Pan-Ophtal Augentropfen

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Dexpanthenol
Verfügbar ab:
Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik Gesellschaft mit beschränkter Haftung
ATC-Code:
S01XA12
INN (Internationale Bezeichnung):
dexpanthenol
Darreichungsform:
Augentropfen
Zusammensetzung:
Dexpanthenol 50.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
6010636.00.01

S. 1 von 5

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Pan-Ophtal

®

Augentropfen

1 ml Augentropfen enthält 50 mg Dexpanthenol.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben

bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes, Apothekers oder des medizinischen Fachpersonals

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Fragen

Ihren

Apotheker,

wenn

weitere

Informationen

oder

einen

benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker, oder

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was sind

Pan-Ophtal

®

Augentropfen

und wofür werden sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von

Pan-Ophtal

®

Augentropfen

beachten?

Wie sind

Pan-Ophtal

®

Augentropfen

anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind

Pan-Ophtal

®

Augentropfen

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was sind Pan-Ophtal

®

Augentropfen und wofür werden sie angewendet?

Pan-Ophtal

Augentropfen sind eine synthetische Tränenflüssigkeit.

Pan-Ophtal

Augentropfen werden angewendet:

S. 2 von 5

zur symptomatischen Behandlung von Austrocknungserscheinungen der Horn- und

Bindehaut infolge von Tränensekretionsstörungen aufgrund lokaler oder systemischer

Grunderkrankungen sowie bei mangelndem Lidschluss.

2 .Was sollten Sie vor der Anwendung von Pan-Ophtal

®

Augentropfen beachten?

Pan-Ophtal

®

Augentropfen dürfen nicht angewendet werden,

- wenn Sie allergisch gegen Dexpanthenol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Insbesondere bei allergischen Reaktionen auf das

Konservierungsmittel Cetrimid in Form von Lid- und Kontaktekzemen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal,

bevor Sie Pan-Ophtal

Augentropfen anwenden.

Pan-Ophtal

®

Augentropfen enthalten das Konservierungsmittel Cetrimid, das insbesondere bei

häufiger Anwendung Reizungen des Auges (Brennen, Rötung, Fremdkörpergefühl)

hervorrufen und das Hornhautepithel schädigen kann. Besonders empfindlichen Patienten, bei

denen diese Reizungen auftreten, wird der Wechsel zu Präparaten ohne Konservierungsmittel

empfohlen.

Kontaktlinsenträger sollten während des Tragens der Linsen Pan-Ophtal

Augentropfen nicht

verwenden, da dies eventuell zu Unverträglichkeiten mit dem Linsenmaterial führen könnte.

Bei Trägern weicher Kontaktlinsen kann die Einlagerung des Konservierungsmittels Cetrimid

in die Kontaktlinsen Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen.

Alle Kontaktlinsen sollten daher vor der Anwendung von Pan-Ophtal

Augentropfen

herausgenommen werden und können ca. 15 Minuten danach wieder eingesetzt werden.

Anwendung von Pan-Ophtal

®

Augentropfen zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen oder angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden.

Spezielle Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind nicht bekannt.

Hinweis: Bei zusätzlicher Behandlung mit anderen Augentropfen soll zwischen den

Anwendungen der unterschiedlichen Medikamente ein Abstand von mindestens 15 Minuten

liegen. Pan-Ophtal

Augentropfen sollten stets als Letztes angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da nicht bekannt ist, wie viel Dexpanthenol nach lokaler Applikation in den Blutkreislauf

aufgenommen wird, sollte bei der Anwendung von Pan-Ophtal

Augentropfen während der

Schwangerschaft und Stillzeit der Nutzen der Anwendung sorgfältig gegen ein mögliches

Risiko abgewogen werden.

S. 3 von 5

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wie bei allen Augentropfen können vorübergehend verschwommenes Sehen oder andere

Seheinschränkungen die Fähigkeit, am Straßenverkehr teilzunehmen oder Maschinen zu

bedienen, beeinträchtigen. Falls es unmittelbar nach dem Eintropfen zu verschwommenem

Sehen kommt, dürfen Sie nicht am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, bis

diese Beeinträchtigung abgeklungen ist.

3. Wie sind Pan-Ophtal

®

Augentropfen anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben

bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal

getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen

Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Tropfen Sie, soweit nicht anders verordnet, bei Bedarf mehrmals täglich einen Tropfen in den

Bindehautsack.

Art der Anwendung

Zur Anwendung am Auge

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art und Verlauf der Erkrankung.

Tropfanleitung

Nehmen Sie die geöffnete Tropfflasche in die Hand und ziehen Sie mit dem Zeigefinger der

anderen Hand das Unterlid leicht nach unten. Bringen Sie bei zurückgeneigtem Kopf die

Tropferspitze nahe über das Auge, ohne es zu berühren. Durch vorsichtigen Druck auf die

Flasche tropfen Sie einen Tropfen in den Bindehautsack. Schließen Sie das Auge langsam und

bewegen Sie es hin und her, damit sich der Tropfen gut verteilen kann.

Wenn Sie eine größere Menge von Pan-Ophtal

®

Augentropfen angewendet haben, als

Sie sollten

Die Überdosierung von Pan-Ophtal

®

Augentropfen ist mit keinen bekannten Risiken

verbunden. Die therapeutische Wirkung wird nicht verbessert oder verschlechtert.

Wenn Sie die Anwendung von Pan-Ophtal

®

Augentropfen vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen

haben. Setzen Sie die Therapie zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt mit der gleichen

Dosierung und im gleichen Zeitabstand / Rhythmus wie beschrieben bzw. wie von Ihrem Arzt

verordnet fort.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

S. 4 von 5

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Juckreiz, Hautrötung, Hautausschlag

Irritationen der Augen, z. B. Rötung, Schmerzen, vermehrter Tränenfluss, Juckreiz,

Fremdkörpergefühl, Schwellungen

In sehr seltenen Fällen (bis zu 1 von 10.000 Behandelten) entwickelten Patienten mit

ausgeprägten Hornhautschädigungen unter der Behandlung mit phosphathaltigen

Augentropfen Trübungen der Hornhaut durch Kalkablagerungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt über das folgende nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie sind Pan-Ophtal

®

Augentropfen aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und Tropfflasche nach

„verwendbar bis/verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über + 25 °C lagern.

Die Augentropfen dürfen nach Anbruch nicht länger als 4 Wochen verwendet werden.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Pan-Ophtal

®

Augentropfen enthalten

- Der Wirkstoff ist: 1 ml Lösung enthält 50 mg Dexpanthenol.

- Die sonstigen Bestandteile sind:

Cetrimid; Natriumedetat (Ph.Eur.); Hypromellose; Natriummonohydrogenphosphat-

Dodecahydrat (Ph.Eur.); Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat; Wasser für Injektionszwecke.

Wie Pan-Ophtal

®

Augentropfen aussehen und Inhalt der Packung

Klare, farblose Augentropfen.

Packungen mit 10 ml und 3 x 10 ml Augentropfen in Tropfflaschen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

S. 5 von 5

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Dr. Gerhard Mann

chem.-pharm. Fabrik GmbH

Brunsbütteler Damm 165 – 173

13581 Berlin

E-Mail: kontakt@bausch.com

Im Mitvertrieb

Dr. Robert Winzer Pharma GmbH

Brunsbütteler Damm 165 – 173

13581 Berlin

E-Mail: drwinzer@bausch.com

Hersteller

Dr. Robert Winzer Pharma GmbH

Brunsbütteler Damm 165 – 173

13581 Berlin

oder

Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH

Brunsbütteler Damm 165 – 173

13581 Berlin

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2019.

Apothekenpflichtig

Zul.-Nr. 6010636.00.01

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben:

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Pan-Ophtal

Augentropfen

1 ml Lösung enthält 50 mg Dexpanthenol

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff: 1 ml Lösung enthält 50 mg Dexpanthenol

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Augentropfen

4. KLINISCHE ANGABEN

4. 1 Anwendungsgebiete

Zur symptomatischen Behandlung von Austrocknungserscheinungen der Horn- und Bindehaut

infolge von Tränensekretionsstörungen aufgrund lokaler oder systemischer

Grunderkrankungen sowie bei mangelndem Lidschluss.

4.2. Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Je nach Art und Schwere der Erkrankung mehrmals täglich einen Tropfen Pan-

Ophtal

Augentropfen in den Bindehautsack tropfen.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art und Verlauf der Erkrankung.

Art der Anwendung

Zur Anwendung am Auge

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile. Insbesondere bei allergischen Reaktionen auf das Konservierungsmittel

Cetrimid in Form von Lid- und Kontaktekzemen.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Pan-Ophtal

Augentropfen enthalten das Konservierungsmittel Cetrimid, das insbesondere bei

häufiger Anwendung Reizungen des Auges (Brennen, Rötung, Fremdkörpergefühl)

hervorrufen und das Hornhautepithel schädigen kann. Besonders empfindliche Patienten, bei

denen diese Reizungen auftreten, wird der Wechsel zu Präparaten ohne Konservierungsmittel

empfohlen.

Kontaktlinsenträger sollten während des Tragens der Linsen Pan-Ophtal® Augentropfen nicht

benutzen, da dies eventuell zu Unverträglichkeiten mit dem Linsenmaterial führen könnte.

Bei Trägern weicher Kontaktlinsen besteht die Möglichkeit der Unverträglichkeit durch die

Einlagerung des Konservierungsmittels Cetrimid in die Kontaktlinsen.

Kontaktlinsen sollten daher vor dem Tropfen herausgenommen werden und können nach ca.

15 Minuten wieder eingesetzt werden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bisher keine bekannt.

Hinweis: Bei zusätzlicher Behandlung mit anderen Augentropfen/Augensalben soll

zwischen den Anwendungen der unterschiedlichen Medikamente ein Abstand von mindestens

15 Minuten liegen. Pan-Ophtal

Augentropfen sollten stets als Letztes angewendet werden.

Kontaktlinsen sollten vor der Anwendung von Pan-Ophtal

Augentropfen aus dem Auge

entfernt und erst nach 15 Minuten wieder eingesetzt werden.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nach oraler Gabe

nicht auf Wirkungen von Pantothenat auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des

Fetus/Neugeborenen schließen. Pantothenat passiert per aktivem Transport die Plazenta und

wird über die Muttermilch proportional zur Aufnahme ausgeschieden. Tierexperimentelle

Studien ergaben nach oraler Verabreichung keine Hinweise auf teratogene oder fetotoxische

Effekte (siehe 5.3).

Da die systemische Verfügbarkeit von Pantothenat nach topischer Applikation nicht bekannt

ist, sollte bei der Anwendung von Pan-Ophtal

Augentropfen während der Schwangerschaft

und Stillzeit der Nutzen der Anwendung sorgfältig gegen ein mögliches Risiko abgewogen

werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Wie bei allen Augentropfen können vorübergehend verschwommenes Sehen oder andere

Seheinschränkungen die Fähigkeit, am Straßenverkehr teilzunehmen oder Maschinen zu

bedienen, beeinträchtigen. Falls es unmittelbar nach dem Eintropfen zu verschwommenem

Sehen kommt, dürfen Patienten nicht am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen

bedienen, bis diese Beeinträchtigung abgeklungen ist.

4.8 Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig

1/10)

Häufig

1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

1/1.000 bis < 1/100)

Selten

1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt:

Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B.

Juckreiz, Hautrötung, Hautausschlag

Augenerkrankungen

Nicht bekannt:

Irritationen der Augen, z. B. Rötung,

Schmerzen, vermehrter Tränenfluss,

Juckreiz, Fremdkörpergefühl, Schwellungen

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Sehr selten wurden Fälle von Hornhautkalzifizierungen unter der Therapie mit

phosphathaltigen Augentropfen bei Patienten mit ausgeprägten Hornhautdefekten berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Auch bei nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch (z. B. Einnahme größerer Mengen) ist nicht

mit toxischen Nebeneffekten zu rechnen. Intoxikationen durch Pan-Ophtal

Augentropfen

sind bisher nicht bekannt geworden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Ophthalmika, ATC-Code: S01XA12

Dexpanthenol ist das alkoholische Analogon der Pantothensäure und besitzt aufgrund der

intermediären Umwandlung die gleiche biologische Wirkung wie diese. Pantothensäure ist ein

wasserlösliches Vitamin, welches als Bestandteil von Coenzym A an zahlreichen

Stoffwechselprozessen beteiligt ist.

Cetrimid ist eine quartäre Ammoniumverbindung mit hydrophober Seitenkette. Wie andere

derartige Verbindungen wirkt Cetrimid desinfizierend und setzt die Oberflächenspannung

herab; als kationisches Detergens wirkt es gegen grampositive, in höherer Konzentration auch

gegen gramnegative Mikroorganismen bakterizid.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Dexpanthenol wird dermal resorbiert. Genauere Untersuchungen zum Metabolismus in Haut

und Schleimhäuten liegen nicht vor.

Cetrimid wird nur in äußerst geringen Mengen resorbiert und praktisch vollständig

unverändert mit den Faeces ausgeschieden.

Eine systemische Wirkung von Pan-Ophtal

Augentropfen ist infolge fehlender Resorption

(Cetrimid) bzw. weitgehender Metabolisierung (Dexpanthenol) nicht zu erwarten.

In der Milch stillender Mütter sind höchstens Spuren von Dexpanthenol und Cetrimid zu

erwarten, so dass kein Risiko für den Säugling erkennbar ist.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zum akuten, chronischen und subchronischen

Potential lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen

erkennen.

Lokale Verträglichkeit

In Studien an Kaninchen wurde die lokale Verträglichkeit von Dexpanthenol 5 %

Augentropfen an der Haut (3 Kaninchen) und am Auge (40 Kaninchen) getestet. In beiden

Studien wurden keine lokalen Unverträglichkeiten festgestellt.

In einer klinischen Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Dexpanthenol 5 %

Augentropfen mit insgesamt 100 Patienten traten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen

auf und eine gute Verträglichkeit konnte belegt werden.

In vier klinischen Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit eines ähnlichen und

wirkstoffgleichen Präparates mit insgesamt über 200 Patienten traten keine Nebenwirkungen

in den Dexpanthenol 5 %-Gruppen auf. Lediglich zwei Patienten, die mit Dexpanthenol 5 %

behandelt wurden, stuften die Verträglichkeit als schlecht ein.

Akute Toxizität

Die Bestimmung der akuten Toxizität von Dexpanthenol/Panthenol im Tierversuch ergab,

dass sie im Grammbereich liegt.

Chronische Toxizität

Im chronischen Versuch erwies sich die Gabe von 2 mg/Tier/Tag Dexpanthenol/Panthenol bei

Ratten als atoxisch.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Bisherige Untersuchungen zum mutagenen Potential verliefen negativ.

Langzeitstudien zum tumorerzeugenden Potential von Dexpanthenol/Panthenol liegen nicht

vor.

Reproduktionstoxikologie

Die orale Gabe von Calzium-Pantothenat bei Ratten in Dosen zwischen 100 µg/g und 1 mg

vor der Paarung und während der Gestation ergab keine Hinweise auf teratogene und

fetotoxische Effekte.

Die Anwendung von 400 mg/d über 10 d bei der Indikation Wadenkrämpfe an ca. 500

Patientinnen in unterschiedlichen Stadien der Schwangerschaft haben bisher keine Hinweise

auf nachteilige Effekte erkennen lassen.

Pantothenat passiert per aktivem Transport die Plazenta und wird in die Muttermilch

proportional zur Aufnahme ausgeschieden.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstige Bestandteile

Cetrimid; Natriumedetat (Ph.Eur.); Hypromellose; Natriummonohydrogenphosphat-

Dodecahydrat (Ph.Eur.); Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat; Wasser für Injektionszwecke.

6.2 Inkompatibilitäten

Bisher nicht bekannt.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Das Arzneimittel ist in unversehrter Verpackung 2 Jahre haltbar.

Es darf nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr verwendet werden (siehe Faltschachtel und

Etikett).

Die Augentropfen dürfen nach Anbruch nicht länger als 4 Wochen verwendet werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über +25 °C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Packung mit 10 ml Augentropfen

Packung mit 3 x 10 ml Augentropfen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH

Brunsbütteler Damm 165-173

13581 Berlin

E-Mail: kontakt@bausch.com

Im Mitvertrieb

Dr. Robert Winzer Pharma GmbH

Brunsbütteler Damm 165–173

13581 Berlin

E-Mail: drwinzer@bausch.com

8. ZULASSUNGSNUMMER

6010636.00.01

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

25. Mai2005

10. STAND DER INFORMATION

12.2018

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Apothekenpflichtig

Synthetische Tränenflüssigkeit.

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