diarrhö,

Bauchschmerzen

, Erbrechen

Pankreatitis

Leber- und

Gallenerkranku

ngen

Leberfunktionste

sts außerhalb des

Normbereichs

Hepatitis

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden

am

Verabreichungs

ort

Asthenie

Schmerzen

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Leber- und Gallenerkrankungen

Eine Erhöhung der Alanin-Amino-Transferase (ALT) trat gewöhnlich innerhalb der ersten 3

Monate nach Therapiebeginn mit Riluzol auf. Die Erhöhung war gewöhnlich vorübergehend,

und die ALT-Werte fielen unter Fortführung der Therapie mit Riluzol nach 2 bis 6 Monaten

unter das Doppelte des oberen Normwertes. Dieser Anstieg kann möglicherweise von

Gelbsucht begleitet sein. In klinischen Studien wurde bei Patienten (n = 20) mit einer mehr als

5-fachen Erhöhung der ALT, bezogen auf den oberen Normwert, die Therapie beendet, und in

den meisten Fällen fielen die Spiegel auf weniger als das 2-fache des oberen Normwertes

innerhalb von 2 bis 4 Monaten (siehe Abschnitt 4.4).

Studienergebnisse deuten darauf hin, dass bei asiatischen Patienten häufiger

Leberfunktionswerte außerhalb des Normbereichs auftreten: 3,2 % (194/5.995) bei asiatischen

Patienten und 1,8 % (100/5.641) bei kaukasischen Patienten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

In einzelnen Fällen wurden neurologische und psychiatrische Symptome, akute toxische

Enzephalopathie mit Stupor, Koma und Methämoglobinämie beobachtet.

Im Falle einer Überdosierung ist die Therapie symptomorientiert und unterstützend.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: andere Arzneimittel für das Nervensystem,

ATC-Code: N07XX02

Wirkmechanismus

Die Pathogenese der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) ist bisher nicht vollständig geklärt. Es

liegen aber Hinweise vor, dass Glutamat (der wichtigste exzitatorische Neurotransmitter im ZNS)

eine Rolle beim Zelluntergang in dieser Erkrankung spielt.

Riluzol wirkt vermutlich über die Hemmung der Prozesse, die durch Glutamat vermittelt werden.

Der Wirkungsmechanismus ist unklar.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In einer Studie wurden 155 zuvor randomisierte Patienten mit 100 mg Riluzol/Tag (50 mg 2 x

täglich) oder Placebo behandelt und über 12 - 21 Monate beobachtet. Die Überlebensrate, wie im

zweiten Absatz des Abschnittes 4.1 definiert, war bei mit Riluzol behandelten Patienten im

vergleich zur Placebogruppe signifikant erhöht. Die mediane Überlebenszeit betrug bei mit

Riluzol behandelten Patienten 17,7 Monate gegenüber 14,9 Monaten bei mit Placebo behandelten

Patienten.

In einer Dosisfindungs-Studie wurden 959 Patienten mit ALS randomisiert, einer der vier

Behandlungsgruppen zugeordnet und über 18 Monate beobachtet: Riluzol 50, 100, 200 mg/Tag

oder Placebo. Bei mit 100 mg/Tag Riluzol behandelten Patienten war die Überlebensrate im

Vergleich zu Placebo signifikant erhöht. Der Effekt von 50 mg/Tag Riluzol zeigte im Vergleich

zu Placebo keine statistische Signifikanz, und der Effekt von 200 mg/Tag war vergleichbar mit

dem von 100 mg/Tag. Die mediane Überlebenszeit betrug 16,5 Monate bei mit 100 mg

Riluzol/Tag behandelten Patienten im Vergleich zu 13,5 Monaten in der Placebogruppe.

In einer Studie zur Ermittlung der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Riluzol bei Patienten in

einem späten Krankheitsstadium, die im Parallelgruppen-Design durchgeführt wurde,

unterschieden sich die Überlebenszeit und die motorische Funktion unter Riluzol nicht signifikant

von der Placebogruppe. In dieser Studie hatten die meisten Patienten eine Vitalkapazität von

weniger als 60 %.

In einer Studie zur Ermittlung der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Riluzol bei japanischen

Patienten, die im Placebo-kontrollierten Doppelblind-Design durchgeführt wurde, wurden 204

zuvor randomisierte Patienten mit 100 mg Riluzol/Tag (50 mg 2 x täglich) oder Placebo

behandelt und über 18 Monate beobachtet. In dieser Studie wurde die Wirksamkeit anhand

folgender Kriterien beurteilt: Unfähigkeit, ohne Hilfe zu gehen, Verlust der Funktionen der

oberen Gliedmaßen, Tracheotomie, Notwendigkeit der mechanischen Beatmung, künstliche

Ernährung oder Tod. Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Überlebenszeit ohne

Tracheotomie zwischen Patienten, die mit Riluzol oder mit Placebo behandelt wurden. Allerdings

war die statistische Aussagekraft des Tests dieser Studie zur Entdeckung von Unterschieden

zwischen den Behandlungsgruppen gering. Die Metaanalyse, die diese Studie und jene, die weiter

oben beschrieben wurden, umfasste, ergab einen weniger deutlichen Effekt auf die

Überlebenszeit für Riluzol im Vergleich zu Placebo, wenn auch die Unterschiede signifikant

blieben.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Riluzol wurde bei gesunden männlichen Probanden nach Einmalgabe

von 25 bis 300 mg und nach Mehrfachgabe von 25 bis 100 mg 2-mal täglich bestimmt. Riluzol

zeigte eine lineare Dosisabhängigkeit der Plasmaspiegel, wobei das pharmakokinetische Profil

dosisunabhängig war.

Bei wiederholter Gabe (Behandlung mit 50 mg Riluzol 2-mal täglich über 10 Tage) kumuliert

unverändertes Riluzol im Plasma bis zur 2-fachen Konzentration im Vergleich zu Einzelgaben.

Steady-state-Plasmaspiegel werden in weniger als 5 Tagen erreicht.

Resorption

Riluzol wird nach oraler Gabe schnell resorbiert. Maximale Plasmaspiegel werden innerhalb von

60-90 Minuten (C

= 173 ± 72 (SD) ng/ml) erreicht. Von der applizierten Dosis werden ca. 90

% resorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit von Riluzol beträgt 60 ± 18 %.

Eine sehr fettreiche Nahrung verzögert die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Resorption von

Riluzol und führt zu einer verringerten Bioverfügbarkeit (Reduktion von C

um 44 % und AUC

um 17 %).

Verteilung

Riluzol wird in hohem Maße im Körper verteilt und passiert die Blut-Hirn-Schranke. Das mittlere

Verteilungsvolumen von Riluzol beträgt 245 ± 69 l (3.4 l/kg KG). Riluzol wird zu etwa 97 % an

Protein gebunden. Riluzol bindet hauptsächlich an Serumalbumin und Lipoproteine.

Biotransformation

Unverändertes Riluzol ist die Hauptkomponente im Plasma. Riluzol wird durch Cytochrom P450

metabolisiert und anschließend glukuronidiert.

In-vitro

-Studien mit menschlichen

Leberpräparaten haben gezeigt, dass das Cytochrom P450 1A2 das wichtigste am Riluzol-

Metabolismus beteiligte Isoenzym darstellt. Im Urin wurden drei Phenol-Metaboliten, ein Ureido-

Metabolit und unverändertes Riluzol identifiziert.

Der primäre Metabolisierungsweg von Riluzol ist die Oxidation durch Cytochrom P450 1A2 zu

N-Hydroxy-Riluzol (RPR112512), dem aktiven Hauptmetaboliten von Riluzol. Dieser Metabolit

wird rasch zu O- und N-Glukuroniden konjugiert.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 9-15 Stunden. Riluzol wird hauptsächlich im Urin

ausgeschieden.

Die Urin-Gesamtausscheidung beträgt etwa 90 % der Dosis. Glukuronide machen mehr als 85 %

der Metaboliten im Urin aus. Nur 2 % der Riluzol-Dosis wurde im Urin unverändert

wiedergefunden.

Besondere Patientengruppen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Zwischen Patienten mit mäßiger oder schwerer chronischer Niereninsuffizienz (Kreatinin-

Clearance zwischen 10 und 50 ml·min

) und gesunden Freiwilligen gibt es keinen signifikanten

Unterschied in den pharmakokinetischen Parametern nach Einmalgabe von 50 mg Riluzol.

Ältere Patienten

In älteren Patienten (> 70 Jahre) werden die pharmakokinetischen Parameter von Riluzol durch

Mehrfachgabe (Behandlung mit 50 mg Riluzol 2-mal täglich über 4½ Tage) nicht beeinflusst.

Eingeschränkte Leberfunktion

Die AUC von Riluzol steigt nach Einmalgabe von 50 mg ungefähr um das 1,7-fache bei Patienten

mit geringer chronischer Leberinsuffizienz und ungefähr um das 3-fache bei Patienten mit

mäßiger chronischer Leberinsuffizienz.

Rasse

Zur Bestimmung der Pharmakokinetik von Riluzol und seines Metaboliten N-Hydroxy-Riluzol

wurde eine klinische Studie durchgeführt mit einer 2-mal täglichen Gabe über 8 Tage an 16

gesunde japanische und 16 kaukasische männliche Erwachsene. In der japanischen Gruppe wurde

eine geringere Konzentration an Riluzol (C

0,85 [90 % CI 0,68-1,08] und AUC inf. 0,88 [90 %

CI 0,69-1,13]) und eine ähnliche Konzentration des Metaboliten gezeigt. Die klinische Bedeutung

dieser Ergebnisse ist nicht bekannt.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Weder bei Ratten noch bei Mäusen zeigte Riluzol ein kanzerogenes Potenzial.

Standardtests zur Genotoxizität, die mit Riluzol durchgeführt wurden, verliefen negativ.

Untersuchungen mit dem aktiven Hauptmetaboliten von Riluzol ergaben bei zwei

In-vitro

Tests positive Ergebnisse. Bei sieben anderen

In-vitro

- und

In-vivo-

Standardtests zeigten

intensive Untersuchungen kein genotoxisches Potenzial des Metaboliten. Auf Basis dieser

Daten und unter Berücksichtigung der negativen Untersuchungen zur Kanzerogenität von

Riluzol an Ratten und Mäusen, wird der genotoxische Effekt dieses Metaboliten im

menschlichen Organismus als nicht relevant betrachtet.

Reduktionen in den Parametern der Erythrozyten und/oder Veränderungen in den

Leberparametern wurden gelegentlich in subakuten oder chronischen Toxizitätsstudien mit

Ratten und Affen bemerkt. In Hunden wurde hämolytische Anämie beobachtet.

In einer einzelnen Toxizitätsstudie fehlten die Corpora lutea in den Ovarien weiblicher Ratten

häufiger in der Behandlungs- als in der Kontrollgruppe. Dieser Befund trat weder in einer

anderen Studie noch bei einer anderen Spezies auf.

Alle diese Befunde traten bei Dosierungen auf, die um das 2- bis 10-fache höher lagen als die

menschliche therapeutische Dosis von 100 mg/Tag.

In trächtigen Ratten gelangte

C-Riluzol über die Plazenta in die Föten. In Ratten führte

Riluzol zu einer Abnahme der Trächtigkeitsrate und der Zahl der Implantate bei einer

mindestens doppelt so hohen Dosierung im Vergleich zu der systemischen Gabe beim

Menschen in der klinischen Behandlung. In Reproduktionsstudien bei Tieren wurden keine

Missbildungen festgestellt.

C-Riluzol ist in der Muttermilch bei Ratten festgestellt worden.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Calciumhydrogenphosphat

Vorverkleisterte Stärke (Mais)

Croscarmellose-Natrium

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmüberzug:

Opadry AMB 03F28689, weiß, bestehend aus

Hypromellose

Macrogol 6000

Titandioxid (E 171)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen:

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Aluminium/PVC-Blisterpackungen:

Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen

Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen oder Aluminium/PVC-Blisterpackungen

Packungsgrößen:

56, 98 Filmtabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7.

INHABER DER ZULASSUNG

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER

72261.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 22. Juli 2009

10.

STAND DER INFORMATION

August 2015

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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