Ondansetron Noridem 2 mg/ml Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat
Verfügbar ab:
Noridem Enterprises Ltd.
ATC-Code:
A04AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Ondansetron Hydrochloride Dihydrate
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat 2.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
69851.00.00

Dokumenten

Packungsbeilage Packungsbeilage - Englisch

PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Ondansetron Noridem 2 mg/ml Injektionslösung

Ondansetron

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Das Arzneimittel heißt Ondansetron Noridem 2 mg/ml Injektionslösung.

In dieser Packungsbeilage wird Ondansetron Noridem 2 mg/ml Injektionslösung Ondansetron zur

Injektion genannt.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was ist Ondansetron zur Injektion und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Ondansetron zur Injektion beachten?

3. Wie ist Ondansetron zur Injektion anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Ondansetron zur Injektion aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST ONDANSETRON UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Ondansetron zur Injektion enthält Ondansetron, das zur Stoffgruppe der Antiemetika gehört

(Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen).

Ondansetron zur Injektion wird verwendet:

zur Verhinderung von Übelkeit und Erbrechen, die bei einer Chemotherapie (bei Erwachsenen und

Kindern) oder einer Strahlentherapie (nur bei Erwachsenen) gegen Krebs auftreten können

zur Verhinderung von Übelkeit und Erbrechen nach einer Operation

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie

weitere Informationne zu diesen Anwendungsgebieten wünschen.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON ONDANSETRON BEACHTEN?

Ondansetron zur Injektion darf nicht angewendet werden,

wenn Sie Apomorphin (Arzneistoff zur Behandlung der Parkinsonkrankheit) einnehmen.

wenn Sie allergisch gegen Ondansetron oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Ondansetron zur Injektion anwenden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal bevor

Sie Ondansetron zur Injektion anwenden,

wenn Sie in der Vergangenheit Herzprobleme (z. B. Herzinsuffizienz, die zu Atemnot und

geschwollenen Knöcheln führt) hatten

wenn Sie einen unregelmäßigen Herzschlag haben (Arrythmie)

allergisch gegen ähnliche Arzneimittel sind, etwa Granisteron (bekannt als „Kytril“)

wenn Sie Leberprobleme haben

wenn Sie an einer Darmblockade oder schweren Verstopfung leiden

wenn Sie Probleme mit den Spiegeln von Salzen in Ihrem Blut haben, wie z. B. Kalium, Natrium

und Magnesium.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der genannten Zustände auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit

Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel erhalten.

Anwendung von Ondansetron zur Injektion zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie eins der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Phenytoin, Carbamazepin (zur Behandlung von Epilepsie)

Rifampicin (zur Behandlung von Infektionen, wie z. B. Tuberkulose)

Antibiotika wie Erythromycin oder Ketoconazol

antiarrhythmische Medikamente (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

Beta-Blocker (zur Behandlung bestimmter Herz- oder Augenprobleme, zur Behandlung von

Angstzuständen oder zur Vorbeugung von Migräne)

Tramadol (ein Schmerzmittel)

Arzneimittel, die Auswirkungen auf das Herz haben (wie Haloperidol oder Methadon)

Krebsmedikamente (insbesondere Anthrazykline und Trastuzumab).

SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) zur Behandlung von Depressionen und/oder

Angstzuständen einschließlich Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, Fluvoxamin, Citalopram,

Escitalopram

SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) zur Behandlung von Depressionen

und/oder Angstzuständen, einschließlich Venlafaxin, DuloxetinWenn Sie nicht sicher sind, ob einer

der genannten Zustände auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor

Sie dieses Ondansetron zur Injektion erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Ondansetron bei

Schwangeren vor. . Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein

oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme Anwendung dieses

Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Während der Anwendung von Ondansetron dürfen

Sie nicht stillen, da kleine Mengen des Arzneimittels in die Muttermilch übergehen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme um Rat.

Ondansetron Noridem enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält 2,3 mmol (53,5 mg) Natrium pro maximaler Tagesdosis von 32 mg. Dies

muss von Patienten berücksichtigt werden, die eine natriumarme Diät einhalten.

3.

WIE IST ONDANSETRON INJEKTION ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zur Verhinderung von Übelkeit und Erbrechen bei einer Chemotherapie oder einer

Strahlentherapie bei Erwachsenen

Am Tag der Chemo- oder Strahlentherapie

die übliche Dosis für einen Erwachsenen beträgt 8 mg als langsame Injektion in die Vene oder

den Muskel unmittelbar vor der Behandlung und weitere 8 mg zwölf Stunden später. Nach der

Chemotherapie erhalten Sie das Arzneimittel in der Regel oral als 8 mg Ondansetron-Tablette oder 10

ml (8 mg) Ondansetron-Sirup.

An den folgenden Tagen

die übliche Dosis für einen Erwachsenen beträgt 8 mg in Tablettenform oder 10 ml (8 mg) als

Sirup zweimal täglich

diese Dosen können bis zu 5 Tage verabreicht werden.

Falls Sie durch die Chemo- oder Strahlentherapie an Übelkeit oder Erbrechen leiden, können Sie ggf.

eine höhere Ondansetron-Dosis erhalten. Diese Entscheidung wird von Ihrem Arzt getroffen.

Zur Verhinderung von Übelkeit und Erbrechen bei einer bei Kindern ab 6 Monaten und

Jugendlichen

Die Dosis wird vomArzt anhand der Größe (Körperoferfläche) oder des Gewichts des Kindes

festgelegt. Für weitere Informationen siehe Etikett.

Am Tag der Chemotherapie

die erste Dosis erfolgt unmittelbar vor der Therapie Ihres Kindes als Injektion in die Vene. Nach

der Chemotherapie erhält Ihr Kind das Arzneimittel in der Regel oral; in Form einer Ondansetron-

Tablette oder Ondansetron-Sirup zwölf Stunden später.

An den folgenden Tagen

2,5 ml (2 mg) Sirup zweimal täglich für Kleinkinder und Kinder mit einem Körpergewicht von 10

kg oder weniger

eine 4-mg-Tablette oder 5 ml (4 mg) Sirup zweimal täglich für größere Kinder und für Kinder mit

einem Körpergewicht von mehr als 10 kg

zwei 4-mg-Tabletten oder 10 ml (8 mg) Sirup zweimal täglich für Teenager (oder für Kinder mit

einer großen Körperoberfläche)

diese Dosen können bis zu 5 Tage verabreicht werden.

Um Übelkeit und Erbrechen nach einer Operation vorzubeugen und zu behandeln

Erwachsene:

Die übliche Dosis für Erwachsene beträgt 4 mg als Injektion in die Vene oder den Muskel. Zur

Vorbeugung wird diese Dosis unmittelbar vor der Operation verabreicht.

Kinder:

Für Kinder ab 1 Monat oder Jugendliche entscheidet der Arzt die Dosierung. Die Höchstdosis

beträgt 4 mg als langsame Injektion in die Vene. Zur Vorbeugung wird diese Dosis unmittelbar

vor der Operation verabreicht.

Patienten mit mittelschweren oder schweren Leberproblemen

Die Gesamttagesdosis sollte nicht über 8 mg betragen.

Falls Ihnen weiterhin übel ist oder Sie sich krank fühlen

Ondansetron Injektion sollte unmittelbar nach der Einnahmen zu wirken beginnen. Falls Ihnen sich

weiterhin übel ist, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder eine Pflegekraft.

Wenn Sie eine größere Menge Ondansetron zur Injektion angewendet haben, als Sie sollten

Ihr Arzt oder Ihre Krankenschwester wird Ihnen oder Ihrem Kind Ondansetron Injektion

verabreichen, so dass es unwahrscheinlich ist, dass Sie oder Ihr Kind zu viel erhalten. Wenn Sie

glauben, dass Ihnen oder Ihrem Kind zu viel gegeben oder eine Gabe vergessen worden ist, wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Allergische Reaktionen

Falls Sie eine allergische Reaktion haben, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder ein Mitglied des

medizinischen Fachpersonals. Anzeichen können unter anderem sein:

plötzliche Atemnot und Schmerzen oder Engegefühl in der Brust

Schwellung der Augenlider, des Gesichtes, der Lippen, des Mundes oder der Zunge

Hautausschlag - rote Flecken oder Verhärtungen unter die Haut (Nesselsucht) auf dem Körper

Kollaps.

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)

Kopfschmerzen.

Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)

ein Gefühl von Wärme oder Hitzewallungen

Verstopfung

Änderungen der Leberfunktionswerte (falls Sie Ondansetron Injektion gleichzeitig mit Cisplatin

verabreicht bekommen, sonst ist diese Nebenwirkung selten)

Reizung und Rötung an der Injektionsstelle.

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Schluckauf

niedriger Blutdruck, was zu Schwächegefühl oder Schwindel führen kann

unregelmäßiger Herzschlag

Brustschmerzen

Krampfanfälle

unkontrollierbare Bewegungen oder Zittern.

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):

Schwindel oder Benommenheit

Sehstörungen

Störungen des Herzrhythmus (die manchmal einen plötzlichen Verlust des Bewusstseins

verursachen)

Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000)

Sehstörungen oder vorübergehende VBlindheit, die sich in der Regel innerhalb von 20 Minuten

zurückbildet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,

Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST ONDANSETRON INJEKTION AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Ampullenetikett und der Umverpackung nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des Monats. Sie dürfen das Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie

Verfallserscheinungen wie z. B. eine Verfärbung bemerken.

Nicht über 25 °C lagern.

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Ondansetron zur Injektion enthält:

Der Wirkstoff ist Ondansetron (als Hydrochlorid-Dihydrat).

Jeder ml (Milliliter) enthält 2 mg (Milligramm) Ondansetron.

Jede 2 ml Ampulle (Behälter) enthält 4 mg Ondansetron. Jede 4 ml Ampulle enthält 8 mg

Ondansetron.

Die sonstigen Bestandteile sind Citronensäure-Monohydrat, Natriumcitrat 2 H

O, Natriumchlorid und

Wasser für Injektionszwecke.

Wie Ondansetron zur Injektion aussieht und Inhalt der Packung:

Ondansetron zur Injektion ist eine klare, farblose Injektionslösung, die vor Gebrauch verdünnt werden

kann.

Jede Kunststoff- oder Glasampulle (Behälter) enthält 2 ml (Milliliter) oder 4 ml Arzneimittel. Jeweils

5 Ampullen sind in einen Karton verpackt.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Noridem Enterprises Ltd., Evagorou & Makariou, Mitsi Building 3, Suit.115, 1065 Nikosia, Zypern.

Hersteller:

Demo S.A., 21 km National Road Athens, Lamia, 14568 Athen, Griechenland.

Mitvertrieb:

DEMO Pharmaceuticals GmbH

Airport Business Center

Am Söldnermoos 17

D-85399 Hallbergmoos

Tel: 0811-555445-0

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Vereinigtes Königreich: Ondansetron 2mg/mL Solution for Injection

Irland: Ondansetron 2mg/mL Solution for Injection

Deutschland:

Ondansetron Noridem 2mg/mL Injektionslösung

Österreich:

Ondansetron Noridem 2 mg/ml Injektions- und Infusionslösung

Griechenland:

ONDANSETRON/NORIDEM Ενέσιμο διάλυμα 2mg/mL

Spanien:

Ondansetron KERN PHARMA 2mg/mL Solucion Inyectable EFG

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet am 05/2017.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Ondansetron Noridem 2 mg/ml Injektionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml enthält jeweils Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat in einer Menge, die 2 mg Ondansetron

entspricht.

Jede 2 ml Polypropylen- oder Glasampulle enthält 4 mg Ondansetron.

Jede 4 ml Polypropylen- oder Glasampulle enthält 8 mg Ondansetron.

Sonstige(r) Bestandteil(e) mit bekannter Wirkung: Dieses Arzneimittel enthält 2,3 mmol (53,5 mg)

Natrium pro maximaler Tagesdosis von 32 mg..

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung.

Klare, farblose wässrige Lösung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Erwachsene:

Ondansetron ist bei der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen indiziert, wenn diese durch eine

zytotoxische Chemotherapie oder eine Strahlentherapie induziert wurden. Ondansetron ist indiziert bei

der Vorbeugung und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV).

Kinder und Jugendliche

Ondansetron ist bei Kindern im Alter von ≥ 6 Monaten zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen

indiziert, wenn diese durch eine Chemotherapie induziert wurden (CINV), sowie bei der Vorbeugung

und Behandlung von POVY bei Kindern im Alter von ≥ 1 Monat.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Durch Chemotherapie und Strahlentherapie hervorgerufene Übelkeit und Erbrechen:

Erwachsene: Das emetische Potenzial einer Krebsbehandlung unterscheidet sich je nach eingesetzten

Dosen und Kombinationen der Chemo- und Strahlentherapie. Der Verabreichungsweg und die Dosis

von Ondansetron sind im Bereich von 8-32 mg pro Tag flexibel und wie nachstehend beschrieben

auszuwählen.

Emetische Chemotherapie und Strahlentherapie: Ondansetron kann intravenös oder intramuskulär

verabreicht werden.

Patienten, die mit einer emetischen Chemotherapie oder Strahlentherapie behandelt werden, kann

Ondansetron entweder intravenös oder auf anderen Verabreichungswegen gegeben werden. Dieses

Arzneimittel ist jedoch nur zur Injektion.

Die empfohlene Ondansetrondosis ist 8 mg, verabreicht als langsame intravenöse oder intramuskuläre

Injektion unmittelbar vor der Behandlung oder als kurzfristige Infusion über 15 Minuten, gefolgt von

einer Behandlung mit anderen als intravenösen oder intramuskulären Darreichungsformen.

Zum Schutz gegen eine verzögerte oder verlängerte Emesis nach den ersten 24 Stunden wird eine bis zu

5-tägige Behandlung mit anderen als intravenösen oder intramuskulären Darreichungsformen

empfohlen.

Stark emetische Chemotherapie: Patienten, die eine stark emetische Chemotherapie wie z. B

hochdosiertes Cisplatin erhalten, kann Ondansetron entweder intravenös oder auf anderen

Verabreichungswegen gegeben werden.

Es wurde gezeigt, dass Ondansetron in den ersten 24 Stunden der Chemotherapie bei den folgenden

Dosierungsschemata gleichermaßen wirksam ist:

Eine einzelne Dosis von 8 mg durch langsame intravenöse Injektion (über nicht weniger als 30

Sekunden) oder intramuskuläre Injektion unmittelbar vor der Chemotherapie.

Eine Dosis von 8 mg durch langsame intravenöse Injektion (über nicht weniger als 30 Sekunden)

oder intramuskuläre Injektion unmittelbar vor der Chemotherapie, gefolgt von zwei weiteren

intravenösen Injektionen (über nicht weniger als 30 Sekunden) oder intramuskulären 8-mg-Dosen in

Abständen von zwei bis vier Stunden oder durch eine kontinuierliche Infusion von 1 mg/Stunde für

bis zu 24 Stunden.

Eine maximale anfängliche intravenöse Dosisvon 16 mg, verdünnt in 50-100 ml physiologischer

Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionsflüssigkeit (siehe Abschnitt 6.6), die

unmittelbar vor der Chemotherapie über mindestens 15 Minuten infundiert werden. Nach der

anfänglichen Ondanstron-Dosis können zwei weitere intravenösen Injektionen (über nicht weniger

als 30 Sekunden) oder intramuskuläre 8-mg-Dosen in Abständen von vier Stunden verabreicht

werden.

Aufgrund des dosisabhängig steigenden Risikos einer QT_Verlängerung darf eine Einzeldosis 16 mg

nicht überschreiten (siehe Abschnitte 4.4, 4.8, 5.1)

Die Auswahl des Dosierungsschemas muss anhand der Schwere der emetischen Komplikation bestimmt

werden.

Die Wirksamkeit von Ondansetron kann bei einer stark emetischen Chemotherapie durch die zusätzliche

Gabe einer einzelnen intravenösen 20 mg Dosis von Dexamethasonnatriumphosphat vor der

Chemotherapie verstärkt werden.

Zum Schutz vor einer verzögerten oder verlängerten Emesis nach den ersten 24 Stunden sollte die orale

oder rektale Behandlung mit Ondansetron bis zu 5 Tage lang nach einem Behandlungszyklus fortgesetzt

werden.

Kinder und Jugendliche:

CINV bei Kindern im Alter von ≥ 6 Monaten und bei Jugendlichen

Die Dosis bei CINV kann basierend auf der Körperoberfläche (KOF) oder dem Gewicht berechnet

werden – siehe weiter unten. In klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen wurde Ondansetron als

intravenöse Infusion, verdünnt in 25 bis 50 ml Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen

Infusionslösung, über nicht weniger als 15 Minuten gegeben. Eine auf dem Gewicht basierende

Dosierung resultiert in höheren Gesamttagesdosen verglichen mit einer auf der KOF basierenden

Dosierung (Abschnitte 4.4 und 5.1).

Ondansetron zur Injektion sollte in einer 5 %-igen Glucoseösung oder einer 0,9 %-igen Kochsalzlösung

oder in einer anderen kompatiblen Infusionsflüssigkeit verdünnt werden (siehe Abschnitt 6.6) und über

nicht weniger als 15 Minuten intravenös infundiert werden.

Es gibt keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien über die Anwendung von Ondansetron bei der

Vorbeugung von verzögertem oder verlängertem CINV. Es gibt keine Daten aus kontrollierten Studien

über die Anwendung von Ondansetron bei Kindern bei Übelkeit und Erbrechen, die durch

Strahlentherapie induziert wurden.

Dosierung anhand der KOF:

Ondansetron sollte direkt vor der Chemotherapie als intravenöse Einzeldosis von 5 mg/m

. verabreicht

werden. Die intravenöse Einzeldosis darf 8 mg nicht überschreiten.

Eine orale Dosisgabe kann zwölf Stunden später beginnen und kann für bis zu 5 Tage fortgesetzt

werden (Tabelle 1).

Die Gesamtdosis innerhalb von 24 Stunden (als geteilte Dosen) darf die Erwachsenendosis von 32 mg

nicht überschreiten.

Tabelle 1: Auf der KOF basierende Dosierung bei Chemotherapie – Kinder im Alter von ≥ 6 Monaten

und Jugendliche

KOF

Tag 1

(a,b)

Tage 2–6

(b)

< 0,6 m

5 mg/m

i.v. plus 2 mg Sirup nach 12

Stunden

2 mg Sirup alle 12 Stunden

≥ 0,6 m

5 mg/m

i.v. plus 4 mg Sirup oderr

Tablette nach 12 Stunden

4 mg Sirup oder Tablette alle 12

Stunden

> 1,2m

5 mg/m

oder 8 mg i.v. plus 8 mg Sirup

oder Tablette nach 12 Stunden

8 mg Sirup oder Tablette alle 12

Stunden

a Die intravenöse Dosis darf 8 mg nicht überschreiten.

b Die Gesamtdosis innerhalb von 24 Stunden (als geteilte Dosen) darf die Erwachsenendosis von 32 mg

nicht überschreiten.

Dosierung anhand des Körpergewichts:

Eine auf Gewicht basierende Dosisgabe resultiert in höheren Gesamttagesdosen verglichen mit einer auf

der KOF basierende Dosisgabe (Abschnitte 4.4 und 5.1).

Ondansetron sollte direkt vor einer Chemotherapie als intravenöse Einzeldosis von 0,15 mg/kg

verabreicht werden. Die intravenöse Dosis darf 8 mg nicht überschreiten.

Zwei weitere intravenöse Dosen können in 4-Stunden-Intervallen gegeben werden. Eine orale

Dosisgabe kann zwölf Stunden später beginnen und kann für bis zu 5 Tage fortgesetzt werden (Tabelle

Die Gesamtdosis innerhalb von 24 Stunden (als geteilte Dosen) darf die Erwachsenendosis von 32 mg

nicht überschreiten.

Tabelle 2: Auf Gewicht basierende Dosierung bei Chemotherapie – Kinder im Alter von ≥ 6 Monaten

und Jugendliche

Gewicht

Tag 1

(a,b)

Tage 2–6

(b)

≤ 10 kg

Bid zu 3 Dosen zu 0,15 mg/kg alle 4

Stunden

2 mg Sirup alle 12 Stunden

> 10 kg

Bis zu 3 Dosen zu 0,15 mg/kg alle 4

Stunden

4 mg Sirup oder Tablette alle 12 Stunden

a Die intravenöse Dosis darf 8 mg nicht überschreiten.

b Die Gesamtdosis innerhalb von 24 Stunden (als geteilte Dosen) darf die Erwachsenendosis von 32 mg

nicht überschreiten.

Ältere Patienten:

Bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahren kann das normale Dosisschema für Erwachsene

angewendet werden. Alle intravenösen Dosen sollten in 50 bis 100 ml Kochsalzlösung oder einer

anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnt (siehe Abschnitt 6.6) und über mindestens 15 Minuten

infundiert werden.

Bei Patienten im Alter von 75 Jahren und älter sollte die initiale intravenöse Dosis 8 mg nicht

überschreiten. Alle intravenösen Dosen sollten in 50 bis 100 ml Kochsalzlösung oder einer anderen

kompatiblen Infusionslösung verdünnt (siehe Abschnitt 6.6) und über mindestens 15 Minuten infundiert

werden. Nach der initialen Dosis können 2 weitere Dosen á 8 mg, über 15 Minuten infundiert und im

Abstand von mindestens 4 Stunden, gegeben werden (siehe Abschnitt 5.2).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Anpassung der Dosis, der Dosierungshäufigkeit oder Änderung des Verabreichungsweges

erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sind die Clearance signifikant

verringert und die Serumhalbwertszeit signifikant erhöht. Bei solchen Patienten sollte eine tägliche

Gesamtdosis von 8 mg Ondansetron (oral oder intravenös) nicht überschritten werden.

Patienten, die schlechte Spartein-/Debrisoquin-Metabolisierer sind

Die Eliminationshalbwertszeit von Ondansetron ist bei Patienten, die als schlechte Spartein-

/Debrisoquin-Metabolisierer eingestuft sind, nicht verändert. Folglich ist bei solchen Patienten kein

Unterschied in der Exposition nach wiederholter Gabe im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung zu

erwarten. Eine Änderung der Dosis oder der Dosisfrequenz ist nicht erforderlich.

Postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV):

Erwachsene: Zur Vorbeugung von PONV kann Ondansetron oral oder durch intravenöse oder

intramuskuläre Injektion verabreicht werden.

Ondansetron kann bei der Einleitung einer Narkose als einzelne Dosis von 4 mg durch intramuskuläre

oder langsame intravenöse Injektion verabreicht werden.

Zur Behandlung von bestehender PONV wird die Gabe einer einzelnen Dosis von 4 mg durch

intramuskuläre oder langsame intravenöse Injektion empfohlen.

Kinder und Jugendliche

PONV bei Kindern im Alter von ≥ 1 Monat und Jugendlichen

Zur Vorbeugung von PONV bei pädiatrischen Patienten, bei denen eine chirurgische Operation unter

allgemeiner Anästhesie durchgeführt wird, kann eine Einzeldosis von Ondansetron über eine langsame

intravenöse Injektion (nicht weniger als 30 Sekunden) bei einer Dosis von 0,1 mg/kg bis zu einem

Maximum von 4 mg entweder vor oder nach der Einleitung der Anästhesie verabreicht werden.

Zur Behandlung von PONV nach einer chirurgischen Operation bei pädiatrischen Patienten, bei denen

die Operation unter allgemeiner Anästhesie durchgeführt wurde, kann eine Einzeldosis von Ondansetron

über eine langsame intravenöse Injektion (nicht weniger als 30 Sekunden) bei einer Dosis von 0,1

mg/kg bis zu einem Maximum von 4 mg verabreicht werden.

Es gibt keine Daten über die Anwendung von Ondansetron bei der Behandlung von PONV bei Kindern

im Alter unter 2 Jahren.

Ältere Patienten: Die Erfahrungen mit Ondansetron zur Vorbeugung und Behandlung von PONV bei

älteren Patienten sind begrenzt. Ondansetron wird jedoch von chemotherapeutisch behandelten

Patienten über 65 Jahren gut toleriert.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Eine Änderung der Tagesdosis, der Dosierungshäufigkeit

oder des Verabreichungsweges ist nicht erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion: Bei Patienten mit mäßigen bis schweren

Leberfunktionsstörungen ist die Clearance von Ondansetron signifikant verringert und die

Serumhalbwertszeit signifikant verlängert. Bei diesen Patienten darf eine Gesamttagesdosis von 8 mg

nicht überschritten werden.

Patienten mit eingeschränktem Spartein-/Debrisoquin-Stoffwechsel: Die Eliminationshalbwertszeit von

Ondansetron ist bei Patienten mit eingeschränktem Spartein-/Debrisoquin-Stoffwechsel unverändert.

Folglich führt eine wiederholte Dosisgabe bei diesen Patienten nicht zu anderen Wirkstoffspiegeln als

bei der übrigen Bevölkerung. Es ist keine Änderung der Tagesdosis oder der Dosierungshäufigkeit

erforderlich.

4.3

Gegenanzeigen

Gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin (siehe Abschnitt 4.5).

Aufgrund von Berichten über starken Blutdruckabfall und Bewusstseinsverlust bei Anwendung von

Ondansetron zusammen mit Apomorphinhydrochlorid ist die gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin

kontraindiziert.

Überempfindlichkeit gegenüber Ondansetron oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bei Patienten, die eine Überempfindlichkeit gegenüber anderen ausgewählten 5HT3-Rezeptor-

Antagonisten zeigten, wurde von Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Erkrankungen der

Atemwege sind symptomatisch zu behandeln und Kliniker sollten sie als Vorboten von

Überempfindlichkeitsreaktionen besonders beachten.

Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall (siehe Abschnitt 5.1). Außerdem wurden bei

Patienten, die Ondansetron erhielten, in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung Fälle von

Torsade de Pointes berichtet. Bei Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom sollte die Anwendung

von Ondansetron vermieden werden. Bei Patienten, die eine verlängerte QTc-Zeit aufweisen oder bei

denen sich eine verlängerte QTc-Zeit entwickeln kann, sollte Ondansetron mit Vorsicht angewendet

werden. Zu dieser Gruppe gehören Patienten mit Elektrolytstörungen, kongestiver Herzinsuffizienz,

Bradyarrhythmien oder Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-

Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen.

Eine Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie sollte vor der Anwendung von Ondansetron korrigiert

werden.

In der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung wurde über Fälle eines serotonergen Syndroms

(einschließlich verändertem mentalen Status, autonomer Instabilität und neuromuskulären

Veränderungen) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen

Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und Serotonin-

Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI)) berichtet. Wenn eine gemeinsame Behandlung mit

Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch erforderlich sein sollte, wird eine

geeignete Überwachung des Patienten empfohlen.

Da bekannt ist, dass Ondansetron die Passagezeit durch den Dickdarm verlängert, müssen Patienten mit

Symptomen eines subakuten Darmverschlusses nach der Verabreichung überwacht werden.

Aufgrund der derzeit geringen Erfahrung mit der Anwendung von Ondansetron bei Herzpatienten ist

Ondansetron mit Vorsicht anzuwenden, wenn es zusammen mit Anästhetika an Patienten verabreicht

wird, die Arrhythmien oder Erregungsleitungsstörungen aufweisen oder die mit Antiarrhythmika oder

Betablockern behandelt werden.

Bei Patienten mit adenotonsillärer Operation können bei der Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen

mit Ondansetron okkulte Blutungen überdeckt werden. Deshalb müssen diese Patienten nach

Ondansetrongabe sorgfältig überwacht werden.

Dieses Arzneimittel enthält 2,3 mmol (53,5 mg) Natrium pro maximaler Tagesdosis von 32 mg. Dies

muss von Patienten berücksichtigt werden, die eine natriumarme Diät einhalten.

Pädiatrische Population:

Pädiatrische Patienten, die Ondansetron gemeinsam mit hepatotoxischen chemotherapeutischen

Wirkstoffen erhalten, sind hinsichtlich einer eingeschränkten Leberfunktion engmaschig zu

überwachen.

CINV

Beim Berechnen der Dosis auf einer mg/kg-Basis und beim Verabreichen von drei Dosen in 4-

Stunden-Intervallen ist die Gesamttagesdosis höher als bei Gabe einer Einzeldosis von 5 mg/m

gefolgt von einer oralen Dosis. Die Vergleichswirksamkeit dieser beiden unterschiedlichen

Dosisregime wurde in klinischen Studien nicht untersucht. Ein Vergleich zwischen Studien zeigt

eine ähnliche Wirksamkeit für beide Regime (Abschnitt 5.1).

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es gibt keine Beweise dafür, dass Ondansetron den Stoffwechsel anderer Wirkstoffe induziert oder

hemmt, mit denen es normalerweise verabreicht wird. In speziellen Studien wurde gezeigt, dass

Ondansetron keine Wechselwirkungen mit Alkohol, Temazepam, Furosemid, Alfentanil, Tramadol,

Morphin, Lidocain, Propofol und Thiopental eingeht.

Ondansetron wird von mehreren Cytochrom-P-450-Enzymen der Leber abgebaut: CYP3A4, CYP2D6

und CYP1A2. Aufgrund der zahlreichen Stoffwechselenzyme, die Ondansetron abbauen können, wird

die Hemmung oder eingeschränkte Aktivität eines Enzyms (z. B. genetisch bedingter CYP2D6-Mangel)

normalerweise durch andere Enzyme kompensiert und sollte zu einer geringen oder gar keinen

Änderung der Gesamt-Clearance oder der benötigten Dosis von Ondansetron führen.

Die gleichzeitige Anwendung von Ondansetron mit Arzneimitteln, die eine Verlängerung des QT-

Intervalls und/oder Elektrolytstörungen hervorrufen, sollte mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Die Anwendung von Ondansetron mit die QT-Zeit verlängernden Arzneimitteln kann die QT-Zeit

zusätzlich verlängern. Die gleichzeitige Anwendung von Ondansetron mit kardiotoxischen

Arzneimitteln (z. B. Anthracycline (wie Doxorubicin, Daunorubicin) oder Trastuzumab), Antibiotika

(wie Erythromycin), Antimykotika (wie Ketoconazol), Antiarrhythmika (wie Amiodaron) und

Betablocker (wie Atenolol oder Timolol) kann das Risiko für das Auftreten von Arrhythmien erhöhen

(siehe Abschnitt 4.4).

Serotonerge Arzneimittel (z. B. SSRI und SNRI): In der Post-Marketing-Berichtserfassung wurde über

Fälle eines serotonergen Syndroms (einschließlich verändertem mentalen Status, autonomer Instabilität

und neuromuskulären Veränderungen) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen

serotonergen Arzneimitteln (einschließlich SSRI und SNRI) berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Apomorphin: Aufgrund von Berichten uber starken Blutdruckabfall und Bewusstseinsverlust bei

Anwendung von Ondansetron zusammen mit Apomorphinhydrochlorid ist die gleichzeitige

Anwendung mit Apomorphin kontraindiziert.

Phenytoin, Carbamazepin und Rifampicin: Bei Patienten, die mit starken CYP3A4-Induktoren (d. h.

Phenytoin, Carbamazepin und Rifampicin) behandelt wurden, war die orale Clearance von Ondansetron

erhöht und die Blutkonzentration von Ondansetron erniedrigt.

Tramadol: Daten aus kleineren Studien weisen darauf hin, dass Ondansetron den analgetischen Effekt

von Tramadol herabsetzen kann.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Sicherheit von Ondansetron bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist nicht erwiesen.

Tierexperimentelle Studien geben keinen Hinweis auf eine direkte oder indirekte schädliche

Auswirkung auf die Entwicklung des Embryos oder Föten, den Schwangerschaftsverlauf oder die peri-

und postnatale Entwicklung. Da die Ergebnisse von tierexperimentellen Studien jedoch nicht immer auf

den Menschen übertragbar sind, wird die Anwendung von Ondansetron während der Schwangerschaft

nicht empfohlen.

Stillzeit

Studien haben gezeigt, dass Ondansetron in die Milch von säugenden Tieren übergeht. Es wird daher

empfohlen, dass Mütter, die Ondansetron erhalten, nicht stillen.

Fertilität

Es liegen keine Informationen über die Wirkung von Ondansetron auf die Fertilität beim Menschen vor.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Bei psychomotorischen Tests beeinträchtigt Ondansetron weder die Leistungsfähigkeit noch ruft es eine

Sedierung hervor. Von den pharmakologischen Eigenschaften des Wirkstoffs Ondansetron kann eine

nachteilige Wirkung auf diese Fahigkeiten nicht abgeleitet werden.

4.8

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen werden unten nach Systemorganklasse und Häufigkeit angegeben.

Die Häufigkeiten werden wie folgt definiert:

Sehr häufig: ≥1/10;

Häufig: ≥1/100, <1/10;

Gelegentlich: ≥1/1.000, <1/100;

Selten: ≥1/10.000, <1/1.000;

Sehr selten: <1/10.000 und unbekannt (kann anhand der vorliegenden Daten nicht bestimmt werden).

Sehr häufige, häufige und gelegentlich auftretende Ereignisse wurden generell aus Daten von klinischen

Studien bestimmt.

Die Inzidenz bei Placebo wurde einbezogen. Seltene und sehr seltene Ereignisse wurden generell aus

Einzeldaten nach der Markteinführung bestimmt.

Die nachfolgenden Haufigkeiten wurden unter Standarddosierung mit Ondansetron ermittelt. Das

Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen beobachteten

Nebenwirkungsprofil vergleichbar..

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Unmittelbare, manchmal schwere Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Krampfanfälle, Bewegungsstörungen (einschließlich extrapyramidaler Reaktionen wie

Dystonie-Reaktionen, okulogyre Krise und Dyskinesien)

Selten: Schwindelgefühl vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung

Augenerkrankungen

Selten: Vorübergehende Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen) bei intravenöser Verabreichung.

Sehr selten:

Vorübergehende Sehstörungen, vorwiegend bei i. v.-Verabreichung

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Arrhythmie, Brustschmerzen mit oder ohne Depression der ST-Strecke, Bradykardie.

Selten: Verlängerung des QT-Intervalls (einschlieslich Torsade de Pointes).

Gefäßerkrankungen

Häufig: Wärmegefühl oder Flush.

Gelegentlich: Hypotonie.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Gelegentlich: Schluckauf.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Verstopfung.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Asymptomatische Erhöhung der Leberfunktionswerte.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Lokale Reaktionen an der Einstichstelle.

1. Ohne nachweisliche dauerhafte klinische Folgen

2. In der Mehrzahl der berichteten Fälle bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Minuten zurück.

Die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin. Die

Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war kortikalen Ursprungs.

3 Diese Nebenwirkungen traten üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit

Cisplatin erhalten hatten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome und Zeichen

Es gibt begrenzte Erfahrungen einer Überdosierung von Ondansetron. In der Mehrzahl der Fälle waren

die Symptome ähnlich denen, die bereits bei Patienten berichtet wurden, die die empfohlenen Dosen

erhielten (siehe Abschnitt 4.8).

Erscheinungsformen, die berichtet wurden, schließen Sehstörungen, schwere Verstopfung, Hypotonie

und eine vasovagale Episode mit vorübergehendem AV-Block zweiten Grades ein.

Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall. Im Falle einer Überdosierung wird eine EKG-

Überwachung empfohlen.

Behandlung

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen Ondansetron, daher ist in allen Fällen eines Verdachts auf

Überdosierung dementsprechend eine symptomatische und unterstützenden Therapie zu geben.

Die Anwendung von Ipecacuanha zur Behandlung einer Überdosierung mit Ondansetron wird nicht

empfohlen, da es aufgrund der anti-emetischen Wirkung von Ondansetron selbst unwahrscheinlich ist,

dass die Patienten auf diese Behandlung ansprechen.

Kinder und Jugendliche

Es wurden Fälle gemeldet, in denen Säuglinge und Kinder im Alter von 12 Monaten bis 2 Jahren

versehentlich Überdosen von Ondansetron geschluckt haben und bei denen die aufgetretenen

Symptome zu einem Serotonin-Syndrom passen (die geschätzte aufgenommene Menge überschritt

4 mg/kg).

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiemetika und Mittel gegen Übelkeit, Serotonin- (5-HT3)-

Antagonisten

ATC-Code: A04AA01

Wirkmechanismus

Ondansetron ist ein wirksamer, sehr selektiver 5HT3-Rezeptorantagonist. Der genaue

Wirkmechanismus bei der Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen ist nicht bekannt. Chemotherapeutika

und Strahlentherapie könnten die Freisetzung von 5HT im Dünndarm verursachen, worauf durch die

Aktivierung vagaler Afferenzen über 5HT3-Rezeptoren Brechreiz ausgelöst wird. Ondansetron blockiert

das Auslösen dieses Brechreizes. Die Aktivierung vagaler Afferenzen könnte auch zur Freisetzung von

5HT in der Area postrema führen, die sich am Boden des vierten Ventrikels befindet, was zudem den

Brechreiz durch einen zentralen Mechanismus fördern könnte. Folglich beruht die Wirkung von

Ondansetron bei der Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen, die durch eine zytotoxische Chemotherapie

oder eine Strahlentherapie ausgelöst wurden, wahrscheinlich auf einem Antagonismus von 5HT3-

Rezeptoren auf Neuronen sowohl im peripheren als auch im zentralen Nervensystem. Die

Wirkmechanismen bei postoperativer Übelkeit und Erbrechen sind nicht bekannt, es ist jedoch möglich,

dass es sich dabei um die gleichen Signalwege handelt wie bei der durch zytotoxische Therapeutika

ausgelösten Übelkeit und Erbrechen.

Ondansetron führt nicht zu einer Änderung der Prolaktinplasmaspiegel.

Die Funktion von Ondansetron bei dem durch Opiate induzierten Brechreiz ist derzeit noch nicht

bekannt.

Verlängerung des QT-Intervalls

Die Wirkung von Ondansetron auf das QT-Intervall wurde in einer doppelblinden, randomisierten

Placebo- und positiv (Mofloxacin) kontrollierten Crossover-Studie mit 58 gesunden erwachsenen

Männern und Frauen untersucht. Es wurden Dosen von 8 mg und 32 mg Ondansetron über 15

Minuten intravenös infundiert. Bei der höchsten getesteten Dosis von 32 mg betrug die maximale

mittlere Änderung (Obergrenze des 90%-KI) des QTcF-Intervalls (Fridericia-Korrektur) gegenüber

Placebo nach Basiskorrektur 19,6 msec (21,5 msec). Bei der niedrigeren getesteten Dosis von 8 mg

betrug die maximale mittlere Änderung (Obergrenze des 90%-KI) des QTcF-Intervalls (Fridericia-

Korrektur) gegenüber Placebo nach Basiskorrektur 5,8 msec (7,8 msec). In dieser Studie wurden

keine QTcF-Intervalle von über 480 msec und keine Verlängerung des QTcF-Intervalls von über 60

msec gemessen. Bei den mittels Elektrokardiogramm gemessenen PR- bzw. QRS-Intervallen traten

keine signifikanten Änderungen auf.

Kinder und Jugendliche

CINV

Die Wirksamkeit von Ondansetron bei der Kontrolle von durch eine Chemotherapie gegen ein Karzinom

induzierter Emesis und Übelkeit wurde in einer doppelblinden randomisierten Studie bei 415 Patienten

im Alter von 1 bis 18 Jahren untersucht (S3AB3006). An den Tagen der Chemotherapie, erhielten die

Patienten entweder Ondansetron 5 mg/m

intravenös und Ondansetron 4 mg oral nach 8-12 Stunden oder

Ondansetron 0,45 mg/kg intravenös und Placebo oral nach 8-12 Stunden. Nach der Chemotherapie

erhielten beide Gruppen für 3 Tage zweimal täglich 4 mg Ondansetron-Sirup. Eine vollständige

Kontrolle der Emesis am härtesten Tag der Chemotherapie betrug 49 % (5 mg/m

intravenös und

Ondansetron 4 mg oral) bzw. 41 % (0,45 mg/kg intravenös und Placebo oral). Nach der Chemotherapie

erhielten beide Gruppen für 3 Tage zweimal täglich 4 mg Ondansetron-Sirup. Es wurde kein

Unterschied in der Gesamtinzidenz oder hinsichtlich der Art der Nebenwirkungen zwischen beiden

Behandlungsgruppen beobachtet.

Eine doppelblinde randomisierte Placebo-kontrollierte Studie (S3AB4003) bei 438 Patienten im Alter

von 1 bis 17 Jahren zeigte eine vollständige Kontrolle der Emesis am härtesten Tag der Chemotherapie

bei:

73 % der Patienten, wenn Ondansetron intravenös bei einer Dosis von 5 mg/m

gemeinsam mit 2-4

mg Dexamethason oral verabreicht wurde

71 % der Patienten, wenn Ondansetron an den Tagen der Chemotherapie als Sirup bei einer Dosis

von 8 mg + 2-4 mg Dexamethason oral verabreicht wurde.

Nach der Chemotherapie erhielten beide Gruppen für 2 Tage zweimal täglich 4 mg Ondansetron-Sirup.

Es wurde kein Unterschied in der Gesamtinzidenz oder hinsichtlich der Art der Nebenwirkungen

zwischen beiden Behandlungsgruppen beobachtet.

Die Wirksamkeit von Ondansetron wurde bei 75 Kindern im Alter von 6 bis 48 Monaten in einer

unverblindeten, nicht-vergleichenden, einarmigen Studie (S3A40320) verglichen. Alle Kinder erhielten

drei Dosen zu 0,15 mg/kg von intravenös verabreichtem Ondansetron, verabreicht 30 Minuten vor dem

Beginn der Chemotherapie und dann nach 4 und 8 Stunden nach der ersten Dosis. Eine vollständige

Kontrolle der Emesis wurde bei 56 % der Patienten erreicht.

Eine andere unverblindete, nicht-vergleichende, einarmige Studie (S3A239) untersuchte die

Wirksamkeit einer intravenösen Dosis von 0,15 mg/kg Ondansetron gefolgt von zwei oralen Dosen von

Ondansetron zu 4 mg bei Kindern im Alter von < 12 Jahren und 8 mg bei Kindern im Alter von ≥ 12

Jahren (Gesamtzahl der Kinder n = 28). Eine vollständige Kontrolle der Emesis wurde bei 42 % der

Patienten erreicht.

PONV

Die Wirksamkeit einer Einzeldosis von Ondansetron bei der Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen

nach einer chirurgischen Operation wurde in einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-

kontrollierten Studie bei 670 Kindern im Alter von 1 bis 24 Monaten (post-konzeptuelles Alter ≥ 44

Wochen, Gewicht ≥ 3 kg) untersucht. Die untersuchten Probanden wurden eingeteilt, sich einer

elektiven chirurgischen Operation unter allgemeiner Anästhesie zu unterziehen, und hatten einen ASA-

Status ≤ III. Eine Einzeldosis von Ondansetron 0,1 mg/kg wurde innerhalb von fünf Minuten nach

Einleitung der Anästhesie verabreicht. Der Anteil an Probanden, bei denen zumindest eine emetische

Episode während des 24-stündigen Untersuchungszeitraumes auftrat, war bei Patienten unter Placebo

höher als bei denen, die Ondansetron erhielten (28 % vs. 11 %, p < 0,0001).

Vier doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studien wurden bei 1469 männlichen und weiblichen Patienten

(im Alter von 2 bis 12 Jahren) durchgeführt, die eine allgemeine Anästhesie erhielten. die Patienten

wurden zufällig ausgewählt, entweder Einzeldosen von intravenös verabreichtem Ondansetron (0,1

mg/kg bei pädiatrischen Patienten mit einem Gewicht von 40 kg oder weniger, 4 mg bei pädiatrischen

Patienten mit einem Gewicht von mehr als 40 kg; Anzahl der Patienten = 735) oder Placebo (Anzahl der

Patienten = 734) zu erhalten. Das Arzneimittel wurde über mindestens 30 Sekunden verabreicht, direkt

vor oder nach der Einleitung der Anästhesie. Ondansetron war signifikant stärker wirksam als Placebo

bei der Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen. Die Ergebnisse dieser Studien sind in Tabelle 3

zusammengefasst.

Tabelle 3: Vorbeugung und Behandlung von PONV bei pädiatrischen Patienten – Ansprechen auf die

Behandlung über 24 Stunden

Studie

Endpunkt

Ondansetron % Placebo p-Wert

S3A380 CR

≤ 0,001

S3GT09 CR

≤ 0,001

S3A381 CR

≤ 0,001

S3GT11 keine Nausea 64

0,004

S3GT11 keine Emesis 60

0,004

CR = keine emetischen Episoden, Rettung oder Absetzen

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Ondansetron wird nach oraler Verabreichung passiv und vollständig im Gastrointestinaltrakt

aufgenommen und es kommt zu einem First-Pass-Effekt. Die Plasmaspitzenkonzentrationen von

ungefähr 30 ng/ml werden bei einer 8-mg-Dosis nach ungefähr 1,5 Stunden erreicht. Bei höheren Dosen

als 8 mg ist die Zunahme der systemischen Exposition von Ondansetron überproportional; dies kann auf

einem geringeren First-Pass-Effekt bei höheren oralen Dosen beruhen. Die durchschnittliche

Bioverfügbarkeit bei gesunden männlichen Probanden beträgt nach Verabreichung einer einzelnen 8 mg

Tablette ungefähr 55 bis 60 %. Die Bioverfügbarkeit nach oraler Verabreichung wird durch

Nahrungsmittel leicht erhöht, von Antaziden jedoch nicht beeinflusst. Studien mit gesunden freiwilligen

älteren Probanden zeigten einen leichten, klinisch jedoch unbedeutenden altersabhängigen Anstieg

sowohl der oralen Bioverfügbarkeit (65 %) als auch der Halbwertszeit (5 Stunden) von Ondansetron.

Die Disposition von Ondansetron ist nach oraler, intramuskulärer und intravenöser Dosisgabe ähnlich

und zeigt eine terminale Halbwertszeit von ungefähr 3 Stunden und ein Steady-State-

Verteilungsvolumen von ungefähr 140 Litern. Die systemische Exposition von Ondansetron ist nach

intramuskulärer und intravenöser Verabreichung äquivalent.

Eine über 5 Minuten gegebene intravenöse 4 mg-Infusion führt zu Plasmaspitzenkonzentrationen von

ungefähr 65 ng/ml. Nach intramuskulärer Verabreichung von Ondansetron werden innerhalb von 10

Minuten nach der Injektion Plasmaspitzenkonzentrationen von ungefähr 25 ng/ml erreicht.

Nach der Verabreichung von Ondansetron als Suppositorium ist Ondansetron 15 bis 60 Minuten nach

der Dosisgabe im Plasma nachweisbar. Die Konzentrationen steigen im Wesentlichen linear, bis

normalerweise 6 Stunden nach Dosisgabe Spitzenkonzentrationen von 20-30 ng/ml erreicht werden. Die

Plasmakonzentrationen fallen danach ab, aufgrund der fortgesetzten Aufnahme von Ondansetron jedoch

mit einer langsameren Rate als nach oraler Dosisgabe. Die absolute Bioverfügbarkeit von Ondansetron

aus dem Suppositorium ist ungefähr 60 % und nicht geschlechtsspezifisch. Die Halbwertszeit der

Eliminationsphase nach Verabreichung eines Suppositoriums wird durch die Aufnahmerate für

Ondansetron und nicht die systemische Clearance bestimmt und beträgt ungefähr 6 Stunden. Frauen

zeigen im Vergleich zu Männern eine geringfügig, klinisch unbedeutende verlängerte Halbwertszeit.

Ondansetron wird nicht in hohem Maße an Protein gebunden (70-76 %). Ondansetron wird überwiegend

durch mehrere Enzymwege in der Leber aus dem Kreislauf entfernt. Weniger als 5% der

aufgenommenen Dosis wird unverändert über den Urin ausgeschieden. Der Mangel des Enzyms

CYP2D6 (Debrisoquin-Polymorphismus) hat keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von

Ondansetron. Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Ondansetron werden durch wiederholte

Dosisgaben nicht verändert.

Bestimmte Patientengruppen

Geschlecht

Für die Disposition von Ondansetron wurden geschlechtsspezifische Unterschiede gezeigt, wobei

Frauen nach einer oralen Dosis eine größere Aufnahmerate und -menge sowie eine geringere

systemische Clearance und ein geringeres Verteilungsvolumen (angepasst nach Gewicht) aufweisen.

Kinder und Jugendliche (im Alter von 1 Monat bis 17 Jahren)

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 4 Monaten (n = 19), bei denen eine chirurgische

Operation durchgeführt wurde, war die bezüglich des Gewichts normalisierte Clearance annähernd 30

% langsamer als bei Patienten im Alter von 5 bis 24 Monaten (n = 22), jedoch vergleichbar zu Patienten

im Alter von 3 bis 12 Jahren. Es wurde berichtet, das die Halbwertszeit in der Gruppe von Patienten im

Alter von 1 bis 4 Monaten durchschnittlich 6,7 Stunden betrug verglichen mit 2,9 Stunden bei Patienten

in den Altersbereichen von 5 bis 24 Monaten und 3 bis 12 Jahren. Die Unterschiede der

pharmakokinetischen Parameter in der Gruppe von Patienten im Alter von 1 bis 4 Monaten kann

teilweise durch den höheren Prozentsatz an Gesamtkörperwasser bei Neugeborenen und Kleinkindern

und durch das größere Verteilungsvolumen von wasserlöslichen Arzneimitteln wie Ondansetron erklärt

werden.

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 3 bis 12 Jahren, bei denen eine elektive chirurgische Operation

mit allgemeiner Anästhesie durchgeführt wurde, waren die absoluten Werte sowohl der Clearance als

auch des Verteilungsvolumens von Ondansetron im Vergleich zu Werten bei erwachsenen Patienten

reduziert. Beide Parameter nahmen in linearer Weise mit dem Gewicht zu, und im Alter von 12 Jahren

näherten sich die Werte denen von jungen Erwachsenen an. Wenn die Werte von Clearance und

Verteilungsvolumen bezüglich des Körpergewichts normalisiert wurden, waren die Werte für diese

Parameter ähnlich zwischen den unterschiedlichen Altersgruppen. Bei pädiatrischen Patienten

kompensiert die Anwendung einer auf Gewicht basierenden Dosisgabe altersbezogene Änderungen und

ist wirksam bei der Normalisierung der systemischen Exposition.

Bei 428 Probanden (Karzinompatienten, Patienten mit einer chirurgischen Operation und gesunden

Freiwilligen) im Alter von 1 Monat bis 44 Jahren wurde eine pharmakokinetische Populationsanalyse

nach intravenöser Verabreichung von Ondansetron durchgeführt. Basierend auf dieser Analyse war die

systemische Exposition (AUC) von Ondansetron nach oraler oder intravenöser Dosisgabe bei Kindern

und Jugendlichen vergleichbar zu Erwachsenen, mit der Ausnahme von Kleinkindern im Alter von 1 bis

4 Monaten. Das Volumen hing vom Alter ab und war bei Erwachsenen geringer als bei Kleinkindern

und Kindern. Die Clearance hing vom Gewicht ab, jedoch nicht vom Alter, mit der Ausnahme von

Kleinkindern im Alter von 1 bis 4 Monaten. Aufgrund der geringen Anzahl an untersuchten Probanden

in dieser Altersgruppe ist es schwierig, daraus zu schließen, ob es eine zusätzliche Reduktion der

Clearance abhängig vom Alter bei Kleinkindern im Alter von 1 bis 4 Monaten gab oder ob einfach eine

inhärente Variabilität existierte. Da Patienten im Alter von weniger als 6 Monaten bei PONV nur eine

Einzeldosis erhalten, ist eine verminderte Clearance wahrscheinlich klinisch nicht relevant.

Ältere Patienten

Frühe Phase-I-Studien bei gesunden älteren Probanden zeigten einen altersbedingten Abfall der

Clearance und einen Anstieg der Halbwertszeit von Ondansetron. Jedoch führte eine breite

interindividuelle Variabilität zu einer beträchtlichen Überlappung in den pharmakokinetischen

Parametern zwischen jüngeren (< 65 Jahre) und älteren Probanden (≥ 65 Jahre), und es wurden auch

insgesamt keine Unterschiede in der Sicherheit und Wirksamkeit zwischen jüngeren und älteren

Krebspatienten in den klinischen Studien zur Chemotherapie-induzierten Übelkeit, Brechreiz und

Erbrechen zur Unterstützung anderer Dosierungsempfehlungen für ältere Patienten beobachtet.

Basierend auf neueren Modellen bezüglich Ondansetron-Konzentrationen im Plasma und Expositions-

Reaktions-Beziehungen wird eine größere Wirkung auf den QTcF-Wert bei Patienten ab einem Alter

von 75 Jahren im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen vorhergesagt. Für die intravenöse Gabe werden

spezielle Dosis-Informationen für Patienten über 65 Jahre und für Patienten über 75 Jahre gegeben

(siehe Abschnitt 4.2).

Einschränkung der Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Creatinin-Clearance 15-60 ml/min) sind nach der IV

Verabreichung von Ondansetron sowohl die systemische Clearance als auch das Verteilungsvolumen

verringert, was zu einem geringfügigen, klinisch jedoch unbedeutenden Anstieg der

Eliminationshalbwertszeit (5,4 Stunden) führt. In einer Studie mit Patienten mit schweren

Nierenfunktionsstörungen, die eine regelmäßige Hämodialyse benötigten und zwischen Dialysegängen

untersucht wurden, wurde gezeigt, dass die Pharmakokinetik von Ondansetron nach intravenöser

Verabreichung im Wesentlichen unverändert war.

Einschränkung der Leberfunktion

Nach oraler, intravenöser oder intramuskulärer Dosisgabe bei Patienten mit schweren

Leberfunktionsstörungen ist die systemische Clearance von Ondansetron deutlich verringert, wobei die

Eliminationshalbwertszeit verlängert (15-32 Stunden) ist und die orale Bioverfügbarkeit aufgrund des

geringeren präsystemischen Stoffwechsels fast 100 % erreicht. Die Pharmakokinetik von Ondansetron

bei Verabreichung als Suppositorium wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht

untersucht.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Keine zusätzliche relevante Daten.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Citronensäure-Monohydrat

Natriumcitrat 2 H

Natriumchlorid

Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Ondansetron Injektionslösungen dürfen nicht in derselben Spritze oder Infusionsflasche mit anderen

Arzneimitteln verabreicht werden. Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt

werden, mit Ausnahme der in Abschnitt 6.6 erwähnten Arzneimittel.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Ungeöffnet: 2 Jahre

Nach Verdünnung:

Die chemische und physikalische Stabilität nach dem Öffnen wurde für 24 Stunden bei Lagerung bei 25

°C und 36 Stunden bei Lagerung im Kühlschrank (2-8 °C) nachgewiesen. Verdünnungen von

Ondansetron zur Injektion in kompatiblen intravenösen Infusionsflüssigkeiten sind unter normalen

Beleuchtungsbedingungen oder Tageslicht mindestens 24 Stunden stabil, sodass während der Infusion

keine Maßnahmen zum Schutz vor Licht ergriffen werden müssen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort eingesetzt werden, es sei denn, die beim

Öffnen oder Verdünnen verwendete Methode schließt die Gefahr einer mikrobiologischen

Kontamination aus. Wenn das Arzneimittel nicht sofort verwendet wird, liegen die Lagerungszeiten und

-bedingungen nach dem Öffnen in der Verantwortung des Anwenders.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern. Arzneimittel in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht

zu schützen.

Lagerungsbedingungen des verdünnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Im Blow-Fill-Seal-Verfahren hergestellte 2 ml oder 4 ml Polypropylenampullen mit Twist-Off-Deckel

oder klare, farblose Glasampullen (Typ I; Ph.Eur.).

Die Kunststoffampullen sind in Blisterpackungen aus Aluminiumfolie verpackt und befinden sich in

Kartons. Die Glasampullen befinden sich in Kunststoffbehältern im Karton.

Packung mit 5 Ampullen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Ondansetron darf nicht im Autoklaven sterilisiert werden.

Kompatibilität mit intravenösen Flüssigkeiten

Ondansetron zur Injektion darf nur mit den folgenden empfohlenen Infusionslösungen gemischt werden:

Verdünnungsmittel

Resultierende

Konzentration

von Ondansetron

Natriumchloridlösung zur intravenösen Infusion, BP, 0,9 %

0,16 mg/ml

Glucoselösung zur intravenösen Infusion, BP, 5 Gew.-%

0,16 mg/ml

Mannitollösung zur intravenösen Infusion, BP, 10 Gew.-%

0,16 mg/ml

Kaliumchloridlösung 0,3 Gew.-% und Natriumchloridlösung 0,9

Gew.- % zur intravenösen Infusion, BP

0,16 mg/ml

Kaliumchloridlösung 0,3 Gew.-% und Glucoselösung 5 Gew.-% zur

intravenösen Infusion, BP

0,16 mg/ml

Ringerlösung zur intravenösen Infusion

0,16 mg/ml

Nach den Regeln für die ordnungsgemäße Herstellung von Pharmazeutika sollten Verdünnungen von

Ondansetron zur Injektion mit intravenösen Flüssigkeiten zum Zeitpunkt der Infusion zubereitet werden.

wurde

jedoch

gezeigt,

dass

Verdünnungen

Ondansetron

Polyethylenflaschen

folgenden intravenösen Infusionsflüssigkeiten bei Raumtemperatur (25±2

C) 24 Stunden oder im

Kühlschrank (2-8

C) 36 Stunden lang stabil sind.

Kompatibilität mit anderen Arzneimitteln:

Ondansetron

kann

durch

intravenöse

Infusion,

über

einen

Infusionsbeutel

oder

eine

Spritzenpumpe, mit einer Geschwindigkeit von 1 mg/Stunde verabreicht werden. Die nachfolgend

aufgeführten Arzneimittel können über die Y-Schnittstelle eines Infusionssets verabreicht werden. Dies

gilt für Ondansetron-Konzentrationen von 16 bis 160 µg/ml (z. B. 8 mg/500 ml bzw. 8 mg/50 ml).

Cisplatin:

Konzentrationen bis zu 0,48 mg/ml (z. B. 240 mg in 500 ml), verabreicht über eine bis acht Stunden.

5-Fluorouracil:

Konzentrationen bis zu 0,8 mg/ml (z. B. 2,4 g in 3 l oder 400 mg in 500 ml), verabreicht mit einer

Geschwindigkeit von mindestens 20 ml pro Stunde (500 ml pro 24 Stunden). Höhere Konzentrationen

5-Fluorouracil

können

eine

Ausfällung

Ondansetron

verursachen.

5-Fluorouracil-

Infusionslösung

kann

zusätzlich

anderen

kompatiblen

Inhaltsstoffen

0,045%

Magnesiumchlorid enthalten.

Carboplatin:

Konzentrationen im Bereich von 0,18 mg/ml bis 9,9 mg/ml (z. B. 90 mg in 500 ml bis 990 mg in 100

ml), verabreicht über zehn Minuten bis zu eine Stunde.

Etoposid:

Konzentrationen im Bereich von 0,14 mg/ml bis 0,25 mg/ml (z. B. 72 mg in 500 ml bis 250 mg in 1 l),

verabreicht über dreißig Minuten bis zu eine Stunde.

Ceftazidim:

Dosen im Bereich von 250 mg bis 2000 mg, gemäß den Herstellerempfehlungen mit Wasser für

Injektionszwecke BP rekonstituiert (z. B. 2,5 ml für 250 mg und 10 ml für 2 g Ceftazidim) und über

ungefähr 5 Minuten als intravenöse Bolusinjektion verabreicht.

Cyclophosphamid:

Dosen

Bereich

gemäß

Herstellerempfehlungen

Wasser

für

Injektionszwecke BP rekonstituiert (5 ml pro 100 mg Cyclophosphamid) und über ungefähr fünf

Minuten als intravenöse Bolusinjektion verabreicht.

Doxorubicin:

Dosen im Bereich von 10-100 mg, gemäß den Herstellerempfehlungen mit Wasser für Injektionszwecke

BP rekonstituiert (5 ml pro 10 mg Doxorubicin) und über ungefähr fünf Minuten als intravenöse

Bolusinjektion verabreicht.

Dexamethason:

Dexamethasonnatriumphosphat 20 mg kann als langsame intravenöse Injektion über 2-5 Minuten über

das Y-Stück eines Infusionssets verabreicht werden, durch das über ungefähr 15 Minuten 8 oder 32 mg

Ondansetron, verdünnt in 50-100 ml einer kompatiblen Infusionsflüssigkeit, abgegeben werden. Die

Kompatibilität

zwischen

Dexamethasonnatriumphosphat

Ondansetron

wurde

nachgewiesen,

weshalb

diese

Arzneimittel

durch

dasselbe

Infusionsset

verabreicht

werden

können,

Konzentrationen

mg/ml

Dexamethasonnatriumphosphat

8 µg

mg/ml

Ondansetron führt.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Noridem Enterprises Ltd

Evagorou & Makariou

Mitsi Building 3

Suit. 115, 1065

Nikosia

Zypern

Mitvertrieb:

DEMO Pharmaceuticals GmbH

Airport Business Center

Am Söldnermoos 17

D-85399 Hallbergmoos

Tel: 0811-555445-0

8.

ZULASSUNGSNUMMER

69851.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

02.10.2009 / 11.05.2017

10.

STAND DER INFORMATION

11/05/2017

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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