Ramipril Comp KSK 2,5/12,5mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ramipril, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
KSK-Pharma Vertriebs AG
INN (Internationale Bezeichnung):
Ramipril, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Ramipril 2.5mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
62281.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION:INFORMATIONFÜRDENANWENDER

RamiprilCompKSK2,5/12,5mgTabletten

Wirkstoffe:RamiprilundHydrochlorothiazid

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Arzneimittelsbeginnen.

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WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritteweiter.Eskann

anderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenBeschwerdenhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArztoder

Apotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

WasistRamiprilCompKSKundwofürwirdesangewendet?

WasmüssenSievorderEinnahmevonRamiprilCompKSKbeachten?

WieistRamiprilCompKSKeinzunehmen?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WieistRamiprilCompKSKaufzubewahren?

WeitereInformationen

1. WASISTRAMIPRILCOMPKSKUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

RamiprilCompKSKisteinKombinationsarzneimittelmitdenWirkstoffenRamiprilundHydrochlorothiazid.

DerWirkstoffRamiprilgehörtzurGruppedersogenanntenACE-Hemmer(Angiotensin-konvertierendes

Enzym),derdieGefäßeerweitertunddadurchwesentlichzueinemverbessertenBlutkreislaufundeiner

SenkungdesBlutdrucksbeiträgt.

DerWirkstoffHydrochlorothiazidisteineharntreibendeSubstanzderGruppedersogenannten

Thiazid-Diuretika.ErführtzurzusätzlichenSenkungeineszuhohenBlutdrucksdurcheineerhöhteSalz-und

Wasserausscheidung.

RamiprilCompKSKwirdzurBehandlungvonBluthochdruckangewendet,wenndieseralleindurchden

WirkstoffRamiprilnichtgesenktwerdenkann.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONRAMIPRILCOMPKSKBEACHTEN?

RamiprilCompKSKdarfnichteingenommenwerden:

wennSieallergisch(überempfindlich)gegendenWirkstoffRamiprilodereinenanderen

ACE-Hemmer,denWirkstoffHydrochlorothiazidodereinanderesThiazidoderSulfonamidoder

einen

dersonstigenBestandteilevonRamiprilCompKSKsind(sieheunter6.WeitereInformationen),

wennSieWasseransammlungen(angioneurotischesÖdem)habeninfolgeeinervorherigenBehandlung

mitbestimmtenArzneimittelnsogenanntenACE-Hemmernoderunabhängigdavon

(hereditäres/idiopathischesangioneurotischesÖdem),

wennSieaneinerschwerenStörungderNierenfunktion(Kreatinin-Clearance<30ml/min/1,73m2

Körperfläche)oderderHarnproduktion(Anurie)leiden,

wennSieaneinerschwerenStörungderLeberfunktionbzw.aneinerGallenstauung(Cholestase)

leiden,

währendderletzten6MonateeinerSchwangerschaft.Esempfiehltsich,RamiprilCompKSKauchzu

BeginnderSchwangerschaftnichteinzunehmen.(sieheAbschnittSchwangerschaft),

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonRamiprilCompKSKisterforderlich

WennSieaneinerderfolgendenErkrankungenleidenoderdavonbetroffenwaren:

StörungenimFlüssigkeits-undSalzhaushalt(z.B.nachlängeremErbrechenoderDurchfall),

gestörteImmunreaktionodereinebestimmteErkrankungdesBindegewebes(Kollagenkrankheit:Lupus

erythematodes),

Zuckerkrankheit(Diabetes),

vermehrteBildungdeskörpereigenenStoffesAldosteron(primärerHyperaldosteronismus:Conn-

Syndrom),

kürzlicherfolgteNierentransplantation,

eingeschränkteLeberfunktion.

BeidererstmaligenBehandlungoderErhöhungderDosisvonRamiprilCompKSKkanneszueinem

plötzlichenBlutdruckabfallundeinerBeeinträchtigungderNierenfunktionkommen,insbesonderewenn

SiegleichzeitigmitharntreibendenArzneimitteln(Diuretika)behandeltwerden,

Siesichsalzarmernährenmüssen,

SiesicheinerBlutwäsche(Hämodialyse)unterziehen,

SieanDurchfalloderÜbelkeitleiden,

SieaneinerbestimmtenFormdesBluthochdrucks(reninabhängigerBluthochdruck)leiden,

SieaneinerschwerenHerzschwäche(Herzinsuffizienz)leiden.

ZuBeginnderBehandlungistdieÄnderungdesBlutdrucksgenauzukontrollieren,wenn

Sieüber65Jahrealtsind,

SieaufgrundeinesplötzlichenBlutdruckabfallsgefährdetsind(z.B.aufgrundverengterHerz-oder

Hirngefäße),

beiIhneneinegrößerteOperationoderNarkoseunmittelbarbevorsteht

VorderBehandlungmitRamiprilCompKSKsinddieNierenfunktionunddieKaliumkonzentrationim

Blutserumzukontrollieren.DiesorgfältigeKontrollederNierenfunktionwirdinsbesondereindenersten

Behandlungswochenempfohlen.DiesgiltspeziellfürPatienten:

miteingeschränkterNierenfunktion,

mitZuckerkrankheit(Diabetes),

miteinseitigerVerengungderNierenarterien,

mitverminderterNierenfunktion,

diegleichzeitigbestimmteharntreibendeArzneimittel(kaliumsparendeDiuretika),Kaliumergänzungs-

oderSalzersatzmittelmitKaliumgehalteinnehmen,

dieandereBehandlungenmitArzneimittelnerhalten,diezueinerErhöhungderKaliumkonzentration

führenkönnen(z.B.Heparin).

DieKontrollebestimmterBlutwerteistinsbesonderezuBeginnderBehandlungundimfolgendenVerlauf

notwendig.DiesgiltbeifolgendenRisikopatienten:

miteingeschränkterNierenfunktion,

mitverminderterLeberfunktion,

mitbestimmtenentzündlichenErkrankungen(Kollagenosen),

beieinerimmununterdrückendenBehandlung,

beieinerBehandlungmitdenArzneimittelnAllopurinoloderProcainamid.

WennbeiIhnenwährendderBehandlungmitRamiprilCompKSKSymptome,wieFieber,angeschwollene

Lymphknoten,GelbsuchtoderHalsschmerzenauftreten,suchenSieumgehendeinenArztauf.

InformierenSieIhrenArztoderZahnarztvoreinerbevorstehendenOperationoderNarkoseüberdieEinnahme

vonRamiprilCompKSK.

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwangerwerdenkönnten).Die

EinnahmevonRamiprilCompKSKinderfrühenPhasederSchwangerschaftwirdnichtempfohlen.Ramipril

CompKSKdarfnichtmehrnachdem3.Schwangerschaftsmonateingenommenwerden.DieEinnahmevon

RamiprilCompKSKkannindiesemStadiumzuschwerenSchädigungenIhresungeborenenKindesführen

(sieheSchwangerschaftundStillzeit).

Warnhinweis

BeimAuftretenvonWasseransammlungen(angioneurotischesÖdem)währendderBehandlungistdie

EinnahmevonRamiprilCompKSKsofortabzubrechen.SiemüssenumgehendIhrenArztaufsuchen.

WasseransammlungenimGewebekönnenauchanKehlkopf,Halsund/oderZungeauftreten.

KinderundJugendliche(unter18Jahren)

DiesesArzneimittelistnichtzurAnwendungbeiKindernundJugendlichenunter18Jahrengeeignet,dadie

UnbedenklichkeitundWirkungvonRamiprilCompKSKnochnichtnachgewiesenwurde.

Patientenüber65Jahre

BeiPatientenüber65JahrenmussdieDosisanpassungdereinzelnenWirkstoffeRamiprilund

HydrochlorothiazidaneineUmstellungaufRamiprilCompKSKbesonderssorgfältigerfolgen(siehe„Falls

vomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis“).

AuswirkungenbeiFehlgebrauchzuDopingzwecken

DerWirkstoffHydrochlorothiazid,kannzueinempositivenErgebnisbeiAntidoping-Testsführen.

BeiEinnahmevonRamiprilCompKSKmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApothekerwennSieandereArzneimitteleinnehmenodereingenommen

haben,auchwennessichhierbeiumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

BeigleichzeitigerEinnahmedesWirkstoffsRamiprilkanneszuWechselwirkungenmitdenfolgenden

Arzneimittelnkommen:

HarntreibendeArzneimittel(Diuretika)

VerstärkungderblutdrucksenkendenWirkungmöglich

ArzneimittelzurBehandlungvonSchmerzenundEntzündungen(NichtsteroidaleAntirheumatika[NSAIDs]

einschließlichAcetylsalicylsäuredosiertmit3g/proTag)

DieregelmäßigeEinnahmevonbestimmtenArzneimittelnzurBehandlungvonSchmerzenund

Entzündungen(NSAIDs)kanndieblutdrucksenkendeWirkungvonRamiprilvermindern.

DiegleichzeitigeAnwendungdieserArzneimittelkannzueinemAnstiegderKaliumkonzentrationim

BlutundzueinerVerschlechterungderNierenfunktionführen.DieseWirkungistnormalerweise

vorübergehend(reversibel).InseltenenFällenkanneszuakutemNierenversagenkommen,insbesondere

beiPatientenmiteinervorhandenenNierenfunktionsstörung,z.B.beiälterenPatientenoderPatienten,die

zuwenigtrinken.

AndereblutdrucksenkendeArzneimittelundArzneimittelzurErweiterungderBlutgefäße(Vasodilatoren:z.B.

GlyceroltrinitratundandereNitrate)

VerstärkungderblutdrucksenkendenWirkungmöglich

ArzneimittelzurBehandlungvondepressivenbzw.psychiatrischenStörungenundArzneimittelzur

vorübergehendenAusschaltungderSchmerzempfindung(trizyklischeAntidepressiva/Antipsychotika/

Anästhetika)

VerstärkungderblutdrucksenkendenWirkungmöglich

Arzneimittel,diedassympathischeNervensystembeeinflussen(Sympathikomimetika,z.B.inNasentropfen)

AbschwächungderblutdrucksenkendenWirkungmöglich,daheristeinesorgfältigeBeobachtung

erforderlich.

ArzneimittelzurSenkungdesBlutzuckers(InsulinundAntidiabetikazurEinnahme)

weitereSenkungdesBlutzuckerspiegels,mitdemRisikoeinerUnterzuckerung(Hypoglykämie)möglich.

DiestrittverstärktwährenddererstenWocheneinerKombinationsbehandlungmitACE-Hemmernund

AntidiabetikasowiebeiPatientenmiteinerNierenfunktionsstörungauf.

ArzneimittelgegenGicht(Allopurinol)

erhöhtesRisikovonNierenschädenundeineVerminderungweißerBlutkörperchen(Leukopenie)möglich

ArzneimittelgegenOrganabstoßungnachTransplantation(Ciclosporin)

erhöhtesRisikovonNierenschädenundeinerErhöhungderKaliumkonzentrationimBlutserum

(Hyperkaliämie)möglich

ArzneimittelzurSenkungeineshohenCholesterinspiegels(Lovastatin)

erhöhtesRisikofüreineErhöhungderKaliumkonzentrationimBlutserum(Hyperkaliämie)möglich

ArzneimittelgegenHerz-Rhythmus-Störungen(Procainamid),ArzneimittelzurHemmungdesWachstumsvon

Tumoren(Zytostatika)oderArzneimittelzurUnterdrückungderImmunreaktiondesKörpers

(Immunsuppressiva)

erhöhtesRisikofüreineVerminderungderweißenBlutkörperchen(Leukopenie)möglich

BeiEinnahmedesWirkstoffsHydrochlorothiazidkanneszuWechselwirkungenmitfolgenden

Arzneimittelnkommen:

ArzneimittelzurBehandlungvonPilzerkrankungen(Mykosen)(wiez.B.AmphotericinBparenteral

angewendet),ArzneimittelzurBehandlungvonMagen-/Darmgeschwüren(Carbenoxolon),Arzneimittelmit

CorticosteroidenundCorticotropinoderAbführmittel

DerWirkstoffHydrochlorothiazidkannzueinerStörungdesSalzhaushaltsführen,insbesonderezu

Kaliummangel(Hypokaliämie).

Calciumsalze

ErhöhungderCalciumkonzentrationimBlutserummöglich

Herzstärkungsmittel(Herzglykoside)

erhöhtesRisikofüreineVergiftungmitHerzglykosidenmöglich,daderWirkstoffHydrochlorothiazidzu

einererniedrigtenKaliumkonzentrationimBlutserumführenkann(Hypokaliämie)

ArzneimittelzurSenkunghoherBlutfettwerte(Cholestyramin-ResinatundColestipol)

verlangsamteAufnahmedesWirkstoffsHydrochlorothiazidmöglich,daheristRamiprilCompKSK

mindestens1Stundevoroder4–6StundennachEinnahmesolcherArzneimitteleinzunehmen

ArzneimittelzurMuskelentspannung(nichtdepolarisierendeMuskelrelaxantienwiez.B.Tubokurarinchlorid)

VerstärkungderWirkungdieserArzneimittelmöglich

Arzneimittel,diezubestimmtenHerz-Rhythmus-Störungenführen(Torsade-de-Pointes)

AufgrunddesRisikoseinererniedrigtenKaliumkonzentrationimBlutserum(Hypokaliämie)istbeider

EinnahmedesWirkstoffsHydrochlorothiazidmitArzneimitteln,diezugefährlichen

Herz-Rhythmus-Störungenführenkönnen,besondersvorsichtigvorzugehen.

ArzneimittelzurEinnahmebeiHerz-Rhythmus-Störungen(Sotalol)

erhöhtesRisikovonHerz-Rhythmus-StörungendurchdieEinnahmedesArzneimittelsSotalolaufgrund

einererniedrigtenKaliumkonzentrationimBlutmöglich

BeiEinnahmederWirkstoffkombinationRamipilundHydrochlorothiazidkanneszuWechselwirkungen

mitfolgendenArzneimittelnkommen:

KaliumhaltigeNahrungsergänzungsmittel,bestimmteharntreibendeArzneimittel(kaliumsparendeDiuretika)

oderkaliumhaltigeSalzersatzmittel

erhöhteKaliumkonzentrationimBlut(Hyperkaliämie)möglich

Risikofaktorendafürsind:Nierenfunktionsstörungen,Zuckerkrankheit(Diabetes)sowiediegleichzeitige

EinnahmevonkaliumsparendenDiuretika(z.B.Spironolakton,Triamteren,Amilorid),kaliumhaltigen

NahrungsergänzungsmittelnoderkaliumhaltigenSalzersatzmitteln.DieEinnahmedieserArzneimittel

kannzueinerdeutlichenErhöhungderKaliumkonzentrationimBlutserumführen,insbesonderebei

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion.

ArzneimittelzurBehandlungvonpsychischenErkrankungen(Lithium)

ErhöhungderLithiumkonzentrationimBlutmöglich

VergiftungserscheinungendurchLithiumkönnenauftreten.EinegleichzeitigeEinnahmevonRamipril

CompKSKundLithiumwirdnichtempfohlen.InFällen,indeneneinesolcheKombinationerforderlich

ist,istdieLithiumkonzentrationimBlutserumsorgfältigzubeobachten.

ArzneimittelgegenbakterielleInfektionen(Trimethoprim)

erhöhtesRisikofüreineErhöhungderKaliumkonzentrationmöglich

ArzneimittelzurSenkungdesBlutzuckers(z.B.Insulin,Sulfonylharnstoffe,BiguanidewieMetformin)

DerWirkstoffHydrochlorothiazidkanndieWirkungdieserArzneimittelvermindernundderWirkstoff

RamiprilkannzusätzlichdenBlutzuckersenken.

BeiEinnahmevonRamiprilCompKSKzusammenmitNahrungsmittelnundGetränken

Alkohol

RamiprilCompKSKwirktsichimgeringenMaßaufdieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvon

Maschinenaus.DasgiltinsbesonderebeigleichzeitigemGenussvonAlkohol.

Kochsalz(Natriumchlorid)

Kochsalz(Natriumchlorid)verringertdieblutdrucksenkendeWirkungvonRamiprilCompKSK.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwangerwerdenkönnten).Inder

RegelwirdIhrArztIhnenempfehlen,RamiprilCompKSKvoreinerSchwangerschaftbzw.sobaldSiewissen,

dassSieschwangersind,abzusetzen.ErwirdIhneneinanderesArzneimittelempfehlen.DieAnwendungvon

RamiprilCompKSKinderfrühenSchwangerschaftwirdnichtempfohlen.RamiprilCompKSKdarfnicht

mehrnachdem3.Schwangerschaftsmonateingenommenwerden,dadieEinnahmevonRamiprilCompKSK

indiesemStadiumderSchwangerschaftzuschwerenSchädigungenIhresungeborenenKindesführenkann.

Stillzeit

TeilenSieIhremArztmit,wennSiestillenodermitdemStillenbeginnenwollen.DieEinnahmevonRamipril

CompKSKwirdstillendenMütternnichtempfohlen.IhrArztwirdeineandereBehandlungauswählen,wenn

Siestillenwollen,vorallem,solangeIhrKindimNeugeborenenalteristoderwenneseineFrühgeburtwar.

BittefragenSievorderEinnahmedesArzneimittelsIhrenArztoderApotheker.

VerkehrstüchtigkeitundBedienenvonMaschinen

RamiprilCompKSKwirktsichimgeringenMaßaufdieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvon

Maschinenaus.BeiPatientenkönnenunterschiedlicheReaktionenhervorgerufenwerden,diedie

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinenbeeinträchtigenkönnen.DasgiltvorallemzuBeginn

derBehandlung,wenndieDosierungdesArzneimittelserhöhtoderwennnunmittelbarnachderEinnahmedes

ArzneimittelsAlkoholgetrunkenwird.BisSiewissen,wieSieaufRamiprilCompKSKreagierensolltenSie

vorsichtigsein,d.h.keinKraftfahrzeugführenbzw.keineMaschinenbedienen.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonRamiprilCompKSK

DiesesArzneimittelenthältMilchzucker(Lactose).BittenehmenSieRamiprilCompKSKdahererstnach

RücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieuntereinerUnverträglichkeitgegenüber

bestimmtenZuckernleiden.

3. WIEISTRAMIPRILCOMPKSKEINZUNEHMEN?

NehmenSieRamiprilCompKSKimmergenaunachderAnweisungdesArztesein.FragenSieIhrenArzt

oderApotheker,wennSiesichnichtganzsichersind.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

Erwachsene:

DieEinnahmevonRamiprilCompKSKwirdnurempfohlen,wennzuvoreineTherapiemitdeneinzelnen

WirkstoffenRamiprilundHydrochlorothiaziderfolgtist.DieDosiskanninAbständenvonmindestens3

Wochenerhöhtwerden.

DieüblicheDosiszuBeginnderBehandlungbeträgt

1TabletteRamprilCompKSK2,5/12,5mgoder1/2TabletteRamiprilCompKSK5/25mgproTag.

DieweitereDosisbeträgtüblicherweise

1TabletteRamprilCompKSK2,5/12,5mgoder1/2TabletteRamprilCompKSK5/25mgproTag.

DieHöchstdosisbeträgt2TablettenRamprilCompKSK2,5/12,5mgoder1TabletteRamiprilCompKSK

5/25mgproTag.

Patientenüber65JahreundPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

BeiPatientenüber65JahreundPatienten,dieaneinerErkrankungderNieren(Kreatinin-Clearancezwischen

30und60ml/min)leiden,mussdieDosiseinstellungdereinzelnenWirkstoffeRamiprilund

HydrochlorothiazidvoreinemWechselzuRamiprilCompKSKmitbesondererVorsichterfolgen.

DieDosisvonRamiprilCompKSKmussmöglichstgeringgehaltenwerden.DieempfohleneHöchstdosis

beträgt:

2TablettenRamiprilCompKSK2,5/12,5mgoder1TabletteRamiprilCompKSK5/25mgproTag.

RamiprilCompKSKdarfnichtbeiPatientenmitschwerenStörungenderNierenfunktion

(Kreatinin-Clearance<30ml/min/1,73m2Körperfläche)angewendetwerden(sieheAbschnitt„Ramipril

CompKSKdarfnichteingenommenwerden“).

PatientenmitStörungenderLeberfunktion:

VoreinemWechselzuRamiprilCompKSKsolltebeiPatientenmitleichtenbismittlerenStörungender

LeberfunktioneineEinstellungderDosisnurdurchdenWirkstoffRamiprilerfolgen.

ArtderAnwendung

RamiprilCompKSKwird1xtäglichmorgensmitausreichendFlüssigkeit(vorzugsweise1GlasWasser[200

ml])eingenommen.DieTablettenkönnenmitoderohneNahrungeingenommenwerden.

BittesprechenSiemitIhremArztoderApotheker,wennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkungvon

RamiprilCompKSKzustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengeRamiprilCompKSKeingenommenhabenalsSiesollten

WennSiezuvieleTabletteneingenommenoderTablettenvoneinemKindverschlucktwurden,suchenSie

unmittelbareinenArztodereinKrankenhausauf,wodasAusmaßderÜberdosierungfestgestelltund

entsprechendeMaßnahmenergriffenwerdenkönnen.

NehmenSieeinePackungdesArzneimittelsmit,damitderArztsichüberdieWirkstoffeinformierenkann.

AbhängigvomGradderÜberdosierungkönnenfolgendeSymptomeauftreten:

verzögerteHarnausscheidung,StörungenimSalzhaushalt,massiverBlutdruckabfall,eingeschränktes

BewusstseinbishinzumKoma,Empfindungsstörungen,Herzrhythmusstörungen,verringerter

Herzschlag,SchockundDarmträgheit.

WennSiedieEinnahmevonRamiprilCompKSKvergessenhaben

WennSiedieEinnahmevonRamiprilCompKSKvergessenhaben,holenSiesiebaldmöglichstnach,sofern

dienächsteEinnahmenichtunmittelbarbevorsteht.NehmenSienichtdiedoppelteDosisein,umdie

ausgelasseneEinnahmenachzuholen.

WennSiedieEinnahmevonRamiprilCompKSKabbrechen

DieBehandlungmitRamiprilCompKSKsollteohnevorherigeRücksprachemitIhrembehandelndenArzt

nichtunterbrochenoderbeendetwerden.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoderApotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannRamiprilCompKSKNebenwirkungenhaben,dieabernichtbeijedemauftreten

müssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig mehrals1Behandeltervon10

Häufig 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich 1bis10Behandeltevon1.000

Selten 1bis10Behandeltevon10.000

Sehrselten wenigerals1Behandeltervon10.000

Nichtbekannt HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDaten

nichtabschätzbar

MöglicheNebenwirkungenoderAnzeichen,aufdieSieachtenundentsprechendeMaßnahmenergreifen

sollten,wennSiebetroffensind:

WährendderBehandlungmitdenWirkstoffenRamiprilundHydrochlorothiazidwurdendiefolgenden

Nebenwirkungenbeobachtet:

starkerAbfalldesBlutdrucksnachBehandlungsbeginnoderErhöhungderDosis,besondersbei

bestimmtenRisikogruppen(siehe„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonRamiprilCompKSK“).

SymptomewieSchwindelgefühl,allgemeineKraftlosigkeitundunscharfesSehen,inseltenenFällen

eingeschränktesBewusstsein(Synkope).

WährendderEinnahmevonRamiprilkannesbeiPatientenmiteinemniedrigenBlutdruckinEinzelfällen

zuHerzrhythmusstörungen,wieerhöhterHerzfrequenzunderhöhtemHerzschlag,zuSpannungund

drückendemSchmerzinderHerzgegendaufgrundeinerunterdrücktenBlutzirkulation(Anginapectoris),

Herzinfarkt,starkemBlutdruckabfallmitSchockund/odereinervorübergehendenoderbleibenden

VerringerungderHirndurchblutungkommen.

StörungendesBlut-undLymphkreislaufs

Selten: VerminderungdesrotenBlutfarbstoffs(Hämoglobin),verminderterAnteilanroten

Blutkörperchen(Hämatokrit),verminderterAnteildesweißenBlutfarbstoffs(Leukopenie),

UnterdrückungderrotenBlutplättchen(Thrombozytopenie)

Sehrselten: starkeVerminderungbestimmterweißerBlutzellen(Agranulozytose),starkeVerminderung

derZahlallerBlutzellen(Panzytopenie),ErhöhungderZahlbestimmterweißerBlutzellen

(Eosinophilie),vermehrteZerstörungderrotenBlutzellen(hämolytischeAnämie)bei

Patienten mit einer bestimmten Stoffwechselstörung

(Glucose-6-phosphatdehydrogenase-Mangel)

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Häufig: verminderterKaliumspiegel,erhöhterHarnsäuregehaltmitsteigendemBlutharnstoffund

Kreatinin,erhöhterZuckerspiegel,Gicht

Gelegentlich: erhöhter Kalium-, Chlorid- undCalciumspiegel, verringerter Natrium- und

MagnesiumspiegelimBlut

Selten: StörungenimFlüssigkeits-undSalzhaushalt(vorallembeiPatienten,diebereitsaneiner

Nierenerkrankungleiden),verminderterChloridspiegelimBlut,Stoffwechselentgleisung

(metabolischeAlkalose)

Sehrselten: ErhöhungvonTriglyceriden,CholesterinundbestimmenEnzymen(Amylasen)im

Blutserum,VerschlechterungderZuckerkrankheit(Diabetes)

PsychischeErkrankungen

Gelegentlich: Teilnahmslosigkeit(Apathie),Nervosität

Selten: Angstzustände,Verwirrtheit,Depressionen,Schlafstörungen

ErkrankungendesNervensytems

Häufig: Schwindelgefühl,Erschöpfung,Kopfschmerzen,Kraftlosigkeit

Gelegentlich: starkeBenommenheit(Schläfrigkeit)

Selten: Ruhelosigkeit, Störungen des Geruchssinns, Störungen des Gleichgewichts,

EmpfindungsstörungenindenGliedmaßen(Kribbeln)

ErkrankungenderAugen

Gelegentlich: Bindehautentzündung(Konjunktivitis),EntzündungenderAugenlider

Selten: vorübergehendeKurzsichtigkeit,eingeschränktesSichtfeld

ErkrankungenderOhren

Selten: PiepenimOhr(Tinnitus)

Herzerkrankungen

Selten: Ohmacht(Synkope)

Sehrselten: Anginapectoris,Herzinfarkt,gestörterHerzrhythmus,Herzrasen

Gefäßerkrankungen

Häufig: niedrigerBlutdruck(Hypotonie)

Gelegentlich: WasseransammlunginKnöcheln

Selten: Komplikationen durch Klümpchenbildung und Verschluss eines Blutgefäßes

(thromboembolischeErkrankung)

Sehrselten: vorübergehendeStörungderHirndurchblutung(transistorischischämischeAttacke),

Hirnblutungen,VerschlechterungvonDurchblutungsstörungenindenFingern(Morbus

Raynaud),EntzündungderkleinenGefäße(Vaskulitis),ErkrankungenderVenen,

Thrombose,VerschlusseinesBlutgefäßes(Embolie)

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumesundderLungen

Häufig: Husten,Bronchitis

Selten: Kurzatmigkeit,EntzündungderNasennebenhöhlen(Sinusitis),derNasenschleimhaut,der

MundschleimhautundderZungenschleimhaut,Asthma,allergischeLungenerkrankung

Sehrselten: Wasseransammlung(angioneurotischesÖdem)bishinzumvölligenauchlebensbedrohlichen

VerschlussderAtemwege,LungenödemaufgrundvonÜberempfindlichkeitgegenüberdem

WirkstoffHydrochlorothiazid

BeimAuftretenvonWasseransammlungenistdringendeinArztaufzusuchen.

ErkrankungendesMagen-Darm-Traktes

Häufig: Übelkeit,Bauchschmerzen,Erbrechen,Verdauungsstörungen

Gelegentlich: KrämpfeinderoberenBauchgegend,Durst,Verstopfung,Durchfall,Appetitlosigkeit

Selten: trockenerMund,Erbrechen,Geschmacksveränderungen,EntzündungenderMund-und

Zungenschleimhaut,EntzündungderSpeicheldrüse(Sialadenitis),EntzündungderZunge

(Glossitis)

Sehrselten: eingeschränkteDarmtätigkeit,(hämorrhagische)EntzündungderBauchspeicheldrüse

ErkrankungenderLeber-undGallenfunktion

Selten: ErhöhungdesAnteilsderLeberenzymeund/odereinesZersetzungsproduktderroten

Blutzellen(Serumbilirubin)

Sehrselten: Gelbsucht,EntzündungderLeber(Hepatitis),EntzündungderGallenblase(gegebenenfalls

mitGallensteinen),AbsterbenvonLeberzellen(Lebernekrose)

BeimAuftretenvonGelbsuchtodererhöhtenLeberlaborwertenistdringendeinArztaufzusuchen.

ErkrankungenderHaut-undUnterhaut

Häufig: allergischeReaktionenwieHautausschlag

Gelegentlich: Lichtempfindlichkeit,Juckreiz,Nesselsucht

Selten: Hautrötungen mit Hitzewallungen, vermehrte Schweißbildung (Diaphorese),

WasseransammlungimGesicht,derLymphe,möglicherweisemitSchluckbeschwerdenoder

Atemnot

Sehrselten: bestimmte schwerwiegende Hautveränderungen (Erythema multiforme,

Steven-Johnson-Syndrom),bestimmteschwerwiegendeHautveränderungenmitblasigen

Ablösungen(toxisch-epidermaleNekrolyse),HautveränderungenmitBlasen-und

Narbenbildung (Lupus erythematodes), Verschlechterung der Schuppenflechte,

Nagelablösung(Onycholyse).

BeimAuftretenvonakutenHautreaktionensuchenSiebitteumgehendeinenArztauf.

ErkrankungendesMuskels-undBindegewebes

Selten: Muskelkrämpfe,Muskel-undGelenkschmerzen,Muskelschwäche,Entzündungender

Gelenke(Arthritis)

Sehrselten: Lähmung

ErkrankungenderNieren-undHarnwege

Gelegentlich: AusscheidungvonEiweißüberdenUrin(Proteinurie)

Selten: VerschlechterungderNierenfunktion,ErhöhungdesBlut-Harnstoff-Stickstoffsund

Serumskreatinins,Flüssigkeitsverlust(Dehydrierung)

Sehrselten: akuteStörungderNierenfunktion,besondereNierenerkrankungmitAusscheidungvon

EiweißüberdenUrin(nephritischesSyndrom),Nierenentzündung,verminderteUrinbildung

ErkrankungenderGeschlechtsorgane

Gelegentlich: vermindertessexuellesVerlangen(Libido)

Selten: Impotenz

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Sehrselten: schwereallergische(anaphylaktische)Reaktion

EswurdeneinesodermehreredernachfolgendgenanntenSymptomebeobachtet:Fieber,Venenentzündung

(Vaskulitis),Muskelschmerzen(Myalgie),Gelenkschmerzen/Gelenkentzündung(Arthralgia/Arthritis),erhöhte

Blutsenkungsrate,erhöhteAnzahlanweißenBlutzellen(EosinophileundLeukozyten),Hautausschlag,erhöhte

Lichtempfindlichkeit.WeitereHautreaktionensindmöglich.

Gegenmaßnahmen

BeiplötzlicherWasseransammlung(angioneurotischesÖdem)imGesicht,andenGliedmaßen,Lippen,

Schleimhaut,ZungeundStimmapparatbzw.demKehlkopf(Larynx)müssenSiedieBehandlungmitRamipril

CompKSKsofortabbrechenundeinenArztaufsuchen,derentsprechendeGegenmaßnahmen/

Krankenhausaufenthalteinleitet.

ZustarkerBlutdruckabfall,GelbsuchtoderÜberempfindlichkeitkönnenlebensgefährlichsein.InformierenSie

soforteinenArzt,wennplötzlicheinederNebenwirkungenauftrittodersichunerwartetstarkentwickelt.

NehmenSiedasArzneimittelnichtmehrohnemedizinischeAufsichtein.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblich

beeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

5. WIEISTRamiprilCompKSKAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelsindfürKinderunzugänglichaufzubewahren.

SiedürfenRamiprilCompKSKnachdemaufdemUmkartonundderBlisterpackungnach„Verwendbarbis“

angegebenenVerfallsdatumnichtmehrverwenden.DasVerfallsdatumbeziehtsichaufdenletztenTagdes

Monats.

Nichtüber30°Clagern.

6. WEITEREINFORMATIONEN

WasRamiprilCompKSKenthält

RamiprilCompKSK2,5/12,5mg:

DieWirkstoffesind:Ramipril2,5mgundHydrochlorothiazid12,5mg.

DiesonstigenBestandteilesind:Natrium-Hydrogencarbonat,Lactose-Monohydrat,Croscarmellose-

Natrium,QuellstärkeundNatrium-Stearylfumarat.

WieRamiprilCompKSKaussiehtundInhaltderPackung

RamiprilCompKSK2,5/12,5mg:

Weißebisweißgraue,kapselförmige,nichtüberzogene,flacheTablettemitBruchrilleaufeinerSeite,Prägung

„12,5“aufderanderenSeite,Größe4x8mm.

RamiprilCompKSKistinPackungenmit10,14,20,28,30,42,50,98und100Tablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

KSK-PharmaVetriebsAG

Finkenstr.1

D-76327Berghausen

Deutschland

Hersteller

Actavishf.

Reykjavikurvegur78

222Hafnarfjördur

Island

ActavisLtd.

BT16BulebelIndustrialEstate

ZeitunZTN08

Malta

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetim:März2010 .

Wortlautderfürdie FachinformationvorgesehenenAngaben

Fachinformation

1. Bezeichnung desArzneimittels

RamiprilComp KSK2,5/12,5 mg

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

EineTabletteenthält2,5 mgRamiprilund 12,5 mgHydrochlorothiazid.

SonstigeBestandteilesieheAbschnitt6.1

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

RamiprilComp KSK2,5/12,5 mg:

Weißbisweißgraue,kapselförmige,nichtüberzogene,flacheTabletten,4,0x8,0mm,miteinseitigerBruchrille.

Prägung 12,5

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

BehandlungderHypertonie

DieseFixdosiskombinationistbeiPatientenangezeigt,derenBlutdruckmitRamipriloder

Hydrochlorothiazidalleinnichtausreichendgesenktwird.

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Erwachsene:

DieDosissolltejenachPatientenprofil(sieheAbschnitt4.4)undBlutdruckeinstellungindividuellangepasst

werden.DieVerabreichungderFixkombinationvonRamiprilundHydrochlorothiazidwirdnormalerweisenach

derDosistitration miteinerderEinzelkomponenten empfohlen.

DieBehandlungmitTritazideunddamitverbundenenBezeichnungensolltemitderniedrigstenverfugbarenDosis

begonnenwerden.Fallserforderlich,kanndieDosisschrittweiseerhöhtwerden,umdenBlutdruckzielwertzu

erreichen. Diezulässigen Höchstdosen sind 10 mgRamiprilund 25 mg Hydrochlorothiazid täglich.

Anwendung beiälteren Patienten und Patienten miteingeschränkterNierenfunktion:

BeiPatientenhöherenAltersundbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionmiteinerKreatinin-Clearance

zwischen30und60ml/minmussdieTitrationdereinzelnenWirkstoffevoreinemWechselzuRamiprilComp

KSKmitbesondererVorsichterfolgen.

DieDosisvonRamiprilCompKSKmussmöglichstniedriggehaltenwerden.DieTageshöchstdosisbeträgt5mg

Ramiprilund 25 mgHydrochlorothiazid.

DieAnwendungvonRamiprilCompKSKwirdbeiPatientenmiteinerstarkeingeschränktenNierenfunktion

(Kreatinin-Clearance<30 ml/min/1,73 m 2

Körperfläche,sieheAbschnitt4.3)nichtempfohlen.

EingeschränkteLeberfunktion:

BeiPatientenmiteinerschwachodermäßigeingeschränktenLeberfunktionsolltedieEinstellungderDosierung

von RamiprilvoreinemWechselzu RamiprilComp KSKerfolgen.

RamiprilComp KSKdarfnichtbeiPatienten miteinerstark eingeschränktenLeberfunktion und/oder

Cholestase(sieheAbschnitt4.3)angewendetwerden.

Anwendung beiKindern und Jugendlichen(unter 18 Jahren):

FürdieZuverlässigkeitundWirkung von RamiprilComp KSKbeiKindern und Jugendlichen (unter18 Jahren)

liegennoch keineErkenntnissevor. DaherwirdeineBehandlung nichtempfohlen.

ArtderAnwendung

RamiprilCompKSKwirdeinmaltäglichmorgensmitausreichendFlüssigkeiteingenommen.DieTabletten

könnenmitoderohneNahrung eingenommenwerden.

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoff,einendersonstigenBestandteileodereinenanderenACE-

(Angiotensin-Converting-Enzyme-)Hemmer(sieheAbschnitt6.1)

Angioödem(hereditär,idiopathischoderimZusammenhangmitACE-HemmernoderAIIRA(Angiotensin-II-

Rezeptorantagonisten))in derAnamnese

ExtrakorporaleBehandlungen,diezueinemKontaktdesBlutesmitnegativgeladenenOberflächenfuhren ̈

(sieheAbschnitt4.5)

ErheblichebeidseitigeNierenarterienstenoseoderNierenarterienstenoseineinereinzelnenfunktionierenden

Niere

Zweitesund drittesTrimenonderSchwangerschaft(sieheAbschnitt4.4 und 4.6)

Stillen (sieheAbschnitt4.6)

StarkeingeschränkteNierenfunktionmiteinerCreatinin-Clearanceunter30ml/minbeinichtdialysierten

Patienten

KlinischrelevanteElektrolytstörungen,diesichnachBehandlungmitTRITAZIDEverschlimmernkönnen

(sieheAbschnitt4.4)

Stark eingeschränkteLeberfunktion, hepatischeEnzephalopathie

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Schwangerschaft:DieBehandlungmiteinemACE-HemmersolltenichtwährendeinerSchwangerschaftbegonnen

werden.SolltedieFortsetzungderBehandlungmiteinemACE-Hemmernichtunumgänglichsein,solltevoreiner

geplantenSchwangerschaftaufeinealternativeantihypertensiveTherapieumgestelltwerden,dieeinbewährtes

SicherheitsprofilfürdieAnwendungwährendderSchwangerschaftbesitzt.SobaldeineSchwangerschaft

diagnostiziertwird,solltedieBehandlungmiteinemACE-Hemmersofortabgesetztundgegebenenfallsmiteiner

alternativenTherapiebegonnenwerden (sieheAbschnitt4.3 und 4.6).

Ramipril

SymptomatischeHypotonie

EinesymptomatischeHypotonietrittbeiPatientenmitunkompliziertemBluthochdruckseltenauf.Die

Wahrscheinlichkeit,dasseineHypotoniebeiBluthochdruckpatientenauftritt,dieRamiprilerhalten,istgrößer,

wennderPatientaneinemVolumenmangel(z.B.infolgeeinerDiuretika-Therapie,salzarmeErnährung,Dialyse,

DurchfalloderErbrechen)oderuntereinerschweren,reninabhängigenHypertonieleidet(sieheAbschnitt4.5und

Abschnitt4.8).BeiPatientenmitHerzinsuffizient-mitoderohnebegleitendeNiereninsuffizienz–wurdeeine

symptomatischeHypotoniebeobachtet.DiesetritthauptsächlichbeiPatientenmithöherenSchweregradender

Herzinsuffizienzauf,möglicherweisereflektiertdurchdieAnwendungvonhochdosiertenSchleifendiuretikaoder

beiPatienten,diean HyponatriämieodereingeschränktenNierenfunktion leiden.

BeiPatientenmiteinemerhöhtenRisikofüreinesymptomatischeHypotoniesindderTherapiebeginnunddie

AnpassungderDosierungstrengzukontrollieren.ÄhnlicheÜberlegungengeltenfürPatientenmitischämischer

HerzerkrankungoderzerebrovaskulärenErkrankungen,beideneneinübermäßigerBlutdruckabfallzuHerzinfarkt

oderSchlaganfallführenkann.

BeimAuftreteneinerHypotoniesolltederPatientinRückenlagegebrachtundgegebenenfallseineintravenöse

InfusionmitnormalerKochsalzlösungeingeleitetwerden.EinvorübergehenderBlutdruckabfallistkeine

KontraindikationfürweitereDosen,diegewöhnlichohneweitereSchwierigkeitenverabreichtwerdenkönnen,

sobald sich derBlutdruck nachVolumenausdehnung wiedererhöhthat.

BeieinigenPatientenmitHerzinsuffizienzundnormalenoderniedrigenBlutdruckkannunterRamiprileine

weitereSenkungdessystemischenBlutdruckseintreten.DieseWirkungistzuerwartenundinderRegelkein

GrundfüreinenAbbruchderTherapie.WenndieHypotoniesymptomatischwird,kanneineReduktionderDosis

odereinAbbruchderTherapiemitRamiprilnotwendig werden.

Aorten-und Mitralklappenstenose/HypertropheKardiomyopathie

WieandereACE-HemmersollteRamiprilbeiPatientenmitMitralklappenstenoseunderhöhtemlinksventrikulären

Ausgangswiderstand,wieimFalleeinerAortenstenoseodereinerhypertrophenKardiomyopathie,nurmitVorsicht

verabreichtwerden.ImFallevonhämodynamischenAuswirkungendarfkeinefesteKombinationvonRamipril

und Hydrochlorothiazid verabreichtwerden.

PrimärerHyperaldosteronismus(Conn-Syndrom)

DieKombinationRamipril+HydrochlorothiazidistkeineBehandlungderWahlfürprimären

Hyperaldosteronismus.WennRamipril+HydrochlorothiazidbeieinemPatientenmitprimärem

Hyperaldosteronismus angewendetwird, isteinesorgfältigeÜberwachung des Plasmakaliumspiegels erforderlich.

EingeschränkteNierenfunktion

SieheAbschnitt4.2.

BeiPatienten mitHerzinsuffizienzkanneineHypotonienach BeginneinerBehandlung mitACE-Hemmern zu

einerweiterenEinschränkung derNierenfunktion führen. IndiesemZusammenhang istvon einerakuten,

normalerweisereversiblen Niereninsuffizienzberichtetworden.

Beieinigen PatientenmitbeidseitigerRenalarterienstenoseodermitArterienstenoseeinerEinzelniere,diemit

ACE-Hemmernbehandeltwurden, sind Erhöhungendes Blutharnstoffs und desSerumkreatinins aufgetreten, diein

derRegelnachAbbruchderTherapiereversibelwaren.Das Risiko istbeiPatienten miteinerNiereninsuffizienz

amhöchsten.Falls derPatientgleichzeitiganeinerrenovaskulärenHypertonieleidet,istdas Risiko füreine

schwereHypotonieund Niereninsuffizienzerhöht. Beidiesen PatientensolltedieBehandlung unterstrenger

ärztlicherKontrolleund in niedrigenDosen und sorgfältigerDosisanpassung erfolgen. DaeineBehandlung mit

Diuretikazu denoben genannten Symptomen beitragenkann, solltedieseabgesetztund währendderersten

WocheneinerTherapiemitRamiprildieNierenfunktion überwachtwerden.

BeieinigenHypertonikernohneoffensichtlichschonbestehenderNierengefäßerkrankungundinsbesondere,wenn

RamiprilgleichzeitigmiteinemDiuretikumverabreichtwurde,sindErhöhungendesHarnstoff-und

Serumkreatininspiegelsbeobachtetworden,dieinderRegelgeringfügigundreversibelwaren.Normalerweisetritt

dies eherbeiPatientenmitbereits bestehenderNierenschädigung auf.

UnterUmständenisteineVerminderungderDosisund/oderdasAbsetzendesDiuretikumsbzw.Ramipril

erforderlich.

NierentransplantiertePatienten

DafürPatientenkurznach einerNierentransplantation keineErkenntnissevorliegen, wirddieVerabreichung von

Ramiprilnichtempfohlen.

Überempfindlichkeit/Angioödem

BeiPatienten,diemitAngiontensin-konvertierendenEnzymhemmern,einschließlichRamipril,behandeltwurden,

wurdenurinseltenenFällenvonAngioödemendesGesichts,derGliedmaßen,derLippen,derZunge,derGlottis

und/oderdesKehlkopfsberichtet.DiesekönnenjederzeitwährendderBehandlungauftreten.InsolchenFällen

sollteRamiprilunverzüglichabgesetztundeinegeeigneteBehandlungundÜberwachungeingeleitetwerden,um

dievollständigeRückbildungallerSymptomevorderEntlassungdesPatientenzugewährleisten.Auchbei

PatientenohneAtemnot,beidenennurdieZungebetroffenist,kanneinelängeranhaltendeBeobachtung

erforderlichsein,dadieBehandlungmitAntihistaminenundKortikosteroidenmöglicherweisenichtausreichend

wirksamist.

SehrseltenwurdeüberTodesfälledurchAngioödemeinFormvonKehlkopfödemenoderZungenödemen

berichtet.

Ödeme,beidenendieZunge,dieGlottisoderderKehlkopfbetroffensind,verursachenwahrscheinlichauch

Atemwegsblockierung,insbesonderebeiPatientennacheinerOperationandenAtemwegen.IndiesenFällensollte

soforteineNotfalltherapieeingeleitetwerden (sieheAbschnitt4.9). Diesekann in derVerabreichung vonAdrenalin

und/oderdemFreihaltenderLuftwegebestehen.DerPatientsollteunterstrengerärztlicherAufsichtbeobachtet

werden,bis dieSymptomevollständig und nachhaltig abgeklungensind.

BeiPatienten miteinemAngioödemin derAnamnese,das nichtimZusammenhang miteinerTherapiemiteinem

ACE-Hemmerstand,kann das Risiko füreinAngioödemwährend derVerabreichung einesACE-Hemmerserhöht

sein (sieheAbschnitt4.3).

AnaphylaktoideReaktionenbeiHämodialysepatienten

BeiPatienten,beideneneineDialysemitHigh-flux-Membranen(z.B.AN69)undgleichzeitigeineBehandlung

miteinemACE-Hemmerdurchgeführtwerden,sindanaphylaktoideReaktionenbeschriebenworden.Beidiesen

PatientenmusseinandererDialysemembrantypverwendetodereineandereKlassevonAntihypertensikagegeben

werden.

AnaphylaktoideReaktionenwährendder Low-Density-Lipoprotein (LDL)Apherese

InseltenenFällensindbeiPatientenunterACE-HemmernwährendeinerLDL-Apherese(Low-Density-

Lipoprotein,LipoproteinmitgeringerDichte)miteinemDextransulfatlebensbedrohlicheanaphylaktoiden

Reaktionenaufgetreten.DieseReaktionenwurdendurcheinezeitweiligeUnterbrechungderACE-Hemmer-

TherapievorjederApheresevermieden.

Desensibilisierung

BeiPatienten,diewährendeinerDesensibilisierungsbehandlungACE-Hemmererhalten(z.B.Insektengift),traten

nachhaltigeanaphylaktiodeReaktionenauf.BeidenselbenPatientenkonntendieseReaktionenvermiedenwerden,

wenndieTherapiemitACE-Hemmernvorübergehendabgesetztwurde,sietratenjedochnachversehentlicher

Wiederanwendung desArzneimittels erneutauf.

Leberversagen

InsehrseltenenFällenwerdenACE-HemmermiteinemSyndrominVerbindung gebracht, dasmitcholestatischem

Ikterus oderHepatitis beginntund sichzu einerfulminanten Nekroseund (manchmal)bis hin zumTod

weiterentwickelt. DerMechanismus diesesSyndroms istbishernichtgeklärt.BeiPatienten,dieACE-Hemmer

erhalten, und beidenen eszurGelbsuchtodereinererheblichenVermehrung derLeberenzymekommt, sollte

Ramprilsofortabgesetztund einemedizinischeNachbehandlung eingeleitetwerden.

Neutropenie/Agranulozytose

BeiPatienten,dieACE-Hemmererhalten,istüberNeutropenie/Agranulozytose,ThrombozytopenieundAnämie

berichtetworden.BeiPatientenmitnormalerNierenfunktionundohneandereerschwerendeFaktorentritteine

Neutropenienurseltenauf.NeutropenieundAgranulozytosesindnachAbsetzendesACE-Hemmersreversibel.

RamiprilsolltemitäußersterVorsichtbeiPatientenangewendetwerden,beidenenGefäßkollagenosen,

ImmunsuppressionstherapieodereineBehandlung mitAllopurinoloderProcainamidbzw.eineKombinationdieser

erschwerendenFaktorenvorliegt.Diesgiltinsbesondere,wennbereitseineNierenfunktionsstörungvorhandenist.

BeieinigendieserPatientenkames zu schwerenInfektionen,dieineinigenwenigenFällennichtaufeineintensive

Antibiotikatherapieansprachen.Wird RamiprilbeidiesenPatientenangewendet,isteineregelmäßigeKontrolleder

weißenBlutzellenempfehlenswert.DiePatientensolltendazuangewiesenwerden,jedesAnzeicheneinerInfektion

mitzuteilen.

EthnischeGruppe

ACE-HemmerkönnenbeiPatientenmitschwarzerHautfarbehäufigerzuAngioödemenführenalsbeiPatienten

andererHautfarbe.

WieandereACE-HemmersenktRamiprildenBlutdruckbeiPatientenmitschwarzerHautfarbeunterUmständen

wenigerwirksamals beiPatientenmitandererHautfarbe.Dies istmöglicherweiseaufeinehöherePrävalenzvon

niedrigeren Reninwerten beiHypertonikernmitschwarzerHautfarbezurückzuführen.

Husten

WährendderAnwendungvonACE-HemmernwurdedasAuftretenvonHustenbeobachtet.DerHustenist

charakteristischerweiseunproduktiv,anhaltendundverschwindetnachAbsetzenderTherapie.ImRahmeneiner

Differenzialdiagnosesollteein durchACE-HemmerausgelösterHusten in Betrachtgezogenwerden.

ChirurgischeEingriffe/Anästhesie

BeiPatientenmitgroßchirurgischenEingriffenoderwährend derAnästhesiemitblutdrucksenkendenWirkstoffen

blockiertRamiprildieAngiotensin-II-Bildung,diesekundäraufdiekomensatorischeReninsekretion erfolgt.Eine

Hypotonie, beiderdieserMechanismus als Ursacheangenommenwird, kanndurchVolumenexpansion korrigiert

werden.

Hyperkaliämie

BeieinigenPatienten, diemitACE-Hemmern, einschließlichRamipril, behandeltwerden, konnteeineErhöhung

des Serumkaliumspiegels beobachtetwerden.Hyperkaliämie-gefährdetePatienten sind Patienten mit

Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus odersolchemitgleichzeitigerAnwendung von kaliumsparenderDiuretika,

von Kaliumersatzstoffenoderkaliumhaltigen Salzersatzstoffen,bzw. Patienten,dieandereArzneimitteleinnehmen,

diemiteinerErhöhung des Serumkaliumspiegelsverbundensind (z. B. Heparin).EineregelmäßigeKontrolledes

Serumkaliumspiegelswird empfohlen,wenn diegleichzeitigeAnwendung deroben genanntenWirkstoffe

vorgesehen ist(sieheAbschnitt4.5).

Diabetiker

BeiDiabetikern,diemitoralerAntidiabetikaoderInsulinbehandeltwerden,sollteimerstenMonatder

BehandlungmiteinemACE-HemmereinestrengeKontrolledesBlutzuckersdurchgeführtwerden(sieheAbschnitt

4.5).

Lithium

EineKombination von Lithiumund Ramiprilwirdgrundsätzlich nichtempfohlen(sieheAbschnitt4.5).

Kaliumersatzstoffe,kaliumsparendeDiuretika und kaliumhaltigeSalzersatzstoffe

ObwohldieKaliumspiegelinklinischenStudienmitACE-Hemmerngewöhnlichinnerhalbdernormalen

Grenzwertelagen,tratbeieinigenPatientendennocheineHyperkaliämieauf.RisikofaktorenfürdieEntwicklung

einerHyperkaliämiesindNiereninsuffizienz,DiabetesmellitusunddiegleichzeitigeAnwendungvon

kaliumsparenderDiuretika(z.B.Spironolacton,TriamterenoderAmilorid)bzw.vonKaliumersatzstoffenodervon

kaliumhaltigenSalzersatzstoffen.VorallembeiPatientenmitverringerterNierenfunktionkönnen

Kaliumersatzstoffe,kaliumsparenedeDiuretikabzw.kaliumhaltigeSalzersatzstoffezueinererheblichenErhöhung

des Serumkaliumspiegels führen.

DiegemeinsameVerabreichung von Ramiprilund kaliumsparenderDiuretikakann einediuretikainduzierte

Hypokaliämiebeleben.

Hydrochlorothiazid

EingeschränkteNierenfunktion

BeiPatientenmitNierenfunktionsstörungenkönnenThiazidezurAzotämieführen.BeiPatientenmiteiner

eingeschränktenNierenfunktionkanneinekumulierteWirkungdesArzneimittelsauftreten.Solltesicheine

progressiveNiereninsuffizienzentwickeln,diegewöhnlichmiteinemAnstiegdesReststickstoffs(Non-Protein

Nitrogen)einhergeht,isteinesorgfältigeBeurteilungderBehandlungerforderlichundeinAbbruchder

Diuretikatherapiein Betrachtzuziehen (sieheAbschnitt4.3).

EingeschränkteLeberfunktion

BeiPatientenmitLeberinsuffizienzoderprogressivenLeberfunktionsstörungensolltenThaizidenurmitVorsicht

eingesetztwerden,dageringeSchwankungenimFlüssigkeits-undElektrolythaushalteinLeberkomaverursachen

können (sieheAbschnitt4.3).

Metabolischeund endokrineWirkungen

DieBehandlungmitThiazidenkannzueinerverringertenGlukosetoleranzführen.BeiDiabeteskanneine

Dosisanpassung von Insulin oderoralerDiabetikaerforderlichsein.WährendeinerBehandlung mitThiaziden kann

sichein latenterDiabetesmellitus manifestieren.

ErhöhteGlycerin-undTriglyceridwertewerdenmiteinerTriglycerid-DiuretikatherapieinZusammenhang

gebracht.BeieinigenPatienten,diemitThiazid-Diuretikabehandeltwerden,kanneszueinerHyperurikämieoder

einermanifesten Gichtkommen.

Gicht

BeibestimmtenPatientenkanndieBehandlungmitThiazidenHyperurikämieund/oderGichtverursachen.

RamiprilkannjedochdieHarnsäureausscheidungerhöhenundsodiehyperurikämischeWirkungvon

Hydrochlorothiazid abschwächen.

Störungendes Elektrolythaushalts

BeijedemPatienten,dermitDiuretikabehandeltwird,solltendieSerumelektrolyteinangemessenenAbständen

regelmäßig untersuchtwerden.

Thiazide,einschließlichHydrochlorothiazid,könneneinUngleichgewichtimFlüssigkeits-undElektrolythaushalt

(Hypokaliämie,HyponatriämieundhypochlorämischeAlkalose)verursachen.Warnzeichenfüreinengestörten

Flüssigkeits-undElektrolythaushaltsindMundtrockenheit,Durst,Kraftlosigkeit,Lethargie,Schläfrigkeit,

Ruhelosigkeit,MyalgieoderMuskelkrämpfe,Muskelermüdung,Hypotonie,Oligurie,TachykardieundMagen-und

Darmstörungen,wieÜbelkeitund Erbrechen.

ObwohleineHypokaliämiewährendderBehandlung mitThiazid-Diuretikaentstehen kann, istes möglich,eine

diuretikabedingteHypokaliämiedurchdiegleichzeitigeAnwendung von Ramiprilabzuschwächen. BeiPatienten

mitLeberzirrhose, mitrascherDiureseund beiPatienten,beidenenkeineausreichendeoraleAufnahmevon

Elektrolyten gegeben ist, oderdiegleichzeitigmitKortikosteroidenbzw.ACTHbehandeltwerden, istdasRisiko

füreineHypokaliämiebesondershoch (sieheAbschnitt4.5).

BeiheißemWetterkannes beiödematischenPatienten zuHyponatriämiekommen. DerChloridmangelistim

Allgemeinen geringfügig und erfordertkeineBehandlung.

InderRegelkönnenThiazidedieKalziumausscheidung imUrinverringern und einenleichten, vorübergehenden

Anstieg des Serumkalziums verursachen,auch wenn keinebekanntenStörungenimKalziummetabolismus

bestehen.EineausgeprägteHyperkalziämiekannaufverstecktenHyperparathyreoidismus hinweisen.Thiazide

sollten voreinerUntersuchung derNebenschilddrüsenfunktionen abgesetztwerden.Thiazideführenzu erhöhter

renalerMagnesiumausscheidung, dieeineHypomagnesiämiezurFolgehaben kann.

Neutropenie/Agranulozytose

DiefesteKombinationvonRamiprilundHydrochlorothiazidsollteabgesetztwerden,wenneineNutropenie

(Neutrophilzahlkleinerals 1000/mm 3

)festgestelltwird.

Antdoping-Test

Diein diesemArzneimittelenthalteneHydrochlorothiazid kannzu einempositivenUntersuchungsergebnis im

Rahmen einesDoping-Tests führen.

Sonstiges

BeiPatientenmitoderohneVorgeschichtevonallergischemAsthmaoderBronchialasthmakönnen

Überempfindlichkeitsreaktionenauftreten.EswurdevoneinerMöglichkeitderExazerbationoderderAktivierung

von systemischen Lupus Erythematoseberichtet.

DiesesArzneimittelenthältLactose-Monohydrat.

BeiPatientenmiteinerseltenen,vererbten Galaktoseintoleranz, einemLapp-LaktasemangelodereinerGlukose-

Galaktose-Malabsoprtion solltediesesArzneimittelnichtangewendetwerden.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DiefolgendenWechselwirkungenvonRamipril/Hydrochlorothiazid-TablettenundanderenACE-Hemmernoder

Arzneimitteln mitdemBestandteilHydrochlorothiazid wurdenbeobachtet.

Ramipril

Diuretika

ErhälteinPatient,dermitRamiprilbehandeltwird,zusätzlicheinDiuretikum,istdieantihypertensiveWirkungin

derRegeladditiv.

BeiPatienten, diebereits mitDiuretikabehandeltwerden, und insbesonderebeisolchen,beidenenerstvorkurzem

mitderBehandlung begonnen wurde, kannes gelegentlichzu einemübermäßigenBlutdruckabfallkommen, wenn

Ramiprilzusätzlichverabreichtwird.DieMöglichkeitdesAuftretenseinersymptomatischenHypotonieunter

Ramiprilkann vermindertwerden, indemdasDiuretikumvorBeginnderBehandlung mitRamiprilabgesetztwird

(sieheAbschnitt4.4).

NichtsteroidaleentzündungshemmendeAntirheumatika (NSAR)einschließlichAcetylsalicylsäure<3 g/Tag

DiechronischeVerabreichungvonNSARskanndieblutdrucksenkendeWirkungeinesACE-Hemmersreduzieren.

NSARsundACE-HemmerhabenkeineadditiveWirkungaufdieErhöhungdesSerumkaliumsundkönnenzu

einerVerschlechterung derNierenfunktion führen.DieseWirkungen sind in derRegelreversibel. Inseltenen Fällen

kanneinakutesNierenversagenauftreten,besondersbeiPatientenmitbeeinträchtigterNierenfunktion,z.B.bei

älteren Patienten und PatientenmitWasserverlust.

AndereAntihypertensiva

DiegleichzeitigeAnwendungdieserArzneimittelkanndieblutdrucksenkendeWirkungvonRamiprilerhöhen.Die

gleichzeitigeAnwendungmitGlyceriltrinitratundanderenNitratenoderanderenVasodilatorenkannden

Blutdruck weitersenken.

TrizyklischeAntidepressiva/Antipsychotika /Anästhetika

DiegleichzeitigeAnwendungbestimmterAnästhetika,trizyklischerAntidepressivaundAntipsychotikamiteinem

ACE-Hemmerkann zu einemweiterenAbfalldes Blutdrucks führen (sieheAbschnitt4.4).

Sympathomimetika

SympathomimetikakönnendieblutdrucksenkendeWirkungvonACE-Hemmernreduzieren:diePatientenmüssen

genau überwachtwerden.

Antidiabetika

AusepidemiologischenStudienhabensichHinweiseergeben,dassdiegleichzeitigeAnwendungvonACE-

HemmernundAntidiabetika(Insulin,oralehypoglykämischeWirkstoffe)zueinererhöhtenblutzuckersenkenden

WirkungmitdemRisikofüreineHypoglykiämieführenkann.DiesesPhänomenschienindenerstenWochen

einerkombinierten Behandlung und beiPatientenmitNiereninsuffizenzwahrscheinlicher.

Nitrate,Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und/oder Beta-Blocker

RamiprilkanngleichzeitigmitAcetylsalicylsäure(kardiologischeDosis),Thrombolytika,Beta-Blockernund/oder

Nitratenverabreichtwerden.

Allopurinol

DiegleichzeitigeVerabreichungvonACE-HemmernundAllopurinolerhöhtdasRisikofürNierenversagenund

kannzu einemerhöhten Leukopenie-Risiko führen.

Ciclosporin

DiegleichzeitigeVerabreichungvonACE-HemmernundCiclosporinerhöhtdasRisikofürNierenversagenund

Hyperkaliämie.

Lovastatin

DiegleichzeitigeVerabreichung vonACE-Hemmernund Lovastatin erhöhtdasRisiko einerHyperkaliämie.

Procainamid,Zytostatika oder Immunsuppressiva

DiegleichzeitigeVerabreichung vonACE-Hemmernkann zu einemerhöhtenLeukopenie-Risiko führen.

Hämodialyse

Ramipril/HydrochlorothiazidistbeiDialysepatientennichtindiziert,daeinhäufigesAuftretenvon

anaphylaktoidenReaktionenbeiPatientenbeobachtetwurde,beideneneineDialysemitHigh-Flux-Membran

erfolgteund diegleichzeitig einenACE-Hemmererhielten. DieseKombination solltevermieden werden.

Hydrochlorothiazid

AmphotericinB (parental), Carbonoxolon, Kortikosteroide, Kortikotropin (ACTH)oder stimulierendeLaxanzien

Hydrochlorothiazid kannElektrolytstörungen verursachen, insbesondereHypokaliämie.

Kalziumsalze

AufgrundeinerverringertenAusscheidungkanndiegleichzeitigeVerabreichungvonThiazid-Diuretikazueinem

Anstieg desSerumkalziums führen.

Herzglykoside

ErhöhtesRisiko einerDigitalis-Intoxikation inVerbindung miteinerThiazid-induziertenHypokaliämie.

Cholestyraminharz und Colestipol

DiesekönnendieAbsorptionvonHydrochlorothiazidverringernoderverlangsamen.DahersolltenSulfonamid-

DiuretikamindestenseineStundevoroder4 bis 6 StundennachdiesemArzneimitteleingenommen werden.

Nicht-depolarisierendeMuskelrelaxanzien(z.B. Tubocurarinchlorid)

DieWirkungdiesesArzneimittelskann durchHydrochlorothiazid verstärktwerden.

Arzneimittel, diemitTorsadesdepointesin Zusammenhangstehen

ImFalleeinergleichzeitigenVerabreichung von Hydrochlorothiazid mitArzneimitteln, diemitTorsades depointes

in Zusammenhang stehen, z. B. einigeAntipsychotikaund andereArzneimittel,diebekanntermaßenTorsades de

pointes induzieren, istwegendes Hypokaliämie-RisikosVorsichtgeboten.

Sotalol

Thiazid-induzierteHypokaliämiekanndas Risiko füreinesolatolinduzierteArrhytmieerhöhen.

Ramipril/Hydrochlorothiazid

KaliumhaltigeNahrungsergänzungsmittel, kaliumsparendeDiuretikaoder kaliumhaltigeSalzersatzstoffe

ObwohldieKaliumspiegelin klinischenStudien mitACE-Hemmern möglicherweiseinnerhalb normaler

Grenzwertelagen, tratbeieinigen Patienten Hyperkaliämieauf. RisikofaktorenfürdieEntwicklungvon

Hyperkaliämiesind Niereninsuffizienz, Diabetesmellitus und diegleichzeitigeVerabreichung kaliumsparender

Diuretika(z. B. Spironolacton,Triametren oderAmilorid), Kaliumersatzstoffenoderkaliumhaltigen

Salzersatzstoffen.VorallembeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion könnenKaliumersatzstoffe,

kaliumsparendeDiuretikaoderkaliumhaltigeSalzersatzstoffezu einemerheblichenAnstieg des

Seriumkaliumspiegels führen.

DiegemeinsameVerabreichung von Ramiprilmiteinemkaliumsparenden Diuretikumkanneine

diuretikainduzierteHypokaliämieabschwächen.

Lithium

BeigleichzeitigerVerabreichungvonLithiummitACE-HemmernwurdevonreversiblenErhöhungender

SerumlithiumkonzentrationundderLithiumtoxizitätberichtet.DiegleichzeitigeAnwendungvonThiazid-

DiuretikakanndasRisikoeinerLithiumtoxizitäterhöhenundeinebereitserhöhteLithiumtoxizitätmitACE-

Hemmernnochweiterverstärken.DieAnwendungvonRamiprilmitLithiumwirdnichtempfohlen.Wirddie

Kombinationdennochfürnotwendigerachtet,solltendieSerumlithiumwertesorgfältigüberwachtwerden(siehe

Abschnitt4.4).

Trimethoprim

DiegleichzeitigeVerabreichungvonACE-HemmernundThiazidenmitTrimethoprimerhöhtdasRisikoeiner

Hyperkaliämie.

OraleAntidiabetika (z.B. Sulfonylharnstoff/Biguinaide, wieMetformin), Insulin

HydrochlorothiazidkannunterUmständendieWirkungdieserArzneimittelverringernundRamiprilkanndie

hypogykämischeWirkung verstärken.

Natriumchlorid

VerringertdieblutdrucksenkendeWirkungderfestenKombination von Ramiprilund Hydrochlorothiazid.

BehandlungmithochdosiertenSalicylaten (>3 g/Tag)

Hydrochlorothiazid kanndietoxischeWirkung Salicylaten aufdas ZNSpotenzieren.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft:

DieAnwendungvonACE-HemmernwirdimerstenSchwangerschaftstrimesternichtempfohlen(sieheAbschnitt

4.4).DieVerabreichungvonACE-HemmernwährenddeszweitenunddrittenSchwangerschaftstrimestersist

kontraindiziert(sieheAbschnitt4.3 und 4.4).

DerepidemiologischeNachweisbezüglich desTeratogenitätsrisikos nach einerBehandlungmiteinemACE-

Hemmerimersten Schwangerschaftstrimesteristnichtschlüssig,jedoch kannein leichterhöhtesRisiko nicht

ausgeschlossenwerden. SoferndieFortsetzungderBehandlungmiteinemACE-Hemmernichtunumgänglichist,

solltevoreinergeplanten SchwangerschaftaufeinealternativeantihypertensiveTherapieumgestelltwerden, die

ein bewährtes SicherheitsprofilfürdieAnwendung in derSchwangerschaftbesitzt. Sobald eineSchwangerschaft

diagnostiziertwurde, solltedieBehandlung miteinemACE-Hemmersofortabgesetztund gegebenenfalls eine

alternativeTherapieeingeleitetwerden.

Es istbekannt, dass dieTherapiemiteinemACE-Hemmerwährenddes zweitenoderdrittenTrimesters fetotoxisch

wirkt(Nierenfunktionsstörungen,Oligohydramnion,Verlangsamung derSchädel-Ossifikation)und beim

Neugeborenen toxischeWirkungen (wieNierenversagen,Hypotonie, Hyperkaliämie)auslösen kann. (Siehe

Abschnitt5.3). SollteeineBehandlung mitACE-Hemmern ab demdrittenSchwangerschaftstrimesterdurchgeführt

wordensein, werden eineUltraschalluntersuchung derNierenfunktion und ein EEGempfohlen. Säuglinge, deren

MüttermitACE-Hemmernbehandeltwurden,sollten sorgfältig aufHypotonieuntersuchtwerden(sieheAbschnitt

4.3 und 4.4).

Stillzeit:

DanurunzureichendeInformationen überdieAnwendung von Ramiprilwährend derStillzeitvorhanden sind

(sieheAbschnitt5.2), wirddieAnwendung von [Arzneimittel]nichtempfohlenund es sollteeinealternative

Behandlung vorgezogenwerden, dieeinbewährtes SicherheitsprofilfürdieAnwendung während derStillzeit,

insbesonderejedochwährendderStillzeitvon Neugeborenenund Frühgeborenen, besitzt.

Hydrochlorothiazid:

FürdieAnwendung von Hydrochlorothiazid währendderSchwangerschaft, vorallemimerstenTrimester, liegen

nurwenigeErkenntnissevor.Tierstudien sind nurunzureichend vorhanden.

HydrochlorothiazidpassiertdiePlazenta.DieAnwendungvonHydrochlorothiazidwährenddeszweitenund

drittenTrimesterskannwegenderWirkungvonHydrochlorothiazidausgehendvonseinempharmakologischen

MechanismuseinenEinflussaufdiefetoplazentarePerfusionhabenundfetalebzw.neofetaleAuswirkungen,wie

Ikterus,StörungenimElektrolythaushaltundThrombozytopenieverursachen.

Hydrochlorothiazid solltenichtbeiPatientenmitSchwangerschaftsödem, Bluthochdruckund Präeklampsiein der

Schwangerschaftangewendetwerden, daein Risiko fürvermindertesPlasmavolumen und plazentare

Hypoperfusion ohneeinenbegünstigenden EffektaufdenKrankheitsverlaufvorliegt.

Hydrochlorothiazid solltenichtzurBehandlungvon starkemBluthochdruck beischwangerenFrauen angewendet

werden, ausgenommenin seltenen Fällen, wennkeineandereBehandlungmöglich ist.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvonMaschinen

RamiprilCompKSKwirktsichimgeringenbismoderatenMaßaufdieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvon

Maschinenaus.DurchindividuellauftretendeReaktionenkanndieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvon

Maschinenbeeinträchtigtwerden,wennkeinfesterFußhaltvorhandenist.DasgiltvorallembeiBeginnder

Behandlung,nacheinerDosiserhöhung,beieinemPräparatwechseloderbeidergleichzeitigenEinnahmevon

Alkohol.

4.8 Nebenwirkungen

DiefolgendenNebenwirkungenwurdeninVerbindungmitderBehandlungmitACE-Hemmern,Ramipriloder

Hydrochlorothiazid beobachtet.

NachBeginnderBehandlungoderDosissteigerungistschwereHypotonieaufgetreten.Davonsindvorallem

bestimmteRisikogruppenbetroffen(sieheAbschnitt4.4).SymptomewieSchwindelgefühl,allgemeine

Kraftlosigkeit,verschwommenerBlicktreteninseltenenFällenmitOhnmacht(Synkopen)auf.Einzelfällevon

Tachykardie,Palpitationen,Anginapectoris,Herzinfarkt,schwereHypotoniemitSchock,transitorischen

ischämischenAttackenundHirnblutungsowieischämischerHirninfarktwurdenbeiACE-HemmerninVerbindung

mitHypotoniebeobachtet.

Häufigkeit/

Organsystemklasse Häufig (>1/100, <1/10) Gelegentlich

(>1/1000, <1/100) Selten(>1/10000, <1/1000) Sehrselten(>1/10000),

einschließlichEinzelfälle

Störungen imBlut-

und Lymphkreislauf Verminderung des

Hämoglobinsund Hämatokrits,

Leukopenie,

Thrombozytopenie Agranulozytose,

Panzytopenie,

Eosinophilie,

hämolytischeAnämiebei

Patienten mitG6-PDH-

Defizienz

Stoffwechsel-und

Ernährungsstörunge

Hypokaliämie,

Hyperurikämiemit

Erhöhung des

Blutharnstoffsund

Kreatinins,

Hyperglykämie, Gicht Hyperkaliämie,

Hyponatriämie,

Hypomagnesiämie,

Hyperchlorämie,

Hyperkalziämie Störungen desFlüssigkeits-

und Elektrolythaushalts

(besondersbeiPatienten mit

bestehender

Nierenerkrankung),

Hypochlorämie, metabolische

Alkalose ErhöhteTriglyceride,

Hypercholesterinämie,

Erhöhung der

Serumamylase,

Verschlechterung der

Diabeteserkrankung

Psychische

Erkrankungen Apathie, Nervosität Angstzustände,Verwirrtheit,

Depressionen, Schlafstörungen

Erkrankungen des

Nervensystems Schwindelgefühl,

Müdigkeit,

Kopfschmerzen,

Kraftlosigkeit Schläfrigkeit Ruhelosigkeit,

Geruchwahrnehmungsstörunge

n, Gleichgewichtsstörungen,

Parästhesie

Erkrankungen der

Augen Konjunktivitis,

Blepharitis vorübergehendeMyopie,

verschwommenerBlick

Erkrankungen der

Ohren Tinnitus

Herzerkrankungen Synkope Anginapectoris,

Herzinfarkt,Arrhytmie,

Palpitationen,

Tachykardie

Gefäßerkrankungen Hypotonie (nicht

angioneurotisches)

Knöchelödem thromboembolische

Erkrankung Transienteischämische

Attacken, Hirnblutungen,

Verschlechterung des

Raynaud-Syndroms,

Vaskulitis, venöse

Erkrankungen,

Thrombose, Embolie

Erkrankungen der

Atemwege,des

Brustraumesund

Lungen Husten, Bronchitis Dysponie, Sinusitis, Rhinitis,

Pharyngitis, Glossitis,

Bronchospasma,allergische

Lungenerkrankung AngioneurotischesÖdem

mittödlicherBlockierung

derAtemwege 1)

,

Lungenödemaufgrund

von Hypersensibilität

gegen Hydrochlorothiazid

Magen-Darm-

Erkrankungen Nausea,

Bauchschmerzen,

Erbrechen,

Verdauungsstörungen epigastrische

Krämpfe, Durst,

Verstopfung,

Durchfall,

Appetitlosigkeit trockenerMund, Erbrechen,

Geschmacksstörungen,

Entzündungen derMund-und

Zungenschleimhaut,

Sialadenitis, Glossitis Ileus, (hämorrhagische)

Pankreatitits

Erkrankungen der

Leber-und

Gallenfunktion Erhöhung desAnteilsder

Leberenzymeund/oder

Serabilirubin 2) Cholestatischer

Ikterus/Gelbsucht 2)

,

Hepatitis, Cholezystitis

(beivorliegender

Cholelithiase),

Lebernnekrose

Erkrankungen der

Haut-und Unterhaut (allergischeReaktionen

wie)Hautausschlag Lichtempfindlichkei

t, Pruritus,Urtikaria Hautrötungenmit

Hitzewallungen, Diaphorese,

angioneurotischesÖdem Erythemamultiforme,

Stevens-Johnson-

Syndrom,toxisch-

epidermaleNekrolyse,

psoriasiformeund

pemphigoide

Hauterkrankungen,lupus

erythematosus,Alopezie,

Verschlechterung von

Psoriasis,Onycholyse

Erkrankungen des

Muskel-und

Bindegewebes Muskelkrämpfe, Myalgie,

Arthralgie, Muskelschwäche,

Arthritis Lähmung

Erkrankungen der

Nieren-und

Harnwege Proteinurie Verschlechterungder

Nierenfunktion,Erhöhung des

Blut-Harnstoff-Stickstoffs

(BUN)und Serumkreatinins,

Dehydrierung (akute)

Niereninsuffizienz,

nephrotischesSyndrom,

interstitielleNephritis,

Oligurie

Erkrankungen der verminderteLibido Impotenz

Geschlechtsorgane

und derBrust

Allgemeine

Erkrankungen

Beschwerden am

Verabreichungsort Anaphylaktische

Reaktionen,

angioneurotisches

Ödem 1)

ErhöhtesAuftretenangioneurotischerÖdemebeischwarzhäutigenMenschen.ACE-Hemmertratenbeieinerkleinen

GruppevonPatienteninVerbindungmitdemAuftretenangioneurotischerÖdemeimGesichtundimMund-Rachenraumauf.

BeimAuftretenvonGelbsuchtodererhöhtenLeberlaborwertenistdringendeinArztaufzusuchen.

BeimAuftretenvonakutenHautreaktionensuchenSiebitteumgehendeinenArztauf.

EswurdeeinSymptomkomplexmiteinemodermehrerendernachfolgendgenanntenSymptomebeobachtet:

Fieber,Venenentzündung(Vaskulitis),Muskelschmerzen(Myalgie),Gelenkschmerzen/-entzündung

(Arthralgia/Arthritis),positiveantinukleäreAntikörper(ANA),erhöhteBlutsenkungsrate,erhöhteAnzahlan

weißenBlutzellen(EosinophileundLeukozyten),Hautausschlag,erhöhteLichtempfindlichkeit.Weitere

Hautreaktionensind möglich.

4.9 Überdosierung

Symptome

AbhängigvomAusmaßderÜberdosierungkönnendiefolgendenSymptomeauftreten:verzögerteDiurese,

Elektrolytstörungen,schwereHypotonie,Bewusstseinsstörungen(einschließlichKoma),Konvulsionen,Paresen,

Herzrhythmusstörungen,Bradykardie, Kreislaufschock, Niereninsuffizienzund paralytischerIleus.

Behandlung

BeiÜberdosierungbzw.IntoxikationrichtetsichdieBehandlungnachderArtunddemZeitpunktderEinnahme

sowienachderArtunddemSchweregradderSymptome.NebenallgemeinenMaßnahmen(zurVermeidung

einerAufnahmedurchMagenspülungundVerabreichungvonAktivkohle,BeschleunigungdesDurchgangsmit

Natriumsulfat)müssengegebenenfallsunterintensiver,medizinischerAufsichtdiewichtigenParameter

überwachtundunterstützendeMaßnahmeneingeleitetwerden.DerRamipril-Bestandteilistnurseltendurch

Dialyseeliminierbar(sieheAbschnitt4.4AnaphylaktischeReaktionenbeiHämodialysepatienten).

BeiHypotoniesolltezunächsteineKochsalzsubstitution erfolgen.Wenn derPatientnichtangemessendarauf

anspricht, können zusätzlich Katecholamineintravenös verabreichtwerden.Auch eineAngiotensin-II-

Behandlung istin Betrachtzu ziehen.

BeirefraktärerBradykardiesollteeineSchrittmachertherapieerfolgen.

DerWasser-, Elektrolyt-und Säure-/BasenhaushaltsowieBlutzuckerund Urin müssen konstantüberwacht

werden.

ImFalleeineslebensbedrohlichen angioneurotischenÖdems derZunge, derGlottis und/oderdes Kehlkopfes

wirddiefolgendeNotfallbehandlung empfohlen:

SofortigesubkutaneVerabreichung von 0,3 bis 0,5 mgAdrenalin oderlangsameintravenöseVerabreichung von

Adrenalin untergleichzeitigerEKG-Überwachung und Blutdruckmessung.

IntravenöseoderintramuskuläreVerabreichung von Glukokortikoiden.

AuchdieintravenöseVerabreichung vonAntihistaminenwird empfohlen.

Wenn ein bekannterC1-Inaktivator-Mangelbesteht, kannzusätzlichzurVerabreichung vonAdrenalin auch ein

C1-Inaktivatorin Erwägung gezogen werden.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:ACE-Hemmerund Diuretika

ATC-Code:C09BA05

DieTablettenderfestenKombinationvonRamipril/Hydrochlorothiazidhabeneineantihypertensive

unddiuretischeWirkung.InderantihypertensivenBehandlungkönnenRamiprilund

HydrochlorothiazideinzelnoderinKombinationverabreichtwerden.Dieblutdrucksenkenden

EigenschaftenderbeidenWirkstoffeergänzensich.DieantihypertensivenWirkungenderbeiden

Substanzensindnahezuadditiv,wobeiRamiprildenmitHydrochlorothiazideinhergehenden

Kaliumverlustabschwächen kann.

Ramipril

Ramiprilat,dasaktiveStoffwechselproduktdesProdrugRamipril,hemmtdasEnzym

DipeptidylcarboxypeptidaseI(Synonyme:AngiotensinkonvertierendesEnzym,KininaseII).Dieses

EnzymwirdimPlasmakatalysiert,wodieGewebeumwandlungvonAngiotensinIindenaktiven

VasokonstriktorAngiotensin IIsowiederAbbau desaktivenVasodilatorsBradykininstattfindet.

DieverminderteBildung vonAngiotensin IIund dieHemmung desAbbaus von Bradykinin führen zur

Vasodilatation.

DaAngiotensin IIauch dieFreisetzungvonAldosteronstimuliert, führtRamiprilatzu einerverringerten

Anzahldes freigesetztenAldosterons.AusTierversuchen zeigtsich,dass dieerhöhteBradykinin-

Aktivitätwahrscheinlichzu einerkardioprotektivenund endothelprotektivenWirkungbeiträgt.In

welchemMaßediesauch fürbestimmteGegenwirkungen verantwortlichist(z. B. trockenerHusten),ist

bishernochungeklärt.

DieAnwendung von Ramiprilführtzu einerdeutlichenVerringerung derperipherenArterienresistenz.

InderRegeltretenkeinegrößerenVeränderungendes Nierenplasmaflussesund derglomerulären

Filtrationsrateauf.

DieVerabreichungvonRamipril-TablettenführtbeiPatientenmitHypertoniezueinerSenkungdes

BlutdrucksimStehenundimLiegen,ohnedassdabeidieHerzfrequenzkompensatorischansteigt.Die

antihypertensiveWirkungstelltsichbeidenmeistenPatienteninnerhalbvon1bis2Stundennachder

VerabreichungeinerEinzeldosisein.DiehöchsteWirkungwird3-6StundennachderEinnahmeeiner

Einzeldosisbeobachtet.DienacheinerEinzeldosisfolgendeantihypertensiveWirkungbleibtinder

Regelfür24Stundenbestehen.WährendderfortlaufendenBehandlungmitRamiprilstelltsichdie

höchsteblutdrucksenkendeWirkungnach2bis4Wochenein.Eswurdegezeigt,dassdie

antihypertensiveWirkung beieinerBehandlungsdauervon2Jahrenlangfristigaufrechterhaltenwerden

konnte.EinabrupterAbbruchderTherapiemitRamiprilhatkeineunmittelbareundübermäßige

Rückwirkung aufden Blutdruck.

Hydrochlorothiazid

HydrochlorothiazidisteinThiazid-Diuretikum,dasdieRückresorptionvonNatriumundChloridim

distalenTubulushemmt.DieerhöhteNierenausscheidungdieserIonenwirdvoneinererhöhten

Urinausscheidungbegleitet(aufgrundderosmotischenBindungvonWasser).DieAusscheidungvon

KaliumundMagnesiumerhöhtsich,währenddieAbsonderungvonHarnstoffsäureverringertwird.

EinehoheDosierungverursachteinezunehmendeBikarbonatausscheidungundbeieinerlangfristigen

Behandlung eineverringerteAusscheidung von Kalzium.

Diefolgenden antihypertensivenWirkungsmechanismen von Hydrochlorthiazid sind möglich:

veränderterNatriumhaushalt, Reduzierung des extrazellulärenWasser-und Plasmavolumens,

Veränderung derrenalenvaskulären Resistenzsowieein verminderteAnsprechbarkeitaufNoradrenalin

undAngiotensin II.

DieAbsonderungvonElektrolytenundWasserbeginntungefähr2StundennachderEinnahme.Die

höchsteWirkungwirdnach3-6Stundenerzieltundhältetwafür6-12Stundenan.Dieantihypertensive

Wirkungzeigtsichnachetwa3-4Tagenund kann bis zu 1WochenachAbsetzen derTherapieanhalten.

BeiderlangfristigenBehandlung wird dieblutdrucksenkendeWirkung auch beieinerDosierung erzielt,

diegeringerals dieDosis zurErzielung einerdiuretischenWirkungist. DieblutdrucksenkendeWirkung

wird von einerleichtenErhöhung derFilterfraktion, derrenalenGefäßresistenzsowiederPlasma-

Renin-Aktivitätbegleitet.

EinehoheEinzeldosis von Hydrochlorothiazid führtzueinerReduktion des Plasmavolumens, der

glomerulärenFiltrationsrate,des Nierenplasmaflussesund des durchschnittlichenArterienblutdrucks.In

derlangfristigenBehandlung mitniedrigerDosis bleibtdas Plasmavolumen gering,wobeisich die

Herzleistung und dieglomeruläreFiltrationsratewiederaufdenWertzu BeginnderBehandlung

normalisieren.DerdurchschnittlichenArterienblutdruck und diesystemischeGefäßresistenzbleiben

gering.

Thiazid-DiuretikakönnendieMuttermilchproduktion hemmen.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Ramipril

DieResorptionvonRamiprilnachoralerGabeerfolgtschnell.AusgehendvonderausdemUrin

gewonnenenRadioaktivität,dienureinenEliminierungswegdarstellt,werdenetwa56%des

verabreichtenRamiprilaufgenommen.DiegleichzeitigeAufnahmevonNahrunghatpraktischkeinen

Einfluss aufdieResorption.

Ramiprilistein Prodrug und wird fastvollständig durch denFirst-Pass-Metabolismus in derLeberin

denaktiven Metaboliten Ramiprilatüberführt(Hydrolyse,bevorzugtin derLeber).Neben der

Aktivierung zu Ramiprilatwird Ramiprilglukuronidiertund zu Diketopiperazinsäure(Ester)

umgewandelt.Auch Ramiprilatwird glukuronidiertund zu Diketopiperazinsäure(Säure)umgewandelt.

Aufgrund derausgeprägtenFirst-Pass-Aktivierung/Metabolisierung des Prodrugbeträgtdie

Bioverfügbarkeitvon RamiprilnachoralerGabeetwa20 %. DieBioverfügbarkeitvon Ramiprilat

beträgtnachoralerGabevon 2,5 mg und 5 mg etwa45 %imVergleichzurBioverfügbarkeitnach

intravenöserGabederselbenDosis von Ramipril.

DiehöchstePlasmakonzentration nachderoralen Gabewirdinnerhalb von 1 Stundeerzielt. Diehöchste

Plasmakonzentration von Ramiprilatwird 2-4 Stunden nachoralerGabevon Ramiprilerreicht. Die

Eliminationhalbwertszeitvon Ramiprilbeträgtetwa1 Stunde. Nach derintravenösenGabeistdas

Verteilungsvolumenvon Ramipriletwa90 l(1,21 l/kg)und das von Ramiprilatetwa500 l(6,7l/kg).

DerGrad derPlasmaproteinbindung von Ramiprilund Ramiprilatliegtbeietwa73 %bzw. 56 %.

VersuchemitstillendenTierenhaben gezeigt, dass RamiprilüberdieMuttermilchausgeschieden wird.

DieVerringerung derPlasmakonzentration von Ramiprilaterfolgtin mehrerenPhasen.Indenersten

Verteilungs-und EliminationsphasensinktdieRamiprilat-Plasmakonzentration miteinerHalbwertszeit

von 3 Stunden. Es folgteineÜbergangsphasemiteinerHalbwertszeitvon etwa15 Stundenund einer

abschließendenPhasemitsehrniedrigenRamiprilat-Plasma-Konzentrationen und einerHalbwertszeit

von 4 bis 5Tagen. DieabschließendePhaseistbedingtdurch dielangsameDissoziation von Ramiprilat

ausderengen abergesättigtenBindung an dasACE.Trotzderlangenterminalen Halbwertszeitistdas

Fließgleichgewicht(steadyrate)mitgleichbleibenden Ramiprilat-Plasmakonzentrationen beieiner

Mehrfachgabevon 2,5 mg Ramiprilund mehrnach etwa4Tagen erreicht. DieeffektiveHalbwertszeit

beträgtdemnachbezogen aufdieDosierung 13 bis 17 Stunden nach Mehrfachgabe.

NachoralerGabevon10mgradioaktivmarkiertenRamiprilswerdenetwa40%mitdenFäzesund

etwa60%mitdemUrinausgeschieden.AuchnachintravenöserGabevonRamiprilwerdenzwischen

50und60%derDosisalsRamiprilundseineMetabolitenimUrinwiedergefundenundetwa50%

wurdenoffensichtlichnichtüberdieNiereausgeschieden.WirdRamiprilatintravenösgegeben,finden

sichca.70%derDosisalsRamiprilatundseineMetabolitenimUrinwieder.Entsprechendwirdsomit

einRamipril-Anteilvon30%nichtrenalausgeschieden.BeiPatientenmitGallengangsdrainage

wurdeninnerhalbderersten24StundennachoralerEinnahmevon5mgRamiprilnahezugleiche

DosisanteilevonRamiprilundseinenMetabolitenimUrinundinderGallenflüssigkeit

wiedergefunden.Etwa80bis90%derimUrinundinderGallenflüssigkeitausgeschiedenen

MetabolitenwurdenalsRamiprilatoderMetabolitenvonReamiprilatidentifiziert.DerAnteilvon

RamiprilGlukonoidundRamiprilDiketopiperazinlagbeica.10-20%derGesamtmenge,wobeider

nichtmetabolisierteAnteilvon Ramipriletwa2 %betrug.

DiePharmakokinetik von Ramiprilund RamiprilatbeigesundenErwachsenen imAltervon 65 bis 75

Jahren warenähnlich dererbeigesundenJugendlichen.

BeiPatienten miteinerNiereninsuffizienzistdieNierenausscheidungvon Ramiprilatvermindert.Die

renaleRamiprilat-ClearancenimmtproportionalzurKreatinin-Clearanceab.Daraus resultieren erhöhte

Ramipril-Plasma-Konzentrationen,dielangsamerabklingen, als beiPatientenmitnormaler

Nierenfunktion.

EineeingeschränkteLeberfunktion führtbeihohen Dosen (10 mg)zu einerverzögertenAktivierung

von Ramiprilzu Ramiprilatund einererhöhtenRamipril-Plasma-Konzentration. DieElimination von

Ramiprilatwird verlangsamt.

BeigesundenErwachsenen,hypertensivenPatientenundbeiPatientenmitHerzinsuffizienzwurdenach

einerzweiwöchentlichenBehandlungmit5mgRamiprileinmaltäglichkeinerelevanteAnsammlung

von RamipriloderRamiprilatbeobachtet.

Stillzeit:

NacheinmaligerEinnahmevon10mgRamiprilkonntederWirkstoffinderMuttermilchnicht

nachgewiesen werden.DieWirkung beiwiederholterEinnahmeistjedochnichtbekannt.

Hydrochlorothiazid

HydrochlorothiazidwirdnachoralerGabezuetwa70%resorbiertunddieBioverfügbarkeitbeträgt

etwa70%.HöchstePlasmakonzentrationenvon70ng/mlwerdeninnerhalbvon1,5bis4Stundennach

oralerGabevon12,5mgHydrochlorothiaziderreicht.MaximalePlasmakonzentrationenvon142ng/ml

werdeninnerhalbvon2bis5StundennachoralerGabevon25mgHydrochlorothiaziderreicht.

HöchstePlasmakonzentrationenvon260ng/mlwerdeninnerhalbvon2bis4StundennachderGabe

von50mgHydrochlorothiaziderreicht.Hydrochlorothiazidwirdzuetwa40%anPlasmaproteine

gebunden. Hydrochlorothiazid wirdin geringen Mengen überdieMuttermilchausgeschieden.

Hydrochlorothiazid wirdnahezu vollständigunverändertrenalausgeschieden(mehrals95 %). Nach

oralerGabeeinerEinzeldosis werden50 bis 70 %derDosis innerhalb von 24 Stunden ausgeschieden.

DasArzneimittelerscheintbereitsnach60MinutennachderEinnahmeinnachweisbarenMengenim

Urin.DieEliminationshalbwertzeitvonHydrochlorothiazidbewegtsichineinemBereichvon5bis15

Stunden.

BeiNiereninsuffizienzkann es zu einerverringertenAusscheidung und einerverlängerten

Halbwertszeitkommen.DierenaleHydrochlorothiazid-ClearanceweistdabeieineengeKorrelation zur

Kreatinin-Clearanceauf.BeiPatientenmiteinerglomerulären Filtrationsratevon wenigerals

10mg/min konnten nurnoch 10 %dereingenommenen Dosis imUrin nachgewiesen.Jüngere

Untersuchungenweisendaraufhin, dass dieAusscheidungzumTeilüberdenGallenweg erfolgt.

BeiLeberzirrhosezeigtensichkeinerelevantenVeränderungeninderPharmakokinetikvon

Hydrochlorothiazid.UntersuchungenderKinetikvonHydrochlorothiazidbeiPatientenmit

Herzinsuffizienzliegen nichtvor.

Ramiprilund Hydrochlorothiazid

DiegleichzeitigeVerabreichungvonRamiprilundHydrochlorothiazidhatkeinenEinflussaufdie

BioverfügbarkeitdereinzelnenWirkstoffe.DiefesteKombinationvon5mgRamiprilund25mg

HydrochlorothiazidsowiedieentsprechendfreieKombinationvon5mgRamiprilund25mg

Hydrochlorothiazid sind bioäquivalentzu betrachten.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

AusgehendvondentraditionellenStudienderSicherheitspharmakologie,derToxizitätbeiwiederholter

Verabreichung,derGenotoxizitätunddeskanzerogenenPotenzialslassendiepräklinischenDatenkeine

besonderenGefahrenfürdenMenschenerkennen.BeiTierversuchenhabendieACE-Hemmernegative

AuswirkungenaufdiespätfötaleEntwicklung,diezumToddesFötusundkongenitalenFolgenführen,

insbesondereinBezugaufdenSchädel.EswurdeauchvonFetotoxizität,intrauterinen

WachstumsstörungenundPatentductusarteriosusberichtet.DieseEntwicklungsanomalienwerden

teilweiseaufdiedirekteWirkungvonACE-HemmernaufdasfötaleAngiontensin-Renin-Systemund

teilweiseaufdieIschämie,verursachtdurchmütterlicheHypotonieundVerschlechterungenim

fetoplazentärenBlutflussundinderSauerstoff-Nährstoff-VersorgungdesFötus,zurückgeführt(siehe

Abschnitt4.6).

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

PrägelatinierteStärke

Natriumstearylfumarat

Natriumwasserstoffcarbonat

Laktose-Monohydrat

Croscarmellose-Natrium

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtbekannt.

6.3 DauerderHaltbarkeit

2 Jahre

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Nichtüber30°Clagern.

6.5 ArtundInhaltdes Behältnisses

Blisterpackungen(Aluminium/Aluminium)und/oderPP-TablettenbehältermitTrockenmittel

(Siliziumgel)und LDPE-Kappe.

10, 14, 20, 28, 30, 42, 50, 98 und 100Tabletten.

NichtallePackungsgrößen sind erhältlich.

6.6 VorschriftenzurAnwendung undHandhabung, <Entsorgung>

KeinebesonderenVorschriften.

7. INHABERDERZULASSUNG

KSK-PharmaVertriebsAG

Finkenstrasse1

D-76327 Pfinztal-Berghausen

Deutschland

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

2,5/12,5 mg: 62281.00.00

FürDänemark:

2,5/12,5 mg: 36351

9. DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDERZULASSUNG

24.06.2005/28.08.2008

10. STANDDERINFORMATIONEN

März2010

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